Insel Texel

Texel: Holland im Kleinformat

Die größte Westfriesische Insel bringt es gerade einmal auf eine Landfläche von knapp 170 Quadratkilometer. Trotzdem ist die Landschaft so vielfältig, dass Texel oft als Miniaturausgabe von ganz Holland bezeichnet wird.

Der Strand von Texel

Einen direkten Blick auf die Nordsee bietet die Westküste. Der 30 Kilometer lange, feine Sandstrand macht diesen Teil der Insel zum begehrten Reiseziel für Badegäste und Wassersportler. Dank der großen Wellen- und Windsicherheit gilt Texel als ideales Revier für Surfer und Windsurfer. Wer die Insel von oben entdecken möchte, kann im Paracentrum einen Rundflug buchen oder das Fallschirmspringen erlernen.

Die Orte

Den ersten Eindruck vom ländlich geprägten Texel bekommen die Besucher schon beim Verlassen der Fähre im kleinen Fischerdorf ´t Horntje. Hier leben fast die Hälfte der rund 13.800 Einwohner. Segler an der Nordsee dürften eher den drittgrößten Ort der Insel kennen. Denn Oudeschild beherbergt neben einem Fischereihafen auch eine Marina mit etwa 200 Liegeplätzen.

Sehenswertes auf Texel

Wer die Insel wandernd oder auf dem bestens ausgebauten Netz von Radwegen entdeckt, stößt unweigerlich auf die sogenannten Schapenboete. Diese Schafscheunen wurden während des 19. Jahrhunderts erbaut, damit die Landwirte auch Flächen bewirtschaften konnten, die weitab von ihren Höfen lagen.

Die klassischen Bauernhöfe wurden in Form der Gulfhäuser errichtet. Dabei handelt es sich um eine Hausform, die sich ab dem 16. Jahrhundert in ganz Norddeutschland verbreitete. Das charakteristische Merkmal der Häuser: Das Dach fällt nach allen Seiten hin schräg ab, um dem Wind weniger Angriffsfläche zu bieten.

Einen Überblick über die vielfältige Landschaft von Texel bietet das Ecomare, einer Mischung aus Aquarium und Naturkundemuseum. Ein besonderes Erlebnis bietet die Seehundstation, die vom ersten Museumsdirektor Herman van der Horst 1952 eingerichtet wurde. Etwa 20 Tiere leben dauerhaft hier, gelegentlich sind verwaiste Jungtiere oder verletzte Seehunde zu Gast im Ecomare. Verletzte Vögel werden ebenfalls aufgenommen und gesund gepäppelt. Die Besucher erleben vielfältige Ausstellungen rund um das Wattenmeer und können im hauseigenen Dünenpark die Welt der Dünen entdecken.

Zum Angebot des Ecomare gehören außerdem Exkursionen in den Nationalpark Duinen van Texel an. Dieser Park ist einer von insgesamt 19 Nationalparks in Holland und wurde 2002 gegründet. Er erstreckt sich über eine Fläche von rund 4.300 Hektar an der Westküste von Texel.

Kultur auf Texel

Das kulturelle Highlight ist zweifellos das Texelbluesfestival. Es findet alljährlich an einem Wochenende im Oktober in Den Burg statt. Daneben bieten die Orte eine breite Museumslandschaft. Dazu gehören unter anderem das Meeres- und Strandräubermuseum, das Luffahrt- und Kriegmuseum. Das jüngste Museum auf Texel ist das Walfängerhaus, das einen Einblick in den Leben und den Alltag eines Walfängers und seiner Familie gibt. Eine vollständige Übersicht über alle Museen der Insel gibt es beim Tourismusbüro Texel in Den Burg.

Ein einmaliger Sportevent

Segelfreunde zieht alljährlich im Juni die Ronde on Texel an. Sie gilt als weltgrößte Regatta für Katamarane. Beliebt ist die rund 100 Kilometer lange Inselrundfahrt bei Amateuren und Profis gleichermaßen. Weil die Teilnehmerzahl aus Sicherheitsgründen auf 600 Boote beschränkt ist, ist sie umso begehrter.

Texel aktiv erleben

Wassersportler können im Prinzip entlang der gesamten Küste ihren Hobbys frönen. Davon ausgenommen sind lediglich der äußerste Norden und Süden der Insel, weil hier die starken Strömungen zu unberechenbar sind. Kitesurfen und das Steigenlassen von Lenkdrachen ist nur an den ausgewiesenen Stellen erlaubt.

Radfahrern steht ein mehr als 130 Kilometer langes Streckennetz zur Verfügung. Die Wege sind über Knotenpunkte miteinander verbunden, sodass sie die Route jederzeit individuell abändern können.

Als Schlechtwettereinrichtungen stehen den Besuchern eine Indoor-Kartbahn sowie der Ferienpark De Krim offen.

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Orte auf Texel

Den Burg

Etwa die Hälfte der rund 13.600 Einwohner von Texel wohnt in Den Burg, der einzigen Siedlung mit städtischem Charakter. Weil Den Burg der Verwaltungssitz und das touristische Zentrum von Texel ist, sind hier zahlreiche Geschäfte angesiedelt. Zu den öffentlichen Einrichtungen gehören eine Bibliothek und ein Schwimmbad.

Besiedelt war Den Burg schon im ersten nachchristlichen Jahrtausend, wie die Relikte einer friesischen Burg zeigen, die um das 7. Jahrhundert zerstört wurde. Das Dorf wurde gegen Mitte des 14. Jahrhunderts unter der Herrschaft von Graf Jan van Beaumont erneut befestigt. In dieser Zeit wurde der Klosterhof zum Sitz der Verwaltung von Texel. Wenige Jahre später wurde Den Burg mit Burgwall und Burggracht zusätzlich gesichert.

Ein traditioneller Wochenmarkt findet in Den Burg montags statt. Einst boten die Bauern der Insel hier ihre Lämmer feil. Daran erinnert heute am ersten Septembermontag noch der "Tag der Schafzucht", an dem die besten Zuchtbuchschafe ausgestellt werden.

De Koog

Das Dorf liegt im Westen von Texel an der Nordsee und gilt als touristisches Zentrum der Insel. Die Übernachtungsbetriebe in De Koog haben eine Kapazität von etwa 20.000 Betten, also etwa die Hälfte der gesamten Kapazitäten. Zu den Sehenswürdigkeiten in Den Koog gehört neben dem Ecomare südlich des Dorfes auch eine Kirche, die 1415 errichtet wurde.

Oudeschild

Der drittgrößte Ort auf Texel liegt im Osten der Insel. Neben dem Fischereihafen beherbergt Oudeschild auch eine Marina mit etwa 200 Liegeplätzen. Der Hafen wurde 1780 angelegt, zuvor wurden die Schiffe auf der Texeler Reede vor Oudeschilds Küste versorgt. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört das Meeres- und Strandgutmuseum sowie eine restaurierte Windmühle.

De Cocksdorp

Etwa zwei Kilometer nördlich des 400-Einwohner-Ortes De Cocksdorp befindet sich der Nord-Leuchtturm von Texel, der seit 2009 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Besucher haben von De Cocksdorp aus die Möglichkeit, mit der Fähre nach Vlieland überzusetzen. Der Ort beherbergt außerdem den größten Bungalowpark der Insel.

Oosterend

In einer Entfernung von etwa zwei Kilometern zum Deich liegt das Fischerdorf Oosterend im Osten von Texel. Bis zum 19. Jahrhundert besaß der Ort einen eigenen Hafen, heute liegen die Boote der Fischer im Oudeschilder Hafen. Die Kirche im Herzen des Dorfes gilt als älteste Kirche der Insel.

´t Horntje

Das Fischerdorf im Süden der Insel gilt als Tor nach Texel. Denn die Fähren vom Festland landen hier. Am Fährhafen hat auch das Königlich-Niederländische Institut für Meeresforschung seinen Sitz. Diese Einrichtung wurde 1876 gegründet und gehört weltweit zu den ältesten ozeanografischen Instituten.

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Sehenswürdigkeiten der Insel Texel

Schapenboet

Weil das Schaf auf Texel auch bei kaltem Wetter draußen bleiben muss, sind diese Scheunen mit ihrer typischen Architektur auf der ganzen Insel zu sehen. Weil der Wind meist aus Richtung Südost weht, ist die nordwestliche Seite abgeflacht, um einen Windschatten zu erzeugen. Hier befindet sich auch der Eingang in die Scheune. Gedeckt sind die Schafscheunen mit Ziegeln, Reet oder einer Kombination aus beidem.

Die meisten Schafscheunen wurden während des 19. Jahrhunderts erbaut. Die Landwirte errichteten sie, um auch Flächen bewirtschaften können, die etwas weiter vom eigentlichen Hof entfernt waren. Die Bauern lagerten in den Schapenboeten beispielsweise Heu ein und bewahrten ihre Arbeitsgeräte auf. Nur noch wenige der rund 50 Scheunen werden landwirtschaftlich genutzt. Die meisten Landwirte lassen sie verfallen. Einige Schapenboeten stehen allerdings unter Denkmalschutz und werden touristisch genutzt. Paare, die eine originelle Hochzeitslocation suchen, können sich etwa das Jawort in einer Scheune geben.

Die Gulfhäuser

Als typisch für den einstigen Baustil gilt auf Texel das Gulfhaus mit seinem nach allen Seiten hin schräg abfallenden Dach. Dadurch wird verhindert, dass der Wind einen zu großen Druck auf das Dach ausüben kann.

So entstanden die Gulfhäuser

Bekannt sind Gulfhäuser auch unter dem Namen Ostfriesenhäuser. Es handelt sich dabei um einen Haustyp, der sich ab dem 16. Jahrhundert in ganz Norddeutschland verbreitete. Von den damals noch weit verbreiteten Hallenhäusern unterscheiden sich Gulfhäuser dadurch, dass Mensch und Tier auf dem Bauernhof nicht unter einem gemeinsamen Dach lebten. Als Vorbild dienten die flämischen Klosterscheunen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Der Name leitet sich von den Gulfen ab, bei diesen handelt es sich um Lagerräume für Heu und Getreide. Während das Holz für die Innengerüste der Gulfhäuser aus Skandinavien importiert wurde, wurden die Wände aus Backsteinen errichtet. Hergestellt wurden diese jeweils vor Ort von einer Art Wander-Ziegeleien.

Der Aufbau der Gulfhäuser

Typische Gulfhäuser bestehen aus einem kleineren Vorderhaus, in dem die Menschen wohnen. Der hintere und größere Anbau diente als Stall oder Scheune. Weil die Dächer des hinteren Anbaus weiter herabgezogen wurden, wurde der Wirtschaftstrakt breiter als der Wohnbereich.

Zwei Tore befinden sich auf der Giebelseite der Scheunen. Das größere Tor kann auch mit einem Wagen passiert werden, etwa beim Einbringen der Ernte. Die kleinere Tür wurde meistens zum Entmisten des Stalls genutzt.

Während der landwirtschaftlichen Hauptsaison war die sogenannte Sommerküche der Lebensmittelpunkt für die Bewohner. In diesem Raum in einem Seitenschiff der Scheune schlief das Gesinde. Direkt daneben lag das Karnhaus, in dem die Milch verarbeitet wurde.

Anders als das Hallenhaus waren Gulfenhäuser schon immer rauchfrei. Die besaßen von Anfang an einen gemauerten Kamin als Wärmequelle und Kochstelle. Auch dem jeweiligen Zeitgeschmack passten die Bauherren ihre Gulfenhäuser an. So gibt es neben den streng klassischen Backsteinbauten auf Texel auch kunstvoll verzierte Gebäude aus der Ära des Historismus.

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Das Ecomare

Das Ecomare in der Ortschaft De Koog auf Texel ist eine Mischung aus Aquarium und Naturkundemuseum. Die Besucher bekommen hier einen anschaulichen Einblick in die Ökosysteme des Wattenmeeres und der Nordsee. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Einrichtung liegt bei Seehunden, die seit 1952 auch in einem eigenen Bassin gehalten werden.

In vier großen Ausstellungssälen gibt es umfangreiche Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt rund um Texel. Aus dem Reich der Tiere sehen die Gäste neben Seehunden auch Fische, Krabben, Fische, Quallen, Seesterne und Rote Waldameisen.

Die Geschichte des Ecomare

Die Wurzeln des Ecomare reichen bis ins Jahr 1930 zurück, als ein Lehrer in Den Burg eine Sammlung aus naturhistorischen und archäologischen Exponaten im Texel Museum für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Der erste Direktor dieses Museums auf Texel war Herman van der Horst, der sich mit Vorliebe den Seehunden widmete. An seinen heutigen Standort ist das Texel Museum 1975 umgezogen. Die Zielsetzung des Hauses wurde im Lauf der Jahre erweitert. Mitte der 1980er Jahre entstand schließlich das Besucherzentrum, der Name wurde in Ecomare geändert.

Die Stationen des Ecomare auf Texel:

Seehundstation

Etwa 20 Seehunde wohnen dauerhaft im Ecomare. Aufgenommen werden auch junge Seehund-Waisen und kranke Tiere. Sobald sie gesund gepflegt sind, werden sie im Herbst wieder im Watt ausgesetzt. Ein Höhepunkt für die Besucher ist die tägliche Fütterung jeweils um 11 und 15 Uhr.

Die Vogelstation

Im Ecomare werden verletzte und mit Öl verschmierte Seevögel aufgenommen. Einige Vogel, darunter einige Basstölpel und Trottellumen leben dauerhaft hier.

Ausstellungen

Das Ecomare zeigt regelmäßig befristete Ausstellungen zu den Themen des Hauses. In der Dauerausstellung wird die Geschichte der Insel Texel seit der jüngsten Eiszeit erzählt. Die Vögel von Texel und eine Ausstellung zum Thema Meer ergänzen das Angebot. Natürlich gibt es auch ein Ausstellungs-Angebot für Kinder. Seit 2007 besitzt das Ecomare 99 Gemälde, auf welchen alle Walarten weltweit abgebildet werden.

Der Dünenpark

Auf drei markierten Wanderwegen können die Besucher vom Ecomare die faszinierende Welt der Dünen auf Texel entdecken. An den Pfaden gibt es ausführliche Informationen über die Welt der Dünen. Seit 2006 können die Besucher außerdem mit GPS durch den Dünenpark wandern. Dabei bekommt der Besucher während seiner Wanderung alle Informationen über die Dünen sowie ihre Tiere und Pflanzen auf dem Bildschirm angezeigt. Diese Informationen unterscheiden sich von Saison zu Saison, beispielsweise werden die Blütezeiten der Pflanzen berücksichtigt. Seit 2007 gibt es außerdem Routen für Blinde und Rollstuhlfahrer.

Exkursionen auf Texel

Das Ecomare bietet für größere Gruppen auf Wunsch Exkursionen mit thematischen Schwerpunkten an. Ein beliebtes Ziel ist der Nationalpark Duinen van Texel, einer von insgesamt 19 holländischen Nationalparks. Der Park erstreckt sich auf einer Fläche von rund 4.300 Hektar entlang der Westküste von Texel auf einer Länge von rund 22 Kilometern mit einer Breite von höchstens vier Kilometern. Geprägt wird er von der Dünenlandschaft Texels, er beinhaltet aber auch Heide-, Strand- und Wasserflächen sowie Wälder.

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Museen auf Texel

Maritiem & Jutters Museum

Das Meeres- und Strandräubermuseum in Oudesschild widmet sich der Geschichte des Meeres rund um Texel und der Strandräuberei. Zu den besonderen Highlights gehören das weltweit größte Schiffsmodell sowie eine restaurierte Windmühle.

Luftfahrt- und Kriegsmuseum

Die Geschichte der Luftfahrt auf Texel und den georgischen Aufstand präsentiert das Luftfahrt- und Kriegsmuseum Texel.

In der Endphase des Zweiten Weltkrieges setzte die Deutsche Wehrmacht unter anderem ein Georgisches Infanteriebataillon ein, das aus Kriegsgefangenen an der Ostfront zusammengestellt wurde. Die Georgier wurden besser behandelt als andere russische Völker, weshalb sie sich gern rekrutieren ließen. Doch als sich die Niederlage abzeichnete, organisierten sie auf Texel einen Aufstand gegen die deutschen Herrscher.

Zum Thema Luftfahrt präsentiert das Luftfahrt- und Kriegsmuseum zahlreiche Flugzeuge, Modelle, aber auch Videos und Fotos. Dieses Haus befindet sich direkt neben dem Flughafen Texel, wo die Besucher auch Flugzeuge und Fallschirmspringer beobachten können.

Das Heimatmuseum

Seefahrt und Fischfang haben das Leben auf Texel seit alters her geprägt. Wie sich dies auf den Alltag der Bevölkerung ausgewirkt hat, erfahren die Besucher im Heimatmuseum, das in der Oudheidkamer in Den Burg untergebracht ist. Gezeigt werden etwa Briefe, welche eine junge Seemannsfrau an ihren Gemahl verfasst hat.

Kulturhistorisches Museum

Alltag und Geschichte der ländlich geprägten Insel Texel stehen im Fokus des Kulturhistorischen Museums. Inzwischen ist dieses Haus auf eine Ausstellungsfläche von 1.500 Quadratmetern angewachsen. In jährlichem Wechsel werden Themen aus den Bereichen Weidewirtschaft, Ackerland, Blumenzwiebelanbau und Transport in den Vordergrund gestellt.

Kaap Skil

Ein Modell der Reede von Texel befindet sich im Erdgeschoss des Museums, während es im ersten Stock archäologische Funde vom Meeresboden rund um Texel zu sehen gibt. Damit sie der Nachwelt optimal erhalten bleiben, werden einige der Funde in Meerwasser aufbewahrt. Das Museum befindet sich im Hafenort Oudeschild, wo die Besucher noch zahlreiche historische Fischerhäuser erleben.

Das Strandräuber Museum

Im Bauernhof Flora zwischen den Orten Den Burg und de Koog ist das Strandräubermuseum von Texel untergebracht. Das Herz der Ausstellung ist die Sammlung von verschiedenen Gegenständen, die in den vergangenen Jahrzehnten an die Strände von Texel gespült wurden.

Der Leuchtturm

Vielen Besuchern gilt der Leuchtturm bei De Cocksdorp als heimliches Wahrzeichen von Texel. Die Insel bekam 1864 einen eigenen Leuchtturm, weil die Gewässer rund um Texel als gefährlich galten und alljährlich mehrere Schiffe auf Grund liefen. Eine kleine Ausstellung im Leuchtturm behandelt dieses Thema. Die Besucher erreichen die Spitze über eine 153 Stufen hohe Treppe, wo sie den Ausblick über Texel, das Wattenmeer und die Insel Vlieland genießen können.

Das Walfängerhaus

Die ehemalige Wohnstätte der Walfänger ist das jüngste Museum auf Texel. Das Haus baut seine Ausstellung auf die Walfang-Fahrten von Klaas Daalder auf. Gezeigt wird, welche Wale gejagt wurden und wie der Alltag an Bord eines Walfängers aussah. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Geschichte des Hauses und der Alltag der Walfänger.

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Die Moai-Replik auf Zuid-Eierland

Eine Reise ans andere Ende der Welt erwartet die Besucher im Ort Zuid-Eierland im Norden von Texel: Dort steht die Replik einer Moai-Figur, die man eigentlich als Wahrzeichen der Osterinseln kennt.

Die Region Eierland

Auch die Region selbst bietet eine faszinierende Geschichte. Denn Das Eierland gehörte bis zum 13. Jahrhundert eigentlich zur Insel Vlieland. Sturmfluten und neue Strömungsrichtungen trennten die Region ab. Von Texel war sie damals noch durch den Anegat getrennt, der sich ab dem 16. Jahrhundert durch Ablagerungen von Sand schloss. Mit einem Deich und anderen Maßnahmen zur Gewinnung von Land wurde Eierland schließlich ein dauerhafter Teil von Texel.

Was ist ein Moai?

Bei den Moai-Figuren handelt es sich um kolossale Statuen aus Stein, die in der polynesischen Kultur ein Teil von Zeremonienanlagen waren. Die Statuen der Osterinsel sind bis zu 1.500 Jahre alt. Ihr eigentlicher Zweck ist bis heute nicht bekannt. Die Forschung geht davon aus, dass die Figuren Häuptlinge oder Ahnen darstellen und sie als Bindeglied zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt fungieren sollten.

Auf den ersten Blick sehen die Moai-Statuen gleich aus. Der Kopf nimmt ein Drittel der Figur ein, der sehr fein gestaltet ist. Der Unterkörper ist nicht ausgebildet, die Statuen enden unterhalb des Bauchnabels, allerdings ist bei einigen Statuen ein Lendenschurz angedeutet. Die Figuren unterscheiden sich an der Haltung der Finger und individuellen Knoten des Lendenschurzes.

Die meisten Statuen auf den Osterinseln wurden aus Tuffstein, das am Vulkan Rano Raruku gewonnen wurde. Weil schriftliche Aufzeichnungen fehlen, ist das genaue Alter der Moais nicht bekannt. Man nimmt aber an, dass sie während der ersten Besiedelungswelle der Osterinseln errichtet wurden, also etwa zwischen 400 und 1200 nach Christus. Wie Funde von Werkzeugen am Vulkan zeigen, endete die Produktion der Statuen schlagartig. Die meisten Moai auf den Osterinseln sind heute umgestürzt, einige wurden in den vergangenen Jahren restauriert.

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Ronde on Texel

Die Langstrecken-Regatta Ronde on Texel gilt als weltweit größte Regatta für Katamarane. Sie führt auf einer Distanz von etwa 100 Kilometern im Uhrzeigersinn rund um die Insel. Nachdem sie 1978 erstmals abgehalten wurde, findet sie seitdem alljährlich an einem Sonntag im Juni statt.

Start und Ziel ist Paal 17, südlich von De Koog. Eine Stunde bevor die Flut einsetzt starten alle Teilnehmer gleichzeitig. Sowohl der genaue Termin als auch die Startzeit werden nach dem Lauf der Gezeiten festgelegt.

Mittlerweile hat sich die Ronde on Texel so etabliert, dass neben der Elite der Katamaransegler auch zahlreiche Amateure antreten. Aus Gründen der Sicherheit dürfen allerdings höchstens 600 Boote teilnehmen. Diese Regatta gilt als absoluter Besuchermagnet. So verfolgten beispielsweise 2008 mehr als 20.000 Zuschauer das Renngeschehen auf Texel vom Ufer aus.

Das ist ein Katamaran

Beim Katamaran handelt es sich um ein Boot, das zwei Rümpfe besitzt. Damit liegen sie im Gegensatz zu Schiffen mit nur einem Rumpf dank ihrer Breite sehr stabil auf dem Wasser. Weil Katamarane, wie sie bei der Ronde on Texel im Einsatz sind, sehr stabil sind und keinen Kiel besitzen, sind sie relativ leicht und erreichen dank ihrer Gleitrümpfe eine hohe Geschwindigkeit. Allerdings sind sie vor allem in engen Häfen nur schwierig zu handeln und neigen dazu, leicht zu Kentern. Anders Als Segelyachten, die einen Kiel besitzen, können Katamarane nach dem Kentern von der Crew ohne fremde Hilfe nicht wieder aufgerichtet werden. Als Pioniere im Katamaranbau gelten die alten Römer, die im zweiten Punischen Krieg bei der Eroberung von Syrakus einen Katamaran verwendet haben.

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Strände auf Texel

Der 30 Kilometer lange Sandstrand an der Westküste von Texel lässt bei den Badegästen keine Wünsche offen. Badegäste, die Trubel suchen, werden auf Texel ebenso bedient, wie Gäste, die Wasser und Sonne in Ruhe genießen wollen. An verschiedenen Zugängen gibt es Strandpavillons, einige von ihnen haben das ganze Jahr über durchgehend geöffnet. An den meisten Strandabschnitten ist eine Strandwacht präsent. Das Schwimmen ist fast überall erlaubt. Die einzige Ausnahme ist der Abschnitt zwischen Pfahl 31 und 33. Der Grund dafür ist die starke Strömung, die zwischen Texel und Vlieland herrscht.

FKK-Strände auf Texel

Das FKK-Baden ist auf Texel an zwei Stellen erlaubt: Etwa 500 Meter südlich von Pfahl 9 bei Hoornderslag und einen Kilometer südlich von Pfahl 28 bei de Cocksdorp. Einrichtungen wie Strandpavillons gibt es hier nicht. Der FKK-Aufenthalt ist außerdem nur am Strand und im Wasser erlaubt, auf den Dünen aber nicht. Die FKK-Strände werden nicht bewacht und sind ausgeschildert.

Strandregeln

Verboten ist es, mit Luftmatratzen oder Ähnlichem ins Wasser zu gehen.

Hunde dürfen mit an den Strand, müssen auf den bewachten Abschnitten und an den FKK-Stränden aber angeleint werden. An einigen Stellen dürfen Hunde auch ohne Leine laufen.

Lagerfeuer sind auf ganz Texel verboten. Allerdings gibt es einige ausgewiesene Grillplätze. Diese liegen im Wald der Forstverwaltung bei De Deenen.

Das Übernachten in Wohnwagen oder Wohnmobilen auf den Parkplätzen ist verboten. Die Campingplätze auf Texel besitzen Stellplätze für Wohnmobile.

Vor allem für die jungen Besucher ist es ein besonderes Vergnügen, in der Meeresbrise einen Drachen steigen zu lassen. Einfache Drachen mit nur einer Leine dürfen auf ganz Texel steigen. Für Lenkdrachen, die zwei oder mehr Steuerleinen besitzen, gilt das nicht. Diese dürfen nur in den sogenannten Drachenzonen benutzt werden. Diese liegen bei Den Hoorn, De Koog und De Cocksdorp, die Areale sind mit Schildern markiert.

Die Gezeiten auf Texel

Der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt etwa 1,25 Meter. Das Niedrigwasser setzt etwa 6 1/4 Stunden nach dem Hochwasser ein. Zu Springfluten kann es zwei Tage nach dem Vollmond und zwei Tage vor dem Neumond kommen. Eine Nippflut ist etwa eine Woche nach der Springflut üblich.

Die Strandwacht

Die Strandwacht der Texeler Lebensrettungsgesellschaft ist an den Strandabschnitten 19 bis 21 und 28 vertreten. Für die Sicherheit der Badegäste sorgt außerdem das Utrechter Studentenkorps mit seinen Bademeistern an den Abschnitten 9, 12, 15 und 17. Die Strandwache ist von der ersten Juni- bis zur ersten Septemberwoche zwischen 9 und 18 Uhr aktiv.

Die Badegäste sollten auf Texel auch die Fahnen an den Strandabschnitten im Auge behalten. Die Rote Fahne bedeutet: Das Schwimmen ist verboten. Die gelbe Fahne signalisiert gefährliches Schwimmen. Wenn die weiße Fahne gehisst wird, bedeutet das, dass ein Kind vermisst wird.

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Urlaubstipps und Aktivitäten: was tun auf Texel?

Texel ist die größte niederländische Wattinsel. Dank der abwechslungsreichen Landschaft wird Texel auch gern als ganz Holland auf einer Insel bezeichnet. Deshalb sind für die Urlaubsgäste jede Menge Aktivitäten und Ausflugsziele zu Wasser und zu Lande geboten.

Surfen

Weil die Küste von Texel als sehr wellensicher gilt und die Wellen auch höher sind als am Festland, gilt Texel als ideales Revier für Surfer. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Norden von Texel. Mit zwei Ausnahmen kann aber an der ganzen Küste gesurft werden: Am äußersten Norden und im äußersten Süden herrschen starke und oft unberechenbare Strömungen.

Anfänger können das Surfen in der Surfschule Ozlines am Strandabschnitt 17 erlernen. Hier können auch Boards und Anzüge ausgeliehen werden.

Windsurfen

Texel gilt als wind- und sonnenreichste Region der Niederlande. Zwei Reviere eignen sich besonders gut für Windsurfer: Auf der Nordseite und beim Clubhaus des Windsurfclubs in der Nähe von Oudeschild. Windsurfen ist allerdings nur an den nicht bewachten Strandabschnitten erlaubt. Der Windsurfclub bietet auch Kurse an.

Kitesurfen

Das Kitesurfen ist lediglich an zwei Stellen auf Texel erlaubt: an der Nordsee zwischen Strandabschnitt 17 und 19 sowie beim Drachenfluggebiet A. Im Wattenmeer ist das Kitesurfen streng verboten.

Reiten

Reit- und Kutschwege gibt es auf Texel zwischen dem Slufter und De Koog sowie im Dennenwald. Die Reitwege führen größtenteils über Feldwege, vorbei an malerischen Dörfern. Wer den Reitsport erlernen möchte, hat in mehreren Reitschulen Gelegenheit dazu. Neben Reitstunden bietet beispielsweise die Manege Elzenhof auch einen Ponyverleih für Kinder und geführte Ausritte durch den Wald an.

Fallschirmspringen

In den Kreisen der Fallschirmspringer ist Texel sehr bekannt. Kurse auf hohem Niveau bietet das Paracentrum Texel im Postweg 128 in De Cocksdorp an. Anfänger können hier sofort zusammen mit einem erfahrenen Fallschirmspringer einen Tandemsprung wagen. Darüber hinaus bietet das Paracentrum Rundflüge über die Insel an, geflogen werden kann auch mit einem Antonow-Doppeldecker.

Radfahren

Radfahrer können Texel auf einem Wegenetz von mehr als 135 Kilometern entdecken. Als Geheimtipp gilt etwa der Radweg entlang des Wattenmeeres. Seit März 2011 gibt es verschiedene Knotenpunkte im Streckennetz, sodass die Radfahrer ihre Route auch unterwegs spontan abändern können. Selbst Mountainbiker kommen auf der spektakulären ATB-Route durch den Wald von Texel auf ihre Kosten.

Indoor Kartbahn

Auch Hobby-Rennfahrer kommen auf Texel voll auf ihre Kosten. Die Indoor-Kartbahn bei De Koog ist eine beliebte Alternative bei schlechtem Wetter.

Das Texel Bluesfestival

Für Bluesfreunde ist Texel im Oktober ein beliebtes Reiseziel. Dann findet nämlich in De Burg das traditionelle Texel Blues Festival statt. Stars der Szene und Newcomer bieten den Besuchern dann ein ganz besonderes musikalisches Wochenende.

Der Ferienpark De Krim

Spiel und Spaß für die ganze Familie verspricht der Ferienpark De Krim bei De Cocksdorp. Der Park bietet neben einem Hallenbad, einem Kinderspielparadies und einem großen Outdoor-Spielplatz auch einen Minigolfplatz. Direkt neben dem Ferienpark liegt ein 9-Loch-Golfplatz.

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