Sehenswürdigkeiten und Freizeit-Aktivitäten in der Toskana
Inhaltsverzeichnis
Maremma
Zu den schönsten Regionen in der Toskana zählt zweifelsfrei die Maremma, weshalb es auch jedes Jahr viele Touristen in diese Gegend verschlägt. Diese Region hat aber dennoch viel von ihrer Ursprünglichkeit erhalten und ist deshalb das passende Reiseziel für alle Romantiker. Die Faszination der Region liegt vor allem im Zusammenspiel der Überreste antiker Kulturen, dem lebendigen Volksbrauchtum und der üppigen Natur, die sich teilweise durch Naturschutzgebiete auszeichnet. Natürlich ist auch die gute Küche in dieser Region nicht zu verachten. Der gesamte Küstenstreifen der Maremma ist geprägt durch Sandstrände, Dünen und felsige Abschnitte. Im Hinterland findet sich immergrüne Vegetation mit Korkeichen, Pinien und Macchias.

Naturparadies mit Erlebnisfaktor
Dieser südliche Teil der Toskana bietet neben viel Natur auch zahlreiche Entdeckungen. Wer die Maremma erkundet, wird immer neue Erfahrungen machen. Die Küste wird von üppigen Pinienwäldern gesäumt. Dort wechseln sich Sandstrände und felsige Abschnitte ab, es gibt viele kleine und verträumte Buchten zu entdecken. Auch geschützte Naturparadiese mit wilden Stränden und kleine Halbinseln findet man hier. Die Region ist geprägt von der tausendjährigen Geschichte, deren Spuren man überall entdecken kann. So gibt es viele Weiler, Burgen, Festungsanlagen und geschichtsträchtige Orte zu besichtigen.
Moderner Freizeitspaß und alte Traditionen
In den Touristenhäfen an der Küste bieten sich den Urlaubern unzählige Wassersportmöglichkeiten. Gerade Tauchsportbegeisterte kommen hier voll auf ihre Kosten. Viele Tauchschulen bieten Tauchkurse und eine Einführung in die faszinierende Unterwasserwelt an. Im warmen Mittelmeer macht das Tauchen besonderen Spaß. Auch interessant ist die Kunst des alten Bootsbaus, der man hier überall begegnen kann. Ansonsten lässt sich die wundervolle Landschaft am besten bei einer Wanderung, einer Mountainbiketour oder hoch zu Pferd erleben. Vor allem die atemberaubenden Ausblicke wird man nie wieder vergessen.
Feste und kulinarische Genüsse
Die bodenständigen Menschen der Region sind fest mit ihrem Land und dem Lauf der Jahreszeiten verankert. Deswegen wird zu jedem Anlass ein Fest gefeiert, wobei die Gastfreundschaft der Einheimischen keine Grenzen kennt. Hier gibt es viele lebensfrohe Menschen. Diese Zufriedenheit und Harmonie möchten sie gerne mit anderen teilen. Lebensfreude pur bieten die kulinarischen Genüsse der Maremma. Frischer Fisch und Meeresfrüchte gehören genauso dazu wie die deftig ländlichen Gerichte, das Olivenöl und ein guter Wein.
nach obenCollodi mit Pinocchio Park
Pinocchio und Gepetto im Pinocchiopark in Collodi
Quelle: pixelio.de Fotograf: Klaus Rupp
Das mittelalterliche Städtchen Collodi liegt nur wenige Kilometer von Pescia entfernt und zieht sich wie eine Schneise den Wald hinauf. Der sehenswerte historische Ortskern liegt in aller Stille und Gelassenheit vor den Besuchern. Sein enges Gassenlabyrinth, die mittelalterlichen Häuser und die Burg mit den Festungsmauern und Türmen bieten einen tollen Einblick in vergangene Zeiten. Auf der höchsten Stelle des Ortes thront das Pfarrhaus der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche San Bartholomeo. In diesem Städtchen kann man auch mal eine Rast einlegen und den Urlaub bei einem Café oder einem guten Essen genießen. Berühmt ist die Stadt aber vor allem für ihren Pinocchio Park. Sehenswert ist auch die Villa Garzoni.
Der Park des Pinocchio
Noch immer fest in den Herzen der Kinder verankert ist die kleine hölzerne Marionette, die gerne ein richtiger Mensch sein wollte und beim Lügen eine lange Nase bekam. Pinocchio war zwar eher in den 70er und 80er Jahren im Fernsehen zu sehen, doch kennen viele Kinder diese Figur auch heute noch. Sein Erfinder Carlo Lorenzini wurde in Florenz geboren und wuchs in Collodi auf. Im Park kann man heute Werke sämtlicher Künstlergrößen bewundern, die in den 50er Jahren am Wettbewerb zur Gestaltung des Pinocchio-Parks teilnahmen.
So kann man durch mannshohe Skulpturen aus Bronze und Stahl wandeln. Episoden der Geschichte auf Mosaikbildern betrachten, ein Labyrinth durchwandern und vieles mehr. Im Pinocchio Park gibt es außerdem einen Spielplatz, historische Kinderkarusselle, Puppentheater und viele schöne Picknickplätze. Auch eine Wort- und Figurenwerkstatt kann in dem Park besucht werden. In der Bibliothek gibt es eine große Sammlung von italienischen und internationalen Ausgaben des Pinocchio-Buches.
Die Villa Garzoni
Aber nicht nur der Pinocchio Park ist ein Highlight von Collodi. Der Stadt vom Tal aus vorgelagert findet man die vierstöckige Villa Garzoni. Diese wurde in den Jahren 1633 bis 1652 von der Adelsfamilie Garzoni gebaut. Vor allem die wunderschöne Gartenanlage ist einen Besuch wert. Die barocken Gärten aus dem 17. Jahrhundert liegen an dem steilen Hang. Dort gibt es viele Treppen. Pavillons, Statuen und Wasserspiele. Ein Rundgang durch diesen Garten ist wie eine Reise in eine andere Zeit. Dieser Garten ist noch in seiner originalen Form erhalten mit allen seinen Grotten, Labyrinthen, Theatern, Badehäusern und Wasserläufen.
nach obenChianti
Ein Weinkeller von einem Weingut im Chianti
Quelle: pixelio.de Fotograf: Andreas Köckeritz
Wie der Name Chianti schon leicht erraten lässt, ist diese Region die berühmteste Weinregion in der Toskana und auch in ganz Italien. Die wunderbare Kulturlandschaft mit den sanften Hügeln und malerischen Dörfern lädt zu einem Urlaub geradezu ein. Überall in dieser Region kommt man in den Genuss des hervorragenden Weines. Ein schönes Essen mit einem leckeren Tropfen sollte man sich also nicht entgehen lassen. Das Gebiet erstreckt sich von Pisa im Nordwesten bis zu dem Ort Montalcino im Südosten. Dabei umfasst das Gebiet sieben verschiedene Zonen. Das Kernland Chianti Classico, das Chianti Rufina rund um Pontassieve, das Chianti Colline Pisane bei Pisa, das Chianti Montalbano bei Carmignano, das Chianti Colli Fiorentini bei Florenz, das Chianti Colli Senesi bei Siena und das Chianti Aretini bei Arezzo.
Weindörfer in der Region
Das Kernland lässt sich am besten auf der Weinstraße erkunden. Ein Abstecher zu einem Weingut oder einem der kleinen Dörfer lohnt sich. Zu den bekanntesten Weindörfern der Region zählen unter anderem Greve und Radda. Greve ist zugleich auch Hauptstadt des Chiantigebietes. Dort findet Mitte September die Weinmesse auf der Piazza Matteotti statt, wo der neue Wein vorgestellt wird. Die Burg Montfioralle ist ein sehenswertes Ausflugsziel in der Nähe von Greve. Im Herzen des Classico-Gebietes liegt Radda, von wo aus alle berühmten Weingüter schnell zu erreichen sind. Das ist die ideale Umgebung für Weinkenner und alle, die es werden wollen. In Radda wurde einst die historische Marke des Weinbundes gegründet. Noch heute sieht man die Originalflaschen mit dem schwarzen Hahn.
Barbischio ist ein kleines Doerfchen im Chianti.
Quelle: pixelio.de Fotograf: regenbogen56
Sehenswertes im Chianti-Gebiet
Ein sehr hübsches Dorf im Chianti-Gebiet ist Imprunetta, welches malerisch zwischen den Weinbergen liegt. Dieses Dorf ist auch für seine Töpferkunst bekannt. Eine wunderschöne Altstadt kann man in Castellina sehen und eine Burg gibt es im winzigen Dorf Volpaia zu besichtigen. Da das Chianti-Gebiet sehr groß ist, gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken. Die Region kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Zuerst wurde das Gebiet von den Etruskern besiedelt, später von den Römern. Viele Kriege fanden im Mittelalter hier statt. Aus dieser Zeit sind viele Burgen Festungen und Klöster übrig geblieben. Viele dieser Anlagen wurden in friedlicheren Zeiten in Landgüter und Villen umgewandelt. Viele dieser Zeugen aus dem Mittelalter können heute noch besichtigt werden.
nach obenElba
Hafen in Elba
Quelle: pixelio.de Fotograf: Karl-Heinz Liebisch
Für Wassersportler und Badefreunde ist die Insel Elba mit ihren schönen Stränden und schicken Jachthäfen ein wahres Paradies. Die Insel liegt vor der toskanischen Küste und hat vieles zu bieten. Im Hinterland der Insel findet man malerische Dörfer und viel Natur. Als Zentrum des Weinbaus auf Elba gilt das Städtchen Marciana, das mit einer sehr schönen Altstadt lockt. Kletterfreunde und Wanderer kommen am Monte Capanna auf ihre Kosten. Bei klarer Sicht bietet der Berg einen fantastischen Ausblick über die gesamte Insel. Die mittelalterliche Burg Volterraio lädt zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Auf Elba gibt es aber noch einiges mehr zu entdecken und zu besichtigen.
Geschichte der Insel
Als größte Insel des toskanischen Archipels ist Elba nicht die einzige Insel mit einer langen Geschichte. Zu den anderen Inseln dieses Archipels zählen unter anderem die ehemalige Gefangeneninsel Pianosa und die Isola di Montechristo. Die Geschichte um den Graf von Montechristo dürfte aufgrund diverser Filme wohl jedem bekannt sein. Die Isola Pianosa ist heute ein großes Naturschutzgebiet, das besichtigt werden kann. Diese wunderschöne Insel sollte man sich nicht entgehen lassen. Von Elba aus lässt sich eine Tour zu dieser Insel buchen. Die Isola Montechristo ist für Besucher gesperrt und kann nur mit einer Sondergenehmigung und geführter Exkursion besichtigt werden.
Elba in der Abendsonne
Quelle: pixelio.de Fotograf: Karl-Heinz Liebisch
Pure Badefreuden
Ansonsten ist die Insel Elba vor allem ein Badeparadies. Die schönsten Strände findet man bei Marina di Campo und bei Cavoli. Auch die Strände am Golf von Lacona und am Golf von Stella bieten ideale Badebedingungen. Bei Letzterem liegt das sehenswerte Dorf Capoliveri, wo man einen kurzen Zwischenstopp einlegen kann. Wer einmal eine besondere Badefreude genießen möchte, sollte das Gebiet zwischen Fetovaia und Secchetto besuchen, wo sich durch Erosion natürliche Becken gebildet haben, welche voller Meerwasser gelaufen sind. Hier baden sowohl Einheimische wie auch Touristen sehr gerne.
Viele Menschen
Auf Elba trifft man garantiert viele andere Touristen aus aller Welt, denn die Insel gilt seit Jahren als ein Touristenmagnet. Dementsprechend ist es gerade in den Ferienzeiten immer sehr voll auf der Insel. Gerade die Strände sind in dieser Zeit oft überlaufen und auch die Cafés und Restaurants quellen über. Man kann aber auch ruhigere Gegenden auf der Insel finden, zum Beispiel im Hinterland. Wer eine Ferienwohnung oder ein Haus auf der Insel mieten möchte, sollte sich aber frühzeitig darum kümmern.
Blick von Volterraio auf die Bucht von Portoferraio
Quelle: pixelio.de Fotograf: Matthias Brinker
Ein beschauliches Bergdorf auf der Insel Elba
Quelle: pixelio.de Fotograf: Fini
Vulkan Monte Amiata
Mit 1.739 Metern ist der erloschene Vulkan Monte Amiata, auf halbem Weg zwischen Florenz und Rom gelegen, der höchste Berg der Toskana. In seinem Gebiet befinden sich 11 Gemeinden und viele sehenswerte Naturschauspiele. Quellen und Geysire werden umrahmt von dichten Laubwäldern und auch zahlreiche Flüsse und Thermen prägen die Landschaft. Dabei ist der Monte Amiata ein wahres Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Über 200 Kilometer Wegenetz laden dazu ein, den Berg und seine Umgebung zu entdecken. Die wunderschöne und abwechslungsreiche Umgebung macht jede Wanderung oder Radtour zu einem Vergnügen. Hier wechselt sich das abgeschiedene Hügelland mit seinen Schluchten und Tälern mit den undurchdringlichen Wäldern und den mittelalterlichen Orten ab.

Paradies für Naturfreunde
Doch nicht nur die vielen tollen Wander- und Radmöglichkeiten machen den Berg so attraktiv. Zum Monte Amiata gehören auch 13 Naturschutzgebiete, zu denen zum Beispiel die Kastanienwälder von Castel del Piano und Monterufeno und der Wald von Rocconi gehören. Heimische Wildtiere kann man im Parco Faustica del Monte Amiata beobachten. Vom Gipfel dieses Parks aus hat der Besucher einen tollen Ausblick auf den Berg und die Weite der Maremma-Ebene.
Wandern und genießen
Alle Wanderstrecken am Monte Amiata sind gut markiert und für unterschiedliche Anforderungen eingerichtet. So gibt es Strecken für Menschen mit viel Kondition und Ausdauer ebenso wie Strecken für Ungeübte. In den Städten erhält man fast überall übersichtliche Wanderkarten, die eine Wanderung durch das Gebiet ganz einfach machen. Dort sind auch die Sehenswürdigkeiten eingezeichnet, die den Wanderer unterwegs erwarten. Hier gibt es Burgen, Berghütten, Thermen und Naturparks zu bewundern. Von jedem Ort im Tal gelangt man auf den Rundweg Anello dell'Amiata, der in großer Höhe einmal um den Vulkankegel herumführt.
Auf dem Gipfel
Auf verschiedenen Pfaden gelangt man hinauf zum Gipfel. Bevor die Gipfelstation erreicht wird, kann man auf einer der herrlichen Wiesen eine Rast einlegen. Bei der Gipfelstation Vetta Amiata gibt es ein Eisenkreuz von 1910 zu bestaunen. Imbissbuden und Souvenirstände warten auf ihre Besucher. Im Winter können sich hier oben auch die Skisportler vergnügen, weswegen der Gipfel nicht nur zu Fuß, sondern auch bequem per Sessellift zu erreichen ist. Vom Gipfel aus hat man einen atemberaubenden Ausblick, an klaren Tagen bis zum Tyrrhenischen Meer, zum Apennin und nach Umbrien.
nach obenVolterra
Blick auf Volterra
Quelle: pixelio.de Fotograf: Matthias Brinker
Über den Tälern von Cecina und Elsa thront in rund 550 Meter Höhe die Stadt Volterra, die eine über 2000-jährige Geschichte aufweisen kann. Das Landschaftsbild dieser Region wird durch Getreidefelder, Schafweiden und zerklüftete Steilhänge aus Lehm- und Tuffstein geprägt. Die geschichtsträchtige Atmosphäre der Stadt ist in jedem Winkel innerhalb der einst 7 Kilometer langen Stadtmauer zu spüren. Die Stadt Volterra wurde zuerst von den Etruskern und später von den Römern beherrscht. Mit Linus II. stellte die Stadt Volterra den zweiten Papst der Geschichte und wurde so zum Bischofssitz. Im Jahr 1208 wurde hier auch das erste Rathaus der Toskana errichtet, womit die opponierende Bürgerschaft die bischöfliche Herrschaft beenden wollte.
Zeugen der Vergangenheit
Die Zeugnisse aus allen Epochen der Stadtgeschichte können heute überall in der Stadt Volterra besichtigt werden. Der Marktplatz wird von mittelalterlichen Palästen umsäumt, wo man manchmal meinen könnte, die Zeit wäre einfach stehen geblieben. Zahlreiche Kirchen, Museen und Turmhäuser, sowie historisch bedeutsame Plätze prägen das Stadtbild. Viele verträumte Ecken und Winkel gibt es in Volterra, ein Stadtrundgang lohnt sich also. Sehr interessant ist das älteste Turmhaus der Stadt, das aus dem 12. Jahrhundert stammt. Zu finden ist der Casa-Torre Toscano an der Piazza San Michele.
Die mittelalterliche Stadt Volterra liegt mitten im Herzen der Toskana
Quelle: pixelio.de Fotograf: Klaus Rupp
Sehenswertes in Volterra
Blick in eine Kopfsteingasse in Volterra
Quelle: pixelio.de Fotograf: Michael Siedling
Sehenswertes gibt es einiges in der Stadt, dazu zählt auch der Piazza dei Priori mit dem ersten Rathaus der Stadt. Durch zahlreiche Stilrichtungen geprägt ist der Duomo Santa Maria Assunta aus dem Jahr 1120 n. Christus. Sehr eindrucksvoll ist die von Fabelwesen umgebene Kanzel des Doms. Auch das Baptisterium aus dem 13. Jahrhundert mit seinem wunderschönen Taufbecken ist einen Besuch wert. Mit der Fortezza Medicea hat die Stadt den größten Festungsbau der italienischen Renaissance zu bieten. Die Festungen beherbergen heute ein Hochsicherheitsgefängnis und können nicht besichtigt werden. Anschauen lässt sich aber die daneben liegende Ausgrabungsstätte der im 20. Jahrhundert entdeckten etruskischen Akropolis.
Kulturhistorie und Alabaster
Zu den bedeutendsten etruskischen Museen der Toskana zählt das Museo Etrusco Guarnacci, welches im Palazzo Desideri Tangassi liegt. Hier finden sich nicht nur sehr kostbare, sondern auch sehr viele Funde aus der Zeit der Etrusker, die zum größten Teil von dem Hobby-Archäologen Mario Guarnacci stammen. Im Museum sind auch Alabasterbrunnen, Mosaikböden und Schmuckstücke ausgestellt. Die Stadt wird bis heute vom Abbau und der Bearbeitung des Alabasters geprägt. Die schönsten Alabasterarbeiten können im Palazzo Viti, dem Palast des größten Alabasterhändlers bestaunt werden.
nach obenAlpi Apuane
Alpi Apuane-Blick vom Pass nach Carrara
Quelle: pixelio.de Fotograf: Hans
Neben der Maremma zählt die Alpi Apuane mit ihrer wilden Bergwelt zu den ursprünglichsten Landschaften in der Toskana. 1985 wurde dieses Gebiet zum Nationalpark erklärt und bezaubert noch heute Menschen aus aller Welt. In der Region liegt auch das Gebirgstal Garfagnana mit rauschenden Gebirgsbächen heimischen Wäldern und grünen Wiesen. Dieses Tal in seiner ganzen Schönheit ist am besten auf einer Wanderung zu erkunden. Im Herzen dieses Tals befindet sich das Städtchen Castelnuovo mit seiner sehenswerten Altstadt. Dort lohnt sich ein längerer Aufenthalt. Castelnuovo ist ein geeigneter Ausgangspunkt für alle Wanderungen im Tal. Informationen gibt es bei der örtlichen Touristinformation. Dort kann man auch Wanderkarten erstehen.
Wandern in der wilden Bergwelt
Ein weiterer guter Startpunkt für Wanderungen in der Garfagnana ist die Stadt Bagni di Lucca. Nur wenige Kilometer von dieser entfernt, liegt der Eingang zu einer wunderschönen und aufregenden Felsenschlucht, durch die man mehrstündige Touren unternehmen kann. In dem Kurort findet man auch eine Therme, die für Entspannung nach einem langen Wandertag sorgt. Allerdings muss man sagen, dass dieser Ort seine besten Tage wohl schon hinter sich hat. Überall in der Alpi Apuane lassen sich tolle Wanderungen unternehmen. Mit einer Wanderkarte findet man auch schnell und einfach die besten Wege. Diese kann man vor Ort kaufen oder schon vor dem Urlaub erwerben. Wandern in der wildromantischen Bergwelt ist ein ganz besonderes Erlebnis für alle, die gerne in der Natur aktiv sind. Nirgends kann die Toskana in ihrer Ursprünglichkeit und Schönheit besser erlebt werden, als in dieser Region.
Viele interessante Sehenswürdigkeiten
Natürlich gibt es auch hier einiges zu sehen und zu entdecken. Neben der atemberaubenden Natur und viel Ruhe hat die Alpi Apuane auch mehrere Touristenattraktionen zu bieten. Dazu zählen vor allem die Stadt Barga mit den vielen tollen Bauwerken und die Grotta del Vento, die bereits weiter oben vorgestellt wurden. Aber auch die anderen Städte und Dörfer der Region haben ihren eigenen Charme. Auf den Wanderungen wird man immer mal eine solche Perle finden. In den Restaurants und Cafés der Städte laden kulinarische Köstlichkeiten und typisch italienische Speisen zu einer Rast ein. Oft hat man einen wunderschönen Ausblick über das Tal und die Landschaft.
nach obenMontepulciano
Blick auf Montepulciano
Quelle: pixelio.de Fotograf: Thomas Max Müller
600 Meter über den Tälern von Orcia und Chiana liegt mit Montepulciano eine weitere sehenswerte Stadt, die einst von den Etruskern gegründet wurde. Die Römer gaben der Stadt dann aber ihren Namen, nach dem Berg, auf dem sie gelegen ist. Der berühmteste Einwohner der Stadt war der Dichter und Gelehrte Angelo Ambrogini. Die Stadt Montepulciano war lange Zeit hart umkämpft und entwickelte sich unter der Medici-Herrschaft im 15. und 16. Jahrhundert sehr schnell. Damals setzte ein regelrechter Bauboom ein. Das Stadtrecht wurde aber erst 1561 mit der Verlagerung des Bischofssitzes verliehen.
Kulturhochburg für Kunst Architektur und Wein
Um die Stadt zu erkunden, sind ein guter Schuh und eine gute Kondition von Vorteil, denn die Gassen sind steil und eng. Es können also schnell mal ein paar Schweißtropfen während der Stadtbesichtigung fließen. Wenn man durch das Portal im Norden schreitet, gelangt man auf den Corso, der einmal durch die Stadt führt. Entlang der Straßen sieht man vornehme Paläste aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie den Palazzo Avignonesi, das Heim einer berühmten französischen Weinbauerfamilie aus dem 14. Jahrhundert. Schließlich erreicht man auch die Kirche Sant'Agostino, die durch ihren Stilmix aus Renaissance und Spätgotik überzeugt.
Der höchste Punkt der Stadt
Das Zentrum der Stadt Montepulciano befindet sich zugleich auch auf dem höchsten Punkt. Die Piazza Grande wird umsäumt von glanzvollen Palästen, dort findet man auch das Rathaus und den Dom. Vom Wehrturm des Palazzo Comuale hat man eine herrliche Sicht bis nach Siena und auf den Monte Amiata. Vor dem Palazzo del Capitano del Popolo, der aus dem 14. Jahrhundert stammt, steht der Medici-Brunnen Pozzo dei leoni aus dem Jahr 1520. Zwei weitere hübsche Paläste sind der Palazzo Nobili-Tarugi und der Palazzo Contucci. In Letzterem befinden sich die ältesten Weingewölbe der Stadt, welche besichtigt werden können.
Kirche in Montepulciano
Quelle: pixelio.de Fotograf: Thomas Max Müller
Dom und Museum und vieles mehr
Die Fassade des Doms Santa Maria Assunta wurde trotz langer Bauzeit nie fertiggestellt. Das Bauwerk entstammt dem Frühbarock ist auch von innen hübsch anzusehen. Auch das Museo Civico in Montepulciano ist interessant. Dort werden Wappen, Chorbücher, etruskische Fundstücke und Tafelbilder ausgestellt. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Teatro Poliziano und der Torre di Pulcinella, der das Wahrzeichen der Stadt enthält. Die Glocke schlägt zu jeder Stunde. Auch das traditionsreiche Jugendstilcafé Poliziano ist einen Besuch wert. Zwei Kilometer von der Stadt entfernt findet sich mit der Wallfahrtskirche Madonna di San Bagio ein weiteres interessantes Objekt.
nach obenEtruskische Nekropolen
Wer die Toskana besucht, sollte sich nicht die Ausgrabungsstätte der Russellae, die einst mächtiges Mitglied im Bund des etruskischen Zwölfstädtebundes waren, entgehen lassen. Diese befindet sich neun Kilometer von Grosseto entfernt am Poggio di Muscona. Die Ausgrabungen wurden hier erst im Jahr 1959 begonnen und noch heute kann man den Archäologen gelegentlich über die Schulter blicken. Die etruskische Siedlung war im 6. Jahrhundert von einer drei Kilometer langen Mauer umgeben. Die Reste der Mauer und Teile der Siedlung sind bis heute zu sehen, darunter Zisternen, gepflasterte Straßen und Kanäle.
Geschichte der Roselle
Die Siedlung Roselle wurde zu frühen Zeiten von den Römern erobert und mit kaiserlichem Forum, Thermen und einem Amphitheater ausgebaut. Davon blieben aber nur Überreste der Marmor- und Mosaikböden, der Wandverkleidungen und die Ruinen einer römischen Villa erhalten. Das archäologische Museum in Grosseto stellt 18 Marmorstatuen der kaiserlichen Familie aus. In diesem Museum sind alle bedeutenden Funde aus Roselle ausgestellt, dazu zählt auch die Schale mit dem etruskischen Alphabet aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Im Hochmittelalter wurde die Siedlung dann zum Bischofssitz. Teile der damals erbauten Festung sind noch heute zu sehen.
Eine weitere Siedlung
Hoch über dem Bura Tal, ganz in der Nähe der Roselle, liegt mir der Vetluna eine noch ältere etruskische Siedlung, die heute Vetulonia heißt. Vetulonia war dank der reichen Metallerz- und Bernsteinvorkommen sowie der eigenen Lagune mit direktem Zugang zum Meer lange Zeit eine bedeutende Etruskerstadt. Allerdings war die Stadt lange Zeit verschollen und bis heute ist nicht klar, was ihren Untergang herbeiführte. Von der Stadt blieb fast nichts erhalten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden das erste Mal Überreste der Stadtmauer entdeckt, die einst fünf Kilometer lang war.
Zeugen etruskischer Geschichte
Die wahren Zeugen der etruskischen Zeiten findet man aber etwas oberhalb der Stadt. Die Tombe etrusche sind drei typische etruskische Kuppelgräber mit Erdhügeln. Das größte dieser Gräber verfügt über zwei übereinanderliegende Grabkammern. Die Gräber können täglich besucht werden. Ein Gang in das Innere eines solchen Grabes lohnt sich. Über einen langen Gang gelangt man in den Kuppelbau und die seitlichen Grabkammern. Teile eines der anderen Gräber wurden übrigens fast vollständig abgetragen und sind heute im archäologischen Museum in Florenz zu besichtigen.
nach obenFreizeit-Aktivitäten in der Toskana
Toskana - ein traumhafter Urlaub
Quelle: pixelio.de Fotograf: my84
In der Toskana gibt es eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Neben Wandern und Radfahren sind auch Reiten, Golfen, Tauchen, Segeln und Schwimmen möglich. Im Winter kann auf den Bergen auch Ski gefahren werden. In der Toskana herrscht fast das ganze Jahr über ein sehr mildes Klima, was alle Aktivitäten nach draußen verlegt. Die Toskana ist für Wassersportler und Wanderer ein wahres Paradies. Wunderschöne Natur und ein warmes Meer erwarten den Besucher. Urlaub in der Toskana heißt, aktiv werden und das Leben genießen.
Golfen in der Toskana
Für Golffreunde gibt es in der Toskana 16 Golfplätze und mehrere Übungsplätze. Hier kann man in aller Ruhe seiner Leidenschaft frönen. Das besondere Erlebnis eines Golfspiels wird durch die wunderschönen Landschaften umrahmt. Golf spielen ist in der Toskana dank des milden Klimas fast das ganze Jahr über möglich. Der schönste Golfplatz in der Toskana befindet sich hoch über dem Meer bei Punta Ala. Weitere Golfplätze gibt es bei Florenz, bei Pisa, bei Grosseto, bei Prato oder bei Lucca.

Mit dem Rad durch die Toskana
Wer die schöne Landschaft der Toskana hautnah erleben möchte, geht entweder zu Fuß oder erkundet die Gegend mit dem Fahrrad. Gerade auf den Nebenstraßen kann man sehr gut Radfahren, auch wenn es keine ausgewiesenen Radwege gibt. Ausleihmöglichkeiten findet man in vielen Städten. Radfahren in der Toskana Bedarf jedoch so mancher Anstrengung, denn durch die hüglige Landschaft geht es ständig bergauf und bergab. Zu viele Kilometer sollte man also lieber nicht einplanen und ein gutes Mountainbike mit vielen Gängen ist von Vorteil. Besonders schöne Radtouren gibt es durch die Chianti-Region, zum Beispiel von Siena nach Florenz oder von Greve nach Castellina.
Paradies für Wanderer
Die oft schmalen und steilen Wege lassen sich aber oft besser zu Fuß erkunden. Wandern in der Toskana ist auf alle Fälle ein unglaubliches Naturerlebnis, egal ob man entlang der Küsten oder im Hinterland unterwegs ist. In der Toskana gibt es inzwischen viele gut ausgeschilderte Wanderwege, eine Wanderkarte sollte man aber trotzdem dabei haben. Die schönsten Wanderwege gibt es im Garfagnana-Tal in der Alpi Apuane. Auch im Chianti-Gebiet gibt es zahlreiche schöne Wanderwege. Der Begriff Wandern kommt im Italienischen übrigens nicht vor, hier wird nur der Begriff Trekking benutzt.

Hoch zu Pferd die Natur entdecken
Pferdefreunde kommen in der Maremma auf ihre Kosten, denn hier gibt es eine Vielzahl an Reiterhöfen und Reitschulen. Doch auch in anderen Regionen der Toskana lässt sich hoch zu Pferd die Umgebung erkunden. Reiten hat in der Toskana eine lange Tradition, schon das Volk der Etrusker soll hervorragende Reiter hervorgebracht haben. Überall in der Toskana finden immer wieder Pferderennen und Reitturniere statt. In der Maremma findet man neben vielen Reitställen auch halbwilde Pferde und waschechte Cowboys. Reitausflüge durch die unberührte Natur und noch nicht kultivierte Natur in dieser Region sind ein ganz besonders Erlebnis. Bei Grosseto sind viele Reitställe für Anfänger und Fortgeschrittene zu finden.
Baden im Mittelmeer
Das Mittelmeer mit seinen angenehmen Temperaturen bietet beste Möglichkeiten zum Schwimmen und Planschen. Neben den schönsten Sandstränden Italiens gibt es auch viele kleine Buchten und einige Kies- und Felsstrände. Das Meer gilt als sehr sauber. Viele Strände sind in Abschnitte unterteilt. Für Annehmlichkeiten wie Duschen und Umkleiden muss Eintritt bezahlt werden. Die beliebtesten Strände der Toskana sind die Strände von Viareggio, die etruskische Riviera zwischen Livorno und Piombino, die Strände von Castiglione della Pescaia und die Strände der toskanischen Inseln.
Segeln, Surfen und Tauchen
Viele Wassersportmöglichkeiten stehen den Urlaubern offen. Im Mittelmeer kann man nicht nur baden, sondern auch wunderbar segeln, surfen und tauchen. Gerade die faszinierende Unterwasserwelt bietet ein tolles Erlebnis. Wassersportmöglichkeiten findet man an fast allen größeren Stränden und Städten am Meer. Vor allem die Insel Elba ist für ihre vielen Wassersportmöglichkeiten berühmt. Viele Tauch-, Segel- und Surfschulen bieten Kurse auch für Anfänger an.
Ski fahren und klettern in der Toskana
Die Toskana ist zwar kein typisches Skigebiet, doch auf dem Monte Amiata kann im Winter auch Ski gefahren werden. Ein Sessellift bringt die Skifahrer in luftige Höhen, die Abfahrten können sowohl von geübten wie auch weniger geübten Skifahrern befahren werden. Auch Klettern ist in der Toskana möglich. Hier bieten sich natürlich auch die Berge mit ihren steilen Felswänden an. Klettermöglichkeiten findet man aber auch in anderen Gebieten in der Toskana. Wer klettern möchte, sollte sich am besten einen Kletterführer zulegen.
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