Teneriffa

Rund um den Vulkan Chinyero

Wanderung um den Vulkan Chinyero
Wanderung um den Vulkan Chinyero
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Die sechs Kilometer lange, leichte Wanderung rund um den Chinyero führt den Wanderer auf schwarzer Lava rund um einen der reizvollsten Vulkane Teneriffas. Sein heutiges Gesicht verdanken der Krater und seine Umgebung einem Vulkanausbruch im Jahr 1909. Die Wanderung rund um den Chinyero führt über nahezu ebenes Gelände - insgesamt müssen weniger als 100 Höhenmeter bewältigt werden - und bietet faszinierende Kontraste zwischen schwarzer Lava und dem Berg umgebenden Kiefernbestand. Diese Rundtour beginnt an der TF 38 in Fahrtrichtung Teide Nationalpark beim Montana-Chinyero-Schild kurz nach Kilometer 15.

Der Routenverlauf

Die Wanderung beginnt an der Schranke, an welcher die Schilder des Nationalparks und des Naturparks angebracht sind. Von hier aus führt zunächst ein breiter Fahrweg in die Natur. Nach etwa 200 Metern biegt der Wanderer nach rechts ab in Richtung zweier Kanarischer Kiefern. Sie gehen zwischen den Bäumen hindurch und steuern die breite Piste an, die linkerhand mit einer leichten Steigung in Richtung Berg führt.

Nach etwa 50 Metern biegen die Wanderer auf einen schmalen Pfad, der nach links in einen Kiefernwald führt. Als Orientierungspunkt für die Abzweigung dient ein Steinmännchen am Wegesrand. Der schmale Pfad ist zwar nicht markiert, aber dank zahlreicher ausgetretenen Stellen und steinerner Wegzeichen gut zu erkennen. Nach wenigen Minuten ist eine breite Forststraße erreicht, die zur Rechten weiter durch den Wald führt.

Wanderung um den Vulkan Chinyero
Wanderung um den Vulkan Chinyero: Es gibt
übrigens verschiedene Möglichkeiten aus
3 Richtungen den Rundweg zu finden.
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An der nächsten Weggabelung, die etwa nach zehn Minuten erreicht ist, folgen die Wanderer der breiten Piste, orientieren können sie sich am Krater, der sich in Sichtweite befindet. An der nächsten Gabelung, die von einem weißen Grenzstein markiert wird, biegen die Wanderer nach links in Richtung Wald ab.

Hinter einer massiven Schranke werden sie von einer größeren Freifläche, in deren Zentrum sich ein Kiefer befindet. Nun trennen sie nur noch wenige Hundert Meter vom mächtigen Chinyero-Krater. Sie marschieren über die kleinen, schwarzen Lavasteine zur Rechten den Krater und erreichen nach etwa 25 Minuten eine weitere Schranke.

Dahinter führt ein breiter Fahrweg nach links, dem die Wanderer etwa zehn Minuten lang folgen. An der nächsten Wegkreuzung, die leicht an der im Zentrum wachsenden Kiefer zu erkennen ist, wo die Wanderer dem bergauf führenden Fahrweg folgen und erneut den Krater erreichen. Die nächste Wegmarke stellt eine Steingruppe, die um eine Kiefer aufgestellt wurden, dar. Sobald die Wanderer diese erreicht haben, marschieren sie geradeaus und erreichen nach etwa fünf Minuten die Freifläche nahe des Ausgangspunktes.

Das Highlight: die Lava

Die spektakulärsten Eindrücke erwarten die Wanderer rund um den Krater des Vulkans mit beeindruckenden Lavaformationen. Diese sind teilweise mit Flechten übersät, welche dazu beitragen, dass aus dem harten Vulkangestein eines Tages Mutterboden entsteht.

Wanderung um den Vulkan Chinyero
Waldparkplatz Area Recreativs Arena Negras
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Ganz in der N?he befindet sich ein Waldparkplatz (Area Recreativs Arena Negras) mit der Möglichkeit frei zu Campen. Grillstellen, Spielplatz, Wasser stehen zur Verf?gung. Der Weg dorthin ist zwar ein etwas holpriger Waldweg, aber zum Campen ideal. Nachteil: zum Rundweg um den Chinyero ist es ein ganzes St?ck zu wandern.

Wanderung um den Vulkan Chinyero
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Wanderung um den Vulkan Chinyero
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Küstenwanderung zum Punto de Teno

Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno: der Leuchturm ist schon in Sichtweite
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Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno:
an den Windr?dern muss man vorbei wandern.
Ist aber noch ein St?ck bis dahin.
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Diese leichte Wanderung führt den Besucher auf einer Strecke von rund sechs Kilometern zum Leuchtturm an der nordwestlichen Spitze von Teneriffa. Startpunkt ist die Ruine der Kapelle Ermita de San Francisco, die über die TF 42 und die TF 445 von Buenavista del Norte erreichbar ist. Nach Regenfällen sollten Autofahrer vorsichtig sein, da Steinschläge möglich sind. Nachdem die Wanderer zwei Tunnel passiert haben, erreichen sie etwa bei Kilometer 7 linkerhand das Schild Punta de Teno. Die Ruine befindet sich neben dem Schild auf einer leicht erhöhten Position.

Der Routenverlauf

Auf der anderen Straßenseite zweigt gegenüber der Kapelle eine zunächst asphaltierte Straße ab. Diese führt nach etwa zwei Minuten Fußmarsch zu einer Weggabelung, wo der Wanderer den rechten Weg nimmt. Der Weg führt an einem Gewächshaus zur Linken vorüber und anschließend in eine kleine Schlucht, die durchquert wird.

Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno: wer nicht die
zeitweise gesperrte Strasse (wg. Steinschlaggefahr) fahren will muss wandern.
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Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno
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Nun passiert der Wanderer auf dem Marsch zum Meer sechs Windkrafträder. Das erste ist nach etwa 20 Minuten erreicht. Am Fuße des ersten Windrades führt ein gut sichtbarer Weg, der parallel zur Küste verläuft und zum Leuchtturm führt. Die Zufahrtsstraße zum Turm ist nach etwa einer Stunde erreicht. Der Wanderer biegt an dieser Stelle rechts ab und folgt der Zufahrtsstraße. Nach wenigen Metern ist die Basis der Punta de Teno mit dem Leuchtturm erreicht. Südlich des Leuchtturms befindet sich eine kleine Bucht, die zum Baden einlädt. An der nördlichen Flanke der Landzunge empfiehlt sich das Baden hingegen nicht, da das Wasser hier sehr unruhig ist.

Sehenswert ist außerdem die Steilküste Acantilado de los Gigantes, die sich südlich des Leuchtturms erstreckt. Diese erreicht teilweise eine Höhe von mehreren hundert Metern und stand Pate für die Namensgebung des Touristenzentrums Los Gigantes.

Für den Rückweg kann dieselbe Route oder die Straße gewählt werden, auf welcher der Ausgangspunkt nach etwa 30 Minuten erreicht ist. Unterwegs lädt das Restaurant El Burgade neben dem öffentlichen Schwimmbad von Buenavista zur Einkehr ein.

Das macht die Wanderung zum Erlebnis

Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno
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Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno
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Küstenwanderung zum Punto de Teno
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Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno
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Bei gutem Wetter können die Wanderer auf dieser teilweise von Steinmännchen gekennzeichneten Strecke die Fernsicht nach La Palma und La Gomera genießen. Darüber hinaus wartet das Meer mit einem besonderen Spektakel, den sogenannten Bufaderos, auf. Dabei handelt es sich sich um Fontänen aus Meerwasser, die teilweise meterhoch in den Himmel geschleudert werden. Diese entstehen, wenn Wellen in die unterirdischen Höhlen eindringen und die darin befindliche Luft verdrängen, die daraufhin explosionsartig entweicht.

Küstenwanderung zum Punto de Teno
Küstenwanderung zum Punto de Teno
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Rundtour um den Roque de Taborno

Wanderung um den Roque de Taborno
Wanderung um den Roque de Taborno
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Die etwa eineinhalb Stunden lange Wanderung um den Roque de Taborno handelt es sich eigentlich um eine leicht zu bewältigende Wanderung. Jedoch stellt sie den Wanderer an einigen Passagen, wo Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich sind, vor kleine Herausforderungen. Der Verlauf der Route ist teilweise grün markiert. Allerdings kann unterwegs ein Blick auf die Karte nicht schaden. Denn auch zur nahe gelegenen Afur-Landschaft führt ein Weg mit grüner Markierung. Der Ausgangspunkt in Taborno lässt sich von La Laguna aus per Mietwagen oder Bus - es gibt zwei bis drei Verbindungen täglich - bewältigen.

Der Verlauf der Route

Der Wanderer startet die Rundtour am Kirchplatz im Herzen des Ortes. Zunächst marschieren sie auf einem betonierten Weg rechts an der Kirche vorüber. Nach etwa zehn Minuten ist eine Gabelung erreicht, an welcher der rechte Weg eingeschlagen wird. Als Sichtmarke dient ein kleines Haus, das auf einem Felssporn errichtet wurde.

Wanderung um den Roque de Taborno
Wanderung um den Roque de Taborno
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Hier können die Wanderer die Tour unterbrechen und die Aussicht über das Afur-Tal genießen. Anschließend folgen sie dem Weg, der nach links hin etwas steiler abfällt, weshalb er hier mit einem grünen Geländer aus Metall gesichert wird. Allmählich geht er zementierte Weg in einen steinigen Pfad über. Nun passieren die Wanderer zur Linken einen Wasserkran samt Becken. Sie folgen dem Weg, der rechts an einem Ziegengehege vorüber führt und erreichen schließlich einen steinernen Unterstand.

Wanderung um den Roque de Taborno
Wanderung um den Roque de Taborno
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Von hier aus führt der Weg geradeaus durch eine Felspassage, die sich problemlos bewältigen lässt. Rechterhand steht eine steinerne Hütte, welche die Wanderer auf dem Rückweg erneut passieren, nachdem sie den Taborno im Uhrzeigersinn umrundet haben. Der Gipfel des Roque de Taborno liegt also stets rechts von den Wanderern. Nach einer niedrigen Höhle scheint der Pfad auf der südlichen Seite des Berges in den Felsen zu verschwinden. Hier halten sich die Wanderer rechts und folgen Trittspuren, welche zu einem schmalen Querpfad führen. Hier biegen die Wanderer zunächst links, und wenig später hart rechts ab. Nun ist der Felsbereich erreicht und der Wanderer sollte schwindelfrei sein, weil die Klippen äußerst steil abfallen. Lediglich auf einem wenige Meter langen Teilstück marschieren die Wanderer unangenehm nahe am Rand dieses Abgrunds, bevor sich der Pfad wieder verbreitert. Schließlich haben die Wanderer die Steinhütte in Sicht und können auf dem bekannten Weg zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Wanderung um den Roque de Taborno
Wanderung um den Roque de Taborno: es gibt noch einen Weg hinunter ins Tal zum kleinen Steinstrand.
Dieser Weg ist jedoch ziemlich schwierig und bei N?sse auch rutschig. Vor allem auch
beschwerlich, wenn man wieder Taborno zur?ck will. ©: www.europe-sightseeing.com

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Finger Gottes - am Fuße des Teide

Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
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Diese fünf Kilometer lange Tour führt den Wanderer rund um eine Gruppe von bizarr geformten Lavafelsen wie den berühmten "Finger Gottes" oder der "Kathedrale" zwischen dem Parador und den Roques de Garcia. Die Besucher erreichen den Ausgangspunkt entweder per Mietwagen oder mit dem Bus, der zwischen Puerto de la Cruz und dem Parador de Canadas del Teide verkehrt. Weil es in jede Richtung nur zwei Busverbindungen täglich gibt, sollten die Wanderer vorab die Abfahrtszeiten abklären.

Der Routenverlauf

Die Wanderung beginnt direkt an der Bushaltestelle am Rondell, das sich beim Parador befindet. Zunächst marschieren die Wanderer gen Westen, vorbei an der sogenannten Schneekapelle Ermita de las Nives. Anschließend überqueren sie die Durchgangsstraße TF-21 und marschieren zur Aussichtskanzel Mirador de la Ruela weiter.

Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
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Von hier aus führt der Sendero 3, ein breiter Pfad, in Richtung Nordwesten. Die Felsengruppe mit dem "Finger Gottes" haben die Wanderer linkerhand in Sicht. Bei der nächsten Abzweigung halten sich die Wanderer rechts und marschieren an einem Sperrgitter mit Ginsterbüschen vorüber. Nach dem Ende des Sperrgitters steigt der nun schmaler werdende Pfad etwas an und führt direkt zu den letzten Ausläufern der Roques.

Die Torre blanca - dabei handelt es sich um die Felsen im Nordwesten der Gruppe - umrunden die Wanderer auf plattenförmig angeordneten Steinen. Der anschließende Abstieg führt über einen Schotterpfad, der etwas Trittsicherheit erfordert. Orientieren kann sich der Wanderer an den Steinmännchen entlang des Weges.

Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
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Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
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Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
Wanderung um den Finger Gottes, nahe dem Vulkan Teide
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Nun steuern sie den Felsen La Catedral an, der sich zu einer imposanten Höhe von 2.137 Metern erhebt. Weil der Felsen von zahlreichen Rissen durchzogen ist, wirkt er teilweise wie aufgemauert. Zugleich haben die Wanderer den Felsen "Finger Gottes" zur Linken im Blick. Sie passieren die "Kathedrale" links und folgen dem Weg über einen relativ steilen Schotterhang. Der Mirador de la Ruleta, der den Schlusspunkt dieser Wanderung markiert, ist nach einem Aufstieg von etwa 100 Metern erreicht. Zurück marschieren die Wanderer den auf dem bekannten Weg.

Blick vom Teide auf den Rundwanderweg um den Finger Gottes.
Blick vom Teide auf den Rundwanderweg um den Finger Gottes.
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Mirador de Masca zur Finca

Kamm-Wanderung Mirador de Masca
Kamm-Wanderung Mirador de Masca
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Kamm-Wanderung Mirador de Masca
Kamm-Wanderung Mirador de Masca
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Diese mittelschwere Tour führt den Wanderer in etwa 2 Stunden vom Mirador de Masca aus zur einem verlassenen Bauernhof, der hoch über dem Atlantik errichtet wurde. Dieser Weg führt auf Pfaden über die Kammscheide zweier Schluchten und erfordert ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit. Die Wanderer sollten außerdem einen ausreichenden Wasservorrat mitnehmen, weil unterwegs kein schattiger Platz zur Rast zu finden ist. Eine Busverbindung zum Startpunkt der Wanderung besteht ab Puerto de la Cruz, wobei die Wanderer in Santiago del Teide umsteigen müssen. Nach Möglichkeit sollten die Wanderer außerdem ohne Hunde marschieren. Denn teilweise führt die Strecke über Weideland, wo diese unerwünscht sind. Markiert ist die Route mit Steinmännchen sowie mit grün-weißen Punkten.

Kamm-Wanderung Mirador de Masca
Kamm-Wanderung Mirador de Masca
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Der Routenverlauf

Startpunkt ist der Mirador de Masca, ein Aussichtspunkt an der TF-436, von dem aus die Wanderer den Ausblick auf Masca genießen können, welches als romantischstes Dorf Teneriffas gilt. Zunächst marschieren die Wanderer etwa 150 Meter auf der Straße bergab. Sie erreichen eine scharfe Rechtskurve, wo sich eine Zufahrtsstraße zu den Casas de Araza befindet. Wenige Meter davon entfernt führt ein Pfad in Richtung Mascara.

Hier stoßen die Wanderer nach etwa 50 auf eine Weggabelung und folgen dem Steinmännchen. Hier erreichen die Wanderer nach etwa zehn Minuten den eigentlichen Saumpfad, der sie in die Berge führt. In diesem Teil der Route können die Wanderer das Panorama und den Blick auf das Tal von Masca sowie über die links gelegene Barranco Seco, die für ihre reiche Pflanzenwelt berühmt ist. Sobald sie die Barranco Seco passiert haben, können die Wanderer sogar den Blick auf das Meer genießen.

Kamm-Wanderung Mirador de Masca
Kamm-Wanderung Mirador de Masca
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Nach etwa einer Stunde haben die Wanderer den Kamm in einer Höhe von 1010 Metern erreicht und können hier noch einen kleinen Umweg zum Roque de la Cabezada machen, der mit Steinmännchen markiert wird. Der Hauptweg auf dem Kamm führt jetzt abwärts in Richtung Süden. Vom Pfad aus können die Wanderer den Blick über die Flächen des Bauernhofes genießen, der bis vor wenigen Jahrzehnten bewirtschaftet wurde.

Schließlich ist vom Kamm aus die Hochhütte des Hofes erreicht. Zum 250 Meter tiefer gelegenen Hauptgebäude benötigen die Wanderer etwa eine weitere halbe Stunde. Wer früher zurückkehren möchte, kann sich diesen Weg aber sparen, weil sich der Platz mit der besten Aussicht direkt neben der Hochhütte befindet.

Kamm-Wanderung Mirador de Masca
Kamm-Wanderung Mirador de Masca: hier ein herrliocher Ausblick auf Los Gigantes
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Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz ist sowohl mit knapp 9 km² die sechstgrößte Stadt Teneriffas als auch das Touristenzentrum der Nordküste. Sie liegt west-südwestlich von der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife im „Valle de la Orotava“. Die ersten Sommerfrischler, die die Insel für sich entdeckten, waren die Engländer, um schon damals dem unangenehmen englischen Winterklima zu entfliehen. Sie sorgten dafür, dass oberhalb des, zu der Zeit noch kleinen, Dorfes prachtvolle Gartenanlagen und mondäne Hotels entstanden. Dieses Dorf hatte damals besondere Bedeutung durch den Hafen, der für den Umschlag der Produkte aus dem Orotava-Tal zuständig war.

Die Stadt entwickelte sich aufgrund den Bedingungen eines optimalen Klimas, die erhabenen Parks, lauschige Plätze und die Baukunst der Vergangenheit zu dem, was sie heute ist. Das zeigt sich besonders in der Altstadt, die sich zwischen der „Playa Martiánez“ und der „Plaza del Charco“ erstreckt. Wo sich wechselweise historische Bauten und prächtige Kolonialbauten präsentieren, dass es unabdinglich ist, dies auf Schusters Rappen anzusehen. Dabei bildet die „Plaza del Charco“ den Mittelpunkt der Stadt, an dessen westlicher Seite die Gebäude im 17. Jahrhundert entstanden, deren Fassaden immer wieder an die Epochen angepasst wurden. Wobei die Galerien in den Innenhöfen noch die ursprüngliche Gestaltung erkennen lassen.

Wie überall auf den Meeren wurden auch die Kanarischen Inseln immer wieder von Piraten heimgesucht, dass es nötig wurde, einen entsprechenden Schutz zu errichten. Aus diesem Grund entstand zu Anfang des 17. Jahrhunderts die Festungsanlage „Castillo San Felipe“ in der Mündung des Barranco Felipe, um der Landebucht Schutz zu bieten. Die Anlage bestand aus einem Pulvermagazin, das etwas landeinwärts lag und mit dem Haupttrakt über einen Tunnel verbunden war, einer Unterkunft für 35 Mann und vier Kanonen. Das Festungsbauwerk wurde allerdings 1826 durch eine große Flut stark beschädigt und erst vor etwa einem Jahrzehnt wieder restauriert, um heute für kulturelle Zwecke genutzt zu werden.

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San Juan de la Rambla

Der malerische Ort San Juan de la Rambla befindet sich zwischen den Orten Puerto de la Cruz und Icod de los Vinos an der nördlichen Küste der Insel. Das Dorf dehnt sich über eine Strecke von 20 km aus und wirkt beim einfachen Durchfahren nicht besonders interessant. Doch wer es wagt die Durchgangsstraße zu verlassen wird eines Besseren belehrt. Die kanarischen Häuser mit den Balkonen aus Holz, die kleinen Gassen, die durch bunte blühende Bougainvilleas geradezu erstrahlen, erwecken zusammen einen sehr romantischen Eindruck. Das langgezogene, direkt am Meer verlaufende, Dorf umfasst einige Buchten, wo sich die Fische nur so tummeln. Zur Freude der Fischer und Angler, die hier reichlich Beute machen können. Genügend Gründe, weshalb dieser beschauliche Ort so beliebt ist, denn hier scheint die Zeit noch rückwärtszugehen und die Ruhe, wie beim Angeln Erholung pur verheißt.

Beim Erkunden des Dorfes entlang der Küste trifft jeder einmal auf den „Charco Diabolo“, der Teufels Pfütze, einem natürlich entstandenen Swimmingpool, der von Lavagestein umgeben ist und wo bei ruhigem Seegang auch gebadet werden kann. Das sogenannte Zentrum von San Juan de la Rambla bildet die Pfarrkirche „San Juan de Batista“, deren Namensgeber Johannes der Täufer ist. Bereits 1530, als Martin Rodriguez die Gemeinde gründete, wurde auch die erste Wallfahrtskapelle „San Juan“ errichtet.

Durch Ausbau und Erweiterung 1558 entstand ein komplett neues Gebäude, das im Jahr 1720 durch einen Sturm fast völlig zerstört, aber wieder aufgebaut wurde. Das heutige Gotteshaus hat zwei Kirchenschiffe, die sich durch mehrere gestützte Halbbögen auf toskanischen Säulen unterteilen. Der Altarraum, mit Reben verzierten Säulen und einem barocken Altar ist der Blickfang der Pfarrkirche, was noch durch die beiden Skulpturen der „Jungfrau der Pinien“ und dem „Heiligen Antonius“ ergänzt wird. Zum Kirchenschatz gehört u. a. ein, auf der Insel selten vorkommender, goldener Kelch und ein wertvoll verarbeitetes und tragbares Silberkreuz.

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La Orotava

Orotava
Orotava
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Für historisch interessierte Besucher gehört ein Ausflug in die Stadt Orotava an der nördlichen Küste Teneriffas fast zum Pflichtprogramm. Denn nachdem die kastilischen Herrscher Teneriffa erobert hatten und mit der Besiedelung der Insel begannen, gehörte das fruchtbare Orotava-Tal zu den begehrtesten Landstrichen. Die, im 16. Jahrhundert gegründete, Stadt La Orotava hat heute ca. 40.000 Einwohner und es kommen täglich Touristen, die sich die historische Altstadt, die seit 1974 unter Denkmalschutz steht, gerne anschauen. Obwohl im gesamten Orotava-Tal Fincas für Urlauber zu mieten sind, ist hier alles noch weitab vom Massentourismus. Das Tal mit seinen hervorragenden Klimabedingungen und seiner landwirtschaftlichen Bedeutung für Teneriffa entstand vor ca. 170.000 Jahren durch einen Erdrutsch und ist damit historische gesehen noch sehr jung. Durch seine Agrarwirtschaft ist La Orotava noch immer bedeutender als Puerto de la Cruz, das ja in früherer Zeit den Hafen der Stadt stellte.

Orotava
Orotava
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Obwohl die Stadt Anfang des 18. Jahrhunderts ein schweres Erdbeben durchlebte, blieb die traditionelle Architektur der Kanaren mit ihren schattigen Höfen, ruhigen Plätzen und prachtvollen Herrenhäusern erhalten. So auch die "Iglesia San Augustín" auf der "Plaza la Constitución", die auf dem Fundament des Klosters "Nuestra Señora de Gracia" aus dem 17. Jahrhundert steht. Die Besonderheit dieser Kirche ist der dreischiffige Grundriss, aber sie ist dennoch wie eine Basilika angelegt. Die Decken sie im typischen Stil der Mudejar. Das dreifache Portal, seinen korinthischen, mit Palmenblättern verzierten, Kapitelle werden dem Barock zugeordnet.

Ebenso denkmalgeschützt ist die Kirche "La Concepción" mit ihrer eindrucksvollen barocken Fassade und dem inneren Kuppelgewölbe aus dem Jahr 1788. Die zwei 24 m hohen und mächtigen Glockentürme sind überall in der Stadt zu sehen. Das klassizistische Rathaus, das 1895 erbaut wurde, gehört auch zu den interessanten Objekten der Stadt. In unmittelbarer Nähe hinter dem Rathaus befinden sich die ca. 4000 m² des idyllischen botanischen Garten "La Hijuela del Botánico", der bereits 1788 entstand. Wer sich die Stadt anschaut, darf die "Calle San Francisco" und das „Haus der Balkone“ nicht verpassen. Das Haus mit der Nr. 3 wurde 1632 erbaut und beherbergt ein historisches Museum, das Haus Nr. 5 stammt aus dem Jahr 1670. Es ist das wichtigste Dokumentations- und Forschungszentrum für Kunsthandwerk in Spanien und Amerika.

Die Stadt wird zu einem wichtigen Zentrum

Nachdem mit dem Bau einer Wasserleitung auch die Infrastruktur eingerichtet wurde, baute man rund um Orotava Zuckerrohr bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts Zuckerrohr an, später wurde die Landwirtschaft auf Weinbau umgestellt, welcher Orotava großen Wohlstand brachte. Nachdem der Hafen für den Handel mit dem europäischen Festland ausgebaut war, errichtete man die Festung Castillo de San Felipe. Auch zahlreiche Kirchen, Klöster und Herrenhäuser, die teilweise bis heute erhalten blieben, wurden während des 17. Jahrhunderts errichtet.

Die Altstadt: Das Herz von Orotava

Die Unter- und Oberstadt stehen als Innenstadtensemble mit ihren schmalen Straßen und verwinkelten Gassen stehen seit 1974 unter Denkmalschutz. Die Besucher können in der Stadt also einen Blick in die reiche Vergangenheit der Stadt werfen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen folgende Bauten:

Orotava
Orotava
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Parks und Gärten

Beim La Hijuela del Botánico handelt es sich heute um eine Außenstelle des Botantischen Gartens in Puerto de la Cruz. Diese Grünanlage wurde auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern bereits 1788 angelegt.

Der Jardines del Marquesado de la Quinta Roja

Als der 8. Marqués de la Quinta Roja am 5. April 1880 verstarb, wurde ihm ein christliches Begräbnis verweigert, weil er Mitglied einer Freimaurerloge war. Die Familie ließ deshalb von Adolphe Coquet im Garten eines Stadthauses ein Mausoleum aus weißem Marmor errichten. Der Garten wurde in den 1880er Jahren zu einem Park umgestaltet, der als Historischer Park eingestuft ist.

Ein imposanter Kirchenbau

Bei der Kirche Nuestra Senora de la Concepción handelt es sich um die Hauptkirche von La Orotava. Die Kirche wurde im ausgehenden 18. Jahrhundert erbaut, nachdem eine ältere Kapelle 1705 von einem Vulkanausbruch zerstört worden war. Das markante Merkmal dieser dreischiffigen Hallenkirche ist die Kuppel, welche an die Kuppel der Florentiner Kathedrale angelehnt ist. Das Gotteshaus besitzt drei, mit reichen Schnitzereien versehene, Altäre sowie einen besonderen Schatz in der Sakristei: Die dort aufbewahrten historischen Bilder, sakralen Geräte und liturgischen Gewänder sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Besonderes Brauchtum in La Orotava

Bei Fronleichnam, welches in La Orotava eine Woche später gefeiert wird, als im Kalender offiziell festgelegt ist, handelt es sich um eines der prächtigsten christlichen Feste der Stadt. Seit 1847 findet eine mehr als 500 Meter lange Prozession statt, deren Rundweg mit einem Blumenteppich geschmückt wird. Die einzelnen Abschnitte werden von der Bevölkerung gestaltet, einzelne Abschnitte seit Generationen von einzelnen Familien. Besonders prächtig präsentiert sich bei der Prozession der Rathausplatz, auf dem ein mehr als 900 Quadratmeter großes Bild aus Sand gestaltet wird.

Orotava
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Orotava
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Granadilla de Abona

Im Süden der Insel, etwas im Landesinneren, in einer Höhe von 500 m liegt Granadilla de Abona. La Orotava nördlich, Arico östlich, San Miguel de Abona südwestlich und Vilaflor westlich sind die Nachbargemeinden. Es führen zwei Wege von der Inselhauptstadt zu diesem Ort, einmal über die Autobahn TF-1, die in den Süden führt. Oder, wer sich Zeit lässt, kann die alte Straße von Santa Cruz de Tenerife nach Adeje wählen, um in Ruhe einiges von der Insel zu sehen. In Granadilla de Abona angekommen kann sich sofort an dem erfreuen, was sich bietet. Denn inmitten von blühenden Büschen und Palmen befindet sich die malerische Altstadt, die durch viele kleine kanarische Häuser mit den typischen Holzbalkonen geprägt ist.

Die schmalen Gassen in der historischen Altstadt führen unweigerlich zum Dorfplatz mit dem hellen Kopfsteinpflaster, in dessen Mitte die Kirche „Ermita de San Antonio de Padua“ Platz und Dorf überragt. Diese Kirche, mit ihrem weißen Kalksteinturm und dem Hauptgebäude aus Naturstein, bildet einen einmaligen Kontrast. Die ursprüngliche Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde 100 Jahre später noch einmal aufgebaut, nachdem sie völlig niederbrannte. Im Inneren befindet sich neben bewunderungswerten Schnitzarbeiten, bemerkenswerte und gut erhaltene Altarbilder sowie ein kostbares Golddiadem und eine Taufschale aus Silber.

Ein kleiner romantischer Ort, der nicht nur über eine interessante Kirche, sondern außerdem über ein durchaus sehenswertes Kloster verfügt. Das Franziskanerkloster „San Luis Obispo“ wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Wie auch die Kirche wurde dieses Kloster bei einem großen Feuer 1745 völlig niedergebrannt und wieder komplett neu errichtet. Etwa ein Jahrhundert später wurde es zum Rathaus umfunktioniert. Als dann 1963 das Gebäude einstürzte und es ein paar Jahre später hier erneut brannte, wurde eine Komplettsanierung angeordnet. Heute ist das alte Kloster denkmalgeschützt und steht zur Besichtigung frei, was sich schon allein wegen der interessanten Decke im Mudejarstil lohnt.

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Candelaria

Die Gemeinde Candelaria mit rund 26.000 Einwohner befindet sich im Osten der Insel Teneriffa, etwa 20 km südwestlich von Santa Cruz de Tenerife, der Inselhauptstadt. Die Stadt Candelarias ist als geschichtlicher und religiöser Wallfahrtsort mit den anderen Kanaren-Inseln eng verbunden. Hier steht nicht nur die berühmteste Kirche der Inseln, sondern sie stellt ebenso etwas Einmaliges dar. Die Kirche „Basílica de Nuestra Señora de la Candelaria", die von dem aus Teneriffa stammenden Architekten, Jose Enrique Marrero Regalado, in den 1950er Jahren gebaut wurde, ist heute amtliches Kulturgut der Kanarischen Inseln und mit ihrem 45 m hohen Turm, der Mittelpunkt der Stadt. Die Wallfahrtskirche mit dem, nebenan liegenden, Kloster, hat für die Entwicklung der Stadt und für seine Berühmtheit eine Menge beigetragen.

Unter Obhut der Basilika steht die Schutzheilige "Virgen de la Candelaria“ (Jungfrau von Candelaria), die auch als „Schwarze Madonna“ (La Morenita) bekannt ist. Sie wird bereits seit etwa 1390 als „Madonna von Candelaria“ verehrt, die einst von einfachen Hirten am Strand gefunden wurde und sie in der „Grotte von San Blas“ aufbewahrten, die direkt hinter der Basilika am Meer liegt. Im Jahr 1526 errichteten die Spanier für die Madonna einen Altarraum, der jedoch durch eine Sturmflut 1826 teilweise zerstört und die Statue wieder vom Meer verschlungen wurde. Die heutige Madonnenfigur wurde nach einem älteren Modell 1830 kopiert. Ihr Aufbewahrungsort ist ein, mit goldenen Ornamenten verzierter Ädikula (kleines antikes Bauwerk bzw. Stilelement) auf dem Hauptaltar und den dahinterliegenden Wandmalereien im Inneren der Kirche. Sie gilt als die Schutzpatronin aller Kanarischen Inseln.

An der Meeresseite der Plaza de la Patrona de Canarias, schräg gegenüber der Kirche, erheben sich die 9 überlebensgroßen Bronzestatuen der bekanntesten Guanchen-Könige. Der Überlieferung nach hatte der mächtige Guanchen-Häuptling Tinerfe 9 Söhne, die sich nach seinem Tod im 15. Jahrhundert die Insel aufteilten und damit 9 Königsreiche bzw. Regierungsbereiche erschufen. Die Skulpturen, die als die „Menceyes“ bezeichnet werden, wurden von dem aus Teneriffa stammenden Bildhauer José Abad gefertigt.



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