Warschau
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Warschau

Warschaus Altstadt Quelle: pixelio.de Fotograf: Dachkammer
Mit ca. 1,7 Millionen Einwohnern ist Warschau die Hauptstadt und zugleich größte Stadt in Polen. Die Stadt liegt an der Weichsel in der Woidwodschaft Masowien.
Da Warschau und das heutige Polen in der Mitte Europas gelegen sind, spiegelt sich in ihrer wechselvollen Geschichte zugleich die Geschichte des Kontinents. So entstand am Platz des heutigen Warschau im Neunten Jahrhundert eine befestigte Ansiedlung. Diese Ansiedlung vergrößerte sich, wurde zerstört und wiederaufgebaut. Die letzte Zerstörung erfolgte durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg. An sie schloss sich in der Nachriekgszeit der Wiederaufbau an, in dem die Altstadt, Neustadt und Krakauer Vorstadt nach historischen Vorlagen wieder aufgebaut und im Jahr 1980 als Weltkulturerbe durch die UNESCO anerkannt wurden. Von dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 und der nachfolgenden Auflösung des Warschauer Pakts profitierte Warschau ebenso wie andere Gebiets Osteuropas. Es kam zu weitreichenden Umbauarbeiten, und es wurden Einkaufszentren, Bürohochhäuser und und Freizeitmöglichkeiten geschaffen.
Warschau ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, in dem sich die Achsen Paris/London -Berlin - Warschau - Moskau/Kiew/Minsk und Nordeuropa - Balkan schneiden. Seit der Auflösung des Warschauer Pakts hat die Stadt an Bedeutung als Wirtschafts- und Handelszentrum in Mittel- und Osteuropa gewonnen, was im Stadtbild an der Vielzahl neuer Bürohochhäuser und Hotels sowie an der Eröffnung der Warschauer Wertpapierbörse im Jahr 1991 erkennbar ist.
Ebenfalls ist Warschau bezüglich Wissenschaft, Bildung und Kultur ein wichtiges Zentrum Polens. Hier finden sich zehn Universitäten und Hochschulen, drei große Bibliotheken, zahlreiche Museen und Galerien zu den verschiedensten Themen sowie ein weltbekanntes Orchester.
Aufgrund des großen kulturellen Angebots und der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten (vor allem das Warschauer Königsschloss und die Altstadt von Warschau) ist die Stadt heute bei Touristen sehr beliebt. Hierzu tragen auch das vielgestaltige Nachtleben sowie die Einkaufsmöglichkeiten bei.
nach obenWarschauer Altstadt

Warschaus Altstadt Quelle: pixelio.de Fotograf: Dachkammer
Die Altstadt ist der älteste Teil Warschaus. Im 13. Jahrhundert kam es dort zu ersten nennenswerten Ansiedlungen und der Errichtung einer Burg. Ein großer Teil der Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, jedoch später so detailgetreu wieder aufgebaut und rekonstruiert, dass der Wiederaufbau verborgen bleibt. Entsprechend wurde die Warschauer Altstadt im Jahr 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Zentrum der Altstadt ist der Marktplatz, der von vier Häuserseiten umgeben ist und in dessen Mitte sich eine bronzene Skulptur der Flussjungfrau Syrenka befindet. Am Markplatz finden sich heute hauptsächlich Restaurants und Cafés, die polnische Spezialitäten anbieten.
Vom Marktplatz gehen zwei Straßen ab. Die nördliche ist die Ulica Nowomiejska, sie führt zur Barbakane, einer in die Stadtmauer integrierten und auf einer gotischen Brücke gelegenen Verteidigungsanlage um das Neustädter Tor. Damit markiert die Barbakane den Übergang zwischen der Warschauer Neu- und Altstadt. Bei der südlichen Straße Ulica Swietojanska handelt es sich um eine Prachtstraße, die zum Schlossplatz mit der Sigismundsäule vor dem Warschauer Schloss führt. An dieser Straße liegen die Johanneskathedrale, die Jesuitenkirche sowie das Haus „Zum Schiff“. Weitere wichtige Straßen in der Warschauer Altstadt sind die Ulica Szeroki Dunaj, Ulica Waski Dunaj, Ulica Piwna, Ulica Brzozowa und Ulica Rycerska. Hier befinden sich repräsentative Bürgerhäuser wie das „Haus zu den Tauben“, das „Haus mit der Christusstaue“ und das „Burbach-Patrizierhaus“ sowie die Martinskirche. Weitere sehenswerte Bürgerhäuser liegen am Kanonikerplatz im Osten der Altstadt, auf dem die Warschauer Erzglocke steht. Zur Weichsel führt die steile, aber malerische Ulica Kamienne Schodki.
Den schönsten Blick auf die Warschauer Altstadt hat man vom anderen Weichselufer, dem sogenannten Pragaer Ufer.
nach obenJohanneskathedrale
Die Johanneskathedrale (pol. Archikatedra sw. Jana Chrzciciela) südlich des Marktplatzes in der Warschauer Altstadt ist die älteste Kirche der Stadt und seit 1798 Domkirche des Erzbistums Warschau; geweiht ist sie dem heiligen Johannes dem Täufer.
Seit Ende des 13. Jahrhunderts stand an der beschrieben Stelle eine hölzerne Kirche, welche im Jahr 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde und als letzte Ruhestätte der Herzöge von Masowien diente. 1390 wurde die Holzkirche durch einen gotischen Steinbau ausgetauscht. 1406 wurde sie zur Kollegiatskirche. Mehrere Umbauten folgten, durch die dem Kubus einer gotischen Hallenkirche eine barocke Fassade gegeben wurde. Zu dieser Zeit befanden sich in der Kirche die Grabmäler und Gräber verschiedener Warschauer Bischöfe, Herzöge Masowiens und anderer wichtiger polnischer Persönlichkeiten. Auch fand dort neben Hochzeits- und Krönungszeremonien der Treueeid auf die polnische Verfassung im Jahr 1791 statt.
1798 wurde die Kathedrale Bischofssitz und 1818 Sitz des Erzbischofs von Warschau. Gegen Ende der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie radikal umgebaut und im Stil der Englischen Neugotik verändert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale zerstört. Bereits während des Warschauer Aufstands brannte sie vollkommen aus; die Fassade wurde von den abrückenden deutschen Soldaten 1944 gesprengt. Da kaum noch Reste der Kathedrale erhalten waren, wurde diese von 1947 bis 1954 im Stil der Masowischen Gotik neu aufgebaut.
Die heutige Kathedrale ist aus Backstein gebaut, wobei die einzelnen Felder der Fassade weiß verputzt sind. Als Verzierung dient ein Steinfries; den Eingang stellt ein schlichtes Bronzetor mit Relief dar. Zum Andenken an die Zerstörung der Kirche im Zweiten Weltkrieg wurde in die Fassade des Neubaus eine Goliath-Mine eingelassen. Das Innere der Kathedrale mit einem gotischen Sterngewölbe ist weiß verputzt mit kleineren Backsteinelementen. Im Jahr 1960 wurde die Johanneskathedrale zur Basilica minor erhoben.
nach obenWarschauer Königsschloss
Das Warschauer Königsschloss (pol. Zamek Królewski w Warszawie) ist am Schlossplatz in der Altstadt gelegen. Der Hügel, auf dem das Schloss steht, ist seit über 800 Jahren dauerhaft bewohnt. Im 13. und 14. Jahrhundert befand sich dort ein Holzgebäude der Herzöge von Masowien mit einem Wehrturm; im 15. Jahrhundert kamen zwei Gebäude im gotischen Stil hinzu. Die Schlossgärten inmitten des Schlosses und der Weichsel wurden um 1400 erbaut und im 16. Jahrhundert im Renaissancestil angelegt. Ein neues königliches Hauptgebäude im Renaissancestil wurde in den Jahren 1570/1571 gebaut, da Warschau zur permanenten Tagungsstätte des Sejm in der Lubliner Union gewählt worden war.
Zwischen 1598 und 1619 wurde ein neues fünfeckiges Schloss im Barockstil erbaut, dem später an der Gartenseite eine Loggia-Galerie und im Innenhof ein Turm hinzugefügt wurden. Im 18. Jahrhundert wurden weitreichende Änderungen an dem Schloss durchgeführt. So entstand zwischen 1737 und 1746 ein Rokokoflügel zur Weichselseite und zwischen 1765 und 1771 ein Südflügel. Weiterhin wurden eine Malerwerkstatt errichtet und die Innenräume neu konzipiert. In Folge der Teilung Polens verlor das Schloss 1795 seine Funktion als Sitz des Königs, des Sejms und des Senats. 1831 wurde es im Zuge der Niederschlagung des Novemberaufstands durch russische Truppen geplündert, wobei die wertvollsten Kunstschätze nach St. Petersburg gingen. Im Zweiten Weltkrieg kam es zur Zerstörung des Schlosses. Im Zuge der Niederschlagung des Warschauer Aufstands 1944 wurden die nach den Bombenangriffen von 1939 noch vorhandenen Bauwerksreste durch die deutschen Truppen gesprengt.
Erst 1971 fiel die Entscheidung über den Wiederaufbau des Warschauer Königsschlosses, der sich über 17 Jahre erstreckte. Vorlage für den Wiederaufbau waren die Veduten Canalettos, so dass es sich bei dem heutigen Schloss um einen historisierenden Neubau aus den 1970er bis 1980er Jahre handelt.
Heute befindet sich im Schloss eine Gemäldegalerie; Rundgänge führen durch die Audienz-, Ball- und Rittersäle sowie die königlichen Privatgemächer wie das Marmorzimmer, die klassizistische Kapelle und den Senatorensaal.
nach obenWarschauer Königsweg
Am Warschauer Königsschloss beginnt der Königsweg (pol. Trakt Kólewski), der über ca. 10 km entlang der Weichsel zur Stadtresidenz von König Jan Sobieski führt. Zusammen mit der senkrecht verlaufenden Sächsischen Achse bildet der Königsweg die Hauptachse der städtischen Entwicklung Warschaus. Er wurde bereits früh in der Stadtgeschichte angelegt und war eine der ersten gepflasterten Straßen Warschaus. Im Gegensatz zur Warschauer Altstadt dominieren hier weitläufige Gärten, Parkanlagen, Wohnhäuser und Paläste.
Der Königsweg setzt sich aus mehreren repräsentativen Straßenzügen zusammen; hierzu zählen von Nord nach Süd die Krakauer Vorstadt, die Neue Welt und die Ujazdowski-Alleen. Die Krakauer Vorstadt erstreckt sich vom Königsschloss bis zum Staszic Palast. Hier befinden sich die schönsten Kirchen und Paläste Warschaus, das alte Universitätsgelände und die Kunstakademie. Insbesondere ist die St.-Annen-Kirche zu nennen.
Auf die Krakauer Vorstadt folgt die Neue Welt (pol. Nowy Swiat), die am Staszic-Palast beginnt und sich bis zum Platz der Drei Kreuze führt. Hier liegen das Kossakowski Palais sowie die Palais Sanguszko, Branicki und Opalinski. Am Platz der Drei Kreuze befindet sich die Alexanderkirche. Bei der „Neuen Welt“ handelt es sich eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Warschaus. Vom Platz der Drei Kreuze bis zur Stadtresidenz von König Jan Sobieski erstrecken sich die Ujazdowski-Alleen. Hier finden sich die wichtigsten Parkanlagen Warschaus. Zu diesen zählt der Lazienkipark mit dem Palast auf dem Wasser (pol. Palac na Wodzie) und dem Chopin-Denkmal sowie Paläste. In der Nähe befindet sich auch der Ujazdowskipark mit dem Schloss Ujazdowski.
Heute handelt es sich bei dem Königsweg um eine der längsten Repräsentationsstraßen und Flaniermeilen der Welt. An ihr liegt eine Vielzahl von Regierungs- und Verwaltungsgebäuden in ehemaligen Adelspalästen sowie Einkaufszentren.
nach obenWeitere Kirchen Warschaus: Heiligkreuzkirche, St.-Annen-Kirche und Maria-Magdalena-Kirche
Neben der Johanneskathedrale findet sich in Warschau eine Vielzahl an Kirchen und Kapellen, die in unterschiedlichen Stilrichtungen gebaut und verschiedenen Konfessionen zuzurechnen sind. Zu nennen ist die Heiligkreuzkirche (pol. Kosciól sw. Krzyza) mit einer großen Christusstatue über dem Eingang. Sie ist eines der wichtigsten Gotteshäuser Warschaus und im Barockstil in Anlehnung an die Kirche St. Andrea della Valle in Rom gebaut; in ihr befindet sich die größte Orgel Warschaus. Berühmt ist sie wegen des Herzens des polnischen Nationalkomponisten Frédéric Chopin, das in einer Säule der Kirche aufbewahrt wird, während der Körper auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris begraben liegt. Auf dem Epitaph des Komponisten ist der Satz „Wo Dein Schatz, da ist auch Dein Herz“ aus dem Matthäus-Evangelium zu lesen.
Von großer Wichtigkeit für die Warschauer ist die St.-Annen-Kirche in der Nähe des Schlossplatzes als eine der ältesten Kirchen Warschaus. Der Bau wurde 1454 im gotischen Stil begonnen, dann folgten mehrfach Umgestaltungen. Ihr barock-klassizistisches Aussehen erhielt die Fassade 1788. Nach der Vernichtung im Zeiten Weltkrieg wurde die Kirche von 1946 bis 1962 im barocken Stil wiederaufgebaut; im Inneren finden sich u.a. ein prachtvoller Altar, vergoldeter Schmuck an Wänden und Stirnseiten, eine wunderschöne Orgel sowie ein üppig ausgemaltes Deckengewölbe. Aufgrund der guten Akustik der Orgel finden in der Kirche oft Konzerte statt.
Die einzige große russisch-orthodoxe Kirche von Warschau ist die Maria-Magdalena-Kirche (pol. Cerkiew sw. Marii Magdaleny). Sie wurde 1869 erbaut und ist Sitz des Metropoliten von Warschau. Bei der Kirche handelt es sich um einen großen Fünfkuppelbau mit charakteristischen Zwiebeltürmen. Der innere Raum ohne Sitzbänke ist mit Teppichen ausgelegt, während die Wände und der Altar überreich mit Blattgold und Ikonen verziert sind.
nach obenKultur- und Wissenschaftspalast
Der im Warschauer Volksmund als „Stalintorte“, „Stalinstachel“ oder „Stalins Rache“ bezeichnete Kultur- und Wissenschaftspalast (pol. Palac Kultury i Nauki) ist das einzige komplett erhaltene Baudenkmal Warschaus der Architektur des sozialistischen Realismus und somit ein Dokument der ersten Periode des Wiederaufbaus der polnischen Hauptstadt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Der Wolkenkratzer wurde von 1952 bis 1955 nach dem Vorbild der Moskauer Lomonossow-Universität im Zuckerbäckerstil auf Geheiß Stalins nach dem Entwurf eines sowjetisch-polnischen Architektenkollektivs gebaut. Bei seiner Entstehung war er – nach dem Eiffelturm in Paris - das zweithöchste Gebäude Europas, und noch heute ist er das höchste Gebäude Polens. Zur Jahrtausendwende wurde am Turm des Kultur- und Wissenschaftspalasts die zweitgrößte Uhr Europas mit vier Zifferblättern enthüllt. Eine gewaltige Steintribüne vor dem Haupteingang des Gebäudes erinnert bis heute an die pompösen Demonstrationen kommunistischer Politprominenz, die auf dem Defilierplatz (pol. plac Defilad) vor dem Kultur- und Wissenschaftspalast regelmäßig abgehalten wurden.
Heute beherbergt das Kultur- und Wissenschaftszentrum auf 42 Etagen drei Theater, mehrere Museen, ein Schwimmbad, verschiedene Sendeanlagen sowie einen Kongresssaal mit 3200 Plätzen und – dem sozialistischen Prunk entsprechend - Kassettendecken und Kronleuchter. Auf der 30. Etage und somit in 114 m Höhe bietet sich den Besuchern ein großartiger Panoramablick auf Warschau. Bis heute befinden sich um das Gebäude große Brachflächen, für deren Nutzung es zwar Ideen, aber keine konkreten Pläne gibt.
Dem Bau des Kultur- und Wissenschaftspalasts begegneten die Warschauer lange Zeit mit Widerwillen, über die Jahre jedoch entwickelte sich dieser zum Wahreichen der Stadt Warschau.
nach obenNachtleben
In Warschau gibt es eine Vielzahl interessanter Clubs und Diskotheken, die von Jazz bis Rock und Techno alles bieten und insbesondere an den Wochenenden gut besucht sind. Diese sind über das gesamte Stadtgebiet von Warschau verteilt
Unter den Bars und Clubs mit ausgewiesener Musikrichtung sind das Akwarium (Jazz), Centralny Dom Qultury (Drum 'n' Bass, Punk, Hip-Hop), Yesterday (Musik der 60/70 Jahre), ClubRock (Rock), Rabarbar (Jazz), Underground (House, Black Musik) und Desperados Club (mexikanische Musik) zu nennen. Angesagt sind insbesondere die Clubs Club Hotl, Opera Club Platinum, Piekarnia und Extravaganza, während sich die Studenten und jungen Leute bevorzugt in den Clubs Hybrydy, Lemon Club, Organza, Café Kulturalna Proxima und Park Klub Studencki SGH treffen. Neben den Clubs sind die Bars zu nennen, die bereits am Nachmittag öffnen. Gute Bars sind das Cocktail Bar 13, Paparazzi und Sense – sowie der Ice Club, der als Eisbar auf – 8 °C gekühlt ist. Für Gays sind insbesondere die Bar Galeria, die Bar Utopia und der Tomba Club interessant.
Freunden der klassischen Musik wird in der Nationaloper Teatr Wielki/Opera Narodowa Werke aus der ganzen Welt geboten, während Fans bekannter Musicals ins Teatr Muzyczny Roma gehen. Eintrittskarten sind im Vorfeld bei der ZASP zu kaufen, ansonsten an der Abendkasse.
Eine preisgünstige Alternative stellt der Besuch eines Kinos dar, von denen es in Warschau eine Vielzahl gibt. Zu erwähnen sind die Kinos Kultura als kammerales Kino mit Charakter, Kino.lab als unabhängiges Kino mit alternativer Kunstgalerie und Kino 5D Extreme, in dem 3D-Filme unter Bewegung der Sitze und weiterer Effekte wie Wind laufen. Zu erwähnen ist, dass die meisten Filme in Polen nicht synchronisiert sind, sondern in der Originalsprache mit polnischen Untertiteln gezeigt werden.
nach obenShopping
Wie in allen anderen Großstädten der Welt finden sich in Warschau genug Gelegenheiten, sich dem Shopping hinzugeben. Im Zentrum – insbesondere im Bereich der Straßen Nowy Swiat, Chmielna und Ulica Mokotowska – finden sich viele Modeboutiquen sowie Schuh-, Taschen- und Schmuckgeschäfte, aber auch Kunstgalerien, Möbelgeschäfte und Süßwarenhandlungen. Unter den Edelboutiquen sind Odziezowe Pole und Arkadius zu nennen, exquisite Kleidung von Ewa Ciepielewska sowie die Kleider junge Talente sind ebenfalls erhältlich. Ausgefallene Taschen bekommt man bei Pola la Studio, zeitlosen Schmuck und edle Geschenke bei Polens ältestem Juwelier W. Kruk.
Volkskunst mit künstlerischem Anspruch in Form von Möbeln, Schmuck, Malerei, Keramik und Glas findet man bei Cepelia. Erwähnenswert ist der Buch- und Plattenladen „Traffic Club“, der das Schmökern ermöglicht. Ausgezeichnete Süßigkeiten wie Schokokonfekt, selbstgemachte Pralinen, die Wedel-Torte aus einer Waffel und Schokomasse und „Ptasie mleczko“ („Vogelmilch“) sind im Café Wedel erhältlich. Wenn auch die Warschauer selbst gelegentlich in den genannten Geschäften kaufen, sind für Warschau eher große Einkaufzentren üblich, in denen verschiedene Geschäfte sowie Gastronomiebetriebe zusammengefasst sind.
Unter den vielen Einkaufszentren sind das Arkadia und das Zlote Tarasy zu nennen. Beim Arkadia handelt es sich um das größte Einkaufszentrum in Osteuropa, während das Zlote Tarasy durch sein gewelltes Dach und das stufige Design in der Nähe des Warschauer Bahnhofs auffällt. Beide Einkaufszentren umfassen ca. 200 Geschäfte mit der zugehörigen Gastronomie, im Zlote Tarasy finden sich zusätzlich ein Kino und ein Fitnessstudio.
Eine kostengünstige Alternative beim Shoppen sind die Flohmärkte, die sonntags vormittags stattfinden. Der bekannteste Flohmarkt ist der Na Kole, auf dem u.a. Antiquitäten, Kunstwerke und Sammlerstücke zu finden sind. Daneben ist noch der Flohmarkt Olimpia mit einer Prise Folklore zu erwähnen.
nach obenUnterkünfte, Restaurants, öffentlicher Verkehr
In Warschau als einem der wichtigsten Verkehrs-, Wirtschafts- und Handelszentren Mittel- und Osteuropas finden sich Hotels aller Preis- und Qualitätsstufen sowie Stilrichtungen. Zu erwähnen sind das neue, aber trotzdem luxuriöse Hotel Rialto, das bei Künstlern beliebte Hotel Le Royal Méridien Bristol und das Businesshotel Polonia Palace. Aber auch Leute mit einem kleineren Geldbeutel finden einen kostengünstigen Schlafplatz. So gibt es eine Vielzahl an Jugendherbergen, zu den beliebtesten zählen das New World St. Hostel, das Oko Doki Hostel und das Hostel Krokodyl. Ebenso ist für Campingfreunde gesorgt. In der Stadt sind die verkehrsgünstig gelegenen Plätze WOK und Rapsodia zu empfehlen.
Aufgrund der internationalen Ausrichtung von Warschau findet sich ein breites Spektrum an Restaurants. So ist die asiatische, südamerikanische und europäische Küche vertreten. Ein Schwerpunkt sind Restaurants wie U Fukiera, Polska Tradycja, Pierogarnia, Folk Gospoda und Belvedere, in denen typisch polnische Gerichte serviert werden. Die jüdische Küche wird im Pod Samsonem zubereitet. Da die Warschauer die Gemütlichkeit lieben, finden sich neben den Restaurants verschiedene Cafés. Zu nennen sind hier das Cafe Bilke, Cafe Brama und Cafe Bristol. Tee wird serviert im Same Fusy, Czaji Bar & Herbaciarnia und dem Smacza Jama.
Die U-Bahn ist das effektivste öffentliche Verkehrsmittel in Warschau. Zurzeit gibt es eine Linie, die von nördlichem zum südlichen Stadtrand fährt und Stationen im Stadtzentrum hat. Weiterhin gibt es ein großes Bus- und Straßenbahnnetz, das jedoch zu den Stoßzeiten überlastet ist. Die Vororte von Warschau sind mit der Warschauer Vorortbahn sowie Vorort- und Überlandbussen angebunden. Fahrscheine sind bei den Busfahrern, Zeitungsläden, Verkaufsstellen und Automaten erhältlich; bei einem längeren Aufenthalt empfiehlt sich eine Mehrtageskarte. Die Fahrscheine sind zu entwerten – und es wird häufig kontrolliert.
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