Dolomiten
Inhaltsverzeichnis
Urlaub in den Dolomiten in Südtirol
Südtirol hat sich in den vergangenen 150 Jahren zu einer facettenreichen touristischen Hochburg entwickelt. Nachdem die abgelegene Region im Herzen der Alpen dank moderner Verkehrsmittel wie der Bahn leicht zu erreichen war, hatte zunächst ein zahlungskräftiges Klientel das Land entdeckt. Schon früh hatte sich beispielsweise der Kurort Meran als Tummelplatz der Reichen und Schönen etabliert. Erst recht, nachdem die österreichische Kaiserin Sissi zweimal hier weilte, um ihr Lungenleiden auszukurieren.
Noch heute spielen die Kurorte Meran, Brixen, Bruneck und Prettau mit ihren Thermen und Klimastollen eine wichtige Rolle für den Fremdenverkehr. Die Thermen und Heilquellen in den Dolomiten versprechen Linderung bei verschiedenen Leiden, etwa in der Schmerztherapie. Neben den öffentlich für Jedermann zugänglichen Thermen gibt es deshalb zahlreiche Anlagen, die sich rein auf medizinische Zwecke spezialisiert haben. Zu den weiteren Kurorten in Südtirol gehören Sulden am Ortler, Völlan und Völs am Schlern. Neben Einrichtungen wie der Therme Meran oder dem Klimazentrum Prettau, die ein e eigene medizinische Abteilung haben, gibt es zahlreiche Bäder wie das Acquarena in Brixen oder das Cascade Sand in Taufers, die ihr medizinisches Angebot in den Wellnessbereich integriert haben. Ideale Möglichkeiten um einen Kururlaub in Verbindung mit Wellness und Aktivurlaub zu verbinden.
Kultururlaub
Für Kultururlauber ist Südtirol längst mehr als ein Geheimtipp. Kulturell interessierten Gästen bietet Südtirol einen Reichtum an Burgen, Schlössern und Sehenswürdigkeiten in einer Dichte, wie kaum sonst wo in ganz Europa.
Rund 800 Burgen und Schlösser warten darauf, von den Gästen entdeckt und erkundet zu werden. Dazu gehören geschichtsträchtige Bauten wie das Schloss Tirol, dem Stammsitz der Grafen von Tirol. Zum historischen Erbe der norditalienischen Provinz gehören auch Ruinen wie Schloss Boymont und restaurierte Burganlagen wie Schloss Sigmundskorn, in dem sich das Zentrum des Messner Mountain Museum befindet.
Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise MeranJazz oder die Meraner Musikwochen sowie zahlreiche Veranstaltungen in den Städten und Gemeinden runden das Angebot ab. Kultur und Kulinarik verbinden Südtirols Ortschaften entlang der Weinstraße in Perfektion.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Altstädte von Brixen und Meran, aber auch das Kloster Säben. Von hier aus wurde Südtirol missioniert. Das Kloster wurde außerdem an der ältesten Wallfahrtsstätte Südtirols auf dem Heiligen Berg bei Säben errichtet.
Aktivurlaub
Erholen, genießen und seiner Gesundheit etwas Gutes tun, so könnte man die Erfolgsformel des Urlaubslandes Südtirol umschreiben. Sportlich ambitionierte Gäste haben sommers wie winters die idealen Voraussetzungen. Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Gäste gehören in den Sommermonaten neben Wandern und Klettern auch Mountainbiken und Radfahren. Wanderer und Kletterer finden in Südtirol Routen und Touren aller Schwierigkeitsgrade. Radfahrer können die Region entlang der Täler, auf Höhenwegen oder via Fernradwegen erkunden. Alpine Skifahrer haben im Winter eine ebenso grenzenlose Auswahl in den großen Skigebieten Südtirols wie Langläufer.
Dolomiten - das Land der Berge und Täler
Die Siedlungen in Südtirol konzentrieren sich in den schier zahllosen Tälern des Landes. Die Lebensader für die Menschen bilden dabei die vier Haupttäler Etschtal, Eisacktal, Vinschgau und Pustertal. Die Täler folgen dem Lauf der Flüsse, die den Alpen entspringen und von Bächen aus zahlreichen Nebentälern rund um die Gebirgsmassive gespeist werden.
Auch wenn auf dem Gebiet von Südtirol mehr als 200 Gipfel gen Himmel ragen, sind es im Wesentlichen vier Massive, die das Land prägen. Der höchste Berg Südtirols ist der 3.905 Meter hohe Ortler, der auch nach der Erstbesteigung anno 1804 als Herausforderung für Alpinisten gilt. Das sagenumwobene Gebirgsmassiv des Rosengarten bildet zusammen mit der Schlerngruppe einen großen Naturpark. Zudem ist das Rosengartenmassiv seit 2009 Teil des Weltkulturerbes Dolomiten. Der Schlern gilt mit seiner charakteristischen Form als Wahrzeichen von Südtirol und ist namensgebender Pate für die umliegenden Berge, die zur Schlerngruppe gehören. Das Wahrzeichen der Dolomiten ist dank seiner markanten Silhouette das Massiv der Drei Zinnen. Der kleinste Berg in diesem Trio gilt übrigens als der klettertechnisch anspruchsvollste.
nach obenKurorte in den Dolomiten in Südtirol
Meran
Das Tor in den Süden, wie Meran auch genannt wird, ist der wohl bekannteste Kurort in Südtirol. Seine herausragende Stellung verdankt Meran der illustren Schar an Kurgästen, die im 19. Jahrhundert ihre Leiden in Meran kurieren wollten. Wegen der guten und reinen Luft kamen vorwiegend Patienten mit Lungenleiden nach Meran. Der prominenteste Gast aus diesen Jahren ist die österreichische Kaiserin Sissi, die für zwei längere Kuraufenthalte nach Meran reiste. Heute werden vor allem Arthrosen und Krankheiten am Bewegungsapparat sowie Nervenleiden behandelt.
Meran bietet seinen Kurgästen ein reiches Programm an Kultur und hochkarätigen Veranstaltungen wie MeranJazz oder die Musikwochen, die im Kurhaus stattfinden. Die historische Altstadt mit den drei mittelalterlichen Stadttürmen, der Laubengasse und den zahlreichen Jugendstil-Häusern bietet ein besonderes Wohlfühl-Erlebnis beim Bummel durch Meran.
Brixen
Der Hauptort des Eisacktals gilt als eine der ältesten Städte Tirols. Unter Ludwig IV. aus dem Geschlecht der Karolinger ging der Ort in den Besitz der Geistlichkeit über. Über Jahrhunderte hinweg war Brixen Sitz eines einflussreichen Fürstbischofs.
Das Stadtbild ist bis heute vom geistlichen Leben geprägt. Die dominanten Gebäude in der Altstadt sind der Brixner Dom sowie die Hofburg, einstmals der Sitz der Fürstbischöfe.
Das medizinische Angebot Brixens für Kurgäste hat seinen Schwerpunkt bei der Schmerztherapie. Die Besucher in der Therme Acquarena können außerdem ihren Stoffwechsel ankurbeln und das Immunsystem stärken. Wer sich für die Geschichte der Heilkunst interressiert, findet eine anschauliche Darstellung im Pharmaziemuseum. Dort wird auch gezeigt, wie einst Heilmittel hergestellt wurden.
Bruneck
Vermutlich wurde Bruneck, der Hauptort des Pustertals, im 13. Jahrhundert von Bischof Bruno von Kirchberg gegründet. Die mit 15.000 Einwohnern fünftgrößte Stadt Südtirols wurde in den 1960er Jahren als Urlaubsort entdeckt.
Vor allem kulturell interessierte Besucher finden hier ein großes Freizeitangebot. So gibt es zahlreiche professionelle und Laienbühnen, die pro Jahr etwa 200 Theateraufführungen bieten.
Das Volkskundemuseum ist im Ansitz Mair am Hof untergebracht, der im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Im Innern des Ansitzes befinden sich die Sammlungen des Museums. Das rund drei Hektar große Freigelände gibt mit Handwerksstätten, Bauernhäusern und -gärten einen Einblick in das einstige bäuerliche Leben.
Prettau
Atemwegserkrankungen wie Asthma werden in der nördlichsten Gemeinde Italiens therapiert. Prettau liegt nahe Bruneck im hinteren Ahrntal. Der größte Teil des Gemeindegebietes liegt im Naturpark Rieseferner-Alm. Die Bergbautradition in Prettau reicht möglicherweise bis in die Bronzezeit zurück. Bis 1960 wurde hier Kupfer abgebaut. Heute ist in dieser Stätte ein Besucherbergwerk sowie ein Heilklimastollen untergebracht.
Sulden am Ortler
Sulden liegt am Fuße des Ortler auf einer Höhe von 1.900 Metern und gilt wegen seiner reinen Luft als gern besuchter klimatischer Kurort. Die Gäste kombinieren ihren Kuraufenthalt gern mit Aktivurlaub. Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören Wintersport und Wandern. Eine besondere Attraktion ist seit 2004 das Messner Mountain Museum Ortles. Das Thema dieses Hauses lautet Ewiges Eis.
Völlan
Vor allem im Frühling, während der Apfelblüte, lohnt sich ein Besuch in diesem Luftkurort. Beliebt ist das Bergdorf mit seinen zahlreichen Wellness-Angeboten bei Aktivurlaubern. Ein Highlight sind die Kastanientage zwischen Mitte Oktober und Anfang November. Besucher, die Abwechslung von der ländlichen Idylle erleben möchten, sind etwa eine halbe Autostunde von Bozen und Meran entfernt.
Völs am Schlern
Erst 2003 wurde Völs am Schlern ein Luftkurort. Die Tradition als Fremdenverkehrsort reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Damals reisten vor allem die Bürger Bozens für Heukuren oder zur Sommerfrische hierher. Ein intensives Naturerlebnis verspricht der Naturpark Schlern-Rosengarten den Besuchern.
Historische Kurorte
Nach Meran war Gossensass im 19. Jahrhundert der wichtigste Kurort in Südtirol. Als berühmtester Gast galt Henrik Ibsen, ein norwegischer Dramatiker.
Ein beliebter Kurorts war während des 19. Jahrhunderts der Bozner Stadtteil Gries. Damals wurde hier die Guntschapromenade errichtet.
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden Bad Altprags und Bad Moos/Sexten von zahlreichen Kurgästen besucht. Die erste Badestube in Bad Altprags wurde im ausgehenden 15. Jahrhundert errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfielen die Badeanlagen allerdings.
nach obenThermen in den Dolomiten
Therme Meran
Topmodern präsentiert sich die Therme Meran im Herzen der Stadt. Die neue Anlage wurde im März 2006 eröffnet und liegt in einem mehr als 50.000 Quadratmeter großen Park. Von außen mutet der kubusförmige Bau aus Stein, Stahl und Glas futuristisch an.
Zum Wohlfühlen und Entspannen laden 25 Pools und eine großzügig dimensionierte Saunalandschaft ein. Das radonhaltige Wasser für den medizinischen Bereich stammt von Quellen am Viglajoch. Das Heilwasser wirkt schmerzlindernd und wird vor allem bei Arthrosen sowie Erkrankungen der Muskulatur, an Knochen und Gelenken verwendet. Auch Allergiker finden hier Linderung, weil das Wasser einen desensibilisierenden Effekt für die Auslöser von Allergien besitzt. Physiotherapie, Fangoanwendungen und ein Physiotherapie-Wasser-Programm runden das therapeutische Angebot ab.
Acquarena
Mehr als 14.000 Quadratmeter Wasser und Grünflächen bietet das Brixner Frei- und Hallenbad. Das ovale Gebäude wurde aus Stahlbeton, Stahl, Holz und Glas errichtet und bietet auch an grauen Wintertagen viel Licht.
Zur Ausstattung der Acquarena gehören neben einem Funbecken ein Sportbecken, ein Salzwasserbecken und ein eigener Bereich für Kleinkinder. An Attraktionen sind ein Solepool, eine Wasserrutsche und ein Strömungskanal geboten. Wellness und der medizinische Bereich firmiert unter dem Namen Bodywell. Massagen, Bäder, eine Saunalandschaft und eine Infrarotkabine bilden den Wellnessbereich. Medizinisch werden vor allem Schmerzpatienten mit Massagen, Lymphdrainage und Schmerzbehandlungen wieder fit gemacht.
Cron4
Das Cron4 im Brunecker Ortsteil Reischach ist umgeben von einem Sportpark mit Tennisplätzen, einem Eisring und Laufbahnen sowie einem 9-Loch-Golfplatz in direkter Nähe.
Die Badelandschaft des Cron4 punktet mit einem Teich und einem Solebecken im Freien. Das Hallenbad bietet einen Funpool mit Strömungskanal, Wasserfontänen, einen Wasserfall sowie eine Massageliegefläche. Die 3.000 Quadratmeter große Saunalandschaft setzt Maßstäbe: Die Besucher haben die Wahl zwischen 13 Saunen. Die Aufgüsse aus ätherischen Ölen variieren täglich.
Klimazentrum Prettau
Einer der meistbesuchten Kurorte in Südtirol ist der Klimastollen in Prettau. Erkrankungen der Atemwege können hier gelindert, in manchen Fällen sogar geheilt werden. Diese wohltuende Wirkung wurde während des Zweiten Weltkriegs entdeckt. Die Menschen flohen damals während der alliierten Luftangriffe in die Stollen. Dabei bemerkte ein Arzt, dass Menschen mit Atembeschwerden hier leichter atmen konnten. Der Grund: Die Luft im Bergwerk ist frei von Pollen und Allergenen.
Cascade
Das Cascade wurde 2011 in Sand in Taufers eröffnet und teilt sich in fünf Bereiche auf: Acqua bietet innen und außen sechs Pools sowie einen Naturbadeteich. Im Bereich Natura genießen die Besucher im Outdoorbereich die Natur des Tauferer Tals. Der Saunabereich umfasst sechs Wärmekabinen und Saunen, darunter eine Outdoor-Sauna. Entspannung pur verspricht der Relax-Bereich mit wohltuenden Düften. Im Panoramarestaurant Regenbogen genießen die Besucher regionale Spezialitäten.
Acquafun
Das Innichener Erlebnisbad verspricht Badespaß und Wellness für die ganze Familie. Zur Badelandschaft gehören ein Sportbecken, Strömungskanal, ein Whirlpool sowie ein Strömungskanal. Entspannung finden die Besucher auf der 3.000 Quadratmeter großen Liegewiese und im Wellnessbereich. Das Angebot umfasst finnische Sauna und Biosauna, Kneippbecken, ein Lakonium, ein Solarium sowie Aroma- und Kräuterbäder.
Erlebnisbad Naturns
Vor allem bei Kindern ist das Erlebnisbad mit seinen Attraktionen beliebt. Dazu gehören neben einer 51 Meter langen Wasserrutsche, Strömungskanal und verschiedene Becken. Der 550 Quadratmeter große Wellnessbereich bietet Dampfbäder, Sauna, Peelings und ein Kneippbecken.
Balneum
Das Balneum in Sterzing wurde 2010 eröffnet. Errichtet wurde der Bau aus natürlichen Baustoffen wie Holz und Stein. Durch eine große Glasfront können die Besucher die Landschaft genießen. Im Erdgeschoss befinden sich verschiedene Becken. Im Obergeschoss ist eine 1.100 Quadratmeter großer Sauna- und Wellnessbereich untergebracht. Kristallbad, Finnische Sauna, Kräuter- und Steinsauna gehören zu den Highlights.
Mar Dolomit
Das Grödener Mar Dolomit bietet den Besuchern Sport- und Außenbecken sowie eine 65 Meter lange Wasserrutsche. Zehn verschiedene Saunen stehen im Saunabereich zur Auswahl. Besonders begehrt sind das Brechelbad und die Steinsauna.
nach obenFreizeitaktivitäten
Für Gäste, die ihren Urlaub aktiv gestalten wollen, bietet Südtirol paradiesische Voraussetzungen. Kultururlauber kommen ebenso auf ihre Kosten wie Aktivurlauber.
Kultur und Ausflüge
Die Ferienorte in Südtirol bieten ihren Gästen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und vielfältige Veranstaltungen. Entlang der Südtiroler Weinstraße werden etwa Kultur und Kulinarik mit Veranstaltungen rund um den Wein kombiniert. Wer vom Urlaubsort aus lieber in die Ferne schweift, hat mit Innsbruck, der Mozartstadt Salzburg, dem Gardasee und Verona attraktive Ziele vor den Toren Südtirols.
Aktivurlaub
Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in Südtirol gehört von Frühling bis Herbst das Wandern. Diese Sportart lässt sich perfekt von der ganzen Familie ausüben. Als idealer Sport gilt Wandern, weil der Bewegungsapparat nicht übermäßig strapaziert wird. Außerdem trainiert der Wanderer zugleich alle Muskelgruppen und beugt Zivilisationskrankheiten vor. Wandern wird in Südtirols Kurorten deshalb gern als therapeutisches Element eingesetzt. Attraktive Wanderrouten mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden gibt es in der ganzen Region.
Bergsteigen
Aus dem einstigen Sport für Abenteuerer ist mittlerweile eine Freizeitaktivität für die breite Masse geworden. Die Anfänge des Sports reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die oft abenteuerlichen Erstbesteigungen des 19. Jahrhunderts und die Pionierleistungen von Extrembergsteigern wie Reinhold Messner haben dafür gesorgt, dass immer mehr Menschen dem Ruf der Berge folgen wollen.
Allerdings sollten sich die Gäste in Südtirol nicht unvorbereitet an die Gipfelstürmung machen. Mit Kursen in Kletterhallen oder an Kletterbergen können sie sich vorbereiten. Anfänger sollten sich auf jeden Fall in Südtirol einer Seilschaft anschließen oder eine geführte Tour buchen. Das dient nicht nur der Sicherheit. Die Hobby-Alpinisten bekommen hier wertvolle Tipps und lernen, wie sie mit besonderen Herausforderungen umgehen müssen.
Mountainbiken
Seitdem die ersten Mountainbikes Mitte der 1970er Jahre gebaut wurden, haben sie die Herzen zahlreicher Sportfans erobert. Die Mountainbiker trainieren mit der Aktivität in der freien Natur neben Ausdauer und Kraft auch ihre Koordinationsfähigkeit.
Gerade Anfänger laufen Gefahr, die Herausforderungen in Südtirol mit teilweise großen Höhenunterschieden auf den Touren, zu unterschätzen. Vor einem Mountainbike-Urlaub sollten die Sportler einen gesundheitlichen Check-up, eventuell mit Belastungs-EKG machen. Außerdem sollten sie ihr persönliches Leistungslevel im Auge haben. Dann wird der Kreislauf optimal trainiert, ohne dass Knochen oder Muskulatur überlastet werden.
Radfahren
Radfahren gilt als absoluter Fitness-Klassiker. Denn die Radfahrer schonen ihre Gelenke und beugen bei regelmäßiger Aktivität Erkrankungen am Herz-Kreislaufsystem effektiv vor. Radfahren ist außerdem der ideale Sport, wenn es ums Abnehmen geht. Radfahrer, die zügig mit etwa 20 km/H fahren, verbrennen pro Stunde etwa 500 Kalorien. Zudem trainieren Radfahrer mit der richtigen Körperhaltung auch Rückenmuskulatur und Wirbelsäule.
Südtirol bietet Radfahrern ein sehr gut ausgebautes und abwechslungsreiches Netz an Routen an. Die Touren führen durch die Täler oder auf Höhenwegen durch Südtirols Bergwelt. Südtirol und Umgebung können Radfahrer außerdem auf Fernwanderwegen erkunden.
Langlaufen
Als optimaler Wintersport mit positiven Effekten für die Gesundheit gilt Langlaufen. Weil sich Langläufer auf der Ebene, aber auch bergauf und bergab fortbewegen, trainieren sie die Muskulatur fast des ganzen Körpers und stimulieren den Kreislauf. Weil die Langläufer dabei auf ihren Skiern dahin gleiten, laufen sie auch nicht Gefahr, den Körper zu überlasten.
Anfänger sollten bei einem Check-up mit dem Arzt abklären, wo die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit liegen. Mit dem Aufbau der Kondition sollten die Langläufer bereits im Herbst beginnen. Mountainbiking, Nordic Walking oder der Hometrainer helfen dabei. Die Zentren des Langlaufsports sind in Südtirol das Hochpustertal und das Skigebiet Meran 2000 bei Meran.
Skilaufen
Das Gebiet Telemarken in Norwegen gilt als Geburtsstätte des alpinen Skisports. Etwa zur Wende zum 20. Jahrhundert wurde Skilaufen in ganz Europa populärer, zum Massensport entwickelte sich Skilaufen zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Südtirol bietet den Freunden der weißen Pracht mehr als 30 Skigebiete. Die größten und bekanntesten sind Dolomiti Superski, die Ortler Skiarena und Meran 2000.
nach obenBurgen und Schlösser in Südtirol und Dolomiten
Rund 800 Burgen und Schlösser entführen die Besucher in Südtirol in die Welt des Mittelalters. Mehr als 200 davon stehen in der Umgebung der Landeshauptstadt Bozen, mehr als in sonst einer Region Europas. Hier eine Auswahl der sehenswerten Burgen und Schlösser in Südtirol:
Schloss Tirol
Im Dorf Tirol bei Meran liegt die Stammburg des Grafengeschlechts von Tirol. Die Burg geht auf eine Anlage zurück, die schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts existierte. Bis ins 15. Jahrhundert hinein war Schloss Tirol auch der Sitz der Landesregierung. Dann verlegten die Grafen ihre Residenz nach Innsbruck.
Landesfürstliche Burg
Um 1470 ließ Erzherzog Sigmund die Landesfürstliche Burg im Herzen von Meran errichten. Die Burg hat nur schwache Befestigungsanlagen und gleicht eher einem festen Haus. Die Landesfürstliche Burg diente dem Erzherzog als Stadtwohnung, in der er mehrfach auch Kaiser Maximilian empfing.
Schloss Trauttmannsdorf
Im Botanischen Garten von Meran liegt Schloss Trauttmannsdorf, in dem auch das Touriseum untergebracht ist. Bereits um 1300 wurde an diesem Standort eine kleine Burg errichtet. Die Anlage verfiel jedoch im Lauf der Jahrhunderte. 1846 erwarb der Graf der Steiermark, Joseph von Trauttmannsdorff, das Anwesen, restaurierte es und erweiterte es im neogotischen Stil. Kaiserin Sissi wohnte hier während ihrer Kuraufenthalte in Meran.
Hofburg
Erst seit 1973 ist die Brixner Hofburg für die Öffentlichkeit zugänglich. Denn bis 1803 residierten hier die Brixner Fürstbischöfe, anschließend die Bischöfe der Diözese. Die Hofburg geht auf den Bischof Bruno von Kirchberg zurück, der im 13. Jahrhundert errichten ließ und 1265 dort einzog. Heute sind in der Hofburg neben dem Diözesanarchiv auch das Diözesanmuseum und das Krippenmuseum untergebracht.
Schloss Thurn
Als Schloss Thurn Anfang des 13. Jahrhunderts im Auftrag des Brixner Bischofs errichtet wurde, handelte es sich nur um einen Wohnturm. Dieser wurde später um den Palas, zwei kleine Rundtürme und eine Umfassungsmauer erweitert. Heute gilt Schloss Thurn als ein Wahrzeichen der Region Ladinien in den Dolomiten. Im Schloss befindet sich das Museum Ladin.
Schlossruine Boymont
Die Grafen von Eppan errichteten Schloss Boymont um 1235 im Ort Missian, der bereits in prähistorischer Zeit besiedelt war. Das Schloss wurde in der Blütezeit des Burgbaus in Südtirol errichtet. Für die mittelalterliche Bauweise ist es allerdings untypisch, in der Architektur zeigen sich zahlreiche Elemente aus der Frühgotik und Romantik. 1425 brannte das Schloss nieder, die Ursache war vermutlich Brandstiftung. Das Gebäude verfiel, bis es 1977 von Fritz Dellago restauriert wurde.
Churburg
Die Churburg im Vinschgau gilt als eine der am besten erhaltenen Burgen in Südtirol. Erbaut wurde sie von Heinrich von Montfort, Fürstbischof von Chur, um 1250. Bergfried, Palas und Ringmauer sind die ältesten Elemente der Burg. Die hochmittelalterliche Architektur blieb bis ins 16. Jahrhundert hinein erhalten. Damals kam die Churburg in den Besitz der Grafen von Trapp. Sie fügten zunächst Gebäude in gotischem Stil hinzu, bevor die Churburg in ein Renaissanceschloss umgebaut wurde. Sehenswert ist unter anderem die weltgrößte private Rüstkammer.
Haderburg
Die Burgruine der hochmittelalterlichen Harderburg markiert in Salurn die Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch. Die Harderburg wurde im 13. Jahrhundert von den Salurner Grafen auf einem steilen Kalkfelsen oberhalb von Salurn erbaut. Nachdem die Besitzer mehrfach gewechselt hatten, wurden zur Mitte des 17. Jahrhunderts die venezischen Grafen Zenobio-Albrizzi die neuen Burgherren.
Burg Hocheppan
Eine der herausragenden Burgen Südtirols ist Burg Hocheppan oberhalb des Dorfes Missian. Sie wurde im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts von Graf Ulrich II. errichtet und galt seinerzeit als mächtigste Befestigungsanlage in Südtirol. Anno 1158 wurde eine Gesandtschaft des Papstes von den Eppaner Herrschern überfallen. Daraufhin ließ Heinrich der Löwe Burg Hocheppan zerstören. Die Burg wurde wiederaufgebaut und ging 1315 in den Besitz der Tiroler Landesherren über. Sehenswert sind der Bergfried und die Burgkapelle. Hier sehen die Besucher einen hervorragend erhaltenen Freskenzyklus aus dem 13. Jahrhundert.
nach obenTäler in Südtirol
Etschtal
Das Etschtal, das sich entlang des Flusses vom Reschenpass bis nach Trient durch die Alpen zieht, ist das bevölkerungsreichste Gebiet in der Region. Seit jeher ist das Etschtal die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in den Alpen. Sowohl Brennerbahn als auch Brennerautobahn verlaufen in weiten Teilen entlang des Etschtals, das diesen Namen offiziell ab Partschins trägt.
Die Sohle des Etschtals liegt zwischen 190 und 220 Meter über dem Meeresspiegel. Geprägt wird die Region vor allem von der Landwirtschaft. Vorwiegend werden Äpfel und Weinreben kultiviert.
Südtirols Landeshauptstadt liegt am Zusammenfluss der drei Flüsse Etsch, Eisack und Talfer. Die italienische und deutsch-österreichische Kultur verschmelzen in Bozen auf einzigartige Weise. Bozen wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet und erhielt bereits 100 Jahre später das Stadtrecht. Die Besucher der Stadt erleben zahlreiche Zeugen dieser Vergangenheit wie die Bozner Lauben, Schloss Sigmundskorn, Schloss Runkelstein oder den Laurinbrunnen. Bozen war außerdem die Keimzelle der Industrialisierung in Südtirol, als anno 1848 eine Baumwollspinnerei gegründet wurde.
Eisacktal
Der Fluss Eisack entspringt am Brenner und mündet bei Bozen in die Etsch und ist eines der Haupttäler in Südtirol. Das Tal wird allerdings nicht durchgehend als Eisacktal bezeichnet. Der obere Bereich des Tals, der sich bis Franzensfeste hinzieht, wird traditionell Wipptal genannt. Die Gletschermumie "Ötzi" hatte übrigens vermutlich aus dem Eisacktal gestammt.
Die größte Stadt des Eisacktales ist Brixen. Sehenswert ist die Altstadt mit der Sagenumwobenen Sehenswürdigkeit des dreiköpfigen Mannes. Die drei Köpfe der Figur sollen am Karfreitag punkt 12 Uhr Geldstücke ausspucken.
Sehenswert ist im Eisacktal auch der Weiler Bad Dreikirchen, der rund um drei Kapellen, die zusammenhängend errichtet wurden, entwickelt hat. An der Stelle der Kapellen hatte sich in vorchristlicher Zeit ein Quellheiligtum befunden. Bad Dreikirchen mit seinen mehr als 100 Jahren alten Gebäuden ist nur zu Fuß erreichbar. Das macht den Ort vor allem im Sommer zu einem beliebten Ausflugsziel für Wanderer.
Vinschgau
Als Vinschgau wird der obere Teil des Etschtales bezeichnet. Dieser Bereich erstreckt sich zwischen dem Reschenpass und Partschins. Dem Vinschgau werden auch die zahlreichen Seitentäler zugerechnet, deren Bäche die Etsch speisen. Im einzelnen sind das Rojental, Schlinigtal, Münstertal, Suldental, Martelltal, Laasertal, Langtaufertal, Planeiltal, Matscher Tal, Schnalstal und Schlandrauntal.
Der Vinschgau liegt direkt im Herzen der Alpen und wird von hohen Bergkämmen gesäumt. Weil die Witterungseinflüsse von Atlantik und Mittelmeer von den Bergen abgefangen werden und der Vinschgau zahlreiche Sonnentage verzeichnet, gilt er als eines der trockensten Täler in den Alpen.
Der Name Vinschgau leitet sich von den Venosten ab. Dieses rätische Volk wurde von den Römern assimiliert. Bis ins Mittelalter hinein war der Vinschgau nur dünn besiedelt. Erst ab dem 12. Jahrhundert wurde die Besiedlung vom Benediktinerkloster Abtei Marienberg forciert.
Das Pustertal
"Grünes Tal" wird das Pustertal genannt, das sich zwischen der Mühlbacher Klause und Lienz von West nach Ost durch Südtirol erstreckt. Die Besucher erleben hier das Land der Südtiroler Sagen. Beispielsweise soll der Riese Haunold einst einen Hunnenfürsten besiegt und Anschließend beim Bau des Klosters in Innichen mitgewirkt haben.
Zum kriegerischen Schauplatz der Völkerwanderung wurde das Pustertal im 6. Jahrhundert. Damals prallten Bajuwaren und Slawen auf dem Toblacher Feld aufeinander, als sie sich in den Siedlungsraum des jeweils anderen Volkes ausbreiten wollten.
Neben dem Hauptort Bruneck zahlreiche weitere sehenswerte Orte wie die Marktgemeinde Innichen. Die Wurzeln des Ortes liegen in einer keltischen Siedlung aus dem 4. Jahrhundert. In südlicher Richtung zweigt das Pragsertal vom Pustertal ab. Hier liegt die Ortschaft Prags, zu deren Highlights der Pragser Wildsee gilt, einer der schönsten Bergseen in Südtirol. Nachdem Mitte des 19. Jahrhunderts die Pustertalbahn fertiggestellt war, wurde Niederdorf zum ersten Besuchermagneten in Südtirol. Der Ort befindet sich in nächster Nähe des Pragser Wildsees und Bad Altprags.
nach obenBerge und Gipfel in den Dolomiten
Südtirol ist das Land der Berge und Täler. Insgesamt werden in der Region mehr als 200 Gipfel gezählt. Die bekanntesten Massive sind der Rosengarten, der Ortler, der Schlern und die Drei Zinnen.
Rosengarten
Das Bergmassiv ist seit dem 15. Jahrhundert unter dem Namen Rosengarten bekannt und gehört seit 2003 größtenteils zum Naturpark Schlern-Rosengarten. Zusammen mit acht anderen Bergmassiven gehört der Rosengarten seit 2009 zum Weltkulturerbe Dolomiten.
Der höchste Gipfel im Rosengartenmassiv ist der 3004 Meter hohe Kesselkogel. Erstmals wurde er 1873 bestiegen. Kletterer erreichen ihn heute über einen leichten Klettersteig. Die Rosengartenspitze im Herzen des Massivs ist mit einer Höhe von 2981 Metern der zweithöchste Gipfel. Weitere Gipfel sind der Fensterlturm, der Masarégrat, die Teufelswand, die Rotwand, die Tscheiner Spitze, die Vajolet-Spitze, die Vajolet-Türme und die Laurinswand. Für Kletterer ist das Rosengartenmassiv über folgende Klettersteige erschlossen: Kesselkogel-Klettersteig, Santnerpass-Klettersteig, Laurenzi-Klettersteig, Masaré-Klettersteig und den Steig 549/551, der um die Rotwand führt.
Ortler
Der Ortler erreicht eine Höhe von 3.905 Metern und ist damit der höchste Berg Südtirols. Die Erstbesteigung erfolgte 1804 auf Befehl des österreichischen Erzherzogs Johann - für damalige Verhältnisse eine herausragende alpinistische Leistung. Auch heute gilt der Ortler für Bergsteiger als anspruchsvolles Ziel. Denn auf den Gipfel führen nur technisch anspruchsvolle Hochrouten. Die Nordwand des Ortler ist übrigens die größte Eiswand der östlichen Alpen.
Eine Schlüsselrolle spielte der Ortler während des Ersten Weltkrieges. Um Österreich-Ungarn gegen die italienischen Truppen zu verteidigen, richtete die Habsburgermonarchie hier die höchstgelegene Stellung des Gebirgskrieges ein.
Der Normalweg auf den Gipfel führt von der Payerhütte aus teilweise über einen Klettersteig, aber auch über Eisflächen, auf den Gipfel. Obwohl zahlreiche weitere Routen auf den Ortler führen, spielen die meisten keine Rolle. Sie wurden seit der Erstbesteigung auf diesem Weg nicht mehr benutzt.
Schlern
Obwohl der Schlern nur eine vergleichsweise geringe Höhe von 2.563 Metern hat, gilt er als Wahrzeichen von Südtirol. Der Grund dafür ist die charakteristische stockartige Form. Diesem vorgelagert sind die Euringer- und Santnerspitze. Zu Füßen des Schlern liegt die Seiser Alm, Europas höchstgelegene Hochweide.
Der Schlern stand außerdem Pate für die umliegenden Berge der Schlerngruppe. Größtenteils gehört diese Gebirgsgruppe zu Südtirol, nur ein kleiner Teil im Osten liegt auf Trentiner Gebiet. 1974 wurde das Gebiet zu einem Naturpark, der seit 2003 Teil des Naturparks Schlern-Rosengarten ist.
Drei Zinnen
Die markante Silhouette der Drei Zinnen liegt in den Sextiner Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Nachbarprovinz Belluno.
Seitdem die Drei Zinnen 1869 erstmals bestiegen wurden, gehören sie zu den beliebtesten Zielen für Bergsteiger in den Alpen. Zahlreiche Kletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade führen zu den Gipfeln. Die steilen Nordwände der drei Gipfel gelten als Wahrzeichen der Dolomiten.
Große Zinne
Die Große Zinne ist mit 2.999 Metern der höchste Gipfel. Markant ist seine Nordwand, die teilweise überhängt. Der Normalweg führt über die Südwand.
Westliche Zinne
Die Westliche Zinne ist mit 2.973 Metern etwas kleiner als die Große Zinne, ähnelt ihr aber von der Form her. Die Nordwand ragt bis zu 40 Meter über den Fuß des Berges hinaus. Deshalb trägt dieser Gipfel den Beinamen "Größtes Dach der Alpen". Der Normalweg führt von Südwesten her auf den Gipfel.
Kleine Zinne
Die Kleine Zinne ist mit 2.857 Metern der kleinste Berg des Massivs, gilt jedoch unter Bergsteigern als der schwierigste Gipfel. Markante Gipfelpunkte sind die Punta di Frida und der Preußenturm.
Rauhkofel
Der Rauhkofel, auch Rauchkofel genannt, liegt im Herzen der Zillertaler Alpen an der Grenze zwischen Tirol und Südtirol. Den Namen verdankt er dem rauen Granitgestein. Da der 3.251 Meter hohe Rauhkofel die umliegenden Berge deutlich überragt, gilt der Gipfel als bester Aussichtspunkt in den östlichen Zillertaler Alpen. Bergsteiger wählen meist die Südseite für den langen Aufstieg.
nach obenSehenswürdigkeiten im Gebiet der Dolomiten
Bozner Altstadt
Die verwinkelten, romantischen Gassen der Bozner Altstadt bieten dem Besucher eine ganz besondere Atmosphäre zum Flanieren. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehört der spätgotische Dom, in dem verschiedene Reliquien aus dem Mittelalter und der beiden Seligen Hinrich von Bozen sowie Johann Nepomuk von Tschiderer aufbewahrt werden. In der Laubengasse können die Gäste zum Obstmarkt bummeln, wo es ganzjährig Blumen sowie frisches Gemüse und Obst zu kaufen gibt.
Botanische Gärten und Altstadt
Auf einer Fläche von zwölf Hektar präsentieren die Botanischen Gärten rund um Schloss Trauttmannsdorff bei Meran 80 Gartenlandschaften aus der ganzen Welt. Das Gelände ist aufgeteilt in Waldgärten, Sonnengärten, Landschaften Südtirols sowie Wasser- und Terrassengärten. Künstler haben hier botanische Themen aufgegriffen. Im Herzen der Gartenanlage steht Schloss Trauttmannsdorff, in dem das Touriseum untergebracht ist.
Ein Fußweg führt die Besucher direkt vom Schloss aus in die Meraner Innenstadt. Sehenswert ist die Laubengasse, Merans Haupteinkaufsstraße. Sie wurde auf Geheiß Graf Meinhards II. genau 100 Schritt länger als ihr Bozner Pendant angelegt und gilt als längste Laubengasse Südtirols.
Dom am Lande
Im Herzen des Eppaner Ortsteils steht die Pfarrkirche Pauli Bekehrung, die den Beinamen "Dom am Lande" trägt. Errichtet wurde die Kirche zwischen 1484 und 1533. Damals hatten sich in Eppan zahlreiche Adelige niedergelassen, die mit dem Kirchenbau ihren Reichtum zeigen wollten. Sehenswert ist vor allem die Sonnenuhr aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Die weltgrößte Krippe
Das Grödnertal ist das Zentrum der Holzschnitzkunst. Und genau diesem alten Handwerk zollen 18 Holzbildhauer seit 1989 alljährlich Tribut: Die weltgrößte Krippe wird jedes Jahr um einige Figuren erweitert. Während der Adventszeit werden die Figuren vor der Kirche ausgestellt, während des Jahres sind sie im Sportcenter Iman zu sehen.
Kloster Säben
Seit der Jungsteinzeit ist der Heilige Berg bei Klausen besiedelt. Kloster Säben gilt als einer der ältesten Wallfahrtsorte in Südtirol und als Zentrum, von dem aus der christliche Glaube verbreitet wurde. Seit 1687 wird Kloster Säben von Benediktinerinnen bewohnt. Neben dem Kloster stehen auf dem Heiligen Berg vier Kapellen.
Turm im Reschner See
Nahe des Reschenpasses ist der Turm im Reschensee ein Wahrzeichen des Vinschgau. 1950 wurde hier ein Stausee angelegt, weshalb das Dorf Graun, ein Teil von Reschen und mehrere Weiler unter Wasser gesetzt wurden. Während die Gebäude der später überfluteten Dörfer gesprengt wurden, blieb der romanische Turm, der im 14. Jahrhundert errichtet wurde, erhalten.
Festung Franzensfeste
Die Befestigungsanlage Franzensfeste wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts auf Befehl des österreichischen Kaisers Ferdinand I. errichtet. Der Regent wollte damit die Verkehrsanbindung über den Brenner sichern. Die Anlage wurde allerdings nicht vollendet. Gerüchten zufolge soll die Italienische Nationalbank während des Zweiten Weltkriegs über die Festung Goldtransporte abgewickelt haben. Heute wird die Franzensfeste für Kulturelle Zwecke genutzt. So war sie 2008 ein Schauplatz der Manifesta 7, ein Jahr später fand die Landesausstellung unter dem Motto "Labyrinth::Freiheit" hier statt.
Messner Mountain Museum
Das Messner Mountain Museum wurde auf Initiative des Südtiroler Extrembergsteigers Reinhold Messner gegründet. An fünf Standorten beleuchtet dieses Museum unterschiedliche Facetten der Bergwelt.
Der Hauptsitz des Projekts befindet sich auf Schloss Sigmundskorn nahe Bozen. Das Thema der 1.100 Quadratmeter großen Ausstellung lautet: Geschichte und Kunst des Bergsteigens. Dem Mythos Berg widmet sich die Ausstellung auf Schloss Juval in der Nähe von Saturns. Die Entstehung der Dolomiten und ihre Erschließung durch den Menschen zeigt das Messner Mountain Museum in einem Fort, das während des Ersten Weltkriegs genutzt wurde, auf dem Monte Rite. Das Ewige Eis ist das Thema der Ausstellung in Sulden am Fuße des Ortler. Die verschiedensten Bergvölker der Welt sind das Thema der Ausstellung auf Schloss Bruneck. Gäste aus diversen Bergregionen verbringen hier einen Sommer und tauschen sich mit der einheimischen Bevölkerung aus.
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