Der Schwarzwald

Der Schwarzwald

Schwarzwald
Schwarzwald     Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Einst war das ganze Gebiet des Schwarzwalds eine einheitliche und zusammenhängende Landschaft. In vorhistorischer Zeit war die Landschaft ein Meer, welches auf dem Urgestein aus Gneis und Granit verschiedene Ablagerungen zurück ließ. Dann wölbte sich das Land auf und das Wasser ging zurück, wodurch der Schwarzwald entstand. Das gesamte Gebiet des Feldberges war einst ein riesiger Gletscher. Der hobelte, während er sich bergab bewegte, die heute vom Feldberg sternförmig auslaufende Täler, heraus. Dies ist nur ein Beispiel für eine typisch von der Eiszeit geprägte Landschaft innerhalb des Schwarzwaldes.

Das im Südwesten von Baden Württemberg gelegene Mittelgebirge ist das größte Mittelgebirge in Deutschland. Der im südlichen Schwarzwald gelegene Feldberg ist mit 1495 Meter über NN der höchste Berg des Schwarzwaldes. Der Schwarzwald erstreckt sich vom Hochrhein im Süden bis zum Kraichgau im Norden. Die oberrheinische Tiefenebene stellt die westliche Grenze und die östliche Begrenzung dar. In den vergangenen Jahren entstanden in der Region die zwei größten Naturparks Deutschlands. Ziel der Parks ist es, die Landschaft zu erhalten und den Nutzen für den Tourismus daraus zu ziehen.

Dank der späten Industrialisierung entstand in Furtwangen die erste deutsche Uhrmacherschule. Hatten die Bauern im Winter, durch die schwere Zugänglichkeit der Täler, dadurch eine Arbeit, die zusätzliches Geld in die Kasse brachte, so entstand im Laufe der Jahre daraus eine Tradition, die heute weltweit bekannt ist. Ebenfalls erreichte die Region über eine kulinarische Köstlichkeit – den Schwarzwälder Schinken- große Bekanntheit. Es handelt sich dabei um einen knochenlosen, geräucherten Rohschinken, der nach einer alten Tradition hergestellt wird, und zählt heute als der meistverkaufte Rohschinken Europas. Aber auch die traditionelle Schwarzwälder Kirschtorte ist weltbekannt und regionsbezeichnend.

Landschaftlich zeichnet sich die Region nicht nur durch Städte wie Freiburg und Pforzheim aus, sondern auch durch die typischen Hochmoore, von denen noch immer einige existieren. Das Größte, unter zahlreich vorhandenen Mooren, das Wildsee-Moor in der Nähe von Bad Wildbad. Aber auch Sommer- und Winterurlauber kommen hier gleichermaßen auf Ihre Kosten. So sind die kurvenreichen Strecken gerade in den Monaten März – Oktober für Motorradfahrer interessant, während rund um den Feldberg Skifreunde sich auf den bekannten Pisten wie das „fahler Loch“ tummeln. Für jeden Geschmack bietet der Schwarzwald das Einzigartige, ob verwöhnen und träumen, erleben und genießen oder entdecken, das Angebot ist so vielfältig das ein Kurztrip alleine nicht ausreicht.

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Freiburg

Die kreisfreie Stadt Freiburg ist die südlichste Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Mit Gründung der Albert-Ludwig Universität im Jahr 1457 gehört Freiburg heute zu den klassischen Universitätsstädten des Landes.

Das Münster und das Bächle

Die Altstadt zieht durch die beiden Wahrzeichen der Stadt, dem Münster und dem Bächle jährlich zahlreiche Besucher an. Das Freiburger Münster ist die im gotischen Stil erbaute römisch – katholische Stadtkirche, die heute aus formeller Sicht eine Kathedrale ist, aber aus Tradition Münster genannt. Sie wurde erbaut von 1200 – 1513 und überlebte, im Gegensatz zu den umliegenden Gebäuden den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet. Selbst die Glasfenster konnte man original erhalten.

Mit über 19 läutbaren Glocken und einem Tonumfang von mehr als zwei Oktaven zählt das Geläut zu den größten innerhalb Deutschlands. Mit 15 Kilometern Länge sind die Bächle in den meisten Straßen und Gassen der Altstadt, bereits seit dem Mittelalter, zu finden. Die Präsenz von Kleinstlebewesen zeugt von guter Wasserqualität des Bächles. Während in früheren Zeiten oftmals kleine Bächle in den Städten zu finden waren, gehört Freiburg heut zu einer der wenigen Städte mit einem Bächle. Einst, der heutige Touristenmagnet, als fester Bestandteil zum Wasserversorgungswerk der Stadt. Auf der einen Seite wurde es als Trinkwasser benutzt, auf dem Weg aus der Stadt heraus auch als Ableitung des Regenwassers. Außerhalb der Stadt diente es außerdem zur Feldbewässerung.

Natur inmitten einer Stadt

Selbstverständlich bietet die Stadt auch für Museen – Liebhaber so einiges. Neben dem Museum für Neue Kunst und dem Stadtmuseum kann ein archäologisches Museum besichtigt werden. Das Augustinermuseum präsentiert eine Sammlung aus Kunstwerken, die Kunst aus der Zeit des Mittelalters bis zur Barockzeit sowie Kunst des 19. Jahrhunderts enthält. Das Erlebnis, Natur inmitten der Stadt bietet jede der unzähligen Parkanlagen, die sich für eine Rast auf der Kulturreise durch Freiburg gerade zu anbieten.

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Offenburg das Tor zum Schwarzwald

Zurückverfolgen lässt sich die Geschichte der Stadt urkundlich bis in das Jahr 1148. Einer Sage nach wurde die Stadt jedoch von König Otto gegründet. Sicher ist, dass die Wurzeln der Stadt bis zu der Zeit von Kaiser Nero zurückreichen. Auch Kaiser Friedrich II kannte Offenburg. Er machte sich das hohe Silbervorkommen zunutze, indem er wie bereits in Hagenau, durch die Offenburger Reichsmünze Silberdinare prägen ließ. Allerdings beweisen zahlreiche archäologische Funde um 100 n. Chr. auch die Anwesenheit der Römer im heutigen Offenburg. Heute ist das im Weinanbau Baden gelegene Städtchen, mit etwa 60.000 Einwohnern, allerdings eher durch seine Riesling Weine und die historischen Gebäude bekannt.

Historische Erlebnisse

Das historische Rathaus Offenburgs, der Barockbau im Stadtzentrum stammt aus dem Jahre 1741. Unterhalb eines flachen Giebels sind das Stadtwappen und der österreichische Doppeladler zu sehen. Die sich vor dem Rathaus befindliche Ursulasäule von 1961 ist der Schutzpatronin der Stadt gewidmet. Das älteste Gebäude der Stadt befindet sich in der Gymnasiumstraße und ist das Kapuzinerkloster. Die mit einer Martin – Orgel ausgestattete einschiffige Kirche wurde 1647 fertig gestellt und besitzt neben spätbarocken Holzaltären eine Kanzel im Empire – Stil. Im Sommer finden dort regelmäßig Konzerte statt, die einen Besuch wert sind.

Mehr als Kultur pur

Die Stadt verfügt außerdem über eine Attraktion mit baulichem Seltenheitswert. Das gut erhaltene Judenbad aus dem Mittelalter nimmt durch seine Stilelemente einen ganz besonderen Platz ein und das nicht nur, weil es zu den fünft erhaltenen Bädern des Rheingebietes zählt. Seit 1978 kann dieses Bad nun mittels einer Führung besichtigt werden. Insgesamt führen 44 Stufen in das 15 Meter unter dem heutigen Hofniveau gelegenem Bad. Aber nicht nur kulturell hat die Stadt einiges zu bieten. Offenburg kann auch aktiv durch Radtouren oder Wanderungen erkundet werden. Und wer in einem Café sitzt, spürt schnell, die Stadt zum Wohlfühlen!

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Todtnau die Sonnenseite des Feldbergs

Etwa 1000 Meter über NN gelegen lässt sich hier, fernab von Durchgangsverkehr, die Ruhe und Erholung garantieren. Außer Ruhe und Erholung sowie Natur pur sind die Angebote, gerade im Bereich Wellness- und Beautybereich, geschaffen für eine Verwöhnreise.

Eine Stadtführung der ganz besonderen Art erleben die Gäste der Stadt mit dem „Blätzlebuur“. Die schauspielerische Stadtführung belebt auf ihre einzigartige Weise die Geschichte des Schwarzwaldes und der Bergbau- und Bürstenstadt Todtnau. Spaß und Unterhaltung pur ist die etwa zweistündige Vorführung bei der, der „Blätzlebuur“ Geschichten und Historisches zu Stadt, Menschen und Gebäuden erzählt.

Tosendes Wasser und Philosophie

Wer hierbei noch nicht aus dem Staunen gekommen ist, der sollte die Reise zu dem Hanglochwasserfall antreten. Dieser stürzt fast 100 Meter, über vier freie Stufen, in die Tiefe und gehört zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands. Seit 1987 steht der Wasserfall als flächenhaftes Naturdenkmal unter Schutz. In der Nähe befindet sich ein weiteres Naturdenkmal, der Monolith Schatzstein. Die in den Stein gehauenen Schriftzeichen geben noch heute Rätsel auf, da es bisher niemandem gelang sie zu entziffern.

Nach dem Motto „Philosophischer Herbst“ veranstaltet Todtnauberg jedes Jahr das gleichnamige Fest, was nicht der einzige kulturelle Höhepunkt der Region ist. Unter dem Motto „Lesen auf dem Berg“ werden jährlich, um den ersten Advent herum die Literaturtage Todtnauberg veranstaltet. Literatur auf dem Berg ist mittlerweile eine feste Institution geworden die im November / Dezember, wie immer durch Hansjörg Schneider am Freitagnachmittag im Hotel Engel eröffnet wird.

Selbstverständlich auch Wintersport

Die Gemeinde Todtnau ist aber auch ein bekanntes Skigebiet. Mit Skiliften, zwei Skischulen und selbstverständlich einem Rodellift sind Spaß und schöne Wintertage auf der Piste garantiert. Die längste Abfahrt des Schwarzwaldes mit 9300 Meter Länge und mehr als 700 Höhenmeter Differenz beginnt am Grafenmatt-Höchst. Diese Strecke ist auch bekannt als das Todtnauer Hinterwaldinferno. Der älteste Skiclub Deutschlands veranstaltet mit dem Hinterwaldinferno auch eines der längsten Abfahrtsrennen in Deutschland.

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Ettlingen am Fuße des Schwarzwaldes

Im Herzen von Baden und damit am Fuße des Schwarzwaldes liegt die Stadt Ettlingen. Die historische Altstadt und die mittelalterlichen Gassen sind bezeichnend für die Stadt. Das Jahr 788 n. Chr. gilt als das Ersternennungsjahr von Ettlingen, auch wenn die Stadt als Siedlung zu dieser Zeit bereits stand.

Das erstmals im 13. Jahrhundert benannte Schloss gilt als eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt und stellt gleichzeitig das kulturelle Zentrum der Stadt dar. Das barocke Schloss wurde mehrfach zerstört und neu errichtet, worin sich einige Künstler verewigt haben. Die Schlossfestspiele sind überregional bekannt und laden genauso ein, wie die Kunstsammlungen und Ausstellungen der Stadt. Das Museum präsentiert sich in historischer Umgebung des Schlosses. Die Ausstellungen zur Geschichte der Stadt sowie die städtische Galerie mit regionaler Kunst finden darin Platz. Selbstverständlich gehören wechselnde Ausstellungen genauso dazu wie eine Präsentation der Schlossgeschichte.

Sightseeing auch ohne Stadtführung

Bei einem historischen Stadtrundgang wird Ettlingen zu einem Erlebnis. 26 Punkte erläutern die Geschichte der Stadt, die heute unzählige Brunnen, dazu auch historische Brunnen unterhält. Der historische Rundgang lässt keine Sehenswürdigkeit aus und erklärt anhand von Anschlagtafeln die wichtigsten Ereignisse.

Die St. Martinskirche, die 1689 beim Standbrand stark beschädigt wurde, zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Sie wurde oberhalb der Relikte eines römischen Bades errichtet was Anfang des 18. Jahrhunderts, wie auch die Kirche, teilweise wiederaufgebaut wurde. Zahlreiche An- und Umbauten hat die fast 2000 Jahre alte Kirche erlebt. So wurde beispielsweise im 14. Jahrhundert der gotische achteckige Turm erbaut, dessen Behelmung erst um 1715 im Barock erfolgte. Der gotische Chor hingegen stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1733 mit einem barocken Langhaus erweitert.

Eine weitere Sehenswürdigkeit stellt der Bismarckturm dar, zu Ehren von Fürst Otto von Bismarck im April 1901 errichtet wurde. Der unter Denkmalschutz gestellte Aussichtsturm ist erst seit dem Jahr 1999 für die Öffentlichkeit zugänglich.

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Der Ort der Wasserfälle, Triberg im Schwarzwald

Triberg liegt in einem tief eingeschnitten Tal im Schwarzwald. Der Ort verfügt über ein sehr ausgedehntes Wandernetzwerk und selbst innerhalb der Stadt werden teils bis 250 Meter Höhenunterschied gemessen. Urlaub in Triberg heißt Urlaub inmitten einer wildromantischen Landschaft verbringen. Allerlei Sehenswertes und Erholung pur begleiten jeden Gast täglich im Urlaub. So hört man innerhalb von Triberg stets ein leichtes Rauschen der Wasserfälle, die am Stadtrand zu sehen sind. Über sieben Fallstufen hinab tost das Wasser der höchsten Wasserfälle Deutschlands. Umrandet von einer Natur, wie sie sonst wo, kaum zu bestaunen ist, wirkt das Naturschauspiel auf dem Naturweg, dem Kulturweg oder dem Kaskadenweg noch eindrucksvoller. Die bis abends beleuchteten Wasserfälle lassen in der Dämmerung eine unvergessliche Romantik aufkommen.

Wallfahrt aus einer Tradition wurde Kultur:

Bis in das Jahr 1644 reichen die Wurzeln der Wallfahrt in Triberg zurück. Der Kirchenname „Maria in der Tanne“ leitet sich aus folgender Geschichte ab:

Friedrich Schwab stellte aus Dankbarkeit seiner Heilung eine kleine Marienstatue in die Höhlung einer Tanne, die im Laufe der Zeit bis in das Jahr 1692 in Vergessenheit geriet. 1692 entdeckten Söldner die Statue wieder und errichteten daraufhin eine kleine Holzkapelle. Aus ihr wurde im Laufe der Zeit dann eine Steinkirche bis 1705 die heutige barocke Wallfahrtskirche errichtet wurde. Das zweitälteste Gebäude der Stadt steht direkt neben der prachtvollen Wallfahrtskirche. Das Mesnerhäuschen hat seine Wurzeln im Jahr 1697. Es war der Wohnsitz des Mesner, des Geistlichen und dem Wallfahrtsbruder. Heute befindet sich das Heimatmuseum in dem idyllisch gelegenen Haus.

Typisch Schwarzwald die Kuckucksuhr

Ein weiteres Stück Tradition stellen die Kuckucksuhren dar. Die traditionell im Schwarzwald gefertigten Uhren sind heute weltweit meist als Wanduhren bekannt. Triberg lockt allerdings mit einer Kuckucksuhr der besonderen Art. Die weltgrößte begehbare Kuckucksuhr ist in der Stadt zu bestaunen und gilt neben den Wasserfällen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

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Das Museumsbergwerk & die Seilbahn Schauinsland

Das unter Denkmalschutz stehende Bergwerk wurde bei der Suche nach Blei, Silber und Zink bis auf 100 Kilometer Länge ausgebaut. Insgesamt verteilt sich die Länge auf 22 Etagen und ist daher das größte Bergwerk im Schwarzwald. Wer mit der nötigen Portion Abenteuerlust herangeht, kann eine Reise durch alle zeitlichen Perioden des Abbaus antreten und erlebt dadurch ein Stück Geschichte am Entstehungsort.

Das gesamte Spektrum der Abbaumethoden ist in diesem Bergwerk vorhanden, was es aus kulturgeschichtlicher Sicht so wertvoll macht. Eine warme Jacke und festes Schuhwerk sollten zur Ausrüstung gehören, da es in vielen Teilen der Höhle feucht ist und die Temperatur bei nur etwa 8 Grad Celsius liegt. Durch eine professionelle Führung innerhalb des Bergwerks erfahren die Besucher alles Wissenswerte über die Geschichte des Bergwerks die immerhin über 800 Jahre alt ist. Zu beachten ist, dass es unterschiedlich lange Führungen gibt und bei manchen der Führungen ein Mindestalter von 12 Jahren und eine Körpergröße von mindestens 150 cm erreicht sein müssen.

Zum Abrunden des Tages empfiehlt sich das Kombiticket für Bergwerk und Seilbahn. Dann die Eindrücke, die unter Tage gewonnen wurden, lassen sich hervorragend mit dem Freiburger „Höhepunkt“ kombinieren. 1284 über NN streift man mit einem Blick aus der Gondel die Rheinebene. Imposante Rebhänge und eine Aussicht auf das Tal machen die Fahrt in der längsten Gondel Deutschlands zu einem unvergesslichen Erlebnis. Am Gipfel angekommen erblickt man das ungewöhnliche Bauwerk, den 1981 erbauten Eugen – Keidel Turm. Das Gebäude wird getragen von drei einheimischen Schauinsland Douglasien, zwischen denen sich ein stählender Treppenaufgang befindet. Nach 85 erklommenen Stufen bietet die Plattform einen Panoramablick, der je nach Wetter bis an die Schweizer Alpen reicht. Benannt wurde der Turm nach Eugen Keidel, der 20 Jahre lang bis 1982 Oberbürgermeister der Stadt Freiburg war.

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Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Im landschaftlich reizvollen Gutachtal, im mittleren Schwarzwald wurde 1964 das erste Freilandmuseum Baden-Württembergs, das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof eröffnet. Hier wird anschaulich dargestellt, wie in den letzten 400 Jahren im Schwarzwald gelebt, gearbeitet und gewohnt wurde. Hunde dürfen hier mitgeführt werden, sollten allerdings angeleint sein. Den Startpunkt des Museumsrundgangs stellt das in 2006 eröffnete Empfangsgebäude dar. Von hier geht es los in die Welt der Bauernhöfe des 16. – 18. Jahrhunderts mit samt den Nebengebäuden wie Speicher, Backhaus, Sägemühle und Hausmahlmühle.

Erleben und Entdecken

Die meisten Häuser sind begehbar und voll möbliert. Auch die als Heulager dienenden Dachstühle der großen Höfe können besichtigt werden. Handgefertigte Werkzeuge und Arbeitsgeräte bezeugen den mühseligen und beschwerlichen Arbeitsalltag der Bauern. Vermittelt werden im Freilichtmuseum die Kulturgeschichten aller Regionen innerhalb des Schwarzwaldes. Allein dadurch erleben die Gäste vielerlei Unterschiede und ein abwechslungsreiches Museum. Für Einzelpersonen findet täglich eine freie und kostenlose Führung durch das Museum statt. Für Gruppen können die verschiedenen Führungen separat gebucht werden.

Wechselnde Handwerksvorführungen zählen genauso zu dem abwechslungsreichen Programm wie das leise Klappern und Klingeln, welches ertönt, wenn die aus dem Jahr 1609 stammende Getreidemühle anläuft und die dazugehörige Führung startet. An die Handwerkertradition der Zimmerleute erinnern, nicht nur in den Vorführungen, Werkzeuge wie Breitaxt, Ziehmesser und Deuchelbohrer. Die museumseigene „Heuboden-Akademie“ bietet den Besuchern kurze Vorträge von Experten unterschiedlicher Wissensgebiete. Die Themenauswahl findet in Anlehnung zu den verschiedenen Veranstaltungen statt. Selbst der Grenzstein, der die Grenze zwischen Württemberg und der Herrschaft der Edelherren von Falkenstein bezeichnete, ist im Freilichtmuseum zu finden. Jede Seite trägt das Wappen des Volkes zudem der Stein zeigt. Am Ende des Rundgangs bringt das Empfangs- und Ausstellungsgebäude, bei dem die Rundreise losging, die Besucher zurück in das Heute. Hier kann bei regionalen Köstlichkeiten im Museumsrestaurant der Besuch vollendet werden.

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Steinwasserpark

Spaß haben und die Natur erleben ist die Devise des Steinwasserparks in der Nähe von Freiburg. Angrenzend an den Freizeitpark befindet sich ein Tierpark, der ebenfalls ein Besuch wert und im Eintrittsgeld des Parks bereits enthalten ist. Die vielen Attraktionen für Groß und Klein bieten der gesamten Familie einen herrlichen Tag inmitten der Natur des Schwarzwaldes. Die 218 Meter lange Seilbrücke stellt die Hauptattraktion des Parks dar, 30 Meter über dem Boden hat man von dort aus einen fabelhaften Einblick in die Tiergehege des Tierparks und einen Ausblick auf die Bergwelt des Schauinslands. Neben einem 4D Kino, indem neben modernster Technik echte Abenteuer auf die Besucher warten, verfügt der Park über vielerlei andere Attraktionen und Fahrgeschäfte. Bei der Bergrodelbahn geht es beispielsweise zuerst langsam und bequem nach oben, bevor die rasante Abfahrt über 800 Meter beginnt.

„Eine Zeitreise durch die Urlandschaft Süddeutschlands“ wird im Schwarzwaldkino zu einer Reise durch die Zeit. Das Schwarzwaldmuseum hingegen ist ein kultureller Ausflug in maßstabgetreue Modellbauten von typischen Häusern des Schwarzwaldes und bildet Szenen eines früheren Lebens nach. Während die Großen rasten, können sich die Kleinen auf dem Abenteuerspielplatz austoben. Klettergerüste, Rutschen, Schaukeln und viele weitere Spielgeräte laden sie herzlichst dazu ein. Und für die ganz Kleinen gibt es neben einem Ballpool auch Mini – Autos und Mini – Karusselle, die zum Spielen einladen.

Aber nicht nur rasante Abenteuer lassen sich im Park erleben, auch ein Streichelzoo, ein Schwerpunkt des Parks, fehlt nicht um das Naturerlebnis zu vollenden. Einladend sind die Gehege und Gemüter der bunten Tiervielfalt, sodass sich Groß und Klein auch hier unbeschwert wohlfühlen werden. Auch für das leibliche Wohl ist im Park bestens gesorgt. Ein Kiosk, zwei Imbisse und ein Restaurant lassen keine Wünsche offen stehen. Anspruchsvolle Menüs, kindgerechte Gerichte und leckere Snacks und Kaffee und Kuchen verwöhnen die Gäste der Steinwasen Stube im Park.

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Das Geburtshaus des Johann Christoph Friedrich von Schiller

Marbach, bekannt als die Schillerstadt ist die Geburtsstadt von Johann Christoph Friedrich von Schiller. 1759 erblickte der weltbekannte Dichter, Historiker und Philosoph das Licht der Welt in einem typischen Handwerkerhaus des 17. Jahrhunderts. Beim Stadtbrand 1963 wurde auch das Geburtshaus von Schiller, wie fast alle Häuser der Altstadt zerstört. Der Wiederaufbau des Hauses erhielt den besonderen trapezförmigen Grundriss des Hauses. Einige Zeit war das Gebäude in Vergessenheit geraten, was sich mit dem wachsenden Ruhm nach dem Tode Schillers allmählich änderte.

Mehr aus der Not heraus als aus einer Tugend, wurden aus dem Haus eine Gedenkstätte und ein Museum. Statt der Errichtung eines Denkmals widmete man dem verstorbenen Dichter nun sein Geburtshaus. 1859, also einhundert Jahre nach dem Tod Schillers wurde das Haus feierlich als Gedenkstätte eröffnet und ist damit einer der ältesten literarischen Gedenkstätte in Deutschland. Der Marbacher Schillerverein verwaltet das Haus bis zum heutigen Tage, auch wenn der weltberühmte Schiller nur vier Jahre in Marbach gelebt hat und niemals zurückkam.

Heute kann das Haus täglich, außer an Weihnachten und Silvester auf eigene Faust erkundet werden. Gruppenführungen sind nach telefonischer Vorankündigung jederzeit möglich. Die Ausstellung veranschaulicht die Kindheit des weltberühmten Dichters und vermittelt einen Eindruck des damaligen Lebens in der Kleinstadt. Etwa dreißig Originalstücke, gestiftet von dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, der evangelischen Kirchengemeinde Marbach, dem Deutschen medizinhistorisches Museum Ingolstadt und von Andreas Bertele, bietet das Geburtshaus zur Besichtigung an. Darunter befinden sich Dokumente, Bildnisse, persönliche Gegenstände und Gebrauchsgegenstände der Familie Schiller.

Eine weitere Ausstellung widmet sich der Geschichte der Schillerverehrung und rundet somit das Programm ab. An einigen Samstagen im Jahr sind Sonderführungen speziell für Kinder im Programm. Diese Führung dauert etwa eine Stunde und lehrt Kindern auf kindgerechte Art und Weise die Bedeutung und Werke des Dichters.

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Schloss Eberstein

Hoch über dem Murgtal liegt das nun über 700 Jahre alte Schloss das einst eine Burg war. 1272 erbauten die Grafen Eberstein die Burg, welche im 17. Jahrhundert an die Marktgrafen von Baden überging. Als eines der ältesten Bauteile des heutigen Schlosses zählt die Schildmauer. Im 16 Jahrhundert wurden deutliche Erweiterungen am Bauwerk vorgenommen. Unter anderem wurden ein Brunnen, Treppentürme und eine Burgkapelle durch Wilhelm IV von Eberstein erschaffen. Weitere Ausbauten fanden dann im frühen 17 Jahrhundert statt. Anschließend stand das heutige Schloss einige Jahre, bis auf die Ausnahme einiger Handwerker leer und zerfiel zusehends. Marktgraf Friedrich lies dies ändern.

Im frühen 19 Jahrhundert baute der Karlsruher Baumeister Friedrich Weinbrenner die Burg zu einem Schloss im neugotischen Stil um.

Etwa um 1830 wurde dann auch das Innere im neugotischen Stil umgestaltet. Großherzog Leopold, der für die inneren Umbauten verantwortlich war, erwarb zahlreiche Kunstschätze, die im Schloss ausgestellt wurden. Auch die Ausstattung der Hauskapelle mit Gemälden geht auf das Konto von dem Großherzog.

Die Sage der Rose

Der Sage nach fand die Rose im Wappen ihren Eingang durch die Überbringung einer wichtigen Botschaft des Kaisers nach Rom. Als Dank erhielt Graf von Eberstein vom Papst eine Rose glänzend aus Gold. Erst als der Graf auf sein Schloss zurückkam, erwachte die Rose zum Leben und fand somit den Weg zur Widmung auf dem Wappen.

Die Neuzeit des Schlosses

Im Jahr 1951 erhielt der Bergfried seine heutige Gestalt, bevor im Jahr 2000 das Schloss verkauft und durch einen Geschäftsmann neu restauriert wurde. Von der Schlossschenke im Gotischen Saal erreicht der Besucher die fantastisch gestaltete Platanenterrasse. Auch befinden sich auf der Anlage ein Sterne – Restaurant und ein vier Sterne Hotel. Sonstige Schlossführungen sind leider ausgeschlossen. Dafür wird der längere Aufenthalt im Schlosshotel durch gemütliche kleine Reiche zu einem ganz besonderen Highlight.

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Aktiv im Schwarzwald

Wandern

Unter diesem Motto kann im Schwarzwald allerhand Aktivitäten nachgegangen werden. Mehrere tausend Kilometer auf unzähligen Wanderrouten warten auf die Touristen im Schwarzwald. Selbst im Winter bietet der Schwarzwald schneefreie Touren bei klarer Winterluft an. So ist beispielsweise als Qualitätsweg ausgeschilderte Kaiserstuhlpfad durch Wälder, Weinberge und Trockenwegen allenfalls mit Schnee angezuckert. 22km lang ist der Weg nur einer der Themenwege des Kaiserstuhls. Der Westweg von Pforzheim über den Ruhestein und Feldberg nach Basel ist über 200 km lang und ist für trainierte Wanderer ein Highlight.

Radfahren

Wer nicht gerne wandert, kann Schwarzwald aktiv auch mit dem Rad erkunden. Wenige Steigungen bietet der Schwarzwald Panorama Radweg und ist so auch für Gelegenheitsfahrer empfehlenswert. Dieser Radweg führt über die schönsten Höhen auf der östlichen Seite des Mittelgebirges. Insgesamt 280 km lang und durch mehrere eingebundene Radwege kann der Schwarzwald Panorama Radweg von Pforzheim bis Waldshut zum Radeln genutzt werden. Für Mountainbiker stehen extra MTB Touren und Parks zur Verfügung, die teilweise wie es sich gehört auch nicht befestigte Wege enthält.

Wintersport

Skialpin, Snowboard, Langlauf, Abfahrt und Skispringen sind vielerorts allseits beliebte Wintersportaktivitäten. Schonach bietet sogar Wander- und Skifreuden eine Fernskiwanderung an. Insgesamt 100 Kilometer stellt eine wintersportliche Herausforderung für Jung und Alt dar.

Geocaching

Aber auch das immer beliebtere Geocaching lässt im Schwarzwald nicht auf sich warten. Interessante Orte, Insidertipps und naturbelassene Orte werden mittels dieser Art von Schnitzeljagd den Urlaub unvergesslich machen. Zwischen herrlicher Luft und beeindruckender Landschaft wird hier das Geocaching manchmal auch zu einer körperlichen Herausforderung.

Klettern

Egal ob im Hochseilgarten oder an Steinhängen, was läge näher als Klettern in einer bergigen Landschaft? Die Battertfelsen, der imposante Falkensteinfelsen, oder der 40 Meter hohe Rothaus Zäpfle-Turm Höchenschwand und andere Orte laden zum Vergnügen. Da Klettern nichts mit Muskelkraft, sondern mit Technik und Motivation zu tun hat ist die Sportart für Jedermann geeignet.

Special Tipps

Als kleiner Geheimtipp wird die Wanderidee Schwarzwald angesehen. Tagsüber wandert der Teilnehmer seine Strecke und das Gepäck wartet am Abend bereits am Ankunftsort. Aber nicht nur das umfasst die Wanderidee Schwarzwald. Auch themenbezogene Angebote sind buchbar. So stehen unter anderem zur Auswahl „Wandern und Kulinarik“ für den genussvollen Wanderer oder „Wandern und Natur“ für Naturliebhaber. Wer allerdings gerne auf eigene Faust handelt und keine Wanderkarte besitzt, hat mit der Wanderapp für das iPhone die technische Weiterentwicklung in der Hand, die das Planen und Zurechtfinden vereinfacht.

Wer gerne Golf spielt sollte die Drei – Thermen- Golfresort Anlage mit zwei Plätzen in Bad Bellingen und zwei Plätzen in Hombourg testen. Beide Plätze verfügen über jeweils zwei Bahnen mit je 18 Loch. Die Platzreife in Bad Bellingen ist ohne Probleme möglich. Auch können hier zahlreiche Golfkurse belegt werden. Bei dem Platz in Hombourg enden beide Bahnen auf einem sehr schönen Doppelgrün direkt in Clubhausnähe und am Fuße des Chateaus.

Traditionell baden die Besucher des Friedrichsbads in Baden Baden nach Geschlecht getrennt. Die aufeinander abgestimmten Schritte aus Nässe, Wärme, Hitze, Massage und Ruhe bescheren jedem Gast Wellness pur. In siebzehn aufeinander folgenden Stationen durchschreitet der Gast das Bad. Daher ist es sinnvoll bei einem Besuch genügend Zeit einzuplanen.

Als Insidertipp für einen Kurztrip gilt das Hotel „Traube Tonbach“. Das mehrfach prämierte Gourmethaus und der wundervolle Spabereich mit Meerwasserpool laden ein die Seele baumeln zu lassen. Gesundheit, Schönheit und Fitness sind die Säulen des Hotelkonzeptes. Die klassisch aber eleganten Zimmer sind sehr geräumig und lassen keine Wünsche offen. Eine Tagesfahrt mit dem Genussbus gilt als die Attraktion schlechthin. Gestaltet werden kann die Tour a la carte oder es wird ein bereits ausgearbeitetes Ausflugsprogramm übernommen. Ein Programm trägt den Namen „Schwarzwald – Klassiker“ und beinhaltet unter anderem die Fahrt von Freiburg zum Titisee, über Schauinsland und andere Stationen bevor es am Abend zurück zur Unterkunft geht.

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