Helsinki

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Helsinki   Quelle: pixelio.de   Fotograf: Birgit Winter

Helsinki ist die größte Stadt und zugleich Hauptstadt von Finnland. Zusammen mit Espoo, Kauiainen und Vantaa bildet es die Hauptstadtregion; zur Region Helsinki mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern zählen das genannte Gebiet sowie einige weitere Städte. Dies entspricht ungefähr einem Viertel der finnischen Gesamtbevölkerung.

Die Stadt Helsinki wurde auf Befehl des schwedischen Königs Gustav I. Wasa im Jahr 1550 als Konkurrenzhafen zur Hansstadt Reval (heute Tallinn) an der Mündung des Flusses Vantaanjoki gegründet. Durch die Eroberung Revals1561 im Livländischen Krieg verringerte sich die Bedeutung Helsinkis; zur Verbesserung des Meereszugangs wurde es im Jahr 1640 an seine heutige Stelle auf die Halbinsel Vironniemi verlegt. In den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten wurde Helsinki im Zuge mehrerer Kriegen zwischen Schweden und Russen zwei Mal weitgehend zerstört, jedoch danach wieder aufgebaut. Als Finnland im Jahr 1917 Souveränität erlangte, wurde Helsinki die Hautstaat des neuen Staates. Es folgten der finnische Bürgerkrieg sowie der Erste und Zweite Weltkrieg, bei denen die Stadt Helsinki relativ wenig Schäden erlitt.

Helsinki ist zusammen mit den umliegenden Städten das politische, wirtschaftliche, geistige und kulturelle Zentrum von Finnland.

In der Hauptstadt haben das Parlament, der Staatsrat, sämtliche Ministerien sowie der Präsident ihren Sitz, hinzu kommen der Oberste Gerichtshof und der Oberste Verwaltungsgerichtshof als höchste Gerichtsinstanzen.

Die wirtschaftliche Bedeutung Helsinkis für Finnland wird durch die Tatsache unterstrichen, dass dort ca. ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet wird. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Stadt von der Industrie entfernt; wirtschaftlicher Schwerpunkt sind heute der Dienstleistungsbereich und der Bereich der Informationstechnologie. Entsprechend finden sich in helsinki die Hautstandorte von nationalen und internationalen Konzernen und Banken, auch die Börse Helsinki ist hier angesiedelt.

Weiterhin befinden sich in Helsinki 13 Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen, von denen die Universität Helsinki die größe Universität Finnlands ist. Hinzu kommen mehrere Theater, Museen zu verschiedenen Themen sowie Musikhäuser. Ebenfalls finden in Helsinki regelmäßig Konzerte aller Stilrichtungen sowie Ausstellungen statt.

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Dom von Helsinki am Senatsplatz

Das bekannteste Wahrzeichen von Helsinki ist der erhöht gelegene und weithin sichtbare Dom (finn. Helsingin tuomiokirkko), der am Senatsplatz (finn. Senaatintori) im Stadtteil Kruununhaka gelegen ist. Beide bilden das klassizistische Zentrum der Stadt, das zwischen ca. 1820 und 1850 erbaut wurde. Heute präsentiert sich der Dom von Helsinki als Kreuzkuppelkirche mit einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes. Dominiert wird der Gesamteindruck durch die zentrale Kuppel, sowie die korinthischen Säulen mit den Giebeldreiecken an den Enden des Kreuzes. Hinzu kommen die vier Kuppeltürme in der Mitte des Kreuzes, die Statuen der 12 Apostel auf dem Dach, die zum Senatsplatz ausgerichtete monumentale Treppe sowie die beiden Pavillons; in einem Pavillon befinden sich die Glocken der Kirche. Die Räume im Inneren des Raumes des Doms sind simpel und in Weiß gehalten. Der einzige Schmuck sind die Statuen der Reformatoren Mikael Agricola, Philipp Melanchthon und Martin Luther in den Ecken des Kirchenraums, sowie die Kanzel mit dem goldenen Baldachin. Der Altar befindet sich an der Ost-, der Eingang an der Westseite.

Der ursprüngliche Entwurf des Doms stammt von Carl Ludwig Engel. Dieser Entwurf wurde nach dem Tod Engels im Jahr 1840 durch dessen Nachfolger E.B. Lohrmann verändert; der Dombau erstreckte sich von 1830 bis 1852.

Zunächst wurde die evangelisch-lutherische Domkirche zu Ehren von Zar Nikolaus I. nach dessen Namenspatron, dem heiligen Nikolaus, benannt. Nach der Unabhängigkeit Finnlands im Jahr 1917 wurde der Name in „Großkirche“ (finn. Suurkirkko) geändert. Seit der Gründung des Bistums Helsinki im Jahr 1959 ist sie Bistumskathedrale und wird als Dom von Helsinki bezeichnet.

Neben dem Dom von Helsinki sind das Hauptgebäude der Universität Helsinki, das Sederholm-Haus und das Senatsgebäude am Senatsplatz gelegen, in dessen Mitte sich eine Statue des finnlandfreundlichen russischen Zaren Alexander II befindet. Seinen Namen erhielt der Platz durch das Senatsgebäude, von dem aus der Senat in der Zarenzeit das Land regierte. Heute sitzt dort der Staatsrat als das finnische Regierungsorgan.

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Weitere bedeutende Kirchen Helsinkis: Felsenkirche und Uspenski-Kathedrale

Neben dem Dom hat die Stadt Helsinki weitere Kirchen, die zugleich Sehenswürdigkeiten sind. Hierzu zählen die evangelisch-lutherische Felsenkirche und die griechisch-orthodoxe Uspenski-Kathedrale; beide werden jährlich von ca. 500.000 Menschen besucht.

Nach den Plänen der Architekten Timo und Tuomo Suomalainen wurde die Felsenkirche (finn. Temppeliaukion kirkko) im Stadtteil Töölö gebaut und 1969 fertiggestellt. Für den Bau wurde ein Raum in einen Granitfelsen gesprengt; als Dach dient ein Kupfergerüst mit einer Gesamtlänge von 22 km in Form einer Kuppel, in das 180 Fenster eingelassen sind. Die Wände bestehen aus unbehauenem Fels. Vom Boden bis zur Kuppelspitze misst die Kirche 13 m.

Der Kirchenraum strahlt Ruhe aus und eignet sich für eine meditative Pause. Weiterhin finden hier aufgrund der sehr guten Akustik häufig Konzerte statt. Außerdem wird die Felsenkirche für die Gottesdienste der Kirchengemeinde von Taivallahti genutzt.

Die weithin sichtbare Uspenski-Kathedrale (finn. Uspenskin katedraali) am westlichen Ende der Halbinsel Katajanokka wurde von dem Architekten Alexej Gornostajew im russisch-byzantinischen Stil gestaltet und 1868 geweiht. Es handelt sich um die bedeutendste orthodoxe Kirche im westlichen Europa, deren russischer Name Maria-Entschlafens-Kathedrale bedeutet.

Die Uspenski-Kathedrale ist aus roten Ziegelsteinen gebaut und weist 13 Zwiebelkuppeln mit vergoldeten Spitzen auf. Der üppig ausgestattete Innenraum wird von vier mächtigen Granitsäulen, die die Hauptkuppel tragen, beherrscht. Eine der Ikonen gilt als wundertätig. In der Kathedrale finden die Gottesdienste der finnisch-orthodoxen Diözese Helsinki statt.

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Gebäude im Stil des Funktionalismus: Finlandia-Halle, Lasipalatsi und Olympiastadion Helsinki

Viele der Gebäude Helsinkis sind im Stil des Funktionalismus erreicht. Zu diesen zählen die Finlandia-Halle, der Lasipalatsi und das Olympiastadion.

Nach einem Entwurf des Architekten Alvar Aalto wurde die Finlandia-Halle (finn. Finlandiatalo) im Jahr 1971 am südlichen Ende der Bucht Töölönlahti im Stil des Funktionalismus fertiggestellt. Sie dient als Konzert- und Kongressgebäude und ist funktionell ausgerichtet. Erwähnenswert ist, dass in der Finlandia-Halle im Jahr 1975 die Schlussakte der Konferenz über die Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) unterzeichnet wurde.

Wie die Finlandia-Halle ist der Lasipalatsi (deutsch: Glaspalast) ein funktionalistisches Gebäude. Sie wurde von den finnischen Architekten Viljo Revell, Heimo Riihimäki und Niilo Kokko entworfen und von 1935 bis 1936 an der Hauptstraße Mannerheimintie im Stadtteil Kampii gebaut.

Ursprünglich war der Lasipalatsi nicht als permanentes Gebäude vorgesehen. Die populären Geschäfte, Büros und das sehr große Kino Bio Rex verhinderten jedoch den Abriss. Im Lauf der Zeit verfiel das Gebäude, es drohte der Abriss. Von 1995 bis 1998 wurde es u.a. durch finanzielle Mittel aus der Europäischen Union unter den Architekten Pia Ilonen und Minna Lukander und dem Innenarchitekten Architekt Martti Lukander aufwendig saniert.

Heute umfasst der Lasipalatsi ein Medien- und Kulturzentrum sowie die zugehörige Gastronomie. Im Obergeschoss befindet sich die sogenannte „Cable Library“, die einen kostenlosen Zugang ins Internet über einen mitgebrachten Laptop oder einen stationären Rechner ermöglicht.

Das Olympiastadion Helsinki (finn. Helsingin olympiastadion) wurde von 1934 bis 1938 im Stadtteil Töölö nach den Plänen der Architekten Yrjö Lindegren und Toivo Jäntii im Stil des Funktionalismus errichtet. Umbauten und Renovierungen erfolgten von 1994 bis 1998 sowie im Jahr 2005. Ursprünglich sollten die Olympischen Spiele von 1940 dort ausgetragen werden, die jedoch wegen des Zweiten Weltkriegs ausfielen. Wahrzeichen des Olympiastadions ist der Turm mit einer Höhe von 72,71 m – dies entspricht der Höhe, die Matti Järvinen, der finnische Olympiasieger von 1932 im Speerwurf, erzielte. Weiterhin ist vor dem Stadion eine Statue von Paavo Nurmi, dem neunfachen finnischen Olympiasieger im Langlauf, mit einer Gedenktafel aufgestellt.

Im Olympiastadion wurden bereits Olympische Sommerspiele, Leichtathletik-Europameisterschaften, Leichtathletik-Weltmeisterschafften und die Fußball-Europameisterschaft der Frauen ausgetragen. Außerdem ist es Heimat der finnischen Fußballnationalmannschaft und wird für Konzerte genutzt.

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Gebäude im Jugendstil: Hauptbahnhof von Helsinki, Finnisches Nationalmuseum und Kirche von Kallio

Neben dem Klassizismus und dem Funktionalismus sind viele Gebäude Helsinkis im Jugendstil gehalten. Beispiele sind der Hauptbahnhof von Helsinki, das Finnische Nationalmuseum, die Kirche in Kallio sowie Wohnhäuser in den Stadtteilen Katajanokka, Kruununhaka und Eira.

Der erste Bahnhof Helsinkis wurde von dem Architekten Carl Albert Edelfeldt geplant und 1860 errichtet. Dieser bewies sich schnell als zu klein. Bei der Erweiterung wurden Pläne des Architekten Eliel Saarinen, der als bekanntester Vertreter der finnischen Jugendstilarchitektur gilt, umgesetzt. Der Umbau erfolgte von 1904 bis 1919 zu dem heute bekannten Hauptbahnhof von Helsinki (finn. Helsingin päärautatieasema), der als Wahreichen der Stadt gilt. Die unterirdische Einkaufspassage Asematunneli (deutsch: Bahnhofstunnel) erbaute man in den 1960-iger Jahren. Unter dieser wurde später der U-Bahnhof errichtet. Nach 2000 wurden die Bahnsteige nach den Plänen von Eliel Saarinen mit Glas überdacht. Weiterhin wurden ein Holiday Inn-Hotel und ein anschließendes Einkaufszentrum eröffnet. Die Fassade des Hauptbahnhofs von Helsinki ist aus finnischem Granit hergestellt; Besonderheiten sind der türkisgrün gehaltene Uhrturm, sowie die neben dem Haupteingang stehenden Statuen des Bildhauers Emil Wikström.

Der Hauptbahnhof von Helsinki (finn.) ist der zentrale Kontenpunkt des Nah- und Fernverkehrs in der Region Helsinki. Er ist Endstation aller Linien der S-Bahn Helsinki und Heimatbahnhof der finnischen Staatsbahn VR; außerdem verfügt er über eine Verladestelle für Fernreisezüge. Vor dem Bahnhof befinden sich die Busbahnhöfe Bahnhofsplatz (finn. Rautatientori) und Elielplatz (finn. Elielinaukio), von denen zahlreiche Buslinien und Straßenbahn Helsinkis abfahren. Unterhalb des Bahnhofs befindet sich die Haltestelle Bahnhofsplatz (finn. Rautatientori) der Metro Helsinkis.

Wie auch der Bahnhof von Helsinki ist das Finnische Nationalmuseum (finn. Suomen kansallismuseo) im Jugendstil gehalten. Es wurde von den Architekten Herman Gesellius, Armas Lindgren und Eliel Saarinen entworfen und von 1906 bis 1910 gebaut.

Das Museum widmet sich der Geschichte Finnlands von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Entsprechend dieser Ausrichtung ist die ständige Ausstellung in sechs Teile gegliedert, die sich mit der finnischen Frühgeschichte, der geschichtlichen Entwicklung des Staates bis zum Mittelalter bzw. bis zum frühen 20. Jahrhundert, dem Leben auf dem Land vor der Industrialisierung, den Waffen und dem Geld sowie der Unabhängigkeit und Kultur im 20. Jahrhundert befassen.

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Suomenlinna

Ein Wahrzeichen von Helsinki, Weltkulturerbstätte der UNESCO und die größte Meeresfestung Skandinaviens ist Suomenlinna. Hierbei handelt es sich um bewohnte Inseln vor dem Hafen von Helsinki, auf denen sich die Festung Suomenlinna (deutsch: Finnlands Burg) befindet. Außerdem dient Suomenlinna als beliebtes Ausflugsziel, da man dort vier Museen und eine Multivisionsshow besuchen, ein U-Boot sowie Kunstausstellungen besichtigen sowie spazieren gehen kann. Hinzu kommt die zugehörige Gastronomie. Erreichbar sind die Inseln mit der Fähre vom Marktplatz (finn. Kauppatori) Helsinkis.

Die Geschichte der Festungsburg Suomenlinna ist sehr vielschichtig. Begonnen wurde der Bau 1748, als Finnland noch Teil des schwedischen Königsreichs war. Sie sollte als Schutz gegen das mit der Gründung von Sankt Petersburg im Ostseeraum erstarkende Russische Reich dienen. Zu dieser Zeit war der finnische Name der Festung Viapori. Im Zuge der Kapitulation des schwedischen Königsreiches nach dem russisch-schwedischen Krieg von 1808 bis 1809 ging die Festung an die Russen, die anschließend ganz Finnland besetzten; Finnland wurde autonomes Großfürstentum im Russischen Reich.

Der Ausbau der Festung nach 1809 endete mit dem Krimkrieg von 1854 bis 1856, in dem die englischen und französischen Streitkräfte die Festung beschossen und stark beschädigten; im Zuge des Wiederaufbaus wurde die Anlage erweitert. Der Erste Weltkrieg hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die Festungsburg. Dies änderte sich mit der Russischen Revolution, in der die Finnen ihre Unabhängigkeit erlangten; die Festungsburg ging an die Finnen und erhielt den Namen Suomenlinna. Im finnischen Bürgerkrieg 1918 diente sie als Gefängnis. In den darauf folgenden Jahren und Jahrzehnten verlor sie an Bedeutung und verfiel. Im Jahr 1974 ging sie schließlich vom Verteidigungs- auf das Bildungsministerium über.

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Nachtleben

In Helsinki findet sich ein ausgeprägtes Nachtleben, das sich auf die Innenstadt von Helsinki sowie das ehemalige Arbeiterviertel Kallio konzentriert. Insbesondere am Wochenende sind die Clubs, Bars, Discos und Straßen voll, jedoch kann man auch in der Woche gut ausgehen. Anzumerken ist, dass die Lokalitäten spätestens um 3 Uhr oder 4 Uhr schließen. Auch liegen die Altergrenzen für den Besuch von Clubs, Bars und Discos hoch und variieren im Verlauf der Woche.

In der Innenstadt sind die Clubs, Discos und Bars in der Regel trendig und teuer. So sind beispielsweise Den Kungliga Klubben, Helsinki Punavuoren Soho, The Club und Baarikärpänen angesagte Clubs, Belge Bar & Bistro, Bierhuis Rotterdam, Praha, Baarikärpänen, Dubliner und Molly Malone’s Irish Bar angesagte Kneipen und Åbo, Oujee und Kantis angesagte Bars. Typisch für Finnland sind Karaokebars und insbesondere das Jone’s. Ebenfalls gibt es Karaoketaxis. Zu den etwas ausgefallenen Lokalitäten Helsinkis zählt die Kneipe Moskva, in der man sich in einem Film von Aki Kaurismäki hineinversetzt fühlt. Sehr kühl wird es in der Bar Jääbari (Eisbar), während die Ateljee Bar die beste Aussicht über Helsinki ermöglicht. Das Zetor bietet finnischen Humor in Verbindung mit einem Hauch von Landleben.

In Kallio ist im Vergleich zur Innenstadt die Atmosphäre etwas rauer und dunkler und das Bier etwas billiger. Angesagte Kneipen, Bars und Clubs sind beispielsweise das Roskapankki, Abin Baari, Bar 21, Lepakkmies und Mambo.

Die Musikrichtung „Heavy Metal“ ist in Finnland von großer Bedeutung und wird von allen Bevölkerungsschichten gehört. Entsprechend wird Heavy Metal in der Innenstadt in den Bars und Clubs Rocktown, Heavy Corner, On the Rocks, Kantis und Onnela und in Kallio in den Bars und Clubs Tauko und Nightlife Rock gespielt. Typische Liveclubs sind das Nosturi, Dante’s Highlight, Seminfinal und Tavastia.

Bars für Homosexuelle sind das Dtm, Lost & Found, Nalle Pub und Fairytale.

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Shopping

Wie in den meisten Hautstädten der Welt kann man in Helsinki gut einkaufen; für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel findet sich das Passende.

Die Straße Esplanadi mit grüner Parkanlage, ihre Parallelstraße Aleksanterinkatu sowie ihre Querstraßen gelten als das Shoppingparadies im Herzen der Stadt. Dort finden sich Einkaufsmeilen, kleine Läden, Cafés, Galerien und angesagte Lokale; erhältlich sind Mode, Textilien, Schmuck und Dekorationsgegenstände. So liegt an der Straße Aleksanterinkatu das Stockmann, das als größtes Kaufhaus Skandinaviens alles - wenn auch nicht immer zu den günstigsten Preisen - führt. Hier findet sich auch eine umfangreiche Souvenirabteilung. Ebenfalls an der Aleksanterinkatu befindet sich der Kiseleff Basar. Hierbei handelt es sich 20 kleine Läden in einer Warenhalle im Empirestil, die vorwiegend gutes Kunsthandwerk bieten und somit ein alternatives Einkaufserlebnis ermöglichen. Hier befindet sich ebenfalls das Café Senaatti.

Weitere bekannte Einkaufsmeilen und -passagen in Helsinki sind das Forum und die Kämp-Galerie, die jeweils über 120 Einzelgeschäfte sowie die entsprechenden Gastronomiebetriebe umfassen. Die Kämp-Galerie bietet ein edles Ambiente für Mode, Schmuck und wertvolle Accessoires; hier befinden sich ebenfalls Busbahnhöfe und eine Metrostation. Eine weitere Einkaufswelt ist das Itäkeskus im östlichen Teil Helsinkis.

Besonders zu erwähnen ist der Design District Helsinki. Zu dieser Vereinigung haben sich verschiedene Boutiquen, Silberschmiede, Keramiker, Recyclingkunst-Geschäfte und andere Kunsthandwerker rund um die Straße Uudenmaankatu zusammengeschlossen; die Geschäfte sind an weißer Schrift im schwarzen Punkt zu erkennen.

Eine weitere Alternative zum Shoppen stellen die Märkte dar, auf denen neben Lebensmitteln auch Blumen, Souvenirs und Kunsthandwerk verkauft werden. Zu nennen sind hier die Märkte Kauppatori, Hakaniementori und Töölöntori

Auf dem Flohmarkt Hietalahdentori werden auch Möbel und antike Gegenstände angeboten.

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Unterkünfte, Restaurants, öffentlicher Verkehr

Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung verfügt Helsinki über eine Vielzahl an Unterkünften, wobei die Unterbringung generell teuer, aber auf hohem Standard ist. Hotels sind am Wochenende tendenziell billiger.

Hotels gibt es in den verschiedensten Stilrichtungen und Preisklassen. Zur gehobenen Kategorie gehören das Hotel Kämp, das Radisson Plaza und das Hilton Helsinki Kalastajatorppa Hotel. Nennenswerte Hotels der Mittelklasse sind das Radisson SAS Seaside, Hotelli Finn, Hotel Helka sowie das Bed and Breakfast Panorama Suite. Eine kostengünstige Alternative sind die Jugendherbergen wie Eurohostel, Stadion Hostel, Karjalaisten kesäkoti und Hostel Suomenlinna, sowie der Campingplatz Rastila Camping für Campingfreunde.

Die besten Restaurants Finnlands mit internationaler Küche sind in Helsinki zu finden, wobei man mittags am preisgünstigen essen kann. Abends muss man mit 20 Euro und mehr für ein Gericht rechnen. Preisgünstige Restaurants sind beispielsweise das Golden Rax, Carrols, VPK und die Unicafes. Der mittleren Preiskategorie sind die Restaurants Zetor, Konstantin Mölja sowie des Lasipalatsi sowie die Brasserie Kämp zuzurechnen; zur gehobenen Klasse zählt Chez Dominique. Neben den Restaurants sind einige Cafés von Bedeutung. Hier ist insbesondere das im klassizistischen Stil erbaute Café Kappeli zu nennen, aber auch die Cafés Engel, Ekberg, Frazer und Strindberg.

Helsinki verfügt über ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, das aus Straßenbahn, Metro, S-Bahn und Fähre besteht und von der HKL geführt wird.

Für Touristen ist die Straßenbahn sehr interessant, insbesondere die Linien 3T und 3B, die die Stadt in gegengesetzter Richtung im Kreis umfahren. Die Metro verbindet die Innenstadt mit den östlichen Vororten, während die S-Bahn die nächstgelegenen Städte wie Leppävaara, Tikkurila und Lahti anfährt. Mit dem Bus sind alle Teile der Hauptstadt in der Zeit von 5:30 Uhr bis 23:45 Uhr zu erreichen; in der Nacht fahren gegebenenfalls Nachtlinien. Mit der Fähre sind Suomalinna und der Zoo zu erreichen.

Fahrkarten sind je nach Art über Handy, beim Fahrer und am Automaten erhältlich. Sie sind bar oder mittels einer Travel Card bezahlbar. Die Travel Card ist an dem Kiosk oder in den HKL-Filialen erhältlich und gibt einen Rabatt auf den Normalpreis. Des Weiteren sind Mehrtageskarten erhältlich.

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