Sehenswürdigkeiten von Rom – die ewige Stadt
Inhaltsverzeichnis
- Rom – die ewige Stadt
- Kolosseum
- Circus Maximus
- Forum Romanum
- Pantheon
- Petersdom und Petersplatz
- Die Engelsburg
- Sixtinische Kapelle und Vatikanische Museen
- Katakomben
- Der Trevi-Brunnen
- Die Spanische Treppe in Rom
- Domus Aurea
- Kapitol
- Die Kirchen Santa Maria Maggiore und Lateranbasilika
- Via Appia Antica
- Ostia Antica
- Nachtleben
- Freizeitparks in Rom
- Kulturangebote
- Unterkünfte in Rom
- Shopping
- Öffentlicher Nahverkehr
- Einige wichtige Informationen
Rom und seine Sehenswürdigkeiten
Es gibt viele große und schöne Städte in der Welt, sei es Paris, London, New York, Sydney, Hongkong oder Tokio. Jedoch nur wenige Städte bieten dem Reisenden, egal ob Alt oder Jung, Individualtourist oder Schulklasse so eine Vielfalt von Impressionen, Sehenswürdigkeiten und Anregungen wie die "Ewige Stadt" am Tiber. Wenn man Rom sagt, meint man Geschichte. Hier empfindet man die Vergangenheit praktisch als lebendig, so ganz anders als in den trockenen Geschichtsbüchern oder im langweiligen Lateinunterricht. Mit vollstem Recht zählt Rom zu den Weltkulturhauptstädten.

Rom - Kolosseum
Quelle: pixelio.de Fotograf: Marit Peters
Seit 1871 ist Rom die Hauptstadt der Republik Italien. In der Antike war Rom eine für die damalige Zeit gigantische Metropole mit über eine Million Einwohner. Während der Zeit der Völkerwanderung sank diese Zahl bis auf nur noch 20.000 Menschen ab. Es dauerte Jahrhunderte, bis sich die Bevölkerungszahl erholte. Erst im Jahre 1936 wurde die Zahl von einer Million Einwohnern wieder erreicht. Heute ist Rom wieder die größte Stadt Italiens und hat eine Bevölkerungszahl von etwa 2,7 Millionen. Im Großraum der Stadt leben sogar fast 3,5 Millionen Menschen. Obwohl das offizielle Gründungsdatum Roms das Jahr 753 v. Chr. war, bestanden dort schon lange vorher mehrere Ansiedlungen. Es ist kaum übertrieben zu sagen, dass das Stadtgebiet seit mehr als 3.000 Jahren kontinuierlich besiedelt ist. Obwohl die Einwohnerzahl Roms von vielen Weltmetropolen übertroffen wird, kann wohl kaum eine andere Stadt das ewige Rom mit der Zahl der Sehenswürdigkeiten schlagen. Hier stolpert man praktisch über antike Bauwerke, Denkmäler oder Gräber. Aber es gibt nicht nur Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Cäsaren, auch das Mittelalter und die neuere Zeit sind durch zahlreiche Sehenswürdigkeiten und touristisch lohnenswerte Ziele reichlich vertreten.

Petersdom Aussenansicht aus dem Vatikan
Quelle: pixelio.de Fotograf: Rainer Sturm
Ein Bestandteil der Stadt auf den sieben Hügeln ist auch der Staat Vatikanstadt. Er ist mit nicht einmal 0,5 Quadratkilometern und 900 Staatsbürgern das kleinste Land der Welt und liegt als Enklave mitten im Stadtgebiet von Rom. Es wird wohl kaum einen Besucher der Tiberstadt geben, der nicht auch der Vatikanstadt, zumindest den der Öffentlichkeit zugänglichen Teilen einen Besuch abstattet. Gerade an hohen kirchlichen Feiertagen, z. B. an Ostern, wenn der Papst seinen berühmten Segen "urbi et orbi" spendet, drängen sich auf dem weltbekannten Petersplatz Zigtausend Gläubige aus aller Welt. Aber auch sonst hat die Vatikanstadt einzigartige Kunstschätze und Kulturdenkmäler zu bieten.
Eins sollte man aber bei einem Besuch Roms auf jeden Fall bedenken: Der Aufenthalt in der italienischen Hauptstadt bedeutet Stress. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, dass man unter keinen Umständen in ein paar Tagen alles mitbekommen kann. Außerdem ist Rom ein internationaler Anziehungspunkt ersten Ranges nicht nur für Touristen, auch für Politiker, Wissenschaftler und der Jetset. Entsprechend groß sind die Menschenmengen, denen man bei den berühmten Sehenswürdigkeiten begegnet. Man darf also nicht menschenscheu sein. Auch für die Stille und Einsamkeit schätzende Naturliebhaber ist Rom kein gutes Urlaubsziel. Wenn man aber gewillt ist, die unvermeidlichen Strapazen geduldig zu ertragen, wird man dafür mit Eindrücken belohnt, die man fürs ganze weitere Leben behält. Auch wenn man die berühmten Bauwerke Roms schon oft genug im Fernsehen oder im Kino gesehen hat, kann doch nichts den unmittelbaren persönlichen Eindruck und eigene Erfahrung ersetzten. Die Atmosphäre einer Stadt muss man unmittelbar selbst erlebt haben. Deswegen lohnt sich eine Reise nach Rom auf jeden Fall.
nach obenKolosseum
Das Kolosseum, ein Wahrzeichen Roms

Rom - Kolosseum
Quelle: pixelio.de Fotograf: Reinhard Simon
Die Sehenswürdigkeiten in Rom sind so zahlreich, dass hier an dieser Stelle nicht auf jede einzelne eingegangen werden kann sondern nur auf die wichtigsten und interessantesten. So ist z. B. nur relativ Wenigen bekannt, dass einer der vielen Beinamen Roms "Stadt der Obelisken" lautet, weil die Römer aus ihrer Zeit der Herrschaft über das antike Ägypten viele dieser Steine als Siegeszeichen mitbrachten und auf öffentlichen Plätzen aufstellten.
Eines der wichtigsten antiken Baudenkmäler und Wahrzeichen der Stadt ist das Kolosseum. Es war seinerzeit das größte Amphitheater des Römischen Reiches und wurde in der erstaunlich kurzen Zeit von 72 – 80 n. Chr. erbaut. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass zur damaligen Zeit keine modernen Maschinen und Hebezeuge vorhanden waren. Nach neuesten Erkenntnissen der Forschung konnte die Arena sogar geflutet werden, um Seeschlachten nachzustellen. Das Kolosseum bot mehr als 50.000 Zuschauern Platz. Zum Schutz gegen die sengende Hitze des Sommers konnte die Arena sogar mit eigens konstruierten Sonnensegeln schattig gehalten werden, ein Stand der Technik, der erst in modernen Sportstadien wieder erreicht wird. Die blutigen Gladiatorenkämpfe und nachgestellten Schlachtszenen waren bei den Römern aller Klassen und Schichten sehr beliebt. Hier wurden auch viele der ersten Christen auf grausame Art und Weise hingerichtet und starben für ihren Glauben den Märtyrertod. Zur Zeit des Ostgotenkönigs Theoderich, im Jahre 532, wurden im Kolosseum die letzten Spiele abgehalten.

Rom - Kolosseum
Quelle: pixelio.de Fotograf: Volker Wiedemann
Später verfiel dann der gewaltige Gebäudekomplex und wurde im Mittelalter und der Zeit unmittelbar danach als Steinbruch genutzt. Diese Praxis wurde erst von Papst Benedikt XIV. gestoppt, der das Bauwerk wegen der vielen christlichen Märtyrer, die dort einst hingeschlachtet wurden, im Jahre 1750 sichern ließ und den weiteren Abbruch unterband. Heute ist das Kolosseum als eine der touristischen Hauptattraktionen Roms der Öffentlichkeit zugänglich. Es ist täglich geöffnet, im Sommer von 9:30 Uhr – 19:30 Uhr, in den übrigen Jahreszeiten bis etwa 1 Stunde vor Sonnenuntergang. Der Eintritt beträgt wenige Euro mit Ermäßigung für Schüler und Studenten. Es gibt auch gesonderte Führungen und Sonder- bzw. Spezialausstellungen, die gegen einen geringen Aufpreis besichtigt werden können. Das Kolosseum ist sehr verkehrsgünstig gelegen und bequem mit der U-Bahn Linie B, Haltestelle Colosseo oder dem Bus, Linie 75, Haltestelle Piazza de Colosseo zu erreichen.
nach obenCircus Maximus
Der Circus Maximus, die größte Wettkampfstätte aller Zeiten

Circus Maximus
Quelle: pixelio.de Fotograf: ds
Der Circus Maximus ist eine andere, bekannte Sehenswürdigkeit des antiken Roms. Er befindet sich an der Via Appia Antica. Das Bauwerk wurde schon sehr zeitig in der römischen Geschichte, im Jahre 500 v. Chr. errichtet und im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut und erweitert. Zu seinen besten Zeiten besaß der Circus Maximus eine Ausdehnung von 600 m Länge und 140 m Breite und bedeckte somit eine Gesamtfläche von 84.000 Quadratmetern oder fast 8,5 Hektar. In der Ausbauphase unter der Herrschaft von Julius Cäsar betrug die Kapazität des Circus Maximus 145.000 Sitzplätze, die im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte bis auf beinahe unglaubliche 200.000 Plätze, einige Quellen sagen sogar bis auf 380.000 Sitzplätze erweitert worden sein. Bloß mal zum Vergleich – das größte moderne Stadion zur Fußball-WM 2010 in Südafrika hat Sitzplätze für insgesamt 90.000 Zuschauer. Eigentlich ist es gleich, welche Zahlen die richtigen sind, auf jeden Fall war es das größte Veranstaltungsgebäude, das jemals von Menschen errichtet wurde. Selbst moderne Sportstadien können sich beim Punkt Fassungsvermögen nicht mit dem antiken Circus Maximus messen.

Circus Maximus
Quelle: pixelio.de Fotograf: ds
Dabei ist es interessant zu wissen, dass der Circus Maximus und das Kolosseum historisch eng miteinander verknüpft sind. Der riesige Circus Maximus war sozusagen der Vorläuferbau des Kolosseums. Im antiken Rom spielten solche großen öffentlichen Bauten, in denen Spiele, Schaukämpfe und sportliche Wettkämpfe stattfanden, eine große Rolle. Sehr beliebt waren z. B. Wagenrennen, ähnlich wie Veranstaltungen der Formel I heute. Diese Großereignisse waren am Anfang noch gar nicht so blutrünstig wie in späterer Zeit und wurden von Privatpersonen oder vom Kaiser bezahlt, um das Volk bei guter Stimmung zu halten. Im Laufe der Jahre wurde der Geschmack des Publikums jedoch immer verwöhnter, sodass dann als Nachfolgebau das Kolosseum gebaut wurde. Wer allerdings aufgrund dieser grandiosen Geschichte ein eindrucksvolles Bauwerk etwa so wie das Kolosseum erwartet, wird leider ziemlich enttäuscht sein. Der Circus Maximus ist bei Weitem nicht so gut erhalten. Heute befindet sich dort, wo dieser gewaltige Gebäudekomplex einst stand, nur noch eine Freifläche mit einigen spärlichen Mauerresten. Trotzdem lohnt sich der Besuch für alle an der Geschichte des antiken Roms interessierten. Der Circus Maximus ist leicht zu erreichen mit der U-Bahn, Linie A, Haltestelle Circo Massimo oder mit dem Bus, Linie 118, Haltestelle Circo Massimo.
nach obenForum Romanum
Das Forum Romanum - der Nabel der Welt
Eine der bedeutendsten touristischen Attraktionen in Rom ist das antike Forum Romanum. Fast kein Besucher der Stadt der Päpste und Cäsaren versäumt es, dieser Stätte mit bedeutenden Baudenkmälern zu besichtigen. Einst war das Forum Romanum der Mittelpunkt der Metropole, ja sogar noch darüber hinaus glaubten die Menschen damals, dass das Forum Romanum der Mittelpunkt der Welt sei. Symbolisiert wurde das durch das steinerne Abbild eines Nabels. Im gewissen Sinne war das auch richtig, da das Forum Romanum der Mittelpunkt des römischen Weltreichs war. Der Großteil des öffentlichen Lebens spielte sich dort ab. Es wurden Waren gekauft und verkauft, debattiert und Politik gemacht und einfach flaniert oder man traf sich mit Freunden und Bekannten, so wie es ganz ähnlich auch heute noch in Rom der Brauch ist.

Forum Romanum
Quelle: pixelio.de Fotograf: N.Vollmert
Das Forum Romanum war aber weit mehr als nur ein großer öffentlicher Platz im Zentrum der Stadt. Vielmehr wurde er auf allen Seiten von prächtigen weltlichen und sakralen Gebäuden umsäumt, von denen die frühesten schon während der Zeit der Republik errichtet wurden. Unter der Herrschaft der Cäsaren setzten viele regierende Kaiser ihren Ehrgeiz darin, das Forum auszubauen, zu erweitern und neue Prachtbauten zu errichten. Nach dem Niedergang des alten Roms verfiel auch das Forum Romanum und wurde in späteren Jahren sogar als Steinbruch benutzt. Unter anderem wurde der weltbekannte Petersdom teilweise mit Steinen errichtet, die aus dem alten Forum stammten. Trotzdem sind viele der verbliebenen antiken Gebäude noch gut erhalten und erlauben es den Besuchern, sich sozusagen in die Zeit von vor 2.000 Jahren zurückzuversetzen. Einige der antiken Ruinen, die besichtigt werden können, sind der Janustempel, der Tempel des Romulus, der Tempel der Vesta, der Doppeltempel der Venus und der Roma, die Curia, der ehemalige Tagungsort des römischen Senats, der Triumphbogen des Titus und noch viele andere Bauwerke.

Forum Romanum
Quelle: pixelio.de Fotograf: Manuela Bernauer
Diese Überreste geben eine gute Vorstellung vom einstigen Glanz und der Pracht des alten Roms. Der Eintritt zum Forum Romanum ist kostenlos. Täglich finden gegen 10:30 Führungen statt, an denen man gegen geringes Entgelt teilnehmen kann. Das Forum Romanum ist täglich von 9 – 18 Uhr geöffnet. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Mit der U-Bahn nimmt man die Linie B bis zur Haltestelle Colosseo, mit dem Bus der Linie 75 fährt man bis zur Haltestelle Foro Romano.
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Pantheon
Das Pantheon, besterhaltenstes antikes Bauwerk Roms

Pantheon
Quelle: pixelio.de Fotograf: Manuela Bernauer
Das Pantheon ist das am besten erhaltene antike Gebäude in Rom. Es ist ein sakrales Gebäude, das ehemals, wie schon der lateinische Name besagt, allen Göttern gewidmet war. Heute ist das Pantheon eine katholische Kirche, in der regelmäßig immer samstags 17 Uhr und sonntags 10:30 Messen gelesen werden. Das Pantheon wurde in den Jahren 118 – 125 n. Chr. unter Kaiser Hadrian auf dem Marsfeld unweit des Forum Romanum erbaut. Da es schon bald nach dem Niedergang des antiken Roms in eine christliche Kirche umgewandelt wurde (Santa Maria ad Martyres), wurde es nicht als Steinbruch benutzt und ist bis in die Gegenwart außergewöhnlich gut erhalten.

Das Pantheon ist eines der am besten erhaltenen Bauwerke des
antiken Roms.
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Viele Besucher begeistern sich bis heute über die außergewöhnliche architektonische Konstruktion des Gebäudes. Das fängt schon beim Baumaterial an. Bis heute gilt das Pantheon als erster Betonbau der Welt. Die freitragende Kuppel des Gebäudes hat einen Durchmesser von etwa 43 m und ist auch etwa ebenso hoch. Für viele Jahre war es die größte Kuppel dieser Art in der Welt. Man gelangt in das Hauptgebäude durch eine Vorhalle mit 16 korinthischen Säulen. Das Hauptgebäude ist ein heller Rundbau. Die einzige Lichtquelle im Inneren ist das sogenannte Oculum (Auge), eine Öffnung von 9 m Durchmesser genau am Scheitelpunkt der Kuppel, durch die Tageslicht ins Innere des Gebäudes gelangt. Diese Lösung des Architekten ist genial, den es verringert zusätzlich, neben dem Beleuchtungseffekt das Gewicht des Kuppelgewölbes, genau so wie die Kassettenstruktur der Kuppel, die nicht nur zur Zierde, sondern ebenfalls zur Gewichtsreduzierung dient.
Für einige Zeit nach der Errichtung war das Kuppelinnere mit Goldlasur verziert, es muss ein wahrhaft überwältigender Anblick gewesen sein. Die Kuppel symbolisierte dabei den Himmel und das Oculum die Sonne. Das Pantheon war das Vorbild für zahlreiche andere Kuppelbauten, die später errichtet wurden. Die Bekanntesten unter ihnen sind der Petersdom in Rom und das Kapitol in Washington. Das Pantheon beherbergt außerdem noch zahlreiche bedeutende Gemälde und die Grabstätten wichtiger Persönlichkeiten der italienischen Renaissance, wie z. B. den Maler Raffael. Der Eintritt ins Pantheon ist frei, dasselbe gilt für alle Kirchen in Rom. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Pantheon gut zu erreichen. Man fährt mit dem Bus der Linie 119 bis zur Haltestelle Pantheon. Die Öffnungszeiten sind täglich von 8:30 – 19:30 Uhr, sonntags von 9 – 18 Uhr.
nach obenPetersdom und Petersplatz
Petersdom und Petersplatz, die Wahrzeichen des Vatikans

Innenraum des Petersdoms
Quelle: pixelio.de Fotograf: Vera Müller
Der Petersdom gehört wohl neben dem Kolosseum zu den imposantesten und bekanntesten Bauwerken Roms. Er bietet Platz für 60.000 Menschen und ist mit einer Grundfläche von 15.000 Quadratmetern die zweitgrößte christliche Kirche der Welt. Der Kuppelbau ist das größte freitragende Bauwerk dieser Art aus Ziegeln in der Welt. Man kann über Treppen auf die Kuppel gelangen. Von dort hat man einen herrlichen Rundblick über die Stadt. Ursprünglich wurde die Peterskirche (so lautet der korrekte Name) als Grabkirche für den Apostel Petrus an der Stelle errichtet, wo ihn Kaiser Caligula kreuzigen ließ. Die erste Basilika wurde vom ersten christlichen Herrscher Roms, Kaiser Constantin, Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. errichtet und stand dort fast 1.200 Jahre lang. Da die Bausubstanz allmählich in einen schlechten Zustand geriet, entschloss sich Papst Julius II. zu einem Neubau, dem heutigen Petersdom. Auch in diesem Gotteshaus bildet das Grabmal St. Peters den Mittelpunkt der Kirche. Am Bau des Petersdoms wirkten so berühmte Renaissancekünstler wie Michelangelo mit. Über dem Grab St. Peters steht der Hauptaltar des Doms. Um ihn herum findet man 5 Nationalkapellen angeordnet. Unmittelbar neben dem Petersgrab findet man in einer Krypta die Grabmäler von 23 Päpsten. Im nordwestlichen Teil des Doms steht die Statue von St. Peter, die auch heute noch von den Gläubigen verehrt wird. Der Petersdom ist das größte Heiligtum der römisch-katholischen Kirche. Hier liest der Papst regelmäßig die Messe.

Petersplatz von der Petersdomkuppel aus gesehen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Anne Honisch

Petersdom Kuppel von unten
Quelle: pixelio.de Fotograf: Rainer Sturm
Unmittelbar dem Petersdom vorgelagert ist der ovalförmige Petersplatz. Er umfasst eine Fläche von 340 x 240 m und wurde von dem bedeutenden italienischen Künstler Gian Lorenzo Bernini entworfen. Er wurde erst nach der Fertigstellung des Petersdoms in den Jahren 1657 – 1665 gebaut und dient als Sammelplatz für die Gläubigen. An hohen kirchlichen Feiertagen ist dieser gewaltige Platz dicht an dicht mit Tausenden Pilgern aus aller Welt gefüllt. Durch seine architektonische Gestaltung bringt er den Petersdom besonders gut zur Geltung. Die beiden Kolonnaden an den Längsseiten sind mit insgesamt 140 Heiligenstatuen geschmückt. Der Obelisk im Zentrum stand dort schon vor der Errichtung des Platzes. Die symmetrische Erscheinung des Petersplatzes wird durch die beiden dort befindlichen Brunnen abgerundet. Beide Sehenswürdigkeiten, der Petersdom und der Petersplatz, sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Man nimmt z. B. die U-Bahn-Linie A bis zur Haltestelle Ottaviano oder man gelangt dorthin mit den Buslinien 40 und 81, Haltestelle St. Pietro.
nach obenDie Engelsburg - Castel Sant'Angelo
Die Engelsburg eine ehemalige Festung und Gefängnis
Eine der bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt ist die berühmte Engelsburg oder Castel Sant'Angelo, wie es auf Italienisch heißt. Es befindet sich an der ebenfalls sehenswerten Brücke Ponte Sant'Angelo ganz in der Nähe des Petersdoms und des Peterplatzes. Die Engelsburg wurde ursprünglich um das Jahr 130 n. Chr. als Mausoleum für Kaiser Hadrian und dessen Nachfolger erbaut. In späterer Zeit wurde das Bauwerk dann als Festung, Schloss und Gefängnis benutzt, weil es von Anfang an sehr solide als turmartiges Gebäude mit dickem Mauerwerk und relativ kleinen Fenstern gebaut wurde. Den Namen "Engelsburg" erhielt das Gebäude durch eine Legende, deren zufolge Papst Gregor der Große im Jahre 590 die Vision des Erzengels Michael gehabt haben soll, der ein gezogenes Schwert wieder zurück in die Scheide steckte. Da zu der Zeit gerade die Pest in der Stadt wütete, wurde das als Zeichen für das Ende der Seuche gedeutet, was dann auch tatsächlich eintrat. Von dieser Zeit an erhielt das ehemalige Hadrians-Mausoleum den Namen "Engelsburg". Noch heute erinnert die Statue eines Engels mit gezücktem Schwert an diese Vision.

Die Engelsburg - Castel Sant'Angelo
Quelle: pixelio.de Fotograf: Andrea Winter
Im Laufe der Jahrhunderte erhielt die Engelsburg viele wechselnde Funktionen und Bestimmungen. Der wohl berühmteste Häftling, der hier eingekerkert wurde, war der berühmte Wissenschaftler Galileo Galilei. Heute wird dort natürlich niemand mehr eingekerkert, im Gegenteil, Besucher sind herzlich willkommen. Die Engelsburg ist nun ein Museum und beherbergt eine bedeutende Gemäldesammlung mit Werken italienischer Künstler. Außerdem kann auch eine Ausstellung mit historischen Waffen besichtigt werden. Über eine schmale Treppe gelangt man auf eine Aussichtsplattform gerade unterhalb der Bronzestatue des Engels. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf den benachbarten Petersdom und den Petersplatz und kann dieses großartige Panorama in aller Ruhe bei Kaffee und italienischen Spezialitäten in dem dort befindlichen Café genießen. Den ursprünglichen Engel, eine Statue aus Marmor, kann man im Innenhof der Engelsburg besichtigen. Auch die Engelsburg ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Roms zu erreichen. Man nimmt die U-Bahn-Linie A bis zur Haltestelle Ottaviano oder fährt mit dem Bus, Linie 40 oder 81, Haltestelle San Pietro. Die Engelsburg ist täglich von 9 – 20 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist 19 Uhr.
nach obenSixtinische Kapelle und Vatikanische Museen
Die Sixtinische Kapelle und die Vatikanische Museen sind Kulturerbe der Menschheit

Blick von der Aussichtsplattform des Petersdoms in
Rom auf die Vatikanische Museen (Musei Vaticani).
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Nördlich des Petersdoms und diesem angegliedert liegt die Sixtinische Kapelle. Obwohl sie streng genommen nicht in Rom, sondern in der Vatikanstadt liegt, wird sie doch zu den Sehenswürdigkeiten Roms dazugerechnet, genau wie die anderen Touristenattraktionen des Vatikans. Die Sixtinische Kapelle gehört mit vollstem Recht zu den Weltkulturgütern. Sie ist auf der ganzen Welt bekannt. Errichtet wurde das wunderschöne sakrale Bauwerk auf Geheiß des Papstes Sixtus IV und geweiht im Jahre 1483. Von diesem Papst leitet sich übrigens der Name der Kapelle ab. Die äußeren Dimensionen des Gebäudes entsprechen denen des früheren Tempels in Jerusalem. An der architektonischen Gestaltung der Kapelle war der berühmteste aller Renaissancekünstler maßgeblich beteiligt. Von ihm stammt das Deckengemälde, wohl das berühmteste Gemälde der Welt überhaupt. Auf über 500 Quadratmetern Fläche sind Szenen aus der Schöpfungsgeschichte dargestellt. Besonders bekannt ist die Szene "Die Erschaffung Adams". Berichten zufolge soll der Künstler die Gemälde teilweise auf einem Gerüst auf dem Rücken liegend gemalt haben. Andere berühmte Gemälde in der Sixtinischen Kapelle sind die Altarfresken, die das Jüngste Gericht darstellen.

Vatikanische Museen
Quelle: pixelio.de Fotograf: thopix
Die Sixtinische Kapelle war übrigens nie Privatkapelle der Päpste. Dort finden nur Festgottesdienste aus besonderen Anlässen statt. Auch die Papstwahl, das berühmte Konklave, findet in der Sixtinischen Kapelle statt.
Die Sixtinische Kapelle ist ein Teil der vatikanischen Museen, aber nur ein kleiner Teil. Bei den vatikanischen Museen handelt es sich um die größte Einrichtung dieser Art in der Welt mit einzigartigen Kunst- und Kulturschätzen. Ein Besuch dieser einzigartigen Kunstsammlung gehört zu den Höhenpunkten eines jeden Rombesuchs. Man muss dafür aber auf jeden Fall viel Zeit einplanen, da die vatikanischen Museen aus 12 Gebäudekomplexen mit über 1.300 Räumen bestehen. Ein kompletter Rundgang ist 7 km lang. Ausgestellt werden orientalische Altertümer, hauptsächlich aus Ägypten und Assyrien, Exponate aus der klassischen Antike (Griechenland und Rom), etruskische Altertümer, frühchristliche und mittelalterliche Kunst. Andere Ausstellungsstücke umfassen die Renaissance aber auch zeitgenössische Werke. Eine Völkerkundesammlung kann ebenfalls besichtigt werden. Die Öffnungszeiten der vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle wechseln jährlich. Im Allgemeinen sind sie vormittags von 9 – 12:30 Uhr, im Frühling und Sommer bis 15:30 Uhr geöffnet. Sonntags und an kirchlichen Feiertagen sind sie geschlossen. Die vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle erreicht man mit der U-Bahn-Linie A, Haltestelle Ottaviano oder mit dem Bus, Linie 23 oder 81, Haltestelle Piazza del Risorgimento.
nach obenKatakomben
Die Katakomben - Grabstätten der ersten Christen
Wenn der oberirdische Trubel und der Lärm zu groß werden, lohnt sich zur Abwechslung auch einmal ein Ausflug in die berühmten Katakomben. Aktuell gibt es davon mehr als 60 in und um Rom. Die ältesten Katakomben stammen aus vorchristlicher Zeit, es gibt z. B. auch jüdische Katakomben. Diese unterirdischen Grabanlagen entstanden aus dem Zwang der Notwendigkeit heraus, da nach dem römischen Stadtgesetz, dem sogenannten Zwölftafelgesetz, das Begraben von Toten innerhalb der Stadtmauern verboten war. Darum entstanden die Katakomben als tollen und Grabhöhlen außerhalb der Stadt. Am bekanntesten sind die Katakomben entlang der Via Appia Antica. Die frühen Christen übernahmen von den heidnischen Römern den Brauch, ihre Toten in den Katakomben zu bestatten und weiteten es in der Spätantike mehr und mehr aus. Angeregt wurde diese Entwicklung noch dadurch, dass es den Christen nicht erlaubt war, Grund und Boden zu besitzen und sie dadurch gezwungen waren, ihre Toten unterirdisch zu bestatten.
Besonders die sterblichen Überreste vieler Märtyrer wurden in den Katakomben beigesetzt. Da viele Christen ebenfalls in der Nähe dieser Märtyrer ihre letzte Ruhestätte haben wollten, wuchsen die Grabanlagen im Laufe der Zeit mehr und mehr an und umfassten zum Schluss Gänge mit einer Gesamtlänge von mehr als 100 km. In den Gängen befinden sich in die Wände gehauene Nischen, die zur Bestattung der Toten dienten. Nach der Eroberung Roms durch die Germanen wurden die Katakomben zum großen Teil zerstört oder gerieten in Vergessenheit. Während des 8. und 9. Jahrhunderts ließen die regierenden Päpste viele Gebeine von Märtyrern bergen und in Kirchen oberirdisch beisetzen. Als der christliche Glaube nicht mehr verfolgt wurde und es den Christen auch erlaubt war, Grund und Boden zu besitzen, setzte sich die Bestattung in Friedhöfen allgemein durch. Erst in neuerer Zeit wurden die Katakomben neu entdeckt und erforscht.
Dabei sind aber nur wenige Katakomben der Öffentlichkeit zugänglich. Entgegen landläufiger Vorstellungen sind sie aber keine Orte, wie man sie aus diversen Horrorfilmen kennt, sondern echte Glaubensstätten. Viele Pilger aus der ganzen Welt besuchen die Katakomben, weil sie dort Zeugnisse vom Leben und Wirken der frühchristlichen Gemeinden im kaiserlichen Rom finden. Die dort befindlichen Fresken, Gemälde und Inschriften sind auch von großem historischen Interesse. Zurzeit sind 5 Katakomben für die Öffentlichkeit zugänglich: die St. Agnes Katakombe, die Priscilla Katakombe, die Domitilla Katakombe, die St. Sebastians Katakombe und die St. Callixtus Katakombe. Die Letzteren beiden befinden sich an der Via Appia Antica. Alle Katakomben sind an einem Tag der Woche geschlossen, der von Katakombe zu Katakombe wechselt. Im Januar/Februar sind sie meist vollständig für Wartungs- und Reparaturarbeiten geschlossen. Der Besuch findet nur im Rahmen einer Führung statt und dauert etwa 30 Minuten.
nach obenDer Trevi-Brunnen
Der Trevi-Brunnen als Treffpunkt für Verliebte

Der Trevi-Brunnen, italienisch Fontana di Trevi, ist der
populärste und mit rund 26 Meter Höhe und rund 50 Meter
Breite größte Brunnen Roms
Quelle: pixelio.de Fotograf: Rainer Sturm
Schon im alten Rom gab es auf vielen öffentlichen Plätzen Brunnen, die Trinkwasser für jedermann spendeten. Dass das kein Luxus, sondern im heißen mediterranen Klima der Stadt eine Notwendigkeit ist, wird jedem klar, der schon einmal in den Monaten Juli oder August in Rom war. Das Wasser für diese öffentlichen Brunnen stammte keineswegs aus dem Fluss Tiber. Dessen Wasser war den Römern schon in antiker Zeit zu schmutzig. Da es im Stadtgebiet wenig natürliche Quellen gibt, wurde frisches Quellwasser aus den Bergen über große Entfernungen mittels sogenannter Aquädukte in die Metropole geleitet. Dabei legte das Wasser die Entfernung von vielen Kilometern nur durch natürliches Gefälle zurück, ohne zusätzliche Pumpwerke. Die Aquädukte überwanden dabei Berge und tiefe Täler, bis heute eine ingenieurstechnische Meisterleistung.
Am Endpunkt der Aquädukte in der Stadt wurden häufig öffentliche Brunnen errichtet. Am Endpunkt des antiken Aquädukts Aqua Vergine steht der bekannteste, schönste und größte Brunnen Roms, wenn nicht gar der Welt, die bekannte Fontana di Trevi, der Trevi-Brunnen. Dieser Brunnen diente schon mehrmals als Filmkulisse. Die jetzige Form des Brunnens ist im barocken Baustil gehalten und wurde etwa Mitte des 18. Jahrhunderts fertiggestellt. Der Brunnen ist 26 m hoch und 20 m breit. Dabei wurde vom Architekten ein Teil des Brunnens geschickt in die angrenzende Fassade des angrenzenden Palazzo Poli integriert. Geschmückt wird das Ensemble mit einem Triumphbogen und einer Statue des Meeresgottes Neptun sowie anderer, auf das Meer bezogener Figuren und allegorischer Darstellungen. Der Trevi-Brunnen erfreut sich aber nicht nur wegen seiner künstlerischen Gestaltung so großer Beliebtheit, sondern wegen eines schönen Brauchs, der mit ihm verknüpft ist.
Die Legende besagt nämlich, dass man sicher nach Rom zurückkehrt, wenn man eine Münze über seine rechte Schulter in den Brunnen wirft. Wirft man zwei Münzen in das Brunnenbecken, wird man sich in einen Römer oder eine Römerin verlieben. Wirft man sogar drei Münzen, wird man seine Liebste bzw. Liebsten heiraten. Dieser schöne Volksglaube ist bis heute lebendig, was man an der stattlichen Anzahl der im flachen Brunnenbecken liegenden Münzen erkennen kann. S wird geschätzt, dass der Trevi-Brunnen der Stadt Rom jährliche Einnahmen in Höhe von mindestens 200.000 Euro beschert.
nach obenDie Spanische Treppe in Rom
Die Spanische Treppe, die berühmteste Freitreppe der Welt

Spanische Treppe in Rom
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Die alte und ewig junge Stadt Rom hat viele Sehenswürdigkeiten. Bei vielen handelt es sich um antike Monumente, die von längst vergangenen Tagen des Glanzes und der Glorie berichten. Aber nur wenige Sehenswürdigkeiten sind so lebendig wie die Spanische Treppe. Sie gehört, wie so viele Bauwerke Roms, zu den bekanntesten ihrer Art in der Welt. Lebendig ist sie darum, weil sie heute noch genau so wie am Tage ihrer Fertigstellung von den Römern und ihren Besuchern rege in Anspruch genommen wird. Die spanische Treppe beginnt auf dem Piazza di Spagna, dem Spanischen Platz. Er erhielt diesen Namen, weil sich an diesem Platz in früherer Zeit die spanische Botschaft befand. Die Spanische Treppe führt zu der oberhalb gelegenen Kirche Santa Trinità dei Monti. Diese Kirche ist eine französische Kirche, deren Bau damals vom französischen König bezahlt wurde. Daher wollte der König auch, dass die heutige Spanische Treppe ein französisches Bauwerk werden sollte. Deshalb gab es beinahe endlose Streitereien und Querelen. Letztendlich setzten sich aber die Römer durch und der Papst Benedikt XIII. ordnete an, die Treppe im römischen Stil zu bauen. Sie wurde 1725 fertiggestellt. Sie ist eine architektonische Meisterleistung und fließt geradezu den Hang hinunter von der Kirche zur Piazza di Spagna. Unterbrochen wird sie durch zwei Terrassen.
Die Gegend um die Piazza di Spagna, die von der Via Condetti gekreuzt wird, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Einkaufsviertel für gehobene Ansprüche mit zahlreichen Designerläden und Boutiquen. An der spanischen Treppe selbst bzw. in unmittelbarer Nähe findet man bezeichnenderweise sowohl das erste Teehaus Roms als auch die erste McDonald's Filiale Italiens. Das bringt zum Ausdruck, dass die Spanische Treppe damals wie heute ein beliebter Treffpunkt für junge Leute, Verliebte und Touristen war und ist. Hier kommt man bei schönem Wetter gerne zusammen für einen Plausch mit Freunden oder zu einer Verabredung mit dem Freund oder der Freundin oder man trifft sich schnell mal auf ein Eis, bevor man sich in das Nachtleben Roms stürzt. Die Spanische Treppe wurde auch schon öfter als Filmkulisse benutzt und ist bei den Touristen ein sehr beliebtes Fotomotiv. Ein Besuch dieser berühmtesten Freitreppe der Welt darf bei keinem Aufenthalt in Rom fehlen. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, z. B. mit der U-Bahn-Linie A, Haltestelle Piazza di Spagna oder dem Bus Linie 117, Haltestelle Piazza di Spagna.
nach obenDomus Aurea
Der Domus Aurea, das Goldene Haus des Nero
Eine bedeutende Sehenswürdigkeit des antiken Roms sind die Überreste des Domus Aurea, des sogenannten "Goldenen Hauses". Dabei handelt es sich um einen wahrhaft gigantischen Palast, den sich Kaiser Nero errichten ließ, nachdem sein vorheriger kaiserlicher Palast beim großen Brand von Rom im Jahre 64 v. Chr. ein Raub der Flammen wurde. Der neu erbaute Palast, das Domus Aurea, umfasste einst das gesamte Gebiet des Hügels Palatin, das Tal, in dem sich jetzt das Kolosseum befindet und angrenzende Gebiete. Insgesamt umfasste das Gelände des Palastkomplexes eine Fläche von mehr als 80 Hektar mit einem künstlichen See an der Stelle, wo jetzt das Kolosseum steht und einer 35 m hohen Kolossalstatue des Neros. Nach dem Tode des Tyrannen verfiel der Palast zusehends. Ein kleinerer Teil der Anlage war noch einige Zeit bewohnt, bis er einem Feuer zum Opfer fiel und ebenfalls aufgegeben wurde. Die vorhandenen Kellerräume wurden mit Schutt aufgefüllt und dadurch hervorragend konserviert.
Was heute als Domus Aurea bekannt ist und von den Touristen besichtigt werden kann, ist nur ein schwacher Abglanz von den einstigen Herrlichkeiten dieses überwältigenden Palastkomplexes. Einige der Gebäude sollen von außen tatsächlich mit Gold überzogen gewesen sein. Wenn man heute durch die dunklen Gänge und Säle geht, fällt es schwer, sich solchen Glanz vorzustellen. An einigen Stellen jedoch bekommt man noch einen guten Eindruck vom einstigen Reichtum der Ausstattung. Nicht umsonst gehört der Domus Aurea zu den beliebten Sehenswürdigkeiten des antiken Roms. Beinahe wäre dieses auch archäologisch wertvolle Baudenkmal ein zweites Mal verloren gewesen. Im Jahre 2005 stellte man fest, dass die noch vorhandenen Räume und Gänge einsturzgefährdet waren. Eindringendes Wasser hatte schwere Schäden verursacht. Darum musste der Domus Aurea bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen werden, um dringend notwendige Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten ausführen zu können. Die gute Nachricht jetzt ist aber, dass der Domus Aurea seit Kurzem wieder geöffnet ist und im normalen Umfang besucht werden kann. Der Domus Aurea ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Mit der U-Bahn-Linie B fährt man bis zur Haltestelle Colosseo oder man kann den Bus Linie 60, 75, 85, 87, 117, 186, 571, 810 oder 850 Benutzen. Die Tram, Linie 3, Haltestelle Colosseo führt ebenfalls dahin.
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