Alpen Tipps - Die Alpenseen und Täler
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Comer See
Der Comer See oder „Lago di Como“, wie die Italiener ihn nennen, ist mit einer Gesamtwasserfläche von 146 km², neben Lago Maggiore und Gardasee, der drittgrößte See Italiens. Der See ist 51 km lang und ca. 4,2 km breit. Seine tiefste Stelle erreicht er mit 425 m bei dem am südlichen Ufer gelegenen Nesso. Durch den ehemaligen Adda Gletscher, in Form eines umgekehrten „Y“, erhielt der Comer See seine typische Form. Jedoch durchfließt der Fluss Adda von Colico bis Lecco noch heute den See. Die einzige Insel, über die der See verfügt, die „Isola Comacina“, war schon in der Antike bewohnt. Die Siedlungen wurden jedoch bereits im 12. Jahrhundert von Truppen aus der Stadt Como zerstört. Der See ist nicht nur bei den Touristen beliebt, sondern viele Berühmtheiten haben sich hier niedergelassen. Ein Umstand, der sicherlich durch seine üppige Vegetation und seinem milden Klima zu verdanken ist. Z. B. hat der ehemalige Bundeskanzler, Konrad Adenauer, hier seine Memoiren verfasst.
Viele kleine und größere Orte, idyllische Kurorte mit den verschiedensten Sehenswürdigkeiten und wunderschönen Parks, säumen die Ufer des Comer See. So ist u. a. der sogenannte „Heilige Berg“ bzw. „ Sacro Monte di Ossuccio“ am westlichen Ufer des Sees, das Ziel vieler Touristen und Pilgern. Am Hang umgeben von prachtvollen Pflanzen und Blumen, befinden sich die kleinen Kapellen, die das Mysterium des Rosenkranzes symbolisieren. Sie weisen den Weg zu der, von 1635 bis 1710 erbauten Wallfahrtskirche der „Heiligen Jungfrau der Rettung“. Seit 2003 als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes gehört der „Heilige Berg“ zu den Sacri Monti des Piermonts und der Lombardei. Von Bellagio aus führt eine Fahrt mit der Fähre oder einem Boot in den wohl romantischsten Ort des Sees, nach Varenna. Einem besonderen Ort mit kleinen verwinkelten Gassen und einer außergewöhnlichen italienischen Gartenbaukunst. Nicht weit von Varenna entfernt, am Ende des Esino Tals auf einem Hügel, befindet sich das Schloss von Vezio aus dem 14. Jahrhundert. In seinem Schlossgarten führt der Falkner, Castiglioni Luca seine abgerichteten Raubvögel vor.
Die Stadt Como ist der Hauptort des Sees. Die Seemetropole hat sich seit dem 15. Jahrhundert durch die Seidenindustrie einen Namen gemacht. Bis zum 2. Weltkrieg wurde die Seide durch eigene Raupenzucht selbst produziert. In der heutigen Zeit hat nur noch die Verarbeitung, der aus Fernost importierten Seide, eine große Bedeutung. Informationen über die Seidenherstellung erhalten Interessierte im „Museo Didattico della Seta“. Der wichtigste Zeuge aus der Vergangenheit ist der 1398 begonnene gotische Dom, der erst im 15. Jahrhundert mit seiner Fassade vollendet wurde. Eines der Hauptattraktionen, welches zwischen den See Armen Lecco und Como liegt, ist die kleine Stadt Bellagio. Dessen Altstadt mit den geschichtsträchtigen Mauern eines mittelalterlichen Verteidigungssystems umgeben ist, seinen Palazzi inmitten von Parkanlagen sowie die romanische Pfarrkirche „Basilica San Giocomo“ lohnen unbedingt für einen Besuch.
Die Liebhaber von Oldtimern wie auch den neuesten Nobelkarossen und Sportwagen kennen natürlich den Ort Cernobbio. Im Park der Villa d’Este werden in einer jährlichen Automobil-Show die Autos von bekannten Automobilherstellern vorgeführt. Außerdem kann der Ort selbst mit wertvollen Kunstschätzen aufweisen. In der Kirche „San Vincenzo“ befinden sich u. a. kostbare Holzschnitzereien aus dem 17. Jahrhundert.
nach obenVierwaldstättersee
Der, in der Zentralschweiz befindliche, Vierwaldstättersee ist mit seiner 114 km² großen Wasserfläche die Heimat der größten Binnenschifffahrt in ganz Europa. Eingebettet in einem wunderschönen Bergpanorama umfassen seine Ufer eine Länge von 162 km. Seinen Namen verdankt der See dem Umstand, dass die vier Schweizer Kantone Luzern, Unterwalden, Schwyz und Uri, an seine Ufer angrenzen. Dieser See ist nicht nur bekannt, sondern ebenso als Winter- und Sommerziel bei seinen Besuchern beliebt. Denn See und Berge liegen nah beieinander, sodass sich die Höhen mit dem dichtesten Bergbahnnetz der Welt schnell erklimmen lassen. Im Sommer kühlt ein Sprung ins Nass die erhitzten Leiber, die gerade eine Fahrradtour oder eine Bergwanderung hinter sich haben. Aber ebenso bringt der Winter durch die kurzen Anfahrtszeiten in die naheliegenden Skigebiete seine besonderen Vorteile.
Die wohl bekannteste Stadt am Vierwaldstättersee, die zu den schönsten der Welt zählt, ist Luzern, deren Entstehung durch die Alemannen, bis ins 7. Jahrhundert zurückreicht. Den besten Blick über die Stadt erhält, wer sich auf den Hausberg bzw. das Bergmassiv, des über 2000 m hohen Pilatus begibt. Luzern hat viele beeindruckende Bauten vorzuweisen. Darunter die weltberühmte Kapellbrücke, einer Holzkonstruktion, der Wasserturm oder der erste sakrale barocke Bau der Schweiz, die Jesuitenkirche. Ebenso die Museggmauer, der Stadtbefestigung, die im 13. Jahrhundert entstand. Nur knapp 36 km entfernt, liegt das weithin berühmte Engelberg, das sowohl durch seine Wintersportaktivitäten als auch durch das, 1120 gegründete, Benediktiner Kloster mit dem gleichen Namen. Das Kloster ist die Ausbildungsstätte der Vatikanbewacher, die sogenannte „Schweizer Garde“.
Durch die Feder von Dichterfürst Friedrich Schiller wurde die Stadt Küssnacht verewigt, die im Zentrum der Schweiz liegt. Die berühmteste Örtlichkeit der Stadt, die „Hohle Gasse“ erstreckt sich zwischen Küssnacht und Immensee. In diesem Hohlweg soll der Landvogt Hermann Gessler 1307 durch die Hand von Wilhelm Tell sein Leben gelassen haben. Die Umgebung der Stadt stellt ein besonderes Erholungs- und Wirkungsgebiet für Wanderer und Wintersportler. Wegen seines milden Klimas und seinem üppigen Pflanzenwuchs wird das Gebiet um die Kur- und Badeorte Weggis und Gersau, auch als Riviera der Zentralschweiz bezeichnet. Dabei hat sich Weggis durch die Erste, im Jahr 1871, gebaute Vitznau-Rigi-Bahn, der ersten Zahnradbahn Europas, einen Namen gemacht.
Auf der gegenüberliegenden Seeseite von Weggis liegt die relativ kleine Stadt Stans, der Hauptstadt des Kantons Nidwalden, umringt von Stanserhorn, Buocherhorn und Bürgenstock. Nachweislich gab es die ersten Siedler hier so um das 2. Jahrhundert, was die gallorömischen Brandgräber belegen. Die erste Erwähnung der Stadt Stans erfolgte im Jahr 1172. Die Geschichte der Stadt wird aufgezeigt u. a. durch die Pfarrkirche aus dem frühen Barock, hübsche Patrizierhäuser im Stil italienischer Palazzi, das Rathaus oder das Höfli. Aus dem 15. Jahrhundert stammt das Winkelriedhaus, welches heute das Museum für Kultur und Brauchtum im Kanton Nidwalden beherbergt.
Zwischen Luzern und Stans, so ca. auf halber Strecke, liegt der Ort Hergiswil, der sich durch die Tradition der Glasbläserei einen Namen machte. Die „Glasi“ ist die älteste Glashütte in der Schweiz und wurde 1996 vom Europarat sogar als eines der schönsten Museen in Europa geehrt. Hier kann der Besucher einen Eindruck der 190-jährigen Geschichte dieses Handwerks und diesem, schon sehr alten, Material eindrucksvoll gewinnen.
nach obenAchensee
Im Norden von Jenbach etwa 380 m über dem Tal der Inn erstreckt sich der Achensee, der größte See im österreichischen Bundesland Tirol. Mit seiner Wasseroberfläche von knapp 7 km², einer Länge von 9,4 und einer Breite von 1 km, begrenzt er mit dem Achental das Karwendelgebirge im Westen und die Brandenberger Alpen im Osten. Seine tiefste Stelle misst etwa 133 m. Das sogenannte „Tiroler Meer“, ist bekannt durch seine außerordentliche Wasserqualität, die nahezu Trinkwasserniveau erreicht. Entsprechend einem echten Gebirgssee ist die Wassertemperatur allerdings recht kühl und erwärmt sich höchstens bis zu 20 °C, aber dafür ist dem Achensee ein großer Reichtum an Fischen beschieden. Trotzdem sind die Orte am Achensee beliebte Ferienziele. Dazu gehört im Süden die Gemeinde Eben mit den Ferienorten Pertisau, Maurach und Buchau. Im Norden ist es die Gemeinde Achenkirch mit ihren Ortsteilen Achenseehof mit seinem Strandbad und Scholastika mit dem Hotel.
Die Achenseestraße führt entlang des Ostufers, durch zahlreiche Tunnel unterbrochen, von Achenkirch nach Maurach. Das Südufer mit Eben, Seespitz und Pertisau ist durch eine Nebenstraße erreichbar. Das westliche Ufer des Achensees ist nur auf einem Wanderweg zu begehen, der sich entlang der steilen Wände des Karwendelgebirges mit den Gipfeln von Seekarspitze und Seebergspitze erstreckt. Dabei überquert der Weg, der zum Aussichtspunkt Prälatenbucht führt, mehrere Kare sowie den Bach, der die Gaisalmklamm durchfließt. Das gesamte Achenseegebiet ist ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber, ganz speziell der Alpenpark Karwendel. Er ist der größte Naturpark in Österreich mit einer Gesamtfläche von 920 km², wobei 727 km² zu Österreich und der Rest zu Bayern gehören. Der Alpenpark ist somit einer der weitläufigsten natürlichen Landschaften in Mitteleuropa, der sich aus Schutz- und Landschaftsschutzgebieten zusammensetzt. Der Park umfasst etwa 101 Almen mit einer Futterfläche von ca. 10.000 ha, 350 Quellen sowie 1.305 verschiedene Pflanzen und 3.035 Tierarten. Außerdem sind hier die meisten Steinadler der Alpen beheimatet.
Im Achenseegebiet nördlich von Steinberg am Rofan nahe dem 2.195 m hohen Guffert, einem Kalkstock der Brandenberger Alpen, entdeckten Wanderer im Jahr 1957 eine Höhle, die sich nach Norden öffnet und als das „vorchristliche Quellheiligtum im Rofangebirge“ bekannt wurde. In diesem selten bewanderten Gebiet in einer Höhe von ca. 1.400 m befinden sich etruskische Schriftzeichen über einer Quelle in die Höhlenwände eingemeißelt. Die Zeichen verteilen sich über sieben Zeilen, die jedoch jeweils in einer anderen Zeit hinzugefügt wurden. Die Schriftzeichen wurden erforscht und auf eine Zeit von ca. 400 v. Chr. datiert.
Die Attraktionen am Achensee überhaupt sind sowohl die Dampfschifffahrt als auch die Schmalspur-Zahnradbahn, die den Tourismus erst möglich machten. Begonnen hat dies im Jahr 1887, als der Aufschwung des Fremdenverkehrs durch den Ausbau der Unterinntalbahn schon Früchte trug. Um dem Kloster St. Georgenberg-Fiecht bei Schwaz, zudem Achensee und Achental gehörte, finanziell auf die Sprünge zu helfen, wurde das Dampfschiff St. Josef auf dem See in den Dienst gestellt. Zur gleichen Zeit begann der Bau der Achenseebahn. Die 7 km lange Schmalspurstrecke von Jenbach zum Seespitz wurde 1889 eröffnet. Noch immer, wie vor 120 Jahren, werden Schiffe und Lok mit Dampf betrieben, um den Besuchern die besten Ausblicke am und über den Achensee zu bieten.
nach obenIdrosee
Inmitten der Brescianer Voralpen, von alten pittoresken Dörfern und bewaldeten, zwischen 1000 und 1400 m hohen, Bergen umgeben, liegt der oberitalienische Idrosee. Der, nur 11 km² große, 10 km lange und 1,9 km breite See, ist ein natürlicher Stausee, der von den Flüssen Chiese und Caffaro sein Wasser erhält. Immer Sommer erwärmt sich der Idrosee bis auf 25 °C und ist damit fast so warm, wie der, 20 km in südöstlicher Richtung liegende, Gardasee. Die Klimabedingungen sind ideal, denn durch den „Ander“, einem immer gleichbleibenden Wind, ist es niemals schwül, was auch die Abende und Nächte angenehm lau erscheinen lässt. Neben seinen großen Nutzen für den Fischfang, der hier schon seit langer Zeit betrieben wird, dient der Idrosee außerdem als Wasserreserve der Regionen Brescia und Mantua. Der Hauptort ist die Großgemeinde Idro, bestehend aus den Ortsteilen Tre Capitelli, Pieve Vecchia, Lemprato, Crone, Vantone, Paröle und Vesta. An der schmalen südlichen Seite des Sees gelegen, umfasst der Ort Idro eine Fläche von 22 km² mit unter 2000 Einwohnern. Da es in der Umgebung keine Neubauten gibt, scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, denn schmale Gassen mit alten Hoftoren und dahinter die, mit Blumen verzierten, Innenhöfe spiegeln unverkennbare italienische Lebensart wieder.
Überall gibt es Interessantes zu entdecken, was aus langer Vorzeit noch vorhanden ist, so wurden 1980 in Lemprato die Reste einer alten rätisch-römischen Ansiedlung und am Ufer des Sees, römische Grabsäulen entdeckt, die in der, aus dem 13. Jahrhundert stammenden, Kirche Santa Maria ad Undas di Pieve Vecchia verwahrt werden. Ebenso finden sich mittelalterliche Burgen, Kirchen und Bürgerhäuser oder Festungen, wie die Rocca d’Anfo. Diese aus dem 15. Jahrhundert stammende Festungsanlage am Rande des Ortes Anfo hat den Anschein, als wäre sie aus Fels gehauen. Idyllische Gassen führen zum historischen Ortskern mit der, im 14. Jahrhundert errichteten, Kirche S. Antonio. Von Anfo sind es nur ca. 14 km nordwestlich in den kleinen Gebirgsort Bagolino, ein Kleinod der mittelalterlichen Baukunst. Denn hier sind die Häuser hoch, reihen sich aneinander und sind über Freitreppen oder Laubengänge verbunden. Im Ortszentrum befindet sich die, im 17. Jahrhundert erbaute, Pfarrkirche San Giorgio. In deren Inneren sich die italienischen Maler Tiziano und Tintoretto mit ihren Werken verewigten.
Etwa 50 km südlich des Idrosees liegt die geschichtsträchtige Stadt Brescia, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz sowie die zweitgrößte Stadt der Lombardei. Die Stadt blickt auf eine über 3000-jährige Geschichte, die ihre erste Besiedlung in der Bronzezeit um 9 v. Chr. verzeichnet. Sie zählt zu den interessantesten Kulturstädten der Lombardei mit einer großen Anzahl von Bauwerken der Antike, des Mittelalters, der Renaissance und dem Barock. Im heutigen Ostteil der Stadt war die einst bedeutendste römische Siedlung von Oberitalien. Hier befinden sich noch die Ruinen eines Kapitolischen Tempels, den Kaiser Vespasian von 73 bis 74 n. Chr. in Auftrag gab. Sehenswert ist auch die „Pizza della Loggia“, der schönste Platz der Stadt Brescia, der mit dem prunkvollen Renaissancebau der Loggia, aus dem 15. Jahrhundert stammt. Ein schöner Anblick sind ebenso die beiden Häuser der Monti di Pietà aus dem 15. Und 16. Jahrhundert, die an der südlichen Seite des Platzes stehen.
nach obenUrlaub und Sehenswürdigkeiten in der Alpenregion
Königssee
Im südöstlichsten Zipfel von Bayern befindet sich der ca. 5,2 km² große Königssee, der zur Gemeinde Schönau, Landkreis Berchtesgadener Land, gehört. Der Ort ist westlich vom Tal der Ramsau begrenzt und nördlich offen. Die Gemeinde Schönau am Königssee ist der größte Fremdenverkehrsort im Berchtesgadener Land. Wobei die Region um den Königssee speziell für Bergwanderer, Naturliebhaber und Erholungsuchende im Besonderen hervorzuheben ist. Der Königssee ist ein fjordartiger, langestreckte Gebirgssee am östlichen Fuße des Watzmanns. Gespeist wird der See wesentlich durch den Saletbach, der vom südöstlich gelegenen Obersee zufließt. Der Königssee zählt mit seinem kristallklaren, smaragdgrünen Wasser zu den saubersten Seen in Deutschland. Um diesen Zustand weiter beizubehalten, wird der See mit 17 großen Elektromotorbooten befahren. Das erste dieser Boote wurde schon 1909 in den See gelassen. Die Bootsrümpfe bestanden bis 1998 immer nur als Holz, bis im gleichen Jahr die ersten neuen Boote mit einem Stahlrumpf ausgestattet wurden. Das weltbekannte Wahrzeichen des Königssees ist die Wallfahrtskirche St. Bartholomä (12. Jahrhundert) mit dem ehemaligen Jagdschlösschen, die nur über das Wasser zu erreichen sind. Berühmt ist ebenso das Echo, welches an der Westseite durch Trompeten- und Flügelhornbläser ausgelöst wird und dann mehrfach durch die umliegenden Berge widerhallt.
Der überwiegende Teil des Königssees liegt im Nationalpark Berchtesgaden, dessen Ausgangspunkt die Gemeinde Schönau am Königssee ist. Der Nationalpark Berchtesgaden ist mit einer Fläche von 210 km² der einzige deutsche Park dieser Art in den Alpen. Ein Teil des Parks umfasst ein Biosphärenreservat, das 1990 von der UNESCO ausgewiesen wurde. Sein Gebiet erstreckt sich weitläufig in den Gemeinden Ramsau und Schönau und grenzt sowohl östlich als auch südlich und südwestlich an das österreichische Bundesland Salzburg. Neben der geschützten Landschaft stehen prinzipiell alle Tier- und Pflanzenarten unter Naturschutz. Davon stehen einige sogar auf der Roten Liste. Zu den bisher bekannten Tieren, die sich im Park befinden, gehören 55 verschiedene Säugetiere, 100 verschiedene Brutvögel, 15 Fischarten, 8 Amphibien- und 6 Reptilienarten sowie 40 Gastvogelarten. Außerdem beherbergt der Nationalpark ca. 2000 Pilz-, 1000 Gefäßpflanzen-, 640 Flechten- und 400 Moosarten.
Für Besucher des Nationalparks wurden auf einer Länge von etwa 180 km Wege angelegt und gekennzeichnet, wie auch durch die Wimbachklamm am Fuße des Watzmanns und des Hochkalters. Dieses Naturdenkmal erstreckt sich rund 200 m, wo sich der Wimbach in Jahrtausenden seinen Weg durch die Klamm bahnte und eine einzigartige Geologie offenlegt. Vorherrschendes Gestein ist Dachsteinkalk, der sich aus dem Oberen Trias ablagerte und mit seinen vielen Versteinerungen in den Wänden, das einstige Vorhandensein eines Meeres vor rund 50 Millionen Jahren bestätigt. Zum Dachsteinkalk gesellen sich weitere Gesteine wie Hornstein, Flaserkalke, Radiolarite und Rotkalke.
Von Schönau am Königssee sind es nur ca. 7 km bis Berchtesgaden, einem Ort mit einem historischen Markt und prächtigen Bürgerhäusern, wie auch das Königliche Schloss Berchtesgaden, einem ehemaligen Stift der Augustiner-Chorherren. Etwa im Jahr 1102 errichtet, wurde es mehrmals umgebaut und kam 1810 in den Besitz des Bayrischen Königshauses. Aufgrund der ständigen Erweiterungen haben sich mit der Zeit auf relativ kleinem Raum unterschiedliche Stilepochen integriert, die sowohl Romanik als auch Gotik, Barock, Rokoko und Biedermeier aufweisen. Täler
nach obenLechtal
Das Alpental des Lechs umfasst seinen größten Teil in Tirol, einen kleinen Teil in Vorarlberg sowie den mittleren und unteren Teil in Deutschland, wobei Letzteres als dealpiner Lebensraum bezeichnet wird. Es befindet sich im Süden der Lechtaler Alpen, einer Gebirgsgruppe, die den Nördlichen Kalkalpen zugeordnet ist. Mit einer Fläche von knapp 1000 km² umfassen sie damit die weitläufigste Gruppe. Außerdem sind die Gipfel dieser Alpengruppe, die höchsten der Nördlichen Kalkalpen. Hier befindet sich auch die Parseierspitze mit 3.036 m, der einzige Dreitausender sowie die neun nächsthohen Gipfel, u. a. Dawinkopf (2.970 m), Südlicher Schwarzer Kopf (2.949 m), Gatschkopf (2.947 m), Bocksgartenspitze (2.939 m), Holzgauer Wetterspitze (2.898 m), Oberer Bocksgartenkopf (2.888 m), Vorderseespitze (2.888 m), Freispitze (2.887 m) und Eisenspitze (2.859 m). Die Gebirgsgruppe ist als beliebtes Wandergebiet erschlossen, da eine Vielzahl an Höhenwegen und Hütten mehrtägige Touren zu Fuß ermöglichen.
Im Norden wird das Lechtal von den Allgäuer Alpen begrenzt, die ebenfalls zu den Nördlichen Kalkalpen zählen. Sie sind auf ganzer Länge den Ostalpen vorgelagert und bilden somit den westlichen Rand der Kalkzone. Die Allgäuer Alpen befinden sich im Osten des Bodensees und erstrecken sich auf einem Gebiet von ca. 75 km Länge und 50 km Breite. Ihren Anteil teilen sich in Deutschland Bayern und Baden-Württemberg und in Österreich Vorarlberg und Tirol. Außerdem befindet sich hier Deutschlands südlichster Punkt in der Nähe des Haldwanger Ecks. Wobei Österreich mit den Bergen Großer Krottenkopf (2.657 m), Hohes Licht (2.652 m), Urbeleskarspitze (2.632 m), Steinschartenkopf (2.615 m), Marchspitze (2.610 m) und Bretterspitze (2.609 m) den größeren Anteil der Allgäuer Alpengipfel verzeichnet. Die Berge Hochfrottspitze (2.648,8 m), Mädelegabel (2.644 m), Bockkarkopf (2.608,5 m) und Biberkopf (2.599 m) werden von Deutschland und Österreich geteilt.
Mehrere Seitentäler gehen vom Lechtal ab, wie das auf der linken Seite abzweigende Hornbachtal, dem einzigen bewohnten Seitental, welches der Hornbach durchfließt. Die Besiedelung des hinteren Hornbachtals erfolgte über die Joch vom Allgäu aus. Ebenfalls linksseitig liegt das Tannheimer Tal. Dieses Hochtal in ca. 1100 m Höhe gehört zu den Tannheimer Bergen, einem Teil der Allgäuer Alpen in Tirol. Der Eingang des Tales befindet sich im oberen Lechtal bei Weißenbach und führt zum Oberjochpass, der zu Bayern gehört. Vils, Berger Ache, Nesselwänger Ache, Warpsbach und Weißenbach durchfließen das Hochtal, welches nordöstlich von den Klettergipfeln Schartschrofen, Rote Flüh, Gimpel und Kellenspitze, südlich u. a. von Gaishorn, Rauhhorn, Kugelhorn, Ponten, Bschießer, Kühgundkopf und Krinnenspitze und nordwestlich von Einstein, Brentenjoch und Aggenstein umringt wird.
Auf der rechten Seite des Lechtals verzweigen sich u. a. das Namlostal, das Bschlabsertal sowie das Gramaistal und das Kaisertal, dem ehemaligen Sparchental. Das Kaisertal befindet sich im Bezirk Kufstein im Tiroler Kaisergebirge zwischen dem Zahmen und dem Wilden Kaiser. Im Tal liegt die Ortschaft Ebbs, die bis zum Jahr 2007 nicht an das Straßenverkehrsnetz angeschlossen war. Auf der anderen Seite des Tals befindet sich die Gemeinde Kufstein an der Grenze zu Bayern. Sie bildet mit der Inntalautobahn und als deutsch/österreichischer Grenzbahnhof für die Strecken München-Innsbruck bzw. Salzburg sowie München-Innsbruck-Verona, die wichtigsten Nord-Süd- als auch Ost-West-Anschlussmöglichkeiten in Europa.
Das Kaisertal ist seit 1963 dem Naturschutzgebiet Kaisergebirge zugeordnet, einer Gebirgsgruppe, die sich aus den zwei Gebirgsketten Wilder und Zahmer Kaiser bildet. Das Gebirge gehört zu Tirol und befindet sich zwischen Kufstein und St. Johann. Das Naturschutzgebiet umfasst eine Fläche von 102 km², die zu den Gemeinden u. a. Kufstein, St. Johann und Walchsee gehört. Die Höhenunterschiede liegen im Naturschutzgebiet zwischen 480 und 2344 m, die nur einem Sessellift zum Brentenjoch überwunden werden. Das Naturschutzgebiet Kaisergebirge umfasst eine Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen- und Tierarten. Erwähnenswert ist ebenso die Tischofer Höhle im Kaisergebirge, die etwa 40 m lang und im Einstieg ca. 8,5 m hoch ist. Die Höhle diente schon in der Steinzeit Raubtieren als Unterkunft, erlangte jedoch in der Zeit der Napoleonischen Kriege einiges an Bedeutung für die einheimischen Aufständler. Funde aus der jüngeren Altsteinzeit, demnach älteste Fundstelle über menschliche Erzeugnisse in Tirol, werden auf der Festung Kufstein verwahrt.
Das Lechtal hat Sommer wie Winter einiges zu bieten wie u. a. das Phänomen des Doser Wasserfalls bei Häselgehr. Nördlich vom Ortsteil Luxnach erscheint üblicherweise am 24. April aus einer Felsengrotte ein Wasserfall, der sich in die Tiefe stürzt. Wie er plötzlich hervortobt, so verschwindet er am 11. November wieder. Obwohl es verschiedene Thesen darüber gibt, bleibt dieser ungewöhnliche Wasserfall ein Buch mit 7 Siegeln. Denn tritt er auch einmal etwas früher zutage, bleibt er kurz danach nochmals weg. Doch nicht nur Natur pur, sondern auch Historisches ist zu entdecken, wie an der einst wichtigen Römerstraße, der Via Claudia. Direkt gegenüber befindet sich eine der wichtigsten Festungsanlagen in Mitteuropa. Südlich über dem Ort Reutte auf einem Felsgipfel thront die Ruine Burg Ehrenberg mit der Schaufestung Schlosskopf, einer Klause und dem kleinen Fort Claudia. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert, die nach ihrer Errichtung diverse Male in verschiedene Hände fiel und dabei immer wieder als kriegerischer Kampfplatz im Mittelpunkt stand. Heute ist Burg Ehrenberg wieder ein Schauplatz, allerdings für die jährlich im Sommer ausgetragenen Ritterspiele Ehrenberg, der größten historischen Veranstaltung in Europa.
nach obenAostatal
Die autonome italienische Region Aostatal grenzt mit einer Fläche von 3.262 km² im Norden an das Schweizer Kanton Wallis, im Westen an das Département Rhône-Alpes, im Süden und Osten an die Region Piemont mit den Provinzen Turin, Biella und Vercelli. Um hierher zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem aus welcher Richtung. Von Deutschland aus geht es durch die Schweiz, passiert den Genfer See und dann entweder über den Großen Sankt Bernard oder in Richtung Aosta durch den Tunnel. Von Süden her führt der Weg von Mailand aus ins Aostatal. Das Aostatal ist gemäß der Fläche und der Bevölkerungsdichte die kleinste Region Italiens. Das gesamte Gebiet besteht aus verschiedenen Tälern der Alpen sowie dem Tal der Dora Baltea. Die Dora Baltea bildet sich bei Entrèves oberhalb von Courmayeur aus zwei Schmelzwasserbächen, der Dora di Ferret, die aus dem Val Ferret und der Dora di Veni, die aus dem Val Veny zufließt. Die Dora Baltea ist ca. 160 km lang und endet bei Crescentino im Po.
Das Tal des ersten Schmelzbaches Dora di Ferret liegt im Nordosten von Courmayeur und wird von der östlichen Gruppe des Mont-Blanc nach Süden hin begrenzt. Das 12 km lange Tal wird von Osten nach Westen von den italienisch-französischen Gipfeln Aiguille de Triolet, Aiguille de Talèfre, Aiguille de Leschaux, Grandes Jorasses, Dent du Géant, die bis zu 2.500 m hoch sind, überragt. In der südlichen Richtung sind die Berge niedriger und teilweise bewaldet. Das Val Ferret verläuft südlich des Mont Dolent unterhalb des 2.543 m hohen Col du Ferret und endet bei Entrèves. Das Tal der Dora di Veni befindet sich im Südwesten 2 km von Courmayeur. Es ist 11 km lang und beginnt unterhalb des 2.512 m hohen Col de la Seigne. Val Veny ist ein sogenanntes Trog- oder U-Tal, was ursprünglich von den Gletschern Ghiacciaio del Miage und Ghiacciaio del Brenva seine Form bekam, aber noch immer starken Veränderungen ausgesetzt ist.
Im Aostatal haben die Alpen ihre höchsten Berggipfel neben Mont Blanc (4.810 m), Monte Rosa (Dufour Spitze 4.634 m), Matterhorn (4.478 m) und Gran Paradiso (4.061 m) gibt es noch weitere 20 Gipfel, die eine 4.000 m-Marke übersteigen. Außerdem bedecken 250 Gletscher eine Fläche von etwa 120 km². Davon befindet sich der Brenva Gletscher auf der nach Süden gerichteten Seite des Mont Blancs in der Nähe des Tunneleingangs. Ein weiterer bekannter Gletscher ist der 10 km lange Miage Gletscher, der in einem Gletschersee endet. Jedoch sind es diese Naturschauspiele nicht alleine, die das Aostatal so attraktiv gestalten. Denn die Region Aoastatal umfasst in seinem Nordteil den Nationalpark Gran Paradiso, den regionalen Parco Naturale del Monte Avic sowie weitere kleine Naturschutzgebiete.
Das Aoastatal ist eine Attraktion für jeden Natur- und Gebirge Liebhaber, um die Möglichkeiten, die sich bieten zu nutzen. Doch ist dieses Tal auch ein Teil einer langen Geschichte, die schon bei den Kelten begann und im 25 v. Chr. von Römern fortgeführt wurde, als sie Augusta Praetoria, das heutige Aosta, gründeten. Aber auch Burgunder, Ostgoten, Langobarden und Franken haben einst die Finger nach dem Tal ausgestreckt. Die vielen geschichtsträchtigen Zeitzeugen, die von den Menschen hinterlassen wurden, sind im gesamten Aoastatal verstreut. So verteilen sich z. B. auf etwa 80 km insgesamt 82 Schlösser und Burgen, die zwischen dem 12. Und 18. Jahrhundert hier im Tal errichtet wurden, aber sich in ihrer Architektur sehr unterscheiden. Eines dieser historischen Gebäude ist das Schloss Issogne, das im Gotikstil erbaut, jedoch zwischen 1490 und 1510 restauriert wurde und dann sein jetziges Aussehen als Renaissanceresidenz erhielt. In Sichtweite von Schloss Issogne befindet sich am Eingang des Ayas Tales oben auf einem Felsen die Burg von Verres, deren Besonderheit die Würfelform darstellt. Dagegen ist die Burg von Fenis eine typische mittelalterliche Burg mit Zinnen in der Festungsmauer und ihren Türmen. Sie ist auch die, am besten erhaltene, Anlage aus dieser Zeit. Den Eingang des Aostatales ziert die Festung Bard, die auf einem Felsen eine sehr schmale Stelle des Tales überragt. Die Festung, wie auch der unterhalb liegende Ort Bard, wurden 1997 restauriert und zum Besichtigen hergerichtet.
Sehr sehenswert ist ebenso die Landeshauptstadt Aosta, die schon von den Römern am Alpenübergang Großer St. Bernard als Siedlung errichtet und genutzt wurde. Einiges aus diesen Zeiten ist heute noch in Aosta zu sehen. Außerdem befindet sich in der historischen Altstadt eine große, weitläufige Fußgängerzone. Die mittelalterliche Stadtmauer, deren Türme im Kern in kleinen und größeren Teilen noch aus römischer Zeit stammen, ist noch weitgehend vorhanden. Dazu gehört ein Stadttor, die Porta Praetoria und der davor stehende Triumphbogen, der Arco d’Augusto. Die ebenfalls in der Zeit von Augustus errichtete Brücke, Pont de Pierre, führte zur Römerzeit über einen Fluss, der nun an anderer Stelle verläuft. Da die Restaurierungsarbeiten der Reste des Amphitheaters noch nicht beendet sind, ist dieser Ort für die Besucher nicht freigegeben. Oberhalb der Stadt wurde ein Gutshof an einem Hang freigelegt und konserviert. Eine weitere römische Brücke, Pont-Saint-Martin, befindet sich in der Nähe von Aosta.
nach obenZillertal
Das breiteste Seitental im Süden des Inntals ist das Zillertal, das seinen Namen von Fluss Ziller erhielt. Er durchläuft das Tal mit einer Länge von 47 km von Süd nach Nord, um bei Strass sich mit dem Inn zu vereinigen. Seine Quelle, der Zillergrund, liegt auf ca. 2.460 m Höhe zwischen den Bergen Rauchkofel (3.251 m) und Klockerkarkopf (2.913 m), am Hauptkamm der Zillertaler Alpen nahe der Grenze zu Italien. Unweit der Gemeinde Jenbach und ca. 40 km östlich von Innsbruck ist die Abzweigung ins Zillertal. Das Tal erstreckt sich in etwa von Strass bis nach Mayrhofen. Hier unterteilt es sich nochmals ins Tuxer-, Zemm- und Stilluptal sowie in den Zillergrund. Im nördlichen Teil des Zillertals geht es in die unbesiedelten Täler Märzen- und Finsinggrund. Das Zillertal bildet die Trennlinie zwischen den Tuxer Alpen westlich und den Kitzbüheler Alpen östlich. Südlich, nahe Südtirol befinden sich die Zillertaler Alpen mit ihrem Hauptkamm.
Der Tuxbach, der dem 13 km langen Tuxertal seinen Namen gab, entspringt bei Hintertux und mündet bei Mayrhofen in die Ziller. Das Nebental des Zillertals endet am Hintertuxer Gletscher und ist die einzige Möglichkeit entweder mittels Straße oder Seilbahn auf den Gletscher zu gelangen. Ein weiteres Tal der Zillertaler Alpen ist das Stilluptal, welches durch den Stilluppbach entwässert wird. Sein Eingang ist Mayrhofen, wo der Talkessel nur sehr schmal ist und sich in südwestlicher Richtung bis zum Hauptkamm der Zillertaler Alpen erstreckt. An dieser Stelle tost auch der Stilluppbach durch die gleichnamige Klamm. Das Stilluptal wird vom Zillertaler Hauptkamm mit den Gipfeln von Wollbachspitze (3209 m) und Großem Löffler (3379 m), dem Floitenkamm mit Gigalitz (3001 m), Floitenturm (2805 m) und Dristner (2767 m) sowie dem Ahornkamm mit der Ahornspitze (2973) umringt. Nachbartäler vom Stilluptal sind nördlich und nordöstlich der Zillergrund, südöstlich das Ahrntal, südwestlich die Floite sowie westlich das Zemmtal. Hier befindet sich auch der 1969 angelegte Speicher Stillup, einem Stausee, der sowohl zur Energiegewinnung als auch dem Hochwasserschutz im Zillertal dient. Mit dem Stausee wurde auch die heutige Mautstraße gebaut.
In den Zillertaler Alpen wurde 1991 der Hochgebirgs-Naturpark mit 85 Gletschern auf einer Fläche von 400 km ² ausgewiesen. Der Naturpark beginnt im Bergsteigerdorf Ginzling in einer Höhe von 1.000 m und geht hinauf bis zum Hochfeiler auf 3.509 m. Der Hochgebirgs-Naturpark umfasst eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten in allen Höhenlagen, u. a. Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere. Außerdem finden sich verschiedene Kristallvorkommen, wie Zillertaler Granat, Bergkristall und Amethyst. Etwa 45 km in östlicher Richtung existieren die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern nahe zur italienischen Grenze. Die Wasserfälle bilden sich durch die Krimmler Ache, die gesamt über 385 m in drei Fallstufen hinabstürzt. Die Krimmler Wasserfälle sind somit die größten in Europa und die fünfthöchsten der ganzen Welt. Ein Wanderweg, der vom österreichischen Alpenverein etabliert wurde, leitet Bergwanderer direkt dorthin.
Neben der imposanten Bergwelt und der wunderschönen Natur hat das Zillertal in seiner Umgebung einiges an Kulturellem bzw. Historischem zu bieten. Mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h geht es mit der Dampflok betriebenen Zillertalbahn zurück in die Vergangenheit. Auf der Strecke zwischen Jenbach und Mayrhofen zeigt sich die Schönheit des Zillertals am besten. Etwa 50 km entfernt liegt die 700 Jahre alte Stadt Hall, die durch ihre Salzvorkommen bereits im 13. Jahrhundert einem regen Handel unterlag. Hall war daher im Mittelalter bedeutender und größer als Innsbruck. Ein Grund, dass die Stadt heute über die größte Altstadt des westlichen Österreichs verfügt. Zurückversetzt ins Mittelalter wird der Besucher am Oberen Stadtplatz mit dem Rathaus und die gotische Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Stiftskirche, die Herz-Jesu-Basilika, der noch immer einiges ihrer Renaissance-Fassade erhalten blieb, steht am Stiftsplatz, wie auch die erste barocke Kirche in Nordtirol, die Allerheiligenkirche. Im südöstlichen Teil der Stadt Hall befindet sich die Salvatorkirche mit einem der wenigen hochgotischen Gemälde in Nordtirol, dem “Jüngsten Gericht“ aus dem Jahr 1418. Die Stadt Hall ist eine gute Mischung aus historischer und moderner Architektur, die sich dennoch gut ergänzen. So finden sich moderne Gebäude sowohl in der Umgebung der Altstadt als auch u. a. im Kurpark.
Hoch über dem Inntal zwischen Jenbach und Stans präsentiert sich das Schloss Tratzberg, welches bereits zu Zeiten von Kaiser Maximilian I. für die Fugger als Jagdschloss diente. Das Schloss wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt, jedoch im 16. Jahrhundert durch ein Feuer völlig zerstört. Der österreichische Kaiser tauschte dann die Ruine gegen ein Schloss, das der Familie Tänzel, seinerzeit Silberbergwerkbesitzern, gehörte. Diese ließen dann den ersten Teil des heutigen Schlosses im spätgotischen Stil erbauen. Mit viel Prunk, doch kunstvoll mit Marmor, Holz und Eisen wurde das Schloss Tratzberg ausgestattet. Seit 1848 ist das Schloss Tratzberg der Wohnsitz der Grafen Enzenberg. Es wurde von ihnen renoviert zählt heute zu den renommiertesten Kunst-und Kulturdenkmälern des Landes Tirol. Dazu beigetragen hat der heutige Besitzer, der im Schloss wohnt und es mit Schlossführungen, Ritterladen und Restaurant zu einem modernen Unternehmen ausbaute.
nach obenKleinwalsertal
Im Bezirk Bregenz und zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehörend, liegt das Kleinwalsertal geographisch in den Allgäuer Alpen und hat keine direkte Straßenanbindung zum Land Vorarlberg. Das Tal ist nur auf einer Straße über Oberstdorf in Bayern zu erreichen. Das Kleinwalsertal wird fast komplett von hohen Gipfeln umringt, die zu den Allgäuer Alpen zählen. Neben den Bergen Hohe Ifen (2.230 m), Kanzelwand (2.058 m), Fellhorn (2.038 m) und Walmendinger Horn (1.990 m) ist der Große Widderstein mit 2.536 m der höchste. Von diesem Teil der nördlichen Ostalpen wird das Kleinwalsertal vom übrigen Österreich getrennt. Daher besteht auch nur die Verkehrsanbindung von Deutschland aus.
Das Kleinwalsertal war schon zu Zeiten der Steinzeit besiedelt, dies ist durch Funde wie Schaber, Pfeilspitzen und Feuerstellen belegt. Die älteste Erwähnung geht auf das Jahr 1059 zurück, als König Heinrich IV. dem Bischof von Augsburg mit einer Urkunde ein Gebiet übereignete, welches an das Kleinwalsertal angrenzte. Gleichzeitig wurde auch ein großer Bach als „praitahe“ und der höchste Berg des Tals als „widerostein“ benannt. Kein Zweifel, dass damit die Breitach und der Widderstein gemeint waren. Besiedelt wurde das Tal endgültige im 1270 als die Schweizer Volksgruppe Walser zuwanderten. Die alemannische Herkunft macht sich auch heute noch im Dialekt bemerkbar, der sich von dem, der umliegenden Gemeinden unterscheidet.
Das Kleinwalsertal wird von dem 21 km langen Breitach durchflossen. In Baad, einem Ortsteil von Mittelberg entsteht die Breitach durch das Zusammenfließen von Turabach, Derrenbach und Bärguntbach, die aus den gleichnamigen Nebentälern kommen. Weitere kleine Nebentäler sind Gemsteltal, Wildental und Schwarzwassertal. Die Breitach verläuft in Richtung Nordwesten, wo sie an der österreichisch-deutschen Grenze bei Tiefenbach, am Ausgang des Tals durch die Breitachklamm rauscht, um bald danach mit Stillach und Trettach zusammen die Iller zu bilden.
Das Kleinwalsertal verfügt über drei Ortschaften, Mittelberg mit Ortsteil Baad, Rienzlern und Hirschegg, die zusammen die amtliche Gemeinde Mittelberg bilden. Der größte der Orte ist Riezlern, der auf einer Höhe von 1.089 m am Talanfang liegt. Hier befindet auch das Casino Kleinwalsertal, die kleinste Spielbank Österreichs sowie das Freischwimmbad, der Kurpark die Kanzelwandbahn. Auf der Walserstraße weiter im Tal befindet sich auf 1.122 m Höhe der Ort Hirschegg mit dem Veranstaltungszentrum, dem Walserhaus. Hier wird sowohl die Skiausstellung als auch die Bergschau1122 gezeigt. Diese Bergschau vermittelt den Besuchern die Entwicklung von Flora und Fauna in den Allgäuer Alpen. Fortgeführt wird dies im Alten Rathaus und auf der Fellhorn-Gipfelstation auf 2. 037 m. Hirschegg ist der Ausgangspunkt für die Lifte auf den Hohen Ifen. Der kleinste und am höchsten gelegene Ort ist Baad in 1.244 m Höhe. Der Ort ist vollständig von Bergen umgeben und daher geht es hier nur zu Fuß voran. Baad ist der Anlaufpunkt für die verschiedenen Wanderrouten in die umliegenden Täler Starzeltal, Bärgunttal und Derratal.
Fast am Eingang des Kleinwalsertales liegt Oberstdorf, die südlichste Gemeinde Deutschlands im Freistaat Bayern. Oberstdorf liegt in den Allgäuer Alpen und ist vor allem ein bekannter Wintersportort mit Eisstadion und Sprungschanzen sowie ein Kletterparadies. Aber auch ein beliebter Kneipp- und heilklimatischer Kurort. Im Gebiet um Oberstdorf erreichen die Berge über 2.600 m Höhe, die der Gebirgsgruppe der nördlichen Kalkalpen angehören. Zu den bekanntesten Gipfeln gehört u. a. der höchste Berg in den Allgäuer Alpen, Großer Krottenkopf 2.656 m, das Nebelhorn 2.224 m mit Seilbahn zum Gipfel und des Allgäus genannt wird.
Vom Kleinwalsertal aus nach einer einstündigen Fahrt ist die Stadt Füssen im Südwesten Bayerns zu erreichen. Die Stadt liegt sowohl an der Romantischen Straße als auch an der Schwäbischen Bäderstraße und der Via Claudia Augusta, der wichtigsten Römerstraße, die Süddeutschland mit Norditalien verband. Daher reicht die Geschichte der Stadt ebenso bis in die Römerzeit zurück, die durch Grabungen auf dem Füssener Schlossberg belegt wird. Das gotische Hohe Schloss befindet sich auf einem Hügel über der malerischen Altstadt und gilt als die am besten erhaltene bayrische Burganlage. In der Stadt Füssen begegnen dem Besucher überall Zeugen aus der Vergangenheit, wie die mittelalterlichen Gassen oder die gotischen Bürgerhäuser.
Nur wenige Kilometer von Füssen entfernt oberhalb von Hohenschwangau steht das Schloss Neuschwanstein, das Schloss des bayrischen Königs Ludwig II. Das Schloss wurde im Stil einer mittelalterlichen Ritterburg für den König ab 1869 errichtet. Hier befanden sich bereits mit Mittelalter zwei kleine Burgen, die Burger Vorderhohenschwangau, bestehend aus einem Palas und einem Bergfried sowie Hinterhohenschwangau, einem befestigten Wohnturm. Die Baupläne stammen aus der Feder von Christian Jank. Den Bau führten Eduard Riedel und Georg von Dollmann aus. König Ludwig II. lebte nur wenige Monate im Schloss, da er noch vor der Vollendung des Gebäudes sich das Leben nahm. Das Schloss Neuschwanstein ist das berühmteste der Schlösser des Bayernkönigs und eines der weltweit bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Das Gebäude und auch die Innenausstattung gehören dem romantischen Eklektizismus des 19. Jahrhunderts an und gelten als Vorzeigewerk für den Historismus, einem Phänomen im 19. Jahrhundert. In dieser Stilrichtung wurde auf vergangene Stilepochen zurückgegriffen und imitiert.
nach obenRheintal
Das Alpenrheintal umfasst die Grenzen der Kantone Graubünden und St. Gallen in der Schweiz, dem österreichischen Vorarlberg westlich sowie das Fürstentum Liechtenstein. Von der Stelle, wo die beiden Quellflüsse des Rheins, Vorder- und Hinterrhein, ineinanderfließen bis zur Bodenseemündung ist das Tal etwa 90 km lang und teilweise bis zu 10 km breit. Das Alpenrheintal unterteilt sich in südlicher in oberes und in nördlicher Richtung in unteres Rheintal, was sich aus der Fließrichtung des Rheins ergibt. Das Tal wird seitlich von Bergketten begrenzt, die zum Teil über 2.000 m hoch sind, wie z. B. der Alpstein. Er gehört zu den Appenzeller Alpen, einem Bergmassiv, das zu den Kantonen Appenzell und St. Gallen gehört. Der höchste Gipfel ist der Säntis mit einer Höhe von 2.502 m rund 30 km Luftlinie vom Bodensee entfernt. Eine weitere Gebirgsgruppe ist der Rätikon, der zu den Ostalpen zählt. Er teilt sich auf zwischen dem österreichischen Vorarlberg, dem schweizerischen Graubünden und Liechtenstein. Die vier höchsten Gipfel sind Schesaplana (2'964 m), Panüelerkopf (2'859 m), Salaruelkopf (2'841 m) und Felsenkopf (2'833 m).
Die klimatischen Bedingungen im Alpenrheintal sind allgemein mit dem im süddeutschen Raum gleichzusetzen. Allerdings ist das Tal oftmals über Tage hinweg in Nebel eingehüllt, besonders im Frühjahr und im Herbst. Außerdem herrscht hier sehr oft Föhn, der jedoch hilft, schlechtes Wetter abzuhalten. Der Föhn bildet sich in vielen Tälern in Österreich und in der Schweiz, die nördlich des Alpenkamms liegen und mit einer Nord-Süd-Richtung stark durch Winde aus Süd-Südwest beeinflusst werden. In solchen Täler scheint die Sonne meist länger, die Vegetation ist üppiger und der Schnee schmilzt erheblich schneller. Daher sind die Temperaturen auch oft bis zu drei Grad wärmer als in den umliegenden Gegenden.
Das Alpenrheintal teilt sich nicht nur die Landschaft mit den drei Staaten, sondern ebenso eine lange, ereignisreiche Geschichte. Die heutigen Orte und Gebiete entstanden aus dem Churrätien der Römer, einer römischen Provinz, deren Verwaltung in Chur (Curia) saß, und den alemannischen Siedlungen um den Bodensee, die später dem Herzogtum Schwaben unterlagen. Mit dem Niedergang der Stauferzeit während des frühen 13. Jahrhundert, war auf einmal ebenso die politische Gemeinschaft des Alpenrheintals beendet. Das Tal zerfiel in kleine Teilgebiete, wobei sowohl die Habsburger immer weiter eindrangen als auch das Kloster St. Gallen ihren Einfluss vehement verstärkte. Etwa ab dem 16. Jahrhundert stabilisierten sich dann die nationalen Grenzen zu denen, wie sie auch noch heute bestehen.
Aufgrund seiner, sozusagen zentralen, landschaftlichen Lage, ist das Alpenrheintal Ausgangspunkt für viel attraktive Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten. Ob nun Lindau, Konstanz oder die Insel Mainau, die mit dem Schiff oder mit Auto angefahren werden können, ist der Ausgangspunkt die Stadt Bregenz. Bregenz ist die Landeshauptstadt von Vorarlberg am Bodensee mit ihrem Hausberg, dem 1.064 m hohen Pfänder. Die Stadt hat sich im Besonderen durch die, jährlich stattfindenden, Bregenzer Festspiele einen weithin bekannten Namen im Bereich der Kultur geschaffen. Die ersten Siedler der Stadt wurden durch Funde auf die Zeit 1.500 v. Chr. datiert. 15 v. Chr. annektierten dann die Römer das gesamte Vorarlberg sowie den Bereich desheutigen Stadtgebietes, die sie Brigantium nannten. So ist die Stadt heute reich an Sehenswertem, das in Museen und Gebäuden erhalten wurde. So auch der Martinsturm, dem größten Zwiebelturm in Mitteleuropa und Wahrzeichen der Stadt Bregenz. In der alten Innenstadt Bregenz, in der Kirchstraße 29 steht das schmalste Haus in Europa, das nur ganze 57 cm breit ist. Weitere zahlreiche und sehenswerte Schätze, bestehend aus einem Altarbild, kunstvollen Kelchen und alten Messgewändern, können in der Zisterzienserabteil Wettingen-Mehrerau besichtig werden.
Knapp eine halbe Stunde Autofahrt führt von Bregenz nach Feldkirch mit einer historischen Innenstadt, die schmale Gassen mit Kopfsteinpflaster, idyllische Lauben und wunderschöne Hausfassaden aus vergangenen Jahrhunderten zu bieten hat. Hohe Türme und die Reste der alten Stadtbefestigung dokumentieren die kriegerische Vergangenheit der Grafen von Montfort wie auch die der Vögte Österreichs. Die ehemalige Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert lässt sich im Straßenverlauf des Schloss- und Hirschgrabens und am St. Leonhardsplatz nachvollziehen. Die Stadtmauer bestand aus der Mauer, einem Graben und vier Toren, dem Bregenzer- oder Nikolaustor, Bludenzer- oder Schultor, Mühle- oder Sautor und Churer- oder Salztor, wobei heute nur die beiden letzteren heute noch stehen. Die Stadtbefestigung wurde um 1500 wieder neu aufgebaut, jedoch wurden zwei der Tore und viele Teile der Stadtmauer etwa seit Beginn des 19. Jahrhunderts immer mehr abgetragen. Zu der belebenden Historik gehört ebenso der, bis 1390 angestammte Sitz der Grafen von Montfort, die Schattenburg, deren Bau um 1260 begann und im 14./15 Jahrhundert ausgebaut und umgestaltet wurde. Die Schattenburg kam 1825 in den Besitz der Stadt Feldkirch. Sehenswert ist ebenso die einstige romanische Domkirche St. Nikolaus, die erstmals 1287 erwähnt wurde. Jedoch zerstörten Brände die Kirche in den Jahren 1348, 1398 und 1460. Wurde aber 1478 als spätgotischer Neubau wieder errichtet. Diese Pfarrkirche ist die wichtigste gotische Kirche in Vorarlberg mit dem „Beweinungsbild des Feldkircher Malers Wolf Huber (1485-1553), der als Meister der Donauschule gilt. Die 1520 erbaute Kanzel zeugt von bester österreichischer Schmiedearbeit.
nach obenTipps für Aktivitäten in den Alpen
Alpen Fahrrad- oder Mountainbike-Tour
Je nachdem ob Tagestouren oder mehrtägige Touren, mit dem Fahrrad oder Mountainbike, die Möglichkeiten sind zahlreich und individuell gestaltbar. Eine Tagestour mit einer Strecke von 62 km nimmt ihren Ausgang in Locarno und führt über das Verzascatal – Bellinzona – und Lugano zum Comersee. Das Verzascatal ist ein raues Tal mit sehr steilen Berghängen und vielen Wasserfällen. Landschaftlich sehr schön, jedoch ohne idyllische Wiesen, dafür ein enges, schmales Tal.
Eine Tour, bei der bis zu 10 Tagen eingeplant werden, ist die 770 km lange Route „Via Claudia Augusta“, einer alten Römerstraße, die von Donauwörth in Deutschland bis an die Adria führt. Gestartet wird in Donauwörth in Richtung Süden, über Landsberg, Füssen nach Reutte in Tirol zum Fernpass. Danach folgt Nauders über den höchsten Punkt den Reschenpass, weiter entlang der Etsch über Meran nach Bozen. Von hier nach Trient durch die Landschaft Veneto nach Treviso und Venedig.
Eine weitere Tagesrundtour über eine Länge von 67 km startet in Luzern am Vierwaldstätter See. Die Route führt entlang des nördlichen Seeufers über Meggen nach Küssnacht, weiter über eine Landzunge nach Weggis und auf der Küstenstraße nach Vitznau. Danach mit der Fähre von Gersau über den See nach Beckenried, Buochs und über Stans Richtung Hergiswil zurück zum Ausgangspunkt Luzern.
Alpenwanderungen
Die Zillertaler Alpen sind im Sommer wie im Winter ideal, um schöne Wandertouren zu machen. Die Touren zu Gletschern oder die vielen Wasserfälle bieten eine Vielzahl diverser Wanderungen über den über 3.000 m Hauptkamm, der sich vom Brennerpass bis zur Krimmler Ache westlich erstreckt. Für eine leichte Wanderung bietet sich an von der Kristenbach-Alm bei Ginzling über das Floitental zur 2.277 m hohen Greizer Hütte. Sie dauert etwa 5 ½ Stunden und führt durch ein liebliches Tal mit einem Wasserfall.
Eine Rundtour für geübte Wanderer mit guter Kondition startet in Gerlos über die Keeskarscharte auf 2.778 m (Keeskar werden hier Gletscher genannt) und Finkau zurück nach Gerlos. Dauer etwa 8 bis 10 Stunden.
Eine der bekanntesten Routen in Dolomiten ist der Dolomiten-Höhenweg 1 vom Pragser Wildsee nach Belluno. Die Route ist sowohl für profilierte Wanderer als auch für Einsteiger geeignet. Ausgangspunkt für die insgesamt 150 km ist der Pragser Wildsee. Von hier aus, aufgeteilt in 12 Etappen zu je einer Gehzeit von 3 bis 6 Stunden geht es nach Belluno. Der Vorteil, es wird kein schweres Gepäck benötigt, da in 18 Hütten übernachtet werden kann.
Rafting
Zu den schönsten Rafting-Flüssen gehört der Inn in Tirol. Die beste Raftingzeit ist der Hochsommer. Eine geeignete Strecke, sowohl für Fortgeschrittenen als auch Einsteigern, ist die Strecke durch die „Imster Schlucht“; von Imst nach Haiming. Der Abschnitt wechselt sich zwischen wuchtigen Wellen und ruhigen Passagen ab, jedoch ist der Inn immer tief genug, ohne auf Grund zu stoßen. Geführt und eingewiesen wird durch einen geprüften Raftführer. Die Rafting boote sind behördlich zugelassen. Die komplette Sicherheitsausrüstung, wie Neoprenanzug und Schuhe, Schwimmwest und Paddel sind im Preis inbegriffen. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 12 Jahren (Minderjährige müssen von 1 Erwachsenem begleitet werden), Schwimmkenntnisse und eine gute körperliche Verfassung.
Ein Highlight für Rafting in den Alpen ist eine halbtägige Rafting Tour in der Steiermark auf der Salza, einem naturbelassenen Fluss und absolut guter Wasserqualität. Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden und führt durch nördlich vom Hochschwab Gebirge durch die Palfauer Schlucht. Auf einer Strecke von ca. 15 km ist die Tour abwechslungsreich, mit kleineren Stromschnellen und sorgt für viel Spaß. Rafting auf der Salza ist für Anfänger geeignet. Jeder Teilnehmer muss schwimmen können. In der Leistung enthalten sind der Rafting Guide, Sicherheitsausrüstung, Neoprenanzug und Schuhe sowie Helm und Paddel.
Canyoning
Attraktive Touren für das Conyoning befinden sich am Nordufer des Gardasees, wobei die kleine Stadt Arco mit ihrem typischen, italienischen Ambiente der Ausgangspunkt ist. Für jede Tour sind Schwimmkenntnisse, möglichst Erfahrung beim Canyoning, Schwindelfreiheit sowie eine gute Kondition Voraussetzung. Vorhanden sein müssen eine Canyoning- und Kletterausrüstung und ein Bike. Eine Tagestour stellt die heilige Schlucht, „Vaio dell‘ Orsa“, eine teils sehr schmale, anspruchsvolle Schlucht, deren Durchqueren sich mit ca. 12-maligem Abseilen sowie mit Rutschen und Sprüngen abwechselt. Diese Schlucht gehört zu den abenteuerlichsten und schönsten in den Alpen.
Eine mittelschwere Tour ist die „Strubklamm“, eine sehr enge Schlucht mit 200 m hohen Felswänden im Salzburger Land. Sie gehört zu den klassischen Canyoningtouren in Österreich. Die Tour umfasst neben langen Schwimmpassagen ebenso 17 Sprünge, wobei sich an den Sprungstellen auch abgeseilt werden kann. Diese Tour ist sehr lang und erfordert daher von den Teilnehmern eine besonders gute Kondition und vor allem Selbstüberwindung. Die gesamte Ausrüstung wird gestellt.
Eine Tour zum Einsteigen ins Canyoning bietet die „Aquarium Tour“ in der Steiermark. Diese Einsteigertour umfasst viele Tümpel, eine Vielzahl an Rutschen sowie kleinere Stellen zum Abseilen. Das Highlight sind die unterschiedlichen hohen Absprungstellen, die sich zwischen 4 und 6 m bewegen.
Klettern
Die Alpen bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten zum Klettern, ob in Deutschland oder den anderen Alpenländern. Je nachdem sind die Klettersteige leicht bis schwer. Ein mittelschwerer Klettersteig ist der Stuibenfall im Ötztal. Die Klettertour dauert etwa 2 Stunden und es sind 300 m Höhenunterschied zu überwinden. Ausgangspunkt ist Umhausen. Von hier aus dauert es ca. 20 Min. zu Fuß bis zum Einstieg in den Klettersteig. Der Steig ist mit viel Eisen gesichert und daher sehr gut ausgelegt. Die Klettertour endet direkt am Stuibenfall, dem höchsten Wasserfall in Tirol.
Eine schwierige Kletterroute ist die „Forcola – via ferrata Due Mani“ am Comersee. Ausgangspunkt ist eine Parkbucht zwischen Ballabio und Monterone. Von hier sind es 5 Min. zum Einstieg der Klettertour, die in mehrere Teilstücke gegliedert ist. Das fünfte Teilstück ist das schwierigste der Tour. Vom Gipfel der 1.308 m hohen Forcula geht es über einen gekennzeichneten zum Gipfel des Monte Due Mani. Zurück ins Tal führt die 3-stündige Tour, mit einem Höhenunterschied von etwa 950 m, über einen steilen Wanderweg.
In den Dolomiten befindet sich der älteste gesicherte Klettersteig am Sella, der bereits 1912 angelegt wurde. Außerdem ist der Pößnecker Klettersteig auch einer der bekanntesten, dessen Route nach wie vor nicht an seinem Reiz verloren hat.
Skigebiete
Im Skigebiet Kitzbüheler Alpen in Tirol ist neben Reith und Kirchberg, Kitzbühel der bekannteste Ort, besonders durch das internationale Hahnenkammrennen, welches hier jedes Jahr stattfindet. Das Skigebiet hat einen Umfang von etwa 1.085 Pistenkilometer, die von allen Orten der Kitzbüheler Alpen bequem zu erreichen sind.
Aufgrund der Höhenlage gelten die beiden Orte Davos und Klosters im Schweizer Kanton Graubünden als absolut schneesicher. Sie liegen in einem schmalen Tal eingebettet zwischen fast 3.000 m hohen Gipfeln. Das Skigebiet bietet mehr als 260 Pistenkilometer mit kilometerlangen Abfahrten bis nach Küblis oder Serneus.
Mondän geht es in Cortina d’Ampezzo in den Dolomiten zu. Der Wintersportort ist weithin bekannt als Treff der Reichen und Schönen Italiens. Jedoch ist das Skigebiet mit runden 110 Pistenkilometern besonders empfehlenswert. Denn die Pisten sind meist leicht bis mittelschwer zum Bewältigen. Herausforderungen bieten vor allem die schwarzen Pisten.
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