Türkei

Türkei

Türkei
Türkei     Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Eins der beliebtesten Reiseziele überhaupt ist die Türkei. Das zu 97% asiatische Land ist natürlich stark von den moslemischen Bräuchen geprägt. Das macht die Reise zu etwas ganz Besonderem. Die restlichen 3% des Landes gehören geographisch zu Europa. Das Land bietet mit seinem warmen Klima, Strand, Meer und viel Sonne einfach alles, was einen ausgiebigen Urlaub ausmacht. Seine Mischung aus zahlreichen Kulturen macht eine Reise in die Türkei noch spannender. Das von drei Meeren umgebene Land begeistert mit seinen kilometerlangen Stränden, den kleinen Buchten, atemberaubenden Bergen, unzähligen kleinen Dörfern und seiner fesselnden Geschichte.

Das erst 1923 gegründete Land trägt mittlerweile den Namen „Türkische Riviera“. Mit ihren rund 300 Sonnentagen zieht die Türkei nicht umsonst Millionen Reisende jährlich an. Die bis zu dreitausend Meter hohen Gebirge verschonen die Küste vor den eisigen Nordwinden. Für Ski- und Schneebegeisterte hat das Land auch etwas zu bieten. Im Frühling besteht sogar die Möglichkeit morgens mit dem Snowboard die Piste runter zu sausen und ab Mittag im Bikini oder Badehose am Strand zu liegen und sich zu sonnen.

Die wunderschöne Landschaft dieses Landes ist ebenfalls nicht zu verachten. Sie bietet mit Ihren zahlreichen Wäldern und Bergen viele Ausflugsziele für die Wanderurlauber. Die unglaublichen Wasserfälle sind ein atemberaubendes Naturschauspiel. Für Kulturbegeistere werden die Ruinen von Troja, Ephesos und Pergamon zu einem wahren Erlebnis. Ebenfalls gibt es Tropfsteinhöhlen, alte Ruinen, die Faszination der alten Nikolauskirche in Myra. Die Erfinderin des Pergamentpapiers Pergamon beinhaltet in ihrer berühmten Bibliothek ca. 200.000 Schriftrollen.

Auch nachts ist es hier nicht still. Die größten und populärsten Partys des Landes steigen in Bodrum. Nicht umsonst wird die Stadt auch das „St. Tropez“ des Landes genannt. Einen eher ruhigen Abschnitt des Landes entdeckt man, wenn man in der Süd- und Westküste. Dieses Gebiet ist von den Reisenden so gut wie unberührt, frei von Hektik und Alltagsstress. Dort fahren viele der Einheimischen selbst hin um Urlaub zu machen. Die Temperaturen im Sommer sind hier etwas niedriger als in den beliebten Reisezielen des Landes und es regnet wesentlich mehr. Jedoch gibt es auch in diesem Teil des Landes ein Vielzahlt an Sehenswürdigkeiten. Hier gedeihen die herrlichen Haselnussbäume, Teesträucher und Tabakplantagen. Sie bieten ein nahezu poetisches Bild für jeden Spaziergänger und Bereisenden. Hier gibt es noch die wenigen kulturreichen Fischerdörfer zu entdecken. Da wo die Zeit noch stehen geblieben zu sein scheint. Alles in einem ist Türkei ein kulturreiches Land mit seinen vielzähligen Unternehmungsmöglichkeiten ein Reiseziel für jeden.

nach oben

Alanya

Alanya war die erste Stadt an der türkischen Riviera mit ihrer beeindruckenden Hügellandschaft die von den Touristen ins Herz geschlossen wurde. Die Strände dieser Stadt sind atemberaubend schön, das Wasser klar und das Klima ist warm.

Hier gibt es die wahrscheinlich besten Nachtclubs in ganz Türkei. Jedoch begann der Tourismus zunächst mit den Kranken als die Damlatas-Höhle entdeckt wurde. Es wurde laut Untersuchungen festgestellt, dass diese eine heilende Wirkung auf die Atemwegserkrankungen hat. Heute kommen die Leute nicht nur wegen ihrer Krankheit her, sondern um sich zu erholen oder die faszinierende Geschichte dieser Stadt auf sich wirken zu lassen. Für die Naturverliebte geben die Taurus-Berge die erforderliche Stille und Erholung vom stressigen Alltag. Die drauf stehende Burg Ic Kale in 250 m Höhe thront mit ihren 140 Türmen über der Stadt. Die 6500 m lange Mauer sollte sie einst vor Angreifern schützen.

Eine außergewöhnlich sehenswerte Geschichte bieten die Ruinen der byzantinischen Kuppelkirche, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Dort befinden sich die berühmten Klippen, auf den die Gefangenen damals mit einem Sturz in die Tiefe hingerichtet wurden. Die winzige Grabmoschee Aksebe Mescidi ist ein besonderes Erlebnis und ein lohnenswerter Ausflug. Von dort aus erreicht man nur in wenigen Minuten Fußmarsch das Zentrum. Hier kann man die Süleymaniye Camii mit ihrem zwölfeckigen Turm bestaunen. Einen Bazar gibt es auch hier wie in jeder türkischen Stadt.

Ein ehemaliger Nächtigungsort für die Reisenden, die sogenannte Karawanserei, ist heute ein Hotel. Von der Burg Ehmedek kann man den Strand und den danebenliegenden Hafen wie auf dem Präsentierteller betrachten. Der Rote Turm der sich an dem Hügel neben dem Hafen befindet, wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Heute ist da ein tolles ethnologisches Museum drin. An dem berühmten Kleopatra-Strand wurden viele erfolgreiche Ausgrabungen von den Archäologen durchgeführt. Die aus der hellenistischen und römischen Zeit stammenden Gegenstände sind in dem Alanya Müzesi zur Anschauung ausgestellt.

Nirgendwo anders in dieser Stadt begegnet man so vielen Menschen wie an der wunderschönen Palmenallee Atatürk Caddesi. Hier locken die besten Restaurants, die schönsten Boutiquen und ein Bazar mit einer ganz außergewöhnlichen Ausstrahlung. An dem Hafen dieser Stadt sind im Laufe der Zeit und immer mehr Touristenansturm Nachtclubs und Bars entstanden. Den wundervollen Stränden entlang ist die Auswahl riesig und nicht so einfach. Nach einer durchgetanzten Nacht tut eine Erholung an den Stränden der Umgebung wie z. B. am Kleopatra-, Ulas Plaj und Keykubatstrand besonders gut.

nach oben

Ankara

Ankara ist die Hauptstadt des wundervollen Landes Türkei. Sie wurde zu der Hauptstadt im Jahre 1923 von dem Gründer der heutigen Türkei Kemal Atatürk ernannt. Sie sollte zu dem Zeitpunkt als Grundlage bei dem Unabhängigkeitskampf dienen. In den Jahren bis heute hat sich die frühere Kleinstadt zu einer Millionenmetropole entwickelt. Dort leben etwa 4.000.000 Menschen. Den damaligen durchdachten Beschluss der neuen Hauptstadt kann man noch heute wunderbar erkennen.

An der Entstehung und Wachstum wurde lange gearbeitet. Heute ist die Stadt in zwei Teilen aufgeteilt. Der Ulus ist das Stück das zu dem alten Teil der Stadt gehört und Yenisehir zu dem Neuen. Die größte und wahrscheinlich die außergewöhnlichste Moschee in Ankara ist die Kocatepe. Sie beinhaltet eine Einkaufspassage um die Moschee finanziell zu unterstützen und so am Leben zu erhalten.

Bei einem Spaziergang durch den alten Teil der Stadt kann man an einigen versteckten Ecken noch die Bauten aus der byzantischer und ottomanischer Zeit begutachten. Hier wird man schnell gefühlmäßig in die historische Vergangenheit dieser Stadt versetzt. Eine besonders moderne Ausstrahlung hat das Zentrum von den Architekten bekommen. Meist wird dieser Teil von den Studenten bewohnt und es herrscht stets ein buntes Treiben. Zwischen den großen Einkaufspassagen sind Regierungshäuser und viele Designerboutiquen ebenso Bars und Diskotheken zu entdecken. Ein besonderes Erlebnis ist es das bunte Treiben von einem Café aus bei einem typischen türkischen cay auf sich wirken zu lassen.

Außerdem gibt es in dieser Stadt einiges an Museen, Restaurants, Bars, Moscheen und die berühmte typisch türkische Badeanstalt, das Hamam, zu erleben. Viele nationale und internationale Berühmtheiten sind in dieser Stadt geboren und aufgewachsen. Einige von Ihnen sind Hasan Kabze und Ümit Özat. Sie sind heute erfolgreiche Fußballspieler. Ein Besuch ist das Museum der anatolischen Zivilisation wert. Zu den Schätzen der Ausstellung zählen einige der Funde von fast jeder Ausgrabung dieses Landes. Lässt man diese auf sich wirken, erkennt man die turbulente Geschichte der Türkei.

Um das moderne Land zu verstehen und sich den türkischen Landsleuten nahe zu fühlen, besucht man am besten das Anit Kabir. Das atemberaubende Mausoleum aus Marmor ist zu Ehren des größten türkischen Staatsmannes Kemal Atatürk erbaut worden. Ebenfalls soll das Gebäude an den Unabhängigkeitskampf der Türkei erinnern. Dort kann man viele Gegenstände aus dem Leben des verehrten Mannes sehen. Ebenso viele Photographien seiner Beisetzung und die Trauer der Menschen über seinen Tod. Des Weiteren bekommt man hier die meisten Informationen über das wichtigste historische Ereignis der Türkei, den Unabhängigkeitskrieg.

nach oben

Dalyan

Dieses winzige Städtchen Dalyan mit nur etwa 5.000 Einwohnern befindet sich im Südwesten des Landes. Den Namen hat es von dem gleichnamigen Fluss. Mit seinen vielen Einmündungen bietet er unzähligen Tierarten ein behütetes zu Hause. Den Himmel auf Erden finden hier bis zu 150 unterschiedliche Arten von Vögeln. Um dies alles in Ruhe ansehen zu können und die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung nicht zu stören, bieten sich Bootstouren an. Diese werden an dem kleinen Bootshafen des Städtchens alltäglich angeboten.

Das kleine Städtchen sollte in den 80er Jahren in einem Urlaubsort umgebaut werden, jedoch entdeckte man zu dem Zeitpunkt die seltenen Karettenschildkröten. Diese haben ihr Brutgebiet an dem naheliegenden Iztuzu Strand. Wäre das Urlaubsgebiet gebaut worden, wären diese seltenen Tiere vermutlich ausgestorben. Das bekannt werden dieser Informationen, sorgte für großen Aufstand in der Bevölkerung von Dalyan und Umgebung. Sämtliche Planungen des Urlaubgebietes wurden angehalten und dieses Gebiet erklärte man zu einem Naturschutzgebiet.

Da hier Touristen nur vereinzelnd anzutreffen sind, lebt man hier meist von Fischerei und Landwirtschaft. Das Aussehen der Stadt ist auch dementsprechend. Es sind nur wenige große Hotels und Boutiquen vorhanden. Dafür sind viel mehr kleinen unscheinbaren Gebäuden und in der Türkei typische Teestübchen vorhanden.

Urlauber mit dem Hang für die Natur wird hier das wahre Paradies entdecken. Hier findet man selbst im Sommer immer ein stilles Fleckchen am Strand. Die kleinen örtlichen Bootsinhaber führen gern kleine Gruppen durch die vielen kleinen, idyllischen Kanäle. Die schönsten Felsen der Küste erstrecken sich über dem Fluss. Die Könige der Stadt Kaunos, die nur 15 Minuten Fußweg entfernt liegt, wurden in diesen Felsen beigesetzt. Da man die Felsen nur schwer erreicht, sind sie fast unberührt und deshalb hervorragend erhalten. In nur wenigen Gehminuten erreicht man die historische Stadt Kauros. Die Ruinen der antiken Stadt, die 900 J. v. C. erbaut wurde, sind im besten Zustand alte Theater und Akropolisteile, Badestätte und Basilika. Ebenso sind hier einige Mauer einer Burg zu sehen. Auch in Dalyan gibt es den typischen türkischen Basar mit dem besonderen Flair der jeden Samstag seine Pforten öffnet. Vielleicht genau deshalb haben sich in dem Dorf viele englische und deutsche Rentner nieder gelassen. Das Leitungswasser wird von einer deutschen Anlage aufbereitet und kann unbedenklich gleich aus der Leitung genossen werden. Sehr zu empfehlen ist das Schlammbad, dem eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Die See Köycegiz mit seinem tollen Sandstrand bietet den wenigen Urlaubern einen schönen, nicht überfüllten Anblick.

nach oben

Ephesos

Nur etwa 50 km Richtung Süden von Izmir wurde Ephesos erst im späten 19. Jahrhundert entdeckt. Entstanden war aber die Stadt bereits 1100 J. v. Chr. unter der Macht der ionischen Siedler. Sie ist einige Male umgezogen und wurde somit drei Mal neu errichtet. Heute ist die Stadt am Berg Pion zu bestaunen, da wo sie zuletzt ihren Sitz hatte. Als die Stadt unter den römischen Machthabern war, war sie am erfolgreichsten. Die damalige Hauptstadt von Asia mit ihren geheimnisvollen Artemistempel, die für die Göttin Artemis, Göttin der Jagd und Mondes, errichtet, wurde zu dem bedeutendsten Pilgerort. Außerdem wurde der gutbesuchte Hafen zu einem wichtigen Ausgangspunkt vieler Handelsgeschäfte. Ihren Wendepunkt verdankt die Stadt dem mit der Zeit ausgetrocknetem Meer. Ephesos wurde von den Handelsschiffen nicht mehr groß beachtet.

Die Überreste dieser sagenhaften Stadt werden derzeit als die besten Überbleibsel der Antike bezeichnet. Die wenigen Überreste des Artemistempels sind in den Jahren der Vergangenheit durch die vielen Neubauten für immer zerstört worden. In der Vergangenheit wurde dieser Tempel für seine Größe und Pracht bewundert. Die wahre Größe des damaligen Ephesos sieht man fast an jeder Ecke. Auf dem Weg zum früheren Hafen, an dem Großen Theater vorbei entdeckt man nicht nur die prächtigen Säulen, die den Weg entlang führen. Die riesigen Marmorplatten unter denen früher die Wasserleitung lag. Das alles sind Zeitzeugen des einflussreichen Ephesos. Das Große Theater wird noch heute betrieben und es können bequem 25.000 Leute Platz nehmen können.

Die wahrscheinlich berühmteste Bibliothek, die Cesus Bibliothek, fasste früher 12.000 Schriftrollen. Sie wurde kürzlich aus Ihren Überresten komplett neu errichtet. Die Reste des alten Gymnasiums und einigen Badeanstalten entdeckt man am auch am alten Hafen. Die prachtvollen Bauten der damaligen wohlhabenden Schicht mit ihren wundervollen Gärten und Brunnen ist ein ganz besonderer Anblick und einen Besuch wert.

nach oben

Hierapolis

Entstanden ist die Stadt Hierapolis etwa 190 v. Chr., heute steht sie unter Schutz der UNESCO als Weltkulturerbe. Einst vom Erdbeben zerstörte Stadt wurde im 2. bzw. 3. Jahrhundert n. Chr. fast komplett neu errichtet. Zu dem einzigen im Originalzustand gebliebenen Überreste vor dem Erdbeben zählt das Theater. Angesehen wurde die Stadt durch ihre Herstellung von Wolle und deren Verkauf. Jedoch richtiger Beliebtheit erfreute sich die Leute an der Stadt als Erholungs- und Unterhaltungsort.

Um allen Ruinen die nötige Zeit für ihre Betrachtung zu widmen, wird ein ganzer Tag benötigt. Nur so kann man den jüdischen, christlichen, heidnischen und römischen Einfluss auf die Stadt der vergangenen Tage spüren. Eins der ältesten Bauten ist das römische Theater, das etwa 12.000 Leute fasst. Erstaunlicher Weise sind einige Teile des Baus noch immer in einem guten Zustand. In der Nähe dieses Theaters befinden sich die wenigen Überbleibsel eines Apollotempels. Das Orakel das dazu gehörte wurde auch hier zu allen wichtigen Ereignissen und Vorhaben befragt. Nach Erleuchtung suchend wandten sich die Priester des Orakels an die giftige Quelle, die noch bis heute dort existiert. Allerdings wurde diese Quelle verriegelt, da es in letzter Zeit zu vielen Unfällen durch die giftigen Gase kam.

Nur von den wenigsten Touristen aufgesucht, empfiehlt sich aber, die achteckige Grabkirche von Apostel Philippus. Sie befindet sich auf einem Berg an dem der Philippus, nach seinem religiösen Bekenntnis, eines gewaltsamen Todes starb. Hier gibt es eine atemberaubende Aussicht fast frei von Touristen. Vom Berg aus Richtung Westen entdeckt man einen großen Bazar umgeben von antiken riesigen Gängen aus Säulen und Marmor. Auch eine Basilika hat sich hier vor vielen Jahrhunderten befunden, allerdings ist davon nicht mehr viel übrig. Einen besonderen Anblick bietet der wahrscheinlich größte Friedhof in Anatolien. Der nördlich von Hierapolis liegende Friedhof bietet die außergewöhnlichste Ruhestätte mit vielen interessanten Details.

nach oben

Istanbul

Als die Stadt 660 v. Chr. Von griechischen Siedlern als Konstantinopel gegründet wurde, ahnte noch niemand was diesem schönen Örtchen bevorsteht. Im Laufe der Jahrhunderte und –tausende durchlebte sie eine turbulente Geschichte mit vielen kulturell unterschiedlichen Herrschern. Das seit dem 1930 umbenannte Istanbul hat heute 13 Millionen Einwohner unterschiedlichster Kulturen.

Was diese historische Stadt bietet, bietet keine andere Stadt der Welt. Sie steht auf zwei Kontinenten, Asien und Europa. Diese Stadt blickt auf eine 2600-jährige Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen. Sie teilt sich in etwa genauso auf, wie sie geographisch geteilt ist. Der größere Teil, der zu 97 % zu Asien gehört, da lebt der sogenannte „Jedermann“. Im europäischen Teil ist der ältere Teil der Stadt und im Norden ist das neue Istanbul. Die ehemalige Hauptstadt der Türkei ist genauso abwechslungsreich wie ihre Geschichte. Sie trotzt zu einem mit der größten Bevölkerung des Landes und zum anderen zieht sie wie keine andere, Touristen ins Land. Zu Recht, denn hier tobt das Leben. Hier werden die wichtigsten Finanzen des Landes organisiert. Ebenso bietet sie unzählige Kunstobjekte und Kultur wo man nur hin schaut. Hier gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten, zahlreiche Restaurants, reichlich Hotels und massenhaft Museen jeglicher Stilrichtung.

Nirgendwo sonst als in Sulthanamed trifft man auf so viele Gebäude aus den unterschiedlichsten Zeitaltern. Hier stehen Bauten aus der römischer, byzantischer, griechischer und osmanischer Zeit. Dazwischen drängen sich zahlreiche kleine Kunstläden, gemütliche Restaurants und die typischen kleinen Bazare. Außerdem kann man hier die Aya Sofya und die Blaue Moschee bestaunen. Die Aya Sofya war bis zu dem Bau von Petersdom in Rom die einflussreichste Kirche der Welt. Heute ist sie ein Museum, das tausende Touristen anzieht. Mit dem Gedanken die Aya Sofya in ihrer Popularität zu übertreffen, baute man die Blaue Moschee. So entstand 1616 nach dem 17 jährigem Bau mit ihren blauen Fliesen eine der beeindruckensten Moscheen weltweit.

Im Norden der Stadt gibt es für Kunstliebhaber kaum etwas Bedeutendes zu sehen. Doch wer die Menschen des Landes und ihre Eigenheiten kennen lernen möchte ist hier genau richtig. Man gelangt zu diesem Teil nur über die Bosporus Brücke oder mit der Fähre. Hier erlebt man die Menschen hautnah bei ihren Alltagsbeschäftigungen. Im Norden ist das sogenannte moderne Istanbul. Genau hier tobt das berühmte Partyleben. Unzählige kleine Restaurants gibt es hier an jeder Ecke. Teure Sternehotels, angesagten Läden, Diskotheken sieht man hier überall. Ob für Kunst- oder Kultur- oder Partyliebhaber, in dieser Stadt findet jeder das Richtige oder die Mischung macht es.

nach oben

Izmir

Die Stadt Izmir steht mit ihren rund 3.000.000 Millionen Einwohner auf Platz drei der größten der Türkei. Eine der ältesten Städte der Welt entstand etwa 3000 v. Chr. Sie wurde öfter angegriffen und umkämpft als jede andere Stadt dieses Landes. Als sie noch ihren alten Namen Smymy trug, wurde sie gegen Ende des 7. Jahrhundert v. Chr. Komplett vernichtet. Erst viele Jahrhunderte später, im 4. n. Chr. wurde sie wieder aufgebaut. Danach wurde sie von den Arabern ausgebeutet. Im 11. Jahrhundert von Byzantinern, später von den Seldschuken besiegt.

Den Namen den sie heute trägt, bekam sie von den türkischen Truppen, die die Stadt 1919 zurück gewannen. Jedoch behaupten hier die Anderen, dass sie ihren Namen von einer Amazone übernehmen durfte. Durch den westlichen Einfluss ist die Stadt schwer von Industrie beherrscht. Mit ihren zahlreichen hohen Bauten und dem internationalen Flughafen steht sie Istanbul in nichts nach.

Der bekannte Uhrturm mit dem Namen Saat Kulesi, der sich an dem Hafen befindet ist eins der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wie in den meisten Städten dieses Landes gibt es auch in dieser Stadt eine berühmte alte Moschee, mit dem Namen Sadirvan Camii vom 17. Jahrhundert. Der hiesige Kemeralti-Bazar ist einer der ältesten Städte und einen Besuch allemal wert. Das geschäftige Treiben der Menschen bietet ein Bild mit vielen bunten Farben. In einer alten Krankenanstalt befindet sich heute das Ethnographishe Museum. Dort ist eine Ausstellung mit Bildern aus dem 19. Jahrhundert zu bestaunen. Von hier aus werden die meisten Tagesreisen zu den bekannten Ruinen u. a. Ephesos und Pergamon gestartet. Der Stadtkern bietet aber auch alles für zufriedene Anwohner und Touristen. Es gibt hier ebenfalls die in der Türkei üblichen kleinen Boutiquen, verwinkelte kleine Gassen, viele winzige Teestübchen und schließlich ein großes Einkaufszentrum.

Im Norden hat man auf den Überresten der ehemals zerstörten Stadtteile einen wundervollen Kulturpark gebaut. Mit seinem Messegelände ist er ein großer Umschlagplatz vieler Waren aller Art. Eine der wichtigsten Geschichten der Bibel hat hier ihren Ursprung. In der Umgebung Izmirs sind drei der sieben in der Bibel beschriebenen Kirchen der Apokalypse. Mittlerweile erreicht man die bekannten Badestätten Cesme und Kasadasi bequem über die neu entstandene Autobahn und lockt damit viele Touristen an. Die Nähe zu Griechenland ermöglicht einen kurzen Besuch der griechischen Inseln Samos und Chios. Izmir liegt direkt am Meer und lockt mit ihren tollen Stränden jedes Jahr viele Sonnenanbieter in diese fantastische Stadt.

nach oben

Pamukkale

Pamukkale ist wohl einer der Orte in der Türkei, der die meisten Touristen empfängt. Schuld an dieser enormen Touristenwelle sind ganz sicher die Travertine, die mehr als eine Million Menschen jährlich anziehen. Dieses atemberaubende Naturschauspiel wurde vor mehr als zwanzig Jahren zum Weltkulturerbe ernannt. Von da an hat sich die bisher nicht weiter beachtete Qualität der Travertine um vielfaches gesteigert.

Gebildet haben sich die weißen Stufen nach einem ganz einfachen Naturgesetz. Als das lauwarme Mineralwasser aus der Quelle bergab geflossen ist und nach dem Auskühlen Kalzium Karbonat zurückließ waren die weißen Berge entstanden. Dies sammelte sich über viele Jahrhunderte und bildet heute eine Sehenswürdigkeit die atemberaubend schön ist. Der Anlass zur Gründung der Stadt Hierapolis in der Antike, war kein anderer als dieses Wasser. Schon damals wussten die Menschen die Mineralien dieses Quellwasser zu schätzen. Sie behandelten Rheuma, Hautausschläge und Magenprobleme erfolgreich mit diesem Mittel.

Noch heute kann man auf viele Überbleibsel und Ruinen dieses Städtchens stoßen. Des Schutzes wegen, sind heute nur wenige Abschnitte des Wunderwerkes für Touristen zugänglich. Bei den geführten Besichtigungen dieses magischen Ortes, das sehr an den Nordpol erinnert, besteht die Möglichkeit zumindest die Füße ins warme Wasser zu tun. Von hier aus erlebt man einen unglaublichen Ausblick auf die Umgebung. Für die Romantik- und Naturverliebte besteht ebenfalls die Möglichkeit in diesem schmücken Städtchen zu übernachten. Wer jedoch abends auf Partys hofft, ist hier fehl am Platz. Am Abend verwandelt sich das kleine Städtchen in seinen ursprünglichen Charakter einer einfachen türkischen Kleinstadt. Besonders zu empfehlen ist die Ansicht der Travertine bei dem Sonnenuntergang. Wenn die letzten Sonnenstrahlen die schneeweißen Stufen beleuchten und Wasser leise plätschert ergibt es ein wunderschönes Bild in einem zarten Rosaton.

nach oben

Pergamon

Pergamon, die hellenistisch-römische Residenz und Königsstadt. Die Ausflüge die etwa 100 km Richtung Norden gehen, beginnen in dem kleinen Städtchen Bergama Um das alte Akropolis zu erreichen, muss man der Straße nach Norden von Bergama aus folgen. Seinen Bekanntheitsgrad bekam Pergamon, das zwischen 400 und 200 J. v. Chr. Erbaut wurde, durch seine berühmte Medizinschule. In Hoffnung auf Heilung nahmen viele Menschen einen weiten Weg auf sich. Aus allen Teilen des Landes strömten Massen an Menschen um mit der Kraft der Götter und Tun der Ärzte von ihren Krankheiten befreit zu werden. Viele Gegenstände dieser Zeit sind hier noch heute zu sehen. Die riesige ausladende Treppe auf dem Weg zum Altar, muss schon damals einschüchternd gewirkt haben.

Eines der ältesten Überreste aus dieser Zeit sind die Ruinen des Athena Tempels. Zu der damaligen Zeit war in diesem Bau eine gewaltig große Bibliothek. Ebenfalls stehen hier die Tempel der Dionysos und Taryan. Durch die verschiedenen Teile der Tempel, die heute noch vorhanden sind, kann man gut die alte Bauweise erkennen.

Die Ruinen der Roten Basilika, die ursprünglich für die Götter Isis, Hippokrates und Serapis errichtet wurde, befinden sich ebenfalls in der Nähe. Ihre beeindruckende Höhe, auch ohne das Dach, schüchtern noch heute so gut wie jeden Besucher ein. Beim näheren Betrachten versteht man warum grade dieser Tempel zu den sieben der Apokalypse gehörte. Die alten Schlangensymbole, als Symbol für den Medizingott Asklepios, findet man auf den Überbleibsel des gleichnamigen Tempels. Eine weitere Bibliothek und antikes römisches Theater unterstreichen die ehemalige Stadt der Mediziner. Zu den damaligen Reha-Maßnahmen gehörten wie auch heute Massagen, Bäder im Schlamm und viele weitere Maßnahmen auf Kräuterbasis. Zwischen all den genannten Orten liegen zu große Strecken um sie zu Fuß zu bewältigen. Zur Erleichterung und Zeitersparnis bietet sich ein Taxi an.

nach oben

Troja

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt ist wahrscheinlich Troja. Seinen großen Einfluss gewann die sagenumworbene Stadt durch ihre geographisch günstige Lage. In weiter Vergangenheit kassierte man eine Gebühr für die Durchfahrt zum Schwarzen Meer. Dadurch wurde die Stadt zunächst sehr wohlhabend und galt als eine der Einflussreichsten.

Oft durch Kriege und Kämpfe vernichtet und gleich wieder neu erbaut. Die berühmteste Legende bietet die Stadt wahrscheinlich über die Irreführung der Griechen im Krieg, als die Stadt in ihrer Blütezeit ein Geschenk in Form von einem riesigen, hölzernen Pferd bekam. Darin verbargen sich die griechischen Krieger, die in der Nacht, als alle schliefen, die Stadt für sich einnahmen in dem sie die Pforten für ihre Mitkrieger aus dem Innern der Stadt öffneten. Von diesen bedeutenden Ereignissen dieser Gegend sind nur noch zum Teil einige kleine Mäuerchen geblieben. Kaum einer ist in der Lage sich die imposanten Villen und das Treiben der damaligen Zeit, trotz der gut geführten Hinweistafeln, vorzustellen. Bis heute ist die Geschichte dieser faszinierenden Stadt nicht genau geklärt.

Wahrscheinlich mit dieser Faszination der Ungewissheit zieht sie jährlich nicht nur Archäologen sondern auch Millionen Touristen an. Den Wert dieses magischen, antiken Ortes hat UNESCO erst 1998 erkannt und die Stadt zum Weltkulturerbe benannt. Vor diesem bedeutendem Datum wurden viele Teile dieser Stadt von einigen Archäologen einfach geklaut oder durch die respektlose, ungewisse Handhabung zerstört.

In dem Museum von Canakkale wird eine Maße an Erzählungen und Erklärungen, sowie viele interessante Dinge, die bei den Ausgrabungen entdeckt, jedoch noch immer nicht eindeutig geklärt sind. Nicht nur die wundervolle Landschaft und die reichen Felder der Umgebung kann man aus dem Trojanischen Pferd, der sich am Anfang des Ortes befindet sehen. Hier wird die Möglichkeit geboten, die Geschichte vor seinem inneren Auge aus der Sicht der Griechen zu erleben. Nicht nur für Geschichtsinteressierte ist dieser Ort einen Besuch wert.

nach oben

Aktivitäten Türkei

Wassersport

Die Türkei bietet für jeden Sportler die passende Sportart. Da aber die weniger besuchten Regionen auch weniger an Komfort und Vielfalt anbieten, sollte man sich vorher ausreichend über die Aktivitätsmöglichkeiten erkundigen. Auf Platz Nummer eins steht unumstritten der Wassersport. Mit den unendlich langen Stränden und ihren drei Meeren wird auf diesem Gebiet das Meiste geboten. Es gibt die Möglichkeit sich die unterschiedlichsten motorisierte oder nicht motorisierte Boote zu mieten. Zur Auswahl stehen u. a. Kajaks, Tretboote, Motorboote. Für die Gewagteren stehen die Wasser- und Jet-Ski zur Verfügung. Das schon in Vergessenheit geratene Spiel, bei dem man auf einem übergroßem Luftkissen in Bananenform sitz und mit aller Kraft versucht nicht runter zu fallen, wird fast überall gespielt. Das Kissen wird dabei von einem Motorboot gezogen und gewonnen hat der, der sich zu Letzt auf dem Bananenkissen befunden hat.

Surfen

Für alle Surfer auf der Suche nach der perfekten Welle bietet hier der Sommer einen überwiegend gleich starken Wind an der Bodrum Halbinsel. Die vielzähligen Surfboard-verleiher befinden sich ebenfalls im Ort. Das Erlebnis für die Segler an der Ägäisküste wird als einzigartig und atemberaubend beschrieben. Die Auswahl zwischen Yachten oder Ausflügen unterschiedlicher Länge kann man sowohl bereits zu Hause wie ebenso vor Ort treffen.

Tauchen

Jeder begeisterte Taucher kommt hier auf seine Kosten. In den 70. und 80. Jahren wurden auf dem Meeresgrund einige alte gesunkene Schiffe entdeckt. Die Wertgegenstände wurden bereits in das Museum in Bodrun gebracht, aber die alten Schiffe liegen immer noch dort und dürfen von Taucher in Augenschein genommen werden. Außerdem lassen sich hier viele Meerestiere und einige alte Ruinen begutachten. Für die Anfänger auf diesem Gebiet gibt es zahlreiche Tauchschulen vor Ort. Aber auch die Fortgeschrittenen brauchen eine Taucherlaubnis der Tourismusbehörde oder die Begleitung eines Tauchlehrers genügt.

Paragliding

Wer hoch hinaus will ist bei Paragliding genau richtig. Der einfachste Hügel für die Anfänger ist bei Fethiye. Es bietet sich nicht nur eine tolle Aussicht sondern eine mögliche Landung im Wasser.

Wandern

Für die Urlauber mit einem Hang zur Ruhe und Natur, bietet fast jeder Touristenort geführte Wanderungen an. Das Erkunden auf eigene Faust ist nicht empfehlenswert, da die Karten und Beschilderungen zum größten Teil nicht stimmen.

Radfahren

Für die Freunde des Zweiradsportes ist es ein tolles Erlebnis die türkischen Gebirge zu befahren. Jedoch sind die meisten Radwege nichts für Anfänger.

Golf

Auch einige Golfplätze haben Golfkurse im Angebot. Z. B. in Belek, Antalya, Istanbul und Ankara.

Ski fahren

Der Wintersport steckt noch in den Kinderschuhen. Die wenigen Skigebiete gibt es in Ulu Dag und Saklikent. Jedoch kann man hier im Frühjahr morgens Ski fahren und mittags innerhalb von 45 min zum Strand fahren und baden.

Spezielle Tipps

Einige der wichtigsten Tipps für die Türkeireise sind hier zusammengefasst.

Die europäische Krankenversicherungskarte reicht nicht aus. Ein Auslandskrankenschein muss mitgebracht werden. Man sollte Impfschutz für alle gängigsten Infektionskrankheiten haben. Der Arzt ist der beste Ratgeber. Da sich die Zollbestimmungen nahezu täglich ändern, sollte man sich vorher ausführlich informieren, bevor man Ärger am Flughafen hat. Die Türkei ist ein muslimisches Land und deshalb wird Alkohol nur an wenigen Stellen und zu einem hohen Preis verkauft. Vorsicht vor dem Selbstgebranntem, der schon in einigen Fällen zu Vergiftungen mit tödlichem Ausgang geführt hat. Um unnötigen Ärger mit dem Zoll zu vermeiden, informiert man sich am besten über die Ausfuhrbestimmungen der Einkäufe. Auf keinen Fall dürfen alle Arten von Antiquitäten ausgeführt werden. Ganz besondere Vorsicht ist bei dem eigenen Hab und Gut geboten. Wie überall auf der Welt wird in den Touristenorten besonders viel Diebstahl betrieben.

Ebenfalls eine gefährliche Angelegenheit ist der türkische Straßenverkehr. Am besten verlässt man die Hotelanlagen nur in Begleitung der Reiseleitung. Fotografieren sämtlicher Militäreinrichtungen ist strengstens verboten. Frauen sollten sich außerhalb des Hotels zurückhaltender kleiden. Das türkische Kaffeehaus ist nur für Männer gedacht. Sollte man während des Essens die Nase putzen müssen, so wird das Aufsuchen einer Toilette empfohlen.

[ © Das Copyright liegt bei www.europe-sightseeing.com | Informationen und Sehenswürdigkeiten von Europa, Städte und Landschaften]


nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.europe-sightseeing.com