weitere Sehenswürdigkeiten von Barcelona

L'Aquarium

Fische und Meerestiere

An der Rambla de Mar direkt am Port Vell findet man eine weitere Attraktion von Barcelona. Das Aquarium ermöglicht einen Einblick in die Welt unter Wasser und kann kleine wie große Zuschauer begeistern. Das lange und durchsichtige Gebäude beherbergt Fische und Meeresbewohner aus allen Teilen der Welt. Hier gibt es viel zu entdecken. Viele Arten aus den Tropen und dem Mittelmeerraum bereichern das Aquarium und zeigen die ganze Vielfalt der Unterwasserbewohner. Das muss man einfach gesehen haben. Ein besonderer Anziehungspunkt im Aquarium ist das Haifischbecken, welches durch einen gläsernen Tunnel begehbar gemacht wurde. So kommt man den Jägern der Meere ganz nahe, natürlich ohne Gefahr zu laufen, gefressen zu werden. Die Haie kommen dabei so dicht heran, dass man sie beinahe anfassen könnte. Der Tunnel hat eine Länge von etwa 80 Metern.

Das Aquarium ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Viele heben sich einen Besuch für einen Tag mit schlechtem Wetter auf, aber auch ohne schlechtes Wetter sollte man das Aquarium besuchen. Hier kann man eine ebenso wunderschöne wie auch mysteriöse Unterwasserwelt entdecken, die sonst im Verborgenen liegt. Fische und Unterwassertiere sind mit ihren unterschiedlichen Größen, Formen und Farben besonders interessant. Das L`Aquarium Barcelona ist das größte und wichtigste Museum für Meereskunde des Mittelmeers in Europa. In über 35 Wasserbecken sind verschiedene maritime Lebensräume nachgebaut worden. Hier findet man über 11 000 Meerestiere aus 450 Gattungen. Ein wahres Paradies also für alle Fischliebhaber und solche, die es noch werden wollen. Das Aquarium ist übrigens sehr gut zu Fuß zu erreichen. Von der Altstadt aus ist es nicht weit.

Das Aquarium versteht sich natürlich in erster Linie als Vergnügungseinrichtung, dennoch ist es hier in besonderer Weise gelungen die Tiere, ihren Lebensraum und das Zusammenwirken der Biotope darzustellen. So kann man im Urlaub sogar noch etwas lernen. Die Umgebung der Tiere in den Becken ist dabei so natürlich wie möglich nachempfunden. So erhält der Besucher einen realistischen Eindruck von den natürlichen Lebensräumen der Fische und anderer Meeresbewohner. Ganz Wagemutige können sogar im Haifischbecken tauchen, die Plätze dafür gibt es aber nur nach Voranmeldung. Wer eine Barcelona Card besitzt erhält zehn Prozent Ermäßigung auf den Eintritt. Der Eintritt ist zwar nicht ganz billig, lohnt sich aber auf jeden Fall.

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La Boqueria

Einkaufen und Staunen

La Boqueria
La Boqueria
Quelle: pixelio.de        Fotograf: wliebertz

La Boqueria ist keine Sehenswürdigkeit im eigentlichen Sinne, sondern die schönste Markthalle der Stadt. Wer in Barcelona ist, sollte sich diese Attraktion aber auf keinen Fall entgehen lassen. Die Halle wurde komplett aus Stahl konstruiert und ist mit vielen Glasmosaiken dekoriert. Es lohnt sich also schon allein wegen ihres Anblicks diesem Ort einen Besuch abzustatten. Die Markthalle ist nicht nur wunderschön, sie ist auch äußerst funktionell. Hier erhält der Kunde alles, was er für die köstliche südländische Küche benötigt und noch vieles mehr. Der Eingang wird von vielen übersehen, weil beim Flanieren auf den Ramblas die Blicke oft anderen Dingen gelten. Betritt man die Markthalle müssen sich die Augen erst einmal an das dunkle Licht gewöhnen.

Ein wahres Feuerwerk an Farben und Eindrücken bieten allein die Obst- und Gemüsestände der Markthalle, wo es jede erdenkliche Köstlichkeit zu erwerben gibt. Frischen Fisch und alles andere aus dem Meer gibt es dagegen, an den vielen Fischständen zu kaufen. Wer wirklich einmal ganz frischen Fisch essen möchte, ist hier richtig. Aber man muss nicht unbedingt etwas kaufen, auch ein Bummel zwischen den vielen Ständen lohnt sich. Hier kann man viel entdecken und wird aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen. Nach dem Bummel und dem Einkauf können die frischen Produkte dann gleich genossen werden. Teuer sind die Preise auf diesem Markt übrigens nicht, da die meisten Produkte direkt aus der Region kommen. Teure Fahr- und Lieferzeiten gibt es also keine.

La Boqueria
La Boqueria
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Pixel-Horst

Diesen Markt an den Ramblas gab es übrigens schon im 13. Jahrhundert, damals war es aber noch ein echter Straßenmarkt, der keine gesetzliche Grundlage hatte. Gesetzlich geregelt wurde der Straßenmarkt erst im Jahr 1826 und etwas später wurde dann auch die Markthalle gebaut. Das Gebäude, wie man es heute erleben kann, wurde im Jahr 1914 eingeweiht. Noch heute trägt das Gebäude das typische Metalldach. Wer also einen kleinen Abstecher von der Flaniermeile La Rambla herunter machen und etwas frische Ware einkaufen möchte, ist hier genau richtig. Neben Händlern und Einheimischen trifft man auf diesem Markt Menschen aus aller Welt. Immer herrscht in der Markthalle geschäftiges Treiben und handeln ist sowieso erlaubt. Wer die Markthalle besucht, kann zuvor oder danach noch ein wenig auf den Ramblas herumspazieren.

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La Rambla

Flaniermeile mit Tradition

Studenten verdienen sich ein paar Euro, indem sie sich mit Kostümen an die Rambla stellen
Studenten verdienen sich ein paar Euro, indem sie
sich mit Kostümen an die Rambla stellen
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Alfred Teske

Diese bekannte Straße von Barcelona gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt und ist etwa 1,3 Kilometer lang. Sie reicht vom zentralen Verkehrsknotenpunkt der Stadt, Placa Catalunya bis hinüber zum Hafen. In der Mitte der Straße befindet sich eine lange Fußgängerzone, wo das Bummeln und Flanieren besonderen Spaß bereitet. Den Abschluss der Straße bildet die gut sichtbare Kolumbus-Säule. Nach dieser führt die Rambla del Mar als moderne Fortsetzung der historischen Straße bis zum Maremagnum, einem riesigen Einkaufszentrum im Hafen. Die Rambla teilt die Altstadt in die Viertel Barri Gotic und Barri Raval, wobei sie sich in mehrere Abschnitte gliedert.

Auf den Ramblas ist zu jeder Tages- und Nachtzeit etwas geboten. Hier werden die Besucher von lebenden Statuen und talentierten Straßenmusikern unterhalten. Neben vielen kleinen Kiosken findet man auch diverse Händler, die ihre Waren feilbieten. Vor allem die Vogelhändler mit ihren Käfigen ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Am Rand sieht man viele ältere Herren sitzen, die in aller Gemütlichkeit das Treiben auf der Straße beobachten. Die Rambla wird dabei von Einheimischen wie Touristen gleichermaßen genutzt, und ist auch ein guter Ort um mit den Stadtbewohnern erste Kontakte zu knüpfen. Die Rambla bildet sozusagen den Mittelpunkt des städtischen Lebens. Links und rechts der Straße findet man viele der bekannten Sehenswürdigkeiten und die unterschiedlichsten Stadtteile. Die Straße ist so oft zentraler Ausgangspunkt für viele Unternehmungen. Und einkaufen lässt es sich entlang dieser Straße natürlich auch.

Studenten verdienen sich ein paar Euro, indem sie sich mit Kostümen an die Rambla stellen
Studenten verdienen sich ein paar Euro
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Ich--

Die Rambla beginnt am Placa Catalunya, dessen Brunnen laut dem Volksmund dafür sorgt, dass die Menschen immer wieder nach Barcelona zurückkehren, wenn sie von seinem Wasser getrunken haben. Zu empfehlen ist das Trinken des gechlorten Wassers jedoch nicht. Dort findet man auch Stühle zum Ausruhen, die gegen eine kleine Gebühr benutzt werden dürfen. Der nächste Abschnitt der Rambla wurde nach der Universität benannt, die inzwischen abgerissen wurde. Hier findet man vor allem die vielen Vogelhändler, die neben Singvögeln auch Meerschweinchen, Schildkröten und junge Hunde verkaufen. Am Ende des Abschnitts steht auf der einen Seite die barocke Jesuitenkirche Esglesia di Betlern und gegenüber der Herrenpalast Palu Moja, in dem hin und wieder Ausstellungen zu besichtigen sind. Richtung Meer hin werden dann aus den Vogelhändlern Blumenhändler. In diesem Abschnitt ist auch die berühmte Markthalle zu finden. Der nächste Abschnitt gehört vor allem den Straßenakteuren, die dort ihre Kunststücke aufführen. Dort befindet sich auch die prunkvolle Oper. Der letzte Abschnitt auf der historischen Rambla führt direkt zum Hafen hinunter. Dort sind viele Souvenir- und Kunsthändler sowie Porträtmaler aktiv. Zeitgenössische Kunst zeigt das Museum Centre d'Art de Monica, welches hier untergebracht ist. In einer Seitengasse liegt das Wachsfigurenkabinett.

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Stadion Camp Nou des FC Barcelona

Nicht nur für Fußballfans

Stadion Camp Nou des FC Barcelona
Das Camp Nou in Barcelona ist total beeindruckend. Das grösste
Fussballstadion Europas bietet Platz für knapp 100000 Fussballfans
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Frosch86

Nicht nur für Fußballfreunde ist das größte Fußballstadion Europas einen Ausflug wert. Beheimatet in diesem imposanten Bauwerk ist der Fußballverein FC Barcelona. Das Stadion wurde im September 1957 eingeweiht, die Bauzeit betrug 3 Jahre. Zur Fußball-WM 1982 wurde das Stadion dann um einen Oberrang erweitert. Ursprünglich fanden nach dieser Erweiterung 120.000 Menschen in dem Stadion Platz, aufgrund von Sicherheitsauflagen wurden die Plätze aber auf 98.000 reduziert. Das Camp Nou ist 48 Meter hoch, hat eine Länge von 220 und eine Breite von 250 Metern. Innerhalb von 5 Minuten können alle Plätze des Stadions evakuiert werden. Nun soll das Stadion noch weiter ausgebaut werden, damit endgültig 115.000 Zuschauer darin Platz finden. Selbst der Papst predigte hier schon vor 120.000 Gläubigen.

Wer sich für den Fußball interessiert, findet hier auch das Fußballmuseum, welches Trophäen und Gegenstände der langen Klubgeschichte präsentiert. Wer das Museum besucht, darf von der Ehrentribüne aus einen Blick in das Stadion werfen. Das Museum findet man auf der nördlichen Seite des Stadions am Eingang 9. Natürlich kann man sich als echter Fußballfan dann auch gleich ein Spiel des FC Barcelonas ansehen. Die gute Stimmung im Stadion kann aber auch einen Nicht-Fan begeistern. Viele Stars spielen für den FC Barcelona, sodass sich der Besuch eines Spieles auf jeden Fall lohnt. Gegründet wurde der Verein übrigens von einem Schweizer, der die Trikotfarben Rot und Blau seinem Lieblingsklub FC Basel nachempfunden hatte. Die Mannschaft läuft aus Tradition ohne Trikotwerbung auf, seit Neustem ist das Logo des Kinderhilfswerks UNICEF auf der Spielerbrust zu sehen. Tickets erhält man fast nie über den regulären Handel, da diese den Mitgliedern vorbehalten sind. Karten auf dem Schwarzmarkt gibt es nur zu hohen Preisen. Auch beim Training der Mannschaft auf dem kleinen Trainingsplatz kann man hin und wieder zusehen.

Das Camp Nou soll nun umgebaut werden, die Pläne hierfür wurden im Jahr 2007 vorgestellt. Mit der Planung des Umbaus wurde das renommierte Architekturbüro von Norman Foster beauftragt. Dieser Neubau soll dem Stadion ein eigenes und charakteristisches Gesicht verleihen, das in enger Verbindung mit dem FC Barcelona steht. Damit soll nicht nur die alte Größe wieder gewonnen werden, Verbesserungen soll es bei Behindertenplätzen, VIP-Plätzen und im Bereich der Logistik geben. Die Fassade soll dann nach dem Vorbild der Allianz-Arena in München in den Farben des Klubs beleuchtet werden. Ist der Umbau beendet, wird das Camp Nou das größte Fußballstadion der Erde sein.

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Parc de la Ciutadella

Grüne Oase in der Großstadt

Parkanlage mit Brunnen
Parkanlage mit Brunnen
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Schmiddi

Als idyllische und sehr grüne Oase inmitten der Großstadt präsentiert sich der Parc de la Ciutadella, der den idealen Raum zum Entspannen und Erholen bietet. Auch ausgedehnte Spaziergänge oder ein schönes Picknick können in diesem Park unternommen werden. Auf dem See gibt es die Möglichkeit, Ruderboot zu fahren. Auf dem Gelände dieses Parks gibt es aber auch jede Menge anderer Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dort befinden sich der Zoo, das katalanische Parlament, das Museum für moderne Kunst, das zoologische Museum und das geologische Museum. Den Namen hat der Park von einer Zitadelle, die einst von Filip V. gebaut wurde. Dafür ließ er große Teile des Stadtteils Ribera abreißen. Diese Zitadelle stand für alles, was die Katalanen hassten. Sie repräsentierte die Bourbonen und die Zentralregierung. Später diente diese Zitadelle als Gefängnis.

Der Park wurde damals von dem Architekten Josep Fontsere gestaltet. Unterstützt wurde er dabei von dem noch jungen und unbekannten Architekten Antoni Gaudi, der bei der Gestaltung des Kaskaden-Wasserfalls half. Er verewigte sich auf dem Brunnen, der sich im See befindet. Das Wasserbecken des Brunnens wird von einer sehr häufig bei Gaudi zu findenden Figur bewacht: einem steinernen Drachen. Auch heute lohnt sich ein Blick auf dieses erste Werk des Meisters. Bei einem Rundgang durch den Park gibt es aber noch viel mehr zu entdecken.

Die Reiterstatue von General Prim kann man am nordwestlichen Eingang des Parks bestaunen. Das Parlament kann bei einer Führung jeden 1. Freitag im Monat besichtigt werden. In dem Parlamentsgebäude befindet sich auch das Museum für moderne Kunst. In dem Park gibt es viele Gebäude im Stil des Modernisme. Dazu zählt auch die Burg der drei Drachen, in der das zoologische Museum untergebracht ist. An diesem Gebäude sieht man sehr schön den Stil des Modernisme. Es wurden unterschiedliche Baustile und Techniken kombiniert. Neben der Burg ist der Wintergarten L'Hivernacle zu sehen, ein Pavillon aus Gusseisen und Glas. Darin befindet sich den Sommer über ein nettes Café, auch werden hier öfters Jazz-Konzerte abgehalten. Auch das Gebäude des geologischen Museums im neoklassizistischen Stil ist einen Blick wert. In dem Museum gibt es eine große Sammlung von Mineralien zu bestaunen. Eine beeindruckende Atmosphäre bietet das Umbracle, ein tropisches Gewächshaus, für Pflanzen, die Schattenplätze bevorzugen.

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Pavillon Mies van der Rohe

Der Pavillon Mies van der Rohe symbolisiert die moderne Entwicklung in Architektur. Ursprünglich war das Gebäude vom deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe entworfen und anlässlich der Weltausstellung 1929 in Barcelona gebaut worden. Daher trägt der Pavillon auch den Namen „Der Deutsche Pavillon“. Nach der Weltausstellung wurde der Pavillon abgerissen. 1986 wurde der Pavillon nach den Originalplänen an selber Stelle wieder rekonstruiert.

Heute ist der Pavillon eine der bedeutendsten Arbeiten von Ludwig Mies van der Rohe. Seine innovativen architektonischen Strukturen markierten eine radikale Wendung in der Darstellung des Raumes und beeinflussten die Entwicklung der modernen Architektur.

Wenn Sie das Museum betreten werden ihnen die verwendeten sehr eleganten Materialien auffallen wie vier verschiedene Marmorarten, die Verwendung von Glas und Stahl.

Die Ludwig Mies van der Rohe Stiftung hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1983 zur Aufgabe gemacht das Wissen über den Pavillon zu bewahren und weiter zu geben.

Der Pavillon hat täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

Pavelló Mies van der Rohe

Pavelló Mies van der Rohe- A work that symbolises the Modern Movement. The building was originally designed and used as the German National Pavilion for the 1929 Barcelona International Exhibition, that is why the building is also know as “the German Pavilion”. After the exhibition the building was demolished. Given the significance and the importance of the Pavilion, the building was reconstructed on its original site in 1986 (Av. Francesc Ferrer i Guardia, 7 – Metro Placa Espanya / bus 13 and 50 / Bus Turístic and Barcelona City tour: Stop CaixaForum-Pavelló Mies van der Rohe).

Today the Pavilion is one of the most important works of Ludwig Mies van der Rohe. Its innovative architectural structure marked a radical change in the layout of space and greatly influenced the development of modern architecture. When entering the building you will notice the elegant materials used such as four different kinds of marble , glass and steel. The Fundació of Ludwig Mies van der Rohe is in charge of conserving and sending out knowledge about the pavilion since 1983.

The pavilion is opened daily from 10:00 to 20:00 hours.

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Poble Espanyol

Spanische Kultur und Lebensweise

Eine besondere Sehenswürdigkeit und einen tollen Blick in die spanische Lebensart bietet das Spanische Dorf am Fuße des Montjuic. Auf fast 50.000 Quadratmetern lässt sich hier die vielfältige spanische Kultur erleben. Den Eingang bildet der Nachbau des Stadttors der kastilischen Stadt Avila. Das Spanische Dorf ist eine Art Freilichtmuseum, das die charakteristischen Nachbildungen von Häusern aus allen spanischen Regionen zeigt. Dazu gehören die Regionen Kastilien, Andalusien, Aragon, Baskenland, Extremadura und Katalonien. Daneben können in vielen Häusern Handwerkskünste bestaunt werden, zum Beispiel Glasbläserei. Diese Produkte können dann in den Geschäften erworben werden. Hungrigen stehen viele Restaurants zur Verfügung, Tänze sind auf der Flamenco-Bühne zu sehen. Das Dorf ist immer gut besucht, hier kann man Fremde wie Einheimische treffen.

Das Poble Espanyol wurde zu der Weltausstellung 1929 errichtet. Es beherbergt 117 Bauten, die eigentlich nach der Ausstellung wieder abgerissen werden sollten. Aber die große Beliebtheit des Dorfes bei den Einwohnern der Stadt hielt es am Leben. Allerdings verfiel das Dorf zu Zeiten der Herrschaft von Franco aufgrund der Unterdrückung der katalanischen Kultur. Erst im Jahr 1990 wurde das Dorf dann wieder auf Vordermann gebracht. Auf dem Gelände des Spanischen Dorfes lässt sich schon mal ein ganzer Nachmittag verbringen. Man sollte sich also ein wenig Zeit nehmen, um auch alles zu sehen. Die Eintrittspreise in das Dorf sind nicht sehr hoch, für Familien, Studenten, Rentner und Gruppen gibt es spezielle Preise. Im Poble Espanyol findet man neben traditionellem Handwerk auch moderne Theater und sogar verschiedene Diskotheken.

Im Sommer finden im Spanischen Dorf immer wieder unterschiedliche Veranstaltungen statt. Es lohnt sich, sich vorab zu informieren, was gerade so in dem Dorf los ist. Einen Kalender findet man auf der Webseite des Dorfes. Im Poble Espanyol gibt es zwei Diskotheken, fünf Schulen, 20 Geschäfte und siebzehn Bars und Cafés. Hier ist also immer etwas los, das ist kein staubiges, altes Museum. Im Spanischen Dorf tobt das Leben. Auch Picknickplätze findet man hier. In diesem Dorf fahren übrigens keine Autos, was die ganze Sache noch angenehmer macht. Hier lässt es sich eine Weile aushalten. Die spanische Kultur kann hier nicht nur betrachtet, sondern auch gefühlt werden. Mit der Barcelona Card erhält man übrigens 25 Prozent Rabatt auf den Eintrittspreis.

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Nachtleben von Barcelona

Feiern bis in den Morgen

Wenn Barcelona für etwas bekannt ist, dann für sein aufregendes und pulsierendes Nachtleben. Das liegt schon an den Spaniern selbst, die so oft wie möglich weggehen und nur zum Schlafen nach Hause finden. Dabei gibt es nicht nur die Möglichkeit in einem Klub das Nachtleben zu genießen, man es kann es auch ruhiger angehen lassen. Schöne Stunden auf überfüllten Terrassen sind ebenso möglich, wie ein kleines Feierabendbier in einer Kneipe, ein Essen im schönen Ambiente mit dem Freund oder der Freundin in einem Restaurant oder einfach entspannen in einem Café. Alle Spanier lieben das gute Essen und Trinken und sind volle Lebensfreude. Der Lifestyle in Barcelona ist also geprägt von Freude und Genuss.

In Barcelona bieten sich viele Orte zum Weggehen an. Schicke Cafés, moderne Designerbars, verrauchte Pubs, Cocktailbars, Discos aller Musikrichtungen und gemütliche Jazzsalons stehen den Nachtschwärmern zur Verfügung. Das typische Café gibt es in Barcelona allerdings nicht, meistens trinken die Einheimischen ihren Kaffee in Bars. Wer einen Kaffee bestellt, erhält normalerweise einen Espresso. In den Granjas und Xocolaterias bekommt man neben Kaffee auch verschiedene Schokoladen und Gebäck. Wer spät essen gehen will, kann beruhigt sein, denn in Spanien geht man so spät essen, wie in sonst keinem anderen Land. Mittags kann man dann allerdings Pech haben und vor verschlossenen Türen stehen. Man kann in Barcelona in einem der traditionellen Restaurants essen gehen oder in einer der vielen Tapas-Bars, wo zum Getränk mehrere kleine Essensportionen bestellt werden können. Diese Tapas-Bars sind vor allem bei Touristen beliebt. Da das Nachtleben in den Klubs erst spät beginnt, verbringen viele Spanier die Zeit vor dem Klubbesuch mit Bar-Hopping. Dabei geht man von einer Bar zur anderen und genehmigt sich den ein oder anderen Drink. In Barcelona gibt es auch viele Musikbars, wo die Gäste bestens unterhalten werden. Diese findet man vorwiegend in Barcelonas Altstadt, zum Beispiel am Placa Reial. Das Klubleben beginnt dann erst spät in der Nacht und endet meist im Morgengrauen oder am nächsten Mittag. Hier sollte man ein wenig Ausdauer mitbringen. Die Clubtour sollte man nicht vor 2 oder 3 Uhr beginnen, denn dann sind die Clubs noch leer. Die Klubs in Barcelona sind über die ganze Stadt verteilt.

Die berühmten Fontänen am Placa de Espana in Barcelona
Die berühmten Fontänen am Placa de Espana in Barcelona
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Florian Behrend

Die Szeneklubs und die stylishen Discos werden von Türstehern bewacht, die nicht unbedingt jeden reinlassen. In viele Discos kommt man mit Turnschuhen oder ausgewaschenen Jeans nicht hinein, es ist also ratsam, sich etwas schicker zu kleiden. Je nachdem, in welchen Klub man will, sollte man das passende Outfit wählen. Sich vorab zu informieren kann hierbei hilfreich sein. Für das restliche Nachtprogramm kann man sich aber leger kleiden. Der Eintritt in die Klubs und Diskotheken hängt immer vom Wochentag, dem Programm und dem Eindruck des Türstehers ab. Manchmal erhält man zum Eintritt ein Freigetränk. Manche Klubs haben eine Gästeliste und lassen bei voller Besetzung sonst niemanden hinein. Es ist aber gar nicht schwer, sich selbst auf eine solche Gästeliste zu setzten. Viele findet man bei Facebook oder man googelt einfach nach den Gästelisten der Klubs. Manchmal sind in der Stadt auch Flyer ausgelegt, die einen freien Eintritt versprechen. Diese werden auch oft vor den Klubs verteilt. In den Klubs und Discos wird ganz unterschiedliche Musik gespielt.

Es gibt viele Gegenden, die sich zum Ausgehen eignen. Als idealer Ausgangspunkt sollte Barri Gotic und die Ramblas dienen, die zentral gelegen sind. Hier gibt es viele Bars, Kneipen und Klubs. Die Qualität unterscheidet sich aber stark und einige Touristenfallen lauern. Außerdem sollte man hier in den Kneipen auf seine Wertgegenstände achten. Bars und Klubs im Übermaß gibt es in L'Eixample im Norden des Stadtkerns. Diese sind allerdings weit verstreut. Hier findet man auch eine große Szene für Homosexuelle. Ein weiterer Tipp ist das Einkaufszentrum Maremagnum direkt am Meer. Neben Läden gibt es dort auch viele Klubs, die nachts ihre Pforten öffnen. Hier gibt es von Techno, über Salsa bis hin zu irischen Kneipen wirklich alles. Etwas Geld sollte man aber dabei haben. Ein gutes Ziel im Sommer ist der Port Olimpic, der olympische Hafen. Dort gibt es eine große Klubmeile mit schönen Terrassen. Dieser Platz ist gerade für Gruppen zu empfehlen, da keiner der Klubs hier eine Grundgebühr erhebt.

Beleuchtete Gasse in Barcelona
Beleuchtete Gasse in Barcelona
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Chris

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Unterkunft in Barcelona

Viele Touristen, zu wenige Zimmer

Barcelona ist eine große Stadt und bietet deswegen auch vielfältige Möglichkeiten einer billigen Unterkunft. Neben den über 200 Hotels und den zahlreichen Jugendherbergen gibt es auch viele private Vermieter. Zimmer in Wohngemeinschaften, Ferienwohnungen und Bed & Breakfast-Angebote gibt es fast überall in Barcelona. Gerade in einer spanischen Ferienwohnung lässt sich die spanische Kultur am besten kennenlernen. In jedem Stadtteil können solche Apartments gemietet werden. Wer es ganz billig haben möchte, kann natürlich auch einen der Campingplätze außerhalb der Stadt wählen und dort zelten. Alles in allem bietet Barcelona für junge Leute viele Unterkünfte an, es ist aber nicht ganz einfach, eine solche in der Hauptsaison zu ergattern. Außerdem sollte man schon ein wenig Geld dabei haben, denn ganz billig ist Barcelona auch bei den Unterkünften nicht.

Unterkunft in Barcelona
Eine Unterkunft findet sich immer.
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Kristina-Bösenberg

Barcelonas Hotels sind nicht gerade günstig. Wer also in einem Hotel absteigen möchte, sollte mit 85 bis 110 Euro pro Nacht rechnen. Im Sommer sind alle Hotels restlos ausgebucht, denn in Barcelona gibt es immer mehr Touristen wie Betten. Es ist also ratsam, schon frühzeitig ein Zimmer zu reservieren, wenn man einen Barcelonatrip plant. Wer vor Ort noch ein Zimmer ergattern möchte, sollte sich um 11 Uhr morgens auf die Suche machen, wenn viele Leute gerade auschecken. Eine billigere Alternative ist allerdings eine Jugendherberge. Hier kostet das Zimmer zwischen 15 und 45 Euro je nach Größe, Anzahl der Betten und Ausstattung. Normalerweise ist eine Jugendherberge nicht günstiger als eine Pension, einzige Ausnahme ist während der Hauptsaison. Allerdings sind die preiswerten Jugendherbergen und Pensionen im Sommer meist ausgebucht und nehmen keine Reservierungen an. Es ist also eher ein Glücksfall, ein solches Zimmer zu ergattern.

Eine gute Alternative zur überbuchten Jugendherberge und zum teuren Hotel ist ein privates Zimmer. In Barcelona vermietet fast jeder ein Zimmer und in den meisten Fällen kann man innerhalb von einer Woche eine schöne Unterkunft finden. Informationen zu freien Zimmern erhält man entweder im Metropolitan Magazin, im Youth Information Center oder in der Universität. Auch im International House auf dem Calle Trafalgar kann man ein günstiges Zimmer finden, dort vermieten viele Studenten ihre Wohnungen. Nicht alle Zimmer werden aber an Urlauber vermietet, meistens wird ein längerfristiger Mietvertrag angestrebt. Wer also nur ein paar Tage oder Wochen bleiben möchte, sollte sich eine Ferienwohnung mieten. Apartments werden von vielen Leuten in der Stadt vermietet und diese sind oftmals nicht teurer als ein 2-Sterne-Hotel. Eine Ferienwohnung kostet ungefähr 70 Euro pro Nacht. Die Apartments sind komplett ausgestattet, so kann auch mal selbst gekocht werden und man bleibt für sich.

Im Internet gibt es auch diverse Anbieter, die es einem recht einfach ermöglichen ein für sich passendes Feriendomzil zu finden.

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öffentlicher Nahverkehr

Schnell und sicher zum Ziel

Diese Straßenbahn fährt in Barcelona seit 1901 bis zur Station Funicular de Tibidabo
Diese Straßenbahn fährt in Barcelona seit
1901 bis zur Station Funicular de Tibidabo
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Ulrich E.K. Schmidt

Der öffentliche Nahverkehr in Barcelona ist sehr gut ausgebaut. Man kann entweder mit der Metro zu seinem Ziel gelangen oder aber mit den Stadtbussen. Auch eine Taxifahrt bietet sich an, um einen Ort zu erreichen. Die Metro, die Busse und die Tram fahren alle in einem engen Takt und das bis spät in die Nacht hinein. So gelangt man schnell zu jedem beliebigen Ort in Barcelona. Zu dem Netz an Verkehrsmitteln zählen aber auch die Seilbahnen, Standseilbahnen, Eisenbahnen, Sightseeing-Busse, Nahverkehrszüge und Nachtbusse. Auch die U-Bahnen, Busse und Züge des katalanischen Nahverkehrs bringen einen sicher an das Ziel. Alle diese Verkehrsmittel sind in einem Verkehrsverbund zusammengeschlossen, daher ist ein Ticket auch für nahezu alle Verkehrsmittel gültig.

Die Tickets erhält man an allen Metrostationen oder Stationen des Verkehrsverbunds. Die Fahrscheine können entweder am Automat gelöst oder an einem Kassenhäuschen erworben werden. Zu dem Verkehrsverbund gehören die Linienbusse, die Tram, die Metro und die Standseilbahn auf den Montjuic, für diese kann dasselbe Ticket verwendet werden. Bei einem Umstieg in die U-Bahn muss man aber ein neues Ticket lösen. Bei einer Fahrt mit der Metro oder der Tram braucht man sich um Fahrpläne keine Gedanken zu machen, diese verkehren im Minutentakt. Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen in unmittelbarer Nähe zu einer U-Bahn oder Tram-Station. Sich in der Metro zurechtzufinden, ist nicht schwer. Am besten besorgt man sich einen Linienplan der fünf Linien.

In Barcelona gibt es über 200 Buslinien, wovon jede ihren eigenen Plan hat, denn ein Gesamtplan wäre sehr unübersichtlich. Um den richtigen Bus zu finden, fragt man am besten im Hotel nach. Die Einheimischen können Auskunft über die richtige Linie geben. Da weder Metro noch Linienbusse die ganze Nacht hindurchfahren, gibt es noch die Nachtbusse, die die Passagiere die ganze Nacht über transportieren. Fast alle Linien der Nachtbusse halten am Placa Catalunya. Eine gute Alternative für die Nacht ist auch das Taxi. Für europäische Verhältnisse sind die Preise sogar recht günstig. Taxis gibt es in großer Anzahl in der Stadt. Über 4.000 Taxis und 260 Taxistände gibt es in Barcelona. Ein Taxi kann aber auch einfach herangewunken werden. Die Taxis kann man telefonisch bestellen. Die Züge in die Vororte werden von der FGC, der katalanischen Eisenbahngesellschaft betrieben. Die Züge fahren an der Küste entlang zu den weiter entfernten Orten, außerdem fahren sie zum Flughafen. In Barcelona verkehren die Züge dann unterirdisch und fügen sich in das restliche Verkehrsnetz ein.

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Szenetreffs

Hier steppt der Bär

Szenetreffs
Szenetreffs
Quelle: pixelio.de        Fotograf: memephoto

Die Szene in Barcelona ist recht groß und es ist für jeden Geschmack etwas zu finden. Dennoch gibt es einige Klubs und Bars, die man gesehen haben sollte. Im Stadtteil Barceloneta finden sich einige dieser gut besuchten Einrichtungen. Eine neue Errungenschaft im Nachtleben der Stadt ist das Le Kashba, eine Bar mit marokkanischen Einflüssen. Hier wird abends immer House Musik gespielt. Restaurant und Bar in einem ist das Vaixell de Luz de Gas, welches sich auf einem Boot am Hafen von Barcelona befindet. Interessant in diesem Gebiet sind auch der Baja Beach Club am Hafen mit amerikanischem Essen und der Danzatoria Club in einer alten Industriehalle. Dieser Klub gilt als chic und stylish, gespielt wird vor allem House.

In Barri Gotic, dem gotischen Viertel, gibt es auch ein reges Nachtleben. Besonders zu empfehlen sind hier das Arc Café und das Café Royal. Das Sidecar ist eine der alt eingesessenen Bars in Barcelona. Trendige junge Fans von elektronischer Musik kommen im City Hall voll auf ihre Kosten, Funk und Hip-Hop wird im Jamboree geboten. Liebhaber von lauten und rockigen Tönen sollten das New York besuchen, dort wird Rock und alternative Musik gespielt. Im Bezirk Eixample gibt es eine der besten Cocktailbars der Welt. Das Dry Martini bietet eine Mischung aus Eleganz und Behaglichkeit. Als ruhige Oase im Zentrum präsentiert sich die Bar Guardarropia. Auch abtanzen lässt es sich in diesem Viertel. Funk und Discosound gibt es im La Boite, Pop und Rock spielt das La Fira, elektronische Musik kann man sich im Sala Cibeles, dem Mond-Club, anhören. In diesem Klub gibt es viele junge Besucher.

Im Stadtteil El Born gibt es eine kubanische Bar mit vielen leckeren Cocktails. Das El Copetin ist beliebt und über alle Trends erhaben. Eine kleine, aber feine Bar ist das Gimlet, wo es nur einen Kellner gibt. Hier wird oft Jazzmusik gespielt. Auch die Weinbar Va de Vi und die mexikanische Bar Upiaywasi befinden sich in diesem Bezirk. Tanzen kann man im La Paloma, wo Latin und Pop Musik gespielt wird oder zu Rockklängen im Magic oder zu elektronischen Tönen im Republica. Ein weiterer Bezirk für reges Nachtleben ist die Gegend El Raval. Retro-Ambiente, elektronische Rhythmen und Leute aus aller Welt kann man im Benidorm, dem früheren Olivia erleben. Lounge und Dance Musik gibt es in der Bar Lupino, House Musik und leckeres Essen serviert das Salsitas. Nette Atmosphäre für junge Leute mit modernen Popklängen findet man im Enfants, einem antiken Rocktempel. Ein wirklich hipper Klub ist auch das Moog, wo elektronische Musik gespielt wird, außerdem Pop und Discosound.

Das sind die wichtigsten Stadtteile mit den bekanntesten Klubs und Bars, aber auch in anderen Bezirken der Stadt findet man noch gute Ausgehmöglichkeiten, so etwa in Gracia, in Poble Sec, in Sant Marti, in Santalo und auf den Bergen Montjuic und Tibidabo. Eines ist jedenfalls sicher, Langeweile kommt in dieser pulsierenden Stadt nie auf. Was heute "in" ist, kann allerdings morgen schon wieder "out" sein. Am besten man hört sich ein wenig bei den Einheimischen um, welche Bars und Klubs gerade angesagt sind.



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