Sehenswürdigkeiten in Meran

Inhaltsverzeichnis

Meranerland Urlaub- und Freizeittipps

Sehenswürdigkeiten in Meran

Sehenswürdigkeiten im Meraner Land & Umgebung

Kultur - Gastronomie - Campingplätze

Aktivitäten und Freizeittipps

Tipps rund um den Urlaub im Meraner Land


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Meran und das Meranerland

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Meran, Südtirol | ©: fotolicious2904 - Fotolia

La Dolce Vita beginnt - vom Norden her gesehen, direkt hinter den Alpen. 300 Sonnentage pro Jahr und das angenehme, mediterrane Klima, machten die ehemalige Landeshauptstadt von Tirol schon zu einem beliebten Kurort, als das Habsburgerreich noch existierte. Während der Belle Époque an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert spielte der Tourismus mit illustren Gästen aus ganz Europa eine wichtige Rolle. Der wohl prominenteste Gast war seinerzeit die österreichische Kaiserin Sissi, die hier ihr Lungenleiden kurierte. Die beiden Weltkriege brachten den Besucherstrom zum Erliegen. Doch schon bald nach 1945 entdeckten die Urlaubsgäste Meran neu.

Zeugen der Vergangenheit

Von der großen Vergangenheit als Tourismusort zeugen in Meran zahlreiche Gebäude aus dem Jugendstil. Dazu gehört beispielsweise auf der Passerpromenade das Kurhaus, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Der in historischem Stil errichtete Gebäudeteil stammt aus dem Jahr 1874, der neuere Teil wurde von 1912 bis 1914 errichtet. Ursprünglich konnten sich die internationalen Gäste hier zerstreuen, etwa in einem Spiel-, Rauch- oder Lesezimmer. Heute finden hier zahlreiche Veranstaltungen wie Kongresse und Konzerte, aber auch Bälle und Galas, statt.

Die historische Altstadt - begrenzt von drei Stadttoren - stammt zum Großteil aus dem Mittelalter, als Meran das politische Zentrum von Tirol war. Diese herausragende Bedeutung verlor Meran erst 1420, als der Sitz der Grafschaft nach Innsbruck verlegt wurde. Der Grund: Verkehrstechnisch lag die neue Kapitale günstiger.

Obwohl Meran seinen Status als Residenzstadt verloren hatte, entstanden in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche repräsentative Bauten wie die Landesfürstliche Burg, die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und im Osten der Stadt der Botanische Garten mit seinem Wahrzeichen, dem Schloss Trautmannsdorf.

Kurgäste spielen für Meran nach wie vor eine wichtige Rolle. Deshalb wurde 2005 die neue Thermenanlage als kubusförmiger Bau aus Stein, Stahl und Glas errichtet. Dieser steht in einem Park mit einer Fläche von über 50.000 Quadratmetern. Hier bieten 25 verschiedene Pools den Gästen Erholung pur. Die Heilbäder werden mit radonhaltigem Wasser aus den Quellen am Vigiljoch gespeist.

Ein Mekka für Genuss- und Aktivurlaub

Merlan liegt in einem Talkessel, welcher von den mehr als 3.300 Meter hohen Bergen der Texelgruppe umgeben ist. Vinschgau, Passeiertal und Etschtal münden in diesen Talkessel und machen den Kurort zu einem beliebten Ziel für Aktivurlauber. Während im Sommer Mountainbiker und Wanderer die faszinierende Welt der Alpen entdecken, laden im Winter fünf Skigebiete rund um Meran zum Spaß in der weißen Pracht ein. Genussurlauber dagegen können Südtirols Küche und Kultur entlang der italienischen Weinstraße kennenlernen.

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Museen in Meran und dem Meranerland

Vielfältig präsentieren sich die Museen des Kurortes. Die Bandbreite der Museen reicht von Geschichte und Kunst bis hin zu außergewöhnlichen Häusern wie dem Frauenmuseum oder dem Touriseum.

Stadtmuseum Meran

Eines der ältesten Museen in Südtirol ist das Stadtmuseum am Rennweg, das 1900 seine Pforten öffnete. Den Grundstock bildete die Sammlung an mittelalterlicher und barocker Kunst des Arztes Franz Innerhofer. Der Bestand des Museums wurde um eine Münzsammlung, eine historische Fotosammlung, eine Mineralien- und Fossiliensammlung, Trachten, Gebrauchsgegenstände, aber auch patriotische Objekte erweitert. Dazu gehört etwa ein Hufeisen von Andreas Hofer. Nachlässe und Schenkungen bereicherten die Sammlung um Kuriositäten wie der Totenmaske Napoleons. Bis 1996 wurde das Stadtmuseum unter der Trägerschaft des Museumsvereins geführt, anschließend übernahm die Stadt die Regie.

Frauenmuseum

Das Frauenmuseum bietet Europas größte Sammlung an Frauenkleidern, Alltagsgegenständen und Accessoires in ganz Europa. Der Schwerpunkt liegt auf dem Zeitraum zwischen Jahrhundertwende und den 1990er Jahren. Das Markenzeichen des Museums: Die Ausstellung wird ständig verändert und in dreijährigem Turnus werden neue Themen und Akzente gesetzt. Gegründet wurde das Frauenmuseum in der Laubengasse 68 von Evelyn Ortner. Ein umfangreicher Fundus erlaubt es dem Verein "Frauenmuseum - Frau im Wandel der Zeit, Frauenbilder und -ideale des 19. und 20. Jahrhunderts aus unterschiedlichen Facetten zu beleuchten.

Touriseum

Auf einem Spaziergang durch 20 Räume im Schloss Trautmannsdorf erleben die Besucher die Geschichte des Tourismus in Südtirol hautnah mit. Der rote Faden der Ausstellung ist ein interaktiver Parcours, der 1765 beginnt und schließlich 2000 endet. Beleuchtet werden neben der Geschichte auch der Wandel des Tourismus und die Veränderungen, welche die internationalen Gäste für Südtirol mit sich gebracht haben. Beleuchtet werden diese Aspekte aus der Sichtweise der Gäste und der Einheimischen. Beispielsweise wandelten sich in den 1950er Jahren mit der zunehmenden Verbreitung des Autos zu Gastgebern. Auch ein typisches Fremdenzimmer aus dieser Zeit wird dargestellt.

Kunst Meran

Sehr viel mehr als ein klassisches Museum ist Kunst Meran. Denn im Haus der Sparkasse wird auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern avantgardistische, zeitgenössische und internationale Kunst präsentiert. In den Räumlichkeiten in Lauben 163 finden außerdem regelmäßig Konzerte, literarische Treffen, Workshops und Performances statt. Die Besucher können bei Kunst Meran also die kulturelle Szene des Kurortes hautnah erleben. Nachdem bereits 1996 ein Forum für zeitgenössische Kunst gegründet worden war, zog Kunst Meran schließlich 2001 in das denkmalgeschützte Gebäude der Bank. Ein Ziel dieses Museums ist die Bildung eines internationalen Netzwerks mit ähnlichen Einrichtungen.

Jüdisches Museum und Synagoge

In der Synagoge mit dem Jüdischen Museum wird die Geschichte der Juden in Meran und deren tragisches Schicksal während des Zweiten Weltkrieges dokumentiert. Denn jüdischen Ärzten verdankt Meran seinen internationalen Ruf als Kurort. Sie entdeckten die heilkräftige Wirkung des Meraner Wassers und gehörten zu den Pionieren der Traubenkur. Das Jüdische Museum erzählt etwa die Geschichte des jüdischen Friedhofs, der 1871 angelegt wurde, die Geschichte der Synagoge sowie die Entwicklung des jüdischen Tourismus in Meran. Einen weiteren Aspekt bildet natürlich auch die Verfolgung und Deportation der Juden während der faschistischen Herrschaft.

Palais Mamming: aus einem Herrenhaus wird ein Museum

Um 1675 ließen die Freiherren Mamming das Palais Mamming in barockem Stil am Pfarrplatz errichten. Dort werden seit 2015 die Sammlungen des Meraner Stadtmuseums präsentiert. Hier können sich die interessierten Besucher über die Geschichte Merans und der Umgebung informieren. Unter den Ausstellungsstücken finden sich aber auch so manche kuriosen Exponate. Dazu gehört beispielsweise eine Pfeife von Andreas Hofer, einem Volkshelden Südtirols oder eine Totenmaske von Napoleon Bonaparte.

Ein Museumsverein wurde in Meran bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert, nämlich 1899, gegründet. Ein Jahr später wurde im sogenannten Gallhäusel – an dieser Stelle befindet sich heute die Winterpromenade – ein Museum eröffnet. Geleitet wurde das Museum in den ersten Jahren von Franz Innerhofer, einem Arzt. Dieser hatte sein Vermögen größtenteils in das Museum investiert. Allerdings wurde der Platz hier schon rasch zu knapp, sodass das Museum bereits 1911 erstmals verlegt wurde. Das Palais Mamming befindet sich erst seit 1991 im Besitz der Stadt Meran. Die Kommune erwarb das barocke Anwesen, welches seit 1951 unter Denkmalschutz steht, um darin ein Museum einzurichten. Zunächst musste das Gebäude jedoch renoviert werden.

Die Sammlung des Palais Mamming Museums umfasst rund 100.000 Objekte und etwa 20.000 Fotos. Neben der Dauerausstellung, deren thematische Spannweite von der Ur- und Frühgeschichte bis hin zur modernen Kunst reicht, werden auch regelmäßig Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen präsentiert.

Bei rechtzeitiger Voranmeldung bietet das Team des Museums gern verschiedene geführte Rundgänge an. Verschiedene Schwerpunkte zu bestimmten Facetten können dabei nach Interesse der Besucher gesetzt werden.

Webseite: www.palaismanning.it

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Die Stadttore von Meran

Als Meran im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben wurde, legten die Grafen von Tirol auch die Stadtmauer und die einstmals vier Stadttore an. Merans Besucher finden heute nur noch drei Tore vor, die in die mittelalterliche Altstadt führen. Denn das Ultner Tor am Theaterplatz wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgebrochen, als Meran städtebaulich umgestaltet und die Straße verbreitert wurde.

Allen Toren ist gemein, dass sie als Türme errichtet wurden. Die Bauherren hatten sie außerdem auf Täler und Städte ausgerichtet, nach welchen sie auch benannt wurden.

Das Vinschgauer Tor

Dieses Tor führt vom Vinschgau aus in den Rennweg, in dem sich bereits typische Merkmale der Meraner Innenstadt zeigen. Dazu gehören etwa die zahlreichen Erker an den Gebäuden.

Seine heutige Gestalt verdankt das Vinschgauer Tor einer Sanierung und Umgestaltung während des 16. Jahrhunderts. Im Lauf der Geschichte diente das Vinschgauer Tor auch zeitweise als Stadtgefängnis.

Bozener Tor

Als schönstes der drei Stadttore gilt das Bozener Tor mit dem auffällig steilen Dach. Wie alle Stadttore Merans wurde auch das Bozner Tor in Form eines Turms errichtet. Verziert ist es an der südlichen Fassade mit einem gemalten Doppeladler und einen Stein, in den die Wappen von Österreich, Tirol und Meran gemeißelt wurden. Der Doppeladler hingegen ist das Symbol des Adelsgeschlechts der Habsburger.

Das Bozener Tor steht am Sandplatz und führt direkt in den Kurbezirk von Meran. Seinen Namen verdankt der Platz übrigens dem Fluss Passer, der am Timmelsjoch entspringt und in Meran in die Etsch mündet. Der Sand lagerte sich in der Flussbiegung, die sich einst hier befand, ab und bildete den Platz. Die Gebäude in der Nähe des Bozener Tores wurden in den vergangenen Jahren restauriert und glänzen wieder mit dem Charme des 19. Jahrhunderts.

Nachdem Meran im 14. Jahrhundert zur Stadt erhoben wurde, war eine Sicherung mit Mauer - die nur teilweise erhalten blieb - und Toren notwendig. Heute bilden die einstigen Stadttore die Grenze zwischen dem mittelalterlichen Meran und jüngeren Stadtvierteln. Erhalten blieben von den einst vier Toren neben dem Bozner Tor lediglich das Vinschgauer Tor und das Passeier Tor, während das Ultner Tor abgerissen wurde.

Benannt wurden die Tore wie das Bozner Tor nach der Richtung, in welche sie führen. Das Bozner Tor markierte folglich den Weg nach Süden in die benachbarte Stadt Bozen. Beim Bozner Tor handelt es sich um einen geschlossen gemauerten Turm aus Stein, der lediglich im obersten der drei Stockwerke einige Fenster und schmale Schlitze besitzt. Das Bozner Tor wurde nicht freistehend errichtet, sondern direkt an die umliegenden Häuser angebaut.

Passeier Tor

Während des Mittelalters dürfte das Passeier Tor wohl das wichtigste Stadttor gewesen sein. Der heute von Efeu umwachsene Turm schützte die Stadt von der nordwestlichen Richtung her.

Wegen seiner Ausrichtung gen Passeiertal hatte das Tor auch eine strategisch wichtige Bedeutung. Denn während des Mittelalters verliefen hier zahlreiche Handelswege und Saumpfade. Diese verbanden Meran mit dem oberen Inntal und dem Ötztal sowie mit Sterzing, Innsbruck und dem Brenner. Über diese Saumpfade wurden vor allem Salz und Wein gehandelt.

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Kirchen in Meran

Kapuzinerkirche

Wer die Meraner Innenstadt durch das Vinschgauer Tor betritt, stößt fast direkt auf das Kapuzinerkloster, an welches die Kapuzinerkirche anschließt. Als Stifter der Kirche gilt Erzherzog Maximilian von Österreich, ein großer Förderer des Kapuzinerordens.

Am 1. Mai 1611 legte der Fürstbischof von Chur und unterstrich damit die spätere Bedeutung der Meraner Kapuzinerkirche. Denn es handelt sich um die größte Kirche des Bettelordens, der sich in der Tradition des Heiligen Franziskus steht, in ganz Tirol. Während das Kloster in den 1960ern restauriert wurde, folgte die Restaurierung der Kirche in den Jahren 1997 bis 1998.

Pfarrkirche St. Nikolaus

Das Wahrzeichen der Meraner Altstadt wartet mit einigen Superlativen auf: Nachdem St. Nikolaus anno 1220 erstmals erwähnt wurde, gilt die größte Kirche der Stadt eines der ersten gotischen Baudenkmäler in Tirol. Außerdem ist der 83 Meter hohe Kirchturm einer der höchsten in Südtirol.

Der dreischiffige Langhaus-Bau steht am Ende der Oberen Lauben. Sehenswert sind für die Besucher nicht nur die Skulpturen und Bilder im Innern von St. Nikolaus, sondern auch die wertvollen Fresken, der Flügelaltar, die Fensterrose über dem Portal, das die Form eines Spitzbogens hat, sowie der gotische Chorstuhl und die Glasfenster aus der späten Gotik.

In der ursprünglichen Form erleben die Besucher die Pfarrkirche allerdings nicht mehr. Denn die Kirche wurde ab dem 14. Jahrhundert im Zuge eines Umbaus erweitert. Neu geweiht wurde St. Nikolaus schließlich 1465.

Spitalkirche zum Heiligen Geist

Mit einer architektonischen Besonderheit wartet die Spitalkirche zum Heiligen Geist auf: Die Seitenaltäre führen als Chorumgang auch um den Altarraum herum.

Der Tiroler Graf Meinhard II. und dessen Gattin Elisabeth ließen die Kirche anno 1271 errichten. Das Gotteshaus wurde am linken Ufer der Passer errichtet, lag also außerhalb des historischen Stadtkerns und der einstigen Stadtmauern. Den Beinamen Spitalkirche verdankt die Heiliggeistkirche dem nahe gelegenen Spital. Dieses wurde erst 1905 durch ein neues Krankenhaus im Westen von Meran ersetzt.

1419 trat der Fluss über die Ufer, wobei die Kirche überflutet und zerstört wurde. 1483 war die Kirche wieder aufgebaut. Zu den sehenswerten Details gehören die Statuen und Fresken, welche aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen, der Gnadenstuhl über dem Hauptportal, aber auch das Sternrippengewölbe, das sich im Chor befindet.

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Landesfürstliche Burg

Bei der Landesfürstlichen Burg im Herzen von Meran handelt es sich nicht um eine klassische Burganlage mit imposanten Mauern und mächtigen Wehrtürmen. Erzherzog Sigmund ließ das Bauwerk um 1470 als kunstvoll gestaltetes Festes Haus errichten. Die Landesfürstliche Burg besitzt zwar dicke Mauern, ansonsten aber nur relativ schwache Wehranlagen. Die Landesfürstliche Burg gilt als eine der besterhaltenen Burgen in Südtirol.

Der Bauherr nutzte die Landesfürstliche Burg zunächst als persönliche Stadtwohnung und bewirtete hier auch mehrfach den österreichischen Kaiser Maximilian. Während des 16. Jahrhunderts war die Burg die Residenz des Landesfürsten.

Verfällt die Burg?

Nach dieser Blütezeit wurde die Landesfürstliche Burg nicht mehr genutzt und verfiel im Lauf der Jahrhunderte. Beispielsweise wurden während des 17. Jahrhunderts lediglich noch Messen in der Kapelle zelebriert.

Für wenige Jahrzehnte wechselte die Landesfürstliche Burg in den Besitz des Fürsten von Thurn und Taxis. Diese Immobilie war die Entschädigung für das entzogene Postrecht, auf dem der Reichtum des Regensburger Fürstengeschlechts beruht.

1875 kaufte die Gemeinde die Landesfürstliche Burg. Diese sollte eigentlich abgerissen werden, um Platz für eine Schule zu schaffen. Dagegen protestierten jedoch sowohl Einwohner als auch die Gäste des Kurortes - diese Pläne schlugen sogar Wellen in der internationalen Presse.

Die Rettung der Burg

Schließlich entschloss sich die Stadt für die Rettung der Burg. Für die Sanierung im historisierenden Stil holte sich Meran den renommierten Architekten Friedrich von Schmidt an Bord. Sein Anliegen war es, den Charme des späten Mittelalters wiederherzustellen. Um dies zu unterstreichen, wurden auch Waffen, Einrichtungs- und Dektorationsstücke angekauft. Die Bauarbeiten erstreckten sich über die Jahre von 1878 bis 1880, bevor sie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Ein Besuchermagnet

Etwa 20.000 Besucher werden in der Landesfürstlichen Burg pro Jahr gezählt. In den Räumlichkeiten gibt es neben antiken Möbeln auch eine Sammlung von alten Musikinstrumenten zu sehen. Paare, die den schönsten Tag ihres Lebens mit einem besonderen Ambiente krönen wollen, können sich im Hochzeitssaal der Burg das Jawort geben. Dieses Angebot des Standesamtes gilt auch für Urlaubsgäste, die anschließend ihre Flitterwochen in Südtirol verbringen wollen.

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Zenoburg

Auf historischem Boden steht die Ruine der Zenoburg. Sie wurde im 13. Jahrhundert auf dem Zenoberg am Eingang des Passeiertals errichtet und war zeitweise Sitz der Landesherrscher.

Die Vorgeschichte:

Seit Urzeiten wird die strategisch günstige Lage am Zenoberg geschätzt: In vorgeschichtlicher Zeit stand hier eine Wallburg. Die Römer errichteten das Castrum Majense. Für die antike Supermacht ging es um die Sicherung der Handelswege, die in die Provinz Rätien führten. In den 70er Jahren des 5. Jahrhunderts wurde eine Kapelle errichtet, die dem Heiligen Zeno geweiht ist. Etwa 300 Jahre lang blieb sie ein wichtiges Ziel für Pilger und Wallfahrer, im Hochmittelalter hatte sie ihre religiöse Bedeutung schließlich komplett verloren.

Die Burg

Die Zenoburg erlebte nur eine relativ kurze Blütezeit. Sie wird 1237 erstmals erwähnt. Zwischen 1285 und 1290 ließ sie Meinhard II. ausbauen und richtete hier seinen Herrschaftssitz ein. Die einfache Kapelle wurde zu einer zweigeschossigen Pfalzkapelle ausgebaut. Nachdem ein Feuer 1301 Schloss Tirol teilweise vernichtet hatte, regierten die Tiroler Grafen von hier aus. Karl IV. zerstörte die Zenoburg jedoch 1347. Lediglich der Bergfried und die Kapelle blieben verschont. Ein Wiederaufbau ist nicht erfolgt.

Erst ab 1800 wurde zumindest der Bestand der Burgruine gesichert. Denn in diesem Jahr erwarb Leopold von Braitenberg die Ruine. Er und seine Nachfahren setzen sich stark für den Erhalt des Gebäudes ein. Die Zenoburg ist bis heute in Braitenbergischem Familienbesitz und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Ein beliebtes Ausflugsziel

Obwohl die Zenoburg nicht besichtigt werden kann, ist sie ein beliebtes Ausflugsziel, weil sie einen grandiosen Blick auf das Passeiertal bietet.

Für die Gäste in Meran ist die Zenoburg nur eine relativ leicht zu bewältigende Wanderung entfernt. Sie verlassen die Stadt entweder durch das Passeiertor oder von der Gilfpromenade aus über die Jaufenstraße. Die Straße führt über eine Steigung auf einen kleinen Platz. Die Ruine der Zenoburg steht rechter Hand dieses Platzes.

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Laubengasse von Meran

Die Laubengasse, welche im 13. Jahrhundert erbaut wurde, gilt als Herz der Meraner Altstadt. Vor allem ein ausgedehnter Shopping-Bummel durch die Laubengasse lohnt sich. Denn die Besucher finden hier zahlreiche kleine Boutiquen und Läden, dazwischen viele Restaurants und Cafés.

Die Meraner Lauben führen vom Rennweg zur Stadtpfarrkirche und verbinden den Kornplatz mit dem Pfarrplatz. Mit einer Länge von 400 Metern sind die Meraner Lauben die längsten in ganz Tirol. Die Laubengasse besteht aus zwei Häuserreihen mit Laubengängen, wobei es noch eine Unterscheidung gibt: Die der Passer zugewandte Häuserfront nennt man Wasserlauben, die dem Küchelberg zugewandten Häuser nennt man Berglauben.

Ein Bummel lohnt sich nicht nur wegen der Einkaufsmöglichkeiten und kulinarischen Genüsse. Abenteuerliche Treppenaufgänge und verwinkelte Hinterhöfe faszinieren den Besucher ebenso wie Torbögen, Erker und zahlreiche Details. Der geheimnisvolle Touch, mit dem die Laubengasse die Besucher fasziniert, entsteht auch durch die Architektur der typischen Laubenhäuser: Sie sind etwa vier Schritt breit und rund 50 Meter tief. Zusätzlich teilen sie sich in drei Abschnitte auf, die von Lichthöfen unterbrochen werden.

Die Geschichte der Lauben

Angelegt wurden die Lauben während der Regentschaft von Meinhard II. Im Zuge seiner umfassenden Reformen, mit welchen er das Land modernisierte, verlegte er auch den Pfingstmarkt aus Dorf Tirol nach Meran. Damit legte er den Grundstein für die Lauben als Hauptgeschäftsstraße des Kurortes. Der Graf ließ sie mit der Vorgabe anlegen, dass die Meraner Lauben exakt 100 Schritt länger zu sein hatten als die Bozener Lauben. Handel und Handwerk hatten in der Laubengasse ihr Refugium, als Meran die Hauptstadt des Landes war. Später wurde hier Vieh gehalten.

Die Fassaden der Häuser wurden im 16. und 17. Jahrhundert zu einem großen Teil umgestaltet. Weil die Besucher beim Bummel durch die Laubengasse zahlreiche Stilepochen erleben, erleben sie hier die Geschichte der Stadt unmittelbar. Erst 1913 wurde die Galileistraße gebaut, dadurch wurden die Lauben in zwei etwa gleich lange Abschnitte aufgeteilt.

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Spazierwege & Aussichtspunkte in Meran

Das mediterrane Flair von Meran lädt den Besucher regelrecht zum Flanieren im sonnigen Süden ein. Meran bietet seinen Gästen deshalb zahlreiche Spazierwege und Aussichtspunkte, wo sie die Atmosphäre Südtirols genießen können.

Sissiweg

Die österreichische Kaiserin Sissi gilt als prominentester Kurgast Merans. Sie wollte hier ihr Lungenleiden kurieren. Eine Lieblingsroute der Kaiserin wurde nach ihr benannt. Von den Gärten des Schlosses Trautmannsdorf führt der Weg direkt in die Innenstadt von Meran. Er führt über verschiedene Orte, die von der Kaiserin vermutlich öfter besucht wurden.

Tappeinerweg

Etwa sechs Kilometer lang ist die Promenade am Hang des Küchelbergs, welche von Meran aus zum Zenoberg führt. Der Tappeinerweg liegt etwa 100 Meter über dem Talkessel. Die Spaziergänger haben beim Flanieren eine perfekte Aussicht über die Dächer Merans und weite Teile des Burggrafenamtes. Bekannt ist der Weg vor allem für seine üppige Bepflanzung mit mediterranen Bäumen und Sträuchern. Finanziert wurde der Tappeinerweg vom Arzt und Botaniker Franz Tappeiner, der mehr als 6.000 Pflanzen wissenschaftlich beschrieben hatte. Der Tappeinerweg zählt zu den schönsten Höhenpromenaden in Europa.

Gilfpromenade

Die Gilfpromenade führt den Spaziergänger von der Gilfschlucht aus bis unter die Zenoburg. Dank der sonnenverwöhnten Lage gedeiht entlang der Gilfpromenade eine üppige subtropische Vegetation. Die Promenade endet unterhalb der Zenoburg am Pulverturm und bietet hier eine optimale Aussicht auf Merans Zentrum. Hier besteht außerdem ein Anschluss an den Tappeinerweg.

Brunnenweg

Wasser ist das Lebenselixier des Kurortes. Dem hervorragenden Trinkwasser hat die Stadt mit dem Brunnenweg ein Denkmal gesetzt. Dieser Rundgang führt zu zehn Trinkbrunnen in der Altstadt, dem Steinachviertel und der Promenade. An den Brunnen erfahren die Spaziergänger Wissenswerts über das Trinkwasser in Meran. Beispielsweise wurden bereits 1525 Hygienevorschriften für die Brunnen erlassen.

Kurpromenade

Direkt entlang der Passer entstand die Kurpromenade zwischen Postbrücke und Theaterbrücke bereits um 1800. Diese Promenade, die zu den Wahrzeichen von Meran gehört, präsentiert sich im Jugendstil. Die Stadtgärtnerei sorgt für den Blumenschmuck und gestaltet die Kurpromenade mit Themenbepflanzungen mehrmals pro Jahr neu.

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Kurhaus und Therme in Meran

Die wichtigsten touristischen Einrichtungen für einen so traditionellen Kurort wie Meran sind Kurhaus und Therme. Und beide Einrichtungen dürfen als Wahrzeichen von Meran gelten. Das historische Kurhaus darf als architektonische Perle gelten, während die topmoderne Therme Maßstäbe für die Zukunft setzt.

Das Kurhaus

Als Meran im 19. Jahrhundert seine erste Blüte als Kurort erlebte, wurden mehrere Anläufe für den Bau eines Kurhauses unternommen. Verwirklicht wurden diese Pläne schließlich 1874, als der heutige Westflügel des Kurhauses eröffnet wurde.

Von Anfang an wollte man einen Aufenthaltsraum für die Gäste und zugleich den Sitz für die Kurverwaltung schaffen. Im heutigen Westflügel waren deshalb neben einem Damensalon und einem Konzertsaal auch Rauch- und Lesezimmer untergebracht. Die Gäste konnten sich hier mit Zeitungen aus ganz Europa über Aktuelles informieren. Auch das Glücksspiel wurde im Kurhaus gepflegt.

Erweitert wurde das Kurhaus in den Jahren 1913 und 1914 unter der Leitung des Architekten Friedrich Ohmann aus Wien. Er konzipierte etwa die Rotunde und den Kursaal, welche das Meraner Kurhaus unter Kennern zu einem der schönsten Jugendstilbauten in Europa machen. Ohmann gestaltete das Gebäude im Jugendstil mit zeittypischen Elementen wie einem eleganten Foyer, einer großzügigen Treppe und einer Galerie. Die Deckengemälde des Konzertsaales gestalteten Horazia Gaigher, Alexander Rothaug und Rudolf Jettmar. Hier gastieren im Rahmen von Konzerten auch internationale Weltstars. Neben Konzerten finden im Kurhaus auch Bälle, Kongresse und Bankette statt.

Die Therme

Merans Kurbezirk mit Therme erstreckt sich entlang der beiden Ufer der Passer. Die Therme ist seit 2005 in einem riesigen Kubus aus Stahl, Stein und Glas in einem über 50.000 Quadratmeter großen Park untergebracht. Ebenfalls im Park steht das Hotel Therme Meran, das bis 2009 zur Steigenberger-Gruppe betrieben und 2011 von mehreren Unternehmerfamilien und der Alpina Tourdolomit übernommen wurde.

Die Therme bietet ihren Gästen ein modernes Wellness-Zentrum mit einer exklusiven Saunalandschaft und 25 verschiedenen Pools. Dank des breit gefächerten Angebotes können sich die Gäste rundum wohlfühlen. Zu den einzelnen Abteilungen der Therme gehören neben der Saunalandschaft ein Freibad, ein Thermalbad, verschiedene Heilbäder, Massageräume, ein Restaurant, aber auch ein modernes Kongresszentrum.

Das Heilwasser

Das Wasser im Thermalbad hat eine Temperatur von 30 bis 35 Grad und stammt von Quellen am Vigiljoch, das in der Nähe von Bärenbad liegt. Weil das Wasser das radioaktive Element Radon enthält, wirkt es sich bei Gelenks- und Kreislauferkrankungen wohltuend aus. In der Medizin werden Radon außerdem positive Auswirkungen auf das Immunsystem zugeschrieben.

Zum weiteren Angebot der Therme gehören Fangokuren und Bäder mit Ozon- oder Heilkräuterzusatz. Ein bewährtes Heilmittel für Stoffwechselkrankheiten, aber auch Leiden an Galle, Leber, Nieren, Herz und Kreislauf ist auch nach mehr als 100 Jahren die Meraner Traubenkur mit frisch geernteten Vernatschtrauben. Diese Kurtraube enthält zahlreiche organische Säuren, Mineralsalze, Vitamine und wichtige Spurenelemente. Dadurch entwickelt diese Traube einen beachtlichen Nährwert von rund 800 Kalorien pro Kilo Traubensaft. Deshalb wird die Traubenkur auch gern zur Gewichtsreduzierung eingesetzt.

Zur Philosophie der Therme Meran gehört es, dass auch für die Wohlfühl-Produkte reine Rohstoffe aus Südtirol verwendet werden. Produkte wie Trauben, Heu oder Äpfel, die in den Anwendungen Verwendung finden, werden nach strengen Kriterien ausgewählt.

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Stadttheater Meran

Das zwischen Theaterbrücke und Freiheitsstraße gelegene Stadttheater Meran gilt als besondere architektonische Perle in der Kurstadt. Geplant wurde das Stadttheater Meran im ausgehenden 19. Jahrhundert durch den Münchner Architekten Martin Dülfer. Anschließend wurde es in der Rekordzeit von 14 Monaten errichtet und am 1. Dezember 1900 offiziell eröffnet. Als sehenswert gilt vor allem die bis dahin einzigartige Kombination aller bekannten Formen und Stilrichtungen sowie die reichen Verzierungen aus Stuck und Marmor. Benannt wurde das Stadttheater Meran nach dem italienischen Komponisten Giacomo Puccini, der 1923 in Meran einen Kuraufenthalt verbrachte.

Der Bau des Stadttheaters Meran

Um die Attraktivität des Kurortes Meran zu steigern, wurde bereits 1884 ein Theaterbaukomitee gegründet. Dessen Aufgabe bestand darin, ein dem mondänen Kurort angemessenes Theater zu errichten. Das Theaterbaukomitee klärte zunächst den Standort und stellte eine Finanzierung auf die Beine, bevor ein Wettbewerb ausgeschrieben wurde.

Diesen gewann der Münchner Architekt Marin Dülfer, der als wichtiger Vertreter des deutschen Jugendstil und des Historismus. Der Architekt hatte vorwiegend Theater und öffentliche Bauten wie die Augsburger Staats- und Stadtbibliothek errichtet. Umgesetzt wurde sein Entwurf, der 240.000 Gulden kostete, vom Südtiroler Baumeister Pietro Delugan.

Ein Haus mit wechselhafter Geschichte

Nach der Eröffnung des Stadttheaters Meran am 1. Dezember 1900 brachte das hauseigene Ensemble alljährlich bis zu 250 Aufführungen auf die Bühne. Diese Glanzzeit des Stadttheaters währte allerdings nur bis 1915. Denn das Haus wurde nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges geschlossen, das Ensemble entlassen.

Erst in den 1920er Jahren öffnete das Stadttheater Meran seine Pforten erneut, nun verzichtete man allerdings auf ein eigenes Ensemble. 1937 wurde das Theater im Zuge der faschistischen italianisierungsmaßnahmen in Teatro Puccini umbenannt. Ein vorläufig letztes Highlight erlebte das Haus ebenfalls in diesem Jahr, als Riccardo Zandoni in Meran seine Oper Francesca da Rimini dirigiere.

Verfall und neue Blüte

Zusehends verlor das Stadttheater Meran seinen Glanz, jedoch fehlte das Geld für Renovierungsarbeiten. Deshalb wurde der Theaterbau bis in die 1960er Jahre hinein. Nachdem ein Brand dem Gebäude schwer zugesetzt hatte, blieb das Stadttheater bis in die 1970er Jahre hinein geschlossen. Die Stadtverwaltung beschloss schließlich die Renovierung des Stadttheaters, das seine Pforten 1978 erneut öffnen konnte. Zwei Jahre später wurde das Stadttheater Meran unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1993 zeichnet der Stadttheater- und Kurhausverein für das Haus verantwortlich, der auch einen Kostümverleih aus dem historischen Fundus anbietet.

Kurhaus & Stadttheater Meran

Freiheitsstraße 33
I-39012 Meran
E-Mail: info@kurhaus.it
Webseite: www.kurhaus.it

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Das Rathaus Meran

Ende der 20er Jahre wurde mit dem Bau des heutigen Rathauses Meran in der malerischen Laubengasse, direkt vor der landesfürstlichen Burg, begonnen. Abgeschlossen wurden die Bauarbeiten anno 1931. In Meran war das neue Rathaus von vornherein nicht ganz unumstritten. Der Grund: Viele Bürger Merans waren und sind der Meinung, dass das Rathaus wie ein Fremdkörper in der Altstadt von Meran wirke. Denn das Gebäude zeichnet sich durch seine architektonische Strenge, einen sehr auffälligen Turm und sehr große Lauben auf.

Die Macher des Rathauses Meran

Der österreich-italienische Architekt Ettore Sottsass fertigte die Pläne für das Rathaus Meran an. Er plante nicht nur Gebäude, sondern Designte auch diverse Einrichtungsgegenstände. International bekannt wurde er durch die Stilrichtung des "Anti-Designs", die stark von ihm geprägt wurde. Albert Stolz, ein Öl- und Freskomaler aus Bozen, gestaltete die Fresken an der östlichen Seite des Rathauses Meran. Bekannt wurde er durch zahlreiche Darstellungen aus dem bäuerlichen Alltag und der Tiroler Sagenwelt.

Das Umfeld des Rathauses Meran

Zwischen den Lauben des Rathauses Meran befindet sich der Rathausbrunnen. Dabei handelt es sich um einen von rund 70 Brunnen im gesamten Stadtgebiet, welche Trinkwasser spenden. Gestiftet wurde der Brunnen vom Kiwanis-Club Meran, einem Service-Club, der sich in der Freundschaftspflege und karitativ engagiert. Gestaltet wurde die Brunnenfigur vom Meraner Prof. Toni Tscharf.

Stadtgemeinde Meran

Lauben 192
I-39012 Meran
info@gemeinde-meran.bz.it
Webseite: www.gemeinde.meran.bz.it

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Klarissenkloster

Direkt im Herzen von Meran, am Kornplatz, befindet sich das Klarissenkloster. Es handelt sich dabei um das älteste Kloster Merans, welches jedoch keine Ordensgemeinschaft mehr beherbergt. Denn während der Regentschaft von Kaiser Joseph II. wurde das Kloster säkularisiert. Seit 2011 beherbergt das einstige Klarissenkloster das Meraner Frauenmuseum.

Das Klarissenkloster und seine Geschichte

Gestiftet wurde das Klarissenkloster von Herzogin Euphemina, Gattin des Grafen Otto III. Es wurde anno 1309 am Kornplatz errichtet, auf dem im Mittelalter die Märkte abgehalten wurden, womit das Klarissenkloster zu Merans ältestem Kloster wurde. Die ebenfalls am Kornplatz gelegene Marienkirche diente als Klosterkirche. Als weiteres sakrales Gebäude gehörte auch die Katharinenkapelle am Rennweg. Damit die Nonnen ungestört dorthin zur Andacht gehen konnten, wurde anno 1603 ein Schwibbogen errichtet, durch den Kloster und Kapelle verbunden waren.

Während des Deutschen Bauernkrieges, der von 1524 bis 1526 wütete, ging auch nicht spurlos am Klarissenkloster Meran vorüber: Es wurde 1525 geplündert. Etwa 200 Jahre später wurde jedoch das Ende der Ordensgemeinschaft in Meran eingeläutet: Kaiser Joseph II. wandelte während seiner Regentschaft den österreichischen Staat nach dem Vorbild des aufgeklärten Absolutismus um. Im Zuge seiner Reformen führte er auch die Josephinischen Kirchenreformen durch. Im Zuge dieser Reform wurden ab 1782 ein Großteil der 915 Klöster im deutschsprachigen Österreich aufgelöst.

Die Marienkirche wurde 1794 zu einem Wohnhaus umgebaut, in den 1920er Jahren erfolgte der Umbau zu einer Bank. Auch die Katharinenkapelle wurde nun zu einem Wohnhaus umgebaut. Die Überreste des Klosters, dazu gehören neben den Resten der Kapelle auch zwei Kreuzgänge, wurden 1960 unter Denkmalschutz gestellt.

Der Klarissenorden

Gegründet wurde der Klarissenorden, der auch als Seraphischer Orden bekannt ist, vom heiligen Franziskus und der heiligen Klara von Assisi. Diese hatte sich in der Nacht zum Palmsonntag anno 1212 von Franziskus die Haare schneiden. Sie hatte sich entschlossen, künftig ein Leben in evangelischer Armut zu führen. Sie fand zunächst am Rand von Assisi in der Kapelle San Damiano Unterkunft. Nachdem sich weitere Frauen angeschlossen hatten, wurde die Ordensgemeinschaft rasch bekannt und wurde nach Klaras Tod anno 1253 als Klarissen bezeichnet. Der Orden orientierte sich am Regelwerk des heiligen Franziskus, das im Lauf der Jahrhunderte ergänzt wurden.

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Steinerner Steg

Der Steinerne Steg wurde 1616 und 1617 über die Gilfschlucht errichtet, um eine ältere Brücke aus Holz zu ersetzen. Geplant wurde der Steinerne Steg von Andrä Tanner, der sich in der Bauweise an der antiken Bauweise der Römer orientierte. Aus diesem Grund wird der Steinerne Steg oft auch als "Römerbrücke" bezeichnet. Für den Autoverkehr ist der Steinerne Steg zwischenzeitlich gesperrt.

Die Vorgeschichte des Steinernen Stegs

Der heutige Ortsteil Steinach war während des 13. Jahrhunderts Teil des Territoriums der Herren von Tarantsberg. Zwischen Steinberg und Meran, das um 1230 von den Grafen von Tirol gegründet und wenige Jahrzehnte später zu einem befestigten Markt erweitert wurde, herrschten rege Handelsverbindungen. Der Verkehr zwischen den benachbarten Orten wurde über das Alte Passeier Tor abgewickelt, welches sich etwa am Standort des Turms der Pfarrkirche befunden hatte. Etwa auf Höhe des Steinernen Stegs hatte eine hölzerne Brücke von Steinach nach Meran geführt. Diese wurde Anfang des 17. Jahrhunderts durch einen steinernen Bau ersetzt.

Woher hat der Steinerne Steg seinen Namen?

Seinen Namen verdankt der Steinerne Steg den markanten Steinbögen. Der ältere Name Ponte di Pietra wurde in den 1960er Jahren im Italienischen allmählich durch Ponte Romano ersetzt. Weil der Name bis in die Gegenwart mit Römerbrücke übersetzt wird, gehen viele Besucher aus, dass an dieser Stelle einst eine Brücke der Römer gestanden haben soll. Dabei handelt es sich allerdings um keine historische Tatsache. Vielmehr wurde der Begriff, der sich erst Jahrzehnte später durchsetzen sollte, während der Italianisierungskampagne in Südtirol erfunden.

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Andreas Hofer-Denkmal Meran

Seit 1914 gedenkt Meran mit einem bronzenen Denkmal im Park vor dem Bahnhof dem Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer. Das von Emanuel Pendel gefertigte Werk wurde anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Anschlusses von Tirol an Österreich aufgestellt und stellt Andreas Hofer dar, als er den Eid leistet, seine Heimat gegen die Feinde zu verteidigen. An der Front des Denkmals wurden die Worte "Für Gott, Kaiser und Vaterland" angebracht. Bis zum heutigen Tag dient das Andreas Hofer-Denkmal als Treffpunkt für offizielle Zeremonien, auch für Schützenkompanien aus dem Trentino, Deutschland und Österreich.

Ein Denkmal mit Vorgeschichte

Ein "Andreas Hofer Gastwirte Verein" hatte schon 1895 versucht, ein Andreas Hofer-Denkmal zu errichten. Jedoch hatten die finanziellen Mittel des Vereins nicht dazu ausgereicht. Fast wäre dieses Projekt anschließend in Vergessenheit geraten. Aber verschiedene nationalistisch angehauchte Vereine, beispielsweise verschiedene Reservistenvereine, unterstützten nun ebenfalls das Vorhaben. Sie veranstalteten Feste auf den Kurpromenaden, um das Geld für den Bau eines Denkmals zu sammeln. Und auch Erzherzog Franz Ferdinand unterstützte das Vorhaben großzügig.

Eigentlich hätte das Denkmal schon 1909, zum 100. Jahrestag des Tiroler Aufstandes, errichtet werden sollen. Obwohl Emanuel Bendl bereits einen Entwurf ausgearbeitet hatte, konnte das Andreas Hofer-Denkmal noch nicht gebaut werden, weil die Finanzierung noch immer nicht gesichert war. Als neuer Eröffnungstermin wurde der 4. Oktober 1914 ins Auge gefasst. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Andreas Hofer-Denkmal in einem Magazin gelagert und schließlich 1920 wieder aufgestellt.

Ein Wirt wird zum Freiheitskämpfer

Andreas Hofer war eigentlich ein Gastwirt, der eine Wirtschaft in der Grafschaft Tirol bewirtschaftete. Er wurde zum Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung, die Tirol von der bayerischen und französischen Besetzung befreien wollte. Andreas Hofer führte 1809 die Tiroler dreimal zum Sieg gegen Napoleon. Anlass für den Aufstand, welcher in Innsbruck seinen Anfang nahm, war die Zwangsaushebung von Rekruten. Nach dem Frieden von Schönbrunn musste Andreas Hofer flüchten. Der Freiheitskämpfer wurde jedoch verraten und geriet in Gefangenschaft. Zwar wollte der italienische Vizekönig Hofers Leben verschonen, jedoch ordnete Napoleon die Exekution an. Andreas Hofer wurde daraufhin am 20. Februar 1810 von einem Erschießungskommando hingerichtet.

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Dr. Franz Tappeiner Denkmal

Zum Gedenken an den Arzt und Wissenschaftler Dr. Franz Tappeiner wurde auf dem Tappeinerweg eine Büste ausgestellt. Der gebürtige Vinschgauer hatte sich nach seinem Medizinstudium 1848 als Arzt in Meran niedergelassen und machte sich rasch einen Namen durch seine Behandlungserfolge bei Tuberkulose sowie durch seine Heilungsmethoden an der frischen Luft. Dadurch trug er maßgeblich zur Entwicklung Merans als Kurstadt bei. Weil Dr. Franz Tappeiner sein medizinisches Renommee der Stadt Meran verdankte, stiftete er anlässlich seiner 25jährigen Tätigkeit 24.000 Gulden. Mit diesem Betrag sollte der Spazierweg durch die Gilf erweitert werden. Durch diese großzügige Spende konnte ein Teil des heutigen Tappeinerwegs verwirklicht werden.

Dr. Franz Tappeiner: ein Arzt und Wissenschaftler

Franz Tappeiner hatte in Prag, Padua und Wien Medizin studiert, bevor er sich in Meran niederließ und hier auch neue Heilmethoden erprobte. Neben der Tätigkeit als Mediziner arbeitete Tappeiner außerdem als Botaniker und betrieb ethonographische sowie anthropologische Forschungen. Unter anderem gelang es ihm, mehr als 6.000 Pflanzen zu beschreiben und eine umfangreiche Schädelsammlung anzulegen, welche heute im Naturhistorischen Museum in Wien zu sehen ist. Verstorben ist Dr. Franz Tappeiner auf Schloss Reichenbach im Meraner Ortsteil Obermais.

Der Weg zum Dr. Franz Tappeiner-Denkmal

Der Tappeinerweg, an dem sich das Dr. Franz Tappeiner-Denkmal befindet, wurde zunächst auf einer Länge von zwei Kilometern zwischen der Galileistraße und dem Zenoberg angelegt und 1893 eröffnet. Der Tappeinerweg wurde 1911 und 1923 erweitert, sodass er sich heute auf einer Länge von rund sechs Kilometern bis Gratsch erstreckt.

Weil der Tappeinerweg etwa 100 Meter über dem Meraner Talkessel liegt, können die Spaziergänger auf dem Weg von Gratsch zum Pulverturm am Zenoberg den Blick über die Stadt genießen. Teilweise können die Wanderer sogar das gesamte Burggrafenamt überblicken. Auch Pflanzenfreunden bietet der Tappeinerweg so manches Sehenswerte, da der Weg üppig mit mediterraner Vegetation bepflanzt ist. Weil die mehr als 400 verschiedenen Sträucher und Bäume beschildert sind, kann der Tappeinerweg auch als botanischer Lehrpfad genutzt werden.

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Josef Valentin Haller-Statue Meran

An einem prominenten Ort befindet sich die Josef Valentin Haller-Statue in Meran. Sie ist in der Wandelhalle an der Winterpromenade untergebracht, wo die Gäste auch in der kalten Jahreszeit lange Sonnenbäder genießen können. Die Kurstadt gedenkt damit ihrem langjährigen Bürgermeister, der die Entwicklung zu einem mondänen Kurort maßgeblich vorangetrieben hat.

Darum wurde die Josef Valentin Haller-Statue angefertigt

Josef Valentin Haller lenkte die Geschicke Merans als Bürgermeister in den Jahren von 1826 bis 1861. Sein Bestreben bestand darin, Meran zu einer namhaften Kurstadt zu machen, aber auch die Einwohner davon zu überzeugen, dass sie vom Tourismus profitieren würden. So sorgte er dafür, dass allmählich die Infrastruktur geschaffen wurde, welche in den folgenden Jahren eine illustre Gästeschar anziehen sollte. Des weiteren gründete Josef Valentin Haller 1855 die Kurverwaltung, bei der er außerdem das Amt des Präsidenten einnahm.

Die Weggefährten von Josef Valentin Haller

Der Ausbau Merans zum mondänen Kurort wäre allerdings nicht gelungen, wenn nicht weitere Persönlichkeiten das Ziel Josef Valentin Hallers mitgetragen hätten. Als wichtige Weggefährten des Bürgermeisters gelten der Münchner Literat Josef Firedrich Lentner sowie der Arzt Dr. Bernhard Mazegger. Dieser hatte 1840 eine Fremdenpension mit Kuranstalt eröffnet und damit einen wichtigen Grundstein für den späteren Kurort gelegt. Der Arzt hatte nach seinem Medizinstudium eine homöopathische Praxis in Mailand eröffnet und von hier aus Meran einen Besuch abgestattet. 1840 verlegte er schließlich seinen Lebensmittelpunkt nach Meran, indem er einen Bauernhof in Obermais kaufte. Hier, auf dem einstigen Pirgibauernhof eröffnete er seine Pension und eine Kaltwasser-Heilanstalt, die von den Gästen rege genutzt wurde.

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La Misura del vuoto oder Eggers "Löffel"

Die acht Meter lange und vier Meter hohe Skulptur La Misura del vuoto oder Eggers "Löffel" wurde vom Südtiroler Künstler Ulrich Egger aus Beton und Stahl gestaltet. Eggers "Löffel" wurde nahe des Bahnhofs in der Europaallee aufgestellt. Der Künstler wollte mit Eggers "Löffel" den Fluss des Lebens sowie die Erinnerung an alle visuell darstellen.

Der Künstler Ulrich Egger

Geboren wurde Ulrich Egger 1959 im Südtiroler Ort St. Valentin auf der Heide. Sein Diplom in Bildhauerei erwarb Egger an der Kunstakademie in Florenz. Heute legt und arbeitet der Künstler größtenteils in Meran. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit stellt das Verhältnis zwischen Architektur und Kunst dar. Unter anderem gestaltete er in Zusammenarbeit mit Architekten bereits verschiedene Werke für den privaten und öffentlichen Raum.






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Sissi - die Kaiserin Elisabeth Denkmal

Das Sissi - die Kaiserin Elisabeth Denkmal stellt den wohl prominentesten Kurgast Merans, die österreichisch-ungarische Kaiserin Elisabeth dar. Gestaltet wurde das Sissi - die Kaiserin Elisabeth Denkmal 1903 von Hermann Klotz aus Marmor. Er hat die Kaiserin in einem Korbstuhl sitzend in einem einfachen aber eleganten Kleid dargestellt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Sissi - die Kaiserin Elisabeth Denkmal aus dem Sissi-Park auf der Sommerpromenade entfernt und in einem versteckten Winkel des Kurparks aufgestellt. Schließlich wurde das Sissi - die Kaiserin Elisabeth Denkmal 1977 restauriert und wieder im Sissi-Park aufgestellt.

Der Sissi-Park in Meran

Der Sissi-Park befindet sich direkt am Eingang der Sommerpromenade. Die schattige Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 700 Quadratmetern. Gesäumt wird das Sissi - die Kaiserin Elisabeth Denkmal von mächtigen, fast zwei Jahrhunderte alten Pappeln.

Die Kaiserin Sissi in Meran

Zeit ihres Lebens hatte Kaiserin Sissi zahlreiche Kuraufenthalte in europäischen Kurorten verbracht. Besonders gern weilte sie jedoch in Meran, wo sie ab 1870 bis zu ihrem Tod in Genf am 10. September 1898 mehrere Aufenthalte verbrachte. Erstmals reiste Sissi zusammen mit ihren Töchtern Gisela und Marie Valerie in der neu gebauten Brennereisenbahn nach Meran. Sie verbrachte insgesamt sieben Monate in Schloss Trautmannsdorf. Vor allem der Gesundheit der zarten Valerie war das milde Klima in Meran zuträglich, wie mehrere Zeitungen berichtet hatten.

Einen weiteren, längeren Besuch in Meran absolvierte die Kaiserin im September 1889, acht Monate nach dem Tod des Kronprinzen. Bei diesem Aufenthalt verließ sie das Schloss allerdings kaum, weil sie nach wie vor tief um ihren Sohn trauerte.

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Postbrücke

Die Postbrücke gilt als Paradebeispiel für den Meraner Jugendstil. Sie zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Osten von Meran und wurde erst vor wenigen Jahren renoviert. Heute gilt die Postbrücke als eleganteste Brücke in Meran.

Darum wurde die Postbrücke gebaut

Der Weg nach Osten war für die Meraner Kaufleute zu Beginn des 20. Jahrhunderts äußerst wichtig. Deshalb ließen sie anno 1909 die Postbrücke über die Passer bauen, womit zugleich eine Verbindung zwischen dem Sandplatz und der Heiliggeistkirche geschaffen wurde.

Die Postbrücke im Detail

Die Postbrücke ruht auf insgesamt drei Pfeilern, die sich jeweils an den beiden Flussufern und in der Mitte der Passer befinden. Konstruiert wurde die Brücke mit zwei Bögen. Diese sind seitlich mit geometrischen Motiven in weiß und gold verziert. Als besonderes Glanzstück der Postbrücke gilt das weiß gestrichene Geländer aus Gusseisen, welches mit goldfarbenen Applikationen verziert ist. Diese Verzierungen erinnern an Blumenmuster. Auch die Laternen, die an den Brückenköpfen angebracht wurden, sind im Jugendstil gehalten.

Wollen Gäste die Postbrücke überqueren, um von der Winterpromenade zur Heiliggeistkirche zu gelangen, finden sie am Zugang zur Brücke das Meraner Stadtwappen vor. Etwa in der Mitte der Brücke befinden sich Balustraden, in welche die Jahreszahl "1909" eingraviert wurde, als dekorative Elemente. Die Balustraden werden regelmäßig mit frischen Blumen geschmückt.

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Wandelhalle Meran

Die Wandelhalle Meran wurde ursprünglich errichtet, um den Kurgästen auch während der Wintermonate lange Sonnenbäder zu ermöglichen. Im Lauf der Zeit wurde die Wandelhalle an der Winterpromenade zu einem angesagten Treffpunkt für die Kurgäste. Heute wird sie auch aus einem anderen Grund gern besucht: Denn im Zentrum der Wandelhalle Meran befindet sich eine Ehrenhalle, in welcher neben verdienten Persönlichkeiten auch Landschaftsbilder der Maler Peter Demetz, Franz Lenhart und Rudolf Complojer bestaunt werden können. Damit schufen die Künstler eine offene Bildergalerie.

Winterpromenade und Wandelhalle werden trotz Protesten gebaut

Als die Pläne bekannt wurden, am Ufer der Passer eine Winterpromenade und die Wandelhalle zu errichten, stieß dieses Vorhaben auf entschiedenen Widerstand der Bevölkerung. Denn dieser Bereich des Ufers war von den Meranern bis dahin genutzt worden, um Stoffe zu bleichen und Wäsche zu trocknen. Trotz dieses Widerstandes ließen die Stadtväter eine überdachte Galerie aus Gusseisen bauen. In der Wandelhalle sollten auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Die Wandelhalle im Wandel der Zeit

Weil sich die Wandelhalle immer größerer Beliebtheit erfreute, musste sie schon bald erweitert werden. Die Erweiterung wurde maßgeblich von Dr. Franz Tappeiner unterstützt und Ende der 1880er Jahre in Angriff genommen. Nachdem die Wandelhalle im Jugendstil fertiggestellt war, wurden ab 1892 Büsten und Gedenktafeln von Persönlichkeiten angebracht, die sich um Meran verdient gemacht hatten. Unter anderem wurde eine Statue des langjährigen Bürgermeisters Josef Valentin Haller errichtet, da dieser in seiner Amtszeit die notwendige Infrastruktur für den späteren Kurort geschaffen hatte.

Heute ist die Wandelhalle ein beliebter Treffpunkt für Wanderer, die entlang der Passerpromenade spazieren wollen. Denn die Winterpromenade führt direkt zur 1616 erbauten Römerbrücke, welche Winter- und Sommerpromenade miteinander verbindet. Auf diesem Weg erreichen die Gäste die Gilfschlucht mit ihrem bekannten Wasserfall.

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