Lanzarote

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Lanzarote
Lanzarote     Quelle: tokamuwi / pixelio.de

Etwa 140 km westlich von der Küste Marokkos liegt die Vulkaninsel Lanzarote von den Wassern des Atlantischen Ozeans umgeben. Das spanische Mutterland ist ca. 1000 km entfernt. Lanzarote ist die am nordöstlichsten gelegene Insel der Kanaren. Die Insel erstreckt sich von Norden nach Süden über eine Länge von 58 km und von Westen nach Osten ca. 34 km. Die schöne Küstenlinie beträgt knapp 213 km, davon sind ungefähr 10 km feiner Sandstrand und rund 16 km Kiesstrand. Die restlichen Teile der Insel bestehen in der Regel aus einer steilen, felsigen Küste und einer einmaligen Landschaft aus imposanten Vulkankegeln, die sich in den Himmel emporrecken. Lanzarote ist die erste komplette Insel, die 1993 von der UNESO zu einem Biosphärenreservat erklärt wurde.

Auf der Insel erstrecken sich zwei Gebirge, das Famara-Massiv mit seinem höchsten Berg, dem 671 m hohen Penas Del Chache ist nördlich gelegen. Hier fallen die Berge steil ins Meer ab und gehören zum feuchtesten und somit dem grünsten Gebiet der Insel. Südlich des Famara-Massivs trennt die Sandwüste El Jable vom Nationalpark Timanfaya mit den sogenannten Feuerbergen, die je nach Einstrahlung der Sonne von Feuerrot bis Schwarz leuchten. Die letzten starken Vulkanausbrüche waren zuletzt im Jahre 1824 zu verzeichnen. Das Besondere an dieser Vulkanregion, es gibt kaum weitere weltweit, wo es möglich ist, dies so nah zu erleben. Mit einer Höhe von 608 m erhebt sich im Süden der Gebirgszug Los Ajaches.

Das Klima ist mild und nicht sehr reich an Regen. Denn der Passatwind ist für die ausgeglichene Wetterlage verantwortlich, in dessen Zone sich die Insel befindet. Der Wind, der das ganze Jahr von Nord oder Nordost weht, lässt auch im Hochsommer die Temperaturen erträglich erscheinen, die in der Regel zwischen 20 und 25 Grad liegen. Die Insel Lanzarote verfügt über drei Touristenzentren, ist aber bisher von den Massen, wie sie in Teneriffa oder Gran Canaria üblich sind, noch nicht heimgesucht worden. Die Urlaubsgebiete sind Playa Blanca und Puerto del Carmen im Süden und Costa Teguise im Südosten. Ansonsten verteilen sich überall kleine Dörfer, die sich meist im Inneren der Insel befinden.

Die Nähe zum afrikanischen und europäischen Kontinent ist vermutlich der Grund, dass Lanzarote die erste Insel der Kanaren war, wo sich Siedler niederließen. Wahrscheinlich waren die Phönizier in der Zeit um 1.100 v. Chr. schon hier. Aber ebenso berichteten griechische Schriftsteller und Philosophen vom Garten der Hesperiden, wo das Land fruchtbar und Obst wie Blumen im Wind dufteten. Obwohl bis heute nicht ganz klar ist, welche der Kanaren damit gemeint ist. Dokumentiert sind allerdings Ausgrabungsfunde aus der Zeit 1. Jahrhundert v. Chr., die belegen, dass sich auf jeden Fall Römer hier aufhielten.

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Arrecife

Arrecife, was mit Felsenriff übersetzt werden kann, hat seinen Namen der felsigen Ostküste zu verdanken, an der die Stadt sich erstreckt. Der internationale Flughafen befindet sich etwas südlich der Stadt. Er wurde nach einer Umbauphase 1999 wieder eröffnet. Arrecife ist die Hauptstadt der Insel Lanzarote und stellt den Mittelpunkt von Kulturellem und der Inselverwaltung. Die Stadt hat eine Fläche von ca. 22 km² und etwa 55000 Einwohner, was rund die Hälfte der gesamten Inselbevölkerung ausmacht. Inselhauptstadt wurde Arrecife im Jahr 1852, da Piraten die ehemalige Hauptstadt Teguise dem Erdboden gleichgemacht hatten. Das Flair von Arrecife ist noch immer das eines Fischerdorfes und hat sich seine Ursprünglichkeit erhalten. Erstmals erwähnt wurde die Stadt im 15. Jahrhundert.

Touristisch ist Arrecife nicht sehr erschlossen, aber um es attraktiver werden zu lassen, wurde in den letzten Jahren viel neu gebaut und im typischen Stil der Kanaren restauriert. U. a. wurde auch die Geschäftsstraße in eine Fußgängerzone umgewandelt. Es gibt nur wenige Hotels in der Stadt, eines davon ist das „Grand Hotel“, das auch das höchste Gebäude von Arrecife darstellt. Nachdem das Hotel 1994 völlig niederbrannte, wurde es 2004 wieder eröffnet.

Der Strand „Playa El Reducto“, der in erster Linie von den Einheimischen genutzt wird, schließt sich direkt an das Hotel an. Außerdem hat die Stadt eine sehenswerte Uferpromenade, wo sich auch der Hafen „Charco San Ginés“ mit den vielen Fischerbooten befindet, der eher das Aussehen eines Sees verkörpert. Rund 2 km von Arrecife entfernt liegt der „Playa El Cable“, einem schönen, goldfarbenen Sandstrand.

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Teguise

Die Stadt Teguise, die bis 1852 Hauptstadt war, befindet sich etwa in der Mitte von Lanzarote und gilt heute als älteste historische Ortschaft der Kanarischen Inseln. Die gesamte Altstadt von Teguise steht jetzt unter Denkmalschutz. Kolonialpaläste aus vergangenen Zeiten und die kleinen Gassen mit den Sakralbauten charakterisieren das Stadtbild. Gegründet wurde die Stadt Anfang des 15. Jahrhunderts von Maciot de Bethencourt, einem Spanier. Er nannte den Ort nach seiner Frau Teguise, einer auf der Insel ansässigen Prinzessin. Bald darauf wurde die Stadt Sitz des Bischofs. Teguise war bald eine aufstrebende Stadt, was Piraten und Berber nicht übersehen konnten. Sie griffen die Stadt zwischen 1568 und 1618 immer wieder an, wobei große Teile der Stadt zerstört wurden und viele Menschen ihr Leben ließen. Eine Gedenktafel in der „Callejon de Sangre“ (Blutgasse) erinnert an die Überfälle.

Die im Jahr 1428 gebaute, neugotische Kirche „San Miguel“, steht an der „Plaza de la Constitución“. Sie zählt zu den ältesten Kirchen der Kanaren und wurde mehrmals umgebaut bzw. erweitert, da sie bei den häufigen Piratenangriffen beschädigt wurde. Der letzte vorgenommene Neuaufbau war im Jahr 1909, nachdem bei einem Großfeuer die Kirche mit ihren Archiven zum Opfer fiel. Das "Museo Palacio Spinola", liegt der Kirche gegenüber. Dieser ehemalige Palast, der zwischen 1730 und 1780 entstand, ist beispielhaft für die herrschaftliche Baukunst auf Lanzarote. Er wurde bis in die 1970er Jahre von Adelsfamilien bewohnt. Wie zahlreiche andere Gebäude auf der Insel wurde auch der Palast unter Beratung von César Manrique, einem einheimischen Künstler, im Jahr 1974 restauriert.

Um besser gegen Piratenangriffe gewappnet zu sein, wurde im 16. Jahrhundert auf der Spitze des ehemaligen Vulkans „Guanapay“ das Kastell „Santa Barbara“ in einer Höhe von 135 m errichtet. Das Kastell beherbergt heute das „Museo del Emigrante“, wo diverse Auswanderungsphasen der Inselbewohner, die besonders nach den großen Vulkanausbrüchen stattfanden, dokumentiert wurden.

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Tinajo

Die Gemeinde, die rund 2700 Einwohner zählt, liegt im Westen von Lanzarote. Es ist eine hübsche Kleinstadt, dessen Mittelpunkt der Dorfplatz, die "Plaza de San Roque" bildet. „San Roque“ heißt auch die Pfarrkirche aus dem Jahre 1795 mit ihrem barocken Hauptaltar. Sie gilt als die schönste Kirche auf Lanzarote. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Einheimische sich hier trauen lassen. Tinajo ist zwar sehr klein, doch weithin berühmt, da es das Zentrum des Gemüseanbaus der Insel Lanzarote bildet. Das Besondere sind seine Felder und Weiden am Rande des Timanfaya-Gebirges, die sich terrassenförmig in die Täler herablassen.

Ein weiterer Grund seiner Berühmtheit sind die vielen Elitensportler, die hier für ihre Trainingseinheiten ideale Bedingungen vorfinden. Im Sportklub „La Santa“ und seinem Hotel trainieren bekannte Triathleten für den Ironman oder es finden sich Fußballmannschaften ein, die sich auf Spiele vorbereiten.

Außerdem ist Tinajo ein beliebter Ort für Windsurfer, da die Windverhältnisse hier im Westen geradezu optimal sind. Allerdings bleibt der normale Badespaß außen vor, da das Schwimmen bei den vielen Unterströmen, sehr gefährliche werden kann.

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La Geria

Durch das 5000 m² großen Weinanbaugebiet La Geria im Inneren von Lanzarote führt eine 15 km lange Straße, an der sich einige Weingüter befinden. Wie auch die älteste Weinkellerei der Kanaren „El Grifo“, was übersetzt der Hahn heißt. Daran angeschlossen ist ein Museum, das eine Menge Wissen über den Weinanbau präsentiert. Die Weinfelder liegen zwischen den Orten Yaiza und San Bartolomé am Rande des Timanfaya Gebirges und sind ein Teil des Nationalparks. Sie stellen nicht nur das größte Anbaugebiet der Kanaren dar, sondern wurden durch ihre Einmaligkeit von der UNESCO in der Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Schon in den 1960er Jahren wurde dieses Stück Natur mit seiner einzigartigen Anbauweise zum Gesamtkunstwerk des New Yorker „Museums of Modern Art“ erklärt.

Als es im 18. Jahrhundert zu den letzten Vulkanausbrüchen kam, hatte sich eine große Masse an Vulkanasche niedergeschlagen und erstarrte. Die Schichten, die dabei entstanden bestehen aus den sogenannten Lapilli, kleine Steinchen, die aus dem Vulkan geschleudert wurden. Die Weinbauern haben sich etwas einfallen lassen, um wieder an den fruchtbaren Boden zu kommen. Dafür wurden in die erkaltete Vulkanasche Vertiefungen in Form eines Trichters gehauen, in die dann eine Weinrebe gepflanzt wurde und diese mit einer, nördlich ausgerichteten, halbrunden Lavasteinmauer umbaut. Auf diese Weise sind die Reben gegen den trocknen Passatwind geschützt. Die Trichterform ermöglicht den tiefer gesetzten Pflanzen so besser die Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen, da hier es hier fast immer an Wasser und Niederschlägen mangelt.

Es ist für jeden ein überwältigender Anblick diese Landschaft zu betrachten, die sich in Ebenen und an den Vulkanhängen vor einem auftut und die grünen Weinstöcke, die hauptsächlich aus den Rebsorten „Moscatal“ und „Malvasier“ bestehen, aus den Vertiefungen herausgucken. Diese zwei verschiedenen Reben werden vorzugsweise angebaut, da sie sich gut an das etwas raue Klima anpassen konnten.

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San Bartolomé

Der Ort mit seinen knapp 5000 Einwohnern befindet sich westlich vom Berg "Mina", in der Mitte der Insel Lanzarote. Die Haupteinnahmequelle in der Umgebung besteht im Anbau von landwirtschaftlichen Produkten wie Zwiebeln, Kartoffeln und Gemüse. San Bartolomé hat sich mit den weißen, auf den Kanaren, typischen Häusern seinen Charakter bewahrt, dessen Entstehung auf die Majos, den Ureinwohnern der Insel, zurückzuführen ist.

Das Dorf entstand unter dem Namen „Ajey“ im 16. Jahrhundert, als die Küstenbewohner ins Inselinnere flüchteten, um sich vor den Piraten und ihren Überfällen in Sicherheit zu bringen. So diente z. B. im Nachbarort Playa Blanca eine 50 m tiefe, sogenannte, „grüne Höhle“ den Dorfbewohnern als Zuflucht. Die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner werden im Ethnographischen Museum Tanit dokumentiert und u. a. eine alte Weinpresse ausgestellt. Das Museum befindet sich im hübschen Ortskern in einem kanarischen Haus aus dem 18. Jahrhundert. Am Dorfplatz, der „Plaza Leon y Castillo“ steht die Pfarrkirche „Iglesia de San Martin“, die 1787 von Cayetano Guerra gegründet und 1789 errichtet wurde. Das Innere der Kirche birgt eine schön gestaltete Kassettendecke, einen Altar sowie Bilder des „Heiligen San Andres“.

Ebenfalls am Dorfplatz gelegen ist das Rathaus, welches mit seiner gemauerten Veranda und dem Bogengang einem, in den amerikanischen Südstaaten üblichen Kolonialhaus sehr ähnlich sieht. Das Rathaus ist nicht nur Verwaltungssitz der Nachbarorte Guime, El Islote, Montana Blanca, Playa Honda, sondern ebenso Gemeindezentrum. Interessant ist auch das Kulturhaus "Ajey", das ebenso ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist, wo zahlreiche landwirtschaftliche Geräte der kanarischen Bauern zu sehen sind.

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Strände auf Lanzarote

Playa Bastian

Der Strand in Costa Teguise liegt an der Promenade des Ortes. Der 400 m lange Strand bietet Schatten unter Palmen und ist durch seine Terrassenanlagen vor windigen Böen in der Bucht geschützt. Der Atlantik ist hier in der Badebucht meist ruhig, sodass er sich auch für Familien mit Kindern eignet.

Playa Blanca Strände

Die naheliegenden Strände des Urlaubsortes Playa Blanca, zwei davon verfügen über feinen Sand, bieten den Urlaubern die ideale Entspannung und Erholung am Meer.

Playa de Famara

Dieser helle Strand erstreckt sich kilometerlang in einer ausladenden Bucht, die besonders von Surfern geschätzt wird. Der Strand fällt seicht in den Atlantik ab, das Meer ist allerdings, wegen der Unterströmungen, nur für geübte Schwimmer wirklich geeignet.

Playa La Concha

Diese breite Strandbucht mit ihrem 2 km langen hellen Sand befindet sich am Ortsrand von Playa Honda an der Ostküste der Insel. Das Wasser ist hier im großen Bereich flach und es wehen teilweise böige Winde, über die sich die Surfer freuen.

Playa de la Garita

Arrieta im Norden der Insel verfügt über einen 800 m langen, hellen Sandstrand. Der Strand, mit einem langen Steg ins Meer, befindet sich am Südrand des Ortes.

Playa de las Cucharas

Der beliebte, 700 m lange, Badestrand von Costa Teguise teilt sich zwischen Badegästen in der östlichen und den Surfern in der westlichen Strandhälfte auf, da auch hier gute Windverhältnisse vorherrschen.

Playa del Salado

Dieser 1,5 km lange, feine, weiße Sandstrand befindet sich auf der kleinen Insel La Graciosa, die der Nordspitze Lanzarotes vorgelagert ist. Der Strand wird von einer großen Sanddüne umlagert, die an der Bahia del Salado liegt und die schwarze Lava bedeckt.

Playa Francesa

Ist ein 400 m langer, goldgelber Sandstrand, der sich etwa 2,5 km südwestlich von Caleta des Sebo, dem Hauptort der kleinen Insel La Graciosa, befindet. Ein schöner Strand mit sehr viel Ruhe.

Playa Grande

Der Strand von Puerto del Carmen verfügt goldgelben Sand und ist etwa 1 km lang und bis zu 150 m breit. Er eignet sich gut für Familien mit Kindern, denn das Ufer fällt geht seicht ins Meer über.

Playa del Reducto

Der Hausstrand von Arrecife, der Hauptstadt von Lanzarote, ist ein beliebter Strand der Einheimischen mit einer hervorragenden Wasserqualität, der mit dem internationalen Qualitätssiegel ausgezeichnet wurde. Der weiße Sandstrand, der von Palmen gesäumt wird, erstreckt auf eine Länge von 500 m. Obwohl er zu einem der schönsten Strände der Insel zählt, finden Touristen kaum ihren Weg hierher.

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Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Jameos del Agua

Als der Norden der Insel vor etwa 3500 Jahren unter einer gewaltigen Eruption des Vulkans Monte de La Corona erbebte, entstand bei diesen Ausbrüchen ein eindrucksvolles Lavatunnelsystem von knapp 7 km Länge mit einer überwältigenden Landschaft aus Felsenhöhlen. Die Jameos del Aqua liegen unter einem weiten Lava Feld, das der Künstler und Architekt Cesar Manrique, durch Pflanzen, Licht und Musik in eine einmalige Welt umwandelte. Der mit dem Ozean verbundene See beherbergt eine einzigartige Krebsart auf Lanzarote, den weißen Mönch. Diese blinde Krebsart ist eine Seltenheit, da er normalerweise nur in den Tiefen des Meeres vorkommt und gibt mit seiner Existenz hier, den Wissenschaftlern einige Rätsel auf.

Cueva de los Verdes

Diese imposante Lavahöhle gehört zu dem Tunnelsystem im Norden der Insel, die bei den Vulkanausbrüchen vor 3500 Jahren entstand. Die ausgetretene, flüssige Lava verfestigte sich an seiner Oberfläche, wobei die untere Schicht weiter zum Meer hinfloss und auf diese Weise den „Tunel Atlantida“ einer Fortführung des Höhlensystems unter Wasser sich entwickelte. Als vom Inneren der Erde kein Magma mehr heraustrat, ist der Lavatunnel leergelaufen und hat diesen riesigen Hohlraum hinterlassen. Im 17. Jahrhundert haben die Einwohner das Grottensystem als Zuflucht vor Piraten und Sklavenhändler genutzt.

Fundacion de Cesar Manrique

Die Stiftung des einheimischen Künstlers und Architekten Cesar Manrique befindet sich mitten in einem schwarzen Lava-Feld. Dieses architektonische Wunderwerk des Künstlers versteckt sich zum großen Teil in der Erde. Dabei nutzte Manrique die Gasblasen im Vulkangestein als Basis für sein Haus, das er 1968 zu bauen begann. Der mit Mosaiken ausgestaltete Garten befindet sich oberirdisch. Die Grenzen setzten der Architektur das kraftvolle Lavagestein, die Manrique in bemerkenswerter Weise umzusetzen verstand. Die Hinterlassenschaft des Künstlers kann heute besichtigt werden.

Jardin de Cactus

Auch bei der Anlage dieses Kakteengartens hatte der Künstler Cesar Manrique seine Hände und Ideen im Spiel. Er schuf eine Art Amphitheater, auf dessen Stufen ca. 1400 Arten und 10000 Exemplare der Kakteen gepflanzt wurden. Diese Gärten waren das letzte Werk des weltweit bekannten Künstlers und Architekten, der mit den grünen Kakteenfeldern von Guatiza und Mala im östlichen Teil der Insel, der schwarzen Vulkanlandschaft einen neuen Akzent setzte. Die Kakteen werden von kleinen Cochenille-Schildläusen bevölkert, die auf ihnen abgesetzt wurden, damit sie ihr Leben dort verbringen können. Auf diesen sogenannten Opuntien finden die Schildläuse ihre Nahrung und vermehren sich, um letztendlich vom Kaktus abgeschabt zu werden. Sie werden im Wasserdampf getötet und ihr roter Körpersaft wird getrocknet, um als Pulver den Weg zu Lippenstiften oder Camparis zu finden.

El Golfo

Im Süden von Lanzarote liegt die Gemeinde Yaiza mit einem besonderen See, der sich in einem zum Meer her offenen Halbkreis „El Golfo“ befindet, der 1730 durch eine Eruption entstand. Aufgrund eines versunkenen Kraters bildete sich eine Lagune, deren grüne Farbe sofort ins Auge fällt. Das Grün verursachen die, dort lebenden, Algen. Dadurch, dass das Meer durch diesen Krater läuft, entstand aus dem porösen Tuffgestein des Vulkans mit der Zeit und der Kraft der Natur ein schöner Strand mit schwarzem Sand. Im Kontrast dazu steht der grüne See, der unterirdisch mit dem Ozean verbunden ist. Der See ist ein Naturschutzgebiet, wo das Baden verboten ist.

Parque Nacional de Timanfaya

Dieser sich in Südwesten befindliche Nationalpark, zu dem auch das Weinanbaugebiet „La Geria“ gehört, wurde im August 1974 zum Nationalpark erklärt. Die knapp 52 km² große Fläche des Parks ist gesamt vulkanischen Ursprungs, wobei die letzten Ausbrüche der hiesigen Vulkane im 18. Jahrhundert verzeichnet wurden, von denen die bekanntesten La Montaña de Fuego, La Caldera del Corazoncillo und Montaña Rajada sind. Aktivitäten zeigen sich nur noch durch Hitze, die bei einer Tiefe von 13 m zwischen 100-, bzw. 120 °C und 600 °C erreicht, und an der Oberfläche entweicht.

Mirador del Rio

Auch dieser einzigartige Aussichtspunkt an Nordende der Insel, der auf der Spitze einer 479 m hohen Klippe in nordwestliche Richtung weist, wurde ebenfalls, wie vieles andere, von César Manrique erschaffen. Das Mirador del Rio ermöglicht einen eindrucksvollen Blick auf das Chinijo-Archipel und besonders auf die kleine Insel La Graciosa, die dazugehört. Die einmalige visuelle Wirkung, die der Ausblick auslöst, kann normalerweise nur bei einem Fallschirmsprung hervorgerufen werden.

Castillo de San José

Die ehemalige Festung, die zwischen 1776 und 1779 im Auftrag von König Carlos III. gebaut wurde, ist heute ein Museum für zeitgenössische Kunst. Das Museum entstand aufgrund der historischen Bedeutung der Festung, die César Manrique für die Nachwelt erhalten wollte. Daher stiftete er diverse eigene Bilder sowie die Werke international bekannter Künstler, u. a. Alechins und Bacon, aus seiner privaten Sammlung. Auf diese Weise wurde ein Museum für moderne Kunst aus der Taufe gehoben und 1976 eröffnet.

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Aktivitäten Lanzarote

Die Vulkaninsel Lanzarote stellt schon etwas sehr Faszinierendes als Urlaubsinsel dar, die ihren Feriengästen nicht nur wunderschöne Strände an der Küste, sondern auch friedvolle Orte im Inselinneren mit dem typischen kanarischen Flair bietet. Außerdem ist die unwirklich erscheinende Vulkanlandschaft mit seiner unglaublichen Struktur eine nicht alltägliche Sehenswürdigkeit. Unbedingt mit auf die Liste von Sehenswertem gehören auch die einmaligen Bauten und sonstigen Werke des, aus Lanzarote stammenden, Künstlers und Architekten César Manrique. Er engagierte sich zu seinen Lebzeiten in vielen Bereichen der Insel, um Einmaliges für die Nachwelt auf der Insel zu erschaffen. Leider verstarb er im September 1992 als Folge eines Autounfalls.

So ist auch die Auswahl an Unterbringungsmöglichkeiten zahlreich, egal, ob in einem außergewöhnlichen oder einem Luxushotel, in einem der Aktiv- und Strandhotels, in einer Privatunterkunft oder in einer der vielen Ferienwohnungen bzw. Ferienhäuser. Jeder wird etwas für seine Bedürfnisse finden. Für viele gehören sportliche Aktivitäten zu einem gelungenen Urlaub dazu. Dafür stehen ebenfalls genügend Möglichkeiten im und am Wasser, wie Surfen, Schnorcheln oder Tauchen zur Verfügung. Eine besondere Erwähnung findet der Ironman Lanzarote, der einmal im Jahr hier stattfindet und dem Sieger eine Qualifikation am berühmten Ironman auf Hawaii winkt. Viele Elitesportler nutzen die optimalen Bedingungen hier auf der Insel, um sich beim Training auf ihre Wettkämpfe bestens vorzubereiten.

Wer es an Land vorzieht, kann sich auf gepflegten Golfplätzen dem Putten widmen, per pedes oder auf dem Bike die Vulkanlandschaft zwischen den Lavafeldern und Vulkanhügeln erkunden. Denn Lanzarote kann einiges an interessanten Touren abseits der üblichen Routen bieten, wo die härteren Biker voll auf ihre Kosten kommen. Hier seine Sportlichkeit auszuleben wird in dieser einmalig schönen Landschaft zur bleibenden Erinnerung. Lanzarote hat unter den Kanarischen Inseln einen außergewöhnlichen Status, da es kaum irgendwo anders in der Welt möglich ist eine Landschaft vulkanischen Ursprungs so hautnah zu sehen, zu erkunden und zu bestaunen.

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