Irland
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Irland

Irland Quelle: Carlosh / pixelio.de
Irland ist ein so genannter Inselstaat (ein Staat, der aus einer oder mehreren Inseln besteht und mit keinem Teil des Landes zum Festland gehört), der auf der gleichnamigen Insel liegt. Irland grenzt an Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört. In Irland leben im Moment etwa 4,5 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahlen haben jedoch durch Hungersnöte, Missernten und die Unterdrückung durch die Briten in der Vergangenheit drastisch abgenommen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die irische Bevölkerung unter anderem durch die große Hungersnot extrem reduziert. Etwa 12 Prozent der irischen Bevölkerung starb durch die Folgen der Hungersnot und etwa eine Millionen Iren verließen das Land.
Erfreulichere Gedanken kommen jedoch auf, wenn man an die irischen grünen Wiesen, die wunderschöne Landschaft, den Whiskey und die Torffeuer, oft gepaart mit der typisch irischen Gastfreundschaft denkt. Gerade beim Anflug auf den irischen Flughafen in Galway kann man sehr gut erkennen, warum Irland auch als „die grüne Insel“ bezeichnet wird. Dass Irland überall landschaftlich sehr schön ist, ist keine Frage, jedoch hat der Westen der Insel für viele Reisenden ihren ganz besonderen Reiz. Durch die sehr alte und traditionsreiche Geschichte Irlands kann die Reise schnell zu einer Zeitreise werden, denn die Hinterlassenschaften der ehemaligen Bewohner sind immer und überall gut sichtbar. Manch einer berichtet gar von einer Art „Wiedererkennen“, wenn er das erste Mal irischen Boden betritt. Tatsache ist jedoch, dass Irland eine Reise wert ist, denn die Tiefdruckgebiete, die das ganze Jahr über das Land hinwegziehen und der Einfluss der Golfstromwinde an der Westküste sorgen dafür, dass der Sommer recht kühl und der Winter sehr mild ist, was den Aufenthalt sehr angenehm macht, gerade wenn man sehr extreme Temperaturen nicht gewöhnt ist.
Am besten kann man die Insel während einer Rundreise mit dem Auto erkunden und überall dorthin fahren, wo es etwas Sehenswertes zu entdecken gibt. Wer sich nicht zutraut, selbst mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen auf der linken Straßenseite zu fahren, kann auch Rundreisen mit dem Bus unternehmen. Diese haben jedoch den Nachteil, dass man nicht unbegrenzt lange an einem Ort bleiben kann und festgelegten Routen zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Irlands folgen muss. Also, trauen Sie sich, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist der Linksverkehr kein Problem mehr und so schön die geführten Touren auch sind, machen sie es doch unmöglich, auch einmal von der Route abzuweichen und so noch die eine oder andere Perle Irlands auf eigene Faust zu entdecken.
nach obenDublin
Dublin ist die Hauptstadt und mit etwa 525.000 Einwohnern auch die größte Stadt Irlands. Die Stadt liegt an der Ostküste Irlands, dort, wo der Liffey in die Dublin Bay mündet. Das Klima in Dublin ist das ganze Jahr über sehr maritim, was sich durch milde Winter und kühle Sommer auszeichnet. Dabei herrschen das ganze Jahr über wenig extreme Temperaturen. Dublin verfügt über viel Sehenswertes. Die wohl schönsten und gleichzeitig auch wichtigsten Gebäude Dublins sind das Four Courts, das wichtigste Gerichtsgebäude Irlands sowie das Trinity College, die Universität von Dublin, in dessen Hauptattraktion, der Alten Bibliothek das Book Of Kells für die Öffentlichkeit ausgestellt ist. Das Book of Kells ist aus dem Grund so wertvoll, weil es ein gutes Beispiel für die insulare Buchmalerei darstellt. Für kulturinteressierte Touristen ist der Stadtteil Temple Bar eine gute Gelegenheit, das Dubliner Nachtleben kennenzulernen. Temple Bar liegt auf der Südseite am Ufer des Liffey und ist vor allem bekannt für seinen vielen Pubs und Tavernen. Jedoch hat sich der Stadtteil auch seine kleinen Gässchen mit Kopfsteinpflaster erhalten. Die Anordnung dieser Straßenzüge stammt wahrscheinlich noch aus dem Mittelalter.
Des Weiteren zieren die Straßen von Dublin viele Denkmäler und Statuen. Die wohl auffälligsten und geschichtsträchtigsten sind die Statue von Molly Malone in der Grafton Street und das Denkmal zum Gedanken an die große Hungersnot, das vor dem International Financial Services Centre am Fitzwilliam Place in Dublin steht. Der wohl schönste Park der Stadt ist der St. Stephen’s Green, der direkt an die Haupteinkaufsstraße, die Grafton Street, grenzt. Besonders sehenswert ist hier der so genannte Fusilier’s Arch, der an die Mitglieder der Royal Dublin Fusiliers erinnern soll, die im Burenkrieg gefallen sind. Der Fusilier’s Arch wird im Volksmund auch als „Verräterbogen“ bezeichnet. Auch das 1988 erbaute St. Stephen’s Green Shopping Centre, während des Baujahrs Irlands größtes Einkaufszentrum, ist einen Besuch wert.
Wer in Dublin ist, kommt natürlich am Guinness nicht vorbei und auch das Museum über die Geschichte des Guinness ist nicht nur für den Liebhaber dieses Getränks einen Besuch wert. Ein weiterer Anziehungspunkt, gerade für Familien mit Kindern, ist sicherlich der Dubliner Zoo, der im größten Park der Stadt, dem Phoenix Park liegt. Der Zoo in Dublin ist der größte Zoo Irlands und eine von Dublins meistbesuchten Sehenswürdigkeiten. Er ist inzwischen Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes. Im Zuge dieses Programms werden bestimmte Tiere miteinander verpaart, um das Aussterben zu verhindern und gleichzeitig einen optimalen Genpool zu erhalten.
nach obenGalway
Galway ist eine Stadt im Westen Irlands und die Hauptstadt der gleichnamigen Countys. Galway liegt am nordöstlichen Ufer der Galway Bay und ist mit etwa 75.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt sowohl im County Galway als auch im gesamten Westen Irlands. Galway hat zwei Universitäten und erlebte in den letzten zwei Jahrzehnten ein enormes Bevölkerungswachstum. Aufgrund und infolge dessen wuchs auch die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die Galway Cathedral, die bereits von außen ein beeindruckendes Bild bietet. Die Architektur der Kirche wurde sowohl von der Renaissance (Säulen und die Kuppel) sowie der Gotik (Rosetten) inspiriert und beeinflusst. Doch auch die Innenansicht auf das Fenster über dem Altar ist einen Blick wert. Der Stadtplatz von Galway, der Eyre Square, befindet sich in Bahnhofsnähe und bietet nach einem Umbau bis 2006 nun kleine Rasenflächen und Bänke, die man zum Sitzen, Musizieren, Skateboardfahren, etc. nutzen kann. Der Platz ist mit vielen Bäumen bewachsen, die im Sommer angenehmen Schatten spenden.
Wer nicht nur Kultur erleben, sondern sich auch anderweitig vergnügen möchte, der ist in Salthill, dem bekannten Vergnügungsviertel von Galway, genau richtig. Ähnlich dem Stadtteil Temple Bar in Dublin gibt es hier viele Pubs, Nachtclubs und Spielhallen. Es sollte jedoch betont werden, dass es sich bei Salthill nicht um einen Rotlichtbezirk handelt, wie wir ihn aus Deutschland kennen, denn diese sind in Irland offiziell nicht erlaubt. Jedoch findet man dort den Vergnügungspark „Leisure Land“ und ein Meeresaquarium mit typischen Bewohnern der irischen Gewässer. Dem Irland-Fan dürfte des Weiteren auch der Name Claddagh bekannt vorkommen. Hierbei handelt es sich um eine kleine Fischersiedlung, die außerhalb der Stadt gelegen ist.
Der typisch irische Claddagh-Ring, eine Art Freundschaftsring in Form von zwei Händen, die ein Herz mit einer Krone halten, ist über die Grenzen von Galway und sogar von Irland bekannt. Inzwischen findet man den Ring in Schmuck- und Andenkenläden in ganz Irland und auch im Ausland kann man ihn schon bekommen. Und für die historisch begeisterten unter den Besuchern bietet sich ein Besuch in der Lynch’s Castle an. Die Burg wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist inzwischen Sitz einer Bank. Doch die Verzierung mit den Wappenschildern existiert immer noch. Durch ein Ereignis, infolge dessen der Bürgermeister James Lynch, der die Burg mit seiner Familie bewohnte, seinen eigenen Sohn wegen Mordes zum Tode verurteilte, wird der Begriff Lynchjustiz mit dieser Burg, bzw. ihren Bewohnern in Verbindung gebracht.
nach obenDundalk
Dundalk ist die Hauptstadt des Counties Louth, der kleinsten Grafschaft, die an der Ostküste Irlands liegt. Der Name des Ortes entstammt dem keltischen Fort Dun Dealgan, das einst die Heimat des Helden Cuchulainn war. Die Grafschaft grenzt an Nordirland und Dundalk ist nur etwa 10 Kilometer von der Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland entfernt. Die kleine Stadt ist aus diesem Grund als Hochburg der Nationalisten bekannt geworden. Im Jahre 2011 konnte die Stadt etwa 31.000 Einwohner verzeichnen. Dundalk ist bekannt für seine zahlreichen Kirchen, vor allem die St. Patrick’s Church, die 1847 fertiggestellt wurde und nach dem Vorbild der King’s College Chapel in Cambrige erbaut worden ist. Gegenüber von der Kirche befindet sich das so genannte Kelly Monument, das einem Seemann gewidmet ist, der aus Dundalk stammt und im Jahre 1858 im Meer ertrank. Auf dem Marktplatz kann man außerdem den Stein der Maid of Eireann bewundern, der an den Aufstand von 1798 erinnern soll. Der Aufstand wird unter den Einheimischen auch als „The Fenian Rising“ bezeichnet.
Ebenfalls sehenswert ist das Gerichtsgebäude, das im neugotischen Stil erbaut wurde. Doch das kleine Städtchen im Osten der Insel bietet dem Besucher neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten jede Menge Pubs und Hotels, diverse Nachtclubs und einen großen Kinokomplex mit sieben Kinosälen. Außerdem gibt es für Golffreunde, das so genannten Golfers Paradise, welches über 4 Golfplätze mit je 18 Löchern verfügt. Im Jahr 2004 wurde ein Stadion für Hunde- und Pferderennen eröffnet. Die Region um Dundalk scheint auch große Unternehmen anzuziehen, denn Firmen wie Xerox, Coca Cola und Heinz haben dort Niederlassungen eröffnet. Etwa 5 Kilometer außerhalb von Dundalk trifft man auf den Hill of Faughart, wo sich die Ruinen einer Kirche aus dem Mittelalter, einer Burg und eines Forts aus der Steinzeit befinden. Außerdem wurde am Hill of Faughart der so genannte Cattle Raid of Cooley ausgetragen. Hierbei handelt es sich um die wichtigste Sage des so genannten Ulster-Zyklus, einem der vier großen Zyklen der irischen Literatur.
Die Sage erzählt von dem großen Rinderraub von Cooley und vom Krieg zwischen den Ländern Connacht und Ulster. Die Einwohner von Connacht planten, den Braunen Bullen von Cooley, der dem Ereignis seinen Namen gab, zu stehlen, wurden jedoch von einem jungen Helden (Cú Chulainn) daran gehindert. Durch die günstige Lage Dundalks zwischen den beiden größten Städten Dublin und Belfast verfügt die Stadt über eine gute Verkehrsanbindung und es verkehren fast stündlich Busse nach Dublin.
nach obenCork
Die Stadt Cork liegt in der gleichnamigen Grafschaft in Süden Irlands. Gleichzeitig ist Cork auch der Verwaltungssitz dieser Grafschaft. Im Jahr 2001 wurden in Cork etwa 119.000 Einwohner gezählt. Es ist somit die zweitgrößte Stadt Irlands. Die Stadt ist weithin bekannt für die schöne Architektur und die lebensfrohe Atmosphäre mit den kulturellen Angeboten. Diese Mischung machte Cork 2005 zur Kulturhauptstadt. Seitdem ist die Stadt ständig im Aufschwung. Das wohl berühmteste Gebäude von Cork ist die St. Anne’s Shandon Church mit dem Church Tower of Shandon. Bei der Kirche handelt es sich um eines der berühmtesten christlichen Gebäude in ganz Irland. Als die Bevölkerungszahlen in Cork sprunghaft anstiegen, entschloss man sich zum Bau dieser Kirche. Die roten Steine wurden von der Burg Shandon entnommen, die weißen Steine hingegen von einer franziskanischen Abtei. Die Farben von Cork sind aus diesem Grund auch heute noch rot und weiß. Ein Besuch dieses tollen Glockenturms lohnt sich vor allem, wenn man selbst die große Glocke läuten darf.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die so genannte City Hall, die das vorherige Rathaus ersetzt. Das alte Rathaus ist beim so genannten „Burning of Cork“ im Jahr 1920 durch die britische Armee komplett zerstört worden. Als Wiedergutmachung hat die britische Regierung dieses neue und schöne Kalksteingebäude bezahlt. Im Westen der Stadt liegen der Fitzgerald’s Park und das Gelände des University College in Cork. Das besonderes an diesem Grundstück ist, dass es durch den Fluss Lee geteilt ist, der mitten hindurch fließt. Ein Gefühl wie auf dem Basar bietet „The English Market“, der sich in einem schönen Gebäude aus dem Jahr 1786 befindet. Das Gebäude kann von allen vier Seiten, also aus der Oliver Plunkett Street, der Gran Parade, der Princes Street und der Patrick Street betreten werden.
Auf dem Englischen Markt kann man neben Fisch und Gewürzen auch einheimische und exotische Früchte sowie leckere Delikatessen erwerben. Ein kleines und charmantes Museum, das Cork Butter Museum befasst sich mit der Geschichte des Butterhandels in Irland und erklärt außerdem die traditionelle Herstellung der guten irischen Butter. Auch wenn das Thema auf den ersten Blick nicht sonderlich spannend erscheint, so lohnt sich doch der Charme dieses kleinen Museums und man sollte einmal einen Blick riskieren. Ein weiterer Höhepunkt bei einem Rundgang durch Cork ist die St. Finbar’s Cathedral. Die Kathedrale bietet viele visuelle Schätze. Das fängt bei den wunderschönen Glasfenstern an und hört auch bei den Holzschnitzereien und Mosaiken nicht auf.
nach obenKillarney
Killarney liegt im County Kerry im Südwesten von Irland und hat ca. 13.500 Einwohner (Stand von 2006). In der Nähe von Killarney liegt in der Nähe des höchsten Gebirgeszugs, den Macgillycuddy’s Reeks und nah bei Lough Leane, dem größten See des Killarney-Nationalparks. Die Stadt lebt überwiegend von Tourismus. Doch außer der touristischen Infrastruktur hat die Stadt selbst nicht viel zu bieten. Viele Touristen kommen eher wegen der schönen Umgebung nach Killarney. Bei Killarney liegen zum Beispiel Ross Island, eine Insel im Lough Leane, die heute mit dem Festland verbunden ist. Auf der Insel werden geführte Wanderungen angeboten. Die Insel gehört inzwischen zum Killarney-Nationalpark, der im Südwesten auf der Halbinsel Iveragh liegt. Der Park ist über 100 km² groß und beinhaltet einen der ältesten Eichenwälder Irlands. Außerdem kann man ebenso viele Eiben, Flechten, Farne und Moose sehen. Doch auch Rhododendron-Büsche wachsen in großer Anzahl im Killarney-Nationalpark, die sich inzwischen zu einem Problem entwickelt haben, da sie große Teile des Parks einfach überwuchern.
Touristischer Mittelpunkt des Killarney-Nationalpark ist das Muckross House, das nach einer bewegten Geschichte heute ein Museum beherbergt, in dem man sich sehr gut über das Leben der Adligen im 19. Jahrhundert informieren kann. Vom Muckross House kann man die Gegend stilvoll mit einer Pferdekutsche oder auch zu Fuß erkunden. Ein weiterer Touristenmagnet ist der Torc-Wasserfall, der als einer der schönsten Wasserfälle Irlands bekannt ist. Das Wasser stürzt hier aus 18 Metern Höhe nach unten. Auf der nahegelegenen Insel Innisfallen Island kann man die Ruine des einst mächtigen Klosters Innisfallen Abbey besichtigen. Einen wunderschönen Blick über den Upper Lake des Nationalparks hat man vom Aussichtspunkt „Ladie’s View“ aus.
Der „Ladie’s View“ ist ein sehr beliebter Aussichtspunkt bei den Touristen. Seinen Namen verdankt er wahrscheinlich den Hofdamen von Königin Victoria, die den Aussichtpunkt auch bereits nutzten. Rund um die drei großen Seen führen gut ausgeschilderte Wanderwege durch die wunderschöne unberührte Natur des Killarney-Nationalparks. In der Nähe von Ross Island, auf einer Landzunge im Lough Leane liegt Ross Castle. Die Burg war früher der Stammsitz des O’Donoghue-Clans und ist immer noch mit Möbeln aus dem 16. und 17. Jahrhundert und entsprechenden Einrichtungsgegenständen ausgestattet, was sie zu einem beliebten Ausflugsziel für Touristen macht. Ross Castle ist wahrscheinlich eine typische Burg eines irischen Clanführers im Mittelalter. Der genaue Zeitpunkt der Erbauung ist nicht bekannt. Tatsache ist, dass Ross Castle die letzte Festung war, die während der Irischen Konföderationskriege Widerstand gegen Oliver Cromwell leistete.
nach obenRing of Kerry
Beim Ring of Kerry handelt es sich um eine Panoramaküstenstraße, die im County Kerry im Südwesten Irlands liegt und eine Strecke von 180 km beinhaltet. Der Ring of Kerry bietet den Reisenden unterwegs immer wieder den Blick auf wunderschöne Landschaftspanoramen. Die Straße ist teilweise sehr eng, so dass Busse den Ring of Kerry nur gegen den Uhrzeigersinn befahren dürfen. Kämen sich zwei Busse entgegen, würden sie sich gegenseitig blockieren.
Der Ring of Kerry, bzw. die Nationalstraße 70 führt um die Iveragh-Halbinsel herum, über Kenmare und Waterville und dann weiter nach Killorglin, Killarney und führt letztendlich wieder nach Kenmare. Wer diese Strecke lieber zu Fuß wandern möchte, kann den Fernwanderweg Kerry Way benutzen. Die Küstenlandschaft, der der Ring of Kerry folgt, sowie die Region um die Stadt Killarney sind sehr sehenswerte Abschnitte des Ring of Kerry. Weitere Touristenmagnete sind die alten und liebevoll restaurierten Steinforts von Leacanabuaile, Cahergall und das Staigue Fort auf der Halbinsel Iveragh. In den Städten Dunloe, Derrynane und Kilcoolagh kann man die so genannten Ogamsteine besichtigen.
Die Ogam- oder Oghamschrift wurde in Irland vom 4. bis zum 6. Jahrhundert benutzt, um an Menhiren Texte, meistens in Form von Namen anzubringen. In der Nähe der Stadt Waterville liegt die Steinreihe von Eightercua, eine der größeren Steinreihen in Irland. Dabei handelt es sich um vier Steine, die bis zu drei Meter hoch werden und in einer etwa neun Meter langen Reihe stehen. Die St. Finian’s Bay und Valentia Island zählen eigentlich nicht zur Hauptroute des Ring of Kerry, doch kann man hier auf etwa 40 km sehr interessante und nicht so überlaufene Schätze entdecken.
Ein weiterer Höhepunkt dieser Route ist ein Ausflug nach Skellig Michael. Und wer noch mehr schöne Landschaften erleben möchte, kann dem Ring of Beara folgen oder die sehr schöne Dingle Perninsula besichtigen.
nach obenCliffs of Moher
Die Cliffs of Moher sind die bekannteste Sehenswürdigkeit Irlands. Die beeindruckenden Steilklippen liegen and der Südwestküste in der Nähe der Ortschaften Doolin und Liscannor im County Clare und erstrecken sich über eine Länge von mehr als acht Metern. An vielen Stellen ragen sie fast senkrecht aus dem Atlantik. Am südlichen Ende, dem Nag’s Head, sind die Klippen etwa 120 Meter hoch, nördlich des O’Brien’s Tower bringen es die Cliffs of Moher sogar auf eine Höhe von 214 Metern. Wenn man bei guter Sicht auf den Klippen steht, kann man vor der Küste die Aran Islands und die Galway Bay sehen. Die Tierwelt an den Cliffs of Moher besteht überwiegend aus Vögeln. Eine Zählung ergab 29 verschiedene Arten und etwa 30.000 Tiere, die an den Klippen leben. Unter anderem findet man hier Papageientaucher, aber auch Falken und Möwen.
Die Cliffs of Moher sind besonders im Sommer ein beliebtes Ziel für Touristen. Dadurch ist der kostenpflichtige Parkplatz, der zum Besucherzentrum gehört, oft überfüllt. Ein ausgebauter Weg führt die Touristen einen Hügel hinauf bis hin zu den Klippen und zu einer Aussichtsplattform. Seit im Februar 2007 das neue Besucherzentrum fertiggestellt wurde, gibt es einen 200 Meter langen Fußgängerweg, der sich bis zum O’Brien’s Tower erstreckt.
Seitdem ist es auch nicht mehr möglich, direkt an die Klippen heranzutreten, wodurch leider auch die spektakuläre Sicht auf die Steilklippen eingeschränkt wird. Wissenswert ist, dass die Klippen an der Südwestküste zwar die beliebtesten Klippen Irlands sind, jedoch nicht die höchsten. Die Slieve League in Donegal bringt es auf 601 Meter an der höchsten Stelle und die Klippen von Croaghaun auf Achill Island sogar auf 664 Meter. Die Cliffs of Moher tauchen immer wieder in Kunst und Kultur auf, beispielsweise als Drehohrt für Filme wie „Harry Potter und der Halbblutprinz“ oder „Die Braut des Prinzen“.
nach obenBlarney Castle
Blarney Castle ist eine Burg in dem gleichnamigen Dorf, das nördlich von Cork liegt. Die ursprünglich gebaute Burg bestand aus Holz und wurde Anfang des 13. Jahrhunderts aus Stein neu aufgebaut. Als es Oliver Cromwell gelang, die Burg im Jahr 1646 einzunehmen, musste er feststellen, dass die Bewohner mitsamt ihren wertvollen Habseligkeiten durch unterirdische Tunnel geflüchtet waren.
Die Burg war lange mit Besitz der Familie McCarthy, doch als im Jahr 1690 sämtliche Adlige enteignet wurden, musste die Familie die Burg verlassen. 13 Jahre später wurde Blarney Castle von dem damaligen Gouverneur von Cork, Sir James Jefferyes, gekauft. Blarney Castle und Blarney sind heute vollständig auf Tourismus ausgelegt. Eine besondere Touristenattraktion der Blarney Castle ist der so genannte Stein der Sprachgewandtheit. Es soll sich hierbei um eine Hälfte des Stein von Scone handelt, den die Kreuzritter aus Israel mitgebracht hatten.
Eine Legende, die sich um den Stein rankt, besagt, dass Cormac Laidir mac Carthy, der Blarney Castle erbaut hat, die Götting Cliodhna um Hilfe in einem Rechtsstreit anrief. Die Göttin wies ihn an, den ersten Stein, den er morgens sehen sollte zu küssen, was er auch tat und dank der dadurch erworbenen rhetorischen Fähigkeiten gewann er den Rechtsstreit und platzierte daraufhin den Stein der Sprachgewandtheit weit oben an seiner Burg.
Heute ist Blarney Castle nicht zuletzt wegen des berühmten Steins eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Irlands. Jedes Jahr kommen Zehntausende, um sich kopfüber über die Brüstung zu lehnen und den Stein zu küssen. Die Burg verfügt über wunderschöne Gärten, die die Burg umgeben und in denen man außergewöhnliche Felsformationen entdecken kann. Da gibt es zum Beispiel den Druid’s Circle (Druidenkreis), Witch’s Craft (die Hexenhöhle) oder die Wishing Steps (die Wunschtreppe). Die kleinen Bäche, die sich überall befinden, sind voll mit Münzen, die die Besucher hineinwerfen, um sich etwas zu wünschen.
nach obenRock of Cashel
Der Rock of Cashel liegt etwa 20 km nördlich von Cahir im County Tipperary. Der Berg gilt als irisches Wahrzeichen und ist ein einzigartiges Denkmal der irischen Geschichte. Der Rock of Cashel ist 65 m hoch und galt schon im Altertum als Sitz von Feen und Geistern. Der Ort Caiseal war seit dem 4. Jahrhundert Sitz der Könige von Munster. Brian Boru, seinerzeit der Überlieferung nach der bisher einzige Hochkönig von Irland, ließ sich am Rock of Cashel im Jahr 977 zum König von Munster krönen.
Im Jahr 1101 wurde der Felsen dem Bischof von Limerick anlässlich der ersten Synode Irlands zum Geschenk gemacht. Auf dem Felsen stehen heute noch die Cormac’s Chapel, die im Jahre 1127 von dem ersten Erzbischof von Cashel, Cormac MacCarthaigh angefangen und 1134 fertiggestellt wurde. Besonders sehenswert sind die Fresken, die zu den am besten erhaltenen aus dieser Zeit zählen. Des Weiteren steht auf dem Rock of Cashel eine Kathedrale, die wahrscheinlich zwischen 1235 und 1270 erbaut wurde. Es handelt sich um eine Kreuzkirche im gotischen Stil, jedoch ohne Seitenschiffe. Ein Turm aus dem 15. Jahrhundert sowie ein Wohnturm wurden später hinzugefügt. Neben dem Eingang kann man außerdem noch den Stein besichtigen, auf dem die Könige von Munster gekrönt wurden. Auf dem Gelände steht weiterhin noch ein sehr gut erhaltener, typisch irischer Rundturm, der etwa 28 Meter hoch ist. Dieser Turm stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1101.
Einer Legende nach soll der Heilige Patrick den Ort im 5. Jahrhundert zum Bischofssitz gemacht und im Jahr 450 n. Chr. König Aengus dort getauft haben. Bei König Aengus oder Angus handelt es sich um eine irische Sagengestalt des Frühmittelalters, die auf eine keltische Gottheit zurückzuführen ist. Außerdem ist Aengus der Sage zufolge ein Mitglied der Túatha Dé Danann, dem Volk der keltischen Göttin Danu.
nach obenGiant’s Causeway
Den Giant’s Causeway (Damm des Riesen) kann man an der Nordküste Irlands im County Antrim besichtigen. Dieser „Damm“ besteht aus etwa 40.000 gleichmäßigen Basaltsäulen, die etwa 60 Millionen Jahre alt sein sollen. Dabei hat etwa die Hälfte dieser Säulen einen sechseckigen Querschnitt, es gibt jedoch auch Steine mit bis zu acht Ecken.
Die höchsten Säulen sind zwölf Meter hoch und die Gesteinsschicht ist an manchen Stellen bis zu 25 Meter dick. Der Giant’s Causeway ist etwa fünf Kilometer lang und führt an den Klippen entlang bis ins Meer. Die UNESCO zählt den Giant’s Causeway zum Weltnaturerbe. Die Wissenschaft begründet die Entstehung dieser Landzunge als Phänomen, das durch die Abkühlung heißer Lava entstanden ist. Eine Entstehung von senkrechten Säulen sei bei sehr langsamer und gleichmäßiger Abkühlung durchaus möglich. Die Säulen entstehen dabei durch Spannungsrisse, die den gleichmäßigen Lavafluss unterbrechen. Die meisten Iren jedoch sind immer noch der Meinung, dass der Damm von dem Riesen Fionn mac Cumhaill gebaut worden ist, wie es eine bekannte irische Legende besagt.
Dieser Legende zufolge baute der Riese den Damm, um seinen schottischen Widersacher Benandonner zu einem Duell zu fordern, nachdem dieser ihn beleidigt hatte. Er soll dazu Felsen aus den Klippen herausgerissen und zu einem Damm aufgeschichtet haben, um trockenen Fußes nach Schottland zu kommen. Benandonner nahm die Herausforderung an und ging seinerseits nach Irland hinüber. Inzwischen war Fionn von den Dammarbeiten so müde, dass er sich nicht imstande sah, aus dem Duell als Sieger hervorzugehen. Er verkleidete sich daher als Baby und seine Frau informierte seinen Widersacher, dass Fionn bald zurück sein müsse. Benandonner war angesichts der Größe des „Babys“ so erschrocken dass er dessen seiner Meinung nach gigantischen Vater nicht über den Weg laufen wollte und das Weite suchte. Bei seiner Rückkehr nach Schottland wurde ein großer Teil des Damms zerstört.
nach obenFreizeit-Aktivitätsmöglichkeiten in Irland
Reiten
In keinem anderen europäischen Land hat das Reiten eine so lange Tradition und bietet mit jedem Schritt einen anderen Blick auf die wunderschöne und vielfältige Landschaft. Dabei ist Reiten je nach Lust und Laune Herausforderung, Entspannung, Zusammensein mit netten Menschen und die Ansicht der unvergleichlich schönen Natur.
Golf
Ein kleiner Ball, ein Schläger und ein Golfplatz – mehr braucht es nicht, um eine Partie Golf zu spielen. Längst hat sich Golf in Irland zu einer Art Volkssport entwickelt. Die erste nachweisbare Erwähnung stammt aus dem Jahr 1457. Zu dem Zeitpunkt wurde Golf von dem damaligen König James II. verboten und stattdessen Bogenschießen verordnet. Erst 45 Jahre später wurde das Verbot wieder aufgehoben und Golf wurde im Laufe der Zeit zu einer der beliebtesten Sportarten Irlands.
Angeln
Gerade heute hat Irland immer noch den Ruf, für Angler eins der besten Reiseziele der Welt zu sein. Welcher Angler freut sich nicht darüber, in einer wunderschönen, ungezähmten Landschaft wilde Fische zu angeln und gleichzeitig die Ruhe zu genießen? Dabei ist es völlig egal, welche Art Fisch man fangen möchte und ob man sich auf die Seen im Landesinnern konzentriert oder sich auch einmal im Meeresfischen versucht: In Irland ist so ziemlich alles möglich, was das Anglerherz begehrt. Man sollte sich jedoch im Vorfeld über die Stellen informieren, an denen Angeln erlaubt ist, bzw. sogar empfohlen wird, wenn man keinen Ärger riskieren möchte.
Segeln
Besonders gute Segelbedingungen und eine wunderschöne Kulisse findet man entlang der Südwestküste Irlands. Hier findet unter anderem das berühmte „Fastnet-Race“ statt. Das Gebiet hat jedoch auch viele geschützte Gebiete, in denen man entspannt segeln kann und die auch Anfänger nicht überfordern. Die guten Bedingungen bestehen etwa von Mai bis September und die meisten Häfen können die Segler auch unabhängig von den Gezeiten angelaufen.
Fahrradfahren und Mountainbiking
Wer mit dem Fahrrad in Irland unterwegs ist, muss viele Entscheidungen treffen. Es gibt so viele wunderschöne Fleckchen, dass die Auswahl wirklich schwer fällt. Es gibt eine Route entlang der irischen Küste, die jedoch etwa 2800 Kilometer lang ist. Wer sich diese Strecke vornimmt, sollte also viel Zeit mitbringen. Und auch dann hat man immer noch nicht alle Schätze erkundet, die es im Landesinneren von Irland gibt. Die Auswahl zwischen den Klippen und Sandstränden, den ruhigen und quirligen Städten fällt den begeisterten Radfahrern nicht leicht. Und für eine Entspannung zwischendurch kann man gerade im Westen Irlands in einen der kleinen gemütlichen Pubs einkehren.
Spezialtipps
Aktivitäten
Wie alle keltischen Länder sind auch Irland und seine Bewohner für ihre Sagen und Legenden bekannt. Es gibt viele verschiedene Sagengestalten, zum Beispiel Elfen, Feen und Kobolde oder der irische Leprechaun, ein Naturgeist, der oft in Verbindung mit dem berühmten Gold am Ende des Regensbogens genannt wird, oder die Banshee, ein weiblicher Geist, der dem Volksglauben nach den baldigen Tod eines Familienmitglieds ankündigt. In Irland muss man nur in einem Pub einkehren. Normalerweise dauert es nicht lange, bis einer der einheimischen Besucher anfängt, eine Geschichte zu erzählen.
Unterkunft
Egal, ob Campingplätze für das eigene Auto mitsamt Wohnwagen oder Wohnmobil oder ein gemütliches kleines Hotel, in Irland gibt es für jede Gelegenheit und jeden Geldbeutel Unterkunftsmöglichkeiten.
Essen und Trinken
Die irische Küche ist überwiegend schlicht und sehr bodenständig, weshalb sie in der Vergangenheit oft als Arme-Leute-Essen verschrien war. Die Grundlagen der irischen Küche sind immer von sehr hoher Qualität. Irland ist vor allem bekannt für seine Fleischspezialitäten, zum Beispiel vom irischen Lamm oder dem Angus-Rind. Als traditionelles Gericht dürften den meisten sicherlich das Irish Stew bekannt sein, ein Eintopf aus Kartoffeln und Lammfleisch. Und zu natürlich dürfen gerade in Irland ein Glas Whiskey oder ein frisch gezapftes Guinness nicht fehlen.
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