Toskana - Städte und Sehenswürdigkeiten

Toskana

Toskana - Toscana
Toskana - Toscana
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Barbara Schneider

Sonne, Strand, Meer, Berge, Natur, romantische Städte und leckerer Wein. Für das alles steht die Toskana und viele denken bei diesem Urlaubsgebiet sofort an Baden und Wandern. In der Toskana gibt es aber noch viel mehr zu erleben, vor allem die kulturellen Sehenswürdigkeiten gibt es in Hülle und Fülle. Der Reichtum an meisterhaften Bauwerken in dieser Region ist schier unerschöpflich. Nebenbei ist die Toskana mit dem milden Klima und den gastfreundlichen und lebensfrohen Menschen ein idealer Ort, um schöne Ferien zu verbringen. Die Toskana ist ein beliebtes Gebiet für Wanderer, die hier viele schöne Strecken entlang der Küsten oder im Hinterland finden können.

Städte und Kultur

Fast jede Stadt und jedes Dorf in der Toskana ist ursprünglich und sie haben einige interessante Bauwerke aus früheren Tagen zu bieten. Die alten Städte und Dörfer wirken dabei fast ein wenig wie in der Zeit stehen geblieben und laden ein zu einer Reise in die Vergangenheit. Nicht nur Kultur, auch Kunst wird in der Toskana begeistert ausgestellt, so gibt es viele Museen mit wertvollen Schätzen aus allen Stilepochen. Zu den wichtigsten Städten gehören die Hauptstadt Florenz und die Stadt Pisa mit dem schiefen Turm. Auch die Städte Lucca, Pienza und San Gimignano gehören zu den Touristenmagneten der Region. Interessante Entdeckungen kann man in der Toskana aber auch in dem kleinsten Dorf machen.

Erlebbare Natur

Viele Menschen verbringen ihren Urlaub in der Toskana, weil sie das milde Klima und die wunderschöne Natur schätzen. Die Natur mit ihrer ganzjährigen Vegetation, mit ihren Sandstränden und einsamen Buchten, mit ihren sanften Hügel und schroffen Felsklippen lässt einfach keine Langeweile aufkommen und lädt zu vielen verschiedenen Freizeitaktivitäten ein. Neben Wandern kann man auch Reiten, Mountainbike fahren, Schwimmen, Tauchen oder diverse andere Wassersportmöglichkeiten nutzen. Auch Klettern ist in der Toskana möglich. Die Natur bietet aber auch Rückzugsmöglichkeiten für erholsame und entspannende Stunden.

Das Leben genießen

Nirgends ist es so einfach, das Leben zu genießen wie in der Toskana. Nicht nur die fröhliche Art der Menschen hier, sondern auch die vielen kulinarischen Genüsse, die vielen ruhigen Plätze und das milde Wetter tragen zu einem guten Lebensgefühl bei. Berühmt ist Toskana vor allem für ihren Wein und ihre Weinregionen. Aber auch Fisch und Meeresfrüchte sollte man einmal genossen haben. Nebenbei gibt es in der Toskana auch leckere Gemüsegerichte mit gesundem Olivenöl und zahlreiche Käse- und Wurstspezialitäten. Auch auf einen leckeren Kaffee sollte man in Italien nicht verzichten. Ferienhäuser in schöner Lage gibt es in der Toskana schon für wenig Geld. Über das ganze Jahr finden dort viele Feste statt, bei denen kräftig gefeiert werden darf.

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Florenz

David in Florenz

Florenz

Florenz gilt als die Vorzeigestadt in der Toskana. Diese traumhaft schöne Stadt hat auch einiges zu bieten. Vor allem die zahlreichen prunkvollen Bauten aus der Zeit der Renaissance sind sehenswert. Die Altstadt lädt ein zu einer Reise in die Vergangenheit. Das berühmteste Bauwerk der Stadt ist wohl der Dom Santa Maria Del Fiore, dessen Baubeginn im Jahr 1924 liegt. Als Wahrzeichen der Stadt gilt die 107 Meter hohe Kuppel dieses Doms, die von Brunelleschi entworfen wurde. Der Dom wird heute als ein herausragendes Meisterwerk der Renaissance angesehen. Schön ist auch die älteste Brücke der Stadt, die Ponte Vecchio, auf der die zahlreichen Goldhändler ihre Geschäfte haben.

Hauptstadt der Kunst und Kultur

Kunst im Dom

Florenz ist zugleich auch die Hauptstadt der Toskana. Sie liegt direkt am Fluss Arno und zählt 360.000 Einwohner. Florenz wird aufgrund der wachsenden kulturellen Bedeutung auch als italienisches Athen bezeichnet. Gerade um die bildende Kunst hat sich die Stadt besonders verdient gemacht. Florenz ist damit eine der bedeutendsten und meistbesuchten Kunststädte in der Welt. Viele Kunstwerke finden sich in der Altstadt, die seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Der Mittelpunkt der Altstadt wird von der Piazza della Signora gebildet.

Berühmte Museen

Florenz bietet eine große Auswahl an Museen. Berühmt und bekannt sind vor allem die Uffizien, die man bei einem Florenz-Besuch unbedingt gesehen haben sollte. Diese wurden ursprünglich zur Unterbringung von Ämtern und Ministerien gebaut. Die Galerie im Obergeschoss ist eines der bekanntesten Museen der Welt. Verschiedene Werke der Malerei und Bildhauerei aus unterschiedlichen Epochen sind hier zu bestaunen. Die dritte Etage zeigt eine Gemäldesammlung mit dem Schwerpunkt Renaissance. Im Corridoio gibt es eine Ausstellung mit Selbstporträts aus allen Jahrhunderten und im Erdgeschoss können die Reste einer romanischen Kirche besichtigt werden.

Florenz Domkirche Florenz

Das Leben genießen

In Florenz lässt sich aber auch toll Einkaufen und Ausgehen. Hier kann man die italienische Lebensart in den vielen Cafés und Restaurants so richtig genießen. Zahlreiche große und kleine Läden laden zu einem Einkaufsbummel ein. Florenz ist eine pulsierende Großstadt, in der immer etwas los ist. Trotzdem ist man auch schnell in der Natur. Nur wenige Kilometer außerhalb von Florenz zeigt sich die typische toskanische Landschaft mit Olivenbäumen, Zypressen und Pinien. Hier lassen sich die Ruhe und die Natur genießen.

Mehr Informationen zu Florenz: Die Sehenswürdigkeiten von Florenz nach oben

Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa ist das wohl bekannteste schiefe Gebäude der Welt und Wahrzeichen der Stadt Pisa in Italien
Der Schiefe Turm von Pisa ist das wohl bekannteste
schiefe Gebäude der Welt und Wahrzeichen der Stadt
Pisa in Italien
Quelle: pixelio.de        Fotograf: tokamuwi

Pisa ist heute nicht nur ein beliebter Ferienort, sondern auch eine angesagte Universitätsstadt, weshalb die Hälfte der Einwohner in der Stadt auch Studenten sind. In der frühen Neuzeit war Pisa noch ein Stadtstaat. Die Atmosphäre in der Stadt wird durch die vielen jungen Leute belebt und ist sehr lebendig. Auch einen eigenen Flughafen besitzt die Stadt. Pisa hat viele Kulturschätze zu bieten, unter anderem den weltberühmten schiefen Turm. In den historischen Stadtvierteln von Pisa gibt es zahlreiche interessante Bauwerke zu entdecken, zudem römische und gotische Kirchen. Ein Stadtbummel über die antiken Plätze und durch die ursprünglichen Gässchen mit ihren Bars und Cafés lohnt sich.

Der schiefe Turm von Pisa

Er ist das Wahrzeichen der Stadt und wahrscheinlich denkt jeder bei dem Namen Pisa sofort an den schiefen Turm. Dieser Turm ist das bekannteste schiefe Gebäude der Welt, obwohl er nicht einmal das schiefste Gebäude ist. Im Jahr 1173 wurde der Turm als Glockenturm für den Dom errichtet. Nach einem Grundbruch neigte er sich nach der Fertigstellung in der dritten Etage Richtung Südosten. Erst nach fast 100 Jahren wurden dann die nächsten vier Stockwerke gebaut. Diese wurden schräg gebaut, um die Schieflage auszugleichen. Fertig wurde der Turm erst im Jahr 1372 mit dem Bau der Glockenstube. Angeblich soll hier der berühmte Galileo Galilei die Fallgesetze entdeckt haben.

Weitere Bauwerke

Zum schiefen Turm gehört der Dom Santa Maria Assunta, der sich auf dem Rasenplatz Piazza del Duomo befindet. Auch das Baptisterium und der Camposanto Monumentale befinden sich hier. Die gigantischen Bauten aus der Blütezeit der Stadt lassen sich von den gepflegten Grünflächen aus gut ansehen. Der Dom galt lange Zeit als bedeutendster Dom in der Geschichte und diente vielen anderen Bauherren als Vorbild. Das Baptisterium ist die Taufkirche des Doms, welche ebenfalls einen Besuch lohnt. Der Composanto Monumentale ist eine berühmte Friedhofsanlage mit gotischer Fassade und Marmorblendarkaden. Alle drei Gebäude und der schiefe Turm zählen heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Camposanto Monumentale Pisa
Im Inneren des Camposanto Monumentale in Pisa
sind im Kreuzgang unter Steinplatten berühmte
Personen wie z. B. Fibonaci begraben.
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Mathias Klingner

Feste feiern

Sehenswert sind aber nicht nur die Bauwerke in Pisa, man sollte sich auch nicht den Besuch eines der traditionellen Feste entgehen lassen. Ein Riesenspaß ist das Fest Gioco del Ponte, bei dem am letzten Sonntag im Juni die stärksten Männer des nördlichen Stadtviertels versuchen, einen sieben Tonnen schweren Wagen in die südliche Hälfte der Stadt zu befördern, was aber die Männer des südlichen Stadtteils zu verhindern suchen. Dabei werden immer traditionelle Kostüme getragen. Auch das Luminara-Fest am 16. Juni ist sehr schön. Dabei wird der Fluss Arno mit vielen Kerzen beleuchtet.

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Siena

Siena - Piazza del Campo
Siena - Piazza del Campo
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Matthias Brinker

Siena gilt als beliebter Ferienort und ist eine der schönsten Städte in der Toskana. Während Florenz als Renaissance-Stadt bekannt ist, kann man in Siena die italienische Gotik aus dem Mittelalter bestaunen. Erbaut wurde die Stadt auf drei Hügeln. Die ganze Stadt ist von einer gut erhaltenen Stadtmauer umschlossen fällt durch den hohen Rathausturm sofort ins Auge. In der historischen Altstadt von Siena gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Den Dom aus weißem und schwarzem Marmor muss man einfach gesehen haben, zumal er, als eines der bedeutendsten Bauwerke der gotischen Baukunst gilt. Einst wurde dieser Dom als größte Kirche der Welt geplant, doch der Geldmangel stoppte dieses Vorhaben. Eine weitere schöne Kirche ist die Franziskanerkirche San Francesco, die ebenfalls einen Besuch wert ist.

Plätze und Türme

Den berühmten Turm findet man auf dem Plazza Campa, wo sich auch das Rathaus befindet. Erbaut wurde der Turm im Jahr 1848, seine Spitze wurde von einem bekannten Maler der Frührenaissance entworfen. In genau 102 Meter Höhe kann man vom Turm aus einen tollen Blick über die Stadt genießen. Auf dem Pallazo Publico, dem Rathaus, ist es möglich, verschiedene Fresken von berühmten Künstlern anzusehen. Das Rathaus ist ein berühmtes Beispiel der klassischen gotischen Baukunst. Sehr bekannt ist auch der Saal der Landkarten im Rathaus, wo weitere berühmte Kunstwerke warten. Im Saal der Neun kann man auch die Darstellung der guten und schlechten Regierung bewundern. Zur Altstadt gehören außerdem ein Pilgerhospiz und ein Opernmuseum.

Die Kuppel des Doms von Siena
Die Kuppel des Doms von Siena
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Herbert

Erlebnisse und Umgebung

Viele malerisch verwinkelte Gassen gibt es in Siena, die einen Rundgang lohnen. In der Stadt trifft man aber nicht nur Touristen, sondern auch viele junge Leute, die hier ihrem Studium nachgehen. Ein beliebtes Ereignis in der Stadt ist das Pferderennen Palio. Jeden Sommer jeweils am 2. Juli und am 16. August findet dieses größte und wichtigste Fest der Stadt statt. Das Rennen führt durch die Altstadt von Siena, dabei beginnt das Fest schon einige Tage vorher. Die Einwohner kleiden sich bei diesem Fest in den Farben ihres Stadtviertels. Jedes Stadtviertel stellt einen Reiter, der dann ein Pferd zugelost bekommt. Auch die Umgebung von Siena hat ihren Reiz. Die Stadt liegt in einer der schönsten Gegenden der Toskana.

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Lucca

Lucca - Kathedrale San Martino
Lucca - Kathedrale San Martino
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Matthias Brinker

Eine weitere interessante Stadt der Toskana ist Lucca, welche in der Ebene des Flusses Serchio liegt. Zwischen dem Monta Pisano und den Apuanischen Alpen bietet dieses idyllische Städtchen vor allem Ruhe und viele Erholungsmöglichkeiten. Zur toskanischen Mittelmeerküste sind es nur etwa 20 Kilometer, ein Ausflug zum Strand bietet sich hier also an. Auch die kulturell interessante Stadt Pisa ist nur 20 Kilometer entfernt. Lucca bietet sich also auch als Unterkunft an. Wer hier übernachtet, hat Ruhe und eine schöne Umgebung ebenso vor der Tür wie berühmte Städte und Sehenswürdigkeiten. Von Lucca aus hat man viele Ausflugsmöglichkeiten, neben Pisa, sollte man unbedingt auch Florenz besucht haben.



Eine Tour durch die Stadt

Aber auch die Stadt selbst hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Merkmal von Lucca ist die mächtige Mauer, die den Stadtkern umschließt. Auf der begrünten Mauer lässt sich ein Spaziergang machen. In dem reizvollen historischen Zentrum der Stadt hinter der Mauer gibt es einige interessante Kirchen und Paläste, zu bestaunen. Im Dom können ein berühmtes Kruzifix und ein freistehendes Marmorgrab besichtigt werden.

Piazza Anfiteatro in Lucca in Italien. Der Platz wurde auf den Mauern eines römischem Amphitheaters gebaut
Piazza Anfiteatro in Lucca in Italien. Der Platz wurde
auf den Mauern eines römischem Amphitheaters gebaut
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Stephan Poost

Kunst und Kultur

Das Museo Nazionale die Villa Gugni zeigt Funde, die bis zur Zeit der Etrusker zurückzuführen sind. Auch eine große Sammlung von Kunstschätzen aus dem Mittelalter gibt es dort zu bestaunen. Im Westen der Stadt findet sich die Pinacoteca Nazionale, wo man sich Malerei im florentinischen und venezianischen Stil anschauen kann. Auch das Amphitheater ist einen Besuch wert. Wer bei so viel Kunst eine kleine Pause braucht, findet in Lucca viele Cafés oder Restaurants zum Besuchen und die italienische Lebensart genießen. Die Toskana ist berühmt für ihren Wein und das leckere Essen. Die Stadt Lucca begründete ihren Reichtum einst durch Seide. Noch heute kann man die Spuren der Seidenhändler verfolgen.



Das Hinterland lockt

Verlässt man Lucca, findet man im Hinterland zahlreiche schöne Landschaften. In den bergigen Teilen lässt es prima Wandern oder Mountainbike fahren, die Küste lockt mit ihren sanften Buchten und romantischen Stränden. Berühmte Küstenorte am Mittelmeer sind unter anderem Viareggio und Forte dei Marmi. Von Lucca aus kann man sowohl die Küste, wie auch das Hinterland schnell erreichen. Passende Unterkünfte wie Ferienhäuser Ferienwohnungen und Hotels gibt es in Lucca viele.

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San Gimignano

Blick auf das recht mittelalterliche Städtchen San Gimignano in Italien, das auf einem Hügel liegt.
Blick auf das recht mittelalterliche Städtchen San Gimignano
in Italien, das auf einem Hügel liegt.
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Michael Siedling

San Gimignano ist eine wirkliche Perle der Toskana. Die wunderschöne Kleinstadt im oberen Elsatal liegt 334 Meter hoch und bietet viele Sehenswürdigkeiten mit mittelalterlichem Flair. Ihren Namen hat die Stadt von Bischof von Modena, welcher sie im 10. Jahrhundert angeblich vor Barbaren beschützt haben soll. Neben den großen Städten wie Florenz, Siena und Pisa, gehört sie zu den beliebtesten Ferienorten der Toskana. San Gimignano liegt gut sichtbar auf einem Hügel und schon von Weitem sind die Geschlechtertürme, das Wahrzeichen der Stadt, zu erkennen. Im Mittelalter wurden diese Türme von Familien errichtet, die sich gegenseitig übertrumpfen wollten. Die Macht einer Familie sollte mit der Höhe des Turmes ausgedrückt werden. San Gimignano wird deshalb auch die Stadt der Türme genannt. Mit 7.700 Einwohnern ist die Stadt recht beschaulich und verspricht viel Ruhe und Erholung.



Das Mittelalter lebt

Bis heute hat sich der Ort sein mittelalterliches Stadtbild bewahrt und zählt damit sogar zu den wertvollsten Stadtkernen der Welt, der mittlerweile mit seinen Geschlechtertürmen zum Weltkulturerbe der UNECO erklärt wurde. Heute sind noch 14 der einst 72 Geschlechtertürme erhalten. Der historische Stadtkern ist geprägt von historischen Bauten und verwinkelten Gassen. In der Mitte liegt die Piazza della Cisterna mit dem Palazzo del Popolo. Dieser Palast mit seinem 54 Meter hohen Turm ist ein weiteres Highlight der Stadt. Dieser Turm ist der größte Geschlechterturm der Stadt und der Einzige, der besichtigt und bestiegen werden kann. Auch die Kirche an der Piazza del Duomo ist einen Besuch wert. Der romanische Bau ist vor allem für seine Fresken bekannt.

Der Marktplatz von San Gimignano
Der Marktplatz von San Gimignano
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Klaus Rupp

Beste Gegend für den Urlaub

Ein beliebter Ort bei Touristen und Einheimischen ist das Kastell im Stadtpark, von wo aus man einen tollen Überblick über die wunderschöne toskanische Landschaft genießt. Im Stadtpark finden während des Sommers immer wieder verschiedene Open-Air-Vorführungen statt. Eine Kinoveranstaltung unter freien Himmel kann viel Spaß bereiten. Sehenswert ist auch das Kunstmuseum, welches religiöse Kunst ausstellt. Rund um die Stadt liegt ein wundervolles Wander- und Radfahr-Gebiet. In San Gimignano gibt es zahlreiche kleine Straßencafés, wo man die Stadt am besten genießen kann. Bei einem leckeren Cappuccino mit schöner Aussicht kommt richtiges Urlaubsfeeling auf. Alle anderen Ausflugsziele sind von hier aus an einem Tag zu erreichen.

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Barga

Die Stadt Barga gehört zu der Provinz Lucca und hat etwa 10.052 Einwohner. Die berühmte Seidenstadt liegt in 400 Meter Höhe und bietet einen fantastischen Blick auf die Apuanischen Alpen. Viele kulturell interessante Bauwerke gibt es in Barga zu sehen. Darunter sind sowohl etruskische Paläste, zahlreiche Medici-Villen, der Dom und Museen mit archäologischen Fundstücken. Auch eine interessante Wallfahrtskirche hat der Ort zu bieten. Barga lädt, wie fast alle toskanischen Städte, zu einem gemütlichen Rundgang ein. Wer eine Pause braucht, findet viele Cafés und Restaurants in der Stadt. Auch ein Ausflug zur nahe gelegenen Grotta del Vento ist ein Erlebnis.

Barga in Italien
Barga
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Hans Dunker

Imposante Kirche und schöner Ausblick

Überaus imposant präsentiert sich der Dom San Christofera aus dem 11. Jahrhundert. Dieses Bauwerk sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Auch ein Blick von der Terrasse des Domplatzes lohnt sich, sieht man hier doch bis in das Serchio-Tal hinein und auch die Gipfel der Apuanischen Alpen sind zu sehen. Eine bessere Aussicht bietet sonst kein anderer Punkt der Stadt. Von Barga aus lassen sich viele Ausflüge unternehmen. So lockt neben zahlreichen Grotten auch der Wallfahrtsort Calonini im nahen Vergemoli. Die Umgebung lässt sich am besten auf einer Wanderung entdecken. In Barga laden vor allem im Sommer zahlreiche Veranstaltungen zu einem Besuch ein. So ist das Festival Opera di Barga ein absoluter Höhepunkt der klassischen Musik. Dieses findet regelmäßig im Juli statt. Ein weiteres musikalisches Highlight ist das Barga Jazz, wo der Jazzmusik Ehre erwiesen wird.

Die Grotte des Windes

Wer in Barga oder der Nähe ist, sollte sich auf keinen Fall die Grotta del Vento entgehen lassen. Diese Grotte ist nämlich die größte Tropfsteinhöhle Europas, die neben tiefen Seen und Wasserfällen auch atemberaubende Abgründe wie den Schlund des Giganten zu bieten hat. Die Grotte befindet sich am Fuße des Berges Pania di Croce. Durch die Grotte werden fast täglich Führungen angeboten. Bei einer Wanderung durch die Grotte wird der Besucher vor allem über den Kristallsee und den glitzernden Wasserfall staunen. Wer vor dem Schlund des Giganten, einem 50 Meter tiefen Abgrund steht, sollte möglichst schwindelfrei sein. Die Grotte bietet tolle Einblicke in die Welt unter dem Berg.

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Pienza

Rathausplatz zu Pienza
Rathausplatz zu Pienza
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Thomas Max Müller

Die Stadt Pienza, die einst von Papst Pius II entworfen wurde, gilt heute noch als touristischer Magnet. Dabei hat gerade der Massentourismus Pienza in die vollkommen künstliche Stadt zurückverwandelt, als die sie einst erdacht war. Bevor Pius II zum Papst gewählt wurde, lag auf dem Hügel nämlich nur ein unbedeutendes Dorf. Der Papst entschied sich damals, seine Residenz außerhalb von Rom nicht in einer Stadt zu bauen, sondern die Stadt um seine Residenz herum. So entstand nach und nach die Stadt Pienza.

Der Dom

Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Pio II mit einem schönen Zierbrunnen. Dort findet sich auch der Dom Santa Maria Assunta. Die Kathedrale wurde zwischen 1459 und 1462 errichtet und gilt als Meisterwerk der Architektur. Seit Jahren sinkt die Kirche in dem nicht ausreichend befestigten Untergrund ein und wird deshalb schon viele Jahre saniert. Besucher erhalten aber Zutritt in ihre Mauern. Im Innern der Kirche wurden die mitteleuropäischen Hallenkirchen nachgeahmt, welche der Papst auf seinen Reisen besucht hatte. Rechts des Doms findet man die ehemalige Priesterunterkunft, an der Westseite liegt der Bischofspalast. Dort ist auch das Dommuseum zu finden.

Impression aus Pienza
Impression aus Pienza
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Thomas Max Müller

Weitere Sehenswürdigkeiten

Auch das Rathaus mit seinem bemerkenswerten Turm aus Ziegelsteinen aus dem 14. Jahrhundert findet sich auf der Piazza Pio II. Sehenswert ist auch der Palazzo Piccolomini mit seiner schönen Sandsteinfassade. Entzücken können der Innenhof dieses Palastes mit seinen Travertin-Säulen und der wunderschöne Blick auf die Landschaft von der Südfassade. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirche San Francesco, die Kirche Pieve di Santo Vito vor dem Stadttor und das nahe gelegene Oliventanerkloster. In Pienza lässt sich auf jeden Fall ein ganzer Tag verbringen. In allen Gebäuden gibt es viel zu entdecken und man sollte sich Zeit für eine ausführliche Besichtigung nehmen.

Impression aus Pienza
Pienza, immer wieder faszinierend und typisch mittelalterlich.
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Thomas Max Müller

Einkaufen in Pienza

Pienza ist vor allem für zwei Dinge berühmt. Den Schafskäse Pecorino und die Wildschweinsalami sollte man sich als Feinschmecker auf keinen Fall entgehen lassen. Als Mitbringsel eignet sich der Grappa in den ausgefallenen Geschenkflaschen. Neben diesen findet man in den Läden noch zahlreiche weitere Spezialitäten aus der Region. Die Läden haben auch sonntags geöffnet und bieten so jederzeit die Gelegenheit zu einer kleinen Einkaufstour.

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Massa Marittima

Marktplatz von Massa Marittima
Marktplatz von Massa Marittima
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Claudia Erna

Ein sehr hübsches mittelalterliches Städtchen ist Massa Marittima, welches auf 400 Meter Höhe in den Colline Mettallifere liegt. In dieser Stadt mit reichhaltiger Geschichte betrieben schon die Etrusker und Römer Bergbau, da die Region über viele Bodenschätze wie Erz, Kupfer und Silber verfügt. Lange Zeit war die Stadt jedoch aufgrund der Ausbeutung der Minen und mehrerer Epidemien nicht bewohnbar, weshalb die Stadt sich kaum verändert hatte und das Altertum somit erhalten wurde. Die Stadt besteht aus zwei Teilen. Der ältere Teil ist die Citta Vecchia, der neuere Teil der Bergleute nennt sich Citta Nuova.

Schön und eindruckvoll

Das Schönste an der Citta Vecchia ist zweifelsfrei die Piazza Garibaldi, die zu den eindrucksvollsten Plätzen des Landes gehört. Im August bietet der Platz mit seiner Asymmetrie und den mittelalterlichen Gebäuden die Kulisse für Opern, Konzerte und Theateraufführungen. Das Glanzstück des Platzes ist der Dom San Cerbone aus dem 13. Jahrhundert. Dieser weist dank einer Bauzeit von über 300 Jahren einen Stilmix aus Romanik, Frühromanik und Gotik auf. Im Dom ist vor allem das Taufbecken aus Travertin interessant, in der Krypta wird der Sarg mit dem heiligen Zerborius aufbewahrt. Neben dem Dom findet man zahlreiche sehenswerte Paläste auf der Piazza Garibaldi. Auch das Bergbaumuseum in einem alten Stollen ist sehenswert.

Im neuen Stadtteil

Der neue Stadtteil bietet gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Die Reste des Castello Monte Regio gehören ebenso dazu, wie die sienesische Festung. Der Leuchtturm von 1228, bekannt als Torre dell'Orologio schenkt einen wundervollen Blick über die Stadt bis hin zur Insel Elba. Die Piazza Matteoti ist das Herzstück des neuen Stadtteils und beherbergt interessante Museen, unter anderen ein Bergbaumuseum, ein Ölmühlenmuseum und ein Museum für heilige Kunstwerke. Jedes Jahr im Mai und im August wird das Fest Balestro del Girifalco gefeiert, bei dem Kostüme getragen, Fahnen geschwungen und Wettbewerbe im Armbrustschießen ausgetragen werden.

Vulkansee und Tiere

Auch Badefreunden steht in der Nähe der Stadt ein besonderes Erlebnis bevor. In dem Vulkansee Lago dell'Accesa kann man das Schwimmen mal auf eine andere Art erleben. In der Nähe befindet sich auch eine Forschungsstelle zur Wiederansiedlung von Schildkröten und Weißstörchen. Hier kann man Schildkröten und Störche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. In der schönen Natur der Maremma macht das besonders viel Spaß.

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Abbazia di Sant'Antonio

Wenige Kilometer von Montalcino liegt umhüllt vom schützenden Starcia-Tal das Benediktinerkloster Abbazia di Sant'Antonio. Nirgendwo sonst kann man in der Toskana einen schöneren romanischen Kirchenbau bewundern, als in diesem Kloster. Die Abtei wurde von Kaiser Karl dem Großen im Jahr 781 gegründet und in den darauf folgenden Jahren mit vielen Ländereien beschenkt. Die Kirche aus Travertin und Alabaster entstand im 12. Jahrhundert. Der Eingang zur dreischiffigen Basilika wird von Löwen bewacht, hier findet man auch zahlreiche romanische Skulpturen. Die Kirche ist von innen und außen hübsch anzusehen.

Ein bescheidenes Bauwerk

Das Kircheninnere beeindruckt vor allem durch die Einfachheit und die gerade Linienführung, hier ist kein überflüssiger Schnickschnack zu sehen und es gibt auch keinen Schmuck, der den Raum aufwerten könnte. Gerade das macht diese Kirche aber zu etwas Besonderem. Ebenso gibt es keine Gemälde oder Fresken entlang der Wände. Aus dem Raum hervor sticht die Kapitelle, die mit Fabelwesen, Pflanzen, Ornamenten, szenischen Darstellungen und Tierköpfen geschmückt ist. Sehr berühmt ist die Darstellung von Daniel in der Löwengrube. Diese Darstellungen sollte man sich einmal in Ruhe betrachten.

Bewegte Geschichte

Dabei kann das Kloster auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Lange Zeit war es eines der wohlhabendsten Klöster in der Toskana, da es viele adlige Fürsprecher hatte. Doch ab dem 15. Jahrhundert wollten dann weder der Adel noch die Kirchenfürsten mehr das Kloster aufkommen. Papst Pius löste es schließlich ganz auf und überließ es dem Verfall. So blieb von dem gesamten Klosterkomplex nur die Kirche übrig, der Rest musste sich nach und nach dem Lauf der Zeit beugen. Die Sakristei der Kirche geht zurück auf die vorherige Karolingische Kapelle. In der Neuzeit ist das Kloster zu einem echten Tourismusmagnet geworden.

Faszinierende Gesänge

Seit den 80er Jahren wird das Kloster auch wieder von Mönchen bewohnt. Diese gehören nun dem Augustiner-Orden an. Die Brüder heißen jeden Besucher herzlich willkommen. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch einer Messe in Abbazia di Sant'Antonio. Denn zu einer solchen Messe gehören natürlich auch die traditionellen Gesänge der Mönche. Durch das Gebäude erhalten diese einen zusätzlichen Effekt. Die gregorianischen Gesänge in den alten Mauern erschallen zu hören, ist einzigartig. So wird der Besuch einer solchen Messe zu einem Höhepunkt bei jedem Toskana-Urlaub.



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