Urlaubsregion Trentino Südtirol
Inhaltsverzeichnis

Städte & Täler im Trentino
Burgen & Schlösser im Trentino
- Sonnenburg
- Schloss Bruneck
- Haderburg
- Burg Hocheppan
- Schloss Karneid
- Schloss Ehrenberg
- Burg Taufers
- Burg von Avio
Seen im Trentino
- Pragser Wildsee
- Antholzer See
- Fennberger See
- Gardasee
- Kalterer-See
- Karersee
- Montiggler Seen
- Reschensee
- Toblachersee
Berge & Gipfel im Trentino
Museen
- Das Italienische Historische Kriegsmuseum
- Merkantilmuseum in Bozen
- Pharmaziemuseum Brixen
- Rätisches Museum
- Museum MART
- Schulmuseum Bozen
- Historische Museum der Alpini
- Palais Mamming in Meran
- Schreibmaschinenmuseum
- Bündner Kunstmuseums
Castello
Klöster & Kirchen
- Wallfahrtskirche San Romedio
- St.-Benedikt-Kirche in Mals
- Wallfahrtsort St. Romedius
- Kirche Madonna delle Grazie
- Kloster Neustift
Ausflusgtipps und weitere Infos zum Urlaub im Trentino
- Naturaronda
- Alta Badia
- Alpine Coaster Schlittenfahrt
- Bletterbachschlucht
- Drena und Dro
- Riva del Garda - Mekka für Mountainbiker
- Apfelstraße im Trentino
- Sarner Kirchtag
- Dante-Denkmal
- Kletterpark Acropark Castello Molina
- Pergine Valsuna
- Der Friedensweg in Kaltern
- Die Freizeit genießen in Celledizzo
- Flaschauer Biotop Lana
- Parco Fluviale Novella
- Ossana
- Die verschiedenen Sektoren des Klettergebietes am Gardasee
- Wald Caproni
- Sounds of the Dolomites
- Nationalpark Stilfser Joch
- San Lorenzo in Banale
- Erlebnis-Hochseilweg Gröden
- Das Nonstal
- Blütenmeerwanderungen
- Die Seegrubenalm
- Das Val Meledrio
- Weinlese Urlaub
- Eggenschlucht
- Weinanbaugebiet-Ueberetsch
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Südtiroler Alpen und Dolomiten

Villnösser Tal, St. Johann in Ranui | ©: Rico Büttner - Fotolia
Ein wahres Paradies für Wanderer, Mountainbiker, Bergsteiger und Wintersportler liegt für Urlaubsgäste aus Mitteleuropa direkt vor der Haustür: Die Südtiroler Alpen und die Dolomiten, die teilweise zur Region Trentino-Südtirol und teilweise zur italienischen Region Venetien gehören. Die südliche Nachbarprovinz Trentino mit der Hauptstadt Trient verbindet mit Südtirol ein relativ hoher Anteil an deutschsprachigen Einwohnern. Bis 1972 bildeten die beiden Provinzen die autonome Region Trient-Südtirol, seit den 1970er Jahren verwalten sich beide Provinzen jedoch selbst.
Tourismus als Wirtschaftsfaktor

Mountainbiken in Südtirol | ©: ARochau - Fotolia
Obwohl Südtirol als nördlichste italienische Provinz gilt und die Hauptstadt Bozen als industrielles Zentrum der Region gilt, ist der Fremdenverkehr eines der wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine der Region. Bei einer Gesamteinwohnerzahl von etwas mehr als 500.000 standen 2010 fast 220.000 Gästebetten zur Verfügung. Insgesamt wurden im gleichen Zeitraum mehr als 28,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Hochgerechnet dürften die Urlaubsgäste rund drei Milliarden Euro in Südtirol ausgegeben haben.
Der Tourismus in Südtirol
Nicht zuletzt der österreichischen Kaiserin Sissi ist es zu verdanken, dass Südtirol auf eine mehr als 100jährige Tradition als Reiseziel zurückblicken kann. Denn die Kaiserin litt ab 1860 unter starkem Husten. Sie unternahm deshalb ausgedehnte Reisen, unter anderem nach Meran, wo sie im Schloss Trautmannsdorf ihr Feriendomizil bezog. In den folgenden Jahren wurde Meran zu einem illustren Treffpunkt für eine illustre Gesellschaft aus aller Welt, die den Kurort wegen seiner reinen Luft schätzten. Dabei entdeckten sie auch die landschaftlichen Reize, die Südtirol bot. Kurgäste kurieren heute vor allem Kreislauf- und Gelenkerkrankungen im radonhaltigen Wasser der Meraner Therme aus.
Tourismus in den Dolomiten

Kleiner See im Wald | ©: suteracher - Fotolia
Etwa zur gleichen Zeit, als Meran eine erste Blüte als Kurort erlebte, entdeckten Bergsteiger die Dolomiten als attraktives Kletterrevier. Diese hatten sich zunächst auf die Westalpen konzentriert, die eine geringere technische Herausforderung darstellten und auch von größeren Expeditionen erklommen werden konnten. Doch als 1869 die Große Zinne erstmals bestiegen wurde, war der Bann gebrochen und die Dolomiten wurden zunächst ein Mekka für Bergsteiger, dann auch für den Massentourismus. Dazu beigetragen dürfte auch die Kriegspropaganda während des Ersten Weltkrieges, als die Drei Zinnen ein stark umkämpfter Teil der Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien waren. Denn die Kriegspropaganda hatte das vorher schon beliebte Postkartenmotiv als Inbegriff des Gebirges schlechthin stilisiert.

Snowboarden | ©: cult12 - Fotolia
Südtirol und die Dolomiten heute
Die Region ist heute nicht nur ein Urlaubsziel für Kurgäste und Bergsteiger, sondern für die ganze Familie. Die Alpenseen laden zum fröhlichen Planschen ein oder sind beliebte Ausflugsziele für ausgedehnte Wanderungen. Sportlern steht sowohl im Sommer als auch im Winter eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur für jeden Schwierigkeitsgrad zur Verfügung. Aber auch Kultur- oder Genussurlauber kommen dank des vielfältigen Angebotes auf ihre Kosten. Beliebt sind beispielsweise Weinreisen mit einem entsprechenden Rahmenprogramm.
nach obenStädte & Täler im Trentino
Meran

Meran, Südtirol | ©: fotolicious2904 - Fotolia
Vor allem für die Gäste nördlich der Alpen gilt Meran als das Tor zum italienischen La Dolce Vita. Wegen des milden, mediterranen Klimas mit ca. 2250 Sonnenstunden pro Jahr war die frühere Hauptstadt von Tirol schon zu Zeiten des Habsburgerreiches ein beliebter Kurort. Bereits im 19. Jahrhundert zog Meran ein illustres Publikum aus aller Welt an, darunter zahlreiche Politiker, Künstler und Wissenschaftler. Wegen der reinen Luft sollten damals vor allem Lungenleiden gelindert werden. Auch nach 1945 wurde Meran rasch wieder eines der wichtigsten touristischen Ziele in Südtirol.

Meran Kurhaus | ©: Henry Czauderna - Fotolia
Der Kurort heute
Erst 2005 wurde die neue Thermenanlage eröffnet. Die Therme liegt in einem mehr als 50.000 Quadratmeter großen Park. In dem großen Kubus, der aus Stahl, Stein und Glas errichtet wurde, finden die Gäste unter anderem verschiedene Heilbäder, die mit radonhaltigem Heilwasser aus Quellen am Vigiljoch gespeist werden. Seit der Neugestaltung der 1971 eröffneten Therme warten auf die Gäste 25 diverse Pools sowie eine exklusive Saunalandschaft.
Wintersport in Meran

Skigebiete in Südtirol | ©: cult12 - Fotolia

Skirennen Kinder | ©: cult12 - Fotolia
Da Meran in einem von der Texelgruppe mit bis zu mehr als 3330 Meter hohen Gipfeln umgeben ist, gilt die 37.000-Einwohner-Stadt als Mekka für Wintersportler. Insgesamt fünf Skigebiete locken die Freunde des Skisports rund um Meran, darunter beispielsweise das Skigebiet Meran 2000 mit insgesamt 45 Pistenkilometern. Die Pisten befinden sich auf einer Höhe von 1670 bis 2300 Metern.
Sehenswürdigkeiten in Meran

Meran | ©: manfredxy - Fotolia
Für Besucher, welche die Seele baumeln lassen und in die Vergangenheit der Stadt eintauchen wollen, lohnt sich ein Besuch in der historischen Altstadt, die von drei Stadttoren begrenzt wird. Die Hauptgeschäftsstraße ist die Laubengasse, in der die Besucher außerdem die längsten Lauben - südländisch geprägte Arkadengänge - in ganz Südtirol erleben können.
Als beliebtes Postkartenmotiv kennt man den etwa 80 Meter hohen Turm der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Diese wurde in spätgotischem Stil im 14. und 15. Jahrhundert errichtet. Der Seitenaltar wurde von Martin Knoller gestaltet, der als bester Freskenmaler des 18. Jahrhunderts in Süddeutschland und Österreich gilt. Direkt neben dem Chor steht die achteckige Barbarakapelle, einst eine Friedhofskapelle. Sie beherbergt einen ausladenden gotischen Flügelaltar.
Die Landesfürstliche Burg, die um 1470 von Erzherzog Sigmund erbaut wurde, diente eher zum Wohnen und Repräsentieren, weil sie nur über schwache Verteidigungsanlagen verfügt. Im Inneren erwarten die Besucher holzgetäfelte Stuben, eine Einrichtung aus dem späten Mittelalter und diverse Waffen wie Lanzen und Hellebarden.
Der Botanische Garten im Osten Merans - nach seinem Wahrzeichen Schloss Trautmannsdorf benannt - zeigt sowohl botanische Raritäten als auch Naturlandschaften aus der ganzen Welt. Der Botanische Garten präsentiert eine Symbiose von Kunst und Botanik. Neben verschiedenen Ausstellungen beherbergt der Garten zehn Künstlerpavillons.
Ausflugsziele um Meran herum

Meran, Alm Videgg in Südtirol | ©: Buesi - Fotolia

Südtirol, Meraner Land | ©: Martin Hahn - Fotolia
Für die Gäste lohnt es sich, das Meraner Land zu entdecken. Diese Region umfasst die Ortschaften Algund, Partschins, Marling, Dorf Tirol, Tscherms, Schenna und Lana. Weil diese Region die größte Dichte an Burgen und Schlössern in ganz Europa aufweist, wird es oft auch als Burggrafenamt bezeichnet. Zu diesen Anlagen gehört unter anderem das Schloss Tirol, die Stammburg der Grafen von Tirol. Bis 1420, als die Residenz der Landesherren nach Innsbruck verlegt wurde, schlug hier das politische Herz von Tirol.
nach obenBozen

Festung von Bozen | ©: palomita0306 - Fotolia
Im Herzen des südlichen Südtirols liegt die Hauptstadt Bozen mit mehr als 100.000 Einwohnern. In der größten Stadt des Alpenraumes wird sowohl deutsch als auch italienisch gesprochen, weshalb sie als eine Brücke zwischen den Kulturen gilt. Bozen wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts gegründet. Die Gäste der Stadt stoßen also nicht nur auf die Zeugen einer fast 1000jährigen Geschichte, sondern erleben ein reichhaltiges Freizeit- und Kulturprogramm. Familien bietet die "kinderfreundliche Stadt" Bozen so manches Programm-Schmankerl.
Sport

Landschaft um Bozen und Meran | ©: Katja Xenikis - Fotolia
Beliebt ist die Region um Bozen vor allem bei Wanderern und Radfahrern. Für sie steht ein gutes Netz an ausgebauten Routen bereit, etwa der 18 Kilometer lange Leiferer Höhenweg oder die 29 Kilometer lange Radtour zu den Bergdörfern Kohlern und Seit. Wintersportler können vor den Toren Bozens am Skigebiet Rittner Horn auf die Piste gehen.
Sehenswürdigkeiten in Bozen

Bozen, Laubengasse in der Altstadt von Bozen
©: Jörg Hackemann - Fotolia
Ein Bummel durch die Innenstadt, die sich ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt hat, lohnt sich. Die Gäste erleben beim Bummeln durch die romantischen Gassen den besonderen Flair der Stadt. Die Bozener Lauben, eine Einkaufsgasse, laden zum Shoppen ein, daneben gibt es zahlreiche Cafes, Bars und Restaurants sowie manches Sehenswerte, beispielsweise das umstrittene Siegesdenkmal, das von den Faschisten errichtet wurde.
Am 9. Juni 2006 wurde das vierte Bergmuseum des gebürtigen Südtirolers Reinhold Messner im Schloss Sigmundskorn eröffnet. Herzog Sigmund der Siegreiche kaufte das Schloss, das bereits im 10. Jahrhundert erstmals erwähnt wird, und baute es zu einer starken Festung aus. Seit 1957 gilt es als Symbol der Südtiroler Autonomiebewegung. Mehr als 30.000 Menschen protestierten damals unter der Führung Silvius Magnagos für die Freiheit Südtirols.
Zwischen 1388 und 1410 entstanden die Wandmalereien des größten profanen Freskenzyklus aus dem Mittelalter auf Schloss Runkelstein. Die Fresken zeigen neben verschiedenen historischen Persönlichkeiten auch Heroen aus der Welt der Sagen wie Dietrich von Bern. Erbaut wurde die Burganlage, die sich in mehrere Bauteile gliedert, ursprünglich anno 1237 von den Brüdern Beral und Friedrich von Wangen.
Seit 1964 ist die Bozener Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt auch die Bischofskirche der Diözese Bozen-Brixen. Weil ein Bozener Fuhrmann der Legende nach hier ein Gnadenbild der Muttergottes gefunden haben soll, wurde die erste Pfarrkirche an dieser Stelle errichtet und bereits 1180 geweiht. Doch bereits ein Jahrhundert später wurde mit dem Neubau der Kirche in spätgotischem Stil begonnen. Die Bauarbeiten waren 1517 abgeschlossen, als der Turm errichtet war, der heute als Wahrzeichen von Bozen gilt.
Museen in Bozen
Das absolute Highlight des Südtiroler Archäologiemuseums ist die Gletschermumie "Ötzi". Daneben präsentiert das Museum, das 1998 eröffnet wurde, zahlreiche Funde aus Südtirol. Diese reichen von der Altsteinzeit bis in die Ära der Karolinger.
Moderne und zeitgenössische Kunst wird im Museion präsentiert. Ein privater Verein hatte das Museum 1985 gegründet, das sich zunächst der regionalen Kunst gewidmet hatte. Ab 2000 weitete das Museum in seinen neuen Räumen, einem 54 Meter langen und 25 Meter hohen Kubus, sein Spektrum aus.
Für Familien
In Bozen gibt es insgesamt sechs Parks wie den Marienpark sowie zahlreiche Spielplätze in allen Stadtteilen zum Toben und spielen. Daneben hat der VKE-Spielbus Spielhäuser als Treffpunkte für Kids eingerichtet und das Eltern-Kind-Zentrum bietet Babysitting an. Auch die Bozener Museen haben spezielle Angebote für Kids parat.
nach obenBrixen

Brixen | ©: Frank - Fotolia
Die älteste Stadt der Region, Brixen, darf als Herz von Südtirol gelten. Im malerischen Eisacktal gelegen bietet sich die Stadt für reizvolle Ausflüge in die Umgebung an und gewährt tiefe Einblicke in die Geschichte des Landes. Denn das Stadtgebiet war bereits in prähistorischer Zeit besiedelt.
Sehenswert
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Brixen befinden sich in der Altstadt. Dazu gehören neben dem Brixner Dom mit dem weltberühmten Kreuzgang die Hofburg, in der einst die Fürstbischöfe residierten auch die Pfarrkirche, die beiden Laubengassen und die Klöster der Klarissinen und der Kapuziner.
Im Brixner Dom befindet sich die Kathedra, ein Symbol der bischöflichen Macht des geistlichen Würdenträgers, der bis 1964 in Brixen residierte. Der Dom, der den Titel einer Basilica Minor trägt, wurde im 10. Jahrhundert auf dem Gelände eines Münsters aus der ottonischen Zeit errichtet worden. Heute präsentiert sich der Dom, der 1754 neu geweiht wurde, in barockem Gesicht. Die Fresken wurden vom Tiroler Maler Paul Troger geschaffen. Der Hochaltar, 1753 von Theodor Bendetti 1753 errichtet, gilt als bedeutendster Barockaltar in ganz Tirol. Der Kassianaltar enthält Reliquien der Heiligen Ingenuin von Säben und Abuin von Brixen. Daneben beherbergt der Dom zu Brixen noch acht weitere Altäre.
Der ursprüngliche Kern von Brixen nennt sich Stufels. Hier werden bei Ausgrabungen regelmäßig steinzeitliche Gegenstände gefunden. Die meisten Gebäude sind denkmalgeschützt.
Eine Krippenausstellung ist im Diözesanmuseum in der Hofburg von Brixen zu sehen. Darüber hinaus ist die Stadt der Sitz eines Pharmaziemuseums, in dem auf einer Fläche von 150 Quadratmetern die Geschichte der Pharmazie in den vergangenen Jahrhunderten präsentiert wird.
Aktivitäten
Dank der Lage von Brixen, das von den Zillertaler Alpen, den Sarntaler Alpen, den Dolomiten und dem Eisacktaler Mittelgebirge ist, bietet sich die Stadt als Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren an. Im Winter bietet das Skigebiet Plose grenzenlosen Spaß im Schnee. Von St. Andrä aus führt beispielsweise die Plosebahn direkt ins Skigebiet. Hier befindet sich unter anderem die Trametsch-Piste, die mit einer Länge von neun Kilometern die längste Piste Südtirols ist.
Das Eisacktal
Eines der südtiroler Haupttäler ist das Eisacktal, das von der Quelle des Eisack bis zur Mündung in die Etsch bei Bozen reicht. Der nördliche Teil des Tals ist allerdings als Wipptal bekannt. Das Eisacktal beherbergt einige sehenswerte Ausflugsziele. Dazu gehören neben dem Ort Bad Dreikirchen, der um drei zusammenhängende gotische Kapellen entstanden ist, auch der Elisabethstollen am historischen Silberbergwerk Villanders sowie die Schlösser Rodeneck und Velthurns. Der prominenteste Eisacktaler dürfte aber die Gletschermumie Ötzi sein.
nach obenCavalese

Cavalese in den Dolomiten | ©: Luana Rigolli - Fotolia
Der 4.000-Seelen Ort Cavalese, zwischen den beiden Provinzhauptstädten Bozen und Trient gelegen, ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Reiseziel. Cavalese gilt als Herz des Fleimstales, das bei Wintersportlern und Wanderern gleichermaßen beliebt ist. Eine traurige Berühmtheit erlangte der Ort durch verschiedene Seilbahnunglücke. So zerstörte ein USamerikanisches Kampfflugzeug das Trageseil einer Seilbahn, was den Tod von 20 Menschen zur Folge hatte.
Das Fleimstal
Durch das Fleimstal fließt der Avisio, ein Nebenfluss der Etsch. Das Tal teilt sich auf in Cembratal und Fassatal, was auf verschiedene Lehensherren im Mittelalter zurückgeht. Größtenteils gehört das Fleimstal zum Trient, lediglich der Westen rund um die Gemeinde Altrei gehört zu Südtirol. Hier gibt es als regionale Spezialität den Altreier Kaffee, der aus einer Lupinie gewonnen und gemischt mit Weizen oder Gerste getrunken wird. Zu den bekanntesten Orten im Tal gehören Predazzo, Castello-Molina di Fiemme und Tesero.

Cavalese Dolomiten | ©: frenk58 - Fotolia
Sehenswert
Ein Bummel durch das historische Zentrum von Cavalese lohnt sich. Die Besucher erleben hier zahlreiche Häuser, die mit Fresken geschmückt sind. Im Pfarrpark liegt neben der Pfarrkirche der Schmerzensmutter auch eine alte Thingstätte. Der Palast der Magnifica Comunita aus dem 15. Jahrhundert, beherbergt eine Gemäldesammlung.
Im Sommer
Die Urlaubsgäste können im Sommer sehr viel mehr unternehmen als nur Wandern. Diesen steht in Cavalese ein gut ausgebautes Netz an Wegen zur Verfügung. Ein reizvoller Ausgangspunkt ist etwa der Wasserfall, der sich in Cavalese über eine Höhe von 50 Metern in den Avisio ergießt. In die Geschichte des Landes können die Besucher auf der Route nach Castello di Fiemme eintauchen. Entlang der Strecke stoßen sie auf Ausgrabungen aus der Zeit der Römer sowie auf Überreste aus der Bronze- und Eisenzeit. Sehenswert ist auf dieser Strecke die Kirche San Giorgio aus dem 14. Jahrhundert. Für Kletterfreunde steht in Cavalese der Klettergarten Montebello zur Verfügung. Radfahrern steht der Radweg Val di Fiemme offen, der das ganze Tal durchläuft und in seinem Verlauf der Loipenführung des Langlaufmarathons "Marcialonga" folgt. Dieser Weg beginnt in Molina di Fiemme und führt den Radfahrer am linksseitigen Ufer des Avisio nach Predazzo. Auf einer Länge von 18,4 Kilometern bewältigen die Radfahrer einen Höhenunterschied von 235 Metern.
Im Winter
Wintersportlern stehen rund um Cavalese mehr als 100 Pistenkilometer in den fünf Skigebieten Alpe Cermis, Bellamonte, Ski Center Latemar und Passo Rolle e Passo Oclini offen. Zudem gilt das Fleimstal als absolutes Mekka für Langläufer. Beste Bedingungen finden auch Skiwanderer vor, beispielsweise auf der fast 19 Kilometer langen "Cimon di Busa Grana". Die Skiwanderer erkunden auf dieser Strecke das Fleimstal sowie den Lago Forame, bevor sie den westlichen Sattel der Busa Grana erklimmen.
nach obenEppan
Eppan an der Weinstraße liegt im Herzen von Überetsch, dem wichtigsten Weinbaugebiet in ganz Südtirol. Auf einer Rebfläche von etwa 1.050 Hektar werden hier pro Jahr etwa 100.000 Hektoliter Wein erzeugt, darunter mehr als ein Dutzend Spitzenweine. Zudem gilt die Region um Eppan als burgenreichstes Gebiet in ganz Europa mit mehr als 200 Baudenkmälern.

Burg Hoch Eppan | ©: Thomas Bruttel - Fotolia

Eppan Überetsch | ©: feinefotos - Fotolia
Sehenswert
Ein beliebtes Ziel für Wanderer sind der Große und der Kleine Montiggler See im Eppaner Ortsteil Montiggl, die über mehrere Wanderwege erreicht werden können. Am westlichen Ufer des Montiggler Sees befinden sich ein Gasthaus und ein Badebetrieb. Eine bessere Infrastruktur finden die Gäste am Großen Montiggler See. Hier gibt es, ebenfalls am westlichen Ufer, einen Badesteg, ein Restaurant sowie ein Freibad.
Montiggl bildet auch den Einstieg ins Frühlingstal, das sich bis zum Kalterer See erstreckt und bereits ab Mitte Februar in voller Blüte steht und ein beliebtes Ziel für Wanderer darstellt. Das Tal zu durchqueren dauert etwa drei Stunden.
Die Ruine des Schlosses Boymont steht auf einem Felsrücken über der Ortschaft Missian. Es handelt sich um eine romanische Burganlage, die fast rechteckig errichtet wurde. Sie wurde in erster Linie zum Wohnen, weniger zur Verteidigung gemacht. Weil sie nach einem Brand im Jahre 1425 nicht mehr verändert wurde, ist die ursprüngliche Anlage aus dem Hochmittelalter praktisch vollständig erhalten.
Direkt unterhalb der Ruine befindet sich Schloss Korb, das in den Jahren von 1230 bis 1235 von den Herren von Korb errichtet wurde. Seit 1918 befindet sich das Schloss in den Händen der Familie Dellago, die das Anwesen zu einem Luxushotel umbaute. Zum Anwesen gehört auch ein Bunker, der unter der faschistischen Herrschaft als Teil des Alpenwalles errichtet wurde. Dieser dient heute als Weinkeller und als Veranstaltungsort für Ausstellungen und kulturelle Events.
Errichtet wurde das Schloss Freudenstein zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Der zunächst kleine Bau wurde vom Geschlecht der Fuchs von Fuchsberg Ende des 16. Jahrhunderts zu einem vollständigen Schloss ausgebaut. Sein heutiges Gesicht bekam das Schloss etwa Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist im Schloss ein Hotel untergebracht, auf dem Gelände rund um das Schloss hat der Golfclub Freudenstein seinen Sitz.
Die Wohnkultur des Mittelalters erleben die Besucher im Schloss Moos-Schulthaus. Der rechteckige Wehrturm aus dem Jahr 1365 wurde unter Heinrich III. von Rottenburg zu einem Jagdschloss erweitert. Zu den Malereien im Schloss gehört eine Darstellung des Katzen-Mäusekrieges, der auf eine ägyptische Sage zurückgeht. Ein Schlafzimmer ist mit Möbeln aus dem 17. Jahrhundert und diversen Objekten aus der Volkskunst ausgestattet. Daneben erleben die Besucher eine mittelalterliche Küche mit verschiedenen Gebrauchsgegenständen.
nach obenKaltern

Kaltern Südtirol | ©: Marcel Sarközi - Fotolia
Kleine Toscana wird die Gegend um Kaltern an der Weinstraße oft genannt. Der Grund ist das milde Klima, in dem unter anderem Zypressen, Palmen und Olivenbäume gedeihen. Bekannt ist Kaltern vor allem durch den Kalterer See, dem wärmsten Alpensee. Seinen Gästen bietet Kaltern auch dank der nahe gelegenen Hauptstadt Bozen zahlreiche Freizeitmöglichkeiten.
Wandern

Kalterer See | ©: Thomas Bruttel - Fotolia
Kaltern an der Weinstraße gilt als Paradies für Wanderer. Zu den beliebtesten Routen gehören der Panorama-Rundweg um den Kalterer See, der Aufstieg nach Altenburg, die Wege zum Großen und Kleinen Montiggler See sowie der Kalterer Höhenweg, der zur 1510 Meter hoch gelegenen Göllerwiese führt.
Sehenswert
Die Mendelbahn wurde 1903 eröffnet und gilt damit als erste Bahn in Südtirol, die elektrisch betrieben wurde. Sie führt mit einer Steigung von 64 Prozent auf den Mendelpass, wo die Fahrgäste atemberaubende Ausblicke über das Südtiroler Unterland und das Etschtal genießen können. Von Juni bis September gibt es jeden Freitag eine Sonderfahrt mit Führung, die zur einstigen kaiserlichen Residenz auf die Mendel führt.
Weinliebhaber erfahren im Südtiroler Weinmuseum viel Wissenswertes über die Geschichte und die Bedeutung des Weinanbaus in der Region. Ausgestellt sind neben Weinpressen auch verschiedene Gefäße, Weinfässer und Keltergeräte. Geöffnet ist das Museum von April bis November, jeden Donnerstag werden Führungen angeboten.
Die Leuchtenburg wurde anno 1250 von den Herren von Rottenburg errichtet, jedoch 1410 geschliffen. Im 17. Jahrhundert wurde die Verteidigungsanlage aufgegeben und dem Verfall preisgegeben. Bis heute sind Teile der Ringmauer und das Palais mit seinen Fresken aus dem 17. Jahrhundert erhalten.
Das Törggelen, wenn der neue Wein verkostet wird, gilt als fünfte Jahreszeit in Kaltern. Einheimische und Touristen ziehen zu den Bauernhöfen und den Kellern der Region, um den neuen Wein zu probieren. Fast jeder Bauernhof in Kaltern besitzt seinen eigenen Keller, in beim Tröggelen kulinarische Köstlichkeiten serviert werden.
Geprägt wird das Bild von Kaltern vor allem vom Überetscher Baustil, der seine Blütezeit in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erlebte. Der Ortskern wurde damals vor allem von Baumeistern aus dem Süden des Landes umgestaltet. Geprägt ist dieser Stil von der toskanischen Bauweise mit gerahmten Türstöcken aus Stein und Marmor sowie Mauern, die mit Zinnen bewehrt sind. Die Räume der Gebäude gruppieren sich meist um einen großen Flur oder einen zentralen Saal.
Ausflugsziele
Neben dem Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskorn und den botanischen Gärten von Schloss Trautmannsdorf gehört die Volkssternwarte "Max Valier" und das Sonnenobservatorium "Peter Anich". Beide Einrichtungen bieten regelmäßig geführte Besucher für ihre Gäste an.
nach obenKastelruth

Kastelruth | ©: Kai Koehler - Fotolia
Von der Sonne regelrecht verwöhnt ist Kastelruth im Eisacktal. Im Sommer ist Kastelruth vor allem bei Naturliebhabern gefragt, während im Winter Sportler das schier grenzenlose Angebot der Dolomiten nutzen.
Sehenswert
Einen Einblick in das beschwerliche Leben der Bauern bekommen die Besucher im Bauernmuseum Tschötscherhof. Das Museum ist in einem 500 Jahre alten Bauernhof untergebracht.
Den Alltag in einer Zwergenschule, wie sie vor allem im Alpenraum bis ins 20. Jahrhundert hinein verbreitet waren, können die Besucher des Schulmuseums Tagusens erleben.
Die Kastelruther Pfarrkirche ist Petrus und Paulus geweiht und wurde anno 1190 erstmals erwähnt. Das Patronizium deutet allerdings darauf hin, dass sie einige Jahrhunderte älter sein dürfte. Der Kirchturm mit einer Höhe von mehr als 80 Metern gilt als einer der höchsten in Südtirol. Weil der ursprüngliche, gotische Turm 1753 einem Brand zum Opfer fiel, wurde er in den Jahren von 1756 bis 1758 im klassizistischen Stil neu errichtet.
Veranstaltungen
Die aktuell prominentesten Söhne der Gemeinde, die Kastelruther Spatzen, geben alljährlich Konzerte in ihrer Heimat: Im Juni findet ein großes Open Air statt, während das Kastelruther Spatzenfest im Oktober stattfindet und die Volksmusikgruppe im Dezember vorweihnachtliche Klänge anschlägt.
An den Adventswochenenden findet die Kastelruther Weihnacht statt. Die Handwerker aus der Region zeigen hier die Früchte ihrer Arbeit, während die Gastronomen für das leibliche Wohl sorgen.
Die Kastelruther Bauernhochzeit ist eine lieb gewordene Tradition geworden und stellt eine traditionelle Bauernhochzeit nach. Der Hochzeitszug bricht in St. Valentin auf und zieht nach Kastelruth, wo die traditionellen Trachten ausführlich vorgestellt werden. Bei der Bauernhochzeit gibt es landestypische Spezialitäten, wie sie einst an Hochzeitstafeln üblich waren.

Seiser Alm | ©: hegadex.com - Fotolia
Aktivitäten
Während des Sommers können die Gäste in Kastelruth ausgiebige Spaziergänge und Wanderungen in die Umgebung machen. Dafür steht ein ausgedehntes Netz an Wanderwegen rund um Kofel, Marinzen, St. Oswald, Tagusens, St. Valentin und Tisens zur Verfügung. Wintersportler können sich beim Skifahren, Snowboarden oder Winterwandern, etwa auf der Seiser Alm, austoben.
Ausflugsziele
Eine Reise in die Vergangenheit der Erde können die Besucher im Geopark Bletterbach unternehmen. Die etwa acht Kilometer lange Bletterbachschlucht, in welcher sich der Geopark befindet, entstand in der Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren. Bekannt ist die Schlucht vor allem für einige Fossilienfunde. Die Besucher, die den Geopark als Wanderer erkunden, stoßen auf bis zu 250 Millionen Jahre alte Steine, Spuren von Sauriern und Abdrücke von Pflanzen sowie auf verschiedene Meeresablagerungen. Der Einstieg in den Wanderweg befindet sich auf dem Besucherparkplatz des Besucherzentrums im Aldeiner Ortsteil Lerch.
nach obenSeis am Schlern

Seis am Schlern, Sankt Valentin | ©: Christa Eder - Fotolia
Seis am Schlern ist einer von zehn Ortsteilen in Kastelruth und liegt am Fuße des Schlernmassivs. Vor allem Wanderer und Wintersportler schätzen Seis wegen der atemberaubenden Ausblicke über das Eisacktal, die sich auf verschiedenen Routen bieten.
Sehenswert
Die Burgruine Hauenstein stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde am 1. Januar 1551 von Christoph Freiherr von Wolkenstein, einem bekannten Südtiroler Ritter und Dichter erworben. Ab dem 17. Jahrhundert verfiel die Anlage, sodass heute nur noch Mauerreste zu sehen sind.
Etwa einen Kilometer von Hauenstein entfernt wurde die Burg Salegg - ebenfalls im 12. Jahrhundert - errichtet. Die Burg Salegg diente als Ganerbenburg, wurde also von mehreren Familienzweigen genutzt. Im 17. Jahrhundert verfiel die Burg allmählich, die Bevölkerung trug sie teilweise ab, um Baumaterial zu gewinnen. Das "Hotel Salegg" wurde im 20. Jahrhundert direkt unter der Ruine erbaut.
Die Seiser Alm

Seiser Alm | ©: hegadex.com - Fotolia
Die 57 Quadratkilometer große Seiser Alm gilt als größte Hochalm in Europa. Im Westen der Hochalm befindet sich der Naturpark Schlern-Rosengarten, Südtirols ältester Naturpark. Im Naturparkhaus, das in der früheren Steger Säge in Weißlandbahn untergebracht ist, erleben die Besucher traditionelles Handwerk und die Geologie in der Region. Die Besucher erreichen die Seiser Alm von Seis aus sowohl mit Bussen als auch mit einer Umlauf-Gondelbahn. St. Ulrich in Gröden ist der Start einer weiteren Gondelbahn, während der Hochsaison verkehren Linienbusse bis Monte Pana. Während des Sommers ist die Seiser Alm vor allem bei Wanderern beliebt. Sie entdecken die Hochalm etwa über den Hans-und-Paula-Steger-Weg, der 2006 eröffnet wurde. Auf Infotafeln finden sie hier viele Informationen über Kultur und Landschaft in Südtirol.
Im Winter
Vor allem Skifahrer und Snowboarder kommen auf den 60 Kilometer langen Pisten der Seiser Alm auf ihre Kosten. Ebenso lang ist das Loipennetz für Langläufer. Anfänger können auf der Seiser Alm Skilaufen, Snowboarden und Langlaufen in zwei Skischulen erlernen. Beliebt sind außerdem Schlittschuhlaufen und Rodeln.
Veranstaltungen
Für Genussurlauber gibt es zahlreiche Veranstaltungen wie die Strudelwochen, Vieles rund um Knödel und im Herbst das landestypische Tröggelen. Typisch für diese Mahlzeit sind deftige Schlachtplatten. Diese werden begleitet von gerösteten Kastanien, Nüssen und süßen Krapfen. Kulturfreunden werden im Sommer klassische Konzerte geboten, während im Winter das Festival Swing on Snow steigt. Hier gibt es traditionelle Volksmusik gemischt mit Soul, Pop, Jazz und Klassik zu hören. Dieses achttägige Festival findet seit 2005 alljährlich im Januar statt. Zum Angebot für die Gäste gehören im Winter außerdem romantische Fackelwanderungen, bei welchen sie die Region in einem ganz neuen Licht entdecken können.
nach obenTrient

Trient (Trento), Piazza Duomo mit dem Turm Civica
©: Daniel Prudek - Fotolia
Malerisch und geschichtsträchtig, so lässt sich Trient wohl am besten beschreiben. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz liegt im Flusstal der Etsch auf nur 194 Metern Höhe und ist umgeben von Bergen wie dem Monte Bondone oder dem Becco di Filadonna. Die Stadt, ursprünglich eine keltische Siedlung, hat sich ein reiches kulturelles Erbe erhalten und wird maßgeblich geprägt von prächtigen Bauten aus der Renaissance. Bekannt ist Trient für das Trienter Konzil von 1545 bis 1563, bei dem die Gegenreformation vorangetrieben wurde. Weite Teile der Stadt wurden in diesen Jahren neu gestaltet.

Castello di Buonconsiglio im Trentino | ©: anghifoto - Fotolia
Sehenswert
Das Castello del Buonconsiglio, auf einem Felsvorsprung im Nordosten der Altstadt gelegen, wurde ab dem 12. Jahrhundert errichtet und war bis 1796 Sitz der Trienter Fürstbischöfe. 1397 entstanden im Adlerturm die weltberühmten Fresken "Zyklus der Monate", der vom böhmischen Meister Wenzel geschaffen wurde. Die elf Bilder - der Monat März wurde von einem Brand zerstört - zeigen landwirtschaftliche Tätigkeiten.
Im Castello ist das Museo d´Arte und das Museo Storico mit Pinakothek untergebracht. Ausgestellt werden hier neben archäologischen Sammlungen von der Antike bis zum Mittelalter auch eine umfangreiche Münzsammlung, frühe Drucke und Handschriften. In der Gemäldegalerie werden Werke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert präsentiert. Religion, Kunst und Geschichte ist das Thema von Sonderausstellungen.
Historischen Boden mit weitreichenden Folgen stellt die Kirche S. Maria Maggiore, die 1520 im Stil der Renaissance erbaut wurde, dar. In ihr fanden Sitzungen des Konzils statt.
Zahlreiche historische Bauten kann der Besucher am Domplatz auf sich wirken lassen. Dazu gehört neben der Kathedrale San Vigilio das Palazzo Prtorio und das Tridentische Diözesanmuseum mit einer urchristlichen Basilika, die einen Einblick in die Anfänge der christlichen Glaubensgemeinschaft bietet. Etwa in der Mitte des Domplatzes steht der barocke Neptunbrunnen, der von 1767 bis 1769 nach Entwürfen von Francesco Antonio Giongo gestaltet wurde. Die originale, steinerne Neptunstatue steht im Hof des Rathauses, sie wurde 1942 durch eine Nachbildung aus Bronze ersetzt.
Das Historische Museum der Gebirgstruppen auf dem Hügel Doss Trento stellt die Geschichte der italienischen Gebirgstruppen dar. Das Museum entstand in den 1950er Jahren neben dem Mausoleum, das zu Ehren von Cesare Battisti errichtet wurde, weil er im Ersten Weltkrieg auf Seiten der Italiener gekämpft hatte.
Ausflugsziele
Dank seiner günstigen Lage an der Brennerautobahn, der alten Brennerstraße bietet sich Trient als Basis für Ausflüge in die Alpen und die Dolomiten oder im Süden nach Verona oder Venedig an. Die Südtiroler Seen locken Sommerurlauber ebenso wie die Örtler Skiarena die Freunde des Wintersports.
Der trientiner Hausberg Monte Bondone mit seinen ausgedehnten Almwiesen und Mischwäldern gilt als wahre Oase zur Entspannung. Erreichbar ist dieses Paradies in den Alpen über eine Panoramastraße mit Blick auf das Eschtal oder über das typische Bergdorf Garniga, dessen typische Kennzeichen die aneinander gebauten Bauernhäuser sind. In dieser Region hat sich ein Biotop etabliert, in dem Steinadler, Gämsen und Auerhähne zu Hause sind.
Etwa 2.000 Arten von Wiesenblumen und Kräutern aus allen Kontinenten sind im botanischen Garten von Viote zu finden.
Östlich von Trient gelegen ist der Levicosee. Der Kurort Levico bietet mit der Levico Therme nicht nur Entspannung pur, sondern mit dem Levicopark auch einen Freizeitpark für die ganze Familie.
nach obenRovereto: eine sehenswerte Stadt im Etschtal
Südlich von Trient und nur wenige Kilometer von den Ufern des Gardasees befindet sich im Etschtal die 40.000-Einwohner-Stadt Rovereto. Der Name dieser Stadt leitet sich vom lateinischen Begriff für Eichenwald ab. Die Besucher genießen hier nicht nur südländisches Flair, sondern haben auch die Gelegenheit, zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.
Eine Stadt mit wechselhafter Geschichte
Vor allem in der frühen Neuzeit war Rovereto ein Spielball der dominierenden Mächte in der Region, sodass auch die Herrschaften mehrfach wechselte. Erst nach dem Wiener Kongress anno 1815 wurde der gesamte Trentino, also auch Rovereto, endgültig ein Teil Tirols und fiel damit an Österreich, erst nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg fiel Südtirol insgesamt an Italien.
Die Sehenswürdigkeiten in Rovereto
Für Besucher lohnt es sich schon, einen Bummel durch die Altstadt zu machen, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu erhalten. Diese ist geprägt von zahlreichen Gassen und Palästen, die teilweise vom venezianischen Stil beeinflusst sind. So handelt es sich bei einem der bekanntesten Bauwerke der Stadt auch um die venezianische Burg, welche im 14. Jahrhundert errichtet wurde und in Deutschland auch als Schloss Rofreit bekannt ist.
Mit dem „Museo Storico Italiano della Guerra“ beherbergt Rovereto Italiens größtes historisches Museum, welches bereits 1921 eröffnet wurde. Ein thematischer Schwerpunkt des Hauses bildet der Erste Weltkrieg an der italienischen Front. Dieses Thema ist auch im Beinhaus Ossario Castel Dante, welches sich auf einem Hügel im Süden der Altstadt befindet: Hier ruhen die sterblichen Überreste von 20.000 während dieses Krieges gefallenen Italienern und Österreichern.
Zudem können die Gäste der Stadt zwei bedeutende Museen in Rovereto besuchen: Im Stadtmuseum werden verschiedene archäologische, volkskundliche, historische und naturwissenschaftliche Sammlungen gezeigt. Erst im Dezember 2002 wurde das „Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto“ eröffnet. Hierbei handelt es sich um eines der größten Museen mit moderner und zeitgenössischer Kunst in ganz Italien.
Als sehenswert gilt ferner die Ensiedelei San Colombano, die sich in einer Felswand befindet und die wohl im elften Jahrhundert begründet wurde.
Friedens- oder Gefallenenglocke Maria Dolens
Die Friedens- oder Gefallenenglocke Maria Dolens befindet sich oberhalb des Beinhauses auf dem Hügel von Miravalle. Die Glocke wurde in Trient am 30. Oktober 1924 aus Kanonen aus dem Bestand der am Ersten Weltkrieg beteiligten Staaten gegossen. Diese Glocke wird jeden Abend als Mahnung gegen Kriege aller Art geläutet. Der Klang der ursprünglichen Glocke entsprach nicht den Vorstellungen der Verantwortlichen, weshalb die Glocke schließlich 1939 eingeschmolzen und neu gegossen wurde. Auch Mitte der 1960er Jahre musste sie neu gegossen werden, da sie einen irreparablen Riss hatte.
nach obenBurgen & Schlösser im Trentino
Sonnenburg

Ansitz in Sonnenburg | ©: Christa Eder - Fotolia
Auf eine fast 1. 000jährige Geschichte blickt die Sonnenburg in St. Lorenzen zurück. Nach einer wechselvollen zeugen heute nur noch einige romanische Fenster von der langen Vergangenheit. Heute bietet die Sonnenburg ihren Gästen den Luxus eines Vier-Sterne-Hotels.
Vom Kloster zum Hotel
Der Gaugraf von Lurn und Pustertal schenkte die Sonnenburg 1022 dem Benediktinerorden, der hier ein Damenstift einrichten sollte. Die Benediktinerinnen blieben hier fast 800 Jahre lang, bis das Kloster im Zuge der Säkularisierung aufgelöst wurde. Anschließend diente es als Militärhospital und Armenwohnheim, bevor das Hotel seine Pforten öffnete. Die Anlage bietet ein umfangreiches Wellness-Angebot mit Dampfbad, Biosauna und finnischer Sauna.
Die Umgebung
Der Ort St. Lorenzen, zu dessen Gemeindegebiet die Sonnenburg gehört, liegt am Zusammenfluss von Rienz und Gader. Aus der Zeit der Römer, als St. Lorenzen eine wichtige Straßenstation war, existieren noch die Reste von Häusern, die teilweise sogar mit Fußbodenheizung und Bädern ausgestattet waren. Ein Münzschatz, der im 6. Jahrhundert vergraben wurde, zeugt von der einstigen Bedeutung.
Die St. Lorenzener Kirche ist einer der ältesten Sakralbauten des Pustertals. Seit dem ersten Bau, vermutlich gegen Ende des vierten Jahrhunderts, wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erweitert. Das markante Kennzeichen der Kirche sind ihre unterschiedlichen Türme. Links des Altars befindet sich das Bildnis von Maria mit der Traube, es handelt sich um die Überreste eines Flügelaltars, der um 1400 von Michael Pacher angefertigt wurde. Darstellungen von der Kreuzigung Christi und dem Fegefeuer werden in der Egererkapelle neben der Kirche gezeigt.
Das Museum Mansio Sebatum widmet sich im Rathaus auf drei Stockwerken ganz der Römerzeit. Die Siedlung Sebatum, aus der sich St. Lorenzen entwickelte, wird von ihren Anfängen bis zum Untergang dargestellt. Die Besucher erfahren außerdem viel über das Leben und den Alltag der Römer und bekommen einen Einblick in Grabungen, bei welchen zahlreiche Fundstücke gemacht wurden.
nach obenSchloss Bruneck
Das Schloss Bruneck errichtete Bischof Bruno von Kirchberg von 1251 bis 1288, weil nach dem Tod Friedrich II. die Zeiten für Kirchenfürsten unsicher waren. Zeitgleich ließ er zu Füßen des Schlosses die Stadt Bruneck errichten. In den folgenden Jahrhunderten wurde Schloss Bruneck beständig ausgebaut und diente als Bischofssitz. Doch in den vergangenen Jahren hat sich Schloss Bruneck zu einem kulturellen Zentrum mit zahlreichen Veranstaltungen entwickelt. So eröffnete der Extrembergsteiger Reinhold Messner hier sein Messner Mountain Museum Bergvölker.
Das Museum
Messners Museum in Schloss Bruneck ist den Bergvölkern gewidmet. Der Initiator will das Museum zu einem Ort der Begegnung machen. So sollen alljährlich Gäste aus anderen Bergregionen den Sommer auf Schloss Bruneck verbringen und hier über ihre Lebensweise und Traditionen berichten. Begleitend dazu zeigt eine Ausstellung Objekte aus der Alltagskultur verschiedener Bergvölker.
Sehenswert
Zum Flanieren lädt in Bruneck die Stadtgasse als Hauptgeschäftsstraße ein. Die Häuser entlang der Stadtgasse sind häufig mit alten Fresken verziert.
Vier Stadttore haben die Jahrhunderte überdauert: Durch das Ragentor wurden einst lediglich die Verstorbenen zum Friedhof gebracht. Die Fresken am Ursulinentor gestaltete Johannes von Bruneck im 15. Jahrhundert. Die Pustertaler Landstraße führte einst durch das Rienztor in die Stadt. Bekannt ist das Floriantor für eine Malerei des Künstlers Rudolf Stolz. Sie stellt das Wappen der Stadt, den Gründerbischof sowie den Heiligen Florian dar.
Eine reiche kulturelle Landschaft bereichert das Leben in Bruneck. So existieren neben dem professionellen Stadttheater auch mehrere Amateurgruppen und -bühnen. Die Besucher bekommen in Bruneck somit deutlich mehr als 200 Aufführungen aus den verschiedensten Sparten geboten. Einen Namen hat sich das Stadttheater außerdem mit seinen Jazzkonzerten gemacht. Regelmäßig gastieren Interpreten von Weltrang in der Stadt.
Der Kulturweg Gais in der Nachbargemeinde Gais führt zum Schloss Neuhaus. Gestaltet wurde der Weg von verschiedenen Künstlern, die mit ihren Objekten Persönlichkeiten würdigten, die einst in Gais gelebt und gewirkt haben.
nach obenHaderburg
Seit jeher markiert die Haderburg, die auf einem steilen Felsen oberhalb von Salurn steht, zwischen deutschem und italienischem Sprachraum. Während des Mittelalters stand sie an einem strategisch wichtigen Punkt auf dem Weg von Norden nach Süden. Seit dem 16. Jahrhundert war die Burg nicht mehr bewohnt und verfiel zur Ruine.
Die Anlage
Obwohl sie auf einem Felsen aus Kalksein steht, wurde der Bergfried als Herzstück der Haderburg aus einem anderen Gestein errichtet. Ursprünglich bestand sie nur aus dem Bergfried, einem Saalbau und einer Umfassungsmauer. Weitere Ausbauten erfolgten ab dem 14. Jahrhundert.
Die Burg heute
Die Provinz Bozen und die "Stiftung Südtiroler Sparkassen" haben die Ruine gemeinsam saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein steiler Forstweg, der "Weg der Visionen", führt von einem Parkplatz zur Haderburg. Von Mitte April bis Ende Oktober wird mittwochs bis sonntags eine mittelalterliche Schenke bewirtschaftet. Zudem ist die Haderburg Kulisse für kulturelle Veranstaltungen.
Die Umgebung
Salurn, dessen Wahrzeichen die Haderburg ist, liegt am Ende der Südtiroler Weinstraße und gilt als südlichstes Dorf der Provinz. Ein besonderes Naturschauspiel erleben die Besucher nur noch nach starken Regenfällen. Direkt von den senkrechten Wänden des Geier stürzt das Wasser zu Boden. Allerdings wurden bei Bauarbeiten wasserundurchlässige Erdschichten abgetragen. Von der Pracht des mittelalterlichen Adels zeugen die - allerdings unbefestigten - Sitze einiger herrschaftlicher Familien, etwa derer von Gelmini zu Kreuzhof.
Seit einigen Jahren wird die alte Faschingstradition in Salurn wiederbelebt. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der historisch verbürgte Perkeo. Der trinkfeste Salurner diente in Heidelberg zunächst als Hofzwerg, später als Mundschenk. Schließlich, so die Geschichte des Faschingsspektakels, kehrt er aus Heidelberg zurück und will die Herrschaft in seiner alten Heimat übernehmen. Es beginnt am Unsinnigen Donnerstag mit der Schlüsselübergabe und endet mit der Rückgabe des Schlüssels am Faschingsdienstag. Ein Höhepunkt ist dabei der große Faschingsumzug am Samstag.
nach obenBurg Hocheppan

Burg Hoch Eppan | ©: Thomas Bruttel - Fotolia
Burg Hocheppan wurde im 12. Jahrhundert von den Grafen von Eppan errichtet worden und gilt als eine der wichtigsten Wehrbauten in Südtirol. Burg Hocheppan befindet sich seit 1911 im Besitz der Grafen Eppan. Die Burg wird bewirtschaftet und vor allem von Wanderern, Genussurlaubern und kulturell interessierten Gästen angesteuert. Eine etwa 20minütige Wanderung vom Parkplatz unterhalb der Burg führt die Gäste in die Anlage.
Die Burgkapelle
Eines der wichtigsten Kunstdenkmäler aus der Romanik beherbergt die Kapelle: Die Fresken an den Außen- und Innenwände stellen religiöse Motive, etwa Szenen aus Jesu Leben, dar. Es wird aber auch eine Jagdszene dargestellt - eines der seltenen profanen Motive aus der Zeit. Für die Besucher werden Führungen angeboten.
Für Genießer
Vor allem regionale Köstlichkeiten stehen neben diversen Knödelgerichten auf der Speisekarte der Burgschenke. Teilweise aus der eigenen Schweinezucht stammt der Hocheppaner Speck, der mit Kräutern aus dem Burggarten verfeinert wird.
Sport
Ein Bogenparcours rundet das Freizeitangebot auf Burg Eppan ab. In den Sommermonaten können die Gäste ihr Können mit Pfeil und Bogen auf 21 Stationen im Wald unter Beweis stellen.
Die Umgebung
Das idyllische Missian, auf dessen Gebiet sich Burg Hocheppan befindet, liegt zwischen St. Pauls und Unterrain. Neben der Burg ist die Kirche St. Zeno und Apollonia als weiteres Wahrzeichen von Missian. Die Kirche wurde in den 1840er Jahren in klassizistischem Stil errichtet und ersetzte einen Vorgängerbau aus der Gotik.
Wandern
Vor allem die 3-Burgen-Wanderung, die Burg Hocheppan, Schloss Korb und Schloss Boymont miteinander verbindet, machten den Ort bekannt. Missian bietet allerdings ein dichtes Netz an Wanderwegen an. Einige davon führen bis auf den Gipfel des Mendelkammes. Die Routen führen durch Weinberge oder durch die malerischen Rotbuchen- und Waldkiefernwälder. Insgesamt erstreckt sich der Mendelkamm, der zwischen Nonstal und Eschtal liegt, über eine Strecke von 35 Kilometern, geografisch zählt man ihn zu den Südlichen Kalkalpen.
nach obenSchloss Karneid
Östlich von Bozen thront die Burg Karneid auf einem hohen Felsen über die Region auf. Diese Burg gilt als besonderes Kleinod unter den Südtiroler Burgen und Schlössern und kann nur in den Monaten von April bis Juni, September und Oktober besichtigt werden. Allerdings nur Freitagnachmittags im Rahmen einer Führung mit jeweils maximal 20 Teilnehmern.
Die Geschichte
Die Wurzeln der Burg Karneid reichen bis zum Jahr 1200 zurück, als das Geschlecht der Greifensteiner den Grundstein gelegt hatte. Ab dem 14. Jahrhundert wechselten die Besitzer mehrfach, zunächst an die Herren von Völs, dann an den späteren Landvogt Heinrich Gessler und zuletzt an den Grafen von Lichtenstein. Während dieser Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut und erweitert. Die letzte bauliche Veränderung erfolgte anno 1573, als der östliche Turm und der Zwinger errichtet wurden.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts drohte die Burg langsam zu verfallen. Ferdinand Miller, der sich in der königlich bayerischen Erzgießerei vom Hilfsarbeiter zum Inspektor hochgearbeitet hatte und ab 1874 sogar Abgeordneter des Deutschen Reichstages war, galt als Liebhaber romantischer Burgen. Deshalb erwarb er Burg Karneid. Ihm und seinen Erben ist es zu verdanken, dass sie historisch korrekt restauriert wurde.
1954 ging Burg Karneid in den Besitz der Familie von Malaisé über. Der heutige Burgherr, Christoph von Malaisé hat mit der Gemeinde Karneid ein Abkommen geschlossen: Im Gegenzug dafür, dass die Gemeinde Sanierungsmaßnahmen durchführt, ist sie der Öffentlichkeit in einem beschränkten Umfang zugänglich. Beispielsweise für Konzerte, Empfänge und Autorenlesungen.
Weil seit dem 16. Jahrhundert keine Veränderungen an der Anlage mehr vorgenommen wurden, sehen die Besucher im Rahmen der organisierten Führungen zahlreiche kunsthistorische Details. Beispielsweise beherbergt die Burgkapelle der Heiligen Anna zahlreiche wertvolle romanische Fresken. Interessenten für eine Führung müssen sich im Sekretariat der Gemeinde Karneid anmelden. Die Führungen finden in den genannten Monaten jeweils freitags um 15 und 16.30 Uhr statt.
nach obenSchloss Ehrenberg: eine besondere Perle in Südtirol
Mehr als sieben Jahrhunderte lang waren die Grafen Künigl im Besitz des Schlosses Ehrenberg, welches im 12. Jahrhundert erbaut worden war. Nachdem 2010 längere Zeit wegen Erbschaftsangelegenheiten über die Zukunft des Schlosses diskutiert worden war, verkaufte das Adelsgeschlecht Schloss Ehrenberg an den Busunternehmer Ingomar Gatterer.
Wer waren die Grafen Künigl?
Bei den Künigl handelt es sich um ein Tiroler Rittergeschlecht, dessen Geschichte bis Rudolph von Castelruth, also bis ins 11. Jahrhundert, zurück reicht. Anno 1563 wurden die Künigl in den Stand der Freiherren erhoben, 1662 schließlich in den Grafenstand.
Schloss Ehrenberg: eine herausragende Festungsanlage
Das nahe der Gemeinde Kiens gelegene Schloss Ehrenberg zählt zu den architektonischen und kulturellen Perlen im Pustertal. Die teilweise im Stil des Barock gestaltete Burganlage wurde in der gleichnamigen Ortschaft auf einem kleinen Hügel am Fuß des Getzenberges erbaut. Größtenteils wurde das Schloss Ehrenberg während des 12. Jahrhunderts errichtet, der ursprünglich in romanischem Stil gehaltene Bau ist bis heute teilweise erhalten. Lediglich den östlichen Teil des Schlosses hatten die Grafen Künigl anno 1732 im Stil des Barock umgebaut.
Was Schloss Ehrenberg so besonders macht, ist die Tatsache, dass es bis in die Gegenwart hinein komplett eingerichtet ist. Darüber hinaus hat Schloss Ehrenberg im Lauf seiner Geschichte zwei Funktionen erfüllt: Zum einen war es ein wehrhafter Bau, zugleich jedoch eine edel gestaltete Wohnresidenz der adeligen Besitzer. So ist die Fassade etwa von zwei Vorsprüngen geprägt, die mit Zinnen bewehrt sind. Zu den besonderen Highlights zählt der unmittelbar hinter dem Eingang gelegene Arkadenhof, welcher an drei Seiten von Rundbögen und Säulen aus Granit eingefasst wird.
Interessierte Besucher können Schloss Ehrenberg von Kiens aus übrigens über verschiedene Spazierwege erreichen. Dabei haben sie zugleich die Gelegenheit, die landschaftlichen Schönheiten Südtirols zu genießen.
nach obenDie Burg Taufers: eine Festung über dem Ahrntal
Errichtet wurde die nördlich von Sand in Taufers gelegene Burg Taufers, um den Eingang ins Ahrntal zu schützen. Die Höhenburg befindet sich direkt am Eingang ins Tal auf einer Höhe von 957 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Geschichte der Burg Taufers
Errichtet wurde die Burg Taufers unter der Herrschaft des gleichnamigen Geschlechts ab dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts. Der Bau wurde in zwei verschiedenen Bauphasen errichtet, wobei der romanische Teil der Burg von den Herren von Taufers erbaut wurde, der gotische Teil zu einem späteren Zeitpunkt durch die Herren von Fieger und die Bischöfe von Brixen. Vollendet wurde die Burg Taufers in ihrer heutigen Form erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts.
Die Ursprüngliche Anlage umfasste nur wenige Gebäude wie den Wohnturm einen Palas, einen Bergfried, ein weiteres Gebäude sowie die Umfassungsmauer. Erweitert wurde die Burg Taufers während des 15. Jahrhunderts und erneut um 1621.
Jedoch wurde die Burg Taufers anschließend dem Verfall preisgegeben. Dem Wiener Glashändler Ludwig Lobmeyr ist es zu verdanken, dass zahlreiche Räume sowie eingestürzte Mauern der Burg Taufers zu Beginn des 20. Jahrhunderts rekonstruiert wurden. In den folgenden Jahrzehnten wurden außerdem gotische Fresken freigelegt und der Bergfried wiederaufgebaut. 1977 ging die Burg Taufers schließlich in den Besitz des Südtiroler Berginstituts über, das die Innenräume restaurieren und die Fassaden konservieren ließ, sodass sich die Burg Taufers dem Besucher heute mit einem geschlossenen Erscheinungsbild präsentiert.
Besucher können den Innenhof, den Bergfried, den Eiskeller, den Burggarten und einige weitere Teile der Anlage ohne Führung besichtigen. Eine Besichtigung der Schauräume ist hingegen nur im Rahmen einer Führung möglich.
Die Burg Taufers im Film
In den vergangenen Jahren wurden auf der Burg Taufers mehrere Filme, beispielsweise „Die rote Violine“, gedreht. Zudem diente die Anlage als Vorlage für Roman Polanskis Klassiker „Tanz der Vampire“. Während die Innenräume im Studio nachgebaut wurden, fanden die Außendreharbeiten auf der Seiser Alm statt.
nach obenDie Burg von Avio: eine faszinierende Festungsanlage
Die inmitten der Weinberge von Sabbionara d´Avio gelegene Burg von Avio zählt zu den ältesten Festungen im gesamten Trentino. So stammen die Befestigungsanlagen der Burg von Avio teilweise noch aus dem elften Jahrhundert. Einer Schenkung der Gräfin Emanuaela di Castebarco ist es zu verdanken, dass sich die Anlage seit 1977 im Besitz der Stiftung für Denkmal- und Umweltschutz befindet. Errichtet wurde die Burg von Avio auf dem Monte Vignola und ist somit ein markantes Element in der Landschaft, welches nahezu bis Verona zu sehen ist.
Die Geschichte der Burg von Avio
Sabbionara d´Avio hatte bereits während des Mittelalters eine herausragende strategische Bedeutung, was der geografischen Lage zu verdanken ist. Denn einerseits wird der Hügel von Sabbionara d´Avio von Bergen geschützt, während sich von hier aus andererseits auch die Furte über die Etsch bestens überblicken lassen. Errichtet wurde die Burg über der Vallagarina, die einst zu den wichtigsten Verbindungen zwischen dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa zählte.
Denn durch diese Region führt die Via Claudia Augusta, welche zu Zeiten des römischen Weltreiches im Jahre 15 vor Christus erbaut wurde. Erstmals erwähnt wird die Burg in historischen Quellen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Während des 12. Jahrhunderts befand sich die Anlage im Besitz der Familie Castelbarco, die im Dienste des Bischofs von Trient stand.
Anno 1411 ging die Burg von Avio in den Besitz der Venezianer über, die die Anlage um eine Kapelle erweiterten. In den Besitz der Habsburger gelangte die Burg von Avio anno 1509. In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Besitzer mehrfach, bis sie wieder zum Eigentum der Familie Castelbarco wurde.
So sieht die Burg von Avio aus
Drei Mauerring kreisen die gesamte Burg kranzförmig ein. Des Weiteren besitzt die Burg von Avio fünf Türme, darunter den sogenannten Picadora, wo einst die Todesstrafe vollzogen wurde. Rund um den Bergfried, der im Lauf des 11. Jahrhunderts angelegt worden war, stehen diverse Gebäude wie Kapelle oder Wachhaus. Sämtliche Gebäude der Burg von Avio sind reich mit Fresken verziert.
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