Kanalinsel Alderney
Inhaltsverzeichnis
Alderney: ein Hort der Ruhe
Alderney ist die nördlichste und mit einer Fläche von 7,9 Quadratkilometern die drittgrößte der Kanalinseln. Sie liegt circa 15 Kilometer vor der Normandie und 32 Kilometer im Nordosten ihres politischen Zentrums, der Insel Guernsey. Als einzige Kanalinsel liegt Alderney nicht im Schutz der Bucht von St. Malo. Deshalb besitzt Alderney zwar eine reiche Pflanzenwelt, jedoch fällt diese nicht so üppig aus wie auf den anderen Kanalinseln.
Aus der Tierwelt sind vor allem Alkenvögel und Kaninchen verbreitet, weshalb die Inselbewohner den Spitznamen Kaninchen tragen. Den Felsen rund um die Inseln fielen im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche Schiffe zum Opfer. Die Wracks bergen bis heute so manche Überraschung. Beispielsweise wurde in einem Wrack aus der Elisabethanischen Zeit vor Alderney ein Sonnenstein geborgen, mit welchen es den Wikingern einst gelang, ohne Kompass sicher Entfernungen von Tausenden von Kilometern zurückzulegen.
Die Geschichte der Insel
Wie alle Kanalinseln war auch Alderney bereits in der Steinzeit besiedelt. Vor allem auf Guernsey sind beeindruckende Grabanlagen aus dieser Zeit erhalten. Die Alderney Society widmet sich der historischen Forschung und präsentiert ihre Funde im Alderney Society Museum.
Zunächst gehörte Alderney wie die übrigen Kanalinseln zum Herzogtum Normandie. Nachdem William der Eroberer 1066 England erobert haben, blieben die Inseln im Besitz des Königs. Bis heute unterstehen Alderney und die weiteren vier Kanalinseln direkt der Krone und gehören deshalb auch nicht der Europäischen Union an.
Alderney wird entdeckt
Jahrhundertelang blieb Alderney relativ abgeschieden. Erst während des 19. Jahrhunderts wurde Alderney als Reiseziel entdeckt. Zu den prominentesten Gästen gehörte der französische Schriftsteller Victor Hugo, aber auch einige prominente Kollegen aus dem angloamerikanischen Raum.
Ebenfalls im 19. Jahrhundert entschloss sich die britische Regierung, Alderney zu befestigen und einen Hafen zu errichten. Man wollte damit eine erste Verteidigungslinie im Falle eines französischen Angriffs errichten. Im Zuge des Hafenbaus wurde auch ein Wellenbrecher errichtet, der jedoch ständig gewartet und verstärkt werden musste. Um das nötige Baumaterial aus den Steinbrüchen heranzuschaffen, wurde die Alderney Railway gebaut. Es handelt sich dabei um die einzige Eisenbahn auf den Kanalinseln und die erste staatliche Bahn Großbritanniens. Nachdem die Alderney Railway Mitte der 1970er Jahre unter die Zuständigkeit des Innenministeriums fiel, wurden Pläne geschmiedet, um die Alderney Railway touristisch zu nutzen. Heute transportiert die Museumsbahn in Wägen der Londoner U-Bahn Gäste von der Braye Road in St. Anne aus in 15 Minuten auf der Strecke.
St. Anne
Die Inselhauptstadt St. Anne ist der einzige Ort auf der Insel, in dem etwa 2.000 von insgesamt rund 2.400 Inselbewohnern leben. Die Gäste erleben in St. Anne mit seinen verwinkelten Gassen und zahlreichen pittoresken Landhäusern den Charm einer alten französischen Stadt. Die Hauptverkehrsstraße ist die Victoria Street, an der sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants befinden. Die Gäste erreichen St. Anne mit Fähren oder über einen Flughafen. Verbindungen werden täglich angeboten.
In der ersten Hälfte der 1940er Jahre besetzten die Deutschen Alderney. Vor der Invasion wurden alle Inselbewohner evakuiert. Das Alderney Society Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung von Objekten aus dieser dunklen Ära.
St. Anne´s Church
Die Kirche in St. Anne ist der Mutter der Jungfrau Maria geweiht. Die Renovierung respektive den Neubau der Vorgängerkirche gestaltete der Architekt George Gilbert Scott, der mehrere viktorianische Gebäude in Großbritannien errichtet hatte.
Für Naturliebhaber und Familien

Strände der Kanalinseln
Quelle: Josef Becker / pixelio.de
Traditionell gilt Alderney als bevorzugtes Altersrefugium für Senioren. Doch die Insel präsentiert sich auch familienfreundlich. So finden die Besucher an den acht Stränden von Alderney zahlreiche Möglichkeiten für einen entspannten Familienurlaub.
Am besten können die Gäste die Insel zu Fuß oder per Fahrrad erkunden. Sie erleben eine abwechslungsreiche Landschaft mit Steilküsten, Dünen und feinsandigen Stränden. Der Nordosten von Alderney wird gerne von Wassersportlern frequentiert.
nach obenOrte und Sehenswürdigkeiten
St. Anne
Als Inselhauptstadt von Alderney gilt St. Anne, der einzige Ort auf der Insel. Diese besitzt keine eigene Verwaltung, sondern gehört der Vogtei Guernsey an. Etwa 2.000 von insgesamt rund 2.400 Inselbewohnern lebt auf St. Anne. Mit ihren zahlreichen engen Gassen und pittoresken Landhäusern besitzt St. Anne den Charme einer alten französischen Stadt. Genießen können die Besucher dieses einmalige Flair bei einem Bummel durch die Stadt genießen. Beispielsweise über die Victoria Street, die 1836 als Hauptgeschäftsstraße eingerichtet. Sie finden hier zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Pubs, aber auch Banken sowie die Post.
St. Anne erreichen
Urlaubsgäste erreichen St. Anne entweder direkt über den einzigen Flughafen der Insel oder über den Braye Harbor. Flüge nach St. Anne werden täglich von Brighton, Southampton, Bournemouth, Guernsey und Jersey angeboten. Der wurde 1736 vom damaligen Gouverneur Henry Le Mesurier auf eigene Kosten erbaut. Er liegt in Longis Bay und wurde errichtet, weil der alte Hafen von Alderney für die damaligen Schiffe mit einer Kapazität von 40 bis 60 Tonnen nicht mehr sicher genug erschien. Eine Fährverbindung gibt es von Cherbourg aus sowie zu allen anderen Kanalinseln.
Ein dunkles Kapitel: der Zweite Weltkrieg
Während der deutschen Besetzung in den Jahren zwischen 1940 und 1945 richteten die deutschen Militärs ihr Hauptquartier in St. Anne ein. Die Stadt wurde zu einer militärischen Festung der deutschen ausgebaut, die Luftwaffe errichtete hier einen Bunker.
Sprache und Kurioses
Die Einwohner von St. Anne und Alderney tragen den traditionellen Spitznamen Kaninchen. Der Grund dafür ist, dass Kaninchen die vorherrschende Tierart auf der Insel ist.
Ursprünglich sprachen die Einwohner von St. Anne den normannischen Dialekt Auregnais, der mittlerweile jedoch ausgestorben ist. 1966 verlor die französische Sprache ihren Status als Amtssprache. Denn während der deutschen Besatzung wurde die Bevölkerung von St. Anne von der britischen Regierung evakuiert. Die Rückkehrer sprachen fast nur noch Englisch. Zahlreiche Namen von Straßen, Orten und Fluren sind aber bis heute in französischer Sprache.
Der Leuchtturm
Im Nordosten der Insel wurde bei St. Anne 1912 ein Leuchtturm errichtet. Der 32 Meter hohe Turm war bis 2011 in Betrieb. Erbaut wurde er von der Trinity House, der Leuchtturmverwaltung für die britischen Hoheitsgewässer. Heinrich VIII. richtete diese Behörde anno 1514 ein.
Ein ruhiges Refugium
Alderney und St. Anne gelten seit dem 19. Jahrhundert dank der Ruhe und der einsamen Lage als beliebtes Urlaubsziel. Zu den prominenten Besuchern gehören der französische Schriftsteller Victor Hugo, seine angloamerikanischen Kollegen Elisabeth Beresford, aber auch die Schauspielerin Julie Andrews und der Cricketspieler Ian Botham. St. Anne gilt heute als beliebter Alterssitz für Rentner.
nach obenDie Alderney Railway
Alderney ist die einzige Kanalinsel, auf welcher mit der Alderney Railway eine Eisenbahn errichtet wurde. Ursprünglich wurde diese normalspurige Bahn aus militärischen Gründen gebaut. Der Grund: Die britische Regierung hatte in den 1840er Jahren in der Braye Bay mit dem Bau von Festungsanlagen begonnen. Das Baumaterial musste aus den Steinbrüchen im Osten der Insel herbeigeschafft werden.
Die Admiralität ließ deshalb die Alderney Railway als erste staatliche Eisenbahn Großbritanniens erbauen, die schließlich 1847 erstmals Fahrt aufnahm. Einen Teil des Festungsbaus bildete ein Hafen mit einem ursprünglich 1.430 Meter langer Wellenbrecher. Dessen Unterbau war allerdings nicht stabil und musste laufend erneuert und verstärkt werden. Deshalb blieb die Bahn auch in Betrieb, nachdem die Baumaßnahme abgeschlossen war.
Die Geschichte der Alderney Railway
Bis 1921 wurde die Alderney Railway für den Güterverkehr eingesetzt, dann aber an die Brookes Ltd. verpachtet, welche auch die Steinbrüche betrieb.
Die Gleisanlagen wurden von den Deutschen während der Besatzung zum größten Teil demontiert. Sie nutzten die Bahntrasse für Feldbahnen mit weniger als der halben Spurbreite. Nach 1945 baute das Verteidigungsministerium die ursprünglichen Trassen wieder auf und unterhielt mit der Bahn weiterhin den Wellenbrecher. Nachdem 1958 die Ära der dampfbetriebenen Züge geendet hatte, wechselte die Alderney Railway Mitte der 1970er Jahre in die Zuständigkeit des Innenministeriums. Schnell wurden hier Ideen geschmiedet, wie die Bahn touristisch genutzt werden könnte. Schließlich nahm die Alderney Railway Society ihren Betrieb mit Museumszügen auf. Zwischen Ostern und Ende September transportiert die Museumsbahn ihre Gäste regelmäßig an den Wochenenden. Zusätzliche Züge werden in den Sommermonaten und vor Weihnachten eingesetzt. Je Richtung beträgt die Fahrzeit lediglich etwa 15 Minuten.
Begonnen hatte man den Personenzugbetrieb mit zwei Wickham-Kleinbahnwagen. Heute sind auf Alderney zwei Waggons der Londoner U-Bahn im Einsatz, die von einer Diesellokomotive gezogen werden. Allerdings erleben die Besucher auf ihren Fahrten nicht den originalen Streckenverlauf, der in der Braye Bay an der Spitze des Wellenbrechers begann und nach St. Anne führte. Die Züge beginnen heute an der Endstation Braye Road in St. Anne.
nach obenSt. Anne`s Church
St. Anne´s Church in St. Anne ist der Heiligen Anna, der Mutter der Jungfrau Maria, geweiht. Sie liegt seitlich an einem Hügel zwischen der Victoria Street und La Vallée und wird von einem malerischen Friedhof umgeben.
Weil umfassende Renovierungsarbeiten am Vorgängerbau erforderlich waren, wurde der Neubau von George Gilbert Scott, einem namhaften Architekten viktorianischer Gebäude, neu gestaltet. Friedhof und Glockenturm wurden jedoch von der älteren Kirche übernommen. Die Einweihung der renovierten und teilweise neu errichteten Kirche erfolgte 1850.
Die Hauptkirche ist kreuzförmig und im traditionellen Stil aus der Übergangszeit zwischen normannischem und englischen Baustil mit französischen Einflüssen gehalten. Erbaut wurde sie aus Granit, der in Alderney gewonnen wird, sowie aus cremig-gelbem Kalkstein aus der Nähe des nordwestfranzösischen Caen.
Die St. Anne Church stand George Gilbert Scott Modell für sechs weitere Kirchen, die er anschließend errichtete. Die sechs originalen viktorianischen Glocken wurden während der deutschen Besatzung eingeschmolzen und zu Munition verarbeitet. 1953 bekam St. Anne sechs neue Glocken.
Die Patronin der Kirche St. Anne
Nach mehreren Evangelien, die keinen Eingang in den biblischen Kanon gefunden hatten, ist die Heilige Anna die Mutter der Jungfrau Maria, also die Großmutter von Jesus Christus. Nachdem ihre Ehe mit Joachim 20 Jahre lang kinderlos geblieben war, gebar Anna schließlich Maria.
Zu Ehren der Heiligen Anna wurde bereits im Jahre 550 eine Kirche errichtet. Die Jerusalemer St. Anna-Kirche wurde 1142 neben dem Bethesda-Teich errichtet, weil dort die Wohnung der Heiligen Anna vermutet wurde.
Es dauerte jedoch bis zum 13. Jahrhundert, bis sich die Annaverehrung in der ganzen Christenheit durchsetzte, die im 16. Jahrhundert schließlich ihren Höhepunkt erreichte. Die Mutter der Jungfrau Maria galt als Lieblingsheilige von Martin Luther und des Kaisers Maximilian, der sogar die Aufnahme in die Wormser Annenbruderschaft begehrte. Sie gilt unter anderem als Schutzpatronin der Bergleute, Schiffer, aber auch der Ehe. Sie wird um Beistand für eine glückliche Heirat, Kinder und einen guten Verlauf der Geburt gebeten.
nach obenAlderney Society Museum
Seit 1970 existiert das einzige Museum der Insel Alderney, das Alderney Society Museum. Betrieben wird es von der Alderney Society, einer Vereinigung von historisch interessierten Inselbürgern. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die lange Geschichte der Insel zu erforschen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gesellschaft wurde 1966 gegründet und durfte die alte Schule von St. Anne, die vom damaligen Gouverneur erbaut wurde, nutzen. Mit einer Handvoll Freiwilliger und einem minimalen Budget wurde das Gebäude renoviert, sodass vier Jahre nach der Gründung der Gesellschaft das Alderney Society Museum seine Pforten öffnen konnte.
In vier Abteilungen sowie einer Wechselausstellung schildert das Alderney Society Museum die komplette Geschichte der Insel von der Steinzeit bis zum heutigen Tag. Zum Bestand des Museums mit seinen mehr als 18.000 Objekten gehören auch verschiedene seltene Karten der Insel, Mannschaftsverzeichnisse der britischen Regimenter, die hier stationiert waren und verschiedene seltene Artefakte. Vom Selbstverständnis her betrachtet sich das Alderney Society Museum auch als Archiv der Insel. Für die Arbeit des Museums und seine Ausstellungen wurde es in den 1990er Jahren mehrfach ausgezeichnet.
Das Alderney Society Museum beleuchtet die Naturgeschichte und Archäologie auf Alderney ebenso wie gesellschaftliche Entwicklungen im Lauf der Jahrhunderte und die militärische Geschichte der Insel.
Zu den wichtigsten Exponaten gehören umfangreiche Schriften und Pläne für den Wellenbrecher, der zwischen 1847 und 1864 errichtet wurde. Umfangreich ist auch die Sammlung an Exponaten aus der elisabethanischen Zeit, die aus Schiffswracks vom Meeresgrund geborgen wurden.
Den größten Teil der Sammlung stammt aus der Zeit der Besatzung durch die Deutschen während der 1940er Jahre. Dieser Bereich gilt deshalb als einzigartig, weil Alderney vor dem deutschen Einmarsch komplett geräumt worden war.
Zur Familiengeschichte
Wer sich für seine Familiengeschichte interessiert, findet im Alderney Society Museum ebenfalls kompetente Ansprechpartner. Das Haus besitzt umfangreiche Unterlagen der Volkszählung, die 1940 im Zuge der Evakuierung durchgeführt wurde.
nach obenRoyal Connaught Square
Der Royal Connought Square im Herzen von St. Anne verdankt seinen Namen dem Duke of Connought, der Alderney 1905 besuchte. Im Norden des Platzes steht die Island Hall, die Gouverneur John Le Mesurier, anno 1763 erbauen ließ. Das Gebäude diente ihm anschließend als Dienstsitz. Die Island Hall kann besichtigt werden und beherbergt außerdem eine Bibliothek.
Ein weiteres sehenswertes Gebäude ist das Les Mouriaux House, das 1779 von Peter Le Mesurier, dem Sohn des Gouverneurs, erbaut wurde. Das luxuriöse Anwesen steht am High Ground, ebenfalls im Herzen der Insel. Es besitzt sechs Empfangsräume und fünf Schlafzimmer. Es gilt als elegantestes Georgianisches Herrenhaus auf den Kanalinseln. Sowohl Königin Victoria als auch Elizabeth II. besuchten das Anwesen. Erst in den vergangenen Jahren wurde es mit modernsten Mitteln restauriert.
Wer ist der Duke of Connaught?
Beim Titel Duke of Connaught and Strathearn handelt es sich um einen erblichen britischen Adelstitel. Der Earl of Strathearn gründet auf König Robert II., der von 1371 bis zu seinem Tod am 19. April 1390 über Schottland herrschte.
In der britischen Königsfamilie ist es Tradition, dass deren Mitglieder Titel führen, die eine Verbindung zu den drei Königreichen England, Schottland und Irland haben. Der Titel Duke of Connought and Strathearn wurde auch nach einer irischen Provinz benannt, die heute den Namen Connacht trägt.
Der erste Duke of Connaught an Strathearn war Prinz Arthur, der dritte Sohn Königin Victorias. Zwischen 1911 und 1916 war Arthur britischer Generalgouverneur in Kanada, als Feldmarschall kämpfte er während des 19. und 20. Jahrhunderts in verschiedenen Kolonialkriegen sowie im Ersten Weltkrieg. Er zog sich 1928 aus der Öffentlichkeit zurück und vererbte den Titel an seinen kinderlosen Enkel, der jedoch bereits drei Monate später starb. Der Titel Duke of Connaught an Strathearn erlosch daraufhin. Statt - wie es erwartet worden war - verlieh Elizabeth II. den Titel nicht ihrem dritten Sohn Edward, sondern ihrem Enkel William bei seiner Hochzeit am 29. April 2011.
nach obenVeranstaltungshighlights auf Alderney
Aurigny Open Golf Championships
Das erste Juniwochenende steht auf Alderney ganz im Zeichen des Golfsports. Dann finden nämlich die Aurigny Open Golf Championships statt. Es handelt sich dabei um ein offenes Golfturnier für alle Golfsportler.
Golf gilt auf allen Kanalinseln als wahrer Volkssport, sodass für die Einheimischen und die Gäste der Insel zahlreiche Golfplätze offen stehen. Erfunden wurde der Sport übrigens in Schottland. Das Ziel ist es, einen Ball mittels Schläger mit möglichst wenig Schlägen in einem Loch zu versenken. Eine Runde besteht entweder aus neun oder 18 Runden, die nacheinander auf dem Platz absolviert werden.
Das Internationale Olympische Komitee hatte 2009 übrigens beschlossen, dass Golf ab 2016 wieder eine olympische Disziplin ist. Ein Grund für diese Entscheidung war neben der weltweiten Verbreitung auch die Tatsache, dass es mittlerweile zahlreiche Variationen für Einsteiger gibt, etwa Swing- oder Crossgolf.
Kultur auf Alderney
Das sechstägige Alderney Music and Arts Festival findet Ende Juni und Anfang Juli statt. Die Besucher können hier zahlreiche Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen besuchen.
Der Höhepunkt im Veranstaltungskalender auf Alderney ist die Alderney Week, eine große Festwoche. Die Besucher erleben jede Menge Partys in den Pubs und an den Stränden. Sie haben die Qual der Wahl aus mehr als 100 einzelnen Veranstaltungen in nur acht Tagen. Die Alderney Week hat sich inzwischen einen so guten Ruf gemacht, dass viele Urlaubsgäste ihren Urlaub auf der Kanalinsel extra so legen, dass sie dieses Ereignis nicht versäumen.
Die Alderney Week beginnt traditionell am Samstag vor dem sogenannten "Bank Holiday Monday", dem letzten Montag im August. Die Alderney Week geht auf das Jahr 1908 zurück, die alljährliche Tradition startete jedoch erst 1948, als die erste Veranstaltungsserie nach dem Zweiten Weltkrieg abgehalten wurde.
Annual Juggling
Gegen Ende August treffen sich alljährlich Jongleure auf Alderney und präsentieren ihr Können. Auch die Zuschauer sollen mitmachen und ihr Geschick versuchen.
nach obenAktivitäten
Die abwechslungsreiche Landschaft mit Steilküsten, Dünen und acht Stränden macht Alderney so faszinierend für die Besucher der Insel. Hinzu kommt die abgeschiedene Lage der drittgrößten Kanalinsel, die 19 Kilometer vor der Küste des normannischen Cap de la Hague, fast 100 Kilometer südlich von Großbritannien und 32 Kilometer im Nordosten der nächstgrößeren Insel Guernsey liegt. Alderney bietet seinen Gästen eine artenreiche Pflanzenwelt, die allerdings etwas karger ausfällt als auf den anderen Kanalinseln. Für Besucher, die sich über Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten auf Alderney informieren wollen, ist das Visitor Information Center in der lower Victoria Street die erste Anlaufstelle.
Wandern
Alderney bietet den Gästen ein mehr als 50 Meilen langes Netz an ausgewiesenen Wanderwegen, die rund um St. Anne, über die Steilhänge und Strände führen.
Entdecken können die Wanderer beispielsweise das Alderney Stone Projekt des britischen Künstlers Andy Goldworthy. Dieser hat drei Tonnen schwere Steine, arrangiert mit alten Werkzeugen, Beeren und Samen, rund um die Insel verteilt. Der Künstler gilt als führender Vertreter der Natur-Kunst. Er verwendet natürliche Materialien für die vergänglichen Werke und dokumentiert diese fotografisch.
Angeln
Alderney gilt als eines der besten Meerwasser-Angelreviere in ganz Großbritannien. Eine Karte über die Angelreviere von Alderney finden die Interessenten auf der Seite www.visitalderney.com zum Download.
Golf
Freunde des Golfsports können ihrem Hobby im Alderney Golf Club frönen. Die Adresse: Route des Carrieres, GY 9 3YD Alderney. Ungeübte Spieler können im Übungsbereich und im Putting Green trainieren, bevor sie sich auf den 18-Loch-Platz wagen. Trolleys und Schläger können gemietet werden.
Radfahren
Die Schönheiten der Insel Alderney lassen sich am besten zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Von St. Anne aus führt die 60 Meilen lange Alderney Cycle Route durch die Insel. Zehn Meilen lang verläuft dieser Radweg auf geteerten Straßen, der Rest auf ausgewiesenen Radwegen. An folgenden Stellen gibt es Räder zum Mieten: Cycle and Surf, Top Gear Cycle Hire und Auto Motion. Die beiden Letztgenannten befinden sich am oder in der Nähe des Hafens.
Windsurfen und Surfen
Die raue See mit ihren zahlreichen Felsen wurde in den vergangenen Jahrhunderten zahlreichen Schiffen zum Verhängnis. Für Wassersportler wie Surfer und Windsurfer bietet die Küste von Alderney traumhafte Bedingungen.
nach obenStrände auf Alderney
Nicht nur Senioren, auch Familien verbringen die schönste Zeit des Jahres gern auf Alderney, die sich als familienfreundliche Insel präsentiert. Ein großes touristisches Plus sind für die Insel die acht Strände, auf welchen die ganze Familie unbeschwerte Tage verbringen kann. Denn nachdem Alderney im Golfstrom liegt, gehört sie zu den wärmsten der britischen Inseln.
Die Strände:
Als beliebter Familienstrand gilt Soye zwischen Braye Beach und Arch Bay. Der weiße Sandstrand ist eingebettet in felsigen Landzungen.
Braye Baye ist ein einsamer Naturstrand. Der feine Sandstrand führt in eine große Flachwasserzone, in der auch keine hohen Wellen die Badefreuden für Kinder trüben.
Longis Bay liegt im Südosten von Alderney. Der Sandstrand ist eine halbe Meile lang und liegt sehr windgeschützt. Dafür sorgt ein Wall, der während der deutschen Besatzung errichtet wurde.
Corblets Beach im Nordosten von Alderney ist vor allem bei Surfern beliebt. Felsen trennen ihn von der Arch Bay ab.
Die geschützt liegende Arch Bay liegt direkt neben der Conque Bay. Der Strand eignet sich ideal für Familien mit kleinen Kindern.
Conque Bay wird vor allem von Naturliebhabern gern frequentiert.
Bei Naturliebhabern und Fischern ist Platte Saline gefragt. Schwimmen ist an diesem Strand wegen seiner gefährlichen Strömungen allerdings nicht erlaubt.
Immer für eine Überraschung gut
Die zahllosen Schiffswracks rund um die Küste von Alderney halten so manche Überraschung parat. Seit 2011 scheint beispielsweise das Geheimnis gelüftet zu sein, wie es den Wikingern gelang, über den Atlantik zu reisen. Denn ein Forscherteam fand an einem Wrack aus der Elisabethanischen Zeit einen Kalzit, einen sogenannten Sonnenschein. Dieser Kristall kann selbst kleinste Mengen an Licht bündeln. Den Wikingern könnte es damit gelungen sein, ihre Position auch nach Einbruch der Dunkelheit oder wenn der Himmel von Wolken verhangen war, zu bestimmen. Wie es die Wikinger geschafft hatten, Tausende von Kilometern ohne Kompass zu überwinden, gilt nach wie vor als Rätsel. Lediglich eine Sage gab einen Hinweis: Dem norwegischen König Olav III. Haraldsson soll es an einem schneereichen Wintertag gelungen sein, die Position mit einem Sonnenstein zu bestimmen.
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