London und seine Sehenswürdigkeiten

London

Vor einem Urlaub oder vor einer Studienfahrt, bei Schülern beispielsweise, stellt sich immer die Frage, wohin man denn möchte. Meist ist die Suche nach einem Reiseziel auf Europa beschränkt, da Europa ein riesiges Kulturerbe hat und jedes seiner Länder mit seinen ganz speziellen Traditionen und Sehenswürdigkeiten überzeugen kann. Eines dieser Länder, das für ausländische Besucher sehr viel zu bieten hat, ist England beziehungsweise Großbritannien; dies ist vor allem durch die Hauptstadt Englands und des Vereinigten Königreichs bedingt.

London lockt seit Jahren jährlich Millionen von Touristen an und konnte trotz dieser, durch die Globalisierung begünstigten Situation, den Großteil seiner Kultur und Traditionen bewahren, und ist daher nicht nur als eines der größten Finanzzentren, sondern auch als eine der größten Kulturzentren der Welt bekannt.

London – eine berühmte Stadt

London - Houses of Parliament und Big Ben
London - Houses of Parliament und Big Ben
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Stefanie Winter

Wie allerorts bekannt, ist London die Hauptstadt Englands und des Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. Die geografische Lage der Stadt, hat dabei auch einen großen Anteil daran, dass die Stadt bereits im Mittelalter enorme Ausmaße hatte und heute, wie damals, zu einer der bedeutendsten, europäischen Städte gehört. Die Stadt liegt im Südosten der Insel Großbritannien und schließt direkt an die Themse an.

Insgesamt leben in dem Verwaltungsgebiet Greater London, das eigentlich ganz London umfasst, über sieben Millionen Menschen, davon lebt ein beachtlicher Teil an Menschen, um die drei Millionen, in den 13 Stadtbezirken von Inner-London, also im Zentrum von London sozusagen. Folglich ist London die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union, mit zahlreichen, unterschiedlichen Nationen, die friedlich miteinander leben.

London - Wache
London - Wachsoldat
Quelle: pixelio.de        Fotograf: J?rgen Reitb?ck

Bekannt ist London vor allem durch seinen wichtigen Stand in der europäischen, beziehungsweise auch in der gesamten Welt. Die Hauptstadt Englands gilt nämlich als eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt, und trägt somit zu Recht den Namen einer Weltstadt; schließlich besitzt London eine zentrale Bedeutung für große Teile der Welt – nur New York kann in mehreren Gebieten die gleiche Bedeutung wie London vorweisen.

Geschichte greifbar in London

Die Stadt London ist nicht nur durch ihre starke wirtschaftliche und politische Lage für viele Menschen aus aller Welt ein Begriff. Auch wegen seiner historischen Geschichte, die viele bekannte historische Persönlichkeiten hervorbrachte, und den, aus diesen Epochen stammenden, prachtvollen Gebäuden, die auch heute noch einen Teil der europäischen und britischen Geschichte greifbar machen.

Ein großer Vorteil von London ist, dass viele Gebäude noch in ihrer mehr oder weniger ursprünglichen Form bestehen, wobei natürlich Renovierungsarbeiten durchgeführt werden beziehungsweise wurden, die aber nur dazu dienen, dass die Gebäude auch heute noch zu besichtigen sind. Die große Anzahl von verschiedensten Sehenswürdigkeiten in so unmittelbarer Nähe dürfte wohl eine der größten Gründe sein, London zu besuchen, denn wo sonst hat man eine solche eine Dichte an berühmten und geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten.


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Tower of London

Eines der wohl bekanntesten und historisch mit am bedeutendsten Bauwerke, die heutzutage noch in ihrer fast ursprünglichen Form erhalten sind, dürfte der weltberühmte Tower of London sein. Dieser Gebäudekomplex hat die verschiedensten historischen Epochen miterlebt und ist ein wichtiger Teil der englischen Geschichte; vor allem aber ist er auch eine wichtige Symbolik für die Stadt London, schließlich wird der Tower of London oft als Wahrzeichen Londons genutzt.

Der Tower of London ein beeindruckender Komplex

Tower of London
Tower of London
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Krekeler

Die historische Bedeutung des Tower of London kann gar nicht allzu oft betont werden. Der Tower of London wurde im Mittelalter errichtet und stellt einen, gut befestigten, Gebäudekomplex dar, der die verschiedensten Funktionen beinhaltetet und direkt an der Themse liegt. Dieser weltberühmte Gebäudekomplex diente unter anderem als Burg, Waffenkammer, königlicher Palast und Gefängnis; wobei das Gefängnis vor allem für Gefangene der oberen Schichten diente. Durch seine großen Ausmaße fanden auch das Staatsarchiv, die Münzprägeanstalt, ein Waffenarsenal und ein Observatorium dort Platz. Eigentlich ist der Tower of London vor allem als Gefängnis bekannt, obwohl dort auch alle englischen Könige und Königinnen, jedenfalls bis Jakob I., dort zeitweise hausten.

Allein der Grund, dass der Tower of London als Wahrzeichen Londons gilt, lockt jährlich Millionen von Besuchern in den riesigen Komplex, was ihn zu einer richtigen Touristenattraktion gemacht hat. Seit dem versuchten Raub der britischen Kronjuwelen im Jahre 1303 befinden sich diese nun im Tower of London, eben einer Waffensammlung, die viele verschiedene historische Waffen beherbergt. Neben den Kronjuwelen und der reichhaltigen Waffensammlung dienen auch die Restmauern der antiken, römischen Stadt Londinium als Touristenmagnet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die UNESCO im Jahre 1988 den Tower zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärte.

Ein Gebäudekomplex, der Jahrhunderte übersteht

Beefeater am Tower
Beefeater am Tower
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Ingelotte

Im Jahre 1078 wurde der Befehl zum Bau des White Towers, aus dem später der Tower of London entstand, gegeben. Dieser Befehl kam von keinem Geringeren als Wilhelm dem Eroberer; die Gründe zum Bau des Turmes waren vor allem machtpolitischer Natur, da die Normannen ihre Vorherrschaft in der Stadt sichern wollten. Im Verlauf der Jahrzehnte wurde die Burg ständig erweitert und ausgebaut. Beispielsweise wurde ein breiter Wassergraben um die Burg gebaut.

Der Tower of London hat bereits viele große Persönlichkeiten der Geschichte beherbergt, daher ist die Liste der Namen, die den Tower of London bereits besucht oder dort übernachtet haben, sehr lang. Viel interessanter als die Besucher des Tower of London sind die Insassen, also diejenigen, die im Tower of London inhaftiert waren. Diese waren, wie bereits erwähnt, meist Menschen aus der britischen Oberschicht. Beispielsweise wurden zwei der vielen Frauen von Heinrich VIII. dort inhaftiert und enthauptet. Der letzte Insasse, der dort hingerichtet wurde, war ein deutscher Spion während des Zweiten Weltkriegs. Rudolf Heß, der Stellvertreter Hitlers, war der letzte Insasse der im Tower of London inhaftiert war und dort durch Selbstmord auch starb.

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Tower Bridge

Obwohl schon der Tower of London als Wahrzeichen Londons gilt und weltweit hohes Ansehen genießt, ist der Tower Bridge inzwischen bedeutender geworden. Oft wird nämlich nicht mehr der Tower of London als Wahrzeichen genutzt, sondern die Tower Bridge, obwohl diese Brücke aus historischen Aspekten nicht mit dem Tower of London mithalten kann. Trotz dieser eher unerklärlichen Entwicklung ist die Tower Bridge einen Besuch auf alle Fälle wert. Schließlich ist dieses Gebäude wirklich sehr beeindruckend und besonders bei Nacht für ein schönes Erinnerungsfoto eine wunderbare Kulisse.

Die Tower Bridge – ein technisches Meisterwerk

Tower Bridge
Tower Bridge
Quelle: pixelio.de        Fotograf: ingelotte

Die Tower Bridge ist ein beachtliches und vor allem prachtvolles Bauwerk des späten 19. Jahrhunderts. Dieses Bauwerk hat eine Gesamtlänge von 244 Metern, was eine beachtliche Ausdehnung bedeutet. Die höchsten Punkte sind die Brückentürme, die insgesamt 65 Meter in die Höhe ragen. Der Turm hat auch heute noch eine Fahrbahn zwischen den 61 Metern voneinander entfernten Türmen, die neun Meter über dem Fluss liegt. Natürlich gibt es für die vielen Besucher auch eine Fußgängerbrücke, die sich auf einer Höhe von 43 Metern befindet und einen herrlichen Ausblick offenbart.

Für technisch versierte Besucher dürften die folgenden Informationen ebenfalls von Interesse sein. Die Tower Bridge hat nämlich zwei Baskülen, die bis zu einem beachtlichen Winkel von 83 Grad hochgeklappt werden können, sodass auch größeren Schiffen die Überfahrt über die Themse ermöglicht wird. Bereits beim Bau der Brücke war dieses Öffnen und Schließen der Baskülen möglich, was durch ein aufwendiges Wasserpumpsystem ermöglicht wurde. Dabei stand genügend Energie zur Verfügung, um die Fahrbahn schon damals in nur einer Minute hochzuklappen.

Eines der wohl meistfotografierten Bauwerke Londons

Tower Bridge
Tower Bridge
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Marcel-Meyer

Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte die Tower Bridge eines der meistfotografierten Bauwerke Londons sein und hat somit seinen Ruf als Wahrzeichen Londons durchaus verdient. Die Fußgängerverbindung ist dafür für Besucher von höher Interesse schließlich gibt es hier ein Museum über den Bau der Brücke mit zahlreichen Fotos, Videos und Modellen. Bei dem Eintrittspreis ist natürlich auch die Besichtigung des ehemaligen Maschinenhauses beinhaltet, was vor allem für Historiker beziehungsweise Techniker einen genaueren Blick wert sein dürfte.

Der historische Bau der Brücke war vor allem durch die überfüllten Straßen der Hafengebiete notwendig. Um dieses Gebiet zu entlasten, wurde ein Flussübergang östlich der London Bridge notwendig. Durch den starken Betrieb des Flusses durch den Schiffsverkehr kam eine starre Brücke nicht infrage, sodass nach neuen Lösungen gesucht wurde. Nach Gründung eines Komitees und einem öffentlichen Wettbewerb gewann schließlich Horace Jones, der selbst der Jury angehörte. Die Bauarbeiten begangen am 21. Juni 1886 und wurden im Jahre 1894 beendet.

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Die London Bridge: Londons Verkehrsader

Die London Bridge steht an der Stelle der ältesten Brücke über die Themse auf dem Gebiet der Stadt. Hier hatten schon die Römer vor etwa 2.000 Jahren einen Übergang über den Fluss geschaffen. Heute verbindet die London Bridge die City of London mit dem Stadtteil Southwark, welcher erst 1965 zu einem Teil Londons wurde. Es handelt sich allerdings nicht mehr um die originale London Bridge, sondern bereits um den zweiten Nachfolgebau, der wegen des steigenden Verkehrsaufkommens erforderlich war.

Die aktuelle London Bridge

Die moderne London Bridge wurde ab 1967 vom Baukonzern John Mowlem in fünfjähriger Bauzeit errichtet. Die Kosten für die 283 Meter lange und 32 Meter breite Brücke, auf welcher mit der A 3 Londons Hauptverkehrsstraße führt, beliefen sich auf vier Millionen Pfund. Während die neue London Bridge errichtet wurde, trug man zugleich ihre Vorgängerin ab. Robert P. Mc Culloch, ein US-amerikanischer Unternehmer erwarb diese und ließ sie nach Arizona an den Lake Havasu City, wo sie nun die wichtigste Touristenattraktion neben dem Grand Canyon darstellt.

Die Vorgänger der London Bridge

Der hölzerne Brückenbau der Römer wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrfach zerstört und wieder ersetzt wurde, fielt gegen Mitte des 12. Jahrhunderts die Entscheidung, eine steinerne Brücke zu errichten. Es sollte 33 Jahre dauern, bis die London Bridge, die eine Länge von 273 und eine Breite von sechs Metern hatte, 1209 eröffnet werden konnte. König Johann Ohneland gestattete es, dass auf der London Bridge Häuser erbaut werden durfte. Hier lebten schließlich so viele Menschen, dass die London Bridge bis ins 18. Jahrhundert hinein einen eigenen Stadtbezirk darstellte.

Inzwischen war die London Bridge aber baufällig geworden und stellte ein Hindernis für die Flussschifffahrt dar, weshalb im ausgehenden 18. Jahrhundert ein Wettbewerb ausgeschrieben wurde, der den Neubau der London Bridge zum Ziel hatte. Der Entwurf des Siegers Thomas Telford wurde mangels Umsetzbarkeit allerdings nicht verwirklicht. Durchsetzen konnte sich stattdessen John Rennie mit seinem Vorschlag, eine steinerne Brücke mit fünf Bögen zu errichten. Diese wurde 30 Meter flussaufwärts gebaut und am 1. August 1831 von König Wilhelm IV. eingeweiht. Diese war allerdings schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem wachsenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen und musste verbreitert werden. Der Neubau der modernen London Bridge wurde notwendig, weil die Fundamente für eine erneute Verbreiterung nicht ausreichend tragfähig waren.

Die Geschichte der London Bridge wird im Gruselkabinett "The London Bridge Expierience" am südlichen Brückenende nacherzählt. Am nördlichen Ende wurde ein Denkmal zum Gedenken an den Großen Brand von London errichtet.

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Big Ben

London ist reich an Sehenswürdigkeiten, das dürfte allgemein bekannt sein. Kein Wunder also, dass jährlich Millionen von Besuchern in den Südosten Englands reisen, um diese Stadt und ihre Kultur zu besuchen. Dadurch, dass London so viele Sehenswürdigkeiten hat, ist es schwierig, eines davon gesondert hervorzuheben. Mit dem Big Ben ist dies jedoch nicht der Fall, schließlich gilt dieser als eines der Wahrzeichen Londons und wurde schon in vielen Filmen gezeigt. Der Big Ben dürfte wohl das Wahrzeichen Londons sein, denn woran denkt man sonst als an die schöne Hauptstadt Londons, wenn man diesen Turm sieht.

Big Ben – Verwirrung beim Namen

Big Ben
Big Ben
Quelle: pixelio.de        Fotograf: J?rgen Mala

Im Grunde bezeichnet der Big Ben, was die englische Kurzform für "großer Benjamin" ist, eigentlich die schwerste der fünf Glocken des weltberühmten Uhrturms am House of Parliament beziehungsweise dem Palace of Westminster. Daher ist es im Grunde eigentlich falsch, wenn man den ganzen Uhrturm Big Ben nennt, denn ursprünglich wurde nur die 13,5 Tonnen schwere Glocke damit gemeint. Dies hat sich im Laufe der Jahre geändert, sodass ein Großteil der Menschen bei dem Wort Big Ben an den gesamten Uhrturm denkt und nicht nur an die Glocke, was aber nicht sonderlich schlimm ist, schließlich ist beides einen näheren Besuch wert.

Daher, dass inzwischen der gesamte Uhrturm als Big Ben bezeichnet wird, gibt es Missverständnisse bei der Deklarierung des Namens. Zwar wird dieser Begriff inzwischen für den gesamten Uhrturm angewandt, aber offiziell wird der Uhrturm gesondert als The Clock Tower, also auf Deutsch "Der Uhrturm", aufgeführt. Dabei ist noch anzumerken, dass der Turm nicht, wie oft behauptet, den Namen St. Stephen’s Tower trägt. Dies ist schlicht ein Missverständnis und folglich wird diese Bezeichnung auch immer seltener genutzt. Der Turm hat eine Gesamthöhe von 96,3 Metern; die Spitze dabei ist aus Gusseisen, während der Rest von 61 Metern aus Ziegelsteinen besteht.

Das Wahrzeichen Londons und ein wahrer Tourismusmagnet

Big Ben
Big Ben
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Michael L?ffler

Was viele nicht wissen, ist, dass im Big Ben, beziehungsweise im Clock Tower, ein Gefängnis untergebracht ist, welches im Normalfall wegen des fehlenden Platzes natürlich nicht für normale Gefangene genutzt wurde, sondern vielmehr für Mitglieder der beiden Kammern des Parlaments. Der letzte Gefangene, Charles Bradlaugh, aus dem Jahre 1880 wollte beispielsweise nicht den Treueeid für die damals herrschende Königin Victoria leisten.

Der Big Ben ist ein imposantes und wichtiges Bauwerk für London, schließlich stellen er und sein Bild eine lukrative Einnahmequelle dar. Der berühmte und charakteristische Glockenschlag des Big Ben sollte man sich nicht entgehen lassen, denn kaum eine andere Glocke kann mit dieser Stimmgewalt mithalten. Oft wird dieser Glockenschlag im Volksmund auch als "The Voice of Britain", also" die Stimme Britanniens", bezeichnet.

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Palace of Westminster

Eine der Sehenswürdigkeiten, die man in London gesehen haben muss, besonders wenn man kulturell interessiert ist, ist der Palace of Westminster, beziehungsweise oft auch Houses of Parliament genannt. Auf Deutsch wird dieses prachtvolle Bauwerk auch oft Westminster-Palast genannt, wobei dies natürlich nicht so klangvoll klingt wie Palace of Westminster beziehungsweise Houses of Parliament. Selbstverständlich ist dieses Bauwerk, das teilweise fast schon tausend Jahre alt ist, nicht nur für Kunstkenner und Historiker interessant, schließlich finden sich hier leicht zu verstehende Informationen und das prachtvolle Äußere des Palastes dürfte auch jüngere Besucher begeistern; daher bietet der Palace of Westminster die perfekte Kulisse für ein schönes Erinnerungsfoto oder eine nette Postkarte an Freunde.

Ein historisches Schwergewicht – das große Katastrophen überstand

London - Houses of Parliament und Big Ben
London - Houses of Parliament und Big Ben
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Stefanie Winter

Der Palace of Westminster ist ein wahres historisches Denkmal, das jährlich viele Besucher anlockt und durch seine hohe Baukunst auch verzaubert. Jedoch muss, wenn man das Bauwerk historisch betrachtet, stark differenziert werden; schließlich sind manche Teile des Palace of Westminster älter als andere. Der wohl älteste Teil des Palace of Westminster dürfte die Westminster Hall sein, die bereits im Jahre 1097 erbaut worden ist. Der Jewel Tower ist ebenfalls sehr alt und wurde im Jahre 1365 gebaut. Folglich ist es schwierig, dem Palace of Westminster ein Alter zu geben, da dieser Gebäudekomplex in seiner langen Vergangenheit stetig verändert und vor allem erweitert wurde. Ursprünglich war der Palace of Westminster als Residenz für die englischen Könige gedacht. Daher waren auch viele wichtigen Verwaltungs- beziehungsweise Regierungsinstanzen dort untergebracht. Nach einem Brand, der große Teile des Gebäudes zerstörte, zog der damalige englische König Heinrich VIII. aus dem Palast aus. Nach diesem Ereignis im Jahre 1529 lebte kein Monarch mehr dort und der Palast verlor seine eigentliche Funktion. Durch einen weiteren großen Brand im Jahre 1834 wurden weite Teile des Palastes zerstört. Glücklicherweise wurde die Westminster Hall von diesem Unglück verschont und ist uns daher in seiner reinsten Form auch heute noch erhalten.

Eine – von der UNESCO ausgezeichnete – Sehenswürdigkeit

Durch sein enormes Alter und die wichtige kulturelle Bedeutung wurde der Palace of Westminster im Jahre 1986 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen, zusammen mit der Westminster Abbey und der St. Margaret's Church. Das Äußere des Palastes dürfte vor allem wegen des Clock Tower mit der riesigen und schweren Glocke Big Ben interessant sein. Das Äußere wird dabei vor allem vom gotischen Stil, der in England zu der damaligen Zeit sehr beliebt war, dominiert.

Doch nicht nur das Gebäude an sich kann überzeugen, sondern auch die Umgebung ist einen näheren Blick wert. So gruppieren sich beispielsweise eine große Anzahl von Gärten rund um den Palace of Westminster, sodass es mitten in der Metropole Londons einen kleinen Ruhepol gibt. Viele dieser Gärten erinnern auch oft an ein gewisses historisches Ereignis, sodass man sich dort ebenfalls informieren kann. Natürlich kann man dort aber auch einfach nur entspannen.

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Downing Street

Bei der Downing Street handelt es sich wohl um die berühmteste Straße in London. Schließlich wohnen hier der britische Premierminister ebenso wie der Schatzkanzler und zumindest zeitweise der Fraktionsführer der Regierungspartei. Anders als früher lässt sich heute der Weg zwischen Whitehall und St. James Park nicht mehr über die Downing Street abkürzen. Denn 1986 wurden stählerne Tore an den Eingängen zur Downing Street angebracht, welche die damalige Premierministerin vor terroristischen Anschlägen schützen sollten.

Die Geschichte der Downing Street

Sir George Downing hatte während des 17. Jahrhunderts für seine Verdienste ein an den St. James Park angrenzendes Stück Land erhalten. Auf diesem ließ er während der 1680er Jahre Gebäude für die wohlhabenderen Bürger Londons errichten. Der gebürtige Dubliner hatte in den USA gelebt und ab 1645 in der Armee von Oliver Cromwell gedient. In dieser Zeit war es ihm gelungen, politischen Einfluss zu gewinnen und ins Parlament einzuziehen. Er konnte seinen Einfluss behalten, als die Monarchie ab 1660 wiederhergestellt wurde. Downing hatte einen hervorragenden Ruf als Finanzexperte und schließlich regte er Reformen an, welche im ausgehenden 17. Jahrhundert die Gründung der Bank of England zur Folge hatten.

Berühmte Adressen in der Downing Street

In der Downing Street Nr. 10 befindet sich wohl einer der weltweit berühmtesten Regierungssitze, der sich durch das typisch britische Understatement auszeichnet. Nur ein Bobby, welcher als Wache vor dem Eingang abgestellt ist, unterscheidet diese Adresse von den benachbarten Häusern. Das Gebäude in der Downing Street No. 10 besitzt außerdem kein Schlüsselloch und kann nur von innen geöffnet werden.

Der Premierminister hat seinen ständigen Sitz erst seit 1902 in der Browning Street No. 10. Während der Amtszeit von Harold Wilson in den 1970er Jahren wurde das Gebäude grundlegend saniert, nachdem sich schon Winston Churchill darüber beklagt hatte, dass es "liederlich gebaut" sei.

Downing Street
Downing Street | © www.london-travel-guide.de

Downing Street
Downing Street | © www.london-travel-guide.de

Auch die beiden Nachbargebäude sind Teil des Gebäudekomplexes, zu dem No. 10 Downing Street gehört. Lediglich Tony Blair hatte seinen Sitz mit dem damaligen Schatzkanzler Gordon Brown getauscht. Der Grund: Tony Blairs Familie war zu groß als dass sie im offiziellen Amtssitz Platz gefunden hätte.

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Changing of the Guards

Die Wachablösung oder Changing of the Guards, gehört zum absoluten Pflichtprogramm für jeden Besucher in London. Das Changing of the Guards vor dem Buckingham Palace findet von Mai bis Ende Juli täglich, ansonsten in einem zweitägigen Turnus, um 11.30 Uhr statt. Darüber hinaus erfolgt das Changing of the Guards außerdem am Windsor Castle, an Horse Guards sowie am St. James´s Palace.

Das passiert beim Changing of the Guards

Die Grenadier Guards, eines der fünf königlichen Leibregimenter entsendet beim Changing of the Guards die neuen Wachen von den Wellington Barracks aus an den Buckingham Palace. Sie passieren die Wegstrecke innerhalb von etwa fünf Minuten, wobei sie von einer Musikkapelle begleitet werden. Anschließend erfolgt das Changing of the Guards direkt vor dem Buckingham Palace, anschließend marschieren die abgelösten Wachen zurück in die Wellington Barracks.

Die Wächter des Buckhingham Palace

Die Grenadier Guards, die unter anderem den Buckingham Palace bewachen, sind das zweitälteste Infanterieregiment in der Armee Großbritanniens. Die Tradition dieser Einheit reicht zurück bis ins Jahr 1656, in dem König Karl II. es gründete. Seitdem stand dieses Regiment fast in jedem Krieg, in den Großbritannien verwickelt war, auf dem Schlachtfeld.

Vor allem der Erste Weltkrieg forderte den vier Bataillonen, in welche die Grenadier Guards unterteilt sind, einen hohen Blutzoll ab. So war diese Einheit an allen wichtigen Schlachten beteiligt, die sich an der Westfront ereignet hatten. Dabei verloren die Grenadier Guards an die 12.000 Mann. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Einheit um insgesamt zwei Bataillone verstärkt. Von diesen waren vier in Nordafrika und Italien eingesetzt, zwei weitere hatten an der Operation Overlord teilgenommen.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Grenadier Guards weitere Aufgaben als den Schutz des Monarchen. Sie waren in den 1940er Jahren in Palästina ebenso im Einsatz wie im folgenden Jahrzehnt auf Zypern sowie bei verschiedenen Anlässen in Nordirland und im Zweiten Golfkrieg.

Die Grenadier Guards tragen eine Uniform, die aus einem roten Jackett, schwarzer Hose und einer Mütze aus Bärenfell besteht. Letztere wurde nach der legendären Schlacht von Waterloo während der Napoleonischen Kriege zum Markenzeichen der Grenadier Guards.

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Buckingham Palace

London ist eine Stadt mit vielen verschiedenen Gesichtern und Attraktionen. Wer den Weg in die Stadt an der Themse sucht, der wird viel Zeit für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen einplanen müssen. Eine dieser Sehenswürdigkeiten stellt der imposante Buckingham Palace dar, der alleine schon eine große Anziehungskraft auf viele Touristen ausübt. Das im Londoner Stadtbezirk City of Westminster befindliche Bauwerk dient als offizielle Residenz der britischen Monarchen in London und ist bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert in Benutzung.

Die prunkvolle Residenz der Monarchen

Buckingham Palace Eingangstor
Buckingham Palace Eingangstor
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Alexander-Hauk

Der Buckingham Palace ist hauptsächlich die Residenz des britischen Monarchs in London. Natürlich wird der Buckingham Palace auch für andere Tätigkeiten genutzt; beispielsweise als Austragungsort für offizielle Anlässe des Staates. Daher hat dieses prachtvolle Bauwerk vor allem eine repräsentative Rolle und soll die Größe und Macht Großbritanniens deutlich machen, was teilweise auch der Gedanke des Architekten John Nash war. Dadurch, dass die vielen Zeremonien im Buckingham Palace abgehalten werden, werden hier auch oft ausländische Staatsoberhäupter empfangen.

Viele unterschätzen dabei den Arbeitsaufwand, der betrieben wird, um der Queen ein angenehmes Leben im Buckingham Palace zu garantieren. Insgesamt stellt der Palast nämlich für 450 Personen einen Arbeitsplatz dar. Dies ist aber auch erforderlich, da jedes Jahr um die etwa 50.000 Personen an den unterschiedlichen Veranstaltungen und Feierlichkeiten auf dem Palastgelände teilnehmen; dazu zählen beispielsweise Gartenfeste, Empfänge, Audienzen und Bankette. Seine große Popularität hat der Buckingham Palace aber vor allem seinen Wachen zu verdanken, die, ohne sich zu rühren, den Palast bewachen. Die tägliche Zeremonie des Wachwechsels, auf Englisch Changing of the Guard, ist daher auch eine bedeutende Touristenattraktion, da diese Aktion genau einstudiert ist und ein sehr interessantes Bild abgibt.

Buckingham Palast
Buckingham Palast | © www.london-travel-guide.de

Eine königliche Residenz, die als Stadthaus anfing

Die Geschichte des Buckingham Palace ist ebenfalls sehr interessant, da es ursprünglich nicht für den britischen Monarchen bestimmt war. Im Jahre 1703 wurde der Palast nämlich als Stadthaus für den Herzog von Buckingham gebaut. König Georg III. erwarb das Gebäude dann im Jahre 1762 als private Residenz. Dies hatte zur Folge, dass der Palast stetig erweitert und ausgebaut wurde, wobei die beiden Architekten John Nash und Edward Blore hauptsächlich daran beteiligt waren. Als Königin Victoria im Jahre 1837 dann den Thron bestieg, wurde der Palast zur offiziellen Residenz der britischen Monarchen erklärt.

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Piccadilly Circus

Über den Piccadilly Circus gibt es sehr viele Fotos zu bestaunen, aber eine der wohl am meisten fotografierten Motive dieses Bereiches dürfte das Eckhaus sein, welches mit leuchtenden und animierten Reklametafeln an der nördlichen Ecke des Piccadilly Circus auf sich aufmerksam macht. Doch ist dieser Platz nicht nur wegen dieser Reklametafeln so berühmt und ein Besuch lohnt sich wirklich, denn der Piccadilly Circus hat viel mehr zu bieten, vor allem für jüngere Besucher, als viele denken.

Was ist der Piccadilly Circus?

Picadilly Circus
Picadilly Circus
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Hartmut Giessler

Kurz gefasst ist der Piccadilly Circus eine bekannte Straßenkreuzung, wobei er gleichzeitig auch einen öffentlichen Platz beinhaltet. Dieses Gebiet befindet sich dabei im Londoner West End. Der Begriff "Circus" im Namen hat dabei einen architektonischen Sinn. In der Architektur versteht man unter "Circus" nämlich eine runde, öffentliche Fläche, die sich an einer Straßenkreuzung befindet. Dies hört sich nun nach einem Kreisverkehr an, doch ist der Unterschied hierbei, dass es keine bebaute Mittelinsel gibt.

Dies klingt auf den ersten Blick unspektakulär, aber ist der Piccadilly Circus doch einer der angesagtesten Orte in London. Dies rührt vor allem daher, dass man unter Piccadilly Circus eine größere Ansammlung von Straßen versteht, die zahlreiche Shopping- und Unterhaltungsgebiete anbieten. Dadurch dient der Ort, vor allem für jüngere Menschen, als Treffpunkt. Diese gut funktionierende Infrastruktur in der Nähe des Piccadilly Circus macht ihn zu einem Knotenpunkt und zu einer der wichtigsten Straßen Londons.

Eros am Picadilly Circus
Eros am Picadilly Circus
Quelle: pixelio.de        Fotograf: sandy18mz

Die Geschichte des berüchtigten Piccadilly Circus

Die Geschichte des Piccadilly Circus ist länger als man auf den ersten Blick vermuten würde. Bereits im Jahre 1811 wünschte sich die Obrigkeit Londons eine Prachtmeile, die über mehrere Straßenzüge gehen sollte. Im Jahre 1819 war das Projekt zwar fertig, wobei der Piccadilly Circus aber eher eine untergeordnete Rolle innehatte; schließlich war er nur ein kleiner Straßenzug. Dadurch, dass die Häuserfassaden zusammen einen Kreis bildeten, wurde der Piccadilly Circus trotzdem mit einer großen Resonanz vom Volk angenommen und diente fortan als Knotenpunkt.

Durch mehrere Umstrukturierungen ging der ursprüngliche Kreis des Piccadilly Circus verloren und bekam eine etwas eckigere Figur. Dies schadete der Popularität dieses berühmten Straßenzugs keineswegs. Ein weiteres, kleineres Highlight ist der Shaftesbury Memorial Brunnen, der zu Ehren des Earls gebaut wurde. Dieser Brunnen wurde bereits Ende des Jahres 1894 zu einem der beliebtesten Treffpunkte Londons. Auch heute noch wird der Piccadilly Circus umgestaltet und neue Konzepte werden besprochen. Letztlich ändert es jedoch nichts daran, dass er auch heute noch einer der wichtigsten und berühmtesten Treffpunkte Londons ist und vor allem für jüngere Leute einen idealen Treffpunkt darstellt, um ins Nachtleben einzusteigen.

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St. Paul's Cathedral

Eine der wohl schöneren und vor allem auch spirituelleren Sehenswürdigkeiten in London dürfte die Saint Paul's Cathedral in London sein. Die gigantische Kathedrale liegt im Stadtbezirk City of London, was eine ungefähre Entfernung von 300 Metern zur nördlichen Themse bedeutet; die Kirche ist Sitz der Anglikanischen Kirche. Die St. Paul's Cathedral ist sehr groß und überwältigt den Besucher fast schon mit seiner Größe und Präsenz; daher ist es nicht verwunderlich, dass die Kathedrale zu einer der größten Kathedralen der Welt gehört, neben der Westminster Abbey natürlich, die insgesamt etwas bekannter und dadurch eigentlich die Hauptkirche Londons ist.

St. Paul's Cathedral – ein imposantes Bauwerk

St. Paul's Cathedral – ein imposantes Bauwerk
St. Paul's Cathedral – ein imposantes Bauwerk
Quelle: pixelio.de        Fotograf: J?rgen Reitb?ck

Wenn man von der St. Paul's Cathedral spricht, dann muss man ein wenig sich die Geschichte der Kathedrale in Erinnerung rufen, schließlich findet man nicht die originale Kathedrale vor, sondern vielmehr den Nachbau nach dem Jahre 1666; schließlich ist die Kathedrale beim großen Brand in London größtenteils zerstört worden und wurde in vielen Bereichen sehr stark beschädigt, wodurch ein Neubau beziehungsweise grundlegende Renovierungen fällig waren, die das Bild der Kathedrale signifikant verändert haben.

Das Äußere der Kathedrale ist also ein großer Aspekt, warum diese so bekannt ist. Doch sollte man sich diese Sehenswürdigkeit wirklich näher anschauen, da sie auch der Schauplatz vieler bekannter Ereignisse war, wie beispielsweise die Trauung von Lady Diana und Prince Charles im Jahre 1981. Wer sich also auch etwas kulturell interessiert und sich mit Bauwerken etwas anfreunden kann, der sollte sich auch über den näheren Aufbau der Kirche informieren; schließlich gibt es dort auch sehr viele Details, die sehr verblüffen können. Vor allem für jüngere Leute kann ein Besuch dieser Kathedrale interessant sein, da sie solche gigantischen, religiösen Bauwerke in ihrer Heimat eher nicht haben und so eventuell einen besseren Zugang zu der Religion bekommen können.

Geschichtlicher Hintergrund der Kirche

St. Paul's Cathedral
Blick von St. Paul's Cathedral
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

Um über die Geschichte der St. Paul's Cathedral zu reden, muss man etwas weit zurück in die Vergangenheit zurückgreifen. Bereits in den Jahren um 604 stand an dem Ort, an dem heute dieses prachtvolle Bauwerk steht, eine kleine Kirche, die aber infolge eines Brandes stark zerstört wurde. Im Jahre 1087 beginnt die eigentliche Geschichte der Kathedrale, denn dort wurde von den Normannen ein Neubau einer Kirche gestartet, aus der später, nach vielen Umbauten in Folge von Brandschäden, die St. Paul's Cathedral entstand. Leider wurde die Kirche im Großen Brand von 1666 größtenteils zerstört, was einen Neubau erforderlich machte.

Glücklicherweise wurde nach dem Großen Brand ein fähiger Architekt mit der Planung für den Wiederaufbau beauftragt. Nach vielen Plänen und Rückschlägen, welche vor allem durch finanzielle Aspekte verursacht wurden, entschied sich der Architekt, Sir Christopher Wren, dafür ein Modell im Maßstab 1:24 zu erstellen, welches heute noch in der Kathedrale gezeigt wird. Dieses Modell bildete anschließend die Grundlage für die St. Paul's Cathedral, wie wir sie heute kennen. Im Jahre 1708 war die Kathedrale mit ihren zwei Uhrtürmchen fertiggestellt.

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Trafalgar Square

Admiral Nelson Memorial, Trafalgar Square
Admiral Nelson Memorial, Trafalgar Square
Quelle: pixelio.de        Fotograf: B?rbel Jobst

Der Trafalgar Square ist einer der bekannteren Plätze in London, schließlich zieht er jährlich viele Besucher, vor allem auch Jüngere, an. Dies hängt damit vor allem zusammen, dass er sich direkt in der Mitte Londons befindet und somit als großer Platz perfekt für Verabredungen geeignet ist; somit dient er auch als ein Art Zentrum Londons. Natürlich ist der Trafalgar Square relativ groß und gilt sogar als der größte öffentliche Platz Londons. Seine Geschichte reicht dabei bis in das Mittelalter, wo er als zentraler Treffpunkt diente, was sich bis heute nicht groß geändert hat. Die Anbindung an den Platz ist dabei ebenfalls sehr gut, da man relativ schnell zu mehreren, größeren Straßen und den Leicester Square gelangen kann.

Die Bauart des Trafalgar Squares

Eigentlich blickt der Trafalgar Square auf eine noch nicht so lange Geschichte zurück, denn bereits im Jahre 1820 wurde dieser riesige Platz vom Architekten John Nash geplant, wobei für die heutige Form vor allem die Pläne von Sir Charles Barry verantwortlich sind. Im Laufe der Jahre wurde der Platz also immer wieder umstrukturiert und umgebaut, sodass es wahrscheinlich ist, dass auch in naher Zukunft Veränderungen an diesem geschichtsträchtigen Ort vorgenommen werden.

Natürlich ist dies für den Besucher eher zweitrangig, da dieser den Ausblick eher genießen dürfte. Für Besucher beziehungsweise auch Besuchergruppen hat der Platz den Vorteil, dass er durch seine Größe sich ausgezeichnet als Treffpunkt eignet, beziehungsweise als Sammelpunkt, um sich neu zu ordnen. Dabei bietet der Trafalgar Square noch ein riesiges Denkmal, die Nelson's Column, welches für den britischen Admiral Nelson als Dank für die siegreiche Schlacht von Trafalgar, bei der Nelson die Franzosen besiegte, gebaut wurde.

Der Trafalgar Square – mehr als nur ein normaler Platz

Trafalgar Square Brunnen
Trafalgar Square Brunnen
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Peter

Der Trafalgar Square, der in der Mitte von London liegt, ist weit mehr als nur ein normaler Platz, letztlich trägt er viel mehr Bedeutung als viele ihm zugestehen möchte. Eine große Besonderheit dabei ist, dass dem Betrachter vom Eingang der National Gallery aus ein Eindruck von Weite, welche durch die Größte und Tiefe des Platzes erzielt wird, vermittelt wird. Dies war mit hoher Wahrscheinlichkeit von Nash und Barry, den Architekten, so geplant. Die zentral gelegene Nelson's Column, die ein Denkmal für den Admiral Nelson darstellt, vermittelt mit ihrer Größe einen überwältigenden Gesamteindruck, der ein gewisses Gefühl von Größe vermittelt, was die Britische Weltmacht damals aber auch hatte.

Dieser an sich schon beachtliche Eindruck wird durch die vielen kleineren Standbilder von Kriegshelden und Monarchen verstärkt, sodass sich der Besucher als kleine Person eines viel Größerem fühlt, was ein merkwürdiges Gefühl birgt und man als Besucher nicht missen sollte. Um den Platz vor Demonstrationen und Revolten zu schützen, also um Massenversammlungen des Volkes zu verhindern, wurde der Platz im Jahre 1845 mit Brunnen, die großflächige Außenbecken beinhalteten, installiert. Dies war nur bedingt erfolgreich, da der Trafalgar Square trotzdem oft als Schauplatz für politische Debatten und Machtkämpfe genutzt wurde. Beispielsweise hielt Winston Churchill im Jahre 1945 hier seine Rede zum Sieg über Deutschland.

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Hyde Park

Die weltberühmte Stadt London lockt nicht ohne Grund jährlich Millionen von Besuchern ins Land. In beziehungsweise um die britische Hauptstadt an der Themse herum gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die nahezu alle Wünsche der Besucher erfüllen und für jede Bevölkerungsschicht etwas bieten dürfte. Egal ob Kirchen, Kathedralen, Gebäude oder Plätze mit sehr guten Einkaufsmöglichkeiten; London hat sie alle. Damit man sich auch einmal erholen kann in dieser sonst rasanten Stadt, sollte man dem Hyde Park einen Besuch abstatten und in aller Ruhe mal entspannen. Dies kann nicht nur als Auszeit genutzt werden, denn der Park an sich hat ebenfalls vieles, was entdeckt und unternommen werden kann.

Der Hyde Park – Die grüne Lunge Londons

Denkmal im Hyde Park
Denkmal im Hyde Park
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Hartmut910

Kein Wunder, dass der Hyde Park, zusammen mit den weiteren königlichen Parks, als die grüne Lunge der britischen Hauptstadt gilt und für viele einen wahren Ruhepol darstellt. Seine Lage ist dabei ein weiterer Aspekt dafür, warum dieser Park so beliebt ist, schließlich befindet er sich, als öffentliche Grünanlage, direkt im Zentrum Londons. Wer noch nicht vom Hyde Park gehört hat, beziehungsweise ihn noch nicht besucht hat, der sollte dies schleunigst tun, schließlich ist er einer der größten, natürlich aber auch bekanntesten innerstädtischen Parks weltweit. Dies dürfte schon viel über seine Qualität und sein Ansehen sagen.

Natürlich ist der Park nicht nur für Rentner geeignet, denn auch jüngere Menschen verbringen in den warmen Monaten einen Großteil ihrer Zeit dort. Vor allem jugendliche Reisegruppen, aber auch jüngere Briten lassen es sich auf den zahlreichen Grünflächen gut gehen, insofern kann er fast schon als kleiner Szenentreffpunkt der Jugendlichen tagsüber angesehen werden. Natürlich ist dies aber bei einer Fläche von 1,4 km² ein sehr weitläufiges Gebiet, sodass man, wenn man möchte, auch alleine sein kann.

Eine gute Anbindung an den Ruhepol Londons

Eine kleine kulturelle und historische Sehenswürdigkeit gibt es im Südosten an der Hyde Park Corner, bei der ein monumentaler Triumphbogen positioniert ist: die "Wellington Arch". Dieses Bauwerk wurde dem Sieger, der Schlacht von Waterloo, bei der Napoleon besiegt wurde, gewidmet. Diese große Ehre ist niemandem Geringeren als Duke of Wellington zuteil gekommen.

Die Anbindung an den Hyde Park ist ebenfalls sehr angenehm und simpel, da man mit einer der zahlreichen U-Bahn-Linien relativ schnell ankommen kann. Insgesamt ist der Park durch drei verschiedene U-Bahn-Stationen erreichbar. Wer bei der Station Hyde Park Corner hält, der erreicht die Südostecke des Parks, während man mit den beiden anderen Stationen Lancaster Gate und Marble Arch die Nordseite erreichen kann.

Hyde Park - im Vordergrund der Serpentine Lake
Hyde Park - im Vordergrund der Serpentine Lake
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Bernhard Th?rauf

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Greenwich

London ist wohl eine der berühmtesten Städte, die es in Europa gibt. Dies erklärt natürlich auch, warum jährlich so viele Touristen den Weg in die britische Hauptstadt suchen. Dies hat vor allem kulturelle Aspekte, da London ein wirklich beeindruckendes Kulturprogramm zu bieten hat, was vor allem an den vielen und unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten hängt. Diese reichen von Kultur bis Entertainment und dürften Besucher aus fast allen Bevölkerungsschichten gefallen. Eine dieser Sehenswürdigkeiten ist Greenwich, ein bekannter Stadtteil im Südosten Londons. Dieser liegt am Südufer der Themse, was zu dem Stadtbezirk London Borough of Greenwich gehört.

Greenwich – der speziellere Stadtteil Londons

Meridian (Greenwich)
Meridian (Greenwich)
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Marvin Siefke

Greenwich hat eine ganz besondere Stellung in London und ist trotzdem vielen Menschen kein Begriff, was eigentlich schade ist, da der Stadtteil viel zu bieten hat. Beispielsweise gilt der, in London bekanntere, Stadtteil als Ausgangspunkt des Nullmeridians, also für Geografen von besonderer Bedeutung, und der Greenwich Mean Time, die bis zum Jahre 1928 Weltzeit war, dann jedoch von der Koordinierten Weltzeit UTC abgelöst wurde. Hat der Stadtteil jedoch auch eine militärische Bedeutung, schließlich ist dort das Zentrum der mächtigen, britischen Marine.

Doch war dies noch lange nicht alles, was es in Greenwich zu sehen gibt, schließlich war das Städtchen nach dem Bau des Palace of Placentia in den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts Residenzort mehrerer britischer Könige. Unglücklicherweise wurde dieser Palast in den Jahren des Bürgerkriegs zerstört und fortan als königliches Krankenhaus genutzt. Die darauf folgenden Jahre hatte der Bau weitere Funktionen wie beispielsweise als Royal Naval College oder, wie heute als Universität. Dies war jedoch noch nicht alles, schließlich gibt es noch mehr Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Royal Greenwich Observatory, der Greenwich Park und das National Maritime Museum.

Ein vielseitiger Stadtteil, der zurecht zum Weltkulturerbe erklärt wurde

Insofern ist es gerechtfertigt, dass die UNESCO den Stadtteil im Jahre 1997 zum Weltkulturerbe erklärte. Denn nicht nur die oben genannten Sehenswürdigkeiten befinden sich in Greenwich. Die Uferregion von Greenwich ist ebenfalls sehr sehenswert und auch für jüngere Besucher ein Blick wert. Vor allem das Royal Naval College macht einen ganz besonderen Eindruck und ist fast schon einschüchtern mit seiner imposanten Größe und Bauart. Natürlich ist dies noch nicht alles, denn Greenwich hat noch viel mehr zu bieten, denn in diesem Stadtteil kann man sich über kulturelle und historische Sachthemen informieren, sich in einem der zahlreichen Parks entspannen und in das durch die georgianische und viktorianische Architektur geprägte Stadtzentrum begeben. Daher sollte man sich auch viel Zeit für den berühmten Stadtbezirk nehmen, denn er hat auch sehr viel zu erzählen und eine natürlich auch eine ganz besondere Atmosphäre zu bieten.

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St. James's Park

London ist zu Recht eine der größten und berüchtigtsten Städte der Welt. Nicht viele andere Städte können so viele Sehenswürdigkeiten bieten; bei einem Besuch Londons könnte man theoretisch schon einen großen Teil des Aufenthalts damit verplanen. Letztlich ist der Anteil an kulturellem Gut im Londoner Großraum sehr groß und bietet dabei für interessierte Menschen sehr viel, was auf Dauer jedoch auch sehr einschläfernd sein kann. Der St. James's Park, der nicht mit dem fast gleichnamigen Stadion in Newcastle verwechselt werden darf, ist ein Park im zentralen Londoner Stadtbezirk City of Westminster. Dieser Park stellt die grüne Lunge Londons und eine perfekte Möglichkeit zum Entspannen dar.

Ein grüner Fleck Erde direkt in der dicht besiedelten Metropole Londons

St. James Park mit Buckingham Palast
St. James Park mit Buckingham Palast
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Helga

Der St. James's Park überrascht den Besucher nicht nur mit einer überraschend guten Aussicht, sondern auch mit der Möglichkeit, vollständig abzuschalten. Hier kann man in aller Ruhe, fernab von jeglichem Großstadtlärm sich entspannen und seinen Freizeitaktivitäten hinterhergehen. Egal, ob man einfach nur entspannen, in Ruhe lesen oder joggen möchte, der 23 Hektar große Park, der zu den königlichen Parks in London zählt, bietet die Chance allen möglichen Tätigkeiten in wunderschöner Umgebung und ungewohnter Ruhe nachzugehen. Das versprüht auch die gewisse Atmosphäre des Parks, die seine Faszination auch ausmacht. Er stellt einen echten Ruhepol dar und ermöglicht es den Touristen, beziehungsweise auch oft Einheimischen, einfach abzuschalten.

Von daher empfiehlt es sich, im St. James's Park eine kurze Pause von den vielen Sehenswürdigkeiten einzulegen, um sich mit neuer Energie aufzuladen und auf die nächsten Besuche vorzubereiten. Ein weiterer Vorteil des Parks ist, dass er in der Nähe des Buckingham Palace und der Downing Street steht, sodass er eine kleine Auszeit von diesen beiden Prachtbauten bieten kann und man mit neuer Konzentration sich anschließend auf diese fokussieren kann. Der See mit dem eher unkreativen Namen St. James's Park Lake ist ebenfalls eine sehenswerte Stelle im Park, da sich dort auch zwei kleinere Inseln namens Duck Island und West Island befinden.

Die Geschichte des St. James's Park

Bereits im Jahre 1532 erwarb der damalige König Henry VIII. das Gelände und ließ daraus ein Jagdgebiet mit Hirschen errichten. Erst viele Jahre später unter König Charles II. wurde der Park von einem Jagdgebiet zu einem Park umstrukturiert, wobei er infolge dieser Maßnahme auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Bereits im Jahre 1837 wurde der Park grundlegend von dem berühmten Architekten John Nash umgestaltet; durch diese Pläne entstand aus dem früheren Kanal ein See, wie er heute dort zu besichtigen ist.

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HMS Belfast

London hat seinen Besuchern viel zu bieten, egal ob man es in kultureller oder historischer Hinsicht betrachtet; hier gibt es für alle Bevölkerungs- und Interessengruppen viel zu sehen und zu bestaunen. Natürlich hat vieles einen geschichtlichen Hintergrund, was aber nicht negativ sein muss, da dies auch sehr interessant sein kann. Die meisten Bauwerke in London entstammen dabei längst vergangenen Zeitaltern wie der Renaissance oder dem Mittelalter. Eine noch jüngere, dafür aber umso militärischere, Attraktion ist die HMS Belfast, welches ein britisches Kriegsschiff ist, das heute als Museum dient und direkt auf der Themse in London verankert ist.

Die HMS Belfast – ein Kriegsschiff als Museum

HMS Belfast – ein Kriegsschiff als Museum
HMS Belfast – ein Kriegsschiff als Museum
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Hartmut910

Auf den ersten Blick erscheint es einem sehr komisch, dass ausgerechnet ein Kriegsschiff als Museum dienen soll. Doch ist dies ein wahrer Gewinn für die Stadt London, da sie damit einer weiteren Attraktion bereichert werden. Die HMS Belfast ermöglicht es dabei, die marine Kriegskunst näher kennenzulernen, was seine ganz speziellen Reize hat. Natürlich war die HMS Belfast, die die Kennung C35 trägt, nicht als schwimmendes Museum geplant, sondern ein tatsächliches Kriegsschiff, das auch an zahlreiche Operationen im Zweiten Weltkrieg teilnahm.

Bereits im Dezember 1936 wurde der Bau des Schiffes, welches der größte Leichte Kreuzer der Royal Navy im Zweiten Weltkrieg werden sollte, begonnen. Nach einer relativ kurzen Bauphase wurde die HMS Belfast bereits am 17. März 1938 vom Stapel gelassen, wobei sie erst im August 1939 von der Royal Navy genutzt beziehungsweise in Dienst gestellt wurde. Die HMC Belfast gehört zu der Schiffsklasse der Leichten Kreuzer, was bedeutet, dass die Ausmaße nicht sonderlich groß sind, die Schiffe dafür aber umso agiler und schneller sind. Dieses Kriegsschiff hat eine Länge von 187 Metern und bot Platz für eine Besatzung von 750 bis 850 Mann.

Militärische Einsätze und heutige Funktion als Museum

Die höchste Geschwindigkeit, die die HMS Belfast erreichen konnte, war 32 Knoten, was durch eine unglaubliche Leistung von 80.000 PS geleistet wird. Der militärische Beginn der HMS Belfast war leider nicht so erfolgreich, da sie bereits zu Beginn des Krieges, im November 1939, auf eine deutsche Magnetmine auflief und stark beschädigt wurde. Die Reparaturen benötigten dabei drei lange Jahre, was im Krieg eine sehr lange Zeit darstellt. Nach den erfolgreichen Reparaturen und Umbauten wurde sie zur Begleitung von arktischen Konvois und bei der Landung in der Normandie genutzt, wobei dies eher Unterstützungsmissionen darstellten.

Das Kriegsschiff, das inzwischen vollständig als Museum genutzt wird, gibt dem Besucher die Möglichkeit, die Decks, die Maschinenräume und die Geschütztürme zu besichtigen, sodass man sich selber ein Bild über das Leben auf der See machen kann. Die HMS Belfast wurde übrigens auch in vielen Filmen gezeigt, was sie inzwischen zu einem wahren Markenzeichen Londons macht.



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