Brüssel

Brüssel

Brüssel
Brüssel
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

Brüssel, Blick zum König-Albert-Denkmal
Brüssel, Blick zum König-Albert-Denkmal
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

Brüssel wurde bereits im Jahr 996 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und war schon im Mittelalter Hauptstadt des Herzogtums Brabant. 1830 als Belgien sich unabhängig erklärte, wurde Brüssel die Hauptstadt. Heute ist Brüssel nicht nur Hauptstadt, sondern auch Residenzstadt des Königs von Belgien. Außerdem ist sie Sitz der Französischen Gemeinschaft Belgien, Namur ist der Sitz für die Region Wallonien. Flandern und Flamen gehören der niederländischsprachigen Gemeinschaft an, die ihren Sitz ebenfalls in Brüssel hat. Ebenso hat Brüssel eine wichtige Funktion für Europa, denn hier ist der Hauptsitz der Europäischen Union, der Sitz der NATO, das ständige Sekretariat der Benelux-Länder, der Westeuropäischen Union wie auch von EUROCONTROL.

Doch ist Brüssel nicht nur die royale Hauptstadt Belgiens, sondern ist voller Leben und hat eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dies haben auch andere bemerkt und aus gutem Grund Brüssel im Jahr 2000 zur Kulturhauptstadt Europas erhoben. Vom Europaviertel mal ganz abgesehen, ist Brüssel eine attraktive Stadt. Denn sie liegt inmitten einer der ergiebigsten Kulturlandschaften Europas, nämlich in Belgien. Das Stadtzentrum aus dem Mittelalter, die vielen prachtvollen Kirchen, die Alleen, die Schlösser und Paläste wie auch die Hochhäuser, da zeigt sich die schöne Seite der Stadt.


Europa Parlement Bruxelles
Europa Parlement Bruxelles
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Peter Manshausen

Es lohnt sich wirklich über wundschöne Plätze und Boulevards zu bummeln, um in einem interessanten Museum haltzumachen oder einfach in den vielen Geschäften, in den alten Galerien und Warenhäusern einzukaufen. Es macht gute Laune durch die Jugendstilquartiere zu flanieren und danach das Nachtleben der Stadt zu genießen. Die Auswahl der Klubs, Cafés, Bars, Theatern oder Opern ist groß, so wird jeder etwas zu seiner Unterhaltung finden. Natürlich nicht ohne seinen Gaumen mit der belgischen Küche zu verwöhnen, vor allem mit den belgischen Pommes, Waffeln und Pralinen.

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Der große Platz bzw. Grand Place

Rathaus Bruxelles
Rathaus
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Norbert Czerwinski

Dieser zentrale Platz in Brüssel ist mit dem gotischen Rathaus und seiner geschlossenen Fassadenfront aus dem Barock, eines der Wahrzeichen der Stadt. Er zeichnete sich als einer der schönsten Plätze in Europa aus und wurde 1998 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Errichtet in einem trockengelegten Sumpfgebiet, war der Platz schon im 11. Jahrhundert der zentrale Punkt der Stadt und war sowohl Versammlungsort als auch Hinrichtungsstätte. Am 13./14. August 1695 beschossen französische Truppen unter Marschall Villeroy den Platz. Dabei wurden, bis auf die Mauern und Türme des Rathauses wie auch das „Maison du Roi/Broodhuis“, alle anderen Gebäude zu Schutt und Asche.

Bis dahin bestand die Architektur der Gebäude aus Stilepochen des 15. bis 17. Jahrhundert. Um einen schnellen Wiederaufbau zu ermöglichen, nahm der damalige Stadtrat die Pläne für die Neubebauung in seine Hände. Die neuen Gebäude sollten ein repräsentatives, einheitliches Bild ergeben. Das ist der Grund, dass die heutige Barockfassade vorhanden ist. Der rechteckige Platz ist 110 m lange und 68 m breit. Dabei ist die südliche Seite ein wenig atypisch versetzt. Daher ist die südöstliche Spitze ohne einen rechten Winkel. Um die einheitliche Fassadenfront nicht zu durchtrennen, wurden sieben schmale, unregelmäßige Straßen angelegt, die vom Platz aus in die Altstadt führen.

Das Rathaus mit seinem imposanten Belfried, einem hohen, schlanken Glockenturm, der typisch für flämische Städte ist, dominiert den gesamten Platz. Genau gegenüber dem Rathaus steht das „Maison du Roi“, welches einmal die Macht der Stadt und andererseits die, der königlichen Habsburger darstellte. Im „Maison du Roi/Broodhuis“ tagte ebenso das königliche Gericht, wobei sich die Richtstätte deshalb direkt vor dem Gebäude befand. Die Ganzheit der Gebäude auf dem Platz stehen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts unter Denkmalschutz.

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Manneken Pis oder Petit Julien

Manneken Pis
Manneken Pis
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Jens Bredehorn

An der Ecke Rue de l’Etuve und Rue des Grands Carmes steht die weltweit berühmte Bronzefigur und Wahrzeichen der Stadt, das „Manneken Pis“, einem kleinen Wasser lassenden Jungen. Im 1619 erschuf der Bildhauer Hieronimus Duquesnoy die Figur, die mehrere Male entführt bzw. gestohlen wurde. Daher ist das Original im „Maison du Roi“ deponiert, sodass an der Ecke jetzt eine 1965 erschaffene Kopie zu sehen ist. Die erste dieser Brunnenfiguren geht aus einem Text im Jahr 1388 des Archivs der Brüsseler Kathedrale hervor. Hier wurde eine kleine, steinerne Statue mit Namen „Julianekensborre“, am Brunnen der Rue de l’Etuve/Rue du Chêne erwähnt.

Viele solcher Brunnen waren in früher Zeit die Trinkwasserversorgung der Stadtbewohner Brüssels. Doch der Name „Manneken Pis“ erschien erstmals um 1450 in Dokumenten des Stadtarchivs von Brüssel. Die Brüssler sind bekannt für ihren Humor, so kommt es, dass die kleine Statue immer wieder Mal in Kleider gesteckt wird. Fast schon ein Brauch begann die Kostümierung bereits im Jahr 1698 mit dem zu der Zeit regierenden habsburgerischen Statthalter, Kurfürst Max Emanuel von Bayern. Heute bekommt „Manneken Pis“ das Trikot der belgischen Nationalmannschaft, z. B. bei Länderspielen oder zum Geburtstag von Elvis ein Elviskostüm verpasst.

Inzwischen besitzt die kleine Figur etwa 500 verschiedene Outfits, über die Jacques Stroobants für mehr als 20 Jahre wachte. Nachdem ein heftiger Streit zwischen der Stadt Brüssel und Jacques Stroobrants entfachte, übernahm im Jahr 2005, Jean-Marc Ahim, die Verantwortung für die Kleidersammlung. Seit 1985 ist das „Manneken Pis“ nicht mehr alleine, sondern hat mit „Janneken Pis“ sein weibliches Pendent bekommen.

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Das Atomium und Mini-Europa

Wer mit dem Zug nach Brüssel fährt und aus dem Fenster schaut, sieht schon von Weitem das berühmte Gebilde aus Aluminium, das Atomium. Im Jahr 1958 wurde es aus Anlass der ersten Weltausstellung „Expo 58“ nach dem 2. Weltkrieg in Brüssel errichtet. Diese Gebilde stammen aus den Entwürfen des Architekten André Waterkeyn, der es als Symbol für das Atomzeitalter wie auch zur friedlichen Nutzung der Kernenergie sah. Die Architekten André und Jean Polak waren für den Bau verantwortlich. Dies 102 m hohe Bauwerk besteht aus 9 Kugeln, die jeweils einen Durchmesser von 18 m, die 23 m langen Verbindungsröhren jeweils einen von 3,3 m haben. Die gesamte Konstruktion hat ein Gewicht von ca. 2.400 t.

Zwischen den 6 begehbaren Kugeln gibt es 20 Verbindungsgänge und Rolltreppen, wobei das mittlere Rohr über einen Lift verfügt, der in 23 Sekunden zur obersten Kugel fährt, wo sich ein Restaurant mit Panoramafenstern befindet. Nachdem das Atomium im Februar 2006, nach der Restaurierung wieder eröffnet war, ließ der Staat Belgien eine 2-Euro-Gedenkmünze prägen. Gleich neben dem Atomium ist der Park Mini-Europa aufgebaut. Sozusagen ganz Europa auf einen Blick im Maßstab 1:25, wie z. B. die Akropolis, Gondeln vor dem Dogenpalast oder der „Big Ben“, die Uhr des britischen Parlaments.

Mini-Europa
Mini-Europa
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Richard

Mini-Europa
Mini-Europa
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Richard

Ein einzigartiges Erlebnis mit Klängen und Animationen, es wird sogar der Ausbruch des Vesuvs nachgestellt und eine Ariane Rakete startet ins All. Die Nachbildungen sind naturgetreu nachempfunden, doch eben erheblich kleiner. So ist der Eiffelturm nur 13 m hoch, aber dennoch höher als ein Haus mit 3 Stockwerken. Insgesamt beinhaltet Mini-Europa 350 Miniaturnachbildungen und Attraktionen. Es hat seinen Sinn und Zweck, denn auf diese Weise sollen die Menschen die Europäische Union besser kennenlernen.

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Kathedrale St. Michael und St. Gudula – Cathédrale St. Michel et Gudule

Kathedrale
Kathedrale
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Gisela

Die Kathedrale ist Sitz des Erzbischofs von Mecheln-Brüssel und Hauptkirche der Stadt Brüssel. Die Kathedrale steht auf dem Treurenberg, wo in der Karolinger Zeit des 8. Jahrhunderts, eine Taufkirche errichtet war, die dem Erzengel Michael geweiht war. Im Jahre 1047 wurde das Patrozinium, die Schutzherrschaft, erweitert, da die Gebeine der Heiligen Gudula hierher gebracht wurden. Der Bau der Kathedrale, wie sie heute noch zu sehen ist, wurde im Jahre 1226 begonnen. Erst mit Vollendung des 69 m hohen Turmes, Ende des 15. Jahrhunderts, war das Gebäude fertiggestellt.

Den offiziellen Titel Kathedrale durfte diese Kirche erst führen, als sie 1962 zum Erzbischofssitz erklärt wurde. Die Kathedrale ist die Nationalkirche des Königreichs Belgien, daher finden hier alle königlichen Zeremonien, wie Hochzeiten oder Staatsbegräbnisse statt. Das Innere der gotischen Kirche ist lichtdurchflutet und hell. Der Grund dafür sind die 16 Chorfenster mit dem, ab dem 16. Jahrhundert entstandenen, 1200 Glasgemälden. An den, im Hauptschiff ragenden Säulen, stehen in Lebensgröße 12 Statuen der Apostel, die von Jérôme Duquesnoy und Luc Fay d’Herbe im 17. Jahrhundert geschaffen wurden.

Ebenfalls lebensgroß und außerdem vollplastisch zeigt die geschnitzte Barock-Kanzel, die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies. Der Künstler, der dieses Werk 1669 erschuf, ist Henri-Francois Verbruggen. Das Grabmal des Herzogs Johann II. von Brabant ist in unmittelbarer Nähe des Hochaltars. Einer Legende nach soll im Jahr 1370, das sogenannte Brüssler Sakramentswunder in der Sakramentskapelle „Chapelle du Saint-Sacrament“ stattgefunden haben. Demnach solle eine geschändete Hostie ohne Grund angefangen haben zu bluten.

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Brüssel und seine Parks

Brüssel, Kollonaden am Jubelpark
Brüssel, Kollonaden am Jubelpark
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

Die Stadt hat etliche schöne Parks, die von den Brüsselern und den Touristen gerne besucht werden. Denn hier kann sich wer möchte von Stress und Hektik einer großen Stadt erholen und spazieren gehen. Mitten in der Stadt liegt der „Parc de Bruxelles“ mit seinen gerade verlaufenden Alleen und seinen Prachtgebäuden, ist dieser Stadtpark wirklich königlich anzusehen. Hier treffen sich viele junge Leute und die Älteren spielen Boule. Der Park für die verliebten Brüsseler ist der „Petit Sablon“, der sich um die Kirche „Notre Dame du Sablon“ und dem Egmontpalast befindet. Ein kleiner Park voller Statuen, großen Bäumen und Wiesen mit Blumen.

Zwischen den Hochhäusern im Europaviertel, wo sich das Leben tummelt, hat sich diese Oase, der „Parc Leopold“, mit kleinen Hügeln und 6 kleinen Schlössern und Palästen versteckt. In einer der schönsten Wohngegenden Brüssels mit alten Straßen und den Gebäuden im Jugendstil liegt der „Parc Josaphat“. Der hügelige Park ist bekannt für seine Kunst und seinen Statuen. Außerdem ist die Aussicht, vom oberen Teil des Parks aus, auf das nördliche Brüssel sensationell.

Auf dem Heysel-Plateau befindet sich der königliche „Parc de Laeken“, der einen öffentlichen Teil hat, wo an einigen Stellen die Aussicht auf die Stadt besonders schön ist. Aber ebenso der Anblick von großen Wiesen und die königlichen Gebäude. In einer Stadt wie Brüssel ist natürlich auch ein Stadtwald vorhanden, der „Bois de la Cambre“, der mit einer Schneise bereits am Ende der Avenue Louise, der vornehmen Meile Brüssels, beginnt. An den Wochenenden werden hier die großen Straßen für den normalen Verkehr gesperrt, sodass nur noch Spaziergänger, Radfahrer und Inlinefahrer das Verkehrschaos gestalten.

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Stadtrundgänge

St.Nicolas
St.Nicolas
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Richard

Um Brüssel intensiv zu erleben, bieten sich verschiedene Rundgänge durch die Stadt an, die je nach Interesse und Tragfähigkeit der Schuhsohlen gewählt werden können. Der längste Marsch geht über 6 Stunden und führt den Besucher an allen bedeutenden Sehenswürdigkeiten im Zentrum Brüssels, wie auch in der Unter- und Oberstadt vorbei. Der Ausgangspunkt des Rundgangs ist der Zentralbahnhof und Ziel der Grand Place.

Nur gut eineinhalb Stunden Zeitaufwand wird für einen Gang durch das Quartier Leopold und dem Europaviertel benötigt. Zu sehen sind die wichtigsten Gebäude der Europäischen Union, Geschichtsträchtiges im Quartier Leopold und das Squaresviertel mit seinen Jugendstilbauten. Der Rundgang beginnt und endet am der Metrostation Trone.

Wer das echte Brüssel sehen möchte, wählt den Rundgang in Schaerbeek, im Nordosten der Stadt. Abseits vom Trubel der Innenstadt kann dieses Jugendstilviertel mit seinen prächtigen Fassenden in aller Ruhe bestaunt werden. Die Gebäude sind fast alle um 1900 errichtet worden und teilweise besonders prächtig. Der Spaziergang startet an der Tram-Haltestelle Bienfaiteurs und führt bis zum Bahnhof Schaerbeek.

Wer Sightseeing und Shopping vereinen möchte, sollte am Spaziergang zu den Sonntagsmärkten teilnehmen. Es wird dabei über vier verschiedene Märkte in drei verschiedenen Stadtvierteln flaniert. Dabei geht es über das Trödelviertel Marolles bis nach Sablon dem Luxusviertel. Los geht es am besten schon morgens früh um 07.00h an der Metrostation Delacroix in Anderlecht und endet zwischen Oberstadt und Zentrum, am Sablon.

Brüssel, Königspalast (Koninklijke Palais)
Brüssel, Königspalast (Koninklijke Palais)
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Halmackenreuter

Bogenfeld des gotischen Hauptportals der Kirche Notre-Dame du Sablon
Bogenfeld des gotischen Hauptportals von Notre-Dame du Sablon
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

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Nachtleben

Brüssel hat immer viele Besucher aus der ganzen Welt und aus Europa, entweder sie arbeiten hier oder kommen als Touristen. Brüssel ist die Hauptstadt von Europa und daher ist hier auch immer etwas los. Nachts wird die ganze Stadt angestrahlt, besonders die Sehenswürdigkeiten und Hochhäuser, sogar Laser blitzen am Himmel. Da es keine Sperrstunden gibt, geht speziell in den Nächten die Post ab, denn die Brüsseler feiern gerne lange und mit viel Trara. Brüssel bei Nacht ist ein unvergessliches Erlebnis, denn das Angebot zur Unterhaltung ist breit gefächert.

Ist der Himmel über Brüssel erst mal dunkel wird es im Zentrum und den Szenevierteln, manche liegen weit außerhalb der Innenstadt, so richtig voll und die Massen strömen in die Bars und in die Klubs, wie in den legendären Technoklub „Fuse“. Aber auch kulturell Interessierte kommen nicht zu kurz. Ob Musical, Oper, Theater, Konzerte, Kinos oder eine Stippvisite in einem gemütlichen Lokal, mit manchmal merkwürdigen Namen wie „Ultimative Halluzination“ oder „Plötzlicher Tod“ lässt die gute Laune anheben. Besondere Events gibt es im Underground der Bahnhöfe, in Markthallen, Fabriken oder im Sommer in einem Open Air Klub im Park.

Um 23.00h öffnen in der Regel die Klubs, die aber dann noch leer sind. Die Massen strömen erst ab 01.00h, daher ist der Eintritt vor 24.00h manchmal um die Hälfte billiger. Normalerweise schließen Klubs morgens um 07.00h, dennoch kann das variieren, denn wenn es gerade passt, feiert die Gesellschaft bis vormittags 11.00h weiter. Sollte wer denken, dass dies nur auf Freitag, Samstag und Sonntag zutrifft, der irrt gewaltig, denn in den meisten Klubs tanzt auch unter der Woche der Bär. In Brüssel findet unter Garantie jeder das Richtige zum Ausgehen und Feiern.

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Shopping Brüssel

Brüssel
Shopping in Brüssel
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Heidemarie Baier

Brüssel besteht aus 19 zusammengewachsenen Orten, daher ist es nur natürlich, dass es entsprechend viele Innenstädte zum Einkaufsbummel gibt. So ist auch die Angebotspalette an Geschäften, Galerien und Märkten sehr reichhaltig. In der Hauptstadt Brüssel blüht der Einzelhandel, besonders in den vielen kleinen und mittleren Läden, wo alles zu bekommen ist, was das Herz begehrt. So manches Mal versteckt sich ein Geschäft in einem alten Haus und es hat den Anschein, es ist alles winzig und gedrängt. Doch weit gefehlt, denn oft genug wird Keller, Innenhof oder mehrere Etagen als Verkaufsfläche genutzt.

Die Preise in Brüssel sind denen in Deutschland ähnlich, jedoch sind besonders Schuhe und Kleidung preisgünstiger, nur Lebensmittel sind etwas teurer. Wer auf Schnäppchenfang gehen möchte, sollte sich auf einen der unzähligen Trödelmärkte einfinden, denn Belgien ist dafür bekannt. Markttag ist jeden Tag, doch vor allem an den Wochenenden. Der interessanteste und berühmteste Trödelmarkt, der täglich schon seit 1919 abgehalten wird, ist der auf dem „Place du Jeu de Balle“. Wichtig ist, es darf gefeilscht werden! Belgier lieben es, auch am Sonntag einzukaufen. Sind die Läden geschlossen, wird also auf den Straßen das Geschäft gemacht.

Das Hauptgeschäftszentrum von Brüssel befindet sich um die „Rue Neuve“, weitere Viertel sind in der Unterstadt. In der Oberstadt auf den noblen Boulevards und dem Quartier Louise, werden die Luxusgüter verkauft und alles, was sonst noch teuer zu haben ist. Wer es nicht weiß, wird denken, dass Brüssel nicht interessant genug ist zum Shopping, doch wer Zeit mitbringt und die Metro und die Tram nutzt, die auch die abgelegensten Einkaufszentren anfährt, wird eines besser belehrt.

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Unterkünfte, Restaurants, öffentlicher Verkehr in Brüssel

Entsprechend dem Aufkommen als Reiseziel für viele, die hier arbeiten und der Touristen hat die Hauptstadt der EU, Brüssel, ein großes Angebot an Hotels aller Kategorien. Moderne Businesshotels, Luxushotels, Hotelketten von Mittelklassehotels oder preiswerte, private Hotels. Um die Unterkünfte auch an den Wochenenden zu füllen, bieten die Hotels einen besonderen Service mit hohen Sonderrabatten für Wochenendtrips. Der Grund dafür, da viele EU-Mitarbeiter das Wochenende zuhause verbringen, sind die Hotels oft leer. So ist es durchaus möglich, in einem Doppelzimmer im 4-Sterne-Hotel für 50 Euro zu übernachten.

Belgien ist bekannt dafür, ein wahres Schlaraffenland für Feinschmecker zu sein. Dies ist natürlich auch in Brüssel nicht anders. Auf etwa 161 km² drängen sich über 2000 Restaurants mit ihrer exquisiten Küche. Vor allem gibt es kaum noch irgendwo sonst so viele Michelin-Sterne in einer Stadt, wie in Brüssel. Da kann sogar Frankreich nicht mithalten. Was in Deutschland nur in Gourmetrestaurants auf der Speisekarte steht, wie z. B. Schnecken, wird hier sogar auf Straßenständen angeboten. Auch in gutbürgerlichen Restaurants sind Frische und Qualität Standard.

Das Liniennetz im Brüsseler Nahverkehr hat eine Gesamtlänge von über 600 km. Mit der Metro kommt jeder schnell an sein Ziel, denn die Züge fahren im Minutentakt. Nur nachts zwischen 00.30h und 05.30h fahren anstatt der Metro Nachtbusse. Das Gute am Nahverkehr in Brüssel, hier gibt es weder Preisstufen noch Zonen, egal wo das Ticket gelöst ist, ob in der Tram, Metro oder Bus, mit einem Ticket kann durch die gesamte Stadt gefahren werden. Allerdings sollte das Ticket am Automaten gelöst werden, denn Einzeltickets beim Fahrer in Tram oder Bus, kostet etwas mehr.

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