Kanalinsel Guernsey

Guernsey: eine Perle der Natur

Guernsey ist die zweitgrößte britische Kanalinsel und zugleich der Verwaltungssitz weiterer Inseln rund um Guernsey. Wie die anderen Kanalinseln liegt auch Guernsey im Einflussbereich des Golfstroms. Deshalb kennt das hügelige Land der Insel keine Frostperiode und bietet zahlreichen Pflanzen einen Lebensraum, die eigentlich rund ums Mittelmeer Zuhause sind. Das macht Guernsey zu einem beliebten Reiseziel für Naturfreunde und die Fans von Outdoor-Aktivitäten.

Die Inseln von Guernsey

Die touristische Tradition der nördlichsten Kanalinsel Alderney reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Urlaubsgäste die Abgeschiedenheit des Ortes schätzten. Auf Herm sind sowohl Autos als auch Fahrräder verboten. Über einen Damm können Gäste die rund 500 Meter von Guernsey entfernte Insel Lihou bei Ebbe zu Fuß erreichen. Sark gilt als letzte Bastion des Feudalismus in Europa, erst 2008 fanden hier demokratische Wahlen statt. Weil die Insel Burhou ein Naturreservat ist, dürfen Besucher sie alljährlich vier Monate lang nicht betreten.

Die Steinzeit erleben

Einen Eindruck von der Kultur der frühesten Siedler auf Guernsey können sich die Besucher in den vier Megalithanlagen Le Creux ès Faies, la Varde, La Dehus und Le Trépid verschaffen. Um zwei dieser Anlagen ranken sich Legenden und Sagen um Hexen und Feen.

St. Peter Port und Castle Cornet

Etwa ein Viertel der Bevölkerung von Guernsey lebt in der Inselhauptstadt St. Peter Port. Als prominentester Einwohner von St. Peter Port galt der französische Schriftsteller, der nach seiner Verbannung aus Frankreich im Hauteville House, in dem sich heute das Victor Hugo Museum befindet.

Die beeindruckendste Sehenswürdigkeit in St. Peter Port ist Castle Cornet, das auf dem Castle Rock im Süden des Hafenbeckens zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Der Grund für den Festungsbau lag in der Teilung des Herzogtums Normandie begründet. An dieser strategisch günstigen Stelle wurde es errichtet, weil die militärische Besatzung von hier aus sowohl die See als auch die Stadt überblicken konnte. Heute sind im Cornet Castle mehrere Museen untergebracht, sehenswert sind auch die verschiedenen Gärten, die im Lauf der Jahrhunderte angelegt wurden.

Die Gärten auf Guernsey

Guernsey gilt als blühende Insel mit zahlreichen sehenswerten Gärten. Dazu gehört beispielsweise der Garten bei der Gold- und Silberschmiede Bruce Russel & Son. Das traditionsreiche Haus zählt Königshäuser und Staatsoberhäupter zu seinen Kunden und liegt in einer drei Hektar großen Gartenanlage neben einem Naturschutzgebiet. Eine Zeitreise in das viktorianische Großbritannien unternehmen die Besucher in den Candie Gardens. Im Saumarez Park erleben die Besucher exotische Pflanzen Kamelien und Magnolien.

Little Chapel

Als kleinste Kirche der Welt gilt Little Chapel. Sie wurde vom französischen Mönch Déodats. Er verkleidete die komplette Kirche von außen mit Muscheln und Porzellanscherben.

Guernsey aktiv erleben

Insel Guernsey
Hafen auf der Insel Guernsey
Quelle: Josef Becker / pixelio.de

Vor allem Aktivurlauber haben auf Guernsey zahlreiche Möglichkeiten an Land und im Wasser. Ein besonderes Erlebnis ist das Wild Food Foraging, ein Survival-Trip der besonderen Art.

Ein besonderes Stranderlebnis

Die Strände auf Guernsey bieten nicht nur ungetrübtes Badevergnügen. Ein intensives Naturerlebnis bietet beispielsweise der Klippenwanderweg an der südlichen Steilküste, der sich zwischen St. Peter Port und Pleinmont erstreckt.

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Orte und umliegende Inseln um Guernsey

St. Peter Port

Die Hauptstadt der Insel Guernsey ist St. Peter Port im Osten der Insel. Mit rund 16.500 Einwohnern lebt außerdem etwa ein Viertel der Inselbevölkerung in St. Peter Port. Der Prominenteste Einwohner war in der Vergangenheit der französische Schriftsteller Victor Hugo. Er hatte sich 1851 gegen Bonaparte aufgelehnt und wurde aus Frankreich verbannt. Von 1856 bis 1870 lebte er in St. Peter Port, wo er im Hauteville House lebte.

Das Haus mit seiner bewegten Geschichte gehört zu den Sehenswürdigkeiten in St. Peter Port. Erbaut wurde es um 1800 von einem britischen Korsaren. Weil im Gebäude angeblich eine Frau spuken sollte, die Suizid begangen hatte, stand es längere Zeit leer, bevor Victor Hugo es am 16. Mai 1856 kaufte. Seit 1927 befindet sich das Gebäude im Besitz der Stadt Paris. Der Garten und die Räumlichkeiten des Victor-Hugo-Museums sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Alderney

Die nördlichste Kanalinsel wird von Guernsey aus verwaltet. Fast die komplette Inselbevölkerung von rund 2.100 Menschen lebt in der Stadt Saint Anne. Wegen der abgeschiedenen Lage ist Alderney seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Reiseziel. Senioren schätzen die Insel als Ruhesitz im Alter.

Herm

Die kleinste bewohnte Kanalinsel hat nur 60 Einwohner und liegt östlich von Guernsey. Weil auf Herm sowohl Autos als auch Fahrräder verboten sind, fahren die Einwohner kurzerhand mit Traktoren und Rasenmähern. Bereits während der Steinzeit war Herm besiedelt, wie eine prähistorische Grabanlage beweist. Die Insel Herm gehört zur Gemeinde St. Peter Port.

Lihou

Die Insel Lihou ist nur rund 16 Hektar groß und liegt etwa 500 Meter im Westen von Guernsey. Besucher können diese Insel bei Ebbe vom Turm des Forts Saumarez aus über einen Damm zu Fuß erreichen. Erstmals haben im 12. Jahrhundert Benediktinermönche ihren Fuß auf Lihou gesetzt. Vom einstigen Kloster sind nur noch Ruinen erhalten. Auf Lihou steht ein Bauernhof, der im 19. Jahrhundert als Textilfabrik gegründet wurde.

Sark

Die viertgrößte Kanalinsel mit rund 600 Einwohnern wird ebenfalls von Guernsey aus verwaltet. Bemerkenswert ist, dass sich auf Sark der Feudalismus in Form des Lehenswesens bis heute erhalten hat. Erst im Dezember 2008 fanden auf der Insel die ersten demokratischen Wahlen statt. Zu den Sehenswürdigkeiten auf Sark gehören neben einer anglikanischen Kirche und einer Methodistenkapelle auch eine Windmühle aus dem Jahr 1571. Diese wurde bis 1920 betrieben. Der Lehensherr war auf Sark der Seigneur, der einst in Le Manoir residierte.

Burhou

Die komplette Insel Burhou neben Alderney ist ein Naturreservat. Deshalb ist das Betreten zwischen dem 15. März und dem 27. Juli streng verboten. Die Tierwelt ist vor allem geprägt von zahlreichen Kaninchen und Alkenvögeln. Nachdem eine Hütte, die 1820 als Unterschlupf erbaut wurde, von der deutschen Wehrmacht zerstört worden war, errichtete man 1953 ein neues Gebäude. Dieses wird an Urlaubsgäste vermietet.

Casquets

Ein Leuchtturm ist das markante Zeichen der Felsengruppe Casquets, die etwa 13 Kilometer westlich der Insel Alderney liegt. Weil die Casquets eine große Gefahr für die Schifffahrt im Ärmelkanal darstellten, wurden schon 1724 Kohlefeuer auf den Felsen errichtet, etwa 70 Jahre später wurden diese durch drei Leuchttürme ersetzt. Der heutige Leuchtturm wurde 1877 erbaut.

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Sehenswürdigkeiten auf Guernsey

Die Steinzeit auf Guernsey

Auf der Insel Guernsey stoßen die Besucher auf zahlreiche Zeugen der ersten Besiedelung durch den Menschen. An folgenden Stellen können die Gäste der Insel in die Welt der Steinzeit eintauchen:

Le Creux ès Faies

Diese Grabanlage im Nordosten der L´eere Bay wurde in den Jahren von 2006 und 2010 ausgegraben. An seiner breitesten Stelle durchmisst der Grabhügel etwa zehn Meter. Die zwei Meter hohe und neun Meter lange Grabkammer ist für die Besucher frei zugänglich.

Schon 1840 wurden an dieser Stelle Pfeilspitzen, steinzeitliche Keramik und Knochen von Menschen und Tieren gefunden. In der Sagenwelt auf Guernsey gilt Le Creux ès Faies als Zugang zum Reich der Feen.

La Varde

Die Megalithanlage La Varde im Norden von Guernsey gilt als größte steinzeitliche Grabanlage auf den Kanalinseln. Entdeckt wurde diese Anlage unter einer Düne 1811 bei einem militärischen Manöver.

Angelegt wurde La Varde in Form eines sogenannten Eingangsgrabes, deren zehn Meter lange Kammer sich vom Eingang ausgehend nach hinten bis zu einer Breite von 3,60 Metern erweitert. Frederick Corbin Lukis entdeckte 1837 neben 150 Urnen auch Keramikscherben, Teile einer bronzenen Platte, Reste von Skeletten und mehrere Steinobjekte. Diese Funde lassen vermuten, dass La Varde zwischen 3.500 und 2.000 vor Christi Geburt genutzt wurde.

La Dehus

Schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die ausgedehnte Grabanlage Le Dehus auf der Halbinsel Le Clos du Valle entdeckt. Während des 19. Jahrhunderts wurde La Dehus ausgegraben und ausführlich beschrieben. 1932 wurde das Megalithgrab rekonstruiert.

Im Inneren des etwa 20 Meter durchmessenden Grabhügels führt ein drei Meter langer Gang in eine Hauptkammer. An diese Hauptkammer schließen sich vier Seitenkammern an.

Le Trépied

Zahlreiche Legenden ranken sich um die Grabanlage Le Trépied im Naturreservat Colin Best. Es handelt sich um eine 5,5 Meter lange und bis zu zwei Meter breite Anlage.

Le Trépid wird im Volksglauben auf Guernsey oft mit Hexerei in Verbindung gebracht. Bei den Hexenprozessen während des 17. Jahrhunderts etwa wurde der Ort oft als Treffpunkt für den Hexensabbat genannt.

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Castle Cornet

Als touristische Hauptattraktion auf Guernsey gilt Castle Cornet, welches auf der Insel Cornet Rock über die Inselhauptstadt St. Peter Port wacht. Errichtet wurde diese Festung zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Zwischen 1545 und 1548 wurde die Anlage verstärkt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Castle Cornet bei Flut vom Festland abgeschnitten. Erst dann wurde die Brücke errichtet, welche die Besucher auch heute noch in die Burg führt.

Cornet Castle wurde bewusst auf Cornet Rock errichtet, weil die Besatzung der Festung hier eine gute Sicht auf die See und über die Stadt hatte. In erster Linie diente das Cornet Castle der Verteidigung der Insel. Bis 1811 wurden hier außerdem Gefangene inhaftiert.

Die Burganlage

Die Festung Cornet Castle gliedert sich in drei Ebenen. Unmittelbar hinter dem Eingang befindet sich die untere Ebene, wo auch eine Batterie von Kanonen stationiert ist. Mehrere steinerne Treppen führen die Besucher auf die mittlere Ebene. Hier befindet sich unter anderem der frühere Garten des Gouverneurs. Dessen Residenz befand sich auf der oberen Ebene. Ursprünglich war hier auch eine Kapelle untergebracht, die jedoch durch eine Explosion anno 1672 zerstört wurde.

Die Museen auf Cornet Castle

Die mittlere Ebene von Cornet Castle darf als eine Art museales Zentrum von Guernsey gelten. Denn im Maritime Museum erfahren die Besucher die Geschichte des Hafens. Außerdem sind das Militia Museum, die Hatton Gallery und das No. 201 Squadron Museum hier untergebracht. Besucher, welche Cornet Castle besichtigen wollen, sollten das am besten zur Mittagszeit machen. Denn täglich wird pünktlich um 12 Uhr die Noonday-Gun-Kanone abgefeuert.

Die Gärten von Cornet Castle

Im Lauf der Jahrhunderte wurden auf Cornet Castle mehrere Gärten angelegt. Beispielsweise ist der Sluter´s Garden aus dem 16. Jahrhundert ein Kräutergarten, der medizinisch und kulinarisch genutzt worden war. Der Lambert Garden wurde im 17. Jahrhundert als Lustgarten angelegt. Guernseylilien, Pfingstrosen und Eberraute wurden so angelegt, dass sie das Muster einer Tudor-Rose bilden. Purpursalbei und Lavendel wurden im Gouvernor´s Garden während des 18. Jahrhunderts angepflanzt, während im Gunner´s Garden vermutlich Nutzpflanzen gehegt wurden.

Das ist Cornet Rock

Cornet Rock bildet den südlichsten Punkt des Hafens von St. Peter Port. Zu den Attraktionen auf dieser Nebeninsel von Guernsey gehören während des Sommers Open-Air-Theateraufführungen.

Befestigt wurde Cornet Rock ab 1206, nachdem das Herzogtum Normandie zwei Jahre zuvor aufgeteilt worden war. Als Verbindung zwischen Guernsey und Cornet Rock wurde 1859 nach den Napoleonischen Kriegen ein Wellenbrecher errichtet. Hier legte man zum Thronjubiläum von Königin Victoria 1887 einen Teich an, auf dem Modelljachten schwammen. Dieser Teich diente im Ersten Weltkrieg als Basis für Flugboote.

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Hammond-Memorial und KZ Alderney

An ein dunkles Kapitel aus der jüngeren Vergangenheit erinnert das Hammond-Memorial auf der Insel Alderney. Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Areal des Barackenlagers im früheren Konzentrationslager Alderney. Alljährlich finden hier Gedenkfeiern statt.

Das KZ Alderney

Die Nationalsozialisten errichteten das KZ Alderney während der deutschen Besatzung in den 1940er Jahren als Außenstelle des KZ Neuengamme. Es handelte sich um das einzige deutsche Konzentrationslager auf britischem Territorium.

Die Geschichte des Lagers

Am 5. März 1943 landete die SS-Baubrigade zusammen mit 1.000 KZ-Häftlingen aus den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Neuengamme. Im weiteren Kriegsverlauf waren auf Alderney neben 3.00 Soldaten der Wehrmacht rund 3.000 Zwangsarbeiter sowie 1.000 KZ-Häftlinge stationiert. Die einheimische Bevölkerung war von diesen Aktivitäten nicht betroffen, weil die etwa 1.400 Inselbewohner bereits einige Wochen vor der deutschen Invasion am 2. Juli evakuiert hatte.

Geplant war es, Alderney als Teil des Atlantikwalles stark zu befestigen und auszubauen. Deshalb wurden die Häftlinge zu körperlicher Schwerstarbeit gezwungen. Sie waren in Steinbrüchen, aber auch beim Bau von Häfen, Bunkern und Befestigungen im Einsatz.

Wie viele Häftlinge auf Alderney im Einsatz waren, lässt sich nicht mehr einschätzen, weil das KZ als sogenanntes Arbeitserziehungslager genutzt wurde. Hier sollten Arbeiter diszipliniert und Zwangsarbeiter ausgebeutet werden. Schon 1943 waren wegen der schlechten Bedingungen und der harten Arbeit rund 200 Häftlinge nicht mehr arbeitsfähig. Sie wurden nach Neuengamme zurückgebracht. Weitere 100 starben aufgrund der schlechten Bedingungen. Begraben wurden die Toten auf dem Areal des Barackenlagers. Bei der alliierten Landung in der Normandie wurde die SS-Baubrigade aus Alderney abgezogen. Von 636 Häftlingen, die auf dem Festland ankamen, erreichten nur 572 ihr Ziel in Belgien. 27 von ihnen waren erschossen worden, der Rest verstarb auf dem Transport oder konnte fliehen.

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Little Chapel: die kleinste Kirche der Welt

Einen Besuch in der Little Chapel sollten sich die Besucher auf Guernsey nicht entgehen lassen. Schließlich gilt die Kapelle als kleinste Kirche der Welt. Von außen her wirkt das Bauwerk mächtig und imposant. Besonders faszinierend: Sämtliche Außenwände sind mit Porzellan- und Fliesenscherben verziert, sodass sie bei guten Lichtverhältnissen fast überirdisch erstrahlt. Diesen einzigartigen Schmuck verdanken die Außenwände der Little Chapel einem französischen Mönch Déodats, der einen öffentlichen Aufruf nach zerbrochenem Porzellan startete, um Kirche mit Porzellanscherben und Muscheln zu dekorieren.

Die Little Chapel wirkt auf den Betrachter größer, als sie ist. Sie ist lediglich drei Meter lang und fünf Meter breit. Die Enge wird dem Besucher allerdings deutlich, sobald er den Eingang - betreten wird die Little Chapel üblicherweise durch einen Hintereingang - betreten hat. Das Innere der Little Chapel besticht mit zahlreichen kunstvollen Mosaiken, die ebenfalls kunstvoll aus Porzellan angefertigt wurden. Etwas befremdlich mag für Besucher aus Kontinentaleuropa sein, dass auf dem Altar ein Gästebuch ausliegt.

Die meisten Besucher betreten die Little Chapel durch den Hintereingang und verlassen sie über den Haupteingang. Daneben gibt es noch einen dritten Eingang, der zunächst in einen vielleicht zwei Quadratmeter großen Vorraum führt.

Der Erbauer der Little Chapel

Errichtet wurde die Little Chapel vom Mönch Déodats, nachdem er mit seiner Bruderschaft de La Salle Frankreich verlassen musste und sich auf Guernsey niederließ. Er wollte zunächst eine kleine Kopie der Lourder Kirche errichten, riss diesen Bau aber insgesamt zweimal eingerissen und neu begonnen.

Der Orden geht auf Jean Baptiste de La Salle zurück. Er gründete anno 1679 in Reims eine kostenlose Schule für Arme Kinder. Aus den Armenschullehrern, die er zwei Jahre später in seinem Haus aufnahm, entstand 1684 die Ordensgemeinschaft "Brüder der christlichen Schulen". Im Lauf der folgenden Jahrhunderte war der weltweit aktive Orden für Laienbrüder mehrfach Repressalien ausgesetzt.

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Guernsey: eine Insel der Gärten

Dem Golfstrom und der geschützten Lage im Golf von Saint-Malo verdankt Guernsey das fast schon mediterrane Klima. Weil Guernsey keinen Frost kennt, gelten als typische Pflanzen der Insel Guernseylilien, Fuchsien, aber auch Palmen, Bananen und Zypressen. Vom Frühling bis September verwandelt sich ganz Guernsey in ein blühendes Blütenmeer. Die Gärtner auf Guernsey exportieren pro Jahr etwa eine halbe Million Kisten von Schnittblumen, etwa zwei Drittel aller Freesien, die in Großbritannien verkauft werden, stammen von Guernsey. Als Highlight für Gartenfreunde gilt die "Flora Islands of Guernsey Festival Week" alljährlich im Juni. Die Urlaubsgäste können außerdem in mehreren öffentlich zugänglichen Gärten in die Welt der Blumen eintauchen.

Schätze der Natur und von Menschenhand

Seit vier Generationen wird in der "Bruce Russel & Son - Gold- und Silberschmiede" traditionelle Schmuckstücke aus Silber, Gold und Platin hergestellt. Zu ihren Kunden gehören Königshäuser und Staatsoberhäupter ebenso wie Privatleute, die individuelles Design schätzen. Zahlreiche Schmuckstücke werden im Ausstellungsraum präsentiert. Auch ein Bummel durch den mehr als drei Hektar großen, preisgekrönten Garten und das anschließende Naturschutzgebiet lohnt sich.

Guernsey Freesia Centre

Täglich präsentiert das Guernsey Freesia Centre an der Route Carre St. Sampsons Guernsey diese eigentlich in Afrika beheimatete Schwertlilie auf einer Ausstellungsfläche von circa 8.000 Quadratmetern. Die Gäste werden umfassend über die Freesie informiert und erleben hautnah mit, wie sie kultiviert, gepflückt, zu einem Strauß gebunden und verschickt wird.

Candie Gardens

Einen traumhaften Ausblick auf den Hafen von St. Peter Port können die Besucher in den Candie Gardens im viktorianischen Stil genießen. Die Candie Gardens bieten einen Einblick in die britische Gartenbaukultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zudem stehen auf dem Gelände vermutlich die ältesten beheizbaren Gewächshäuser des Landes. Sie stammen aus dem späten 18. Jahrhundert.

Saumarez Park

Magnolien und Kamelien von beachtlicher Größe erleben die Besucher im Saumarez Park in Castel Guernsey. Ein britscher Botschafter, der einst in Japan seinen Dienst verrichtete, pflanzte diese exotischen Pflanzen auf Guernsey an. Vom Saumarez Park aus führt ein Naturlehrpfad die Besucher in die Cobo Bay. Der Saumarez Park ist Guernseys größte Parkanlage und somit auch eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben der Insel. Er gilt als beliebter Treffpunkt für die ganze Familie und beherbergt auch das Heimatmuseum der National Trust of Guernsey.

Victor Hugos Garten

Der Garten des Schriftstellers Victor Hugo wurde originalgetreu vor dem Hauteville House wiederhergestellt. Zur Anlage gehören Obstbäume, ein Gemüsegarten sowie die Hugo Eiche der Vereinigten Staaten von Europa.

Skulpturenpark und subtropische Gärten

Auf dem Gelände des historischen Anwesens Saumarez Manor befinden sich subtropische Gärten sowie ein Skulpturengarten. Dieser präsentiert die Werke von verschiedenen Bildhauern in einer Vielfalt wie nirgendwo sonst in Großbritannien.

La Seigneurie Gardens

Als einer der schönsten Gärten auf den Kanalinseln gilt der La Seigneurie Gardens auf der Insel Sark. Der Garten steht zwischen Frühjahr und Herbst in voller Blüte.

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Aktivitäten auf Guernsey

Die zweitgrößte Kanalinsel Guernsey präsentiert sich dem Besucher mit einer schier unglaublichen Vielfalt. Guernseys Hügelland wird vor allem von Outdoor-Freunden und Naturliebhabern geschätzt. Natürlich haben die Gäste auf Guernsey, die Möglichkeit, einen aktiven Urlaub mit zahlreichen Möglichkeiten zu Lande und zu Wasser erleben.

Outdoor Guernsey

Seit 2006 bietet Outdoor Guernsey (www.otudoorguernsey.co.uk) von April bis November verschiedene Outdoor-Aktivitäten an. Dazu gehören Kajakfahrten, Coasteering sowie Klettern und Abseilen. Kajaks beispielsweise können an verschiedenen Orten auf Guernsey und den umliegenden Inseln gebucht werden. Für Gruppen gibt es weitere Angebote wie Geocoaching und Bogenschießen. Weitere Anbieter für Outdoor-Aktivitäten sind: Island Adventures (www.islandadventures.gg) und Adventure Sark (www.adventuresark.com).

Auf dem Wasser

Segeljachten können beim Guernsey Sailing Trust (www.sailingtrust.org.gg) gechartert werden. Von Mai bis Oktober ist die Guernsey Surf-Schule in der Vazon Bay (wwww.guernseysurfschool.co.uk) täglich geöffnet. Die Gäste können Surfkurse buchen oder sich die passende Ausrüstung ausleihen.

Unter Wasser:

Wer die faszinierende Welt unter Wasser entdecken möchte, hat auf Guernsey ebenfalls mehrere Möglichkeiten. Das Tauchcenter Dive Guernsey (www.diveguernsey.co.uk) bietet verschiedene Kurse und Tauchgänge an. Kurse für die ganze Familie können bei den Donkey Divers (www.donkey-divers.com) gebucht werden. Wer auf eigene Faust an der Küste von Guernsey tauchen möchte, bekommt die richtige Ausrüstung bei Sarnia Sporttaucher. Ausflüge und längere Exkursionen zu Riffen, Buchten und Wracks gehören zum Angebot von "Tauchen um Sark" (www.sarkci.com). Der Tauchclub "The Blue Dolphins" trifft sich mittwochs in der Hampshire Lodge und steht auch Urlaubsgästen offen (www.bdsac.org.gg).

Golf

Die Freunde des Golfsports haben auf Guernsey die Auswahl zwischen acht verschiedenen Golfplätzen. Den Kontakt und weitere Infos finden sie auf der Seite www.visitjersey.com.

Wandern

Das intensivste Naturerlebnis erleben Wanderer auf der Insel Guernsey. Sie können die Insel entweder auf eigene Faust erkunden oder einen ortskundigen Führer in Anspruch nehmen. Während der Hauptsaison zwischen April und September werden regelmäßig geführte Wanderungen angeboten. Zahlreiche Führer bieten außerdem maßgeschneiderte Führungen für ihre Gäste an.

Wild Food Foraging

Wer sich einmal auf die Spuren der allerersten Siedler auf Guernsey begeben möchte, kann seine Erfahrungen damit machen, die Nahrung in der Wildnis selbst zu suchen. Zum Angebot gehören verschiedene Survival-Workshops wie Feuermachen und das Herstellen von primitiven Werkzeugen. Interessenten finden die Ansprechpartner auf www.visitguernsey.com unter der Rubrik Aktivitäten.

Kartbahn

Hobbyrennfahrer sollten sich einen Besuch bei Karting Jersey nicht entgehen lassen. Geöffnet hat die Kartbahn ab 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Nähere Infos gibt es auf der Seite www.kartingguernsey.co.uk.

Fliegen

Hobbypiloten oder solche, die es werden möchten, können sich beim Guernsey Aero Club eine Maschine mieten oder einen Kurs buchen. Weitere Infos unter www.guernseyaeroclub.com.

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Strände auf Guernsey

Die Insel Guernsey bietet ihren Gästen sehr viel mehr als nur Badevergnügen. Einsame Buchten, an welchen die Badegäste einen romantischen Spaziergang zu zweit machen können, finden sie an der Nordküste von Guernsey. Beliebt bei den Badegästen ist im Westen der Insel die lange St. Queens Bucht und im Osten die Bay de Grouvielle.

Der Süden bietet mit der St. Aubin´s Bay und der Beauport Bay zwei Badestrände. Doch die Steilküste lädt die Besucher hier zu einem anderen, ganz besonderen Erlebnis ein: eine Klippenwanderung entlang der Küste.

Der Wanderer erlebt hier die Natur der Insel und kann einen beeindruckenden Ausblick auf die Strände der Südküste und das Meer. Besonders beeindruckend sind die "Fermain Bay", wo sich der Wanderer im Meer erfrischen kann oder die "Moulin Huet Bay" mit ihren kleinen Felsen.

Die beste Jahreszeit für die Klippenwanderung ist übrigens der Frühling, wenn die Natur in voller Blüte steht. Denn der gesamte Weg ist gesäumt von zahlreichen Blühpflanzen. Der Klippenwanderweg erstreckt sich zwischen Pleinmont im Südwesten von Guernsey bis nach St. Peter Port.

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