München

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München hat viele Beinamen: Weltstadt mit Herz, heimliche Hauptstadt Deutschlands, nördlichste Stadt Italiens, Isar-Athen oder Millionendorf. Davon trifft sicher jeder auf seine Art zu. Die drittgrößte Stadt Deutschlands bietet eine besondere Mischung aus bayerischer Tradition und moderner Lebensart, aus den Vorzügen des Stadtlebens und beinahe ländlicher Gemütlichkeit, aus bayerischen Schmankerln und internationalen Spezialitäten, aus historischen Kulturbauten und modernen Architekturbesonderheiten wie der Allianz Arena. Nicht zu vergessen, das größte Volksfest der Welt: Während des Oktoberfests machen Millionen Menschen aus In- und Ausland die "Wies'n" unsicher.

Mit rund 1,35 Millionen Einwohnern ist die Landeshauptstadt Bayerns nicht nur die größte Stadt im Freistaat, sondern auch die drittgrößte Stadt Deutschlands. München ist eine sehr grüne Stadt: die vielen Parks, Straßenbepflanzungen und die angrenzenden Wälder sorgen für Erholung. Außerdem durchfließt der Fluss Isar die Stadt auf einer Länge von 13,7 km. Ihr Uferbereich stellt ein einzigartiges Erholungsgebiet für Sonnenanbeter, Radler, Inline-Skater, Reiter und Spaziergänger dar. An vielen Stellen kann man auch grillen und im sehr sauberen Fluss baden. Da die Isar an vielen Stellen sehr reißend und tief ist, sollte man sich an Badeverbote aber unbedingt halten.

München
München      Quelle: pixelio.de     Fotograf: Stephan Bratek

Wer im Sommer nach dem Sightseeing Abkühlung sucht, findet außer in den zahlreichen Schwimmbädern auch an mehreren Seen im Münchner Stadtgebiet reichlich Gelegenheit. Ein Geheimtipp ist das Freibad Maria Einsiedel nahe von Campingplatz und Tierpark. Es bietet auch an heißen Tagen sehr viel Platz unter schattigen Bäumen, ein chlorfreies Schwimmerbecken sowie die Möglichkeit, sich in einem Teilabschnitt des Isarkanals treiben zu lassen – Erfrischung ist hier garantiert. Bei schönem Wetter schmeckt es anschließend in einem der zahlreichen Biergärten besonders gut.

Im Winter gibt es dagegen zahlreiche Möglichkeiten, auf Schlittschuhkufen seine Bahnen zu ziehen. Hier hat man die Wahl zwischen dem Nymphenburger Kanal mit Blick auf das Nymphenburger Schloss, dem "Eiszauber" am Karlsplatz/Stachus oder zahlreichen Hallen. Anschließend kann man sich dann mit einem Glühwein oder Früchtepunsch wieder aufwärmen und bis Weihnachten über einen Christkindlmarkt bummeln – vom Mittelalter-Weihnachtsmarkt bis zum Winter-Tollwood-Festival mit internationalem Flair ist hier viel geboten.

Apropos Tollwood: Wer im Juni oder Juli bzw. im November oder Dezember in München ist, sollte sich das Sommer- bzw. das Winter-Tollwood nicht entgehen lassen. Das Festival bietet neben einem Markt der Ideen und einer bio-zertifizierten vielfältigen Gastronomie ein spannendes, breit gefächertes Kulturprogramm aus Musik, Theater, Kabarett und anderen Kunstformen. Viele der Veranstaltungen können kostenlos besucht werden. Auf der Bühne standen bisher neben einheimischen Künstlern wie Hannes Wader und Konstantin Wecker auch internationale Topstars wie Amy Macdonald, Joan Baez und Milow. Fester Bestandteil des Winter-Tollwoods ist neben einem Weihnachtsmarkt der Weltsalon, der eine Plattform für ökologische und soziale Themen bietet.

Oktoberfest München
Oktoberfest München
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Gerlinde Neum?ller



Fans von Volksfesten bietet die Stadt neben dem Oktoberfest das Frühlingsfest und dreimal im Jahr die Auer Dult. Wer Musik und Kultur zum günstigen Preis bevorzugt, wird Anfang Juni beim StuStaCulum glücklich. Das Festival in der Studentenstadt bietet während vier Tagen für nur vier Euro vier Bühnen mit Auftritten und Vorführungen für jeden Geschmack.

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Allianz Arena

Nicht nur für Fans des Fußballvereins FC Bayern München ist die Allianz Arena ein lohnendes Ausflugsziel. Das Fußballstadion im Norden von München wurde im Jahr 2005 eröffnet und bietet 69.901 Plätze, die alle überdacht sind. Dort finden seitdem die Heimspiele der beiden Münchner Fußballvereine FC Bayern München und TSV 1860 München statt. Die Allianz Arena war ein Spielort der Fußballweltmeisterschaft 2006, unter anderem des Eröffnungsspiels Deutschland gegen Costa Rica. 2012 wird das Stadion Schauplatz des Champions-League-Endspiels sein.

Allianz Arena München
Allianz Arena München      Quelle: pixelio.de     Fotograf: Ingrid Ruthe

Besonders markant ist die Allianz Arena dadurch, dass sie von außen gesehen vollständig in den Farben Rot, Blau oder Weiß beleuchtet ist. Dabei steht Rot für Spiele des FC Bayern München, Blau für die des TSV 1860 München (auch als "Löwen" bekannt) und Weiß für vereinsneutrale Spiele, beispielsweise die der deutschen Nationalmannschaft.

Neben den Zuschauerplätzen und dem Rasen befinden sich in der Allianz Arena zwei Kindertagesstätten, die LEGO-Welt, der Megastore des FC Bayern München und ein Fanshop des TSV 1860 München. Auch Audi, Medion und die Telekom besitzen dort Ausstellungsbereiche oder Geschäfte. An der Außenseite des Stadions gibt es außerdem mehrere Fan-Kioske. Zahlreiche Gastronomiebetriebe sorgen für das leibliche Wohl der Zuschauer. Das zur Allianz Arena gehörende Parkhaus ist mit rund 9.800 Parkplätzen das größte Parkhaus in Europa.

Ihre charakteristische Form bringt der Allianz Arena Spitznamen wie Autoreifen, Luftkissen oder Schlauchboot ein. Von der Bauweise stellt der äußere Bereich der Allianz Arena tatsächlich ein Luftkissen dar, in denen über die Schläuche ein Überdruck erzeugt wird. In diesen Luftkissen befinden sich die für die Anstrahlung zuständigen Leuchtstoffröhren. Insgesamt bestehen Dach und Fassade aus rund 3.000 Folienkissen, die aus 0,2 mm dicker Folie hergestellt sind. Sie werden ständig bei einem Überdruck von 3,5 bar mit getrockneter Luft aufgeblasen.

Die Bauweise führt zu einer sehr großen Leuchtkraft bei Beleuchtungskosten von gerade einmal 50 € pro Stunde. Selbst von Berggipfeln in über 75 Kilometer Entfernung kann man die Allianz Arena noch deutlich erkennen. Am Anfang wurde die Stadionfarbe stetig gewechselt, auch in Farbkombinationen, denn die Kissen können unabhängig voneinander verschiedene Farben anzeigen. Da sich dadurch und durch die direkte Lage an der Autobahn täglich im Schnitt zehn Unfälle mehr ereigneten, darf am Abend das Stadion nur noch in einer Farbe erleuchtet werden, die nur im halbstündigen Rhythmus wechseln darf.

Verkehrstechnisch ist das Stadion optimal zu erreichen. Es liegt direkt am Autobahnkreuz München Nord (A9/A99) und nahe dem Autobahndreieck Feldmoching (A99/A92). Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, fährt mit der U-Bahn-Linie U6 bis nach Fröttmaning. An wichtigen Spieltagen wird die U6 mit zusätzlichen Zügen verstärkt.

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Bavaria Filmstudio

Wer einmal auf Fuchur sitzen möchte, dem Drachen aus der Unendlichen Geschichte, oder die beengten Verhältnisse in der Kulisse von "Das Boot" erleben will, sollte sich das Bavaria Filmstudio nicht entgehen lassen. Es ist Drehort vieler berühmter Kinofilme und bekannter Fernsehserien.

Bavaria Filmstudio: Das Boot
Bavaria Filmstudios
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Thommy Weiss

Bei einer Führung durch die Bavaria Filmstadt erfährt man vom persönlichen Tourguide viel Wissenswertes über die Entstehung der Film- und Fernsehproduktionen. Da man in der einen oder anderen Originalkulisse auch mal eine kurze Filmszene selbst nachspielen kann, kommt auch der Spaß nicht zu kurz.

Viel Spaß hat man auch im "4 D Erlebnis Kino" der Bavaria Filmstadt. In dem von Michael Bully Herbig exklusiv animierten 5-minütigen Snowboardfilm "Lissi und die wilde Kaiserfahrt" erlebt man durch viele Spezialeffekte, in sechs Achsen bewegte Kinositze und Wind ein multimediales Spektakel für alle Sinne. Nicht nur das 3-D-Kinobild ist zum Greifen nah – auch die Klänge bewegen sich durch ein innovatives Soundsystem frei im Raum. Wer sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen möchte, muss mindestens 1,20 m und darf höchstens 2,00 m groß sein.

Live-Action der Extraklasse erlebt man außerdem im Rahmen der Stuntshow. Dort kann man professionellen Stuntmen dabei zusehen, wie sie sich in menschliche Fackeln verwandeln, sich aus großen Höhen hinabstürzen oder wilde Verfolgungsjagden veranstalten. Natürlich erfährt man auch einige Tricks rund um den Beruf des Stuntmans.

Ab dem Frühjahr 2011 wird die Bavaria Filmstadt noch eine weitere Attraktion bieten: Auf rund 2000 Quadratmetern entsteht das Bullyversum rund um Michael Bully Herbig, in dem man sich auf eine interaktive Entdeckungsreise begeben kann.

Im Rahmen des medienpädagogischen Projekts "Das filmende Klassenzimmer" der Bavaria Film GmbH können Jugendgruppen und Schulklassen während eines oder mehrere Tage unter Anleitung von Workshop-Leitern selbst kurze Filme drehen. Unter den Leitern der Workshops befinden sich auch namhafte Regisseure. Wer noch mehr lernen möchte, kann auf das Seminarprogramm der Bavaria Filmstadt zurückgreifen. Für Kinder gibt es auch die Möglichkeit, ihren Geburtstag in der Filmstadt zu feiern – mit vielen Highlights, die speziell auf die jugendlichen Besucher zugeschnitten sind.

Geöffnet ist die Bavaria Filmstadt ab 10 Uhr. Während der Nebensaison bis Mitte April findet die letzte Führung um 15 Uhr statt, während der Hauptsaison bis Anfang November um 16 Uhr. Eine Führung dauert 90 Minuten.

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen will, nimmt die Tramlinie 25 in Richtung Grünwald. Von der Haltestelle Bavariafilmplatz aus sind es noch etwa 10 Minuten zu Fuß. Wer mit einer Single- oder Partnerkarte des MVV anreist, erhält sogar eine Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

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BMW Welt

BMW Welt
BMW Welt
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Tobias Daniel

Auto- und Motorradfans kommen in der BMW Welt auf ihre Kosten. Sie ist eine kombinierte Auslieferungs-, Ausstellungs-, Erlebnis-, Event- und Museumsstätte in der Nachbarschaft des BMW-Werks. Die Markenwelt stellt neben BMW-Fahrzeugen Interessantes rund um Innovationen und Technik im Motorsportbereich vor. Im BMW Museum werden über 125 bedeutende BMW-Originalexponate in einer Gesamtschau präsentiert.

Das Museum zeigt in sieben Ausstellungshäusern auf 5.000 Quadratmetern 26 Themenschwerpunkte. Außerdem gibt es temporäre Wechselausstellungen. Im BMW Museum erfährt man viel Interessantes über die historische Entwicklung von BMW oder über komplexe Designprozesse in der Fahrzeugentwicklung und kann neben den allerersten BMW-Baureihen die neuesten technischen Innovationen bestaunen.

Speziell für Kinder, Jugendliche und Familien veranstaltet das BMW Museum zusammen mit dem Junior Campus der BWM Welt einen Familiensonntag. Dieser besondere Tag für die ganze Familie findet jeden letzten Sonntag im Monat von 10 bis 19 Uhr statt.

Hier bietet der Workshop "Mobilität entdecken" eine fantasievolle Entdeckungsreise durch die BMW Welt. In kniffligen Quizrätseln kann man sein Wissen testen, und im Rahmen von spannenden Experimenten mehr über das Thema Mobilität erfahren. Wer sich kreativ austoben möchte, kann sein eigenes Auto gestalten.

Ein weiteres Plus des Familiensonntags sind die reduzierten Preise für Touren und Workshops. Allerdings ist bei den Workshops die Teilnehmerzahl begrenzt, sodass man sich rechtzeitig anmelden sollte.

Das BMW Museum ist von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet, die BMW Welt täglich von 9 bis 18 Uhr. Nur vom 24. bis 26.12. sowie am 1.1. ist sie geschlossen, und am 31.12. öffnet sie nur abends für die Besucher der BMW-Silvesterparty. Das BMW Museum bleibt außerdem am Ostermontag, Pfingstmontag und Allerheiligen geschlossen. Wer das BMW Werk besichtigen möchte, kann dies von Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 22 Uhr tun.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, ob im internationalen Restaurant, im Bistro oder in der Coffee Bar. Nachtschwärmer sollten das Veranstaltungsprogramm im Auge behalten, da ab und zu stylishe Partys in der BMW Welt stattfinden.

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Deutsches Museum

Wer sich für Naturwissenschaften und Technik interessiert, sollte sich das Deutsche Museum nicht entgehen lassen. Ob Atommodelle, Dieselloks, Industrieroboter, Orgeln, Raumsonden, Segelschiffe oder Windmühlen – es gibt kaum eine technische Errungenschaft, die man dort nicht findet. Die Exponate gehören zu 50 naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen.

Das Deutsche Museum wurde 1925 eröffnet und gehört zu den ersten naturwissenschaftlich-technischen Museen weltweit. Mit rund 28.000 ausgestellten Objekten und rund 50.000 qm Fläche ist es auch das größte Museum dieser Art. Durch über 1 Millionen Besucher jährlich ist es weiterhin eines der meistbesuchten Museen überhaupt.

Dort werden verschiedene Instrumente, technische Verfahren und deren geschichtliche Entwicklung sowie Naturgesetze nicht nur wissenschaftlich hochwertig, sondern gleichzeitig auch sehr anschaulich und unterhaltsam präsentiert. Hier heißt das Motto "Begreifen durch Greifen". An sehr vielen Stationen kann man selbst Hand anlegen. Somit erhält man einen umfassenden Eindruck und ein grundlegendes Verständnis von Technik und Wissenschaft. Wer sich so manche technische Spielerei mit nach Hause nehmen möchte, kann dies im Museums-Shop tun.

Auch wenn man das Deutsche Museum bereits kennt, kann sich ein erneuter Besuch durchaus lohnen. Im Rahmen wechselnder Sonderausstellungen gibt es ständig wieder etwas Neues zu sehen. Zu den ständigen Ausstellungen zählen unter anderem die Bereiche Agrar- und Lebensmitteltechnik, Amateurfunk, Astronomie, Bergbau mit begehbaren Exponaten, Brückenbau, Chemie, ein DNA-Labor, Drucktechnik, Energietechnik (mit beispielsweise den Themen Solar- und Kernenergie), Foto und Film, Informatik, Kraftmaschinen, Luft- und Raumfahrt mit zahlreichen Exponaten vom Propellerflugzeug über Hubschrauber bis zum Starfighter, ein mathematisches Kabinett, Mikroelektronik, Musikinstrumente, Pharmazie, Physik, Raumfahrt, Starkstromtechnik, technische Spielzeuge, Telekommunikation, Textiltechnik, Tunnelbau, Umweltthemen, wissenschaftliche Instrumente und Zeitmessung. Außerdem gehören ein Planetarium und ein Zentrum für Neue Technologien zur Anlage.

Für Kinder ist insbesondere das Kinderreich interessant, in dem der Zugang zu technischen Fragestellungen besonders spielerisch erfolgt. Zu den bekanntesten Vorführungen zählt die Hochspannungsanlage. Hier werden spektakuläre Experimente präsentiert. Beispielsweise kann ein Mensch in einem Faraday'schen Käfig Platz nehmen, oder es werden Blitzeinschläge in ein Miniaturhaus gezeigt.

Gilt das Interesse vor allem Flugzeugen, lohnt sich auch ein Abstecher in die zum Deutschen Museum gehörende Flugwerft Oberschleißheim. Hier kann man zahlreiche Flugzeuge besichtigen. Einmal dort, kann man anschließend auch noch die Schlossanlage Schleißheim besuchen.

Geöffnet ist das Deutsche Museum mit Ausnahme einiger Feiertage täglich von 9 bis 17 Uhr, der Kartenvorverkauf schließt um 16 Uhr.

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Englischer Garten

Englischer Garten
Monopterus - Englischer Garten München
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Heiko

Für etwas Erholung im Grünen zwischen Shopping und Sightseeing ist der Englische Garten hervorragend geeignet. Ob gemütliches Picknick oder Sonnenbaden, eine Runde Speedminton oder Frisbee, Slacklinen zwischen Bäumen, eine Bootspartie, Abkühlung in einem der Bäche, Radfahren oder sogar Reiten – der Englische Garten hat für jeden etwas zu bieten. Das Wegenetz umfasst insgesamt ganze 78 km, sodass man sich problemlos jeden Tag eine neue Joggingstrecke zusammenstellen kann. Auf den Wegen sollte man seine Augen gut offen halten, da nicht wenige Radfahrer recht rücksichtslos unterwegs sind.

Für kulinarisches Wohl sorgen mehrere Biergärten, von denen der Biergarten am Chinesischen Turm nicht nur der größte und bekannteste ist, sondern auch der teuerste. Wer sparen will oder muss, sollte sich zum Getränk seine Brotzeit also am besten selbst mitnehmen.

Mit einer Fläche von über 4 km² ist er eine der weltweit größten Parkanlagen. Durch die Hauptverkehrsstraße Isarring wird er in einen ca. 3 Kilometer langen Nordteil (auch Hirschau genannt) und einen ca. 2 km langen Südteil geteilt. Der Nordteil hat einen ruhigen, wäldlichen Charakter, während der Südteil der bekanntere und meistbesuchte Teil des Englischen Gartens ist.

Englischer Garten
Englischer Garten München
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Christiane

An der Grenze zwischen Süd- und Nordteil liegt eines der beliebtesten Ausflugsziele im Englischen Garten, der Kleinhesseloher See. Er ist 8,64 Hektar groß und kann zwar nicht zum Baden, dafür aber für eine Bootsfahrt genutzt werden.

Wahrzeichen des Englischen Gartens ist der bereits erwähnte Chinesische Turm. Er ist 25 Meter hoch und wurde zwischen 1789 und 1790 im Stil einer Pagode errichtet. Im Laufe der Geschichte ist er mehrere Male abgebrannt, zuletzt im Bombenhagel 1944. Die jetzige Version wurde 1952 originalgetreu wieder aufgebaut. Besonders bei Touristen ist der dazugehörige Biergarten sehr beliebt, der mit 7.000 Sitzplätzen der zweitgrößte Biergarten Münchens ist. Im Dezember findet hier außerdem ein Christkindlmarkt statt.

Weitere beliebte Ausflugsziele im Englischen Garten sind das Monopteros und das Japanische Teehaus. Außerdem bietet der Park ein Amphitheater, in dem im Juli kostenlose Vorführungen einer klassischen Komödie stattfinden.

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, nimmt am besten die U6, die mehrere Haltestellen entlang des Englischen Gartens aufweist. Mit der teilweise parallel verlaufenden U3 ist der Südteil ebenfalls zu erreichen.

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Frauenkirche

Frauenkirche
Frauenkirche München
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Thomas Weick

Der "Dom zu Unserer Lieben Frau" ist Einheimischen wie Touristen besser als Frauenkirche bekannt. Die spätgotische Kathedralkirche mit ihren charakteristischen Turmhauben ist das bekannteste Wahrzeichen Münchens und Sitz des Erzbischofs von München und Freising. Die beiden Türme unterscheiden sich leicht in ihrer Höhe. Während diese Differenz der Legende nach genau einen Meter beträgt, ist der Nordturm mit 98,57 Metern gerade mal 12 Zentimeter höher als der Südturm. Von Letzterem aus erhält man einen fantastischen Blick über München und die Alpen.

Da der Dom besonders im Verhältnis zu anderen gotischen Kirchen recht schmucklos erbaut wurde, wirkt er noch gewaltiger – ganz nach dem Motto "weniger ist mehr". Auch das Bildprogramm ist recht schlicht gehalten. Ihr Inneres ist hell und einladend.

In der öffentlich meist nicht zugänglichen Krypta sind zahlreiche Wittelsbacher begraben. Hier ruhen unter anderem Kaiser Ludwig IV. der Bayer, Ludwig III. König von Bayern sowie verschiedene weitere Angehörige vom Grafen bis zur Prinzessin.

Das Geläut der Frauenkirche gehört zu den wertvollen historisch gewachsenen Geläuten in Deutschland, die heute noch erhalten sind. Star des Ensembles ist die Salveglocke, die auch Susanna genannt wird. Sie ist eine der schwersten Kirchenglocken in Bayern und europaweit eine der klangschönsten des Mittelalters. Seit 1994 ist sie unter anderem jeden Sonntagabend gegen 17:55 Uhr zu hören.

Die Frauenkirche ist täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet. An Donnerstagen schließt sie erst um 20:30 Uhr, an Freitagen bereits um 18 Uhr. Wer den Turm besichtigen will, kann dies außer sonntags vom 1. April bis 31. Oktober zwischen 10 und 17 Uhr tun. Außerdem werden von Mai bis September Domführungen angeboten. Treffpunkt ist dienstags, donnerstags und sonntags jeweils um 14 Uhr unter der Orgelempore. Liebhaber von klassischer und Kirchenmusik sollten einen Blick in das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Doms werfen.

Wer nach dem Besuch der Frauenkirche Hunger oder Durst verspürt, sollte sich gut überlegen, ob er diese gleich an Ort und Stelle stillt. Zwar sind rund um den Dom etliche einladende Biergärten und Restaurants zu finden, dies aber auch für Münchner Verhältnisse zu alles andere als erschwinglichen Preisen.

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Hofbräuhaus

Hofbräuhaus
Hofbräuhaus München
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Jürgen Heimerl

Dass in München ein Hofbräuhaus steht, ist schon aus dem allgemeinen Liedgut bekannt. Hier kann man die sprichwörtliche Gemütlichkeit und bayerische Lebensart hautnah erfahren – und das mitten im Zentrum nahe am Marienplatz. Bei vielen Touristen aus nah und fern ist es eines der wichtigsten Ziele bei einem Besuch in Bayerns Hauptstadt. Durch bis zu 35.000 Besucher pro Tag erzielt es jedes Jahr Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe.

Der Bau des Hofbräuhauses wurde bereits 1589 vom bayerischen Kurfürsten Wilhelm V. in Auftrag gegeben. Seither war es im Besitz der jeweiligen bayerischen Herrscher. 1806 wurde es zum Königlichen Hofbräuhaus, bis es 1852 von König Maximilian II an den bayerischen Staat übergeben wurde.

Hofbräuhaus
Hofbräuhaus München
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Raimund

Im Parterre befindet sich die Schwemme. Vor über 100 Jahren standen hier noch die Sudkessel der zugehörigen Brauerei. Diese große Bierhalle stellt den bekanntesten Teil dar. Hier finden rund 1.000 Besucher Platz an den Holztischen. Stammgäste können ihre persönlichen Bierkrüge sogar in separaten Regalen einschließen. In den oberen Geschossen gibt es neben weiteren Räumlichkeiten einen Festsaal mit einem 9 Meter hohen Gewölbe. Insgesamt bietet das Hofbräuhaus über 3.500 Personen gleichzeitig Platz.

Außerdem kann man sich während der Sommermonate auch im Biergarten im Innenhof unter Schatten spendenden Kastanien niederlassen. Dort plätschert seit 1897 der Löwenbrunnen.

Für eine derart von Touristen überlaufene Gaststätte in München sind die Preise im Hofbräuhaus äußerst günstig. Zu Bier oder Apfelschorle schmecken bayerische Schmankerl wie Brotzeitteller, Obazda, Weißwürste, Spanferkel oder Schweinsbraten. Auch Liebhaber von Fisch oder Salaten werden fündig, und es stehen auch einige vegetarische Gerichte auf der Speisekarte. Als Nachspeise ist die Münchner Dampfnudel sicher am typischsten. Abwechslung bietet darüber hinaus die wechselnde Tageskarte.

Geschichte geschrieben wurde im Hofbräuhaus unter anderem am 24. Februar 1920. Hier wurde durch Umbenennung der Deutschen Arbeiterpartei die NSDAP gegründet und deren Parteiprogramm vorgestellt. 1945 wurde das Hofbräuhaus durch Bombenangriffe bis auf die Schwemme zerstört. Die aufwendige Rekonstruktion wurde 1958 fertiggestellt.

Wer mehr über die über 400 Jahre alte Geschichte des Hofbräuhauses erfahren will, kann dies im Rahmen der Hofbräuhaus-Ausstellung tun. Sie ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos.

Durch die zentrale Lage ist das Hofbräuhaus auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgezeichnet zu erreichen. Mit allen S-Bahnen sowie mit den U-Bahn-Linien 3 und 6 fährt man bis zur Haltestelle Marienplatz. Der wenige Minuten dauernde Fußweg ist ausgeschildert.

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Isarauen und Flaucher

Isarauen und Flaucher
Isarauen und Flaucher
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Andrea M?ller

Wer einen warmen Frühlings- oder Sommertag in den Isarauen oder am Flaucher verbracht hat, mit Sonnenbaden, Abkühlung in der stellenweise sehr flachen Isar und anschließendem Grillen, der kann erst so richtig nachvollziehen, warum der Freizeitwert in München höher ist als in vielen anderen deutschen Städten. Hier fühlt man sich mitten in der Stadt wie in freier Natur. Für Sicherheit beim Baden sorgt am Flaucher eine Wachstation der Isarrettung.

Auch für sportliche Betätigung ist dieser naturnahe Teil der Stadt ideal. Wer seine Jogging-Runden nicht immer auf Asphalt drehen will, ist auf den festen Sandwegen südlich der Thalkirchener Brücke an der Westseite der Isar richtig. Mountainbike- und Fahrradfahrer kommen hier auf Natur- wie auf festen Wegen ebenfalls auf ihre Kosten. Und wer seinen Hund mitgebracht hat, findet hier das ideale Terrain, um den vierbeinigen Liebling mal so richtig laufen und planschen zu lassen. Aufpassen sollte man allerdings bei Hochwasser. Dann ist die Isar überall sehr reißend und tritt teilweise auch über die Wege.

Im Winter kann man an der Isar auch auf Langlaufskiern seine Runden drehen. Liegt genügend Schnee, werden zwischen Reichenbachbrücke und Flaucher mehrere Abschnitte von 1,3 bis 1,6 Kilometer Länge gespurt.

Das Flaucher-Gebiet hat mit seinem Wildflusscharakter, den Flussrinnen und ausgedehnten Kiesbänken sowie seiner Weichholzaue eine hohe Bedeutung für den Naturschutz. Das Wasser ist so sauber, sodass neben Fischen wie Hecht und Bachforelle auch Flusskrebse dort zu finden sind. Wer Glück hat, kann seltene Vogelarten wie Eisvogel oder Singdrossel beobachten.

Wer statt einer privaten Grillparty den Besuch eines Biergartens vorzieht, kann den Biergarten "Zum Flaucher" besuchen. Wenn man sich nur mit Trinkwasser versorgen will, kann man dies kostenlos an zwei Trinkwasserbrunnen tun. Diese befinden sich an der Brudermühlbrücke und in den Freizeitanlagen.

Während der Flaucher zwischen Flauchersteg und Brudermühlbrücke gerade an heißen Sommerwochenenden oder in den Ferien bei schönem Wetter oft sehr überlaufen ist, bieten die restlichen Isarauen noch viele ähnlich schöne, dafür aber ruhigere Ecken. Zum Planschen ist die Flaucher-Gegend bei moderatem Wasserstand ideal, ansonsten sollte man sich besser erst erkundigen, wo man sich derzeit unbesorgt in die Fluten stürzen darf.

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Karlsplatz / Stachus

Karlsplatz / Stachus
Karlsplatz / Stachus
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Peter von Bechen

"Da geht es zu wie am Stachus" ist ein geflügeltes Münchner Wort. Zentral zwischen Hauptbahnhof und Marienplatz gelegen, wird man sich am umgangssprachlich als "Stachus" bezeichneten Karlsplatz tatsächlich selten einsam fühlen. Während der Karlsplatz früher aber noch sehr verkehrsreich war, ist er jetzt längst in eine Fußgängerzone umgewandelt.

Das am Karlsplatz gelegene Neuhauser Tor stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, sein den Platz nach Osten abschließendes Vortor aus dem 15. Jahrhundert. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die davor liegende Bastion geschleift, sodass der runde Platz entstand. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das Neuhauser Tor in Karlstor umbenannt.

Besonders markant ist im Sommer der große Springbrunnen. Er erstrahlt nachts durch 28 Leuchten. Im Winter gibt es dort eine als "Eiszauber" bekannte Eisfläche, auf der man auf Schlittschuhen seine Runden drehen kann. An den Buden neben der Eisfläche kann man sich anschließend zu horrenden Preisen mit Bratwürsten oder Crêpes stärken und mit Glühwein oder Früchtepunsch aufwärmen.

Das unter dem Karlsplatz liegende Einkaufszentrum stammt aus den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts und war einige Zeit lang das weltweit größte unterirdische Einkaufszentrum. Dieses erstrahlt durch kürzlich erfolgte Umbauten unter dem neuen Namen "Stachus Passagen" in neuem Glanz und wird im Frühsommer 2011 vollständig fertiggestellt sein. Seinen Hunger kann man dort beispielsweise mit Sushi, Pizza oder in einer thailändischen Garküche stillen. Wer es bayerischer mag, findet dort in einer Brezelina-Filiale zahlreiche belegte Brezen-Varianten und Kartoffelsalat "to go". Unterhalb des Einkaufszentrums befinden sich die unterirdischen U- und S-Bahn-Stationen Karlsplatz (Stachus).

Burger-Fans werden stattdessen in einer der weltweit umsatzstärksten McDonald's-Filiale glücklich, die sich am oberirdischen Karlsplatz befindet. Einen Sitzplatz findet man hier nicht immer, erhält sein Essen an der Kasse aber erstaunlich schnell. Wer ein typisches Café bevorzugt, wird nebenan im "Stacherias" fündig.

Für eine ausgedehnte Shoppingtour ist der Stachus ideal. Wem die Stachus Passagen mit zahlreichen Geschäften nicht reichen, kann von diesen direkt das Untergeschoss der Kaufhäuser Karstadt und Galeria Kaufhof betreten Oberirdisch findet man im Hugendubel eine riesige Bücherauswahl, die man in verschiedenen Leseecken schon mal zur Probe lesen kann. Daneben bietet das Spielwarenfachgeschäft Obletter alles, was Kinder und Junggebliebene erfreut. Münchens Nobelkaufhaus Oberpollinger ist ebenfalls nicht weit. Ansonsten bietet sich ein Einkaufsbummel durch die Fußgängerzone zum Marienplatz an. Dabei kann man auch gleich die berühmte Frauenkirche, das Wahrzeichen der Stadt, besichtigen.

Für Unterhaltung sorgt direkt am Karlsplatz der Mathäser-Kinokomplex. Er zeigt vor allem große Hollywood-Produktionen, zum Teil auch in 3-D. Wer kleinere oder europäische Filme bevorzugt, wird in der Neuhauser oder in der Sonnenstraße fündig.

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Marienplatz

Einen Marienplatz gibt es in München gleich zweimal. Für den Touristen ist aber der im Jahr 1158 angelegte Marienplatz in Münchens Zentrum sicher wesentlich interessanter als der Pasinger Marienplatz im westlichen Teil Münchens.

Der Marienplatz ist durch seine zentrale Lage ein beliebter Treffpunkt in München. Er stellt eine Haltestelle für alle S-Bahn-Linien, die U-Bahn-Linien U3 und U6 sowie für zwei Buslinien dar. Außerdem sind von ihm aus der Karlsplatz, das Isartor und das Sendlinger Tor zu Fuß gut zu erreichen – mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Cafés auf dem Weg.

Mariensäule
Mariensäule
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Elke Hartmann

Dabei bietet der Marienplatz selbst schon mehrere Sehenswürdigkeiten, außerdem sieht man von dort auch die beiden Türme der Frauenkirche. Die eine Einheit bildenden Häuser Thomass-Eck und Marienplatz 2 stehen als Baudenkmäler auf der Bayerischen Denkmalliste. Ebenfalls in der Bayerischen Denkmalliste aufgeführt ist das Haus Marienplatz 21, das einzige Haus, das aus der Vorkriegsbebauung des Marienplatzes noch erhalten ist.

Das auffälligste Gebäude am Marienplatz ist aber sicherlich das Neue Rathaus im neugotischen Stil. Es ist Sitz von Oberbürgermeister und Stadtrat sowie Hauptsitz der Stadtverwaltung. Das Neue Rathaus wurde 1909 fertiggestellt. Bei den Bombenangriffen 1944 wurde es zum Glück nur leicht beschädigt. Mit einem Aufzug gelangt man zu einer Aussichtsgalerie an der Spitze des Rathausturms. Besonders berühmt ist das Neue Rathaus für sein Glockenspiel mit 43 Glocken und 32 Spielfiguren. Es ist täglich um 11 und 12 Uhr zu hören und in Aktion zu sehen, von März bis Oktober außerdem auch um 17 Uhr.

Alte Rathaus München
Rathaus
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Birgit Winter

Das Alte Rathaus war bis 1874 Sitz des Stadtrats. Seitdem ist es Repräsentationsgebäude der Stadtverwaltung. Außerdem beherbergt sein Turm ein Spielzeugmuseum mit altem Blechspielzeug, alten Modelleisenbahnen, Plüschtieren und Puppen. Das Alte Rathaus trennt den Marienplatz von der Straße "Tal" und schließt ihn nach Osten hin ab.

Beliebte Treffpunkte am Marienplatz sind außerdem der Fischbrunnen und die Mariensäule. In der Vorweihnachtszeit gibt es hier außerdem einen Christkindlmarkt.

Wer direkt am Marienplatz etwas trinken möchte, vom Cappuccino bis hin zum Cocktail, dem sei das Café Glockenspiel empfohlen. Bei gutem Wetter kann man auch auf der Dachterrasse mit Blick auf den Kirchturm Alter Peter sitzen. Empfehlenswert ist die hausgemachte Melonenlimonade. Wer etwas essen möchte, sollte allerdings einen gut gefüllten Geldbeutel mitbringen.

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Odeonsplatz

Ein weiterer sehenswerter Platz in München ist der Odeonsplatz. Man erreicht ihn entweder zu Fuß vom Marienplatz aus oder mit den U-Bahn-Linien U3, U4, U5 und U6. Seine Erscheinung wird von den Bauwerken Theatinerkirche, Residenz und Feldherrnhalle bestimmt.

Von seiner Entstehung an bis in die heutigen Tage ist er ein wichtiger Veranstaltungsort für Paraden, Demonstrationen und kulturelle Ereignisse gewesen. Auch der alljährliche Umzug der Schützen- und Trachtenvereine zum Oktoberfest verläuft über den Odeonsplatz.

Neben öffentlichen Einrichtungen wie dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen im Palais Leuchtenberg und dem Bayerischen Staatsministerium des Innern im namensgebenden Odeon befinden sich am Odeonsplatz Sehenswürdigkeiten wie das Basargebäude, das Hofgartentor, die Residenz und die Theatinerkirche. An Denkmälern sind die Feldherrnhalle und ein Reiterstandbild für König Ludwig I. zu nennen.

Die Feldherrnhalle liegt am Südende des Odeonsplatzes und somit noch in der Fußgängerzone. Sie wurde zwischen 1841 und 1844 erbaut. Vorbild war die Loggia die Lanzi in Florenz. In der Feldherrnhalle befinden sich jeweils ein Standbild von Graf Tilly und Fürst Wrede, ein Bayerisches Armeedenkmal und zwei steinerne Löwen.

Bei der Theatinerkirche handelt es sich um die katholische Stiftskirche St. Kajetan. Sie war Ordenskirche des Theatinerordens. Nördlich der Alpen ist sie die erste Kirche, die im Stil des italienischen Spätbarocks erbaut wurde. Ihre eigenwilligen Türme und die Kuppel prägen das Erscheinungsbild des Odeonsplatzes. Geweiht wurde die Kirche im Juni 1675, allerdings weitestgehend im Rohbauzustand. Die Türme waren erst 1692 fertiggestellt, die Innenausstattung 1688. Da sich die am Bau beteiligten Personen nicht auf eine Gestaltung der Außenfassade einigen konnten, wurde diese erst viel später im Jahr 1765 im Rokoko-Stil entworfen.

In der Theatinerkirche befinden sich bedeutende Kunstwerke, zum Beispiel ein Hochaltarbild von Caspar de Crayer, ein Altarbild von Carlo Cignani, Kanzel und Beichtstühle von Andreas Faistenberger sowie mehrere Statuen. Der Innenraum ist im Barock- und Rokokostil reich dekoriert. Außerdem beherbergt die Kirche eine Fürstengruft, in der 49 Mitglieder der Wittelsbacher beigesetzt sind. Dazu gehören Kurfürst Ferdinand Maria, Kurfürst Maximilian II. Emanuel, Kaiser Karl VII., Max I. Joseph und Max II. Könige von Bayern, Otto I. König von Griechenland und Prinzregent Luitpold von Bayern. Ihre Herzen sind allerdings nach der damaligen Tradition in der Altöttinger Gnadenkapelle beerdigt.

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Tierpark Hellabrunn

Tierpark Hellabrunn
Tierpark Hellabrunn
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Axel Hoffmann

Ob Elefanten, Gorillas, Piranhas, Fledermäuse, Löwen oder Kängurus: Tierliebhabern bietet sich im Münchner Tierpark Hellabrunn eine Reise um die Welt. 1911 als weltweit erster Geo-Zoo gegründet, zeigt er im Landschaftsschutzgebiet der Isarauen die Tiere ohne störende Zäune und Gitter. Einige Vögel sowie die Totenkopf-Äffchen können sich sogar völlig frei im Zoo bewegen.

Architektonisches Highlight des Zoos ist das 1914 im byzantinischen Stil fertiggestellte Elefantenhaus. Zu dieser Zeit hatte es die größte freitragende neuzeitliche Kuppel der Welt. Hier leben Elefanten aus Asien und Afrika. Da die Flusspferde 2002 auszogen, steht ihnen seither auch ein Badebecken zur Verfügung.

Zu den weiteren Stationen zählen das neue Urwaldhaus, in dem sich verschiedene Affen im Dschungelklima wie zu Hause fühlen, ein Korallenriffbecken, ein Aquarium, eine Vogel-Freiflug-Voliere, ein Polarium mit Eisbären, Pinguinen und Robben, ein Katzen-Dschungelzelt mit Löwen und Jaguaren sowie frei fliegenden Vögeln, ein Riesenschildkröten-Haus und ein Streichelzoo.

Ein Kindheitstraum wird im Rahmen des Programms "Rendezvous mit dem Lieblingstier" wahr. Hier kann man Tiere wie Kamel, Riesenschildkröte, Elefanten, Seelöwen oder Kattas aus nächster Nähe sehen und den Tierpflegern Fragen stellen. Außerdem steht ein Besuch des Aquariums auf dem Programm. Der Spaß ist mit 120 EUR für zwei Personen aber nicht ganz billig und sollte rechtzeitig reserviert werden. Der Eintritt ist hier natürlich bereits inklusive.

Sehr beliebt ist es auch, einigen Tieren bei den Fütterungen zuzuschauen. Möglich ist dies bei den Anakondas, Alligatoren, Jaguaren, Löwen, Ozelots, Tigern, Menschenaffen, Windhunden, Seelöwen, Mähnenrobben, Pinguinen und Zebramangusten. Wer hier dabei sein möchte, sollte sich aber vorab über die entsprechenden Fütterungszeiten informieren.

Tierpark Hellabrunn
Tierpark Hellabrunn
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Jürgen Heimerl

Im Zentrum für Tier-, Natur- und Artenschutz werden wichtige Themen multimedial präsentiert. Jüngere Besucher werden durch Lern- und Simulationsspiele wie die "Arche-Noah-Air" oder einen Blasrohrparcours angesprochen. Kleinere Kinder freuen sich über einen umfangreichen Spielplatz samt Eisenbahn und Safari-Autos sowie über Ponyreiten.

Der Tierpark Hellabrunn ist ganzjährig geöffnet, von Oktober bis März von 9 bis 17 Uhr, ansonsten von 8 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 11 EUR Eintritt, Kinder bis 14 Jahre 4,50 EUR, Schüler und Studenten 7,50 EUR. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Ermäßigungen. Deutlich mehr kosten spezielle Erlebnispakete, beispielsweise für Geburtstage. Außerdem werden Führungen mit Nachtsichtgeräten angeboten. Den Zoo erreicht man am besten mit der U3, Haltestelle Thalkirchen. Von dort geht man drei Minuten zu Fuß. Außerdem fährt ab dem Marienplatz die Buslinie 52 bis zur Endstation Tierpark.

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Valentin-Musäum

Wer Valentin als "Walentin" statt "Falentin" ausspricht und das Musäum mit e statt ä schreibt, outet sich schnell als Nicht-Münchner. Es wurde 1959 eröffnet und ist dem Münchner Komiker Karl Valentin und seiner langjährigen Partnerin Liesl Karlstadt gewidmet. Deswegen wird es auch als Valentin-Karlstadt-Musäum bezeichnet.

Es befindet sich in den Flankentürmen des Isartors, das einen Teil der ehemaligen Stadtbefestigung darstellt. Außerdem kann man sich im dritten Stock nach dem Besuch des Musäums im Café Turmstüberl erfrischen. Geleitet wird dieses von dem Münchner Original Petra Perle. Sie ist Goldschmiedin, Malerin, Performance-Künstlerin, Schauspielerin und Kolumnenschreiberin in einer Person. Von ihr wurde 2005 für den mittleren Turm des Isartors eine rückwärts laufende Uhr gestiftet. Die spiegelverkehrten Ziffern und die verkehrt herum laufenden Zeiger erfordern somit ein Umdenken beim Zeitablesen.

Das Musäum lässt sich in einem Wort am besten mit "skurril" beschreiben. Zu den Ausstellungsstücken gehören ein pelzbesetzter Winterzahnstocher und ein Nagel, an den Karl Valentin zu Beginn seiner Komiker-Karriere seinen Schreinerberuf hängte. Außerdem sind eine Sammlung des Gruselkabinetts von Valentin, ein zugemauertes Aussichtsfenster, eine Eisskulptur (allerdings im geschmolzenen Zustand) und der letzte an einer bayerischen Schule eingesetzte Rohrstock zu sehen. Seit 2007 gibt es außerdem eine Ausstellung über bayerische Volkssänger im Musäum.

Die 2008 neu konzipierte Dauerausstellung über Karl Valentin zeigt ihn in seiner ganzen Vielseitigkeit, ob als Komiker, Handwerker, Volkssänger, Schauspieler, Sammler oder Philosoph. Im zweiten Stock des Südturms ist eine Ausstellung über seine Partnerin Liesl Karlstadt untergebracht. Dort ist auch das Kino, das während der Öffnungszeiten Filme von Karl Valentin zeigt. Zu den weiteren multimedialen Präsentationen zählen eine Diashow mit komischer Reklame sowie eine Hörstation.

Der Valentinsche Humor zeigt sich auch in den Rahmenbedingungen des Musäumsbesuchs. Der Eintritt kostet 2,99 EUR, während laut einem Schild 99-Jährige in Begleitung ihrer Eltern das Musäum kostenlos besuchen können. Kinder, Schüler und Studenten zahlen 1,99 EUR. Führungen finden jeden geraden Samstag im Monat um 15:01 statt. Geöffnet ist es montags, dienstags und donnerstags von 11:01 bis 17:29 Uhr, freitags und samstags von 11:01 bis 17:59 Uhr und sonntags von 10:01 bis 17:59 Uhr. Außerdem gibt es jeden ersten Freitag im Monat ein zusätzliches Programm, und es ist bis 21:59 geöffnet.

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Viktualienmarkt

Viktualienmarkt
Viktualienmarkt
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Michaela Sch?llhorn

Auf dem weltberühmten Viktualienmarkt nahe dem Marienplatz kann man Schmankerl aus der Region, Spezialitäten aus nah und fern sowie typische Münchner Andenken erwerben. Außerdem gibt es dort einen Biergarten unter Schatten spendenden Kastanienbäumen und am Rand des Viktualienmarkts zahlreiche Cafés und Restaurants. Wer seinen Durst kostenlos stillen möchte, kann dies an einem der Trinkwasserbrunnen tun. Das Münchner Trinkwasser stammt aus dem Mangfall-Gebirge und ist von hervorragender Qualität und Reinheit.

Im Laufe seiner über 200 Jahre alten Geschichte hat sich der Viktualienmarkt vom Bauernmarkt zum Eldorado für Feinschmecker entwickelt. Eine größere Auswahl an frischen Lebensmitteln und exklusiven Spezialitäten findet man in München nirgends. Über 100 Händler verkaufen hier Fleisch, Wild, Fisch, Gemüse, Obst, Käse, Eier und Gewürze. Auch Feinkost, biologische Produkte, Honig, Wein, Spirituosen, Blumen und vieles mehr kann man hier erwerben. Zu den Händlern gehören unter anderem die traditionsreiche Bäckerei Hofpfisterei, Der kleine Ochsenbrater, ein Pilz- und Wald-Stand, ein Oliven-Handel und ein Tee-Stand, das Honighäusl sowie Stände mit Geschenkartikeln, Kämmen oder Kunstgewerbe.

Hier kann man Wachteleier kaufen, Feinkost aus Österreich, Italien, Spanien, Südamerika und orientalischen Ländern erwerben, es gibt lebende Süßwasserfische, fränkische Spezialitäten, Wild und Lamm, türkischen Kaffee, Trüffelpilze und Trüffelhonig, Stutenmilch und Ziegenbutter, Käse aus Frankreich, Italien und der Schweiz, Weizengrassaft, Produkte aus dem Spreewald, Obstbrände und vieles mehr.

Viktualienmarkt
Viktualienmarkt
Quelle: pixelio.de     Fotograf: onkel jo

Wer sich einmal durch dieses reichhaltige Angebot durchprobieren möchte, kann dies im Rahmen einer Probiertour tun. Diese wird ganzjährig freitags und samstags um 11, 13 und 15 Uhr angeboten, außerdem von März bis Dezember täglich außer sonn- und feiertags um 11 und 13 Uhr. Die Tour dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 21 EUR, Studenten zahlen 20 EUR. Durch die reichhaltigen Portionen kann man dafür getrost auf ein Mittagessen verzichten. Eine Anmeldung ist erforderlich, Treffpunkt ist der Maibaum am Viktualienmarkt.

Da es direkt am Viktualienmarkt keine Parkmöglichkeiten gibt, empfiehlt sich die Anreise mit dem Bus sowie mit U- oder S-Bahn. Von der Haltestelle Marienplatz sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

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Volksbad

Blick auf die Ludwigsbrücke und M?llersches Volksbad
Blick auf die Ludwigsbrücke und M?llersches Volksbad
Quelle: pixelio.de     Fotograf: Fricus

Für Sportler, denen es vor allem darauf ankommt, in 50 Meter langen Becken ihre Runden zu ziehen, ist das Müllersche Volksbad sicher nicht die erste Wahl in München. Ansonsten sollte man sich dieses Jugendstil-Juwel auf keinen Fall entgehen lassen, denn eine Gelegenheit, in einem derart schönen historischen Ambiente zu baden und Wellness zu erleben, bekommt man sonst nur selten und dann meist zu einem wesentlich höheren Eintrittspreis. Hier fühlt man sich für gerade mal 3,80 EUR ohne Zeitbegrenzung fast wie in einem Märchen. Früh- und Spätschwimmer zahlen nur 2,60 EUR.

Das Müllersche Volksbad wurde im Jahr 1901 eröffnet. Fast alle Details sind nach wie vor originalgetreu erhalten. Das Becken der kleinen Schwimmhalle, das einstige Damenbecken, misst 18 x 11 Meter und ist angenehm warm temperiert. Mehr Platz und kühlere Temperaturen findet man im 31 Meter langen früheren Herrenbecken.

Wem selbst das Wasser in der kleinen Schwimmhalle nicht warm genug ist, kann im römisch-irischen Schwitzbad schwitzen. Es gibt verschiedene Warmlufträume mit Temperaturen von 45, 60 und 80 °Celsius. Abkühlen kann man sich anschließend in der "eisernen Jungfrau". Dabei handelt es sich aber nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, um ein mittelalterliches Folterinstrument, sondern um eine halbkreisförmige Dusche mit 10 Metallröhren, die von unten nach oben kaltes Wasser verspritzen. Außerdem gibt es einen 45 °Celsius warmen Dampfraum mit Kaskadenbrunnen, der fast 100 % Luftfeuchtigkeit aufweist. Eine finnische Sauna mit wechselndem Farblicht und regelmäßigen Aufgüssen gibt es ebenfalls.

Zur Gründungszeit des Volksbades war ein eigenes Badezimmer nicht selbstverständlich, deshalb wurden dort Wannen- und Brausebäder angeboten. Selbst jetzt ist es noch möglich, für kleines Geld nur zu duschen oder ein Wannenbad zu nutzen. Das Angebot wird weiterhin durch Massagen, Wassergymnastik und ein Solarium abgerundet. Wer anschließend Hunger verspürt, kann das Café im Volksbad besuchen.

Das Volksbad liegt recht zentral nahe der Haltestelle Isartor, die von den S-Bahn-Linien 1 bis 8 angefahren wird. Die Schwimmhalle ist täglich von 7:30 bis 23 Uhr geöffnet, montags ist die große Halle aber nur bis 17 Uhr verfügbar. Die Sauna ist täglich von 9 bis 23 geöffnet, steht freitags bis 15 Uhr sowie dienstags aber nur den Damen zur Verfügung.

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Münchner Nachtleben

Sehr im Trend liegt aktuell das hippe Glockenbachviertel. Hier reihen sich Bar an Bar, Café an Café und Restaurant an Restaurant. Ins Nachtleben startet man hier am besten von der U2- und Tramhaltestelle Fraunhoferstraße aus. Die angesagtesten Bars wechseln teilweise recht häufig, sodass man kaum allgemeingültige Empfehlungen geben kann. Doch wenn einem die zuerst gewählte Location nicht zusagen sollte, ist die nächste ja nicht weit.

Das frühere Szeneviertel Schwabing ist nach wie vor eine angesagte Adresse für das Nachtleben. Auch hier gibt es eine breite Auswahl an Bars und Restaurants für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel, sodass man schnell fündig wird. Wer knapp bei Kasse ist, besucht am besten das "Barschwein" – anderswo in München kommt man kaum günstiger zu seinen Drinks. Seine beim Eintritt erhaltene Karte sollte man aber gut aufbewahren, sonst werden beim Verlassen 50 EUR fällig.

Wen es eher in eine Disco statt in eine Bar zieht, sollte sich in der Kultfabrik oder in den Optimolwerken am Ostbahnhof umsehen. Hier gibt es Dutzende Party-Locations für jeden Geschmack, insbesondere für Partygänger unter 30. Zu den angesagtesten Clubs zählen Americanos, Cohibar, Kalinka, Refugium, Sisi und Franz, Titty Twister und Willenlos. Der Titty Twister ist in Hinblick auf Einrichtung und Musik ganz nach dem Vorbild aus Quentin Tarantinos Kultfilm "From Dusk till Dawn" gehalten. Bei Kalinka handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Russendisco, während im Refugium Freunde schwarzmetallischer Klänge auf ihre Kosten kommen. Für Fans von Hip-Hop, Techno oder weiteren Musikrichtungen gibt es natürlich ebenfalls genügend Auswahl.

Für wen die Kultfabrik zu sehr "Mainstream" ist, kann sich im Backstage nahe der S-Bahn-Haltestelle Hirschgarten umsehen. Hier spielen insbesondere Metal-, Rock- und Punkbands. Welche Band gerade live spielt, entnimmt man dem aktuellen Veranstaltungsprogramm.

Eher ein Geheimtipp ist der rustikale Mexikaner "Los Bandidos" an der Haltestelle Ehrengutstraße. Besonders interessant für Nachtschwärmer mit kleinem Geldbeutel sind vor allem unter der Woche die Happy-Hour-Preise. Hier bekommt man teilweise die ganze Nacht lang Essen und Getränke von der Cola bis zum Cuba Libre zum halben Preis. Für den großen Durst sind Cocktails wie Caipirinha, Swimming Pool und Strawberry Margarita auch im Pitcher erhältlich, der zum günstigen Preis einen ganzen Liter fasst. Sehr empfehlenswert ist das leckere mexikanische Hausbier. Vor allem an Samstagabenden wird dann bei Partymusik schon mal auf Bänken und Tischen getanzt.

Wer statt in eine Bar oder Disco lieber ins Kino geht, hat in München die Qual der Wahl – vom kleinen Kino, das vor allem alternative und europäische Filme, zum Teil in der Originalfassung, bietet, bis hin zum großen Multiplex mit aktuellen Blockbustern und 3-D-Produktionen. Besonders günstig ist der Besuch je nach Kino montags und/oder dienstags. Bei gutem Wetter finden im Sommer außerdem Open-Air-Kinos statt – beispielsweise im Olympiapark oder im Westpark. Besonders interessant ist dies, wenn man Filme verpasst hat, die schon etwas zurückliegen, da hier vor allem beliebte Filme der letzten Jahre und Monate gezeigt werden.

Will man den Abend eher sportlich verbringen, bieten sich mehrere Bowlingcenter an. Direkt vor den Toren Münchens ist mit dem neuen Dream-Bowl Palace das größte Bowlingcenter Europas zu finden. Die 52 Bahnen lassen sich auch online reservieren. Freitags und samstags dauert das Spielvergnügen bis 3 Uhr nachts. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Dream-Bowl Palace mit den Buslinien 50 und 59 über die Haltestelle Fritz-Meyer-Weg zu erreichen. Außerdem fährt die Nachtlinie N43.

Billard-Fans können in besonders traditioneller Atmosphäre im berühmten Schelling-Salon die Kugeln sausen lassen. Die Traditionsgaststätte existiert seit 1872 und wurde bereits in mehreren literarischen Werken erwähnt. Hier kann man auf den Spuren von Bertolt Brecht, Wassili Kandinsky und Rainer Maria Rilke wandeln, die hier schon zu Gast waren. Die Tramlinie 27 hält an der Haltestelle Schellingstraße direkt vor dem Haus. Auch von der U6-Haltestelle Universität ist es nicht allzu weit.

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Shopping

Wie jede andere Stadt dieser Größe auch ist München ein wahres Shopping-Paradies. Während der letzten Jahre sind zwar einige große Kaufhäuser verschwunden, doch die traditionsreichen Kaufhäuser Karstadt und Galeria Kaufhof sind nach wie vor in bester Lage anzutreffen. Vom Hauptbahnhof, Karlsplatz oder Marienplatz aus kann man direkt von den Bahn-, S-Bahn- oder U-Bahn-Stationen aus die Untergeschosse dieser Kaufhäuser betreten. Zwischen Karlsplatz und Marienplatz findet man im Oberpollinger noch eine gehobenere Markenauswahl.

Wer einfach nur nach Schnäppchen bei den gängigen Bekleidungsmarken Ausschau halten möchte, bleibt am besten zwischen Karlsplatz und Marienplatz. Ausgefalleneres findet man zwischen Marienplatz und Sendlinger Tor. Hier kann man zwischendurch bei Starbucks gemütlich Kaffee trinken oder kurz die zwar kleine, aber innen umso reichhaltiger geschmückte Asamkirche besichtigen.

Große Einkaufszentren mit vielen verschiedenen Geschäften unter einem Dach findet man sowohl im Olympia-Einkaufszentrum, das über die gleichnamige Haltestelle von U1 und U3 zu erreichen ist, sowie im Einkaufszentrum PEP an der U5-Haltestelle Neuperlach Zentrum.

Leckere Spezialitäten aus München sowie aus aller Herren Länder findet man nicht nur auf dem Viktualienmarkt, sondern auch im Traditionshaus Dallmayr, dessen Kaffee-Werbespot aus dem Fernsehen bekannt ist. Es liegt in der Dienerstraße, einer Seitenstraße am Marienplatz. Souvenirs erhält man auch in den Kaufhäusern, vom Oktoberfestbier bis zum Lebkuchenherz.

Um rechtzeitig vorm Oktoberfest noch ein Dirndl zu erstehen, bietet sich die Straße Tal zwischen Marienplatz und Isartor an. Man könnte sie durch die Vielzahl an Dirndl- und Trachtengeschäften schon fast als Dirndl-Shoppingmeile bezeichnen. Hier findet man Dirndl schon für teilweise deutlich unter 100 EUR. Wer durch sein Dirndl nicht gleich als "Touri" entlarvt werden und mehr Geld ausgeben möchte, dem sei das Traditionsgeschäft Loden-Frey empfohlen.

Wer nicht so viel Geld erübrigen kann oder auf der Suche nach etwas Besonderem ist, kann sein Glück in zahlreichen Secondhand-Läden sowie auf mehreren Flohmärkten versuchen. Ein besonders zentral liegender Secondhand-Shop ist die ReSales-Filiale am Karlsplatz. Flohmärkte sind in München recht gleichmäßig verteilt. Ein besonders großer Flohmarkt ist auf dem Messegelände in München-Riem zu finden.

Weiß man nicht, wohin mit seinem ganzen Geld oder möchte man den Schönen und Reichen beim Einkaufen zusehen, lohnt ein Besuch der Maximilianstraße. Sie ist nicht nur architektonisch äußerst ansprechend. Hier reiht sich Nobelgeschäft an Nobelgeschäft, von Gucci bis Prada.

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Unterkünfte, Essen & Trinken, öffentlicher Nahverkehr

Wer preiswert aber gut im Hotel nächtigen möchte, dem sei die Kette Motel One empfohlen. Die Hotels liegen beispielsweise am Sendlinger Tor, am Ostbahnhof oder am Deutschen Museum. Je nach Lage ist das Doppelzimmer pro Nacht schon ab 49 EUR zu haben. Strebt man nach Luxus und hat das dafür nötige Kleingeld, wird man im Bayerischen Hof mitten in der Altstadt alles finden, was das Herz begehrt.

Generell gilt in München, dass man zu Messe- und Oktoberfestzeiten möglichst frühzeitig reservieren sollte. Da die Preise gerade zum Oktoberfest deutlich höher sind, sollte man während der Wies'n sein Quartier besser etwas außerhalb im S-Bahn-Bereich oder mit günstigem Autobahnanschluss buchen. Die dadurch mögliche Preisersparnis macht die längere Anfahrt zu den gewünschten Attraktionen durchaus wett.

Wer in München essen gehen möchte, hat die Qual der Wahl. Von Afghanisch bis Vietnamesisch sind hier so gut wie alle internationalen Küchen vertreten. Will man zentral gut und preiswert asiatisch oder italienisch essen, ist das Ocui zwischen Sendlinger Tor und Marienplatz empfehlenswert. Hier wird das Essen direkt vor den Augen des Kunden zubereitet und kann flexibel an seine Wünsche angepasst werden. Abends empfiehlt sich eine Reservierung, da es dann recht voll sein kann.

Ein besonderes Ambiente mit viel Stein- und Holzelementen sowie sehr viel freier Sicht nach draußen bietet das La Baracca am Maximiliansplatz 9. Vom Karlsplatz aus ist der beliebte Italiener fußläufig zu erreichen. Die Portionen sind hier zwar ziemlich klein, dafür für die Lage auch äußerst preisgünstig. Somit kann man durchaus auch mal ohne große Ausgaben mehrere Gänge einplanen. Außerdem gibt es einen Lounge-Bereich mit großzügigen Sofas und kleinen Tischen.

Für Kaffee-, Tee- und Frühstücksliebhaber ist das Café Kitchenette an der U6-Haltestelle Harras ein echter Geheimtipp. Es ist äußerst liebevoll dekoriert – man fühlt sich hier fast wie in einem Süßwarenladen von anno dazumal. Kuchenkreationen wie "Death by Chocolate" und erlesene Kaffee- und Teespezialitäten sowie die moderaten Preise sorgen dafür, dass das kleine Café gerade am Wochenende gut gefüllt ist. Hier sollte man besser reservieren, während unter der Woche meist noch ein Tisch zu finden ist. Sehr beliebt sind auch die verschiedenen Frühstücksvarianten, von Scones mit Clotted Cream bis hin zur Etagere für zwei mit allem, was das Herz begehrt.

Wer lieber zünftig bayerisch essen gehen möchte, erhält dazu am Marienplatz im Donisl eine für die zentrale Lage verblüffend günstige Möglichkeit. Allerdings ist er von Touristen entsprechend überlaufen. Wer aber ohne große Anfahrt einen Schweinsbraten oder Weißwürste zum kleinen Preis in traditionell bayerischer Wirtshaus-Atmosphäre essen möchte, ist hier richtig.

Im Sommer locken natürlich die zahlreichen Biergärten. Der Hirschgarten ist der größte in München und hat seit Kurzem auch seine eigene S-Bahn-Haltestelle an der Stammstrecke. Ganz nach bayerischer Biergartentradition darf man hier seine Brotzeit auch selbst mitbringen, nur die Getränke müssen dort erworben werden. Die Küche des Hirschgartens ist in erster Linie gutbürgerlich, aber teilweise mit durchaus modernen Anklängen. Auf der umfangreichen Karte wird fast jeder fündig werden. Ein sehr schön gelegener Biergarten ist der Paulaner-Biergarten am Nockherberg. Er ist mit der Tram 27 zu erreichen.

Will man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, ist das Tarifsystem eine Wissenschaft für sich. Wer wenig Zeit hat und schnell ein Ticket ziehen möchte, wird vermutlich verzweifeln. Auch Einheimische können nicht immer weiterhelfen, da diese meist ein Isarcard-Abo benutzen. Statt sich mit Ringen und Zonen zu plagen, sollte man sich am besten einfach je nach Personenzahl das entsprechende Tages- oder Mehrtagesticket für den Innenraum zulegen, sofern man diesen nicht verlässt. Damit fährt man auf jeden Fall am günstigsten, wenn man mehr als zwei Einzelfahrten fährt. Ansonsten gibt es separate Zusatztickets für den Außenraum.

Sightseeing der anderen Art bietet die Straßenbahn "München-Tram". Sie fährt eine Runde ab der Haltestelle Sendlinger Tor und fährt an vielen wichtigen Sehenswürdigkeiten in München vorbei – samt Erklärungen. Allerdings ist für die Fahrt ein gesondertes Ticket zu lösen.

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