Île d’Oléron
Inhaltsverzeichnis
Natur und Abenteuer auf Ile d´Oléron
Das milde Klima macht die Ile d´Oléron zwischen April und Mitte September dank des milden Klimas zu einem beliebten Urlaubsziel. Die Insel vor Roquefort im Atlantik ist nach Korsika die zweitgrößte französische Insel innerhalb von Europa.
Die Lage der Insel
Die Ile d´Oléron gehört zum Departement Charente-Maritime in der Region Pitou-Charentes, die als Hochburg der europäischen Austernzucht gilt. Die Ile d´Orélon liegt im Golf von Biskaya und teilt sich in zwei Kantone sowie acht Gemeinden auf.
Die Orte auf der Ile d´Oléron
Der Hauptort der Ile d´Oléron ist Saint-Pierre-d´Oléron mit seinen rund 6.700 Einwohnern. Gegründet wurde der Ort bereits im Mittelalter, wie die Kirche Saint-Pierre aus dem 12. Jahrhundert beweist.
In der Stadt gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten wie die Totenlaterne von Saint-Pierre-d´Oléron. Totenlaternen wurden während des Mittelalters in Europa weit verbreitet. Allerdings gilt die Totenlaterne von Saint-Pierre-d´Oléron als herausragendes architektonisches Zeugnis aus dem Mittelalter in Westfrankreich.
La Château d´Orléon
Der zweite Ort mit einem städtischen Charakter auf der Ile d´Oléron ist Château d´Oléron. Dessen Wahrzeichen ist die gleichnamige Burg, die wegen ihrer Ausdehnung das Stadtbild dominiert.
Sehenswertes auf der Ile d´Oléron
Das Fort Boyard hat die Ile d´Oléron weit über die Grenzen von Frankreich hinaus bekannt gemacht. Die Pläne für diese Festung, die auf einer Sandbank vor der Ostküste errichtet wurde, reichen bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. Verwirklicht wurde der Bau aber erst unter der napoleonischen Herrschaft in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schon bei der Fertigstellung hatte Fort Boyard seinen militärischen Nutzen verloren, wurde vom Militär aufgegeben und diente als Kulisse für Hollywoodfilme und eine Spielshow.
Der Lebensnerv Austernzucht
Als einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren gilt auf der Ile d´Oléron die Austernzucht. Die Insel liegt in der wichtigsten französischen Region für die Austernzucht, mit der alljährlich ein Umsatz von rund 200 Millionen Euro erwirtschaftet wird. Das "Haus der Auster von Oléron" ist eines der zahlreichen Museen auf der Insel und bietet den Besuchern faszinierende Einblicke in die Welt der Austern.
Das militärische und maritime Erbe der Insel
Phasenweise spielten die militärischen Anlagen auf der Ile d´Oléron eine strategische Rolle in der Verteidigung der Küste. Einige der Festungen wurden auf die Anregung des Kardinals Richelieu, der im 17. Jahrhundert die Politik Frankreichs maßgeblich bestimmte, errichtet.
Das Erbe des Meeres
An der nördlichen Küste der Ile d´Oléron befindet sich mit dem Leuchtturm von Chassiron der leuchtstärkste Leuchtturm in der Region. Er ist der älteste Leuchtturm im Departement Charente-Maritime, der bis heute in Betrieb ist.
Die Kirchen auf der Ile d´Oléron
Jede der acht Inselgemeinden besitzt eine eigene Kirche. Als ältester Sakralbau gilt Saint-Georges d´Oléron, weitere herausragende -Sakralbauten sind Saint-Denis d´Oléron, Saint-Pierre des Sales de Marennes und die Kirche Saint-Saturnin.
Die Strände von Ile d´Oléron
Die Insel d´Oléron besitzt eine Küstenlinie, die mehr als 100 Kilometer lang ist und größtenteils für Badegäste offen steht. Als einer der schönsten Strände der Insel gilt Plage de Gatseau, der im Süden der Insel neben einem Pinienwald liegt.
Aktivurlaub auf der Ile d´Oléron
Wer seinen Urlaub auf der Ile d´Oléron aktiv gestalten will, hat zu Wasser ebenso gute Möglichkeiten wie an Land. Segeln, Surfen und vieles mehr versprechen die Wellen rund um die Ile d´Oléron. Radfahrer, Golfer und Reiter finden auf der Insel ebenso ideale Möglichkeiten, ihrem Hobby nachzugehen wie Naturfreunde. Sie können sich in zwei Naturzentren über die Fauna und Flora der Insel informieren.
nach obenOrte und Ferienorte auf Ile d´Oléron
Die Ile d´Oléron teilt sich in zwei Kantone und insgesamt acht Gemeinden auf. Als Hauptort der Ile d´Oléron gilt die Stadt Saint-Pierre d´Oléron, die zweite größere Stadt ist Saint-Trojans-les-Baines. Daneben gibt es viele zauberhafte kleine Orte und Dörfer.
Saint-Pierre-d´Oléron
Die Stadt mit knapp 6.700 Einwohnern liegt etwas östlich des Zentrums von Ile d´Oléron und gilt als Hauptort der Insel. Gegründet wurde Saint-Pierre d´Oléron während des Mittelalters, wie die Kirche Saint-Pierre aus dem 12. Jahrhundert zeigt. Ihr heutiges Gesicht verdankt die Kirche Baumaßnahmen aus dem 18. Jahrhundert. An den Wänden sehen die Besucher mehrere Gemälde, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Seit 1988 gilt die Kirche Saint-Pierrea als Monument historique, ein Status, der in Deutschland vergleichbar mit dem Status eines Kulturdenkmals ist.
Eine Burg ist in Saint-Pierre-d´Oléron seit dem 11. Jahrhundert belegt. Der heutige Bau stammt aus dem 15. Jahrhundert. Allerdings befindet sich das Château in privatem Besitz und kann deshalb nicht besichtigt werden.
Der Marineoffizier und Schriftsteller Pierre Loti lebte zwischen 1899 und 1923 im Maison des aieux. Er wurde im Garten des Anwesens begraben.
Erst in den 1960er Jahren wurde das Église Notre-Dame et Saint-Nicolas in Saint-Pierre-d´Oléron, nahe des Fischereihafens, errichtet. Es gilt als außerordentliches Beispiel für die moderne Kirchenarchitektur und ist deshalb seit 1991 unter den Monuments historiques aufgeführt.
La Château d´Oléron
Das Wahrzeichen der zweiten Stadt auf der Ile d´Oléron ist die um 1630 errichtete, gleichnamige Burg. Die Anlage dieses Baus erstreckt sich zwischen den beiden Forts de Brèche und Royal. Der deutsche Dichter Theodor Fontane, der als herausragender Vertreter des poetischen Realismus in Deutschland gilt, war in dieser Burg unfreiwillig zu Gast: Er wurde in Frankreich als deutscher Spion verhaftet und hier inhaftiert.
Zu Füßen der Burg befindet sich der Austernhafen, wo die Austernfischer einst auch gewohnt haben. Die Häuser der Austernfischer befinden sich heute im Besitz von Kunsthandwerkern, die hier ihre Waren präsentieren und verkaufen.
Saint-Trojan-les-Bains
Die Gemeinde mit knapp 1.500 Einwohnern ist der südlichste Badeort auf der Ile d´Oléron. Umgeben wird Saint-Trojan-les-Bains auf drei Seiten vom Ozean. Om Osten ist das die Bucht Pertuis de Maumusson, im Westen der Atlantik. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört eine sechs Kilometer lange Schmalspurbahn, die 1963 errichtet wurde.
Dolus de` Oléron
Das kleine Dorf liegt in der Nähe von Saint-Trojan-les-Bains und ist bekannt für seinen Strand Grande Plage. Der Strand grenzt an einen Pinienwald an, sodass Badegäste stets einen Platz im Schatten finden können. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die Barockkirche Saint-André.
Boyardville und mehr
Der Ort Boyardville präsentiert sich facettenreich. So ist im Norden das französische Militär stationiert. Direkt neben den militärischen Anlagen gehen die Austernzüchter am Strand ihrem Handwerk nach und lassen sich dabei auch gern von den Besuchern über die Schulter schauen.
Die Hauptattraktion im kleinen Dorf Saint-Georges-de`Oléron ist seine Kirche. Sie wurde im romanischen und gotischen Stil errichtet. Auch die Markthalle des Ortes ist einen Besuch wert.
Eine nicht alltägliche Art, Fische zu fangen, sehen die Besucher in La Brée-les-Bains. Hier werden die Fische in Fischschleusen gefangen.
nach obenSehenswürdigkeiten auf der Ile d´Oléron
Die Totenlaterne von Saint-Pierre-d´Oléron
Die Totenlaterne von Saint-Pierre-d´Oléron steht auf dem ehemaligen Friedhof des Ortes Saint-Pierre-d´Oléron. Sie ist eine der höchsten Totenlaternen überhaupt und gilt als bedeutendstes Zeugnis aus dem Mittelalter im Westen Frankreichs.
Was ist eine Totenlaterne?
Totenlaternen wie das Exemplar auf Ile d´Oléron wurden im Mittelalter auf Friedhöfen errichtet. Ihr Merkmal ist, dass sich im oberen Teil eine Laterne befindet, die nach mehreren Seiten hin offen ist. Welche Funktion sie hatten, ist nicht klar. Als gesichert gilt, dass sie vom mittelalterlichen Volksglauben, in dem sich christliches Gedankengut mit heidnischen Elementen vermischt, beeinflusst wurden.
Wegen ihrer Bauelemente aus der Hochgotik wird die Totenlaterne von Saint-Pierre-d´Oléron auf die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert datiert. Zu diesen Bauelementen gehören der achteckige, gotische Schaft, an dessen Seiten sich Kapitellen befinden. Die Bögen am Ende des Schaftes sind leicht angespitzt. Der fünfeckige Aufsatz für die Laterne dagegen gilt eher als romanisch.
Die Totenlaterne von Saint-Pierre-d´Oléron ist etwa 25 Meter hoch und besteht aus vier Bauelementen, die aber nicht vollständig sichtbar sind. So befindet sich der Sockel heute unter einer Erdaufschüttung. Aus dem Sockel erhebt sich der Schaft, der in die Laterne mit einem Durchmesser von fast vier Metern mündet. Abgeschlossen wird der Bau von einem ebenfalls fünfseitigen Dach, auf dem sich ein Kreuz erhebt. Betreten wird die Totenlaterne durch den Eingang auf der Nordseite, von dem aus eine Wendeltreppe nach oben führt. Etwa auf halber Höhe wurde an der südlichen Seite ein Gesims angebracht, dessen Zweck ebenfalls nicht bekannt ist. Neben dem Sockel der Totenlaterne ist übrigens auch das frühere Gebeinhaus des Friedhofs unter der Erdaufschüttung begraben.
Fort Boyard
Der unbestrittene Filmstar der Ile d´Oléron ist das Fort Boyard. In den 1960er Jahren bildete es die Kulisse für zwei Hollywoodproduktionen, in den 1990er Jahren war Fort Boyard der Schauplatz einer gleichnamigen Spielshow. Das Konzept der Show wurde in fast 150 Länder exportiert und gilt als Frankreichs erfolgreichster TV-Export.
Eine militärische Festung
Errichtet wurde das Fort Boyard ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Die Festung, die einen ovalen Grundriss mit einer Länge von 61 Metern und einer Breite von 31 Metern besitzt, sollte Rochefort sichern. In der Stadt befand sich in jener Zeit ein Marinearsenal, in dem Kriegsschiffe ausgerüstet, gewartet und repariert wurden. Weil die vorhandene Artillerie auf dem Festland und der Ile d´Oléron dafür nicht ausreichte, übernahm das Fort Boyard diese Aufgabe. Die Planungen für die Anlage reichen bis 1666 zurück, damit hielt man es aber für unmöglich, eine Festung auf einer Sandbank zu errichten.
Erst Napoleon griff diese Pläne ab 1801 wieder auf. Wegen der starken Strömung und der Gezeiten konnte allerdings nur bei Ebbe und während der Sommermonate gebaut werden. Die Bauarbeiten wurden 1809 und 1837 unterbrochen. Einmal, weil die Felsblöcke für das Fundament absackten, das zweite Mal, weil es Spannungen zwischen England und Frankreich gab. Erst 1857 war Fort Boyard vollendet.
Die Nutzung des Forts Boyard
Bemannt war Fort Boyard regulär mit 250 Mann, die für die Bedienung der Artillerie verantwortlich waren. Doch einen wirklichen militärischen Nutzen hatte die Festung nach ihrer Fertigstellung nicht mehr. Der Grund: Mittlerweile hatte die Artillerie an der Küste eine größere Reichweite.
Kurzzeitig, nämlich während der Pariser Kommune, diente Fort Boyard als Gefängnis. Als Pariser Kommune werden die Monate zwischen dem 18. März 1871 und dem 28. Mai 1871 bezeichnet. Damals wollte der revolutionäre Stadtrat der Kapitale die Stadt sozialistisch verwalten. Historisch betrachtet gilt sie als Vorbild der Rätedemokratie.
Das Militär verkaufte Fort Boyard schließlich 1913. Nachdem die Festung der deutschen Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs als Zielobjekt diente, wurde es 1962 versteigert und von einem Zahnarzt aus Belgien erworben.
nach obenMuseen auf der Ile d´Oléorn
Militärhistorisches Museum
Ein militärhistorisches Museum in der Bastion de la Brèche widmet sich vor allem der Kolonialisierung Nordamerikas durch Frankreich. Denn zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Frankreich die führende Kolonialmacht in der Neuen Welt mit umfangreichen Besitzungen in Kanada und den heutigen USA. Diese Ära währte allerdings nur etwa ein halbes Jahrhundert lang.
Einen besonderen Schwerpunkt des militärhistorischen Museums bilden die First Nations und ihre Kulturen. Unter den First Nations versteht man die indigenen Völker, die ursprünglich in Kanada gelebt haben.
Die Museen im Becken von Marennes
Das Musée Altatrain in Saint-Just-Luzac widmet sich historischen Spielsachen. Gezeigt werden über 5.000 Flugzeuge, Autos, Schiffe und vieles mehr aus 18 Ländern.
Die Austernzucht und ihre Geschichte stehen im Bergfried des Fort-Louvois im Fokus. Gezeigt werden außerdem alte Hilfsmittel und die verschiedenen Arten von Austern. Die einstigen Befestigungen der Charente-Maritime werden in der Kaserne des Forts präsentiert. Wechselausstellungen während der Sommermonate runden das Angebot des Hauses ab.
Wie sich die Bewohner der Ile d´Oléron einst gekleidet haben und wie sie gewohnt haben, erfahren die Besucher im Maison Paysanne. Neben diesem Haus gibt es im Hafen von Grand-Village Plage außerdem ein Ecomuseum mit einer Ausstellung zum Thema Salzgewinnung und diverse Austernhütten. Viel Wissenswertes über die Brotherstellung erfahren die Besucher in der Bäckereiausstellung in Château-d´Oléron. Diese Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen über fünf Jahrhunderte.
Das Museum der Ile d´Oléron steht im Zentrum von Saint-Pierre d´Oléron. Auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern präsentiert das Museum für Kunst und Ethnografie die Geschichte und das Leben der Inselbewohner bis in die Gegenwart. Beleuchtet werden unterschiedliche Aspekte wie Tracht und Wohnraum, Fischfang, Weinbau und Salzgewinnung. Kurze Filme und akustische Einspielungen runden die Ausstellung ab. Die kleinen Besucher können auf einem Entdeckungspfad in die Geschichte der Ile d´Oléron eintauchen.
Weitere Museen:
La Halle aux Vivres wurde im 17. Jahrhundert in Brouage errichtet. In dem Gebäude ist das europäische Zentrum für Militärarchitektur untergebracht. Hier finden außerdem regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt. Ebenfalls in Brouage befindet sich das Haus von Champlaini. Hier werden die europäischen und amerikanischen Küstenregionen präsentiert.
nach obenDie Ile d´Oléron und die Austernzucht
Die Austernzucht ist bis heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf der Ile d´Oléron. Diese hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Zentren der Austernzucht in ganz Europa entwickelt. Besucher, die sich umfassend über die Auster informieren wollen, haben dazu im Hafen von Saint-Trojan-les-Bains Gelegenheit dazu. Hier steht das "Haus der Auster von Oléron", in dem auch bewirtschaftete Austernparks besichtigt werden können.
Was sind Austern?
Bei Austern handelt es sich um eine eigene Familie innerhalb der Gattung der Muscheln. Genießer schätzen Austern, weil sie dank eines hohen Gehalts an den Vitaminen A, B1, B2, B3, B12, D und E und ihres Reichtums an Mineralstoffen als gesundheitsfördernd gelten.
Wie werden Austern kultiviert?
In der Austernzucht gibt es insgesamt vier gängige Praktiken. In Frankreich wird in der Austernzucht gern die Form der Tischkultivierung gewählt, die nur an flachen Küsten möglich ist. Dabei werden in Küstennähe flache Tische aufgestellt, auf welchen die Austern in grobmaschigen Säcken heranwachsen. Diese Säcke müssen regelmäßig gewendet und gerüttelt werden, um das gewünschte Wachstum zu erreichen. Durch diese ständige Pflege können sie als die beliebten Schlürfaustern in den Handel kommen.
Die Austernzucht in Frankreich
Mit einer Jahresproduktion von circa 125.000 Tonnen ist Frankreich der größte europäische Austernproduzent. Die Austernzüchter konzentrieren sich in erster Linie auf die Pazifische Felsenauster.
Kultiviert werden Austern in Frankreich in insgesamt acht Regionen. Als wichtigste gilt die Region Poitou Charentes, in der auch die Ile d´Oléron liegt. Sie erstreckt sich von der Mündung der Gironde nach Norden bis zur Hafenstadt La Rochelle. 30.000 Tonnen Austern pro Jahr machen die Region zum größten Austernproduzenten in Frankreich. Etwa 450 Betriebe kultivieren hier Austern, weitere 700 Betriebe veredeln sie. Insgesamt erwirtschaftet Poitou Charentes einen Umsatz von 200 Millionen Euro mit der Zucht und Veredelung von Austern.
nach obenDas militärische und maritime Erbe der Ile d´Oléron
Château d´Oléron
Kardinal Richelieu war die treibende Kraft dafür, dass unter der Regentschaft von Ludwig XIII. die Zitadelle von Château d´Oléron errichtet wurde. Die imposante Befestigung sollte die Mündung des Flusses Charente und gleichzeitig den Hafen von Rochefort schützen. Die Bauarbeiten begannen anno 1630 und erstreckten sich über insgesamt 120 Jahre. Vollendet wurde die Zitadelle von Château d´Oléron erst von Baumeister Vauban.
Fort Louvois
Direkt gegenüber von Bourcefranc-le-Chapus liegt as Fort Louvois. Erbaut wurde diese Festung ab 1691 unter der Herrschaft Ludwig XIV. Die 400 Meter lange Landstraße, die das Fort Louvois mit Chapus verbindet, ist bei Flut überschwemmt.
Brouage
Der Ort Brouage wurde anno 1555 im Feuchtgebiet der Ile d´Oléron gegründet und spielte eine wichtige Rolle im europäischen Salzhandel. Deshalb regte Kardinal Richelieu den Bau einer Festung an. Diese Zitadelle spielte im weiteren Lauf der Geschichte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der Küste.
Leuchtturm von Chassiron
Am 1. Dezember 1836 ging dieser Leuchtturm im Norden der Insel in Betrieb. Das macht ihn zum ältesten Leuchtturm im gesamten Departement Charente-Maritime, der bis heute in Betrieb ist. Die Steine, die beim Bau des Leuchtturms von Chassiron verwendet wurden, stammen aus dem Steinbruch von Crazannes zwischen Saintes und Rochefort. Der 46 Meter hohe Turm gilt als Leuchtturm mit der größten Lichtstärke in der gesamten Region. Besichtigt werden kann er während des gesamten Jahres.
Moulin des Loges
Die frühere Getreidemühle wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Sie liegt im Zentrum der einstigen Salzgärten der Seudre bei Saint-Just-Luzac. Die Mühle ist vom 15. Juni bis 31. August geöffnet. Angeboten werden Führungen, bei welchen sich die Besucher über das Sumpfgebiet, die Salzherstellung, aber auch das Handwerk des Müllers informieren können.
Ein Werftbesuch
Die Schiffswerft Robert Léglise gilt als letzte Werft, in welcher der Schiffbau mit Holz gepflegt wird. Der Schwerpunkt des Betriebs liegt in der Reparatur und Erhaltung der traditionellen Charente-Schiffe.
nach obenKirchen und mehr auf der Ile d´Oléron
Die französische Atlantikinsel Ile d´Oléron besitzt ein reiches religiöses Erbe. Jede Gemeinde besitzt ein eigenes Gotteshaus. Folgende Kirche genießen den Status eines historisch bedeutsamen Bauwerks:
Saint-Georges d´Oléron
Diese romanische Kirche wurde während des 11. und 12. Jahrhunderts errichtet, was sie zum ältesten Sakralbau auf der Ile d´Oléron macht. Während der vergangenen Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut, original erhalten ist neben dem Westportal nur noch das Kirchenschiff. Nach der Zerstörung durch die Hugenotten wurde die Kirche im 17. Jahrhundert wiederaufgebaut.
Saint-Denis d´Oléron
Aliénor von Aquitanien ließ die Kirche Saint-Denis errichten, damals als befestigter Bau. Faszinierend sind vor allem die Fassade mit ihren Säulen, das Portal und die geometrischen Zeichnungen.
Saint-Pierre de Sales de Marennes
Der Grundstein dieser Kirche wurde bereits anno 1047 gelegt. Der heutige Kirchenbau stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Bemerkenswert ist der prächtige, 85 Meter hohe Kirchturm. Auf dessen Spitze befindet sich eine Terrasse, von der aus die Besucher über das ganze Becken von Marennes blicken können.
Saint-Saturnin
Als eine Perle der romanischen Baukunst gilt die Kirche der Gemeinde Saint-Sornin. Konzipiert war sie im 12. Jahrhundert als Klosterkirche. Während der Religionskriege des ausgehenden Mittelalters wurde sie mehrfach beschädigt. Sie wurde allerdings zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert wiederaufgebaut und ab 1978 in zehnjähriger Arbeit restauriert.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Die Fischschleusen
Bei diesen Schleusen handelt es sich um mehrere Hundert Meter lange, hufeisenförmige Mauern. Diese können die Fische bei Flut problemlos passieren. Bei Ebbe bleiben sie jedoch innerhalb der Schleuse gefangen. Als Wellenbrecher dienen sie außerdem dem Küstenschutz. Drei der historischen Schleusen wurden zwischen la Brée und Saint Denis restauriert und können bei Ebbe besichtigt werden. Insgesamt sind auf der Ile d´Oléorn noch 14 in Betrieb.
Die Häuser
Die niedrigen Fischerhäuser werden von einer Mauer umgeben, welche im Frühling mit Sand und Kalk behandelt werden, um sie vor der Witterung zu schützen. Sehenswerte Beispiele dafür gibt es im Dorf Chaucre zu sehen.
Die Herrenhäuser bildeten meist das Zentrum von Weinbaubetrieben. Ihre abgeschrägten Dächer wurden mit Schiefer eingedeckt. An die Herrenhäuser schließen sich üblicherweise Lagerräume für die Trauben an, wo auch der Wein abgefüllt wird.
nach obenDie Strände auf Ile d´Oléron
Die Küstenlinie der Ile d´Oléron ist mehr als 100 Kilometer lang. Der größte Teil der Küste steht Badegästen als Strand offen. Und die Strände der Ile d´Oléron gelten als absolut vorbildlich. So wurden vier Insel-Gemeinden mit der blauen Flagge ausgezeichnet. Diese steht für einen mustergültigen Strandbetrieb, auch was Abfallbeseitigung und Umweltschutz angeht.
Die Westküste
Die ganze westliche Küste der Ile d´Oléron ist ein einziger, gigantischer Strand. Zwischen Saint-Trojan-les-Bains und Vert-Bois überzeugen die Strände in la Giraudière, Allassin und Vert-Bois mit ihrem feinen, weißen Sand. Badegäste, welche Meer und Sonne in Ruhe genießen wollen, finden hier jederzeit einsame und abgeschiedene Plätze.
Im Norden schließen sich der Familienstrand Remigeasse sowie Dables Vignier, Domino de Chaucre und les Huttes an. Letztere drei eignen sich eher für Aktivurlauber. Denn sie gelten als Hochburgen für Gleitsportarten wie Surfen.
Die Ostküste
Naturgemäß ist das Meer an der Ostküste von Ile d´Oléron etwas ruhiger. Im Norden der Ostseite befindet sich ein Watt mit malerischen Sandstränden. Im weiteren Küstenverlauf haben die Badegäste die Wahl zwischen den Stränden La Brée-les-Bains und Boyardville.
Der Süden
Im äußersten Süden von Ile d´Oléron erwartet die Besucher der Strand Plage de Gatseau, an den sich ein Pinienwald anschließt. Für einen relaxten Familienurlaub empfiehlt sich schließlich der Strand von Marennes.
FKK Strände
Nacktbaden ist auf der Ile d´Oléron unter anderem an folgenden Stränden möglich: Den FKK-Abschnitt von La Grande Plague erreichen die Badegäste über Saint-Trojan-les-Bains. Der Strand les Saumonnards liegt idyllisch inmitten eines Waldgebietes im Nordwesten der Insel. Hier erfolgt die Zufahrt über Boyardville.
nach obenUrlaubstipps für Aktivitäten - Die Ile d´Oléron aktiv erleben
Ihren Besuchern bietet die Ile d´Oléron zahlreiche Möglichkeiten, einen aktiven Urlaub zu erleben. Das gilt sowohl zu Land als auch im Wasser. Darüber hinaus bietet die französische Atlantikinsel jede Menge attraktiver Ausflugsziele für die ganze Familie.
Wassersport
Die Ile d´Oléron gilt als Paradies für Segler und alle anderen Arten von Wassersport. Zahlreiche Clubs bieten Kurse ebenso an, wie die Möglichkeit, ein Schiff zu chartern, um selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.
Surfer steuern eher die Westküste der Ile d´Oléron an. Hier bieten die Wellen ein sehr viel besseres Revier für alle Arten von Gleitsport als an der ruhigeren Ostküste.
Angler können ihrem Hobby im Watt oder auf hoher See frönen. Verschiedene Anbieter haben Angebote für Seefischer parat.
Radfahrer
Wer die Ile d´Oléron mit dem Rad erkunden möchte, findet auf der Insel ein ausgebautes Netz von Radwegen von rund 80 Kilometern vor. Die Routen führen meist entlang des Meeres. Aber auch die Feuchtgebiete und Wälder der Ile d´Oléron sind attraktive Ziele für Radfahrer.
Reiten
Für die Freunde des Reitsports stehen auf der Ile d´Oléron 13 Reitzentren zur Verfügung. Sie können hier verschiedene Kurse buchen oder Pferde mieten, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden.
Golf
Die 9-Loch-Golfanlage in Saint-Pierre d´Oléron liegt gegenüber der Insel Aix und dem Fort Boyard. Das Besondere an dieser Anlage: Die Küste ist ein Teil des Golfparcours. 1987 wurde dieser Golfplatz eröffnet. Er erstreckt sich auf eine Fläche von etwa 30 Hektar und bietet für Anfänger einen eigenen Lernparcours, auf dem verschiedene Kurse angeboten werden. Die Adresse: Golf d´Oléron, La Vieillei Perroteine, Saint-Pierre-d´Oléron.
Ausflugsziele
Die Natur gilt als größtes Kapital der Ile d´Oleron. Besucher können diese besonderen Schätze der Insel in zwei Naturzentren entdecken. Geöffnet sind beide Einrichtungen während des ganzen Jahres.
Seit 1983 existiert das Naturzentrum in Dolus. Die Natur erleben können die Besucher im rund 30 Hektar großen Entdeckungspark. Für Kids gibt es einen Lehrpfad, der an einem Bauernhof startet. Nachdem sie sich mit den verschiedenen Haustieren vertraut gemacht haben, tasten sie sich langsam in die Wildnis vor und lernen die Vögel der Insel in ihrer natürlichen Umgebung kennen.
Die Salzgärten entdecken können die Besucher im Hafen der Salinen in Grand-Village, wo ein altes Dorf der Insel rekonstruiert wurde. Neben Salzgärten und Salzspeicher entdecken die Besucher hier auch das Schaffen der einheimischen Kunsthandwerker. Vom Hafen aus können die Gäste Fahrten in einem Kahn unternehmen. Das Ökomuseum informiert ausführlich über das Salz und seine Geschichte auf der Insel.
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