Stockholm
Inhaltsverzeichnis
- Stockholm
- Vasa Museum
- Tivoli Gröna Lund
- Gamla Stan
- Tunnelbana
- Skansen
- Schloss Drottningholm
- Unter den Brücken Stockholms
- Über den Dächern Stockholms
- Schärengarten
- Junibacken
- Stadshuset
- Museen
- National Stads Park
- Globen
- Wikingerstadt Birka
- Nachtleben & Szenetreffs
- Shopping
- Unterkünfte, öffentlicher Nahverkehr, Essen & Trinken
Stockholm
Stockholm ist nicht nur die schwedische Hauptstadt, sondern mit mehr als 800.000 Einwohnern im eigentlichen Stadtgebiet die größte Stadt auf der skandinavischen Halbinsel. Stockholm wird deswegen von vielen als heimliche Hauptstadt Nordeuropas bezeichnet. Die Stadt gehört zu den schönsten Hauptstädten der Welt. Dazu trägt sicher bei, dass sich die Stadt am Ufer der Ostsee erstreckt und das eigentliche Stadtgebiet auf 14 großen Inseln liegt, die durch mehr als 50 Brücken untereinander verbunden sind. Zusätzlich gibt es zahlreiche größere und kleinere Waldflächen und Gewässer in der Stadt. Der Name Stockholm bedeutet im Schwedischen sinngemäß mit Bäumen bewachsene Insel. Insgesamt gibt es vor Stockholm weit mehr als 10.000 größere und kleinere Inseln, die sogenannten Schären. Wenn man noch den Reichtum an bedeutenden historischen und modernen Sehenswürdigkeiten und Bauwerken sowie ein vielfältiges Kulturleben dazurechnet, ist es kein Wunder, dass Stockholm zu den lebenswertesten Städten der Welt gehört. International belegt Stockholm Platz 24, in Europa Platz 10 und in Skandinavien den ersten Platz. Da ist es kein Wunder, dass die Ostseemetropole ein wahrer Besuchermagnet ist und nach Kopenhagen die von Touristen meist frequentierte Stadt Skandinaviens ist.

Stockholm Quelle: pixelio.de Fotograf: Norbert Leipold
Die Stadt kann auf eine lange und reiche Geschichte zurückblicken. Stockholm wurde wahrscheinlich um das Jahr 1250 gegründet. Bereits während der Zeit der Hanse im Mittelalter gelangte Stockholm zu Wohlstand und Berühmtheit. Nach der Unabhängigkeit vom Königreich Dänemark wurde Stockholm Sitz des schwedischen Königsgeschlechts der Wasa. Bis heute ist Stockholm Residenzstadt der schwedischen Könige geblieben. Die Residenz befindet sich heute etwas außerhalb der Stadt im Drottningholm Palast. Zugleich ist Stockholm ebenso Sitz des Ministerpräsidenten und des Parlaments.
Auch das kulturelle Leben der Stadt, ja des ganzen Landes ist äußerst bunt und mannigfaltig. So ist es beispielsweise kein Zufall, dass viele Musikgruppen von internationalem Ruf aus dieser relativ kleinen Hauptstadt bzw. Land kommen. Die bekannteste Band ist wohl Abba, aber auch Gruppen bzw. Sängerinnen wie Roxette oder Ace of Base und noch viele andere erlangten Weltruhm. Auf dem Gebiet der Literatur besitzt Stockholm ebenfalls Weltruhm. Besonders Kriminalromane, die in der Hauptstadt spielen, sind auch in Deutschland bei den Fans sehr populär. Wenn man noch die natürliche Geselligkeit und die Sangesfreude der Schweden hinzuzählt, wundert es nicht, dass das kulturelle Leben in Stockholm blüht und gedeiht. Die schönste Zeit, um Stockholm zu besuchen, ist für die meisten der Sommer. Das Mittsommerfest wird in ganz Schweden ausgiebig zelebriert und stellt wahrscheinlich das schönste Fest des Jahres dar. Aber auch der nordische Winter hat seine Reize und begeisterten Anhänger.
In Stockholm gibt es viele sehenswerte und interessante Dinge zu besichtigen. Die folgenden Vorschläge stellen nur eine kleine Auswahl dar.
nach obenVasa Museum
Das Vasa Museum ist nicht nur das bekannteste Museum Stockholms und gleichzeitig das meistbesuchte Museum Skandinaviens, sondern gehört durch seinen unverwechselbaren architektonischen Stil zu den Wahrzeichen der Stadt. Das Vasa Museum liegt auf der Halbinsel Djurgården. Auf deutsch heißt das Tiergarten. Djurgården ist ein Stadtteil Stockholms und liegt im östlichen Stadtgebiet. Neben dem Vasa Museum liegen auf Djurgården noch andere Sehenswürdigkeiten.

Vasa Museum Stockholm
Quelle: pixelio.de Fotograf: Jan H?bert
Beim Vasa Museum handelt es sich um ein maritimes Museum. Das Hauptexponat ist das vollständig erhaltene und aufwendig konservierte Kriegsschiff Vasa, das im Jahre 1623 auf seiner Jungfernfahrt bei Stockholm sank. Auf Schautafeln und mittels moderner Multimedia-Technik wird zudem die Geschichte dieses Schiffes, das einst zum Flaggschiff der schwedischen Kriegsflotte bestimmt war, erzählt und für den Besucher anschaulich dargestellt.
Das Museum wurde offiziell am 15. Juni 1990 eröffnet. Zuvor wurde die Vasa von 1961 bis 1988 in der Vasa Werft untergebracht und mit Polyethylenglykol behandelt, um den Zerfall des Holzschiffes zu verhindern und es auf Dauer zu konservieren. Nach Abschluss der Behandlung beschloss die schwedische Regierung, ein eigenes Gebäude, das jetzige Vasa Museum, als Ergebnis eines Architekturwettbewerbs errichten zu lassen, um die Vasa möglichst wirkungsvoll und repräsentativ einem breiten Publikum zu präsentieren. Dass dieses Konzept bei den Touristen und den Einheimischen gleichermaßen ankommt, zeigt die Zahl von insgesamt weit über 25 Millionen Besuchern des Museums. Alleine im Rekordjahr 2009 konnten mehr als 1.150.000 Besucher verzeichnet werden.
Die Vasa ist zwar das Hauptexponat, aber bei Weitem nicht das einzige Ausstellungsstück. Neben zahlreichen archäologischen Fundstücken aus der Zeit des Baus der Vasa sind in den Außenanlagen des Museums noch weitere 4 Schiffe als schwimmende Ausstellungsstücke zu sehen. Dazu zählen der ehemalige Eisbrecher Sankt Erik aus dem Jahre 1915, das Feuerschiff Finngrundet von 1903, das Torpedo-Boot Spica von 1966 und das Seenotrettungsboot Bernhard Ingelsson von 1944. Auch zur maritimen Geschichte Schwedens gibt es zahlreiche Exponate. Für jeden historisch oder an der Seefahrt interessierten Besucher ist das Vasa Museum eine Sehenswürdigkeit, die man unbedingt besuchen sollte.
nach obenTivoli Gröna Lund
Dieser bekannteste und größte Vergnügungspark Schwedens liegt ebenfalls auf der Halbinsel Djurgården, unweit des Vasa Museums. Der Park wurde bereits 1883 eröffnet und bietet zahlreiche Attraktionen für Jung und Alt. Die saisonalen Öffnungszeiten fallen in die warme Jahreszeit und liegen von Ende April bis etwa Mitte September. Die genauen täglichen Öffnungszeiten und aktuellen Veranstaltungen erfährt man am besten im Internet. Die Betreiber des Parks empfehlen, Eintrittskarten für den Gröna Lund Park ebenfalls online zu kaufen. Wenn man sich die Karten ausdruckt und am Eingang vorzeigt, erspart man sich das lange Anstehen an der Kasse. Informationen und Karten gibt es auf der Homepage des Vergnügungsparks: www.grönalund.com. Die Seite ist mehrsprachig, darunter auch in Deutsch.
Der Vergnügungspark umfasst zahlreiche Attraktionen, die sich nicht nur für Kinder eignen, sondern auch Spaß und Unterhaltung für Erwachsene bieten. Dazu gehören beispielsweise der Turm Fritt Fall, der mit einer Höhe von 80 Metern den höchsten freien Fall in Europa anbietet. Bemerkenswert sind auch eine große Achterbahn und das Katapult sowie ein Geisterhaus, das "Lustige Haus", der "schwindelerregende Tintenfisch" und viele weitere Attraktionen. Dieses bunte Angebot wird ergänzt durch eine Vielzahl von Restaurants, vom klassischen Café über Restaurants ähnlich einem Biergarten bis hin zu Fast Food Restaurants. Zudem ist der Gröna Lund Park mit etlichen Bühnen ausgestattet, auf denen namhafte Künstler Vorstellungen geben. Über das aktuelle Programm informiert man sich am besten vor Ort oder im Internet.
Mit der Stockholmkarte erhält man übrigens freien Eintritt zum Vergnügungspark. Sie kostet umgerechnet etwa 43 Euro und bietet neben dem freien Eintritt zum Gröna Lund Park zahlreiche weitere freie Fahrten bzw. Einlass in andere bedeutende Sehenswürdigkeiten. Die Stockholmkarte erhält man entweder online oder im Touristencenter in Stockholm bzw. in mehr als 130 ausgewählten Verkaufsstellen in der ganzen Stadt. Gerade wenn man einen etwas längeren Aufenthalt in Stockholm plant, lohnt es sich, über den Kauf einer solchen Karte nachzudenken, da man damit erheblich mehr sparen kann als die Karte kostet.
nach obenGamla Stan

Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms.
Mitten in Gamla Stan liegt der sch?ne Platz Stortorget.
Quelle: pixelio.de Fotograf: Hermann
Die Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms. Sie liegt auf einer Insel mitten im Stadtzentrum und gehört zu den größten und besterhaltenen Altstädten Europas, da Dank Schwedens Neutralität Stockholm in beiden Weltkriegen nicht zerstört oder besetzt wurde. Die Gamla Stan mit den malerischen Häusern und steilen Gassen, die zum Wasser hinunterführen ist an sich schon sehenswert. Die vielen alten Gebäude und verwinkelten Gassen stellen ein riesiges Freiluftmuseum dar, das sowohl an warmen Sommertagen als auch schneebedeckt im Winter zu näheren Erkundungen einlädt. Es braucht hier wohl nicht extra erwähnt zu werden, dass es in der Gamla Stan zudem zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, kleine verschwiegene Bars, Restaurants und Cafés gibt, von denen viele ein echter Geheimtipp sind und von Touristen noch wenig frequentiert werden. Alleine deswegen wäre die Gamla Stan schon eine Sehenswürdigkeit, um die viele Städte Stockholm beneiden würden. Zusätzlich gibt es in diesem romantischen, wie aus einer Erzählung von Hans Christian Andersen entsprungenen Stadtteil Sehenswürdigkeiten, die wahre Magneten für Besucher aus aller Welt sind.

Altstadt Stockholms mit Blick aufs Schloss
Quelle: pixelio.de Fotograf: pcwinne
Die bedeutendste dieser Sehenswürdigkeiten ist das königliche Schloss, auf Schwedisch Kungliga slottet, dass mitten in der Altstadt liegt. Wenn das Schloss auch heute nicht mehr zu Wohnzwecken benutzt wird, dient es der schwedischen Königsfamilie heute noch zu repräsentativen oder zeremoniellen Zwecken. Das Schloss umfasst mehr als 600 Zimmer und steht größtenteils dem Publikum zur Besichtigung offen. Wenn man das Schloss besucht, sollte man auf keinen Fall die Ablösung der Palastwache versäumen. Diese eindrucksvolle und farbenfrohe Zeremonie findet täglich um 12:15 Uhr statt, sonntags um 13:15 Uhr. Das Gemäuer des Schlosses beherbergt außerdem das Schlossmuseum, die Rüstkammer, das Antikenmuseum König Gustav III. und die Schatzkammer, die alle zur Besichtigung freigegeben sind.

Altstadt Stockholms
Quelle: pixelio.de
Fotograf: Christine Andersson
Andere bekannte Sehenswürdigkeiten in der Gamla Stan sind die Tyska kyrkan, die deutsche Kirche, deren Kirchturm mit fast 100 Metern Höhe der höchste Punkt der Altstadt ist, das Riddarhuset (Ritterhaus), einst Versammlungsort des schwedischen Adels, dass heute als Veranstaltungsort für Feste oder Konzerte dient, die Storkyrkan (Nikolaikirche), die älteste Kirche Stockholms und bis 1907 Krönungskirche der schwedischen Könige und noch zahlreiche andere bedeutende Bauwerke wie beispielsweise das Bondesche, Tessinsche und Oxenstiernasche Palais.
Tunnelbana
Selbst die Stockholmer U-Bahn, die Tunnelbana, stellt eine der Sehenswürdigkeiten der schwedischen Hauptstadt dar. Das Stockholmer U-Bahn-System, übrigens das einzige U-Bahn-Netzwerk in Schweden, umfasst insgesamt 7 Linien mit 100 Stationen, von denen die Mehrzahl, nämlich 53, oberirdisch angelegt sind. Die Linien sind beginnend bei 10 bis 19 nummeriert. Die einzelnen Linien werden zudem durch eine farbliche Kennzeichnung unterschieden und zusammengeführt. Es gibt die roten, grünen und blauen Linien. Wenn verschiedene Linien zumindest auf Teilstrecken ein gemeinsames Gleis benutzen, erhalten sie dieselbe Farbcodierung als Zuordnung. Insgesamt ist das Streckennetz etwas mehr als 100 Kilometer lang. Die Stockholmer U-Bahn gilt als sehr sicher und zuverlässig.

Die U-Bahn (tunnelbanan) - ist mit vielen und
sehr unterschiedlichen Kunstwerken ausgeschm?ckt
Quelle: pixelio.de Fotograf: Silvia Koerner
Das brachte ihr aber nicht den Ruf als Sehenswürdigkeit der etwas anderer Art ein, sondern die zahlreichen Kunstwerke, die in vielen U-Bahn-Stationen zu bewundern sind. Bei vielen Eingeweihten gilt die Stockholmer Tunnelbanen als "längste Kunstgalerie der Welt". Dieser Ruf ist darauf begründet, dass die Stockholmer Stadtverwaltung seit der Mitte der fünfziger Jahre zahlreiche Kunstwerke zur Verzierung der Stationen in Auftrag gegeben hatte. Besonders bemerkenswert in dieser Beziehung sind die U-Bahn-Stationen Kungsträdgården, Central Station und Rissne.
Die U-Bahn-Station Kungsträdgården wurde am 30. Oktober 1977 eingeweiht. Es ist die Endstation der blauen Linien. Der Bahnhof ist mit wundervollen Reliefs und Statuen dekoriert. Besonders bemerkenswert sind Relikte aus alten Gebäuden, die beim Bau des U-Bahnhofs abgerissen wurden. Diese Überreste wurden in einem künstlerisch anspruchsvollen Display nahe dem Eingang aufgestellt und bilden einen echten Blickfang für Einheimische und Besucher. Eine andere, für ihre Kunstwerke berühmte U-Bahn-Station ist die Central Station. Sie wurde bereits am 24. November 1957 eröffnet und ist der einzige U-Bahnhof Stockholms, wo sich alle 3 farbcodierten Linien treffen. An einem normalen Tag wird die U-Bahn-Station von mehr als 200.000 Reisenden benutzt. Besonders die Bahnsteige der blauen Linie sind künstlerisch sehr ansprechend mit Wandmalereien verziert. Eine andere Stockholmer Metrostation mit anspruchsvollen Kunstwerken ist die Station Rissne. Sie wurde am 19. August 1985 eröffnet und wird von der T-10 Linie bedient. Das wichtigste Kunstwerk dieser U-Bahn-Station ist eine Freske, die auf beiden Seiten des Bahnsteigs die Geschichte der menschlichen Zivilisation darstellt.
nach obenSkansen
Beim Stockholmer Skansen handelt es sich um eine touristische Attraktion, die gerne während der warmen Jahreszeit besucht wird. Es handelt sich dabei um die Kombination eines Freilichtmuseums und eines Zoos. Der Besuchermagnet wurde bereits im Jahre 1891 eröffnet und befindet sich auf der Halbinsel Djurgården im Osten Stockholms. Der Freizeitpark erfreut sich großer Popularität bei Besuchern aller Altersklassen und wird jährlich von insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen besucht.

Tulpen im Stockholmer Skansen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Linda Ruffmann
Ursprünglich war der Skansen ein Teil des nordischen Museums, wurde aber 1963 davon unabhängig. Das Gebiet des Freiluftmuseums erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 30 Hektar. Auf diesem großen Gebiet können die Besucher die exakte Nachbildung einer Stadt des ausgehenden 19. Jahrhunderts bewundern. Dort demonstrieren Menschen in traditioneller Kleidung solche Handwerke wie Gerberei, Schuhmacherei, das Silberschmieden, Glasbläser- und Bäckerhandwerk. Auf dem Gelände befinden sich insgesamt 150 historische Bauwerke aus ganz Schweden, die zerlegt und in Skansen wiederaufgebaut wurden. Nur 3 Gebäude sind nicht original, sondern exakte Nachbauten. Alle Gebäude können vom Publikum besichtigt werden und zeigen die ganze Breite des schwedischen Lebens in vergangenen Zeiten. Teil des Freilichtmuseums ist auch ein Zoo mit in Skandinavien heimischen Tierarten wie beispielsweise Braunbären, Elche, Luchse, Wölfe, Rentiere, Robben, Fischotter und andere. Wegen ihrer Beliebtheit bei den Besuchern sind auch andere, in Skandinavien nicht heimische Tiere ausgestellt. Seit dem Jahr 1897 fährt auf dem Gebiet des Skansen eine Kabelbahn, die auf einer Strecke von knapp 200 Metern einen Höhenunterschied von etwa 35 Metern überwindet.
In der ersten Hälfte des Monats Dezember ist der zentrale Platz im Skansen Ort eines beliebten Weihnachtsmarkts mit mehr als 25.000 Besuchern pro Wochenende. Im Sommer werden dort Volkstänze und Freiluftkonzerte abgehalten. Weil sich auf dem Gelände ebenfalls ein Kinderzirkus sowie zahlreiche Kinderspielplätze befinden, ist Skansen gerade bei Familien mit Kindern sehr beliebt.
nach obenSchloss Drottningholm
Dieses herrliche Schloss wurde im barocken Stil erbaut und dem berühmten Schloss in Versailles, Frankreich, nachempfunden. Es zeigt herrliche Parkanlagen und prachtvoll ausgestattete Räume aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Früher war es die Sommerresidenz der schwedischen Könige, heute ist es der offizielle Wohnsitz der Königsfamilie und des Hofstaats. Schloss Drottningholm steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Am besten und eindrucksvollsten gelangt man nach Schloss Drottningholm mittels eines Dampfers. Die Überfahrt über den schönen Mälaren See, sozusagen der Haussee Stockholms. Das Wasser ist übrigens von solch hervorragender Qualität, dass selbst mitten im Stadtgebiet regelmäßig Lachse gefangen werden. Die Überfahrt nach Drottningholm dauert etwas mehr als eine Dreiviertelstunde und ist in sich selbst schon ein Erlebnis und ein kleiner Ausflug. Wenn man Schloss Drottningholm besucht, sollte man nicht nur das Schloss selbst besichtigen, sondern auch nicht vergessen, den Chinesischen Pavillon auf dem weitläufigen Schlossgelände einen Besuch abzustatten. Dieser wunderschöne Pavillon wurde einst unter König Gustav III. erbaut und diente dem König und seinem Hofstaat als Aufenthalt an schönen Sommertagen. Das Bauwerk wurde einst als Geburtstagsgeschenk an König Gustav III. errichtet. Heute steht der Chinesische Pavillon ebenfalls auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Ein anderes lohnendes Ausflugsziel auf Drottningholm ist das alte und prächtig ausgestattete Hoftheater. Besonders bemerkenswert sind die liebevoll restaurierten Bühnenbilder aus der Zeit der Erbauung des Theaters, dem 18. Jahrhundert. Genau so einzigartig ist die mehr als 200 Jahre alte Bühnenmaschinerie, die sich dank liebevoller Pflege und aufwendiger Restauration immer noch in perfektem Arbeitszustand befindet. Das Drottningholm Hoftheater wird auch heute noch in der warmen Jahreszeit von Mai bis September zur Aufführung von Opern und Ballettstücken benutzt. Das Drottningholm Hoftheater steht ebenfalls auf der bekannten UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Dasselbe trifft auch auf den weitläufigen Schlosspark zu. Auch dieses prächtige Beispiel barocker Gartenkunst ist ein Bestandteil auf der berühmten UNESCO-Liste. Es dürfte nicht allzu häufig vorkommen, dass gleich 4 Bauwerke bzw. Anlagen der Liste praktisch an einer Stelle besichtigt werden können.
Für Sparfüchse dürfte besonders interessant sein, dass mit dem Erwerb einer Stockholm Karte sowohl die Überfahrt mit dem historischen Dampfer als auch der Eintritt zu Schloss Drottningholm, dem Chinesischen Pavillon, dem Hoftheater und dem Park kostenlos ist, da die Preise bereits zu den Serviceleistungen der Stockholm Karte gehören.
nach obenUnder the bridges of Stockholm

Under the bridges of Stockholm
Quelle: pixelio.de Fotograf: Karl-Heinz Liebisch
Stockholm, die Hauptstadt Schwedens, ist eine Stadt am und im Wasser. Nicht nur liegt die Stadt an der Ostsee, im direkten Stadtgebiet erstreckt sich auch der kristallklare Mälaren See. Dazu kommen noch Tausende größerer und kleinerer Inseln in der Ostsee im weiteren Stadtgebiet, dem sogenannten Schärengarten. Selbst die Einheimischen können nicht genau sagen, wie viele Inseln nun eigentlich dazu gehören, zumal einige von ihnen wirklich sehr klein sind. Bei so viel Wasser und Wasserwegen in und um Stockholm ist es nicht verwunderlich, dass eines der besten Wege, die Stadt gut kennen zu lernen, eine Stadtrundfahrt mit dem Boot ist.
Bei der Tour "Under the bridges of Stockholm" handelt es sich um einen Rundtrip mit einem speziellen Ausflugsboot. Die Tour ist für jeden zu empfehlen, der Stockholm von seiner schönsten Seite kennen lernen möchte. Zudem ist sie sehr bequem und entspannend, da die Sehenswürdigkeiten und Schönheiten Stockholms sozusagen von selbst an einem vorbeiziehen, während man sich zurücklehnt und sie ganz relaxt betrachtet. Die Rundtour führt unter insgesamt 15 Brücken entlang sowie durch 2 Schleusen, die den Mälar See mit der Ostsee verbinden.
Auf der Bootstour kann man vom Fenster aus die Innenstadt und die Stockholmer Altstadt Gamla Stan, die ebenfalls auf einer der 14 Inseln des Stadtgebiets liegt, betrachten. Die Fahrt führt auch an den Inseln Södermalm, Lilla und Stora Essingen vorbei sowie am neuen Stadtteil Hammarby Sjöstad und an der Halbinsel Djurgården, die mit ihren vielen Grünanlagen, Parks, Wäldchen und dem Vergnügungspark Gröna Lund ein beliebtes Naherholungsgebiet der Stockholmer und ihrer Gäste bildet. Diese Rundtour zeigt Stockholm von seiner schönsten Seite, dem Wasser, und wird bei allen Teilnehmern ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Dazu kommt noch, dass diese Tour weitgehend vom Wetter unabhängig ist und nicht nur bei Sonnenschein und im Sommer ein Erlebnis ist. Wenn man vom vielen Herumschlendern in Stockholms Straßen und Gassen pflastermüde Abwechslung und Erholungspause.
nach obenÜber den Dächern Stockholms
Stockholm lässt sich ganz hervorragend zu Fuß oder vom Wasser aus erkunden. Wer die Stadt von oben kennen lernen möchte, kann Fahrten in einem Ballon buchen und hoch über der schwedischen Metropole schweben. Für Touristen, die nach einer besonderen Tour suchen, die einen gewissen Nervenkitzel bietet und die schwindelfrei sind werden seit relativ kurzer Zeit sogar Wanderungen über Stockholms Dächer angeboten. Diese Tour vereint gewissermaßen eine Fußwanderung mit einer Erkundung aus der Luft. Dabei handelt es sich aber keineswegs um halsbrecherische Touren. Im Gegenteil, die Sicherheit aller Teilnehmer ist oberstes Gebot.
Die Teilnehmer klettern nur gut gesichert mit Gurten und Seilen und verwenden Kletterhelme. Die einzelnen Teilnehmergruppen sind nur klein, bis maximal 10 Teilnehmer und werden von erfahrenen Begleitern angeführt. Das hat neben der erhöhten Sicherheit den Vorteil, dass die Teilnehmer vom großen Wissen und den Ortskenntnissen des Tour-Führers profitieren können. Die Dachwanderung verbindet historisch vielfältige Informationen mit herrlichen Aussichten, die man auf andere Weise sonst wohl nie erleben könnte. Man kann sich dabei ein bisschen wie die legendäre Romanfigur "Karlsson auf dem Dach" von Astrid Lindgren fühlen. Jede Tour dauert etwa anderthalb Stunden und beginnt auf dem Dach des alten Parlamentsgebäudes auf der Insel Riddarsholmen, unmittelbar angrenzend an die Stockholmer Altstadt Gamla Stan. Alpinistische Fähigkeiten braucht man übrigens zur erfolgreichen Absolvierung der Dachwanderung nicht zu besitzen, schwindelfrei sollte man allerdings schon sein. Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, wird die Tour nur bei entsprechend gutem Wetter durchgeführt.
Diese Tour erfreut sich einer regen Nachfrage und ist besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr populär, sodass es empfehlenswert wäre, rechtzeitig zu buchen, zumal die Teilnehmerzahl begrenzt ist und die Durchführung der Dachwanderung stark vom aktuellen Wetter abhängig ist. Auf dieser Tour lernt man Stockholm von einer Seite kennen, die normalerweise nur wenige Menschen wie beispielsweise Dachdecker oder Schornsteinfeger aber keinesfalls die Standardtouristen, kennen. Die Dachwanderung wird für alle Teilnehmer sicherlich zum Höhepunkt ihres Stockholmbesuchs werden.
nach obenSchärengarten

Naturlandschaft Schärengarten
Quelle: pixelio.de Fotograf: lucky pixel
Der Schärengarten ist eine grandiose Naturlandschaft direkt vor der Haustür der glücklichen Stockholmer. Dabei handelt es sich um eine einzigartige Insellandschaft, die aus mehr als 24.000 Inseln besteht, von denen die meisten nicht bewohnt sind. Der Schärengarten erstreckt sich in Nord-Süd Richtung über eine Distanz von mehr als 100 Kilometern. Gerade im Sommer ist der Schärengarten geradezu ein Paradies für Touristen aus ganz Skandinavien, aber auch aus anderen Ländern. Gerade Segler, Kanuten und Naturfreunde können sich dort so richtig wohlfühlen.
Wer denkt, dass man zum Reisen im Schärengarten unbedingt ein eigenes Boot braucht oder wenigstens eins mieten muss, irrt sich gründlich. Bis zu den meisten Orten im Schärengarten braucht man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie S-Bahn oder Bus nicht mehr als eine Stunde einschließlich der anschließenden Weiterfahrt mit dem Boot. Wer den Urlaub im Schärengarten stilvoll und gemütlich angehen will, fährt am besten mit einem der vielen, weiß gestrichenen sogenannten Schärengartenboote dorthin. Diese Boote sind zum Teil schon 100 Jahre alt und schon für sich selbst eine Sehenswürdigkeit. Auf einem solchen Boot wird selbst die Anfahrt in den Schärengarten zum Erlebnis.

Naturlandschaft Schärengarten
Quelle: pixelio.de Fotograf: bartman simpson
Der Schärengarten ist so groß und vielfältig, dass jeder Besucher ein Plätzchen findet, dass ihr oder ihm besonders zusagt. So wie man im Schärengarten Inseln jeglicher Art und Größe findet, gibt es auch Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel. Die Spannbreite reicht dabei von eleganten Luxushotels über einfache Pensionen bis hin zu Jugendherbergen und Campingplätzen. Für Bewirtung ist ebenfalls reichlich gesorgt, von noblen Restaurants bis zu einfachen Landgasthäusern kann man die Auswahl ganz nach seinen Wünschen treffen.
Wer glaubt, dass man den Schärengarten nur im Sommer besuchen kann, irrt sich. Zwar ist der Sommer, und dann besonders das in ganz Schweden gefeierte Mittsommerfest, die Hauptsaison, viele der größeren touristischen Einrichtungen stehen aber Besuchern das ganze Jahr über offen. Der Schärengarten hat also auch im Winter seine Reize. Gerade viele der unbewohnten Inseln besitzen für Naturfreude eine große Anziehungskraft, da man dort Stille und Natur pur genießen kann, eine Gelegenheit, die man sonst wohl kaum bloß eine Autostunde entfernt von einer der Weltmetropolen finden kann.
nach obenJunibacken
Der Ort mit dem merkwürdigen Namen ist ein Kindermuseum im Stadtteil Djurgården, unweit vom Zentrum der schwedischen Hauptstadt. Das Museum wurde am 8. Juni 1996 offiziell von der schwedischen Königsfamilie eröffnet. Heute nimmt es auf der Liste der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Stockholms den 5. Platz ein. Das Museum ist ganz der schwedischen Kinderliteratur gewidmet, ganz besonders der weltberühmten Schriftstellerin Astrid Lindgren.
Das Museum ist nicht nur bei Kindern und Familien sehr beliebt, viele im Herzen jung gebliebene Besucher kommen gerne dorthin. Im Museum befindet sich die größte Buchhandlung für Kinderliteratur in Schweden. Das alleine macht aber das Museum nicht zum Besuchermagnet. Der Mittelpunkt der Ausstellung ist der Geschichtenzug, der seine Fahrgäste durch nachgebaute Szenen aus Astrid Lindgrens weltbekannten Romanen führt. Damit die Kleinen sich bei manchen Szenen nicht zu sehr aufregen, dürfen Kinder die Zugfahrt nur in Begleitung Erwachsener antreten. Die Fahrt des Zuges endet an Pippi Langstrumpfs berühmter "Villa Kunterbunt", wo die Kinder sich in Ruhe austoben und spielen können. Sie dürfen auch auf Pippis Pferd "Kleiner Onkel" reiten. Ein anderer Anziehungspunkt des lebendigen Museums ist der "Marktplatz der Geschichten". Diesen Ort erreicht man gleich nach Betreten des Museums. Dort können die großen und kleinen Fahrgäste bekannten Figuren aus schwedischen Kinderbüchern sozusagen hautnah begegnen. Dazu zählen solche bekannten Autoren wie Elsa Beskow oder Sven Nordqvist.
Zu den Attraktionen des Museums zählen auch eine Galerie mit Zeichnungen von der Hand der berühmten Illustratoren von Astrid Lindgrens Büchern. Wenn man nach der aufregenden Besichtigungstour Hunger verspürt, kann man sich in einem dem Museum angegliederten Restaurant an leckeren Speisen und Getränken stärken. In den Sommermonaten Juni bis August ist das Museum täglich geöffnet, in den übrigen Monaten des Jahres ist der Montag ein Ruhetag und das Museum bleibt geschlossen. Das Museum lässt sich vom Hauptbahnhof bequem per Bus oder auch zu Fuß erreichen.
nach obenStadshuset

Skulptur
Quelle: pixelio.de Fotograf: pcwinne
Das Stadshuset in Stockholm ist das Rathaus der schwedischen Hauptstadt. Es befindet sich am östlichen Ende der Insel Kungsholmen im Mälar See, die eine der 14 Stockholmer Stadtinseln bildet. Das Gebäude gilt als eines der wichtigsten Wahrzeichen Stockholms und ist ein bekanntes Touristenziel. Das Rathaus ist aber nicht nur eine touristische Sehenswürdigkeit, sondern zugleich Wirkungs- und Arbeitsstätte von etwa 200 Kommunalpolitikern, einschließlich des Oberbürgermeisters von Stockholm.
Baubeginn für das Rathaus war im Jahre 1911 und vollendet wurde es nach 12-jähriger Bauzeit im Jahre 1923. Der Architekt des im Jugendstil errichteten Bauwerks war Ragnar Östberg. Die dunklen Ziegel, die zu seiner Erbauung benutzt wurden, setzte man zuvor häufig bei der Errichtung von Klöstern, Kirchen und ähnlichen sakralen Bauwerken ein. Darum heißen sie "munktegel" – Mönchsziegel. Das Rathaus wurde in traditioneller Weise mit althergebrachten Methoden und Werkzeugen errichtet. Bei einer Meinungsumfrage wurde das Stadshuset von Stockholm von den Schweden zum schönsten Bauwerk des Landes gewählt. Der markanteste Teil des schönen Gebäudes ist der Rathausturm in der südöstlichen Ecke. Der Turm ist 106 Meter hoch und wird gekrönt von den "Drei Kronen", einem uralten nationalen Symbol für das Königreich Schweden.
Der Turm ist dem Publikum zugänglich und bietet einen herrlichen Rundblick über die Stockholmer Innenstadt und die Altstadt. Man kann ganz bequem per Aufzug hinaufgelangen oder die 365 Stufen bis zur Aussichtsplattform zu Fuß erklimmen. Andere bekannte Räumlichkeiten im Stadshuset sind der Blaue Saal, in dem alljährlich das Festbankett, das sich an die Verleihung des Nobel-Preises anschließt, veranstaltet wird. Zudem ist dieser Saal Veranstaltungsort der exklusivsten Bälle in Stockholm.
Einer Besichtigung wert ist auch er sogenannte "Goldene Saal", der seinen Namen nach den Glas- und Holdmosaiken erhalten hat, mit dem die Wände verziert sind. Wie beliebt das Stadshuset auch bei ausländischen Gästen ist, zeigt die gewaltige Zahl von 400.000 Besuchern, die jedes Jahr in dem Gebäude gezählt werden.
nach obenMuseen

Nationalmuseum Stockholm
Quelle: pixelio.de Fotograf: Hermann Eberhardt
Stockholm ist ein bedeutender kultureller Standort in Nordeuropa. Die Stadt beherbergt mehr als 100 verschiedene Museen mit den unterschiedlichsten Themenbereichen. Gerade, wenn das Wetter mal nicht so gut ist, was im feuchten Klima Stockholms durchaus nichts ungewöhnliches ist, kann man die trübe Zeit nutzen und einem der vielen, gut ausgestatteten und besucherfreundlich eingerichteten Museen einen Besuch abstatten. Für Inhaber der Stockholm Karte ist der Besuch vieler dieser Einrichtungen kostenlos, da der Eintrittspreis zu den Serviceleistungen der Karte gehört. Zu den bekannten Museen zählen beispielsweise:
Das staatliche historische Museum. Dabei handelt es sich um das nationale schwedische Museum für Archäologie und Frühgeschichte bis hin zum Mittelalter. Im Museum gibt es mehrere ständige Ausstellungen mit unzähligen Exponaten zu bestaunen. Dazu gehören als Besuchermagnet der sogenannte Goldraum, der als unterirdische Schatzkammer angelegt wurde und Gold- und Silberfunde aus der Frühzeit bis zum Mittelalter zeigt. Eine andere ständige Ausstellung beschäftigt sich mit der Zeit und dem Leben der Wikinger. Auch zum Thema mittelalterliche Kirchenkunst in Nordeuropa gibt es eine interessante Dauerausstellung.
Ein anderes interessantes Museum ist das schwedische Nationalmuseum. Dabei handelt es sich um das größte Kunstmuseum in Schweden mit vielen Werken Alter Meister und anderen Kunstwerken. Insgesamt beherbergt das Museum mehr als 15.000 Malereien und Skulpturen, mehr als 30.000 kunsthandwerkliche Gegenstände sowie eine umfangreiche Handschriftensammlung. Das Museum für Moderne Kunst wurde 1958 eingeweiht. Es liegt auf der Insel Skeppsholmen und beherbergt zeitgenössische Fotografien, Malereien und Skulpturen. Zu den bekanntesten Exponaten gehören Malereien von Picasso und Dali.
Das Seehistorische Museum ist ein Muss für alle, die an der Seefahrt und ihrer langen Geschichte interessiert sind. Das Seehistorische Museum liegt im Stockholmer Stadtteil Östermalm und wurde im Jahre 1930 eröffnet. Es gibt viele Exponate aus der Geschichte der schwedischen Marine zu sehen. Hauptausstellungsstück ist das Heck und die Rekonstruktion der königlichen Kajüte der Lustjacht König Gustav III. die Dauerausstellung wird durch ständig wechselnde befristete Ausstellungen ergänzt. Zum Museum gehört auch eine Bootshalle mit mehr als 100 dort ständig ausgestellten Booten. Diese Sammlung gehört zu den größten Bootssammlungen Europas.
nach obenNational Stads Park
Bei diesem außergewöhnlichen Park handelt es sich bei Weitem nicht nur um einen gewöhnlichen Stadtpark, sondern um den ersten Nationalpark in einer Großstadt. Zwar gibt es in der ganzen Welt schon viele Nationalparks, diese befinden sich aber meistens viele Kilometer von menschlichen Ansiedlungen entfernt. Das Konzept, einen Nationalpark inmitten einer Großstadt einzurichten, ist dagegen vollkommen neu. Nach langwierigen Diskussionen und sorgfältiger Planung entstand daraufhin 1994 mit Unterstützung des schwedischen Königshauses der erste Nationalstadtpark der Welt. Der "Ekoparken", wie der Nationalpark in Schweden heißt umfasst eine Fläche von mehr als 27 Quadratkilometern. Der Park umfasst alle auf seiner Fläche befindlichen Bauwerke, Infrastruktur sowie die Pflanzen- und Tierwelt. Auch bereits vorhandene Parks und Gewässer wurden in den Nationalstadtpark integriert. Er erstreckt sich über mehrere Inseln in und bei Stockholm.

Parkanlagen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Lothar Fr?nken
Der Park ist vor allem berühmt für seine einmalige Mischung aus Natur und Kultur. So besitzt der Park beispielsweise den größten Bestand an alten Eichen in Nordeuropa. Gleichzeitig kann man auf dem riesigen Parkgelände mehrere Schlösser und Museen besichtigen. Insgesamt gibt es auf dem Gelände des Parks 20 Museen. Stille, abgelegene Strände laden zum Baden ein.
Praktisch mitten in einer Weltmetropole kann man im Nationalstadtpark Rehe, Hasen, Füchse, ja sogar Elche beobachten. Diese Erlebnis ist einmalig in der Welt. Teile des Parks werden schon seit Jahrhunderten zu Erholungszwecken genutzt. Interessant ist auch, dass die Stockholmer Universität in der Mitte des Parkgeländes liegt. Wie beliebt der Park bei den Einheimischen und den Besuchern ist zeigt die riesige Zahl von 15 Millionen Besuchern, die jährlich den Park aufsuchen. Damit ist der Park die meistbesuchte Attraktion Schwedens. Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls bestens gesorgt. Im Nationalstadtpark gibt es etwa 50 Restaurants. Der Nationalstadtpark ist Heimat für mehr als 100 Vogelarten, 800 verschiedene Blütenpflanzen und mehr als 1.200 Käferarten.
nach obenGloben
Stockholm bietet nicht nur eine Fülle von historischen Bauwerken, sondern auch eine ganze Reihe von bemerkenswerten modernen Bauten. Zu den markantesten unter ihnen zählt zweifellos der Ericsson Globe, früher bekannt als die Stockholm Globe Arena im Stadtteil Johanneshov. Von den Stockholmern wird das Bauwerk kurz "Globen" genannt, auf Deutsch Globus. Dabei handelt es sich um das größte kugelförmige Gebäude der Welt. Der äußere Durchmesser des Gebäudes beträgt 110 Meter, während die Kuppel des Innenraums 85 Meter hoch ist.
Neben Eishockeyspielen ist der Globen auch für Konzerte und ähnliche Massenveranstaltungen ausgelegt. Für Eishockeyspiele beträgt die Kapazität knapp 14.000 Zuschauer, bei Konzerten fasst das Gebäude bis zu 16.000 Teilnehmer. Der Globen wurde in den Jahren 1986 bis 1989 erbaut. Zusätzlich zu sportlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel den Hockeyweltmeisterschaften, den Europameisterschaften in Volleyball und Handball und vielen Eishockeyspielen nutzen bedeutende Persönlichkeiten wie Papst Johannes Paul II., Nelson Mandela oder auch der Dalai Lama den Globen als Versammlungsort. Der Eurovision Song Contest, der MTV Europe Music Award oder auch das Swedish Idol Final, ein Talentwettbewerb, fanden neben anderen Veranstaltungen ähnlicher Natur ebenfalls im Globen statt.
Aber auch, wenn gerade keine Veranstaltung stattfindet, bildet der Globen eine interessante Attraktion für Besucher. Seit Februar 2010 kann man mit einer Art Kabelbahn auf Schienen zum Scheitelpunkt des Gebäudes fahren. Dieses technische System ist einmalig in der Welt und heißt Skyview. Es besteht aus zwei gläsernen Kugeln, die Platz für jeweils 16 Passagiere bieten. Von dort oben hat man aus 130 Metern Höhe einen praktisch ungehinderten Blick über ganz Stockholm und seine nähere Umgebung. Auf Wunsch können im "Skyview" selbst Trauungen vorgenommen werden. Neben der Arena gibt es im Globen noch Restaurants, Bars und ein Einkaufszentrum. Das Gebäude ist täglich von 9-16 Uhr geöffnet, ohne Ruhetag. Weniger bekannt dagegen ist, dass der Globen Bestandteil des weltgrößten maßstabsgerechten Modells des Sonnensystems darstellt. Darin repräsentiert der Globen die Sonne. Die Modelle der anderen Himmelskörper befinden sich in anderen Städten.
nach obenWikingerstadt Birka
Unweit von Stockholm befinden sich auf einer Insel im Mälaren See, der übrigens der drittgrößte See Schwedens ist, die Überreste der ehemaligen Wikingerstadt Birka und in unmittelbarer Nachbarschaft, auf einer anderen kleinen Insel der ehemalige Königssitz Hovgården. Beide Orte wurden von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Vom 8. bis zum 10. Jahrhundert war Birka ein bedeutender Handelsplatz. Damals war der Mälaren See noch eine Bucht der Ostsee und der Handelsplatz war einer der wichtigsten Umschlagsorte in ganz Skandinavien. Aus unbekannter Ursache wurde Birka im 10. Jahrhundert verlassen und verfiel.
Heute befindet sich auf dem höchsten Punkt der Insel, im inneren der ehemaligen Wikingersiedlung, das sogenannte Ansgar-Kreuz, das im Jahre 1930 zur Erinnerung an den Mönch Ansgar errichtet wurde, der 830 nach Birka kam, um die Einwohner zu christianisieren. Besonders in den Sommermonaten lohnt sich ein Besuch Birkas und Hovgårdens. Neben einem kleinen Museum, das aber nicht so viele Funde enthält, die aus Sicherheitsgründen in Stockholmer Museen aufbewahrt werden, kann man im Freiland Rekonstruktionen von Häusern und Booten aus der Wikingerzeit besichtigen. Auch für Naturfreunde lohnt sich der Ausflug, da die Insel Björkö, auf der sich Birka befindet, ein herrliches Fleckchen Erde ist. Führungen durch das Museum und die Außenanlagen werden in mehreren Sprachen angeboten.
Im Sommer demonstrieren zudem Archäologen in einer kleinen Bucht unweit des Museums den Haus- und Bootsbau der Wikinger sowie verschiedene andere alte handwerkliche Fertigkeiten. Man kann Björkö bequem mittels Boot erreichen. Die Anlegestelle befindet sich nahe des Stadshuset. Bis zum ehemaligen Königssitz Hovgården auf Adelsön kann man auch mit dem Auto fahren und dann von dort aus mit dem Boot nach Birka übersetzen. Wenn diese Ausgrabungsstätten auch nicht zu den spektakulären ihrer Art zählen, sind sie für den historisch interessierten Besucher durchaus interessant, zumal sie die Orte in ihrer natürlichen Umgebung und nicht als Teil eines toten Dioramas in einem Museum zeigen.
nach obenNachtleben & Szenetreffs in Stockholm
Stockholm ist eine sehr internationale Stadt. Entsprechend vielfältig ist auch das Nachtleben in dieser nordeuropäischen Metropole. Da im Sommer die Sonne kaum untergeht, wird diese hellste Zeit des Jahres von den Schweden ausgiebig gefeiert. Aber auch im Winter ist immer sehr viel los. Abgesehen von London, Berlin oder Paris gibt es in Europa wohl kaum eine Stadt mit solch einem pulsierenden Nachtleben wie Stockholm. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Stockholm sehr sicher ist. Im Vergleich zu Großstädten vergleichbarer Größe ist die Kriminalitätsrate nur gering. Natürlich sollte man sich in großen Menschenansammlungen wie auf Bahnhöfen oder bei Veranstaltungen vor Taschendieben in acht nehmen, genau wie überall bei ähnlichen Gelegenheiten. Sonst aber kann man sich in der Stadt auch nachts frei bewegen. Nur größere Gruppen von Betrunkenen sollte man meiden. Ansonsten sind die Schweden sehr liberal eingestellt, auch gegenüber Schwulen und Lesben. Mit Englischkenntnissen kommt man in Stockholm ausgezeichnet zurecht, da fast jeder Schwede Englisch versteht und spricht.

Nachts in Stockholm unterwegs
Quelle: pixelio.de Fotograf: flashcat
Was das Preisniveau der Bars, Klubs und Restaurants anbetrifft, sollte man sich auf einen Schock vorbereiten, denn sie sind teuer. Das ist aber nicht weiter verwunderlich, da Stockholm zum einen ja die Landeshauptstadt ist und zum anderen eine internationale Metropole von Weltrang mit vielen V.I.P. Gästen und hochrangigen Politikern aus aller Welt, die sich dort die Klinke in die Hand geben. An solchen Orten ist das Preisniveau immer höher als in der Provinz. Dazu kommt noch, dass Alkohol deutlich teurer ist als in vergleichbaren deutschen Einrichtungen. Bars, Klubs und Szenetreffs gibt es unzählige in der Stadt. Die meisten haben bis etwa 2 Uhr geöffnet, einige bis 5 Uhr morgens.
Hochprozentiger Alkohol wird normalerweise erst an Jugendliche ab 20 Jahre ausgeschenkt. Kreditkarten werden als Zahlungsmittel gerne akzeptiert. In Stockholm lassen sich für jeden Geschmack und jede Stilrichtung entsprechende Bars bzw. Klubs finden. Am meisten angesagt ist die Szene in den Stadtteilen Södermalm, Vasastan, hier besonders die Gegend um Odenplan und Rörstrandsgatan sowie das Stadtviertel Kungsholmen. In letzter Zeit sehr populär ist das sogenannte SoFo – South of Folkungagatan, besonders die Gegend um die Skånegatan. Die meisten großen Nachtclubs liegen jedoch in der Gegend um dem Stureplan und im Stadtzentrum. Auch Musikfans kommen in Stockholm voll auf ihre Kosten. Es gibt Konzerte und Liveauftritte vieler berühmter nationaler und internationaler Künstler sowie von Talenten, die noch im Kommen sind. Am besten fährt man, wenn man sich über aktuelle Ereignisse sowie angesagte trendige Klubs und Bars im Magazin "What's up?" informiert. Es erscheint in englischer Sprache und liegt kostenlos in allen größeren Hotels und Touristeninformationszentren aus. Wenn man vorhat, Veranstaltungen besonders populärer Künstler oder Weltstars zu besuchen, ist es am besten, wenn man sich Karten im Vorverkauf bestellt. In vielen Fällen kann man Karten online auch von Deutschland aus rechtzeitig vor Reiseantritt kaufen.
Sofern man der englischen Sprache mächtig ist, kann man in Stockholm auch einen Kinobesuch in aller Ruhe genießen. In Schweden werden nämlich alle Hollywoodfilme in der Originalfassung, lediglich mit schwedischen Untertiteln versehen, gezeigt. Nur einige wenige Kinderfilme sind ausschließlich in Schwedisch. Das ist aber durch besonderen Aufdruck auf den Filmplakaten erkennbar.
nach obenShopping in Stockholm
Stockholm ist für den Einkaufsfreudigen ein wahres Shoppingparadies. In der Stadt gibt es neben vielen Einkaufszentren unzählige kleine Läden und Boutiquen, in denen sich mit etwas Glück echte Schnäppchen finden lassen. Ein Muss für jeden Touristen ist die Drottninggatan, die zentrale Fußgängerzone Stockholms. Dort findet man zahllose Läden, Fast Food Outlets, Souvenirshops und Gebrauchtwarenläden. Die Drottninggatan beginnt im Zentrum Stockholms und führt bis in die Altstadt. Alleine dort kann man ohne Weiteres den ganzen Tag verbringen und sich die Füße müde laufen. Am Ende schwirrt einem der Kopf von den vielen Impressionen.

Einkaufszentren und Strassen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Silvia Koerner
Wer es dagegen etwas konzentrierter mag, besucht vielleicht besser eines der großen Einkaufszentren. Dort findet man viele Geschäfte unter einem Dach und man braucht nicht so weit zu laufen. Dazu gehören beispielsweise das NK, Nordiska Kompaniet, ein großes Kaufhaus, in dem man alles unter einem Dach findet. Das NK befindet sich in der Hamngatan 7, unweit des U-Bahnhofs T-Centralen im Stadtzentrum. Nicht weit davon, in der Hamngatan 37 ist auch das Einkaufszentrum Gallerian mit vielen Läden, Restaurants und Cafés. Andere große Einkaufszentren in der Nähe des Stadtzentrums sind Ahlens und PUB. Im Gegensatz zu Deutschland haben übrigens in Schweden viele Geschäfte auch am Sonntag geöffnet, meist in der Zeit von 11-18 Uhr.
Ein Paradies für Schnäppchenjäger ist auch die Gegend SoFo – South of Folkungagatan im Stadtteil Söder. Dort findet man vorzugsweise Secondhand Shops, alternative Läden junger Designer, Plattenläden sowie eine Vielzahl kleiner Cafés und Bars. Mit etwas Glück findet man auch gute Stücke in den Läden der Stadsmission (Stadtmission). Dabei handelt es sich um Geschäfte, die den Rote-Kreuz-Läden in Deutschland ähneln. Auch in den Stadtteilen Östermalm und Södermalm findet man viele gute Shoppingmöglichkeiten. Gerade in Sachen Mode war Stockholm schon immer so etwas wie ein Vorreiter. Lange bevor ein Trend anderswo populär wurde, sah man ihn hier schon auf der Straße. Beispielsweise liegen ökologische Waren gegenwärtig voll im Trend.
nach obenUnterkünfte, öffentlicher Nahverkehr, Essen & Trinken

Unterkünfte und Hotels in Stockholm
Quelle: pixelio.de Fotograf: Christine Andersson
Unterkünfte der mittleren und gehobenen Kategorie gibt es in Stockholm zur Genüge. Wenn die Übernachtung nicht gleich im Reisepreis enthalten ist, gibt es diverse Möglichkeiten zur Buchung bzw. Reservierung. Man kann sie über diverse Hotel- oder Reiseportale buchen. Es gibt auch preiswertere Unterkünfte in Stockholm, beispielsweise 3 Jugendherbergen. Als Alternative kann man im Internet auf den Seiten Stockholmtown und Stockholm à la carte günstige Zimmer suchen und buchen. Gerade über das Wochenende kann man oft Zimmer mit bis zu 50 % Preisnachlass erhalten. Bei letzterer Webseite ist im Preis noch die Stockholmkarte enthalten. Zusätzlich kann man das gebuchte Zimmer noch bis zu einem Tag vor dem Termin kostenlos stornieren. Da Stockholm ein internationaler Touristenmagnet ist, empfiehlt sich gerade in der Hauptsaison im Sommer eine rechtzeitige Reservierung.
Das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut und sicher. Für Kurzzeitbesucher (bis 3 Tage) empfiehlt sich die Stockholmkarte. Sie bietet nicht nur freie Fahrt auf allen 7 U-Bahn-Linien und den Bussen, sondern auch freien Eintritt zu mehr als 80 Museen und touristischen Attraktionen sowie zahlreiche andere Ermäßigungen. Man kann die Stockholmkarte im Internet kaufen und sich gegen eine Gebühr zuschicken lassen oder bei der Tourist-Information bestellen und bei der Anreise abholen. Wer länger bleibt, kann sich eine Travelcard besorgen. Diese gilt beispielsweise eine Woche und berechtigt zur Benutzung aller U-Bahnen und Busse sowie bestimmter Fährverbindungen. Zentraler Umsteigepunkt in Stockholm ist die Station Centralen, der Hauptbahnhof. Hier treffen nicht nur die Fernzüge ein, auch Busse fahren von dort ab und vom U-Bahnhof T-Centralen kann man in alle U-Bahn-Linien Stockholms umsteigen und sich im gesamten Stadtgebiet bewegen.
In Stockholm gibt es weit über 1.000 Restaurants, wo man leckere Gerichte aus aller Welt probieren kann. Die Preise sind zwar im Allgemeinen hoch, es gibt aber auch Lokale, wo man gut und günstig essen kann. Mit etwas Geduld und Glück findet man ein günstiges Restaurant. Man sollte sich auch nicht scheuen, die Einheimischen zu fragen, da sie sehr freundlich und hilfsbereit sind. Die schwedische Küche selbst besteht zum größten Teil aus einfacher und kräftiger Hausmannskost. Ein gutes Beispiel dafür sind die auch in Deutschland bekannten Köttbullar, Fleischklößchen in Sahnesoße mit Kartoffelpüree und Preiselbeerkompott. Auch Fischgerichte, besonders Hering werden häufig angeboten. Anstatt Döner ist man in Stockholm Tunnbrödsrulle. Bei diesem schwedischen Fast Food handelt es sich um 2 Würste mit Senf und Ketchup, die zusammen mit Kartoffelpüree in ein Fladenbrot eingerollt und mit weiteren Zutaten wie Gurkenscheiben u. ä. garniert werden. Ebenfalls sehr beliebt sind Kanelbullen. Das sind Zimtschnecken. Man bekommt sie praktisch an jedem Imbissstand.
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