Die Algarve

Die Algarve

Algarve
Algarve     Quelle: Miroslaw / pixelio.de

Die Algarve lädt durch das ausgeglichene Klima ganzjährig zum Erholen ein, der heißeste Monat ist der August, hier werden tagsüber Werte von über 30 Grad erreicht und nachts liegen die Werte in der Regel um die 25 Grad. Auf einer Länge von rund 155 Kilometern erstrecken sich die Algarve und dies auf einer Breite von 25 bis 50 Kilometer entlang der südlichen Atlantikküste der Iberischen Insel. Die Algarve macht rund 6 Prozent von der Gesamtfläche Portugals aus, dies entspricht ungefähr 5.000 Quadratkilometer. Durch den Fluss Guadiana wird der Osten des Landes begrenzt, der Fluss trennt die Algarve von der spanischen Provinz Andalusien. Der Atlantische Ozean begrenzt den Westen und den Süden des Landes. Die Provinz Alentejo schließt sich im Norden von Algarve an. Die Algarve wird landschaftlich in drei Regionen unterteilt, die einzelnen Regionen unterscheiden sich aufgrund ihrer Besiedelung und ihrer touristischen Erschlossenheit. Die Region Serra besteht aus Tonschiefer und Sandstein. Die Serra de Monchique ragt im Nordwesten mit dem höchsten Punkt Pico da Foia empor. Diese Region macht rund 50 Prozent von der Algarve aus, doch diese Region ist eher dünn besiedelt und sie ist für Touristen nicht so interessant. Die Region Barrocal macht rund 25 Prozent von Algarve aus, diese Region wird überwiegend für die Landwirtschaft genutzt. Barrocal ist geprägt von einem Kalk-Hügelland.

Das touristische Herzstück von der Algarve ist die Region Litoral, an diesem Küstenstreifen konzentriert sich der Tourismus. An dem Küstenstreifen liegen die größten Städte. Besonders beliebt bei den Touristen ist der weltbekannte Küstenstreifen zwischen Faro und dem äußerst westlich gelegenen Cabo de Sao Vincente. Die Felsalgarve bietet Steilküsten, wunderschöne Grotten, malerische Felsformationen, feinsandige Strände und romantische Buchten. Die Buchten können zum Teil nur mit einem Boot erreicht werden. Die Felsen schimmern in einem gelb- rötlich –braunen Farbton. Die Algarve ist in 16 Kreise und 84 Gemeinden aufgeteilt, die größte Stadt ist Faro.

Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus und die Landwirtschaft. Aufgrund der Überfischung der Meere geht der Fischfang immer mehr zurück. Die Urlauber werden von den Einheimischen Algarvios herzlich aufgenommen, denn die Bewohner von der Algarve sind sehr freundlich und höflich. Hier wird niemand auf laute oder aufdringliche Menschen stoßen. Besonders auffällig ist die Liebe zu Kindern, die Algarvios lieben Kinder und die Touristen werden am Strand immer wieder sehen, wie die Eltern hier mit ihren Kindern am Strand spielen und toben. Aufgrund der sehr ausgeprägten Kinderfreundlichkeit ist die Algarve ein idealer Urlaubsort für Familien mit Kindern.

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Faro die Hauptstadt der Algarve

Faro ist die Hauptstad der Algarve, sie besteht aus den sechs Gemeindebezirken Conceiçao, Estói, Santa Bárbara de Nexe, Faro, Faro (Sè) und aus Montenegro. Die Hauptstadt umfasst eine Fläche von circa 202 Quadratkilometern. Faro ist eine der touristischen Hochburgen des Landes. Das Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum von der gesamten Algarve befindet sich in der Hauptstadt. Bereits 1540 erhielt Faro das Stadtrecht, 1577 wurde der Bischofssitz von Silves nach Faro verlegt.

Um 1640 entbrannten verschiedene Kriege zwischen Portugal und Spanien, die heutige Hauptstadt erhielt in dieser Zeit neue Stadtmauern. Bei einem Erdbeben im Jahr 1755 wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Ein Jahr später wurde Faro die Hauptstadt der Algarve. 1808 besetzten Franzosen die Stadt. 1930 wanderten sehr viele Einwohner aus, dies lang am Niedergang der Fischindustrie, zahlreiche Einwohner wanderten nach Nordamerika aus. In den 1950er und 1960er Jahren gab es erneut eine Auswanderungswelle, diesmal verließen viele Einheimische das Land, um in Frankreich oder Deutschland zu leben. Seit den 1980er Jahren kommen immer mehr der ehemaligen Einheimischen in die Stadt zurück und seit dieser Zeit ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftsfaktor von der Hauptstadt.

Touristen, die mit dem Flugzeug in die Algarve reisen, landen automatisch in Faro. Die Hauptstadt verfügt neben Porto und Lissabon über den dritten internationalen Flughafen auf dem Festland von Portugal. Je nach Wetterlage und Tageszeit können die Touristen schon beim Anflug die vorgelagerten Insel Ilha de Faro und das Naturschutzgebiet Ria Formosa mit seiner Lagunenlandschaft erkennen.

Urlauber, die mit dem Auto anreisen, landen automatisch unmittelbar neben dem historischen Zentrum auf einen großen Parkplatz, den Largo de Sao Francisco. Auf diesem Parkplatz kann das Fahrzeug kostenlos abgestellt werden. Die Polizei überwacht tagsüber den großen Parkplatz. Dieser große Parkplatz wurde früher für Jahrmärkte genutzt. 2000 wurde der Platz mit einem großen Springbrunnen umgestaltet. Westlich von dem Parkplatz sind die alten Stadtmauern von Faro zu sehen. Die Hauptstadt hat einiges für Touristen zu bieten, neben der sehr schönen Altstadt, können die Urlauber hier auch verschiedene historische Bauwerke besichtigen. Zu den bekannten Bauwerken zählen unter anderem Folgende: der Bischofspalast Paço Episcopal, die Kathedrale, die Kirche do Carmo, die Misericórdia-Kirche, das Kloster dos Capuchos und die alte Stadtmauer.

Faro bietet neben seinen sehr interessanten Sehenswürdigkeiten viele Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants in allen Preislagen, Bars, Diskotheken sowie wunderschöne Hotels und Ferienhäuser. Der Praia da Ilha do Faro ist der Hausstrand von Faro, dieser lädt zum Ausruhen ein, auch hier gibt es verschiedene Restaurants und für den kleinen Hunger zwischendurch stehen den Urlaubern einige Kioske zur Verfügung.

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Lagos eine der schönsten Städte der Algarve

Die Stadt Lagos zählt zu den schönsten Städten der Algarve. Hier bekommen die Urlauber eine sehr beeindruckende Auswahl an Stränden geboten. Der Maia Praia ist ein kilometerlanger sowie breiter Sandstrand, dieser endet in einer imposanten Meeresbucht. Von hier aus können die Touristen die schönsten Felsformationen der Algarve sehen, hierzu gehören auch kleine romantische Felsbuchten. Die Steilküste von Lagos ragt 2 Kilometer südlich in den Atlantik hinein, die Landzunge hat den klangvollen Namen Ponta das Piedade. Bei einer Fahrt mit einem der schönen Fischerboote durch die Grotten kann nicht nur die Naturschönheit der Algarve bewundert werden, sondern auch die skurrilen Felsformationen, die aus Fels gebildeten Tunnel sowie Tore und die im Meer verstreuten Felsbrocken.

Doch Lagos hat nicht nur einen bezaubernden Strand zu bieten, sondern auch der alte Stadtkern lädt zum Staunen und Erkunden ein. Hier gibt es eine Fußgängerzone, der alte Stadtkern ist sehr gut erhalten geblieben und in den vergangenen Jahren wurde hier immer wieder restauriert und aufgearbeitet. Hier können die Besucher durch kleine Gässchen schlendern und die portugiesischen Geschäfte und Restaurants laden zum Verweilen und Genießen ein. Der alte Stadtkern bildet zugleich das Zentrum von Lagos, im Sommer sorgen Clowns, Straßenmusikanten sowie Kleinkünstler für sehr gute Laune. In den Gassen wird es oft gegen Abend eng, denn dann genießen auch die Einheimischen den Anblick ihrer schönen Stadt.

Ein Zigeunermarkt findet jeden ersten Samstag im Monat statt, dieser lockt nicht nur die Touristen an, sondern auch viele Einheimische aus der naheliegenden Umgebung. Der belebte Platz Praça Gil Eanes sollte auf jeden Fall besichtigt werden, denn hier steht eine imposante Marmorstatue, diese stellt den König João Sebastião dar. Der König startete 1578 von Lagos aus, um Afrika zu erobern, allerdings scheiterte sein Vorhaben. Doch nicht nur die Statue ist hier sehenswert, sondern auch die Jacarandabäume, diese Bäume blühen im Mai in einem unglaublichen Blau. Die schöne Stadt Lagos hat geschichtlich sowie kulturell einiges zu bieten. Besonders sehenswert ist die Kirche Santo Antonio, diese ist mit vergoldeten Holzschnitzereien ausgestattet. Des Weiteren bietet die Stadt den ersten europäischen Sklavenmarkt, Denkmäler von Heinrich dem Seefahrer und den bekannten Jachthafen Marina de Lagos.

Den Jachthafen Marina de Lagos erreicht man auf dem Weg zu Stadtzentrum, an der bekannten Avenida dos Descobrimentos ist eine Brücke und über diese gelangt man zu dem großartigen Jachthafen. Das Fort von Lagos befindet sich direkt an der Hafeneinfahrt von Lagos, heute ist das Fort ein Museum, in diesem werden die einzelnen Länder dargestellt, die von den portugiesischen Seefahrern entdeckt und erobert wurden. Nach der Besichtigung des Museums sollten die Zinnen bestiegen werden, denn von hier aus erhalten die Touristen einen wunderschönen Blick über die Stadt Lagos und über den Hafen.

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Carvoeiro lädt zum romantischen Urlaub ein

Carvoeiro ist ein ehemaliges kleines Fischerdorf, doch heute gehört es zu den bekanntesten Urlaubsorten der Algarve. Zu Beginn begeisterte das idyllische Städtchen die wohlhabenden Portugiesen, diese errichteten am Westhang der Dorfbucht ihre Ferienhäuser, in den Sommermonaten verbrachten sie dann in Carvoeiro einige erholsame Tage. Aus der Zeit, in der den reichen Portugiesen dieser Luxus vorenthalten war, stammt auch das Spielkasino, allerdings kann heute hiervon nur noch die Ruine besichtigt werden.

In dem kleinen Städtchen wohnen rund 2.900 Einwohner, auch wenn Carvoeiro heute zu den beliebtesten Urlaubszielen gehört, hat sich die Stadt ihren ursprünglichen portugiesischen Charme und Charakter erhalten. In dem bezaubernden Ort gibt es nicht ein einziges Hochhaus und dennoch stehen Urlaubern hier zahlreiche Ferienunterkünfte zur Auswahl. Um den eigentlichen Ortskern wurde die Ferienanlage in schönen flachen Häusern angesiedelt. Bei jedem Bauvorhaben wurde darauf geachtet, dass die Gebäude zum allgemeinen Landschaftsbild passen. Bettenhochburgen sucht man hier vergebens. Durch die angepasste Bauweise wird Carvoeiro auch oft als Villendorf bezeichnet.

In der Nähe der charmanten Stadt befinden sich sehr schöne Abschnitte der Felsalgarve, wie zum Beispiel der "Algar Seco". Dieser Abschnitt ist bei den Urlaubern besonders beliebt, hier können unglaublich schöne Felsformationen besichtigt werden. Allerdings gibt es hier keine Badebucht. Bei einer Fahrt mit den ehemaligen Fischerbooten können die einmaligen Felsformationen besichtigt werden. Die Fischerboote starten direkt am Strand vom Zentrum der kleinen Stadt. Zum Baden und zum Sonnen lädt der Strand der "Praia de Centianes" ein, dieser liegt ein paar Kilometer östlich von Carvoeiro. Der ruhige Strand ist von wunderschönen Felsen und Klippen eingesäumt. Die Besucher landen über die Zufahrtstraße nach Carvoeiro direkt am Hauptplatz und am Zentrum der Stadt. Der Platz ist ebenfalls von der ansteigenden Felsküste eingerahmt. Im Sommer finden hier abends auf einer kleinen Bühne musikalische Darbietungen statt. In den umliegenden Restaurants und Cafés kann die Musik genossen werden. Den krönenden Abschluss bildet der spektakuläre Sonnenuntergang, diesen werden die Urlauber garantiert niemals vergessen – Romantik pur.

Die einzige Kirche von Carvoeiro befindet sich direkt am Hauptplatz. Bevor die Kirche betreten wird, sollte einen Augenblick die Aussicht von dem Vorplatz genossen werden, denn von hier aus hat man einen wundervollen Blick auf die Strandbucht und auf den Atlantik. Die nächstgrößere Stadt ist Portimao, diese liegt 12 Kilometer östlich von Carvoeiro und hier finden die Urlauber zahlreiche sowie ausgezeichnete Einkaufsmöglichkeiten. 15 Minuten von Carvoeiro befindet sich die ehemalige Hauptstadt der Algarve, Silves. Ein Besuch dieser Stadt ist besonders empfehlenswert.

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Silves - eine geschichtsträchtige Stadt

Die Stadt Silves kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, denn diese reicht bis ins Jahr 1000 vor Christus. Schon zu Zeiten der Römer gab es in Silves eine bemerkenswerte Ansiedlung. Die Stadt erhielt während der Eroberung durch die Mauren (11. Jahrhundert) den Namen Xelb. In dieser Zeit wurden von Mauren prachtvolle Paläste erbaut, die Stadt wurde zum kulturellen Mittelpunkt der Wissenschaften unter dem Mantel des Kalifates von Cordoba. Die Stadt wurde im Jahre 1189 durch die Ritter von Santiago erobert und zu dieser Zeit lebten bereits 15.000 Menschen in der Stadt. Silves behielt unter der Herrschaft der portugiesischen Könige vorerst seine bedeutende Rolle.

Im 15. Jahrhundert nahm die Bedeutung der Stadt ab, dies lag daran, dass der Fluss Arade versandete und hiermit gab es keinen direkten Zugang mehr zum Meer. 1755 wurde die Stadt durch ein verheerendes Erdbeben zerstört, hiervon waren auch zahlreiche historische Gebäude betroffen. Heute noch können die eindrucksvollen Überreste der maurischen Burg besichtigt werden. Die Stadt nutzt bis heute das riesige unterirdische Wasserreservoir. Ein archäologisches Museum wurde über die Wasserquelle errichtet, hier können Gegenstände bis zurück in die Steinzeit besichtigt werden. Die Steinbrücke Ponte Romana wurde ursprünglich im 15. Jahrhundert über den Fluss Arade erbaut, diese wurde nach dem Zerfall rekonstruiert. Im 13. Jahrhundert wurde an dem Platz einer ehemaligen Moschee eine Kathedrale errichtet, diese wurde im Verlauf der Zeit immer wieder verändert.

Silves war in der Vergangenheit eine sehr lebhafte Stadt, doch heute ist es hier deutlich ruhiger. Die Stadt ist umgeben von dem größten Anbaugebiet von Orangen in ganz Portugal. Direkt vor Ort wird Kork verarbeitet. Besonders sehenswert sind die Staudämme des Arade und des Foz, hier finden die Urlauber eine sehr schöne landschaftliche Umgebung. Die Burg von Silves ist ein unübersehbares Zeugnis der großartigen muslimischen Baukunst. Diese Burg sollte auf jeden Fall besichtigt werden, denn hier können die Touristen direkt in die Geschichte Portugals eintauchen. Doch dies ist nicht alles, was die Burg zu bieten hat, denn von hier aus haben die Besucher einen fabelhaften Blick über die Stadt und deren Umgebung.

Die Burg von Silves ist die größte, bedeutendste und am besten erhaltene Burg der gesamten Algarve. Nicht nur die Burg sollte auf dem Besichtigungsprogramm stehen, sondern auch die hundertjährige Wassermühle. Die Wassermühle 'Sítio dos Barreiros' bietet ein einzigartiges Erlebnis, denn die schweren Mühlsteine drehen sich auch heute noch. Hier werden immer noch Getreidekörner gemahlen. Die Stadt Silves eignet sich besonders für Urlauber die an der Geschichte des Landes interessiert sind.

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Tavira – die romantische Stadt

Tavira liegt an der Ostalgarve und die Stadt bietet verschiedene architektonische Schönheiten. Hier findet man gut erhaltende und zum Teil renovierte alte Häuser und Paläste. Die kleinen gepflegten Parkanlagen laden zum Verweilen ein und auch ein Bummel durch die engen Gassen ist sehr lohnenswert. Für viele ist Tavira die wohl romantischste und schönste Stadt der Algarve. Immer mehr Touristen zieht es in die schöne Stadt, auch wenn es hier ein sehr großes Hotel direkt neben der neuen Markhalle gibt, herrscht in der Stadt Ruhe. Rund 11.000 Einwohner hat die Stadt und der Fluss rio Gilão teilt die Stadt. Südlich liegt die historische Altstadt, diese bietet Geschäfte und den Park "Jardim do Coreto". Nördlich liegt der ruhigere Teil der Stadt, dieser wird über eine alte römische Brücke erreicht.

Die Geschichte der architektonisch wertvollen Stadt geht bis ins Jahr um 2.000 v.Chr. zurück. Schon zu der damaligen Zeit hatte der Fischfang eine bedeutende Rolle. Der Hafen am Fluss Gilhão war im 17. Jahrhundert ein wichtiger Umschlagspunkt für Wein, Salz und getrockneten Fisch. Die Stadt musste nach dem schweren Erdbeben 1755 vollständig neu aufgebaut werden. In dieser Zeit entstanden sehr viele schöne Gebäude in der Architektur des 18. Jahrhunderts, allein 37 Kirchen entstanden zu dieser Zeit. Die Kirche Santa Maria do Castello enthält die Dom Paio Peres Correia und sieben seiner Ritter. Dom Paio Peres Correia hatte die Stadt eingenommen, seine Ritter waren von den Mauren getötet worden. Der Wiederaufbau der Stadt wurde von der Marqués de Pombal und von dem Bischof von Faro geleitet.

1920 verlor Tavira an wirtschaftlicher Bedeutung, dies lag an der Versandung des Hafens und an der Verlagerung der Thunfischschwärme. Während die wirtschaftliche Bedeutung immer weniger wurde, entdeckten immer mehr Touristen die Stadt. Tavira hat eine besonders malerische Lage und sie bietet eine sehr schöne Architektur. Die bekannteste Kirche von Tavira ist die Igreja da Misericórdia, sie gilt als die schönste Renaissance -Kirche der Algarve. Die Kirche befindet sich in der Nähe der Touristeninformation, auf dem Weg zur Kirche gehen die Besucher durch ein Burgtor, welches aus dem Jahre 1520 stammt.

Die Stadt reagiert auf den Tourismus und es wurden drei Golfplätze für die Urlauber gebaut. Mit der Fähre kann der Strand erreicht werden, die Fähre bringt die Urlauber direkt auf die Sandbank der Ilha de Tavira. Die ländliche Umgebung von Tavira lädt zum Ausruhen und zum Relaxen ein. Das traditionelle Dorf Cacela-a-Velha liegt östlich von der Stadt und es bietet einen direkten Blick auf das Meer.

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Die Burg von Silves

Die Stadt Silves bietet eine ganz besondere Sehenswürdigkeit für Touristen, es handelt sich hierbei um die Burg von Silves. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von den arabischen Almoraviden erbaut. Sie ist ein unübersehbares Zeugnis der großartigen muslimischen Baukunst, sie spiegelt den Glanz der islamischen Kultur wieder. Die Burg wurde 1910 als Nationales Monument klassifiziert, sie ist die größte sowie bedeutendste Burg der gesamten Algarve.

Die roten Mauern der Burg von Silves wurden aus rotem Sandstein und aus Schlamm errichtet. Oberhalb der Stadt thront die Burg auf einem Hügel, sie ist umringt von befestigten Mauern und 11 Türmen. Von der Altstadt ist das riesige Haupttor erreichbar, es wird von zwei Türmen flankiert. Beim Betreten der Festung stoßen die Besucher gleich auf das Wächterhaus, doch dieses hat keine Funktion mehr. Das Tor mit dem interessanten Namen “Verrätertor“ erregt garantiert die Aufmerksamkeit der Touristen, dieses Tor stammt aus der nördlichen Burgmauer.

Die Lustgärten sowie die unterirdischen Nahrungsspeicher sollten auf jeden Fall im Rahmen der Burgbesichtigung erkundet werden. Bei den Nahrungsspeichern handelt es sich um alte arabische Silos. In eine Welt von Tausend einer Nacht tauchen die Besucher beim Besuch der Maurischen Zisterne ein, sie ist 10 Meter hoch und sie ruht auf vier Säulen und auch die 60 Meter tiefe Zisterne der Hunde entführt die Besucher in eine „Märchenwelt“. Den Besuch der Burg werden die Urlauber nicht so schnell vergessen, denn hier bekommen sie historische Bruchstücke zu sehen und sie wandeln auf den Spuren der langen Geschichte von Silves.

Die Burg von Silves ist ein sehr beliebter Platz und neben den historischen Zeugnissen bekommen hier die Touristen einen unglaublichen Blick über die Stadt, über die Umgebung und sie können von hier aus auch den Fluss Arade sehen. Die Burg ist der beste Aussichtspunkt der Stadt.

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Die Ruinen von Milreu

Ein paar Kilometer von Faro entfernt befinden sich die Ruinen von Milreu. Die Ruinen gehören zu den bedeutendsten Zeugnissen der Algarve aus der Römerzeit. Diese Ausgrabungsstätte wurde als Nationales Monument klassifiziert. Die Besucher können hier die Überreste einer luxuriösen Landvilla besichtigen, diese wurde im 3. Jahrhundert in eine prosperierende Farm umgewandelt.

Das Anwesen wurde im 6. Jahrhundert dann christianisiert, danach wurde hieraus ein islamischer Friedhof. Nach dem die Gewölbedecke im 10. Jahrhundert eingestürzt war, wurde das Anwesen verlassen. Im 16. Jahrhundert wurde dann auf den Ruinen ein Haus errichtet, dieses Haus ist ein wertvolles Beispiel der zivilen Baukunst der Algarve. Nach dem die Ruinen freigelegt worden waren, kamen die Überreste des Herrenhauses, landwirtschaftliche Gebäude, eine Weinpresse, Bäder und ein privater Tempel zum Vorschein. Ein Tempel war ein Zentrum für jene mit Wasser verbundenen Aktivitäten, die die Römer im 4. Jahrhundert besonders gerne genossen. Des Weiteren kamen zwei Mausoleen und ein Säulengang mit 22 Säulen um einen offenen Hof mit Garten und dem zugehörigen Wassertank zum Vorschein.

Das besondere an der Landvilla ist, dass das gesamte Gebäude noch Spuren der prachtvollen Ausstattung mit Marmor sowie Mosaiken aufweist. In den Fliesendekors können die Besucher auch heute noch leuchtende Motive aus dem Meer erkennen. Die alte römische Landvilla verfügte über ein ausgezeichnetes Wassernetz und auch die Räume waren geheizt. Dies alles zeigt sehr deutlich, in welchen gehobenen Lebensstil die damaligen Bewohner der Villa hatten.

Die Ruinen von Milreu sind ein historisches Erbe und sie ermöglichen den Besuchern einen sehr guten Eindruck von der Zeit der Römer. Die Algarve diente den Römern zur damaligen Zeit als Ruhesitz. Wer einen Urlaub in Faro verbringt, sollte unbedingt die Besichtigung dieses historischen Zeugnisses mit einplanen. Hier kann man wunderbar in die Römerzeit eintauchen und für einen Augenblick vergisst man das heutige Leben.

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Die Kirche Santo António und das städtische Museum von Lagos

In Lagos kann die Kirche Santo António besichtigt werden, diese ist allerdings nur über das angrenzende städtische Museum erreichbar. Doch nicht nur die Kirche ist sehenswert, sondern natürlich auch das Museum. Der Eingang des Museums befindet sich seitlich an der Rua General Alberto da Silveira, diese liegt links gegenüber der Polizeistation. Das städtische Museum bietet eine umfangreiche Sammlung von Ausstellungsstücken aus der Geschichte von Lagos und von der Umgebung.

Im ersten Raum können Fundstücke aus der römischen Zeit besichtigt werden, hier können unter anderem die Besucher Mosaike aus Boca do Rio und aus Abicada besichtigen. Daneben können auch Werkzeuge sowie Steine aus der Bronzezeit, ein Menhir aus Silves und eine Rekonstruktion eines Grabes besichtigt werden. Nach der Abteilung, in der archäologische Funde ausgestellt werden, folgt ein großer Saal, in diesem können Pflanzen und Tiere aus der Region, die Handwerkskunst, ein nachgebauter alter Brunnen sowie eine portugiesische Miniaturstadt angesehen werden. Besonders interessant sind die Klöppelarbeiten sowie die Korkbilder.

In einem weiteren Raum sind die Orden und Fahnen der Stadt ausgestellt. Des Weiteren können die Besucher hier auch altes Tafelsilber, Waffen, Münzen, Medaillen und Gemälde besichtigen. Die gesamten Gegenstände wurden in der gesamten Zeit gesammelt oder von Bürgern zur Verfügung gestellt. Am Ende des Museums gelangen die Besucher dann zur prachtvollen Kirche Santo Antonio. Die Kirche ist über und über mit Gold versehen. Egal wo die Besucher auch hinblicken, überall ist Gold. Mit Blattgold sind die Holzschnitzereien, Heiligenfiguren, Engel, gedrechselte Säulen, Umrahmungen der Gemälde bedeckt. Ein weiteres Highlight der Kirche ist die bunt bemalte Holzdecke.

Eine barocke Pracht ist die Altarwand. Nach dem schweren Erdbeben wurde die Kirche wieder neu errichtet. Die Kirche sollte ursprünglich als Regimentskirche dienen, da der heilige Antonius der Schutzpatron des Militärs war. Die Kirche Santo António gilt als die schönste barocke Kirche in der Algarve.

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Lagos –Sklavenmarkt

In Lagos auf der Nordseite des Praça de República und gegenüber der Kirche Santa Maria kann das ehemalige Zollhaus besichtigt werden. Bei diesem Zollhaus handelt es sich um den Ort, an dem früher der Sklavenmarkt war. Das Gebäude ist sehr schmal, im Erdgeschoss befinden sich heute Arkaden, allerdings sind die Arkadenöffnungen durch einen schmiedeeisernen Zaun verschlossen. Regelmäßige finden hier kleine Galerien- und Kunstausstellungen im Erdgeschoss statt.

Die Besucher werden hier vergeblich nach Schautafeln Ausschau halten, die einen Hinweis darauf geben, dass hier früher mit Menschen gehandelt wurde, nur der Name der Galerie lässt dieses erahnen. Hier an diesem Ort wurde 1444 zum ersten Mal mit Sklaven gehandelt. Bis ins 18. Jahrhundert wurde mit Menschenleben gehandelt, doch heute sind längst die verzweifelten Schreie der Schwarzafrikaner verstummt.

1434 wuchs das Interesse an der Suche nach einem Seeweg nach Indien, denn der Landweg wurde zu dieser Zeit von den Arabern kontrolliert. In Sagres hatte Heinrich der Seefahrer bereits seine bekannte Seeschule gegründet und neben Lissabon hatte sich Lagos zum wichtigsten Hafen von Portugal entwickelt. 1444 traf eine portugiesische Schiffsbesatzung auf friedliche Afrikaner im Senegal. Bisher hatte noch kein Portugiese Schwarzafrikaner gesehen und sie beschlossen einige der friedlichen Schwarzafrikaner als Beute mitzunehmen. Sie nahmen die hilflosen Schwarzafrikaner mit auf ihr Schiff, einige von ihnen überlebten die lange Schiffreise nicht, viele von ihnen starben wegen Unterernährung.

Bei der Ankunft des Schiffes wurden die armen Kreaturen als Beweis der wagemutigen und erfolgreichen Reise zur Schau zu stellen. Dies war wohl der Anfang des Sklavenhandels in Lagos. Der Sklavenhandel entwickelte sich mit dem Gewürzhandel sehr schnell zu Haupteinnahmequelle. Durch den Menschenhandel wurden im 16. Jahrhundert die Expeditionen nach Asien finanziert. Bis in 18. Jahrhundert wurde mit den Menschen gehandelt, teilweise wurden 10 Sklaven gegen ein Pferd getauscht. Dies geschah alles mit dem Segen des Papstes. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Sklavenhandel in Portugal verboten.

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Die Lagunenlandschaft Ria Formosa

Die Algarve hat nicht nur alte Ruinen, Burgen und Kirchen zu bieten, sondern auch für Naturliebhaber lohnt sich eine Reise in dieses wunderschöne Land. Zwischen Faro und Cacela Velha bei Tavira befindet sich die unter Naturschutz stehende Lagunenlandschaft der Ostalgarve. Das Naturschutzgebiet Ria Formosa erstreckt sich von Cacela Velha östlich von Tavira bis zum kleinen Ort Ludo nahe des Flughafens von Faro.

Diese wunderschöne Lagunenlandschaft ist bei dem letzten großen Erdbeben im Jahre 1755 entstanden. Bis heute verändern Wind, Wellengang und Gezeitenstrom die Breite, Tiefe und Lage der Barren und Inseln. Zum Teil geschieht dies innerhalb weniger Tage, besonders, wenn die Brandung sehr stark ist. Ein Zeugnis dieser regelmäßigen Umformung sind die zahlreichen archäologischen Stätten entlang der heutigen Küstenlinie. Hier gibt es Überreste von Thunfischverarbeitungsanlagen und Spuren von der Besiedlung aus römischer und vorrömischer Zeit.

Die Ria Formosa ist seit Mitte der 80er Jahre ein Naturschutzgebiet, hier werden rund 80 Prozent der Fische des Nordatlantiks reproduziert. Die Schutzbereiche schonen die Vegetation und die Brutstätten von Seevögeln. Das Wappentier der Naturschutzbehörde ist das sehr seltene sowie scheue Purpurhuhn Porphyrius, welches in der Nähe des Flughafens nisten soll. In der Ria vor Tavira, bei Fuzeta, zwischen Olhão und Faro wird traditionell Meersalz gewonnen. In ausgewiesenen Flächen gibt es Muschelgärten. Bei einem Streifzug zur Niedrigwasserzeit können die Besucher über Queller- und Salzgrasflächen gehen, dort sehen sie dann Winkerkrabben, Schnecken die sich zurückgezogen haben und durch Priele und Senken mit stehendem Wasser, kommen Grundeln und Garnelen, Steinkrebse und Strandkrabben zum Vorschein.

Von den Deichen können die Besucher im Winter Salinen Stelzvögel, Störche, Kormorane, Kraniche, Reiher, Flamingos, Löffler und viele andere Wasservögel beobachten. Die Ria Formosa ist durch das Klima, durch die geringe Schadstoffbelastung und durch den ständigen Austausch des Wassers ein einzigartiger Lebensraum für viele Tiere und sie hat einen unschätzbaren ökologischen Wert.

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Aktivitätsmöglichkeiten an der Algarve

Die Algarve bietet Abwechslung und zahlreiche Aktivitäten. Bei einem Urlaub in der Algarve wird garantiert niemanden langweilig, denn hier sind zahlreiche Aktivitäten möglich.

Jeepsafaris

Bei einer Jeepsafari hat die gesamte Familie Spaß. Die Urlauber werden mit offenen Jeeps auf Pritschen quer zur Fahrtrichtung durch die unberührte Natur gefahren. Hier kommt jeder der Action liebt voll auf seine Kosten, denn es wird mit einer ordentlichen Geschwindigkeit gefahren.

Segeln

Der Atlantik bietet ideale Möglichkeiten zum Segeln, vom Yachtsegeln bis zum Katamaransegeln ist an der Algarve alles möglich. In Lagos befindet sich eine ausgezeichnete Segel-Schule, diese hat das ganze Jahr über geöffnet.

Kanufahrten

Wer nicht schnell seekrank wird, sollte auf jeden Fall an einer Kanufahrt teilnehmen. Es bieten sich Fahrten auf dem Fluss Arade bis nach Silves an. Auch der Grenzfluss Guardiana kann von Vila Real de Santo António aus mit dem Kanu befahren werden.

Freizeitpark

Der beliebteste Freizeitpark unter Familien ist die Zoomarine. Hier haben vor allem Kinder einen riesen Spaß an den Tiershows, auch das übrige Freizeitangebot ist sehr gut. Dieser Park bietet sehr viel und aus diesem Grund sollte ein ganzer Tag eingeplant werden. Auch die maurischen Kupferminen mit rekonstruierten Höhlen- Behausungen "Cova dos Mouros" . Hier wird den Urlauber ein großer Ökopark geboten.

Grottenfahrten

Eine Grottenbesichtigung sollte auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Diese Fahrten werden an der ganzen Algarve angeboten. In der Nähe von Lagos befinden sich die wunderschönen Grotten. Den Anblick der bezaubernden Felsenlandschaften sollte man sich nicht entgehen lassen.

Wassersport

Die Algarve bietet ein großes Angebot an Wassersport-Aktivitäten. Hier wird den Urlaubern unter anderem Folgendes geboten: Katamaran-Segeln, Wasserski, Jet-skie, Windsurfen, Tauchen, Angeln und vieles mehr.

Golf

Golfliebhaber kommen in der Algarve voll auf ihre Kosten, es gibt eine große sowie vielfältige Auswahl an Golfplätzen. Sehr schön ist die Golfanlage Palmeres Golf in Lagos und der Park de Floresta.

Reiten

Für Pferdeliebhaber bietet die Algarve zahlreiche Reitställe, hier können Anfänger, sowie Fortgeschrittene an begleiteten Ausritten teilnehmen. Besonders schön ist ein Ausritt an der Westküste. Auch für Westernreiter wird hier sehr viel geboten.

Special Tipps rund um die Algarve

Während eines Urlaubsaufenthalts in der Algarve sollte auf jeden Fall der zoologische Park in Lagos besichtigt und erkundet werden. Der Park wurde erst 2000 eröffnet und hier können exotische Vögel sowie Affen hautnah erlebt werden. Im Park befindet sich auch ein Bauernhof mit schwarzen Schweinen, Ziegen und anderen Haustieren. Rund 2/3 der Gesamtfläche wird von Vögeln bevölkert und die Affen leben auf einer Fläche von rund 1/3.

Zu sehen sind Gibbons, Kapuzenaffen, Weißnasenaffen und auch andere Affenarten turnen durch den Park. Um die „Affeninsel“ schwimmen Schwäne, Enten und Pelikane. Urlauber finden in der Algarve Hotels und Unterkünfte für jeden Geldbeutel, von günstig bis teuer, hier findet garantiert jeder ein passendes Feriendomizil.

Ein Highlight dürften wohl die Pousadas sein, diese „Rathäuser“ bieten Urlaub für den ganz besonderen Gast. Es handelt sich hierbei um staatlich geführte Luxushotels, diese befinden sich nur an landschaftlich und historisch bedeutsamen Orten. Die Häuser sind im Stil der Region eingerichtet und auch bei den Mahlzeiten wird darauf geachtet, dass regionale Speisen serviert werden. In der Algarve werden verschiedene einheimische sowie nationale Gerichte und Getränke angeboten. Hier gibt es Chinesen, Italiener, Belgier oder auch Inder. „Echte“ portugiesische Gerichte werden eher im Hinterland angeboten und nicht in den direkten Touristengebieten.

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