Korsika - Landschaften und Freizeitaktivitäten
Inhaltsverzeichnis
- Korsika
- GR 20
- Ajaccio
- Bastia
- Bonifacio
- Calvi
- Restonica-Schlucht
- Ile Rousse
- Girolata
- Galeria & Fangotal
- Porto
- Calanche
- Capu-Rosso
- Monte Cinto
- La Trinité
- San Michele de Murato
- Der Gouverneurspalast von Bastia
- Col de Bavella
- Sartène
- Palais Fesch
- Freizeitparks
- Steinzeit in Korsika
- Freizeitaktivitäten
- sonstige Hinweise

So nah und doch noch ein gutes Stück zum Wandern...
Capu Rosso

Fantastischer Ausblick auf die Bucht von Porto.

Der sehr gut erhaltene Genuesenturm
- 300 Meter über dem Meeresspiegel.

Unterwegs Blick auf herrliche Buchten
Die Wanderung zu einem der besterhaltensten Genesentürmen, dem Tour de Turghiu, lohnt sich auf jeden Fall. Für den Hin- und Rückweg sind in Summe etwa 3h zu kalkulieren. Von Piana fährt man in Richtung Plage d’Arone. Die nächsten 8 Kilometer bieten mehrere tolle Aussichten auf den Golf von Porto und einen imposanten Blick auf Korsikas Steilküste. Auf einer Viehweide mit Bar stellt man das Fahrzeug ab. Von hier aus geht der Weg erst einmal ca. 50 Minuten bergab. Der steinige Weg ist umsäumt von niedrigen Büschen und bietet nur vereinzelt Schatten. Gerade im Sommer eine schweißtreibende Angelegenheit. Für diese Wandertour ist auf jeden Fall ausreichend Wasser mitzunehmen. Linker Hand hat man stets eine tolle Aussicht auf die schönen Buchten am Fuße des Berges, rechter Hand immer das Ziel im Auge. Am tiefsten Punkt angekommen geht es zunächst leicht bergauf bis zu einer Kuppe mit einer Steinhütte. Anschließend wird es etwas steiler und ganz zum Ende führt der Weg über kleiner und größerer Granitblöcke bis ganz nach oben.
Den Turm kann man über eine schmale Steintreppe betreten (ohne Geländer). Im Turminneren führt eine weitere Treppe auf die oberste Etage. Ein fantastischer Ausblick entschädigt für die bisherigen Strapazen. 300 Meter steil abfallende Felsen, tief unten auf dem Meer schippernde Segelboote und Yachten, im Landesinnern die zum Teil noch schneebedeckten Gipfel des Monte Cinto oder Cardo bieten schöne Gegensätze. Je nach Tageszeit wandeln sich die Farben des Meeres und der Felsen und des Horizontes.
Beste Wanderzeit dürfte auch schon um der Mittagshitze zu entfliehen eher gegen Abend sein. Dann leuchten auch die roten Granitfelsen so richtig kräftig und im Hintergrund das schöne blaue Meer. Für den Rückweg ist wieder ca. 90 Minuten einzuplanen.

Ruhig gelegener Badestrand d'Arone. Ganz im Hintergrund das Capu Rosso sehen mit dem Genuesenturm.
Übernachten in der Nähe vom Capu Rosso:
Am Plage Plage d’Arone gibt es einen Campingplatz. Vom Campingplatz sind es ca. 10 Minuten zu Fuß zum weißen Sandstrand. Hier kann man schön baden. Es sind ebenfalls ein paar Restaurants an dieser abgelegenen Bucht vorzufinden.

Die Skyline des Capu Rosso
Monte Cinto
Korsikas Relief zeichnet sich nicht wie andere Ferieninseln durch flache lange Sandstrände aus, sondern vor allem durch gebirgige Gebiete, die sich durch die gesamte Insel ziehen. Die ausgedehnten Wanderwege und die vielen Klettermöglichkeiten an Klippen und Bergen ziehen deshalb vor allem Freizeitsportler nach Korsika.
Der höchste Berg Korsikas – der Monte Cinto
Er wird auch der König der korsischen Berge genannt: der Monte Cinto. Mit 2706 Metern ist er der höchste Berg Korsikas und das macht ihn nicht nur zum König der Berge, sondern auch zum beliebtesten Ausflugsziel für Wanderer. Das kommt nicht nur daher, dass er der höchste Berg ist, sondern auch, weil viele Wanderer durch den Ausblick, der ihnen auf dem Gipfel geboten wird meinen, selbst den Anspruch auf den Titel König der Berge zu erhalten.
Die Besteigung des Berges
Wer auf den Gipfel des Monte Cinto gelangen möchte hat zwei Startmöglichkeiten, wovon eine im Süden und die andere im Norden liegt. Wer seine Wanderung vom Norden aus starten möchte, der beginnt in Haut Asco, wohingegen Wanderer aus dem Süden in Lozzi beginnen. Für unerfahrene Wanderer oder Familien mit Kindern ist der Startpunkt Lozzi eher zu empfehlen, da der Weg, der den Berg aus dem Süden besteigt, weniger beschwerlich ist. Früher gab es die Möglichkeit, von einem Parkplatz oberhalb Lozzis die Wanderung zu beginnen, doch nach neuesten Angaben ist dieser Parkplatz mit dem Auto nicht mehr zu erreichen, weshalb sich die Wanderung um sieben Kilometer verlängert. Im Großen und Ganzen sollte man den Gipfel in etwa fünf Stunden erreicht haben. Wer den Gipfel nicht erreichen muss, der kann seine Wanderung auch bereits an der Ercuhütte auf etwa 1.600 Metern abbrechen. Auch dies ist Familien und ähnlichen Gruppen zu empfehlen, da der Anstieg, der nach der Ercuhütte folgt, etwas mehr Wandererfahrung fordert. Wenn man sich trotzdem auf diesen Weg wagt, sollte man darauf achten, die Wegmarkierungen genau im Auge zu behalten, da man sich sonst in dem unübersichtlichen Fels leicht verlaufen könnte.
Die Strecke, die im Norden beginnt, benötigt etwas mehr Zeit, etwa sechs Stunden. Außerdem ist hier, um den Gipfel zu erreichen, eine kleine Kletterpassage zu überwältigen, die für unerfahrene Kletterer wahrscheinlich eine zu große Herausforderung darstellt.
Wer sich auf den Monte Cinto traut, sollte wie bei anderen Wanderungen auch beachten, dass man die Wanderung am besten bereits in den frühen Morgenstunden beginnt, da die Wege keinen Schatten bieten und auch der Berg selbst sich sehr leicht aufheizt. Egal, wann man sich auf den Weg macht, sollte auf jeden Fall genügend zu Trinken und ein Sonnenschutz mitgebracht werden, damit man keinen Sonnenstich erleidet.
nach obenLa Trinité
La Trinité – französisch für die Dreieinigkeit – ist eine Kirche im Nordwesten der französischen Insel Korsika. Die Kirche stammt aus dem Zeitalter der Römer auf Korsika und wurde wahrscheinlich im Stil der pisanischen Architektur mitten auf einem Friedhof, der den Namen Aregno trägt, erbaut.
Die Architektur der Kirche
Für Architekturfans werden diese und auch alle anderen alten Kirchen, die sich in Korsika finden, wirklich faszinierend sein, da sie oft sehr gute Beispiele für romanische Architektur darstellen. Die Kirche besteht aus einem Schiff, das nicht in weitere Abschnitte gegliedert wurde, und endet mit einer Apsis an der Ostseite der Kirche. Besonders beeindruckend ist das Portal an der Westseite, das sich genau gegenüber der Apsis befindet. Auch der Bogen über der Tür ist besonders schön aus abwechselnd roten und grauen Steinen gefertigt worden. Der Bogen wurde allerdings erst im 19. Jahrhundert hinzugefügt, obwohl die romanische Kirche 700 Jahre zuvor ohne einen Türbogen erbaut wurde. Rechts und links über dem Tor finden sich zwei Statuen, links eine Frau und rechts ein Mann. Die Blendarkaden der alten Kirche sind besonders beeindruckend, denn sie sind in feinster Handarbeit mit Knotenschnüren, kleinen Blumen und anderen Verzierungen bestückt. Früher fanden sich in diesen Verzierungen auch kleine Keramikfiguren, die allerdings mit der Zeit verschwanden.
Auch die Innenausstattung ist dementsprechend beeindruckend und enttäuscht nach der schönen romanischen Fassade nicht. Es finden sich Wandmalereien, die die Einwohner im 15. Jahrhundert hinzufügten, auf denen verschiedene Kirchenlehrer und auch der Erzengel Michael dargestellt sind.
Rund um die Kirche
Wer sich die Kirche einmal ansehen möchte, der startet seine Reise am besten in den nahe gelegenen Orten Calvi oder Ile Rousse. Diese Orte werden von Touristen sowieso sehr geschätzt, da sie bereits durch ihre Architektur und ihre Häfen begeistern. In der Hafenstadt Ile Rousse finden sich auch einige berüchtigte Felsen, die dafür auf der ganzen Welt berühmt sind, dass sie eine eigentümliche rote Farbe tragen. Diese Farbe wird durch das Licht der untergehenden Sonne noch intensiviert und ist es auf jeden Fall wert, einen Abend in Ile Rousse zu verbringen. Wenn man lieber in Calvi bleibt, kann man sich einen der schönsten und beliebtesten Jachthäfen Korsikas ansehen, in dem auch oft prominente Gäste zu erspähen sind. Ein Nachmittag an der Hafenpromenade ist eine willkommene Entspannung nach einem anstrengenden Tag voller Besichtigungen und Kultur. In den vielfältigen Bars und Cafés findet sich immer etwas Gutes zu Essen oder ein Kaffee und mit Blick auf das Treiben im Hafen, kann man einen gelungenen Tag in Korsika ausklingen lassen.
nach obenSan Michele de Murato
San Michele de Murato ist eine der vielen romanischen Kirchen, die sich auf Korsika befinden. Sie liegt etwa einen Kilometer von der Stadt Murato entfernt und ist von dort aus leicht zu Fuß erreichbar. Sie wurde 1280 errichtet und galt durch ihre ungewöhnliche Bauart lange Zeit als die eleganteste Kirche auf ganz Korsika.
San Michele – Die eleganteste Kirche Korsikas
Was die Fassade von San Michele so besonders macht, sind die Steine, aus denen sie gebaut ist. Wie ein Schachbrett wurde das Muster aus grünen und weißen Blöcken geschaffen, dazu benutzte man Kalk- und Serpentinstein. Teilweise wird das Schachbrettmuster auch unterbrochen und wechselt sich mit einem Bändermuster ab. Trotz ihres hohen Alters ist San Michele eine der besterhaltenen Kirchen Korsikas und kann auf eine Geschichte von über 700 Jahren zurückblicken. Das Aussehen der Kirche wird nicht nur durch das ungewöhnliche Muster der Fassade bestimmt, sondern auch durch die vielen Skulpturen, die sich in und um die Kirche herum finden.
Der Eingang von San Michele wird durch zwei hohe Säulen bestimmt, die ein Dach über dem Tor zur Kirche tragen. Direkt über diesen Säulen befindet sich auch der Turm. Auch die Blendarkaden werden in denselben Farben gehalten, wie der Rest der Fassade und in ihnen befinden sich verschiedene menschliche Skulpturen, die verschiedene Situationen darstellen. Sowieso wurde das Gebäude der Kirche reichlich verziert mit Engeln, Weinstöcken und auch einer Darstellung der Versuchung Evas durch die Schlange.
Die Umgebung der Kirche
Die Kirche San Michele befindet sich ganz in der Nähe der Stadt Murato, einer kleinen Gemeinde mit nur etwa 600 Einwohnern. Erstaunlicherweise hat die Bevölkerungsanzahl des Dorfes über die Jahre zugenommen, obwohl sie sich in einer relativ einsamen Gegend befindet, in der sich allerdings viele kleinere Dörfer befinden. Innerhalb Muratos finden sich noch einige andere Sehenswürdigkeiten. So gibt es zum Beispiel noch eine evangelische Kirche, die den Namen San Giovanni trägt und eine weitere katholische Kirche, die A Nunziata genannt wurde. Auch ein Kriegerdenkmal wurde in der Stadt Murato aufgestellt. Wie die meisten Städte in Korsika hat Murato eine sehr mediterrane Atmosphäre, da sie rundum von Bäumen umgeben ist, auf einem Berg liegt und sämtliche Gebäude aus sehr hellen Steinen gebaut wurden, sodass die Stadt bereits aus der Ferne aus dem Wald herausragt.
Wer sich bereits in Murato befindet, der kann einen Ausflug in die größere Stadt Bastia machen, die direkt an der Küste und am Rande der Halbinsel Cap Corse liegt. Bastia besitzt auch einen sehr interessanten Hafen, von dem aus man gut Schiffe beobachten kann.
nach obenDer Gouverneurspalast von Bastia
In Bastia befindet sich eine weitere Stadt in der Altstadt, die von einer hohen Mauer umgeben ist. Diese Stadt in der Stadt wird als Terra Nova bezeichnet und beinhaltet unter anderem den Gouverneurspalast von Bastia. In diesem befindet sich heute das Museum für korsische Volkskunde.
Die Geschichte des Gouverneur-Palastes
Zu Beginn des Baus befand sich nur ein Turm an dem Platz, an dem später einmal der Gouverneurspalast stehen sollte. 1380 wurde auf Befehl des italienischen Adeligen Leonello Lomellino dieser Turm aufgestellt, da seine praktische Lage auf einem Felsvorsprung ausgenutzt werden sollte. Am Anfang galt dieser Turm nur als Wachturm, durch den man den gesamten Hafen beobachten konnte, doch schließlich wurde er auch ein wichtiges Gebäude zur Verteidigung der Stadt, weswegen er auch oft umgebaut wurde, damit er den Angreifern standhalten konnte. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde der Turm schließlich zu einem Palast umgebaut, indem man ihn gen Osten erweiterte und eine Südfassade errichtete. Das Gebäude wechselte wie Korsika auch sehr oft den Besitzer, denn von den Italienern ging es über zu den Franzosen, die es an die Engländer abgeben mussten, bis es schließlich 1796 wieder in französische Hände fiel.
Der Palast in der heutigen Zeit
Der Palast behielt auch in französischen Händen seinen ursprünglichen Nutzen und wurde weiterhin zu militärischen Zwecken verwendet. 1943 wurde er zwar von einer deutschen Bombe getroffen, konnte sich von diesem Anschlag allerdings nach einigen Renovierungen wieder erholen. Das Gebäude steht seit dem späten 20. Jahrhundert außerdem auch unter Denkmalschutz. Ende des 20. Jahrhunderts entschloss man sich auch dazu, dass Gebäude als Museum zu nutzen, da keine weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen auf Korsika bevorstanden. Heute finden Besucher also im Palast viele verschiedene Informationen und Kunstwerke rund um Korsika und seine Bewohner. Für diejenigen, die etwas über das Land, in dem sie ihren Urlaub verbringen dürfen, erfahren wollen, sollte das Museum für korsische Völkerkunde der erste Reisestopp sein.
Aktivitäten rund um den Palast
Auch wenn viele Touristen Bastia eher schnell wieder verlassen, da es größtenteils als Wirtschaftszentrum gilt und nicht dieselbe Atmosphäre zu bieten hat, wie andere berühmte korsische Städte, sollte man sich doch die Zeit nehmen, einen Tag in Bastia zu verbringen. Der Hafen, der mittlerweile nur noch für Jachten und Segelboote genutzt wird, ist immer einen Besuch wert und auch die Altstadt hat in ihren engen Gassen einige Geschäfte und Gebäude zu bieten, die sich Besucher nicht entgehen lassen sollten. Die Terra Nova hat außerdem außer dem Palast noch ein interessantes Gebäude zu bieten: die Oper. Hier können sich interessierte Besucher auch abends einmal musikalisch verwöhnen lassen.
nach obenCol de Bavella
Col de Bavella
Quelle: pixelio.de Fotograf: Dietmar Meinert
Das Korsika vor allem für Abenteurer ein toller Ausflugsort ist, das erkennt man bereits an den vielen verschiedenen Sportaktivitäten, die die Insel zu bieten hat. Besonders Wandern kann man in den hohen Gebirgsebenen ausgezeichnet. Deshalb ist Korsika auch keine Insel für solche Urlauber, die nur mit dem Auto von Strand zu Strand fahren wollen, denn das Auto sollte man auf der französischen Insel eigentlich lieber zu Hause lassen und die Umgebung zu Fuß erkunden. Für Wanderer und Kletterer ist es jedoch das Paradies auf Erden, da es so viele Berge und Gebirgspässe zu erkunden gibt, dass man beinahe zwei Urlaube brauchen würde, um wirklich alles gesehen zu haben.
Einer dieser Pässe, den sich passionierte Wanderer auf keinen Fall entgehen lassen sollten ist der Col de Bavella. Dieser befindet sich im Süden von Korsika etwa neun Kilometer nördlich von der Stadt Zonza. Um das Massiv von Bavella, auf dem sich der Wald Bavella befindet, gibt es genügend Parkplätze, sodass man so nah wie möglich an den Berg heranfahren kann. Auf diesen Parkplätzen wird man noch viele andere Wanderer treffen, doch sobald man sich für einen der Wanderwege entschieden hat und sich auf den Weg macht, bekommt man das Gefühl, den Berg ganz für sich alleine zu haben.
Die verschiedenen Wandermöglichkeiten
Col de Bavella
Quelle: pixelio.de Fotograf: Dietmar Meinert
Der Berg bietet verschiedene Wanderwege, deren Schwierigkeit sich ganz nach dem Besucher richtet. An dem größten Parkplatz um den Col de Bavella befindet sich auch ein kleiner Informationspunkt, der Auskünfte über die verschiedenen Wanderwege geben kann. Einer der beliebtesten Wanderwege führt mit einer etwa vierstündigen Wanderung zum "Trou de la Bombe" und wieder zurück. Dieses "Loch der Bombe" ist eine acht Meter tiefe Aushöhlung im Berg, bei der es tatsächlich so aussieht, als hätte eine Bombe in den Berg eingeschlagen. Der berüchtigte Wanderweg GR 20, der seine Wanderer zwei Wochen lang quer durch das korsische Gebirge führt, kreuzt auch einige Wanderwege des Col de Bavella.
Andere Sportarten am Col de Bavella
Natürlich werden die Berge auch gerne zum Klettern genutzt, doch auch Kanufahren ist in dieser Gegend möglich. Im nahegelegenen Canyon de la Vacca und im Canyon de le Purcaraccia kann man sich Kanus ausleihen und die Canyons über die Flüsse erkunden. Wer außerdem noch ein schönes Motiv für Urlaubsfotos sucht, der kann am größten Parkplatz am Col de Bavella die Notre Dame des Neiges fotografieren, denn dies ist eine große schneeweiße Statue, die ihre Arme über die steil abfallenden Klippen vor ihr ausbreitet. Diese atemberaubende Szenerie sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
nach obenSartène
Sartène ist eine korsische Stadt im Süden Korsikas. Diese sollte sich kein Korsika-Fan entgehen lassen, denn sie wird nicht umsonst als "die korsischste aller korsischen Städte" bezeichnet. Mit einem malerischen Stadtbild und den traditionellen Feiern, ist Sartène ein Muss für jeden Urlauber.
Das Stadtbild
Die Bezeichnung als korsischste Stadt stammt von dem Schriftsteller Prosper Mérimée, der wohl so von der Stadt und ihren Einwohnern beeindruckt war, dass er ihr zu diesem Titel verhelfen musste. Der Titel rührt wohl daher, dass in dieser Stadt korsische Traditionen und Lebensweisen noch besonders hoch gehalten und auch traditionelle Feste jährlich gefeiert werden. Wie viele andere korsische Städte auch ist Sartène in zwei Teile aufgeteilt, die Ober- und die Unterstadt. Der Hauptplatz der Stadt wurde Place de la Libération genannt, doch Einheimische bezeichnen ihn schon seit Langem nur noch als Place Porta. Am Place Porta befindet sich auch das Rathaus der Stadt und er bildet auch den Eingang zur Altstadt von Sartène. Auf dem Platz stehen einige Palmen und rundherum sind auch Bänke aufgestellt, auf denen man sich im Schatten der tropischen Bäume ausruhen kann.
Prozessionen am Karfreitag
Ein besonderes Schauspiel bietet sich den Besuchern am Karfreitag in Sartène. Eine Prozession führt hier einmal durch die Stadt von der Kirche Sainte-Marie bis zur Kapelle Saint-Sébastien. Mit dieser Prozession wird der Leidensweg Christi nachgespielt, wenn einer der Dorfbewohner – seine Identität ist nur dem Pfarrer bekannt – im weißen Gewand ein schweres, schwarzes Holzkreuz bis zur Kapelle trägt. Die Kette an seinen Füßen gab der Prozession ihren Namen: Catenacciu – die Prozession des Geketteten.
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Rund um die Stadt Sartène gibt es auch einige Dinge, die man auf einer Rundfahrt oder einer Wanderung besichtigen könnte. Wie überall in Korsika gibt es einige Gebirgsregionen, in denen man sehr schön wandern kann, und auch von der Stadt selbst hat man bereits eine Aussicht aus über 300 Metern Höhe. Alta Rocca nennt sich das Gebirge, in der sich die Stadt befindet. Fozzano ist ein weiteres Dorf im Umfeld von Sartène, das sich vor allem wegen seiner eigentümlichen Architektur lohnt.
In Sartène gibt es auch einen alten Hafen, den sich Besucher anschauen sollten. Die alten Schiffe und Boote zu beobachten, ist auch für kleine Kinder immer wieder ein Spaß. Für Asterix-Fans gibt es auch zwei Hinkelsteine, die selbst von Obelix nicht schöner gemeißelt worden sein können. U Frate e a Suora nennen die Einheimischen die beiden Menhire, die eine beliebte Sehenswürdigkeit in der Region sind.
nach obenPalais Fesch
Mitten in Ajaccio, der größten Stadt Korsikas, befindet sich ein bemerkenswertes Museum, dass sich kein Kunstliebhaber entgehen lassen sollte. Von manchen Journalisten wurde es bereits als das Kunstmekka Frankreichs bezeichnet. Es beinhaltet Kunstwerke vom 14. bis ins 20. Jahrhundert und hat die zweitgrößte Sammlung italienischer Malerei nach dem Louvre in Paris.
Die Geschichte des Palais Fesch
1837 errichtete Napoleon Bonapartes Onkel das Palais Fesch und machte es zu einem der größten Museen in ganz Frankreich und zum größten auf Korsika. Das Museum wurde im 21. Jahrhundert intensiv renoviert und eröffnete erst im Juni 2010 Besuchern wieder seine Pforten. Durch die zwei Jahre andauernde Renovierung sollen die Kunstwerke jetzt noch besser geschützt sein, da das korsische Klima für die wertvollen Gemälde alles andere als optimal ist. Wie es auch in anderen großen Museen üblich ist, werden die Gemälde streng überwacht, damit nicht nur Diebstahl, sondern auch kleine Dinge wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur genau dokumentiert werden können.
Die Kunstwerke des Palais Fesch
Wie bereits erwähnt, hat der Palais Fesch die größte Sammlung an italienischer Malerei nach dem Louvre in Paris. Unter anderem findet man hier Kunstwerke von berühmten Malern wie Botticelli, Veronese, Poussin, Tizian, des Barons Gérard und noch vielen anderen. Eines der berühmtesten Gemälde, das sich in diesem Museum findet, ist die "Jungfrau mit Kind" von Sandro Botticelli. Außerdem hat das Museum auch eine erstaunlich große Sammlung an Porträts der Familie Bonaparte. Durch das neue Hängesystem wird dieser Teil des Museums deutlich in den Vordergrund gerückt. Auch der Name des Museums wurde nach der Renovierung geändert, denn es trägt in Zukunft den Namen "Museum der bildenden Künste" oder auf Französisch "Musée des Beaux-Arts".
Andere Aktivitäten in Ajaccio
Ajaccio legt wie das Museum auch sehr viel Wert auf seine Vergangenheit mit Napoleon Bonaparte. So ist vor allem das Geburtshaus und das Museum zu Napoleons Leben wichtige Touristenmagnete der Stadt. Auch die Napoleon-Grotte lässt sich mit einem Boot erkunden. Wenn Kinder vielleicht auch nichts mit dem geschichtlichen Aspekt der Sehenswürdigkeiten anfangen können, so werden sie doch die Bootsfahrten sehr genießen.
Wer Ajaccio besuchen möchte, dem wird es sehr einfach gemacht, da es nicht nur mit der Fähre erreichbar ist, sondern auch einen der vier korsischen Flughäfen besitzt und deshalb auch mit dem Flugzeug erreichbar ist. Das ist für Familien meist komfortabler als die Fahrt mit der Fähre, da Kinder doch die lange Überfahrt meist nicht zu schätzen wissen und der Flug vor allem viel Zeit und Nerven spart.
nach obenFreizeitparks
Freizeitparks sind in Korsika leider nicht sonderlich zahlreich vertreten, da auch das Relief der Insel nicht dafür geeignet ist. Gebirge macht die meiste Landschaft der Insel aus und Küstenstreifen sind meist nicht breiter als zehn Kilometer und auch hügelig mit wenig flachen Gebieten.
Der Wasserpark für Groß und Klein
Einen Freizeitpark gibt es allerdings, der für das warme Klima Korsikas die perfekte Abwechslung ist. Der Wasserpark Aqua Cyrne Gliss befindet sich im Süden der Insel in der Ortschaft Porteccio. Wasserspaß ist hier garantiert, denn Groß und Klein können das 600 Meter lange Rutschvergnügen genießen. Neben den Rutschbahnen gibt es auch große Schwimmbecken und Volleyballfelder für weitere sportliche Betätigung. Animationen rund ums Wasser sind hier geboten mit einem Wasserkarussell und einem überdimensionalen Dame-Feld, auf dem sich die älteren Herrschaften vergnügen können. Auch große, grüne Liegewiesen werden den Besuchern angeboten, damit sie sich nach den Erlebnissen im Schwimmbad erholen können.
nach obenMenhire und Dolmen zeugen von den Besiedlungen aus der Steinzeit
Wer in der Nähe von Propriano sein Lager aufgeschlagen hat, der kann von hier aus mehrere interessante Plätze steinzeitlichen Ursprungs aufsuchen.
Filitosa

Phallus Menhir in Filitosa

in Granit gemeißelte Gesichtszüge

in Granit gemeißelte Gesichtszüge
Sicherlich die imposanteste Anlage sind ist Filitosa. Filitosa ist die bedeutenste prähistorische Kult- und Befestigungsanlage Korsikas und zeugen von einer Besiedlung schon von vor 8000 Jahren. Die ca. 2-3 Meter hohen Granitstatuen haben menschliche Gesichter erhalten, sowie tragen in Stein gemeißelte Waffen. Es sind jedoch nicht die Ebenbilder der Corsi, sondern die ihrer Feinde die Torreaner. Zudem finden sich verschiedene Befestigungsanlagen und „Behausungen“ der Ureinwohner aus verschiedenen Zeiten. Sehr gut ausgeprägt verschiedene Menhire, die mehr an einen übergroßen Phallus (Penis) erinnern.
Auf der riesigen Anlage gibt es auch ein kleines Museum mit weiteren Fundstücken sowie näheren Informationen zur Anlage.
Der Weg zu Filitosa ist übrigens sehr gut aus allen Himmelsrichtungen kommend gut beschildert.
Cauria

Alignement de Renagiu

Menhir Stantari
In der Nähe von Cauria lassen sich gleich 3 Plätze auf engstem Raum finden. Von Sartene geht es in Richtung Bonifacio. Nach 3 Kilometern rechts nach Tizzano abbiegen (D 48) und nach weiteren ca. 7.5 Kilometern links nach Cauria abbiegen. Hier ist auch schon der Menhir Stantari, die Alignement von Renagiu und der Dolmen von Fontanaccia angeschrieben. Auf einer sehr holprigen geteerten Straße (eine geeignete Teststrecke für jeden Automobilkonzern) ca. 4 Kilometer bis zu einem Parkplatz fahren. Dort erreicht man in 10-15 Minuten zu Fuß die 3 genannten Menhire und Dolmen.

Dolmen von Fontanaccia
Der Dolmen von Fontanaccia ist übrigens das schönste und größte Steinplattengrab auf Korsika. Die Grabplatte allein wiegt schon über 3 Tonnen.
Alignements de Palaggiu

Alignements de Palaggiu
Wer noch Zeit und Lust hat, der kann nach seiner Rückkehr auf die D 48 nochmals 2-3 Kilometer in Richtung Tizzano weiterfahren. In einer langgezogenen Linkskurve geht rechts ein Weg ab zum den Alignements des Palaggiu. Das Auto parkt man am Straßenrand. Ein Weg führt nun 15 Minuten zunächst bergauf und an einem verfallenen Haus auf der Kuppe, welches wir links liegen lassen wieder bergab durch die Maccia. Irgendwann trifft man auf ein nicht mehr lesbares Schild. Dahinter zwischen Gestrüpp und hohem Gras befinden sich angeblich über 250 Monolithen und ist somit das größte Menhirfeld im gesamten Mittelmeerraum. Doch leider sind die 250 Menhire unter Gestrüpp verschwunden, so dass nur wenige wirklich zu sehen sind.
Warum hier so viele Menhire zu finden sind lässt sich nur spekulieren. Es wird vermutet, dass es ein Heer von Kriegern darstellt, die gegen den übermächtigen Feind der Torreaner im Osten anstürmen. Ob es sich hier um ein Schlachtfeld, oder ein Totenfeld handelt ist ebenfalls nur Spekulation.
Übernachten: In Tizzano gibt es Campingplätze, aber auch Hotels zum Übernachten, sowie einen schön gelegenen Badestrand. Mehrere gute Restaurants sind ebenfalls vorhanden.
nach obenFreizeitaktivitäten
Kajak-Touren
Quelle: pixelio.de Fotograf: Dietmar Meinert
Korsika ist ein wahres Paradies für Freizeitsportler und kaum eine andere Region kann ein so großes Spektrum an Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten vorweisen. Das große Gebirge und die spannenden Felsformationen sind vor allem für Abenteurer spannende Erlebnisse. Und obwohl meist kahle Felsen die Landschaft bestimmen, so findet sich doch immer wieder ein grüner Fleck, der auch für andere Sportarten genutzt werden kann. Und das traumhafte Wasser des Mittelmeers wird sowieso jedes Jahr von Tausenden von Touristen genutzt.
Nicht nur Baden im Mittelmeer
Wassersportarten begrenzen sich natürlich nicht nur auf das Schwimmen, denn das Mittelmeer bietet noch viele andere spannende Möglichkeiten für Sport. Sandstrände sucht man zwar nicht vergeblich, sind jedoch nicht Standard in Korsika, da hier eher etwas ungemütlichere Kieselstrände vorhanden sind. Das Klima der Insel liefert perfekte Voraussetzungen für Kite-Surfer und Wellen-Reiter. Eine Welle oder eine leichte Brise finden sich an der Küste immer und mit ihnen auch zahlreiche Sportler, die sich raus auf das Meer wagen. Ein besonders schöner Strand zum Surfen und Kite-Surfen ist der Strand entlang des Golfs von Calvi in der Nähe der großen Hafenstadt.

Kitesurfen auf Korsika
Golfen fast wie in Schottland
Eigentlich sollte man meinen, dass die Mittelmeerinsel mit den regnerischen britischen Inseln nicht das Geringste zu tun hat, doch eine Verbindung lässt sich finden: das Golfen. Sechs Golfplätze mit den unterschiedlichsten Landschaften lassen sich auf Korsika finden. Ob am Rand eines Berges, am Strand oder an einem See, für jeden Golfer findet man die richtige Atmosphäre. Für jede Schwierigkeitsstufe findet sich der richtige Golfplatz und die richtige Bahn und es werden an vielen Plätzen auch Golfkurse angeboten. Das milde Klima der Insel ermöglicht es den Hobbygolfern, das ganze Jahr über ihrer Leidenschaft nachzugehen. Die Golfplätze befinden sich meist in der Nähe der Küste, zum Beispiel in Bonifacio oder in Sartène.
Skifahren im Mittelmeer
Wer nach Korsika verreist, denkt vielleicht an Sonne, Strand und Meer, Wandern im Gebirge und lange Strandspaziergänge, doch das es hier auch die perfekten Skigebiete gibt, das können viele Urlauber nicht glauben. Doch in den Wintermonaten verwandelt sich Korsika in ein Winterparadies, das oft den Alpen Konkurrenz machen könnte. Von Dezember bis Mai füllt sich die Insel mit Snowboardern, Skifahrern und vielen anderen Wintersportlern, die sich auf die schönsten Pisten der Welt wagen. Eine der Pisten, die Ghisoni-Capanelle, hat eine wunderbare Aussicht, die vom Gipfel des Berges bis hinunter an die Küste reicht. Mit dem Mittelmeer im Blick kann man hier auf einem oder zwei Brettern den Berg hinuntersausen und sich anschließend am Strand entspannen.
Wandern und Klettern auf Korsika

Wanderungen durch Korsika
Doch während der Sommermonate zieht es genauso viele Urlauber ins Innere des Landes wie auch an die Küsten. Während die einen sich im Meer vergnügen, wollen andere hoch hinaus. Die Berge auf Korsika eignen sich wunderbar zum Wandern und Klettern und bieten den Besuchern dabei eine atemberaubende Aussicht. An vielen Bergen sind auch Klettersteige angebracht. Das sind mit Eisenleitern und Seilen gesicherte Kletterwege, die das Klettern noch spannender machen. Während andere nur an den Felsen kleben, um die an den Berggipfel zu gelangen, kann man mit Klettersteigen auch größere Schluchten oder Höhlen am Berg überwinden, ohne sie umrunden zu müssen. Für mehr Kletterspaß gibt es auch Klettergärten in den Wäldern, die große Parcours zwischen Bäumen aufspannen, damit Besucher sich an Seilen und Karabinerhaken zwischen ihnen entlanghangeln können. Wer wandern möchte, der kann sich auch auf den höchsten Berg Korsikas, dem Monte Cino, wagen. Hier gibt es einfache oder schwierige Wanderwege, die zum Gipfel führen und auch unterschiedlich viel Zeit benötigen.
Wie hier gezeigt wurde, kann man in Korsika eigentlich jede sportliche Aktivität finden, die man sich vorstellen kann. Die besondere Vielfältigkeit der Insel sorgt dafür, dass ein breites Spektrum an Sportlern hier genau die richtigen Orte für ihre Sportart finden können.
nach obensonstige Hinweise
Unterbringung auf Korsika

Zeltplatz auf Korsika
Einen Schlafplatz auf Korsika zu finden, ist eigentlich nie ein Problem, da vor allem in den großen Städten viele Hotels ansässig sind. Für jede Preisklasse findet sich hier die passende Herberge, denn auf Korsika wollen Urlauber aus den unterschiedlichsten Schichten ihre Ferien verbringen. Hotels sind natürlich auch immer mit vielen anderen Touristen gefüllt, wer es lieber etwas privater hat, der kann sich auch ein eigenes Appartement-Haus mieten oder kaufen, in dem er mit seiner Familie oder Freunden die Zeit verbringt. Solche Appartement-Häuser machen allerdings auch viel Arbeit und müssen auch in der Zeit, die man nicht dort verbringt, gepflegt werden, weswegen sie auch zu einer großen finanziellen Belastung werden können.
Wer seine Nächte gerne unter dem Sternenhimmel verbringt, der kann sich einen Platz auf den vielen Campingplätzen mieten, die sowohl an der Küste als auch in den Gebirgen vorhanden sind. Vor allem an Küstenorten, wo gerne gesurft wird, sind oft auch viele Campingplätze vorhanden. Ein Zelt oder ein Wohnwagen genügen hier, um einige gemütliche Tage auf Korsika zu verbringen. Auf der zweiwöchigen Wandertour GR 20 übernachtet man auch im Zelt oder in einem der Refuges. Diese sind kleine Holzhütten, in denen Wanderer sich mit ihren Schlafsäcken legen können, um vor Wind und Wetter geschützt zu sein.
Die korsische Sprache

2 Korsen nach dem Baguetteeinkauf
Die Korsen legen sehr viel Wert auf ihre korsische Identität und sind deshalb auch besonders stolz auf ihre Sprache. Obwohl die meisten Straßenschilder, Menüs und Informationen in Französisch sowie in korsisch vorliegen, haben die Korsen doch eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Sprache. Es gibt kaum ein Straßenschild auf dem nicht einmal die französische Übersetzung durchlöchert oder übermalt worden ist, da korsische Nationalisten die fremde Sprache nicht auf ihren Schildern sehen wollten. Lange Zeit versuchte Frankreich das Korsische zu unterdrücken und sah es erst in den 70er Jahren als Regionalsprache in Korsika an, was auch die negativen Gefühle gegenüber der französischen Sprache erklären kann. Es gibt keine einheitliche korsische Sprache, da sie der Dialekt, der sich aus Französisch und Italienisch zusammensetzt beinahe von Ort zu Ort ändert und vor allem in kleinen Bergdörfern fernab von den großen Städten stark unterscheiden kann. Allerdings ist es für Touristen kaum notwendig, extra für ihren Ausflug korsisch zu lernen, denn auch, wenn viele sich dagegen wehren, Französisch übernimmt immer mehr die Rolle als offizielle Sprache in Korsika.
Das korsische Essen

Restaurants auf Korsika
Ein altes Sprichwort der Korsen besagte: "Ob Stroh oder Heu, wichtig ist, der Bauch ist voll!", doch nichts könnte heute weiter von der Realität der korsischen Küche entfernt sein. Denn heute schlemmen die Korsen vor allem in Fleisch und Fisch, die in der mediterranen Küche zu unvergesslichen Gaumenschmäusen verarbeitet werden können. Fleisch ist die wichtigste Zutat korsischer Gerichte, denn es bildet die Grundlage für zahllose Würste und andere Fleischgerichte, die die Korsen Tag für Tag zu sich nehmen. Auch die mediterranen Kräuter, die meist aus eigenem Anbau stammen sind essenziell für die korsische Küche. Thymian, Majoran, Basilikum und Myrte sind nur einige der Kräuter, die den typisch korsischen Geschmack ausmachen. Eine ganz besondere korsische Spezialität ist Sangui, eine Blutwurst, die ganz besonders viele Kräuter aus den Gebirgen Korsikas enthält.
Auch Käse ist ein wichtiger Bestandteil der korsischen Küche, denn dieser wird in allen Farben und Formen hergestellt, um ihn als Füllung, zum Überbacken oder roh zu verspeisen. Auch für Kuchen oder als Dessert wird Käse auf der französischen Insel genutzt. Das Nationalgericht der Korsen ist jedoch Polenta, ein Brei aus Kastanienmehl und Wasser, zu dem Wildschweinleber gereicht wird. Vor allem in den Hafenstädten oder in jenen Dörfern, in denen es viele Fischer gibt, gehören auch frische Fischgerichte zu den alltäglichen Gerichten. Die Restaurants an den Hafenpromenaden bekommen ihre Fische meist direkt von den Fischern geliefert und können dann ihren Gästen den frischesten Fisch servieren.
Weitere Tipps für einen perfekten Urlaub auf Korsika

Badeurlaub in Korsika mit Kindern
Eine Hauptsaison gibt es für Korsika eigentlich nicht, denn im Sommer wie im Winter findet man immer etwas zu tun. Doch wer zum Skifahren kommt, der sollte sich vor allem die Monate Dezember bis Mai freihalten, da hier der meiste Schnee auf den Bergen liegt. Für ausgedehnte Spaziergänge, Wandern und Schwimmen sind besonders der Früh- und Spätsommer zu empfehlen, da zu diesen Jahreszeiten die Flora der Insel aufblüht und die Luft mit ihren betörenden Düften erfüllt. Wer hoch hinaus auf die Berge will, der kommt am besten im Herbst, bevor es anfängt zu schneien, denn dann ist das Wetter trotz Sonne am angenehmsten. Im Frühling hingegen liegt auf den Gipfeln meist noch Schnee. Wer im Urlaub unbedingt braun werden will, der besucht die Insel am besten im Hochsommer, wenn das Thermometer schon einmal auf über 35 Grad klettern kann. Doch Sonne hat man eigentlich immer, denn 230 Sonnentage im Jahr sind auf Korsika keine Seltenheit.
Auch mit Kindern kann ein Korsika-Urlaub geplant werden, denn die hellen Sandstrände und das Meer sind auch für die kleinen Urlauber ein großer Spaß. Mit Bootsfahrten, Sandburgen und Einkaufsbummeln kann man Kinder in jedem Alter auf Korsika unterhalten. Auch der große Wasserpark ist ein Abenteuer für Kinder und nicht nur die, sondern auch ihre Eltern werden hier und auf ganz Korsika einige unvergessliche Ferientage verbringen.
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