Die Fränkische Schweiz

Die Fränkische Schweiz

Fränkische Schweiz
Fränkische Schweiz     Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Fränkische Schweiz ist bekannt für ihre hügelige und bergige Landschaft. Sie erstreckt sich von der Pegntiz im Osten über Gräfenberg im Süden zur Regnitz im Westen. Im Norden wird die Fränkische Schweiz durch den staatlich anerkannten Erholungsort Hollfeld eingegrenzt. Sie liegt somit im Norden Bayerns im Regierungsbezirk Oberfranken. Unzählige Kletterfelsen, mehr als 1000 Höhlen, über 70 Burgen und Wehranlagen sowie 35 Museen charakterisieren diesen Landstrich. Nicht nur deshalb ist die Fränkische Schweiz eines der ältesten touristischen Zentren Deutschlands.

Bereits im Jahr 1793 verfassten die beiden Berliner Studenten Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder, welche ihre Studienzeit im nahegelegenen Erlangen verbrachten, einen Reisebericht über die Gegend um das „Muggendorfer Gebürg,“ wie die Fränkische Schweiz vormals genannt wurde. Schon bald besuchten prominente Gäste wie zum Beispiel der Dichter Joseph Victor von Scheffel oder der Komponist und Dirigent Richard Wagner die Gegend, um sich zu erholen und die grandiose Landschaft zu genießen. Heute zählt die Fränkische Schweiz zu den am häufigsten besuchten Gegenden Bayerns und ist ein Anziehungsmagnet für Wanderer, Hobbypaläontologen sowie Höhlenforscher. Durch die weit über 5000 Kletterrouten zählt die Fränkische Schweiz neben den Alpen zu den am besten erschlossensten Klettergebieten der Welt und bietet sowohl dem fortgeschrittenen Kletterer, als auch dem „Einsteiger“ alle Möglichkeiten zur Ausübung seines Freizeitvergnügens.

Doch auch dem geschichtsinteressierten Urlauber wird in der Fränkischen Schweiz einiges geboten. 17 Burgen und Schlösser sind für die Öffentlichkeit zugänglich und können besichtigt werden. Erwähnenswert ist das Schloss Greifenstein mit seiner imposanten Jagdwaffen- und Trophäenausstellung die für den Besucher zugänglich ist. Der derzeitige Eigentümer des Schlosses, Otto Phillip von Stauffenberg, ist der Neffe des bekannten Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Der ambitionierten Fossiliensammler wird ebenfalls in der Fränkischen Schweiz fündig. In der ausgedehnten Karstlandschaft werden immer wieder interessante Versteinerungen entdeckt, die so manche Sammlung erweitern. Dem Hobbyhöhlenforscher bieten die zahlreichen Höhlen, von denen die Teufelshöhle bei Pottenstein, mit einer Gesamtlänge von 3000 Metern, die größte ist, ein unvergessliches Erlebnis.

Mit einem Schauhöhlenanteil von 1700 Metern, wovon 800 Meter begehbar sind, zieht sie jährlich bis zu 150.000 Besucher in ihren Bann. Mit ca. 70 Brauereien, zu denen auch kleine Privatbrauereien zählen, die in kleinen Gaststätten ihr Bier ausschenken, ist die Fränkische Schweiz die Region mit den meisten Brauereien auf der Welt. Das dunkel gebraute Bier ist eine Spezialität und eine Gaumenfreude für jeden Bierkenner. Egal ob man in der Fränkischen Schweiz einen erholsamen Urlaub oder seine Freizeit mit den verschiedensten Aktivitäten verbringen möchte, dem Gast stehen vom Hotel über die Pension oder einer Ferienwohnung alle Unterkunftsmöglichkeiten offen. Die weit über ihre Grenzen hinaus bekannte oberfränkische Küche, trägt dazu bei, dass der Aufenthalt nicht nur der schönen Landschaft und der verschiedenen Sehenswürdigkeiten wegen, sondern auch wegen der kulinarischen Köstlichkeiten unvergessen bleibt.

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Hollfeld

Wer die Fränkische Schweiz besucht, sollte auf jeden Fall nicht vergessen, das Städtchen Hollfeld zu besuchen. Die im Norden der Fränkischen Schweiz gelegene, 5600 Einwohner zählende, Ortschaft, ist immer einen Aufenthalt wert. Bekannt ist Hollfeld durch sein Wahrzeichen, die St. Gangolf Kirche, die um das Jahr 1803 sogar als Heumagazin diente.

Die über 900 Jahre alte Kirche, zeichnet sich besonders durch ihr Erscheinungsbild aus. Sie zählt zu einer der wenigen Kirchen, deren Kirchenschiff zu einem Wehrturm ausgebaut wurde. Ein weiteres Highlight sind die, um die Stadtmauer angelegten, Terrassengärten, wo der Pflanzenliebhaber einheimische Pflanzen bewundern und sich an den verschiedenen duftenden Blüten wie Orchideen und Safrankrokus , welche zahlreiche Insekten und Schmetterlingen anziehen, erfreuen kann. Ein Besuch dieses Kleinods lohnt sich vom Frühjahr bis zum Herbst. Der historische Marienplatz diente in den vergangenen Jahrhunderten als Vieh- und Jahrmarkt. Noch heute werden hier die verschiedensten Märkte abgehalten.

Der Platz ist umsäumt von Kastanien, die das altertümliche Erscheinungsbild mit den alten Fachwerkhäusern und der Gangolfkirche vervollständigen. Das obere Tor, das heute als Treffpunkt und Probeort der Jugendblaskapelle und des Spielmannzuges dient, komplettiert das mittelalterliche Flair der Altstadt. Eine Zeitreise in die Vergangenheit machen auch Besucher der Museumsscheune. Die alte Bauernscheune wurde im letzten Jahrhundert zum Museum umgebaut und zeigt alte Handwerkskunst und Werkzeuge der alten Zünfte, wie Sattler, Nagelschmied, Büttner und Schuhmacher.

Im Ortsteil Wiesentfelt, steht das ab dem Jahr 1476 erbaute Schloss Wiesentfelt. Durch seine ins Tal der Wiesent eingebettete Lage und die es umgebenden Bauernhöfe und Häuser, scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Das Schloss, welches in den Jahren 1946 – 1956 als Flüchtlingslager für Heimatvertriebene aus dem Altvatergebirge / Sudetenland diente, kann jeden Sonntag bis Ende September von 14.00 Uhr – 15.00 Uhr besichtigt werden. Hollfeld ist weiterhin eine Station des „Fränkischen Theatersommers der Landesbühne Oberfranken“, wo Komödien, Musicals, Kammerspiele sowie Kabaretts aufgeführt werden.

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Forchheim

Die Stadt Forchheim wird auch als „Südliches Eingangstor“ zur Fränkischen Schweiz bezeichnet. Mit seinen ca. 30.000 Einwohnern ist es eine der größeren Städte der Fränkischen Schweiz. Forchheim kann auf eine über 1250 Jahre lange Geschichte zurückblicken, wovon die historische Innenstadt Forchheims mit ihren zahlreichen Barock- und Fachwerkbauwerken zeugt. Die „Kaiserpfalz“ ist das Wahrzeichen der Stadt Forchheim. Die vom Bamberger Bischof Lambert von Brunn erbaute fürstbischöfliche Residenz vereint heute als „Pfalzmuseum“ drei Museen unter ihrem Dach, das Archäologiemuseum Oberfranken, das Stadtmuseum und das Trachtenmuseum.

Das aus dem späten Mittelalter stammende Rathaus der Stadt ist ein wahres Kleinod. Der mit seinem Fachwerk beeindruckende Hauptbau des Rathauses stammt aus dem Jahr 1402. Der Magistratsbau mit seinen von Hans Ruhalm geschnitzten Figuren und Szenen wurde erst später erbaut. Auch der Innenraum des Rathauses verdient die Aufmerksamkeit des Betrachters. Dort lassen sich sowohl der kleine und der große Rathaussaal, als auch eine hölzerne Wendeltreppe, deren Spindel aus einem einzigen Eichenstamm gefertigt ist, bestaunen. In der Vorweihnachtszeit verwandelt sich das Forchheimer Rathaus in den „Schönsten Adventskalender der Welt“.

Das Nachbarhaus des Rathauses ist das sog. “Frechshaus”. Die ältesten Teile des Bauwerkes stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstand die Alte Wache, die die polizeiliche Wachmannschaft beheimatete. Heute ist das Gebäude ein entzückendes Café, in dem sich Einheimische und Besucher der Stadt gerne zu Kaffee und Kuchen einfinden. Von hier genießt man einen guten Blick über den Paradeplatz, der früher komplett von Bäumen umgeben war. Im auf dem ehemaligen Wassergraben der Festung angelegten Stadtpark mit seinen beachtlichen Resten der Festungsmauer, hat der Gast die Möglichkeit sich in der Natur zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen.

Forchheim ist eine Stadt mit einem besonderen Flair, deren Besuch bei keiner Reise in die Fränkische Schweiz fehlen darf. Kommen, sehen, staunen und genießen.

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Gößweinstein

König Ludwig I., Prinzregent Luitpold, Richard Wagner, das sind nur einige Persönlichkeiten, die in Gößweinstein ihren Urlaub verbrachten und sich erholen wollten. Der mitten im Herzen der wildromantischen Fränkischen Schweiz gelegene Wallfahrtsort bietet dem Besucher Ruhe und Erholung pur.

Das Wahrzeichen Gößweinsteins ist die Pfarr- und Wallfahrtskirche zur „Heiligsten Dreifaltigkeit“. Dieses prächtige Gotteshaus bildet zusammen mit seiner Wallfahrt das religiöse Zentrum der Fränkischen Schweiz. Tausende von Wallfahrern kommen alljährlich zu dieser religiösen Stätte. Darüber hinaus ist die Basilika das Ziel vieler Kunstfreunde und Touristen. Die von 1730 – 1739 errichtete Kirche gilt als sakrales Meisterwerk des großen Architekten Balthasar Neumanns. Das Mesnerhaus neben der Wallfahrtskirche wurde zum Museum umfunktioniert. In der auf zwei Etagen präsentierten Dauerausstellung wird eine Verbindung vom Wallfahren und Pilgern.

in den großen Weltreligionen allgemein zur Gnadenbildwallfahrt nach Gößweinstein im Speziellen aufgebaut, sowie die Basilika und ihre Geschichte beschrieben. Auch Fernpilgerziele wie Rom, Santiago und Jerusalem sowie die oberfränkischen Regionalwallfahrten werden thematisiert. Der größte Wallfahrtsschatz in Gößweinstein sind die „Wachsmenschen“, 110 lebensgroße, bekleidete menschliche Wachsfiguren. 1990 wurde in Gößweinstein ein alter Brauch wiederbelebt. Manfred Heckel, ein engagierter Bürger der Gemeinde, zieht sich sein Nachtwächterkostüm über, Laterne, Hellebarde und Horn komplettieren seine Erscheinung, und führt die Besucher durch die Straßen des Ortes zurück in die Vergangenheit. Dabei erzählt er in fränkischer Mundart spannende und heitere Geschichten und singt alte Nachtwächterlieder.

Die um das Jahr 1000 erbaute Burg Gößweinstein thront majestätisch über dem gleichnamigen Ort. Seit dem Jahr 1890 befindet sich die Burg in Privatbesitz. Edgar Freiherr von Sohlern kaufte damals die Burg und baute sie im neugotischen Stil um. Die Burg kann teilweise besichtigt werden. Hierbei kann sich der Besucher einen Eindruck von der kargen Lebensweise des damaligen Landadels machen. Außerdem wird der Rittersaal gerne für Trauungen genutzt. Die reizvolle Umgebung, in die Gößweinstein eingebettet ist, macht den Ort zu einer der Perlen der Fränkischen Schweiz.

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Ebermannstadt

Die „heimliche Hauptstadt der Fränkischen Schweiz“, wie die Einwohner ihre Stadt liebevoll nennen, ist Ebermannstadt. Das 6.500 Einwohner zählende Städtchen bildet das westliche Eingangstor zur Fränkischen Schweiz. Hier findet man unter anderem eine weit über die Gegend hinaus bekannte bodenständige gute fränkische Gastronomie, in der das Preis-Leistungs-Verhältnis noch stimmt.

Die etwa im 13. Jahrhundert errichtete Marienkapelle ist das älteste Gebäude der Stadt. Sie hat einen gotischen Grundbau und eine spätbarocke Innenausstattung, sowie einen Wehrturm. Die Bemalung der Empore und Decke sind aus den Jahren 1687/88. Im Jahr 1796 wurde der Innenraum beim Durchzug der napoleonischen Truppen teilweise zerstört. Der Ebermannstäder Bildschnitzer Friedrich Theiler erneuerte an der Innenausstattung den Kanzelschmuck und fertigte mehrere Figuren u.a. die "Strahlenmadonna". Der ganze Charme des Ortes entfaltet sich bei einem Spaziergang durch die historische Altstadt. Dort bildet der Marktplatz den Mittelpunkt der Altstadt. Hier wurden früher u.a. Vieh-, Pferde- und Schweinemärkte abgehalten. Der Verlauf der Straßen und Plätze ist seit dem Mittelalter unverändert. Im 30-jährigen Krieg wurde die Stadt Opfer der Flammen. Dabei wurde auch das Rathaus, und somit auch das Archiv der Stadt zerstört. Die ältesten Fachwerkhäuser datieren aus der Zeit nach 1670.

Das Heimatmuseum Ebermannstadt befindet sich im 1. Stock des Bürgerhauses. Es entstand 1923. Das 145 Millionen Jahre alte Skelett des 1999 in einem örtlichen Steinbruch gefundenen Fischsauriers ist das Herzstück des Museums. Aber auch Exponate zur Erdgeschichte mit für die Region typischen Fossilien und Handwerksgeräte der Region können bewundert werden. Das Wasserschöpfrad an der Wiesent ist das Wahrzeichen der Stadt.

Wer pure Nostalgie und historische Züge liebt, sollte eine Fahrt mit der Museumsbahn Ebermannstadt - Behringersmühle unternehmen. Die historischen Dampf- oder Dieselzüge fahren von Mai bis Ende Oktober an Sonntagen ab dem Bahnhof Ebermannstadt geruhsam durch das Wiesenttal. Ebermannstadt ist immer einen Besuch wert.

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Pottenstein

Der staatlich anerkannte Luftkurort Pottenstein im Naturpark Fränkische Schweiz ist eine der wichtigsten und größten Fremdenverkehrsgemeinden der Region. Die weltbekannte Teufelshöhle, die Burg Pottenstein und die historische Altstadt machten das romantische Felsenstädtchen weit über die Grenzen der Fränkischen Schweiz hinaus bekannt. Die Burg Pottenstein ist die älteste Burg in der Fränkischen Schweiz. Sie ist heute ein von privater Hand geführtes und bewohntes Museum, das vor- und frühgeschichtliche Objekte, eine Waffensammlung, Bücher und Briefe, und drei eingerichtete Schauräume präsentiert. Graf Botho von Kärnten nutzte die Burg nach seiner Vermählung mit der Markgrafentochter Judith als Wohnsitz. Seit 1918 befindet sich die Burg im Besitz der Familie Freiherr und Freifrau von Wintzingerode. Zugänglich sind neben dem Unterburg-Burghof in der Oberburg das obere Hauptgebäude, das Brunnenhaus und die Zehntscheune mit Ausstellungen zum Zehntwesen von 1500 bis 1900 im Hochstift Bamberg, zur Besitzergeschichte der Burg und Wechselausstellungen.

Dem Besucher bieten sich im Burggarten herrliche Ausblicke über die Stadt und die traumhafte Landschaft. Im sogenannten Judenhof in Tüchersfeld befindet sich das „Fränkische Schweiz Museum“. Mit seinen umfangreichen regionalen Sammlungen gehört es zu den sehenswertesten Museen Frankens. In 43 Räumen werden dem Besucher geologische Eigentümlichkeiten der Region und archäologische Funde näher gebracht. Die historische Ausstellung beschreibt die Hussitenkriege. Die liebevoll eingerichteten Wohnräume und Werkstätten zeigen die Lebensverhältnisse früherer Tage. Im Bereich Kunst sind bedeutende Werke regionaler Künstler der letzten 200 Jahre ausgestellt. Im Museum finden auch zahlreiche Sonderausstellungen und Vortragsreihen statt.

In den Sommermonaten wird der Museumshof für Theatervorstellungen und Konzerte genutzt. Das in den zwanziger Jahren erbaute Felsenbad Pottenstein ist das erste Naturschwimmbad mit Bühne, Biergarten und Café-Terrasse. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die berühmte Teufelshöhle, eine Sommerrodelbahn und der Schöngrundsee. Pottenstein ist seit jeher ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel, das mit seinem Charme und besonderen Flair jeden in seinen Bann zieht und verzaubert.

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Teufelshöhle

Die aus mehreren großen Hallen bestehende Teufelshöhle bei Pottenstein ist eine der schönsten und größten Schauhöhlen Nordbayerns. Sie liegt ca. 2 Kilometer von dem bekannten, staatlich anerkannten Luftkurort Pottenstein entfernt. Von dort kann man sie entweder zu Fuß über einen schönen Wanderweg oder auf dem ausgebauten Fahrradweg entlang des Schöngrundsees erreichen. Für PKW und Busse steht ein großer Parkplatz zur Verfügung. Während der Sommermonate wird der Höhlenvorraum, der das Verbindungsglied zwischen Ober- und Unterwelt darstellt, wegen seiner außergewöhnlichen Akustik für Konzerte und Theatervorstellungen genutzt. Hier bekommt der Besucher einen ersten Eindruck von der Gewaltigkeit der größten Tropfsteinhöhle Deutschlands.

Die Höhle wurde 1922 von dem Geologen Prof. Dr. Hans Brand erschlossen und ist seit 1931 für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Verlauf der gesamten Höhlenerschließung und des Ausbaus wurden zahlreiche Knochen des Höhlenbären in den Sedimenten und Nischen der Höhle gefunden. Die Gesamtlänge der Teufelshöhle beträgt ca. 3.000 Meter.

Der Besichtigungsweg, der aus ca. 400 Treppen und einem leicht begehbaren Pfad besteht ist 1,5 Kilometer lang. Während der ca. 45 minütigen Führung, kann man das ca. 30.000 Jahre alte, vollständige Skelett eines Höhlenbären und faszinierende Tropfsteingebilde bestaunen. Die schönsten und beeindruckensten Räume der Höhle sind der Riesensaal und der Barbarossadom mit Sinterfahnen, wie dem gewaltigen Barbarossabart. Aufgrund der besonderen klimatischen Verhältnisse in der Teufelshöhle werden in ihr in mehreren Therapiestationen sogenannte Höhlenkuren und eine alternative Untertage-Klimatherapie angeboten, um Atemwegserkrankungen oder allergisch bedingten Krankheiten entgegenzuwirken.

Eine das ganze Jahr über konstante Temperatur von 9 Grad, eine konstante Luftfeuchtigkeit von 98 Prozent und die absolut staub- und keimfreie Luft sind die idealen Voraussetzungen dafür. Einer der Therapieräume ist speziell Kindern mit ihrer Betreuungsperson vorbehalten. Die Teufelshöhle ist ein ideales Ausflugsziel für Groß und Klein. Die wildromantische Natur um die Höhle und die riesigen Dimensionen der Höhle selbst machen den Besuch zu einem einmaligen Erlebnis. Die Teufelshöhle ist das ganze Jahr über geöffnet.

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Schloss Greifenstein

Eine Perle deutscher Burgen und Schlösser ist das Schloss Greifenstein. Hoch oben auf einem Felsen über dem Markt Heiligenstadt in der Fränkischen Schweiz thront das imposante Bauwerk. Zur Zeit der Romantik wurde das Schloss auch „Klein Neuschwanstein“ genannt.

Das Schloss befindet sich seit dem Jahr 1691 im Eigentum der Grafen von Stauffenberg. Die Schenk von Stauffenberg sind ein altes schwäbisches Geschlecht, dessen 1. Beurkundung aus dem Jahre 1262 vorliegt. Aus diesem Geschlecht sind große Männer in die Geschichte eingegangen, zuletzt der Hitlerattentäter des 20. Juli 1944 Oberst Claus Graf von Stauffenberg, ein Onkel des jetzigen Besitzers. Im Bauernkrieg zu Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Burg zerstört und danach wieder aufgebaut. Nachdem die Burg in trostlosem, baufälligem Zustand war, ließ sie Fürstbischof Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg in den Jahren 1691-93 restaurieren und unter der Leitung von Leonhard Dientzenhofer in ein Barockschloss umbauen.

Durch seine majestätische weiße Erscheinung ist das Schloss von den meisten, hoch gelegene Aussichtspunkte der Region gut zu sehen. Erreichbar ist Schloss Greifenstein über eine mehr als 300 Jahre alte Lindenallee. Im Erdgeschoss kann der Besucher die weltberühmte Waffensammlung und die Schlosskapelle besichtigen. Im oberen Stockwerk kann man antike Schränke und Truhen, reiche Schnitzereien und Kunstgegenstände aus alten Tagen bewundern. Auch der Ahnensaal, in dessen Fußboden in kunstvoller Intarsienarbeit das vierteilige Wappen des Hochstifts Bamberg und der Schenken von Stauffenberg eingelegt ist, ist hier zu finden.

Das Schloss beherbergt ebenso die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Trophäensammlung mit geschnitzten Holzköpfen aus dem Barock. Die zu besichtigenden Räumlichkeiten im Schloss befinden sich größtenteils noch im Originalzustand. Der malerische untere Burghof, der 13 Meter tiefe, gewölbte Torbau und der Schlosshof versetzen den Gast in eine längst vergangene Zeit zurück und laden zum Träumen und Verweilen ein. Der Ausblick vom Schloss auf die umliegende Landschaft ist gigantisch.

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Felsengarten Sanspareil

„Die Natur selbst war die Baumeisterin“, so beschrieb die Markgräfin Wilhelmine in einem Brief an ihren Bruder den Felsengarten Sanspareil. Eine treffendere Beschreibung kann es nicht geben, denn bizarre Felsformationen im Buchenhain von Sanspareil beherrschen das Bild des seit 1744 angelegten Gartens. Dieses herrliche Kleinod der Natur befindet sich in der Gemeinde Wonsees unterhalb der mittelalterlichen Hohenzollernburg Zwernitz. Seinen Namen erhielt der Park durch den Ausruf einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen: „C’est sans pareil!“ (Dies ist ohnegleichen!). Die von dem Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine ins Leben gerufene einzigartige Gartenanlage, ist ein Lustgarten, der Schauplätzen des französischen Romans „Die Abenteuer des Telemach“ nachempfunden ist.

Er war seiner Zeit damit weit voraus und begründete eine eigene Gartengattung in der Neuzeit. Eigentlich wollte die Markgräfin Wilhelmine hier auch die damals üblichen Wasserspiele anlegen lassen. Dies war jedoch aufgrund der natürlichen Gegebenheiten nicht machbar, woraufhin das Interesse der Markgräfin sehr nachließ. Markgraf Carl Alexander widmete sich dem Garten und ergänzte ihn.

Das Felsentheater wurde als römische Ruine gestaltet, bei der eine natürliche Felsgrotte als Zuschauerraum dient. Leider verfiel die Anlage in den nachfolgenden Jahrhunderten. Viele der, dieser außergewöhnlichen Naturkulisse hinzugefügten, kleinen Holzbauten waren dem Verfall preisgegeben und verschwanden. Heute sind nur noch der „Morgenländische Bau“, das Felsentheater und der Küchenbau vorhanden. Das abgesenkte Parterre zwischen dem „Morgenländischen Bau“ und dem Küchenbau wurde im Jahr 1984 nach einer Stichvorlage von 1748 rekonstruiert. In der unvergleichlichen Natur von Sanspareil kann man Verweilen, Tagträumen nachhängen und die Seele baumeln lassen.

In direkter Nachbarschaft liegt die Burg Zwernitz. Diese war von 1338 bis 1810 im Besitz der Hohenzollern, bevor sie an das Königreich Bayern fiel. In der spätmittelalterlichen Hochburg sind Hieb- und Stichwaffen sowie Mobiliar aus dem 16. Bis 18. Jahrhundert ausgestellt. Sanspareil und die Burg Zwernitz lassen den Besucher einen unvergesslichen Tagesausflug erleben.

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Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie

5 Kilometer westlich von Bayreuth befindet sich das Schloss Fantaisie, das das, im Jahr 2000 von der Bayerischen Schlösserverwaltung eingerichtete, Gartenkunst-Museum beherbergt. Es ist das erste Museum dieser Art in Deutschland. Hier wird dem Betrachter ein abwechslungsreiches und vielfältiges Bild deutscher Garten- und Gartenbaugeschichte gezeigt. Im Mittelpunkt stehen hier vor allem die süddeutschen Gärten des 18. und 19. Jahrhunderts. Dem Besucher werden Gartenmodelle, Gartenwerkzeuge, Gartenpläne, Gartenbücher, Skulpturen, Gemälde und Grafiken vorgeführt. Historische Dokumente vergegenwärtigen die Geschichte von Schloss und Park.

Auch die Nachbildung des berühmten Spindler-Kabinetts und der weiße Saal mit seiner wunderschönen Stuckdekoration befinden sich im Museum. Ursprünglich wurde das Schloss als weitere Sommerresidenz des Markgrafenpaares Friedrich und Wilhelmine erbaut. Sie wollten in dem Schloss die Eindrücke einer fast einjährigen Italienreise umsetzen. Beide erlebten die Fertigstellung des Schlosses allerdings nicht. Es ging nach deren Tod in den Besitz Ihrer Tochter Herzogin Elisabeth Friederike Sophie über, deren Schöpfungsgeist das Schloss und der Park ihr Aussehen verdanken.

Der Rokoko-Garten der Herzogin wurde in der nachfolgenden Zeit kaum verändert. Der spätere Besitzer Herzog Alexander von Württemberg war am nachhaltigsten für die Gestaltung und das Gesicht der heutigen Anlage verantwortlich. Er erweiterte das Areal durch großzügige Ankäufe und so entstand aus dem damaligen Schlossgarten der heutige Landschaftspark, der auf besondere Weise die verschiedenen Stilepochen der Gartenkunst zu einem Gesamtgartenkunstwerk der Extraklasse vereint. Der Park ist in das Museumskonzept miteinbezogen. Seit einigen Jahren versetzt man den Park in seinen ursprünglichen Zustand zurück. So wurde das Labyrinth wieder angelegt, die Wasserkaskaden mit Sandsteinmuscheln und Fabelwesen instandgesetzt und die Südterrassen, die zum See hin zeigen, wieder mit Weinstöcken bepflanzt.

Bei einem Spaziergang durch den Park wird man in die Vergangenheit zurückversetzt, man kann den Alltag ablegen und die Natur mit all ihren Schönheiten genießen. Die zahlreichen Parkbauten und Denkmäler runden den Besuch zu einem eindrucksvollen Erlebnis ab.

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Sophienhöhle

Die Sophienhöhle bei Burg Rabenstein im Ahorntal zählt zu den schönsten Höhlen Süddeutschlands und gilt als die älteste urkundlich erwähnte Höhle der Frankenalb. Bereits im Jahr 1490 wurde der Versuch unternommen, Salpeter aus dem Vorraum der Höhle zu gewinnen. Schlagartige Bekanntheit erlangte die Sophienhöhle im Jahre 1833 durch die Entdeckung weiterer tropfsteingeschmückter Räume. Hier wurde über die Jahrtausende ein wahrer unterirdischer Palast erschaffen, der seinesgleichen sucht.

Bei der Erschließung der Höhle wurde auch eine große Anzahl von Knochen eiszeitlicher Großsäuger entdeckt. Noch heute sind ein Höhlenbärenskelett und das Geweihfragment eines Rentieres dort ausgestellt. Die vier domartigen Hallen der Höhle sind teilweise durch enge, verschlungene Gänge miteinander verbunden. Hier kann man Tropfsteinformationen in unvorstellbarer Formen- und Farbenvielfalt bewundern. Schon J.W. Holle schrieb im Jahre 1833:“Hier scheint die Natur ein ganzes Füllhorn von Schönheit ausgegossen zu haben. Die Wände sind blendend weiß, wie von feinstem Alabaster überzogen.“ Besucher können die Sophienhöhle über leicht begehbare Wege und Treppen, die alle ab dem Jahr 2000 renoviert wurden, mit ca. 220 Metern Länge erkunden. Die Führungen zeigen die einzelnen Abteilungen mit ihren einzigartigen Tropfsteinformationen. Eine Führung dauert etwa 40 Minuten. Führungen finden das ganze Jahr über statt. Konzerte bei romantischem Kerzenlicht werden in den Sommermonaten angeboten.

Den Besuch der Sophienhöhle kann man wunderbar mit einem Besuch der benachbarten Burg Rabenstein und der dazugehörigen Falknerei verbinden. Dort werden in einem malerisch gelegenen Eulen- und Greifvogelpark über 80 der größten und schönsten Greifvogelarten gezeigt. Auf Burg Rabenstein finden immer von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen Burgführungen durch die Ritter-, Waffen- und Prunksäle statt. Weiterhin befinden sich in der Burg Rabenstein 21 komfortable Zimmer, die sowohl dem geschichtsbegeisterten Besucher als auch einem Gast der Tagungen, die auf Burg Rabenstein regelmäßig abgehalten werden, als Übernachtungsmöglichkeit dienen. Hier fühlt man sich leicht in die mittelalterliche Vergangenheit zurückversetzt.

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Aktivitätsmöglichkeiten Fränkischen Schweiz

Wer in seinem Urlaub sportlich aktiv sein möchte ist in der Fränkischen Schweiz genau richtig. Hier wird dem sportbegeisterten Gast ein reiches Angebot an Freizeitaktivitäten geboten. Wandern, Radeln, Klettern, Mountainbiking, Kanufahren, Reiten, Segelfliegen, Drachenfliegen, Ballonfahren, Angeln, Nordic Walking, uvm. bieten sich im Sommer dem aktiven Urlauber als Möglichkeiten an. Im Winter sind vor allem Schlittschuhlaufen, Langlaufen, Rodeln und Skifahren angesagt.

Wandern

Das Wandern ist schon seit Jahren der beliebteste Freizeitsport der Urlaubsgäste in der Fränkischen Schweiz. Der Wanderer kann auf einem über 4400 Kilometer langen Wegenetz die Schönheit und Vielfalt dieser faszinierenden Urlaubsregion genießen. Die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz bietet auch Pauschalurlaube „Wandern ohne Gepäck“ an, bei denen das Gepäck täglich zum nächsten Aufenthaltsort gebracht wird.

Radfahren

Auch mit dem Fahrrad lässt sich die Fränkische Schweiz erkunden. Ein großzügiges Netz von ca. 58 Rund- und 14 Fernradtouren gibt dem Besucher die Gelegenheit, Land und Leute sportlich kennenzulernen. Ein besonderes Highlight ist das Mountainbike-Zentrum in Heiligenstadt, das mit drei ausgeschilderten Touren mit einer Länge von insgesamt 130 Kilometern und einem zu bewältigendem Höhenunterschied von 2.400 Höhenmetern dem offroadbegeisterten Radler durchaus einiges abverlangt.

Drachen- und Gleitschirmfliegen

Beim Drachen- und Gleitschirmfliegen hat mit die Chance, die einzigartige Natur der Fränkischen Schweiz, frei wie ein Vogel, von oben zu erleben. Bei den Flugschulen in Gößweinstein, Pottenstein, Thurnau und Weismain kann man sich vom Wind in die Höhe tragen lassen und ein unvergessliches Abenteuer genießen.

Klettern

Mit über 5000 Kletterrouten ist die Fränkische Schweiz einer der größten Klettergärten der Welt. Für Kletterfreunde, ob Anfänger oder Profi, ist sie ein wahres El Dorado. Man kann sein Hobby an natürlichen Felswänden, oder aber in sogenannten Hochseilgärten ausleben.

Kanufahrt

Liebhaber von Kanufahrten haben auf der Wiesent die Möglichkeit, die Fränkische Schweiz im Rahmen einer Flusswanderfahrt zu entdecken. Die Strecke ist 28 Kilometer lang und mit den Schwierigkeitsgraden I und II besonders Leuten zu empfehlen, die leichtes Wildwasser bevorzugen.

Angeln

Angeln und Fliegenfischerei haben ebenfalls eine lange Tradition in der Fränkischen Schweiz. Die Angelgewässer mit ihrer großen Anzahl an Salmoniden wie Äschen, Bachforellen und Regenbogenforellen lassen das Herz eines jeden Hobbyanglers höher schlagen. Auch in privaten Weihern und Teichen ist das Angeln möglich.

Inlineskaten

Für Inline-Skater sind vielerorts die Radwege so erneuert und ausgebaut worden, dass es hier nun viel Platz gibt, um ungestört zu skaten.

Wintersport

Eine typische Wintersportregion ist die Fränkische Schweiz sicherlich nicht, das soll aber nicht heißen, dass Freunde dieser Sportarten hier zu kurz kommen. So gibt es in einigen Gemeinden gut präparierte Skipisten und Langlaufloipen. Eissportmöglichkeiten wie Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen werden in vielen Orten angeboten.

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Special Tipps

Jeden ersten Sonntag im September fällt der Startschuss für den „Marathon – autofreier Sonntag“, der von Forchheim nach Ebermannstadt führt. Ausgetragen werden Wettbewerbe wie ein Marathon, ein Team-Marathon, die Bayerische Meisterschaft im Speedskating, Bambiniläufe und mehr. Das für den Marathon genutzte Teilstück der B470 ist nach Beendigung des Sportereignisses für Autos weiterhin gesperrt und bietet so Wanderern und Radfahren die einmalige Möglichkeit diesen schönen Teil der Region hautnah kennenzulernen.

Auf Burg Rabenstein finden das ganze Jahr über außergewöhnliche Veranstaltungen statt. Ein besonderes Highlight ist das sogenannte Murder Mystery Dinner „Murder for Fun“. Hier wird mit dem Gast ein kulinarisches Theaterstück ganz im Sinne des Films „Eine Leiche zum Dessert“ aufgeführt, bei dem der Gast die Ereignisse nicht vorhersehen kann. Ein unvergessliches Erlebnis!

Wer sich im Schlösser- und Burgenland Fränkische Schweiz komplett ins Mittelalter zurückversetzt fühlen möchte, dem kann das „Schlosshotel Wiesenthau“ empfohlen werden. Hier kann man in historischem Ambiente residieren und die berühmten kulinarischen Köstlichkeiten im schlosseigenen Restaurant „Zeitsprung“ genießen. Das Königsbad in Forchheim ist ein Abenteuerbad besonders für Familien. Das Erlebnisbad mit der 135 Meter langen Rutsche, der Freibadpark und die Saunalandschaft garantieren Badespaß pur.

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