Paris - Stadt der Liebe
Inhaltsverzeichnis
- Paris - Stadt der Liebe
- Der Eiffelturm
- Die Basilika Sacré-Coeur
- Montmartre
- Champs-Elysées
- Der Triumphbogen
- Notre-Dame de Paris
- Der Louvre
- Musée d’Orsay
- Musée Rodin
- Centre Pompidou
- Cité des sciences et de l'industrie
- Das Panthéon
- Bibliothèque nationale de France
- Die Freiheitsstatue
- Hôtel de Ville
- Moulin Rouge
- Opéra Ganier
- Kirche la Madeleine
- Invalidendom
- Katakomben
- Kanalisation von Paris
- Friedhof Père-Lachaise
- Montparnasse
- La Défense
- Paris mit dem Schiff
- Flohmärkte
- Les Halles
- Einkaufen: Antiquitäten, Bücher, Flohmärkte, Nobelkaufhäuser
- Parks in Paris
- Nachtleben von Paris
Paris – Stadt der Liebe
Paris ist eine der bekanntesten Städte Frankreich. Vor allem durch die geschichtlichen Hintergründe und durch die Französischen Revolution bekannt, lockt Paris jedes Jahr Unmengen an Touristen an. Die Stadt der Liebe, wie Paris auch genannt wird, wartet mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten auf, unter ihnen der Eiffelturm, das Hôtel de Ville, Sacré Coeur, der Triumphbogen, die kleine Schwester der Freiheitsstatue und natürlich die Katakomben, um nur ein paar von ihnen zu benennen. Keine andere europäische Stadt hat wohl so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten und auch das Pariser Nachtleben ist mindestens einen Besuch wert. Vor allem bietet das Nachbarland unzählige Möglichkeiten für einen Urlaub der Extraklasse. Stadtbesucher werden begeistert sein, aber auch Badefans kommen auf ihre Kosten, ist Frankreich doch von zwei Meeren umgeben.
Richtig abenteuerlich wird es aber bei einem Besuch von Disneyland Paris. Groß und klein werden hier die Attraktionen genießen. Verliebte besuchen am besten Paris selber und genießen ihre Reise mit vielen Zwischenstopps an romantischen Monumenten und ein Besuch der sinnlichen Cafés, macht Paris zu einem wahren Traumdomizil für Turteltauben. Auch junge Leute sind begeistert, bietet Paris doch eine nicht unbeträchtliche Menge an Einkaufsparadiese, allem voran das Champs-Elysées mit seinen Einkaufsmeilen- und Träumen.
Das Nachtleben ist geprägt vom französischen Lebensgefühl und „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ sind hier nicht nur Slogans sondern wahre Tatsache, denn wenn man einen Nachtaufenthalt in Paris plant, fragt man sich lieber wohin soll es gehen, statt was man machen will. Die Auswahl ist nämlich so groß, dass eine Nacht kaum ausreichen wird.
Paris besticht mit seiner Gegensätzlichkeit zwischen Hektik und Trubel und Gelassenheit und Sittsamkeit. Moderne trifft hier althergebrachtes und so findet man den Mann von Welt genauso wie den traditionellen Eingeborenen!
Der Eiffelturm
Tour Eiffel, so wird der Eiffelturm auch genannt und er gehört sicherlich zu den bekanntesten Attraktionen in ganz Paris. Viele Plattformen hat der Eiffelturm zu bieten und somit auch eine atemberaubende Aussicht. Schon wenn man auf der ersten Plattform steht, hat man eine breite Aussicht über die gesamte Stadt.
In der Vergangenheit durfte man in Paris nicht höher als 40 Meter bauen. Die erste Plattform vom Eiffelturm hat eine Höhe von 57 Metern, daher kann man schon hier bis zu den Stadtgrenzen blicken. Die zweite Plattform des Eiffelturms befindet sich in 115 Meter Höhe. Beide Plattformen lassen sich mit Ausdauer und Puste gut zu Fuß erklimmen, zur dritten Plattform, welche auf einer Höhe von 276 Metern zu finden ist, kann man jedoch nur mit einem Fahrstuhl gelangen.
Ein Hotel in Paris suchen ist kein Problem, denn es gibt weit über 1000 Hotels und man kann eigentlich von fast überall den Eifelturm gut erreichen. Paris ist bekanntlich die Stadt der Liebe und vor allem bei einem romantischen Sonnenuntergang lohnt sich ein Aufstieg auf den Eiffelturm. Während des Sonnenuntergangs sieht man noch gut die Silhouetten der Stadt. Dann gehen so nach und nach die unzähligen Lichter der Stadt an, ein wahrlich denkwürdiger Moment und von oben wirkt alles sehr friedlich.
Gustave Eiffel war der Herr, welchen Paris seinen Turm verdankt, denn er war Erbauer des Eiffelturmes und der Bau dauerte von 1887 bis 1889.Bis zur Weltausstellung sollte der Bau vollendet sein, was auch geklappt hat. Nach besagter Weltausstellung sollte der Turm eigentlich wieder dem Erdboden gleichgemacht werden, aber wie man noch heute sieht, ist aus diesen Plänen nichts geworden.
Trotz der frühen Erbauungszeit ist der Eiffelturm ein wahres Wunder Technik. Selbst bei schwerem Sturm schwankt der Turm so gut wie nicht. Etwa alle 6 Jahre bedarf es einem neuen Anstrich, hierzu benötigt man pro Jahr ganze 60 Tonnen Farbe! Der Eiffelturm ist auf der ganzen Welt bekannt. Er wurde schon öfters nachgebaut, z.B. in Las Vegas. Auch der Fernsehturm in Tokyo mutet als eine Miniatur des Eiffelturmes an.
Wer den Eiffelturm bei seiner Reise besuchen möchte, nutzt dafür am besten die Metro. Dort verlässt man die Bahn dann an der Station Trocadero und läuft über den Platz und am Palais de Chaillot vorbei. Von hier aus kommt man direkt zum stattlichen Turm. Besonders am Palais de Chaillot lohnt es sich, Fotos aller Mitreisenden und vor allem von jungen Verliebten zu schießen.
nach obenDie Basilika Sacré-Coeur
Schon im Jahre 1914 war die Erbauung von Sacré-Coeur abgeschlossen, eingeweiht wurde sie aber erst nach dem 1.Weltkrieg im Jahre 1919. Hierbei ist der Sitz der Basilika Sacré-Coeur auf dem 130 Meter hohen Berg des Montmartre anzutreffen. Sie gilt als bekanntes Denkmal der romanisch-byzantinischen Zeit. Ihr Aussehen ist unbeschreiblich schön. In Weiß glitzert sie dem Besucher entgegen und erleuchtet ihr Antlitz über der schönen Stadt Paris.
Die Basilika Sacré-Coeur hat eine Gesamthöhe von 85 Metern und schon alleine die Kuppel misst 55 Meter. Am besten besucht man die Basilika Sacré-Coeur bei einem Aufstieg durch den Scare Willette. Der Scare Willette ist ein Park, dessen Stufen hinauf bis zur Basilika führen. Wem Bergsteigen nicht liegt, der nimmt am besten den weniger steilen Weg über die Funiculaire. Diese Seilbahn hat nicht nur den Vorteil, einen steilen Aufstieg zu umgehen, sie bietet außerdem eine wunderbare Aussicht und die Fahrt hinauf zur Sacré-Coeur kann genossen werden.
Wer die atemberaubende Kirche mit allen Sinnen genießen möchte, der verschiebt den Besuch am besten auf den frühen Morgen oder aber zur Zeit des Sonnenuntergangs, da der Besucherandrang zu diesen Zeiten nicht all zu hoch ist. Vor allem dann sollte man aber den schweren Aufstieg über die Stufen des Parks in Erwägung ziehen. Vor allem ein Sonnenuntergang wird diese Mühen reichlich belohnen, denn von dort oben wirkt Paris noch romantischer. Nach dem Abstieg stärkt man sich am besten in einen der unzähligen Cafés, Restaurants oder in einem heimischen Lokal. Auch den Weg zur Basilika Sacré-Coeur findet man am einfachsten mit der Metro. Hierfür steigt man an der Haltestelle „Anvers“ aus. Ab da folgt man nur noch den vielen Wegschildern oder man nimmt eine der vielen Buslinien, welche auch am Montmartre halten.
nach obenMontmartre
Der Hügel
Montmartre ist die Bezeichnung für den höchstgelegenen Punkt von Paris, mit einem der Wahrzeichen von Paris, der Basilika Sacre-Coeur und des umliegenden Dorfes. Dieser Hügel misst stolze 130 über dem Meeresspiegel, den der Besucher entweder über die Standseilbahn oder zu Fuß über die breiten Treppen erreichen kann. Er liegt im nördlichen Teil von Paris und behielt bis in die heutige Zeit sein eher ländliches Flair. Diese Bezeichnung Montmartre umfasst zudem den 18. Stadtbezirk von Paris mit seinen drei eingemeindeten Dörfern, in denen auch heute noch vor allem in den Sommermonaten immer reges Treiben herrscht.
Die Geschichte
Erstmals wurde dieser Hügel im Mittelalter erwähnt, an dessen Fuß eines der reichsten Gipsvorkommen von Paris entdeckt wurde. Im 12. Jahrhundert erbauten einige Benediktinermönche dort ihr Kloster, dessen Kirche Saint-Pierre de Montmartre auch noch heute zu einem der ältesten Sakralbauten zählt. Im 19. Jahrhundert wurde Montmartre zwar eingemeindet, behielt aber seine Eigenständigkeit. In der Zeit nach dem deutsch-französischen Krieg entwickelte sich die legendäre Pariser Kommune, die noch im gleichen Jahr blutig niedergeschlagen wurde. Zur Erinnerung erbauten Architekten auf Geheiß der französischen Regierung die heute weithin sichtbare Basilika Sacre-Coeur, welche vor allem abends ganz wundervoll angestrahlt wird.
Die Künstler

Bereits im 19. Jahrhundert war das gesamte Dorf Montmartre ein magischer Anziehungspunkt für Künstler aller Art. Sowohl Maler, Dichter und Musiker gaben sich dort ein Stelldichein und erfreuten bereits zu damaliger Zeit die zahlreichen Besucher, aber auch die Bewohner. Auf der Place du Tertre ziehen auch in der heutigen Zeit vor allem noch unbekannte Maler die Besucher magisch in ihren Bann, und die kleinen Straßencafés sind während der wärmeren Jahreszeit regelrecht überfüllt mit Besuchern, Künstlern und Einheimischen. Eine weitere Attraktion ist hier der kleine Weinberg, dessen leicht säuerlicher Wein bis in die heutige Zeit von verschiedenen Künstlern angebaut und geerntet wird.
Die Attraktionen
Am Fuße des Berges befindet sich das sagenumwobene Moulin Rouge, welches durch einen Film Weltruhm erlangen konnte und vor allem in den Abendstunden die Besucher zahlreich anlockt. Selbst berühmte Künstler waren von dieser kleinen Gemeinde fasziniert, und so manches Café kann sich damit rühmen, einen der namhaften Gäste beherbergt zu haben. Teilweise künden noch an der Wand angebrachte Fotos von diesen Ereignissen, wobei Vincent van Gogh, Modigliani und Henri de Toulouse-Lautrec dieses kleine Dorf besonders bevorzugten. Besonders in den Sommermonaten lohnt sich ein Besuch dieses Viertels vor allem für die jüngere Generation, da sich auf den zahlreichen Treppen junge Leute aus aller Welt ein Stelldichein geben.
nach obenChamps-Elysées
Der berühmteste Boulevard in ganz Europa, befindet sich wohl in Paris und zwar genau zwischen Place Ettoile mit dem Triumphbogen und dem Place de la Concorde. Hierbei kann man von diesem Boulevard nur lernen, denn es bietet sich ein wahres Beschauungsbild eines echten Boulevards. Hierbei ist das Boulevard rund 70 Meter breit und an jedem Ende findet man etwas Wichtiges, ein Bauwerk oder sogar ein Monument.
Viele Luxusartikel kann man hier finden, haben sich doch alle namhaften Geschäfte der modernen Modebranche hier niedergelassen und so kann man wählen zwischen sündhaft teuren Parfums oder ganz aktuellen und kaum finanzierbaren Modellabeln und dessen Modelle. Aber auch der „normale“ Mensch wird hier fündig und selbst, wenn es keine teure Shoppingtour werden soll, so lohnen sich doch allemal ein Besuch und ein Bummel auf dem Champs-Elysées
Quelle: pixelio.de Fotograf: memephoto
Der Triumphbogen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Birgit Winter
Die Armee erbaute in den Jahren 1806 bis 1836 den Triumphbogen und zwar inmitten des "Place Charles de Gaulle". Napoleon selbst war Auftraggeber des „Arc de Triomphe“ und die berühmten Architekten Raymond und Chalgrin führten seine Bitte aus. Bis zur Fertigstellung des Triumphbogens, änderte dieser ungefähr sechs Mal sein komplettes Aussehen, bis er dann zur endgültigen Form vollendet wurde. Heute feiert man am Arc de Triomphe den französischen Nationalfeiertag, auch die Armee hält hier Paraden ab.
Unter der Aussichtsterrasse befindet sich ein denkwürdiges Museum, welches vor allen das Thema der französischen Armee und die Geschichte des Landes beschreibt und zeigt. 45 Meter breit und 50 Meter hoch ist der Triumphbogen und sein großer Bogen besticht mit einer Gesamthöhe von 29 Metern. Begibt man sich auf die Terrasse wird man mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Zu sehen ist nicht nur „Notre Dame“ und der Eiffelturm, sondern auch ganze 12 Avenues, welche am Triumphbogen aufeinander treffen. Neben der Aussicht lohnt sich ein Kaffee oder ein leckeres Eis und so lassen sich die 284 Stufen für den Auf- und Abstieg mühelos bewältigen.
Das Denkmal ist gut besucht und vor allem in der warmen Jahreszeit finden oft Schulausflüge zum Triumphbogen statt, weswegen es auch mal sehr laut werden kann. Wem das zu chaotisch ist, der besteigt am „Charles de Gaulle“ am besten einen Sightseeing-Bus und genießt die Rundfahrt und die Aussicht auf die Stadt.
nach obenNotre-Dame de Paris
Der Glöckner von Notre Dame war ein Märchen von Walt Disney und erzählte die Geschichte eines missgebildeten Glöckners in der großen Kirche von Notre Dame. Ganz so wie in der Geschichte hat sich das alles natürlich nicht zugetragen, dennoch hat Notre Dame einen ganz eigenen Zauber zu bieten! Als Mutter der gotischen Kathedralen oder auch übersetzt „Unsere liebe Frau“, nennt man Notre Dame noch und so stand auf ihrem Platz vor über 2000 Jahren schon mal ein Tempel, danach eine Basilika und letztendlich folgte eine romanische Kirche.
Im Jahre 1163 wurde der Grundstein für die gotische Kirche gelegt. Dafür musste die Basilika kurz nach ihrem Erschaffen, schon wieder gehen, denn Frankreich wollte seine Städte und Orte weiter ausbauen. Eine regelrechte Bauwut überrollte das Land! Im Jahre 1345, nach 150 Jahren, war der Bau von Notre Dame endlich vollendet.
In Notre Dame wurden die Könige der damaligen Zeit gekrönt und Notre Dame ist eines der wichtigsten Denkmäler von ganz Paris! Viele Tausende Menschen besuchen jährlich das Bauwerk und auch wenn fotografieren in der Kathedrale verboten ist, hält sich doch kaum jemand daran, denn ein jeder möchte die überwältigende Schönheit von Notre Dame festhalten. Die imposante Größe ist auch nicht weniger beeindruckend. So sind die beiden Türme ganze 69 Meter hoch, bis zum Dach sind es 90 Meter und im inneren misst die Kirche 130 Meter Länge, 35 Meter Höhe und 48 Meter Breite. Wird ein Gottesdienst abgehalten, wird es mitunter sehr voll, denn über 10.000 Menschen finden Platz in der imposanten Kathedrale. Auch nach Notre Dame gelangt man am besten mit der Metro, um dann an der Station „Cité“ auszusteigen und an der Seine entlang zu schlendern.
Der Louvre
Über vier Millionen Menschen besuchen das größte Museum der Welt jährlich und verschaffen sich so Einblick in die Geschichte. Beindruckend sieht man hier die Entwicklung seit dem 12.Jahrhundert bis zur Neuzeit und dem Besucher wird mit Sicherheit nicht langweilig, denn mithilfe von Skulpturen, Gemälden und verschiedenen Darstellungen, erhält man Grundzüge in die verschiedensten Epochen. Vor allem der Bereich „Ägypten“ ist mehr als nur beliebt. Dem Besucher eröffnen sich hier ganz neue Erkenntnisse, wenn er durch die ägyptische Geschichte streift und die Arbeit der Bauern am Nil beschaut und die ägyptische Götterwelt bewundert. Vor allem die Antike wird hier in Augenschein genommen und so trifft man unter anderem auch auf das alte Babylon und auf römische Altertümer.
Als ob das noch nicht genügen würde, kann man hier ebenfalls eine immens große Gemäldesammlung bestaunen. Diese Sammlung ist nach Ländern gegliedert und bietet dem neugierigen Historiker Einblicke in das alte England, Holland, Italien und Deutschland, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Besonders begehrt ist eines der berühmtesten Gemälde der gesamten Welt: Die Mona Lisa. Das Kunstwerk, geschaffen von Leonardo Da Vinci im Jahre 1505, hat seinen festen Platz im Denon Flügel des Louvre. Aber auch andere namhafte Künstler sind hier verewigt durch ihre Werke. Anzutreffen sind Kunstwerke von Lukas Cranach, Dürer und Rembrandt.
Schon beim Betreten des Einganges des alten Museums, macht sich dem Betrachter ein faszinierender Anblick bekannt: eine gläserne Pyramide vom amerikanischen Super-Architekten Ieoh Ming Pei. Das Museum soll eine Verbindung von Neuzeit und Antike darstellen. Das Glas symbolisiert dabei die moderne Welt!
nach obenMusée d’Orsay
Geschichte
Das Gelände, auf dem sich heute ein eindrucksvolles Museum etabliert hat, enthält bereits eine recht lebhafte Geschichte. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde dieses Gebiet erstmalig als Garten der Königin Margarete von Valois erwähnt, welches sich nach deren Tod in verschiedene Parzellen aufgeteilt wurde, um mehrere Stadthäuser und den Hafen Grenouillière zu errichten. Im 19. Jahrhundert entstand auf der gesamten Fläche eine große Kaserne, welches sich etliche Jahre später in den Sitz des Rechnungshofes und des Staatsrates aufteile. Während der Auseinandersetzung mit der Pariser Kommune fielen diese Häuser den Flammen zum Opfer.
Der Bahnhof
Die Eisenbahngesellschaft bekam vom Staat dieses Gelände, um auf ihm den Bahnhof Gare d’Orsay als Endbahnhof zu errichten. Im Rahmen der 1900 stattfindenden Weltausstellung wurde der Bahnhof offiziell eingeweiht und galt zu seiner Zeit als einer der modernsten Bahnhöfe. In den nächsten Jahren wurde das Gelände rund um den Bahnhof zu einem internationalen Treffpunkt der Jugend und erlebte einen regen Menschenwechsel. Zu Beginn des Krieges wurde der Bahnhof geschlossen, da er für die wesentlich länger gewordenen Züge nicht mehr ausreichend war. Nach dem Krieg wurde zunächst nur das Hotel auf dem Gelände genutzt, bevor das gesamte Gelände die Kulisse für zahlreiche Filme bildete.
Das Museum
Anfang der 1970er Jahre wurde jedoch auch das Hotel geschlossen, sodass man über die Vergabe des Geländes nachdachte, zeitweise war auch der Abriss der gesamten Gebäude im Gespräch, um einen riesigen Hotelkomplex entstehen zu lassen. Doch als das Interesse für Bauten aus dem 19. Jahrhundert größer wurde, konnte das Gelände mit dem Bahnhof unter Denkmalschutz gestellt werden. Nun kamen einigen Stadtverordneten auf die Idee eines Museums vor allem auch für die nicht so ganz berühmten Künstler. Im Jahre 1977 wurde dann durch den damaligen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing der Ausbau zu einem monumentalen Museum beschlossen.
Die heutige Zeit
Der nachfolgende französische Präsident Francoise Mitterand hatte im Jahre 1986 die Ehre, diesen Gebäudekomplex einzuweihen und seiner Bestimmung zu übergeben. Bereits Anfang 2001 mussten die ersten Reparaturarbeiten vorgenommen werden, welche erst zwei Jahre später abgeschlossen waren. Auf zwei großen Etagen entstanden sowohl die verschiedenen Skulpturen als auch Zeugen der bisherigen Baukunst inklusive Möbel, denn es war schließlich genügend Platz vorhanden, um alles in den großen Hallen unterzubringen. Vor allem im zweiten Stock wurden aus Gründen der Statik fast ausschließlich Gemälde, aber auch verschiedene Werke der Literatur ausgestellt. Sowohl die jüngere als auch die ältere Generation harmonieren in diesen Gebäuden bestens.
nach obenMusée Rodin
Die Geschichte
Dieses Museum erinnert von außen noch an die glorreichen Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts, als hier die Könige und andere hochrangige Vertreter der damaligen Staatsform einkehrten und Feste veranstalteten. Im Jahre 1732 wurde das Gebäude als Hotel für den Finanzexperten Abraham Peyrenc de Moras errichtet und diente ihm die restlichen Monate seines Lebens als Domizil. Gut zwanzig Jahre später ging dieses Hotel als Residenz in den Besitz des Duc de Birons und gleichzeitigem Marechal de France über, welcher sehr gerne Jagdgesellschaften um sich hatte und dort so manch rauschendes Fest feierte.
Das 20. Jahrhundert
Ab dem Jahre 1904 wurde der Palast Unterkunft für zahlreiche Künstler, darunter auch Auguste Rodin, welcher es sich zu einer Lebensaufgabe neben seiner Malerei gemacht hatte, solche Paläste vor dem Abriss zu retten, denn sie waren Zeitzeugen der glanzvollen Epoche der Renaissance. Auguste Rodin brauchte volle sieben Jahre, um die Pariser Obrigkeit davon zu überzeugen, dass an dieser Stelle keine Stadtwohnungen entstehen durften. Als im Jahre 1916 die Regierung endlich nachgab und Monsieur Rodin diesen Palast feierlich übergab, wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand, wie krank Rodin im Laufe der Zeit wirklich geworden ist. Sein langjähriger Sekretär Rainer Maria Rilke übernahm ab diesem Zeitpunkt sämtliche Korrespondenz.
Die Umgestaltung
Einige Tage vor seinem Tod konnte Auguste Rodin noch miterleben, wie der größte Teil seiner Kunstwerke und seiner Korrespondenzen ihren Platz im Hotel Biron fanden. Nach und nach kamen auch die Werke anderer Künstler in dem zu einem Museum umfunktionierten Hotel unter, darunter auch die Werke seiner langjährigen Lebensgefährtin Camille Claudel. Diese sorgte wiederum dafür, dass auch die bislang geheim gehaltene Privatsammlung von Auguste Rodin, darunter auch einige bislang noch nicht veröffentlichten Werke seines langjährigen Freundes Vincent van Gogh, ihren besonderen Platz im jetzigen Museum fanden.
Die heutige Zeit
Erst im Jahre 1960 ließ es sich der französische Staatspräsident Charles de Gaulle nicht nehmen, zu Ehren des Künstlers Auguste Rodin das bisherige Museum Biron in das Museum Rodin umzubenennen. Diese Urkunde befindet sich auch im Eingangsbereich des Museums. Heute stehen mittlerweile über 6.000 Statuen in sämtlichen Zimmern, unter ihnen auch noch das wertvollste Werk Rodins "Der Denker", was auch noch zu Lebzeiten Rodins immer der Mittelpunkt seines Lebens war. Eine weitere absolut wertvolle, weil unvollendete, Rarität, welches höchstpersönlich von der französischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, ist das Denkmal für Victor Hugo, welches ursprünglich seinen Platz im Pantheon finden sollte. Doch auf Bitten der Tochter von Victor Hugo und des Enkels Auguste Rodins fand es hier seinen Ehrenplatz.
nach obenCentre Pompidou
Das Centre Pompidou, was eigentlich „Centre national d’art et de culture Georges Pompidou“ heißt, liegt nahe des Forums des „Halles“ und zwar genau im Ort „Beaubourg“. Vor allem für seine guten Gasthäuser und Kneipen ist Beaubourg bekannt und ein jeder Besucher erinnert sich gerne an eine gemütliche Stunde bei einem Glas Wein in einer anschaulichen Gaststätte.
Georges Pompidou, einst Staatspräsident, ließ das Centre Pompidou als Kulturzentrum bauen. Die berühmten und bekannten Architekten Richard Rogers, Renzo Piano und Gianfranco Franchini entwarfen zu ihrer Zeit das Pompidou und 1997 wurde es endlich eröffnet.
Sieht man das Pompidou das erste Mal, kommt es einem recht chaotisch vor, denn alles was das Gebäude versorgt, wie Strom, Wasser, die Rolltreppen und auch die Belüftungsanlagen wurden nach außen gebaut, damit man im Inneren des Gebäudes die Wände nach Belieben verschieben und abändern kann. Vor allem liegt hier ein großer Teil des französischen Wissens und der Geschichte, denn in der „Bibliothèque publique d'information“ darf sich jeder gewünschte Informationen holen. Zusätzlich ein beliebter Anlaufspunkt des Pompidou: das „Musée National d'art Moderne. Hier findet man ein gehobenes und modernes Kunstmuseum mit einer umfangreichen Sammlung an Kunstwerken aus dem 20.Jahrhundert!
Das Centre Pompidou gilt als begehrter Schaustellerplatz, so treten in regelmäßigen Abständen Artisten und Musiker auf. Direkt neben dem Pompidou findet der Besucher ein weiteres Kunstwerk und zwar den berühmten Strawinsky-Brunnen, welcher mit seinen bunten und anmutigen Figuren, nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt.
Cité des sciences et de l'industrie
Die Stadt der Technik und Wissenschaft bietet ein Erlebnis der besonderen Art. Die gesamte technische Kultur Frankreichs trifft sich hier als Ausstellungs-Zentrum und so haben nicht nur Kinder und Schulklassen die Möglichkeit Technik auszuprobieren, zu berühren und zu bewundern. Verstehen lernen, begreifen wie etwas in der Technik und Wissenschaft funktioniert und das alles aus nächster Nähe! Das größte populärwissenschaftliche Museum in Europa bietet allen Technik- und Wissenschaftsinteressierten ein breites Spektrum an Wissen und Abwechslung. Hier haben alle Menschen die Möglichkeit das Kompaktwissen zu verinnerlichen und Zusammenhänge kennenzulernen.
Dabei findet man das Wissen nicht nur geballt vor, sondern unterteilt in viele Räume und Altersgruppen. Für Kinder eignet sich wohl besonders das „Cité des Enfants“: Hier haben Kinder von 3-5 und von 6-15 Jahren die Möglichkeit umfangreich alles auszuprobieren, was die Technik betrifft. Aber auch die Ausstellungen über den Weltraum, der verschiedenen Planeten und das Weltall, gelten als Zuschauer-Magnet, wen wundert es da, das jährlich viele Tausend Menschen das berühmte Museum besuchen? Dabei ist das Museum so groß, dass jedes Themengebiet, sei es nun Biotechnologie oder das Leben auf der Erde, locker Umfang und Platz für ein ganz eigenes Museum hätte! Neben dem Cité des sciences et de l'industrie befindet sich eine große Cyber-Basis, eine Mediathek und viele weitere kulturell-wissenschaftliche Einrichtungen. 360 Meter Durchmesser besitzt z.B. die große gläserne Kugel direkt neben der Cité, welche als Freiluftkinofläche für IMAX Filme dient.
nach obenDas Panthéon
Quelle: pixelio.de Fotograf: Birgit Winter
Im großen Grabhügel (Übersetzung von Panthéon) findet man alle großen Persönlichkeiten beerdigt, welche im Laufe der französischen Geschichte mitgewirkt und etwas bewegt haben. Namen wie Marie Curie, Victor Hugo, Jean-Jaques Rousseau und Emile Zola, sind nur ein paar bekannte Persönlichkeiten, welche im Panthéon ihren letzten Frieden gefunden haben! Das Panthéon dient daher als größte Ruhmeshalle Frankreichs und zieht jedes Jahr nicht nur Besucher sondern auch viele Pilger an, bei ihrer Reise auf der inneren Erleuchtung. Louis der XV gab im Jahre 1764 den Bau des Panthéon in Auftrag. Ursprünglich diente das Gebäude als Kirche. Während der berühmten Französischen Revolution bekam die Kirche aber eine ganz andere Bedeutung. Hier ließ man die Großen Frankreichs beerdigen und diesen Brauch hält man bis heute bei. Besonders berühmt ist das Gebäude für die Entdeckung, bzw. den Beweis der Erdrotation durch den Physiker „Jean Bernard León Foucault“. Er hing dafür in der Kuppel des Panthéon ein Pendel auf, mit dem er die Rotation nachweisen konnte.
Auch wenn das Panthéon die größte Ruhmeshalle Frankreichs ist. Zwei ganz große wurden hier nicht bestattet. Napoleon und Charles de Gaulle waren noch größere Persönlichkeiten und konnten daher nur noch an elitäreren Orten beerdigt werden. Napoleon fand seinen Frieden im Invalidendom und de Gaulle wurde in seinem Heimatort beigesetzt.
nach obenNeue Bibliothèque nationale de France
In „Francois Mitterand“ befindet sich die Bibliothèque nationale de France. Sie ist die Staatsbibliothek in Frankreich und veranlasst wurde ihr Bau im Jahre 1988 durch den ehemaligen Staatschef Francois Mitterand. Entstanden ist die Bibliothèque nationale de France dann durch die Leitung vom Architekten Dominique Perrault. Die Bibliothek ist ganze 60.000 m2 groß. Sie ist rechtwinkelig gebaut und inmitten ihrer Pracht befindet sich ein 12.000 m2 großer Garten. Wer durch die Bibliothek schleift, kann den schönen Garten bewundern, denn er ist auch im Inneren des Gebäudes sichtbar. Die Atmosphäre wird dadurch viel ruhiger und besinnlicher. An jedem Eck der Bibliothèque nationale de France befindet sich ein Turm, welcher jeweils 79 Meter hoch ist, dabei sind die Türme aus Glas und l-förmig gebaut und sollen ein aufgeschlagenes Buch symbolisieren! Leider hat der Neubau der Bibliothek auch viele im französischen Volk verärgert. Die Gründe liegen auf der Hand: Zum einen kam es zu etlichen Fehlplanungen und zum anderen verzögerte sich der Bau der Bibliothèque nationale de France erheblich.
Die vier gläsernen Türme besitzen jeder einen Namen: Turm der Zeit (Tour du temps), Turm der Gesetze (Tour de lois), Turm der Zahlen (Tour des nombres) und der Turm der Buchstaben (Tour des lettres).
Quelle: pixelio.de Fotograf: Julien-F.-D.
Die große Sammlung verdankt die Bibliothèque nationale de France schon der Manuskriptsammlung von König Karl V. aus dem Jahre 1368, welche aufbewahrt wurde im Louvre. In der heutigen Bibliothèque nationale de France werden alle wichtigen Schriften aufbewahrt und gesammelt und sie sollen für jedermann zugänglich sein. Hierbei ist der Bestand immens. Momentan stehen 30 Millionen Bücher in der Nationalbibliothek.
nach obenDie Freiheitsstatue
Quelle: pixelio.de Fotograf: Dieter Schütz
Die Freiheitsstatue in Frankreich ist eine kleine Version der „Miss Liberty“ in New York. Mitten an der Seine steht die kleinere Schwester der riesigen Statue und zwar am südlichen Ende der „Île des Cygnes“. Sie liegt dabei gar nicht weit entfernt vom berühmten Eiffelturm. Drei Jahre nach der Einweihung der Freiheitsstatue in New York, wurde auch die Freiheitsstatue in Frankreich eingeweiht und zwar im Jahre 1889. Das Original wurde den Amerikanern als ein Geschenk für die Unabhängigkeit durch die Franzosen übergeben und daher schaut die französische Statue auch in die Richtung des New Yorker Hafens.
Zudem befinden sich noch drei weitere Freiheitsstatuen in Frankreich. Die erste befindet sich im „Musée des Arts et Métiers“ und galt als Vorlage für die große Freiheitsstatue in New York. Eine zweite Freiheitstatue steht im Park „Jardin du Luxembourg“ und sie misst rund 2 Meter. Die letzte befindet sich unweit des Eiffelturms und zwar am Bug einer Barke am rechten Seineufer.
nach obenHôtel de Ville
Beim Hôtel de Ville handelt es sich um das Pariser Rathaus. Seit 1977 ist es auch wieder durch einen Bürgermeister besetzt, lange Zeit hatte Paris nämlich gar keinen Bürgermeister! In dem sehr großen Verwaltungszentrum finden regelmäßig große Empfänge und Veranstaltungen statt. In der Zeit des Mittelalters fanden auf dem Vorplatz des Hôtel de Ville, öffentliche Vollstreckungen, Kundgebungen und bunte Volksfeste statt. Franz I. veranlasste im Jahre 1533 den Bau des Gebäudes, welcher später noch erweitert wurde, dabei war es immer sehr wichtig, dass der Bau im Stil der Renaissance erhalten blieb.
1871 brannte das Gebäude nieder und dennoch errichtete man ein neues Rathaus und zwar im neuen Renaissance-Stil. Besonders beeindruckend ist die Fassade des Hôtel de Ville, denn diese wird von ungefähr 150 Statuen bekannter Persönlichkeiten dekoriert. Die Innenausstattung spiegelt die Zeit der Dritten Republik wider aus den Jahren 1870 bis 1939.
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Moulin Rouge
Besonders bekannt und beliebt ist das Moulin Rouge in Paris. Es ist eines der größten Attraktionen des Nachtlebens in Frankreich. Das Varieté steht im Stadtteil Montmartre und erbaut wurde es 1889. Eine rote Mühle befindet sich auf seinem Dach, daher auch die Namensgebung Moulin Rouge. Besondere Bekanntheit erlangte das Moulin Rouge durch die detailliert gestalteten Plakate von „Henri de Toulouse-Lautrec“ und natürlich durch die berühmten Cancan-Tänzerinnen, welche für Furore sorgten!
Das Moulin Rouge liegt inmitten des „Amüsierviertels“ von Paris, daher ist es auch nicht verwunderlich, dass im Laufe der Jahre auch öfters „Anrüchiges“ aufgeführt wurde. Das schadete aber weder der Bekanntheit noch dem Ruf des Varieté. So konnte es sich immer gut mit Kinovorführungen, Operetten und Theaterstücken in Erinnerung behalten. Viele Touristen besuchen das Varieté jährlich, welches 850 Plätze besitzt und viele glauben an den „Mythos Moulin Rouge“.
Vor allem die Tänzerin La Goulue machte das Moulin Rouge zur Zeit des Cancans bekannt. Auch Superstars wie Frank Sinatra oder Maurice Chevalier ließen es sich nicht nehmen und traten im Varieté auf. Im Jahre 2001 machte ein Kinofilm den Mythos Moulin Rouge noch publiker.
Als besonderer Clou gilt die Diner-Show im Moulin Rouge, welche zwar recht teuer ist, aber viel zu bieten hat. Im Anschluss genießt man am besten die aktuelle Show und lässt sich treiben von der Schönheit der Cancan-Tänzerinnen.
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