Florenz
Inhaltsverzeichnis
- Florenz
- Ponte Vecchio
- Kathedrale Santa Maria del Fiore
- Palazzo del Bargello
- Uffizien
- Giardino di Boboli
- Galleria dell'Academia
- Palazzo Pitti
- Museo archeologica nazionale di Firenze
- Santa Croce
- Palazzo Medici Riccardi
- Große Synagoge
- Piazza della Signoria
- Baptisterium San Giovanni
- ACF Fiorentina
- Nachtleben
- Shopping
- Unterkünfte, Essen und Verkehr
Florenz
Die Stadt Florenz – italienisch: "Firenze" – ist die Hauptstadt der Toskana und hat über 365.000 Einwohner. Heute umfasst die Stadt eine Fläche von über 100 Quadratkilometern und ist in fünf Stadtbezirke ("Quartiere") aufgeteilt. Errichtet wurde Florenz im Jahre 59 vor Christus von Julius Cäsar in dem fruchtbaren Arnotal mit dem Namen Florentina; der Namen war angelehnt an die römische Göttin der Blumen und der Pflanzen. Gegründet wurde die Stadt als eine Colonia des römischen Reiches und bestand deshalb unter anderem aus einem Militärlager. In der Zeit des Feudalismus konnte die Stadt im 12. Jahrhundert expandieren und wurde selbstständig.

Ab dem 14. und 15. Jahrhundert blühte Florenz regelrecht auf und es kamen viele Künstler wie unter anderem Michelangelo, Galileo Galilei oder Leonardo da Vinci in die Stadt, welche die Maßstäbe für die Kultur und Kunst Europas setzte. Ferner wurde Florenz zu einem Finanz- und Handelszentrum. Großen Anteil daran hatte eine reiche Familie mit dem Namen "de Medici", die zu einer Großmacht aufstieg und daraufhin die Kunst und Wissenschaft in der italienischen Stadt förderten. Noch heute kommt Florenz kulturell eine große Bedeutung zu, weshalb es bereits seit dem 19. Jahrhundert das "Athen Italiens" genannt wird. Nachdem diese Bedeutung im 17. Jahrhundert mit dem Aussterben der Familie de Medici zunehmend verschwand, begann im 19. Jahrhundert ein weiterer wirtschaftlicher Aufschwung der Stadt und in dieser Zeit gehörte Florenz zu Österreich. Nach der Niederlage der Österreicher wurde Florenz im Jahre 1861 zur Hauptstadt des Vereinigten Italiens – jedoch nur bis 1871 (es folgte Rom als Hauptstadt).

Aufgrund der großen geschichtlichen Bedeutung von Florenz – vor allem im Blick auf die Kultur – gibt es dort eine Vielzahl an empfehlenswerten Sehenswürdigkeiten, welche sich über Kirchen, Brücken, Palästen bis hin zu Gärten oder Museen erstrecken, die für Besucher jeden Alters geeignet sind. Darüber hinaus kommen auch die Interessen Sportbegeisterten in der ehemaligen Hauptstadt Italiens nicht zu kurz, denn in Florenz ist der bekannte Fußballverein AFC Fiorentina (auch bekannt als AC Florenz) beheimatet. Hier würde sich beispielsweise ein Besuch des "Stadio Comunale Artemio Franchi" – benannt nach dem ehemaligen UEFA-Präsidenten Artemio Franchi – anbieten. Ferner ist die bekannte italienische Mode in Florenz vertreten; die Firma Gucci hat hier ihr Hauptquartier, des Weiteren sind hier von Roberto Cavalli, Pucci oder Prada bedeutende Zweigstellen zu finden. Es lohnt sich also einen schönen Urlaub in der Toskana mit einem Besuch von Florenz zu verbinden.
nach obenPonte Vecchio
Die älteste Brücke, welche in Florenz über den Fluss Arno fließt, ist der Ponte Vecchio (bedeutet übersetzt "alte Brücke") und gilt als eine der weltweit ältesten Segmentbogenbrücken. Die Bogenbrücke wurde von Taddeo Gaddi erbaut und hat eine Gesamtlänge von 84 Metern. Überquert werden kann sie nur von Fußgängern oder Fahrradfahrern. Bereits zur Zeit der Etrusker existierte an der Stelle, an welcher sich die Brücke heute befindet, ein Übergang über den Fluss. Jedoch zerstörte im Jahr 1333 ein Hochwasser die dort zu der Zeit stehende Holzbrücke, woraufhin in einer Bauzeit von 12 Jahren die heutige Brücke errichtet wurde. Besonders an dieser Brücke ist, dass sich seit dem Jahr 1345 kleine Läden auf einer Seite der Brücke befinden, deren Eingang zur Brücke hin gerichtet ist. Der hintere Teil der Läden ragt wie eine Art Balkon über die Brücke hinaus. Auf den Arno selbst können die Passanten nur in der Mitte der Brücke schauen.

Florenz Ponte Vecchio
Quelle: pixelio.de Fotograf: Andreas Rauch
Im Jahr 1565 wurde über den Läden nach Auftrag der Familie de Medici ein Übergang gebaut. Nachdem sich die deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg aus Florenz zurückzogen, war der Ponte Vecchio die einzige Brücke in der Stadt, welche nicht zerstört wurde – stattdessen wurde sie nur mit Überresten anderer Gebäude versperrt. Unklar ist, warum die Brücke unversehrt gelassen wurde. Angeblich habe Adolf Hitler den Befehl gegeben, die Brücke nicht zu zerstören. Doch es wird auch berichtet, der deutsche Konsul Gerhard Wolf habe die Sprengung der Brücke verhindert.
Florenz Ponte Vecchio
Der Ponte Vecchio überstand beinahe alle mehr oder weniger schlimme Hochwasser unbeschadet. Im November 1966 ereignete sich das letzte schwerwiegende Hochwasser, das die Altstadt von Florenz überwiegend unter Wasser setzte; zwar wurden die Läden an der Brücke zerstört und von den Fluten mitgerissen, doch das Gerüst der Brücke blieb stehen.
nach obenKathedrale Santa Maria del Fiore

Dom Santa Maria del Fiore Florenz Italien
Quelle: pixelio.de Fotograf: GSRom
Die Bischofskirche des Erzbistums Florenz ist die "Cattedrale di Santa Maria del Fiore". Bekanntheit auf der ganzen Welt erlangte diese Kathedrale vor allem durch ihre beeindruckende Kuppel, die als eine Meisterleistung aus der frühen Renaissance bezeichnet wird, da die Kuppel mit einer völlig neuen Methode gebaut wurde; es handelt sich um die größte Kuppel, die sich selbst stützt seit der klassischen Antike. Der Dom von Florenz ist – ausgehend von der Länge des Längsschiffs – die viertgrößte Kirche in Europa. Die Kathedrale hat eine Länge von 153 Metern und eine Breite von 38 Metern. Das Fundament der Kuppel hat eine Breite von 90 Metern. Mit Laternen erreicht die Kuppel von außen eine Höhe von 114 Metern.

Kathedrale Santa Maria del Fiore
Quelle: pixelio.de Fotograf: Uli Carthäuser
Im Jahr 1296 entschloss man sich in Florenz zum Bau eines neuen Doms; die Baupläne stammten dabei von Arnolfo di Cambio. Im selben Jahr begann der Bau der westlichen Fassade. Vollendet wurde der Dom jedoch erst 1887. Eingeweiht wurde er bereits 1436 durch Papst Eugen IV. nach der Fertigstellung der Kuppel. Die Kuppel selbst wurde innerhalb von 14 Jahren durch den Architekten Filippo Brunelleschi errichtet.
Der Dom gilt heute als das Wahrzeichen der Stadt – und ist deshalb eine der Sehenswürdigkeiten, welche bei einem Aufenthalt in Florenz unbedingt besichtigt werden muss. Von der Laterne auf der Kuppel aus können die Touristen einen wundervollen Blick auf Florenz genießen. Interessant ist auch der Aufstieg auf die Kuppel, denn die nach oben führende Treppe befindet sich innerhalb der Kuppel: zwischen der inneren und der äußeren Wand. Der Dom ist als Sehenswürdigkeit derart beliebt, dass er von Tausenden von Touristen umgeben ist; deshalb wird empfohlen, den Dom so früh wie möglich zu besichtigen, um den größten Touristenmassen aus dem Weg gehen zu und dieses wahre Meisterwerk in aller Ruhe bestaunen zu können. Zusammengefasst kann gesagt werden, wer nach Florenz geht, muss einfach auch den Dom – das Wahrzeichen der Stadt – aus allen Perspektiven besichtigen: das beeindruckende Bauwerk von außen, innerhalb des Doms die schönen Bemalungen und abschließend die Kuppel besteigen, um von dort einen herrlichen Ausblick auf ganz Florenz zu haben.
Deckenmalerei im Dom
Palazzo del Bargello
Zu den Sehenswürdigkeiten von Florenz gehört auch der Palazzo del Bargello. Der Stadtpalast – errichtet zwischen 1255 und 1261 – muss bei einem Aufenthalt in der italienischen Stadt besichtigt werden, da Florenz für seine große Bedeutung im Bereich der Kunst bekannt ist und in diesem einige bekannte Werke ausgestellt sind. Herausstechend bei dem Gebäude ist der 54 Meter hohe Turm. In der Geschichte diente der Palazzo unter anderem als Sitz für das Gericht oder für den Polizeihauptmann. Der Hof des Bargello wurde zwischen 1700 und dem Ende des 18. Jahrhunderts als Hinrichtungsort verwendet. Seit 1859 ist der Palazzo del Bargello ein Museum und hier wurden Plastiken aus der Renaissance untergebracht. Die Werke wurden zuvor in den Uffizien – einer weiteren Sehenswürdigkeit in der ehemaligen Hauptstadt Italiens – aufbewahrt, hatten dort jedoch keinen Platz mehr.
Deshalb ist heute in dem Palazzo eine der weltweit bedeutendsten Sammlung von Skulpturen ausgestellt von Künstlern wie Michelangelo, Vincenzo Danti, Donatello oder Benvenuto Cellini. Ferner ist in dem Museum eine sehr umfangreiche Sammlung mit Münzen zu sehen; darüber hinaus werden Rüstungen und Waffen ausgestellt. In der ersten Etage im großen Salon sind Werke von Donatello ausgestellt. Darunter befinden sich unter anderem der jugendhafte David in Marmor oder der heilige Georg. Bei den Renaissanceskulpturen sind zudem glasierte Terrakottawerke von Luca delle Robbia enthalten wie beispielsweise die Darstellungen der Madonna mit dem Kinde ("Madonna col Bambino"). Im Erdgeschoss des Palazzo sind Werke aus dem 16. Jahrhundert ausgestellt. Hier können vier Meisterwerke von Michelangelo bewundert werden.
Doch dies sind noch längst nicht alle im Palazzo ausgestellten Kunstwerke, sondern es sind hier noch viele weitere hochwertvolle Sammlungen zu sehen, die den Besuch des Nationalmuseums zu einem unvergesslichen Ereignis machen. Dazu gehören unter anderem aus Elfenbein geformte Gegenstände aus der römischen Zeit, Goldschmiedearbeiten aus Frankreich und Deutschland oder aber venezianische Glaskunst.
nach obenUffizien
Die Uffizien in Florenz sind ein Gebäudekomplex, welcher im 16. Jahrhundert errichtet wurde und ursprünglich als Ort für die Ministerien und Ämter gedacht war (die Namensgebung kommt vom italienischen "uffici", dem italienischen Wort für "Büros"). Heute sind die Uffizien für die dort ausgestellten Kunstwerke weltbekannt. Zu verdanken ist diese Ausstellung den Großherzögen der Familie de Medici. Cosimo de Medici baute die Uffizien, um alle wichtiger Ämter der Stadt in einem Gebäude vereinen zu können. Sein Nachfolger Francesco begann mit der Einrichtung einer Sammlung derjenigen Kunstwerke, welche im Besitz der Familie waren.
Bis zum Jahr 1737 wurde die dort untergebrachte Sammlung mit weiteren Werken ergänzt, ehe der letzte Großherzog de Medici starb. Zu dieser Zeit hatte die Sammlung der Uffizien Berichten zufolge wohl schon weiter über Florenz hinaus Berühmtheit erlangt. Aus diesem Grund werden die Uffizien als das erste Museum in Europa von Kunsthistorikern bezeichnet. Einige der ausgestellten Skulpturen wurden im Jahr 1993 stark beschädigt, als neben den Uffizien eine Autobombe explodierte.
Das heutige Museum – das zurückgeht auf das erste Museum Europas und deshalb unbedingt besichtigt werden muss – ist in mehrere Etagen aufgeteilt. In der zweiten Etage sind einige Sammlungen von Drucken und Zeichnungen zu sehen. Die eigentliche Gemäldesammlung befindet sich dagegen in der dritten Etage der Uffizien. Der Schwerpunkt der Sammlung ist dabei auf Werke, aus der italienischen Renaissance stammen, gelegt. Darüber hinaus sind im Erdgeschoss die Reste einer ehemaligen romantischen Kirche zu sehen, welche abgerissen wurde, um Platz für den Bau der Uffizien zu schaffen.
Ausgestellt sind in den Uffizien unter anderem Werke von Sandro Botticelli, Michelangelo, Leonardo da Vinci, Caravaggio, Albrecht Dürer und Tintoretto. Der überwältigende Gang durch die Säle der Uffizien sind jedem Besucher von Florenz absolut zu empfehlen. Es wird jedoch dazu geraten, Karten für die Galerie der Uffizien zu reservieren, um lange Wartezeiten zu umgehen.
nach obenGiardino di Boboli

Giardino di Boboli
Quelle: pixelio.de Fotograf: Markus Hein
Der Giardino di Boboli – auch Boboli-Garten genannt – ist ein sehr bekannter Park in Florenz, welcher sich hinter dem Palazzo Pitti, dem ehemaligen Sitz der Großherzöge der Familie de Medici, befindet. Die Anlage zählt zu den bekannten italienischen Gärten aus dem 16. Jahrhundert und ist heute eine Sehenswürdigkeit der ehemaligen Hauptstadt Italiens. Mit einer Fläche von 45.000 Quadratmetern zählt Garten darüber hinaus zu den größten in Italien.
Mit der Anlegung des Gartens wurde im 16. Jahrhundert von der Familie de Medici begonnen, welche auch im 17. und 18. Jahrhundert fortgeführt wurde, sodass der Garten immer größer und prächtiger wurde. Direkt hinter dem angesprochenen Palazzo befindet sich ein Amphitheater, in welchem die damals stattfindenden Feste des Hofes gefeiert wurden. Ferner sind hier ein großes römisches Granitbecken sowie ägyptische Obelisken zu sehen. Einer der Obelisken ist dabei ein Original aus der Zeit, in welcher Ramses II. regierte. Während der römischen Kaiserzeit wurde diese Kriegstrophäe nach Florenz gebracht.
Hinter dem Amphitheater steigt der Garten den Bobolihügel hinauf, sodass von oben Florenz überblickt werden kann. Beeindruckend ist in dem Garten auch die große Grotte, welche sowohl innen wie auch außen mit künstlichen Tropfsteinen verziert ist und die in drei Teile unterteilt ist. Der erste der drei Räume ist mit Fresken bemalt, womit beim Besucher das Gefühl erzeugt werden soll, er befinde sich in einer natürlichen Grotte. In den anderen Räumen sind einige bedeutende Skulpturen zu sehen. Auf dem Gipfel des Hügels befindet sich die große Statue dell'Abbondanza, welche ursprünglich eine Gattin eines Großherzogs darstellen sollte, die jedoch als eine allegorische Figur vollendet wurde. Der Besuch des Gartens ist kostenpflichtig, allerdings sehr zu empfehlen – nicht zuletzt nur wegen der kleinen, aber trotzdem sehr wichtigen Sammlung an Skulpturen, sondern darüber hinaus auch wegen der schönen Anlagen und dem Blick über die Stadt. Karten für den Park können auch in Kombination mit einem Besuch des Palazzo Pitti erworben werden.
nach obenGalleria dell'Academia

David ist eine Skulptur von Michelangelo
(* 1475, ? 1564) und wurde von 1501 bis 1504 in Florenz
erschaffen.
Das Original ist in der "Galleria
dell'Accademia" in Florenz zu bewundern.
Florenz ist aufgrund seiner sehr großen geschichtlichen Bedeutung weltbekannt und es ist eine Vielzahl an Kunstwerken in der ehemaligen Hauptstadt Italiens ausgestellt. Doch ein Kunstwerk wird ganz besonders von den meisten Menschen unmittelbar mit Florenz in Verbindung gebracht: Michelangelos Meisterwerk des Davids. Wer Florenz besucht, muss unbedingt auch die große Statue des Davids besichtigen, welche sich in der Galleria dell'Accademia befindet. Die Galleria dell'Accademia ist in einem alten Gebäude untergebracht, welches ehemals zu einem Krankenhaus gehörte, an das in der Vergangenheit einige zusätzlichen Räume hinzukamen. Ursprünglich wurde die Galleria als eine Akademie für Malerei – die erste überhaupt in Europa – gegründet. Im 18. Jahrhundert wurden dort alle Malschulen in Florenz vereinigt.
Der angesprochene David von Michelangelo thront seit 1873 auf einem für ihn aufgebauten Podium in der Galleria dell'Accademia unter einer Glaskuppel. Bereits im Jahr 1502 wurde die Statue aus einem einzigen Marmorblock vom damals erst 29 Jahre alten Künstler gehauen. Der David sollte zur Entstehungszeit in seiner überdimensionalen Größe und der mächtigen Muskulatur die damals in Florenz neu entstandene Republik wiederspiegeln, bei welcher der "David" für kurze Zeit über die Medici-Familie – den scheinbar übermächtigen "Goliath" der Stadt – gesiegt hatte.
Darüber hinaus sind in der Galleria dell'Accademia die unvollendeten Sklaven ausgestellt; ebenfalls Kunstwerke von Marmorblöcken, die so dargestellt sind, dass man meinen könnte, sie versuchen aus ihren Marmorblöcken zu entfliehen. Die "Gefangenen" (Prigioni) waren ursprünglich für das Grab des Papstes Julius II. vorgesehen. Ferner sind in der Galleria dell'Accademia herausragende Gemälde aus der Zeit zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert ausgestellt, was die Galleria zu einer sehr bedeutenden Kunstsammlung in Florenz macht. Somit lohnt sich ein Besuch der Accademia nicht nur aufgrund des weltbekannten Davids von Michelangelo, sondern hier sind weitere Kunstwerke zu besichtigen, welche unbedingt gesehen werden sollten, wenn Florenz besucht wird.
nach obenPalazzo Pitti
Zu den Sehenswürdigkeiten von Florenz zählt auch der Palazzo Pitti. Der Renaissance-Palast befindet sich im Stadtteil Oltarno und wurde um das Jahr 1458 vom italienischen Architekten Filippo Brunelleschi für den Kaufmann Luca Pitti erbaut. Allerdings wurden die Pittis an der Teilnahme an einer Verschwörung überführt, weshalb der Bau des Palazzos für beinahe hundert Jahre unterbrochen wurde. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage an die Frau eines Großherzogs aus der Familie der Medici verkauft und es wurde mit Umbau- und Erweiterungsarbeiten begonnen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Vasarikorridor, welcher als eine Art Geheimgang im Jahr 1565 entstand. Dieser Korridor geht vom Palazzo Pitti direkt zum Palazzo Vecchio auf der anderen Seite des Flusses Arno und führt dabei unter anderem über die Brücke Ponte Vecchio und die Uffizien. Dadurch konnten sich die Bewohner des Palastes unbemerkt von der sonstigen Bevölkerung zwischen dem Rathaus und ihrem Wohnsitz im Palazzo Pitti hin- und herbewegen.
Seit dem 16. Jahrhundert war der Palazzo Pitti der Wohnsitz der Großherzöge der Toskana, der Medici Familie. Später wurde der Palazzo zur Residenz in Florenz des italienischen Königs. Im Jahr 1919 gab der damalige König den Palazzo an den Staat ab. Seit diesem Zeitpunkt sind der Palazzo selbst sowie die dortigen Gemäldesammlungen der Öffentlichkeit zugänglich.

Florenz - Ponte Vecchio
Quelle: pixelio.de Fotograf: Matthias Brinker
Im Palazzo Pitti sind einige Museen oder ständige Ausstellungen zu sehen, welche allesamt für Touristen sehr empfehlenswert sind – sowohl für Jung wie auch für Alt. Dazu gehört zum einen die Galleria Palatina, die Gemäldesammlung der Familie de Medici. Ferner können in der Galleria d'Arte Moderna Bilder vom Klassizismus bis zum Neoklassizismus bewundert werden. Darüber hinaus bietet der Palazzo Pitti eine Kostümgalerie, ein Silber- sowie ein Porzellanmuseum, die königlichen Gemächer und ein Kutschenmuseum. An einen Besuch des Palazzo Pitti kann direkt ein Gang durch den wunderschönen Boboli-Garten angeschlossen werden.
nach obenMuseo archeologica nazionale di Firenze
In Florenz sind nicht nur eine ganze Reihe an Bildhauerwerken oder ähnlichen Kunstwerken zu besichtigen, sondern die Stadt hat auch ein Archäologisches Museum zu bieten: Das Museo archeologico nazionale di Firenze (italienisch für Archäologisches Nationalmuseum Florenz), welches sich im Palazzo della Crocetta befindet. Das Museum wurde ursprünglich im Jahre 1870. Zu Beginn wurden hier lediglich Fundstücke aus der Zeit der Römer und der Etrusker ausgestellt. In dem heutigen Gebäude befindet sich das archäologische Museum erst seit 1880, als aufgrund der anwachsenden Sammlungen ein Umzug notwendig war.
In dem Archäologischen gibt es vier Sammlungen: Die Etruskische, die Römische, die Griechische und die Ägyptische Sammlung. In der Sammlung der etruskischen Fundstücke befinden sich Statuen oder Sarkophage die aus der Zeit zwischen dem ersten Jahrhundert vor Christus und dem vierten Jahrhundert nach Christus stammen. Darunter befindet sich auch die erste im Jahr 1553 entdeckte Bronzestatue "Chimäre von Arezzo", eines aus der etruskischen Kunst bekanntesten Werke. Die Römische Sammlung enthält sogar Fundstücke, die aus dem fünften Jahrhundert vor Christus stammen. In einem großen Raum im zweiten Stockwerk des Gebäudes befindet sich die Griechische Sammlung. Ein bekanntes ausgestelltes Fundstück ist dabei die sogenannte Françoisvase, die im sechsten Jahrhundert vor Christus in Athen hergestellt wurde.
Besonders hervorzuheben ist die Ägyptische Sammlung – auch als Ägyptisches Museum bekannt. Es handelt sich hierbei um die zweitgrößte Sammlung an ägyptischen Artefakten in ganz Italien. Auf neun Galerien verteilt sind hier über 14.000 Artefakte ausgestellt, die aus der Zeit zwischen der prähistorischen Ära bis zum Koptischen Zeitalter stammen. Zu den ausgestellten Artefakten gehören Mumien, Sarkophage, Statuen, Streitwagen sowie ein Pfeiler aus dem Grab des Pharaos Sethos I. Alle ausgestellten Fundstücke wurden grundlegend restauriert. Der Besuch des Museums lohnt sich für jede Art von Touristen – für Familien, für Studenten oder für Gruppen.
nach obenSanta Croce

Grabmal von Galileo Galilei. Der Sarkophag steht
in der Domkirche Santa Croce in Florenz
Quelle: pixelio.de Fotograf: Klaus Rupp
In Florenz befindet sich unter den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt auch eine im 13. oder 14. Jahrhundert erbaute Franziskanerkirche mit dem Namen Santa Croce. Der Legende nach legte der heilige Franz von Assisi den Grundstein dieser Kirche. Da sich hier die Grabmäler von Galileo Galilei, Michelangelo, Guglielmo Marconi, Gioachino Rossini und Machialvelli befinden, wird die Kirche auch "Pantheon von Florenz" genannt.
Es handelt sich hiermit um eine der größten und damit auch der bedeutendsten Franziskanerkirchen in ganz Italien. Der Inschrift nach fand die Grundsteinlegung im Jahr 1295 statt, von manchen Historikern wird allerdings das Jahr 1924 vermutet. Fertiggestellt wurde die Kirche – mit Ausnahme der Fassaden – um das Jahr 1385. Die Arbeiten an den Fassaden der Kirchen wurden erst 1863 beendet. Papst Pius XI. gab der Kirche im Jahr 1933 den Titel einer Basilica minor (besonderer, vom Papst verliehener Ehrentitel).
Zur Ausstattung der Kirche gehören viele Meisterwerke von italienischen Malern aus dem 14. Jahrhundert. So ist hier beispielsweise ein von Cimabue gestaltetes Kruzifix zu finden. Dieses wurde allerdings bei der verheerenden Flut im Jahre 1966 stark beschädigt und musste restauriert werden, ist jedoch trotzdem noch an einigen Stellen beschädigt beziehungsweise verwischt. Ferner sind hier Werke von Giotto, Donatello und Taddeo Gaddi zu besichtigen. Die aufwendig von Benedetto da Maiano gestaltete Kanzel zeigt Szenen aus dem Leben des Heiligen Franziskus.
Neben der Kirche selbst können die Besucher hier auch ein Museum besichtigen. In anliegenden Räumen sind unter anderem abgelöste Fresken von Taddeo Gaddi ausgestellt, die unter dem Verputz der Kirche aus dem 16. Jahrhundert zum Vorschein kamen. Ein sehr bedeutendes Werk ist die große und vergoldete Skulptur aus Bronze, welchen den heiligen Ludwig von Toulouse darstellt. Dieses Werk wurde im Jahre 1423 von Donatello ausgeführt. Die Kirche zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt; eine Besichtigung der Santa Croce lohnt sich für Touristen jeder Art und ist auch für junge Leute sehr spannend.
nach obenPalazzo Medici Riccardi

einer derer Medici von Florenz
Quelle: pixelio.de Fotograf: Thomas-Max-Müller
Bei dem in Florenz stehenden Palazzo Medici Riccardi handelt es sich um den ersten Profanbau der Frührenaissance; in Auftrag gegeben wurde der Bau von der Familie de Medici im Jahre 1444 beim Architekten Michelozzo, welcher daraufhin ungefähr 20 Jahre an diesem Palast baute. Unterteilt ist der Palazzo in drei Ebenen. Sichtbar wird diese Unterteilung auch durch unterschiedliche Mauerungen. Besonders sticht dabei das erste Obergeschoss hervor, an welchem nicht nur das Mauerwerk aus geglätteten Steinen besteht und die Fenster verziert sind, sondern hier ist auch das Wappen der Familie de Medici angebracht. Es handelt sich hierbei um das "piano nobile", das Wohn- und auch "Repräsentierstockwerk".
Nach dem Aufstieg von Cosimo de Medici zum Großherzog, zog er in den Palazzo Vecchio im Jahre 1540 um. Bis zum Jahr 1659 wurde der Palazzo noch von weiteren Familienmitgliedern bewohnt, ehe er an die Grafen Riccardi verkauft wurde. Diese nahmen weitere Änderungen am erworbenen Gebäude vor; so entstand beispielsweise ein großer Salon im Inneren, der mit Fresken von Luca Giordano ausgemalt wurde. Dieser Salon gilt als eines der bedeutendsten Beispiele des Florentiner Barocks.
Eine Kostbarkeit im ersten Geschoss machte den Palazza besonders berühmt. Es handelt sich hierbei um das Bild "Anbetung", welches sich in der kleinen zentralen Chor-Kapelle befindet und das von Filippo Lippi stammt. Das Bild ist umgeben von Fresken, welche von Benozzo Gozzoli gemalt wurden. Auf ihren Wänden wird der Ritt der Heiligen Drei Könige dargestellt – es handelt sich um ein wahres Meisterwerk. Ferner sind im Palazzo Medici Riccardo manchmal auch Sonderausstellungen zu sehen; seit 1972 bietet sich der Palazzo als Fläche zur Ausstellung der Kunst von Protagonisten der zeitgenössischen Kunst an.
nach obenGroße Synagoge
Zwar zählt die jüdische Gemeinde in Florenz nur etwa um die 2.000 Menschen, trotzdem hat sei eine sehr lange Tradition, die vermutlich sogar bis zur Zeit der Römer zurückgeht. Aus diesem Grund steht in Florenz auch eine bedeutende Synagoge: Die Große Synagoge von Florenz, auch die Tempio Maggiore genannt. Bereits im 13. Jahrhundert wurde in Florenz eine Synagoge gebaut; die heute Große Synagoge ist jedoch aus dem 19. Jahrhundert und wurde zwischen 1874 und 1882 erbaut. Da sich beim Aufbau Schichten aus Granit und aus Travertin abwechseln, entsteht ein gestreifter Effekt. Innerhalb des Gebäudes ist alles mit farbigen Mustern im maurischen Design verziert. Die Fresken und Innenmosaike der Neuen Synagoge stammen von Giovann Panti.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge von den Deutschen als Garage für ihre Fahrzeuge verwendet. Beim Rückzug wollten die Nazis eigentlich die Synagoge sprengen. Doch durch den Widerstand der Italiener konnten die meisten der angebrachten Sprengsätze noch entschärft werden, wodurch sich der angerichtete Schaden in Grenzen gehalten hat. Nach dem Krieg wurde die Synagoge repariert. Eine weitere Reparatur wurde nach der großen Überschwemmung im Jahr 1966 notwendig.
Dort befindet sich auch ein Museum für Jüdische Kunst und Kultur, das im Jahr 1981 auf Initiative "der Freunde des Jüdischen Museums von Florenz" gegründet wurde. In der ersten Etage der Synagoge ist die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Florenz ausgestellt. Ferner ist dort eine Nachbildung des Alten Ghettos zu sehen. Darüber hinaus soll der Besucher Einblicke in die Rituale der Jüdischen Gemeinschaft über eine Sammlung an Dokumenten und religiöser Ornamente bekommen.
nach obenPiazza della Signoria

Blick auf den Palazzo Vecchio in Florenz
Quelle: pixelio.de Fotograf: A. Liebhart
Bei einem Aufenthalt in Florenz darf ein Abstecher zur Piazza della Signoria nicht fehlen; hierbei handelt es sich nicht nur um einen der zentralsten Plätze von Florenz, sondern dieser Platz gehört zu den berühmtesten in ganz Italien. Die Piazza della Signoria befindet sich im mittelalterlichen Teil von Florenz und liegt in der Nähe der Brücke Ponte Vecchio am Fluss Arno. Der Name stammt von der "Signoria", der Regierung der Stadt zur Zeit der Republik. Die dortige Gegend war bereits in der Jungsteinzeit bewohnt, wie Ausgrabungen ergaben. Die heutige Gestalt des Platzes in Form eines "L" erhielt er im 13. Jahrhundert. Der Platz wurde mehr und mehr zum politischen Zentrum der Stadt, wurde jedoch auch für Hinrichtungen verwendet. Dort wurde beispielsweise wegen Ketzerei Girolamo Savonarola gehängt und verbrannt.
An dem Platz liegen einige bekannte Gebäude, wie beispielsweise der Palazzo Vecchio, der Wohnsitz der Familie de Medici war. Zuvor trug der Palazzo den Namen Palazzo della Signoria und war deshalb namensgebend für den Platz. Ferner befinden sich auf der Piazza einige Statuen. Dazu gehört eine Kopie des Davids von Michelangelo oder das Reiterstandbild von Cosimo I. de Medici. Bekannt ist auch der Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammanati. Darüber hinaus befindet sich auf der Piazza die Loggia die Lanzi. Dieser Arkadenbau wurde für Kundgebungen und Empfänge verwendet. Dort sind ebenfalls einige bekannte Statuen zu sehen wie beispielsweise der Perseus von Benvenuto Cellini oder der Raub der Sabinerinnen von Giambologna.
Baptisterium San Giovanni
Die Taufkirche des Doms von Florenz – das Baptisterium San Giovanni – wurde im 11. Jahrhundert geweiht durch Papst Nikolaus II. Doch das Gebäude wurde schon viel früher gebaut; allerdings ist die Entstehungszeit trotz gründlicher Forschung ungeklärt. Bei Ausgrabungen wurden unterhalb es Bodens Reste aus dem ersten und dem dritten Jahrhundert gefunden, doch es ist nicht geklärt, ob das Baptisterium in dieser Zeit gebaut wurde oder ob es lediglich auf den Fundamenten eines römischen Bauwerks entstand. Im Mittelalter wurde das Baptisterium gar für einen heidnischen Tempel aus der Zeit des Kaisers August gehalten, welcher dem Mars geweiht gewesen sein sollte.
Gewidmet ist das Gebäude dem Patron der Stadt, dem Heiligen Johannes (San Giovanni) und besitzt eine beeindruckende Kuppel. In acht Ringen wurde die Kuppel ab dem Jahre 1225 100 Jahre lange gebaut und bemalt. Die Ausgestaltung übernahmen berühmte Künstler wie Cimabue oder Giotto. Dabei entstand eines der weltweit größten Mosaikzyklen, welcher von einer gewaltigen Christusfigur beherrscht wird. An der Außenseite des Baptisteriums sind drei Skulpturengruppen angebracht. An der Ostseite befindet sich die Taufe Christi, an der Nordseite die Predigt Johannes des Täufers sowie an der Südseite die Enthauptung von Johannes dem Täufer.

Detailbild der Porta del Paradiso, Sakristei des Heiligen
Johannes (Battistereo San Giovanni)
Quelle: pixelio.de Fotograf: Jens Hasler
Darüber hinaus sind die drei vergoldeten Bronzeportale des Gebäudes sehr berühmt, die über einen Zeitraum von insgesamt 120 Jahren entstanden. Eines dieser Portale ist besonders beeindruckend; Michelangelo soll Jahre nach dessen Fertigstellung beim Anblick des Portals so überwältigt davon gewesen sein, dass er ausrief, dieses Tor eigne sich als "Porta del Paradios" (Pforte zum Paradies) – deshalb trägt Türe noch heute diesen Namen. Darüber hinaus kann hier das Grab des 1426 in Florenz gestorbenen Gegenpapstes Giovanni XXIII. Bewundert werden, welches von Michelzollo und Donatello entworfen wurde.
nach obenACF Fiorentina
Die Fußballbegeisterten kommen in Florenz ebenfalls voll auf ihre Kosten, denn in der ehemaligen Hauptstadt Italiens ist der ACF Fiorentina beheimatet, einer der besten Vereine der Serie A, der ersten Liga Italiens. Aufgrund der lilafarbenen Streifen, an welchen die Mannschaft erkennbar ist, wird das Team auch "La Viola" genannt. Viele bekannte Fußballprofis trugen bereits das Trikot der Florentiner. Dazu gehört beispielsweise der brasilianische Stürmer Adriano oder der ehemalige Angreifer Gabriel Batistuta; letzterer ist bis heute der erfolgreichste Torschütze der Florentiner in der Serie A. Auch Luca Toni lief vor seinem Wechsel zum FC Bayern München für den AC Florenz auf.
Die Heimspiele werden im Stadio Artemio Franchi ausgetragen. Den Namen erhielt das Stadion vom langjährigen UEFA-Präsidenten und auch Vereinspräsidenten des AC Florenz Artemio Franchi. Eröffnet wurde die Spielstätte am 13. September 1931. Geplant und gebaut wurde das Stadion von dem berühmten italienischen Architekten Pier Luigi Nervi. Zuletzt umgebaut wurde das Stadion im Jahr 1990 anlässlich der damals stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft. Bei diesem Umbau wurde eine Leichtathletik-Bahn durch zusätzliche Sitzmöglichkeiten ersetzt, damit mehr Zuschauer in dem Stadion Platz finden. Heute fasst das Stadion mehr als 47.000 Zuschauer.
Wer sich zur richtigen Zeit in Florenz befindet, kann ein Heimspiel des AC Florenz besuchen; diese finden vorwiegend sonntags statt. Fußballfans sollten sich ein derartiges Ereignis auf keinen Fall entgehen lassen, denn Fußballspiele in Italien sind mit den meisten Partien in Deutschland im Bezug auf die Fans so gut wie gar nicht zu vergleichen, denn in Italien ist die Fankultur viel ausgeprägter – nicht umsonst stammt die mittlerweile auch in Deutschland bekannte "Ultra"-Bewegung ursprünglich aus Italien.
Die Karten erhält man unter anderem bei Caricentro in der Via Ricasoli oder am Toto-Kiosk auf der Piazza della Reppubblica. Es muss allerdings unbedingt ein Ausweis vorgelegt werden können, da die Eintrittskarten für Sitzplätze in italienischen Stadien nur personalisiert vergeben werden. Beim Eintritt ins Stadion muss man sich ebenfalls ausweisen, um zu überprüfen, ob der Karteninhaber mit dem auf der Karte angegebenem Namen übereinstimmt. Die Sitzplätze im Artemio Franchi Stadion kosten ungefähr zwischen 20 und 140 Euro.
nach obenNachtleben in Florenz

Florenz bei Nacht
Quelle: pixelio.de Fotograf: joseffrombgl
In der Universitätsstadt Florenz kommt neben den vielen kulturellen Angeboten selbstverständlich auch das Nachtleben nicht zu kurz; nicht zuletzt auch wegen den vielen ausländischen Studenten, die hier Kunstgeschichte oder Italienisch studieren. Die lebenslustigen Jugendlichen versammeln sich gerne bis in die frühen Morgenstunden in der Gegend Oltarno südlich des Flusses. Das Nachtleben konzentriert sich ansonsten sehr stark auf die Piazza della Signoria. Will man sich vor dem nächtlichen Ausgang informieren, wo das Nachtleben derzeit in Florenz pulsiert, so kann dies entweder in Florence Today – einem kostenlosen, zweimal im Monat verteilten Blatt, das über Veranstaltungen informiert – oder im Firenze Spettacolo – einem der informativsten Stadtmagazine – in Erfahrung gebracht werden. Wer einen Hang zu stilvollem Äußeren mit schicker Kleidung hat und dafür gerne auch bewundert wird, der ist im Florentiner Stadtleben genau richtig und befindet sich in bester Gesellschaft. Trotzdem muss wegen der Bekleidungsetikette keine Angst bestehen; in der Regel wird überall mit jeglicher Art von Bekleidung Zutritt gewährt.
Der Genuss von Alkohol ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Zudem ist der Eintritt in die verschiedenen Clubs in der Regel verhältnismäßig teuer und kostet oftmals mehr als zehn Euro. Dafür erhält man oft an der Bar ein Freigetränk. Zu den beliebtesten Clubs in Florenz gehört das Central Park im Vorort Parco delle Cascine. Jedoch gestaltet sich die Anreise, wenn man kein Auto zur Verfügung hat, als recht schwierig. Alternativ gibt es dazu das moderne Meccano das Space Electronic. Besonders fein – jedoch auch dementsprechend teuer – ist die Villa Kasar, welche sich am Ufer des Arno befindet. Ein idealer und etwas weniger bekannter Club mit Soul, Hip-Hop und Funk ist der Soulciety Club. Zur Samba getanzt werden kann dagegen in dem sehr lebhaften Maracana. Im Stadtzentrum gibt es einige besonders bei den Studenten aus Spanien und Amerika sehr beliebte kleinere Diskotheken. Dazu gehört unter anderem der Andromeda Club sowie das in der Nähe gelegene Full Up. Beide Lokale wurden erst im Jahr 2005 eröffnet, verfügen über mehrere Dancefloors und sind eigentlich die ganze Woche über recht gut besucht. Sehr beliebt bei den Florentiner ist ferner das Yab; und das trotz den nur sehr spärlich vorhandenen Parkmöglichkeiten. Hier finden unter anderem Hip-Hop-Abende statt.
Für diejenigen, die weniger gern tanzen gehen, sondern stattdessen am Abend eher eine Bar besuchen, haben in Florenz ebenfalls vielfältige Möglichkeiten. Wer es lässig mag und sich gerne in der Gesellschaft von Studenten bewegen möchte, kann die Kneipen Cabiria oder das La Dolce Vita aufsuchen, die sich beide südlich des Arno befinden. Eine typisch italienische Kneipe ist dagegen das Le Volpi et Le Uve; hier werden sehr gute Weine ausgeschenkt. Mag man es dagegen eher im englischen Stil, so kann das Fiddlers Elbow aufgesucht werden – dort wird Guinness gezapft.
Etwas schwieriger wird es dagegen, wenn Livemusik in der ehemaligen Hauptstadt Italiens gesucht wird. In diesem Fall könnte das Be Bop aufgesucht werden; in dieser Cocktailbar werden vorwiegend Country-Musik, Blues und Jazz gespielt. Darüber hinaus wird auch im Jazz Cafe an jedem Freitag sowie an jedem Samstag Musik live gespielt.
Einen passenden und günstigen Flug nach Florenz findet und bucht man am besten im Internet. Der Flughafen Florenz ist nur vier Kilometer von der Innenstadt entfernt und ist bequem per Linienbus zu erreichen. Der Bus f?hrt tagsüber alle 30 Minuten.
nach obenShopping
Wer nach Florenz geht, der wird feststellen, dass hier zwei Dinge nicht zu kurz kommen. Dazu gehören zum einen die Kultur und zum anderen das Einkaufen. Seit dem Mittelalter ist Florenz ein Handwerkszentrum. Das bedeutet, hier waren nicht nur die Bildhauer und Maler wichtig, sondern genauso auch die Goldschmiede und Schuster. Auch heute noch sind in der Stadt eine Menge Handwerker in ihren Werkstätten zu sehen. Viele Silber- oder Goldschmieden sind im dem Viertel Oltarno zu finden. Die Gerber sind dagegen eher rund um die Santa Croce zu Hause. Juweliergeschäfte befinden sich auf der Ponte Vecchio. Doch selbstverständlich können in Florenz nicht nur die Erzeugnisse dieser handwerklichen Tätigkeiten oder aber die Goldschmiedearbeiten oder Lederwaren, für welche die Stadt bekannt ist, erworben werden, sondern die Stadt hat auch Mode vom Allerfeinsten und schöne Einkaufsmeilen zu bieten.
Italien ist bekannt für seine Mode; und die ist in Florenz alles andere als unterrepräsentiert. Die Firma Gucci hat sogar ihr Hauptquartier in Florenz. Somit handelt es sich um eines der wenigen Modehäuser aus Italien, das seinen Sitz nicht in Mailand hat. Ferner sind in Florenz der näheren Umgebung bedeutende Zweigstellen von Marken wie Pucci, Prada oder Roberto Cavalli zu finden. Viele der Designer-Boutiquen in Florenz sind rund um die Via Calzaiuoli oder die Via de Tornabuoni angesiedelt.
Etwas ausgefallener ist die die Offincina Profumo Farmaceutica di Santa Maria Novella. Es handelt sich hierbei um eine Drogerie, die in einer Kapelle untergebracht ist und bereits im 16. Jahrhundert von Mönchen eröffnet wurde. Dort können pflanzliche Heilmittel oder Lotionen erworben werden. Ebenfalls etwas Besonderes sind die von Hand gefertigten Schuhe, die bei Francesco in der Via Santo angeboten werden. Als das exklusivste aller Papierwarengeschäfte in ganz Italien bekannt ist Pineider. Selbstverständlich gibt es in Florenz auch Märkte, auf denen Kopien von Designerartikeln angeboten werden. Ein solcher Markt mit den Namen San Lorenzo befindet sich beispielsweise nordwestlich des Doms auf der Piazza San Lorenzo. Zudem befindet sich auf der Piazza die Ciompi ein Flohmarkt mit allerhand Sammlerstücken und Antiquitäten.
nach obenUnterkünfte, Essen und Verkehr
Bleibt man über Nacht in Florenz, so stehen für die Übernachtung verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die Hotels sind in der ehemaligen Hauptstadt Italiens sehr teuer, vor allem wenn diese sich im historischen Teil der Stadt befinden – dort kann die Nacht durchaus 70 bis 100 Euro kosten. Etwas günstiger übernachtet werden kann in Gegenden, die etwas vom Zentrum entfernt liegen, wie beispielsweise in der Nähe des Bahnhofs. Darüber hinaus gibt es für einige Jugendherbergen oder Studentenwohnheime in der Stadt; in Letzteren kann jedoch nur die Nacht verbracht werden, wenn man einen internationalen Studentenausweis besitzt. Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass für die Besucher von Florenz selbstverständlich auch Camping-Plätze in der Nähe der Stadt zur Verfügung stehen, die sich allerdings entweder einige Kilometer außerhalb der Stadt oder zumindest etwas vom Zentrum entfernt befinden.

Obst und Gem?seladen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Thomas Max-Müller
Verpflegung kann in Florenz in verschiedenen Supermärkten eingekauft werden; darunter befinden sich auch international bekannte Läden wie beispielsweise Coop. Mit frischen Lebensmitteln kann man sich zudem auf einem überdachten Lebensmittelmarkt in der Nähe des Doms eindecken; hier werden frische Oliven und sonstiges Gemüse sowie Schinken und Käse angeboten. Darüber hinaus gibt es in Florenz eine Vielzahl an Restaurants, in denen man essen gehen kann. Um dort nicht allzu viel Geld liegen zu lassen, sollte man beachten, dass in der Regel ein Tagesessen zum günstigen Festpreis angeboten wird. Aufgeteilt ist die Speisefolge in den Restaurants in antipasti (Vorspeisen), primo piatto (erster Gang), secondo piatto (Hauptgang) und einer Süßspeise (dolce) oder einem Käse (formaggio) sowie einem Espresso zum Schluss.

Italienische Weine
Quelle: pixelio.de Fotograf: Oliver Weber
Erreicht werden kann Florenz schnell und einfach über die Autobahn, denn die Stadt liegt an der A11 welche nach Pisa führt sowie an der Autobahn E45-A1, die Mailand und Rom verbindet. Ferner sind einige Schnellstraßen in der Umgebung vorhanden. Nicht empfehlenswert ist dagegen das Fahren mit dem Fahrzeug, da für auswärtige Pkws sowie für Mietwagen ein striktes Einfahrverbot in die Zone der Innenstadt besteht. Verstöße gegen dieses Verbot haben eine sofortige Bildaufzeichnung zur Folge und werden mit einer hohen Strafe für jede Einfahrt geahndet. Problematisch ist hierbei zudem, dass die Zonenausweisung durch die Stadtverwaltung für Touristen kaum erkenntlich ist, weshalb diese oft unwissentlich solche Verkehrsstrafen erhalten.

Eisenbahnverbindung nach Florenz
Quelle: pixelio.de Fotograf: zaubervogel
Zudem führt eine der wichtigsten Eisenbahnstrecken des Landes durch Florenz, die Stadt ist folglich auch auf diesem Wege gut zu erreichen. Auch die Anreise mit dem Flugzeug ist möglich, da sich nördlich von Florenz ein kleiner Flughafen befindet, der unter anderem von Lufthansa angeflogen wird. Für die Fortbewegung innerhalb der Stadt sind Busse empfehlenswert, die zwischen 05.30 Uhr und Mitternacht fahren. Es werden unterschiedliche Tickets mit verschiedenen Zeitdauern angeboten, die vor dem Fahrtantritt entwertet werden müssen und die auch für das Fahren in die andere Richtung – sofern noch gültig – verwendet werden dürfen.
[ © Das Copyright liegt bei www.europe-sightseeing.com | Informationen und Sehenswürdigkeiten von Europa, Städte und Landschaften]
nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.europe-sightseeing.com