Kanalinsel Jersey
Inhaltsverzeichnis
Jersey: die größte Kanalinsel
Jersey ist mit einer Fläche von rund 117 Quadratkilometern die größte Kanalinsel. Jersey liegt etwa 160 Kilometer von der britischen Küste entfernt und rund 40 Kilometer westlich der Halbinsel Cotentin auf dem französischen Festland. Mit rund 98.000 Einwohnern ist Jersey auch die bevölkerungsreichste Kanalinsel. Keine der britischen Inseln hat mehr Sonnenstunden als Jersey, das außerdem bekannt ist für seine ausgedehnten Strände.
Die zwölf Gemeinden von Jersey
Das Gebiet der Kanalinsel teilt sich in insgesamt zwölf Gemeinden auf. Die Inselhauptstadt von Jersey ist Saint Helier, wo etwa ein Drittel der Einwohner lebt. Auf dem Gelände einer Abtei, die im 12. Jahrhundert gegründet und während der Reformation aufgelöst wurde, steht heute das Elizabeth Castle aus dem 16. Jahrhundert. Die Festung wurde zum größten Teil aus Granit gebaut und spielte im Lauf der Geschichte mehrfach eine wichtige Rolle. Beispielsweise 1781, als der letzte Invasionsversuch der Franzosen erfolgreich abgewehrt wurde.
Die Natur von Jersey
Dem Golfstrom verdankt Jersey das milde Klima, in dem auch mediterrane Pflanzen hervorragend gedeihen. Beispielsweise gedeiht der Lavendel auf Jersey prächtig, wovon sich die Besucher auf der Jersey Lavender Farm persönlich überzeugen können. Dieser Betrieb existiert seit 1983. Hier wird Lavendel angebaut und Lavendelöl als Basis für Parfüms und Seifen gewonnen.
Sehenswürdigkeiten auf Jersey
Die Mühle de Quétivel
In der Mühle de Quétivel erleben die Besucher, wie Vollkornmehl hergestellt wird. Die Mühle war ab dem 14. Jahrhundert etwa 500 Jahre lang in Betrieb. 1969 wurde sie bei einem Brand großteils zerstört und anschließend liebevoll saniert.
Der Zoo von Jersey
Der Zoologe Gerald Durrell, ein jüngerer Bruder des berühmten Schriftstellers Lawrence Durrell hat den Zoo von Jersey gegründet. Auf einer Fläche von etwa acht Hektar finden hier vor allem Tierarten eine Heimat, die vom Aussterben bedroht sind.
Jersey War Tunnels
Fünf Jahre lang stand Jersey ab 1940 unter deutscher Besatzung. Zu den eindrucksvollsten Zeugen aus dieser Zeit gehören die Jersey War Tunnels. Es handelt sich dabei um ein gigantisches Tunnelsystem, das von Zwangsarbeitern errichtet wurde. Eigentlich sollte hier Munition eingelagert werden, später war eine Nutzung als unterirdisches Krankenhaus vorgesehen. Das Tunnelsystem wurde allerdings nicht fertiggestellt.
La Hougue Bie
Eine der größten und besterhaltenen prähistorischen Grabanlagen in ganz Großbritannien wurde 1924 in Grouville freigelegt. Die imposante Anlage La Hougue Bie ist mehr als 20 Meter lang und wurde im vierten vorchristlichen Jahrtausend errichtet. Auf dem Hügel, unter dem die Grabanlage errichtet wurde, stehen außerdem zwei Kapellen aus dem 12. und 16. Jahrhundert.
Der Leuchtturm La Corbière
Errichtet wurde der Leuchtturm La Corbière im Südosten von Jersey ab 1859, nachdem das Postschiff "Express" auf Grund gelaufen war. Der 19 Meter hohe Leuchtturm in strahlendem Weiß gilt als Museum, in dem auch Führungen angeboten werden.
Die Glass Church
Ein besonderes und zerbrechliches Kleinod ist die Glass Church in Milbrook bei Saint Lawrence. Bei der Renovierung der 1840 eingeweihten Kirche finanzierte Lady Florence Trent eine neue Einrichtung. Der Pariser Künstler Rene Lalique gestaltete unter anderem Taufbecken, Altar und das Kreuz aus dem zerbrechlichen Material.
Jersey aktiv erleben

Golf auf der Kanalinsel als eine Art Volkssport
Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Die Kanalinsel Jersey bietet ihren Besuchern alle erdenklichen Möglichkeiten, einen aktiven Urlaub zu erleben. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei natürlich der Wassersport mit vielfältigen Möglichkeiten ein.
Aber auch an Land sind zahlreiche Aktivitäten geboten. Wanderer können beispielsweise die ausgedehnten Strände und Klippen entdecken. Für Radfahrer steht ein mehr als 560 Kilometer langes Streckennetz zur Verfügung. Und die Freunde des Golfsports haben die Qual der Wahl zwischen den sechs Golfplätzen auf Jersey. Schließlich gilt Golf auf der Kanalinsel als eine Art Volkssport. Wer Jersey einmal aus einer besonderen Perspektive erleben möchte, kann mit dem Fallschirm aus einer Höhe von etwa 3.000 Metern abspringen.
nach obenOrte auf Jersey
Saint Helier
In Saint Helier, der Hauptstadt von Jersey leben etwa 28.000 Menschen. Benannt ist die Stadt nach dem heiligen Helier, der Mitte des 6. Jahrhunderts auf Jersey gestorben sein soll. Saint Helier liegt an der südlichen Küste von Jersey und nimmt flächenmäßig etwa neun Prozent der Insel ein.
Die Wurzeln von Saint Helier liegen in vorchristlicher Zeit, als Gallien von den Römern besetzt war. Von der Zeit der Kelten zeugt beispielsweise der 2012 der Hortfund von Grouville. Östlich von Saint Helier wurden damals auf einem Feld etwa 70.000 Münzen entdeckt, die aus der Mitte des ersten vorchristlichen Jahrhunderts stammen.
Mitte des 12. Jahrhunderts wurde in Saint Helier eine Abtei gegründet, die während der Reformation geschlossen wurde. Auf ihrem Gelände wurde zwischen 1600 und 1603 das Elizabeth Castle errichtet. Der erste Hafen wurde in Saint Helier unter König Georg II. errichtet. Bei der Schlacht von Jersey auf dem Royal Square wurden die Franzosen am 6. Januar 1781 geschlagen. Das war der letzte französische Versuch, die Insel zu erobern.
Grouville
Die Gemeinde Grouville liegt im Südosten der Insel und beherbergt fast 5.000 Einwohner. Touristen lieben die Bucht von Grouville vor allem wegen des breiten Sandstrandes und ihrem seichten Wasser. Bekannt ist Grouville unter anderem für seine Austern.
Saint Brélade
Die Gemeinde Saint Brélade mit ihren etwa 9.500 Einwohnern erstreckt sich über den Südwesten von Jersey. Benannt ist der Ort nach dem heiligen Brelade, der im 6. Jahrhundert lebte. Am Ende der Bucht liegt die Kirche von Saint Brélade relativ weit vom historischen Zentrum des Ortes entfernt. Der Sage nach haben Feen den Einwohnern den Standort der Kirche gewiesen.
Saint Mary
Die Gemeinde Saint Mary mit mehr als 1.700 Einwohnern liegt im Nordwesten der Kanalinsel Jersey. Der Name stammt von einem mittelalterlichen Kloster, das vermutlich vor der ersten Jahrtausendwende von den Wikingern zerstört wurde. Bekannt ist der Ort für des Teufels Loch. Dabei handelt es sich um ein Luftloch, das sich in den Klippen befindet. Der Zugang ist heute nicht mehr gestattet.
Saint Clement
Die Gemeinde mit mehr als 9.000 Einwohnern im Südosten von Jersey gehört zum direkten Einzugsgebiet der Inselhauptstadt Saint Helier. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Saint Clement gehört der Turm bei Le Hocq. Von der langen Besiedelungsgeschichte Jerseys zeugen beispielsweise die Dolmen bei Saint Clement, die etwa 3.000 vor Christus errichtet wurden.
Saint John
Die fast 3.000 Einwohner starke Gemeinde Saint John liegt an der Nordküste von Jersey. Auch wenn der geografische Mittelpunkt weit entfernt ist, gilt der Centre Stone in Saint John als Zentrum der Insel.
Saint Lawrence
Die 5.400 Einwohner starke Gemeinde liegt im Herzen der Insel Jersey. Bekannt ist Saint Lawrence unter anderem für das unterirdische Krankenhaus, das während des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Besatzung angelegt und von 1940 bis 1945 genutzt wurde. Bekannt ist Saint Lawrence aus dem Fernsehdrama "Under the Greenwood Tree".
Saint Martin
Die Gemeinde Saint Martin mit fast 3.800 Einwohnern liegt im Nordosten von Jersey. Bekannt ist Saint Marin für seine Dolmen, die als besterhaltene auf ganz Jersey gelten. Dabei handelt es sich um ein Bauwerk, meist eine Grabstätte, die aus großen Steinblöcken errichtet wurde.
Saint Ouen
Die flächenmäßig größte der zwölf Gemeinden von Jersey ist Saint Ouen im Nordwesten der Insel. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören hier neben Dolmen verschiedene prähistorische Stätten sowie Überbleibsel aus der Zeit der Gallier und Römer.
Saint Peter
Die 5.000-Einwohner-Gemeinde Saint Peter nimmt den westlichen Teil der Insel ein. Ein großer Teil der Einwohner von Saint Peter ist beim Flughafen Jersey angestellt.
Saint Saviour
Die Gemeinde mit fast 13.600 Einwohnern liegt im Osten der Inselhauptstadt Saint Helein. Saint Saviour ist diejenige der zwölf Gemeinden auf Jersey mit der kürzesten Küstenlinie.
Trinity
Die Gemeinde Trinity mit knapp 3.200 Einwohnern liegt im Nordosten von Jersey. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört die Gemeindekirche mit ihrer pyramidenförmigen Spitze.
nach obenZoo von Jersey
Der Zoo von Jersey in der Gemeinde Trinity präsentiert sich völlig anders als andere Tiergärten. Auf einer Fläche von etwa acht Hektar engagiert sich diese Einrichtung vor allem für den Schutz von Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. Der Schwerpunkt liegt bei Reptilien, Gorillas und verschiedenen Arten von Lemuren. Dieser Naturschutzgedanke wird schon im Logo ersichtlich. Denn hier ist ein Dodo zu sehen. Der Vogel, der ausschließlich auf den Inseln La Reunion und Mauritius lebte, wurde wegen seines Fleisches und seiner Eier von den ersten Siedlern gejagt und schließlich ausgerottet.
Der Zoo-Gründer
Gegründet wurde der Jersey Zoo vom britischen Zoologen und Autor Gerald Durrell, der 1995 auf der Kanalinsel verstarb. Geboren wurde er als jüngstes von vier Kindern am 7. Januar 1925 im indischen Jamshadpur. Sein älterer Bruder ist der Diplomat und Schriftsteller Lawrence Durrell, der schon mehrfach auf der Liste der potenziellen Literaturnobelpreisträger stand.
Sein Interesse für die Welt der Tiere entdeckte Gerald Durrell auf Korfu, wohin die Familie 1933 gezogen war. Nach seiner Ausbildung als Tierpfleger ging Durrell mehrfach auf Expeditionen, um seltene Tiere zu entdecken. Diese Reisen führten ihn nach Britisch-Kamerun, Britisch-Guyana, Paraguay, Argentinien, Sierra Leone, Mexiko, Mauritius und Madagaskar. Von dort aus belieferte er alle großen Zoos in Großbritannien mit Tieren.
Das Wappentier
Vermutlich ist der Dodo, ein flugunfähiger Vogel mit etwa einem Meter Höhe, um 1690 ausgestorben. Weil er auf Mauritius und La Reunion keine natürlichen Feinde hatte, war das zutrauliche Tier eine leichte Beute für die ersten Siedler. Neben der Jagd gelten eingeschleppte Tiere wie Ratten, Schweine und Affen als verantwortlich für sein Aussterben. Diese zerstörten die Gelege der Bodenbrüter und fraßen die Eier.
nach obenDie Jersey War Tunnels
An die nationalsozialistische Schreckensherrschaft während der deutschen Besatzung erinnern die Jersey War Tunnel in Saint Lawrence. Geöffnet sind die Jersey War Tunnels von März bis November täglich von 10 bis 18 Uhr. In der preisgekrönten Ausstellung "Captive Island" können sich die Besucher über die fünfjährige deutsche Besatzungszeit ab 1940 informieren. Im Besucherzentrum stehen außerdem ein Shop sowie ein Café offen.
Die Bunkeranlage
Die Jersey War Tunnels wurden in der Verantwortung der Organisation Todt von Zwangsarbeitern errichtet, jedoch nie vollständig fertiggestellt. Genutzt wurde das Tunnelsystem von den nationalsozialistischen Machthabern ab 1944 als unterirdisches Krankenhaus.
Die Tunnel waren als ein Teil der Festung Jersey geplant. Ursprünglich sollte hier Munition gelagert werden.
Die Ausstellung
Die Räumlichkeiten sind thematisch geordnet. Der Bereich, in dem operiert wurde, ist ebenso zugänglich wie die Apotheke des einstigen Krankenhauses. Für die Besichtigung müssen die Besucher mindestens 90 Minuten einkalkulieren. Unterstützt von einer mehrsprachigen Multivisionsschau erfahren die Besucher Wissenswertes über die politische Situation in Europa nach Adolf Hitlers Machtergreifung. Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung stellt der Alltag der Inselbewohner unter deutscher Herrschaft dar. Auch die Schicksale der Inselbewohner, welche geflohene Zwangsarbeiter versteckt haben, und die Befreiung durch die Alliierten im Mai 1945 werden beleuchtet.
Die Erbauer der Jersey War Tunnels
Bei der Organisation Todt handelte es sich um eine Bautruppe, die nach militärischem Vorbild organisiert und nach ihrem Führer Fritz Todt benannt wurde. Sie wurde bereits 1938 gegründet und war ab März 1940 dem Ministerium für Bewaffnung und Munition unterstellt. Zum Einsatz kam die Organisation Todt vor allem in den besetzten Gebieten. Zu den bekanntesten Bauwerken gehören der Atlantikwall, der Westwall sowie die U-Boot-Stützpunkte an der Küste Frankreichs.
nach obenLa Hougue Bie
Als eine der besterhaltenen prähistorischen Grabanlagen in Großbritannien gehört La Hougue Bie in Grouville zwischen den Fährhäfen von St. Helier und Gorey. Errichtet wurde diese mehr als 20 Meter lange Grabanlage in den Jahrhunderten zwischen 4.000 und 3.250 vor Christus. Bevor sie La Hougue Bie besichtigen, können sich die Besucher in einem kurzen Film über die Anlage und deren Entdeckung informieren.
Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, da sich das Grab unter einem Hügel befindet, auf dem sich außerdem zwei Kapellen aus dem 12. und 16. Jahrhundert befinden. Der ältere Sakralbau ist die Kapelle "Notre Dame de la Clarté", während die "Jerusalem Chapel" erst 1520 gebaut wurde. Geöffnet ist La Hougue vom 31. März bis 4. Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr.
Die Anlage
Ausgegraben wurde La Hougue Bie 1924. Es handelt sich dabei um eine der größten steinzeitlichen Grabanlagen auf den britischen Inseln. Bis auf der Kanalinsel Guernsey die Anlage von Les Fouaillages entdeckt worden war, galt La Hougue Bie auch als älteste Megalithanlage des Landes.
Der Gang ist etwa elf Meter lang und führt in eine Hauptkammer, die mehr als neun Meter lang und über drei Meter breit ist. Durch Plattenreihen sind die beiden Seitenkammern und der Kopf dieser Kammer getrennt. Die Anlage besitzt mehr als 20 Schälchen, dabei handelt es sich um kunstvolle Markierungen in den Felsen.
Daher kommt der Name
Hougue leitet sich vom nordischen Begriff "haugr“ für einen Hügel ab. Die Sagenwelt hat eine andere Erklärung parat: Als die Christianisierung auf den Kanalinseln im 6. Jahrhundert Einzug hielt, soll ein "Herr von Hambye" einen Drachen getötet haben. Dieser hatte zuvor die Inselbewohner terrorisiert. Anschließend soll der Drachentöter von seinem Diener umgebracht worden sein.
nach obenElizabeth Castle
Das Elizabeth Castle ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Jerseys Inselhauptstadt Saint Helier. Errichtet wurde diese Festung im 16. Jahrhundert, nachdem die Mauern der Vorgängerfestung zu schwach für den Beschuss durch Kanonen wurden.
Das Elizabeth Castle befindet sich in der St. Aubin´s Bay auf dem Gelände eines Klosters, das während der Reformation aufgelöst wurde und besteht zum größten Teil aus Granit. Bei Flut besitzt die Festung keinen Zugang zum Land, weil dieser überflutet ist. Die Aufgabe des Elizabeth Castles bestand im Wesentlichen darin, die Stadt Saint Helier und ihren Hafen zu schützen.
Mehrfach spielte das Elizabeth Castle eine wichtige strategische Rolle auf Jersey. Beispielsweise, als während des Bürgerkriegs in England die Truppen des Rebellen Oliver Cromwell die Festung und Jersey eroberten. Auch 1781 spielte das Elizabeth Castle eine Schlüsselrolle in der Verteidigung von Jersey gegen die französischen Invasoren.
Seit 1923 hat das Elizabeth Castle keine militärische Bedeutung mehr. Das Kriegsministerium von Großbritannien übergab die Festung an Jersey. Seitdem befindet sich hinter den Burgmauern ein Museum, das den Besuchern einen Einblick in die Geschichte der Insel bietet. Militärisch genutzt wurde die Burg lediglich noch einmal fünf Jahre lang während der deutschen Besatzung. So nutzten die nationalsozialistischen Machthaber das Elizabeth Castle etwa als Festung und Bunker.
Heute wird das Elizabeth Castle als "Jersey Militaria Museum" genutzt. Die Besucher erleben hier faszinierende Dauer- und Sonderausstellungen sowie verschiedene Live-Acts. Bei Ebbe erreichen die interessierten Besucher Elizabeth Castle zu Fuß. Bei Flut bringt sie die Castle Ferry zur Burg und zurück nach Saint Helier.
nach obenDie Jersey Lavender Farm
Die Jersey Lavender Farm ist ein wahrer Traum für Blumenliebhaber. Von März bis Oktober können die Besucher zwischen Dienstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr in die Blütenpracht bei Saint Brélade eintauchen. Neben den prächtigen Lavendelfeldern, die an das nahe gelegene Frankreich erinnern, erfahren die Besucher auch, wie aus dem Lavendel Seifen und Parfüms hergestellt werden. Besonders faszinierend ist es, wenn der Chef des Familienbetriebes seine Gäste persönlich durch die Anlagen führt. Verarbeitet werden neben dem Lavendel noch weitere Pflanzen wie Rosmarin, Eukalyptus und Zypressen.
Die Geschichte der Jersey Lavender Farm beginnt im Jahr 1983, als sich der Besitzer Alastair Christie´s dazu entschloss, Lavendel anzubauen. Zur Anlage der Jersey Lavender Farm gehört neben einem Shop, in dem die Besucher Lavendel-Produkte kaufen können, auch ein Café.
Was ist Lavendel?
Der aromatische Lavendelstrauch mit seinen charakteristischen, violetten Blüten stammt aus den Küstenregionen des Mittelmeeres. Weit verbreitet ist er unter anderem in Griechenland und Italien. Aus Lavendel wird vor allem Lavendelöl hergestellt. Verwendet wird dies vor allem für kosmetische Produkte, aber auch als Heilmittel. So wurde der Lavendel etwa 2008 zur Heilpflanze des Jahres erklärt.
Um wirtschaftlich genutzt zu werden, wird der Lavendel aus Samen oder Stecklingen gezogen. Das geschieht auf Feldern, auf welchen die Pflanzen in Reihen mit einem Abstand von bis zu zwei Metern gezogen werden. Lavendel braucht ein Jahr, bis er wirtschaftlich genutzt werden kann. Insgesamt gilt der Lavendel aber als langlebige Pflanze, die ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen kann, bevor sie ersetzt werden muss.
nach obenDer Leuchtturm La Corbière
Als Leuchtturm wie aus dem Bilderbuch präsentiert sich der Leuchtturm La Corbière bei Saint Helier. Über Jahrhunderte hinweg war es auch bei den Kanalinseln immer wieder zu tragischen Schiffsunglücken gekommen. Doch erst nachdem anno 1859 an der südwestlichen Küste das Postschiff "Express" auf Grund gelaufen war, reagierten die Verantwortlichen: Nun wurde an der Stelle des Unglücks der Leuchtturm La Corbière errichtet, der schließlich 1874 in Betrieb gehen konnte.
Der Leuchtturm
Der Leuchtturm La Corbière selbst ist 19 Meter hoch und strahlt, nachdem er auf einer Anhöhe errichtet wurde, das Licht aus einer Gesamthöhe von rund 36 Metern. Seine Reichweite beträgt 18 Seemeilen, also etwa 33 Kilometer. 1976 wurde der Leuchtturm La Corbière saniert, wobei auch die Lichtanlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurde. Errichtet wurde der Turm vom britischen Bauingenieur John Coode, der von 1816 bis 1892 lebte. Der Turm wurde aus Beton gebaut und komplett in Weiß gestrichen.
Die Besucher erreichen den Leuchtturm La Corbière ganz einfach, da er auch über Land trockenen Fußes erreichbar ist. Die Besucher sollten sich allerdings vor ihrem Ausflug zum Leuchtturm gut über die Gezeiten informieren. Der Grund dafür: Ebbe und Flut sind an dieser Stelle der Insel relativ heftig, sodass das Wasser schnell ansteigen kann. Vor allem bei Sonnenuntergang können sie dafür ein einmaliges Panorama genießen.
Im Innern können die Besucher des Leuchtturms La Corbière in vergangene Zeiten eintauchen. Lohnenswert ist eine Führung, bei der es viel über die Geschichte und Technik des Leuchtturms zu erfahren gibt. Zu den Highlights gehören die mehr als 100 Jahre alte Optik sowie die imposanten Nebelhörner des Turms.
nach obenDie Glass Church Jersey
Zu den international bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Jersey gehört die Glass Church in Milbrook bei Saint Lawrence. Der offizielle Name der Kirche lautet St. Mathews. Sie gehört zur Diözese Winchester und besitzt eine aktive Kirchengemeinde.
Eingeweiht wurde das Gotteshaus 1840 als Filialkirche. Als die Kirche 1932 renoviert werden sollte, startete die Mäzenin Lady Florence Trent ein ehrgeiziges Projekt, dem die Kirche ihren heutigen Status verdankt. Unterstützt wurde sie vom Art Deco Architekten A.B. Grayson und dem Pariser Glasdesigner Rene Lalique. Dieser gestaltete die Säulen, das Kreuz, den Altar und das Taufbecken aus Glas.
Leliques filigrane Arbeiten sind im gesamten Innenraum der Kirche zu sehen. Er hat nicht nur eigene Objekte geschaffen, sondern auch die bereits vorhandene Glaskunst, etwa in Form von Leuchtern, Bildern und Türen in seine Arbeit einbezogen und dadurch ein einheitliches Ensemble geschaffen. Geöffnet ist die Glass Church täglich. Die Besucher können sich außerdem über die Kunstwerke informieren und Glaskurse buchen.
Das ist der Künstler
Rene Lalique gilt als einer der bedeutendsten französischen Glaskünstler im Stil des Art Deco und der Art Noveau, wie der Jugendstil in Frankreich genannt wurde. Lalique hatte 1872 eine Zeichenausbildung bei Jean-Marie Leguien begonnen und führte nach vier Jahren die Studien an der Ecole des Arts Décoratifs in Paris weiter. Seinen typischen Stil, der sich an natürlichen Formen orientierte, entwickelte er Ende der 1870er Jahre in London. Nachdem er einige Jahre als Zeichner und Schmuckgestalter gearbeitet hatte, präsentierte er 1911 in Paris erstmals ausschließlich Glasobjekte. Ab diesem Zeitpunkt widmete er sich ausschließlich diesem Bereich.
nach obenAktivitäten auf Jersey
In der Hauptsaison zwischen Mai und Ende September bietet die Insel Jersey ihren Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, einen aktiven und erfüllten Urlaub zu erleben. Das natürliche Kapital der Kanalinsel ist dabei natürlich die oft raue See des Ärmelkanals, sodass die Gäste sehr viel mehr Möglichkeiten für Aktivitäten auf dem Wasser haben, als einen erholsamen Strandurlaub zu erleben.
Auf dem Wasser
Bei einem Ausflug mit dem Boot können die Gäste der Insel Jersey die See erkunden und so manche einsame Bucht entdecken. Passionierte Fischer können die Bootspartie nutzen, um auf hoher See die Angel auszuwerfen.
Beim Coasteering gehen die Besucher, ausgerüstet mit einem Neoprenanzug, auf Entdeckungsreise an der Küste. Wagemutige können sich mit einem Fallschirm von den steilen Klippen aus in die Fluten stürzen.
Weit mehr als ein Geheimtipp ist die Insel Jersey für Kajakfahrer. Auch Anfänger haben in den kleinen Booten ihren Spaß. Schließlich können sie damit viele Ecken der Insel entdecken, die ihnen sonst verschlossen blieben.
Sechs Tauchzentren bieten den Besuchern auf Jersey die Möglichkeit, die faszinierende Welt der Küstenriffs von Jersey zu entdecken. Dank des gemäßigten Klimas kann auf Jersey ganzjährig getaucht werden.
In der Luft
Fallschirmspringer erleben auf Jersey den Thrill eines Sprungs aus einer Höhe von rund 3.000 Metern. Nebenbei genießen sie einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Insel. Fallschirmspringen wird auf Jersey von zwei Anbietern angeboten.
Wer einen ganz besonderen Adrenalinkick erleben möchte, kann beim Jersey Aero Club einen halbstündigen Luftakrobatik-Flug buchen. Gäste, die selbst einmal Pilot sein möchten, dürfen unter fachkundiger Anleitung an den Steuerknüppel einer Piper Chirokee.
Landurlaub auf Jersey
Die Steilküsten von Jersey gelten als ideales Revier für Freunde des Klettersports. Bergsteiger können sich beispielsweise beim Noirmont Tower oder bei Saint Catherine von den Klippen abseilen.
Mehr als 90 Kilometer pro Stunde erreichen die Blokarts, mit welchen die Gäste über die Sandstrände von Jersey düsen können. Angetrieben werden diese leichten, dreirädrigen Fahrzeuge von einem großen Segel.
Golf gilt auf Jersey als wahrer Volkssport. Insgesamt bietet die Kanalinsel ihren Besuchern sechs Golfplätze. Drei von ihnen sind 9-Loch-Anlagen, alle anderen haben 18 Löcher.
Die Insel Jersey gilt als wahres Paradies für Wanderer. Die abwechslungsreichen Landschaften mit sandigen Stränden und der Heidelandschaft auf den Klippen bieten abwechslungsreiche Touren für jeden Tag.
Radfahrer haben auf Jersey die Auswahl von mehr als 560 Kilometern auf Straßen und Wegen. Die markierten Radwege führen zu verschiedenen Stränden und Sehenswürdigkeiten. Auf den ausgewiesenen Wegen haben Fußgänger, Reiter und Radfahrer übrigens grundsätzlich Vorfahrt vor Autos. Für diese gilt außerdem eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 15 Meilen pro Stunde. Eine Karte mit allen Radwegen auf Jersey gibt es bei den Tourist-Infos.
nach obenStrände auf Jersey
So abwechslungsreich wie die Insel selbst präsentieren sich auch Jerseys Strände. Die besonderen Attraktionen an den Stränden im Norden und im Süden von Jersey sind die Gezeitentümpel, die den Strandurlaubern einen Einblick in das Leben des Meeres geben. Dabei handelt es sich um einen Lebensraum, der typisch für Felsküsten ist. Mit frischem Wasser werden sie nur während der Flut versorgt.
Charakteristisch für den Norden von Jersey sind außerdem die zahlreichen einsamen Buchten. Die Klippenwanderwege laden auch die Badegäste zu Ausflügen ein.
Im Osten der Insel ist vor allem die Bucht von Grouville beliebt. Hier liegt außerdem der malerische Hafen von Gorey.
Als Zentrum für den Wassersport gilt die Saint Quen´s Bay im Westen von Jersey. Hier befindet sich außerdem ein kilometerlanger Sandstrand, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt.
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