Route Napoléon: Landschaften & Städte entlang der Route


La Route Napoléon: auf den Spuren des Feldherrn

Route Napoléon

Napoleon Bonaparte gilt als eine der faszinierendsten Personen der europäischen Geschichte. In den Wirren der Französischen Revolution hatte es der kleine, korsische Landadelige geschafft, kurzzeitig zum mächtigsten Mann des Kontinents zu werden. Das Geheimnis seines Erfolges: Der Artillerieoffizier kämpfte nach den modernsten Strategien seiner Zeit, während die Gegner oft noch den kriegstechnischen Traditionen des 18. Jahrhunderts verhaftet waren.

Doch Napoleon hatte zu hoch gepokert: Er scheiterte an der Weite des russischen Landes, seine Bundesgenossen wandten sich von ihm ab und er musste am 12. April 1814 abdanken, der Senat verbannte ihn auf Elba.

Der Marsch auf der Route Napoléon

Die Route Napoléon folgt dem Weg Bonapartes, nachdem er mit wenigen Getreuen Elba verlassen hatte, um erneut die Macht in Frankreich an sich zu reißen. Napoleon lagerte am 2. März 1815 vor den Toren des damals noch kleinen Fischerdorfes Cannes. Von hier aus marschierte der Feldherr über Grasse, Castellane, Digne, Sisteron, Gap und Grenoble auf Paris, um die "Herrschaft der 100 Tage" anzutreten.

Diesem Teil der Marschroute folgt die Route Napoleon, die 1932 als touristische Straße eingerichtet worden war. Die 335 Kilometer lange Straße, die mit dem kaiserlichen Adler markiert ist, deckt sich mit der Route Nationale 85.

Sehenswürdigkeiten und das besondere Flair Südfrankreichs entdecken

Besucher, die dem Verlauf der Route Napoléon folgen, entdecken die faszinierenden Facetten Südfrankreichs. Sie lernen traumhafte Städte wie Cannes, Saint Tropez und Grenoble und kleine, pittoreske Orte wie Castellane kennen. Zudem erwarten sie zahlreiche Highlights der Natur. Beispielsweise befinden sich die einmaligen Landschaften der Calanques direkt an der Küste. Die engen Einschnitte an der Küste mit ihren steilen Wänden erinnern an skandinavische Fjorde und bilden ein einzigartiges Ökosystem.

Die zweite Station auf der Route Napoléon ist die Parfümstadt Grasse. Noch heute zeugen einige ausgedehnte Blumenfelder rund um Grasse von dieser langen Tradition. Wer sich für die Parfümherstellung interessiert, kann im Internationalen Museum der Parfümerie spielerisch in die Welt der Düfte eintauchen. In einigen Ateliers der Parfümerien können die Besucher sogar ihren eigenen Duft herstellen.

Castellane gilt als Tor zu einem der faszinierendsten Schauspielen der Natur in ganz Europa. Der Fluss Verdon fließt durch den bis zu 700 Meter tiefen Grand Canyon du Verdon bei Castellane. Die Schlucht ist der zweitgrößte Canyon in Europa und wird gern mit dem Grand Canyon in den USA verglichen. Der Grand Canyon du Verdon gilt als wahres Paradies für Aktivurlauber. Während die Wanderwege durch den Canyon keine allzu hohen Ansprüche an die Wanderer stellen, brauchen Kletterer hier ein professionelles Niveau.

Eine Alternative zur Straße stellt der Train des Pignes für Besucher dar, die in die Hauptstadt des Lavendels fahren wollen. Die Schmalspurbahn verkehrt direkt zwischen Nizza und Digne, ein besonderes Erlebnis ist die Nostalgiefahrt mit der Dampflok.

Bei Sisteron bestand die Gefahr, dass Napoleons Marsch nach Paris ein jähes Ende hätte nehmen können. Die Stadt war königstreu und Napoleon musste befürchten, an der Engstelle über den Fluss Durance gestoppt zu werden. Der Gouverneur hatte jedoch die Truppen abgezogen, sodass Napoleon passieren und in der Stadt sogar sein Gefolge vergrößern konnte.

Mittelalterliches Flair verspricht die 40.000-Einwohner-Stadt Gap ihren Gästen. Mit einer Höhe von ca. 735 Metern ist Gap außerdem Frankreichs höchstgelegene Präfekturstadt.

Kulturelle Highlights der besonderen Art verspricht Grenoble am Ende der Route Napoléon. So hat sich das Grenoble Jazz Festival, das seit 1973 alljährlich im Frühling abgehalten wird, zu einem hochkarätigen Jazzfest von Weltrang entwickelt.

Auf der Reise entlang der Route Napoléon erleben die Besucher die Traditionen, Kultur und Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs hautnah. Sie stoßen an jedem Ort entlang der Route außerdem auf zahlreiche Spuren der Vergangenheit, die bis zu den Anfängen der Menschheit zurückreichen.


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Grenoble

Die Route Napoléon endet in Grenoble, die mit fast 156.000 Einwohnern Europas größte Stadt am Hochgebirge ist. In unmittelbarer Nähe von Grenoble befinden sich die Bergmassive des Vercors, der Chartreuse und der Belledonne, deren Gipfel teilweise mehr als 3.000 Meter hoch sind.

Nach der Französischen Revolution wurde Grenobles Name kurzzeitig in Grelibre abgeändert. Die Einwohner hatten sich nämlich am Begriff "noble", der für Adelige steht, benannt. Napoleon machte diese Namensänderung später wieder rückgängig.

Sehenswürdigkeiten von Grenoble

Die Festung Grenoble

Weil sich nach dem Deutsch-Französischen Krieg in den 1870er Jahren die Grenzen verschoben hatten, wurde Grenoble mit insgesamt sechs Forts zur Festung ausgebaut. Diese Forts existierten teilweise schon länger, wurden nun aber in ein Verteidigungskonzept eingebunden. Weil Grenoble von kriegerischen Handlungen verschont blieb, ist die Festung noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Am besten ist die Bastille über eine Seilbahn zu erreichen. Die Fahrgäste haben bei dieser Fahrt zudem einen fantastischen Ausblick über Grenoble.

La Casamaures

Dieser orientalische Palast wurde 1855 ganz in der Nähe der nördlichen Festungen errichtet. Seit 1986 gilt der Palast als Denkmal der Geschichte.

Le Pont Saint Laurent

Die alte hölzerne Brücke über die Isère wurde 1838 durch eine Hängebrücke ersetzt. Sie wurde 1909 saniert und ist heute Fußgängern vorbehalten. In Grenoble kennt man sie als zitternde Brücke, weil ihre Vibrationen beim Gehen deutlich zu spüren sind.

Museen

Musée de Grenoble

Die drittgrößte Kunstsammlung Frankreichs ist im Musée de Grenoble zu Hausee. Eröffnet wurde es ursprünglich anno 1798, am heutigen Standort nahe des Albert Park Michallon befindet es sich seit 1994. Fast 190.000 Besucher pro Jahr machen es zu einem der bekanntesten Museen in Frankreich. Bekannt ist das Haus für seine Sammlung an zeitgenössischer Kunst sowie für seinen Bestand an griechischer und ägyptischer Kunst.

Résistance Museum

Anhand von circa 5.000 Objekten erzählt das Resistance Museum die Geschichte des französischen Widerstandes gegen die Nationalsozialisten in der Region.

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene Bereiche und erzählt die Entstehung des Widerstandes ebenso wie die alltäglichen Repressionen und schließlich die Wiederherstellung der Republik. Das Museum existiert seit 1966 und befindet sich seit 1994 in der Innenstadt.

Musée de l´ancien Evêché

Die Geschichte der Menschen und der Region steht im Museum des einstigen Bistums im Vordergrund. Das Museum liegt am Kirchplatz Notre Dame, wo die Besucher auch die Reste einer römischen Stadtmauer sehen.

Musée archéologique - Eglise St. Laurent

Die ältesten Zeugnisse des Christentums in der Region wurden im Stadtteil Saint-Laurent entdeckt. Beispielsweise wurde hier ein Grab samt Einrichtung aus dem 4. bis 7. Jahrhundert freigelegt.

Musée de la révolution francaise

Die Französische Revolution ist das Thema dieses Museums. Das Thema wird von verschiedenen Facetten her beleuchtet. So ist auch der generelle Gesellschaftliche Wandel im ausgehenden 17. Jahrhundert ein Thema.

Sonstige Highlights

Grenoble Jazz Festival

Seit 1973 findet das Grenoble Jazz Festival alljährlich im Frühjahr statt. Aus der ursprünglich viertägigen Veranstaltungsreihe ist mittlerweile ein 14tägiger Event geworden. Die bis zu 18.000 Besucher erleben bei diesem Konzertreigen 50 Konzerte. Das Grenoble Jazz Festival gilt als international renommiert und zieht zahlreiche bekannte Musiker aus der Jazzszene an. Veranstaltungsorte sind in Grenoble und den umliegenden Orten.

Die Grüne Stadt

Vor der imposanten Kulisse der Alpen präsentiert sich Grenoble als grüne Stadt mit mehr als 50 Parks. Die Bekanntesten:

Der Parc Bachelard besteht aus einem gepflegten und einem naturbelassenen Teil. Zu den Einrichtungen für die Besucher gehört ein 1,5 Kilometer langer Trimm-Dich-Pfad mit 23 Stationen.

Der Jardin des Plantes ist lediglich 17.000 Quadratmeter groß, präsentiert sich aber als sehr vielfältig. Die verschiedenen Teile des Gartens sind von einem Wasserlauf getrennt.

Oft haben die Besucher im gut besuchten Jardin de Ville die Gelegenheit, Livemusik zu hören. Dieser Stadtgarten befindet sich in der Nähe der Place Saint-André.

Walibi Rhone Alpes

Ein beliebtes Ziel für die ganze Familie ist der Freizeitpark Walibi Rhone-Alpes. Auf dem 35 Hektar großen Gelände erwarten die Besucher Attraktionen wie ein Freefalltower, eine Rafting Bahn und eine Looping-Achterbahn.

Naturparks bei Grenoble

Seit 1995 ist das Cahrtreuse-Massiv in Grenobles Norden ein regionaler Naturpark. Die Besucher erleben abwechslungsreiche Landschaften mit Almwiesen, Höhenwäldern und Felswänden sowie eine sehr artenreiche Fauna und Flora.

Der Parc naturel régional du Vercors dehnt sich auf einer Fläche von 186.000 Hektar zwischen Isére und Diois aus. Im Lauf von Jahrhunderten hat das Wasser tiefe Schluchten und Höhlen in die Felsen gegraben.

Der Parc national es Écrins liegt direkt zwischen Grenoble, Gap und Briancon. Er beherbergt mehr als 100 Gipfel und Erhebungen, die über der 3.000-Meter-Marke liegen. Die Täler liegen ebenfalls noch über der 1.000-Meter-Marke.

Grenoble: eine Stadt des Wassers

Grenoble liegt direkt am Treffpunkt der beiden Flüsse Isére und Drac. Zusätzlich liegen fünf Badeseen in unmittelbarer Nähe der Stadt. Badegäste finden hier ebenso ideale Bedingungen vor wie Wassersportler. Von Wasserski bis Fischen oder Tauchen ist in den Seen rund um Grenoble alles möglich.

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Cannes

Die 73.000-Einwohner-Stadt Cannes trägt den malerischen Beinamen "Perle der Côte d´Azur. Bekannt ist die Stadt für die Internationalen Filmfestspiele, die alljährlich im Mai stattfinden, für seine traumhaften Strände und als Treffpunkt des internationalen Jetset. Geografisch wird Cannes eingebettet von den letzten Ausläufern der südlichen Alpen und dem Estrel-Gebirge, das bekannt ist für seine Felsen aus rotem Porphyr.

Sehenswürdigkeiten von Cannes

Boulevard de la Croisette

"Sehen und gesehen werden", lautet das Motto auf dem Boulevarde de la Croisette, Cannes bekannter Flaniermeile. Die zwei Kilometer lange Strandpromenade wurde 1850 angelegt. Die Gäste erwarten an der noblen Einkaufsmeile zahlreiche Bars, Boutiquen, die luxuriösen Hotels sowie drei Casinos. Vom Point Croisette, dem östlichsten Punkt, aus, genießen die Besucher einen traumhaften Blick über die gesamte Strandpromenade bis hin zum weltberühmten Festspielhaus.

Palais des Festivals et des Congrès

Im Palais des Festival et des Congrès, dem prägnantesten Bau am Boulevard de la Croisette, finden alljährlich im Mai die berühmten Internationalen Filmfestspiele statt. Diese gehen auf ein Konzept des Bildungs- und Kulturministers Jean Zay zurück, der sie bereits 1939 abhalten wollte. Wegen des Zweiten Weltkrieges konnten sie jedoch erst 1946 stattfinden. Die Goldene Palme, nach dem Oscar der weltweit renommierteste Filmpreis, wird seit 1955 vergeben. Das heutige Gebäude wurde 1982 eingeweiht, anstelle des Vorgängerbaus steht heute das Hilton Hotel. An der Außenseite des Festspielhauses haben sich mehr als 200 Filmstars mit ihren Handabdrücken in Beton verewigt.

Das alte Cannes

Einen Hauch von Eleganz verströmen die zahlreichen alten Villen. Sie stammen teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert, als Adelige aus ganz Europa Cannes als attraktives Reiseziel entdeckt hatten und hier ein Feriendomizil errichteten.

Die Altstadt, Le Suquet, beherbergt zahlreiche historische Gebäude. Südlich der Altstadt befindet sich der alte Hafen. Alte Fischerboote liegen hier neben topmodernen Luxusjachten vor Anker. Im Westen des alten Hafens liegt das alte Kastell, von dem aus die Besucher die ganze Bucht überblicken können.

Museen

Museum Castre

Das Museum Castre beherbergt eine ethnologische Sammlung aus verschiedenen Regionen der Welt. Gezeigt werden unter anderem Objekte aus dem präkolumbianischen Amerika, aus Ozeanien und traditionelle Masken aus Tibet und dem Himalaya.

Musée de la Mer

Das Musée de la Mer existiert seit 1973. Es befindet sich im Fort Royal auf der Ile Sainte-Marguerite. Ausgestellt werden hier verschiedene Exponate der unterseeischen Archäologie. Errichtet wurde diese Festung im 18. Jahrhundert. Sie diente als Staatsgefängnis. Als prominentester Häftling gilt die "Eiserne Maske".

Ausflugsziele

Die Inseln von Cannes

Die drei Inseln vor der Küste Cannes, Saint-Marguerite, Saint-Honorat und Saint-Ferréol können vom Hafen aus mit Fähren erreicht werden. Beide Inseln waren in der Vergangenheit Klosterinseln. Aktuell leben circa 30 Mönche auf Saint-Honorat.

Nizza

Einen ganzen Tag sollten die Besucher für einen Trip nach Nizza einplanen. Sehenswert sind hier vor allem die barocken Bauten in der Altstadt. Die Promenade des Anglais diente als Vorbild für den Boulevard de la Croisette.

Geschichte

Vor den Toren Cannes lagerte Napoleon während der ersten Nacht nach seiner Rückkehr aus Elba, bevor er am 2. März 1815 den Marsch ins Gebirge antrat. Damals war Cannes noch ein kleines Fischerdorf, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Erst 20 Jahre später entdeckte Henry Brougham, britischer Lordkanzler, Cannes als Urlaubsrefugium.

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Grasse

Das Handwerk der Parfümherstellung hat in der 51.000-Einwohner-Stadt Grasse, nordwestlich von Cannes gelegen, jahrhundertelange Tradition. Die ausgedehnten Blumenfelder, aus denen einst das Parfüm gewonnen wurde, sind mittlerweile aber sehr selten geworden. Der Rohstoff wird mittlerweile aus günstigeren Anbauländern wie Marokko oder der Türkei importiert. Dafür stoßen die Besucher in Grasse, wo die Route nationale 85 beginnt, auf zahlreiche Zeugen aus der mehr als 1.000jährigen Geschichte.

Sehenswürdigkeiten von Grasse

Die Altstadt

Einen Hauch von Italien verströmt die Altstadterz mit ihren hohen Häusern und engen Gassen. Weil sie an einem Hang liegt, finden die Besucher hier zahlreiche Aussichtspunkte. Eine ganz eigene Stimmung erzeugt der ständige Wechsel zwischen alt und neu.

Die Kathedrale

Auf einer Hügelkette in der Altstadt steht die Kathedrale Notre-Dame-du-Puy. Sie wurde während des 12. Jahrhunderts errichtet, die Anfänge verlieren sich aber im Dunkel der Geschichte. Das Kreuzrippengewölbe im Mittelschiff gilt als Meisterstück der regionalen Steinmetzkunst. Die Fassade der Kathedrale Notre-Dame-du-Puy ist sehr einfach gestaltet und weist architektonische Elemente aus der Lombardei aus. Geweiht ist dieses Gotteshaus dem heiligen Honorat von Arles.

Museen und andere Tipps

Das Internationale Museum der Parfümerie

Direkt im Herzen von Grasse liegt das Internationale Museum der Parfümerie, das seine Pforten 1989 öffnete. Beleuchtet wird die Geschichte des Parfüms unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die kleinen Gäste können in diesem Haus spielerisch in die Welt der Düfte eintauchen.

Die Geschichte der Region

Einen Bummel durch die Jahrhunderte können die Besucher im Museum der Kunst und der Geschichte der Provence unternehmen. Zu den Highlights der Ausstellung gehören Exponate aus Keramik und Porzellan.

Museum Jean-Honoré Fragonard

Einer der bekanntesten Söhne der Stadt ist der Maler Jean Honoré Fragonard. Ausgestellt werden originale Gemälde aus dem 18. Jahrhundert sowie Nachbildungen. Das Museum ist in einer Villa untergebracht, die von einem großzügigen Garten umgeben wird.

Fragonard-Museum

Das Fragonard-Museum widmet sich ebenfalls dem Schaffen von Jean-Honoré Fragonard. Zur Sammlung gehören unter anderem 15 wichtige Werke des Künstlers.

Marine-Museum

Das Leben von Francois-Joseph Paul, Graf von Grasse, bildet einen Schwerpunkt im Marine-Museum. Er trug wesentlich dazu bei, dass der Unabhängigkeitskrieg der Vereinigten Staaten 1781 beendet werden konnte.

Trachten und Schmuck

Das Provenzalische Museum für Trachten und Schmuck befindet sich im früheren Revolutionsgerichtshof. Seit 1997 werden hier Trachten sowie Schmuck aus dem 18. und 19. Jahrhundert gezeigt.

Parfümerien

Ein besonderes Erlebnis verspricht eine kostenlose Führung durch die historischen Parfümerien. Die edlen Düfte werden bis heute nach althergebrachter Art produziert. Einige Ateliers bieten den Besuchern an, ihren eigenen Duft zu kreieren.

Die Gärten

Grasse verwandelt sich im Frühling und Sommer in ein wahres Blütenmeer. Die Blütenpracht erleben die Besucher in vier öffentlichen Gärten.

Grotten von Saint-Cézaire

Vor etwa sechs Millionen Jahren sind die Grotten von Saint-Cézaire entstanden, die als außergewöhnliche Naturschönheit gelten. Die Besucher erleben im unterirdischen Wegenetz eine eindrucksvolle Welt von Tropfsteinhöhlen.

Naturreservat

Etwa 35 Kilometer nördlich von Grasse liegt das Naturreservat "Réserve des Monts d´Azur". Auf dem circa 700 Hektar großen Gelände erleben die Besucher mehr als 500 Pflanzen und die einheimische Tierwelt hautnah. Denn auf dem Gelände existieren weder Zäune noch Schranken. Als besonderes Angebot können die Besucher den Park mit der Kutsche erkunden.

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Castellane

Das Dorf Castellane gilt als Tor zu den Verdonschluchten. Die Besucher erreichen den 1.500-Einwohner über die Route Napoléon, indem sie von Grasse aus in Richtung Norden fahren. Der Ort ist Teil des Naturparks Verdon und liegt im Schatten des 1.626 Meter hohen Cadières de Brandis.

Sehenswürdigkeiten

Kirchen

Die Kirche Notre-Dame du Roc wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Sie thront auf einem 184 Meter hohen Felsen aus Kalkstein und gilt als vielbesuchter Aussichtspunkt.

Seit 1944 gilt die Kirche St.-Thyrse, nahe des gleichnamigen Weilers gelegen, als geschütztes Kulturdenkmal. Erbaut wurde dieses Gotteshaus im 11. und 12. Jahrhundert, man nimmt an, dass sie ursprünglich Teil eines Klosters war. Bemerkenswert ist das Mauerwerk aus Fischgrätmuster, auf dem zahlreiche Steinmetzzeichen zu sehen sind.

Die Altstadt

Schattige, von Platanen gesäumte Plätze laden im Ortskern von Castellane zum Bummeln ein. Die Besucher erwarten zahlreiche kleine Läden, Cafés und Bistros.

Die Verdonschlucht

Circa 21 Kilometer lang und 700 Meter tief ist die Verdonschlucht, die zusammen mit der Tara-Schlucht in Montenegro als größter Canyon in Europa gilt. Weil sie dem Grand Canyon sehr stark ähnelt, nennt man sie auch Grand Canyon du Verdon. Die Schlucht steht seit 1990 unter Naturschutz.

Gesäumt wird die Verdonschlucht beidseitig von zwei Straßen, die an zahlreichen Aussichtspunkten einen faszinierenden Blick über die Schlucht bieten. Zudem gilt die Schlucht selbst als wahres Paradies für Aktivurlauber.

Sport in der Verdonschlucht

Der Lac de Ste-Croix, der größte von fünf Stauseen, ist beliebt bei Badegästen und Surfern. Streckenweise ist der Fluss Verdon mit Wildwasser-Kajaks befahrbar. Um den Wildwasserschwimmern und Raftern optimale Bedingungen zu ermöglichen, wird während der Hauptsaison von den oberen Stauseen mehr Wasser als üblich abgelassen.

Ideale Bedingungen bietet die Verdonschlucht auch für Wanderer, beliebt sind vor allem die unzugänglicheren Regionen. Der bekannteste Wanderweg startet in der Mitte der Verdonschlucht und lässt sich in sechs Stunden bewältigen. Seit den 1970er Jahren gilt die Verdonschlucht als bedeutendes Kletterrevier. Gern genutzt wird das atemberaubende Panorama der Schlucht auch von Paraglidern, Segelfliegern und Bungee Jumpern.

Webtipp: Grand Canyon du Verdon, mit vielen Bildern zur Umgebung und zum Canyon.

Ausflugsziele

Nördlich des Lac de Sainte-Crox liegt die 700-Einwohner-Gemeinde Moustiers-Sainte-Marie. Dieses Bergdorf gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Moustiers-Sainte-Marie ist die romanische Pfarrkirche Notre-Dame-de-l´Assomption. Die Pfarrkirche wurde während des 12. Jahrhunderts errichtet und besitzt einen Glockenturm im lombardischen Stil als markantestes Merkmal. Der Altar der Kirche stammt aus der Zeit der Gallier und Römer. Es handelt sich um einen wiederverwendeten Sarkophag aus Marmor.

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Digne

Digne-les-Bains, wie die 17.000-Einwohner-Stadt seit 1988 offiziell heißt, trägt den Beinamen "Hauptstadt des Lavendels". Digne liegt zwischen Grenoble und Cannes, etwa auf der Hälfte der Route Napoléon in einer malerischen Mittelgebirgslandschaft. Die windgeschützte und zugleich nebelfreie Lage sorgt in der Kurstadt bis zu 300 Sonnentagen pro Jahr.

Ein besonderes Erlebnis verspricht die Anreise von Nizza aus mit dem Train des Pignes. Dabei handelt es sich um eine Schmalspurbahn, die ab 1887 in mehreren südfranzösischen Departements in Betrieb waren. Heute verkehrt die Bahn nur noch zwischen Nizza und Digne. Angeboten werden reguläre Fahrten mit dieselbetriebenen Wagen sowie Nostalgiefahrten mit der Dampflok.

Sehenswürdigkeiten

Cathédrale N.-D.-du Bourg

Die romanisch-provenzialische Kathedrale wurde ab 1200 errichtet, die Bauarbeiten dauerten bis 1330 an. Sehenswert sind neben dem Portal, welches von Löwen bewacht wird, vor allem die Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Als Besonderheit gelten die Glasfenster, die ihre Farbe mit dem Blickwinkel wechseln.

Sculptures de Digne

In den Jahren 1983 bis 1991 war Digne Gastgeber für ein Festival der Bildhauerei. Dank dieser Veranstaltungsreihe gelang einigen jungen Talenten der Durchbruch. Die Werke, die während des Festivals entstanden, zieren heute Dignes Parks, Plätze und Rondelle. Die Besucher können alle Werke im Rahmen eines Rundganges entdecken.

Botanischer Garten

Auf dem Gelände des einstigen Klosters der Cordeliers befindet sich der Botanische Garten von Digne. Es handelt sich um eine Gartenanlage mit aromatischen Pflanzen und Kräutern, die im Stil des Mittelalters angelegt wurde.

Musée d´Art reilieux

Die Schätze aus den Kirchen des gesamten Departements werden in der Chapelle des Pénitents ausgestellt. Darüber hinaus werden verschiedene Ausstellungen zu religiösen Themen angeboten.

Musée départemental

Die Geschichte der Region, aber auch Wissenschaft und Malerei, ist Thema des Musée départemental. Zu den besonderen Stücken gehören Werke aus der holländischen und italienischen Malerei sowie rund 200 wissenschaftliche Instrumente, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Gegründet hat das Museum der Maler Paul Martin.

Musée Alexandra David-Néel

Anno 1924 betrat die Schriftstellerin und Forscherin Alexandra David-Néel als erste Europäerin die Stadt Lhasa. Ein großer Teil ihrer Arbeit war dem Buddhismus gewidmet. Sie ließ sich 1927 in Digne nieder und vermachte der Kommune ihr Haus, Manuskripte sowie ihre Sammlung an asiatischen Kunstgegenständen.

Musée-promenade St Benoît

Die Elemente der Natur aus künstlerischer Sicht sind Thema dieses Hauses. Präsentiert werden Fossilien, ein verkrustender Wasserfall, Ammoniten sowie Gemälde des Künstlers Geroges Autard.

Centre Culturel Pierre-Gassendi

Hier schlägt das kulturelle Herz von Digne. Das Haus besitzt einen Saal mit 280 Plätzen, in dem regelmäßig Ballett- und Theateraufführungen stattfinden. Benannt wurde das Kulturzentrum nach dem Naturwissenschaftler Pierre Gassendi.

Ausflugsziele

Eine Reise in die Vergangenheit unternehmen die Besucher im Bergdorf Colmar. Neben einer sehr gut erhaltenen Ringmauer stehen zwei Festungen in Colmar. Diese wurden von Sébastien Le Prestre de Vauban errichtet. Der französische General und Festungsbaumeister unter Ludwig XIV. war an der Errichtung oder am Umbau von mehr als 160 Festungen beteiligt.

Dauphin

Einer Festung gleicht auch die malerische Altstadt von Dauphin, die auf einem Hügel liegt und aus dem 15. Jahrhundert stammt. Ganz in der Nähe befindet sich eine Nekropole mit rund 1.500 Gräbern aus gallorömischer Zeit.

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Sisteron

Als Tor zur Provence gilt Sisteron mit seinen mehr als 7.400 Einwohnern. Der Grund dafür: Reisende, die von Norden her auf dem Weg zum Meer sind, betreten Sisteron als erste Stadt der Provence.

Sisteron liegt direkt auf der Route Napoleon an einer Engstelle im Durancetal. Schon von Weitem sehen die Besucher einen bizarren Kalkfelsen, der die Stadt überragt. Dieser gilt als Wahrzeichen der Stadt zwischen zwei Gebirgszügen. Das milde Klima mit etwa 300 Sonnentagen pro Jahr machen Sisteron ebenso zu einem beliebten Reiseziel wie die Gewässer rund um die Stadt und die artenreiche Landschaft der Umgebung.

Die Zitadelle von Sisteron

Während des 16. Jahrhunderts errichtete Festungsbaumeister Jean Errard de Bar-le-Duc die Zitadelle von Sisteron, die heute die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt darstellt.

Er errichtete die Zitadelle über der Stadt auf einer Höhe von circa 500 Metern. Dieser Standort war bereits in der Antike befestigt. Bis in die 1920er Jahre hinein wurde die Zitadelle vom französischen Militär genutzt.

Die Altstadt

Sisterons Altstadt am Fuße des imposanten Kalkfelsens wirkt wie eine pittoreske Modelleisenbahn-Landschaft. Die alten Häuser schmiegen sich direkt an den Felsen und sind durch steile Treppen miteinander verbunden. Während der Sommermonate werden Stadt und Zitadelle zur Kulisse zahlreicher Festivals, darunter das bekannte "Festival des Nuits de la Citadelle".

Ausflugsziele

Von Sisterons aus bietet sich ein Ausflug in die Provence an. Als eines der schönsten Ziele gilt die Küstenstadt Arles, die dank ihrer zahlreichen antiken Statuen seit 1981 den Status eins UNESCO-Weltkulturerbes hat. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten gehört beispielsweise das Amphitheater von Arles, das im ersten nachchristlichen Jahrhundert errichtet wurde.

Als bedeutendstes Bauwerk gilt die Kathedrale St. Trophime d´Arles, die dem Heiligen Trophimus geweiht ist. Er hatte die Provence christianisiert und war der erste Bischof von Arles. In der Kathedrale ließ sich Friedrich Barbarossa am 30. Juli 1178 zum König von Burgund krönen. Stilistisch präsentiert sich die Kathedrale mit einem Mix aus romanischen und gotischen Elementen.

Geschichtliches

Nachdem Sisteron 1483 an Frankreich gefallen war, spielte die Stadt in der französischen Geschichte mehrfach eine Schlüsselrolle. So war die Stadt während der Hugenottenkriege im 16. Jahrhundert hart umkämpft.

Als das Land während der Französischen Revolution ins Chaos stürzte, blieb Sisteron dem König treu. Deshalb hätte Napoleon nach seiner Flucht aus Elba bei Sisteron auch scheitern können. Militärischen Widerstand durch königstreue Truppen hatte der Feldherr bei Sisteron am Übergang über den Fluss Durance erwartet.

Was Napoleon nicht gewusst hatte: Der damalige Gouverneur, Marschall André Masséna hatte sowohl die Truppen als auch die Vorräte aus der Stadt abgezogen. Weil die Brücke unbewacht war, konnte Napoleon sie am Morgen des 4. März 1815 mit nur 40 Mann besetzen und den Marsch auf Gap fortsetzen. Es gelang ihm außerdem, sein Gefolge um einige Mann zu vergrößern und das Pferd zu wechseln.

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Gap

Gap liegt auf einer Höhe von 735 Metern, womit sie Frankreichs höchstgelegene Präfekturstadt ist. Die Stadt mit fast 40.000 Einwohnern liegt zwischen den Dauphiné-Alpen und ihren Voralpen etwa 100 Kilometer südlich von Grenoble. Napoleon erreichte Gap auf dem Weg zur "Herrschaft der 100 Tage" am 5. März 1815, nachdem er in Sisteron den heikelsten Teil der Reise gemeistert hatte. 2002 wurde Gap zur Alpenstadt des Jahres gekürt.

Sehenswürdigkeiten

Der Sommersitz der Bischöfe

Das Landgut Domäne von Charance ist nur etwa einen Kilometer vom Ortskern entfernt. Hier residierten einst die Bischöfe von Gap während der Sommermonate. Heute befindet sich auf dem Landgut neben dem Haus des Nationalparks Écrins und das Nationale Konservatorium für Alpenbotanik. Neben einem 220 Hektar großen Park beherbergt die Anlage außerdem einen italienischen und englischen Garten.

Museum des Departements

Archäologie, Geschichte und Kunst sind die Themen des Museums des Departements. Zu den besonderen Stücken der Ausstellung gehört das Mausoleum des Herzogs von Lesdiguières aus schwarz-weißem Marmor.

Veranstaltungen in Gap

Während des gesamten Jahres erleben die Einheimischen und ihre Gäste zahlreiche Veranstaltungen. Beispielsweise können sie an jedem Mittwoch und Samstagmorgen einen typischen französischen Markt erleben. Des weiteren ist Gap ein Etappenziel der Tour de France.

Das historische Zentrum

Mittelalterliches Flair verspricht das Zentrum von Gap seinen Besuchern. Zu den sehenswerten Gebäuden gehört das denkmalgeschützte Hotel de Ville Kathedrale.

Nationalpark Écrins

Vor allem bei Wanderern und Bergsteigern ist der Nationalpark Écrins beliebt. Denn das Herz des Parks ist der Barre des Écrins, der südlichste Viertausender der Alpen. Der Park mit einer Fläche von 1.786 Quadratkilometern wurde 1973 gegründet und erhielt 1990 das Europäische Diplom für geschützte Gebiete.

Briancon

Die 11.600-Einwohner-Stadt Briancon liegt auf einer Höhe von 1.200 bis 1.326 Metern und ist direkt hinter Davos die zweithöchstgelegene Stadt in ganz Europa. Wegen der strategisch wichtigen Lage zwischen der Poebene und dem Tal der Rhône wurde in Briancon ab dem ausgehenden 17. Jahrhundert ein stark ausgebautes Festungssystem errichtet, das dem feindlichen Ansturm sogar während der beiden Weltkriege standgehalten hatte. Die Festungsanlagen sind heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Festungsanlagen von Vauban".

Embrun

Vor allem für historisch interessierte Besucher lohnt sich ein Besuch in Embrun. Der bekannte Badeort liegt knappe 40 Kilometer von Gap entfernt.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört ein früheres Franziskanerkloster, der frühere Palast des Erzbischofs, der im 12. Jahrhundert in Form eines Wehrturms errichtet wurde, sowie die Kathedrale Notre Dame. Sie wurde zwar Ende des 12. Jahrhunderts errichtet, trägt aber bereits deutliche gotische Züge. Getragen wird die Vorhalle von zwei rosafarbenen Säulen, die auf Löwen ruhen. Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus der Zeit der Erzbischöfe, die im Rang eines Reichsfürsten standen, erwarten die Besucher in der Schatzkammer.


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