Madeira
Inhaltsverzeichnis
- Madeira
- Funchal
- Machico
- Vila Baleira auf Porto Santo
- Santana
- Porto Moniz
- Strände auf Madeira
- Sehenswürdigkeiten Madeiras
- Aktivitäten & Tipps zu Madeira
- Ponta de Sao Lourenco
- Wanderung zum Pico Ruivo
- Levada zum Caldeirao Verde
- Pico Ruivo do Paúl
- Wanderung zum Berg Fanal
- Levadas am Encumeadapass
- Levadas über Ponta do Sol
Madeira
Madeira
©: www.europe-sightseeing.com
Die Inselgruppe, von der Madeira die Hauptinsel ist, liegt 951 km südwestlich von der portugiesischen Hauptstadt Lissabon und 737 km westlich der Küste von Marokko. Insgesamt hat Madeira 235.000 Einwohner, die sich auf einer Fläche von 801 km² verteilen. Davon hat die Hauptinsel Madeira eine Größe von 741 km², die kleinere Porto Santo 42,5 km². Auf die beiden kleinen unbewohnten Inselgruppen entfallen 14,2 km² auf die Ilhas Desertas und 3,6 km² auf die Ilhas Selvagens. Seine Lage im Atlantik, wobei Madeira im Sommer vom Nordostpassat und im Winter vom Westwind beeinflusst wird, führt dazu, dass es im Norden viel regnet und im Süden eine subtropische Wärme herrscht. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen bei 19° C im Dezember und Januar, im Juli und August bei 25° C.
Madeira
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Madeira ist eigentlich keine Insel im üblichen Sinne, denn sie ist nur das oberste Viertel eines Vulkansystems, die durch einen Hot Spot entstanden ist. Die Küste Madeiras geht steil bis zu 4000 m in die Tiefe zum Meeresgrund hinab. Aufgrund der Herkunft der Insel besteht sie auch in erster Linie aus Mittel- bzw. Hochgebirge. Die Hochgebirgskette bilden der höchste Gipfel Pico Ruivo mit 1.862 m sowie der Pico do Arieiro, der Pico das Torres und der Pico Grande. Im Westen der Insel auf einer flachen Hochebene, die in etwa 1.300 bis 1.500 m hoch liegt, befindet sich das Hochmoor Paúl da Serra. Nördlich der Hochebene schließt sich ein tiefes Tal an, welches vom 12 km langen Ribeira da Janela durchflossen wird.
Die Besonderheit Madeiras, niemals zum Festland gehört zu haben, hat dazu geführt, dass die Besiedlung von Pflanzen und Tieren unter drei ungewöhnlichen Bedingungen erfolgte. So erreichten u. a. Pflanzensporen oder Spinnen die Insel durch den Wind, auf Treibholz durch Meeresströmung oder durch Vögel und Fledermäusen. Andere Vogelarten wie See- oder Zugvögel kamen selbst zur Insel, dabei hat nur die Mönchsrobbe als einziges Säugetier Madeira schwimmend erreicht.
Erstmals wurde Madeira vermutlich schon im 6. Jahrhundert v. Chr. von Phöniziern entdeckt. So wurde danach über ein vorspringendes Kap gegenüber dem Hohen Atlas berichtet und von einer Insel Atlantis gesprochen, was heute mit Madeira übereinstimmt. Jedoch finden sich keinerlei Beweise, dass die Insel zur damaligen Zeit schon besiedelt wurde. Erst nachdem der portugiesischen Seefahrer João Gonçalves Zarco Madeira wieder entdeckte, ließen sich Menschen ab 1420 auf der Insel nieder. Madeira ist eines der ältesten Reiseziele in Europa, was auf seine Fruchtbarkeit und dem Wohlstand der Insel wohl zurückzuführen ist.
nach obenFunchal
Die Stadt ist Hauptstadt von Madeira und hat knapp über 112.000 Einwohner. Der Flughafen ist in der Nähe. Der Name Funchal ist abgeleitet vom portugiesischen Wort für Fenchel, weil bei der Entdeckung der Insel hier sehr viel Fenchel wuchs. In Funchal ist die einzige Universität von Madeira beheimatet.
Der Entdecker von Madeira João Gonçalves Zarco und seine Gefolgschaft ließen sich 1419 im Nachbarort Câmara de Lobos nieder, um Rodungen rund um die Bucht zu veranlassen.
Erst im Jahr 1421 gründete der Entdecker der Insel die Stadt Funchal, die 1508 von Manuel I. Stadtrechte erhielt. Seit dem 16. Jahrhundert war Funchal sowohl Bischofssitz als auch ein bedeutender Hafen für Schiffe, die hier mit Lebensmittel und Handelswaren versorgt wurden, während sie von Portugal bzw. Europa aus in die Kolonien in Richtung Afrika oder Südamerika unterwegs waren. Daher gelangte die Stadt zu der Zeit auch zu großem Wohlstand. Der Tourismus, der einst ausschließlich europäische Adligen vorbehalten war, die hier das gute Klima nutzten, entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die Stadt Funchal ist auf einem Hügel erbaut worden, sodass sich die Häuser mit ihren Gärten bis zum Meer hin abwechseln. Zeitzeugen, die seit Jahrhunderten überdauert haben, sind auch heute noch zu sehen, wie die Kathedrale „Sé Catedral de Nossa Senhora da Assunção“. Der spätbarocke Bau wurde 1500 begonnen und 1508 von Bischof Lobo eingeweiht. Im Jahr 1514 wurde die Kirche zur Kathedrale erhoben, als Portugal Funchal als dritten Bischofssitz bestimmte. Der noch heute erhaltene Hochaltar und der Chor wurden 1517 geweiht.
Madeira, wie viele andere europäische Inseln auch, blieben nicht von den Piraten verschont, die u.a. im Mittelmeer und im Atlantik ihr Unwesen trieben. Nachdem die ersten Piraten Madeira heimgesucht hatten, wurde im 16. Jahrhundert beschlossen die Festung São Lourenço zu bauen. Die Festung wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert, bis im 19. Jahrhundert die Arbeiten beendet waren. Wie schon früher ist die Festung auch heute noch der Sitz des Ministerpräsidenten und des Militärkommandanten.
Wer nach Madeira kommt, darf einen Besuch im Botanischen Garten Funchal nicht versäumen. Der Park wurde auf einer Fläche von 35.000 m² angelegt. Auf dem abschüssigen Gelände werden vor allem exotische Pflanzen gezeigt. Dazu gehört ein angeschlossener Vogelpark. Nach dem der Besuch im Park bietet sich eine Fahrt mit der Luftseilbahn an, die am Botanischen Garten beginnt und sich über 1,6 km über das Tal „Vale da Ribeira de João Gomes“ zur Bergstation nach Monte führt.
nach obenMachico
Der Ort im Osten der Insel ist die älteste Stadt, die 1996 erst Stadtrechte erhielt und damit zur zweitgrößten Stadt auf Madeira wurde. Hier in der Bucht von Machico sind die portugiesischen Entdecker João Gonçalves Zarco, Tristão Vaz und Bartolomeu Perestrelo 1419 an Land gegangen. Als die Insel dann in der Zeit von 1420 bis 1425 besiedelt wurde, verteilte der König D. João I. die Insel an die drei Kapitäne. Davon erhielt João Gonçalves Zarco die Hälfte im Südwesten mit Funchal als Verwaltungssitz. Der östliche Teil ging an Tristão Vaz, der Machico zu seinem Sitz ernannte. Der 3. Kapitän Bartolomeu Perestrelo erhielt Porto Santo.
Einige Gebäude von historischer Bedeutung sind noch heute erhalten. So gehört auch die älteste Kirche von Madeira, die „Capela dos Milagres“ dazu. Ebenso interessant ist die, aus dem 15. Jahrhundert stammende, Pfarrkirche im Ortszentrum sowie die Kapelle „São Roque“ mit ihren prachtvollen Kachelbildern, die weithin bekannt sind. Ein Museum, indem die Geschichte von Machico dokumentiert ist, befindet sich in der Rua do Rbeirinho in einem alten Herrenhaus, welches erst vor nicht allzu langer Zeit restauriert wurde.
Die Attraktion mit Seltenheitswert auf der Insel, ist der 2009 künstliche angelegte Strand, dessen heller Sand extra aus Marokko importiert wurde. Am nebenan liegenden Kiesstrand kommt bei Ebbe auch noch schwarzer Sand zum Vorschein. Um den 322 m hohen Aussichtspunkt „Pico do Facho“ zu erreichen, geht es von Machico aus in Richtung Osten. Von hier aus führt der Blick in westlicher Richtung über die Bucht von Machico und über den Ort Caniçal bis zur Landzunge „Ponta de São Lourenço“, der östlichen Spitze von Madeira. Außerdem fällt der Blick unweigerlich auf den am Hang der Steilküste gebauten Flughafen Santa Catarina, dessen Rollbahn auf Betonpfählen gebaut wurde.
nach obenVila Baleira auf Porto Santo
Die Hauptstadt der Nachbarinsel Porto Santo ist eine ruhige Stadt, die gerne von den Touristen besucht wird, um an den 9 km langen Sandstrand Campo de Baixo zu genießen. Denn die Hauptinsel verfügt über nur wenige Sandstrände. Aber Vila Baleira hat auch Kulturelles zu bieten, wie z. B. das Haus, indem Christoph Kolumbus lebte, die Festung Sao José aus dem 18. Jahrhundert, die zur Verteidigung diente und deren 8 Eisenkanonen noch aufbewahrt werden. Sehenswert ist auch die Kirche von Matriz, die aus dem 15. Jahrhundert stammt.
Ein Anziehungspunkt ist auch der im Ostteil der Insel befindliche, 517 m hohe, Pico do Facho. Von dort aus kann die ganze Insel Porto Santo überblickt werden. Der westliche gelegene Pico de Ana Ferreira wartet mit interessanten Basaltformationen an seinem südlichen Hang auf.
Zwischen Vila Baleira und dem Flughafen wurde die Landschaft mit vielen Bäumen aufgeforstet, die zum Naturpark Porto Santo zählt. Denn als die ersten Siedler sich hier niederließen, war die Insel mit Drachenbäumen, Wacholder und Baumheide bewachsen, was durch unkontrollierte Rodungen dazu führte, dass die Porto Santo heute größtenteils baumlos ist.
nach obenSantana
Die Ortschaft mit seinen nur 3.400 Einwohnern liegt an der nördlichen Küste Madeiras mitten in einem Naturschutzgebiet. Der Ort ist durch die sogenannten „Casas de Colmo“, den Holzhäusern mit ihren dreieckigen Strohdächern, die alle 5 Jahre ausgewechselt werden müssen und bis zum Boden reichen, bekannt geworden. Im Ortsgebiet stehen noch rund 100 dieser historischen Häuser mit ihren rot angemalten Türen und Fensterläden. Obwohl die Bewohner noch hauptsächlich von der Landwirtschaft leben, tragen diese Häuser als Sehenswürdigkeit dazu bei, die Touristen anzulocken.
Casas de Colmo
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Ebenso interessant ist die Seilbahn des Ortes, die bis in die Küstenebene „Rocha do Navio“ führt. Ansonsten kann die die Ebene nur zu Fuß erreicht werden. Bei einer Fahrt mit der Seilbahn ist es möglich, einen einmaligen Blick auf die Felsenküste mit ihren Wasserfällen zu werfen. Teile der Küste stehen unter Naturschutz. Dennoch kann hier gebadet und geangelt werden. Allerdings ist der Strand mit Kies bedeckt, der recht scharfkantig ist.
In der Umgebung von Santana wird Wein angebaut, wie auch auf dem mit Sonne verwöhnten Plateau „Achada do Gramacho“. In Richtung Sao Jorgé liegt die „Quinta do Furao“ mit einem Weinlehrpfad. Hier wird es den Besuchern ermöglicht, sich über altherkömmliche und neue Weinanbaumethoden zu informieren. Außerdem wird über die verschiedenen Rebsorten berichtet, die in der Gegend um Santana angebaut werden.
nach obenPorto Moniz
Der Ort mit rund 1700 Einwohnern befindet sich etwa 48 km von Funchal in der nordwestlichsten Ecke von Madeira. Ursprünglich war hier nur ein kleiner Hafen, wo rundherum Landwirtschaft betrieben wurde. Porto Moniz war bis Ende des 2. Weltkrieges von der restlichen Insel isoliert, denn es war nur möglich den Ort zu Fuß oder über das Wasser zu erreichen. Erst nach dem Krieg wurde dann die Straße zum östlich gelegenen Sao Vicente angelegt. Heute ist Porto Moniz über gut ausgebaute Straßen erreichbar, die entweder von der westlichen oder nördlichen Küste bzw. über das Hochmoor Paúl da Serra hierher führen. Der Weg über das Hochmoor führt von einer Höhe auf 1600 m in steilen Kurven bis in den Ort.
Porto Moniz gilt als eines der ältesten Orte in Nordteil der Insel und war schon 1533 unter dem Namen „Ponta do Tristao“ geläufig. Die Gemeinde wurde 1574 unbenannt und bekam ihren Namen von Francisco Moniz. Er war mit einer Enkelin von Gonçalves Zarcos, einem der drei Entdecker Madeiras, verheiratet.
Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen die “piscinas naturais”, den direkt am Meer gelegenen natürlichen Schwimmbädern. Es ist bekannt, dass besonders an der nördlichen Küste das Meer sehr aufgewühlt ist. In diesen Schwimmbädern können die Besucher dennoch das Wasser des Atlantiks beim Baden und Schwimmen genießen. Ebenso einen Besuch wert und interessant ist das “Aquário da Madeira”. Der Bau, der teilweise unter dem Meeresspiegel liegt, wo Madeiras Unterwasserwelt betrachtet werden kann, ist der Nachbau eines Forts, das 1730 errichtet wurde, um Volk und Güter gegen die Überfälle der Piraten zu schützen.
nach obenStrände von Madeira
Praia Formosa
Nur 10 Minuten von der Innenstadt am westlichen Ende von Funchal befinden sich drei kleine Sandstrände und ein großer Kiesel- bzw. Steinstrand, die von Bademeistern bewacht werden. Die Wasserqualität ist hervorragend und wurde mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet.
Doca do Cavacas
Der eigentliche Name dieses Naturschwimmbeckens ist „Piscinas do Gomes“ und verfügt auch über einen Zugang zum Meer. Außerdem wird alles von Bademeistern überwacht und es stehen Umkleiden sowie Duschen/WC zur Verfügung. Ein Tunnel verbindet das Naturschwimmbecken mit der Praia Formosa.
Calhau da Lapa
Dieser Strand befindet sich im Ort Campanário, allerdings sehr versteckt am Fuß eines steilen Abhangs, der nur über einen schwierigen Fußweg zu erreichen ist. Daher sollte festes Schuhwerk an den Füßen sein. Doch der Weg zum kristallklaren Wasser lohnt sich, denn hier ist das Wasser am saubersten auf der gesamten Insel und die Stille einmalig.
Ribeira Brava
Der Strand befindet sich direkt im Zentrum von Ribeiera Brava mit guten Einrichtungen zum Sonnenbaden, Schwimmen, sandige Spielfelder für Volley- und Fußball sowie einer ständigen Überwachung durch Bademeister.
Ponta do Sol
Ein kleiner, sehr schöner Kieselstrand, wo die Sonne scheinbar nie aufhört zu scheinen. Das sehr angenehme Klima und das warme Wasser sowie die Ruhe an diesem Strand an der südlichen Küste zieht viele Urlauber und Einheimische in seinen Bann.
Madalena do Mar
Hier lässt es sich gut in der Sonne aalen. Das Wasser ist kristallklar, das Meer sehr ruhig und die Temperaturen angenehm. Für sportliche Aktivitäten gibt es ein Beach-Volleyball-Feld und um Salzwasser abzuspülen einige Duschen.
Porto Moniz
Inmitten bizarrer Felsformationen aus Lavastein liegen diese natürlichen Meeresschwimmbecken, die von der Flut mit frischem Wasser gefüllt werden. Die Bademöglichkeiten sind hier besonders ideal, aber ebenso Erholen und in der Sonne liegen.
Praia da Jamaica
Der schwarze Sand- und Steinstrand gehört zum Dorf Seixal an der Nordküste von Madeira. Hier ist das Strandleben beschaulich, denn er liegt versteckt zwischen wunderschönen Felsen und kristallklarem Wasser.
Surfstrand im Norden von Madeira
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Praia das Palmeiras
Der Strand in Santa Cruz ist zwar ideal mit Kindern, aber im Sommer stets überfüllt. Hier befindet sich ein Meerwasser-Schwimmbad-Komplex, der einen Zugang zum öffentlichen Kieselstrand hat.
Porto Santo
Die Nachbarinsel verfügt über einen 9 km langen goldgelben Sandstrand, der für Strandliebhaber ein wahres Paradies darstellt, zumal es sich im kristallklaren Wasser gut baden lässt. Der Strand hat aber noch andere Eigenschaften, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich rheumatische Beschwerden durch den Sand lindern lassen und das Heilen von Knochenbrüchen vorantreibt.
nach obenSehenswürdigkeiten auf Madeira
Vulkanologie-Zentrum und Höhlen von São Vicente
Der Tunnelkomplex der Höhlen ist vulkanischen Ursprungs, die durch eine Eruption vor mehr als 400.000 Jahren entstanden sind. Die Lavatunnel erstrecken sich über mehr als 1 km und sind die größten dieser Art auf Madeira. Besucher können allerdings nur 700 m begehen, wo sie Stalaktiten aus Vulkangestein, sogenannte Lavakuchen und Wanderfelsen, Steine, die auf der flüssigen Lava schwammen, bis sie steckenblieben, besichtigen können.
Madeira Gärten und Parks
Madeira ist weltweit berühmt für seine paradiesisch schöne Landschaft. Die üppige Vegetation auf der Insel hat dazu beigetragen, dass oft vom „schwimmenden Garten des Atlantiks“ gesprochen wird. Doch neben der natürlichen Landschaft verfügt die Insel über eine Vielzahl von blühenden Garten- bzw. Parkanlagen, die immer gepflegt sind und eine große Anzahl von prachtvollen, ungewöhnlichen Blumen, Pflanzen und Bäume präsentieren. Beispielhaft dafür ist der tropische Garten Monte Palace mit seiner tropischen Vegetation, der von José Berardo designed wurde und seit 1991 geöffnet ist. Daneben findet sich hier auch eine der bedeutendsten Kachelsammlungen von Portugal. Ebenso interessant ist der Drachenbaum-Garten außerhalb von Funchal, der von der Regionalregierung erschaffen wurde, um einmal den Fortbestand zu garantieren und wo einige Drachenbäume zu sehen sind, die schon mehr als 100 Jahre alt sind.
Capela das Almas Pobres
Die kleine Kapelle wurde bereits 1781 im Abhang einer Klippe errichtet. Sie gilt als die kleinste Kirche der Welt mit einem einfachen Holzaltar im Inneren sowie Freskenmalereien und eine aus Fliesen bestehenden Wandverkleidung.
Das historische Zentrum Santa Maria
Im Osten vom Stadtzentrum in Funchal befindet sich der historische Mittelpunkt von Santa Maria. Der Grundstein für diesen Stadtteil wurde 1430 mit der Erbauung der Kapelle „Nossa Senhora“ gelegt, in dem sich die ersten Siedler niederließen. Santa Maria steht nun seit 1986 unter Denkmalschutz, wobei vieles bisher restauriert wurde und auch noch in Planung ist.
Cabo Girão
Um weiter hoch in die Berge zu fahren, führt eine Straße von Funchal durch „Câmara de Lobos“ zu der höchsten Klippenwand weltweit. Auf der Klippe „Cabo Girão“ befindet sich ein, mit einem Eisengitter, geschützter Aussichtspunkt, der einen unglaublichen Blick vom Klippenrand bietet.
Prazeres
Das kleine, malerisch gelegene Dorf hat etwas ganz besonderes auf Madeira. Nicht nur, dass es einen wunderbaren Ausblick auf das Meer und die Umgebung bietet, sondern das gesamte Dorf verteilt sich auf einer riesengroßen Terrasse. Seinen Namen hat das Dorf von der kleinen, geweihten Kapelle „Nossa Senhora dos Prazeres“.
Laurissilva-Wald
Dieser Naturwald, der sich vorwiegend auf einer Höhe von 300 bis 1300 m befindet, überdeckt etwa 20 % der gesamten Insel Madeira. Davon befindet sich der größere Teil, bedingt durch die niedrigeren Temperaturen und der Feuchtigkeit, im Norden der Insel. Dieser Laurissilva-Wald hat hier weltweit seine größte Dichte und ist der am besten erhaltene. Ursprünglich bedeckte in der Tertiärzeit noch weite Gebiete im Mittelmeerraum. So ist er heute auf Madeira, den Azoren, den Kanaren und den Kapverden beschränkt. Das Wort Laurissilva setzt sich aus dem Lateinischen Worten „laurus“ für Lorbeer und „silva“ für Wald zusammen. Der Lorbeerbaumwald von Madeira wurde von der UNESO zum Weltnaturerbe erklärt.
Levadas
Kein Besuch auf Madeira ohne die künstlichen Wasserläufe gesehen zu haben, die bereits im 15. Jahrhundert angelegt wurden, um Wasser aus den regenreichen Gebieten im Norden und in der Mitte der Insel zu den landwirtschaftliche genutzten Flächen im Süden zu leiten. Das Gefälle der Kanäle ist nur gering, doch dafür müssen Täler, Berge und Tunnel überwunden werden. Dabei kreuzen oft natürliche Wasserläufe die Levadas und führen ebenso über Brücken. Das Wasser muss immer gleichmäßig fließen, daher werden die Bewässerungskanäle ständig überwacht und gewartet. Aus diesem Grund sie begehbar, d. h. entweder auf der Mauer oder auf einem Weg, der neben dem Kanal verläuft. Die Levadas sind heute eine touristische Attraktion, die neben den Kanälen verlaufenden Pfade sind an vielen Orten als Wanderrouten gekennzeichnet worden.
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- Wanderung zum Pico Ruivo
- Levada zum Caldeirao Verde
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- Levadas am Encumeadapass
- Levadas über Ponta do Sol
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