Wien und seine Sehenswürdigkeiten

Wien erleben

Auf zum Shopping in Wien

Die Metropole an der Donau hat mehr zu bieten, als nur Burgen und den Wiener Prater. Es warten herrliche Einkaufsstraßen auf den Besucher, wie beispielsweise die Kärntnerstraße, welche im Graben endet. Auch die Mariahilferstraße ist eine äußerst beliebte Alternative, um in Wien einkaufen zu gehen. In den meisten Fällen sind die Einkaufsstraßen Wiens sehr gut durch ihre Fußgängerzonen erschlossen. Vom Karlsplatz aus erreicht man den berühmten Naschmarkt. Damals, zur Zeit des Ersten Weltkrieges, war er nur provisorisch angelegt. Seinen Namen trägt er nicht aus dem Grund, weil er etwas mit Süßigkeiten zu tun hat, sondern das hat jene Bewandtnis, dass man früher die Eimer für Milch so nannte. Auf diesem Markt erhält man allerdings nicht Süßes, sondern vorwiegend gesunde Sachen, wie Obst und Gemüse aus frischer Hand, sowie spezielle Weine mit besonderer Herkunft. Auch frische Kräuter zählen zum Angebot.

Die Stadt erleben, wie sie wirklich ist

Wien
Wien
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Norbert-Svojtka

In Wien ist es einfach, mit der U-Bahn von A nach B zu reisen. Immerhin ist das Parken mit dem eigenen Pkw sehr teuer und tägliche Verkehrsstaus erschweren das Fahren. Gleichzeitig stellt der Flohmarkt eine andere Variante des Angebotes für die Besucher dar. An der Thaliastraße befindet sich der Brunnenmarkt. Was wäre Wien ohne seine Kaffeehäuser und dessen Traditionen? In Wien sitzt man nicht in einem Café, um nur den Kaffee alleine binnen weniger Minuten zu trinken, sondern man verrichtet dort auch oft seine Arbeit aus dem Büro oder der typische Wiener Schmäh läuft einfach dahin. Die Wiener Melange sollte man währenddessen unbedingt kosten. Dazu passt der traditionelle Apfelstrudel mit original gezogenem Strudelteig oder echte Buchteln. Wer nicht weiß, was ein Guglhupf ist, hat hier zum ersten Mal in seinem Leben Gelegenheit dazu, diesen zu erleben.

Geheimtipps, die man in Wien gesehen haben sollte

Schloss Belvedere in Wien
Schloss Belvedere in Wien
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Didi01

Wenn man nach Wien kommt, sollte man wissen, was ein Beisl ist. Hauptsächlich versteht man darunter einen Familienbetrieb, welcher sich in der Vorstadt befindet. In den Heurigen der Umgebung kann man das eine oder andere feine Tröpfchen Wein verkosten. In Wien gilt, sowie im gesamten Österreich, der Euro als Zahlungsmittel. Will man eine Strecke zurücklegen, so sollte man aber auf das Taxi verzichten, wenn man auf das Geld schauen muss. Denn immerhin muss man für eine kurze Fahrt schon 10 bis 15 € einkalkulieren. Wien ist sehr gut durch Euro-Cityverbindungen und viele anderen Linien und Zügen erschlossen. Zahlreiche Buslinien durchkreuzen im Minutentakt die Straßen. Übrigens lautet die Vorwahl für Telefonate nach Österreich 0043. Will man Wien bei Nacht erleben, so gilt es, ständig aktuell zu sein. Immerhin wechseln sich die angesagten Plätze in ständigem Wandel ab. Aber die Stadt bietet genügend Szenelokale für jeden Geschmack. Kommt man das erste Mal nach Wien und möchte die Nacht richtig erleben, so empfiehlt es sich, einen Abstecher in das Bermudadreieck zu machen. Ein sehr interessantes Ausflugsziel ist zum Beispiel die Donauinsel, auf welcher das jährliche Donauinsel-Fest stattfindet.

nach oben

Wiens Sehenswürdigkeiten ganz kurz

Wien auf die schnelle Art kennenlernen

Um Wien wirklich gut kennenzulernen, sollte man sich zu aller Anfang mit den Wienern auseinandersetzen. Dabei ist es naheliegend, die Straßenbahn zu benützen. Dem Besucher zeigt sich als aller erstes das Prachtbild der Bauten von der berühmten Donaumonarchie. Begonnen bei der bekannten Staatsoper von Wien, setzt sich eine interessante Rundfahrt beim Burgtheater fort. Es lohnt sich, die Straßenbahn immer wieder einmal zwischendurch zu verlassen, um sich einige bessere Eindrücke zu verschaffen. Dabei ist es ratsam, eine Tageskarte zu lösen, wenn man mit der Straßenbahn unterwegs ist. Somit ist man individuell unterwegs und kann mit der Straßenbahn quasi im Kreis fahren. Im Anschluss dazu empfiehlt es sich, die höfische Seite Wiens kennenzulernen. Der erste Bezirk von Wien verschafft dem Besucher den besten Eindruck, um die ersten Impressionen zu bekommen und ist gleich zu Beginn an ein Höhepunkt.

Wie in früheren Zeiten

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf steht an der Mariahilfer Straße. Vor der Kirche erinnert ein Denkmal an Joseph Haydn
Die Wallfahrtskirche Maria Hilf steht an der Mariahilfer
Straße. Vor der Kirche erinnert ein Denkmal an Joseph Haydn
Quelle: pixelio.de        Fotograf: raruera

In den schmalen und engen Gassen fühlt man sich wie in das Mittelalter zurückversetzt. Es erwarten den Fußgänger enge Winkel und schmale Straßen, die zumeist am Stephansdom enden. Was dem einen hier am Tage noch ein wunderschönes Motiv für die Fotografie bietet, lockt den anderen in der Nacht für die lautere Szene an. Wien und seine Sezession während des Jugendstils sind vor allem doch Otto Wagner und Klimt geprägt. Keinesfalls sollte man das schönste WC auf der ganzen Welt verpassen und sich am Wiener Graben das "Klo im Jugendstil" ansehen. Auch die proletarischen Gebiete von Wien haben ihre schönen Seiten, denn nur auf diese Weise kann der Besucher erfahren, wie die echten Zinskasernen wirklich aussehen und auf das echte, alltägliche Wien treffen.

Die Karl-Marx-Hofstraße ist das beste Beispiel, was die Politik der Kommunalisten und Sozialdemokraten während der Zwischenkriegszeit in Wien widerspiegelt. Als sich der Eiserne Vorhang öffnete und der Osten frei wurde, begann ein bitterlicher Wettkampf mit dem Osten, vor allem mit den Städten Budapest und Prag. Um dem entgegenzutreten, glänzte Wien durch seine Groß-Objekte, wie beispielsweise die UNO-City sowie durch das neue Konferenzzentrum. Wer auf der Suche nach einer erholsamen Pause im Grünen ist, sollte nach Lobau in Wien fahren. Hält man sich in Wien auf, kommt man nicht darum herum, einen Abstecher nach Grinzing zu machen. Dieser Ort ist vor allem für seine feinen Weine bekannt. Der Zentralfriedhof selbst ist einer der größten Friedhöfe überhaupt.

nach oben

Das Loos Haus

Anfang des 20. Jahrhunderts stärkster Kritikpunkt

Fiaker am Michaelerplatz in Wien
Fiaker am Michaelerplatz in Wien
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Norbert Svojtka

Das Looshaus ist für den Besucher sehr leicht zu finden, da es sich gleich in der Nähe der Hofburg auf dem Michaeler-Platz befindet und man es am besten vom Wiener Ring aus ansteuern kann. Das Looshaus birgt in sich selbst sehr viele Geheimnisse und ist auf den berühmten Herr Adolf Loos aus dem Jahre 1909 zurückzuführen. Das Looshaus ist vor allem sehr geschichtsträchtig, da es seit jeher schon mit der Michaelerkirche und dem Palais Herberstein einhergeht. Übrigens ist das Looshaus das erste und einzige Haus in Wien, welches eine komplett glatte Fassade aufweisen kann und keine Ornamente besitzt. Es gibt weder eine Stuckatur, noch sonstige Verzierungen, was in Wien ein regelrechter Skandal ist.

Das war auch der Grund, warum sich das Stadtbauamt gleich nach Beginn seiner Errichtung im Jahre 1910 dazu entschloss, die Erbauung sofort einzustellen. Niemandem gefiel dieses Wohnhaus, was bei der Gemeinderatssitzung zur Sprache kam. Was nur wenige wissen ist, dass es damals Adolf Loos war, der ganz andere Baupläne eingereicht hatte, als er tatsächlich beim Bau verfolgte. Er wusste schon damals, dass seine tatsächlichen Pläne sofort weggeworfen worden wären, hätte er sie eingereicht. Loos wollte allerdings nicht aufgeben und fuhr damit fort, während des Baustopps immer wieder neue Pläne einzureichen. Immerhin half sein Ehrgeiz etwas, denn das Looshaus wurde fertiggestellt, nachdem sämtliche Beamte davon nur noch genervt waren und nichts mehr davon wissen wollten.

Schon sehr früh sehr modern in seiner Funktionalität

Gleichzeitig hatte es Loos mit seinem Streit erreicht, dass die Öffentlichkeit auf das Ganze aufmerksam wurde und sich mobilisierte. Es waren die ganz normalen Wiener Bürger, die sich fürchterlich darüber aufregten, wie sehr dieser Bau ihre Stadt verschandelte. Dies führte unter anderem zu heißen Diskussionen und Debatten. Böse Zungen behaupteten in den damaligen Zeitungen und Magazinen, dass das Haus von Loos eher einem Speicher für Korn oder einem Kanalgitterhaus entsprach. Grundsätzlich hatte Loos stets das Ziel, einen Bau aus reiner Funktionalität heraus zu errichten. Schon damals hatte er den Gedanken, Räume variabel nutzen zu können und moderne Funktionalitäten einzubauen.

Der große Nachteil dieser Innenausstattung ist allerdings, dass sie zumeist nur einem Zweck dienen. Wechselt das Haus also seinen Besitzer und der neue Mieter hat eine komplett andere Branche und andere Absichten, was die Inneneinrichtung und dessen Funktionalitäten betrifft, so stößt dieser bald an seine Grenzen, was das Gebäude im Innenraum betrifft. Heute befindet sich im Looshaus ein Bankinstitut. Nach wie vor verfügen die Fenster über keinen einzigen Giebel und die Blumenkästen sehen dementsprechend schlimm aus. Neben dem Looshaus erschuf Adolf Loos auch das Bauwerk der Kärntner Bar in Wien und viele andere bekannte Bauten.

nach oben

Das Hundertwasserhaus

Hundertwasserhaus in Wien
Hundertwasserhaus in Wien
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Strowa

Ganz in der Nähe von der Hetzgasse liegt das Hundertwasserhaus und es befindet sich konkret in der Weißgerbergstr. Nummer 13. Es zählt zu jenen Sehenswürdigkeiten Wiens, die neben Schönbrunn und der Hofburg am meisten besucht werden. Im Grunde ist das Hundertwasserhaus gleichzeitig ein Wohnhaus, in welchem sich insgesamt 52 Parteien befinden. Allerdings fühlt man sich als Einwohner im Hundertwasserhaus nicht wirklich wie ein normaler Wiener Bürger, sondern eher wie ein Vogel, ausgestellt in einem goldenen Käfig. Hauptsächlich ist das Hundertwasserhaus durch seine drei Hauptmerkmale bekannt.

Jeder Wohnung seine Farbe

Zuallererst besticht es durch seinen bunten Fassadenreichtum. Das Erste, das einem Beobachter von außen auffällt, ist, dass jede Wohnung ihre eigene Farbe hat. So weiß jeder ganz genau, wie groß oder wie klein die Wohnungen sind und wie ihre Grenzen verlaufen. Man erkennt sofort, dass es sehr viele Maisonetten gibt. Unter einer Maisonette versteht man eine Wohnung, die sich über mehrere Etagen, meistens sind es zwei, erstreckt.

Nichts soll linear und gerade bleiben

Das zweite Merkmal vom Hundertwasserhaus ist, dass das Motto des Meisters lautete, dass gerade Linien gottlos wären. Gegen alle Dinge, die linear oder eben waren, hatte Hundertwasser eine große Abneigung. Er machte nicht einmal vor dem Platz des Hauses halt und gestaltete diesen schief liegend. Der Grund seiner These war, dass man in der ursprünglichen Schöpfung ebenfalls keine geraden und ebenen Linien finden kann und schon gar nicht welche, die im exakten Winkel zueinanderstehen. Seiner Meinung nach ist es immer der Mensch, der alles in Formen presst und nichts an seinem Platz lässt, wie es eigentlich sein soll und es folglich an seiner eigenen, reinen Schönheit verliert. Rund um das Hundertwasserhaus gibt es Zierbänder, welche das Haus ähnlich wie ein Strauß voller Blumen zusammenhalten, doch auch diese sind nicht linear. Ganz speziell ist auch der Brunnen, welcher mit den unterschiedlichen Tierkreiszeichen durch willkürlich angelegte Fliesen mit Signatur des Handwerkers gestaltet ist. Es war übrigens volle Absicht von Hundertwasser, dass er beim Bau seines Werkes auf die alte Bauweise mit reinem Ziegeln zurückgriff.

Zum Dritten ist das Hundertwasserhaus einzigartig in seiner Dachgestaltung. Sieht man genauer hin, so kann man erkennen, dass das Dach nicht eine Einheit, sondern eine abwechselnde Dachterrassenlandschaft ist. Dabei hat sich Hundertwasser an den Gärten der Semiramis orientiert. Immer wieder musste sich Hundertwasser gegen böse Zungen und Kritiker durchsetzen, welche behaupteten, dass er keinen eigenen, reinen Baustil hatte, sondern sich nur an den unterschiedlichen Epochen der Geschichte orientierte und diese kopierte.

nach oben

Von der Staatsoper bis zum Burgtor

Der Wiener Ring als Bühne der Welt und seine Staatsoper

Die Wiener Ringstraße ist, wie es der Name schon vermuten lässt, eine Straße, die kreisförmig verläuft und einen der besten Einblicke in die historischen Bauwerke der Hauptstadt bietet. Insgesamt ist der Wiener Ring 5,2 Kilometer lang und sie besteht bereits seit dem 13. Jahrhundert. Fährt man auf dem Wiener Ring entlang, so befindet sich die Staatsoper als größte Bühne Europas auf der rechten Seite. Insgesamt finden 2.209 Zuschauer in der Staatsoper Platz. Berühmtheiten wie Richard Strauss oder Herbert von Karajan und weitere berühmte Dirigenten erlangten dort Weltruhm. Errichtet wurde die Staatsoper im Baustil der Hochrenaissance.

Wiener Oper
Wiener Oper
Quelle: pixelio.de        Fotograf: schremma

Im Jahr 1889 eröffnete man die Staatsoper mit der Aufführung des Don Giovanni. Anfangs noch mit Skepsis von den Einwohnern Wiens betrachtet, begann man nach und nach die Staatsoper mit Denkmälern an Berühmtheiten zu schmücken. So befindet sich beispielsweise ein Denkmal zu Ehren von Goethe seit 1900 am Eingang. Gleichzeitig kann man das Andenken an Friedrich Schiller dort betrachten. Übrigens gibt die Wiener Staatsoper eine eigene Zeitschrift mit dem Namen "Der Neue Merker" heraus, die es auch im Internet online zu lesen gibt. Die Homepage verzeichnet wöchentlich bis zu 10.000 Besucher aus aller Welt. Der Wiener Opernball findet jedes Jahr zur Faschingszeit in der Staatsoper statt.

Eros und Psyche
Eros und Psyche
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Templermeister

Das Burgtor als Andenken an den Krieg gegen Napoleon

Die Hofburg wurde, wie es ihr Name schon sagt, vom wirklichen und waren Hofe geprägt und liegt ebenfalls an der Ringstraße in Wien. Dazu gehört das bekannte Burgtor aus dem Jahr 1821. Das Burgtor zeugt demonstrativ von dem erfolgreichen Krieg gegen Napoleon und der Schlacht in Leipzig. Am Eingang selbst befindet sich ein Andenken an jene Kriegshelden, welche im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Dieses kann man im entferntesten mit dem Denkmal des unbekannten Soldaten in Paris vergleichen. Die Hofburg ist erreichbar, indem man das Burgtor passiert. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert begonnen und war erst im 20. Jahrhundert wirklich fertig. Dies war ebenfalls die Zeit, als die Habsburger herrschten und dort residierten. Die Neue Hofburg befindet sich in direktem Anschluss. Der Besucher findet darin das Museum für Völkerkunde und auch zum Teil das kunsthistorische Museum Wiens.


nach oben

Vom Heldenplatz bis zum naturhistorischen und kunsthistorischen Museum

Der Heldenplatz und seine Erinnerungen

Der Heldenplatz ist insofern bekannt, weil es damals Adolf Hitler war, der vor 70.000 Hörern und Zusehern seine weltweit bekannte Ansprache vom 14. März 1938 hielt. Damals verbreitete er die Milderung, dass sein Heimatland in das Großdeutsche Reich heimgekehrt wäre. Der Heldenplatz war im Jahr 1993 wieder in aller Munde, als er als Schauplatz für die große Demonstration des Lichtermeeres galt. Immer wieder gibt es dort Auseinandersetzungen zwischen Ausländern und den Ländern beziehungsweise der Politik in diesem Sinne. Ursprünglich war es Kaiser Franz Josef der Erste, der den Burgplatz der Hofburg als Teil des Forums des Kaisers konzipierte. Den Namen erhielt der Platz aufgrund der 2 Denkmäler, welche 2 Reiter darstellen vom Architekten Fernkorn stammen.

Das Ur-Motiv des Reiters mit seinem Pferd bildet das "Schlachtenbild" von Kraffts. Der Ballhausplatz ist mit dem Heldenplatz verbunden. Er liegt zwischen dem Bundeskanzleramt und dem Leopoldinischem Trakt. Jährlich findet eine Werbeveranstaltung am 25. Oktober durch das Bundesheer am Heldenplatz statt. Das Bundeskanzleramt ist der Amtssitz des österreichischen Bundeskanzlers. Es ist vor allem das Zentrum sämtlicher Koordinationen an regierungspolitischen Aktionen und trägt gleichzeitig Verantwortung über die Verfassung Österreichs. Insgesamt ist es in 10 unterschiedliche Sektionen unterteilt. Errichtet wurde das Bundeskanzleramt im Jahr 1717 von Johann Lukas von Hildebrandt. Es war die Tagungsstätte des geschichtsträchtigen Wiener Kongresses im Jahr 1814 bzw. 1815. Nebenbei galt es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Hauptsitz des Wiener Außenministeriums.

Naturhistorische und kunsthistorische Museum

Weitere zwei wichtige Punkte an der Wiener Ringstraße sind das naturhistorische und das kunsthistorische Museum. Den höchsten Punkt auf dem naturhistorischen Museum stellt eine Statue des Sonnengottes Helios dar, während man auf dem Dach vom kunsthistorischen Museum ein Andenken an Athene bewundern kann. Zwischen den beiden wichtigen Museen befindet sich die Statue von Maria Theresia. Diese galt schon zu ihren Lebzeiten als eine der wichtigsten Persönlichkeiten als Kaiserin von Österreich. Die Architektur entspricht der Zeit der Renaissance. Der Großteil der Sammlung besteht aus Stücken der Habsburger Monarchie.

nach oben

Vom Parlament bis zum Franz Josefs Kai

Das Wiener Parlament in seiner Pracht

Wiener Parlament
Wiener-Parlament mit Athene
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Hans-Peter Kainz

Das Gebäude des Parlaments in Wien ist vorrangig durch die Säulen der Jungfrauen geprägt, welche in hellenistischem Stil erbaut wurden. Der Grund dafür, dass sich die Architekten für diesen Baustil entschieden, war, dass diese ihren Ursprung in der Wiege der Demokratie Griechenlands haben. Genaue Beobachter werden erkennen, dass es immer wieder Parallelen zur Akropolis in Griechenland gibt. Gleich im Anschluss zum Eingang befindet sich im Parlament das Parthenon. Darin befinden sich die 2 runden Theater, welche einer neuen Interpretation des antiken Baustils entsprechen, vor allem, was die großen Sitzungsräume im Parlament betrifft. Leider ist von diesen Sitzungssälen nur noch einer übrig, weil das Gegenstück im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das erste, was dem Besucher auffällt, ist, dass die Pallas Athene sich direkt im Vordergrund des Parlaments befindet. Der geschichtliche Hintergrund besagt, dass die Darstellung jenen Gedanken verwirklicht, dass sich Athene nicht in das Gebäude traut. Nur wenige wissen, dass dieselbe Statue ursprünglich die Akropolis verzierte.

Entlang des Franz Josefs Kais schlendern

Passiert man die berühmte Börse und kehrt um, vorbei am Ringsturm, so gelangt man zum Franz Josef Kai. Die Kirche Sankt Rupprecht ist nachweislich die älteste Kirche in der Hauptstadt. Bereits um 700 erbaut, ist sie älter als die Epoche der Karolinger. Allerdings kann man im Grunde laut schriftlichen Belegen das Alter nur bis zum Jahr 1161 zurückverfolgen. In der damaligen Zeit befand sich die Kirche noch auf einem Hügel, an welchem ein Nebenfluss der Donau lag. Heute bezeichnet man diesen Seitenfluss als Donaukanal, welcher der Ursprung der ersten Entwicklungen der Stadt entspricht. Spaziert man an der Kirche vorbei, so gelangt man zum Bermudadreieck.

Das Szenenviertel im Bermudadreieck

Das Bermudadreieck ist ein Viertel, welches aus unterschiedlichsten Lokalen und Szene-Pubs besteht. Die Namen trägt es, weil es zu aller Anfang an wirklich angeordnet war wie ein Dreieck. Gleichzeitig hat der Name einen äußerst zynischen Beigeschmack, weil es heißt, dass dort schon so mancher Piefke verschollenen ging. Das Besondere am Bermudadreieck ist, dass es dort nur Lokale gibt, die man sonst nirgends findet. Meist befinden sie sich in einem Gewölbe, welches an das Mittelalter erinnert und ein Gast ist in seinem Freiraum äußerst eingeschränkt, weil nicht genügend Platz vorhanden ist. Darum kann man die Lokale im Bermudadreieck nicht wirklich als Restaurants bezeichnen, sondern eher als Treffpunkte für die Szene. Hauptsächlich dienen sie aber rein nur zum Zwecke der Touristen beziehungsweise Besucher dieser Art. Sind die Gewölbe nicht original, so wurde in vielen Fällen auch künstlich nachgeholfen, um diese besondere Atmosphäre zu erzeugen. So verwendet man unter anderem nachgemachte Rippen aus Holz, um das besondere Flair nachzuahmen.

nach oben

Das Rathaus und das Burgtheater

Das Rathaus in Wien

Das Rathaus in Wien
Das Rathaus in Wien
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Adolf Riess

Das Rathaus befindet sich am Wiener Ring und ist nur wenige Meter vom Rathauspark entfernt. Es ist im Baustil des Neugotischen errichtet und liegt Friedrich von Schmidt zugrunde. Er verwirklichte durch den Bau vor allem jenes Motto: "Saxa loquuntur – Steine sprechen". Vorbild für die Erbauung des Rathauses war das Rathaus in Brüssel, denn der Aufbau erfolgte nach genau dem gleichen Konzept. Insgesamt verfügt der Turm über eine Höhe von 97,30 Metern und auf seiner Spitze ragt der Hausmann aus Eisen, welcher eine Höhe von 3,49 m aufweist. Umgerechnet trägt er Schuhe in einer Größe von 84. Zählt man die Lanze des Hausmannes dazu, so ist er sogar fünfeinhalb Meter hoch. Wenige Leute wissen, dass das Rathaus in Zeiten der Habsburger Monarchie zum zweithöchsten Bau in Wien wurde.

Das Burgtheater von Gottfried Semper

Das weltbekannte Burgtheater liegt auf der anderen Seite. Sein Bau dauerte von 1872-1883 und es wurde von Gottfried Semper entworfen. Ebenfalls galt die Renaissance Italiens als Vorbild. Die gesamte Länge vom Burgtheater ist 106 und 30,50 m und ragt 42,50 m in die Höhe. Der Saal für die Zuschauer bietet 1.310 Plätze, um zu sitzen und 210 Plätze, um zu stehen. Ein Großteil des Theaters musste am 12. April 1945 stark unter dem zerstörerischen Ende des Zweiten Weltkrieges leiden. Immerhin kam diese Tatsache den Prophezeiungen des ursprünglichen Architekten gleich, denn zu Anfang hatte er vorausgesagt, dass man nach einer Zeitspanne von 60 Jahren das Theater entweder restaurieren müsste oder es würde ohnehin zerstört werden.

Die Universität von Wien

Folgt man dem Park am Rathaus, so gelangt man an die Universität von Wien. Diese hat denselben Baustil wie das Burgtheater und ist eine der ältesten Universitäten überhaupt, denn die Universität wurde im Jahr 1365 in Auftrag gegeben, um gebaut zu werden und zwar von Rudolf dem Stifter, welcher zu den Babenbergern gehörte. Hinter der Uni befindet sich die Votivkirche, welche zu aller Anfang als die höchste Kirche laut Verordnung gelten sollte. Die Wiener waren klar dafür, dass sie als dominanter Teil mit 136,50 Metern den höchsten Bau der Stadt darstellen sollte. Der Grund dafür war, dass man damals im Jahr 1853 ein Attentat auf den Kaiser Franz Joseph den Ersten beging. Glücklicherweise überstand der Kaiser das Attentat, weil er von einem Herrn namens Ettenreich, der aus Beruf Metzger war, gerettet wurde. Daraufhin erhob man ihn in den Stand der Adeligen. Derjenige, welcher das Attentat an den Kaiser gewagt hatte, wurde hingerichtet. Noch heute gibt es viele Gedichte und Gesänge über die Hinrichtung auf der Simmeringer Heide.

nach oben

Das berühmte Ringstraßenpalais

Jedem Stand seine Wohnung

Das Ringstraßenpalais ist eine Art bürgerliches Mietshaus. Ursprünglich war es dafür gedacht, den Adeligen eine Herberge zu bieten, welche ihrem gehobenen Stil entsprach. Durchschreitet man das Portal, so kommt man zum Vestibül und kann seinen Besuch durch die wunderschönen Treppen, welche bis in den ersten Stock führen, fortsetzen. Dort kann man besichtigen, wie damals der Hausherr hauste. Der riesengroße Wohnbereich umfasste im Jahr 1870 bereits sehr viele Wohnräume: ein Vorzimmer mit 27 m², einen Saal für den Empfang mit 64 m², einen Tanzsaal mit 80 m², einen Wintergarten mit 30 m², einen Speisesaal mit 64 m², und ein Spielzimmer mit 47 m². Dabei sind die privaten Gemächer noch gar nicht inkludiert. Die Räume im Erdgeschoss waren für die Bediensteten vorgesehen. Dort befanden sich die Küche und der Salon.

Die Fassaden zogen die Grenzen

Die dritte, vierte, und fünfte Etage waren nur für die Vermietung gedacht. Je nachdem, welchem Stand die Mieter entsprachen, so wurden die jeweiligen Räume zugeteilt. Nach wie vor kann man anhand der Fassade von außen erkennen, wie man in jener Zeit soziale Unterschiede machte. So kann der Beobachter sehen, dass er alleine schon von der Außenwand und anhand der Fassade sagen kann, was den Unterschied der Mieter vom ersten zum dritten Stockwerk betrifft.

Traurige Erinnerungen an den Morzinplatz und das ehemalige Hotel Metropol

Setzt man seinen Spaziergang über den Franz Josef Kai fort, so gelangt man zum Morzinplatz. An diesem Platz befand sich bis zum Jahr 1945, als der Zweite Weltkrieg endete, das Hotel "Metropoll". Es wurde durch eine Bombe zerstört und birgt traurige Erinnerungen an die Gestapo während des Zweiten Weltkrieges. Die Gestapo galt früher als Vertretung des Nationalsozialismus und bezog konkret im März des Jahres 1938 das damalige Hotel "Metropol", welches auf dem Morzinplatz errichtet war. Die direkt anschließende Salztorgasse verbarg den Eingang, durch welchen man die Häftlinge einschleuste. Das Gefängnis der Gestapo lag im Kellergeschoss des Gebäudes. Das Metropol wurde in dieser Zeit dazu benutzt, um viele Menschen bzw. Einwohner Wiens zu foltern beziehungsweise zu ermorden. Nur 200 m weiter von diesem Platz befindet sich der Schwedenplatz. Wer gerne Jazz und Blues mag, kann das Jazzland am Franz-Josef-Kai besuchen.

nach oben

Ein Spaziergang vom Schwedenplatz bis zum Heiligen Kreuzerhof

Die echte Szene in Wien erleben

Um die wirkliche City von Wien zu erleben, beginnt man am besten mit dem Schweden-Platz und schlägt sich bis zum heiligen Kreuzerhof durch. Nirgendwo anders kann man die Szene Wiens derartig gut erleben. Um die Altstadt Wiens kennenzulernen, durchschreitet man den Hafnerseig und begibt sich anschließend in die Griechengasse. Hier steht man mitten in engen Winkeln und Gassen im typischen wienerischen Flair, das eine für Wien perfekte Atmosphäre ergibt. Nun hat man Gelegenheit, den lieben Augustin und dessen Ruf kennenzulernen.

Wiener Volksheld "Der liebe Augustin"

Der Liebe Augustin ist der Volksheld von Wien und wohl der berühmteste Musiker mit Dudelsack. Es lohnt sich, ein paar Centstücke in das Kanalgitter zu werfen, damit einem das Glück hold bleibt. Ganz nach dem Motto: "Lieber Augustin, alles ist hin" kann man auf den Spuren der typischen Wiener Bevölkerung wandern und gleichzeitig den echten Lebensstil von Wien erleben. Klettert man anschließend das enge Stiegenhaus hinauf, so kann man originale Kugeln aus der Belagerung der damaligen Türken bewundern. Diese stecken seit dem Jahr 1529 immer noch in der Mauer. In der zweiten und der dritten Etage erhält der Besucher einen einzigartigen Blick auf das Innenleben des Pawlatschenhofes. Übrigens bedeutet das Wort Pawlatsche einen Gang, der sich zu einem Hof hin erschließt. Anschließend kommt man bei seinem Spaziergang durch die Gassen am Fleischmarkt vorbei und steht folglich vor der griechischen Kirche.

Hat man Interesse an einer direkten Führung, so muss man nicht lange darauf warten, um diese nach wenigen Minuten mit ein paar Euromünzen zu entlohnen. Ein Zwischenstopp beim "Erdinger" ist auf jeden Fall die Sache wert, weil man dort in einzigartigem Ambiente den sogenannten "Schanigarten" kennenlernen kann. Einen besonders guten Ruf hat das "Erdinger" aufgrund seiner speziellen Rindfleischzubereitung. Möchte man wissen, wie ein originaler Tafelspitz schmeckt, dann ist man dort an der richtigen Adresse. Anschließend passiert man die Grashofgasse und findet sich im Heiligen Kreuzerhof wieder, den es schon seit 1201 gibt. Vor allem ist er an seinen Außenfassaden durch die Zeit der Babenberger stark geprägt.

Ein Stück Griechenland in Wien

Das Griechenbeisl ist in jedem Fall einen Abstecher wert, doch wer glaubt, dass dieses kleine Restaurant etwas mit griechischem Essen zu tun hat, der irrt. Der Grund für den Namen des Restaurants ist nur, dass es früher der Fall war, dass sich griechische Händler dort niedergelassen hatten. Heute kann man dort den besten Zwiebelrostbraten verkosten. Gleichzeitig ist das Griechenbeisl die älteste Gaststätte in ganz Wien und besteht bereits seit 1447. Es habe dort schon Nestroy und Raimund getrunken und gespeist.

nach oben

Die Schönlaterngasse und das Basiliskenhaus

Eine Laterne prägt die Straße

Den Namen hat die Gasse wegen der Laterne, die sich am Haus mit der Nummer sechs befindet. Die echte Laterne hängt original allerdings im Museum. Das Basiliskenhaus besteht bereits seit 1212 und lässt ein spezielles Wesen, welches zur Hälfte aus einem Hahn und zur anderen Hälfte aus einer Kröte besteht, bewundern. Der Sage nach saß dieses Untier in früheren Zeiten in einem Brunnen und verbreitete seine giftigen Dämpfe in der Umgebung. Es kam aus einem Ei herausgekrochen, das ein Hahn gelegt und anschließend eine Kröte ausgebrütet hatte.

Schenkt man Erzählungen aus früheren Zeiten glauben, so fielen alle Leute tot um, die es wagten, in diesen Schacht hineinzusehen. Die einzige Möglichkeit, das Untier zur Strecke zu bringen war, ihm einen Spiegel vor die Nase zu halten. Würde es folglich sein eigenes, grässliches Abbild sehen, dann heißt es, wäre der schnelle Tod die Folge. Obwohl die Wiener alternativ den Brunnenschacht mit Steinen befüllten, um vor dem Basilisken sicher zu sein, gab es trotzdem immer wieder Tote, die alleine an dem fürchterlichen Gestank starben. Nur wenige Meter weiter findet man das gleichnamige Restaurant.

Die alte Schmiede im Original

Die alte Schmiede befindet sich gleich neben dem Brunnen. Dort hat man zum ersten Mal in die Möglichkeit, eine echte, uralte Schmiede im Herzen Wiens zu bestaunen. Gleichzeitig findet der Besucher im Gebäude ein Zentrum, in welchem oft Vorlesungen stattfinden. Die Sonnenfelsgasse bietet sowohl etwas für Frühaufsteher, als auch für jene, die gerne nachts unterwegs sind, denn diese Straße schläft niemals. Hier findet man eine große Menge an Lokalen der dortigen typischen Szene und es treffen die verschiedensten Schichten aufeinander.

Angrenzend dazu befindet sich die Bäckerstraße, welche, wie es ihr Name schon vermuten lässt, eine große Auswahl an Kaffees des typischen alten Wiens anbietet. Im Innenhof der Bäckerstraße kann man noch Überbleibsel der früheren Stallungen bestaunen. Man bekommt einen Eindruck davon, wie es noch vor 100 Jahren hier aussah. Das "Lugeck" und das "Figlmüller" bieten weitere Sehenswürdigkeiten, die man sich wirklich ansehen sollte. Immerhin kann man dort angeblich das beste Schnitzel der ganzen Stadt verkosten. Hat man einen leeren Magen, so knurrt dieser nicht mehr lange, denn kaum woanders findet man eine derartig große Auswahl an verführerischen Restaurants mit typischen Wiener Menüs.

nach oben

Der Stephansdom

Das echte Wahrzeichen Wiens

Stephansdom
Wiener Stephansdom
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Didi01

Der Stephansdom ist das absolute Wahrzeichen der Hauptstadt Österreichs und wird von den Einwohnern meistens nur als der "Steffl" benannt. Insgesamt hat er eine Höhe von 136,50 m und ist bereits von weiter Ferne erkennbar. Bevor man ihn errichtete, befand sich an derselben Stelle eine romanische Basilika. Diese fiel allerdings einem Brand zum Opfer und daraufhin wurde im Jahr 1359 der Bau für den Stephansdom begonnen. Man errichtete diesen im gotischen Stil, der bis heute seine Besucher verblüfft. Erst im Jahr 1443 setzte sich der Bau des südlichen Turmes unter dem Baumeister Hans Puchsbaum fort. Noch länger dauerte die Ausweitung im Norden mit seinem Turm, denn dieser wurde erst im Jahr 1511 vollendet.

Allerdings war es nicht möglich, den Wünschen des Architekten nachzukommen und den Turm genauso hoch zu machen wie den anderen. Dafür allerdings wurde er im Jahr 1556 mit einer Haube aus Kupfer verziert. Im nördlichen Turm des Stephansdoms befindet sich eine der berühmtesten Glocken überhaupt: die Pummerin. Der Besucher kann mithilfe eines Liftes dort hinaufgelangen und muss dafür vier Euro bezahlen. Das Besondere an dieser Glocke ist neben der Größe, dass sie nur zu speziellen Angelegenheiten läutet. Der Hintergrund der Glocke ist, dass man sie aus speziellem Material fertigte, und zwar bestand sie aus den Kanonen der Türken aus dem Jahr 1683. Unglücklicherweise fiel die Glocke dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1945 zum Opfer, als der Stephansdom brannte und sie zerschellte. Immerhin wurde die Ersatzglocke, welche ein Gewicht von 21 t und einen Durchmesser von 314 cm aufweist im Jahr 1952 als Ersatz wieder aufgehängt.

Dach des Stephansdoms
Dach des Stephansdoms
Quelle: pixelio.de        Fotograf: C.Falk

Es ist natürlich auch möglich, den südlichen Turm des Stephansdoms zu besuchen. Dafür muss man 343 Stufen erklimmen und gerät anschließend in die Türmerstube. Es gibt sonst kaum einen Ausblick, der diesen übertrumpfen könnte, denn von hier aus erlebt man die beste Aussicht über sämtliche Gassen und Dächer von Wien. Insgesamt hat der Stephansdom eine Fläche von 3.500 m² und besteht aus einer dreiteiligen Anlage. Die Pilgramkanzel befindet sich im linken Teil des Stephansdoms. Sie ist mit Symbolen verziert, wie beispielsweise Schlangen und Eidechsen, welche das Böse verkörpern. Auch ein Hund ist darauf verewigt, der für das Gute steht.

Als der Bauermeister Pilgram damals sein Porträt von sich selbst anfertigte, beschloss man, den berühmten "Fenstergucker" an der Kanzel anzubringen. An der rechten Seite des Domes liegt der Kaiser Friedrich III begraben. Sein Grab besteht aus rotem Marmor und weist eine Länge von 6,10 m und einer Breite von dreieinhalb Metern auf. Jeder Besucher kann den Sarkophag besichtigen, welcher auf einem Sockel aufgebahrt ist. Dieser Sockel ist mit unterschiedlichen Tieren verziert. Auf der Platte selbst befindet sich die Figur von Friedrich. Darauf ist er mit dem Reichsapfel, seinem Schwert und dem Spruch "Alles Erdreich ist Österreich Untertan" verewigt. Von hier aus geht es hinunter in die Katakomben, in welchen man die letzten Reste und Überbleibsel des Friedhofs besichtigen kann, welcher zuvor vor langer Zeit ganz in der Nähe des Stephansdoms lag. Gleichzeitig bilden die Katakomben die Gruft der Herzöge und man kann viele Urnen aus Kupfer, welche sämtliche Angehörigen der Kaiserfamilie beherbergen, besichtigen.

nach oben

Vom Graben bis zur Hofburg

Die Blutgasse und die Hugenotten

Für diese interessante Runde beginnt man seinen Spaziergang an der Domgasse und trifft gleich darauf auf das Mozarthaus. Hier kann man sich ansehen, wie Mozart damals gewohnt und gelebt hat, weil seine ehemaligen Wohnräume heute als Museum zu besichtigen sind. Der Besucher bekommt einen Eindruck vom Lebensstil aus dem Jahr 1770. Besonders Anhänger des berühmten Komponisten sollten diese Sehenswürdigkeit nicht verpassen. Weiter geht es mit der Blutgasse, welche ihren Namen daher hat, dass es früher in dieser Gasse sehr viele Morde an Hugenotten gab. Ganz in der Nähe befindet sich die Singerstraße, welche einen perfekten Einblick in die typischen Innenhöfe bietet. Kaum woanders kann man das typische Flair von alten Pflastern mit Kopfstein bestaunen. Besonders der Stil der Gotik ist unverkennbar.

Der Stock-im-Eisen-Platz

Die Pestsäule in der Mitte des Grabens verdankt ihre Entstehung einem Gelübde des Kaisers Leopold I. aus dem Jahr 1679
Die Pestsäule in der Mitte des Grabens verdankt ihre
Entstehung einem Gelübde des Kaisers Leopold I. aus
dem Jahr 1679
Quelle: pixelio.de        Fotograf: raruera

Der Stock-im-Eisen-Platz liegt an der Kärntnerstraße und ist wirklich ein Stock, indem viele Nägel aus Eisen stecken. Früher war es Tradition, dass man im Mittelalter einen Nagel in diesen Stock schlagen musste, wenn man Wien als Handwerker durchquerte. Den originalen Stock kann man im Museum besichtigen. Setzt man seine Reise fort, so trifft man auf das Haas-Haus beziehungsweise das Hollein-Haus, welches einen Konsumtempel darstellt. In seiner Art gleicht es der Stefanskirche. Viele Luxus Boutiquen locken in unmittelbarer Nähe im Wiener Graben zum Einkaufen. Der echte Wiener Graben gleicht einer typischen französischen Straße oder einem typischen französischen Boulevard sehr stark. Man spaziert auf einer breiten Fläche, welche mit sehr vielen aufeinander folgenden Kaffeehäusern gesäumt ist, an denen man einen typischen Wiener Café im Freien genießen kann. Auf den ersten Blick erkennt man, dass es auf den meisten Dächern immer wieder zu Ausbauten kommt, da die Wiener immer mehr versuchen, neuen Wohnraum zu erschließen. Jeder weiß, dass das Wohnen in Wien nicht billig ist.

Befindet man sich am Graben, so ist es unumgänglich, auf die zwei wichtigsten Portale zu verzichten. Zuallererst sollte man sich an das Geschäft von Adolf Loos wenden, wenn man sich für spezielle Herrenausstattung interessiert. Anschließend startet man einem der besten Juweliere, errichtet vom berühmten Architekten Hollein, einen Besuch ab. Vorbei an der Pestsäule kommt man zu den bekannten Klosettanlagen im Jugendstil und endet schließlich in der Naglergasse.

Ein Abstecher in den Esterhazykeller

Der Esterhazykeller liegt am Haarhof und gehört zum Bierhof, welcher wärmstens zu empfehlen ist, wenn man nach einer guten Einkehrmöglichkeit sucht. Das Café Zentral befindet sich in der Herrengasse. Auf dem Michaelerplatz liegt ein Ausgrabungsfeld, welches Funde aus der Zeit der Römer bis hin zum Mittelalter zeigt. Es war der Architekt Hollein, der eine ganze Erlebnislandschaft aus den verschiedenen Stücken zusammenstellte. Das weltbekannte Looshaus befindet sich gleich nebenan.

nach oben

Von der Hofburg bis zum Karlsplatz

Die Habsburger und die Hofburg

Die meisten Leute wissen, dass die Hofburg aus dem Grund derartigen Bekanntheitsgrad erreicht hat, weil sie der ursprüngliche Sitz und die Residenz der Habsburger war. Die Hofburg ist ein gigantischer Bau und besteht aus mehreren Teilen, die keinen Bezug zueinander haben, sondern eher nach ihrem Zweck errichtet wurden. Es war in den jeweiligen Epochen immer Wunsch der Habsburger, sich durch den Ausbau der Hofburg zu verwirklichen, also hat der eigenwillige Bau keinen architektonischen Hintergrund als primäres Bauziel. Der erste Teil besteht aus der Stallburg, welche sich an der Reitschulgasse befindet. Heute findet der Besucher in dieser Gasse die berühmte spanische Reitschule beziehungsweise die Stallungen dieser Pferde.

Wiener Hofburg
Wiener Hofburg
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Templermeister

Nur wenige Meter weiter befindet sich der Josefsplatz, an welchem der Besucher gleichzeitig das Denkmal von Kaiser Josef dem Zweiten findet. Ist man an Anhänger von Bibliotheken, so lohnt es sich, der Nationalbibliothek einen Besuch abzustatten. Die Redoutensäle bilden ein nettes Motiv für Urlaubsfotos. Durch einen kleinen Durchgang gelangt man zur Burgkapelle beziehungsweise zu ihrem Überbleibsel, auch Apsis genannt. Der Schweizerhof wurde bereits als erster Teil im Jahr 1279 erbaut und diente ursprünglich zur Abwehr. Die Fassade entstand erst anschließend im Jahr 1547, zu welcher auch das Schweizer Tor gehört.

Den inneren Burghof erreicht man, indem man das Schweizer Tor durchschreitet. Dort liegt der Reichskanzlei-Trakt sowie der Leopoldinische Bau. Links davon befindet sich die neue Hofburg, welche als eines der jüngsten Teile erst im Jahr 1913 vollendet wurde. Die Nationalbibliothek Österreichs befindet sich in der neuen Hofburg. Die Grenze zur Ringstraße stellt das Burgtor dar. Wer kennt sie nicht, die Filme von Kaiserin Sisi? Im Jahr 2004 wurde das Sisi-Museum am Michaelerplatz errichtet und stellt persönliche Stücke der Kaiserin aus. Der Eintritt für das Museum kostet 9,90 €.

Der Karlsplatz als wichtigster Knotenpunkt

Der Karlsplatz ist ein wichtiger Knotenpunkt von Wien und bietet im Westen die berühmte Kunsthalle. Im Süden befindet sich die Technische Universität von Wien, welche am Eingang mit einer großen Eule, die an die griechische Göttin Pallas Athene erinnert, begrüßt. Das Kaffeehaus Resselpark liegt im gleichnamigen Park und bietet einzigartiges Flair. Die Karlskirche lässt sich bereits von Weitem durch die hohen Bäume erkennen.

Die Karlskirche ist im barocken Baustil errichtet und wurde im Jahr 1713 im Auftrag von Kaiser Karl den sechsten errichtet. Der Auftrag galt Johann Fischer von Erlach. Das Wien Museum liegt an der linken Seite von der Kirche, so wie auch das Künstlerhaus. Von Weitem kann man die Gruppe der Pavillons der U-Bahn von Otto Wagner erkennen. Die Haltestellen der U-Bahn sind in ihrer Ausführung einzigartig. Einer von ihnen ist die heutige Mündung vom Aufgang der U-Bahn in dem anderen befindet sich ein Kaffeehaus, welches alleine schon durch seine einzigartige Architektur lockt. Es war Otto Wagner, der Wien besonders mit seiner neumodernen Architektur prägte. Die meisten seiner Werke entstanden 1894-1912 und er hatte viele Schüler, die sich bald selbst durch hohes Handwerk einen Namen machten. Dazu zählt zum Beispiel auch der Architekt Adolf Loos.



weiterlesen auf der nächsten Seite:

[ © Das Copyright liegt bei www.europe-sightseeing.com | Informationen und Sehenswürdigkeiten von Europa, Städte und Landschaften]


nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.europe-sightseeing.com