Gardasee
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Gardasee

Malcesine am Gardasee Quelle: wave111 / pixelio.de
Der Gardasee gilt den Bewohnern nördlich der Alpen als wahr gewordener Traum vom Leben im sonnigen Süden. Als Pionier darf Johann Wolfgang von Goethe gelten, der nach seiner Italienreise in den höchsten Tönen vom "Land, in dem die Zitronen blühn", schwärmte. Den endgültigen Durchbruch als Reiseland erlebte Italien aber erst während des 19. Jahrhunderts, als Kurgäste aus ganz Europa Südtirol und den Gardasee als attraktive Ziele entdeckten.
Der See
Der Gardasee ist der größte See Italiens und liegt direkt zwischen der Po-Ebene und den Alpen. Der Norden des Sees wird von den letzten Ausläufern der Alpen gesäumt, die eine Höhe von bis zu 2.000 Metern erreichen, während der Süden eher mediterran geprägt ist.
Urlaub am Gardasee

Die Städte und Orte am Ufer des Gardasees bieten von Riva del Garda im Norden bis hin zu Desenzano im Süden mehr als nur Badevergnügen. Aktivurlauber kommen in jeder Region voll und ganz auf ihre Kosten. Der See selbst bietet dank sicherer Winde optimale Möglichkeiten für Wassersportler. Entlang des Ufers haben aktive Urlauber Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Mountainbiken.
Genussurlauber haben in der Region gleich zwei Möglichkeiten für einen kurzweiligen Urlaub. Am Ostufer schlägt das kulinarische Herz des Gardasees in Bardolino, dem Zentrum des Anbaugebietes für den gleichnamigen Wein. Am westlichen Ufer bieten dagegen die Mitgliedsbetriebe der Strada de Vini eine gelungene Kombination von regionalen Spezialitäten, Kultur und Geschichte.
Bei schlechtem Wetter
Sollte das Wetter am Gardasee wider Erwarten nicht mitspielen, laden zahlreiche Freizeitparks zu einem kurzweiligen Familienausflug ein. In der Region befindet sich mit dem Gardaland übrigens sogar der größte Freizeitpark in ganz Italien.
Für Naturfreunde
Wer die Einsamkeit liebt und die Natur genießen möchte, dürfte sich im Ledrotal bestens aufgehoben fühlen. Hier finden die Gäste auch die ältesten Zeugen menschlicher Besiedelung am Gardasee: In den 1920er Jahren wurden die Überreste einer bronzezeitlichen Siedlung entdeckt, die heute in einem Museum untergebracht sind. Weitere Zeugen der Vergangenheit entdecken die Besucher entlang des Sees. Denn hier stehen einige der ältesten erhaltenen Kirchen der Christenheit. Sie geben ebenso wie die zahlreichen Museen einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Region.
Die Metropole Verona
Die unbestrittene Metropole in der Gardaseeregion ist Verona. Bevor Oberitalien zum Spielball der europäischen Großmächte wurde, lenkten die veronesischen Adelsgeschlechter die Geschicke der Region und prägten mit ihren Wehranlangen die Gesichter der unmittelbaren Orte entlang des Seeufers. Unsterblich machte die Stadt der englische Dichterfürst William Shakespeare mit seiner Tragödie Romeo und Julia, die sich hier abspielt.
nach obenBardolino
Dass die Stadt Bardolino mit knapp 7.000 Einwohnern am südöstlichen Ufer des Gardasees weltbekannt ist, verdankt sie dem Wein. Denn im Hinterland des früheren Fischerdorfes Bardolino wird der gleichnamige Rotwein gekeltert. Vor allem in den Abendstunden pulsiert das Leben in den breiten Gassen und an der großzügigen Uferpromenade. Besucher sollten sich einen Ausflug in die umliegenden Weinberge mit ihren Weingütern und Ölmühlen nicht entgehen lassen. Sie können hier eine Verkostung genießen und Wein direkt vom Erzeuger kaufen.
Die Highlights
Zum Besuchermagneten für Einheimische und Urlaubsgäste wird Bardolino vor allem dank der zahlreichen Feste. Das Spektrum reicht von Weinfesten bis hin zu mittelalterlichen Spektakeln.
Palio del Chiaretto
Längst ist der Chiaretto, ein Rosèwein, der am Gardasee gekeltert wird, sehr viel mehr als ein Geheimtipp. Das Frühlingsfest in Bardolino steht deshalb ganz im Zeichen dieses Weines. Von Ende Mai bis Anfang Juni präsentieren die Winzer ihre Weine in der Altstadt von Bardolino
Weinfest
Unter Weinliebhabern aus aller Welt genießt das Weinfest in Bardolino zwischen Ende September und Anfang Oktober Kultstatus. Neben Weinen werden zahlreiche kulinarische Spezialitäten der Region angeboten.
Zeitreise ins Mittelalter
Im Juni dürfen sich die Gäste in Affi bei Bardolino ins Mittelalter versetzt fühlen. Im ganzen Ort gibt es mittelalterliche Spektakel und uraltes Handwerk zu sehen. Zeittypische Speisen und Getränke fehlen natürlich nicht.
Sehenswürdigkeiten in Bardolino
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bardolino sind die beiden Kirchen San Severo und San Zeno.
San Severo
Diese Kirche liegt nahe der Altstadt von Bardolino. Sie existiert mindestens seit dem 9. Jahrhundert und war bis ins 15. Jahrhundert hinein das geistliche Zentrum des Ortes. Die romanische Architektur der dreischiffigen Basilika ist größtenteils noch erhalten.
Herausragend sind die Fresken von San Severo, die Anfang des 12. Jahrhunderts gefertigt wurden. Die Darstellung erfolgte in der romanischen Tradition, bei der die einzelnen Szenen lebendig ineinander übergehen. An der nördlichen Seite sind Szenen aus der Passion Christi dargestellt. Im Süden sind die Apostel dargestellt, über deren Köpfe Szenen aus der Apokalypse des Johannes zu sehen sind.
San Zeno
Als eines der wenigen Gebäude aus der Ära der Karolinger ist die Kirche San Zeno erhalten geblieben. Errichtet wurde sie vermutlich im 8. Jahrhundert, bis zum 13. Jahrhundert wurde der Sakralbau genutzt.
Die Architektur von San Zeno erinnert mit seinen Tonnengewölben und dem Kreuzgradgewölbe an antike Monumentalbauten. In den Armen des Querschiffes befinden sich sogenannte Apsisnischen, in welchen Teile von Fresken erhalten sind. Reste von Fresken, mit denen einst der ganze Innenraum bemalt war, befinden sich auch an anderen Wänden.
nach obenDesenzano del Garda
Die größte Stadt am Gardasee ist Desenzano del Garda am südlichen Ufer. Der Tourismus spielt hier eine wesentlich geringere Rolle als in den Nachbarorten. Deshalb haben Besucher hier die beste Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen. In weitem Umkreis ist Desenzano del Gardo bei jungen Italienern für sein Nachtleben berühmt.
Der Hafen: das Herz der Stadt
Einen Eindruck von der einstigen Bedeutung der Stadt bekommen die Besucher am Alten Hafen, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. Denn an der Piazza Malvezzi, dem heutigen Zentrum, legten einst die Lastkähne an, welche die Märkte mit Waren versorgten. Die Blütezeit erlebte die Handelsstadt Desenzano del Garda unter venetischer Herrschaft, als zweimal pro Woche Märkte abgehalten wurden.
Die Piazza Malvezzi wird von einem Bogengang aus der Antike umgeben, im Zentrum des Platzes steht eine Statue von Merici. Die Tochter der Stadt engagierte sich für die Ausbildung der Kinder und begründete in ihrem letzten Lebensjahrzehnt den Ursulinenorden. Oberhalb der Miazza Malvezzi steht das Castello, eine mittelalterliche Burg, die als beliebter Aussichtspunkt über die Stadt und den See gilt.
Villa Romana
Als der Schreiner Emanuele Zamboni 1921 sein eigenes Haus bauen wollte, stieß er auf dem Grundstück auf Relikte aus der Antike. Es handelte sich um einen römischen Gutshof mit einer Fläche von mehr als 1.000 Quadratmetern. Mit dem Bau dieser Villa Romana wurde vermutlich im 1. nachchristlichen Jahrhundert begonnen, vollendet wurde sie erst etwa 200 Jahre später. Die Villa Romana in Desenzano del Garda gilt heute als Musterbeispiel für norditalienische Villen aus der Antike. Vom ursprünglichen Bau sind neben Hohlraumheizungen auch 240 Quadratmeter große Bodenmosaike erhalten.
Lonato
Etwa sechs Kilometer westlich von Desenzano del Garda liegt der Ort Lonato. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören hier der hohe Stadtturm und eine prächtige, barocke Kathedrale. Von der Burgruine, die auf einem Hügel in Locanto liegt, haben die Besucher einen fantastischen Ausblick über die gesamte Hügellandschaft der Region.
San Martino della Battaglia
Die Landschaft südlich von Desenzano del Garda ist geprägt von Moränenhügeln, die während der Eiszeit entstanden. Eingebettet in diese Landschaft liegt San Martino della Battaglia, das im italienischen Befreiungskrieg eine Schlüsselrolle gespielt hat. Zum Gedenken an die Schlacht zwischen Österreich-Ungarn und der italienischen Allianz wurde auf dem höchsten Hügel des Ortes ein Aussichtsturm errichtet. Das Innere des Turms ist mit Fresken geschmückt, die Szenen aus der entscheidenden Schlacht zeigen. Das Denkmal des Internationalen Roten Kreuzes, das nach der Schlacht gegründet wurde, befindet sich im Nachbarort Solferino.
nach obenGarda
Die üppige Vegetation und die schier endlose Uferpromenade machen Garda zu einem beliebten Ziel für Italienreisende. Badeurlauber lockt vor allem die Landzunge Punta San Vigilio, die am Ostufer in den Gardasee ragt. Einen ganz besonderen Charme strahlt die Altstadt von Garda aus, die von den Baustilen der vergangenen Jahrhunderte geprägt ist.

Garda am Lago di Garda Quelle: Bredehorn.J / pixelio.de
Punta San Vigilio
Die Landzunge ragt am Fuße des Monte Baldo in den See hinein. Von hier aus haben die Besucher Zugang zur Bucht der Sirenen. Diese gilt als schönste Bucht des Gardasees, Badegäste müssen für die Strandbenutzung allerdings zahlen.
Das älteste Gebäude auf der Insel ist die Kirche San Vigilio aus dem 13. Jahrhundert. Agostino di Brenzone, der einer Patrizierfamilie aus Verona entstammte, kaufte die Landzunge 1540. Er ließ hier ein klassizistisches Gesamtkunstwerk entstehen, bei dem Landschaft und Gebäude ein harmonisches Miteinander ergeben. Neben einer Zypressenallee sind damals prächtige Villen wie die Villa Brenzone entstanden.
Rocca di Garda
Eine Ahnung von der einstigen Wehrhaftigkeit vermitteln die Ruinen der Burg von Garda. Sie krönen einen etwa 250 Meter hohen Tafelberg im Süden von Garda. Der Gotenkönig Theoderich ließ die Anlage im 5. Jahrhundert errichten. Über Jahrhunderte hinweg galt die Burg als uneinnehmbar. Selbst der sagenhafte Kaiser Barbarossa soll sich an den mächtigen Mauern die Zähne ausgebissen haben. Den Venezianern gelang es erst im 16. Jahrhundert, die Burg zu zerstören.
Das Kamaldulenser-Kloster
Auf einem weiteren Tafelberg im Süden von Garda errichtete der Kamaldulenser-Orden im 17. Jahrhundert ein Kloster, das heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Bei der Ordensgemeinschaft handelt es sich um einen katholischen Eremiten-Orden. Gegründet wurde er auf eine Initiative des Heiligen Romuald von Camaldoli.
Palazzi
Innerhalb der Stadtgrenzen von Garda befinden sich drei sehenswerte Palazzi. Der Palazzo Losa an der Uferfront beeindruckt mit seinen Loggien und den Arkadengängen. Der Palazzo die Capitani, im gotischen Stil erbaut, liegt ebenfalls direkt am See. Der venezianische Palazzo Fregoso steht im Norden von Garda.
Sardellata - das große Fischessen
Drei Tage lang ist alljährlich im Juli die Gardaseesardine der Star des traditionellen Volksfestes "Sardellata". Die Besucher können dann an der Uferpromenade abends fangfrischen Fisch bei musikalischer Begleitung genießen. Der Höhepunkt des Festes ist das Fischessen auf dem Wasser im Rahmen des Festes. Bootseigner und ihre Gäste bekommen dann in der Nähe von Punta San Vigilio Gratissardinen an Bord serviert. Die Sardatella geht auf die 1920er Jahre zurück, als drei Sardinenfischer zusammen mit ihren Kollegen und hohen Gästen aus Verona in einer Vollmondnacht Sardinen auf dem See frittierten.
nach obenMalcesine

Malcesine am Gardasee Quelle: wave111 / pixelio.de
Malcesine, die "Perle des Gardasees" gehört zu den beliebtesten Reisezielen rund um den See. Schon die Langobarden errichteten auf dem Felsen, eine Burg. Rundherum wuchs allmählich die Siedlung am östlichen Seeufer. Bis heute ist der Burgfelsen mit seiner mächtigen Scaligerburg das dominante Element der Altstadt. Die Burg wäre Johann Wolfgang von Goethe fast zum Verhängnis geworden. Während seiner Italienreise weilte der Dichterfürst in Malcesine und wurde kurzzeitig der Spionage verdächtigt - er hatte die Burg gezeichnet.
Scaligerburg
Vom Burgfelsen aus können die Besucher den Blick über die Altstadt und den gesamten nördlichen Teil des Gardasees genießen. Palas und Bergfried wurden vom Adelsgeschlecht der Scaliger errichtet, während der Palazzo Inferiore im untersten Burghof 1620 von den Veneziern für ihre Garnison errichtet wurde.
Palazzo dei Capitani
Aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert stammt der Palazzo. Die Scaliger hatten ihn damals für ihren Statthalter errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde der Palazzo im Stil der venezianischen Gotik umgebaut und erneuert. Fortan diente er dem Gouverneur als eine von drei Residenzen am östlichen Seeufer.
Kulinarischer Rundgang
Eine Reise ins Schlaraffenland erleben Malcesines Besucher alljährlich im Oktober. An zehn Stationen genießen sie die kulinarischen Spezialitäten der Region. Die Gäste brauchen lediglich eine Eintrittskarte und können den Ort mit allen Sinnen genießen. Denn enthalten ist auch der Eintritt in die Scalierburg.
Sport
In Malcesine liegt die Ziellinie für verschiedene sportliche Events. Der wohl wichtigste Event ist der Lake Garda Marathon im Oktober. Der Start ist in Limone. Die Teilnehmer laufen die 42,19 Kilometer größtenteils direkt entlang des Sees.
Der Lake Garda Run findet mit zwei verschiedenen Streckenlängen statt: Von Limone aus laufen die Teilnehmer 30 Kilometer bis Malcesine. Der 15-Kilometer-Lauf, an dem jeder Interessent teilnehmen kann, startet in Torbole.
Aktivurlaub
Malcesine gehört bereits zum nördlichen Teil des Gardasees. Deshalb ist der Ort ein beliebtes Ziel für Windsurfer, Segler und Kitesurfer. Für Urlaubsgäste, die sich sportlich an Land betätigen wollen, stehen zahlreiche Mountainbiketouren zur Verfügung.
Ausflüge
Malcesine bietet sich außerdem als Startpunkt für Ausflüge in die bis zu 2.000 Meter hohen Gardaseeberge an. Von hier aus führt nämlich eine Seilbahn in den Ort Tratto Spino, der auf einer Höhe von 1760 Metern liegt. Von der Bergstation aus führen zahlreiche Wanderwege und Mountainbike-Trails in das Gebirgsmassiv hinein. Es handelt sich dabei um die letzten Ausläufer der Kalkalpen, die erst in der Po-Ebene enden. Das Klima in den Bergen ist bereits sehr mediterran geprägt, sodass es kaum Möglichkeiten für Wintersportler gibt.
nach obenMantua
Bis in die Zeit der Etrusker reicht die Geschichte der Stadt Mantua zurück. Die absolute Blütezeit erlebte das am Mincio gelegene Mantua während der Herrschaft der Herzöge von Gonzaga zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert. In diesen Jahrhunderten wurden die Bauwerke geschaffen, die das Gesicht des historischen Mantua bis heute prägen.
Palazzo Ducale
Rund 500 Räume umfasst der Gebäudekomplex des Palazzo Ducale auf einer Fläche von circa 34.000 Quadratmetern. Dieser Gebäudekomplex wurde vom Geschlecht der Gonzaga zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Die einzelnen Gebäude sind durch Galerien und Korridore miteinander verbunden und von Gärten und Innenhöfen unterbrochen. Nicht entgehen lassen sollten sich die Besucher einen Blick in das Schlafzimmer von Fürst Ludovico und seiner Gemahlin. Das prächtige Zimmer wurde von Andrea Mantegna mit Fresken gestaltet.
Palazzo del Tei
Der Markgraf Frederico II. Gonzaga beschloss 1524, in Mantua ein Lustschloss errichten zu lassen. Er beauftragte Giulio Romano mit den Bauarbeiten. Da das Lustschloss außerhalb der Stadtmauern errichtet wurde, konnte der Architekt eine Mischung aus Palast und Villa gestalten. Der Rohbau stand in nur 18 Monaten, die weitere Gestaltung nahm dagegen ein volles Jahrzehnt in Anspruch. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören die Fresken. Sie stellen, thematisch breit gefächert, auch herausragende Persönlichkeiten jener Zeit dar.
Das Museo Civio
Heute beherbergt der Palazzo del Te das Museo Civio mit seinen insgesamt vier Sammlungen. Die Besucher erleben mesopotamische und ägyptische Kunst ebenso wie eine numismatische Sammlung aus dem 14. bis 17. Jahrhundert und eine Schenkung mit Werken von Armando Spadini und Federico Zandomeneghi.
Dom
Aus dem 9. Jahrhundert stammt die fünfschiffige Basilika des Doms ursprünglich. 1540 wurde der Architekt, Baumeister und Maler Giulio Romano mit einem Umbau beauftragt. Er gestaltete den Dom nach frühchristlichen Vorbildern um.
Sant´Andrea
Der Anlass für den Bau der Basilika Sant´Andrea bestand darin, einen Ort zu finden, an dem eine Heilig-Blut-Reliquie verehrt werden konnte. Deshalb wurde die von Leon Battista Alberti geplante Basilika ab 1472 errichtet, die schließlich 1514 fertiggestellt wurde. Ihr heutiges Gesicht mit der Vierung und einer Tambourkuppel bekam die Basilika im 18. Jahrhundert. In der Basilika fand der Renaissancemaler Andrea Mantegna, von dem auch ein Gemälde hier zu sehen ist, seine letzte Ruhestätte.
Für Naturfreunde
Lohnenswert ist eine Bootsfahrt auf den Seen, die Mincio-Fluss rund um Manuta gebildet hat. Hier können Naturliebhaber seltene Wasservögel beobachten, die hier ein Refugium gefunden haben. Ein besonders Highlight ist die Fahrt zur Zeit der Lotusblüte.
nach obenPeschiera del Garda
Die 10.000-Einwohner-Stadt Peschiera del Garda liegt am Fluss Mincio, dem einzigen Abfluss des Gardasees. Schon relativ früh hatte Peschiera del Garda deshalb eine wichtige strategische Bedeutung. Deshalb war die Stadt während des 19. Jahrhunderts auch ein Standort des norditalienischen Festungsvierecks des österreichischen Kaiserreiches. Die Festung in Peschiera del Garda wurde jedoch 1848 von den Freiheitskämpfern erobert.
Die Altstadt
Der historische Teil von Peschiera del Garda wird vollständig von Kanälen umflossen und liegt innerhalb einer Befestigungsanlage.
Diese sternförmig angelegte Befestigungsanlage gilt mit einer Länge von 2.250 Metern als größte militärische Anlage am Gardasee. Größtenteils ist die Festung heute von Bäumen und Büschen überwachsen, teilweise wirkt sie etwas verfallen.
Beim Bummel durch die Altstadt passieren die Besucher mehrere stattliche Palazzi. Architektonisch orientieren sich diese am venezianischen Baustil.
Dom San Martino
Der Dom San Martino steht direkt an der Piazza Ferdinando di Savoia. Ein Relief des Heiligen ziert den Eingang dieses Sakralbaus. Das Innere ist im klassizistischen Stil gestaltet.
Die Nacht der Wünsche
Zum Gedenken an den Heiligen Laurentius findet in Peschiera del Garda jeweils am 10. August ein großes Volksfest statt. Abends suchen sich die Einwohner ein ruhiges Stück Natur rund um Peschiera del Garda. Denn zu diesem Zeitpunkt durchquert die Erde die Perseiden, sodass Hunderte von Sternschnuppen am Firmament verglühen. Sie haben dieses Ereignis die Nacht der Wünsche getauft.
Der Sage nach handelt es sich bei diesem Sternschnuppenregen um die Tränen des Heiligen Laurentius, der einer der sieben römischen Diakone war. Weil er den Kirchenschatz unter den Armen verteilt haben soll, soll er am 10. August 258 von Kaiser Valerius auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert worden sein.
Ausflugsziele
Für die Gäste von Peschiera del Garda lohnt sich eine Fahrt ins nahe gelegene Castelnuovo del Garda. Hoch über dem Ort thront eine Burg, die im 14. Jahrhundert vom lombardischen Adelsgeschlecht der Visconti errichtet wurde. Hervorragend erhalten ist beispielsweise der Visconti-Turm als Teil der Befestigung. Nahe des Turms steht die Kirche Santa Maria, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde, aber einen 300 Jahre älteren Turm besitzt. Eine besondere Mariendarstellung befindet sich in der Kapelle Madonna degli Angeli: Das Bild aus dem 15. Jahrhundert zeigt, wie die Gottesmutter Jesus die Brust gibt.
Aktivurlaub
Der flach abfallende Kiesstrand eignet sich optimal zum Badeurlaub mit Kindern. Wassersportler haben ideale Voraussetzungen zum Segeln, Surfen und Kitesurfen. Das hügelige Hinterland bietet Radfahrern abwechslungsreiche Möglichkeiten für ausgedehnte Radtouren in die Umgebung von Peschiera del Garda.
nach obenRiva del Garda
Die lebhafte 13.000-Einwohner-Stadt Riva del Garda gilt als heimliche Hauptstadt des nördlichen Gardasees. Weil die Stadt erst 1919 zu Italien gehört und zuvor über Jahrhunderte unter österreichischem Einfluss stand, spüren die Besucher hier eine faszinierende Mischung aus tiroler Bodenständigkeit und südländischer Leichtigkeit.
Im 19. Jahrhundert haben Kurgäste Riva del Garda als attraktives Reiseziel entdeckt. Bis heute hat Riva del Garda mit seinem milden Klima und vielfältigen Möglichkeiten nichts an Attraktivität für eine breite Zielgruppe eingebüßt. Wassersportler kommen beim Baden, Segeln und Surfen auf ihre Kosten, während die nahen Berge zum Mountainbiken und Klettern einladen.
Piazza 3 Novembre
Direkt am See liegt Riva del Gardas Prachtplatz. Der Platz wird von Arkaden eingesäumt. Sein dominantes Markenzeichen ist der Turm Torre Apponale, einem Überbleibsel der mittelalterlichen Befestigungsanlagen. Der Turm wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet und diente zum Schutz des Hafens.
Rocca di Riva
Im 12. Jahrhundert wurde die Festung Rocca di Riva errichtet. Zwei Jahrhunderte später bauten die Scaliger diese Wasserburg weiter aus.
Bastione
Die Venetier errichteten im 16. Jahrhundert eine weitere Festung. Die Bastione thront 200 Meter über der Stadt im Westen der Stadt. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurden hier Waffen gelagert. Erst den Franzosen gelang es bei ihrem Einmarsch in Riva del Garda, die Festung zu zerstören. Die Ruinen sind über einen Fußweg gut zu erreichen und ist ein beliebter Aussichtspunkt.
Reptiland
Dieser Indoor-Zoo in der Nähe der Burg ist vor allem für Kids ein Besuchermagnet. Lebende Reptilien wie Kobras, Pythons und Mambas sowie verschiedene Spinnenarten können hier in Terrarien beobachtet werden.
Varone Wasserfall
Die Macht des Wassers erleben die Besucher hautnah in einer Erosionsschlucht nördlich von Riva del Garda. Ein faszinierendes Naturschauspiel bietet der 100 Meter hohe Wasserfall, der durch einen Felsspalt nach unten stürzt.
Märchenhaft
Vier Tage lang verwandelt sich Riva del Garda im August in ein wahres Märchenland. Beim Märchenfest "Notte di Fiaba" können sich die Besucher von Märchen und sagenhaften Geschichten verzaubern lassen. Neben Konzerten und Theateraufführungen gehören märchenhafte Führungen durch Riva del Garda zum Programm.
Bike Festival
Zum Mekka für Radfahrer wird Riva del Garda im Frühling. Mehr als 100 Aussteller präsentieren beim Sympatex Bike Festival die neuesten Trends rund um das Zweirad. Das Herzstück dieser Veranstaltung befindet sich am Palazzo Congressi, wo den Besuchern zahlreiche Shows, Informationen und Angebote zum Mitmachen präsentiert werden. Verschiedene Ausstellungen und Tourenangebote runden das Angebot des Bike-Festivals ab.
nach obenSalò
Die 10.000-Einwohnerstadt Salò am südwestlichen Ufer des Gardasees ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Denn die größte Stadt am Westufer ist eine beliebte Einkaufsstadt, die zahlreiche Besucher aus dem Umland anzieht.
Vergangene Macht
Eine übergeordnete Funktion besaß Salò bereits ab 1337, als hier das Verwaltungszentrum eines Zusammenschlusses von mehreren Gemeinden eingerichtet wurde. In den letzten beiden Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs war Salò die Hauptstadt der Italienischen Sozialrepublik. Mussolini nutzte die Villa Laurin als Außenministerium. Die prächtige Villa wurde 1905 im Jugendstil errichtet. Seit den 1960er Jahren beherbergt die Villa ein Romantikhotel.
Dom Santa Maria Annunziata
Dieser Sakralbau gilt als bedeutendste und größte Kirche rund um den Gardasee. Von außen wirkt der spätgotische Dom bescheiden, im Inneren ist er dafür umso imposanter. Er beherbergt verschiedene Ölgemälde, etwa Romaninos Darstellung des Heiligen Antonius von Padua. Das Glanzstück des Gotteshauses ist zweifellos der riesige, mit Stuck und Gold besetzte Altar. Eine Besonderheit weist auch das Bodenmosaik auf: Es wirkt dreidimensional auf den Betrachter.
Die Altstadt
Ein Bummel durch die schmalen Gassen führt die Besucher an historischen Gebäuden, zahlreichen Boutiquen italienischer Designer und gemütlichen Restaurants vorbei. Zu den besonderen Spezialitäten dieser Häuser gehören Fischgerichte. Zu den historischen Gebäuden gehört der Palazzo della Podestà, in dem heute das Rathaus untergebracht ist.
Direkt vor der Altstadt liegt die Uferpromenade. Von hier aus bietet sich den Besuchern ein faszinierendes Panorama auf die Stadt mit ihren Arkaden und Palästen. Der lange Kiesstrand lädt nicht nur Urlaubsgäste, sondern auch viele italienische Familien zum gemütlichen Badeurlaub ein.
Vittoriale Festival
Hochkarätigen Musikgenuss in einer ganz besonderen Atmosphäre verspricht das Vittoriale Festival seinen Besuchern im Juli und August. Namhafte italienische und internationale Musiker präsentieren sich im Amphitheater unter dem Sternenhimmel.
Ausflugsziele
Für historisch und kulturell interessierte Gäste in Salò lohnt sich ein Ausflug in die Provinzhauptstadt Brescia. Obwohl bei einem Unwetter anno 1769 große Teile der Stadt zerstört wurden, weil ein Blitz 90 Tonnen Schießpulver explodieren ließ, finden die Besucher hier Zeugen bis zurück zur Antike.
Die ursprüngliche römische Siedlung befindet sich im Osten von Brescia und wird von mittelalterlichen Wehrmauern eingefasst.
Als schönster Platz Brescias gilt die Piazza della Loggia, die von prächtigen Renaissance-Bauten eingefasst wird. Während der Herrschaft Venedigs wurde hier gegen Ende des 14. Jahrhunderts ein neues Regierungszentrum errichtet. Die astronomische Uhr, die an der Ostseite steht, wurde im 16. Jahrhundert errichtet und ist seither mit dem originalen Uhrmechanismus in Betrieb.
nach obenSirmione
Seit jeher hat Sirmione die Besucher fasziniert. Beispielsweise weilte hier der mächtige Caesar als Gast, während sich der italienische Dichter Dante Alighieri vom besonderen Ambiente Sirmiones verzaubern und inspirieren ließ. Denn die Stadt liegt auf einer Halbinsel, die sich in Dreiecksform rund einen Kilometer weit in den See erstreckt.
Dank dieser günstigen Lage - auch zwei wichtige Verkehrswege führten in der Antike entlang des südlichen Seeufers - entdeckten wohlhabende Römer Sirmione bald als Refugium für die Sommerfrische. Das hyperthermische und schwefelhaltige Wasser der Heilquelle festigte Sirmiones Ruf als Hort der Erholung. Die heilkräftige Wirkung des Wassers wurde Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. Kurgäste werden heute mit diesem Heilwasser bei Rheuma, Hautkrankheiten und Atemwegserkrankungen therapiert. Auch Schwerhörigkeit lässt sich unter Umständen lindern. Mit diesem Angebot steht das größte privat geführte Thermalzentrum Italiens in Sirmione.
Zeugen der Vergangenheit
Vor allem Sirmiones Altstadt mit ihren engen und verwinkelten Gassen ist geprägt von zahlreichen Zeugen der vergangenen Jahrhunderte.
Scaligerburg
Den Eingang zur Altstadt markiert die imposante Scaligerburg. Die Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert auf dem Fundament eines alten Römerkastells errichtet. Das architektonische Kennzeichen der Burg sind die Schwalbenschwanzzinnen, die in der Region häufig an den Mauern von Burgen zu finden sind. Errichtet wurde die Wehranlage vom Geschlecht der Scaliger, die im 13. und 14. Jahrhundert über Verona und das Umland herrschten. Die adeligen Herren wollten ihre Macht demonstrieren und zugleich den Hafen der Gardaseeflotte schützen. Das militärische Hauptgebäude der Anlage war während des Mittelalters der Mastino-Turm im Hof, in dem einst die Waffenkammer untergebracht war.
Grotten des Catullus
An einem Abhang an der Inselspitze wurde im 2. nachchristlichen Jahrhundert ein prächtiges römisches Landhaus errichtet. Erhalten blieben bis heute die Ruinen auf einer Fläche von etwa zwei Hektar. Benannt ist das Landhaus nach dem Dichter Gaius Valerius Catullus, der Sirmione mehrfach zur Erholung besuchte. Man vermutet, dass es sich um ein Sanatorium mit Thermalbad handelte, das jedoch bereits im 4. Jahrhundert eingestürzt war. Erhalten blieben die imposanten Stützmauern und einige Nebengebäude des Anwesens, das von Olivenhainen gesäumt wird.
Die Schlacht von San Martino
Alljährlich wird Sirmione zum Schauplatz eines besonderen Historienspektakels: Denn im Juni wird die Schlacht von San Martino nachgestellt. Am 24. Juni 1859 kämpfte hier eine Allianz aus französischen und sardinisch-piemontischen Truppen gegen das Österreichisch-Ungarische Kaiserreich. Die Allianz ging als Sieger aus der Schlacht hervor, womit die Einheit Italiens näher gerückt war. Hier schlug außerdem die Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Henry Dunant, ein Augenzeuge der Schlacht, war entsetzt von den Tausenden Verletzten, die nicht ausreichend versorgt werden konnten, und initiierte deshalb die Gründung des Verbandes.
nach obenTorbole-Nago
Die kleine Gemeinde Torbole-Nago liegt direkt an der Sacre, dem einzigen Zufluss in den See. Die drei Orte der Gemeinde gelten als absolutes Mekka für einen rundum gelungenen Urlaub am Gardasee. Beliebt ist dieses Revier wegen seiner konstanten Winde vor allem bei Windsurfern. Auch Einsteiger haben hier die besten Voraussetzungen für das Erlernen des Sportes. Das Umland bietet zahllose Möglichkeiten für ausgedehnte Wander- und Mountainbiketouren sowie Kletterrouten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
Sehenswürdigkeiten
Zollhäuschen
Aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Herrschaft stammt das Zollhäuschen, das auf einer Mole im Hafenbecken steht. Denn genau hier verlief die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Während des Sommers wird das Zollhäuschen teilweise als Bar genutzt.
Der Dichterfürst
Eine Gedenktafel erinnert an den Besuch Johann Wolfgang von Goethes am Gardasee. Er hatte 1786 in der Casa Alberti, einem grün getünchten Haus in der Altstadt von Torbole, übernachtet.
Castel Penede
Im Gemeindeteil Nago befindet sich die Ruine des Castells Penede. Diese Wehranlage wurde im 12. Jahrhundert errichtet und liegt heute in einem malerischen Park.
Gemälde
Die barocke Kirche Sant Andrea wurde während des 18. Jahrhunderts errichtet. In der Kirche ist ein Altargemälde des norditalienischen Malers Gianbotino Cignaroli zu sehen. Der spätbarocke Maler aus Verona wurde von den Fürstenhäusern seiner Zeit geschätzt. Er beschäftigte sich in erster Linie mit religiösen Motiven.
Eine weitere Sehenswürdigkeit bietet die Fassade der Casa Beust. Das große Wandgemälde zeigt den Heiligen Antonio, während er mit den Fischen spricht. Dieses Werk hat der deutsche Maler und Zeichner Hans Lietzmann geschaffen.
Der Naturpark
Rund um den Bergrücken des mehr als 2200 Meter hohen Monte Baldo wurde ein Naturpark eingerichtet. Weil der Berg während der Eiszeiten nicht vom Eis bedeckt war, konnten sich hier Pflanzenarten halten, die sonst nirgendwo in Europa vorkommen. Der Berg ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer, zudem gilt er als beliebter Startpunkt für Gleitschirmflieger.
Klettern
Freunde des Klettersports erleben von Ende August bis Anfang September im nahe gelegenen Arco mit dem Rock Master Festival einen hochkarätigen Kletterevent. Auf dem Programm stehen Wettkämpfe, aber auch Klettern für Kids und ein buntes Rahmenprogramm.
Eiszeit
Eine Reise in die Vergangenheit erleben die Besucher ganz in der Nähe von Torbole. Zudem bieten die Gletscherhöhlen Marmitte dei Giganti, die aus der Eiszeit stammen, einen hervorragenden Ausblick über den nördlichen Gardasee.
Sarcatal
Im Hinterland von Torbole-Nago bietet das Sacratal faszinierende Einblicke in die Natur der Region. Das Tal ist mit Rad- und Wanderwegen für die Besucher hervorragend erschlossen.
nach obenTorri del Benaco
Ruhe und Beschaulichkeit strahlt das Städtchen Torri del Benaco am östlichen Ufer des Gardasees aus. Die Besucher können hier auch während der touristischen Hochsaison den Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt oder an der Uferpromenade genießen. Während des 15. Jahrhunderts machten die Dogen von Venedig Torri del Banco zum Sitz einer eigenständigen Verwaltung für zehn Gemeinden und zum Zentrum im Kampf gegen Schmuggler.
Das Wahrzeichen: die Burg
Direkt über dem beschaulichen Hafen thront die mächtige Scaligerburg, das Wahrzeichen von Torri del Benaco. Die Wehranlage wurde anno 1383 erbaut, um den Hafen zu schützen. Die zweite Ringmauer der Burg wurde 1760 niedergerissen. Der Grund: Graf Carlo Bettoni-Cazzago wollte am Gardasee Zitronen züchten und brauchte Platz für eine sogenannte Limonaia. Darin sollten die empfindlichen Zitrusfrüchte überwintern können. In der Burg ist heute ein Heimatmuseum untergebracht. Gezeigt werden neben heimatkundlichen Exponaten auch die Geschichte der Fischerei und des Olivenanbaus in der Region.
Kirche und Berengar Turm
Das Glanzstück für die Besucher der barocken Kirche Santi Pietro e Paolo am Stadtrand ist die Orgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ein früherer Pfarrer aus Torri del Benaco wurde als bronzene Statue in der Kirche verewigt, nachdem er selig gesprochen worden war.
Direkt neben der Kirche steht mit dem Berengar Turm der letzte Überrest einer langobardischen Festung. Einst hatte diese mächtige Befestigungsanlage die ganze Stadt umschlossen.
Hotel Gardesana
Voller Stolz blickt das Hotel Gardesana auf eine 500jährige Geschichte zurück. Während der Herrschaft der Republik Venedig wurde das Gebäude für die Versammlungen des Rates mit den Kapitänen genutzt. Während des 20. Jahrhunderts liest sich die Gästeliste des Hauses wie ein Who is Who der Politik und Kultur. Zu den Gästen gehörten etwa Winston Churchill und der spanische König Juan Carlos.
In die Steinzeit
Die ältesten Zeugen der Menschheit in der Region befinden sich auf Waldlichtungen zwischen Torri del Benaco, Brancolino und Crero. Die Gravuren in den dortigen Felsplatten werden auf ein Alter von 4.000 Jahren geschätzt.
Ausflüge
Für Gäste, die das ruhige Ambiente zu schätzen wissen, lohnt sich ein Ausflug nach Albisano. Von Torri del Banco führt ein Fußweg zum etwa zwei Kilometer entfernten Ort, der wegen seiner Lage als Balkon des Gardasees bezeichnet wird.
Eine Krippe unter Wasser
Der Strand von Torri del Benaco gilt als Ausgangspunkt für ein ideales Tauchrevier. Ein Highlight sind die Steilwände vor der Uferpromenade. In einer Tiefe von 25 Metern stoßen die Taucher in einer kleinen Grotte auf eine Weihnachtskrippe, in der 30 Figuren aufgebaut sind.
nach obenValle di Ledro
Paradiesische Ruhe und ein intensives Naturerlebnis erwartet die Besucher im Ledrotal. Es handelt sich beim Ledrotal um ein Tal der Voralpen, das sich in West-Ost-Richtung erstreckt, obwohl es einen eiszeitlichen Ursprung hat. Die Gemeinde Ledro, ein Zusammenschluss von den ursprünglichen sechs Gemeinden des Tales sowie der Ledrosee befinden sich hier.
Der Ledrosee
Der See liegt zwischen dem Gardasee und dem Ledrosee auf einer Höhe von 655 Metern. Rund um den See finden die Besucher zahlreiche Badestellen, die größte davon in Pieve di Letro. Sportlich ambitionierte Gäste können auf der mehr als 2.100 Quadratkilometer großen Wasserfläche entweder Surfen oder sie finden am östlichen Ufer Verleihe für Segel- und Tretboote.
Rund um den Ledro See
Weil in dieser Höhenlage auch während der Sommermonate bekömmliche Temperaturen herrschen, bietet sich das Ufer des Sees für sportliche Aktivitäten an. Die Strecke rund um den See ist etwa zehn Kilometer lang und kann entweder zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden.
Wanderer können vom Ufer des Sees aus die Welt der Berge entdecken. Beispielsweise führt eine Route vom südlichen Ufer zunächst zur Kapelle San Martino und anschließend weiter zur Alm Giù. Eine weitere Route startet von Mezzolago aus zur 1.522 Meter hohen Malga Dromaè. Wanderer, die sich allein auf den Weg machen, sollten Kartenmaterial mit sich führen. Denn oft begegnen sie stundenlang keiner Menschenseele. Auch ein Blick auf die Markierungen lohnt sich. Wanderwege sind einheitlich in rot-weiß markiert.
Ein Blick in die Vorgeschichte
Eine archäologische Sensation offenbarte sich am Ledrosee, als er 1929 tiefergelegt wurde, weil er an das Kraftwerk in Riva del Garda angeschlossen werden sollte. Dabei entdeckte man etwa 10.000 Pfähle, die in den Grund des Sees gerammt worden waren. Diese konnten allerdings wegen der Wirren zweier Weltkriege und der dazwischen liegenden Wirtschaftskrise nicht weiter erforscht werden.
Erst 1957 wurden die Pfähle näher erforscht. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um die 3.500 Jahre alten Reste einer bronzezeitlichen Siedlung handelte. Nachdem zahlreiche Fundstücke von Schwarzgräbern geborgen und verkauft worden waren, wurden die übrigen Funde in Molina di Ledro in ein Pfahlbaumuseum überführt.
Das Museum
Die Besucher können hier in den Alltag während der Bronzezeit eintauchen. Neben einigen Pfahlbauten wurden hier auch ein Einbaum und ein Modell des Seeabschnittes, in dem die Pfähle gefunden wurden, errichtet. Im Juli und August wird das Palafittando-Programm für Kids angeboten. Die Teilnehmer melken Ziegen, weben und färben Stoffe wie in der Bronzezeit schießen mit Pfeil und Bogen und machen Ausgrabungen.
nach obenVerona
Der englische Dichterfürst William Shakespeare hat Verona mit seiner tragischen Romanze um Romeo und Julia unsterblich gemacht. Die Geschichte der Stadt reicht bis zur Mitte des 6. vorchristlichen Jahrhunderts zurück. Da zahlreiche Bauten aus fast allen Epochen der Stadtgeschichte erhalten sind, genießt Veronas Altstadt seit 2000 den Status eines Weltkulturerbes.
Amphitheater
Etwa zeitgleich mit dem Kolosseum in Rom wurde das Amphitheater in Verona um 50 nach Christus unter Kaiser Augustus gebaut. Mit einer Länge von 138 Metern und einer Breite von 110 Metern ist es hinter dem Kolosseum das zweitgrößte Amphitheater. Veronas Stadtväter haben die Arena nicht nur architektonisch in das Stadtbild integriert. Beispielsweise ist sie Schauplatz der Opernfestspiele im Sommer.
Arco dei Gavi
Der römische Triumphbogen aus dem 1. nachchristlichen Jahrhundert steht vom Ponte Scaligeri stadteinwärts. Die Franzosen hatten das römische Bauwerk bei ihrem Einmarsch 1801 abgerissen. Erst 1932 hatte man die Trümmer wieder entdeckt und den Triumphbogen wiederaufgebaut.
Castelveccio
Die Scaliger ließen das Castelvecchio in den 50er Jahren des 14. Jahrhunderts errichten. Nachdem es von den wechselnden Besatzungsmächten mehrfach umgestaltet wurde, ist seit 1923 ein Museum im Castelvecchio untergebracht.
Ponte Scaligero
Zeitgleich mit dem Castelvecchio wurde die Ponte Scaligero über die Etsch errichtet. Sie sollte die Flucht des Herrschergeschlechts sichern, falls die Bevölkerung rebellierte. Die stabile Brücke überdauerte fünf Jahrhunderte, bis sie erstmals in den Kriegswirren des 19. Jahrhunderts beschädigt wurde. Nachdem sie in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde, nahm man den originalgetreuen Wiederaufbau 1949 in Angriff.
Piazza delle Erbe
Dieser Platz diente während der Städterepublik im Mittelalter als Versammlungsort und Marktplatz. Rund um die Piazza delle Erbe stehen historische Gebäude aus den verschiedenen Jahrhunderten. Die Madonna Verona bildet das Zentrum des Platzes. Sie steht über einem Brunnenbecken aus der Antike.
Nur ein Gerücht?
Ganz in der Nähe der Piazza delle Erbe soll angeblich das Elternhaus von Shakespeares Julia stehen. Aus dem Namen der ursprünglichen Besitzer, Dal Capello, leitete man im 18. Jahrhundert Julias Nachnamen Capuleti ab. Der Balkon der Julia wurde allerdings erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts angebaut.
Die Särge der Scalier
Der Friedhof der Scaliger liegt direkt bei der Kirche Sant Maria Antica. Die Adeligen hatten sich in Sarkophagen und steinernen Särgen bestatten lassen, die von einem Gitter geschützt werden.
Giardino Giusti
Architektur und Natur vereint der Garten von Gusti zu einer harmonischen Einheit. Der Garten wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts gestaltet und gilt als einer der schönsten Renaissance-Gärten überhaupt.
nach obenStrada de Vini
Facettenreich wie kaum eine andere Region präsentiert sich der Teil des Gardasees, welcher der italienischen Provinz Brescia angehört. Hohe Berge wechseln sich mit sanften Hügeln und malerischen Stränden ab. Diese Region, die sich etwa zwischen den Orten Sirmione und Limone erstreckt, bietet den Besuchern außerdem zahlreiche Sehenswürdigkeiten und kulinarische Genüsse.
Zu den typischen Erzeugnissen aus der Region gehören neben Wein und Olivenöl auch Käse, Trüffel und Fisch sowie hochwertige Fleisch- und Wurstwaren. Um dieses kulinarische Angebot mit den Sehenswürdigkeiten und dem kulturellen Angebot der Region zu bündeln, haben sich etwa 70 Weingüter, Hotels, Restaurants, Kultureinrichtungen und Ölmühlen zur Vereinigung "Strada dei Vini e dei Sapori del Garda" zusammengeschlossen. Die Mitgliedsbetriebe haben sich zu einem hohen Qualitätsstandard verpflichtet und verschiedene Touren für die Gäste der Region ausgearbeitet. Neben fünf Touren für Autofahrer gehören dazu auch sechs Touren für Radfahrer. Zum Service der Vereinigung gehört außerdem ein Verzeichnis aller Weingüter und Restaurants, die der Strada de Vini angehören. Die Urlaubsgäste können ihre Ausflüge und Touren im Vorfeld also gründlich planen.
Eine Genusstour für Radfahrer.
Eine Tour für die ganze Familie ist die 21 Kilometer lange Tour von Desenzano zum Torre San Martino und zurück. Die Radler unterqueren zunächst die Bahnlinie und erreichen nach etwa 900 Metern die Rote Route, die sie entgegen des Uhrzeigersinnes fahren. Nach 2,1 Kilometern biegen sie an der Straße links ab. Nach weiteren 300 Metern erreichen sie einen Radweg, auf dem sie die Autobahn überqueren, bevor der Weg zu einem Feldweg wird. Nach 4,6 Kilometern biegen sie nach links auf die Rote Route ab. Sie erreichen schließlich San Pietro an Giornale di Brescia, halten sich hier links, fahren kurz bergauf und dann weiter auf dem Radweg. Sie folgen anschließend der Montonale in Richtung Rivolella, dann weiter in Richtung San Marino. Ein letztes Mal biegen sie nach elf Kilometern links ab und haben den Turm bereits in Sichtweite. Zurück fahren sie auf der Roten Route über Armea Agriturismo und Venga zum Cascona Candelina Radweg. Schließlich erreichen sie wieder den Ausgangspunkt der Tour. Diese Tour legen die Radfahrer zum größten Teil auf Straßen und Radwegen zurück, weshalb auch ungeübte Radfahrer und Kinder leicht mithalten können. Eine Möglichkeit für eine ausgedehnte Pause bietet die große Rasenfläche am Turm von San Marino. Hier gibt es Trinkwasser und zahlreiche Sitzgelegenheiten mit Schatten. Gegenüber des Parks, in dem der Turm steht, befindet sich außerdem eine Osteria mit Freiplätzen und einem Picknickplatz.
nach obenFreizeitparks am Gardasee
Langeweile hat beim Urlaub am Gardasee definitiv keine Chance. Schließlich laden in der Region jede Menge Freizeitparks zum abenteuerlichen Ausflug mit der ganzen Familie ein.
Gardaland
Mit fast drei Millionen Besuchern pro Jahr ist das Gardaland in Castelnuovo bei Peschiera dela Garda Italiens größter Freizeitpark. Seine Pforten öffnete das Gardaland 1975, die Besucher erwarten auf einer Fläche von etwa 33 Hektar mehr als 30 Fahrgeschäfte und ebenso viele Shows. Zu den Hauptattraktionen gehören die Achterbahnen, verschiedene Themenfahrten und das größte Delfinarium Italiens. Erweitert wurde das Gardaland erst 2006 um das Gardaland Theater, in dem bis zu 2.500 Besucher Highlights aus den bekanntesten amerikanischen Musicals zu sehen bekommen.
Canevaworld
Der Freizeitpark liegt zwischen Lazise und Peschiera del Garda im Südosten des Gardasees. Canevaworld teilt sich in verschiedene Themenbereiche auf.
Der Aqua Paradise Park ist der größte Wasserpark am Gardasee. Von der Atmosphäre her erinnert dieser Bereich an eine tropische Insel. Zu den Attraktionen gehören verschiedene Rutschen mit Wasserbecken, Massage-Becken und Relax-Zonen.
Hinter die Kulissen der großen Hollywoodproduktionen können die Besucher in den Movieland-Studios schauen. Stuntshows und Spezialeffekte sind die Hauptattraktionen.
Ins Mittelalter entführt der Bereich Medieval Times seine Besucher. Während die Gäste in mittelalterlicher Manier speisen, können sie Ritterspiele beobachten.
Die Gastronomie für die Themenbereiche übernimmt das Rock Star Cafè. Sowohl das kulinarische Angebot als auch das Ambiente ist US-amerikanischen Lokalen nachempfunden.
South Garda Karting
Einen Kilometer lang ist die Kart-Rennstrecke bei Desenzano, die einen festen Platz im offiziellen Rennbetrieb hat. Außerhalb des offiziellen Betriebs können die Besucher hier ihren Idolen aus der Formel 1 nacheifern.
Jungle Adventure
Einen puren Adrenalinkick verspricht der Kletterpark Monte Baldo Süd seinen Besuchern. Sie erwarten Fischernetze, Hängebrücken, Kletternetze, Seile und Kletterbrücken in den verschiedensten Schwierigkeitsstufen.
Parco Acquatico Cavour
Wenige Kilometer südlich von Peschiera erwartet ein großzügiger Wasserpark die Besucher mit verschiedenen Attraktionen. Dazu gehören neben verschiedenen Rutschen auch eine Felseninsel und ein Wasserschloss für die kleinen Besucher.
Parco Natura Viva
Dieser Park ist sehr viel mehr als ein klassischer Zoo, der einen Teil des Geländes umfasst. Hier erleben die Besucher zahlreiche geschützte Arten wie Leoparden, aber auch Wisente und Wölfe. Im Tropenhaus tauchen die Besucher in die Welt unter Wasser ein, während das Vivarium das Revier von Kaimanen und Würgeschlangen ist.
Auf einem Spazierweg können die Gäste selbst auf Safari gehen. Sie kommen den tierischen Bewohnern so nahe wie nur möglich.
In die graue Urzeit der Erde entführt der Dinosaurierpark die Gäste. Hier sehen sie lebensgroße Nachbildungen der einstigen Herrscher der Erde.
nach obenMuseen rund um den Gardasee
So vielfältig wie die Region präsentieren sich die Museen in den Regionen am Gardasee. Ein klarer Schwerpunkt der Häuser liegt zwar bei den Themen Archäologie, Geschichte und Religion, aber auch die Heimatkunde kommt nicht zu kurz.
Rocca di Riva
Zur Sammlung des Stadtmuseums in Riva del Garda gehört neben einer Pinakothek und verschiedenen Kunstausstellungen auch eine archäologische Sammlung. Die Gemälde reichen zurück bis ins 14. Jahrhundert, während in der archäologischen Abteilung auch Fundstücke aus der Bronzezeit gezeigt werden.
Museo Lapidario Maffeiano
Verona beherbergt mit dem Museo Lapidario Maffeiano eines der ältesten archäologischen Museen in ganz Europa und wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Die Sammlung zeigt Fundstücke aus der Ära der Etrusker, Griechen und Römer.
Kunst in Verona
Eines der wichtigsten Kunstmuseen in der Region hat seinen Sitze im Castelvecchio in Verona. Hier werden vor allem Skulpturen und Bilder aus dem Mittelalter präsentiert. Das wohl berühmteste Exponat ist der "Lächelnde Reiter zu Pferde", der Mitte des 14. Jahrhunderts entstand.
Museo Africano
Eine Reise in den Schwarzen Kontinent unternehmen die Besucher des Museo Africano in Verona. Das Haus hat sich den Kulturen Afrikas verschrieben und zeigt neben besonderen Schmuckstücken auch alltägliche Gegenstände.
Il Vittoriale degli Italiani
Eher kurios ist die Sammlung, die der Dichter D´Annunzio Italien vermacht hat. Zur Sammlung dieses Hauses in Gardone Riviera gehören neben einem Schlachtschiff auch ein Theater und eine Bibliothek.
Il Divino Infante Museo
Einzig und allein auf das göttliche Kind konzentriert sich dieses Museum in Gardone Riviera. Mehr als 250 Darstellungen von Jesus aus vier Jahrhunderten gehören zum Fundus des Museums. Ein besonderes Glanzstück ist eine neapolitanische Krippe mit mehr als 130 menschlichen und tierischen Figuren.
Museo del Parco Alto Garda
Das Park-Museum versteht sich als Zentrum für Informationen und Umweltschutz zum Hinterland des Gardasees. Zu den Sammlungen gehören Fossilien und Mineralien, aber auch historische Werkzeuge des Menschen in der Region. Informationen zur Entwicklung der Region runden das Angebot ab.
Museo del Vino
Die Kunst der Weinherstellung ist das Thema des Weinmuseums in Bardolino. Gezeigt werden unter anderem antike Gerätschaften. Neben dem Museum befindet sich eine Vinoteca, in der die Besucher verschiedene Weine aus der Region verkosten können.
Museum moderner und zeitgenössischer Kunst
Erst seit Kurzem besteht das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Roverto. Die Ausstellung dieses Hauses gliedert sich in zwei Teile. Einer davon ist für eine Dauerausstellung reserviert. Zudem können sich zeitgenössische Künstler im Rahmen von Wechselausstellungen präsentieren.
nach obenSehenswerte Kirchen rund um den Gardasee
Von der Ewigen Stadt Rom aus wuchs das Christentum zur Weltreligion heran. Die ältesten Sakralbauten der Christenheit stehen deshalb auf italienischem Boden. Auch rund um den Gardasee finden die Besucher Kirchen und Gotteshäuser aus allen Epochen der vergangenen 2.000 Jahre.

Abendstimmung am Gardasee
Quelle: Mathias Klingner / pixelio.de
Collegiata Kirche
Der imposante Bau der Collegiata Kirche beherrscht das Bild der Altstadt von Arco. Errichtet wurde das Gotteshaus zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Im Inneren sehen die Besucher zahlreiche sakrale Kunstwerke wie Ornamente und Altarbilder.
Santa Maria Maggiore
Diese Kirche aus dem 15. Jahrhundert steht auf einem kleinen Hügel im Osten von Sirmione. Der Innenraum ist mit Fresken geschmückt und beherbergt einen eindrucksvollen Altar aus Marmor.
San Pietro in Mavino
Die Fresken dieser kleinen romanischen Kirche stammen aus dem 14. und 16. Jahrhundert. Die Kirche steht im Norden der Halbinsel.
Wallfahrtskirche Madonna del Soccorso
Diese Wallfahrtskirche wurde in Marciaga bei Garda im 16. Jahrhundert errichtet. Der Anlass war eine Marienerscheinung, die ein Hirtenjunge an dieser Stelle erlebt hatte.
Inviolata
Die Kirche Inviolata gilt als größter Kunstschatz in Riva del Garda. Sie wurde im 17. Jahrhundert von einem portugiesischen Architekten, dessen Identität unbekannt ist, errichtet.
San Zeno Maggiore
Diese Kirche, die im 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurde, gilt als einer der wichtigsten Sakralbauten in Verona. Größtenteils ist der Bau im Stil der Romantik gehalten, während einzelne Elemente an der Decke und am Glockenturm bereits gotische Stilmerkmale aufweisen. 1973 wurde diese Kirche zur Basilica minor.
San Lorenzo
Ebenfalls aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammt die Kirche San Lorenzo in Verona. Es handelt sich um eine romanische Emporenbasilika. Weil die Kirche während des Zweiten Weltkrieges weitgehend zerstört wurde, ist die ursprüngliche Innenausstattung nicht erhalten.
Dom Santa Maria Matricolare
Elemente aus Romantik und Gotik vereint der Dom Santa Matricolare in Verona in sich. Zu den bekanntesten Elementen der 1187 geweihten Kirche gehört das Portal mit den romanischen Steinmetzarbeiten. Die romanische Taufkapelle des Doms wurde im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts errichtet. Sehenswert sind außerdem das von Tizian gefertigte Altargemälde und die Fresken, die um 1500 entstanden.
Madonna delle Grazie
Anno 1478 wurde die Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie zwischen Arco und Riva del Garda errichtet. Zu den Sehenswürdigkeiten der Kirche gehören das bronzene Kirchenportal und die Kassettenfassade, die Frater Silvio Bottes geschaffen hat. Von ihm stammt auch die Statue des Heiligen Franziskus auf dem Platz neben der Kirche. Im Refektorium des angeschlossenen Franziskanerklosters finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.
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