Weitere Sehenswürdigkeiten in der ewigen Stadt Rom

Kapitol

Das Kapitol, Sitz des ersten Museums der Welt

Das Wort "Kapitol" ist eine Kurzform aus den beiden Wörtern kapitolinischer Hügel, einer der 7 Hügel, und zwar der kleinste, auf denen der Sage nach Rom gebaut worden sein soll. Das Kapitol war das politische Zentrum des Riesenreiches. Auf dem Kapitol befand sich der Tempel des Jupiter, der römische Hauptgott in der Götterhierarchie. Auf dem davor gelegenen Kapitolsplatz wurden wichtige Staatshandlungen vorgenommen. Er diente ebenfalls als Abschlusspunkt von Triumphzügen, die z. B. dann abgehalten wurden, wenn ein Feldherr einen Krieg siegreich beenden konnte und mit frischer Beute und zahlreichen Gefangenen nach Rom zurückkehrte. Nach der Eroberung Roms durch Alarich im Jahre 410 und dem daraufhin allmählich einsetzenden Niedergang der Metropole verfiel auch das Kapitol. Die einst grandiosen Prachtbauten wurden z. T. als Steinbruch benutzt, u. a. zum Bau von Kirchen. Diesem Verfall wurde erst beim Beginn der Neuzeit ein Ende bereitet.

Der Senatorenpalast (Palazzo Senatorio) in Rom auf dem Kapitol. Der Kapitolshügel ist der berühmteste der sieben Hügel Roms.
Der Senatorenpalast (Palazzo Senatorio) in Rom auf dem
Kapitol. Der Kapitolshügel ist der berühmteste der sieben
Hügel Roms.
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Bildpixel

Heute beherbergt das Kapitol gleich zwei touristisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten. Dabei handelt es sich um die Kapitolinischen Museen. Sie wurden im Jahre 1734 von Papst Clemens XII. eröffnet und waren das erste der Öffentlichkeit zugängliche Museum der Welt. Die Sammlung wuchs im Laufe der Zeit immer mehr und beherbergt viele wertvolle Gemälde von solchen berühmten Malern wie Tizian, Bellini und Caravaggio sowie solche weltbekannten Skulpturen wie die kapitolinische Venus oder den "Sterbenden Gallier". Auch die Bronzestatue des Kaisers Marc Aurel wird im Museum ausgestellt. Bei der Statue auf dem Platz davor handelt es sich lediglich um eine Kopie.

Dieser Platz, die Piazza di Campidoglio ist die andere Sehenswürdigkeit. Dieser Platz wurde von keinem anderen als dem großen Michelangelo persönlich gestaltet, um einen würdigen Rahmen für das oben erwähnte Reiterstandbild von Kaiser Marc Aurel zu schaffen. Den Platz erreicht man über eine große Freitreppe mit breiten Stufen, die Cordonata. Genau gegenüber der Cordonate ließ Michelangelo den Senatorenpalast erbauen. Dort befindet sich heute die römische Stadtregierung. Auf der linken Seite des Platzes befindet sich der Konservatorenpalast, ihm gegenüber der Palazzo Nuovo. In beiden Gebäuden sind heute die kapitolinischen Museen untergebracht. Vor dem Senatorenpalast befindet sich ein Brunnen. Die kapitolinischen Museen kann man mit dem Bus der Linie 44, 63 und 70 erreichen, Haltestelle Piazza Venezia.

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Die Kirchen Santa Maria Maggiore und Lateranbasilika

Die Kirchen Santa Maria Maggiore und Lateranbasilika, zwei der wichtigsten Kirchen Roms

Die von Papst Liberius im 4. Jh. errichtete Kirche Santa Maria Maggiore gehört zu den größten Kirchen in Rom. Die Kirche ist exterritorialer Besitz des Vatikans
Die von Papst Liberius im 4. Jh. errichtete Kirche
Santa Maria Maggiore gehört zu den größten Kirchen in Rom.
Die Kirche ist exterritorialer Besitz des Vatikans
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Bildpixel

Rom als Hauptstadt des Christentums, ist natürlich auch eine Stadt der Kirchen. Alleine Kirchen, die der heiligen Mutter Maria geweiht sind, gibt es 80 an der Zahl in Rom. Die größte, älteste und bedeutendste von ihnen ist die Kirche Santa Maria Maggiore. Sie gehört zu den 4 Hauptkirchen (Patriarchalbasiliken) Roms. Die Gründung der Kirche ist an eine interessante Legende geknüpft. In der Nacht zum 5. August im Jahre 352 erschien sowohl dem damaligen Papst Liberius als auch einem reichen Kaufmann namens Johannes die Mutter Maria in einer Vision und befahl ihnen, an der Stelle, an der es am folgenden Tag schneien würde, ihr zu Ehren eine Kirche zu errichten. Am nächsten Tag schneite es tatsächlich an der Stelle auf dem Esquilin-Hügel, auf dem heute noch Santa Maria Maggiore steht. Wer Rom kennt, weiß, dass es sich dabei wirklich um ein echtes Wunder handelt, da die Stadt im August, zum Höhepunkt des Sommers, praktisch einem Backofen gleicht und Schnee praktisch ausgeschlossen ist. Die Kirche ist die einzige in der Stadt, in der nachweislich von ihrer Einweihung bis heute ununterbrochen jeden Tag die Heilige Messe gefeiert wird. Die äußere Fassade der Kirche stammen aus der Zeit des Barock. Die großen Schätze der Kirche sind aber die Mosaiken in ihrem Inneren. Einige davon stammen noch aus der Gründungszeit.

Falls man Anfang August in Rom in Rom weilt, sollte man nicht versäumen, in Santa Maria Maggiore die Messe zu besuchen. Am Ende des Gottesdienstes rieseln weiße Blütenblätter von der Decke zum Gedenken an das Wunder, das zur Gründung der Kirche führte. Abends findet dann auf dem Platz vor der Kirche ein Unterhaltungsprogramm statt, an dessen Ende der Platz mit Schaumkanonen "beschneit" wird. Santa Maria Maggiore erreicht man mit der U-Bahn-Linie A, Haltestelle Termini oder mit der Tram, Linien 5 und 14 oder mit dem Bus, Linie C3, 16, 70, 71, 75, 3670, 590, 649 und 714. Die Kirche ist täglich von 7 – 19:00 Uhr geöffnet.

Heilige Treppe in Rom
Heilige Treppe in Rom
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Aliger

Die Lateranbasilika gehört ebenfalls zu den 4 Patriarchalbasiliken Roms. Sie ist die älteste Kirche der Stadt. Einst war dort der Sitz einer angesehenen römischen Patrizierfamilie, der Laterani. Das Anwesen gelangte in kaiserlichen Besitz und der erste christliche Kaiser, Konstantin der Große, schenkte es im Jahre 312 den Christen, damit sie dort eine Stätte zur Ausübung der Gottesdienste einrichten konnten. Der Gebäudekomplex wurde immer weiter ausgebaut. Daran konnte auch die Zerstörung durch ein Erdbeben an der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert nichts ändern. Bis zum Jahre 1309, als die Päpste vorübergehend nach Avignon in Frankreich gingen, war der Lateran der Sitz der Päpste. Da er bei der Rückkehr des Papstsitzes nach Rom 1377 in schlechter baulicher Verfassung war, wurde an seiner Stelle der Vatikan als neuer Papstsitz gewählt. Der heutige Lateranpalast stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde in den Jahren 1587 – 1589 vom italienischen Architekten Domenico Fontana erbaut, während die heutige Lateranbasilika, ein Teil des Gebäudekomplexes, aus dem Jahre 1650 stammt. In ihr werden als Reliquien die Häupter von Petrus und Paulus aufbewahrt.

Im Lateranpalast wird bis heute noch die Scala Santa, die Heilige Treppe, gezeigt. Sie soll aus dem Palast des Pontius Pilatus in Jerusalem stammen. Auf ihr wurde einst Jesus Christus zu Pontius Pilatus geführt. Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, brachte sie nach Rom. Noch heute wird die Treppe von Gläubigen im Andenken an Christus verehrt. Die Lateranbasilika und den Lateranpalast erreicht man mit der U-Bahn-Linie A, Haltestelle San Giovanni oder mit dem Bus, Linien 16, 81, 85, 87, 117, 186, 218, 571, 650, 665 und 850. Die Öffnungszeiten sind täglich von etwa 7 – 18:00 Uhr.

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Via Appia Antica

Die Via Appia Antica, das längste Museum der Welt

Nicht nur im eigentlichen Stadtgebiet von Rom, sondern auch in den umliegenden Gegenden gibt es zahlreiche Monumente und Sehenswürdigkeiten, die untrennbar mit der Geschichte der Ewigen Stadt verknüpft sind. Eine dieser bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist die altehrwürdige Via Appia Antica,, die Landstraße, die aus Rom heraus in südlicher Richtung führt. Sie wurde im Jahre 312 v. Chr. von Appius Claudius erbaut und ist zwar nicht die älteste, aber sicherlich die bedeutendste und bekannteste römische Straße. Das Zwölftafelgesetz, das altrömische Stadtrecht, verbot Bestattungen innerhalb der Stadtmauern. Darum ließen sich viele Mitglieder vornehmer und angesehener römischer Familien in Grabmälern entlang der Via Appia beisetzen. Viele dieser Grabmäler sind bis heute noch gut erhalten und machen die Via Appia Antica damit zum längsten Museum der Welt. An der Straße liegen z. B. auch 3 der berühmten römischen Katakomben, von denen einige für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dabei handelt es sich um die Katakombe San Sebastian, die Domitilla – und Callixtuskatakombe. Eines der berühmtesten Grabmale entlang der Via Appia ist das Grabmal der Caecilia Metella.

Zum Teil weist die Straße noch das originale antike Pflaster auf. Das ist ein weiterer Beweis für die hohe Entwicklung römischer Ingenieurs- und Baukunst. Da wundert man sich unwillkürlich, was und wie viel in 2.000 Jahren noch von den viel gepriesenen deutschen Autobahnen zu sehen sein wird. Wenn man auf der Via Appia Antica entlangwandert, erlebt man praktisch Geschichte hautnah. Man kann die herrliche Landschaft mit ihren sanften Hügeln, grünem Gras und den Schirmpinien auf sich einwirken lassen. Dazu noch die überall auftauchenden Grabmale und alten Bauwerke, näher kann man der Geschichte wohl nicht kommen. Das gilt besonders für den Teil der Straße ab dem Grabmal der Caecilia Metella. Von da ab hat die Via Appia nämlich noch das antike Pflaster und ist für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Wenn man dort entlang geht, erwartet man unwillkürlich, einer Kohorte römischer Legionäre auf dem Weg zur Stadt zu begegnen oder einen Trupp Sklaven auf dem Weg zur Arbeit in einem der Landgüter zu treffen. Vom Grabmal der Caecilia Metella aus kann man übrigens bequem mit dem Bus wieder zurück in die Stadt fahren. Diese historische Wanderung empfiehlt sich übrigens aber nur, wenn es noch nicht oder nicht mehr so heiß ist, also im Frühling oder Herbst.

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Ostia Antica

Ostia Antica, der antike Hafen Roms

Ostia Antica
Ostia Antica
Quelle: pixelio.de        Fotograf: tokamuwi

Rom war seinerzeit die größte und bedeutendste Stadt der Welt. Waren aus allen Ecken des römischen Weltreichs und noch von darüber hinaus wurden täglich in die Stadt gebracht. Vieles davon gelangte auf dem Seeweg nach Rom, da die Schifffahrt damals der sicherste und effektivste Weg zum Transport von Gütern und Waren war. Da Rom selbst nicht am Meer liegt, wurde an der Mündung des Tibers die Hafenstadt Ostia erbaut. Sie diente in der Antike als Seehafen und Umschlagplatz für die Millionenstadt. Zu ihrer Blütezeit im 2. Jahrhundert n. Chr. hatte Ostia bis zu 50.000 Einwohner. Später, nach dem Untergang des Römischen Reiches erging es Ostia genau so, wie vielen anderen römischen Städten und es verfiel. Die Steine der Bauten wurden für andere Bauwerke verwendet und der Hafen versandete im Laufe der Zeit. So soll z. B. der berühmte Schiefe Turm in Pisa mit Steinen gebaut sein, die von Ostia stammen. Ostia wurde bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. als Militärbasis erbaut, zusammen mit den Tempeln von Jupiter, Juno und Minerva. Unter Kaiser Claudius wurde dann der eigentliche Hafen in sechseckiger Form errichtet. Ostia hatte alle Einrichtungen, die man auch heute noch von einer Hafenstadt kennt, einen Leuchtturm, Reedereibüros, Feuerwehr, Polizei, Gasthöfe, ja sogar eine Münzprägeanstalt.

Gerade zur brütend heißen Sommerzeit ist es ein guter Gedanke, sich einmal in Ostia Antica umzusehen. Man kann dort dem Großstadtstress und den Touristenströmen entfliehen, da diese Sehenswürdigkeit weniger bekannt und auch nicht so überlaufen ist, wie das eigentliche Rom mit seinen weltbekannten Attraktionen. Dazu kommt noch, dass die antike Hafenstadt in gutem Erhaltungszustand ist und man das gesamte Gelände auf eigene Faust und in aller Ruhe selbst erkunden kann, da es keine vorgeschriebenen Routen oder Pfade für Touristen gibt. Außerdem lockt bei heißem Wetter der etwa 5 km entfernte Strand Lido di Ostia zum Baden im Mittelmeer. Ostia ist dem Publikum zugänglich in der Zeit von Dienstag – Sonntag von 8:30 Uhr bis etwa 1 Stunde vor Sonnenuntergang. Nach Ostia Antica gelangt man mit der U-Bahn-Linie B bis zur Haltestelle Stazione Ostiense. Dort steigt man in die S-Bahn um bis zur Haltestelle Ostia Antica. Zum Strand gelangt man, wenn man an dieser Haltestelle einfach weiterfährt. Die Endhaltestelle der Linie ist der Lido Cristofo Colombo.

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Nachtleben in Rom

Das römische Nachtleben

Nachtleben in Rom
Abendbummel in den Altstadtgassen Roms
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rainer Sturm

Rom ist eine wunderschöne Stadt, die Touristen aus aller Welt geradezu magisch anzieht. Viele Menschen kommen hierher, entweder um die Überreste des antiken Roms zu bestaunen, vom Kolosseum bis zur Trajanssäule. Andere kommen, um den Petersdom und die vatikanischen Museen mit ihren in der Welt unvergleichlichen Kunstschätzen zu bestaunen. Wieder andere kommen als Pilger in die Hauptstadt des Christentums oder um den Papst zu sehen. Wie auch immer – Rom gehört zu den religiös und kulturhistorisch bedeutendsten Städten der Welt. So schön Rom aber auch ist, was das Nachtleben anbetrifft, ist im Vergleich zu anderen Metropolen wie z. B. London oder aber auch Paris gibt es nur relativ wenige Szenetreffs oder Insiderklubs bzw. -lokale.

Das soll jetzt aber beileibe nicht heißen, dass in Rom nichts los ist. Es gibt halt nur vergleichsweise weniger solche Szenetreffs als in anderen Weltstädten. Der Hauptgrund dafür ist nicht etwa darin zu finden, dass die Römer mit den Hühnern zu Bett gehen, wie die Redewendung so sagt, sondern das Rom eine südliche Metropole mit heißem Klima und langen, trockenen Sommern ist. Da spielt sich ein großer Teil des Nachtlebens einfach auf öffentlichen Straßen und Plätzen ab, eine Gewohnheit, die kälte- und regengeplagten Mitteleuropäern fremd ist und manchmal deren Neid erweckt. So ist in Rom z. B. der nördliche Teil der Via del Corso als Flaniermeile bekannt. Der Name dieser Straße spiegelt sich u. a. im Begriff "Autocorso", der freudigen, spontanen Autoparade nach gewonnenen Fußballspielen, die sich auch in Deutschland in letzter Zeit verbreitet hat.

Neben oben erwähnter Straße ist in Rom auch die Gegend um die Spanische Treppe und die Piazza di Spagna ein beliebter Treffpunkt für die römische Jugend. Echt kultig geht es im gesamten Trastevere Viertel zu. In diesem Stadtviertel jenseits des Tibers mit seinen zahllosen, verwinkelten Gassen und Plätzen gibt es unzählige Straßencafés, Pizzerias und kleine Restaurants wo sich die Einheimischen aufhalten und wohlfühlen. Viele Touristen schließen sich ihnen gerne an, weil die Gegend nicht so überlaufen und überteuert ist wie das Zentrum bzw. die Restaurants und Bars in der Nähe der berühmten Sehenswürdigkeiten. Schließlich heißt es ja auch nicht umsonst in der bekannten englischen Redewendung: " If you are in Rome, do it like the Romans". Auf Deutsch heißt das. "Wenn du in Rom bist, mach es wie die Römer".

Natürlich gibt es in Rom auch Szenetreffs. Zu den besten und bekanntesten Discos in Rom gehört das "Alien". Es ist einer der besten Orte in Rom, um die Nacht durchzutanzen. Das Ambiente ist orientalisch-fernöstlich, die Musik meistens Hip-Hop oder hauseigene Musik. Übrigens ist in den meisten römischen Szenetreffs die Kleiderordnung smart, vielfach herrscht für Herren sogar Sakko- und Krawattenzwang aber auch die Damen sollten sich lieber elegant kleiden, je eleganter desto besser. Das "Alien" liegt in der Via Velletri 13 und ist mit dem Bus Linie 38 zu erreichen. Andere bekannte Discos in Rom sind das "Gilda" in der Nähe der Piazza Spagna und das Piper in der Via Taglimento 9. Alle 3 Diskotheken öffnen ab 23:00 Uhr.

Anhänger der Jazzmusik kommen im "Alexanderplatz" auf ihre Kosten. Der Klub bietet Livemusik italienischer und amerikanischer Jazzmusiker. Man kann zuhören während man sich in dem zum Club gehörenden Restaurant oder der Bar entspannt. Den Club in der Via Ostia 9 erreicht man mit der U-Bahn, Station Ottaviano.

Es gibt ebenfalls zahlreiche gute Bars und Restaurants, die bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt sind. Dazu gehören z. B. das "Caffée della Scala" in der Via della Scala 4 und das "Café Ombre Rosso" auf der Piazza Sant´ Egidio 12, beide Lokale befinden sich im Trastevere Viertel. Auch um den Campo de'Fiori und die Piazza Navona finden sich gute Szenelokale. Als allgemeiner Ratschlag empfiehlt es sich, bei einem Bummel durch das Nachtleben einer unbekannten Großstadt Vorsicht und gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Rom ist zwar keine Hochburg des Verbrechens, trotzdem ist es besser, achtzugeben. Man sollte z. B. Wertsachen, wie echten Schmuck oder sein nagelneues iPhone lieber im Hotelsafe lassen. Frauen gehen besser nicht alleine aus. Wenn man sich nicht absolut sicher ist, den Weg zurück zum Hotel alleine zu finden, lässt man sich besser ein Taxi rufen. Die paar Euro, die das kostet, sparen unter Umständen stundenlanges Umherirren in holprigen Gassen.

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Freizeitparks in Rom

Rom hat viele archäologische und kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Mit dem Vatikan ist es das Zentrum des römisch-katholischen Glaubens. Die Kunstschätze der vatikanischen Museen oder der Sixtinischen Kapelle kennt die ganze Welt. Wer allerdings in Rom Vergnügungsparks im Stil von Disneyland Paris erwartet, wird enttäuscht werden. Es gibt zwar Freizeitparks, sie sind aber kleiner als die in anderen europäischen Metropolen. Der Bekannteste von ihnen ist der "Aquapiper". Dabei handelt es sich um einen Wasserpark, also im Prinzip um ein Freizeit- und Spaßbad. Er bietet künstliche Wasserläufe für Floßfahrten, ein Wellenbad mit der größten Wellenmaschine Europas und einem Schwimmbecken in olympischer Standardgröße, etliche lange Rutschen und Becken für Nichtschwimmer und Kleinkinder. Auf dem Gelände gibt es ebenfalls ein Restaurant und eine Disco.

Gerade im heißen römischen Sommer erfreut sich der Aquapiper bei den Einheimischen großer Beliebtheit. Ein anderer Vergnügungspark in Rom ist der Ippodrome Capannella. Dabei handelt es sich um einen Park, in dem u. a. auch Konzerte stattfinden. Er beherbergt auch einen Reitstall und eine Trabrennbahn. Besonders für Familien mit Kindern geeignet ist der Bioparco. Dabei handelt es sich um einen kleinen, aber attraktiv und interessant gestalteten Zoo. Besucher loben die Sauberkeit, übersichtliche Präsentation der Tiere und die günstigen Preise. Es gibt dort ein Café und ein Restaurant: Der Zoo ist einfach zu erreichen, Tram Linie 3 hält direkt daneben. Für die Zukunft gibt es zwar Pläne, einen großen Themenpark rund um das antike Rom aufzubauen, ob und wann das Projekt aber verwirklicht wird, steht noch in den Sternen.

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Kulturangebote

Museen
Statue    Quelle: pixelio.de     Fotograf: Templermeister

Kulturangebote in der ewigen Stadt

Die Kulturangebote in Rom sind äußerst vielseitig und umfangreich. In der Ewigen Stadt gibt es schließlich den größten Museenkomplex der Welt (die vatikanischen Museen), das erste öffentliche Museum der Welt (das kapitolinische Museum) und das längste Museum der Welt (die Via Appia Antica).

Es gibt so viele Museen, dass alleine ihre bloße Auflistung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Rom beherbergt einige der bedeutendsten Kunstwerke der Welt. Für jeden Liebhaber der Geschichte, Kunst und Kultur gibt es hier Angebote im Überfluss. Während der warmen Jahreszeit gibt es viele Freiluftkonzerte und Liveauftritte.

Die aktuellen Konzerttermine findet man donnerstags in der Beilage der Tageszeitung "La Repubblica". Das Veranstaltungsmagazin, das immer dieser Ausgabe beigelegt ist, heißt "Trovaroma".

Römischer Silberbecher
Römischer Silberbecher
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Templermeister



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Unterkünfte in Rom

Unterkünfte - wo kann man in Rom günstig übernachten?

Rom ist ein Magnet für Touristen aus aller Herren Länder. Entsprechend vielfältig sind auch die Möglichkeiten der Unterbringung. Sie reichen von einer Suite in einem Luxushotel bis zu einem einfachen Zimmer, das nicht viel mehr als eine Schlafstelle ist. Welchen Typ von Unterkunft man wählt, hängt vom individuellen Budget und vom eigenen Geschmack ab. Wenn man eine Pauschalreise gebucht hat, ist die Unterkunft (fast immer handelt es sich dabei um ein Hotelzimmer im mittleren Preisbereich) bereits im Reisepreis eingeschlossen. Dafür ist man aber auch an die Reisedaten und das Besichtigungsprogramm gebunden. Da ist es besser, wenn man individuell anreist und sich seine Unterbringung selbst wählt.

Sankt Peter bei Nacht
Sankt Peter bei Nacht
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Marlene

Unterkunft suchen
Altstadt von Rom
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rainer Sturm

Außer wenn man auf Luxus während des Aufenthalts in Rom nicht verzichten will, wäre es überlegenswert, lieber eine Budgetunterkunft zu wählen und dafür dann mehr Geld während seines Aufenthalts zur Verfügung zu haben. Gerade in Rom gibt es viele Hostels und zahlreiche Bed & Breakfast-Unterkünfte, wo man außerhalb der Saison schon ab 25 € pro Person eine Übernachtung mit Frühstück buchen kann. Viele solcher Einrichtungen kann man im Zentrum Roms, in der Nähe des Hauptbahnhofs, Stazione Termini, finden. Sie haben den zusätzlichen Vorteil, dass die Wege zu den Sehenswürdigkeiten und zu den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel kurz sind. Im Internet kann man sich entsprechend informieren und Bewertungen anderer Reisender über die Unterkunft lesen. Auch Online-Buchungen sind oft möglich. Natürlich kann man bei solchen Preisen kein Satelliten-TV, einen Whirlpool, ein üppiges Frühstücksbuffet oder eine Klimaanlage im Zimmer erwarten. Es wäre unter Umständen auch möglich, dass der Verkehrslärm bei einer Unterkunft in zentraler Lage störend sein könnte. All das sollte man bedenken, bevor man sich für eine Unterkunft entscheidet. Größere Gruppen fahren wohl besser mit einer Unterkunft in einem Hostel oder einer Jugendherberge, da dort die Möglichkeit besteht, z. B. auch eine Schulklasse o. Ä. in einer Einrichtung unterzubringen.

Obwohl Rom mit beinahe 3 Millionen Einwohnern eine Metropole ist, gibt es sogar im eigentlichen Stadtgebiet Campingplätze, die ganzjährig geöffnet sind. Diese alternative Unterbringung könnte gegebenenfalls interessant für körperbehinderte Touristen sein, besonders für Personen mit Gehbehinderung, da viele der anderen Budgetunterkünfte nicht behindertengerecht ausgelegt sind. Am besten ist es, wenn man sich vor der Buchung ausführlich informiert. Das schützt vor unliebsamen Überraschungen bei der Ankunft. In jedem Fall ist eine rechtzeitige Buchung vor Reiseantritt zumindest in der Hauptsaison Juli/August oder zu großen kirchlichen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten empfehlenswert. Wenn man rechtzeitig bucht, findet man auch zur Hochsaison eine passende und preisgünstige Unterkunft.

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Shopping

Rom – ein Paradies fürs Shopping

Rom – ein Paradies fürs Shopping
Rom – ein Paradies fürs Shopping
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Johannes Vortmann

Rom ist ein Einkaufsparadies. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt. Besonders die verschiedenen italienischen Designermarken sind auf der ganzen Welt bekannt und beliebt. In Rom gibt es unzählige Designerläden und Boutiquen. Besonders bekannt und beliebt sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen ist das "Castel Romano Designer Outlet". Hierbei handelt es sich um ein ganzes Einkaufszentrum mit über 100 Läden und 25.000 Quadratmetern Fläche, wo man modische Kleidung, Schuhe, Sportartikel und Accessoires zu drastisch reduzierten Preisen kaufen kann. Das Einkaufszentrum kann man mit der U-Bahn-Linie B, Haltestelle EUR Palasport erreichen. Immer dienstags und samstags fährt ein kostenloser Shuttlebus von der Piazza della Rebbulica im Zentrum Roms zum Einkaufszentrum. Es ist täglich von 10 – 21 Uhr geöffnet.

Das Arsenale in der Via del Governo Vecchio 64 ist eine Modeboutique mit den neuesten Trends. Erreichbar ist es mit den Buslinien 64 und 116. Catenella ist eine römische Boutiquenkette für junge Mode. Eine Filiale befindet sich an der Piazza S. Silvestro, die andere Filiale ist in der Via del Corso 64. Ein anderer Tipp für shoppingsüchtige Touristen: das Discount Alta Moda. Dort gibt es Designermode zum halben Preis. Die beiden Geschäfte liegen in der Via di Gesú e Maria Nr. 14 und 16. In der Nr. 14 gibt es Damenmode, in der Nr. 16 Herrenmode. Das Geschäft ist mit der U-Bahn-Linie A, Haltestelle Flaminio oder mit dem Bus, Linie 117 zu erreichen. Für Schnäppchenjäger lohnt es sich bestimmt, sich auf einen der vielen Flohmärkte umzuschauen. Der Bekannteste davon ist der Porta Portese zwischen der Viale Travestere und der Porta Portese. Er ist immer sonntags von 7 – 14 Uhr geöffnet und mit der Tram, Linie 8 und dem Bus, Linie 780 zu erreichen. Dort gibt es praktisch alles.

Ein anderer bekannter Flohmarkt ist der Mercatino Flaminio. Er ist immer sonntags von 10 – 19 Uhr geöffnet. Es wird ein kleines Eintrittsgeld erhoben. Der Flohmarkt befindet sich auf der Piazza della Marina 32 und ist mit der Tram, Linie 2 oder 19 erreichbar. Noch zwei allgemeine Ratschläge: Wenn man sich in Menschenansammlungen wie z. B. auf Flohmärkten begibt, sollte man sich immer vor Taschendieben in Acht nehmen, die dort ihr Unwesen treiben. Außerdem sollte man sich davor hüten, gefälschte Markenwaren von irgendwelchen Straßenhändlern oder Flohmarktständen zu kaufen. Wenn man von der Polizei erwischt wird, muss man mit hohen Geldstrafen rechnen, die bis zu mehreren Tausend Euro betragen können. Das könnte das "Schnäppchen" zum teuersten Kleidungsstück des Lebens machen.

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Öffentlicher Nahverkehr

Guter und preiswerter öffentlicher Nahverkehr

Das öffentliche Nahverkehrsnetz in Rom ist gut ausgebaut. Die U-Bahn besteht zwar nur aus 2 Linien, dafür gibt es aber mehr als genug Buslinien und mehrere Tramlinien. Dass in Rom die Busse und Bahnen unpünktlich sind, ist meist nur ein Klischee. Es gibt natürlich ab und zu Verspätungen aber nicht mehr als in anderen Großstädten auch. Ebenfalls sollte man sich darauf einstellen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in einer Weltmetropole wie Rom zur Spitzenzeit auch mal voll sein können, genau so wie in anderen Städten auch.

Trajansmärkte in Rom beim Forum Romanum
Trajansmärkte in Rom beim Forum Romanum
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Marc Pojer

Die Fahrpreise sind im Vergleich zu Deutschland sehr günstig. So kostet eine Einzelfahrkarte für einen Erwachsenen gerade mal einen Euro. Für Rombesucher, besonders wenn man nur einen Kurztrip unternimmt, empfiehlt sich der sogenannte "Roma Pass". Das ist eine Fahrkarte, die für 3 Tage vom Lösungstag bis Mitternacht des dritten Tages gültig ist. Die Fahrkarte kostet 16 Euro und gilt in allen öffentlichen Nahverkehrsmitteln der Stadt Rom, der U-Bahn, der S-Bahn, den Bussen und Tramlinien. Für Touristen besonders interessant ist der Fakt, dass der Roma-Pass freien Eintritt zu zwei beliebigen Museen und ermäßigten Einlass zu zahlreichen weiteren Museen und Sehenswürdigkeiten bietet. Es gibt auch ein Tagesticket, das am Lösungstag bis Betriebsschluss gültig ist. Vor Fahrtantritt muss das Tagesticket entwertet werden. Wenn man länger bleiben möchte, empfiehlt sich ein Wochenticket. Es ist vom Lösungstag an noch 6 weitere Tage bis Mitternacht des siebenten Tages gültig. Es muss ebenfalls vor Antritt der ersten Fahrt entwertet werden, zusätzlich muss man noch seine persönliche Daten und die Gültigkeitsdauer auf der Fahrkarte eintragen. Die Fahrkarten gibt es im Hauptbahnhof, der Stazione Termini, an zahlreichen anderen Verkaufsstellen und an mehr als 200 Automaten im gesamten Stadtgebiet.

Noch ein kleiner Tipp: Man sollte besonders Einzelfahrkarten gut aufbewahren und erst entsorgen, nachdem man die Zielstation verlassen hat, da häufig nicht in den Zügen, sondern erst beim Verlassen der Station/Haltestelle kontrolliert wird.

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Einige wichtige Informationen zu Rom

Kathedrale mit Blick auf die antiken Stätten
Kathedrale mit Blick auf die antiken Stätten
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rainer Sturm

Die Adresse der deutschen Botschaft in Rom lautet: Via San Martino della Battagglia 4. Die Telefonzentrale kann man unter der Nummer + 39 06 49 213-1 erreichen. Die Besuchszeiten der Rechts-und Konsularabteilung sind montags bis freitags von 9 – 12 Uhr, letzter Einlass ist 12 Uhr. Montags bis donnerstags kann man von 14 – 16 Uhr eine telefonische Beratung erhalten. In Notfällen ist ein Angestellter der Botschaft auch außerhalb dieser Zeit unter der Nummer + 39 335 7904170 erreichbar. Die örtlichen Notfallnummern lauten wie folgt: Rettungsdienst/Krankenwagen: 118, Polizei (Carabinieri) 112, 113, Feuerwehr 115. Zwei Apotheken, die 24 Stunden am Tag geöffnet haben, heißen Farmazia Internazionale und befinden sich jeweils in der Via Cola di Rienzo 213 und auf der Piazza die Cinquecento 51. Das größte Internetcafé Roms heißt Easy Everything und befindet sich in der Via Barberini 2. Es ist mit der U-Bahn-Linie B, Haltestelle Barberini oder mit dem Bus der Linien 61, 62, 175 und 492 zu erreichen. Dort gibt es mehr als 250 Computerplätze. Geöffnet ist täglich von 8 Uhr früh bis nachts 1 Uhr. Eine Stunde kostet 2 €, ein Tag 8 €, eine Wochenkarte 13 €. Ein anderes großes Internetcafé heißt Globalservice. Es liegt im Trastevere-Viertel. Es liegt an der Piazza Sonnino 27 und ist täglich von 8 – 24 Uhr geöffnet. Zu erreichen ist es mit der Tram der Linie 8.

Rom_Piazza della Republica
Rom Piazza della Republica
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rainer Sturm

Ein Brief oder eine Postkarte nach Deutschland kostet 62 Cent. Die Postämter sind meist Montag – Freitag von 9 – 14 Uhr geöffnet. Briefmarken sind aber vielfach auch in Tabakwarenläden erhältlich. Beim Telefonieren nach Deutschland sollte man nicht vergessen, die Nummer mit 0049 gefolgt von der Ortsvorwahl ohne Null einzugeben. Umgekehrt lautet die Vorwahl für Italien 0039. Am besten ist es, wenn man nicht direkt anruft, sondern sich eine Telefonkarte kauft. Diese Karten heißen Eurocity Card oder Europe Card. Mit den 5-Euro-Guthaben auf der Karte kann man ungefähr 2 Stunden nach Deutschland telefonieren. Das funktioniert folgendermaßen: Jede dieser Karten hat eine versiegelte PIN. Man rubbelt sie frei und ruft die auf der Karte stehende Nummer an. Dann gibt man seine PIN über die Tastatur ein und anschließend wählt man die Nummer in Deutschland. Ähnliche Karten gibt es auch in Deutschland zu kaufen.

Andere interessante Informationen sind noch das Rauchverbot in allen Bars, Restaurants und Klubs. Die Jugendschutzbestimmungen sind ähnlich wie in Deutschland. Der Strom ist auch wie in Deutschland Wechselstrom mit einer Spannung von 220 Volt und einer Frequenz von 50 Hertz. Die Steckdosen und Stecker sind dieselben wie in Deutschland.



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