Lissabons Altstadt, Szeneviertel, Nachtleben und weitere Ausflugstipps
Inhaltsverzeichnis
- Lissabon
- Das Hieronymus-Kloster
- Der Turm von Belém
- Elevador de Santa Justa
- Castelo de São Jorge
- Rossio – Praça de Dom Pedro IV
- Ponte 25 de Abril
- Cristo Rei
- Das Denkmal der Entdeckungen
- Praça do Comércio
- Basílica da Estrela
- Aqueduto das Águas Livres
- Convento do Carmo
- Catedral Sé Patriarcal
- Park der Nationen
- Ponte Vasco da Gama
- Kulturangebote / Museen / Bühnen / Shows
- Kunsttipp: Metrostation Oriente
- Linie 28 - Eléctricos de Lisboa
- Pantheon
- Friedhof des Vergnügens
- Altstadtviertel Amalfa
- Szeneviertel Bairro Alto
- Nachtleben
- Szenentreffs
- Ausflugstipp: Cascais & Estoril
- Ausflugstipp: Sintra
- Ausflugstipp: Cabo da Roca
- Freizeitparks
- Unterkünfte (Hotel, Camping, Jugendherbergen)
- Shopping (Flohmärkte, Nobel-Kaufhäuser, Ausgefallenes, ...)
- Flohmarkt der Diebe
- Essen & Trinken & Restaurants
- Der öffentliche Nahverkehr
- Daten & Fakten
Die Amalfa: hier liegen die Wurzeln von Lissabon
Zu den begehrtesten Ausflugszielen in Lissabon gehört das Altstadtviertel Amalfa. Dieses liegt zwischen dem Ufer des Tejo und der Burganlage im Osten der Baixa. Ein Grund dafür sind die zahlreichen Aussichtspunkte, die einen optimalen Blick über die ganze Stadt bieten. Doch auch in der Amalfa gibt es jede Menge zu entdecken. Schließlich handelt es sich hierbei um das älteste und nach wie vor ursprünglichste Stadtviertel, weil die großen Erdbeben der Vergangenheit die Amalfa weitgehend verschont haben.

Altstadtviertel Amalfa
©: www.europe-sightseeing.com

Altstadtviertel Amalfa
©: www.europe-sightseeing.com
Die Amalfa als Zentrum der Macht
Schon zu Zeiten der Römer hatten sich Menschen in der Amalfa angesiedelt, wie etwa an den Ausgrabungen in der Kathedrale zu sehen ist. Später folgten die Westgoten, die während des fünften nachchristlichen Jahrhunderts auch das Castelo Sao Jorge, bis ins 16. Jahrhundert hinein die Residenz der Könige, errichtet hatten. Die Araber gaben der Amalfa schließlich ihren Namen und bauten den Lissabonner Stadtteil zum Zentrum ihrer Macht in Portugal aus. Erst während und nach der Zeit der maurischen Herrschaft dehnte sich die Amalfa schließlich nach Westen hin aus.

Altstadtviertel Amalfa
©: www.europe-sightseeing.com

Altstadtviertel Amalfa
©: www.europe-sightseeing.com
Darum ist die Amalfa bei Touristen so beliebt
Die Gäste der Stadt haben die Gelegenheit, in den engen Gassen und Straßen in die Vergangenheit einzutauchen und so manche Sehenswürdigkeit zu entdecken. Dazu gehören neben dem Herrscherpalast auch die älteste Kirche Lissabons sowie verschiedene Klöster. Etwa das Kloster Sao Vicente de Fora, welches im ausgehenden 16. Jahrhundert gegründet wurde und wo die Angehörigen des Königshauses aus dem Hause Braganza begraben wurden. Auch die Igreja de Santa Engracia, eigentlich eine Kirche - heute jedoch das nationale Pantheon Portugals, ist in Amalfa beheimatet. Doch nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch das reichhaltige gastronomische Angebot machen Amalfa zu einem gern besuchten Teil Lissabons. Die zahlreichen Gastronomen hatten sich nach dem Ende der portugiesischen Diktatur ab Mitte der 1970er Jahre angesiedelt, als der Stadtteil durch Haussanierungen erheblich aufgewertet wurde.

Altstadtviertel Amalfa
©: www.europe-sightseeing.com

Altstadtviertel Amalfa
©: www.europe-sightseeing.com

Altstadtviertel Amalfa
©: www.europe-sightseeing.com

Bairro Alto: mit dem Elevado da Bica vom Cais de Sodre ins Altstadtviertel
©: www.europe-sightseeing.com
Bairro Alto: das Zentrum der Szene in Lissabon
Direkt oberhalb des Geschäftsviertels Baxia befindet sich der Lissabonner Stadtteil Bairro Alto, der zu den ältesten Teilen der Stadt zählt. Größtenteils hat die Bairro Alto das große Erdbeben von 1755 unversehrt überstanden, sodass die Besucher hier einen hervorragenden Eindruck vom ursprünglichen Lissabon erhalten können.
Ursprünglich handelte es sich bei diesem Stadtteil um ein Viertel, in dem vor allem Handwerker und einfache Angestellte lebten. Dies änderte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts, als sich zahlreiche wichtige Zeitungen mit ihren Redaktionen und Druckereien hier ansiedelten. Die Zeitungen wiederum zogen zahlreiche Intellektuelle nach Bairro Alto, was zu einem erheblichen Anstieg der Mieten und Wohnungspreise führte.

Bairro Alto: Häuserfassaden
©: www.europe-sightseeing.com
Barrio Alto: wo die Szene zu Hause ist
Heute gilt Bairro Alto als das angesagteste Kneipenviertel der Stadt. In den engen Gassen finden sich traditionelle Kneipen, in welchen Fado gespielt wird, ebenso wie moderne Clubs, Bars und Lokale mit modernem Zuschnitt, die ein jüngeres Publikum anziehen. Darüber hinaus gilt Bairro Alto auch als wichtiger Treffpunkt der Gothic-, Jazz, HipHop sowie der Schwulen- und Lesbensezene. Durch diesen faszinierenden Mix ist ein hipper und bunter Stadtteil entstanden.

Gasse im Lissaboner Stadtteil Bairro Alto
©: www.europe-sightseeing.com
Zwischen den Kneipen finden die Besucher aber auch zahlreiche kleine Restaurants, in welchen sie die portugiesische Küche entdecken können. Bei wärmeren Temperaturen halten sich die Einheimischen übrigens gern auf den Straßen auf, sodass Touristen hier ein mehr als lebendiges Viertel erwartet.

Lissabon am Abend bzw. Nachts: Weinstuben und Tapas Bars
©: www.europe-sightseeing.com
So erreichen Gäste die Bairra Alto
Besucher, die in das Leben der Bairro Alto eintauchen wollen, haben mehrere Möglichkeiten, das Szeneviertel zu erreichen: Neben der Eléctrico-Linie 28 fährt vom Zentrum der Unterstadt etwa ein Aufzug zum Bairro Alto. Wer sich den Aufstieg ersparen möchte, kann aber auch - wie es die Einheimischen gern machen - einfach die Rolltreppen an der Metrostation Baixa Chiado nutzen.
nach obenNachtleben
Nächtliche Nostalgie

Gasse im Lissaboner Stadtteil Bairro Alto
©: www.europe-sightseeing.com
Obwohl die Stadt Lissabon ein wahres Kulturwunder ist, welches bis zum Rand mit historischen Sehenswürdigkeiten gefüllt ist, wissen die Einwohner auch, wie gefeiert wird. Das Nachtleben der portugiesischen Hauptstadt ist sehr lebhaft und kann sich mit dem der größten europäischen Städte messen. Vor allem an den Wochenenden, an denen die meisten Bewohner nicht arbeiten müssen und Zeit zum Amüsieren besitzen, ist die Stadt in der Nacht mit Leben gefüllt. An einigen Tagen entstehen in der Nacht zwischen vier und fünf Uhr Staus auf den Straßen, welche denen im Berufsverkehr sehr nahe kommen. Dieses Nachtleben hat sich über die Jahrhunderte stark entwickelt.
Das Altstadtviertel Bairro Alto
Das Viertel Bairro Alto, in der Altstadt, ist für seine zahlreichen Bars und Kneipen bekannt. Aufgrund der vorzufindenden Vielzahl dieser Einrichtungen wird das Gebiet auch gerne als das Kneipenviertel bezeichnet. Die meisten Restaurants und Kneipen in Lissabon öffnen erst nach 20 Uhr. Für eine Vielzahl der Touristen ist dies sehr merkwürdig, da in ihren Heimatländen oft schon früher zu Abend gegessen wird. Doch in diesem Fall ist die Anpassung an portugiesische Verhältnisse notwendig. Doch hat diese nächtliche Esstradition durchaus auch schöne Seiten. Wenn man als Tourist am Abend zwischen der Rua do Norte und Rua da Rosa herumschlendert, kommt man in den Genuss des einzigartigen Lissaboner Nachtlebens.

Lissabon am Abend bzw. Nachts
Den Abend genießen in einem Fado Restaurant
©: www.europe-sightseeing.com
Die zahlreichen Bars, welche sich in diesem Raum befinden, besitzen nur eine sehr begrenzte Fläche. Diese ist nahezu jede Nacht komplett gefüllt, weshalb sich auch die anliegenden Straßen mit den zahlreichen Feiernden füllen. In dem Viertel sind außerdem einige Lokale zu finden, welche sich auf die Fado-Musik spezialisiert haben. Doch die dort befindlichen Fado-Lokale sind viel mehr auf Touristen orientiert und haben nur noch wenig von dem Charme dieser traditionellen Musik.
Das Nachtleben am Hafen
Vor einiger Zeit hat das Nachtleben von Lissabon einen nicht mindergroßen Wandel erlebt. Vor allem die Region, in welcher sich die meisten Personen tummeln, hat sich verschoben. Denn anstatt mitten in der Stadt zu feiern, befindet sich das Zentrum des Nachtlebens nun an dem Hafen von Alcântara. Die dort befindliche Dockgegend wurde zu einem beliebten Treffpunkt und befindet sich nicht weit von der "Ponte 25 de Abril".
Die meisten Lokale sind in umgebauten Lagerhäusern angesiedelt und bewirten dort ihre Gäste. Die Einrichtungen reihen sich sehr dicht aneinander. Sehr viele der Lokale bieten auch Sitzplätze an der frischen Luft und eine hervorragende Aussicht auf den anliegenden Hauptstadtfluss, den Tejo. Die genannte Aussicht entschädigt die Besucher oftmals für die oft sehr simpel gestalteten Lokale.

Dockanlagen und alte Lagerhäuser - heute Restaurants und Clubs.
©: www.europe-sightseeing.com
Der beliebteste Klub Lissabons
Wie in jeder großen Stadt, existieren auch in Lissabon zahlreiche gute Klubs, in denen die Nacht zum Tag geformt werden kann. Doch es existiert nur ein exzellenter Klub, welcher den Namen Lux-Fragil trägt. Er ist im Jahr 1999 eröffnet worden und bereits seitdem der beliebteste seiner Art in ganz Lissabon. Manche behaupten sogar sein Glanz würde alle anderen Klubs in Portugal erblassen lassen. Dies ist durchaus möglich, vor allem wenn bedacht wird, dass der Ruf des Lux-Fragil bereits über die Grenzen von Portugal reicht.
Die Öffnungszeiten des Klubs entsprechen denen des einzigartigen Nachtlebens Lissabons. Geöffnet wird um 22 Uhr und 7 Uhr morgens wird er wieder geschlossen. Doch – wie typisch für die Portugiesen – fängt das eigentliche Leben erst um 2 Uhr in der Früh an. Somit sind es etwa fünf Stunden, in denen der berühmte Klub die Nacht zum Tag macht.
Wissenswertes
Marschiert man als Tourist durch die Straßen Lissabons und wandert von einem Klub zum nächsten, so sollten doch einige Punkte beachtet werden. Nicht jedes grimmige Murmeln eines Türstehers bedeutet, dass der Eintritt der fragenden Person verwehrt bleibt. Oftmals ist es nur der Preis, welcher von ihm genannt wird. Denn in Portugal ist es normal, dass der Türsteher diesen festlegt und zusätzlich die Anzahl der Freigetränke festlegt.

Lissabon am Abend bzw. Nachts: Weinstuben und Tapas Bars
©: www.europe-sightseeing.com

Lissabon am Abend bzw. Nachts
©: www.europe-sightseeing.com

Lissabon am Abend bzw. Nachts
©: www.europe-sightseeing.com

Lissabon am Abend bzw. Nachts
©: www.europe-sightseeing.com
Szenentreffs
Partystadt in Portugal
Das Nachtleben und die Qualität der Klubs in der portugiesischen Hauptstadt sind auch über die Grenzen des Landes bekannt. Dadurch werden natürlich auch partylustige Jugendliche angelockt und freuen sich, wenn sie hören, dass ihre Jugendgruppe einen Ausflug nach Lissabon plant. Besonders bekannt ist das "Lux Fragil", doch neben diesem Spitzenklub gibt es noch andere gut ausgestattete Nachtklubs. Doch für alle gilt dieselbe Regel, dass die Nacht erst ab 2 Uhr morgens wirklich erwacht. Die Klubs und Bars unterscheiden sich dennoch häufig in der gespielten Musik und dem entsprechenden Design. Daher existieren durchaus Einrichtungen, welche auch für ältere Personen geeignet sind.
Das Buddha
Wie der Name bereits erahnen lässt, lädt der Klub "Buddha", seine Besucher zu einer sehr orientalischen Dekoration und einer ebensolchen Nacht ein. Diese exotische Atmosphäre wird vor allem durch die orientalischen Holzmöbel und die buddhistischen Symbole erzeugt. Unter anderem lassen sich in dem Klub zahlreiche Buddha-Skulpturen finden, welche aufgrund ihrer Größe sehr schnell ins Auge stechen. Das restliche fernöstliche Ambiente wird durch die kniehohen Tische sowie die zahlreichen Sitzsäcke und Ledersofas erzeugt. Im "Buddha" ist auch oft der Gastgeber anzutreffen, welcher ebenfalls für die häufigen Themenabende verantwortlich ist. Oftmals wird "Deep House"-Musik gespielt, welches für eine entspannte Atmosphäre sorgt.
Der Kremlin
Ein weiterer sehr bekannter und beliebter Klub ist der "Kremlin". In vergangenen Zeiten galt er als der beste Klub mit House-Musik in ganz Europa. Viele DJs schwärmten von der Einrichtung und entsprechende Szenenzeitschriften berichteten nicht selten über Neuerungen und Ereignisse in dem "Kremlin". Heutzutage ist der Klub in ganz Europa als Treffpunkt für Homosexuelle und Ecstasy-Abhängige bekannt. Aber auch andere partylustige Personen besuchen den Klub regelmäßig. Ebenfalls verfügt der "Kremlin", wie das "Buddha" über eine orientalische Einrichtung und setzt ebenfalls auf Deep House Musik. Auch wenn sein Ruf über die Jahre stark abgenommen hat, ist der "Kremlin" für unerschrockene Touristen noch immer ein beliebter Partytreffpunkt.
Das Lux Fragil
Das "Lux Fragil" ist mit Abstand der populärste Klub in ganz Lissabon – und laut den Aussagen einiger Personen, sogar in ganz Europa. Der Klub gehört inzwischen teilweise dem bekannten Hollywood-Schauspieler "John Malkovich" und lockt auch nicht unbegründet andere berühmte Darsteller aus Amerika nach Europa. Auch solche bekannten Personen wie Prince und Cameron Diaz sind nicht selten im "Lux Fragil" anzutreffen. Die gespielte Musik ist immer aktuell und wandert direkt von den Charts zum DJ. Der Innenraum gilt als eine der verlockendsten Bestandteile und ist mit einer gesunden Mischung aus verrückten und altmodischen Möbeln bestückt.
nach obenBade- und Urlaubsorte Cascais und Estoril
Cascais: ein exklusiver Badeort
Zu den beliebtesten Badeorten an der Küste von Lissabon zählt der alte Fischerhafen Cascais, heute ein Vorort der portugiesischen Hauptstadt. Während der Badesaison verwandelt sich Cascais in einen typischen Badeort mit internationalem Publikum. Außerhalb der Saison bezaubert der Ort jedoch mit seiner sehenswerten Altstadt.

Cascais: ein exklusiver Badeort
©: www.europe-sightseeing.com
Ein Ort mit wechselhafter Geschichte
Der kleine Fischerort Cascais wurde anno 1579 von den Spaniern besetzt und blieb bis 1807 in spanischer Hand, als die französischen Truppen hier ihr militärisches Hauptquartier einrichteten. Dass aus dem kleinen Fischerdorf schließlich ein exklusiver Badeort wurde, ist König Luis I. zu verdanken, der die Festung Citadela als Sommerresidenz auserkoren hatte. Nun erhielt der Ort allmählich einen eleganten Charakter und wurde gern von reichen Bürgern und Aristokraten besucht, die auch während des Zweiten Weltkrieges hier einen sicheren Unterschlupf fanden.
Die Sehenswürdigkeiten von Cascais
Einen Eindruck von der ursprünglichen Atmosphäre des Ortes erhalten die Besucher im Zentrum von Cascais, wo sich auch der Fischerhafen befindet. Als besonders sehenswert gelten die zahlreichen Villenbauten, die oft von ausgedehnten Grünflächen umgeben werden. Von der Festung Cidadela de Cascias aus, die sich in der Oberstadt befindet, genießen die Besucher den Blick über die Bucht vor Cascais sowie auf den neuen Yachthafen. Zu den weiteren Highlights gehört das alte Fort, in dem heute regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.
Der Weg nach Cascais
Am einfachsten erreichen Besucher den Küstenort Cascais mit der Eisenbahnstrecke Linha de Cascais, die seit 1889 existiert. Auf einer Strecke von mehr als 25 Kilometern hält die Bahn an insgesamt 17 Bahnhöfen und gilt deshalb auch als eine der wichtigsten Verbindungen vom Lissabonner Stadtzentrum aus in die Vororte.

Cascais: Felsenküste beim Boca do Inferno, etwa 2 km vom Zentrum Cascais entfernt.
©: www.europe-sightseeing.com
Estoril: ein Dorado für Sonnenhungrige und Spieler
Nur zwei Kilometer entfernt von Cascais befindet sich der mondäne Badeort Estoril. Dieser wurde vor allem durch das Kasino Estoril bekannt, welches 1931 eröffnet wurde und Ian Flemming zu seinen James-Bond-Abenteuern inspirierte und heute noch zu den größten Casinos in ganz Europa zählt. Heute gilt Estoril als traditioneller Rückzugsort der Oberschicht von Lissabon.
Kultur erleben in Estoril
Bei einem Bummel durch die Stadt entdecken die Besucher unter anderem die Reste von römischen Villen, die um Christi Geburt erbaut wurden. An der Küste rund um Estoril zeugen diverse Festungsanlagen von den Piratenangriffen aus früheren Zeiten, die ebenfalls besichtigt werden können. Besonders lohnenswert ist der Besuch in Estoril, wenn kulturelle Veranstaltungen im Casino Estoril abgehalten werden oder sportliche Großereignisse stattfinden. Dazu gehört etwa der Große Preis von Portugal, der alljährlich auf dem Circuito do Estoril stattfindet.

Badestrand von Estoril gleich hinter dem Bahnhof - bei Regen nicht viel los, bei Sonnenschein und im Sommer proppevoll.
©: www.europe-sightseeing.com
Sintra: eine Kulturlandschaft vor den Toren Lissabons

Sintra: Vom Castello ein toller Blick auf Sintra und im Hintergrund das Meer
©: www.europe-sightseeing.com
Für historisch interessierte Besucher Lissabons ist ein Ausflug in die nur etwa 25 Kilometer entfernte Maurenstadt Sintra nahezu ein Muss. Ein Grund dafür sind die Jahrhunderte alten Königspaläste und Herrenhäuser, die sich in der Stadt und der näheren Umgebung befinden.
Sintra: eine Stadt mit Geschichte

Sintra: Castello dos Mouros
©: www.europe-sightseeing.com
Die Region rund um Sintra war bereits in der Altsteinzeit besiedelt, wie diverse archäologische Funde belegen. Diese setzte sich nahtlos bis in die Zeit der Römer fort, die unter anderem mit einer Straße und einem Staudamm ihre Spuren in der Region hinterließen. Doch erst unter der arabischen Herrschaft wurde Sintra ab dem beginnenden 8. Jahrhundert planmäßig zur Stadt ausgebaut. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer mehrfach, bis es schließlich Dom Alonso Henriques, Portugals erstem König 1147 gelang, die Küstenregion endgültig zu erobern.
Weil die Stadt in den folgenden Jahrhunderten mehrfach ihr Gesicht veränderte, erwartet die Besucher in Sintra ein faszinierender Mix aus morgen- und abendländischen Sehenswürdigkeiten.
Die Sehenswürdigkeiten von Sintra
Der Palácio Nacional da Pena wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Geheiß des Königsgemahls Ferdinand II. errichtet. Ursprünglich hatte sich dort ein Kloster des Hieronymitenordens befunden, das im ausgehenden 15. Jahrhundert errichtet worden war. Der Baumeister Wilhelm Ludwig von Eschwege hat für den Palácio Nacional da Pena verschiedene historisierende Baustile miteinander kombiniert. Auch die Parks rund um das Schloss wurden in einem historisierenden Stil angelegt.
Beim Convento dos Capuchos Sintra handelt es sich um ein früheres Kloster der Franziskanermönche, das sich etwa fünf Kilometer südöstlich der Stadt im Nationalpark Sintra-Cascais befindet. Die Besucher sehen hier ein äußerst spartanisch ausgestattetes Kloster, teilweise wurden die Zellen der Mönche sogar in den Felsen eingehauen.
Das Kuppelgrab von Monge aus der Kupferzeit zählt zu den ältesten Sehenswürdigkeiten in Sintra. Hierbei handelt es sich um eine 2,5 Meter hohe und etwa 4,6 Meter durchmessende Grabkammer. Die Funde aus dem Grab - hauptsächlich Keramiken - werden heute im Lissabonner Museu dos Servios Geológicos ausgestellt.

Sintra: Castello dos Mouros
©: www.europe-sightseeing.com
Das Castello dos Mouros: die erste Festung der Mauren
Gleich zu Beginn ihrer Herrschaft über Portugal im 8. Jahrhundert hatten die Mauren das Castelo do Mouros auf zwei Bergspitzen errichtet. Heute zählen die Ruinen dieser Befestigungsanlage als Element der Kulturlandschaft Sintra zum UNESCO-Welterbe.
Die Geschichte des Castello dos Mouros
Die abendländischen Herrscher Portugals hatten bereits mehrfach versucht, das Castello dos Mouros zu erobern. Dies gelang jedoch erst König Alfons I. anno 1147. Die neuen Herren der Festungsanlage errichteten auf dem Gelände die erste christliche Kapelle in der Region, welche dem Heiligen Pedro von Penaferrim gewidmet wurde. Ansonsten nutzten sie die Anlage jedoch kaum, sodass diese zusehends verfiel.
Lediglich in der Epoche der Romantik gab es unter König Fernandos II. einen Versuch, die Mauer zu restaurieren. Der Herrscher ließ darüber hinaus die Umgebung des Castello dos Mouros bepflanzen. Obwohl heute von der gesamten Anlage kaum noch Überreste vorhanden sind, gelten der Königsturm sowie eine maurische Zisterne, die sich im Burghof befindet, als sehenswert.
Der Palácio Nacional da Pena: das Neuschwanstein von Portugal

Sintra: Palácio Nacional da Pena: das Neuschwanstein von Portugal
©: www.europe-sightseeing.com
Der Palácio Nacional da Pena thront hoch über der Stadt Sintra und gilt als eines der herausragenden Beispiele für die Architektur der Romantik. Errichtet wurde der Palácio Nacional da Pena unter der Regentschaft von Maria II. und Ferdinand II., die Wilhelm Ludwig von Eschwege mit dem Bau beauftragten.
Die Geschichte des Palácio Nacional da Pena
Errichtet wurde der Palácio Nacional da Pena auf dm Monte da Pena auf den Ruinen eines Hieronymitenklosters aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Auf Wunsch Ferdinands II. wurden in diesem Palast die verschiedensten Bau- und Dekorationsstile des Historismus verwendet. Abgerundet wurden die Bauarbeiten schließlich durch Parkanlagen nach englischem Vorbild, in dem diverse exotische Gewächse angepflanzt wurden. Als besonders sehenswert gelten in den Innenräumen des Palácio Nacional da Pena verschiedene Wandmalereien, der Fliesenschmuck, sowie die Kapelle. Diese ist mit einem prächtigen Altar aus Alabaster ausgestattet. In einem der Palastflügel befindet sich heute übrigens ein Restaurant, von dem aus die Besucher den Blick bis zur Küste genießen können.
Wie hinkommen nach Sintra?
Entweder mit dem Mietwagen, oder mit Bus und Bahn. Von Lissabon fahren regelmäßig Züge nach Sintra, von Estoril oder Cascais etwa alle halbe Stunde ein Bus. Also kein Problem Sintra mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Nationalschloss von Sintra
©: www.europe-sightseeing.com

Unterwegs zum Castello dos Mouros
©: www.europe-sightseeing.com
In Sintra selbst gibt es am Bahnhof dann die Möglichkeit mit dem Taxi, oder mit hopp-in, hopp-off Bussen die einzelnen Schlößer anzusteuern.
Ganz billig, dafür jedoch etwas anstrengend geht es zu Fuß einen netten Weg zum Castello dos Mouros, bzw. Palácio Nacional da Pena hinauf. Hierfür muß man ca. 60-90 Minuten einplanen.
nach obenCabo da Roca: hier endet Europa
Ganz in der Nähe von Sintra befindet sich der Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Die Besucher genießen hier, direkt vor den Klippen, welche etwa 150 Meter senkrecht ins Meer abfallen, bis weit über die Küstenlinie und in das Sintragebirge.

Cabo da Roca:
©: www.europe-sightseeing.com
Eine Urkunde für die Reise ans Ende der bekannten Welt
Direkt am Cabo da Roca befindet sich ein Fremdenverkehrsbüro, in dem sich die Besucher den Aufenthalt am westlichen Ende des europäischen Festlandes gegen Gebühr bestätigen lassen können. Darüber hinaus laden eine Bar, ein Seefunksender sowie ein Leuchtturm zum Besuch ein. Besucher, die sich länger am Coba da Roca aufhalten möchten, können einen ausgedehnten Spaziergang auf den Küstenwegen unternehmen. Die beste Zeit für den Besuch ist übrigens gegen Tagesende. Dann können die Besucher nämlich beobachten, wie die Sonne langsam ins Meer versinkt. Wer sich diesen kostbaren Augenblick nicht entgehen lassen möchte, sollte sich allerdings besser nicht auf den öffentlichen Verkehr verlassen, weil die Verbindungen nur äußerst beschränkt sind.

Cabo da Roca:
©: www.europe-sightseeing.com

Cabo da Roca:
©: www.europe-sightseeing.com
Wie hinkommen?
Entweder mit dem Mietwagen, oder mit dem Bus. Von Cascais oder von Sintra fahren etwa alle halbe Stunde ein Bus dorthin.

Cabo da Roca:
©: www.europe-sightseeing.com
Freizeitparks
Wenige Freizeitparks in der großen Stadt
Die große Stadt Lissabon ist besonders bekannt für ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten und sein historisches sowie kulturelles Erbe. Doch moderne Freizeitgestaltung in Form von Freizeitparks ist seltener anzutreffen – in Portugals Hauptstadt sind sie jedoch vorhanden. Eine der größten und bekanntesten Freizeitparks ist der Zoo Marine. Im ersten Moment werden viele denken, dass die Einrichtung nur aus einem Wassertierpark besteht, doch dies ist nicht der Fall, denn der Zoo Marine kombiniert Tierattraktionen und Delfin-Shows mit spannenden und aufregenden Achterbahnen sowie ruhigen und entspannenden Karussells. Durch diese Kombination können die jüngeren sowie älteren Familienmitglieder das Erlebnis komplett auskosten.
Jedoch sind die gegebenen Freizeitparkattraktionen nicht besonders. Gegeben sind unter anderem eine Achterbahn, mit dem Namen "Buffalo", ein ansehnliches Karussell sowie eine klassische Schiffsschaukel im Stil eines Piratenschiffs. Darüber hinaus existiert das sogenannte "Flume-Ride" welches eine attraktive Wasserbahn darstellt und somit die Nähe Lissabons zum Meer repräsentiert. Ansonsten präsentiert der Park eine Show mit Seelöwen, tropischen Vögeln und Delfinen. Darüber hinaus ist es möglich, durch einen Aufpreis die "Dolphin Interaction" zu buchen. Bei dieser, können die gewählten Personen mit den Delfinen schwimmen. Weiterhin ist zu beachten, das sich der Park nicht direkt in Lissabon, sondern in der nahegelegenen Ortschaft Albufeira befindet.
In derselben Region befindet sich auch das Aqualand Algarve. Dieses ist eine er beliebtesten Wasserparks in ganz Europa. Dort sind zahlreiche Wasserrutschen, Spaßbäder und andere attraktive Wasserattraktionen zu finden. Darunter befindet sich auch der "Surf Beach", welcher einen künstlichen Strand mit anliegendem Wellenbad darstellt. In regelmäßigen Abständen können die Besucher hier täglich in den Genuss von riesigen künstlich erzeugten Wellen kommen. Auch die Wasserrutsche "Kamikaze" erfreut sich bei den Touristen, welche aus ganz Europa kommen, großer Beliebtheit. Die Wasserrutsche ist nahezu senkrecht und besitzt eine Höhe von 92,5 Metern.
Einrichtungen an der Grenze zum Freizeitpark
Wie bereits erwähnt ist die Anzahl echter Freizeitparks in Lissabon und Umgebung sehr gering. Jedoch existieren einige Einrichtungen, welche ebenfalls als Freizeitpark gezählt werden können. Darunter befindet sich auch der portugiesische Safari-Park "Badoca". Neben zahlreichen Tierattraktionen gibt es auch ein großes Familientrampolin und die "Rafting Africano". Dies ist eine Wildwasserbahn, welche sich großer Beliebtheit erfreut. Aufgrund der Wasserspritzer, welche die Besucher abkriegen, ist die Attraktion vor allem im Sommer sehr populär. Die etwa einstündige Safaritour bietet den Besuchern zahlreiche Tiere. Darunter befinden sich zahlreiche Falken- und Kleinaffenarten. Zu Letzterem gehören auch die Lemuren, welche aufgrund ihres besonderen Aussehens weltweit bekannt sind.
nach obenUnterkünfte (Hotel, Camping, Jugendherbergen)
Viele Arten der Unterkunft
Wie für eine solch große und populäre Stadt wie Lissabon typisch, gibt es für die Touristen zahlreiche Möglichkeiten, die Nacht zu verbringen und ein Dach über dem Kopf zu haben, falls es mal regnen sollte. Für jeden Geschmack und Geldbeutel dürfte in der Stadt die passende Unterkunft zu finden sein. Je nachdem, ob man sich lieber ein Zimmer in einem Hotel, einer Pension oder gleich ein Ferienhaus mietet, die portugiesische Hauptstadt lässt keine Wünsche offen.
Die Hotels und Pensionen

Diverse Hotels aller Preislagen gibt es in Lissabon: Hier das
Internacional Design Hotel am Praça Dom Pedro IV (Rossio-Platz).
©: www.europe-sightseeing.com

Diverse Hotels aller Preislagen gibt es in Lissabon: Hier das Blaue
Haus im Stadtgebiet Bairro Alto, als Schwulenhotel bekannt, wo
aber auch Heteros willkommen sind. Die blaue Fassade diente im
Roman Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier als Vorlage.
©: www.europe-sightseeing.com
Sehr viele Touristen und Reisegruppen quartieren sich in den zahlreichen Hotels und Pensionen ein. Der größte Unterschied zwischen den beiden Unterkünften ist, dass Pensionen oft günstiger und natürlich dementsprechend etwas weniger luxuriös ausgestattet sind. Während die Hotelzimmer oftmals über Satellitenfernsehen und ein eigenes Bad verfügen, findet man in Pensionen meistens nur das eigene Bad – wenn überhaupt. Doch da man in Lissabon ruhig nach draußen gehen und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten besuchen sollte, ist der mangelnde Luxus durchaus positiv zu verzeichnen. Die Qualität der Pensionen und Hotels kann man an den "Sternen" erkennen. Hotels können maximal 5 und Pensionen 4 Sterne haben.
Jugendherbergen
Für Schulen und Jugendgruppen eignen sich vor allem die zahlreichen Jugendherbergen, welche sich in Lissabon befinden. Durch die Unterkunft im Stadtinneren können die täglichen Exkursionen und Besichtigungen direkt stattfinden, ohne dass zuvor ein sehr langer Anfahrtsweg in Kauf genommen werden muss. Die vielen Jugendgruppen besichtigen oftmals die wichtigsten und größten Sehenswürdigkeiten zuerst und gehen dann zu den kleineren über. Sehr interessant für Jugendliche ist auch der Park der Nationen mit seinem Ozeaneum und dem großen Vasco-da-Gama-Turm.
Eine sehr zentrale Jugendherberge, welche vor allem die gute Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten verkörpert, ist das "Youth Hostel Lissabon". Es liegt östlich von einem der drei großen Plätze, dem "Marques de Pombal". Viele der Attraktionen können zu Fuß erreicht werden und für die anderen, kann einfach die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr genutzt werden. Weiterhin sehr beliebt ist der Campingplatz "Parque Municipal de Campismo", welcher sich etwas westlich von der Hauptstadt befindet und dadurch die Anfahrtswege zu den Sehenswürdigkeiten sehr viel weiter sind.
Ferienhäuser in Lissabon
Ferienhäuser und -Wohnungen werden vor allem von den Menschen gewählt, welche das Gefühl eines eigenen Wohnbereiches schätzen. Sie bevorzugen es, ihre Mahlzeiten selbst zuzubereiten und ihre eigenen vier Wände alleine sauber zu halten. Wie die zahlreichen anderen Unterkunftsmöglichkeiten lassen sich auch Ferienhäuser in allen Teilen der Stadt finden und buchen. Doch für größere Gruppen sind diese Einrichtungen eher ungeeignet, aus diesem Grund mieten sich dort vor allem Familien ein.
nach obenShopping (Flohmärkte, Nobel-Kaufhäuser, Ausgefallenes, ...)
Große Einkaufsstadt
Vor allem Frauen und Sammler wird es freuen, zu hören, dass Lissabon nicht nur aus Kultur und Geschichte besteht, sondern auch zahlreiche moderne Unterhaltungsmöglichkeiten zu bieten hat. Zahlreiche Stadtteile bieten Einkaufsmeilen in denen verschiedene Modeaccessoires und andere Objekte erworben werden können. Die weiblichen Besucher der portugiesischen Hauptstadt werden schnell feststellen, dass auch die Portugiesen einiges von gutem Schmuck und Parfum verstehen. Weiterhin können sie Handtaschen, Schuhe und alles andere, was ein Frauenherz begehrt, käuflich erwerben. Die Sammler werden sich eher für die ungewöhnlichen Accessoires und Einrichtungsgegenstände interessieren, welche ebenfalls in einigen Vierteln angeboten werden. Die genannten Objekte stammen zum Teil aus allen Ländern der Welt.

Shopping in Lissabon:
Einkaufsstrasse unterhalb des Elevador de Santa Justa
©: www.europe-sightseeing.com

Shopping in Lissabon:
Einkaufsstrasse Rua Auguste direkt hinter dem Praca do Comercio
©: www.europe-sightseeing.com
Die Innenstadt
Das innere Stadtgebiet ist in Lissabon als "Baixa" bekannt und umfasst die "Rua da Augusta", ihre Querstraßen, den "Rossio", die "Avenida da Liberdade" sowie den "Chiado", welcher erst vor Kurzem renoviert wurde. Dieser Bereich gilt als der älteste von ganz Lissabon und einige Bereiche gehen zurück bis auf die Zeit vor dem großen Erdbeben im Jahr 1755. Sehr viele Straßen in dem Gebiet wurden nach alten Handwerken benannt, welche in vergangenen Tagen dort ausgeübt wurden. Doch diese Geschäfte sind nur noch selten in den entsprechenden Straßen zu finden, da die meisten kleineren Läden durch die Industrialisierung nahezu komplett verschwunden sind.
Die "Avenida da Liberdade" gilt als zentrales Erwerbsgebiet für Markenprodukte aus aller Welt. Dort kaufen auch viele europäische Touristen ein, welche moderne und bekannte Produkte kaufen wollen. Unter anderem sind dort Marken wie, Armani und Louis Vuitton zu finden. Die "Chiado" Region bietet ebenfalls einige Markenprodukte, doch wird es zumeist als Mischgebiet empfunden, denn neben den erwähnten Markenläden und Luxusgeschäften, lassen sich dort auch kleinere Boutiquen finden. Ebenfalls befinden sich in "Chiado" einige Läden, welche Ware aus zweiter Hand verkaufen. Aber auch in anderen Straßen der Innenstadt lassen sich kleine und größere Geschäfte finden, zwischen denen sich Restaurants und Cafés befinden.

Das Shopping Center Amoreiras (Centro Comercial
das Amoreiras) nordwestlich des Stadtzentrums von Lissabon.
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Die Einkaufszentren Lissabons
Selbstverständlich besitzt eine solch große Stadt nicht nur kleine Straßenläden, sondern dient auch als Heimat von luxuriösen Einkaufszentren mit einem sehr umfassenden Sortiment. Diese Einkaufszentren beinhalten – wie auch in anderen europäischen Ländern – zahlreiche Geschäfte sowie Restaurants und Kinos. Einige der größten Einkaufszentren sind das "Amoreiras Shopping Centre", "Centro Vasco da Gama".
Das "Amoreiras Shopping Centre" wurde im Jahr 1985 eröffnet und beheimatet insgesamt 350 Läden. Es liegt im Zentrum der Stadt uns ist täglich geöffnet. Das "Centro Vasco da Gama" befindet sich auf dem ehemaligen Expo-Gelände, dem "Park der Nationen". Eröffnet wurde es im Jahr 1999 und bietet den Besuchern 156 Geschäfte sowie 35 Restaurants. Es ist ebenfalls täglich geöffnet.

Shopping in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com

Shopping in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com
Feira da Ladra: der Flohmarkt der Diebe

Feira da Ladra: der Flohmarkt der Diebe - hinter dem Pantheon gelegen
©: www.europe-sightseeing.com
Ein besonderes Erlebnis erwartet die Lissabon-Besucher an jedem Dienstag und Samstag direkt am Eingang zum Altstadtviertel Alfama. An diesen Tagen öffnet nämlich die Feira da Ladra, auch bekannt als Flohmarkt der Diebe, ihre Pforten.

Feira da Ladra: der Flohmarkt der Diebe
©: www.europe-sightseeing.com

Feira da Ladra: der Flohmarkt der Diebe
©: www.europe-sightseeing.com
Das erwartet die Besucher auf dem Flohmarkt der Diebe
Auf dem gesamten Campo de Santa Clara finden die Besucher eine Vielzahl an diversen Waren, von Kleidungsstücken bis hin zu Haushaltsgegenständen mit Sammlerwert. Der Beiname Flohmarkt der Diebe rührt übrigens daher, dass einst die Touristen hierher kamen, um die Kameras zurück zukaufen, die ihnen zuvor in der Stadt gestohlen worden waren.

Feira da Ladra: der Flohmarkt der Diebe
©: www.europe-sightseeing.com
Essen & Trinken & Restaurants
Touristenstadt mit vielen Restaurants

Essen, Trinken und Genießen in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com
Eine große Stadt wie Lissabon, welche bei Touristen aus aller Welt als ein beliebtes Reiseziel gilt, benötigt nicht nur gute Unterhaltungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten, sondern auch einige Orte, an denen die Besucher der portugiesischen Hauptstadt Nahrung aufnehmen können. Dadurch lassen sich in Lissabon zahlreiche Restaurants, Imbissbuden sowie Cafés finden. Bei den meisten Touristen sind vor allem die zuerst genannten Einrichtungen sehr beliebt, denn dort können sie sich das Kochen sparen und leckeres – möglicherweise heimisches – Essen konsumieren. Selbstverständlich sind auch nicht alle Essenseinrichtungen gleich, es gibt luxuriöse und einige eher bescheidene Restaurants. Diese verteilen sich über die gesamte Fläche von Lissabon.

Essen, Trinken und Genießen in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com

Essen, Trinken und Genießen in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com
Einige Luxusrestaurants
Im Zentrum der Stadt befinden sich einige edle Restaurants, darunter auch das "Casa da Comida". Der Ursprung dieser Einrichtung siedelt sich im 18. Jahrhundert an. Das Restaurant verfügt über einen zusätzlichen Garten, welcher die Besucher dazu einlädt, sich zu entspannen und die Ruhe zu genießen. Im Gebäude wurden hauptsächlich warme Farben genutzt, wodurch ein angenehmes und gemütliches Gefühl vermittelt wird. Das Restaurant bietet traditionelle, portugiesische Kost an. Eine weitere edle Essenseinrichtung ist das "Ristorante Hotel Cipriani", welches zum Hotel "Lapa Palace" gehört. Es ist eine Nachbildung des venezianischen Restaurants "Cipriani". Deshalb bietet die Einrichtung auch hauptsächlich Speisen aus Venedig an.

Essen, Trinken und Genießen in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com
Kultrestaurants
In Lissabon befinden sich auch zahlreiche Restaurants, deren Dekoration etwas ausgefallener und kreativer ist, als die der anderen Einrichtungen. Zu diesen ungewöhnlichen Essenseinrichtungen gehört auch das Restaurant "Bica do Sapato", es befindet sich am Ufer des Tagus und wurde sehr bunt gestaltet. Die stilistische Einrichtung orientiert an den 60er Jahren. Die dort erhältlichen Speisen sind aus einem internationalen Sortiment.

Essen, Trinken und Genießen in Lissabon: Mercado de Riberja am Cais do Sodre
©: www.europe-sightseeing.com
Das ebenfalls sehr spezielle "Pap' Açorda" befindet sich in der Rua Atalaia und bietet in jeder Saison unterschiedliche Gerichte an. Die meisten dieser Speisen basieren auf alten portugiesischen Familienrezepten. Die für die Speisen verwendeten Zutaten sind immer frisch und werden oftmals von den kleinen Bauernhöfen der Umgebung erworben.
Preisgünstige Restaurants

Essen, Trinken und Genießen in Lissabon: Konditoreien mit Cafe
©: www.europe-sightseeing.com
Selbstverständlich gibt es auch günstigere Restaurants, welche vor allem bei Jugendlichen und Studenten sehr beliebt sind. In einigen dieser Einrichtungen ist es sogar möglich, ein dreigängiges Menü für unter 20 € zu erhalten. Zu diesen Restaurants zählt auch das "Antigo Restaurante 1. de Maio". Die Inneneinrichtung verdeutlicht, dass es sich um eine kneipenähnliche Mischung handelt. Dort sind vor allem traditionelle Gerichte zu erhalten. Eine weitere Einrichtung, welche in die günstigere Kategorie fällt, ist das Familienrestaurant "Fidalgo". Das hausgemachte, traditionelle Essen wird von der Frau gekocht, während der Mann die Neuankömmlinge begrüßt und sie an einen der schön dekorierten Tische führt.

Essen, Trinken und Genießen in Lissabon: Markthalle
in der Nähe des Friedhofs der Vergnügungen
©: www.europe-sightseeing.com

Ausspannen mit Aussicht auf dem Graca
©: www.europe-sightseeing.com
Der öffentliche Nahverkehr in Lissabon und Umgebung
Weil Lissabon direkt am Tejo liegt, war die portugiesische Hauptstadt lange Zeit von Süden her nur durch Fähren erreichbar. Dies hat sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aber massiv geändert, als kräftig in die Infrastruktur investiert und das öffentliche Verkehrsnetz ausgebaut wurde. Heute haben die Besucher deshalb eine Vielzahl von Möglichkeiten, um die Stadt und das Umland zu erkunden.
Der Flughafen: eine wichtige Drehscheibe im Flugverkehr

Flughafen von Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com
Etwa sechs Kilometer nördlich des Stadtzentrums befindet sich der internationale Flughafen Lissabon-Portela, der im portugiesischen Flugverkehr als wichtigste Drehscheibe gilt. Weil der Flughafen komplett von Wohnbebauung umschlossen ist, ist er auch hervorragend an das Nahverkehrsnetz der portugiesischen Hauptstadt angebunden. Möglichkeiten zur Fahrt ins Stadtzentrum gibt es vom Flughafen aus über Bus, Metro sowie U-Bahn.

Schiffsverkehr über den Tejo
©: www.europe-sightseeing.com
Die Fähren: eine wichtige Säule des Stadtverkehrs
Weil die Bucht des Tejo teilweise mehrere Kilometer breit ist, stellen die Fähren über den Fluss die wichtigste Verbindung zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil Lissabons dar. Neben den regelmäßigen Fährverbindungen, die nach einem Fahrplan getaktet sind, gibt es zudem Routen für Touristen. Die wichtigsten Häfen und Terminals für Fähren sind die Terminals in Belém, Cais do Sodré und Terreiro do Paco.

Vorortzugverbindungen in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com

U-Bahnlinien in Lissabon
©: www.europe-sightseeing.com

Strassenbahnen und Busse in Lissabon sorgen für ein
dichtes Nahverkehrssystem | ©: www.europe-sightseeing.com
Mit Zug und Bus durch Lissabon
Anders als die meisten europäischen Hauptstädte besitzt Lissabon keinen zentralen Hauptbahnhof, sondern mehrere wichtige Bahnhöfe rund um den Stadtkern. Die meisten Bahnhöfe sind mit der Metro gut erreichbar, sodass sich die Besucher der Stadt bei der Weiterreise mit dem Zug voll und ganz auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen können.
Auch die Fernbusse starten an mehreren Busterminals, welche sich rund um das Stadtzentrum verteilen. Für Gäste, die nicht mit dem eigenen Fahrzeug nach Lissabon gereist sind, empfehlen sich Ausflüge in die Umgebung von Lissabon mit Fernbussen, da es sich hier um die günstigste Reisemöglichkeit handelt.
Günstiges Sightseeing mit der Lisboa Card
Die Lisboa Card stellt übrigens die günstigste Möglichkeit dar, die portugiesische Hauptstadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dieses Ticket gestattet nämlich nicht nur die freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern bietet auch freien Eintritt zu mehr als 20 Sehenswürdigkeiten und Museen in Lissabon. Erhältlich ist die Lisboa Card mit einer Gültigkeit von 24, 48 oder 72 Stunden.
Tagestickets

Ticketautomat in einer Metrostation
©: www.europe-sightseeing.com
Wer nicht so gerne und viel Museen besuchen möchte, für den empfiehlt sich vielleicht auch nur eine einfache Tageskarte zu lösen. Diese kostet 6 Euro und gilt exakt 24 Stunden. Darauf achten, dass die Karte für U-Bahn und Busse gilt, da beide Netze von unterschiedlichen Betrieben geführt werden. Mit der Karte kann man in jeden Bus, Straßenbahn oder U-Bahn steigen.
Die Karte (aus Pappe, kostet einmalig 50 Cent) ist wiederaufladbar. Bitte Beleg aufbewahren. Für den Zug oder auch für das Schiff werden andere Karten benötigt.
Schließfächer

Schließfächer: eher Mangelware
©: www.europe-sightseeing.com
An den Bahnhöfen gibt es ein paar wenige Schließfächer. Das ist ganz praktisch, wenn man gleich nach der Ankunft noch die Stadt besichtigen möchte und erst am Abend ins Hotel eincheckt. Aber wie gesagt: die Anzahl der Schließfächer ist knapp.
nach obenDaten & Fakten
Das Klima Lissabons

Ein Brunnen an der Hauptallee im Park der Nationen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Durch die Nähe zum Meer ist das Klima der portugiesischen Hauptstadt sehr ausgewogen. Die Temperaturen fallen aufgrund der atlantischen Wetterverhältnisse nur selten unter 0 oder über 30 Grad. Auch verschiedene Niederschlagsarten sind in Lissabon selten anzutreffen. Dadurch wird die Hauptstadt zu einem beliebten Reiseziel, denn an nahezu jedem Tag ist es möglich, sich draußen zu bewegen und die zahlreichen Kulturstätten zu besichtigen oder einem der wenigen Freizeitparks einen Besuch abzustatten. Die Sommerurlauber erfreuen sich vor allem an dem immer ziemlich kühlen Wasser, denn selbst in den wärmsten Monaten, steigt die Wassertemperatur nicht über 18 °C.
Eine weniger schöne Seite
Leider hat sich die ehemalige, prächtige See- und Handelsmacht Portugal in den letzten Jahrzehnten weniger und eher in den negativen Bereich entwickelt. Selbstverständlich besitzt Lissabon sehr viele schöne Seiten und Eigenschaften, doch eine der negativsten ist die soziale Ungleichheit. Diese wird durch die unausgewogene Einkommensverteilung erzeugt. Es existieren sehr viele Einwohner, welche durchaus in Wohlstand leben können, doch leider gibt es mindestens genauso viele, welche in Armut leben und nur 100 bis 200 Euro in jedem Monat für ihre Familie zur Verfügung haben. Durch diese starken aber dennoch ausgewogenen Unterschiede fallen die Einkommensunterschiede leider nicht im EU-Durschnitt auf.
Die Einwohner Lissabons
Im Stadtbereich Lissabons lebten im Jahr 2007 circa 500.000 Einwohner auf einer Fläche von 84,7 Quadratkilometer. Von diesen sind ungefähr 100.000 Schwarzafrikaner, welche aus Mosambik und Angola stammen. Der gleichnamige Großraum umfasste circa 2,75 Millionen Einwohner. Die Zahl der Einwohner steigt weiterhin an. Dies liegt vor allem an der Migrationsrate. Die entsprechenden Einwanderer kommen hauptsächlich aus Russland und Osteuropa. Insgesamt ist Lissabon eine Stadt mit einem sehr hohen Anteil ausländisch-stämmigen Bürgern. Diese – oder zumindest die Vorfahren der heutigen Einwohner – stammen aus Brasilien, Indien oder einem anderen asiatischen Land. Wobei laut Umfragen die Einwohner Lissabons ziemlich unzufrieden mit der demokratischen Regierungsform sind.
Kurze wichtige Informationen
Wie in jedem Land und jeder Stadt gibt es auch in Lissabon einiges zu beachten. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, ist es als Deutscher möglich, die Botschaft der Bundesrepublik aufzusuchen, welche sich in der Campo dos Mártires da Pátria, 38 befindet. Weiterhin sollten die Raucher vorsichtig sein, wo sie ihre "Glimmstängel" auspacken, denn in Portugal ist das Rauchen seit Anfang 2008 in allen Restaurants, Arbeitsplätzen und Ämtern streng verboten. Ebenfalls in anderen öffentlichen Einrichtungen, wie Zügen und Flughäfen ist das Rauchen inzwischen strafbar. Bei Missachtung dieses Gesetzes kann ein Bußgeld bis zu 750 Euro abverlangt werden. Die alkoholischen Getränke sind in Portugal und seiner Hauptstadt sehr beliebt und werden zu fast jeder Mahlzeit genossen.
Zurück auf die vorherige Seiten:
- Lissabon
- Das Hieronymus-Kloster
- Der Turm von Belém
- Elevador de Santa Justa
- Castelo de São Jorge
- Rossio – Praça de Dom Pedro IV
- Ponte 25 de Abril
- Cristo Rei
- Das Denkmal der Entdeckungen
- Praça do Comércio
- Basílica da Estrela
- Aqueduto das Águas Livres
- Convento do Carmo
- Catedral Sé Patriarcal
- Park der Nationen
- Ponte Vasco da Gama
- Kulturangebote / Museen / Bühnen / Shows
- Kunsttipp: Metrostation Oriente
- Linie 28 - Eléctricos de Lisboa
- Pantheon
- Friedhof des Vergnügens
[ © Das Copyright liegt bei www.europe-sightseeing.com | Informationen und Sehenswürdigkeiten von Europa, Städte und Landschaften]
nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.europe-sightseeing.com