Budapest

Budapest

Kettenbrücke und die Budapester Burg
Kettenbrücke und die Budapester Burg
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Budapest ist die Hauptstadt und größte Stadt der Republik Ungarn. Zugleich ist sie mit ca. 1,8 Millionen Einwohnern die größte Stadt an der Donau. Im Jahr 1873 entstand sie aus der Zusammenlegung der zuvor selbständigen Städte Buda, Óbuda und Pest.

Ursprung von Budapest ist ein römisches Militärlager, dessen Gründung im Jahr 89 zur Entstehung der römischen Siedlung Aquincum führte. Im Zuge der Völkerwanderung Ende des 4. Jahrhunderts und des Zusammenbruchs des Römischen Reiches siedelten sich ab 896 uralische Völker (Ungarn) in dem Gebiet an. Zunächst wuchsen der Herrschaftsbereich der Ungarn und die dort liegenden Ansiedlungen Buda, Óbuda und Pest, jedoch kam es immer wieder zur Zerstörung und Besetzung der Städte sowie zur Verschiebung des ungarischen Herrschaftsgebiets. Zu nennen sind die Einfälle der Mongolen und Osmanen im 13. bzw. 15. Jahrhundert. Nach den jeweiligen Zerstörungen wurden die Städte Buda, Pest und Óbuda wieder aufgebaut. Es folgte die Regentschaft der Habsburger. Im Jahr 1867 kam es infolge der Ungarischen Revolution zum Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn; Ungarn wurde weitgehend unabhängig. Weitere Rückschläge in der Entwicklung Budapests waren der Verlust des Ersten Weltkriegs, der Austritt Ungarns aus der Donaumonarchie und insbesondere die Zerstörung der Stadt im Zuge des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg wurde im Jahr 1949 die Volksrepublik Ungarn gegründet; in Budapest wurde die Republik Ungarn im Jahr 1989 ausgerufen.

Budapest ist das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Ungarns. So findet sich in der Stadt eine Vielzahl an Unternehmen sowie Verwaltungseinrichtungen. Auch sind hier 26 Universitäten und Fachhochschulen mit Schwerpunkt im Bereich von Wirtschaft und Technik, sieben Theater, mehrere Konzerthäuser, mehr als 30 Museen sowie viele Galerien angesiedelt. Weiterhin finden jährlich verschiedene Kultur- und Musikfestivals statt.

Eine Besonderheit Budapests ist die Vielzahl an Thermalquellen, durch die viele Thermal- und gewöhnliche Bäder gespeist werden; entsprechend gilt Budapest als größte Kurstadt Europas.

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Brücken über die Donau mit der Kettenbrücke als Wahrzeichen von Budapest

Eine Hauptattraktion von Budapest ist die Donau mit ihren das gesamte Stadtbild prägenden Brücken. Hierbei handelt es sich von Nord nach Süd um die Megyeri-, Nördliche Eisenbahn-, Árpápd-, Margareten-, Kossuth-, Ketten-, Elisabeth-, Freiheits-, Petõfi-, Lágymányosi-, Südliche Eisenbahn- und Hárosi-M0-Brücke. Unter diesen ist die Kettenbrücke die bedeutendste und älteste Brücke und zugleich Wahrzeichen der Stadt. Ebenfalls ist sie ein Nationalsymbol für den Aufbruch in eine neue Identität.

Die Kettenbrücke (ung. Széchenyi Lánchíd) verbindet den Roosevelt-Platz (ung. Roosevelt tér) in der Pester Innenstadt mit dem Adam-Clark-Platz (ung. Clark Ádám tér) vor dem Budaer Burgberg. Bei ihrer Einweihung war sie die erste Brücke über die Donau unterhalb von Regensburg. Bei der Kettenbrücke handelt es sich um eine Hängebrücke von klassizistischem Aufbau. Sie hat zwei triumphbogenartige Stützpfeiler mit einer Durchgangsbreite von 6,50 m und einer Entfernung von 202 m, durch die die eisernen Ketten des 375 m langen Brückenkörpers verlaufen. Bei ihrer Erstellung betrug das Gewicht der Konstruktion 2.000 t, heute liegt es aufgrund einer Vielzahl an Veränderungen deutlich höher.

Bereits 1776 bestand eine Pontonbrücke aus 46 Schwimmkörpern zwischen den Städten Buda und Pest, die jedoch jeden Winter abgebaut werden musste. Um eine Brücke über die Donau aus Stahl und Eisen zu errichten, die dem Eisgang im Fluss standhielt, initiierte Graf István Széchenyi 1832 die Gründung des Budapester Brückenvereins. Unfreiwillige Unterstützung fanden die Pläne durch ein verheerendes Hochwasser, das die beiden Städte Buda und Pest zerstörte. Für den Wiederaufbau und als Initiative für einen Neubeginn wurden größere Geldmittel bereitgestellt, mit denen u.a. die Kettenbrücke errichtet wurde. Der Entwurf der Brücke stammte von William Tierny Clark, die Bauleitung übernahm Adam Clark, als Organisator des Baus fungierte Graf István Széchenyi. Am 24. August 1842 erfolgte die Grundsteinlegung, am 20. November 1849 war der Bau beendet. Im Jahr 1915 wurde die Brücke überarbeitet und Holzteile durch Eisen und Stahl ersetzt. Wie alle anderen Brücken Budapests wurde die Kettenbrücke am 18. Januar 1945 und somit gegen Ende des 2. Weltkriegs durch die abziehenden deutschen Soldaten gesprengt. Am 21. November 1949 wurde sie nach umfänglichen Rekonstruktionsarbeiten wiedereröffnet.

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Burgpalast (ung. Budavári palota)

Das monumentale Wahrzeichen von Budapest und größte Gebäude Ungarns ist der Burgpalast (ung. Budavári palota) mit seiner charakteristischen Mittelkuppel auf dem Burgberg am Budaer Ufer von Budapest.

Er wurde von König Béla IV. im 13. Jahrhundert errichtet und diente fortan als Wehranlage und als Residenz der Könige von Ungarn. Zwischen dem 13. und 20. Jahrhundert wurde der Burgpalast zwei Mal fast vollständig zerstört und wieder aufgebaut. Diese Zerstörungen ereigneten sich im Jahr 1578 durch eine gewaltige Explosion in der Pulverkammer des Palasts während der Zeit der Osmanenherrschaft sowie in den Jahren 1944/1945 durch die Schlacht um Budapest, die mit besonderer Härte geführt wurde, da sich in dem Höhlensystem unter dem Burgberg das Hauptquartier der deutschen Soldaten befand. Nach den Zerstörungen wurde der Burgpalast wieder im Stil der jeweiligen Epoche aufgebaut. Über Jahrhunderte wurde außerdem das Gebäude häufig aus- und umgebaut, so dass jeder Regent und architektonische Stil an dem Palast seine Spuren hinterließ. Nach dem zweiten Weltkrieg begann man mit dem Wiederaufbau, wobei es gelang, Teile aus dem Mittelalter zu rekonstruieren. Insgesamt finden sich in dem Gebäude Stilelemente aus der Gotik und Renaissance. Bereits im Jahr 1968 wurden die wiederhergestellten Teile des Burgpalasts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die Restaurierungsarbeiten dauerten jedoch bis ins Jahr 1978. Noch heute werden gelegentlich Rekonstruktionsarbeiten durchgeführt.

Im Burgpalast befinden sich heute drei Museen. Hierbei handelt es sich um die Nationalgalerie (ung. Magyar Nemzeti Galéria), die Kunstwerke vom frühen Mittelalter bis in die Moderne sowie eine Medaillensammlung zeigt, das Budapester Historische Museum (ung. Budapesti Történeti Múzeum), das sich der Geschichte Budapests von der Ur- bis in die Neuzeit widmet, sowie die Széchényi-Nationalbibliothek (ung. Országos Széchényi Könyvtár), die ca. 8 Millionen Bücher, Manuskripte, Handschriften und Landkarten umfasst, die Budapester Blätter als eine der ältesten Sammlungen mittelalterlichen Liederhandschriften präsentiert und Teile aus der Bibliothek von Matthias Corvinus bewahrt.

Weiterhin wird der Burgpalast für repräsentative Anlässe durch die ungarische Regierung genutzt.

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Burgviertel

Neben dem Burgpalast ist das Burgviertel (ung. Várnegyed) eine Sehenswürdigkeit Budapests. Es entstand aus dem alten Budaer Stadtkern und erstreckt sich vom Wiener Tor (ung. Bécsi kapu) bis zum St.-Georgs-Platz (ung. Szent György tér).

Das Burgviertel entstand im 13. Jahrhundert als Bürgerstadt zu dem in dieser Zeit unter König Béla IV. errichteten Burgpalast. Wie der Palast wurde es im Verlauf der Türkenkriege und des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört und wieder aufgebaut. Heute finden sich hier überwiegend Gebäude im barocken Stil, jedoch sind auch andere architektonische Ausrichtungen vertreten. Erwähnenswerte Plätze des Burgviertels sind der Andreas-Hess-Platz (ung. Hess András tér), Dreifaltigkeitsplatz (ung. Szentháromság tér), Ehrenplatz (ung. Dísz tér) und Kapisztrán-Platz (ung. Kapisztrán tér), sehenswerte Gassen und Straßen die Táncsics Mihály-Straße (ung. Táncsics Mihály utca), Gasse des Schatzmeisters (ung. Tárnok utca), Herrengasse (ung. Úri utca), Parlamentsgasse (ung. Országház utca) und Fortunastraße (ung. Fortuna utca).

Die am Dreifaltigkeitsplatz gelegene Matthiaskirche (ung. Mátyás templom) ist die bekannteste Kirche Budapests. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert auf Befehl von König Béla IV. als romanische Basilika errichtet und im 14. Jahrhundert zur gotischen Hallenkirche umgebaut. Im Jahr 1470 ließ König Matthias Corvinus einen fünfgeschossigen Turm und das Oratorium errichten. Unter der nachfolgenden Herrschaft der Türken wurde die Kirche zur Büyük Camii (Große Moschee). Bei der Befreiung Budapests von den Osmanen wurde die Matthiaskirche fast vollständig zerstört und durch den Orden der Jesuiten im barocken Stil wiederaufgebaut. Eine Umgestaltung im Stil der Neugotik fand im 19. Jahrhundert durch den dem Architekten Frigyes Schulek statt; dieses Aussehen wurde beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg beibehalten. Charakteristisch für die Matthiaskirche sind die beiden völlig ungleichen Türme.

Neben der Matthiaskirche befindet sich die Fischerbastei (ung. Halászbástya). Ihre Bezeichnung geht auf die Fischer aus dem darunter liegenden Viertel zurück, die diesen Abschnitt der Festungsmauer verteidigten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Fischerbastei von dem Architekten Frigyes Schulek im neoromanischen Stil neu gestaltet. Von dort hat man einen ausgezeichneten Blick auf die Stadt Budapest.

Im Jahr 1987 wurde das Budaer Burgviertel – zusammen mit der Matthiaskirche, dem Donauufer und der Andrássy-Straße (ung. Andrássy út) - in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

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Thermalbäder in Budapest

Da Budapest über 120 heiße Quellen verfügt, aus denen täglich mehr als 30.000 Kubikmeter mineralstoffreiches Wasser abgegeben werden, gilt die Stadt als größte Kurstadt Europas. Schon im 2. Jahrhundert wurde von den Römern die Badekultur in Aquincum, dem heutigen Budapest, etabliert. Mit dem Rückzug der Römer aus Mitteleuropa ging diese Kultur verloren; sie wurde jedoch von den Osmanen im 16. und 17. Jahrhundert wieder belebt und ist bis heute erhalten. Einen Höhepunkt erlebte die Badekultur Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurden viele Bäder als gigantische Repräsentativbauten errichtet. Seit dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts wurden viele Bäder restauriert. Einige sehenswerte Bäder sind das Rudas-, Király- und Gellért-Bad.

Das Rudas-Bad wurde 1550 als Thermalbad gegründet und 1566 von Pascha Szokoli Musztafa umgebaut. Trotz einiger weiterer Veränderung und Anbauten ist der zentrale Thermalbereich seit 450 Jahren nahezu unverändert und gilt als das ästhetischste von den Osmanen erbaute Bad. Im Thermalbereich befindet sich über einem achteckigen und von drei Quellen gespeisten Mittelbecken eine Kuppel aus farbigem Glas, die von neun roten Marmorsäulen getragen wird. Zusätzlich befinden sich in den Ecken des Raums vier weitere kleine, unterschiedlich temperierte Becken. Ursprünglich war die Kuppel die einzige Lichtquelle.

Die türkische Badekultur ist ebenfalls im Király-Bad spürbar. Es wurde vermutlich 1565 durch Pascha Arszlán errichtet und wird von den Quellen des Lukács-Bads gespeist. Im Gegensatz zum Rudas-Bad hat das Király-Bad mehrere Veränderungen erfahren und erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. Das berühmteste Bad Budapests ist das Gellért-Bad, das gemeinsam mit dem Gellért Hotel 1918 errichtet wurde. Das im eklektischen Sezessionsstil gehaltene sehr große Bad ist trotz der Kriege nahezu unverändert geblieben. Das von verspielt gestalteten und mosaikgeschmückten Mauern eingerahmte Außenbecken war das erste Wellenbad weltweit.

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Kirchen in Budapest: St. Stephans-Basilika und Synagoge der Dohánystraße

Neben der Matthiaskirche gibt es weitere wichtige Gotteshäuser in Budapest, die zugleich Sehenswürdigkeiten sind. Zu diesen zählen die St. Stephans-Kathedrale sowie die Synagoge der Dohánystraße.

Die St. Stephans-Basilika (ung. Szent István- bazilika) liegt am St. Stephans-Platz (ung. Szent István tér) in der Nähe der Kettenbrücke im Stadtteil Pest. Sie ist die größte Kirche Budapests, in der mehr als 8.000 Menschen Platz finden. Gewidmet ist die Kirche König István, dem ersten christlichen König Ungarns.

Gebaut wurde die Basilika von 1867 bis 1906, geweiht wurde sie im Jahr 1905. Die lange Bauzeit erklärt sich durch den schwierigen Bauuntergrund an der Donau sowie den Zusammenbruch der Kuppel im Jahr 1868, wodurch das halbfertige Gebäude zerstört wurde. Der Bau erfolgte unter den Architekten József Hild, Miklós Ybl und József Kauser im klassizistischen sowie Neorenaissancestil. Die bedeutendsten Kunstwerke in der St. Stephans-Kathedrale sind das Gemälde „Der Heilige Stephan empfiehlt Ungarn der Hl. Jungfrau Maria“ von Gyula Benczúr und mehrere Statuen von Alajos Stróbl. Des Weiteren findet sich hier als Reliquie die mumifizierte rechte Hand von König István.

Die Synagoge der Dohánystraße (ung. Dohány utcai zsinagóga) ist die größte Synagoge in Europa. Sie liegt in der Dohány-Straße im Stadtteil Pest und somit im ehemaligen jüdischen Viertel der Stadt. Um auf die nahöstlichen Wurzeln des Judentums zu verwiesen, wurde die Synagoge mit den beiden Zwiebeltürmen von 1854 bis 1859 nach den Plänen von Ludwig Förster im byzantinisch-maurischen Stil erbaut. Das Sanktuarium wurde von Friedrich Feszel geplant. Darüber hinaus verfügt die Synagoge über eine Orgel, auf der bereits Franz Liszt und Camille Saint-Saëns gespielt haben. An den Holocaust erinnert sowohl das Jüdische Museum (ung. Zsidó Múzeum) im Seitenflügel der Synagoge als auch das Denkmal des Bildhauers Imre Varga im Synagogenhof, das den Baum des Lebens darstellt.

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Nachtleben

Budapest verfügt über ein ausgeprägtes Nachtleben mit vielen Clubs, Bars und Kneipen. So finden sich zahlreiche Restaurants, Bistros, Kneipen und Kaffeehäuser am Liszt Ferenc tér, während zwei Kneipen mit künstlerischem Flair am Klauzal tér und zwei Restaurants und eine Bar an der Kreuzung der Hajós utca mit der Ó utca liegen.

In den Clubs wird Musik unterschiedlichster Richtungen gespielt. Der größte Club - ein Geheimtipp der Partygänger - ist das Morrison's 2, in dem Mainstream, Schlager und Karaoke geboten werden. Ein weiterer angesagter, aber nur im Sommer geöffneter Club ist der RIO, in dem elektronische Musik, insbesondere House, gespielt wird. Jazz steht auf dem Programm des Gödör Club, der insbesondere von Studenten besucht wird. Im Sommer ist ebenfalls das Mumus zu empfehlen. Ein weiterer Club, in dem viele Studentenbands spielen, ist das Montmartre.

Spezifischen alkoholischen Getränken widmet man sich im Rézangyal und Abszint. Im Rézangyal bekommt man Schnäpse für einen guten Preis; empfehlenswert ist der Aprikosen-Honig-Schnaps. Im Abszint ist neben Cocktails sowie guten ungarischen und französischen Gerichten natürlich Absinth erhältlich.

Darüber hinaus sind im Sommer etwas abseits des Zentrums Biergärten in der Nähe des Donauufers zu finden, in denen häufig Bands spielen. Besonders zu nennen ist hier das Zöld-(Green)Pardon. Im Trend ist in Budapest die Kombination aus moderner Architektur und Kultur. So finden im Millenáris, einem alten Fabrikgelände mit modernen Elementen, Blues- und Jazzkonzerte sowie Kunstausstellungen statt. Ebenfalls interessant ist das Tuzraktér. In dem denkmalgeschützten ehemaligen Schulgebäude werden Theater- und Tanzvorstellungen, Ausstellungen, Konzerte und Modeschauen junger Künstler geboten.

Vorsichtig sollte man beim Besuch von Nachtclubs mit erotischer Ausrichtung sein. Hier gibt es häufig und nicht notwendigerweise angekündigt die First-Drink-Regel, nach der auf den ersten Drink ein Aufschlag erhoben wird; der Drink kann so durchaus 70 Euro kosten. Hier sollte man unbedingt mit den Türstehern absprechen, wie hoch die Kosten für den Eintritt und den ersten Drink sind. Hierbei sollte das Handeln nicht vergessen werden.

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Shopping

Wie in allen anderen Hauptstädten Europas bieten sich in Budapest viele Einkaufsmöglichkeiten; die Wünsche fast aller Kunden sind erfüllbar.

Die wichtigsten Einkaufsstraßen liegen im 5. Bezirk und somit in der Innenstadt. Zu nennen sind die Váci utca, in der man Geschäfte berühmter Markenfirmen, aber auch das Folkart Centrum mit ungarischer Volkskunst in Form von Decken, Puppen und Geschirr findet. In der Deák Ferenc utca, auch „Fashion Street“ genannt, liegen Geschäfte berühmter und teurer Markenfirmen wie Lacoste, MaxMara und Hugo Boss. Weitere teure, aber auch anspruchsvolle Designergeschäfte finden sich an der Prachtstraße Andrássy út. Beispielsweise ist hier das Herender Porzellan erhältlich.

Nach der Schließung des Kaufhauses „Luxus“ gibt es kaum noch Kaufhäuser. Diese wurden - wie in fast allen Ländern Europas - von Einkaufszentren und Shoppingmalls abgelöst, die sowohl im Stadtzentrum als auch am Rand der Stadt liegen. Die größte und wahrscheinlich architektonisch anspruchsvollste Shoppingmall Mitteleuropas ist das Westend City Center in im Zentrum von Budapest, der das Hotel WestEnd Hilton Budapest angegliedert ist. In der Mall befinden sich über 400 Geschäfte.

Ebenfalls von Interesse ist die Központi Vásárcsarnok (deutsch: Zentrale Markthalle). Dort sind die Dinge des täglichen Lebens wie Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch erhältlich; hier decken die Einheimischen ihren täglichen Bedarf. Zusätzlich werden im ersten Stock Souvenirs und Kunstgegenstände angeboten, wobei sich beim Kauf kräftiges Handeln empfiehlt.

Eine weitere Einkaufsalternative sind die Flohmärkte. Am bekanntesten ist der Ecseri Markt, der täglich morgens und am frühen Nachmittag geöffnet hat. Ein weiterer, nur am Samstag- und Sonntagmorgen geöffneter Flohmarkt befindet sich vor der Petöfi-Halle.

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Unterkünfte, Restaurants, öffentlicher Verkehr

In Budapest als Hauptstadt Ungarns gibt es eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Unter den Hotels ist das kostengünstige Hotel Pedagogus zu nennen, der mittleren Preiskategorie gehören das Hotel Benczúr, das Hotel Charles, das Domina Fiesta sowie die Pension Nordic Pension an. Relativ teuer sind die Hotels Lion’s Garden Hotel Budapest, Hotel St. George Residence, Four Season Gresham Palace, Lanchíd 19 und Corinthia Grand Hotel Royal. Eine kostengünstige Alternative insbesondere für Jugendliche sind die Jugendherbergen. Hier sind das Astori hostel, Ace hostel, 1St hostel, Central hostel, Diamond hostel, Jump In hostel, Basilica hostel sowie das Yellow Submarine zu nennen. Campingfreunde können den Campingplatz Camping Haller in der Stadt nutzen.

Auch die Gastronomie ist in Budapest breit gefächert. Gourmetrestaurants sind das Arany Kaviár, Fausto, Képíró, Múzeum und Gundel, während u.a. die Restaurants Bombay Palace, Remiz, Robinson Restaurant, Articsoka, Arcade Bistro, Rivalda und Buena Vista sowie das Spoon Café der mittleren Preisklasse zugerechnet werden. Zu den preisgünstigen Restaurants zählen das Gerbeaud, Café Kor und Marquis de Salade.

Zu erwähnen ist die Kaffeehauskultur, die in letzten Jahren wieder aufgelebt ist. Erlebenswert sind die Cafés New York Kávéház, Café Centrál und Café Gerbeaud.

Bei Palatcsintas, besser bekannt als Palatschinken, handelt sich um kleine gefüllte Pfannkuchen, die eine Spezialität der Stadt sind. Die besten Palatcsintas sind bei Gundel erhältlich.

Das Nahverkehrsnetz in Budapest mit einer Gesamtlänge von über 2.000 Kilometer ist sehr gut ausgebaut. Ein Wahrzeichen Budapests ist die Metró Földalatti vasút als älteste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent. Sie verfügt über drei Linien; weitere Linien sind in Planung. Hinzu kommt die einer S-Bahn ähnelnde Helyiérdeku Vasút, abgekürzt HÈV, die die Verbindung zu den Vororten herstellt, sowie eine Vielzahl an Bussen, Oberleitungsbussen und Straßenbahnen. Etwas ausgefallenere Verkehrsmittel sind die Seilbahn auf den Jánosberg, die Standseilbahn zum Burgberg, die Zahnradbahn zum Svábberg sowie die Kindereisenbahn Budapest, die von 10- bis 14-jährigen Kindern ehrenamtlich betrieben wird und auf den Széchenyi-Berg führt.

Bei häufigen Fahrten sind das 3-Tage-Ticket (Tourist Ticket), das 7-Tage-Ticket, das Ein-Tages-Ticket sowie die Zehnerkarte empfehlenswert, mit denen alle Verkehrsmittel genutzt werden können.

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