Lissabon und seine Sehenswürdigkeiten
Inhaltsverzeichnis
- Lissabon
- Das Hieronymus-Kloster
- Der Turm von Belém
- Elevador de Santa Justa
- Castelo de São Jorge
- Rossio – Praça de Dom Pedro IV
- Ponte 25 de Abril
- Cristo Rei
- Das Denkmal der Entdeckungen
- Praça do Comércio
- Basílica da Estrela
- Aqueduto das Águas Livres
- Convento do Carmo
- Catedral Sé Patriarcal
- Park der Nationen
- Ponte Vasco da Gama
- Kulturangebote / Museen / Bühnen / Shows
- Kunsttipp: Metrostation Oriente
- Linie 28 - Eléctricos de Lisboa
- Pantheon
- Friedhof des Vergnügens
- Altstadtviertel Amalfa
- Szeneviertel Bairro Alto
- Nachtleben
- Szenentreffs
- Ausflugstipp: Cascais & Estoril
- Ausflugstipp: Sintra
- Ausflugstipp: Cabo da Roca
- Freizeitparks
- Unterkünfte (Hotel, Camping, Jugendherbergen)
- Shopping (Flohmärkte, Nobel-Kaufhäuser, Ausgefallenes, ...)
- Flohmarkt der Diebe
- Essen & Trinken & Restaurants
- Der öffentliche Nahverkehr
- Daten & Fakten
Für viele die schönste Stadt Europas: Lissabon
Ein portugiesisches Sprichwort besagt: "Wer Lissabon nicht gesehen hat, hat nichts Schönes gesehen". Mit stets blauem Himmel und milden Temperaturen bietet die größte Stadt Portugals viele interessante Sehenswürdigkeiten, lange romantische Sandstrände und ein aufregendes Nachtleben. Von den Phöniziern etwa im 9. -7. Jahrhundert vor Christus gegründet, durchlebte die Hauptstadt Portugals Einflüsse verschiedener Völker. So finden sich, trotz eines katastrophalen Erdbebens 1755, welches viele Regionen der Stadt zerstörte, immer noch maurische und römische Denkmäler als stumme Zeugen des antiken Zeitalters.

Der Platz Praca Dom Petro IV., genannt Rossio mit Brunnen.
Der Platz ist der sch?nste Platz Lissabons. Im Hintergrund
das klassizistrische Teatro Dona Maria II.
©: www.europe-sightseeing.com
Die Altstadt Portugals zeigt mit engen Gassen und Straßen einen eher mittelalterlichen Charme. Diese vielfältigen Einblicke in die jahrhundertealte Geschichte locken besonders Kulturinteressierte an. Am beliebtesten sind die zwei von der UNESCO ausgezeichneten Weltkulturerben: das spätgotische Bauwerk Mosteiro dos Jerónimos und der manuelische Turm Torre de Bélem. Ebenfalls interessant ist die Campo Pequeno. Die neo-arabische Stierkampfarena aus dem Jahr 1892 bietet heute nicht nur einen Einblick in die portugiesische Tradition, sondern auch ein Shoppingcenter mit lissabonnischen Kultlabels.

Electricos - die ?ber 100 Jahre alte Stra?enbahnen in Lissabon
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Als neuste Besucherattraktion gilt die Aussichtsplattform auf dem Triumphbogen Arco da Rua Augusta. Aufgrund der Lage am Meer, herrscht in Portugal und Lissabon ein subtropisches Klima. Die Sommer können bis zu 28 Grad Celsius warm werden. Kilometerlange, einsame Strände im Süden der Stadt laden nicht nur zu romantischen Spaziergängen ein. Wer während seines Lissabon-Aufenthalts nicht auf einen Strandausflug verzichten möchte, besucht den Praia do Tamariz oder den Guincho. Für Aktivurlauber bietet sich nicht nur Schwimmen, sondern auch Wandern an. In der Nähe Lissabons befinden sich viele Pinienwälder oder urwüchsige Dünenlandschaften welche mit Wanderpfaden ausgestattet sind. Die milden Winter, welche nur selten Temperaturen nahe dem Gefriernullpunkt erleben, bieten sich für kulturelle Entdeckungstouren an.
Aber auch wer unabhängig der Jahreszeit lieber die Klubszene der sogenannten „weißen Stadt“ entdecken möchte, wird nicht enttäuscht. Lissabon beheimatet zahlreiche Diskotheken und Bars für jegliche Musikrichtung. Als Mekka für Musikfans gilt das „Incógnito“. Populär sind außerdem die typisch-portugiesischen Bars. Dort treffen sich Touristen sowie Einheimische. Die beste portugiesische Hausmannskost serviert die urige „Taberna Ideal“ oder das moderne Restaurant „Charcuteria Francesa“. Neben landestypischen Gerichten kann dort der portugiesische Musikstil, der Fado, entdeckt werden. Dabei werden zarte Gitarrenklänge mit emotionalen Texten besungen.

Panorama von Lissabon: im Vordergrund der Platz Praca do Comercio mit Triumphbogen, im Hintergrund das Pantheon (Igreja de Sana Engracia) mit der wei?en Kuppel, links davon das Kloster M.d.Sao Vinvcente de Fora (das mit den 2 T?rmchen). Ganz rechts sieht man ein St?ck vom Ponte Vasco da Gama, der l?ngsten Br?cke von Europa.
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Das "Hieronymus-Kloster"
Das berühmteste Gebäude Lissabon

Das Jer?nimos-Kloster (Mosteiro dos Jer?nimos, Hieronymus-Kloster)
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Das "Mosteiro dos Jeróminos de Belém" heißt auf Deutsch das "Hieronymus-Kloster" und befindet sich im Stadtteil Belém von Lissabon. Das Gebäude ist weit über die Grenzen von Portugal hinaus bekannt und ist im manuelinischen Stil erbaut worden. Geschichtskundige werden wissen, was dieses beeindruckende Gebäude symbolisiert, denn es steht für Macht und zeigt den Reichtum Portugals zur Zeit der Entdeckungen. Darüber hinaus gilt es als ein prachtvolles Symbol für den glorreichen Stand und die Entwicklung, welche das Land im Laufe der Zeit durchlebt hat. Der Bau des Gebäudes wurde von verschiedenen berühmten Architekten geleitet und wurde erst im Jahr 1571 fertiggestellt.
Die Bauarbeiten
Wie bereits erwähnt, leiteten fünf verschiedene Architekten den Bau des Gebäudes, verteilt über die gesamte Bauzeit. Der Grundstein wurde am 24. April des Jahres 1500 gelegt. Dies ordnete der König von Portugal Manuel I. an. Das Gebäude sollte ein feierliches Symbol für die Rückkehr von Vasco da Gamas sowie die Entdeckung, dass es möglich war, über das Meer nach Indien zu gelangen. Der Bau zog sich über mehrere Jahrzehnte hin und wurde – wie bereits erwähnt – erst 1571 fertiggestellt. Auch heute noch bewundern Architekten und Künstler die präzise und ansehnliche Arbeit. Besonders bewundernswert ist, dass das Bauwerk trotz der unterschiedlichen Architekten nirgendwo einen Stilbruch aufweist.
Der manuelische Stil

Teilansicht des Jeróminos-Klosters (Mosteiro dos Jeróminos,
Hieronymus-Kloster) im Stadtteil Belem von Lissabon mit der
Klosterkirche Igreja de Santa Maria
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Wie bereits erwähnt, gilt das Hieronymus-Kloster als ein hervorragendes Beispiel für den manuelischen Stil. Ein ähnliches Beispiel für diese Bauart ist der sich in der Nähe befindende Turm von Belém. Dieser Baustil, dessen Name sich bereits von dem des damaligen Königs ableitet, entfaltete sich nur im portugiesischen Landesgebiet. Er wird geprägt von Seefahrtsmotiven und dem spielerischen Umgang mit diesen. Darüber hinaus werden die Bauwerke mit indisch-orientalischem Schmuck bestückt und verweisen somit auf den erfolgreichen Seehandel von Portugal mit Indien. Diese fein gearbeiteten Motive sind vor allem an den Pfeilern, Fenstern sowie Portalen gut zu erkennen. Vor allem am Südportal soll der Schmuck gut erkennbar sein.
Der Nutzen des Klosters über die Jahrhunderte
Das über 400 Jahre alte Bauwerk wurde in den verschiedenen Jahrzehnten und Jahrhunderten von unterschiedlichen Menschen bewohnt und auf unterschiedliche Weise genutzt. Zunächst war das Kloster – welches dem heiligen Hieronymus gewidmet ist – ein Rückzugs- und Wohnort von Mönchen. Doch den Sinn des Klosters behielt das Gebäude nur bis 1834. Denn ab diesem Jahr wurde es als Waisenhaus genutzt. Heutzutage sind in dem Gebäude verschiedene Museen beheimatet und ermöglichen einen Einblick in unterschiedliche Aspekte der portugiesischen Geschichte. Im Südflügel befindet sich das archäologische und ethnologische Museum und der Westflügel beheimatet nun das örtliche Marinemuseum.

Teilansichten des Jeróminos-Klosters
©: www.europe-sightseeing.com

Teilansichten des Jeróminos-Klosters
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Teilansichten des Jeróminos-Klosters
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Teilansichten des Jeróminos-Klosters
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Teilansichten des Jeróminos-Klosters
Klosterkirche Igreja de Santa Maria
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Teilansichten des Jeróminos-Klosters
Klosterkirche Igreja de Santa Maria
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Der "Turm von Belém"
Das Schutzsymbol der Seefahrer

Torre de Bel?m, der Turm von Belem steht direkt am Ufer des Tejo,
in Sichtweite vom Entdeckerdenkmal (Padr?o dos Descobrimentos).
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Der "Torre de Belém" – was auf Deutsch "Turm von Belém" heißt – steht in Lissabon am Ufer des Flusses Tejo. Er gilt als einer der bekanntesten und bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt sowie des Landes Portugal. Darüber hinaus ist der Turm das Schutzsymbol der Seefahrer und wurde schon zu früheren Zeiten vor allem von den Seeleuten geachtet und geliebt. Er und das Hieronymus-Kloster wurden von UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Ebenfalls wie das eben genannte Kloster, zählt der Turm von Belém zu den herausragenden Gebäuden des manuelinischen Baustils. Die meisten anderen Bauwerke dieser Art in Lissabon sind den zahlreichen Erdbeben zum Opfer gefallen.
Historisches
Den Auftrag zum Gebäudebau erteilte der König Manuel I. von Portugal im Jahr 1515. Die Bauzeit umfasste sechs Jahre und wurde somit erst im Jahr 1521 fertiggestellt. Im selben Jahr starb der Auftraggeber Manuel I. Ebenso wie das Hieronymus-Kloster, dient der "Turm von Belém" als Symbol der portugiesischen Glanzzeit, denn Portugal war mehrere Jahrhunderte ein mächtiges Handelsimperium und war aufgrund seiner guten Kenntnisse in der Seefahrt in vielen Ländern bekannt. Besonders gravierend war der Handel mit Indien, durch welchen auch die manuelische Baukunst beeinflusst wurde. Denn diese nutzte unter anderem indisch-orientalische Dekorationsmerkmale, um die errichteten Gebäude zu schmücken.
Als das Bauwerk errichtet wurde, stand es noch im Innern des Flusses Tejo. Doch durch zahlreiche Aufschüttungen und Rückgang des Wasserspiegels ist der Turm nun nur noch wenige Meter vom trockenen Land entfernt. Das Bauwerk diente früher als Leuchtturm und sollte die ankommenden Seefahrer sicher in den großen Hafen von Lissabon führen. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Turm außerdem als Gefängnis und Waffenlager genutzt.
Künstlerische Elemente
Der künstlerische Einfluss macht sich hauptsächlich durch den bereits erwähnten manuelischen Stil bemerkbar. Jedoch sind noch andere Kunstwerke an und auf dem Gebäude errichtet worden. Zu diesen zählt eine Statue der "Frau der sicheren Heimkehr". Sie blickt auf das Meer hinaus und sollte die portugiesischen Seefahrer auf ihren Seewegen beschützen und sicher zurück in ihren Heimathafen leiten. An der nordwestlichen Seite des Bauwerks befindet sich die erste europäische plastische Darstellung eines Nashornkopfes. Als Vorbild diente ein Panzernashorn, welches vom berühmtem Seefahrer "Afonso de Albuquerque" im Jahr 1515 aus Indien nach Portugal überführt wurde.
Diese Plastik wurde auch von dem Künstler Albrecht Dürer als Vorlage genutzt. Er fertigte – an diesem Bildnis orientiert – einen Holzschnitt an, welcher den Titel "Rhinozeros" trägt. Besonders hervorstechend sind die dekorativen Schnurreliefs und Ausgucke, welche in den Turm eingearbeitet wurden.

Teilansichten: Torre de Belém"
©: www.europe-sightseeing.com

Teilansichten: Torre de Belém"
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Teilansichten: Torre de Belém"
©: www.europe-sightseeing.com

Teilansichten: Torre de Belém"
©: www.europe-sightseeing.com
Elevador de Santa Justa
Ein Verbindungsturm in Lissabon

Elevador de Santa Justa. Teilweise muss man lange anstehen
um mit dem Aufzug zu fahren.
©: www.europe-sightseeing.com
In den Jahren 1898–1902 wurde in der Hauptstadt Portugals an einer großen Stahlkonstruktion gebaut. Der "Elevador de Santa Justa" steht im Zentrum von Lissabon und ist eine begehrte und beeindruckende Sehenswürdigkeit. Er wurde als Personenaufzug errichtet und dient dem Verbinden von zwei Stadteilen Lissabons. Er verbindet den niedrigen Part Baixa mit der sogenannten Oberstadt Chiado. Der Ingenieur, welcher diesen gigantischen Aufzug konstruiert und die Pläne gezeichnet hat trägt den Namen: "Raoul Mesnier de Ponsard" und ist ein bekannter Schüler von Gustave Eiffel. Dieser baute den Eiffelturm, welcher sich in Paris befindet und dort die Ufer des Flusses Seine dekoriert.
Der Antrieb im Wandel
Fährt man mit dem Fahrstuhl in die Höhe und steigt oben aus, sieht man sogleich über dem Ausstieg die Motoren welche die Aufzugsmechanik antreiben. Im Originalkonstrukt war dies eine Dampfmaschine, welche auch stolze fünf Jahre ihren Sinn gut erfüllte. Doch der Fortschritt zog im Jahr 1907 auch in den "Elevador de Santa Justa" ein und die Dampfmaschine wurde durch Elektromotoren ersetzt. Der gesamte Turm umfasst eine Höhe von 45 Metern. Neben seinem Sinn als Verbindungsstück der beiden bereits genannten Stadtteile wird er vor allem für Touristen als Aussichtsplattform genutzt. Nach dem erwähnten Fahrstuhl-Ausstieg ist es möglich, zwei weitere Etagen zu Fuß zu erklimmen.

Elevador de Santa Justa
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Das Design und die Kabinen
Wie bereits erwähnt, war der für den Turm zuständige Architekt ein Schüler des französischen Gustav Eiffel. Daraus resultierend besitzt auch der "Elevador de Santa Justa" einige stilistische Merkmale, welche ebenfalls beim Eiffelturm vorzufinden sind. Doch im Gegensatz zu dem französischen Pendant wurde der portugiesische Turm im neugotischen Stil errichtet. Die beiden Kabinen des Aufzuges besitzen ein elegantes Holzdesign und können jeweils bis zu 24 Personen aufnehmen. In derselben Etage wie die Aussichtsplattform ist außerdem ein Café eingerichtet worden und wir vor allem von Personen besucht, welche die unglaubliche Aussicht auf die Stadteile genießen wollen. Viele Besucher behaupten das die Perspektive, welche die Aussichtsplattform bietet, einmalig ist. Sicher ist nur, dass Touristen von dort aus einen wunderbaren Überblick über die Stadt und andere Sehenswürdigkeiten erhalten können. Unter anderem ist es möglich, von dort die portugiesische Festungsruine "Castelo de Sao Jorge" zu erblicken.

Elevador de Santa Justa: Blick bei Nacht auf die Burg Castelo de São Jorge. Rechts die Gel?nder des Elevador de Santa Justa
©: www.europe-sightseeing.com
Verbindungspause
In der langen Geschichte des Turms, existiert eine Phase in denen er seinen eigentlichen Sinn nicht erfüllen konnte: die Verbindung der Unter- und Oberstadt. Dies wurde aufgrund langjähriger Bauarbeiten am oberen Ausgang verhindert. Während dieser Zeit war der Turm dennoch ein wahrer Touristen-Magnet, welche die Aussicht genießen wollten, denn die Plattform war von der Sperre nicht betroffen. Erst im Jahr 2005 wurden diese Arbeiten beendet und der Verbindungssteg wieder freigegeben.
nach obenCastelo de São Jorge
Der Aufstieg zur Festung

Castelo de São Jorge
Quelle: pixelio.de Fotograf: Mariocopa
Die "Castelo de São Jorge" ist eine Festungsanlage auf einer Anhöhe in Lissabon. Darüber hinaus befindet sich in der Anlage eine dazugehörige Burgruine. Die zahlreichen Besucher des Festungsgebietes schwärmen bereits von dem einzigartigen Aufstieg und der darauf folgende Bericht über den eigentlichen Besuch ist komplett von Euphorie und Begeisterung durchzogen.
Der Aufstieg führt den Besucher durch die Altstadt Lissabons und stimmt ihn somit auf die Anblicke aus der Vergangenheit ein. Auf dem Weg wird er zahlreiche Aussichtspunkte passieren, bei denen er nach Belieben innehalten und die Stadt überblicken kann. Diese kurzen Betrachtungen stimmen den Touristen auf die einzigartige und weitläufige Aussicht von der Festungsanlage ein. Darüber hinaus wird der Aufsteigende einige historische Kulturgüter antreffen, während er in Richtung Festung marschiert. Zu diesen gehört auch ein öffentliches, historisches Urinal. Wenn der Besucher die Anlage erreicht, wird er zugleich von einem Abbild des heiligen Georgs (São Jorge) begrüßt, denn diesem ist die Festung gewidmet.

Castelo de São Jorge vom Platz Martim Moniz aus gesehen
©: www.europe-sightseeing.com
Die Eroberung der Feste und weitere historische Fakten
Die historische Festungsanlage besitzt eine lange Geschichte, welches bis in das erste Jahrtausend zurückreicht. In diesem wurde es als militärische Burgeinrichtung von den Mauren erbaut und genutzt. Im Jahr 1147 wurde von Alfons I. erobert und mehrere Jahrhunderte lang von seiner Dynastie als Königsburg genutzt.
Eine alte Legende besagt, dass die Eroberung nur dank des tapferen Ritters Martim Moniz gelingen konnte. Denn laut dieser Legende entdeckte er – bei der Belagerung der Einrichtung – ein offenes Tor. Waghalsig stürmte er zu diesem und quetschte sich mit seinem Körper in die schmale Öffnung um sie zu halten. Obwohl er sich seines Todes bewusst war, tat er es für den Sieg.
Die folgenden Jahre der Eroberung half sie außerdem, die Stadt zu verteidigen und dem portugiesischen König sein Reich zu bewahren. In einem der zahlreichen Türme der Burg befanden sich die gesamten Urkunden aus dem Besitz des Königs. Dieser Turm trägt den Namen "Torre do Tombo" und ist auch heute noch das Nationalarchiv Portugals. Im Jahr 1755 kam das Erdbeben von Lissabon und zerstörte die innen liegende Burg fast vollständig.

Castelo de São Jorge
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Aktionen in der Festung
Wie bereits erwähnt, gilt das "Castelo de São Jorge" als ein beliebtes Touristenziel und ist darüber hinaus eines der beliebtesten Besucherstätten von Lissabon. Vor allem der einzigartige Ausblick über die gesamte Stadt und dem anliegenden Fluss begeistert die Besucher. Doch darüber hinaus ist auch das Spitzbogen-Haus, welches über insgesamt fünf Spitzbögen verfügt, eine sehr interessante und sehenswerte Einrichtung. Ebenfalls interessant sind zahlreiche Verzierungen an Türen und im Gestein, welche von unterschiedlichen Kulturen stammen. Darüber hinaus können geschichtsinteressierte Personen auch die Überreste des ehemaligen Gefängnisses betrachten.
nach obenRossio – Praça de Dom Pedro IV
Der Platz des Königs

Rossio: Platz Praça Dom Petro IV.
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Insgesamt existieren drei große, freie Plätze in der Hauptstadt Portugals, welche als Sehenswürdigkeiten eingetragen sind. Der Praça de Dom Pedro IV ist einer von ihnen. Sein Name lehnt sich an den ehemaligen portugiesischen König Pedro IV. an. Dies ist unter anderem mit der bronzenen Skulptur dieses Mannes zu begründen, welche in der Mitte des riesigen Platzes thront. Ursprünglich trug der Platz den Namen "Rossio", wurde jedoch im 19. Jahrhundert umbenannt. Trotz dieser offiziellen Namensänderungen wird der Platz von den Bewohnern Lissabons noch immer mit seinem alten Namen betitelt. Neben der Statue von Pedro IV. besitzt der Platz noch andere anschauliche Gebilde und ein beeindruckendes Bodenmuster.

Blick von der Aussichtsplattform des Aufzugs Santa Justa
zum Platz Praça Dom Petro IV., seit dem Mittelalter Rossio
genannt, den sch?nsten Platz Lissabons
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Das Sehenswerte am Platz
Der große Platz in der Innenstadt Lissabons ist heutzutage ein sehr beliebter Treffpunkt für die Einwohner sowie Touristen. In früheren Zeiten wurde der Platz vor allem für Feiern und andere größere Veranstaltungen genutzt. Doch nun locken vor allem die ansehnlichen charakteristischen Merkmale des Platzes seine Besucher an. Zu diesen gehören unter anderem das wellenartige Mosaikmuster, welches den gesamten Platz einnimmt sowie die beiden französischen Bronzebrunnen, welche im 19. Jahrhundert an diesen platziert wurden. Im selben Jahrhundert wurde auch das bereits erwähnte Mosaikmuster auf dem Platz verlegt. Die ersten Mustersteine wurden von Sträflingen als Teil ihrer Bestrafung verlegt.

Wellenmuster auf dem Platz Praça Dom Petro IV.
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Die Wellenmuster, welche sich im riesigen Mosaikgebilde verstecken, sind typisch für Portugal und symbolisieren die Verbindung zum Meer und der Seefahrt. Im Jahr 1755 wurde der Platz, wie viele andere Teile Lissabons durch das große Erdbeben zerstört. Erst beim Wiederaufbau erlangte der Treffpunkt seine heutige Schönheit. Aus der Zeit wo dieser Neuaufbau von Sebastião José de Carvalho e Mello eingeleitet wurde, stammt auch der berühmte Bogen des Rossio-Platzes. Dieser ist mit dem Namen: "Arco da Bandeira" betitelt. Auch viele andere sehenswerte Einrichtungen wurden zu dieser Zeit am großen Platz errichtet. Der Bahnhof Rossio gilt ebenfalls als ein bedeutendes Gebäude, welches das Bild des Platzes seit 1886 prägt.

Rossio: Blick in Richtung der Klosterruine Convento do Carmo
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Der Ursprung
Die Geschichte des Rossio reicht wie viele Dinge in Lissabon sehr weit zurück. Zurzeit gehen Historiker davon aus, dass der Platz ab dem 13. Jahrhundert eine wichtige Rolle bei den Einwohnern einnahm, denn zu der Zeit nahm die Bevölkerungszahl in Lissabon stark zu und erweiterte sich in Richtung des Flusses Tejo. Der Name "Rossio" stammt aus dem Altportugiesischen und würde übersetzt ungefähr heißen: "Feld ohne Einwohner". Im Jahr 1450 errichtete der zwölfte König von Portugal – Alfons V. – ein Gästehaus am nördlichen Rand des Platzes. Dieses Gebäude und weitere Einrichtungen, welche von kommenden Königen hinzugefügt wurden, verliehen dem Rossio seine heutige besondere Bedeutung.
nach obenPonte 25 de Abril
Die Hängebrücke über dem Tejo

Ponte 25 de Abril - Hängebrücke über dem Tejo
©: www.europe-sightseeing.com
Die "Ponte 25 de Abril" ist ein Brückenzug in Portugal welcher eine Länge von 3,2 km besitzt und sich in Nord-Süd-Richtung über den Fluss Tejo erstreckt. Die Brücke selbst besitzt eine Strecke von 2,3 km und ist somit die zweitlängste ihrer Art. Die Tsing-Ma-Brücke ist die einzige Hängebrücke mit integrierter Straße sowie Eisenbahnstrecke, welche länger als das Lissabonner Modell ist. Die Brücke dient als Verbindung zwischen einem Vorort Lissabons und dem Stadtteil Alcânta. Dieser Vorort trägt den Namen Almeda und wird ebenfalls als Stadt eingeordnet. Die Autobahn, welche sich über die Brücke erstreckt, ist sechsspurig und trägt die Bezeichnung A2.
Amerikanisches Pendant
Wenn sie das erste Mal die große Hängebrücke sehen, denken alle Touristen zunächst an die Golden Gate Bridge, welche sich in den USA, in San Francisco befindet. Die Ähnlichkeiten sind auch unbestreitbar. Dies liegt vor allem an zwei Tatsachen, zum einen wurden beide Brücken vom selben Unternehmen – der American Bridge Company – gebaut und weiterhin hat die Firma bei beiden Modellen dieselbe Farbe als Anstrich verwendet. Dies macht die Illusion nahezu perfekt. Doch bei genauerem Hinsehen können die Betrachter den kleinen und dennoch sehr markanten Unterschied zur Brücke des goldenen Tores erkennen: Denn während die Pylone von ihr mit geraden Querriegeln ausgestattet sind, besitzt das portugiesische Modell gekreuzte Riegel.

Ponte 25 de Abril - Hängebrücke über dem Tejo.
Oben mehrere Spuren f?r Fahrzeuge, unten f?r Z?ge.
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Darüber hinaus diente die Golden Gate Bridge in San Francisco auch gar nicht als Vorbild für die Verbindungsbrücke in Lissabon. Zwar ist dieses ebenfalls in der genannten Stadt zu finden, jedoch ist das Vorbild sehr viel größer und trägt einen komplett anderen Namen – es ist die San Francisco-Oakland Bay Bridge. Sie erstreckt sich – wie der Name schon sagt – über die Bucht von San Francisco und umfasst eine Länge von mehr als 8 Kilometer. Sie besitzt – ebenfalls wie das portugiesische Pendant – gekreuzte Riegel zwischen ihren Pylonen. Jedoch besitzt das amerikanische Vorbild eine andere Farbe.
Geschichtliche Fakten
Die Überlegungen, eine Verbindungsbrücke über den Tejo zu bauen, um die Vororte von Lissabon mit der Hauptstadt zu verbinden, stammen bereits aus dem 19. Jahrhundert. Nach langjähriger Planung und Beschäftigung mit der Idee wurde im Jahr 1962 endlich der erste Spatenstich getätigt und somit der Bau begonnen. Dieser zog sich über fast drei Jahre hin und somit wurde die Brücke erst im August 1966 fertiggestellt. Als die Brücke von der damaligen Regierung eingeweiht wurde, erhielt sie den Namen: "Salazar-Brücke" und erst einige Jahre später, im Jahr 1974 erhielt sie ihren heutigen Namen. Dieser wird von den Einwohnern oftmals abgekürzt, wodurch die meisten die Brücke nur als "Ponte" bezeichnen.

Ponte 25 de Abril - Hängebrücke über dem Tejo. Panoramasicht ?ber Lissabon und der Ponte 25 de Abril von der Statue Cristo Rei aus.
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Ponte 25 de Abril - Hängebrücke über dem Tejo. Links die Statue Cristo Rei, rechts der Containerhafen von Lissabon.
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Cristo Rei

Cristo Rei Statue
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Position und Aufbau
Die Cristo Rei Statue von Portugal befindet sich unweit des Tejo, direkt an dessen Seeufer. Insgesamt steht die Statue mehr als 200 Meter über dem Gewässer. Auf ihrem großen steinernen Sockel steht die gigantische Abbildung von Jesus Christus über Lissabon und streckt ihre Arme aus. Aufgrund dieser gestreckten Haltung wird sie aus der Entfernung oftmals nur als großes Steinkreuz wahrgenommen. Sie steht direkt neben der "Ponte 25 de Abril" und begrüßt somit jeden, der die Ortschaft über die Brücke betritt. Beim Bau des Denkmals wurde im untersten Stockwerk eine Kapelle eingerichtet, wodurch die gesamte Einrichtung sehr gottesnah wirkt.
Doch auch zahlreiche areligiöse Besucher der Stadt bewundern das Monument und genießen die hervorragende Aussicht, welche man vom Fuß der Statue hat. Mithilfe eines Aufzuges ist es den Besuchern möglich, 82 Meter in die Höhe zu fahren und dort vom Sockel der Statue aus, die umliegende Region zu bestaunen. Die Fernsicht von dieser Position ist sehr umfassend und weitreichend. Die Besucher können von dort aus die Hauptstadt, Almada sowie den Fluss überblicken. Das Monument gehört zu den größten Gebäuden in Portugal und gilt deswegen auch als eine der besten Aussichtsstellen mit Blick auf Lissabon. Weiterhin ist sie eine der begehrtesten Sehenswürdigkeiten in der Region.

Cristo Rei Statue
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Vorbild und geschichtliche Fakten
Im Jahr 1934 besuchte der damalige Erzbischof von Lissabon die Hauptstadt von Brasilien "Rio de Janeiro". Dort wurde im Jahr 1931 eine sehr große Jesus-Statue eingeweiht mit dem Titel "Cristo Redentor", von dieser war der Erzbischof dermaßen angetan, dass er sich eine Ähnliche für Lissabon wünschte. Nach seiner Rückkehr nach Lissabon gelang es ihm, den Episkopaten von Portugal von seiner Idee zu überzeugen. Dieser beschloss das Anliegen bei einer Versammlung am 20. April 1940 den anderen Bischöfen vorzutragen und tat dies auch. Auch auf dieser Versammlung in Fátima erhielt die Idee großen Zuspruch und so gelobten die anwesenden Bischöfe die Statue zu erbauen.
Jedoch stellten sie eine Bedingung auf, welche zunächst erfüllt werden müsse, bevor der Bau beginnen kann. Im Prinzip war es eine Bitte und ein Zustimmungsgesuch Gottes, denn die Bedingung war, dass Gott ihr Land vor dem Zweiten Weltkrieg verschont. Da dies dann tatsächlich zutraf, begann der Bau der Statue, um Gott zu danken, im Jahr 1949. Am Bau des Monumentes waren verschiedene berühmte Persönlichkeiten beteiligt. Er dauerte circa 10 Jahre und wurde im Jahr 1959 beendet. Daraufhin wurde am Pfingstsonntag des Jahres, das Denkmal in einer Zeremonie mit mehr als 300.000 Anwesenden eingeweiht.

Vom Aussichtspunkt an der Cristo Rei Statue bietet sich ein herrlicher Panoramablick ?ber Lissabon
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Das Denkmal der Entdeckungen
Für die Entdecker

Entdeckerdenkmal (Padrão dos Descobrimentos)
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Im Jahr 1960 wurde anlässlich des 500. Todestages von Heinrich dem Seefahrer das "Padrão dos Descobrimentos" errichtet. Der deutsche Name ist: "Denkmal der Entdeckungen". Heinrich war ein portugiesischer Infant und finanzierte zahlreiche Entdeckungsreisen. Dank ihm konnte Portugal zu einer berühmten Kolonial- und Seemacht heranreifen. Wie der Name bereits erkennen lässt, ist das Monument den Entdeckern und dem Zeitalter der Entdeckungen gewidmet. Auf dem gigantischen Denkmal sind insgesamt 33 bekannte und bedeutende Personen abgebildet, welche zur Zeit der Entdeckungen gelebt und eine wichtige Rolle im kulturellen Aufstieg des Staates gespielt haben. Dazu zählen zahlreiche Seefahrer, Dichter, Historiker und selbstverständlich auch Infant Heinrich.

Entdeckerdenkmal (Padrão dos Descobrimentos)
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Das Zeitalter der Entdeckungen von Portugal ermöglichte den interkontinentalen Gewürzhandel sowie die Eroberung der großen Gewässer. Bis zum heutigen Tage gilt dieses Zeitalter als sehr besonders und verehrenswert bei den portugiesischen Einwohnern. Es gilt als die wichtigste Epoche in der Geschichte des Landes und ohne sie, hätte Portugal womöglich niemals seinen großen Ruf erhalten und wäre in weitaus weniger Regionen der Welt bekannt. Zu der Zeit spielte Portugal die vorherrschende Rolle im Gewürzhandel Europas, keine der anderen Staaten konnte mit diesem gleichziehen, geschweige denn es mit Importen und Exporten überbieten. Zentrum dieses Monopols bildete der große und bis heute wichtige Hafen Lissabons.
Geschichte und Bau
Das Monument ragt 52 Meter in die Höhe und wurde aus Beton gegossen. Zur Zeit der Eröffnung herrschte in Portugal noch der Diktator António de Oliveira Salazar. Diese Zeit wird auch als Herrschaft des Salazar-Regimes bezeichnet. An beiden Seiten des zentralen Betonblocks stehen die bereits erwähnten Persönlichkeiten in Reih' und Glied. Vorne an der Spitze steht Heinrich der Seefahrer mit direktem Blick über den Fluss und einer kleinen Karavelle in den Händen. Hinter ihm wurden die anderen Personen aus der Zeit der Entdeckungen aufgereiht, darunter auch König Alfons V. und Vasco da Gama, welcher den Seeweg nach Indien entdeckte.
Neben dem sehr ansehnlichen Gebilde dient das Dach des Monuments auch als Aussichtsplattform. Darüber hinaus befindet sich im Innenraum ein Museum, welches ansehnliche und interessante Informationen zur portugiesischen Geschichte vermittelt. Der Besuch der Plattform sowie des Museums ist zwar kostenpflichtig, aber die zahlreichen Touristen, welche tagtäglich in das Denkmal strömen, beschwören die Tatsache, dass ein Besuch sich lohnt. Vom Dach des Monuments können zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten Lissabons erblickt und bestaunt werden. Darüber hinaus erscheint das Windrosen-Mosaik, welches sich vor dem Gebilde befindet, von dort aus noch erstaunlicher. Unter anderem können die Besucher erst vom Dach aus, die Karte in der Mitte der Windrose bestaunen.

Entdeckerdenkmal (Padrão dos Descobrimentos). Im Hintergrund die H?ngebr?cke Ponte 25 de Abril
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