Zypern

Zypern

Zypern
Zypern     Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Die Insel Zypern ist die drittgrößte im Mittelmeer und hat eine Fläche von 9851 km², einer Länge von 240 km, in Ost-West-Richtung, und ist von Nord nach Süd maximal 100 km breit. Sie liegt ca. 830 km vom griechischen Festland, ca. 380 km von Rhodos und etwa 75 km südlich von der Türkei entfernt. Die Insel Zypern kann auf eine 9000-jährige, sehr abwechslungsreiche Vergangenheit zurückschauen. Ein Grund, dass ihre Bewohner keine eigene Identität mehr haben.

Die in etwa 671 km lange Küstenlinie ist sehr steinig und verfügt in den zahlreichen Buchten über lange Strände. Eine steile Kalksteingebirgskette erhebt sich an der Nordküste mit einer Höhe von 1024 m. Das Bergmassiv von Troosdos mit seinem 1952 m und damit höchsten Gipfel Olympus, erstreckt sich im Südwesten der Insel. Das Troosdos-Massiv wird überdeckt mit zahlreichen Kiefern, Zwergeichen, Zypressen und Zeder, die sich allerdings durch Waldbrände und zügelloses Abholzen im Lauf der Jahre reduzierten. In Zeiten des Altertums war Zypern für seinen Waldreichtum bekannt und wurde von den Seemächten im östlichen Mittelmeerraum zum Schiffsbau genutzt. Heute ist die Insel nur noch zu 19 % mit Wald bedeckt. Dennoch ist Zypern noch immer die waldreichste Insel im Mittelmeer.

Die natürliche Flora am flach abfallenden Rand des Troosdos wurde in erste Linie durch Obstbäume, wie Apfel, Birne, Pfirsich bzw. Mandel- und Nussbäumen sowie dem Weinanbau verdrängt. Die übrige Vegetation besteht aus rund 1.800 verschiedenen Blütenpflanzen, wozu ebenso einige Arten von Orchideen dazugehören. Die eigentlich aus Brasilien stammende, doch teilweise verwilderte, Bougainvillea versprüht das ganze Jahr hindurch seine Blütenpracht.

Das vorherrschende Klima ist mediterran mit wahrnehmbarer kontinentaler Prägung. Allgemein sind die Temperaturen, durch die heißen Wüstenwinde von der levantinischen Küste her wehend, höher als im nördlichen Raum des Mittelmeeres. Üblicherweise fällt die Regenzeit in die Zeit von Dezember bis April. Die Trockenperiode ist von Mai bis November und vor allem im Landesinneren der Insel auch sehr heiß.

Die Insel Zypern verfügt insgesamt über sechs Städte, wobei die Hauptstadt Nikosia sich direkt in der Mitte befindet. Die anderen fünf, Limassol, Larnaca, Paphos, Famagusta und Kyrenia erstrecken sich entlang der Küstenlinie. Wobei Famagusta und Kyrenia im Osten bzw. im Norden der Insel liegen und seit 1974 unter türkischer Besatzung stehen. Die Einwohnzahl beläuft sich auf etwa 1,04 Mio., davon sind etwa 72 % griechische Zyprer, der Rest sind Türken oder türkische Zyprer. Englisch ist die Bildungs-und Verkehrssprache, daneben spricht die Bevölkerung einen eigenen Dialekt, das Neugriechisch bzw. das zypriotische Griechisch sowie Türkisch und Arabisch.

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Nikosia

Die Stadt Nikosia, auf Türkisch Lefkosía, befindet sich direkt in der Mitte der Insel Zypern. Sie ist sowohl Hauptort des gleichnamigen Bezirkes als auch im Nordteil Hauptstadt der Türkischen Republik Nordzypern. Die Geschichte der Stadt reicht bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurück. Doch zur Hauptstadt der Insel wurde Nikosia erst im 11. Jahrhundert n. Chr. Zudem entwickelte sie sich unter der Herrschaft der Lusignans zu einer prunkvollen Stadt mit einem königlichen Palast und rund 50 Kirchen. Der Kern der Stadt wird von einer 5 km langen venezianischen Mauer, die 1567/68 entstand, und 11 Bastionen umgeben. Inmitten dieser sternförmig anmutenden Festungsanlage liegt die Altstadt mit engen verwinkelten Gassen und ihren Märkten. Die mittelalterlichen Gebäude und die alten Kirchen erzeugen eine eigne Atmosphäre, welche die historische Altstadt prägt.

Die Jahrtausende alte Geschichte hat zahlreiche Spuren hinterlassen, wovon die vielen Sehenswürdigkeiten im Süden und Norden der Stadt noch heute zeugen. Im Süden, neben der Befestigungsanlage befindet sich z. B. das Befreiungsdenkmal auf der Podokatoro-Bastion, das 1960, nachdem die Kolonialherrschaft der Briten beendet war, dort aufgestellt wurde. Die größte Kirche der Stadt ist die, unter türkischer Herrschaft, 1872 gebaute Faneromeni-Kirche. Am Kyprianos-Platz, neben dem Palast des Erzbischofs mit seiner wohl weltweit eindrucksvollsten Sammlung von über 150 Ikonen, befindet sich die Bischofskirche Ayions Ioannis, die Johannes-Kathedrale. Sie wurde im Auftrag des Erzbischofs Nikiforos errichtet und im 18. Jahrhundert zur Kathedrale geweiht. Etwas außerhalb der Altstadt in südwestlicher Richtung liegt das „Cyprus Museum“, einem archäologischen Museum, welches u. a. Ausgrabungsstücke, die von der Jungsteinzeit bis zur Zeit der Byzantiner gereichen, und damit ein großes Stück Kulturgeschichte der Insel Zypern vermittelt.

Im Norden von Nikosia, dem türkischen Teil, steht die Arabahmet-Moschee, die im 17. Jahrhundert gebaut wurde, wo eine angebliche Haarsträhne von Mohammed aufbewahrt wird. Die, ursprünglich als Kathedrale Hagia Sophia im 13. Jahrhundert erbaute, Selimiye-Moschee, wurde 1571 von den Türken in ein islamisches Gotteshaus umgewandelt. Auf dem zentral gelegenen Atatürk-Platz erhebt sich in dessen Mitte eine venezianische Säule. Das vermutlich älteste türkische Gebäude auf der Insel Zypern ist die Karawanserei Büyük Han, die schon kurz nach der Annektierung durch die Türken im Jahr 1572 entstand. Einen interessanten Einblick verschafft die Sammlung islamischer Manuskripte, die in der Sultan-Mahmut-Bibliothek zur Ansicht präsentiert werden.

Aber auch in der näheren Umgebung von Nikosia gibt es etliche sehenswerte Orte und Stätten, wie u. a. die antike Stadt Idalion, deren Ausgrabungsort etwa 19 km südlich von Nikosia liegt. Zudem gibt es zwei Klöster und ein unter Denkmalschutz stehendes Dorf.

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Paphos

Die Hafenstadt, die im Südwesten der Insel, im griechisch sprachlichen Bereich von Zypern liegt, verfügt heute über einen bedeutenden Hafen, der in erster Linie touristisch genutzt wird. Auch der internationale Flughafen hat an Verkehr und somit an Wichtigkeit gewonnen, seitdem Nikosia nicht mehr angesteuert wird, aber der Tourismus im Südwesten der Insel stetig zunahm. Paphos bildet mit über 51.300 Einwohnern, die viertgrößte Stadtregion Zyperns. Die Gemeinde selbst hat etwa 27.500 Einwohner. Um sich von dem ca. 15 km südöstlich gelegenen antiken Alt-Paphos, Paláia Páfos, zu unterscheiden, wurde Paphos ehemals auch Nea Páfos bezeichnet. Ktima, der oberhalb gelegene Ort, wird Ober-Paphos, Pano Paphos, genannt.

Wie viele andere Inseln im Mittelmeer kann auch Zypern auf wechselvolle Herrschaften zurückblicken. So lässt sich die frühe Geschichte von Palaia Paphos bis in die späte Bronzezeit zurückverfolgen. Eine erste Besiedlung wird etwa im 15. Jahrhundert v. Chr. datiert. Seinen höchsten Wohlstand erlebte Palaia Paphos im späten 13. Jahrhundert v. Chr., der durch wertvolle Grabfunde der migrierten Achäer belegt wurde. Erste Erwähnung der Stadt wird durch eine Inschrift auf der, bei Lanarka gefundenen, aus Basalt bestehenden Kition-Stele, dokumentiert. Sie stammt aus der Zeit der Assyrer ca. 680 bis 669 v. Chr. Es folgten u. a. 58 v. Chr. die Römer und später die Byzantiner, unter deren Herrschaft die Stadt zerfiel. Im 13. Jahrhundert, nachdem die Insel vom Haus Lusignan übernommen wurde, erhielt Palaia Paphos ein Kastron, um die Zuckerrohrplantagen an der Küste zu überwachen. Das Haus Lusignan ist ein westfranzösisches Adelsgeschlecht, das sich nach ihrer Burg benannte. Die Lusignans haben sich bei den Kreuzzügen sehr engagiert und haben dadurch ihre Beziehungen in den östlichen Mittelmeerraum etabliert.

Am Hafen von Paphos liegt das Wahrzeichen der Stadt, ein mittelalterliches Kastell, das seit 1935 Nationaldenkmal ist. Diese byzantinische Festung war ursprünglich für den Schutz des Hafens von Paphos gebaut worden. Die Lusignaner errichteten das Kastell erneut im 13. Jahrhundert, doch wurde es von den Venezianern im 16. Jahrhundert aufgegeben und teilweise zerstört. Die Osmanen haben es daraufhin im Jahr 1592 wieder neu errichtet. Die Ruinen von Paphos, die sogenannten Königsgräber aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., wurden 1980 ein Teil des UNESCO-Welterbes. Als Zypern von den Ptolemäern beherrscht wurde, dienten sie als Grabstätte für Angehörige der zyprischen Oberschicht. Denn in der späten Eisenzeit bis zur Diadochenzeit war Paphos ein kleines Königsreich, dessen letzter Herrscher Nikokles, sich und seine Familie 310 v. Chr., nach einem vorangegangenen Konflikt mit Ptolemaios I., tötete.

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Limassol

Mit seinen rund 150.000 Einwohnern ist Limassol die zweitgrößte Stadt auf Zypern. Die heutige Stadt ist ein bedeutendes Zentrum für Tourismus, Wirtschaft und Finanzen (viele Offshore-Unternehmen). Neben seinem großen Hafen ist die Stadt das Zentrum für Weinproduktion, die sich nach der Teilung der Insel rapide entwickelt hat. Außerdem ist Limassol der Sitz der Technischen Universität auf Zypern. Die Stadt liegt inmitten zwischen den beiden antiken Stadtkönigreichen Kourion westlich und Amathous östlich. Im griechisch-römischen Amphitheater in Kourion werden antike griechische Dramen sowie Shakespearestücke unter freiem Himmel aufgeführt. Die nähere Umgebung von Limassol verfügt über zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten sowie idyllische Weindörfer in den Bergen sowie die Gebiete Platres oder das pittoreske Pitsilia oder ebenso die Wälder an den Südhängen des Troosdos.

Limassol ist geprägt von Historischem, wie die Altstadt, aber auch als moderne Stadt. Das Prunkstück der Stadt ist das Kastell von Limassol mit seinem mittelalterlichen Museum. Errichtet wurde das Kastell im 13. Jahrhundert auf den Resten einer Befestigungsanlage und war sowohl Militärhauptquartier und Gefängnis als auch Schutz für die Stadt. Gefundene Altertümer aus dem Gebiet von Limassol sind im Bezirksmuseum zu einer Sammlung zusammengetragen worden. In einem alten restaurierten Haus befindet sich das Volkskunstmuseum. Die Sammlung zyprischer Volkskunst aus dem 19. bzw. aus dem frühen 20. Jahrhundert umfasst u. a. Nationaltrachten, Gobelins und Stickereien.

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Larnaka

Die Hafenstadt Larnaka befindet sich im südöstlichen Teil der Insel Zypern. Mit seinen rund 77.000 Einwohnern ist sie Hauptort des Bezirkes gleichen Namens. Der internationale Flughafen ist der wichtigste auf Zypern. Er liegt ca. 5 km von der Stadtmitte Larnaka und ca. 40 km von Nikosia, der Hauptstadt Zyperns entfernt. Die Stadt, die aus dem ehemaligen Kition, dem Geburtsort des Philosophen Zenon, der die Stoa-Schule aus der Taufe hob, hervorging, kann sich einem Kulturerbe Zyperns rühmen. Außerdem war Kition, dem heutigen Larnaka, die Wahlheimat des Lazarus, der hierher kam und der erste Bischof wurde, nachdem Jesus ihn wieder zum Leben erweckte.

Kition gehörte zu den wichtigsten antiken Stadtkönigreichen, deren Überreste bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Zu einem späteren Zeitpunkt gründeten die Phönizier hier ein machtvolles Königsreich. Die Mykener bauten das gesamte Gebiet um 1200 v. Chr. wieder auf. Deren alte Tempel waren in der Erde vergraben und wurden erst in den letzten Jahren von Archäologen wieder freigelegt. Dazu gehörte auch ein Tempel des Melkart, bei den Römern Äskulap oder bei den Griechen als Herkules bekannt und ebenso ein Tempel der Artemis Paralia. Die Überreste können heute besichtigt werden.

Als Sitz europäischer Konsulate entwickelte sich Larnaka im 18. Jahrhundert zu einem Handelszentrum. Seine heutige Bedeutung als Hafenstadt bekam Larnaka jedoch erst nach dem Einfall der Türken ab 1974, weil daraufhin der Hafen von Kyrenia und der Flughafen Nikosia geschlossen wurden.

Jedoch auch die nähere Umgebung zur Stadt Larnaka bietet Besuchern eine Menge Interessantes. So z. B. Chirokitia, die bis jetzt Älteste, bei Ausgrabungen gefundenen, jungsteinzeitliche Siedlung. Oder auch das, sich auf einer Bergspitze befindliche, Kloster Stavrovouni sowie in Kiti die bekannte Angeloktisti-Kirche, die in ihrem Inneren ein wunderschönes Marien-Mosaik beherbergt.

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Famagusta

Die Hafenstadt Famagusta oder auch Magusa, griechisch Ammóchostos, was in etwa „versteckt im Sand“ bedeutet, liegt an Nordzyperns Ostküste und ist Hauptort des Bezirkes gleichen Namens. Die Stadt mit vielen Namen, u. a. wurde sie in der Antike auch Arsinoë, nach der ägyptischen Königin Arsinoë II, für einige Zeit genannt. Famagusta hat sich jedoch im Mittelalter aus dem griechischen Ammóchostos entwickelt.

Während der Römerzeit gewann Famagusta an Bedeutung, nach Überfällen der Araber, einigen Erdbeben und Versandung ihres Hafens, haben die Bewohner der Stadt Constantia/Salamis den Hafen hierher übersiedelt. Jedoch unter den Byzantinern blieb der Ort unbedeutend, bis im 13. Jahrhundert die Blütezeit zur reichsten Stadt des östlichen Mittelmeers begann. Der Grund lag im Verkauf der Insel Zypern, die Richard Löwenherz im Jahr 1192 an den fränkischen Kreuzritter Guido von Lusignan im Dritten Kreuzzug veräußerte. Der Adlige aus dem Haus Lusignan war bis zu dem Zeitpunkt König von Jerusalem. Etwas über 100 Jahre später wurde Famagusta katholischer Bischofssitz und viele u. a. Adlige oder Kaufleute aus Palästina übersiedelten hierher, da die Stadt als Außenposten der römischen Kirche im Osten galt.

Frieden und Wohlstand endeten gleichzeitig im 14. Jahrhundert, dies nötigte Heinrich II. eine Zitadelle, bestehend aus einem Wehr- und Wohnturm, am Hafen zu errichten. Eine weitere doch kurze Blütezeit erlebte die Stadt unter venezianischer Herrschaft. Durch die Bedrohung der Osmanen wurde von 1491 bis 1567 die Befestigungsanlage im Stil der Renaissance erweitert und durch Erhöhung der 3,5 km langen Stadtmauer auf 17 m und einer Verbreiterung auf 9 m sowie der Anlage eines Wallgrabens, noch stärker gesichert. In der Zeit von 1552 bis 1554 wurde die Zitadelle noch vergrößert und ein Gouverneurs-Palast angegliedert. Das Heer der Osmanen belagerte die Stadt ab 1570, bis die letzten 500 Verteidiger sich 1571 geschlagen gaben und sich ergaben. Obwohl die Stadt kaum beschädigt war, wurde sie nachher von den Eroberern im Nachhinein zerstört. Kirchen wurden zu Moscheen oder Lagerhallen.

Heute hat Famagusta noch 22 Kirchen, die jedoch meist nur noch Ruinen sind. Allerdings ist die Festungsmauer um die Altstadt noch weitgehend erhalten. Außer den Kirchenruinen verfügt die Altstadt noch weitere Ruinen, wie den Palalzzo del Provveditore, dem Amtssitz des venezianischen Stadtkommandanten, die Ruine eines Franziskaner Klosters, aber auch die zerfallenen Paläste von Kreuzrittern oder reichen Kaufleuten. Im heutigen Altstadtkern steht noch die Lala-Mustafa-Pascha-Moschee, die einst auf dem Fundament der niedergerissenen St. Nikolaus-Kathedrale entstand, die 1326 als Basilika für die Lusignans gebaut wurde. Ein weiteres Relikt aus der Zeit der Osmanen ist das Badehaus „Pasa Hammam“, das zu einer Bar umfunktioniert wurde. Die Stadtgeschichte ist im Museum „Namik Kemal“ dokumentiert, in dessen Nebenraum sich ein Grab, das mit militärischen Insignien und Fahnen dekoriert ist.

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Strände Zyperns

Agia Thekla Beach

Dieser kleine Strand mit seiner winzigen Insel befindet sich etwa 6 km westlich vom Zentrum des Ortes Agia Napa entfernt, der seinen Namen Agia Thekla von einer kleinen Kirche in der Nähe erhielt. Zu erreichen ist der Strand zu Fuß von der Hauptstraße aus, die nach Agia Napa führt.

Makronissos Beach

Die drei geschützten Badestrände befinden sich jeweils an einer der drei kleinen Buchten, die jeweils sich westlich, südwestlich und südöstlich ausrichten.

Landa Beach

Mit einer Entfernung von jeweils knapp 500 m liegt dieser nur 300 m lange Strand direkt zwischen den beiden Buchten von Makronissos Beach und Nissi Bay.

Nissi Beach — Nissi Bay

Nur 3 km westlich von Agia Napa entfernt liegt dieser Doppelstrand, der sich durch seine windgeschützte Lage besonders gut für den Wassersport eignet. Allerdings wird dieser Strand jährlich von Tausenden Urlaub bevölkert. Vor dem Strand befindet sich ein kleines Inselchen, worauf sich das griechische Wort „Nissi“ bezieht.

Vathia Gonia Beach

Dieser völlig windgeschützte Strand, der sich ebenfalls für den Wassersport besonders eignet, liegt nur ca. 350 m östlich von Nissi Bay.

Pernera Beach

Eingebettet zwischen den Stränden Vathia Gonia und Katsarka befindet sich der 200 m lange Strand Pernera.

Katsarka Beach

Etwa 500 m westlich des Fischerhafens, kurz vor Pernera Beach, erstreckt sich über 800 m der Felsenstrand Katsarka.

Pantahou Beach

Gleich am Fischerhafen von Agia Napa erstreckt sich in östlicher Richtung der etwa 1 km lange Strand. Hier erfreuen sich eine große Anzahl Touristen an den angebotenen Wassersportarten sowie an der schönen Aussicht auf das bunte Treiben der Boote im Hafen.

Glyky Nero Beach

Dieser Strand schließt sich an Pantahou Beach an und endet bei den Meereshöhlen.

Ammos tou Kambouri Beach

Eine schöne Badebucht, die sich zwischen Agia Napa und dem weit abgelegenen Kermia Beach befindet.

Kermia Beach

Diesen Strand, der besonders ruhig und abgelegen ist, befindet sich auf der Westseite von Cape Greko. Zu erreichen ist diese Idylle nach 2 km östlich von Agia Napa auf der Hauptstraße, die zum Cap Greko führt.

Konnos Beach

Dies ist der letzte Strand, der die Gemeinden von Agia Napa und Paralimni trennt. Er liegt 4 km östlich von Agia Napa an der Strecke zwischen Cape Greko und Protaras. Konnos Beach ist ein außergewöhnlich malerischer und windgeschützter Strand.

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Sehenswürdigkeiten auf der Insel Zypern

Die Moschee „Hala Sultan Tekke“

In einem kleinen Palmenhain am westlichen Ufer eines Salzsees in Larnaka befindet sich dieses wichtige islamische Heiligtum auf Zypern. Sie gilt als die schönste Moschee der Insel, deren Entstehung auf eine Legende zurückgeht. Angeblich soll im Jahr 649 eine enge Verwandte von Mohammed dem Propheten, während der Invasion Zyperns vom Pferd gestürzt und gestorben sein. Daraufhin sollen 3 große Steinplatten aus Jerusalem heran geschwebt sein und daraus ein Grab für sie errichtet haben. Die Moschee mit dem kleinen Garten und einer Pilgerherberge entstand im Jahre 1816.

Die Kirche „Ayios Nikolaos tis Steyis“

Etwa 5 km außerhalb von Kakopetria, das ca. 1 Autostunde von Nikosia aus entfernt liegt, befindet sich die Kirche, die dem heiligen Nikolaus geweiht wurde und eine von 10 Scheunenkirchen darstellt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Diese Kirche entstammt dem 11. Jahrhundert und ist bekannt für seine Wandmalereien, die in verschiedenen Jahrhunderten des Mittelalters und in unterschiedlichen Stilrichtungen entstanden, die bis ins 14. Jahrhundert reichten. Darunter befinden sich aus dem 11. Jahrhundert, „Christi Einzug in Jerusalem“ und „die Erweckung des Lazarus“. Aus dem 12. Jahrhundert, „die 40 Märtyrer von Sebaste“ und „das Jüngste Gericht“ sowie aus dem 14. Jahrhundert, „Christi Geburt“, der „Heilige Theodorus“ und der „Heilige Georg“.

Das Kloster „Agios Neofytos“

Seine Ursprünge gehen bis auf das 12. Jahrhundert zurück, es liegt in den Bergen über der Stadt Paphos. Der Eremit Neófytos (1134-1219) soll gegen Ende des 12. Jahrhunderts eine Höhlenkirche aus einem Fels gehauen haben. Die, mit Fresken ausgemalten Räume sind noch heute gut erhalten. Das heutige Kloster entstammt dem 16. Jahrhundert mit einer Klosterkirche, in der die Gebeine als Reliquie des Eremiten aufbewahrt und verehrt werden.

Das Dorf „Omodos“

In einer Höhe von 750 m liegt mitten in Weingärten wohl der hübscheste Ort auf Zypern. Hier in Omodos finden sich alte Natursteinhäuser mit einem pittoresken Dorfplatz. Außerdem befindet sich hier das, heute unbewohnte, Kloster „Moni Timiou Stavrou“, welches bereits im Jahr 327 gegründet wurde. Die schönen Gebäude aus Naturstein stammen allerdings erst aus dem frühen 19. Jahrhundert. Das größte Haus in Omodos, das Linos-Haus, beherbergt die älteste noch erhaltene Weipresse der Insel Zypern.

Das Kloster Kykkos

Im Troodos-Gebirge hat sich das zweifelsohne reichste und auch bekannteste Kloster im 12. Jahrhundert gegründet. Gemäß einer Legende erhielt der Eremit Isaias eine Ikone der Heiligen Jungfrau von Kaiser Alexias Komnenos, der dem Eremit damit dankte, seine an Gicht erkrankte Tochter geheilt zu haben. Gemalt sei die Ikone angeblich vom Evangelisten Lukas, der das Holz dafür von Erzengel Gabriel bekam. Das Kloster Kykko ist eines der orthodoxen Klöster in diesem Gebirge auf Zypern und liegt fernab von den Dörfern in einer Höhe von 1.400 m. Es leben heute noch etwa 10 Mönche im Kloster, dessen Name Kykko noch nicht nachgewiesen wurde. Es wird angenommen, dass die Bezeichnung „kykko“ oder auch „kokko“ von der Hermes-Eiche abgeleitet wurde, die seit Jahrhunderten ausgestorben ist und hier wuchs.

Das römische Amphitheater von Kourion

Die, auf einem Plateau ausgegrabene, antike Stadt Kourion, wurde vermutlich im 13. Jahrhundert v. Chr. von Mykenern gegründet. Ihren Aufschwung erlebte die Stadt, die ca. 20.000 Bewohner hatte, in Zeiten der Ptolemäer und den Römern. Das Felsplateau, welches an drei Seiten fast 70 m in die Tiefe abfällt, gehört zu einer der bedeutungsvollsten archäologischen Ausgrabungsorte auf Zypern. Hoch oben über der Küste steht das Amphitheater, das aus im 2. Jahrhundert v. Chr. entstand und im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde es erweitert. Die Griechen wollten hier ihre Tragödien aufführen, doch die Römer sorgten hier für Unterhaltung bei Gladiatoren- bzw. Tierkämpfen. Im Jahr 365, nach einem schweren Erdbeben, stürzte das Theater ein und wurde lange als Steinbruch ausgebeutet.

Das Bergdorf Lefkara

Das, im südlichen Troodos-Gebirge, ansässige Bergdorf Lefkara, welches sich mit reinlichen Gässchen mit blumengeschmückten Häusern in einer Idylle an den Hängen verteilt, hat schon sehr lange einen großen Bekanntheitsgrad in der ganzen Welt. Hier werden schon seit der Zeit der Venezianer Flachstich- und Hohlsaumstickereien, die „Lefkaritika“, mit der Hand gefertigt. Sogar Leonardo da Vinci soll hier im Jahr 1481 eine Altardecke für den Mailänder Dom erstanden haben. Schon in früher Zeit haben angestammte Familien die gefertigten Spitzen bis nach Europa und Vorderasien verkauft. Außer den Stickereien wird hier ebenso in Handarbeit Schmuck aus Gold und Silber hergestellt.

Der göttliche Aphrodite-Felsen bei Paphos

Wird den Reiseführern geglaubt, soll hier, wo sich der Felsen aus dem kleinen Kiesstrand erhebt, die „Schaumgeborene“ Göttin Aphrodite, bei den Römer die Venus, aus dem Meer entstiegen sein. Durch die Legende der Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde, wurde dieser Felsen zu etwas ganz Besonderem, was Touristen immer wieder hierher lockt. Angeblich soll ein mitgenommener Stein von diesem idyllischen Strand, Glück bringen.

Die Burg Kantara

Die Überreste der mittelalterlichen Burg von Kantara befindet sich in etwa 700 m Höhe, umringt vom imposanten Besparmak-Gebirge oder Pentadaktylos in der Nähe eines Bergdorfs mit gleichem Namen. Die mächtige Burg wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert von den Byzantinern als Schutz gegen die Osmanen gebaut. 1191 annektierte Richard Löwenherz die Insel und von dieser Zeit an bot die Burg Schutz für den letzten Herrscher der Insel, Isaak Komnenos. Die Burg wurde zwischen den Jahren 1229 und 1232 sehr heftig von Heinrich I. und Friedrich II. umkämpft, um Kantara zu überwältigen. Erst als die Genuesen 1373 kamen, gelang dies. Leider wurde die Festungsanlage von den Venezianern um 1560 weitgehend zerstört, sodass heute die Ruinen der beiden rechteckigen Türme mit der mächtigen Außenmauer sowie der Zwinger der Oberburg vorhanden sind.

Das Tal der Zedern

Etwa 16 km vom Kloster Kykko entfernt beginnt eine Waldregion, die ihre Ursprünglichkeit und Abgeschiedenheit an den südlichen Hängen des Tripylos noch völlig erhalten hat, das „Tal der Zedern“. Eine kaum befahrene Straße führt durch einen menschenleeren Zedernwald, mit etwa 40.000 dieser alten Bäume. In früherer Zeit war die Insel von Zedern übersät, die in der Kultur Zyperns den Tod darstellen. Durch Abholzung für den Schiffs- und Hausbau blieb nur hier ein weites zusammenhängendes Waldgebiet bestehen. Die im „Tal der Zedern“ und nur auf Zypern existierenden Abart der Libanonzeder, steht unter Naturschutz. Dieser Zedernwald dient mit seinem dichten und schützenden Gehölz dem wild lebenden, sehr scheuen Mufflons auf der Insel als Lebensraum.

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Aktivitäten und Tipps zu Zypern

Zypern hat als Insel einiges für den Urlaub zu bieten, ob nun Historisches, schöne Landschaften von Bergen bis zu Küstenlinien. Es ist ein interessanter Ort für das Bleiben, schon alleine die Tatsache, dass die Insel politisch in zwei Gebiete aufgeteilt ist. Wer etwas erleben möchte, findet genügend Gelegenheit und die passenden Unterkünfte dazu. Die südliche Republik Zypern bietet die größere Auswahl von Hotel, Ferienwohnung- und Haus. Doch auch im türkischen Norden gibt es sowohl Luxushotels als auch preisewerte Wohngelegenheiten. Sogar die absoluten Campingfans werden bedacht, so finden sich vor allem im Süden der Insel die schönsten Campingplätze in Paphos, Geroskipou, Larnaka oder am Troosdos-Gebirgen. Die Plätze sind durchweg mit Sanitäreinrichtungen, Restaurants sowie kleinen Läden ausgestattet.

Da Zypern eine, vom Meer umgebende, Insel ist, bietet sich natürlich in erster Linie der Wassersport an. Ob Segeln, Surfen, Wasserski, Gleitschirmfliegen oder Tauchen, es ist alles möglich. Das Tauchen oder Schnorcheln ist besonders in den Tauchzentren an den felsigen Küsten zu empfehlen. Ebenso an Land eröffnen sich Aktivitäten, wie z. B. Golf auf einem der drei 18-Loch-Plätze. Wer die Insel richtig in sich aufnehmen möchte, kann dies bei einer Wandertour, denn auf den 72 gut gekennzeichneten Routen, lassen sich sowohl die Schätze der Natur als auch der Kultur entdecken. Die Routen von einer Länge über 200 km erstrecken sich vom Kap Greco südöstlich bis zur Halbinsel Akamas nordwestlich. Doch nicht nur Fußwanderungen, sondern auch Touren mit dem Rad bieten für alle Radsportler die ideale Strecke.

Zypern hat eine Besonderheit für Gäste, die sowohl am Strand liegen möchten, aber dennoch nicht auf den Wintersport verzichten wollen. Dafür ist die geeignete Zeit von Januar bis März. Das Troosdos-Gebirge verfügt über solch optimale Pistenverhältnisse, dass sogar Ski-Wettkämpfe ausgetragen werden und damit beste Ski- und Rodelmöglichkeiten vorherrschen. Am Olympos, dem mit 1951m höchsten Berg auf Zypern, werden 4 Schlepplifte betrieben. Ebenso werden hier zwei Loipen für den Langlauf gespurt.

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