Kanaren

Die Kanaren – eine kleine Welt inmitten des Atlantiks

Gran Canaria
Playa del Ingles Südküste Gran Canarias
Quelle: tokamuwi / pixelio.de

Die Kanarischen Inseln gehören eigentlich ihrem Vaterland Spanien an und liegen doch mehr als 1000 Kilometer davon entfernt. Das Gebiet wird als Makronesien bezeichnet – dabei ist dieser Name verhältnismäßig unbekannt. Die Kanaren gliedern sich in 13 Inseln, davon sind sieben die Haupt- sechs die Nebeninseln.

Brodelnde Region – Entstehung eines neuen Vulkans 2011

Urlaubsinseln der Kanaren
Urlaubsinseln der Kanaren    Quelle: Alexander Dreher / pixelio.de

Inmitten des Atlantischen Ozeans entstanden sie aufgrund eines Intraplatten-Vulkanismus am Ostrand des Kanarischen Beckens, welcher mehr als 6000 Meter Tiefe aufweist. Vulkanische Aktivitäten hatten ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert auf Lanzarote. In den 70ern gab es einen Ausbruch auf La Palma und Messungen belegen andauernde Aktivität. Im Oktober 2011 wurde die Entstehung eines neuen Vulkans entdeckt: Einige Kilometer von der Insel El Hierro entfernt, erbringt dieser Auswürfe bis an die Wasseroberfläche.

Staatsgebiet Spaniens und doch autonom

Die Kanarischen Inseln werden autonom verwaltet. Sie teilen sich in zwei Provinzen: eine rund um Las Palmas, die andere um Santa Cruz de Tenerife. Heute ist natürlich der Tourismus Einnahmequelle Nummer Eins und löste die Landwirtschaft ab, welche vorwiegend aus Viehzucht und dem Fischfang bestand. Mittlerweile hat jede wichtige Insel schon ihren eigenen Flughafen.

Zwischen ihnen verkehren viele Fähren.

Hohe Bedeutung erhält das Gebiet außerdem durch seine Dichte an Überseekabeln: Europa, Amerika und Afrika werden in dieser Hinsicht dort „verknüpft“.

Die Kanaren haben eine hohe Bedeutung als eigenständiges, autonomes Gebiet und ziemlich alle Staaten unterhalten auf dort ein eigenes Konsulat. EU-Bürger, welche ihren Traum und auf den Kanarischen Inseln leben, erhalten diverse Unterstützungen – etwa beim Flugverkehr.

Die Kanarischen Inseln als beliebtes Zielland im Winter

Der extreme Unterschied zwischen einem heißen Sommer und der Kälte des Winters ist nicht überall auf der Welt so groß wie bei uns. Bereits im Norden Italiens relativiert sich der Winter spürbar und umso mehr auf den Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Auf den Kanaren beträgt der Unterschied nur mehr an die 6 Grad Celsius.

Angenehme Milde das ganze Jahr

Teneriffa
Teneriffa     Quelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die Temperaturen sind im Winter auf den Kanaren sehr mild: wie bei uns ein besserer, wärmender Mai mit rund 25 bis 30 Grad. Niederschläge sind selten, wenn auch häufiger als im Sommer. Anders als im Sommer ist natürlich die Temperatur des Meeres. Es gibt aber auch solche, die noch baden und schwimmen bei durchschnittlichen 18 Grad. Ein paar Grundregeln sollten demjenigen bekannt sein, der vor der Wahl zwischen den einzelnen Inseln steht:

1. Die westlichsten Inseln werden öfter von Regen heimgesucht als der Osten. Also sind La Palma und El Hierro mehr davon betroffen als etwa Lanzarote und Fuerteventura. Dort zeichnet das Klima schon eher für wüstenhaftes Gebiet verantwortlich, während westlich saftige Wälder gedeihen.

2. Das Zusammentreffen der Berge mit Winden, welche vorwiegend vom Norden her wehen, verursacht Niederschläge. Im Süden, wo keine nennenswerten Erhebungen vorzufinden sind, regnet es daher kaum. Es gibt auch einen Unterschied zwischen Küstengebieten und Berglandschaften – wie überall gibt es an den flachen Stränden aus diesem Grund vergleichsweise kaum Niederschläge. Den Jahreswechsel oder ein paar Wochen vor dem bei uns einsetzenden Frühling auf den Kanarischen Inseln zu verbringen, ist sehr beliebt. Auch Programme für die Silvesternacht werden immer geboten. Wer jedoch tropenhafte Hitze bevorzugt, sollte weiter reisen.

Die sechs Nebeninseln

Chinijo-Archipel nennt man das Gebiet der sechs Kanarischen Nebeninseln. Es steht zur Gänze unter Naturschutz und dieser Umstand demonstriert, welch Reichtum an natürlicher Schönheit hier geboten und geschützt wird.

Diese kleinen Inseln haben freilich auch eigene Namen: Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Los Lobos, Roque del Este und Roque del Oeste.

Graciosa bietet knapp 700 Einwohnern ihr Zuhause – zwar schöne, weiße Sandstrände locken zum Verbleib, sind aber nicht zur Gänze badetauglich. Hier sollte auf eigene Faust kein Experiment durchgeführt werden. Ein besonders schönes Bild bietet sich Passagieren auf vorbeikommenden Fähren, denn diese kleine Insel bietet einen einzigartigen Anblick.

Alegranza ist nur 10 Kilometer groß und liegt an höchster Stelle nur knapp 300 Meter über dem Meeresspiegel. Während früher noch ansässige Bauern ihre Heimat in der Mini-Insel fanden, ist es heute eher verwaistes – und doch wunderschönes – Gebiet. Besucher allerdings brauchen eine Bewilligung der Umweltbehörde.

Lobos birgt zirka 130 Pflanzenarten auf relativ geringem Raum. Ein Teil darf als Reservat nicht einmal betreten werden. Auch einem Vogelschutzgebiet wird hier entsprechender Raum gelassen – ohne ein Ansteigen des Meeresspeigels wäre es nach wie vor ein Teil Fuerteventuras.

Montaña Clara ist ein unbewohntes Stückchen Land, welches von – ausgenommen von seinen privaten Besitzern – von niemand betreten werden darf. Die beiden letzten kleinen Inseln, Roque del Este und Roque del Oeste, sind im Wesentlichen nur aus dem Meer herausragende Felsen, freilich unbewohnt. Unter Naturschutz stehen sie nichtsdestotrotz und bieten zum Teil Robben und Vögel ein Stückchen wirklich unberührte Natur.

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Die Natur auf den Kanaren: Vulkane, Berge, Küsten

Die jungen Kanarischen Inseln waren zunächst unterseeische Berge, welche erst nach Millionen von Jahren die Wasseroberfläche erreichten und seither darüber herausragen. Die vulkanischen Aktivitäten prägten und formten deren Ausgestaltung.

Die Charakteristik dieser Inseln liegt – insbesondere auf Teneriffa, Gran Canaria und La Palma – in den sogenannte „Calderen“, spanisch für Kesseln, also kraterförmige Gebilde. Die besondere Kombination des mediterranen, subtropischen Klimas sorgt für eine Fauna und Flora, welche die menschliche Natur aus Nah und Fern wie magisch anlockt.

Temperatur als permanente Einladung zum Genießen

Ganzjährig wird das Klima als angenehm empfunden. Es ist niemals zu heiß und doch immer wohlig warm. Passatwinde relativieren ganzjährig die Hitze aus der nicht allzu weit entfernten Sahara. Ein Teil des Golfstroms reguliert zusätzlich durch wohltuende Kühle. An den Küsten findet man so gut wie immer zwischen 17 und 25 Grad Celsius vor und wird stets zum Spazieren und Genießen eingeladen.

146 Naturschutzgebiete, die sich in Naturparks, – Reservate, Denkmäler und Orte von wissenschaftlicher Bedeutung teilen, versehen die Inseln mit umfassenden Reizen für den Tourismus.

Die Menschen

Bis vor etwa 600 Jahren waren die Inseln von sogenannten Guanchen besiedelt, deren Kultur nach der Eroberung durch die Spanier gewissermaßen eliminiert war. Die meisten Einwohner heute sind römisch-katholisch und sprechen spanisch. Via Wasserweg kommen außerdem trotz schwierigster Bedingungen mit kleinen Booten viele Flüchtende aus Afrika. Pro Jahr locken die einzigartigen Inseln rund 9 Millionen Menschen aus aller Welt an und beleben neben dem Tourismus auch den Bau, die Industrie und den Handel.

Die Kanaren und ihre Vulkane

Die Kanarischen Inseln sind, darüber haben wir hier bereits mehrfach geschrieben, vulkanischen Ursprungs und verglichen mit der Erdgeschichte noch sehr jung. Wobei das Alter der Inseln von Ost nach West abnimmt, sie entstanden offenbar der Reihe nach entlang einer vulkanisch aktiven Zone. Die ältesten Inseln sind Fuerteventura mit 22 und Lanzarote mit 15,5 Millionen Jahren. Darauf folgten Gran Canaria vor 14,5, La Gomera vor etwa 11 und Teneriffa vor etwa 12 Millionen Jahren. La Palma und El Hierro sind mit 2 und 1,2 Millionen Jahren die Babys des Archipels und praktisch gerade erst entstanden.

Die vulkanische Aktivität hält allerdings bis heute an, im 18. Jahrhundert gab es auf Lanzarote einige große Ausbrüche und 1971 einen auf La Palma. Seit Oktober 2011 entsteht vor der Küste von El Hierro ein neuer Vulkan, der im Laufe der Zeit sicher eine weitere Insel schaffen wird.

Obwohl die Kanarischen Inseln allesamt der gleichen vulkanischen Zone entstammen, unterscheidet sich ihre Geschichte doch teils erheblich. Lediglich Lanzarote und Fuerteventura entstanden wohl auf die gleiche Art und Weise, sie waren auch lange Zeit zu einer einzigen Insel verbunden. Heute ist die Wasserstraße zwischen ihnen gerade mal 40 Meter tief und 10 Kilometer breit.

Begonnen hat alles vor rund 36 Millionen Jahren mit Eruptionen die weit unter der Wasseroberfläche stattfanden. Es wurde jede Menge Lava ausgestoßen und diese türmte sich bald zu großen unterseeischen Bergen auf. Als sie die Wasseroberfläche durchbrachen waren die ersten Inseln geboren, freilich dauerte das Millionen von Jahren.

Über Wasser ging es weiter und so erweiterten sich die Inseln zu stattlichen Bergen, immer wieder unterbrochen von langen Pausen zwischen den Eruptionen. In diesen Pausen waren die jungen Vulkane starker Erosion ausgesetzt und mehrfach brachen ganze Flanken ein und es gab riesige Gerölllawinen, die heute noch bis weit ins Meer hinaus nachweisbar sind.

Dieser Wechsel aus massiver vulkanischer Aktivität und Ruhephasen mit Erosion und Zusammenbruch formte die Eilande wie wir sie heute kennen. Dabei sind einige sehr bekannte Vulkane entstanden. Beispielsweise befindet sich Spaniens höchster Berg auf Teneriffa, der Pico del Teide mit stattlichen 3718 Metern Höhe.

Auch einige imposante Calderen, also vulkanische Krater sind zu bewundern, darunter die Caldera de Taburiente auf La Palma mit neun Kilometern Durchmesser und einer Höhendifferenz zwischen Tal und Gipfel von fast 2000 Metern. Oder die Caldera Las Cañadas mit 17 Kilometern Durchmesser aus der sich der oben genannte Teide erhebt.

So sind die Kanaren nicht nur für sonnenhungrige Touristen ein lohnendes Ziel, sondern auch für Reisende die sich für Erdgeschichte, Geologie und Vulkanismus interessieren. Weitere Informationen und traumhafte Bilder über die Vulkane der Kanaren finden sich im Netz, siehe Link.

Die malerischen Küsten der Kanarischen Inseln

Man sagt, die Kanarischen Inseln seien die restlichen Überbleibsel der vor langer Zeit gesunkenen Stadt Atlantis, die der Legende nach wegen eines Vulkanausbruchs unterging. Die malerischen Inseln, auch Sonneninseln und Frühlingsinseln genannt, haben vulkanische Herkunft, die wie deren einzigartige Lage im Atlantischen Ozean für die einmaligen geologischen und botanischen Merkmale verantwortlich sind.

Diese natürlichen Besonderheiten bestimmen das günstige Klima der Inseln mit milden Temperaturen, die in verschiedenen Jahreszeiten ungefähr gleich bleiben. Die Kanaren liegen weit im Süden und man könnte denken, dass die Durchschnittstemperaturen bei solcher Lage im Sommer auf etwa 45°C hoch klettern. Die Inseln liegen aber so günstig im Meer, das durch eine nördliche Meeresströmung und nördliche Winde das Klima gemäßigt und angenehm ist. Es gibt aber einen Unterschied zwischen den Inseln mit Bergen und ohne. Die Inseln La Gomera, Gran Canaria und La Palma sind beispielsweise von Bergen gekennzeichnet und dadurch geschützt. Atemberaubende Landschaft

Die Küstenlandschaften der Kanarischen Inseln lassen sich an Vielfalt nicht überbieten und unterscheiden sich auch untereinander. Die Küsten von Teneriffa werden meist vom Vulkan Teide bestimmt, die Insel Fuerteventura lädt mit wunderschönen Badestränden und Buchten ein, die Insel Gran Canaria bietet für Taucher sehr viel Vergnügen. Die kleine Insel Lanzarote ist ebenfalls eine Vulkaninsel, die im Norden und im Süden von majestätischen Bergen gesäumt ist und viele schöne Routen für Wanderer bietet. Die großen und kleinen Krater, die Vulkanschlote und eingebrochenen Lavatunnel verzaubern jährlich eine Menge Touristen.

Alles auf einmal erleben

Einer der beliebtesten Wege, die Küstenlandschaften der Kanarischen Inseln zu erkunden, ist eine Kreuzfahrt zu unternehmen. Auf einer beispielsweise 10-tägigen Schiffsreise in gemütlichen Kabinen hausen, luxuriöse Menüs probieren, die milde kanarische Sonne auf der Haut spüren, die romantischen Sonnenuntergänge auf dem Deck genießen, Spa, Wellness, Animation, Fitness und Entspannung – wer kann da schon „nein“ sagen? Zurzeit gibt es viele günstige Angebote für die ganze Familie, bei einigen Kreuzfahrtanbietern reisen auf der Kreuzfahrt Kinder frei.

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Unterkunft auf den Kanarischen Inseln

Ein Gebiet, welches regelmäßig so viele Touristen aus aller Welt anlockt, wie die Kanarischen Inseln, hat natürlich im Laufe der Zeit ein breites Spektrum an Unterbringungsmöglichkeiten zu bieten: für jeden Geschmack. Hinzu kommt hier die spezifische Besonderheit: das Klima, welches die unterschiedlichsten Menschen und Bedürfnisse zufriedenstellt und somit auch in Fragen der Unterkunft den bunten Anforderungen Rechnung tragen soll.

Vom klassischen Hotel bis zum “Casa Rural”

Selbst bei den klassischen Pauschalreisen mit Hotel, Buffet, Vollverpflegung und Animation verbleibt eine vergleichsweise große Auswahl: Ob man einen Wander-, Strand- oder Sporturlaub plant, auf Wellnessbereiche nicht verzichten möchte oder generell ein idyllisches Landhotel bevorzugt, sollte man vorab überlegen. Denn die Möglichkeiten sind da – es muss nicht immer derselbe Typ von Urlaub werden. Auch hier bietet es sich an, das Internet zu durchforsten und auf eigene Faust fündig zu werden oder die konkreten Wünsche den unzähligen Reiseveranstaltern mitzuteilen. Je konkreter die Wünsche geäußert werden, umso treffsicherer sind die Vorschläge.

Die Optik der Ferienhäuser ist freilich unschlagbar – dafür sorgt schon die Natur vor Ort, aber auch die Bauweise unterscheidet sich meist vom hierzulande Gewohntem: Ein “Grau-in-Grau” sucht man auf jeder Insel vergeblich. Ein Reihenbungalow mit einem sozialen Umfeld an Gleichgesinnten ist genauso zu finden wie eine urige Blockhütte. In den letzten Jahren schuf man allerdings eher die beliebten “Fincas”: Mit großer Liebe zum Detail wurden immer mehr alte Landhäuser restauriert. Diese bucht man zumeist unter dem Begriff “Casa Rural”, in welchem der Individualist genauso gut aufgehoben ist wie eine große, mehrere Generationen umfassende Familie.

Auf spanischen Urlaubsinseln sind Ferienwohnungen und Fincas der Verkaufsschlager

Egal ob auf den Kanaren oder auf den Balearen oder auf dem spanischen Festland, Feriendomizile wie Fincas, Ferienhäuser oder Ferienwohnungen erfreuen sich größter Beliebtheit. Viele Urlauber und Touristen möchten sich nicht mehr in riesigen Hoteltempeln mit Hunderten anderer Besucher dicht an dicht am Buffet drängen und um den Platz auf der Liege am Pool kämpfen. Man schätzt die Ruhe und Intimität einer eigenen Ferienunterkunft und freut sich mitunter auch noch über das ein oder andere Schnäppchen.

Wer auf der Suche nach einer Ferienwohnung auf den Kanaren oder einem Mallorca Ferienhaus ist, der sollte bei der Auswahl des Objekts ein paar Dinge beachten, die auf den spanischen Inseln unverzichtbar sind. Gerade im Sommer ist eine Klimaanlage ein must-have, genauso wie ein ordentlich funktionierender Kühlschrank und je nachdem eine Waschmaschine. Wenn man plant im Urlaub selbst zu kochen, sollte man auch die Küche des Ferienhauses oder der Wohnung in Augenschein nehmen.

Wenn es einem zudem auch in der Finca nicht an den Annehmlichkeiten eines großen Hotels fehlen soll und man das nötige Kleingeld mitbringt, kann man schon mal mit dem Gedanken an einen eigenen Pool spielen. Je nachdem zu welcher Jahreszeit man reist, sollte selbiger ggf. beheizbar sein.

Im Zweifelsfall lohnt es immer ein paar Berichte und Bewertungen im Internet zu lesen, hier kann man meist sehr schnell die Spreu vom Weizen für das Ferienhaus trennen. Portale, die Ferienimmobilien, egal ob auf Gran Canaria, Fuerteventura oder Mallorca, bewerten lassen gibt es im weltweiten Netz jedenfalls reichlich und es ist auch gern gesehen, wenn man nach dem Urlaub im Feriendomizil selbst eine Bewertung abgibt.

Wer dann jedoch doch lieber nicht auf Service, Frühstück am Bett und ein jeden Morgen frisch gemachtes Bett verzichten möchte, der sollte sich das mit dem eigenen Ferienhaus noch mal überlegen und dann doch lieber das Hotel wählen. Jeder Urlaubstyp eben nach seiner Facon.

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Kunterbunte Tipps zu den Kanaren

Kanarische Backwaren – geheimen Spezialitäten auf der Spur

Die Kanarischen Bauernmärkte sind kleine Abenteuer für alle, die sich zuvor vor allem an den Hotelbuffets verwöhnen ließen. So reizvoll das Buffet-Schlemmen auch sein mag – Authentizität und Entdeckungslust werden dabei kaum zum Thema. Ein Eintauchen in die Bauernmärkte vor Ort hingegen lassen daran nichts missen. Neben dem typischen Ziegenkäse, Inselhonig aus Caldera de Taburiente und Gemüseprodukten – zu viel kleineren Preisen als im Supermarkt – spricht die Vielzahl der kanarischen Backwaren wohl jeden an.

Auswahl an Süßwaren in Hülle und Fülle

Wer seine Tageszufuhr an Kalorien zählt aber Süßspeisen geradezu verfallen ist, sollte sich von den Bauernmärkten jedenfalls fernhalten. Denn diese reichliche Auswahl übertrifft unsere Angebote bei Weitem: Nicht umsonst sind die Kanarischen Inseln der Ursprung des Karamellpuddings. Dieser wird aus Eiern, Zucker, Rum oder Brandy und Milch hergestellt. Zum Süßen wird für viele Süßspeisen gerne ein Palmensaft, „Miel de Palma“ verwendet, der sich auch als Brotaufstrich eignet. Biemesabe lässt sich aus geschlagenem Eiweiß, Zuckersirup und einigen anderen Zutaten herstellen und ist auf den Inseln weit verbreitet. Das Rezept des „Pan Canario” – des “Kanarische Brotes”, lässt sich auch im Internet recherchieren. Doch die meisten Köstlichkeiten kann man nur vor Ort kennen und schätzen lernen. Wer also nicht auf den Märkten das Angebot durchforstet, kann noch immer in eine kanarische Bäckerei einkehren und dort Köstlichkeiten entdecken.

Am 10. Februar 2012 fand übrigens nicht umsonst in Teneriffa die Ausstellung „Muestra de los Panes del Mundo” statt, wo alle Brote der Welt würdige Beachtung fanden. Der Stellenwert kulinarischer Genüsse ist klar: Auf den Kanarischen Inseln bleiben kaum Wünsche offen.

Kanarische Inseln als günstigste Hochzeits-Location

Es mag verwundern, dass die Kosten für eine Traumhochzeit auf den Kanarischen Inseln als günstig eingestuft werden – und doch ist es Fakt. Denn im Vergleich mit den Provinzen schneiden die Kanaren am besten ab – und das, obwohl sie mit Abstand zu den begehrtesten Locations zählen. Die „Federacion de Usuarios y Consumidores Independientes” stellte einen komplizierten Kostenvergleich an. Die höchsten Preise sind demnach in der spanischen Hauptstadt Madrid vorherrschend – dort berappt man für den Event rund 16.600 Euro. In Katalonien ist dagegen durchschnittlich dasselbe Niveau um 15.900 Euro zu haben.

Auf den Kanarischen Inseln hingegen liegt man mit beinahe einem Drittel weniger im Rennen: 10.500 Euro sind dort zu veranschlagen – und das mit dem zauberhaften Flair zum Nulltarif. Die Hälfte dieser Beträge wird übrigens von Speisen und Getränken verursacht. Heute spürt man die Folgen der Wirtschaftskrise noch immer: Die tatsächlichen Ausgaben für diese Anlässe sind bereits zum fünften Mal gesunken.

Mit Hochzeiten auf den Kanarischen Inseln verschafften sich bereits viele zufriedene Paare ihr Traumglück: Dort darf sich jeder Liebende das Ja-Wort geben – auch gleichgeschlechtlich orientierte. Das weltoffene und tolerante Klima, wofür insbesondere Gran Canaria weltweit bekannt ist, gibt den Inseln ihren Ruf als Hochzeitsinsel – wo trotz Kirche und Priester auch der Spaß im Vordergrund stehen darf. Positiv und das Leben bejahend kann der Start in die neue Zweisamkeit stattfinden, wo eines ganz sicher unsere Breitengrade bei weitem übertrifft: Der dortige, natürliche Romantikfaktor kann durch nichts ersetzt werden – darüber sind sich alle Pärchen einig. Aber auch eingeladene Singles werden mit Sicherheit den Aufenthalt nicht minder genießen.

Karneval auf den Kanaren

Auch auf den Kanarischen Inseln wird der Fasching gefeiert. Alles dreht sich um das Thema bis zum Aschermittwoch, denn selbst die Arbeit im Öffentlichkeitsbereich wird bis dahin gedrosselt. Es sei denn, es handelt sich um die Organisation der Events – wer möchte, kann den krönenden Abschluss auch im Fernsehen mitverfolgen: Feste und Umzüge unter dem Himmel von Santa Cruz in Teneriffa, inklusive der Krönung der diesjährigen Karnevalskönigin und das “Begräbnis der Sardine”.

Salsa Bands und lateinamerikanischer Sound

Die Wahl der Karnevalskönigin am 15.02. gibt den Startschuss zu den Festen, welche die ganze Nacht lang besucht werden können und erst beim Morgengrauen die letzten Vergnügungssuchenden wieder sich selbst überlassen. Mit der Beerdigung der Sardine wird Abschied vom Karneval genommen, der ein Jahr später mit Mega-Events erneut die Menschen massenweise in ihren Bann ziehen wird. Wer daran teilhaben möchte, sollte sich vorher mit den Begriffen vertraut machen – denn die feierlichen Programme in den einzelnen Ortschaften wollen gut geplant sein:

Die “Gala Drag-Queen” in Las Palmas ist eine freizügige Show, in der – fernab von sozialen Zwängen – mit verrücktesten Kostümen, bei denen viel Haut frei bleibt, gefeiert wird. “Coso” nennt man jenen Umzug durch Santa Cruz, der auch in Gemeinden meist am Faschingssamstag stattfindet und bei dem die Karnevalskönigin höchstpersönlich nebst ihren Hofdamen am Festwagen teilnimmt. Am Montag ziehen die „Indianos” – als eine der Hauptveranstaltungen – mit kubanischen Rhythmen durch die Straßen. Mit der Beerdigung der Sardine, Sardina, wird das Ende eingeleitet – mancherorts wird auch danach noch gefeiert. Daneben gibt es freilich zahlreiche Programme auch für die Kinder.

Windsurfen auf den Kanaren

Die kanarischen Insel laden nicht nur zum faulenzen am Strand ein, sie bieten auch jede Menge Gelegenheit sich sportlich zu betätigen. Viele davon finden natürlich auf und unter Wasser statt, beispielsweise das Windsurfen.

Wind gibt es rund um die Inseln nämlich genug, fast ständig weht eine steife Brise und je nachdem welchen Surfspot man sich aussucht sind die Wellen mal höher und mal niedriger, das Wasser mal flacher und mal tiefer.

Fuerteventura gilt beispielsweise als eines der besten Surfreviere in Europa, im Juli oder August finden hier auch Weltmeisterschaftswettkämpfe statt, in der Regel in Sotavento im Süden der Insel. Zu dieser Zeit sind die Windverhältnisse am besten, da der Wind fast ununterbrochen bläst. In Sotavento finden sich zum einen Spots für die Profis und auch eine Lagune in der Anfänger gefahrlos üben können. Wellen sind hier eher selten, aber ab und zu kommt mal eine rein und sorgt für Abwechslung.

Ganz anders im Norden der Insel, hier gibt es hohe Wellen und unter der Wasseroberfläche scharfe Riffe. Für Anfänger ist die Gegend weniger geeignet, schon der Einstieg gestaltet sich mitunter knifflig. Ansonsten sei noch die Westküste Fuerteventuras genannt, auch dort herrschen oft gute Surfbedingungen vor.

Gran Canaria hat für Surfer ebenfalls jede Menge zu bieten. Im Osten der Insel liegen Orte wie Pozo Izquierdo, ein Spot der normalerweise wenig Gefahren- aber viel Spaßpotential bietet. Die besten Windmonate sind von Mai bis August, wobei der Rest des Jahres ebenfalls nicht schlecht sein muss.

Des Weiteren gibt es auf Gran Canaria noch den Mosca Point, der jedoch an Bedeutung verliert, weil die Windverhältnisse immer schlechter werden. Viele weichen nach Vargas ganz in der Nähe des Flughafens aus. Hier gibt es eine große Bucht, die bei Ebbe harmlos und bei Flut manchmal kniffelig ist. Die Westküste der Insel bietet mit Salinas de Arinaga einen guten Spot für Anfänger, da es hier kaum Wellen gibt, nur der Wind ist manchmal böig.

Auf Lanzarote seien die Spots in Playa Blanca der bei Los Pocillos und der bei Matagorda im Süden der Insel genannt oder der Strand bei Las Cucharas. Im Norden gibt es Los Charcos, im Osten Jameos del Agua. Nicht zuletzt sei auch Teneriffa erwähnt mit den Surfgebieten bei El Medano, einem wahren Surfermekka, mit den Spots El Cabezo, dem Strand des Ortes selbst und der Mole für die Profis.

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Wo bekomme ich Reisetipps zu den Kanaren?

Manche Menschen planen ihre Reise generell selber und wollen im Vorfeld so viel wie möglich über ihr Reiseziel erfahren. Dazu wälzen sie Reiseführer und, falls vorhanden, sogar Fachliteratur über das Reiseland.

Manche gehen noch einen Schritt weiter und lernen sogar die Landessprache, im Falle der Kanaren wäre das Spanisch – das kann man noch in vielen anderen Ländern brauchen. Aber es gibt Fragen, die man in keinem Reiseführer beantwortet findet.

Aktuelle Themen beispielsweise, denn gedruckte Reiseführer können später ja nicht mehr aktualisiert werden, es sei denn in einer neuen Auflage. Zudem werden solche Bücher immer von einem begrenzten Autorenkreis verfasst und man weiß auch immer nicht so genau was davon echte Tipps sind und für was der Autor oder der Verlag einfach nur bezahlt wurde.

Aber dafür gibt es ja zum Glück das Internet und zahlreiche Portale die einem auch noch die ausgefallenste Frage beantworten. Wobei das in der Regel nicht die Portale oder deren Betreiber machen, sondern die User der Community.

Ein solches Portal ist beispielsweise reisefrage.net, wohl ein Ableger von gutefrage.net, nur eben spezialisiert auf Reisen. Die Bedienung ist ganz einfach, man gibt seine Frage ein, wartet ein Weilchen und bekommt von anderen Usern die passenden Antworten.

Egal um welches Land es sich handelt, ob man nach Urlaubsempfehlungen Kanaren sucht oder die aktuellen Bedingungen in der inneren Mongolei. Irgendein User findet sich immer, der eine Antwort parat hat.

Wobei man natürlich auch hier nicht alles glauben darf, denn auch bezahlte Schreiber sind unter den Usern. Das verhält sich genau wie mit den ganzen Hotelbewertungsportalen. Viele davon sind echt, sehr viele davon aber von bezahlten Agenturen verfasst. Das kann einem natürlich auch auf Frageseiten passieren.

Speziell Hotelempfehlungen sollten also immer kritisch betrachtet werden, der vermeintliche User kann schließlich auch der Betreiber selber sein oder eine Agentur die von ihm bezahlt wird. Aber das tut der Nützlichkeit solcher Internetseiten keinen Abbruch, man muss halt einfach ein wenig mitdenken und kritisch hinterfragen. Zudem gibt es mehrere solcher Seiten, man kann die Meinungen also ganz gut vergleichen.

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Mit dem Mietwagen auf den Kanaren

Wer auf die kanarischen Inseln reist, der macht das normalerweise mit dem Flugzeug. Denn das ist die schnellste und billigste Möglichkeit der Anreise. Wer dort mobil sein möchte, der kann sich für relativ wenig Geld einen Mietwagen nehmen.

Aufpassen muss man nur etwas auf den Zustand der Wägen und auf die Versicherungsbedingungen, speziell in der Selbstbeteiligung unterscheiden sich die Anbieter oft und auch die Altersgrenze für Fahrer kann unterschiedlich sein. Bevor man also den 18jährigen Sohnemann ans Steuer lässt, sollte abgeklärt werden, ob er das überhaupt darf.

Ansonsten ist das Mieten eines Autos auf den Kanarischen Inseln recht risikolos und da das Straßennetz sehr gut ausgebaut ist, findet sich auch ein ortsunkundiger Fahrer schnell zurecht. Manchmal macht es aber auch Sinn, das eigene Auto mitzunehmen, was an sich ja kein Problem ist, bewegt man sich ja nur innerhalb Europas. Speziell für diejenigen die mehrere Monate auf den Kanaren überwintern kann die Anreise mit dem Auto schon lohnenswert sein.

Da die Kanaren eine Inselgruppe sind, muss die Fähre bemüht werden, die regelmäßig vom spanischen Festland aus startet, je nach Startpunkt und Zielinsel dauert die Überfahrt 36 bis 42 Stunden. Dafür darf dann aber so viel Gepäck mitgenommen werden wie in den Kofferraum passt, auch das Wohnmobil ist kein Problem, die Überfahrt kostet damit halt etwas mehr als mit einem PKW.

Wichtig ist, dass die Versicherung des Autos auch für das Zielland gilt. Die Kanaren sind zwar nicht Teil des Europäischen Zollgebietes, gehören aber politisch zur EU und somit besteht für in Deutschland versicherte Kraftfahrzeuge auch auf den Kanaren der gewohnte Versicherungsschutz.

Vorsicht beim Autofahren auf den Kanaren – Bußgelder weit höher!

Gerade zu Beginn der Wintersaison füllen sich die Straßen mit den Karosserien der Urlauber. Obwohl keine anderen Straßenverkehrsregeln als im Rest Europas gelten, gibt es hier einige Besonderheiten zu beachten. Nicht zuletzt deshalb, weil die Bußgelder viel höher sind als in Deutschland. So steht es auch bei den Tempolimits der Region selber zu, sie festzusetzen. Möglicherweise bedarf es etwas Gewohnheit, alle Unterschiede automatisch zu berücksichtigen. Bis dahin ist Vorsicht zu walten lassen.

Grundsätzliche Tempolimits

Hier sind die Grenzen unter den Limits angesetzt als bei uns: Auf den Autobahnen ist mit 120 km/h die Höchstgrenze erreicht. Auf Landstraßen gilt das höchste zulässige Tempo mit 80 km/h und in Ortsgebieten wie fast überall 50 km/h. Auch sind hier nur die Grundwerte genannt: Im Konkreten kann es durchaus sein, dass eine Beschilderung andere Werte vorgibt. Denn vor allem in Gran Canaria sind viele Ortschaften mit nur 40 Stundenkilometer befahrbar.

Die geltenden Werte beim Alkoholgenuss sind mit 0,25 Promille schnell erreicht. Aber nicht nur damit ist aufzupassen: Die örtlichen Behörden sind mit einem Gerät ausgestattet, welches auch die Einnahme von Drogen messen kann und diese zugleich klassifiziert.

Der Notruf hat die Nummer 112. Man sollte sie vorab mit der Vorwahl ins Handy eingespeichert haben. Wer seine Strafzettel sofort bezahlt, erhält 50 Prozent Rabatt. Wer sich dauerhaft dort niederlässt, erhält aber Punkte für jedes Vergehen. Bei einem Zuviel wird der Führerschein irgendwann entzogen. Die Punkte von Urlauber werden aber nicht gespeichert. Übrigens: Wer schon einen neuen europäischen Führerschein hat, der braucht seinen nicht in Spanien anrechnen lassen, wenn er sich dauerhaft niederlässt – wohl aber nach einem Jahr registrieren.

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Politik und Wirtschaft

Fast 2 Milliarden Euro für die Kanarischen Inseln von EU

Hinsichtlich der notwendigen Förderung in die Infrastruktur der Kanarischen Inseln gilt es als beschlossene Sache, dass die EU die Gesamtkosten in der Höhe von 1,67 Milliarden Euro auf sich nehmen wird. Zielsetzung ist der Antrieb der regionaler Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung. Dabei handelt es sich um ein operationelles Programm unter der Beteiligung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Ausgangspunkt: Rückstand im Bereich Forschung und Entwicklung in der autonomen Region der Kanaren

Die Ressourcen der Inseln sind dabei optimal zu nutzen – Artenvielfalt, Seeverkehr und Fischfang, aber auch Erneuerbare Energien sollen optimal bewirtschaftet werden. Programme dieser Art sind als “Hilfe zur Selbsthilfe” zu betrachten. Auf Dauer ist es eine sinnvolle Investition in die Zukunft des Europäischen Partners, der mit seiner autonomen Stellung in seinem Heimatland in die richtige Richtung “gestoßen wird”. Die Handicaps des Gebietes liegen auf der Hand: Schlechte Erreichbarkeit vom Kontinent, bergige Landschaften und die “Zersplitterung des Terrains” in seine sieben Eilande machen es der lokalen Regierung nicht einfach, mitzuhalten. Außerdem ist die Umwelt als fragil einzustufen, so dass gewisse Risikofaktoren stets zu beachten sind.

Schaffung von 8700 Arbeitsplätzen

Die realistische Zielsetzung der Organisatoren liegt in der Schaffung von 8700 Arbeitsplätzen und neue Attraktivität für private Investoren auf den Inseln. Ein Volumen von 824 Millionen Euro darf aus diesem Titel erwartet werden. Durchgängige Internetanbindung soll endlich verwirklicht werden – auch für Privathaushalte. Die Treibhausgasemissionen sollen um 9 % verringert werden und eine Verdreifachung des BIP-Anteils der Ausgaben für Forschung und Entwicklung wird umgesetzt. Aber auch von privater Seite soll künftig um 74 % mehr als jetzt in diese Zweckwidmung fließen.

Reformbedarf beim Bildungssystem auf den Kanaren

Wer denkt, die Leistungen der kanarischen Sprösslinge flößen in die spanischen Untersuchungen mit ein, der irrt. Sie werden gesondert erhoben. Die Ferienzeit für alle Schulstufen beträgt auf den Kanarischen Inseln zweieinhalb Monate. Ein schönes Aufwachsen ist dem Nachwuchs damit gewiss beschert – nur sind die Ergebnisse für alle Spanier repräsentativ oder unterscheiden sich ihre Leistungen vom Pendant auf dem Festland? Viele Auswanderungswillige beschäftigen sich mit dem Bildungssystem – immerhin ein wesentlicher Faktor zur Beurteilung der Zukunftschancen des Kindes.

Die Pisa-Studie legt Wert auf die Einholung dieser Erkenntnisse und gab damit einen Denkanstoß bei den ziemlich autonomen Entscheidungsträgern vor Ort: In Frage steht die Feriendauer an sich, aber auch den Kernthemen widmet man sich aktuell verstärkt. Die Konzentration auf bestimmte Lernzeiten sind in die Neugestaltung der Ferienzeit ebenso mit einzubeziehen als auch sonstige Investitionen in die Zukunft. Die Ergebnisse sind leider alles andere als rosig: Die Schüler und Schülerinnen auf den Inseln erhielten die beinahe schlechteste Beurteilung unter den gesamten Spaniern. Insbesondere beim Lesen konnten sie nicht von sich überzeugen. Ein Trost verbleibt den Bewohnern: Andere vereinzelte Inseln schnitten noch schlechter ab als sie.

Vor dem Rotstift für die Schüler, der Rotstift an den Schulen

Die Regierung nahm dies freilich zum Anlass für Reformen und einer breit angelegten Diskussion. Die Schulen auf den Inseln werden erst seit einigen Jahren in den Vergleich der OECD miteinbezogen. In Spanien setzte man übrigens in den letzten Jahren den Rotstift auch bei den Schulen selber an. Einzelbetreuung ist so gut wie unmöglich, die Klassen größer und das Ausmaß der Bereitstellung notwendiger Materialien kleiner geworden.

Spanien will den kanarischen Stränden Ausblick auf Bohrtürme verpassen

Kräfte tanken mit Ausblick auf Bohrtürmen wäre passé – und damit die Ära der Kanaren als Urlaubsparadies. Entweder Tourismus, oder Bohrungen nach Erdöl. Beides geht nicht, so die Fremdenverkehrsämter und Regierungschefs der Inseln. Dennoch sind Probebohrungen in Planung – zur großen Sorge der Inselbevölkerung. Östlich von Fuerteventura und Lanzarote soll die Abtragung vonstattengehen. Denn Madrid sieht keinen Anlass zur Sorge für den Fremdenverkehr. Repsol, ein Mineralölkonzern vermutet reiches Erdölvorkommen von einem für Spanien ungewöhnlichen Ausmaß in diesem Gebiet. Das Land musste bisher zu hundert Prozent den Bedarf von draußen zukaufen – sollte sich diese Vermutung bestätigen, könnte das 10 Prozent des Eigenbedarfs abdecken. Der Industrieminister wies daraufhin, dass die Inselbewohner nicht alleine vom Tourismus leben können – sie würden am allermeisten davon profitieren. Denn trotz der enorm hohen Urlauberzahl von 12 Millionen Menschen im Jahr 2011 beträgt die aktuelle Arbeitslosenquote 31 Prozent.

Klageandrohung der Inselregierung

Diese Entscheidung würde gegen die Selbstbestimmungsrechte der Inseln und den diesbezüglichen Abkommen verstoßen. Und diese Frage soll im schlimmsten Fall von den zuständigen Instanzen geklärt werden, so die Reaktion auf höchster Ebene. Bereits die Ankündigung könnte Urlauber von ihrer Reise abhalten. Die Sprecherin eines deutschen Reiseveranstalters beruhigt: Das bloße Ankündigen der Bohrungen werden noch keinen Touristen fernhalten.

Aber nicht nur die Kanaren sind auf den Barrikaden: Greenpeace warnt vor einer Umweltkatastrophe – ähnlich derjenigen vom Golf von Mexiko. 2004 stoppte übrigens der Oberste Gerichtshof ein analoges Vorhaben, weil dabei Umweltauflagen verletzt worden wären. Hintergrund ist, dass das angrenzende Marokko ebenso auf die Erdölvorkommen schielt. Der Wirtschaftsminister Spaniens veranschaulicht die Lage wie ein Glas mit 2 Strohhalmen: Wer zuerst trinkt, hat gewonnen.

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Inseltipps zu Gran Canaria

Die drittgrößte Insel der Kanaren bietet mit ihrem Durchmesser von nur etwa 50 Kilometern jenes Klima, welches vom Menschen als besonders angenehm empfunden wird – und das ganzjährig. Auch sie ist eine Vulkaninsel und birgt in ihrem Herzstück einen knapp 2000 Meter hohen, erloschenen, Vulkan – den Pico de las Nieves. Ihr Spitzname, „Miniatur-Kontinent“, beschreibt sehr schön die ungewöhnliche Vielfalt, mit welcher die Natur diese Insel beschenkt hat.

Im Norden herrscht eine höhere Feuchtigkeit vor als im Süden. Dort trifft trockener Sahara-Wind auf die Landschaft, während von der anderen Seite die Passatwinde nach dem Aufsteigen für feuchteres Klima sorgen. Lorbeerbäume fühlen sich dort besonders wohl. Südlich hingegen wird von einer Halbwüstenvegetation gesprochen. Etwa Wolfsmilchgewächse findet man nur in solchen Zonen.

Nicht weniger als 14 Mikro-Klimazonen stehen dem Besucher zur Wahl. Trockentäler führen vom Inneren an die Küsten, welche bei den zwar seltenen, aber dafür umso stärkeren, Niederschlägen zu „Miniatur-Flüssen“ mutieren können. Die Anrainer haben diesbezüglich bauliche Maßnahmen treffen müssen.

Jedes Jahr beherbergt Gran Canaria um die 2,8 Millionen Besucher. Damit wird ein durchschnittlicher Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erzielt. Für Europäer ist das Klima gerade im Winter eine äußerst willkommene Abwechslung, die dem Urlaub höchstmöglichen Mehrwert verleiht. Auch Senioren, Kranke oder Familien mit Kleinkindern gehen mit Gran Canaria kein Risiko ein: Die Hitze im Sommer übersteigt 26 Grad so gut wie nie – aber auch im Winter darf man von mindestens 18 Grad ausgehen.

Der Name, „Insel des ewigen Frühlings“ ist also nicht aus der Luft gegriffen – denn es beschert zu jeder Jahreszeit angenehme Milde.

Naturschönheiten und pulsierendes Leben

Nach Fuerteventura und Teneriffa ist Gran Canaria die drittgrößte der sieben Kanarischen Inseln. Durch ihre Lage nahe dem afrikanischen Kontinent liegt die Vulkaninsel im Einflussbereich der Passatwinde und es herrscht ozeanisch-subtropisches Klima, mit milden Wintern und angenehm warmen Sommern. Der “Miniaturkontinent”, wie Gran Canaria aufgrund ihrer klimatischen und landschaftlichen Vielfalt genannt wird, ist in nur vier Flugstunden von Deutschland aus erreichbar.

Gran Canaria: Faszinierende Landschaften

Mieten Sie eine Ferienwohnung Last Minute und entdecken Sie die landschaftliche Vielfalt der beliebten Insel. Als Wahrzeichen von Gran Canaria gilt der höchste Berg der Insel, der 1803 Meter hohe Roque Nueblo, der von den Ureinwohnern der Insel als Kultplatz genutzt wurde. Auf einem gut ausgebauten Wanderweg können Sie zum Fuß des Vulkanschlots wandern und die spektakuläre Aussicht über die Insel und das blaue Meer erleben.

Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur Nachbarinsel Teneriffa. Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt sind die Dünen von Maspalomas. Diese, unter Naturschutz stehende, faszinierende Dünenlandschaft liegt im Süden der Insel zwischen den, bei Touristen so beliebten, Orten Playa del Ingles und Maspalomas. Auf einer Länge von 7 km und einer Breite von 2 km erstreckt sich feinster Sandstrand aus zerriebenem Muschel- und Korallenkalk. Als Geheimtipp gilt der im Westen der Insel gelegene Strand Playa de Güigüi. Eingebettet in die imposante Kulisse der Felsformationen gilt dieser Strand als einer der schönsten der Insel.

Gran Canaria: Beliebte Treffpunkte für Nachtschwärmer

Zahlreiche Möglichkeiten in das lebhafte Treiben der Nachtschwärmer einzusteigen, bietet Ihnen die Hauptstadt der Insel Las Palmas. Mit einer Ferienwohnung Last Minute können Sie den alljährlich im Februar stattfindenden Karneval von Las Palmas erleben. Diese Veranstaltung gilt als einer der Höhepunkte des Jahres. Viele Inselbewohner tanzen in bunten Kostümen zu lateinamerikanischen Rhythmen und machen ganze Gebiete rund um den Parque Santa Catalina zur Partyzone.

Auch Maspalomas, einer der beliebtesten Urlaubsorte Gran Canarias, bietet Ihnen eine bunte Mischung aus Restaurants, Clubs und Diskotheken. Hier können Sie hier tagsüber die Strandpromenade entlang flanieren, in einem der Straßencafés sitzen und nachts unter freiem Himmel feiern und in die einzigartige Atmosphäre der Insel eintauchen. Ein weiterer wichtiger Ort für Nachtschwärmer ist das bekannte Playa del Ingles.

Die schönsten Naturparks auf Gran Canaria

Es gibt auf der wunderschönen Insel Gran Canaria sage und schreibe 33 Naturparks mit einer gesamten Fläche von rund 66.700 Hektar, das sind immerhin 42,75 % der ganzen Inselfläche. Wenn eine solche mediterrane Insel nahezu zur Hälfte aus Naturparks besteht, dann kann man sich vorstellen, wie traumhaft schön es überall ist, wie es grünt und blüht, was für eine artenreiche Flora und Fauna sich dahinter verbirgt und was es dort alles zu entdecken gibt. Bereits seit dem Jahre 2005 ist nahezu der ganze Westen der Insel auch ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat.

Welche Naturparks gibt es auf der Insel?

Diese Naturschutzgebiete und Naturparks wurden von der spanischen Regierung deshalb eingerichtet, um die biologische Vielfalt zu erhalten und die damit verbundenen Ressourcen in Bezug auf Kultur und Tourismus zu fördern. Diese Naturregionen wurden nochmals unterteilt in jeweils zwei verschiedene Kategorien von Naturparks und Naturschutzgebieten, in Naturdenkmäler, geschützte Landschaften und Orte mit wissenschaftlichem Wert.

Als besonders schützenswerte Naturräume gelten vor allem das Reserva Natural Integral de Inagua und das Reserva Natural Integral Barranco Oscuro. Es gibt zehn Naturdenkmäler, sieben geschützte Landschaften, die beiden Naturparks “Tamadaba” und “Pilancones” sowie zwei so genannte Parques Rurales mit den klangvollen Namen “El Nublo” und “Doramas”. Weiterhin gibt es auf Gran Canaria sechs besondere Naturschutzgebiete und vier Orte von wissenschaftlichem Wert sowie fünf Schutzgebiete, die sich ganz besonders dem Vogelschutz verschrieben haben. Welche touristisch interessanten Parkanlagen und Zoologische Gärten befinden sich auf Gran Canaria?

In Gáldar befindet sich der “Reptilandia Park”, der wie sein Name schon sagt über 150 Reptilienarten in seinen Freiluftaquarien hält. In Maspalomas gibt es den berühmten Palmitos Park, der neben rund 1.200 verschiedenen Vogelarten, wunderschöne Schmetterling, Orchideen, Agaven und Kakteen ausstellt. In Agüimes erwartet die Besucher der “Parque de los Cocodrilos”, welcher rund 300 prachtvolle Krokodile beherbergt. In San Nicolás de Tolentino wiederum liegt der “Cactualdea”, in dem sich nicht nur unzählige Kakteen sondern auch Palmen, Aloe-Pflanzen, Drachenbäume und vieles mehr befinden.

Wer hier in den herrlichen Naturparks wandern, klettern oder Mountainbiken will, der ist ebenso goldrichtig, wie Touristen, die sich einfach irgendwo auf der Insel hübsche Ferienhäuser mieten und von dort aus sternförmig mit dem Mietwagen die spektakulären Naturlandschaften Gran Canarias erkunden wollen.

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Teneriffa – weltweit beliebt

Die um 80 Kilometer lange und teilweise 50 Kilometer breite Vulkaninsel Teneriffa weist von allen spanischen Inseln die höchste eigene Bevölkerungsdichte auf. Ihre Topografie ist afrikanisch: Marokko und die westliche Sahara liegen nur 250 Kilometer weit entfernt.

Ihr Klima ist ein magnetischer Anziehungspunkt für die menschliche Natur: Das ganze Jahr lang wird nicht nur der Homo Sapiens von besonderer Milde verwöhnt. Die Wälder, vor allem Lorbeer und Kiefer, erhalten durch das aufsteigende Meereswasser feinen und kontinuierlichen Nieselregen. Die an sich vorherrschende Trockenheit wird dadurch ideal ergänzt und verleiht somit der Fauna und Flora beste Bedingungen zum Gedeih. Die meisten vorkommenden Pflanzenarten stehen bereits unter Naturschutz und verhelfen der Insel, genauso wie die bunten Vögel- und Reptilienarten, zu ihrer herausragenden Optik.

Schon im Jahr 1885 wurde Teneriffa von urlaubshungrigen Engländern aufgesucht – zu einer Zeit, als Urlaub als solcher noch ein unvorstellbarer Luxus war und nur den Allerwenigsten vorbehalten blieb. Nur wenige Jahre danach folgten schon zehn Mal so viele Menschen dem Beispiel und suchten Teneriffa auf. 2001 dagegen besuchten nicht weniger als 4,8 Millionen Personen ihren Favoriten in Sachen Feriengestaltung. Teneriffa ist damit Spitzenreiter unter den Kanarischen Inseln.

Reiche Palette an Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt von La Laguna gehört ebenso wie die Kraterlandschaft der Teide zum Weltkulturerbe der UNESCO. Aber auch die Altstadt von La Oratava sowie das Oratava-Tal, der botanische Garten in Puerto de la Cruz, die Felsen von Los Gigantes und die Kathedrale von La Laguna beeindrucken alle Touristen. Dabei sind die Sehenswürdigkeiten hier nicht einmal abschließend aufgezählt.

Tierwelt auf Teneriffa

Geologen gehen davon aus, dass die Insel Teneriffa einst vor über 12 Millionen Jahren durch einen gigantischen Vulkanausbruch entstanden ist. Auch auf der Insel selbst befanden sich lange aktive Vulkane die das Vulkanmassiv im zentralen Bereich der Insel entstehen ließen. Der größte heute noch aktive Vulkan der Insel ist der Pico del Teide mit einer Höhe von 3718 Metern. Das gesamte Erscheinungsbild der Insel wird von einer schroffen, majestätischen Hügellandschaft geprägt.

Manche Experten gehen davon aus, dass Teneriffa als einzige Insel von der Eiszeit verschont blieb und erklären sich dadurch die einzigartige Flora und Fauna der Insel, die sogar manche pflanzlichen Urformen aufweist, die in dieser Form auf keiner anderen Insel zu finden sind. Beinahe alle Pflanzenarten stehen daher unter strengem Naturschutz und dürfen weder abgebaut noch exportiert werden.

Auf Teneriffa ist die Artenvielfalt der Tiere erheblich geringer als auf dem Festland, dafür gibt es dort, genau wie in der Pflanzenwelt, besondere Arten, die nur genau dort heimisch sind. Anders als die trockene, felsige oft wüstenähnliche Landschaft vermuten ließe, gab es auf Teneriffa noch nie giftige Schlangen. Auch Raubtiere sind eine Seltenheit. Zu den wenigen einheimischen Säugetieren zählen die Waldkatze und eine ausgewilderte Kaninchenart.

Wale, Delfine und Echsen

Allerdings sind in der Meerenge zwischen Teneriffa und La Gomera zahlreiche Wale und Delfine angesiedelt, die man auch oft direkt an den Küsten von Teneriffa antreffen kann. Ebenfalls findet man zahlreiche Echsen auf Teneriffa, die optimal an das überwiegend trockene Klima angepasst sind.

Vielfältige Vogel- und Insektenwelt auf Teneriffa

Eine große Artenvielfalt weist die Vogelwelt Teneriffas auf. Besonders bekannt ist beispielsweise der Teidefink oder der Kanarienvogel. Am artenreichsten sind die Gliederfüßer auf dieser Insel vertreten. Rund 5000 verschiedene Arten von Insekten, Spinnen und Krebsen haben ihre Heimat auf dieser Insel wobei fast 1500 Arten nur auf Teneriffa vorkommen.

Seltener sieht man Nutztiere wie Kühe, Schafe, Pferde oder Esel auf der Insel, was aber vor Allem daran liegt, dass es durch den sandigen Boden und das trockene Klima kaum Weideflächen für diese Tierarten gibt. Kamel- und Dromedararten sind zwar auf der Insel anzutreffen, bei ihnen handelt es sich allerdings meist um importierte Exemplare die zur Unterhaltung der Touristen beitragen sollen.

Neue Universität auf Teneriffa: Die Multiversity Humboldt Cosmos University

Als Standort für eine neue Universität erfreut Teneriffa gewiss angehende und bereits emigrierte Wissenschaftler gleichermaßen: Gerade Ältere lieben das Klima und werden in diesem Umfeld noch umso engagierter ihr Bestes geben. Und auch ein Auslandssemester auf der Urlaubsinsel ist wohl der Traum eines jeden Studenten, der noch viel zu büffeln hat.

Aber auch die besondere Kooperationsbereitschaft der lokalen Regierung ist ein Faktor, dem wesentliche Bedeutung beigemessen wird. Die Universität La Laguna, die FU-Sprachschule und andere Institutionen sowie das Maritim Hotel schaffen ein passendes Umfeld für das Großprojekt. Insbesondere den “Silberrücken”, welche bereits auf eine erfahrungsreiche Laufbahn zurückblicken, als Kapital für Innovation und Forschung wird eine besondere Rolle zuteil. Ziel dabei ist es, diese Ressourcen dem aktuellen Wandlungsprozess zuzuführen um den Anforderungen von heute die wahrhaft besten Voraussetzungen zu verleihen: Engagement und Kreativität – basierend auf Wissen, welches dem Newcomer um Längen voraus ist. Jeder, der schon Vorträge alternder Professoren aufmerksam verfolgte, weiß vom Mehrwert, der vermittelt werden kann. In Kombination mit der jungen Generation wird das Lernen voneinander zu besten Ergebnissen führen – in einer Umgebung, die Jung und Alt zugleich den wohl schönsten Rahmen verleiht.

Der Name,”Multiversity Humboldt Cosmos University”, kommt nicht von ungefähr: Vor mehr als 2 Jahrhunderten verbrachte der Forscher Alexander von Humboldt sechs Tage auf Teneriffa, worüber noch heute gerne berichtet wird: Das Resümee seines Besuches ist auch für Leser von heute noch interessant. So bietet der Zech Verlag auf Teneriffa seit dem Jahr 2009 zu seinen Ehren das Buch an: “A.v. Humboldt. Seine Woche auf Teneriffa 1799. Sein Leben. Sein Werk.”

Eröffnung des Krankenhaus im Norden Teneriffas permanent verschoben

Ende März 2012 hätte es soweit sein sollen, wurde aber erneut verschoben: Die Eröffnung eines Ärztezentrums im Norden. Es wird davon ausgegangen, dass es spätestens Mitte des Jahres soweit sein wird. Ein Termin wurde nicht festgesetzt.

Hintergrund: Mangel in der medizinischen Versorgung des Nordens

Die neue Deadline zur Fertigstellung erzürnt auch die Gemüter. Sinn und Zweck ist eine adäquate Versorgung des nördlichen Teils der Insel, welche bereits seit Jahren auf die Inbetriebnahme wartet. Die Geister scheiden sich schon darin, indem manche Regionalpolitiker zumindest eine sofortige Eröffnung des Notdienstes fordern, während die anderen bis zur völligen Fertigstellung abwarten wollen. Der Gemeinderat kann das nicht mehr länger hinnehmen und forderte deshalb die sofortige Eröffnung und mehr Geld. Gegen den raschen Betrieb der Notaufnahme spricht nach Ansicht der Gegner die Haftungsfrage, wenn nicht das gesamte Zentrum einsatzbereit ist. 300.000 Menschen warten schon lange auf das Krankenhaus und sie vertrauten auf den bisher angekündigten Termin vom 27. März 2012.

Bereits im März 2009 begab sich der Inselpräsident auf eine Inspektion vor Ort und verkündete “es fehlen nur noch Kleinigkeiten und einige Teile der Innenausstattung”. Nur den genauen Termin der Fertigstellung könne man noch nicht nennen. Beim Bau habe es bereits Verzögerungen gegeben, welche aber durch Planänderungen aus der Welt geschaffen worden wären. Angesichts dieser Berichterstattung, die bereits drei Jahre zurückliegt, fühlen sich die Betroffenen freilich geneppt.

Die Patienten müssen bis dahin auf die Klinik in La Laguna ausweichen. Sie und die Angehörigen bei Besuchen haben stets weite Strecken auf sich zu nehmen, was gerade bei Notfällen besonders schlimm ist.

Messe für gebrauche Autos – jährlich auf Santa Cruz, Teneriffa

Im Juni 2012 findet vom 8. bis zum 10. heuer auf Santa Cruz die Gebrauchtwagen-Messe statt. Sie wird von Vielen sehnsüchtig erwartet. Die Hauptstadt Teneriffas ist bekannt dafür, Veranstaltungsort für Messen und Events zu sein, die Menschen aus aller Welt begeistern können. Zwei Tage lang präsentieren sich gebrauchte Fahrzeuge, darunter auch Schnäppchen der Spitzenklasse, für alle, die zugreifen wollen oder Zerstreuung bei einem angenehmen Ausflug suchen.

Schnäppchenparade an Audis, Volkswagen und Skoda

Seit 2007 veranstalten die Stadtväter unter Beteiligung von Avis eine relativ große Parade an solchen Fahrzeugen, die ihren neuen Besitzer suchen. Unter “Feria de Vehículos de Ocasión de Avis Canarias” nimmt man dazu ein 2000 Quadratmeter großes Gelände in Anspruch, welches auch Schaulustige anlockt. Der Autoverleih erneuert danach sein Angebot an Fahrzeugen und so gibt es besonders attraktive Angebote – denn beim Kauf dieser Autos kann man sich gewiss sein, dass der Vorbesitzer das selbige hegte und pflegte. Das Angebot setzt sich aus etwa hundert Kraftfahrzeugen zusammen, die aus dem Hause Audi, Volkswagen und Skoda stammen.

Zwischen 11 und 19 Uhr verwandelt sich der riesige Parkplatz des “Parque Marítimo” in eine volksfestähnliche Location, wo man die beliebten Marken ab 7000 Euro erwerben kann. Die Grenze der Preise soll bei 25.000 Euro angesiedelt sein. Diese Offerten locken zu Recht ihre Besucher an: Ein VW Polo kostet 7.790.Euro. Die Palette der einzelnen Modelle ist aber sehr bunt und breit gestreut. Ein Jahr Garantie wird beim Erwerb gewährleistet.

Aber auch wer zu einem anderen Zeitpunkt auf den Kanarischen Inseln sein Traumauto sucht, wird sicherlich gut bedient – eine passable Anzahl an Online-Plattformen ist vorhanden.

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Lanzarote

Lanzarote befindet sich nur 140 Kilometer von Marokko in Afrika entfernt, während die Distanz zu Spanien rund acht Mal so groß ist. Sie gehört der Provinz Las Palmas an.

1993 erklärte sie die UNESCO gänzlich zum Biosphärenreservat – eigentlich ein Ehrentitel für eine Region, wenn es um nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht geht. Ein Paradebeispiel für die Weltgemeinschaft, welcher zur Gänze diese Entwicklung am Herzen liegen sollte. Persönlich überzeugen sich jährlich seit den 50ern unzählige Touristen und lassen sich nicht nur vom angenehm frischen Wind bei ausgesprochener Milde verwöhnen.

Es herrscht arides Klima, also findet kein Abregnen der Passatwinde – wie etwa bei den Inseln mit höheren Sphären – statt. Zu große Hitze braucht auf der Insel grundsätzlich nicht befürchtet werden. Aber Lanzarote überrascht mit Wetterphänomenen, die andernorts völlig unbekannt sind – besonders in Europa. Häufig sendet die nahe gelegene Wüste Sahara ihre Boten in Form von Sandpartikeln, der sogenannten Calima. Diese lassen den Himmel von der Insel aus in völlig anderem Licht erscheinen: Nämlich in rot-braunen Tönen. Nur zu diesen Zeiten kann die Temperatur auf bis zu 40 Grad Celsius ansteigen. Aufgrund schlechter Sichtverhältnisse ist der Flugverkehr jedoch währenddessen einzustellen.

Die Fauna ist hier daher nicht so prächtig ausgestaltet wie auf den anderen Kanarischen Inseln. Seltenheitswert kommt dafür den 35 unterschiedlichen Vogelarten zu. Als Besonderheit gilt das Vorkommen einer unterirdischen Krebsart, die ansonsten nur in einer Meerestiefe von einigen tausend Metern lebt. Doch in der Lagune „Jameos del Agua“ auf Lanzarote fand sie Einzug – wie, bleibt wohl für immer ungeklärt.

Lanzarote: Eine Symbiose aus erkalteter Lava und künstlerischer Menschenhand

Auf der Insel Lanzarote befindet sich der “Monte Corona” oder kurz “La Corona” genannt, der vor rund 5000 Jahren für ein heute noch einzigartiges Landschaftsbild sorgte: Der Vulkankegel am nördlichen Teil der Insel, heute das Wahrzeichen der Gemeinde Haria, hatte zu diesem Zeitpunkt seine aktive Phase und spuckte ein breites Lavafeld auf die Insel. Dieses sollte nach seiner Erhärtung die Basis für ein späteres, durch Menschenhand ergänztes, begehbares Kunstwerk werden.

An der Oberfläche erstarrt Lava zuerst und so floss es in seinem Inneren weiter in Richtung Meer. Auf diese Weise ist ein etwa 7 Kilometer langer Tunnel entstanden. An jenen Stellen, wo dessen “Decke” eingebrochen ist, kann man einsteigen und – manche mit mulmigen Gefühlen einhergehend – jenen Weg beschreiten, den einst der noch heiße Lavafluss geebnet hat.

Ein einheimischer Naturschützer, Künstler und Architekt entwarf im Auftrag der Regierung in den 60er Jahren das kleine Paradies – von der Natur geschaffen und vom Menschen perfektioniert – welches noch heute seinen Zweck erfüllt: Besucher in seinen Bann zu ziehen und ihnen ein besonderes Bildnis an Schönheit zu demonstrieren: Der sogenannte “Jameos del Agua”, welcher als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote gilt.

Bepflanzte Treppe zum unterirdischen Konzertsaal im Lavatunnel

Ein unterirdischer See bildet nicht den einzigen Blickfang vom Restaurant aus, in das man über die Treppe gelangt. Obwohl keine Verbindung zum Meer besteht, stammt das Wasser davon ab und bewegt sich analog zu den Gezeiten. Auch ein weißes Schwimmbecken – mit seltener Flora bepflanzt – und ein geologisches Museum beeindrucken jeden Gast: Das Highlight aber stellt ein Konzertsaal dar, der 600 Sitzplätze bei neuesten Sicherheitsstandards aufweist.

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Die Insel Fuerteventura

Ein als Hauptinsel zählender Teil der Kanaren ist Fuerteventura, welcher nur 120 Kilometer weit entfernt von Marokko flächenmäßig beinahe ein Viertel des gesamten Archipels umfasst. Puerto del Rosano ist die Hauptstadt, welche auch mit einem eigenen Flughafen ausgestattet ist.

Immerhin lockt die zweitgrößte Kanaren-Insel nach Teneriffa mit ihren endlosen scheinenden Sandstränden und einem Dünenpark unter Naturschutz unzählige Touristen aus aller Welt. Freilich bietet man dem Urlauberherz noch viel mehr: Wellenreiter und Windsurfer finden hier das perfekte Umfeld für ihre Passion und das neuere Kitesurfen setzt sich immer mehr durch und sorgt für Abwechslung und Innovation unter den Wassersportlern.

Urlaub auf Fuerteventura
Urlaub auf Fuerteventura
Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Urlaub auf Fuerteventura
Urlaub auf Fuerteventura
Quelle: Claudia Janzen / pixelio.de

Ein botanischer Garten mit der mediterranen-subtropisch bedingten Artenvielfalt, ein Zoo mit Tier-Shows, eine Kamel-Safari und der Oasis-Park lassen keine Eintönigkeit aufkommen. Aber selbst nach langer Verweildauer ist Langeweile wohl ein Fremdwort, selbst für Einheimische: Alle Angebote für Touristen wie die Badestrände, Gastronomie und Möglichkeiten zum Shoppen sind gleichzeitig Orte des Trubels und des Zusammenkommens der Vergnügungs- und Erholungssuchenden aus der ganzen Welt.

Sie richten sich aber an unterschiedliche Gruppen und selbst mit kleinerem Budget kann die Urlaubszeit in vollen Zügen genossen werden. Denn die besondere Atmosphäre der im Atlantik gelegenen Trauminsel wird jedem Anwesenden zuteil und die Unterkünfte sind auf alle denkbaren Ansprüche ausgerichtet. Fuerteventura ist jene Insel, die dem baskischen Philosophen und politisch Verbannten, Miguel de Unamuno, mehr als nur Asyl gewährte, sondern darüber hinaus zur Kreation der folgenden Worte inspirierte: „Fuerteventura ist eine Oase in der Wüste der Zivilisation“. Zu seinen Ehren wurde ein Denkmal errichtet.

Die Unterwasserwelt vor Fuerteventura

Ein Paradies für all jene, die sich vom bunten Getümmel unter Wasser nur allzu gerne beeindrucken lassen, ist die Insel Fuerteventura. Nicht nur die Natur kümmert sich um die abenteuerliebenden Touristen aus aller Welt, um ihnen die allerbesten Angebote zu unterbreiten: Auch der Fremdenverkehr in Form von Tauchschulen und diverser Veranstalter präsentieren sich von ihrer besten Seite. Es sind natürlich deutsch-sprachige Unternehmen zu finden, wodurch selbst Anfänger risiko- und mühelos dort ihre ersten Unterwassergänge planen können.

Entdeckungsreisen unter dem Meeresspiegel

Bunter und spannender geht es kaum – ob Tintenfische, Engelshaie, Papageienfische, Muränen, Barrakudas oder Mantarochen – zu entdecken gibt es wohl alles. Und bei den vorherrschenden Wassertemperaturen kann man sich auch bei den Tauchgängen wohlig fühlen. Auch das Umfeld unter Wasser ist anders: Aufgrund des vulkanischen Ursprungs des Gebietes nahm die Unterwasserlandschaft phantasievolle Formen an. Selbst das Auffinden von Wracks ist hier nichts Ungewöhnliches – wer bei diesen Tauchgängen keine Unterwasserkamera bei sich hat, würde das zutiefst bereuen.

Die besten Taucherplätze auf Fuerteventura

Die Halbinsel Jandia wartet gleich mit mehreren passenden Plätzchen für Taucher auf. Corralejo gilt als besonders guter Tipp für jene, die eine große Sichtweite zu schätzen wissen. Dasselbe gilt auch uneingeschränkt für Isla Lobos. Aluy, ein kleineres Dorf, ist für Taucher zu empfehlen, die sich für Vulkangesteine, riesige Höhlen und Felsformationen begeistern. Caleta de Fuste, an der Ostküste dagegen erfreut mit Sand- und Felsböden gleichermaßen. Bis zu eineinhalb Meter lange Zackenbarschen sind dort ebenfalls gerne unterwegs und über Besucher nicht mehr überrascht. Mit etwas Glück begegnet man Walhaien, Delphinen oder Schildkröten.

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El Hierro

Mit El Hierro handelt es sich um die kleinste der Kanarischen Hauptinseln. Das gesamte Gebiet wurde von der UNESCO als Biosphärenreservat unter Schutz genommen. Damit leistete die Organisation der Um- und Nachwelt wieder einen großartigen Dienst – denn nur die Natur selber kann manches erschaffen, das kein Bauherr der Erde nachzuahmen vermag. Ab 2012 gibt es nur mehr Windenergie auf der ganzen Insel.

Zum Teil ist das El Hierro von heute Produkt mehrerer Bergeinstürze. Vor etwa 16 000 Jahren stürzte eine Flanke ins Meer und ließ die aktuelle Gestalt der Landschaft zurück. Folge war freilich ein riesiger Tsunami. Zum Teil ragt die Insel weit über den Meeresspiegel hinaus und bietet dabei aber auch üppig bewachsene Flächen und ein Hochland, das der Landwirtschaft beste Voraussetzungen anbietet. Damit hebt sie sich von den anderen Inseln in dieser Hinsicht ab.

Plantagen, Nebelwälder und Lavatunnel

Vielfalt ist dennoch hier kein Fremdwort: Eine Lavawüste, ein Nebelwald, Obsthaine und Kiefernwälder werden durch Bananen- und Ananasplantagen in bunter Weise bereichert. Auch ein Geflecht an Lavatunneln lässt die Besichtigung der Insel zu einem märchenhaften Erlebnis für Menschen aller Altersgruppen werden und zieht gewiss jeden in seinen Bann. Man kann auch Höhlen entdecken, die durch Gasblasen ins Leben gerufen worden sind.

Die Temperaturen unterscheiden sich hier danach, wo man sich aufhält. Im Sommer erreichen sie um die 26 Grad, während der Süden dem Sonnenanbeter um die 30 Grad angedeihen lässt. Sie bietet damit allen Altersgruppen passende Rahmenbedingungen für reibungslose, gemeinsame Urlaubsgestaltung – auch generationenübergreifend. Jeder findet hier die passende Zerstreuung.

El Hierro als 1. Wahl für Prinzen-Geburtstagsfeier

Das spanische Prinzenpaar, Don Felipe und Doña Letizia, entschied sich in der Suche nach der passenden Örtlichkeit für den 44. Geburtstag Don Felipes für El Hierro, wie das spanische Königshaus im Jänner 2012 verlautbaren ließ. Das berühmte Pärchen erkundigte sich zuvor bei “FITUR” in Madrid ausreichend über die beeindruckende Landschaft, welche der Feierlichkeit auch das märchenhafte Ambiente verlieh, mit dem man die Feste eines Prinzen nun einmal verbindet.

Eine Vulkaninsel freilich kann schwache Gemüter auch verunsichern – umso mehr ist man bestrebt, die Ungefährlichkeit zu beteuern. In Madrid wird das eher als Touristenattraktion vermarktet. Doch ein Leben ohne Risiko gibt es nirgends – dieses zu minimalisieren, werden die vulkanischen Aktivitäten stets von offiziellen Stellen, wie etwa dem “Instituto Geografico National”, Avcan.org oder Involcan analysiert.

Unterseeische Ausbrüche und Erdbeben sorgen nicht erst seit Monaten für Schlagzeilen und Sorge beim Liebhaber dieser zauberhaften, naturbelassenen Insel. Nach dem Ausbruch setzte nun das Prinzenpaar ein Zeichen – das wohl eindeutigste, um den Menschen wieder ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Im Herbst des Vorjahres verursachte es Aufregung, als sicherheitshalber wegen möglichen Lava-Austritts Bewohner eines Fischerdorfes evakuiert wurden. Die diesbezügliche Berichterstattung, etwa in der “El País”, beunruhigte natürlich potentielle Urlauber. Der letzte dokumentierte Ausbruch auf der Insel fand im Jahr 1793 statt.

Mit El Hierro handelt es sich nach wie vor um ein Örtchen, das noch nicht touristisch beschlagnahmt wurde, sondern wo man sich fernab von allem Trubel von der Natur beeindrucken lässt. Wer Ruhe und Entspannung sucht, wird auf El Hierro bestens bedient und mit beeindruckenden Erinnerungen an das Biosphärenreservat belohnt.

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La Gomera – der Geheimtipp für Erholungssuchende und Verliebte

Die zweitkleinste der Kanarischen Inseln, La Gomera, ist weit weniger namentlich bekannt als ihre “großen Geschwister”. Zu Unrecht, wie viele Insider meinen, denn natürliche Schönheit und Ruhe bedeuten für viele Menschen Erholung, Regeneration und Entspannung. Gerade Kranke oder ältere Personen wissen ein derartiges Umfeld zu schätzen und beobachten ab und an gerne auch das lebenslustige Volk der Gomeras, der Einheimischen. Denn den Trubel wie auf den Nachbarinseln, welcher seinerseits zahlreiche Touristen aus aller Welt anlockt, sucht man hier vergeblich. Doch Eintönigkeit herrscht auch nicht vor – dieses lebenslustige und gemächliche Volk feiert “Fiestas”, unterhält sich in der einzigartigen “Pfeifsprache” und um Mitternacht fängt der gesellige Teil des Tages an. Dies kann durchaus bis 8 Uhr morgens andauern.

Entdeckenswerte Ausflugsziele befinden sich auf der kleinen Fläche in reichlichem Ausmaß: Aus einer Quelle, der “Epina”, soll Wasser mit Wunderkräften sprudeln, ein Lorbeerwald, durch den ein romantischer Bach fließt und ein kleines Dorf in sich versteckt, lassen sich bewundern. Eine Besonderheit schuf das Abkühlen des Kerns eines Vulkanschlots, wodurch nun 80 Meter hohe “Orgelpfeifen” aus dem Meer ragen – eine seltene Augenweide, die beeindruckt. Ein märchenhafter Nationalpark – eigentlich ein kleiner Urwald – der von der UNESCO als schützenswertes Kulturgut gelistet wird, sorgt für paradiesisches Ambiente.

Man kann sich vorstellen, wie der Besuch dieser kleinen sechs Gemeinden verzaubert. Das Gebiet rund um den Flughafen kann als “Zentrum des Tourismus” bezeichnet werden – allerdings in “Mini-Ausführung”: Nur regionale Maschinen setzen hier zur Landung an. In rund einer halben Stunde können von hier aus die anderen Inseln der Kanaren erreicht werden.

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La Palma

La Palma macht etwa ein Zehntel der Gesamtfläche der Kanarischen Inseln aus. Sie beeindruckt ihre Besucher durch reiche Vegetation. Nur um die 400 Kilometer trennen sie von der von der südmarokkanischen Küste.

Auf La Palma gibt es ganzjährig reines, frisches Fließwasser. Der Meeresgrund erstreckt sich auf etwa 4000 Meter Tiefe, von wo aus sich um die 6500 Meter Vulkangestein erhebt und die Insel bildet. Sie verläuft vergleichsweise zu ihren umliegenden Konkurrenten sehr steil und bietet auch in der Relation weniger Sandstrände. Umso reicher aber gestalten sich die Geschenke der Natur, welche in der Pflanzen- und Tierwelt ihren Ausdruck finden.

Ein riesiger Krater namens „Caldera“ belegt den nördlichen Teil. Er ist weltweit der größte Senkkrater. Trotzdem verläuft neben dem gewaltigen Kraterrand mit dem weniger anmutend klingenden Namen, „Schlucht der Todesängste“, ein beliebter – und sicherer – Wanderweg. Die Betrachtung der Natur aus dieser Perspektive ist gewiss ein intensives Erlebnis, welches einem nicht alle Tage geboten wird. Ernsthafte, wissenschaftliche Theorien befürchten ein weiterer Vulkanausbruch könnte die Ursache für einen gewaltigen Tsunami werden.

Dieser könnte mit bis zu 700 Km/h pro Stunde den Atlantik durchrasen – allerdings erst in bis zu 10 Millionen Jahren.

Bis dahin ist La Palma unter dem Namen „die grüne Insel“ bekannt und beeindruckt durch ihre natürliche Anmut und Schönheit. Die Passatwinde verhelfen zu reichlicher Feuchtigkeit, die für das Gedeihen einer starken Pflanzenwelt sorgt. Kiefern- und Lorbeerwälder, welchen man Ähnlichkeit zu Regenwäldern nachsagt, werden durch die Kanarischen Drachenwälder ergänzt. Spaziergänge der Urlauber erhalten auf La Palma einen neuen Charakter und jedenfalls einzigartige Besonderheit.

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