Sehenswürdigkeiten von Barcelona
Inhaltsverzeichnis
- Barcelona
- Park Güell
- Sagrada Familia
- Transbordador Aeri
- Olympiastadion/ Olympisches Gebiet
- Casa Mila und Casa Batlo
- Triumphbogen
- Kathedrale
- Santa Maria del Mar
- Kolumbussäule
- Tibidabo
- L'Aquarium
- La Boqueria
- La Rambla
- Stadion Camp Nou des FC Barcelona
- Parc de la Ciutadella
- Pavillon Mies van der Rohe
- Poble Espanyol
- Nachtleben von Barcelona
- Unterkunft in Barcelona
- öffentlicher Nahverkehr
- Szenetreffs
Barcelona - Aufregende Stadt der Traditionen und der Moderne
Barcelona präsentiert sich als lebendige und leidenschaftliche Stadt. Das ist nicht nur bei den Fußballspielen des großen FC Barcelona zu spüren. In Barcelona findet das Leben auf der Straße statt, was natürlich auch dem milden Klima in Katalonien zu verdanken ist. Die Stadtteile der Millionenmetropole zeigen sich vielfältig und aufregend. Jeder Stadtteil besitzt seine eigene Identität und seinen eigenen Charakter. Trotz der vielen Einwohner ist Barcelona eine grüne Stadt. In zahlreichen Parks und Grünanlagen suchen Einheimische wie Touristen Erholung vom Großstadtlärm. Barcelona bietet eine Vielzahl an Shoppingmöglichkeiten. Ob auf einer der berühmten Flaniermeilen oder in einem großen Einkaufszentrum, es gibt nichts, was es nicht gibt. Barcelona ist eine Stadt, in der Tradition großgeschrieben wird, allerdings verknüpft diese sich wunderbar mit der Moderne.

Der wunderbare Blick auf Barcelona vom Palau Nacional de Montjuic
Quelle: pixelio.de Fotograf:Susan Hauke
Barcelona hat sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Sie alle bei einem Kurztrip zu entdecken ist fast unmöglich. Neben zahlreichen Bauwerken in verschiedenen Baustilen und von weltberühmten Architekten gibt es Statuen und Kunstwerke zu bestaunen. Zahlreiche Museen laden zu einem Besuch ein. Sie decken eine riesige Bandbreite an unterschiedlichen Themenbereichen ab. Aber auch Berge gibt es in Barcelona, die nicht nur einen tollen Blick über die Stadt versprechen, sondern auch allerlei Attraktionen zu bieten haben. So gibt es dort neben alten Bauwerken moderne Vergnügungsparks. Auf vielen Plätzen in der Stadt trifft man Händler, Künstler und andere Menschen. Allein sein, ist in Barcelona ziemlich schwierig, fast überall ist etwas los. Die Wohnmöglichkeiten sind ebenfalls vielfältig, gerade für junge Menschen gibt es tolle Angebote. Billig ist es in der Stadt allerdings nicht immer, um das Leben hier zu genießen, sollte man genügend Geld mitgebracht haben.
Die Spanier mit ihrer angeborenen Lebensfreude feiern gerne und das oft bis spät in die Nacht. So ist das Nachtleben von Barcelona immer laut und aufregend. Für jeden Geschmack lässt sich die passende Bar oder Diskothek finden. Barcelona ist vor allem auch eine Stadt der jungen Leute. Neben zahlreichen Ausgeh- und Tanzmöglichkeiten gibt es viele moderne Läden und immer wieder tolle Großveranstaltungen wie Konzerte oder Opern. Das Nachtleben in Barcelona beginnt meist sehr spät und endet erst am frühen Morgen. Die Stadt hat auch ihren eigenen Strand mit Strandpromenade. Hier treffen sich viele junge Leute, rundum gibt es Bars und Läden. Der Strand wurde künstlich angelegt, hier gibt es auch Duschen und einen markierten Schwimmerbereich. In Barcelona kommt garantiert keine Langweile auf. Spannende Entdeckungen und wilde Partys warten auf den Besucher. Wer noch nicht genug hat, sollte einen Ausflug ins Hinterland machen. Viele tolle Ausflugsmöglichkeiten gibt es rund um Barcelona.
nach obenPark Güell
Kreative Energie und neue Inspiration

Eingang Park Güell
Quelle: pixelio.de Fotograf: Susanne K.
Park hört sich im ersten Moment vielleicht etwas langweilig an, aber den Park Güell in Barcelona muss man unbedingt gesehen haben, denn dieser ist viel mehr als eine langweilige Grünanlage. Entworfen wurde die bunte Gartenstadt einst von dem Architekten Antoni Gaudi, der von einem Freund dazu beauftragt wurde. Der Park Güell entstand im Jahr 1900 und wurde die schönste und genialste Schöpfung Gaudis. Noch heute können Besucher die beeindruckenden Steinkonstruktionen, die fantasievollen Mosaike aus Keramikscherben und die einzigartigen Gebäude bewundern. Dieser Park kann als Inspirationsquelle ebenso dienen, wie als Erholungsplatz oder als fröhliche Nachmittagsunterhaltung. Schon lange zieht der Park die Touristen in Strömen an. Ein ausgiebiger Rundgang durch den Park Güell lohnt sich, denn es gibt so vieles zu entdecken. Auch ein zweiter oder dritter Besuch kann noch spannend sein.
Die meisten Kunstwerke und Schätze findet der Besucher auf dem Terrassenplatz, wo die kreative Ader des Architekten am besten zum Ausdruck kommt. Von hier aus hat man zudem einen wundervollen Blick über die Dächer von Barcelona. Die Terrasse ist also zugleich ein schöner Aussichtspunkt. Die Terrasse zeigt die Stadt aus einer neuen Perspektive und ist außerdem Treffpunkt für viele Musiker und Maler. Hier treffen Touristen und Künstler zusammen und man kann viele interessante Menschen kennenlernen. Welch anderer Platz wäre auch für die moderne Kunst besser geeignet, als die mit Kunstwerken versehene Terrasse des Parks Güell. Hier kann man auch mal eine kleine Rast einlegen und den Musikern lauschen.

Steinsäulen im Park Guell
Quelle: pixelio.de Fotograf: TiM Caspary
Der Architekt Antoni Gaudi achtete beim Bau des Parks sehr genau darauf, die bestehende Natur nicht zu zerstören und den Park als Gesamtbild einzufügen. So wurden unter anderem natürliche Hügel beim Bau mit einbezogen und nur durch Stützmauern und Terrassen ein wenig umgestaltet. Auch bei seinen kunstvollen Mosaiken ließ sich der Architekt etwas ganz Besonderes einfallen. Diese gestaltete er aus dem Abfall der Keramikfabriken der Gegend. Die hübschen Muster aus Keramikscherben sind noch heute ein beliebter Anziehungspunkt im Park. Neben Steinen, Gebäuden und Kunst gibt es im Park aber auch viel Grün und so lädt der Park Güell auch zu einem entspannenden Spaziergang oder einer kurzen Ruhepause vom Stadtleben ein. Der Park ist weltberühmt und sollte bei einem Barcelona-Besuch auf keine Fälle versäumt werden.
nach obenSagrada Familia
Unvollendetes Meisterwerk

Sagrada Familia Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf:Uwe-Jens Kahl
Zu den bekanntesten und berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Barcelona gehört ein weiteres aber unvollendetes Meisterwerk des Architekten Gaudi. Der Temple Expiatori de la Sagrada Familia ist ein äußerst ungewöhnliches und ebenso bekanntes Bauwerk. In genau diesen Bau steckte der Architekt all seine Kraft und kreative Energie. Es wurde gemunkelt, Gaudi sei regelrecht besessen gewesen von seinem letzten Werk. Es sollte die schönste und höchste Kirche in Barcelona werden. Das ist natürlich auch heute noch zu sehen. Auf Deutsch würde das Bauwerk Sühnetempel der Heiligen Familie heißen. Seine Geschichte begann als kleine Kapelle im 1. Jahrhundert und setzte sich im 11. Jahrhundert mit dem Umbau fort. Wenig später begann dann auch die Umgestaltung zur romanischen Kirche. So war dieses Bauwerk schon zu frühen Zeiten ein Anziehungspunkt für die Menschen in Barcelona und Umgebung. Wer vor diesem einzigartigen Bauwerk steht, kann eigentlich nur ins Schwärmen geraten. Majestätisch erhebt sie ihre Türme in den Himmel und sieht trotz ihrer Unvollkommenheit schon sehr imposant aus.

Sagrada Familia Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf:Uwe-Jens Kahl
Bis zu 115 Meter in die Höhe strecken sich die spindelartigen Türme der Sagrada Familia, der Turm über der noch nicht fertiggestellten Hauptkuppel soll irgendwann einmal 117 Meter hoch werden. Das meisterhafte Gebäude gleicht aber heute noch einer Baustelle. Nach dem Tod von Antoni Gaudi, der im Jahr 1926 bei einem Autounfall ums Leben kam, wurden die Bauarbeiten erst einmal gestoppt. Bei dieser Autofahrt war der Architekt übrigens gerade auf dem Weg zu seinem Bauwerk. Lange Zeit ruhten die Bauarbeiten, die erst viel später wieder aufgenommen werden sollte. Heute werden die Bauarbeiten jedoch wieder fortgesetzt. Finanziert wird das Ganze aus Spenden, denn sonst wäre ein solch gewaltiger Bau gar nicht zu finanzieren. Wer also heute die Sagrada Familia besucht, sieht drum herum Baugerüste und Kräne stehen und kann zeitweise die Bauarbeiter bei ihrem munteren Schaffen beobachten. Ein Ende der Bauarbeiten ist noch lange nicht abzusehen. Jeder der Steine für den Bau muss von Hand angepasst werden, denn industriell vorgefertigte Steine können hier nicht verwendet werden. Trotz ihrer Unvollständigkeit und den laufenden Bauarbeiten gehört die Sagrada Familia zu den meistbesuchten Attraktionen in Barcelona. Das berühmte Bauwerk lockt Besucher aus nah und fern in Scharen an.
nach obenTransbordador Aeri
Eine Seilbahn in der Stadt

Transbordador Aeri
Quelle: pixelio.de Fotograf: TiM Caspary
Viele meinen Seilbahnen gäbe es nur in den Bergen. Gerade in Großstädten wie Barcelona würde man eine solche auf keinen Fall vermuten. Und doch gibt es gerade hier eine der aufregendsten und schönsten Seilbahnen der Welt. Diese Drahtseilbahn bewegt sich nicht nur in schwindelerregender Höhe, sie gilt auch als eine der längsten Seilbahnen. Der einzige Unterschied zu den Bergseilbahnen ist das Panorama. Statt hoher Berge, Wiesen und Täler hat man von der Transbordador Aeri einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Barcelona aus solch luftiger Höhe zu betrachten, ist ein Erlebnis für sich. Die Seilbahn hat ihren Start in dem Viertel am olympischen Hafen und führt hinauf auf den Berg Monttjüic. Eine Fahrt mit dieser spektakulären Seilbahn sollte sich niemand entgehen lassen.

Quer über das Hafenbecken von Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf: Walter Haindl
Dabei ist allein schon der Einstieg in die in großer Höhe beginnende Seilbahn ein echtes Abenteuer. La Berceloneta heißt das Viertel am Hafen, wo die Seilbahn ihren Start hat. Zuerst fährt man mit einem Lift auf den 78 Meter hohen Turm, dem Torre Sant Sebastia, der selbst schon eine kleine Attraktion darstellt. Schwindelfrei sollte man bei dieser Fahrt aber schon sein. Der Transbordador Aeri schwebt dann vom Hafenviertel über die Stadt hinweg bis zum Berg Montjüic. Die Seilbahn bewegt sich aufgrund des hohen Starts dabei auf einer fast geraden Linie. Unter sich kann man die Stadt sehen. Der Ausblick über die Stadt von den schwebenden Kabinen aus ist einfach überwältigend. Die Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten, ist also nicht nur vom Flugzeug aus möglich. Mit der Seilbahn ist man zudem näher am Geschehen und kann auch einzelne Details erkennen.
Die Drahtseilbahn wird von der zweithöchsten Seilbahnstütze der Welt, dem Torre Jaume 1, gestützt. So ist eine sichere Fahrt in luftiger Höhe möglich. Der Torre Jaume 1 misst 107 Meter Höhe. Ein weiterer Superlativ, den die Bahn zu bieten hat, ist ihre Länge. Stolze 1.450 Meter beträgt diese und sorgt für eine lange Fahrt über den Dächern von Barcelona. Auch am Ziel, dem Hausberg von Barcelona gibt es noch einiges zu entdecken. Der Park des Bergs liegt 213 Meter über dem Hafen und gilt als eine der großen Sehenswürdigkeiten in Barcelona. Der Berg beherbergte auch die Weltausstellung 1929 und die Olympischen Spiele 1992. Reste dieser großen Veranstaltungen können noch heute besichtigt werden. Auf dem Montjüic findet man zudem viele Kultur- und Sportmöglichkeiten, außerdem ist der Blick von hier auf Barcelona beeindruckend. Auf dem Berg befindet sich auch eine Festung und es gibt ein echt spanisches Dorf zu besichtigen. Eine Fahrt mit der Seilbahn und ein Aufenthalt auf dem Hausberg lohnen sich also immer.
nach obenOlympiastadion/ Olympisches Gebiet
Olympisches Flair in Barcelona
Das Estadi Olimpic de Montjüic befindet sich auf dem Hausberg. Mit eigentlichem Namen heißt dieses imposante Stadion mit reichhaltiger Geschichte Estadi Olimpic Lluis Companys, wird so aber selten genannt. Schon der Platz vor dem Stadion ist beeindruckend. Hier kann man noch so richtig den olympischen Geist spüren. Viele Spuren weisen auf dieses Großereignis hin und mit ein wenig Fantasie kann man sich in die Zeit zurückversetzen, wo sich Sportler aus allen Nationen tummelten. Ein Rundgang über den Platz vor dem Stadion und um das Stadion herum kann deshalb nicht schaden. Schon von außen wirkt dieses riesige Stadion Respekt einflößend. Auch von innen lohnt sich ein Blick in das schon etwas in die Jahre gekommene Stadion.

olympisches Dorf von Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf: Daniel-Lucas Egger
Das Gebäude wurde schon im Jahr 1929 zur damaligen Expo gebaut. So hat es etwas mit den anderen Bauten auf dem Berg gemeinsam. In den 80er Jahren begann dann die Komplettsanierung des Stadions. Damit wurde schon früh der Grundstein für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1992 gelegt. Zur Zeit der Olympischen Spiele fasste dieses Stadion 60.000 Zuschauer, es wurde aber nach dem Ende der Spiele nochmals umgebaut, wobei auch das Marathontor geschlossen wurde. Noch heute ist aber Sport in diesem Stadion angesagt. Der Fußballverein RCD Espanyol Barcelona trägt hier seine Heimspiele aus. So ist auch heute noch eine Menge los, rund um das Olympiastadion. Hier kann man Einheimische ebenso treffen wie Touristen.
Das olympische Gebiet umfasst aber nicht nur das Olympiastadion, es hat noch viele weitere Attraktionen zu bieten. Nahe dem Stadion findet der Besucher weitere interessante Bauwerke. Dazu zählen der Palacio San Jordi und der Anillo Olimpico, der olympische Ring. Ein Rundgang über das olympische Gebiet lohnt sich also. Von der olympischen Zone aus hat man außerdem eine wunderschöne Aussicht auf den Placa Espanya und die Fira Barcelona. Hier kann man schön mal einige Stunden seines Urlaubs verbringen und in alten Zeiten schwelgen. Noch heute ist das olympische Gebiet ein Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische, obwohl die Olympischen Spiele nun schon viele Jahre zurückliegen. Das gesamte Gebiet wurde so wie es sich heute präsentiert für die Olympischen Spiele konstruiert. Viel hat sich seitdem aber nicht verändert.
nach obenCasa Mila und Casa Batlo

Casa Milá - La Pedrera, Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf: Konstantinos Dafalias
Häuser als Kunstwerke
In Barcelona finden sich weitere interessante Gebäude des berühmten Architekten Gaudi. Dazu gehört auch das Casa Mila, ein beeindruckendes und wunderschönes Wohngebäude. Das Gebäude wird von den Einheimischen gerne La Pedrera, der Steinbruch genannt, weil es einem solchen von Außen recht ähnlich sieht.

Kamine auf dem Dach des Casa Famila in Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf: e
Dieses Haus entwarf der Architekt kurz vor dem Beginn des Baus der Sagrada Familia. Das Gebäude wurde im Jahr 1910 fertiggestellt. Dieses Haus ist aber weit mehr als ein optischer Hingucker, es ist auch ein Meisterwerk der Konstruktion. Diese ermöglicht nämlich eine natürliche Belüftung und macht eine Klimaanlage völlig überflüssig. Zu dieser Zeit war das eine wirklich clevere Idee. Die einzelnen Wohnungen lassen sich außerdem durch Stellwände individuell gestalten. Zu dem Casa Mila gehören auch ganz besondere schmiedeeiserne Balkongitter, die alle Einzelstücke des Handwerkers Josep Maria Jujol sind. Das Gebäude kann nicht nur von außen betrachtet werden, es gibt auch die Möglichkeit einzelne Wohnungen zu besichtigen. La Pedrera wurde 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Ein Blick auf und in dieses architektonische Meisterwerk lohnt sich auf jeden Fall. Es ist eines der schönsten Werke von Gaudi.

Casa Batllo
Quelle: pixelio.de Fotograf: Uwe-Jens Kahl
Ein weiteres Haus Gaudis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist das Casa Batlo am Passeig de Gracia. Dieses Gebäude wirkt auf den ersten Blick, als wäre es aus Knochen gemacht, die Balkone sehen aus wie große Unterkiefer, die Fenster sind von knochenartigen Säulen umrahmt. Schon beim ersten Anblick ist man von diesem Bauwerk fasziniert. Die bunte Bemalung und die außergewöhnlichen Formen machen dieses Haus zu einem echten Kunstwerk. Für dieses Haus hat sich der große Architekt wohl von der Natur inspirieren lassen, das ist überall deutlich zu sehen. Die Wände erinnern ein wenig an ein Korallenriff, die Wellen auf der Fassade schaffen Meeratmosphäre. Bei der Gestaltung wurden außerdem Motive aus der Legende des Drachentöters Heiliger Georg verwendet, vielleicht auch deshalb ähnelt das Dach dem Rücken eines Drachen. Dieses schöne Haus wurde von Gaudi zwischen den Jahren 1904 und 1906 umgebaut. Damals war der Industrielle Josep Battlo i Casanovas der Auftraggeber, daher auch der Name des Hauses. Im Jahr 1995 wurde das Casa Batlo komplett restauriert. Noch heute ist dieses Haus eines der beliebtesten Fotomotive in Barcelona und zieht im Jahr mehrere Tausend Menschen an.
nach obenArc de Triomf (Triumphbogen)
Zeitzeuge der Weltausstellung
Der Arc de Triomf wurde 1888 zur Weltausstellung in Barcelona gebaut. Er besteht aus Backstein und ist an die 30 Meter hoch. Damals stellte er das Haupteingangstor zur Weltausstellung dar und empfing die zahlreichen Besucher. Noch heute wirkt dieses Bauwerk imposant, wenn man direkt davor steht. Als Mensch kann man sich da schon mal sehr klein vorkommen. Wer unter dem Triumphbogen hindurch spaziert, fühlt sich sogleich in eine frühere Zeit versetzt. Die Gestaltung des Triumphbogens ist eigentlich eher schlicht, aber gerade das macht ihn so majestätisch. Den Triumphbogen findet man auf der Promenade zwischen dem Passeig de Lluis Companys und dem Passeig de Sant Joan. Jährlich pilgern Tausende Besucher zu diesem Bauwerk, der Triumphbogen ist ein Muss für jeden Barcelona-Besucher. Der Bogen ist überwiegend aus rotem Backstein erbaut wurden, oben ziert ihn eine helle Borte, auf der sich viele Figuren tummeln.

Arc de Triomf (Triumphbogen)
Quelle: pixelio.de Fotograf: Selcuk Taskin
Der Triumphbogen wurde von dem Architekten Josep Vilaseca i Casanovas im neu-maurischen Stil entworfen und gebaut. Auf der Front des Bauwerks ist die Steinskulptur Barcelona rep les nacions abgebildet, was so viel bedeutet, wie"Barcelona heißt die Nationen willkommen". Auf der gegenüberliegenden Seite werden die Arbeiten von Recompense gezeigt. Auf dem Bogen prangt das Wappen der Stadt umrahmt von den Wappen der einzelnen spanischen Provinzen. Ebenfalls auf dem Triumphbogen angebracht sind mehrere steinerne Fledermäuse. Die Fledermaus war einst das Wappentier von König Jaume I., der Barcelona den wirtschaftlichen Aufschwung brachte. Noch heute ist die Fledermaus in vielen Bauwerken der Moderne zu sehen. Den Triumphbogen kann man von nahe oder von fern betrachten, er macht immer einen guten Eindruck. Ein Foto mit diesem Bauwerk als Erinnerung an den Barcelona-Urlaub, darf in keinem Album fehlen. Rund um den Triumphbogen ist ebenfalls eine Menge los. Hier kann man Menschen aus allen Ländern treffen.
Wer vom Triumphbogen aus über die autofreie Passeig de Lluis Company geht, erreicht den Park de la Ciutadella, eine weitere Sehenswürdigkeit in Barcelona. Auf dieser Straße befindet sich auch die weltberühmte Skulptur Hommage a Picasso des weltberühmten Bildhauers Tapies und ein künstlich angelegter Wassergraben. Hier entlang bis zum Park lohnt sich also ein kleiner Spaziergang. Da die Straße autofrei ist, kann man hier ganz gemütlich entlangschlendern und gelangt gleich zur nächsten Sehenswürdigkeit. Der Park de la Ciutadella umfasst das ehemalige Gelände der Weltausstellung. Noch heute tummeln sich hier viele Schaulustige.
nach obenKathedrale
Königin der Kirchen

Kathedrale - Innenhof
Quelle: pixelio.de Fotograf: Alfred Teske
Inmitten des bekannten gotischen Viertels erhebt sich prächtig und wunderschön die Kathedrale von Barcelona. Dieses imposante Bauwerk trägt den Beinamen La Seu und ist der Stadtpatronin Barcelonas, der Santa Eulalia, geweiht. Die Kathedrale ist dabei von viel Grün umgeben, was einen Spaziergang rund um das Bauwerk interessant und erholsam macht. Der Vorplatz des Bauwerks wird oft für Veranstaltungen genutzt. Am Samstag um 18.30 und am Sonntag um 12.00 wird hier der Kreistanz der Katalanen getanzt. An der gleichen Stelle, wo heute die Kathedrale zu finden ist, stand schon zu frühen Zeiten ein römischer Tempel. Die Kathedrale selbst wurde vom 13. bis zum 15. Jahrhundert gebaut und ersetzte damit ihre Vorgängerkirche. Fertig gestellt wurde die gotische Fassade der Kathedrale aber erst im 19. Jahrhundert. Die Kathedrale ist 83 Meter lang und 15 Meter hoch.
Ein Martyrium erlitt die Jungfrau Santa Eulalia, der die Kirche geweiht ist, zu Zeiten der Römerherrschaft. Laut einer Sage wurde sie damals nackt auf einem öffentlichen Platz bloßgestellt. Trotz eines Frühlingstages bedeckte plötzlich ein wundersamer Schneefall ihre Blöße. Daraufhin steckten die erbosten Römer die Jungfrau in ein Fass, in welches Messer gesteckt waren. So rollten sie die junge Frau durch die Straßen. Der Körper der Santa Eulalia hat in der Krypta der Kathedrale die letzte Ruhestätte gefunden, dort ist sie unter dem Hochaltar begraben. Noch heute wird zu ihr gebetet und sie wird um Schutz und Hilfe gebeten. Gefeiert wird die Patronin immer am 12. Februar. In einer der Kapellen befindet sich angeblich auch ein wundertätiges Kruzifix.
Die Kathedrale kann von außen und von innen bewundert werden. Zu empfehlen ist ein spätabendlicher oder nächtlicher Besuch. Bei Dunkelheit ist die Kathedrale nämlich stimmungsvoll beleuchtet. Im Innern der Kathedrale finden Bewunderer ein prachtvolles Gebäude mit einem sehr schönen Kreuzgang. Dieser ist mit seinen kleinen Kapellen, Gärten und Brunnen absolut sehenswert. Hier kann man sogar Gänsen begegnen, die zum Schutz vor Eindringlingen und Dieben den Hof bevölkern. Das laute Schnattern dieser Tiere ist schon von drinnen zu hören. Überall ist der gotische Baustil zu erkennen. Die Kathedrale besitzt außerdem ein kleines Museum mit zwei kostbaren Statuen der Santa Eulalia und einer Monstranz aus purem Gold. Im Sala Capitular der Kathedrale kann man zudem noch schöne Deckenmalereien bewundern. Besonders beeindruckend wirkt das Innere der Kathedrale bei Abenddämmerung. Mit einem Aufzug kann man auch auf das Dach der Kathedrale fahren. Dieser befindet sich in der Capella de les Animes del Purgatori zwischen dem Schiff und der Apsis. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick über das gotische Viertel.
nach obenSanta Maria del Mar
Schön und einzigartig

Santa Maria del Mar in Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf: Domaris
Die schönste gotische Kirche in Barcelona ist aber nicht die Kathedrale, sondern die Santa Maria del Mar, die zugleich als Top-Tipp unter den Sehenswürdigkeiten in Barcelona gilt. Diese Kirche, die mitten in der Altstadt liegt, gilt als Wahrzeichen von Barcelona und erscheint mit ihren monumentalen Türmen wie eine Festung. Besonders sehenswert ist vor allem das Innere dieser Kirche. Ihren guten Ruf verdankt sie dabei ihrer einzigartigen Konstruktion, die zu der damaligen Zeit bahnbrechend war. Im 14. Jahrhundert wurde diese Kirche in Zeitraum von nur 55 Jahren vom Baumeister Berenguer de Montagut errichtet. Diese kurze Bauzeit bescherte der Santa Maria del Mar eine sehr einheitliche Architektur. Der Bauplatz, auf dem die Kirche errichtet wurde, hatte schon zu frühchristlicher Zeit eine besondere Bedeutung. Dort soll einst der Apostel Paulus gepredigt haben. In der kleinen Kapelle, die hier errichtet worden war, wurde dann der Leichnam der heiligen Eulalia bestattet. Die Gebeine wurden später in die Kathedrale überführt.
Der Bau der Kirche begann im Jahr 1329 mit der Grundsteinlegung. Die Kirche gilt bis heute als die einzige gotische Kirche, die innerhalb einer Epoche fertiggestellt wurde. 1714 wurde die Kirche im Spanischen Erbfolgekrieg teilweise zerstört und nur notdürftig repariert. Später brachen diese Stellen bei einem Brand wieder ab. Der Brand zerstörte auch fast die gesamte Innenausstattung. So mussten auch die vielen Fenster neu rekonstruiert werden. 1990 war die Restauration abgeschlossen. Übrigens gibt es zu der Bauzeit der Kirche einen ganz interessanten Roman des Schriftstellers Ildefonso Falcones. Nach dem Lesen von Kathedrale des Meeres wird man die Kirche mit anderen Augen betrachten.
Die Außenseite der Kirche wird vor allem von hohen Stützen geprägt, die die Fassade entsprechend dem Schiff in drei Abschnitte gliedern. Schmale achteckige Türme mit geradem Ende verschönern die Kirche außerdem. Wenn man links um die Kirche herumgeht, gelangt man zu einem Platz an der Carrer Santa Maria. Dort befindet sich eine Granitplatte, die an die Invasion der Spanier im Jahr 1714 erinnert. Durch ein Portal tritt man ins Innere der Kirche. Dem Besucher eröffnet sich ein enges Kirchenschiff, welches die Länge und Höhe der Basilika betont. Hübsche Buntglasfenster sorgen für ein gedämpftes farbiges Licht in der Kirche. Die Lasten des 13 Meter hohen Gewölbes werden lediglich von vier schmalen, achteckigen Pfeilerpaaren getragen. Um die Kirche herum findet man kleine Kapellen, die den Kreuzgang bilden. Die Apsis ist von einem feingliedrigen Pfeilerkranz umrandet. Dieser geht dann in ein mehrgliedriges Gewölbe über und bildet so den Abschluss. Die Kirche wirkt von innen fast noch imposanter als von außen.
nach obenKolumbussäule
Denkmal eines großen Entdeckers

Kolumbussäule
Quelle: pixelio.de Fotograf: H. Siegl
Wer kennt ihn nicht? Christoph Kolumbus, der Entdecker von Amerika ist wohl überall bekannt. Kein Wunder, dass die Einwohner von Barcelona besonders stolz auf ihn waren und immer noch sind. Geboren wurde Christoph Kolumbus 1451 in Genua. Obwohl Amerika schon zuvor von den Isländern betreten worden war, gilt er bis heute als der Entdecker dieses Landes. Mit ihm begann auch die Kolonialisierung und Besiedelung des Kontinents, woraus sich dann die Vernichtung der Ureinwohner ergab. Ursprünglicher Auftrag seiner Reise war aber gar nicht Amerika. Kolumbus sollte einen Seeweg von Europa nach Ostasien finden. Er selbst war deshalb sogar der Ansicht, in Indien gelandet zu sein. Am 12. Oktober 1492 landete er schließlich auf einer der Bahamas-Inseln. Noch heute wird dieser Tag in Spanien gefeiert. Für die Bewohner Südamerikas markiert dieser Tag aber mehr den Untergang ihrer alten Kulturen. Insgesamt vier Mal reiste Kolumbus nach Amerika, bevor er am 20. Mai 1506 starb.
Am südlichen Ende der Rambla auf dem Placa del Portal de la Pau befindet sich die im korinthischen Stil gefertigte, eiserne Kolumbussäule. Erst hoch oben auf der Säule sieht man das eigentliche Denkmal, eine Statue des großen Entdeckers, die Richtung Amerika zeigt. Aufgestellt wurde dieses Denkmal im Jahr 1888 anlässlich der Weltausstellung. Die Säule soll an die Rückkehr von Christoph Kolumbus erinnern. Damals wurde er in Barcelona von König Fernando und Königin Isabel empfangen. Errichtet wurde dieses Bauwerk von Gaieta Buigas. Auf Spanisch wird dieses Denkmal Monumento a Colon genannt, nach dem spanischen Namen von Kolumbus. Der Sockel der Säule ist mit bronzenen Reliefs gestaltet, die die Entdeckung Amerikas erzählen. Dieses Denkmal gilt bis heute als eines der Wahrzeichen der Stadt.
Mit einem Lift kann man auf die Aussichtsplattform des Monumento a Colon fahren. Von dort oben hat man einen wundervollen Ausblick auf die Ramblas, den Jachthafen und das Einkaufzentrum Maremagnum. Die Fahrt dort hinauf ist aber nicht unbedingt ein touristisches Muss. Vom Montjuic oder dem Tibidabo hat man eine wesentlich bessere Sicht auf die Stadt. Sollte aber die Zeit für einen Ausflug dorthin nicht reichen, ist die Kolumbussäule auch eine gute Alternative, um einen Blick von oben auf die Stadt zu werfen. Von unten sollte man sich dieses hübsche Denkmal aber auf jeden Fall ansehen und auch auf Erinnerungsfotos sollte die Kolumbussäule auf keinen Fall fehlen.
nach obenTibidabo
Berg der vielen Attraktionen

Blick auf die Altstadt von Barcelona
Quelle: pixelio.de Fotograf: Domaris
Auf dem etwa 520 Meter hohen Berg hat man die allerbeste Aussicht auf die Stadt und die Umgebung. An klaren Tagen kann man von hier aus bis zum Montserrat sehen. Aber der Berg steht nicht nur für tolle Aussichten, sondern auch für jede Menge Vergnügen. Schon die Anfahrt zu diesem Berg macht richtig Spaß. Zuerst fährt man mit der U-Bahn Linie 7 bis zur Endstation, wo man dann in die Straßenbahn umsteigt. Die blaue Straßenbahn, die lange Zeit die einzige Straßenbahn in Barcelona war, ist bis heute ein Unikum. Dieser verkehrt aber im Winter nur von Freitag bis Sonntag, alternativ kann man dann den Bus nehmen. Das letzte Stück auf den Berg hinauf fährt die Zahnradbahn. Von der Stadt aus kann man auch mit dem Tibibus fahren, der die Fahrgäste direkt bis zum Tibidabo fährt.
Viele Attraktionen finden sich auf diesem Berg. Gleich neben der Bergstation der Drahtseilbahn befindet sich der Vergnügungspark. In diesem genießt der Besucher bei Fahrten mit dem Riesenrad, dem Karussell oder der Achterbahn eine grandiose Aussicht. Das hat sonst kein anderer Vergnügungspark zu bieten. Auf dem Gelände des Vergnügungsparks findet man auch das Automatenmuseum. Nicht weit entfernt von diesem Park befindet sich eine weitere Attraktion. Die Kirche Sagrada Corazon ist eine Basilika die dem Sacre Coeur in Paris nachempfunden wurde. Im Erdgeschoss der Kirche gibt es einen Kirchenraum aus der Zeit um 1900. Darüber liegt die im neugotischen Stil erbaute Basilika. Gekrönt wird die Kirche von einer Jesusstatue, die Türmchen können mit einem Aufzug erreicht werden.
Wer einen Blick bis weit in das Hinterland werfen möchte, sollte die Aussichtsplattform des Torre de Conserolla besuchen. Hier findet man auch den 268 Meter hohen Fernsehturm, der für die Olympischen Spiele gebaut wurde. Der Engländer Sir Norman Foster entwarf den Turm aus Stahl, Beton und Glas. Besonders spannend ist die Aussichtsplattform mit gläsernem Boden. Den Torre de Conserolla erreicht man von der Bergstation aus mit einem Touristenzug oder mit dem Bus Linie 111. Um den Ausflug zum Tibidabo perfekt genießen zu können, sollte man auf klares Wetter warten. Auch den Sonnenuntergang sollte man einmal von diesem Berg aus betrachten. Wer in den Vergnügungspark möchte, sollte die Öffnungszeiten beachten. Gerade im Winter sind viele Attraktionen geschlossen.
weiterlesen auf der nächsten Seite:
- L'Aquarium
- La Boqueria
- La Rambla
- Stadion Camp Nou des FC Barcelona
- Parc de la Ciutadella
- Pavillon Mies van der Rohe
- Poble Espanyol
- Nachtleben von Barcelona
- Unterkunft in Barcelona
- öffentlicher Nahverkehr
- Szenetreffs
[ © Das Copyright liegt bei www.europe-sightseeing.com | Informationen und Sehenswürdigkeiten von Europa, Städte und Landschaften]
nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.europe-sightseeing.com