London - sehenswerte Gebäude und Museen

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London Eye

London ist wohl eine der interessantesten und bekanntesten Städte der Welt. Kein Wunder also, dass jährlich Millionen von Besuchern den Weg in die Stadt an der Themse suchen. Die Gründe hierfür sind zahlreich, denn in kaum einer anderen Stadt erwarten den Besucher so viele hochwertigen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten wie in London. Eine dieser Attraktionen ist das London Eye, was auf Deutsch so viel wie "Auge von London" bedeutet. Dieses Riesenrad ist eine wahre Attraktion mit seiner unvergleichlichen Höhe und prägt das Stadtbild des südlichen Ufers der Themse.

Das London Eye – das höchste Riesenrad Europas

London Eye
London Eye
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

Das nahe der Westminster Bridge gelegene Riesenrad, das teilweise auch unter der Bezeichnung Millennium Wheel bekannt ist, ist mit einer Höhe von 135 Metern das derzeit höchste Riesenrad Europas und allein aus diesem Gesichtspunkt einen Besuch wert. Durch diese unglaubliche Höhe kann man fast ganz London überblicken, was besonders bei Nacht ein wahres Spektakel ist, denn London stellt bei Nacht ein wahres Lichtermeer dar. Interessant dabei ist, dass das London Eye einer britischen Fluggesellschaft gehört; wobei man sich bei der Höhe von 135 Metern fast schon wie im Flugzeug fühlen dürfte, nur dass man auf diesem Riesenrad einen schöneren Panoramablick geboten bekommt.

Das London Eye unterscheidet sich dabei in vielen Bereichen von herkömmlichen Riesenrädern. Beispielsweise besitzt das in London befindliche Riesenrad 32 voll klimatisierte Gondeln, die fast vollständig aus Glas bestehen, sodass einem eine ganz besondere Aussicht gegönnt wird. In diesen Gondeln findet bis zu 25 Personen Platz, sodass man dieses Spektakel auch mit seinen besten Freunden oder in einer kleineren Reisegruppe unternehmen kann. Durch zwei rotierende Ringe, in denen die Gondeln eingelagert sind, befinden sich diese immer in der Waagerechten; dadurch können die Gondeln außerhalb des Rades hängen, sodass eine fast uneingeschränkte Aussicht preisgegeben wird.

Eine lange und atemberaubende Fahrt für wenig Geld

London Eye
London Eye
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Littlebell

Für diese besondere Fahrt an sich ist noch interessant zu wissen, dass sich das Rad mit einer relativ langsamen Geschwindigkeit von 0,26 Metern pro Sekunde bewegt, wodurch eine Umdrehung ca. 30 – 40 Minuten benötigt. Daher kann man also in aller Ruhe die Aussicht genießen. Dadurch, dass das Rad sich so langsam dreht, hält es fast nie und die Passagiere steigen während des Fahrbetriebs aus und ein. Zum Halten kommt das Rad höchstens bei spezielleren Fahrgastwechseln, um beispielsweise Rollstuhlfahrern den Einstieg zu ermöglichen. Letztlich ist das London Eye, welches momentan das drittgrößte Riesenrad der Welt ist, eine echte Attraktion, vor allem für jüngere Besucher, die durch die technische Finesse beziehungsweise die imposante Höhe stark beeindruckt sein dürften.

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Madame Tussauds

London hat viele verschiedene Gesichter und für nahezu alle Bevölkerungsschichten interessante und sehenswerte Attraktionen zu bieten. Wer von den ganzen Besichtigungen großer Prunkbauten oder Museen etwas erschöpft ist, der kann gerne bei Madame Tussauds vorbeischauen, denn hier gibt es etwas leichtere Kost, die zusätzlich noch interessant und teilweise auch lustig sein kann, denn die historischen und prominenten Persönlichkeiten können, wenn man sie in ihrer Wachsform sieht, auch durchaus amüsant sein. Vor allem für noch etwas jüngere Reisegruppen dürfte dies eine sehenswerte und spannende Attraktion sein.

Madame Tussauds – ein Wachsfigurenkabinett expandiert

Madame Tussauds
Madame Tussauds
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Heidi

Als die Gründerin des gleichnamigen Wachsfigurenkabinetts, Marie Tussaud, im Jahre 1835 mit dem Aufbau der Ausstellung in London begann, hat sie vermutlich nicht damit gerechnet, dass ihr kleines Kabinett in Zukunft in aller Welt bekannt sein werde. Der Erfolg, den Madame Tussaud erzielt hat, ist beeindruckend. Inzwischen ist das Wachsfigurenkabinett in aller Welt bekannt und vor allem auch vertreten. Es hat nämlich noch weitere Niederlassungen in Amsterdam, Hongkong, Las Vegas, Shanghai, New York City, Washington D.C., Berlin und Hollywood. Madame Tussauds ist inzwischen also zu einer weltweit erfolgreichen Marke geworden, wobei das originale Wachsfigurenkabinett in London liegt und somit immer noch eine gewisse Einzigartigkeit gegenüber den anderen Ablegern genießt.

In Madame Tussauds werden die unterschiedlichsten Wachsfiguren dargestellt, die größtenteils historische Personen nachempfunden sind. Natürlich gibt es auch Persönlichkeiten der aktuellen Zeit wie Sportler, Filmstars, Modeschöpfer, Politiker und Models. Den Anreiz Madame Tussauds zu besuchen kommt dabei vor allem durch die prominenten Persönlichkeiten unserer Zeit, da sie ein sehr gutes Fotoobjekt darstellen und für viele Jugendliche, da man die Wachsfiguren öfters auch anfassen darf, ein echtes Highlight darstellen. Dies beruht natürlich auf dem Prinzip, dass man seinem Star sehr nahe sein möchte, wenn auch dieser nur eine Wachsfigur sein mag. Besonders mit Freunden ergibt sich hier eine gewisse Situationskomödie, die für einen unterhaltsamen Ausflug sehr geeignet sind.

Ein Wachsfigurenkabinett, das der Geschichte und ihren Katastrophen trotzte

Eine beeindruckende Leistung für Unternehmen, das anfangs noch ein kleines Wachsfigurenkabinett in London war. Bereits im Jahre 1835 baute die Gründerin Marie Tussaud ihr Wachsfigurenkabinett an der Baker Street auf, was sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1850 auch leitete. Die weltberühmte Künstlerin lernte ihr Handwerk in Frankreich während der Revolution, da dort inzwischen Wachsköpfe als Totenmasken bei Hinrichtungen genutzt wurden, da diese einfach länger haltbar waren. Madame Tussauds hat im Laufe der Jahre viele Katastrophen überstanden, wobei die Luftschlacht über England 5.000 Kopf-Gussformen unwiderbringlich zerstört hat und somit den größten Schaden angerichtet hat.

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The Tube: London Underground

London ist, wenn man ausschließlich die Anzahl der Sehenswürdigkeiten und ihre Qualität betrachtet, wirklich einen Besuch wert. Egal ob Buckingham Palace, Westminster Cathedral oder Westminster Abbey, hier gibt es nahezu alles zu sehen. Die Attraktionen, die London zu bieten hat, sind einzigartig und spannend. Eine dieser Sehenswürdigkeiten beziehungsweise Attraktionen fehlt jedoch noch: The Tube. Der Londoner Underground ist nämlich das älteste und längste U-Bahn-Netz der Welt. Kein Wunder also, dass er für viele Besucher eine Attraktion ist und sie gleichzeitig schnell durch die gesamte Hauptstadt chauffiert.

London Underground oder The Tube – mehr als nur eine U-Bahn

London Underground oder The Tube
London Underground oder The Tube
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Markus Birth

Das Londoner U-Bahn-Netz ist eines der umfangreichsten U-Bahn-Netze der Welt. Kein Wunder also, dass sich viele Briten und Touristen täglich mit der Bahn zur Arbeit oder zu den Sehenswürdigkeiten fahren, schließlich geht es einerseits schnell und spart andererseits viele Nerven. Insgesamt ist das Netz der Londoner U-Bahn beachtliche 404 Kilometer lang und beheimatet 274 Stationen, die von elf Linien angefahren werden. Diese sind natürlich zum Teil mehrfach verzweigt, sodass man auch mit einer anderen Linie zum Ziel kommen kann. Die meisten Stationen befinden sich dabei im Großraum London, nur ein paar Stationen bilden hier eine Ausnahme.

Der Londoner Underground wird in der Umgangssprache auch "The Tube" genannt, was vor allem an den röhrenartigen Tunneln liegt, die eigentlich charakteristisch für den Londoner Underground sind. Wegen dieses Umstands sind auch die Dächer der Waggons vieler Linien gewölbt, sodass die Züge schneller durch die eigentlich engen Röhren des Tunnelsystems fahren können. Bei der U-Bahn allgemein muss jedoch beachtet werden, dass sie ab Mitternacht bis zu den frühen Morgenstunden nicht fährt und man folglich seinen abendlichen Ausflug genauer planen sollte. Wobei besonders Jugendliche hier angesprochen sein dürften, die mit der U-Bahn gerne zu den verschiedenen und zahlreichen Klubs und Bars in London fahren.

Die Londoner Tube – ein historischer Ort

Die Londoner U-Bahn ist vor allem deswegen so bekannt, da sie das älteste U-Bahn-Netz der Welt sein eigen nennen darf. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts fuhren viele Menschen mit der "Tube". Die erste U-Bahn-Linie, die mit Dampflokomotiven betrieben wurde, fuhr bereits am 10. Januar 1863. Bereits am Tag der Geburtsstunde fuhren viele Menschen mit der Bahn, wodurch die U-Bahn immer weiter ausgebaut wurde. Ein größeres Problem der damaligen Bahn war jedoch der Dampf, den die Dampflokomotiven verursachten. Dieser konnte in den engen Tunneln nicht vollständig abziehen und wurde daher als gesundheitsgefährdend und antiquiert empfunden. Durch die zunehmende Elektrifizierung der U-Bahn wurde dieses Problem gelöst, wodurch die U-Bahn weiter an Popularität gewann und im Großraum London schnell zu einem der Hauptverkehrsmittel wurde.

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Mansion House

Ganz in der Nähe der Guildhall, welche für einige Jahrhunderte als Rathaus der City fungierte, liegt das Mansion House. Dieses Gebäude, in welchem der anglo-irische Krieg 1921 beendet wurde, ist für die Mansion-House-Rede aus dem Jahr 1911 und als Sitz des Lord Mayor of London bekannt. Dessen Amtsbereich ist auf die City of London beschränkt. Auf diesem Territorium ist er jedoch der höchste Staatsrepräsentant direkt nach dem Monarchen.

Das Mansion House und seine Geschichte

Obwohl der Beschluss, das Mansion House zu bauen, bereits unmittelbar nach dem Großen Brand von London gefallen war, sollte es noch mehrere Jahrzehnte dauern, bis dieser Plan verwirklicht wurde: Errichtet wurde das Mansion House zwischen den Jahren 1739 und 1753. Obwohl es noch nicht fertiggestellt war, bezog der Lord Mayor Sir Crispin Gascoigne das Mansion House bereits 1752.

Zwei Freitreppen führen von der Front des Mansion House zur Vorhalle, welche mit korinthischen Säulen geschmückt ist. Der Hausherr nimmt bei offiziellen Anlässen in der Vorhalle Platz. Während sich im Erdbeschoss neben einem Empfangs-, einem Bankettsaal sowie prächtigen Gesellschaftsräumen befinden, ist das Obergeschoss für die Öffentlichkeit verschlossen, weil sich hier die privaten Räume des Lord Mayor befinden.

Wichtige Ereignisse im Mansion House

Der amtierende Finanzminister hält traditionell die sogenannte Mansion-House-Rede, die beim Banker´s Diner hier stattfindet. Dieses Bankett wird für bedeutende Kaufleute und Bankiers gegeben. Der damalige Finanzminister David Lloyd George hatte bei der Mansion-House-Rede am 21. Juli 1911 für internationales Aufsehen gesorgt. Er hatte damals vor dem Hintergrund der zweiten Marokkokrise gesprochen, als das Verhältnis zwischen den europäischen Großmächten bereits merklich angespannt war. David Lloyd George hatte das Deutsche Reich vor weiteren Expansionsplänen gewarnt, da Großbritannien nicht hinnehmen würde, dass Frankreich weiter geschwächt werde. Der britische Außenminister hatte zuvor die deutsche Regierung gebeten, diese möge ihre Absichten im Kongo und in Marokko offenlegen, eine Antwort war jedoch ausgeblieben.

Ein Friedensvertrag wird unterzeichnet

Zwei Jahre lang hatte die Irisch Republikanische Armee einen Guerillakrieg geführt, um die Irische Republik von der britischen Freiheit zu befreien. Dieser Konflikt endete mit einem Waffenstillstand, der am 11. Juli 1921 im Mansion House von den Kriegsparteien unterzeichnet wurde. Als Folge dieses vorläufigen Friedensschlusses wurde Irland geteilt, nur Nordirland verblieb unter britischer Herrschaft.

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Chinatown

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Londons zählt Chinatown im Stadtteil Soho, in der Nähe des Leicester Square gelegen. Obwohl es in anderen Metropolen weitaus größere Chinatowns gibt, hat das chinesische Viertel Londons einen ganz besonderen Charme. Der Besucher kann sich hier dank der zahlreichen chinesischen Restaurants und Geschäfte sowie der Gebäude, die in chinesischem Stil errichtet wurden, nach Asien versetzt fühlen.

Ein Tor führt zur Chinatown

London-Besucher können die Chinatown am einfachsten über die U-Bahn-Station Piccadilly Circus erreichen. Diese befindet sich nur wenige Minuten Fußmarsch von der Gerrad Street entfernt. Dort befindet sich ein großes Tor, welches den Eingang zur Chinatown markiert. Direkt hinter dem Tor liegt eine kleine Fußgängerzone, in der sich verschiedene Geschäfte und Lokale befinden. Weil diese auf Kunden aus der westlichen Welt eingestellt sind, gilt die Gerrad Street als etwas teurer als die übrige Chinatown.

Die Chinatown im Wandel der Zeit

Die heutige Chinatown ist wesentlich kleiner als das ursprüngliche chinesische Viertel in London. Der Grund: Während des Zweiten Weltkrieges haben die deutschen Luftangriffe dieses Viertel weitgehend zerstört. Nach dem Ende des Krieges sind viele der ursprünglichen Einwohner in andere Teile Londons gezogen. Eine Besonderheit erwartet die Besucher aber bis heute an den Straßenschildern: Diese sind in Chinatown grundsätzlich zweisprachig.

Auch Rockfans ist die Chinatown in London ein Begriff. Denn in diesem Viertel hatte Led Zeppelin die ersten Bandproben absolviert, und auch der Song "Train kept a rolling" soll hier geschrieben worden sein.

Heute ist die Chinatown vor allem dafür bekannt, dass hier zahlreiche günstige Restaurants angesiedelt sind. In den meisten Häusern wird von den Gästen ein pauschaler Betrag verlangt, für den sie essen können, soviel sie wollen.

Der Fake Market und die Shops

Einige Läden bieten den Gästen eine regelrechte Reise in den Fernen Osten. Beispielsweise hängen die Betreiber verschiedener Geschäfte gerne gebratene Enten in die Schaufenster ihres Shops. Besonders lohnend für London-Besucher ist der Abstecher in einen chinesischen Supermarkt oder in eine originale Bäckerei.

Auf dem Fake Market in Chinatown finden die Besucher vor allem Waren, die den originalen Produkten täuschend ähnlich sehen. Weil Feilschen in Chinatown zum guten Ton gehört, können die Besucher vom Fake Market so manches Souvenir zum Schnäppchenpreis mitnehmen.

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Old Bailey

In Old Bailey, dem Krongericht im Zentralen Gerichtshof, werden bis in die Gegenwart alle spektakulären Verbrechen in Großbritannien abgeurteilt. 1907 wurde Old Bailey auf dem Gelände des Newgate-Gefängnisses als imposanter Kuppelbau errichtet. Dieses Gebäude ist schon von Weitem an der goldenen Justitia-Statue, die auf dem Kuppeldach angebracht wurde, sichtbar.

Das war vor Old Bailey

König Heinrich II. ließ das Newgate-Gefängnis 1188 errichten. Dabei handelte es sich um eines der berüchtigtsten Gefängnisse des Königreiches, in welchem auch Häftlinge untergebracht waren, die zum Tode verurteilt waren. Der schottische Outlaw Rob Roy sowie der Pirat William Kid zählen zu den bekanntesten Häftlingen, die im Newgate-Gefängnis inhaftiert waren. Das Gefängnis hatte einen derart düsteren Ruf, dass es auch in mehreren Romanen von Charles Dickens genannt wurde. Das zentrale Kriminalgericht hatte ab 1539 in einem Gebäude neben dem Newgate-Gefängnis seine Sitzungen abgehalten. Dieses Gebäude war jedoch 1902 abgerissen worden, weshalb das Gericht umziehen musste.

Das ist Old Bailey

Das Gerichtsgebäude wurde auf dem Gelände errichtet, an dem sich früher eine Befestigungsmauer befunden hatte. Edward W. Mountford entwarf das Gebäude für das Krongericht im Stil es Neobarock. Die Richter, die ihre Urteile in Old Bailey fällen, tragen Roben und Perücken, wie sie die Besucher von Filmen her kennen. Die Verhandlungen sind größtenteils öffentlich. Jedoch müssen die Besucher strenge Kontrollen passieren, bevor sie die Prozesse vom Zuschauerraum aus verfolgen dürfen.

Aufsehenerregende Prozesse in Old Bailey

Mehrere Fälle, die in Old Bailey verhandelt wurden, haben große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dazu gehört etwa der Fall von Hawley Harvey Crippen, der 1910 verhandelt wurde: Die Ehe des Angeklagten hatte schon länger gekriselt. Am 10. Januar 1910 war es schließlich zu einer Eskalation gekommen. Hawley Harvey Crippen hatte seine Frau vergiftet, die Leiche zerstückelt und die Teile unter dem Boden des Kellers vergraben. Nach einer Vernehmung durch die Polizei verreiste er mit seiner Geliebten zunächst nach Brüssel, wobei das eigentliche Ziel Kanada lautete. Diese Reise hatte die Beamten misstrauisch gemacht, weshalb sie genauer suchten, dabei die Leichenteile entdeckten und diese identifizieren konnten. Crippen wurde noch während der Überfahrt nach Kanada verhaftet und stand schließlich im Juli 1910 vor Gericht.

Der Yorkshire Ripper alias Peter William Sutcliffe wurde 1981 in Old Bailey verurteilt. Er hatte zwischen 1975 und 1980 mindestens 13 Frauen ermordet. Darüber hinaus soll er für sieben weitere Angriffe, bei welchen die Frauen gefährlich verletzt wurden, verantwortlich gewesen sein. Die Richter in Old Bailey verurteilten ihn zu lebenslanger Haft.

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Admiralty Arch

König Eduard VII. ließ den Admiralty Arch, der von seiner Form her an einen antiken Triumphbogen erinnert, 1910 als Geschenk an Königin Victoria errichten. Heute wird der Admiralty Arch vorwiegend bei feierlichen Anlässen genutzt, wenn Fahrten vom Trafalgar Square zum Buckingham Palace stattfinden. Bei Staatsakten wird dafür der mittlere der drei großen Torbögen genutzt, der üblicherweise verschlossen wird. Andernfalls können Autofahrer die beiden weiteren großen Bögen nutzen, während die seitlichen Bögen von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden können.

Admiralty Arch (pix: 471506)
Admiralty Arch | © Fotograf: tokamuwi / pixelio.de

Sir Aston Webb hat den Triumphbogen als Konstrukteur ans östliche Ende von The Mall gesetzt, die er ebenfalls umgestaltet hatte. Sein eigenes Architekturbüro hatte Aston Webb 1874 eröffnet. Der erst größere öffentliche Auftrag sollte zwölf Jahre später Folgen und schließlich galt der Architekt um die Jahrhundertwende als bedeutendster Konstrukteur von öffentlichen Gebäuden in Großbritannien.

Aston Webb hatte den Admiralty Arch so gestaltet, dass im Inneren des Gebäudes Büroflächen genutzt werden konnten. Diese wurden ursprünglich auch von der Admiralität genutzt, weil sich der Triumphbogen an den Gebäudekomplex der Admiralität anschloss.

Der Admrialty Arch erstrahlt in neuem Glanz

Nachdem die Admiralität, die bis 1964 für die Flottenführung verantwortlich war, mit dem Kriegsministerium und dem Luftfahrtministerium zum Verteidigungsministerium zusammengeschlossen wurde, konnte der Admiralty Arch nicht weiter genutzt werden. Deshalb drohte in den folgenden Jahrzehnten allmählich die Baufälligkeit. Um nicht selbst für die Sanierung aufkommen zu müssen, entschloss sich die britische Regierung 2012 dazu, den Admiralty Arch 99 Jahre lang an einen Investor zu vermieten. Dieser wollte den Bau zunächst sanieren und dann ein Fünf-Sterne-Hotel in dem Bau einrichten.

Die Öffnungszeiten des Admiralty Arch

Von außen kann der Admiralty Arch jederzeit besichtigt werden, weil das Gebäude auf öffentlichem Grund steht. Lediglich bei Staatsakten ist der Durchgang für Fußgänger tabu. Für Autofahrer ist der Admiralty Arch nur an Werktagen geöffnet, weil auch die anschließende Prachtstraße The Mall an Sonn- und Feiertagen nicht befahren werden darf.

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The Monument

Ein Unglücksjahr erlebte London im Jahr 1666: Im Jahr zuvor war die große Pest ausgebrochen, die etwa 20 Prozent der Bevölkerung dahingerafft hatte. Schließlich war die Pest im Februar 1666 abgeklungen, als am 2. September des Jahres auch schon die nächste Katastrophe die Stadt heimsuchte: In einer Bäckerei in der Pudding Lane brach in der Backstube ein Feuer aus.

Eigentlich waren Brände im London der damaligen Zeit an der Tagesordnung. Dieses Feuer jedoch ließ sich trotz aller Bemühungen nicht unter Kontrolle bringen. Innerhalb von wenigen Stunden war die komplette Pudding Lane verwüstet und das Feuer griff auf benachbarte Straßen über. Es dauerte vier Tage, bis vier Fünftel der City of London vernichtet und über 100.000 Londoner obdachlos waren. Als Erinnerung an diese Katastrophe wurde The Monument im Zentrum der City of London errichtet.

Das Bauwerk The Monument

Bei The Monument handelt es sich um eine dorische Säule, die exakt 61 Meter hoch ist. An der Spitze der Säule befinden sich eine vergoldete Urne sowie eine Aussichtsplattform. Die Höhe von 61 Metern für The Monument wurde aus symbolischen Gründen gewählt: Denn The Monument ist exakt 61 Meter von dem Ort entfernt, an dem der Brand ausgebrochen ist. Der Sockel der Säule hat einen quadratischen Grundriss und wird von Inschriften und Reliefs zum Gedenken an die Katastrophe verziert.

The Monument besichtigen.

Ab 2007 war The Monument für die Dauer von eineinhalb Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt, weil das Denkmal für einen Betrag von 4,5 Millionen Pfund restauriert wurde. Wieder zugänglich ist The Monument seit 2009. Die Besucher können die Aussichtsplattform von The Monument über die 311 Stufen einer steinernen Treppe erreichen. Dort erwartet sie eine fantastische Aussicht über große Teile Londons. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde übrigens ein Käfig an der Aussichtsplattform angebracht, der bis heute die Plattform umschließt. Dieser Käfig wurde ergänzt, weil sich bis 1842 sechs Menschen von der Plattform gestürzt hatten und die Verantwortlichen weitere Selbstmorde an dieser historischen Stätte verhindern wollten.

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Millennium Dome

Die britische Hauptstadt London hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten und folglich einen sehr profitablen Strom an Besuchern, die jährlich die Stadt an der Themse besuchen. Die zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten Londons unterscheiden sich in vieler Hinsicht stark voneinander. Von kulturellen über historischen bis hin zu unterhaltenden Attraktionen gibt es in London alles zu sehen. Eine Sehenswürdigkeit, die eher zu Letzterem zählt, ist der Millennium Dome. Der Millennium Dome, inzwischen "The O2" genannt, ist eine ganz besondere Sehenswürdigkeit, da er ein riesiger Entertainment-Komplex ist, der viele Events beherbergt und ausrichtet.

Die, noch junge, Geschichte des Millennium Domes

Am 1. Januar 1999 wurde der Millennium Dome in Greenwich, ein Stadtteil Londons, eröffnet; dabei befindet er sich am nördlichsten Punkt der Greenwich Peninisula, dem Blackwall Point. Zu Ehren des neuen Millenniums wurde im Millennium Dome eine Ausstellung integriert, die sich mit der Vergangenheit, aber auch mit der Zukunft befasste und verschiedene, interessante Gerätschaften bereitstellte. Beispielsweise wurde eine riesengroße Zeitmaschine aufgebaut, die einen virtuell durch die Zeit reisen ließ. Zusätzlich gab es noch die Möglichkeit, seine persönliche, soziale und kulturelle Identität darstellen zu lassen, wobei viele dieser Zonen, wie die Bereiche genannt wurden, auch einen informativen Hintergrund hatten und auf spielerische Weise dem Besucher Informationen bereitstellten.

Die heutige Nutzung des Millennium Domes

Auch heute noch hat der Millennium Dome vieles zu bieten, obwohl er von vielen als Fehlinvestition kritisiert wird. Derzeit laufen jedoch noch große Umbauten, damit der Dome als Sportarena mit 16.500 Sitzplätzen bei den Olympischen Sommerspielen 2012 genutzt werden kann. Die Idee ist, dass die Wettbewerbe im Geräteturnen und im Trampolinturnen, aber auch die Endspiele der Basketball-Turniere, bei denen 20.000 Sitzplätze am Ende zur Verfügung stehen sollen, dort abgehalten werden sollen. Doch ist sein äußeres Erscheinungsbild ebenfalls schon einen Besuch wert, schließlich kann man diesen auch bei der Eröffnungsszene des James Bond-Films "Die Welt ist nicht genug" sehen.

Derzeit wird der Millennium Dome beziehungsweise "The O2" meistens als Konzerthalle genutzt, bei der bis zu 20.000 Besucher Platz finden können. Konzerte gaben schon große Persönlichkeiten und Bands wie Barbra Streisand, Justin Timberlake, Kylie Minogue, Keane, die Spice Girls und Bon Jovi. Wer also die Chance hat, bei einem Besuch Londons in den Millennium Dome zu gelangen, der sollte diese wahrnehmen, schließlich bietet sich hier eine unglaubliche Möglichkeit, den Dome von innen zu bestaunen und bei tollen Konzerten und anderen Veranstaltungen teilzunehmen.

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Britisch Museum

London ist eine Stadt der Sehenswürdigkeiten und der Attraktionen. Wer sich für einen Urlaub in London entscheidet, der hat die Garantie vor großartigen Bauwerken vergangener Zeiten zu stehen und in Aufführungen großer Künstler zu sein. Die Stadt an der Themse ist eine Stadt der Superlative, die so viel zu bieten hat, dass ein Urlaub kaum dafür ausreichen dürfte. Trotzdem sollte man sich Prioritäten setzen und sich vorher über die interessantesten Sehenswürdigkeiten informieren. Eine dieser besonderen Sehenswürdigkeiten dürfte das British Museum sein, das zu einem der größten und bedeutendsten Museen der Welt gehört.

Das Britische Museum – ein Ort, der Wissen lehrt und beheimatet

Britisch Museum
Britisch Museum
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Thrish

Das British Museum hat inzwischen eine lange und bedeutsame Geschichte hinter sich, was aber von einem der bedeutendsten kulturgeschichtlichen Museen der Welt auch erwartet werden kann. Das Museum entstand im Jahre 1753 als der Arzt und Wissenschaftler Sir Hans Sloane dem britischen Staat seine, in den Jahren mühsam angehäufte, Literatur- und Kunstsammlung übereignete. Diese war so umfangreich, dass das Parlament zu der Entscheidung gekommen ist, dass es am sinnvollsten sei, die Sammlung in ein Museum zu überführen, um es dort zu erhalten beziehungsweise auch ordnungsgemäß zu pflegen; dabei beschlossen sie auch die Sammlung fortan British Museum zu nennen.

Das Museum wurde dabei im Londoner Stadtteil Bloomsbury, in einem alten Herrenhaus, eingerichtet. Die ersten Besucher konnten das Museum am 15. Januar 1759 besuchen. Der Ansturm auf das Museum war so groß, dass bereits im Jahre 1824 ein Umzug in ein größeres Gebäude fällig war; dies war natürlich auch durch die wachsende Anzahl von Sammlungsstücken bedingt. Das neu errichtete Gebäude und der damit verbundene Umzug waren im Jahre 1850 beendet und das Museum bekam seine Gestalt, die im Wesentlichen der heutigen gleicht. Teilweise wurden aus Platzgründen Teile der Sammlung in andere Gebäude verlegt, aber die Sammlung bleibt weiterhin sehr umfangreich und vielseitig.

Der Lesesaal – eine gigantische Buchsammlung, auf die schon große Persönlichkeiten zurückgriffen

Eine unglaubliche Anzahl von sieben Millionen Objekten befindet sich derzeit im Britischen Museum. Diese Objekte dokumentieren die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit von ihren kleinen Anfängen bis zum heutigen Tag der globalen Vernetzung. Weltberühmte Objekte dabei sind unter anderem die verschiedenen ägyptischen Mumien, der berühmte Stein von Rosetta und die Elgin Marbles, welches einen Teil des Skulpturenschmucks von Bauten der Akropolis von Athen darstellt.

Wie in vielen anderen Museen auch, befindet sich der Großteil der Ausstellungsstücke in Lagerräumen unter dem Museum, wo sie unter Verschluss gehalten werden und nur bei spezifischen Ausstellungsthemen ausgestellt werden. Aus Platzmangel ist dies derzeit leider nicht anders möglich. Ein weiteres großes Highlight des British Museums ist der Reading Room, wo bereits Mahatma Gandhi und Karl Marx zahlreiche Bücher studierten. Hier befinden sich derzeit über 350.000 Bände.

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Imperial War Museum

Eine riesige und großartige Stadt wie London kann man logischerweise nicht an einem Tag oder in einer Woche ganz erkunden. Doch ist es möglich, sich über die örtlichen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen schon vorher zu informieren und auf Grundlage dieser Informationen sich für ausgewählte Sehenswürdigkeiten zu entscheiden. Schließlich nimmt ein Großteil dieser ein größeres Zeitfenster in Anspruch. Für kulturell und militärisch interessierte Menschen gibt es das Imperial War Museum, was auf Deutsch sinngemäß Kriegsmuseum des britischen Weltreichs bedeutet, welches zahlreiche militärische Objekte und Vehikel ausstellt und dadurch zu einem der bedeutendsten Kriegsmuseen der Welt zählt.

Der geschichtliche Werdegang des Museums

Imperial War Museum
Imperial War Museum
Quelle: pixelio.de        Fotograf: poldy

Noch während des Ersten Weltkrieges entstand, auf Initiative einiger Privatleute, das weltberühmte Imperial War Museum. Zu den Förderern des Museums gehörten Industrielle, Schriftsteller und der Kurator der Waffensammlung des Towers of Londons. Natürlich stellt ein solches Museum, das sich mit der militärischen Streitmacht der britischen Armee befasst auch eine gewisse Propaganda dar, die vor allem jüngere, männliche Besucher trifft, da diese sich öfters über das Militär begeistern können. Dadurch wurde das Museum von der britischen Regierung finanziell unterstützt.

Bereits im Jahre 1917 sammelten die Mitarbeiter des Museums mithilfe der britischen Regierung militärisches Material aus befreundetem und neutralem Ausland, sodass bereits zu diesen frühen Jahren eine beachtliche Sammlung entstand. Einige Privatleute befassten sich so stark mit dem Museum, dass diese sich sogar nach Frankreich begaben und dort nach neuem, nicht mehr benötigtem Material zu suchen. Die Pläne überstiegen meist die Vorstellung eines reinen Militärmuseums. Schnell wurde nämlich klar, dass gezeigt werden soll, wie der Krieg alle gesellschaftlichen Schichten des Empires betrifft und hatte damit auch eine gesellschaftspolitische Wirkung.

Das Imperial War Museum – ein Museum über Krieg

Erstmalig eröffnet wurde das Museum im Jahre 1920 und schnell wurde zu einem großen kommerziellen Erfolg, besonders weil sich dort die Besucher gegenseitig über ihre Kriegserlebnisse berichtet haben. Das British Museum zeigt dabei vor allem Objekte aus den beiden Weltkriegen; dazu gehören Kampfflugzeuge, Kanonen, Panzer und andere Fahrzeuge. Eine dieser Etagen befasst sich dabei ausführlich mit dem Dritten Reich. Weitere kleinere Ausstellungsräume widmen sich neueren Kriegen wie beispielsweise dem Vietnamkrieg oder dem Falklandkrieg.

Natürlich gibt es auch verschiedene Wechselausstellungen, die im Verlauf des Jahres immer wieder gezeigt werden. Das bekannte Museumsschiff HMS Belfast gehört ebenfalls zu dem Imperial War Museum, genauso wie die Cabinet War Rooms und das Churchill Museum. Insgesamt ist das Imperial War Museum mit seinen vielen Exponaten, darunter auch der Reichsadler der Reichskanzlei, einen Besuch wert, vor allem wenn man sich für die Weltkriege interessiert.

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Westminster Abbey

Wer sich für einen Urlaub in London entscheidet, der sollte viel Zeit mitnehmen, schließlich gibt es in der Stadt an der Themse so viel zu sehen, dass man in einem Urlaub kaum alles gründlich besichtigen kann. Daher ist es wichtig, sich vorher über gewisse Attraktionen zu informieren und gegebenenfalls Prioritäten zu setzen; was sich jedoch als schwierig darstellt, da London viele Attraktionen und Sehenswürdigkeiten bietet. Eine dieser Sehenswürdigkeiten ist die weltbekannte Westminster Abbey, die berühmte Kirche im Londoner Stadtteil City of Westminster.

Die vielschichtige Geschichte der Westminster Abbey

Westminster Abbey ist eine Kirche in London. Traditionell werden hier die Könige von England gekrönt und beigesetzt
Westminster Abbey ist eine Kirche in London. Traditionell
werden hier die Könige von England gekrönt und beigesetzt
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Bärbel Jobst

Wo heute die wunderschöne Kirche Westminster Abbey steht, stand in Vergangenheit eine kleine Klosterkirche einer 750 gegründeten Benediktinerabtei. Durch die Nähe zu der Stadt Westminster, trug die Kirche bereits damals den Namen Westminster Abbey. Die Kirche, wie wir sie heute kennen, wurde circa zwischen 1045 und 1065 im romanischen Architekturstil erbaut. Im Jahre 1065 wurde die Abtei geweiht und der damalige König dort beigesetzt. Leider ist von diesem Teil der Abtei heute nicht mehr viel übrig, die letzten erhaltenen Abbildungen finden sich nur auf dem Teppich von Bayeux.

Im Jahre 1245 wurde dann mit dem Bau der heutigen Kirche, die im anglo-französischen Frühromantik-Stil gehalten ist, angefangen. Natürlich stammen diverse Teile der Kirche aus anderen Epochen, da die Westminster Abbey, genauso wie viele andere Kirchen und Bauwerke, im Laufe der Jahre ständig erweitert und umgebaut worden ist. Durch diesen Umstand ist es auch gelungen, dass der dreischiffige Innenraum alle drei Epochen der englischen Gotik vertritt. Seine Funktion als Ort der Krönung bekam die Kirche von Wilhelm dem Eroberer, der sich dort krönen ließ; seit ihm wurden alle Könige von England beziehungsweise des Vereinigten Königreichs in der Westminster Abbey gekrönt.

Die Westminster Abbey – Das Grab der Könige

Westminster Abbey
Westminster Abbey
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Krekeler

Die Westminster Abbey ist vor allem deswegen bekannt, da hier Könige gekrönt und bestattet werden. Doch hat die Kirche noch mehr zu bieten oder vor allem zu sehen als nur Symbolik. Die Architektur der Kirche ist nämlich ebenfalls sehr sehenswert und bietet Anreiz für schöne Erinnerungsfotos. Der Haupteingang an der Westseite der Kirche beispielsweise zeigt die Darstellung der vier christlichen Tugenden Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Friede. Des Weiteren werden dort auch die Bildnisse von zehn Märtyrern des 20. Jahrhunderts dargestellt. Interessant sind vor allem die zahlreichen Gräber in der Kirche.

Dazu gehört beispielsweise das Grab des Unbekannten Soldaten, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Des Weiteren befinden sich hier auch Die Gräber des Afrikaforschers David Livingstone, des Dichters Ben Jonson, des Premierministers Bonar Law und Neville Chamberlain. Natürlich sind dort noch zahlreiche Könige und andere bekannte Persönlichkeiten untergebracht.

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Wembley Stadion

Die Städte Großbritanniens haben ihren Gästen viel zu bieten, doch die Hauptstadt, London, sticht dabei besonders hervor. Sie bietet zahlreiche und vielschichtige Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, die eine wahre Kulturreise ermöglichen. Natürlich sollte man sich aber auch auf andere Themengebiete konzentrieren, schließlich besteht London nicht nur aus Kultur. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Wembley-Stadion, welches einerseits als Fußballstadion genutzt wird, aber gleichzeitig noch andere Qualitäten hat. Das Wembley-Stadion ist das zweitgrößte Stadion Europas und gilt als Herzstück des englischen Fußballs.

Die Geschichte des Wembley-Stadions

Die Geschichte, die hinter dem Wembley-Stadion steht, ist fast genauso beeindruckend wie das Stadion an sich. Bereits im Jahre 1923 wurde das Stadion nämlich gebaut, wobei es ursprünglich für eine Ausstellung gedacht war. Die Bauzeit betrug nur 300 Tage, was für ein solch großes Bauwerk eine beachtliche Leistung ist. Die Gesamtkosten waren ebenfalls relativ niedrig mit 750.000 Pfund Baukosten. Legendär an dem Stadion, welches inzwischen neu gebaut wurde, waren ebenfalls die auffälligen Twin Towers und die berüchtigten 39 Stufen, die erklommen werden mussten, wenn man seinen Pokal überreicht bekommen wollte. Erstmalig eröffnet wurde das Stadion am 28. April 1923.

Bereits im Jahre 2000 wurde das Stadion wieder geschlossen, da es neu aufgebaut werden sollte. Dies wurde doch politische und finanzielle Komplikationen erschwert, wodurch sich der Bau um 2 Jahre verzögerte. Abgerissen wurde das alte Stadion im Jahre 2003. Gleich darauf wurde das neue National Stadium errichtet, welches eine Kapazität von 90.000 Sitzplätzen hat und über ein bewegliches Dach verfügt. Die Größe des neuen Stadions ist ebenso beeindruckend wie seine Geschichte. Insgesamt ist das neue Stadion zweimal so groß und viermal so hoch wie das alte Wembley-Stadion und es müssen statt 39 inzwischen 107 Stufen überwunden werden, wenn man zur Royal Box, wo der Pokal übergeben wird, gelangen möchte.

Die Nutzung des Wembley-Stadions

In erster Linie ist das Stadion eine Fußballarena, die auch weltweit, einen sehr guten Ruf genießt. Das Stadion genießt eine Art Sonderstatus in Großbritannien und London, da im Wembley-Stadion ausschließlich Länderspiele und Pokalfinale ausgetragen werden. Doch wird das Stadion auch immer wieder für andere Sportarten und Veranstaltungen genutzt, beispielsweise als Ort für großangelegte Konzerte wie Live Earth, welches im Jahre 2007 stattfand. Natürlich wurden auch andere Sportarten in Wembley ausgerichtet; so beispielsweise Motorradrennen und Windhundrennen. Ebenfalls wurde im Jahre 2007 das Automobilspektakel Race of the Champions im Wembley-Stadion abgehalten, um den Zuschauern genügend Platz zu gewähren.



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