Athen – Stadt der Antike
Inhaltsverzeichnis
- Athen – Stadt der Antike
- Akropolis
- Dionysos Theater
- Archäologisches Nationalmuseum
- Byzantinische Kirchen & Klöster
- Friedhof Kerameikos
- Hadrians-Bogen & Hadriansbibliothek
- Kolonaki-Platz
- Likavittos
- Sindagma Platz & Parlamentsgebäude
- Nationalgarten
- Schiffsmuseum Trokadero Marina
- Olympiastadion & Olympieion
- Omonia Platz
- Denkmäler: Lysikrates & Philopappos
- Plaka
- Römische Agora/Turm der Winde
- Nachtleben
- öffentlicher Nahverkehr
- Daten & Fakten
- Unterkünfte
Athen – Stadt der Antike und der Moderne
Athen ist wahrlich eine aufregende Stadt. Nirgends finden Touristen so viele tolle Sehenswürdigkeiten auf einem Fleck wie in der griechischen Hauptstadt. Das liegt vor allem daran, dass schon unter den alten Griechen kräftig gebaut wurde, hauptsächlich zu Ehren der zahlreichen Götter. Aber auch die Römer und die anderen Herrscher von Athen übten sich in großer Baukunst. So ist die byzantinische Baukunst auch heute noch überall in Athen zu bewundern und die römischen Herrscher haben ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. So kann man in Athen alte Tempel, Statuen, Kirchen, Plätze, Denkmäler, Triumphbogen, Stadien und Theater finden. Um Athen zu entdecken, sollte man sich Zeit nehmen. In ein oder zwei Tagen kann man die vielen Kunstwerke nicht bestaunen. Nebenbei gibt es viele interessante Museen, die man nicht verpassen sollte. Hier werden vor allem auch antike Funde ausgestellt, aber auch Museen mit moderner Kunst sind zu finden.

Athen – Stadt der Antike und der Moderne
Quelle: pixelio.de Fotograf:Ernst Hartmann
Aber wie in jeder anderen Großstadt auch, tobt in Athen das pralle Leben und als junger Mensch möchte man ja genau das erleben. Athen bietet viele große Plätze, die Treffpunkt für Menschen aus aller Welt sind. Außerdem gibt es überall Bars, Kneipen und Nachtklubs, die für ausreichend Ausgeh-Möglichkeiten sorgen. Auch einkaufen kann man in Athen natürlich. Von der Nobelboutique bis hin zum großen Kaufhaus, findet man alles, was das Herz begehrt. Bei all dem Trubel bietet Athen aber auch Erholungsoasen, etwa ruhige Ecken oder grüne Parkanlagen. Da in Athen ein äußerst mildes Klima herrscht, ist sowohl auf den Straßen wie auch in den Bars einiges los. Athen ist nicht nur flach. Kleine Hügel und Berge bieten einen grandiosen Ausblick über die Stadt. Auch ein Ausflug in das Umland von Athen lohnt sich, etwa auf eine der nahe gelegenen Inseln.
Das Nachtleben in Athen ist wild und ausgelassen. Hier kann man bis frühmorgens durchtanzen und sich von der südländischen Lebensfreude anstecken lassen. Ein Auto braucht man in Athen nicht, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man immer gut an sein Ziel. Athen ist eine Stadt für junge Leute. Eine billige Unterkunft zu finden ist nicht schwer. In Griechenlands Hauptstadt vereinen sich also Antike und Moderne auf eine wundersame Weise. Während man tagsüber noch die alten Gemäuer und Monumente längst vergangener Zeiten bewundert, kann man abends zu den neuesten Hits in einer Disco abtanzen. Griechenland und Athen versprechen nicht nur tolles Wetter, sondern auch faire Preise. Wer nicht gerade in die Nobelviertel der Stadt geht oder sich von den Touristenläden abzocken lässt, der wird mit Sicherheit nicht arm aus dem Urlaub heimkehren.
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Akropolis
Wahrzeichen über der Stadt

Athen – Stadt der Antike und der Moderne
Quelle: pixelio.de Fotograf:Manfred Walker
Zu einem Wahrzeichen von Athen und dem bekanntesten Monument der griechischen Antike gehört die weltberühmte Akropolis. Diese zählt zum Pflichtprogramm für jeden Touristen, ist allerdings nichts für Unsportliche. Der Aufstieg ist recht mühsam, dafür wird der Besucher am Ende mit einen grandiosen Blick über die Athener Ebene entlohnt. Die Akropolis thront 156 Meter über dem Meeresspiegel über der Stadt. Die berühmte Ruine bietet einen faszinierenden Einblick in jahrtausendalte Geschichte.
Schon im 6. Jahrhundert vor Christus wurde auf der Fläche der Akropolis der erste hölzerne Tempel gebaut, damals der Göttin Athena gewidmet. Später wurde er von Peisistratos und seinen Söhnen abgerissen und durch einen steinernen Tempel ersetzt. Damals entstand dann auch das Eingangstor zur Akropolis. Während der großen Seeschlacht von Salamis wurden diese Bauten jedoch von den Persern vernichtet, zurück blieb nur ein Ruinenfeld. 450 v. Chr. entschlossen sich dann die Einwohner von Athen, die heutige Touristenattraktion zu bauen. Die Akropolis umfasst das Parthenon, den Nike-Tempel, Propylän und Erechtheion und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Athen – Stadt der Antike und der Moderne
Quelle: pixelio.de Fotograf:Viola Wunderlich
Der größte und imposanteste Bau der Akropolis ist zweifelsohne das Parthenon, ein Tempel, der der Stadtgöttin Athena geweiht wurde. Dieses Gebäude, in dessen Mitte sich bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. hinein die 12 Meter hohe Athena-Statue aus Elfenbein und Gold befand, war aber nie ein richtiger Tempel. Architektonisch gesehen ist das Parthenon eine wirkliche Meisterleistung. Kein anderes Bauwerk wirkt so harmonisch und gut proportioniert. Erreicht wird das durch die Kurvatur. Alle waagrechten Linien des Tempels sind ganz leicht gekrümmt.
Das Erechtheion wurde zur Verehrung der Götter Poseidon, Hephaistos, Polias und vielen anderen Gottheiten erbaut. Dieser Bau fällt vor allem durch seine unsymmetrische Form auf. Die vielen Verwinklungen lassen den Bau von jeder Seite anders aussehen. Sehr schön anzusehen ist die Korenhalle. Ihr Dach wird von sechs Mädchenstandbildern getragen. Der Nike-Tempel hebt sich äußerlich von den anderen Bauten ab. In dem etwas winzig wirkenden Gebäude wurde die Göttin Nike verehrt. So wie er heute zu sehen ist, wurde er im 5. Jahrhundert v. Chr. erbaut, es gibt aber Hinweise, dass hier schon früher die Göttin Nike angebetet wurde.

Das Erechtheion (nach dem mythischen K?nig Erechtheus) mit der Korenhalle ist der zweitgr??te Tempel auf der Akropolis in Athen. Das Dach der Korenhalle wird von sechs Mädchenstandbildern getragen.
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Durch die Säulen der Propyläen erhält man Zutritt zu dem Tempelberg. Dieser monumentale Eingang war der erste seiner Art in Griechenland. Die Besucher wurden hier mit sechs dorischen Säulen empfangen, die eine Reihe bildeten. Im rechten Winkel dazu befanden sich Doppelreihen mit jeweils drei ionischen Säulen. Durch diese Säulen hindurch gelangte man schließlich in die Halle, die wiederum mit sechs dorischen Säulen abschloss. Von hier aus gelangte man dann in das Heiligtum. Noch heute versetzt der imposante Eingangsbereich die Menschen ins Staunen.
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Dionysos Theater
Geburtsstätte des Theaters
Wer die Akropolis besichtigt hat, findet in unmittelbarer Nähe gleich die zweite sehenswerte Attraktion von Athen. Am Südhang der Akropolis liegt das berühmte Dionysos Theater, welches auch als die Geburtsstätte des europäischen Theaters gilt. Schon vor vielen Jahrhunderten wurden hier Stücke aufgeführt und Kunst gelebt. Dabei saßen die Zuschauer zu Beginn einfach auf dem Berghang ohne irgendwelche Sitze. Der Bau von Zuschauerrängen begann dann im Jahr 490 v. Chr. Später wurden dann noch Steinbänke errichtet, die dem Theater seine heutige Form gaben. Die erste Sitzreihe war den Würdenträgern der Stadt vorbehalten und bestand aus 67 feinsten Marmorsitzen.
Das Theater zog die Menschen schon damals in ihren Bann. Heute sind zwar nur noch Ruinen zu sehen, doch ein Besuch lohnt sich. Mit ein wenig Fantasie kann man sich problemlos in die Zeit hineinversetzten, wo das Dionysos-Theater voll besetzt war und die Schauspieler auf der Bühne ihr Bestes gaben. In genau diesem Theater hatten die klassischen Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides ihre Uraufführungen. Diese bekannten Schreiber sind noch heute für ihre großen Theaterstücke berühmt. Das griechische Theater steht vor allen für seine großen Tragödien, die bei den Zuschauern sehr beliebt waren. Aufgeführt wurden aber auch Tanz- und Gesangsdarbietungen.
Das Theater erhielt seinen Namen nach dem Gott Dionysos. Das ist nämlich der Gott des Weins und der Ekstase. Einmal im Jahr feierten die Griechen zu Ehren dieses Gottes ein ausgelassenes Fest, bei dem viel getanzt, getrunken und gesungen wurde. Das waren die Festspiele der Dionysien. An diesen Tagen wurde gelebt und gefeiert. Zu Ehren von Dionysos wurde in der Mitte des Orchestras ein Altar aufgebaut, wo dem Gott immer wieder Opfer dargebracht wurden. Das Dionysos Theater kann heute noch besichtigt werden und hat im Sommer täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr geöffnet, im Winter kann man von 8.30 bis 15.00 Uhr Zutritt erhalten. Das Dionysos Theater ist ein Erlebnis, fügt es sich doch wunderbar in die hügelige Landschaft ein und verschafft dem Besucher faszinierende Eindrücke in eine lang vergangene Welt. Hineinfühlen in die alte griechische Kultur ist in diesen alten Mauern kein Problem. Interessant sind auch die im Theater enthaltenen Statuen, die siegreichen Dichtern und Staatsmännern huldigen. Der Eintritt ist mit zwei Euro sehr billig.
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Archäologisches Nationalmuseum
Ein Stück Geschichte

Arch?ologisches Nationalmuseum von Athen enth?lt
Kunstwerke der griechischen Antike
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Wer ein Stück griechische Geschichte erleben möchte, ist im archäologischen Nationalmuseum in Athen richtig. Dieses ist nicht nur für Archäologie-Freunde interessant, es bietet auch dem Laien spannende Eindrücke aus der griechischen Antike. Dieses Museum beherbergt die wichtigsten Exponate aus dieser Zeit. Die griechische Antike mit ihren vielen künstlerisch anmutenden Objekten entführt den Besucher in eine Zeit, wo noch die Götter herrschten. Griechenland mit seinen reichhaltigen Kulturen hat einige archäologische Schätze zu bieten. Das archäologische Nationalmuseum wurde von Ludwig Lange entworfen und durch zahlreiche Spenden des archäologischen Vereins finanziert. Der Baubeginn war im Jahr 1866, eingeweiht wurde das Gebäude 1874, in den Jahren 1881 und 1885 kamen dann noch die beiden Seitenflügel hinzu. So ist das Gebäude selbst schon sehr alt.
Innen erhält der Museumsbesucher einen umfassenden Überblick über alle Kulturen, die sich in der langen Geschichte von Griechenland entwickelt hatten. Die Ausstellung umfasst ebenfalls eine imposante antike Sammlung, die prähistorische Objekte, Bronzearbeiten, Plastiken, Töpfereien, Tonwaren und Exponate aus dem alten Ägypten enthält. Hier sind unter anderem die Fresken von Akrotiri, die Goldmaske des Agamemnon, der Nestorbecher der Mykene, der Sunion-Kouros, die Statue der Nikandre und viele weitere Objekte zu bewundern. Als legendär kann auch die Sammlung der antiken Stadt Akrotire bezeichnet werden, die auf der Insel Santorini gefunden wurden. Hier kann der Besucher seltenes Vulkangestein bestaunen und erhält einen wunderbaren Einblick in die Kultur der venezianischen Herrschaft. Aber auch Technikfreunde werden in diesem Museum ihren Spaß haben. So zeigt die Ausstellung den ältesten noch erhaltenen Zahnradmechanismus, der jemals auf der Welt gefunden wurde.
Insgesamt wird die Sammlung an historischen und antiken Objekten im Museum in schlichter und einfacher Form präsentiert. Trotzdem ist das archäologische Nationalmuseum eines der prachtvollsten Museen weltweit. Ein Besuch in diesem lohnt sich immer. Das archäologische Museum hat montagnachmittags von 13.00 bis 19.00 Uhr und den Rest der Woche von 8.00 bis 19.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist mit sieben Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder nicht sehr hoch. Dafür bietet das Museum viele Schätze aus längst vergangenen Kulturen und vermittelt interessante Eindrücke in die frühen Zeiten von Griechenland. Das archäologische Nationalmuseum kann mit der Metro angefahren werden, Station ist die Metaxourghio.
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Byzantinische Kirchen und Klöster
Kirchen und Klöster mit Kunstwerken

Die byzantinische Kirche Agii Apostoli in der N?he der
griechischen Agora, des antiken Marktplatzes
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Mitten im Zentrum von Athen befindet sich die nächste Sehenswürdigkeit der Stadt. Die byzantinischen Kirchen wurden im 11. und 12. Jahrhundert errichtet und stehen maßgebend für die byzantinische Kunst in der griechischen Hauptstadt Athen. Dabei mag manchen jungen Menschen das Wort Kirche erst mal abschrecken. Doch langweilig sind die byzantinischen Kirchen auf keinen Fall. Die Architektur dieser Gebäude ist hochinteressant und zeichnet sich durch den Vierstützenbau aus. Dabei wird das Tonnenkreuz, das die Kuppel der Kirche trägt, durch vier Säulen oder Pfeiler gestützt. Die byzantinischen Kirchen sind nicht besonders groß, lohnen aber einen Blick von innen und von außen. Die Öffnungszeiten der Kirchen unterscheiden sich, in der Regel haben sie in etwa zwischen 8.00 und 16.00 Uhr geöffnet. Zu den wichtigsten byzantinischen Kirchen in Athen gehören die Hagioi Theodoroi, die Kapnikarea und die Panagia Gorgoepikoos aus dem 11. Jahrhundert, die Hagios Ioannis Theologos und die Eleftherios aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Auch die dem 11. Jahrhundert entstammenden Kirchen Sotiras Lykodimos, Agio Nikodimos und die Omorfi Eklissia sind einen Besuch wert. Man muss nicht alle dieser Kirchen besucht haben, aber ein Blick auf die ein oder andere ist ein Muss bei einem Athenbesuch.
Des Weiteren gibt es rund um Athen auch noch interessante Klöster zu entdecken. Das berühmteste ist hierbei das Kloster Daphni, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es liegt ungefähr 11 Kilometer vom Zentrum Athens entfernt und wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Aber auch das Kloster Kaisariani ist einen Besuch wert. Dieses zählt zu den bedeutendsten Klöstern in Athen und stammt ebenfalls aus dem 11. Jahrhundert. Es liegt 6 Kilometer außerhalb der Stadt und ist eingebettet in die wunderschöne südländische Landschaft. Beide Klöster sind für Besucher zugänglich. Wer Geld beim Eintritt sparen möchte, kann mit der billigen Akropolis-Karte übrigens alle Sehenswürdigkeiten in Athen besuchen.
Das Kloster Daphni, welches auf Deutsch Lorbeer heißen würde, befindet sich direkt an der Hauptstraße nach Korinth. Berühmt wurde dieses Kloster vor allem durch seine Mosaiken, die die Szenen aus dem Leben von Jesus Christus darstellen. Deshalb wurde das Kloster auch im Jahr 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Das Kloster Daphni gehört zu den drei bedeutendsten griechischen Gotteshäusern. Erbaut wurde dieses schon im 5. Jahrhundert, an Bedeutung gewann es aber erst im 11. Jahrhundert, woraufhin es erweitert wurde. Aus dieser Zeit hat das Kloster auch seine byzantinischen Elemente, die vor allem an der Kirche zu sehen sind. Beeindruckend ist die als Himmelsgewölbe dargestellte Kuppel des Zentralbaus des Klosters. Jedes Jahr im Herbst findet in diesem Kloster ein beliebtes Weinfest statt, auf welchem der süße und berühmte Mavrodaphni ausgeschenkt wird. Ein Besuch des Kloster Daphni ist täglich von 8.00 bis 14.30 möglich.
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Friedhof Kerameikos
Interessante Grabmähler in grüner Oase
Wenn man den inmitten der Stadt gelegenen Friedhof Kerameikos betritt, wird man sofort von einer Ruhe und Einsamkeit umgeben, die man so in dem Stadtlärm und Stadttrubel gar nicht erwartet hätte. Dieser Platz ist ein Ort der Stille und Erholung mitten in der Großstadt. Hier kann man Stunden damit verbringen die alten Grabmale und ihre Inschriften zu studieren. Der Friedhof liegt fast wie eine Insel in der lärmenden und hektischen Stadt. Auf dem Friedhof befindet sich auch ein Museum, welches den Fortschritt der Bestattungsriten sowie hübschen Grabschmuck zeigt. Hierhin ziehen sich im Sommer viele Leute gerne zurück. Nicht etwa, weil sie das Museum so sehr interessiert, sondern aus dem einfachen Grund, dass die Räume des Museums klimatisiert sind. So bieten sie im Sommer eine willkommene Erfrischung bei hohen Außentemperaturen.
Erreichen kann man den antiken Friedhof Kerameikos am besten vom Monastiraki-Platz. Der Fußmarsch dauert von dort ungefähr 10 Minuten. Seinen Namen erhielt der Friedhof von den Töpfern, die hier in der antiken Zeit ihre Werkstätten besaßen. Der Friedhof ist immer von Dienstag bis Freitag geöffnet, im Sommer gelten allerdings andere Öffnungszeiten als im Winter. Nicht nur wegen der Ruhe oder des klimatisierten Museums ist der Kerameikos-Friedhof einen Besuch wert. Er ist auch der einzige antike Friedhof in Athen und zeigt viele alte und interessante Grabsteine. Alle anderen antiken Friedhöfe vielen in der Neuzeit den baulichen Veränderungen zum Opfer, somit bleibt Kerameikos als einziger Zeuge der vergangenen Tage zurück.
Überall auf dem Gelände des Friedhofs findet man die kunstvollen Grabmäler des alten Athener Adels und des Bürgertums. Hier lohnt sich ein ausgiebiger Rundgang. Die alten Grabsteine sind oftmals reich verziert und richtige kleine Kunstwerke. Auch ein echtes Wahrzeichen hat der Friedhof zu bieten. Der Stier über dem Grab von Dionysios von Kollytos zeigt die ganze Pracht und Stärke der früheren Generationen. Neben den interessanten Gräbern findet man auf dem Kerameikos-Friedhof noch für Athen untypische Vegetation. Hier ist alles grün. Das liegt an dem kleinen Bach Eridanos, der das gesamte Gelände durchzieht und so für eine ungewohnte Pflanzenpracht sorgt. Der Friedhof ist somit nicht nur eine Oase der Ruhe, er ist auch eine grüne Oase inmitten einer eher kargen Landschaft.
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Hadrians-Bogen und Hadriansbibliothek
Hinterlassenschaften eines römischen Kaisers

Das von Kaiser Hadrian errichtete Hadrianstor in Athen.
Das Tor steht neben dem Tempel des Olympischen Zeus
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Ein echtes Prachtexemplar der römischen Baukunst ist der fast 1900 Jahre alte Hadrians-Bogen. Den 18 Meter hohen und 6 Meter breiten zweistöckigen Triumphbogen sollte man sich nicht entgehen lassen. Dieses Bauwerk wurde im Jahr 131 n Chr. auf Befehl des römischen Kaisers Hadrian errichtet. Es sollte ein Denkmal zu Ehren seiner selbst werden. Zu finden ist der Hadrians-Bogen in der Nähe des Olympieion an der stark befahrenen Straße Leoforos Amalias. Hier markiert der Bogen die Grenze der alten Stadt des alt-griechischen Theseus und des neuen römischen Stadtteils des Hadrian. Der Hadrian-Bogen kann deshalb auch als eines der wichtigsten römischen Monumente der Stadt angesehen werden. Er ist für alle Besucher frei zugänglich und kann besichtigt werden. Ein Foto von diesem baulichen Meisterwerk darf in den Erinnerungsstücken einer Athenreise nicht fehlen. Aufgrund der hohen Luftverschmutzung in Athen hatte das Bauwerk allerdings jahrelang gelitten, ehe es 2004 zu den Olympischen Spielen saniert wurde.
Doch der römische Kaiser Hadrian hinterließ seine Spuren nicht nur mit diesem Triumphbogen. Auch die Hadriansbibliothek wurde von diesem gegründet und galt in der Antike als eine der größten Bibliotheken in Athen. Erbaut wurde die Bibliothek im Jahr 132, doch schon im Jahr 267 fiel sie nach dem Einfall des germanischen Stamms der Heruler. Daraufhin wurde die Bibliothek im Jahr 412 restauriert und im 5. Jahrhundert wurde in ihrem Innenhof eine fürstliche Kirche errichtet. Diese wurde dann zweimal ausgetauscht. Im 7. Jahrhundert entstand eine dreischiffige Basilika, welche wiederum im 11. Jahrhundert durch eine Kirche ersetzt wurde. Diese fiel letztendlich im Jahr 1885 einem Brand zum Opfer.
Die Bibliothek selbst bestand aus einem rechteckigen Innenhof und besaß vier Bibliotheksgebäude, zwei Lesesäle und zwei Vortragssäle. In der großen Bibliothek waren auf drei Stockwerken in 66 Wandschränken rund 20.000 Schriftrollen untergebracht. Heute sind von der Bibliothek aber nur noch Ruinen übrig. Die Besichtigung kostet keinen Eintritt. Zu erreichen ist die Bibliothek vom Monastiraki Platz, der in der Athener Altstadt liegt. Von dem Gebäude erhalten geblieben ist die Westfassade mit ihren fünf korinthischen Säulen. Noch heute lässt sich die Größe und Gewaltigkeit dieses Gebäudes erahnen. Früher kamen hier Gelehrte aus der ganzen Welt zusammen, um die Schriften der Bibliothek zu studieren. Noch heute suchen die Archäologen nach verborgenen Schätzen. Die Ausgrabungen an der Hadriansbibliothek begannen unmittelbar nach dem Brand von 1885.
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Kolonaki-Platz
Sehen und gesehen werden
Die vornehmen Straßen rund um den Kolonaki-Platz liegen zwischen dem Vassilissis Sofia-Boulevard und dem Likavittos-Hügel. Der imposante Platz bietet viel Raum zum Einkaufen, Bummeln oder Kaffeetrinken. Dabei ist der Platz selbst gar nicht so groß. Rund um den Platz gibt es viele Nobelboutiquen, Einkaufszentren, Cafés und Bars, weshalb das ehemalige Botschaftsviertel auch als das In-Viertel in Athen gilt. Einheimische und Touristen können hier einfach alles kaufen, was chic und teuer ist, ein wenig Geld sollte man allerdings im Portemonnaie haben. Billig sind weder die Geschäfte noch die Cafés und Bars rund um den Platz. Auch ein Bummel über den Vassilissis Sofia-Boulevard mit seinen klassizistischen Stadtpalästen lohnt sich. Die prachtvollen Häuser sind in jedem Fall einen Blick wert. Rund um den Kolonaki-Platz tummeln sich alle, die gesehen werden wollen. Eigentlich ist man nur aus diesem Grund auf dem Kolonaki-Platz, großartige Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht zu entdecken. Dort trifft man Athens Schickeria ebenso wie Künstler und Studenten. Das ganze Viertel gilt als beliebter Treffpunkt und Flaniermeile für Jung und Alt. Auf diesem Platz kann man Menschen aus aller Welt begegnen und zugleich neue Kontakte knüpfen.
Für einen Rundgang durch das exklusive und imposante Stadtviertel sollte man sich ruhig ein wenig Zeit nehmen. Hektik und Stress sind hier fehl am Platz. Zu erkunden und entdecken gibt es rund um den Kolonaki-Platz einiges. So ist eine Shopping-Tour durch das Emporiko Centro nur zu empfehlen. Dort gibt es von Gold über Uhren, Brillen und Krawatten alles zu kaufen, was das Herz höherschlagen lässt. Besonders beliebt ist auch das ganz im Stil der sechziger Jahre eingerichtete Schuh- und Taschengeschäft Old Athens, welches in diesem Viertel zu finden ist. Es wird von einem ehemaligen Moderedakteur betrieben und ist gerade für die Damenwelt ein wahrer Traum.

Gem?tlich in einem Cafe sitzen
Quelle: pixelio.de Fotograf: ro18ger
Einkehren in einem der schicken Cafés ist natürlich auch Pflicht. Während des Genusses eines leckeren Athener Kaffees kann man den Menschen dann gemütlich beim Flanieren zuschauen. Da gibt es so manchen Modetrend zu entdecken. Der Kolonaki-Platz ist also ideal, um zu shoppen oder im Café einen kleinen Plausch zu halten. Wer sparen muss, kann trotzdem einmal durch das Kolonaki-Viertel und seine Geschäfte bummeln. Von einem Einkauf ist dann aber abzuraten.
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Likavittos
Der Stadtberg
Einen einmaligen Blick über die Stadt bietet der berühmte Aussichtsberg Likavittos, der sich mit seinen 277 Metern über die Stadt erhebt. Schon von unten ist der Berg eine Augenweide, seine imposante Erscheinung sticht jedem sofort ins Auge. Er beeinflusst damit auch das gesamte Stadtbild von Athen. Der Likavittos ist ein Kalksteinfelsen, der jährlich Tausende Besucher aus aller Welt anzieht. In den Hauptferienzeiten wimmelt es hier wie auf einem Ameisenhaufen. Deshalb muss schon mal mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Es lohnt sich aber, den Berg zu erklimmen, denn eine einzigartige Aussicht erwartet jeden Besucher auf seiner Spitze. Athen einmal von ganz oben zu betrachten, ist ein einzigartiges Erlebnis, welches nicht beschrieben werden kann. Das muss man einmal selbst erlebt haben. Aus der Vogelperspektive betrachtet, wirken Straßen, Gebäude und Plätze nämlich ganz anders.

Blick auf Athen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Manfred Walker
Als Besucher des Berges hat man zwei Möglichkeiten, seine Spitze zu erreichen. Entweder sportlich mit einem Fußmarsch oder mit der Standseilbahn, die täglich in Betrieb ist. Wer den Berg zu Fuß ersteigen möchte, nimmt eine Treppe durch den Wald, die hinauf zur Bergspitze führt. Diese große Anstrengung wird nicht nur mit einer Steigerung der Kondition, sondern auch mit dem grandiosen Panoramablick belohnt. Außerdem erhält der Wanderer auf dem Weg nach oben Ruhe und Erholung vom Stadtlärm. Von dort oben lässt sich auch so manche Sehenswürdigkeit der Stadt entdecken. An sehr klaren Tagen sind sogar die Insel Ägina sowie die Gipfel des Berges Peloponnes zu erkennen. Eine Möglichkeit, ohne eigene Anstrengung auf den Berg zu kommen, bietet die Standseilbahn. Diese Zahnradbahn fährt im Inneren des Berges zum Gipfel und ist ein Erlebnis für sich.
Besonders am Abend empfiehlt sich ein Besuch auf Athens Stadtberg. Gerade der Sonnenuntergang über der Stadt ist von hier aus gut zu beobachten und lässt Zeit für viele romantische Gefühle. Die Seilbahn fährt deshalb auch bis 3.00 Uhr. So hat man die Möglichkeit, auch abends auf den Berg und wieder herunterzukommen. Auf dem Berg findet man eine Kapelle im byzantinischen Stil mit hübschen Bemalungen. Diese ist dem heiligen St. Georg gewidmet. Wer unterwegs Hunger bekommen hat, stärkt sich in dem Restaurant auf der Bergspitze, welches allerlei köstliche griechische Spezialitäten anbietet. Die kulinarischen Köstlichkeiten sind in Verbindung mit dem tollen Ausblick einfach zu genießen.
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Sindagma Platz und Parlamentsgebäude
Touristische Attraktionen und viele Ausgehmöglichkeiten

Das Parlamentsgeb?ude in Athen am S?ntagma-Platz,
der ehemalige K?nigspalast
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Der Hauptplatz der griechischen Hauptstadt ist der Sindagma Platz, der auch als Platz der Verfassung bezeichnet wird. Am oberen Rand dieses Platzes befindet sich das Parlamentsgebäude. Dieses diente bis 1838 noch als Königspalast und wurde von 1836 bis 1842 von den griechischen Monarchen in Besitz genommen. Gefertigt wurde das Gebäude nach den Plänen von Friedrich von Gärtner. Heute kann man vor dem ehemaligen Königspalast die Ehrengarde des griechischen Präsidenten vor dem Grab eines unbekannten Soldaten Wache halten sehen. Die Evzonen tragen traditionell einen kurzen Faltenrock, dazu Strumpfhose und Schnabelschuhe. Ein begehrtes Fotomotiv. Sonntags werfen sich die Evzonen besonders in Schale und tragen eine Feiertagsuniform. Stündlich erfolgt eine zeremonielle Wachablösung, sonntags gibt es um 11.00 Uhr auch eine große Wachablösung. Das sollte man sich als Tourist keinesfalls entgehen lassen.
Interessant sind aber nicht nur der Platz und das Parlamentsgebäude mit seinen Wachen, auch die große U-Bahn Station unter dem Sindagma Platz ist sehenswert. Dort sind nämlich alle archäologischen Funde ausgestellt, die während der Bauarbeiten in den 90er Jahren entdeckt wurden. Dies sind vor allem antike Funde. So erhält der Besucher weitere Einblicke in das alte Griechenland. Dies zeigt auch, dass in Griechenland und in Athen wohl noch viele versteckte Schätze auf ihre Entdeckung warten. Ein Paradies für alle Archäologen und Hobbyarchäologen. Besitzansprüche hat man bei einem Fund allerdings keine.
Ansonsten zählt der Sindagma Platz zu den beliebtesten städtischen Treffpunkten. So wimmelt es dort täglich von Leuten und das Leben der Stadt pulsiert hier in einem aufregenden Rhythmus. Viele Menschen aus allen Ländern der Welt und auch viele Einheimische kann man auf dem Sindagma Platz treffen. Dort findet man auch zahlreiche Hotels, Bars, Nachtklubs, Cafés und andere Geschäfte. Dort lässt sich einkaufen, Essen gehen oder einfach mal eine Ruhepause einlegen. Entgegen dem Nobelviertel rund um den Kolonaki Platz, sind hier auch die Preise bezahlbar, obwohl die Restaurants und Cafés sicher nicht zu den billigsten in der Stadt gehören. Auch das Nachtleben rund um den Platz kann sich sehen lassen. Hier gibt es viele Nachtklubs und Bars, die bis weit in die Nacht hinein geöffnet haben. Neben dem Parlamentsgebäude sind auch noch die Universität und der Nationalgarten in unmittelbarer Nähe zu finden.
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Nationalgarten von Athen
Ruhe und Erholung in der Großstadt
Großstädte sind bunt und aufregend. Hier herrscht das pralle Leben und man ist quasi nie allein. Doch in der Großstadt gibt es auch viel Lärm und Getöse, schlechte Luft und jede Menge gehetzter Menschen. Als Ruheoase und grüne Lunge der Großstadt dienen deshalb häufig große Parks und Grünanlagen. Die findet man heute in jeder größeren Stadt. Diese sind aber weit mehr als Ruheoasen. Sie werden auch für Sport und Freizeit von den Stadtbewohnern genutzt. In Athen ist dieser Platz der Ruhe und Erholung der Nationalgarten. Dieser befindet sich gleich rechts neben dem Sindagma Platz und dem Parlamentsgebäude. Hier finden Großstadtmenschen und auch Touristen einen Platz der Stille und Gelassenheit, einen Ort, wo sich der Stadtlärm und der Alltags- oder Urlaubsstress vergessen lassen.
Ehemals war der Nationalgarten ein königlicher Privatgarten, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde und nur der Königsfamilie vorbehalten war. Heute dient der Nationalgarten als grüne Lunge von Athen und kann von jedermann besucht werden. In diesem schönen Garten gibt es unzählige Grünpflanzen, einen Ententeich, einen kleinen Zoo, Kinderspielplätze und ein Restaurant. Nach einer anstrengenden Sightseeing-Tour kann man Erholung und Ruhe im Schatten der alten Bäume und Palmen finden. Während man dem Zwitschern der Vögel lauscht, können sich Körper und Geist gut erholen. Kinder können hier mal rennen und toben, ohne auf den Verkehr achten zu müssen. Bei jungen Menschen ist ein Picknick im Park beliebt. Der Nationalgarten ist von allen Seiten frei zugänglich. An der südwestlichen Seite des Parks befindet sich noch das Ausstellungsgebäude Zappeion. Ein Spaziergang oder eine Rast im Nationalgarten ist nur jedem zu empfehlen, der ein bisschen Erholung von der Großstadt braucht oder der sich von dem anstrengenden touristischen Programm erholen möchte.
Den Nationalgarten kann man also als touristische Attraktion besuchen, die man gesehen haben sollte, aber eben auch zum Ausspannen und Vergnügen. Im Nationalgarten trifft man garantiert viele junge Leute, die hier einige erholsame Stunden verbringen. Kontakte lassen sich aber dennoch besser auf den belebten Plätzen oder abends an der Bar knüpfen. Wer den Nationalgarten aufsucht, möchte demnach vor allem seine Ruhe haben. Als fast einziger grüner Fleck mit großen Bäumen lässt sich hier zu heißen Tageszeiten auch ein wenig Kühle und Schatten finden.
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Schiffsmuseum Trokadero Marina in Palio Faliro
Alte und berühmte Schiffe
Ganz berühmt ist das Schiffsmuseum Trokadero Marina, welches im Athener Vorort Pelio Faliro zu finden ist. Dieses ist mit der Straßenbahn zu erreichen. Im Schiffsmuseum gibt es eine ganze Reihe an interessanten Schiffen aus der alten und neuen Zeit. Zu seinen bekanntesten Exponaten zählt unter anderem der Nachbau einer attischen Triere, die ursprünglich aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. stammte und dann im Jahr 1987 nachgebaut wurde. Der Dreiruderer mit einer Länge von fast 37 Metern und einer Breite von 5,5 Metern kam damals auf eine Reisegeschwindigkeit von maximal 9 Knoten. Das Gefährt wiegt rund 70 Tonnen und entführt den Besucher in eine längst vergangene Zeit. Hier kann man sich bildlich vorstellen, wie mühsam die Seefahrt früher gewesen sein muss. Viel Raum für Träume und Fantasien bietet das Schiffsmuseum mit seinen Ausstellungsstücken.
Aus einer etwas modernen Zeit stammt der Panzerkreuzer Georgios Averoff, der sechs Geschütztürme aufweisen kann. Mit seinen 10.300 Tonnen stellt er die altertümlichen Modelle natürlich in den Schatten. Das Schiff ist mit seinen 140 Metern Länge und 21 Metern Breite auch schlecht zu übersehen. Auf diesem fanden vor Jahren bis zu 1.200 Mann Platz. Der Panzerkreuzer war ein Geschenk des Kaufmanns Georgios Averoff an sein Land und wurde auch nach diesem benannt. Es wurde in der Zeit zwischen 1911 und 1955 in den Balkankriegen und im ersten und Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Bis heute zählt dieser Panzerkreuzer zu den letzten Exemplaren seiner Art im 20. Jahrhundert weltweit. Neben diesem interessanten Modell ist ein weiteres Militärschiff Höhepunkt der Ausstellung. Der Zerstörer Velos war im Zweiten Weltkrieg zwischen 1942 und 1945 unter Führung der US Navy im Einsatz. 1959 wurde das Schiff dann aber an die griechische Marine abgetreten. Auch in der griechischen Politik spielte die Velos eine entscheidende Rolle. Sie fuhr 1973 während einer NATO-Übung unter dem griechischen Kapitän Pappas nach Rom und verließ den Flottenverband. Damit wollte der Kapitän gegen die griechische Militärdiktatur protestieren. Dieser Vorfall trug dann auch maßgeblich zum Fall des Regimes im Jahr 1974 bei.
Wer also einen Einblick in die Seefahrt früher und heute erhalten möchte, ist im Schiffsmuseum Trokadero Marina genau richtig. Der Eintritt in das Museum kostet übrigens nur 1,50 Euro und ist damit spottbillig. Dafür bietet das Museum interessante Einblicke vor allem in die Militärschifffahrt, aber auch in die Schifffahrt der Antike. Das Schiffsmuseum ist einen Ausflug in den Vorort wert, auch wenn die Fahrt dorthin ein wenig umständlich ist. Mit der Straßenbahn sollte das Museum aber gut zu erreichen sein. Station ist hier die Trokadero.
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Olympiastadion von 1896 und Olympieion
Olympische Helden und alte Tempel

Diskuswerfers vor dem Panathen?isches Stadion in Athen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich den Besuch des Olympiastadions von 1896. Dieses Stadion, welches auch Panatheinaikon oder Kallimarmaro genannt wird, war die Sportstätte der ersten ausgetragenen Olympischen Spiele der Neuzeit. Ein wirklich historischer Ort also. Die ersten Olympischen Spiele fanden zwar im Jahr 1896 statt, komplett fertig wurde das Stadion aber erst im Jahr 1906. Nachdem die Stadt Athen als Austragungsort für die ersten modernen Olympischen Spiele ausgewählt worden war, engagierte sich der Kaufmann Georges Averoff und setzte durch, dass das neue Stadion genau an der Stelle errichtet werden sollte, wo auch das alte Stadion aus dem Jahr 330 v Chr. gestanden hatte. Das alte und zwischenzeitlich als Steinbruch dienende Stadion erstrahlte so bald in weißem Marmor und mit doppeltem Fassungsvermögen. In diesem neuen Meisterwerk wurden dann alle vier Jahre Sportwettkämpfe ausgetragen.
Das Stadion hat eine Kapazität von 60 000 Zuschauern und war auch während der Olympischen Spiele von 2004 im Einsatz, wo es als Zieleinlauf beim Marathon diente. Aber es hat auch sonst noch immer eine große olympische Bedeutung. Das Stadion ist noch heute Ort der Zeremonie zum Entzünden des olympischen Feuers, welches dann dem olympischen Organisationskomitee des austragenden Landes übergeben wird. So wird bei jeder Olympiade das antike olympische Feuer an seinem Ursprungsort entzündet. Auch für kulturelle, politische und sportliche Anlässe wird das Panatheinaikon-Stadion gerne noch benutzt.
In unmittelbarer Nähe zu dem bekannten Stadion befindet sich ein weiteres bauliches Meisterwerk. Der Tempel des olympischen Zeus, auch Olympieion genannt, verspricht einen aufregenden Blick in die Vergangenheit. Der Bau wurde im 6. Jahrhundert vor Christus begonnen, aber erst im 2.Jahrhundert nach Christus unter römischer Herrschaft fertiggestellt. Dieser Tempel gilt als einziger korinthischer Tempel Griechenlands und als einer der größten Tempel überhaupt. Das Fundament des Olympieion bestand auf der Westseite komplett aus Marmor. Im Inneren des Tempels ließ der römische Herrscher Hadrian eine mit Gold und Elfenbein geschmückte Zeus-Statue und eine Statue seiner selbst errichten.
Noch heute kann man 15 der einst 104 korinthischen Säulen sehen, die etwas 17 Meter hoch waren. Wann und warum das Olympieion zerstört wurde ist nach wie vor unklar. Vermutet wird ein Erdbeben im Mittelalter. Zu finden ist der Tempel ungefähr 500 Meter östlich der Akropolis. Trotz der großen Zerstörung lohnt sich ein Blick auf die alten Gemäuer und die noch stehenden Säulen. Mit etwas Fantasie kann man sich den gewaltigen Tempel auch bildlich vorstellen. Der Eintritt ist mit 2,00 Euro pro Person auch recht billig. Geöffnet hat der Tempel des Zeus täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr, im Winter bis 15.30 Uhr.
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Omonia Platz
Multikulti und pralles Leben
Mitten in Athen liegt einer der belebtesten und auch der ältesten Plätze. Der Omonia Platz ist vor allem für sein reges Leben sehr bekannt. Er ist auch der Eckpunkt für das Handelsdreieck des Stadtzentrums und somit eine zentrale Anlaufstelle. Hier beginnen zudem die bekannten Straßen Stadiou und Panepistimiou, durch die sich ebenfalls ein Spaziergang lohnt. Zahlreiche Geschäfte sowie Restaurants und Bars sorgen dafür, dass dieser Platz Tag und Nacht gut besucht ist. Er ist der erste Anlaufpunkt für alle Shoppingliebhaber und für sämtliche Nachtschwärmer der Stadt. Auf diesem Platz ist immer etwas los, egal, zu welcher Zeit man sich dort aufhält. Hier lässt es sich prima einkaufen, auch ein leckeres Essen bekommt man dort. Nachts haben die unterschiedlichsten Bars und Kneipen ihre Türen geöffnet.
Auf dem Omonia Platz kann man Multikulti einmal hautnah erleben. Denn hier grenzen viele multikulturelle Stadtteile von Athen an und der Platz gilt als eine Art Pforte zu diesen Vierteln. Auf dem Platz tummeln sich deshalb Menschen aus aller Welt, bevorzugt aber Polen, Albaner und Schwarzmeergriechen, die ihre Häuser in unmittelbare Nähe haben. So kann man auf dem Platz auch allerlei Kunst und Kultur entdecken und erleben. Damit der Platz für Fußgänger zugänglicher wird, wurde der einstige Kreisverkehr eingestellt. Anlaufpunkt und bedeutendster Verkehrsknotenpunkt von Athen ist deshalb die U-Bahn Station Omonia unter dem Platz geworden. Das pralle Leben in seiner bunten Vielfalt findet man nirgends so zahlreich und schön wie auf dem Omnia Platz in Athen. Den muss man als Tourist unbedingt besucht haben.
Der Omonia Platz nimmt auch in der Literatur, Musik, Malerei und Architektur von Griechenland einen bedeutenden Platz ein. Der berühmte Architekt Ernst Ziller entwarf zwei Häuser an diesem Platz. Auch der berühmte griechische Maler und Bildhauer Yannis Tsachouris fand den Platz offenbar toll, denn er hat ihn auf einem seiner Gemälde festgehalten. Dieses Bild heißt Café Neon und gehört zu den bedeutendsten Bildern des Künstlers. Aber man muss nicht unbedingt Künstler sein, um das volle Leben auf dem Platz einzusaugen. Es reicht schon völlig aus, diesen zu besuchen und die vielen neuen und aufregenden Eindrücke auf sich wirken zu lassen.
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Denkmäler des Lysikrates und des Philopappos
Helden und Wohltäter
Nahe der Akropolis findet man zwei sehenswerte Denkmäler, die beide einen kleinen Abstecher lohnen. Das Lysikrates Denkmal, welches auch Laterne des Diogenes genannt wird, ist eigentlich ein Marmortempel. Er wurde zu Ehren des Siegers eines Theater- und Dichterwettstreits im Dionysos Theater gebaut, den Chorleiter Lysikrates. Dieser gewann nämlich damals mit seinem Knabenchor den Theaterwettbewerb.
Der Marmortempel hat eine Höhe von 6,5 Metern und thront auf einem rund 3 Meter hohen quadratischen Steinsockel. Die Seiten dieses Tempels sind mit weiteren Steinsockeln verziert, die als älteste der Kunstgeschichte gelten. Die Kuppel zeigt eine Akanthusblume, die ursprünglich einen bronzenen Dreifuß enthielt. Dieser galt als die Trophäe der Sieger und ist auch in Form von Reliefen hinter den Kapitellen dargestellt. Außerdem ist auf einem Fries oberhalb des Architrav das Thema der damaligen Siegergruppe dargestellt: der Kampf zwischen Dionysos und den Tyrrhenischen Piraten. Früher säumten viele solcher Statuen die Straße, die zum Dionysos Theater führten, doch das einzig erhalten gebliebene ist das Lysikrates Denkmal.
Ein weiteres interessantes Denkmal befindet sich auf einem 147 Meter hohen Musenhügel südwestlich der Akropolis. Dieses wurde von den Stadtbewohnern zu Ehren eines im Exil lebenden syrischen Prinzen errichtet, der als Wohltäter der Stadt bekannt war. Das Denkmal wurde in den Jahren 114 bis 119 n. Chr. gebaut. Dieses prächtige Monument stand ursprünglich auf einer Grundfläche von 9 x 9 Metern. Es zeigt eine Sitzstatue des Philopappos und auch eine seines Vorfahren Antiochos IV. Hergestellt wurde dieses prächtige Denkmal einst aus pentelischem Marmor. Es sollte besonders edel und heroisch wirken. Unterhalb der Statue lässt sich ein Relief mit der Darstellung eines Triumphzuges bewundern. Aufgrund nicht bekannter Umstände stürzte die Nordfassade des Denkmals eines Tages ein. Vielleicht lag es am Kanonenschuss mit dem die Venezianer den Parthonenon auf der Akropolis zum Einstürzen brachten. Trotzdem ist die Statue heute noch sehenswert und erinnert an die alten fast vergessenen Zeiten. Von der Anhöhe der Statue aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten. Nirgends sonst erhält man einen solch tollen Panoramablick. Deshalb lohnt sich ein Ausflug zu diesem Denkmal gleich doppelt. Da ist auch der kleine Fußmarsch zu verschmerzen.
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Plaka
Der älteste Teil von Athen

enge Gassen - interessante Ecken in der Plaka
Quelle: pixelio.de Fotograf: Ivak
Zwischen den Metrostationen Akropolis und Monastiraki im östlichen Bereich ist einer der ältesten Stadteile von Athen zu finden. Dieser Stadtteil versprüht einen Hauch von Abenteuer und Zeitreise. Mit seinen zahlreich verwinkelten und oft labyrinthartigen Gassen sowie der engen Bebauung erinnert dieser Teil der Stadt an alte Zeiten und versprüht seinen ganz eigenen Charme. Ein Gang durch diese Gassen lohnt sich, aber Vorsicht ist geboten, denn schnell hat man sich in dem unübersichtlichen Viertel verirrt. Herausgefunden hat aber jeder wieder. Viele Grundmauern und Bausubstanzen der Häuser gehen zurück bis in die Antike. Hier lässt sich also einfühlen, wie das Leben in der großen griechischen Hauptstadt früher ausgesehen haben könnte. Das Viertel ist bei Besuchern wie Einheimischen beliebt. Doch nicht nur wegen seines Alters ist dieses Viertel einen Besuch wert.
Zahlreiche Boutiquen, Bars, Cafés und Tavernen säumen die Straßen dieses Stadtteils. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, gehört die Plaka doch zu den teuersten Gegenden der ganzen Stadt. Das lässt sich auch an den explosionsartig in die Höhe geschnellten Immobilienpreisen in diesem Viertel sehen. Deshalb haben auch Mitte der 60er Jahre viele alte Einheimische diesen Stadtteil verlassen und sind in neuere Viertel gezogen. In den alten Höfen und Häusern machten sich dann Restaurants und Kneipen, später auch Souvenirläden für Touristen breit. So ist die Plaka noch heute ein beliebter Ort, um den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine Sanierung des Stadtteils fand Mitte der 80er Jahre statt, woraufhin dieser noch zu einer viel begehrteren Gegend wurde, die ihren eigenen Stil aufweist.

frischer Fisch in den Markthallen der Plaka
Quelle: pixelio.de Fotograf: ro18ger
Neben den Geschäften und Restaurants gibt es in diesem Stadtteil aber auch Kunst zu erleben. Hier finden Interessierte das Frissiras Museum, welches moderne Kunst zeigt und das Museum für Volkskunst. Kunstfreunde können sich also über zusätzliche Sehenswürdigkeiten freuen, doch auch für nicht Kunstinteressierte kann der Besuch eines dieser Museen spannend sein. In diesem Stadtteil muss man als Tourist unbedingt gewesen sein, kaufen oder konsumieren muss man hier allerdings nicht unbedingt. Das geht in anderen Teilen von Athen nämlich um einiges billiger. Ein Bummel durch die alten Gassen und das Bewundern der alten Häuser kostet jedoch nichts und kann völlig umsonst genossen werden.
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Römische Agora/Turm der Winde
Römische Baukunst und ein antiker Schatz

Turm der Winde
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
Die römische Agora, auch gerne römisches Forum genannt ist ein weiteres Meisterwerk der römischen Baukunst. Gerade auch aufgrund der römischen Eroberer, die in Athen überall ihre Spuren hinterließen, hat die Stadt so viele Schätze anzubieten. Der rechteckige Platz der römischen Agora ist von Säulengängen eingerahmt und entstammt der Zeit der römischen Herrschaft. Der Name Agora war die Bezeichnung der antiken Griechen für zentrale Markt- und Versammlungsorte in der Stadt, die römische Agora war also eine Art Marktplatz. Zuvor gab es in Athen schon eine altgriechische Agora. In Athen gab es früher zwei dieser Agorai. In der Zeit der byzantinischen und der türkischen Herrschaft wurde die römische Agora überbaut und erst später von griechischen und italienischen Archäologen wieder ausgegraben.
Die römische Agora befindet sich nördlich der Akropolis in der Athener Altstadt. In ihrer Nähe befindet sich auch der Monastiraki Platz und die antike Agora. Erbaut wurde die römische Agora einst unter Kaiser Augustus und während der Herrschaft des Hadrian wurde sie erweitert. Ein echtes Highlight der römischen Agora ist der achteckige Turm der Winde, der sich auf der Ostseite befindet. Dieser aus dem 2. Jahrhundert stammende Bau ist das besterhaltene antike Bauwerk von Athen und erlangte weit über die Stadt hinaus Berühmtheit. Der Turm wurde im Jahr 100 v. Chr. erbaut und mit einer Wasseruhr versehen. Noch heute sind an den Außenwänden dieses außergewöhnlichen Bauwerkes neun Sonnenuhren zu erkennen und jede der acht Seiten zeigt ein Relief mit den Windgöttern Boreas für Norden, Kaikias für Nordosten, Apeliotes für Osten, Euros für Südosten, Notos für Süden, Lips für Südwesten, Zephyros für Westen und Skiron für Nordwesten. Von diesen Göttern hat der Turm der Winde schließlich auch seinen Namen bekommen. Wer vor dem Turm der Winde steht, wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Den großen Baumeistern der Antike muss man einfach huldigen.
Erreichen kann man das Gelände der römischen Agora mit der Metrolinie 1. Aussteigen sollte man dann an der Station Thissio. Die römische Agora hat täglich von 8.00 bis 19.30 geöffnet, im Winter nur bis 17.00 Uhr. Ein Besuch sollte fest im Sightseeingplan für Athen mit eingebunden werden. Die alte Baukunst überzeugt auch junge Menschen.
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Nachtleben
Athen für Nachtschwärmer

Athen für Nachtschwärmer
Quelle: pixelio.de Fotograf: Manuela Ajdini
Das Nachtleben in Athen präsentiert sich bunt und vielfältig. Ausgehen in Athen macht einfach Spaß, da es durch die milden Temperaturen lange warm bleibt und so bis spät in die Nacht hinein auch draußen gefeiert werden kann. Hinzu kommt die allgemein fröhliche Art der Griechen, die wissen, wie man richtig feiert. Schon die alten Griechen bewiesen das mit ihren oft tagelang dauernden Weinfesten. Die Klubszene in Athen ist vielfältig und bietet etwas für jeden Geschmack. Athen gehört mit zu den lebendigsten Städten in Europa, wo man Einheimische und Besucher zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Straßen treffen kann. Es lohnt sich also, einmal das Athener Nachtleben zu erkunden und den interessanten Tag in einem der vielen Etablissements in der Stadt ausklingen oder erst gar nicht enden zu lassen.
Die Nacht beginnt dabei in Griechenland erst spät. Erst ab 11 Uhr abends ist so richtig etwas los, vorher wird man eher auf leere Räume stoßen. Die Restaurants und Tavernen haben meist bis 1.00 Uhr, die Klubs und Bars bis 5.00 Uhr morgens geöffnet. Die griechische Hauptstadt bietet viele Ausgeh-Möglichkeiten, von traditioneller griechischer Musik bis hin zu Techno, Rock, Jazz und Soul wird so ziemlich alles gespielt. So kann sich jeder die Ausgeh-Möglichkeit wählen, die ihm gefällt. Wer es traditionell mag, ist in Athen gut aufgehoben. Hier kann man zum Beispiel in den sogenannten Rempetika ein schönes Essen mit griechischer Live-Musik genießen. Das ist immer ein besonderes Erlebnis.
Das junge Nachtleben von Athen spielt sich aber vor allem in den unzähligen Bars und Klubs der großen Stadt ab. Diese liegen überwiegend in Glyfada. Die Gegend ist gut mit der Tram zu erreichen, die Fahrt dauert aber von Sidagma aus fast eine ganze Stunde. Ebenfalls eine Stunde vom Stadtzentrum entfernt, liegt das Mont Parnasse Kasino auf dem Berg Parnitha. Hier kann man neben einem kleinen Spielchen auch die tolle Aussicht auf die Stadt genießen. Die Griechen selbst halten sich aber am liebsten in einem Klub auf, wo es oft Live-Musik zu hören gibt. Manche Klubs bieten Live-Musik der achtziger Jahre, viele haben aber auch Jazz-Musik im Programm. Auch traditioneller griechischer Tanz kommt in den modernen Klubs nicht zu kurz. Besonders beliebt sind der legendäre Sirtaki und der Rembetiko. Für griechische Tänzer ist vor allem das Stoa Athanaton zu empfehlen, das diese traditionellen Rhythmen auflegt. Weitere beliebte und ganz bestimmt gut gefüllte Klubs in Athen sind der Camel Club, der Half Note Jazz Club, das Privilege, der Red Lion Pub, die Salt&Pepper Music Bar und der Parafono Jazz & Blues Club.
Typische Bars gibt es in Athen selten, vielmehr gibt es die Café-Bar-Kombinationen. Dort werden sämtliche Getränke serviert. Zu der griechischen Sitte gehört, dass zum Alkohol generell Speisen gereicht werden. Wer also nur in eine Bar möchte, um etwas zu trinken, könnte Schwierigkeiten bekommen. In den Nachtklubs kann man aber auch ohne ein zugehöriges Essen etwas Alkoholisches trinken. Die trendigsten Bars sind im Kolonaki Viertel im Stadtteil Monastiraki zu finden. Zu ihnen zählen das Azul, die Bar Mousa, das Salt & Pepper, das De Lux, die Guru Bar, der Red Lion Pub, das Blues und das Platanos. Sicher gibt es in der Stadt auch noch den ein oder anderen Geheimtipp. Hier hilft es, sich einfach bei den Einheimischen schlauzumachen. Doch Vorsicht! Schon so mancher Tourist wurde von einem spaßigen Athener hereingelegt und zu einem völlig falschen Ort geschickt. Sich vorher Informationen zu holen, kann also nicht schaden.
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öffentlicher Nahverkehr
Ohne Auto gut unterwegs
Ein Auto braucht man in Athen nicht. Aufgrund der vollen Straßen und der meist etwas abenteuerlichen Fahrweise der Einheimischen ist es auch nicht zu empfehlen, Athen mit dem Auto zu erkunden. Dafür verfügt die Stadt über ein gut ausgebautes Schienennetz, das die Passagiere zu allen Punkten der Stadt und zu den Vororten oder darüber hinaus bringt. Dazu zählen sowohl die Metro Athen, die Straßenbahn und die S-Bahn. Auch Buslinien gibt es zur Genüge.

öffentlicher Nahverkehr: dicht gedr?ngt
Quelle: pixelio.de Fotograf: rolibi
Mit der Metro kann man jeden Punkt in der Stadt erreichen. Sie deckt ein Netz von rund 55 Kilometern ab und verfügt über 51 Stationen. Auf Griechisch heißt dieses schnelle Transportmittel Attiko Metro. Es gibt mehrere Linien, die zu unterschiedlichen Zeiten verkehren. Die grüne Linie 1 verkehrt von 5.30 morgens bis 0.30 Uhr nachts auf der Strecke zwischen Piräus und Kifissia. Die Züge der roten Linie 2 fahren von 5.30 bis 24.00 Uhr zwischen Ag. Antonios und Ag. Dimitrios, während die blaue Linie 3 zu denselben Zeiten zwischen Egaleo und Doukissis Plaktentias fährt. Die Metro verkehrt in den Hauptzeiten in Abständen von drei Minuten, in den Nebenzeiten alle fünf Minuten und in den Schwachzeiten alle zehn Minuten. Die Fahrkarten sind nicht sehr teuer und können für die entsprechenden Zonen gelöst werden.
Ganz neu präsentiert sich das Straßenbahnnetz von Athen, Tram genannt. Mit der Tram kann man gemütlich vom Zentrum bis zu den südlichen Vororten wie Glyfada und Piräus gelangen. Nebenbei kann man bei einer Straßenbahnfahrt im Gegensatz zu einer Fahrt mit der Metro die Stadt ansehen. Wer weiter hinausfahren möchte, sollte die S-Bahn benutzen. Neben den Schienen ist auch das Busnetz in Athen sehr gut. Mit diesem gelangt man ebenfalls zu allen wichtigen Punkten in der Stadt. Die Einzelfahrtkarten für die Busse sind oft an Kiosken oder in bestimmten Läden erhältlich. Hier sollten man auf das Logo mit der Aufschrift Isitiria edho (Fahrtkarten hier) achten. Dieses Logo ist in den Farben Braun, Rot und Weiß gestaltet. Gekauft werden können Einzelkarten sowie Zehnerkarten. Eine Einzelfahrt kostet in etwa 0,45 Cent.
In Athen gibt es auch die höchste Dichte an Taxis aller europäischen Hauptstädte. Überall in Athen findet man Taxistände. Ein Taxi kann aber auch einfach am Straßenrand angehalten werden. Die Preise sind sehr niedrig und können locker bezahlt werden. Manchmal sind aufgrund der unkonventionellen Fahrweise aber gute Nerven erforderlich. Auch eine Stadtrundfahrt kann sich durchaus lohnen. Eine besonders günstige Stadtrundfahrt ist mit den Bussen 100 oder 150 möglich, welche im Bereich der Innenstadt verkehren. Auch eine Fahrt mit der ältesten Metrolinie, der Linie 1 kann einen Überblick verschaffen, verläuft dieses doch meist überirdisch.
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Daten & Fakten
Wissenswertes rund um Athen
Nach Griechenland kann man auf unterschiedlichstem Weg gelangen. Am einfachsten geht das natürlich mit dem Flugzeug. 27 Kilometer östlich des Stadtzentrums von Athen befindet sich der internationale Flughafen Eleftherios Venizelos, der von Deutschland aus von allen großen und kleinen Fluggesellschaften fast täglich angeflogen wird. Mit der Metrolinie 3 kann man von hier bis ins Zentrum von Athen fahren. Weitere Möglichkeiten sind eine Schiffsreise oder die Anfahrt mit dem Zug. Der Hafen Piräus liegt ungefähr 10 Kilometer von der Athener Stadtmitte entfernt und wird von Bari, Istanbul und anderen Hafenstädten angesteuert. Die Fahrt mit dem Zug über den Balkan dauert 40 Stunden und ist ein langes aber einmaliges Erlebnis. Für die Einreise nach Serbien und Montenegro benötigt man als deutscher Staatsbürger allerdings einen gültigen Reisepass.
Die Vorwahl von Griechenland nach Deutschland lautet 0049, umgekehrt muss die 0030 gewählt werden. Zur Einreise nach Griechenland wird lediglich ein gültiger Personalausweis benötigt. Die Landeswährung ist Euro, Fremdwährungen müssen bei der Einreise ab einem Wert von 1.000 US-Dollar angemeldet werden. Überall werden aber auch die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Vor einer Griechenlandreise empfehlen sich die Basisimpfungen gegen Tetanus, Polio und Diphtherie. Um die Sprache in Griechenland zu verstehen, schadet es nicht, das griechische Alphabet zu beherrschen. Auf Straßenschildern und für Beschriftungen wird oft zusätzlich die lateinische Schrift verwendet. Das ist für die Touristen einfacher zu verstehen. Die Kriminalität ist auf dem griechischen Festland nicht sehr hoch, doch wie in jeder anderen Großstadt auch, ist auf Taschendiebe zu achten. Nachts lässt es sich allerdings bedenkenlos durch die Straßen bummeln.
Die Zeit in Griechenland ist die Mitteleuropäische Zeit plus eine Stunde. Vom letzten Sonntag im März bis hin zum letzten Sonntag im Oktober muss man zwei Stunden hinzurechnen. Die Differenz beträgt so zu Mitteleuropa im Sommer wie im Winter jeweils plus eine Stunde. Wer in Athen einmal in Schwierigkeiten geraten ist, kann sich an die deutsche Botschaft wenden. Dieses heißt Embassy of the Federal Republic of Germany und ist in der Karaoli & Dimitriou Straße 3 im Stadtteil Kolonaki zu finden. Diese kann zum Beispiel bei gestohlenen oder verlorenen Dokumenten helfen. Es ist aber hilfreich, sich zuvor an die örtlichen Behörden oder die Polizei zu wenden, die dann eine Verbindung zur deutschen Botschaft herstellen können.
Auch baden lässt es sich in Athen. Die Strände sind von April bis Oktober geöffnet und können schnell vom Zentrum aus erreicht werden. In etwa 20 Minuten erreicht man den Strand Glyfada, der besonders Familien mit Kindern anzieht. Aber auch zahlreiche Wassersportmöglichkeiten findet man hier. Noch ein paar Kilometer weiter liegt der Strand Voula, der als der beliebteste Treffpunkt der Jugend gilt. Auch in der nahen Umgebung von Athen finden sich noch zahlreiche schöne Strände. Besonders bei Windsurfern beliebt ist der Sandstrand Loutsa an der Ostküste.

Landschaft in der Region Attika am Kap Sounion
s?d?stlich von Athen. Der K?stenstreifen ist
beliebtes Ausflugsziel
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel

Der Poseidontempel f?r Poseidon, den Gott des
Meeres, in der Region Attika am Kap Sounion.
Der Marmortempel wurde 444 v. Chr. erbaut
Quelle: pixelio.de Fotograf: Bildpixel
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Unterkünfte
Günstig übernachten und campen
Gerade für junge Leute hat Athen viele interessante Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten. Da die Hotels eher zu der Sorte Luxus gehören, sind diese für junge Leute nicht zu empfehlen. Gerade in der Stadt gibt es wenige billige Hotels, wenn dann müsste man schon sehr weit außerhalb wohnen. Aber es gibt viele andere Möglichkeiten für junge Menschen, in Athen günstig zu übernachten. Jugendherbergen sind da wohl die erste Anlaufstelle, aber auch Pensionen speziell für junge Leute und Studentenheime bieten billige Übernachtungsmöglichkeiten an. Eine weitere Alternative wären die Campingplätze rund um Athen, die ebenfalls nicht sehr teuer sind. Da es in Athen das ganze Jahr über recht warm ist, kann hier auch ohne Probleme gezeltet werden.
Sehr zentral am Omonia Platz liegt das International Youth Hostel, die größte Jugendherberge von Athen. So ist man immer gleich mitten im Geschehen und kann alle Punkte der Stadt schnell und einfach erreichen. Das Haus verfügt über Doppelzimmer und Vierbettapartments, die allgemein als sehr sauber gelten. Preiswert sind die Zimmer im Youth Hostel obendrein. Aufgrund der kleinen Zimmergröße braucht man auch keine Angst zu haben, sein Zimmer mit vielen anderen teilen zu müssen. Zu den Hauptferienzeiten sollte man aber vorher buchen, denn dann ist die Jugendherberge gut besucht. Eine weitere günstige Übernachtungsmöglichkeit bietet das Student & Travellers Inn, wo dem Gast Ein-, Zwei-, Drei- oder Vierbettzimmer zur Verfügung stehen. Dieses Haus wird gerne von Studenten als billige Unterkunft während der Studienzeit genutzt, ist aber auch für Reisende offen. Eine einfache Pension für junge Leute ist das John's Place. Die Pension ist zwar nicht speziell für junge Menschen ausgelegt, doch übernachten hier vor allem junge Reisende. Die Pension liegt ruhig und zentral, verfügt aber nur über Etagenbäder. Ein ganz neues Gebäude, welches sowohl Einzelunterkünfte wie auch Übernachtungen im Schlafsaal anbietet, ist das Athens Northern Backpackers. Diese Unterkunft ist zwar einfach und gleicht einem Massenlager, aber im Preis ist sie unschlagbar.
Für junge Leute bietet sich auch einer der Campingplätze rund um Athen an. Der Ramnous beispielsweise liegt nur 35 Minuten von Athen entfernt direkt an einem Sandstrand. Der Campingplatz hat ganzjährig geöffnet und bietet viele schattige Stellplätze. Ungefähr 7 Kilometer vor Athen liegt ein weiterer ganzjährig geöffneter Campingplatz mit dem Namen Camping Athens. Ein Campingplatz in wunderschöner Umgebung gleich neben dem Strand ist auch der Campingplatz Bacchus. Dieser liegt jedoch etwa 70 Kilometer von Athen entfernt am Kap Sunion. Fast alle Campingplätze in Griechenland sind eher einfach, aber modern ausgestattet.
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