Bodensee
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Bodensee

Bodensee Quelle: Susanne Beeck / pixelio.de
Urlaub am Bodensee – das ist Urlaub in einer der attraktivsten und beliebtesten Region.
Drei Länder, Deutschland, Österreich und die Schweiz umrahmen ihn. Mit einer Fläche von 536 km² ist er der drittgrößte See in Mitteleuropa. Zwei Seen, der Obersee und der Untersee sind durch den Seerhein, der ein Abschnitt des Rheins ist, zum Bodensee vereinigt. Insgesamt hat er eine Uferlänge von 273 km wovon 173 km auf das deutsche Ufer entfallen. Die restlichen Kilometer beanspruchen mit 72 km die Schweiz und Österreich mit 28 km. An seiner tiefsten Stelle misst er 254 m. Die mittlere Tiefe beträgt 90 m.
Entstanden ist der Bodensee in der letzten Eiszeit vor ca. 15.000 Jahren. Bodman ist der älteste am Westende gelegene Ort, durch den der See seinen Namen erhalten hat. Aus Bodman See wurde Bodamer See und schließlich Bodensee. Der englische Name „Lake Constance“ bzw. „ Lac de Constance“ (im französischen) ist nicht vom Namen einer ehemaligen Geliebten eines römischen Kaisers, sondern von Konstanz, der größten Stadt am See abgeleitet.
Um die Region am besten erkunden zu können, ist eine Anreise mit dem Auto empfehlenswert. Mit dem Flugzeug landet man von Berlin, Hamburg, Frankfurt oder Düsseldorf kommend am Bodensee Airport in Friedrichshafen. Dort empfiehlt sich die Buchung eines Mietwagens. Flüge von Österreich sind ab Graz und Wien möglich. Während der Skisaison im Winter landen auch Charterflüge aus London und Rotterdam. Dies ist der schnellste Weg in die Skigebiete Vorarlbergs. Gute Bahnverbindungen gibt es auch nach Konstanz, Lindau und Bregenz.
Die Bodenseeregion hat ein sehr angenehmes mildes Klima mit beständigen Temperaturen. Er ist deshalb nicht nur im Sommer für Wasserfreunde, sondern auch im Frühjahr und Herbst für Aktivurlauber ein beliebtes und gefragtes Urlaubsziel. Der häufig auftretende Nebel im Winterhalbjahr lässt den See in einem bizarren Licht erscheinen.
Die Auswahl des Urlaubsortes ist nicht leicht, denn hier findet man nicht nur interessante und lebendige Städte wie Konstanz, Lindau, Friedrichshafen und Bregenz, sondern auch viele malerische in die Landschaft eingebettete Orte, wie z.B. Meersburg, Langenargen, Immenstadt, Uhldingen, Überlingen. Zu erkunden sind auch die vielen kleineren und größeren Inseln und Halbinseln. Am bekanntesten sind Mainau, Reichenau und Lindau.
Ob für Familien, Singles, Best Ager, Jugendgruppen, Paare – am Bodensee kann jeder einen perfekten Urlaub verbringen. Soll es ein Wellness Hotel mit 5 Sternen sein oder lieber ein intimes Garni Hotel, eine Pension, ein Zimmer bei einem der vielen privaten Anbieter oder für die Familie eine Ferienwohnung – die Auswahl ist scheinbar grenzenlos.
nach obenKonstanz
Mit ca. 55.000 Einwohnern ist Konstanz die größte Stadt am Bodensee. Sie liegt direkt an der Grenze zur Schweiz und ist mittlerweile mit der schweizer Stadt Kreuzlingen zusammengewachsen. Die Geschichte der Stadt geht zurück bis in die Römerzeit. Im 15. Jahrhundert fand hier sogar mal eine Papstwahl statt. Konstanz bietet Kultur und Erholung in einem. Einen Besuch wert sind die verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Wahrzeichen der Stadt, das Münster „Unserer lieben Frau“, das Konzilsgebäude, indem heute Veranstaltungen stattfinden. Direkt an der Hafeneinfahrt steht die „Imperia“, eine 9 Meter hohe Skulptur, die sich in einem 4-minütigen Rhythmus um sich selbst dreht. Die Ruinen aus der Zeit der Römerherrschaft können heute in einem unterirdischen Museum besichtigt werden. Das Sea Life zeigt eine faszinierende Ausstellung von rund 3.000 Süß- und Salzwasserfischen. Enge verwinkelte Gassen mit kleinen Häusern aus der Zeit des Mittelalters, das ist der Stadtteil „die Niederburg“. Hier findet man auch viele Cafés, Restaurants, urige Weinstuben und Geschäfte. Am Lenk Brunnen mit seinen Wasserspielen und über 30 Figuren ist eine Entspannungspause angesagt.
Als Urlaubsziel ist Konstanz nicht nur ein idealer Ausgangspunkt zur Erkundung der Inseln Mainau und Reichenau, sondern auch zum Erholen die Seele baumeln lassen auf den Liegewiesen am See oder in der Bodenseetherme. Um den See noch mehr zu genießen werden, Tret- und Motorboote angeboten. Zum Shopping eignet sich das „Lago“, eines der größten und modernsten Einkaufszentren mit über 70 Fachgeschäften. Das Angebot zum Übernachten ist riesig. Man findet Hotels der Luxusklasse mit Wellnessbereichen, Pensionen und Privatvermieter, sowie Ferienwohnungen und auch Campingplätze und eine Jugendherberge.
In den Sommermonaten von April bis Oktober werden 2 stündige Stadtrundgänge angeboten. Außer mit dem Auto oder der Bahn kann man auch per Schiff anreisen. Von Meersburg geht alle 15 Minuten eine Fähre nach Konstanz. Im Stundentakt fährt ein Katamaran ab Friedrichshafen.
nach obenLindau
Lindau mit seinen ca. 24.000 Einwohnern liegt auf der gleichnamigen Insel. Die Stadt ist durch einen Bahndamm und eine Brücke mit dem Festland verbunden. Erstmals 882 erwähnt, wurden jedoch auch Spuren aus der Römerzeit gefunden. Berühmt und auf vielen Bildern vom Bodensee zu sehen, ist das Wahrzeichen der Stadt, die Hafeneinfahrt mit dem 33 m hohen neuen Leuchtturm und dem Bayerischen Löwen. Umrahmt von vielen bunten Gartenanlagen findet man hier noch eine sehr gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit historischen Fassaden. Hier befindet sich auch die Maximilianstrasse. Sie ist Lindaus Haupteinkaufsstrasse und Fußgängerzone. Hier kann man durch kleine Läden bummeln und sich in vielen Cafés und Restaurants eine Pause von den vielen Eindrücken gönnen.
Große Teile der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch erhalten und sehenswert. Der „Mangturm“ ist der Turm der einstigen Stadtbefestigung und das Ende der Stadtmauer. Ein ebenfalls interessantes Bauwerk ist der „Diebsturm“, das einstige Gefängnis. Wer mit dem Zug anreist kann die noch gut erhaltene Jugendstilfassade des Hauptbahnhofs bewundern. Auf der Insel sind drei bedeutende Kirchen zu besuchen. Das Münster „Unserer Lieben Frau“ im Barockstil, im Rokoko Stil präsentiert sich die „St. Stephanskirche“ und die 1000 Jahre alte „Peterskirche“. Direkt am Marktplatz ist das Lindauer Stadtmuseum im „Haus zum Cavazzen“ in einem der schönsten Bürgerhäuser des Bodensees untergebracht.
Bei einem Spaziergang durch die Stadt fallen auch die vielen verschiedenen Brunnen auf. Was früher als Wasserspender notwendig war, ist heute Kunstdenkmal. Besonders erwähnenswert sind der „Narrenbrunnen“ und der „Neptunbrunnen“. Es werden 1 ½ stündige Stadtrundgänge, aber auch Abendrundgänge mit dem Nachtwächter angeboten. Neu sind Segway Touren durch die Stadt und in die Umgebung. Aufs Wasser geht es mit einer Bootsrundfahrt ab und bis Lindau. Hier kann man zwischen verschiedenen Rundfahrten wählen. Hotels aller Kategorien, Pensionen und Privatvermieter, sowie Ferienwohnungen und auch Campingplätze und eine Jugendherberge bieten sich zum Übernachten an.
nach obenMeersburg
Zwischen Friedrichshafen und Überlingen liegt Meersburg am nördlichen Ufer des Bodensees. Die Stadt mit Ihren ca. 6000 Einwohnern wird dominiert von der Burg, die 988 erstmals erwähnt wurde. Auf einer Höhe von 400 bis 500 Metern inmitten von Weinbergen besticht dieser idyllische Ort mit seiner malerischen Lage. Die aus dem Mittelalter stammende Stadtmauer prägt heute noch das Bild der Stadt. Innerhalb dieser Mauern findet man kleine Gässchen und wunderschöne Plätze. Von der Burgterrasse oder der Schlossterrasse genießt man eine herrliche Aussicht auf den Bodensee und die Alpen. Im Burgmuseum mit dem Rittersaal, der Waffenhalle und dem Verlies fühlt man sich wie im Mittelalter. Das neue Schloss wurde im barocken Stil von den Konstanzer Fürstbischöfen erbaut. Es ist komplett saniert und modernisiert und erst 2012 wieder geöffnet worden. Viele musikalische Veranstaltungen sind hier geplant. Es eignet sich aber auch sehr gut für Tagungen und Kongresse. Nicht zu übersehen an der Hafenmole ist die „Magische Säule“ von Peter Lenk, einem am Bodensee ansässigen Künstler. An der Säule sind bekannte Meersburger Persönlichkeiten wie z. B. die Dichterin Annette von Droste Hülshoff porträtiert. Die bekannte Dichterin lebte hier eine geraume Zeit und hat auf dem Friedhof ein Ehrengrab.
Bedingt durch die Lage gibt es sehr viele Aussichtspunkte in Meersburg. Einen einmaligen Panoramablick auf die Altstadt, den See und die Alpen genießt man zum Beispiel von der Friedrichshöhe. Jährlich im September findet das Weinfest statt. Das Angebot an erlesenen Weinen von Meersburger Weingütern und Winzern aus der ganzen Region ist groß.
Anreisemöglichkeiten gibt es per Flugzeug nach Friedrichshafen. Von dort sind es 15 km mit dem Bus nach Meersburg. Der nächst gelegene Bahnhof liegt im 6 km entfernten Uhldingen-Mühlhofen. Per Schiff erreicht man die Stadt mit der Fähre aus Konstanz. Für alle die in Meersburg länger verweilen möchten, gibt es ein reichhaltiges Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten.
nach obenBregenz
Bregenz ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg und hat ca. 28.000 Einwohner. Sie liegt am östlichen Bodenseeufer. Schon 1500 v. Chr. siedelten hier die Römer. Zeugnis von dieser Zeit sind die Funde am Gebhardsberg. Von 1805 bis zum Wiener Kongress 1814 gehörte Bregenz zum Königreich Bayern. Beim Wiener Kongress verzichteten die Bayern auf die Stadt und sie wurde dem österreichischen Kaiserreich zugesprochen. 1918 wurde Vorarlberg ein Bundesland von Österreich und Bregenz die Hauptstadt mit Sitz der Landesregierung.
Der Pfänder ist der Hausberg von Bregenz. Er ist 1064 m hoch. Zum Gipfel führt eine geschlossene Seilbahn, die sog. „Pfänderbahn“. Oben hat man eine herrliche Aussicht auf den Bodensee und über 200 Alpengipfel. In der noch gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt, der Oberstadt, thront das Wahrzeichen der Stadt, der „Martinsturm“ ein barocker Zwiebelturm. Weiterhin sehenswert ist unter anderem das Postamt, ein monumentaler Bau im Stil der Neorenaissance, der während der k.u.k. Monarchie errichtet wurde.
Ein internationales renommiertes Tanzfestival ist der „Bregenzer Frühling. Weltberühmt sind die alljährlich im Sommer stattfindenden „Bregenzer Festspiele“. Mit 7.000 Plätzen ist die Seebühne die größte der Welt. Direkt am See liegt das Spielcasino. Ein Highlight ist der Brunnen am Treppenaufgang. Sieben verschiedene Künstler haben hier als optische Verbindung zum See eine dreidimensionale Gartenlandschaft gestaltet. Direkt am Seeufer befinden sich das Strandbad und das Hallenbad.
Ab dem Hafen Bregenz werden mehrstündige Kreuzfahrten wie z.B. eine „Dreiländer-Panoramarundfahrt“, eine „Happy Hour“ Tour und Dinnerfahrten, die jeweils unter einem anderen Motto stehen, angeboten. Mit dem Auto erreicht man Bregenz über die A 14, das Flugzeug landet in Friedrichshafen und ein Airport Bus fährt in das 32 km entfernte Bregenz. Internationale Züge wie auch ein Autoreisezug machen die Bahnanreise zum entspannten Urlaubsbeginn. Regelmäßige Fährverbindungen gibt es nach Konstanz, Lindau, Meersburg und Romanshorn. Über 1600 Betten in verschiedenen Preiskategorien stehen für die Übernachtungsgäste bereit.
nach obenFriedrichshafen
Knapp 60.000 Einwohner nennen Friedrichshafen ihr Zuhause. Sie liegt am östlichen Ufer des Bodensees und ist nach Konstanz die zweitgrößte Stadt am See. 1811 wurde sie aus Buchhorn und Kloster Hofen gegründet und konnte 2011 ihr 200jähriges Bestehen feiern. Friedrichshafen ist die Heimat des Zeppelins. Am 2.Juli 1900 stieg hier der erste Zeppelin in die Luft. Graf Ferdinand von Zeppelin, geboren in Konstanz, errichtete hier sein Werk für die Luftschiffe. Das Zeppelinmuseum findet man im ehemaligen Hafenbahnhof. Hier werden die Geschichte und Entwicklung des Zeppelins dargestellt. Ein Rundflug mit dem Zeppelin ist ein einmaliges Erlebnis.
Ganz geprägt im Sinne von Zeppelin hat die Stadt ihrem Grafen den Zeppelin Brunnen, in der Nähe des Stadtbahnhofs und das Zeppelin Denkmal mitten im Stadtgarten errichtet. In einem wunderschön gestalteten Garten am See liegt das Schloss. Es wurde für König Wilhelm I. von 1823 bis 1830 zu einer Sommerresidenz umgebaut. Heute werden Teile von der herzoglichen Familie bewohnt, deshalb kann man das Innere nicht besichtigen.
Die Schlosskirche aus Roschacher Sandstein mit ihren beiden 55 m hohen Türmen ist das Wahrzeichen der Stadt. Für die Innenbesichtigung werden Führungen angeboten. An der Uferpromenade liegt das Klangschiff „Im Augenblick“. Es wurde als Botschafter für den Frieden gebaut und machte eine lange Reise auf der Donau mit Stationen in Ulm, Passau, Wien, Bratislava und Budapest bis nach Sarajevo in Serbien. Hier finden viele Konzerte statt. Eines der wichtigsten Tore zur Stadt ist der 22 m hohe Aussichtsturm, zu finden an der Hafenmole. Von der Plattform hat man einen tollen Blick auf die Stadt, den See und das Panorama der Region. Wenn man nicht mit dem eigenen Auto oder der Bahn anreisen möchte, kann sich auch in ein Flugzeug setzen. Friedrichshafen hat den einzigen Flughafen am Bodensee der von vielen deutschen Städten, sowie von Linz und Wien angeflogen wird.
nach obenInsel Mainau
Die wohl bekannteste Insel am Bodensee ist die Insel Mainau. Sie ist die drittgrößte Insel und umfasst ca. 45 ha. Wegen des milden Klimas findet man hier mediterrane Vegetation. Den Mittelpunkt der Insel bilden das Schloss und die Schlosskirche. Beide ein Ausdruck der süddeutschen Barockkunst. Im Schloss lebt die gräfliche Familie Bernadotte. Trotzdem sind während der Veranstaltungen und verschiedenen Ausstellungen Teile des Schlosses für das Publikum zugänglich. Rund um das Schloss kann man bietet sich eine Fülle an Flora und Fauna. Das ganze Jahr über gibt es 500 verschiedene Baumarten zu bewundern. Ein mediterranes Gefühl kommt beim Besichtigen der Brunnenarena auf. Im Sommer entdeckt man hier viele tropische Pflanzen. Das Schmetterlingshaus erwartet den Besucher mit einer durchschnittlichen Temperatur von 26 Grad und 80 – 90% Luftfeuchtigkeit. Es beherbergt 80 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Im angeschlossenen Duftgarten verzaubern mehr als 150 verschiedene Düfte die Sinne.
Das Frühjahr beginnt mit einer Orchideenschau, daran schließen sich riesige Felder mit Narzissen, Hyazinthen und Tulpen an. Es folgen über 200 Rhododendren- und Azaleensorten. Im Sommer liegt der Duft von ca. 30.000 Rosenstöcken über der Insel. Der Herbst wird mit einer reichhaltigen und vielfältigen Dahlienblüte eingeleitet. Die Mainau ist auch ein Paradies für Kinder. Auf 11.000 Quadratmeter befindet sich das Kinderland „Wasserwelt“. In der Mitte ist ein See auf dem die Kinder mit Flößen fahren können. Holzhäuschen die durch Hängebrücken und Kettenstege miteinander verbunden sind und ein Streichelzoo lassen die Kinderherzen höher schlagen.
Sehr beliebt ist die Insel auch für Hochzeiten. Kirchliche Trauungen finden in der Schlosskirche statt und auch standesamtliche Trauungen sind möglich. Die Insel erreicht man per Schiff der „Weissen Flotte“. Für die Anreise mit dem eigenen Auto gibt es genügend Parkplätze. Über eine Fußgängerbrücke erreicht man die Insel. Fahrrad fahren auf der Mainau ist nicht erlaubt. Auch für Fahrräder gibt es ausreichend sichere Abstellmöglichkeiten.
nach obenReichenau
Zwischen Konstanz und Radolfzell liegt die größte der 3 Bodenseeinseln, die Reichenau. Auf der Insel gibt es 3 Dörfer, Oberzell, Mittelzell und Niederzell mit zusammen ca. 3.500 Einwohnern. Sie gehört seit November 2000 zum UNESCO Welterbe. Der Gemüseanbau ist eine wichtige Einnahmequelle. Durch das milde Klima und den Föhn aus den Alpen werden der Wuchs von Tomaten, Gurken und Salaten so stark begünstigt, dass man hier bis zu 3-mal im Jahr ernten kann.
Die Insel wird auch die Klosterinsel genannt, denn sie bekannt für ihre 3 Kirchen im romanische n Stil, die zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert erbaut wurden. Das Münster St. Maria und Markus wurde von dem Wanderbischof Pirmin aus dem Benediktiner Orden im Jahr 724 als Kloster gegründet. Es befindet sich in Mittelzell und man kann Teile des Ostquergangs, die Kreuzbasilika und den spätgotischen Chor besichtigen. In Niederzell sind die Basilika St. Peter und Paul. Sie besteht aus drei Kirchenschiffen und im 18. Jahrhundert wurden Teile im barocken Stil umgebaut. Als weitere Sehenswürdigkeit steht die dritte Kirche St. Georg in Oberzell. Sehenswert ist das Mittelschiff. Zu bestaunen gibt es hier Wandmalereien, die Wunder von Jesus darstellen.
Weitere kulturhistorische Zeugen sind im Museum Reichenau zu finden. Eine Attraktion ist auch der im ehemaligen Klostergarten angelegte Kräutergarten. Wassersportler kommen auf der Insel voll auf Ihre Kosten. Ob für Segler, Ruderer, Kanu- oder Kajakfahrer, das Angebot ist groß. Kleine drei und vier Sterne Hotels, Gästehäuser und Ferienwohnungen laden zum längeren Verweilen ein. Zu erreichen ist die Insel über einen langen vom Festland mit Pappeln gesäumten Damm, der auch von Autos befahren werden darf. Am südlichen Ende des Damms ist die Wasserburg „Schopflin“. Es sind nur noch die ca. 10 Meter hohen Mauern erhalten. Hier ist auch der Ausgangspunkt der Deutschen Alleenstrasse. Die Anreise mit dem Schiff ist von Konstanz oder Schaffhausen möglich.
nach obenSalem
Die Gemeinde Salem liegt ca. 17km vom Bodenseeufer entfernt. Das Schloss Salem ist eines der beeindruckensten und schönsten Kulturdenkmäler in der Bodenseeregion. Es wurde im Jahr 1134 als Kloster von den Zisterzienser Mönchen errichtet und war eines der wichtigsten und reichsten Abteien in der ganzen Region. Die Anlage vereint gotische Würde mit barocker Eleganz.
Die Blütezeit des Klosters war im Mittelalter. Eine Erinnerung daran ist das Münster im gotischen Stil. Prachtvoller Barock und imposante Malereien mit viel Stuck zieren die Innenräume. Durch die Einziehung von kirchlichem Besitz in staatliche Hände im Jahr 1804 ging es an die Markgrafen von Baden über. Es wurde in „Schloss Salem“ umbenannt und ist der Wohnsitz der markgräflichen Familie. 1920 wurde von Prinz Max von Baden und Kurt Hahn ein Internat eröffnet. Es ist heute eines der renommiertesten internationalen Privatschulen in Deutschland.
In Kloster und Schloss haben sich verschiedene Handwerker niedergelassen. Der Besucher kann hier die Arbeiten von Glasbläsern, Gold- und Kunstschmieden, sowie von Holzkünstlern und Schuhmachern bewundern und die hergestellten Dinge auch käuflich erwerben. Die Anlage ist vom 1.April bis 1. November geöffnet. Ein Erlebnisbus pendelt im Stundentakt zwischen dem Kloster und dem Schloss. Es werden verschiedene Führungen angeboten. Ein weiterer Erlebnisbus verbindet das Schloss Salem mit dem Affenberg. Über 200 Berberaffen leben hier frei in einem ca. 200.000 qm großen Waldgebiet. Man darf die Tiere sogar mit einem speziellen Futter, welches er kostenlos erhält, füttern. Zu bestimmten Zeiten werden die Affen von Mitarbeitern versorgt, die dem interessierten Besucher auch gerne Fragen beantworten und Erläuterungen geben.
Auf dem Affenberg leben aber auch Störche, ein Dammhirsch mit Kühen und Kälbern sowie Enten, Graugänse, Blässhühner und andere Wasservögel. Ein Abenteuerspielplatz begeistert die Kinder. Der Affenberg ist vom 15. März bis 4. November täglich geöffnet. Eine regelmäßige Busverbindung gibt es von Unteruhldingen, Uhldingen-Mühlhofen und dem Salemer Bahnhof.
nach obenPfahlbaumuseum in Unteruhldingen
Ca. 8km von Überlingen entfernt liegt in einem Naturschutzgebiet das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen. Es ist eines der größten Freilichtmuseen und führt den Besucher in einer Zeitreise in die Vergangenheit. Man wird in einem ca. 1 stündigen Rundgang durch besonders geschulte Führer in die Stein- und Bronzezeit zurück versetzt. Über Holzstege geht es von Pfahlbauhaus zu Pfahlbauhaus die alle originalgetreu eingerichtet sind. Die Häuser gehören seit 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe und liegen inmitten des ältesten Naturschutzgebietes der Region am Bodensee. Sie sind ein wichtiges Instrument für Forschungszwecke um mehr über das Leben vor Jahrtausenden von Jahren zu erfahren. Der schon 1922 gegründete Pfahlbauverein ist für die Betreibung des Museums und das daran angeschlossene Forschungsinstitut verantwortlich. 1996 wurde der Museumsneubau vom damaligen Bundespräsidenten Dr. Roman Herzog eröffnet.
Die ersten beiden Steinzeithäuser wurden 1921 errichtet. Hinzu kamen das bronzezeitliche Dorf Bad Buchau, das steinzeitliche Dorf Sipplingen und das bronzezeitliche Dorf Unteruhldingen. Zu Forschungszwecken wurden die Häuser Hornstaad und Arbon gebaut. Im Dorf Bad Buchau sind u.a. die Werkstätten des Töpfers, des Bronzegießers und das Haus des Hirten. Die frühen Arbeiten der Bauern, Fischer und Händler werden dem Besucher im Dorf Sipplingen nahe gebracht. Sonderveranstaltungen finden in der Dorfhalle im Steinzeitdorf statt. Die Antwort zu den häufigsten Fragen wird mit Infotexten und vielen Illustrationen im „Haus der Fragen“ beantwortet.
In den einzelnen Häusern findet der Besucher auch Werkzeuge zum Anfassen und die Herstellung dieser Geräte wird vor Ort demonstriert. Kinder können mit „Uhldi“ Getreide ernten, es mahlen, in einem Steinzeitofen Feuer machen und dann Fladen backen. Auch das Fernsehen hat hier Einzug gehalten. Für die Sendung mit der Maus ließ die ARD das Maushaus errichten, welches leider wie auch das Hornstaadhaus (2011 wieder aufgebaut) 2009 durch ein Unwetter zerstört wurde. Auch wurde hier in 2007 die Fernsehserie „Steinzeit“ – Leben wie vor 5000 Jahren“ gedreht.
nach obenSchloss Arenenberg
Schloss Arenenberg wird von vielen Reisenden als schönstes Schloss am Bodensee tituliert, liegt hoch über dem Untersee auf der schweizerischen Seite im Kanton Thurgau. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der Bürgermeister von Konstanz den Bauernhof mit Namen „Narrenberg“ abreisen und an dieser Stelle das Schloss errichten. Dafür war natürlich der Name nicht mehr genehm und es wurde in Arenenberg umbenannt. Als im Jahr 1817 die im Exil lebende Tochter von Kaiserin Josephine (1.Frau von Napoleon I.) eine ständige Bleibe suchte, wurde das Schloss an sie verkauft. Hortense de Beauharnais ließ es im Pariser Stil umbauen und lebte dort bis zum Ihrem Tod 1837. Durch eine Schenkung der Gemahlin von Napoleon dem III. gehört es heute dem Kanton Thurgau.
Das Schloss ist in einem sehr gut erhaltenen Zustand. Die Räume im Erdgeschoss und im ersten Stock sind voll möbliert und können besichtigt werden. In unmittelbarer Nähe des Schlosseingangs steht eine kleine Kapelle die im neugotischen Stil gebaut wurde. Anlässlich des 200. Geburtstags von Napoleon III. im Jahr 2008 wurde der Schlosspark wieder hergestellt. Die Parkanlage ist ein europäisches Kulturdenkmal höchsten Ranges. Sie ist 12 ha groß und wurde im Stil der englischen Landschaftsgärten angelegt. Beim Spaziergang auf dem kleinen Rundweg genießt man einen herrlichen Blick auf den Bodensee. Zwei Ziergebäude im Park, die Eremitage und der Aussichtspavillon, dessen Eingang von einem Satyrn, (Mischwesen der griechischen Mythologie),an jeder Seite flankiert wird. Man nimmt an, dass der Eingang eines Gewölbes zu einem historischen Plumpsklo führt obwohl im Schloss die sanitären Einrichtungen zu den fortschrittlichsten ihrer Zeit gezählt haben sollen.
In den Wirtschaftsgebäuden des Schlosses ist heute das Thurgauer Land-, hauswirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrum untergebracht. Schloss und Napoleonmuseum sind von Mitte April bis Mitte Oktober geöffnet. Arenenberg liegt oberhalb des Orts Salenstein, zwischen Konstanz und Stein am Rhein. Es ist auf alle Fälle einen Tagesausflug wert.
nach obenAktivitätsmöglichkeiten am Bodensee
Rad fahren
Der Bodensee Radweg ist ein Mekka für jeden Radfahrer. Mit dem Fahrrad erreicht man fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten rund um den See. Wer in Konstanz startet kann im Uhrzeiger immer am Ufer entlang radeln. Aber auch im Umland sind genügend Radwege markiert. In fast jedem Ort gibt es einen Fahrradverleih. Es werden auch komplette Radwanderungen mit Übernachtung und Gepäckservice angeboten.
Wassersport
Wassersportler aller Kategorien verbringen ihren Urlaub gerne am Bodensee. Man kann segeln, surfen, hier ist das Kitesurfen en vogue, paddeln, Motorboot oder Wasserski fahren und sogar tauchen, denn aufgrund der Wassertiefe und seiner Kälte ist der See auch für anspruchsvolle Taucher im nördlichen Teil des Sees von Interesse. Schulen, um diese Sportarten zu erlernen, gibt es genügend.
Baden
Badespaß am Bodensee – Kein Problem, unzählige Strandbäder rund um den See laden ein zum Sprung ins saubere Nass. Sich sonnen auf gepflegten Liegewiesen, mit einem leckeren Eis oder ein kühles Getränk ist Entspannung pur. Für Regentage gibt es aber auch viele Hallenbäder die meistens auch direkt am See liegen.
Wandern
Wandern zu jeder Jahreszeit und in verschiedenen Höhenlagen, die Bodenseeregion bietet gut markierte Wege und ein reichhaltiges Angebot an Einkehrmöglichkeiten. Es gibt unzählige Routenvorschläge für eine leichte Wanderung wie z.B. eine Uferwanderung, aber auch richtige Bergtouren auf den Widderstein (2.533 Meter) oder den Karhorn (2.416 Meter). Selbstverständlich sind auch geführte Wanderungen möglich.
Inlineskaten
Viel Spaß und Bewegung für die ganze Familie bringt das Inlineskaten. Der Bodensee zählt zu den Top Inline Regionen in Europa. Sehr gut ausgebaute Wege auf denen sich nicht nur Profis tummeln, die sich auch für Anfänger eignen. Je nach Können und Ausdauer sind die einzelnen Streckenabschnitte so eingeteilt, dass man das Skaten jederzeit mit einer Weiterfahrt auf einer Fähre oder mit dem Bus unterbrechen kann, um so die meisten Sehenswürdigkeiten auf Inlinern zu besichtigen und dabei noch die Landschaft genießen kann.
Golf
Insgesamt 27 Golfplätze rund um den Bodensee und im Hinterland lassen ein Golferherz höher schlagen. Direkt am See puttet man in sanft geschwungenen Landschaften und in der Umgebung inmitten des Alpenpanoramas. Auf den Plätzen, die alle einen sehr hohen Standard aufweisen, macht es Spaß sein Handicap zu verbessern.
Fliegen
Warum nicht mal in die Luft gehen! Egal ob beim Ballon fahren, mit einem Gleitschirm, bei einem Rundflug mit dem Zeppelin, in einem Motor- oder Segelflugzeug und sogar mit einem Ultraleichtflugzeug, dass ist das „Cabrio“ unter den Motorflugzeugen, genießt man aus der Vogelperspektive ein einzigartiges Panorama. Es gibt wohl kaum eine Region in Deutschland, die so voller Facetten ist, wie der Bodensee. Ob groß oder klein, jeder kann hier einen Urlaub ganz nach seinem individuellen Geschmack gestalten.
nach obenBodensee Special Tipps
Unterkünfte
Je nach Budget laden ausreichend Hotels aller Kategorien, Privatpensionen, Ferienwohnung, Jugendherbergen und Campingplätze zum Verweilen ein.
Aktivitäten
Aktiv sein beim Radfahren, Wandern, Wassersport, Baden, Gleitschirmfliegen, Inline Skaten, Golfen oder gemütlich beim Angeln oder bei einem Malkurs. Ferien am Bodensee sind vollgepackt mit Action.
Sehenswürdigkeiten
Jeder größere oder kleinere Ort hat vieles zu bieten was sich zum Ansehen lohnt. Nicht verpassen sollte man die Inseln Mainau und Reichenau, die Insel und Stadt Lindau mit der imposanten Hafeneinfahrt, das Münster in Konstanz, in Friedrichshafen das Zeppelinmuseum, das mittelalterliche Städtchen Meersburg, das Freilichtmuseum der Pfahlbauten von Unteruhldingen, Schloss Salem etc.
Kultur
Fast das ganze Jahr werden in den verschiedenen Museen Sonderausstellungen gezeigt. Der Musikliebhaber kann unter einer Fülle von Konzerten wählen. Ein besonderes Highlight sind die Bregenzer Festspiele auf der Freilichtbühne im See.
Essen, Trinken, Ausgehen
Eine Spezialität sind die Bodenseefelchen. Dazu wählt man einen guten Wein aus den kleinen aber feinen Weinanbaugebieten der Region. Fortuna kann man in den Spielcasinos von Bregenz und Lindau herausfordern.
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