Sardinien

Sardinien

Sardinien
Sardinien     Quelle: Daniel Stricker / pixelio.de

Sardinien liegt, vom Tyrrhenischen und vom Sardischen Meer umgeben, im westlichen Mittelmeer. Nach Sizilien ist Sardinien die zweitgrößte italienische Insel. Sardinien und ihre vorgelagerten Inseln bilden eine autonome Region in Italien mit ihrer Hauptstadt Cagliari. Die Insel mit ihrer schönsten Küste, der Costa Smeralda wird nicht grundlos Smaragdküste genannt. Denn das Meer leuchtet hier nämlich von Tiefgrün bis Türkisfarben. Die Insel verfügt über sehr feine, weiße Sandstrände in einsamen Buchten, mit dem dahinter aufragendem hügeligen Bergland. Das Klima ist mediterran, d. h. heiße Sommer, milde Winter, warm im Frühling und im Herbst. Jedoch kann es im Winter auch mal richtig stürmisch werden. Die Insel ist ebenso ein natürliches Reservat an seltener Fauna und Flora, die unter Artenschutz steht. Im Zentralgebirge Gennargentu befinden sich die höchsten Berge der Insel, die Punta La Mamora (1.834 m) und der Brunco Spina (1.829 m). Im Norden ist es der Monte Limbara (1.359 m). Außergewöhnlich auf der Insel sind die Gold- und Silbervorkommen. Die längsten Flüsse sind Triso mit 150 km, der Coghinas mit 123 km, der Flumendosa mit 122 km Länge sowie der Temo, der auf ca. 8 km sogar schiffbar ist.

Sardinien hat eine sehr bewegte Vergangenheit, die in der älteren Altsteinzeit vor etwa 500.000 bis 100.000 Jahren begann, als sich die ersten menschlichen Ansiedlungen zurückverfolgen lassen. Viele verschiedenen Kulturen und Völker haben sich der Insel bemächtigt, wobei von der Nuraghenkultur, die etwa 1800 bis 500 v. Chr. zu datieren ist, noch 8000 Nuraghen (megalithische Baudenkmäler) und 400 Gigantengräber heute noch davon zeugen. Phönizier, Römer, Vandalen, Byzantiner, Spanier und die Italiener selbst als Seerepublik Genua und Pisa erhoben Anspruch auf die Insel, die obwohl seit dem 9. Jahrhundert n. Chr. unabhängig, immer wieder ihre Unabhängigkeit verlor. Erst seit 1947 wurde Sardinien endgültig als autonome Region mit Sonderstatus von der Regierung in Rom anerkannt, nachdem sich seit dem 1. Weltkrieg die Bevölkerung dafür starkgemacht hatte.

Aufgrund seiner Geschichte und der daraus entstandenen Kultur und Lebensart, seiner landschaftlichen Gegebenheiten und Naturschönheiten, bietet Sardinien für jeden Besucher etwas. Ob nun die 33 Naturparks oder das UNESCO-Welterbe in der Ortschaft Barumini, wo sich eine Nuraghesiedlung befindet, die mehr als 3500 Jahre alt ist. Die Küsten, die Städte oder auf dem Meer, Sardinien hat vieles Sehens- und Erlebenswertes, das sich lohnt, einmal zu sehen. Zu erreichen ist die Insel allerdings nur entweder mit dem Flugzeug oder mit den zahlreichen Fähren, die sowohl zu anderen Inseln als auch zum italienischen Festland Verbindung halten.

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Cagliari

Cagliari ist mit seinen ca. 160.000 Einwohnern nicht nur die größte Stadt Sardiniens, sondern auch Hauptstadt der autonomen Region Sardinien. Die Capitale, wie sie von den Sarden genannt wird, befindet sich am südlichen Ende der Ebene des Campidano entlang der Küste, umgeben vom Golfo degli Angeli und dem Golfo die Quartu. Cagliari blickt auf eine über 7000 Jahre alte Geschichte, die überall in der Stadt ihre Zeitzeugen hinterließ. Eines dieser Vermächtnisse ist das römische Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Das aus den Kalkfelsen gehauene Anfiteatro Romano ist mit ca. 1150 m², der größte römische Komplex auf der Insel. Während der römischen Kaiserzeit erlebte das Theater seine Blütezeit, wurde jedoch vom Mittelalter bis zur spanischen Herrschaft nicht mehr verwendet und zerfiel. Erst 1866 wurde es renoviert, um es für Veranstaltungen zu nutzen. Heute finden hier regelmäßig im Sommer u. a. Konzerte oder Festivals statt.

Das Altstadtviertel, genannt Castello, liegt auf einem Hügel mit Blick auf den gesamten Golf von Cagliari. Das Castello verfügt über eine Vielzahl u. a. an Kirchen, archäologischen Resten oder alte Adelspaläste. Ein Treffpunkt für Einheimische und Besucher ist die Aussichtsterrasse der Bastion San Remy. Die alte Bastion aus der Piemonteser Zeit mit dem klassizistischen Platz wurde 1901 mit der Aussichtsterrasse erweitert. Das Highlight der Stadt ist die Kathedrale Santa Maria di Castello, die auch Dom des Erzbistums Cagliari ist.

Die Pisaner bauten die gotisch-pisanische Kirche im 13. Jahrhundert. Sie wurde jedoch im Laufe der Zeit einige Male um- bzw. ausgebaut. Im 14. Jahrhundert schon wurde die Außenfront im katalanisch-gotischen Stil erneuert. Darauf folgte eine barocke Fassade durch die Spanier. Die jedoch 1933 abgerissen und nach den ursprünglichen pisanischen Plänen wieder neu errichtet wurde. Im Originalzustand erhalten geblieben sind das linke pisanische, das rechte gotische Seitenportal sowie der Glockenturm. Über dem Hauptportal befindet sich ein eingemauerter römischer Sarkophag. Ganz im Barockstil gehalten ist das Innere der Kathedrale.

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Iglesias

Villa di Chiesa war der ursprüngliche Name von Iglesias, welcher erst mit der Herrschaft der Aragoniern im Jahr 1324, was im spanischen Kirchen bedeutet, geändert wurde. Heute ist Iglesias mit seinen rund 28.000 Einwohnern eine Provinzhauptstadt im Südwesten der Insel mit einem über 700 Jahre alten Stadtzentrum, das noch teilweise von den, aus dem 13. Jahrhundert stammenden, Festungsmauern eingerahmt ist. In der Altstadt erhebt sich über eine Anzahl schöner Jugendstilhäuser, die, im gleichen Jahrhundert begonnene und erst nach 300 Jahren fertiggestellte, Kathedrale Santa Chiara. Das Besondere ist ihre Fassade aus der Spätromanik und dem Inneren im gotisch-katalanischen Stil. Der Mittelpunkt der Altstadt stellt jedoch die Piazza del Municipo mit den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Neben dem Bischofspalast, dem Palazzo Vescovile von 1785, steht das Rathaus, dem Palazzo des Comune, welches im 19. Jahrhundert gebaut wurde.

Die Stadt Iglesias sowie die Region Iglesiente und das Sulcisgebirge sind unweigerlich mit den reichen Silber-, Kupfer-, Blei-, Zink- und Eisenvorkommen verbunden. Einst waren sie nicht nur das bedeutendste Bergbaugebiet Sardiniens, sondern von ganz Italien. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurde in diesem Umfeld Erze abgebaut, wo die Römer auch die Siedlung „Metalla“ errichteten. Der pisanische Graf Ugolino della Gherardesca gründete Iglesias dann im 13. Jahrhundert unter dem Namen „Villa Ecclesiae“, um die Silberminen, die sich in der Umgebung befanden, weiter zu plündern. Während die Pisaner hier herrschten, bekam Iglesias das Stadtrecht, „Breve di Villa di Chiesa“, verliehen.

Jedoch mit der Übernahme der Spanier verfielen die Bergwerke, bis sie im 15. Jahrhundert völlig stillgelegt wurden. Eine zweite Blütezeit des Bergbaus im Iglesiente und damit auch für die Stadt, kam mit der Entdeckung von Zinklagern und Bleivorkommen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte des Bergbaus ist im Bergbaumuseum, dem Museo dell’arte mineraria, in Iglesias dokumentiert. Neben dem echten Tunnel, der noch heute begehbar ist, werden hier vor allem alte Werkzeuge und auch Maschinen, die für die Arbeit im Stollen benötigt wurden, ausgestellt.

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Nuoro

Der Mittelpunkt Sardiniens bildet, die auf einem Granitplateau des Riu d’Oliena Tals, gelegene Stadt Nuoro, die 1836 ihre Stadtrechte erhielt und heute Hauptstadt und Verwaltungssitz der Provinz Nuoro ist. Bischofssitz wurde Nuoro im Jahr 1779. Seinen Bekanntheitsgrad errang Nuoro einmal durch seine berüchtigten Gangsterjagden, die in den 1970er Jahren von der Polizei durchgeführt wurden und das Gefängnis „supercacere di Badu’e Carros“, noch heute daran erinnert. Zum anderen durch das traditionelle Volksfest „Sagra del Redentore“, welches jährlich im August von Trachtengruppen aus ganz Sardinien veranstaltet wird. Bei diesem Fest ziehen alle auf den Gipfel des Monte Ortobene, um an der dort aufgestellten Christusstatue einen Gottesdienst abzuhalten. Danach wird im städtischen Amphitheater mit Essen, traditionellen Tänzen und Musik gefeiert.

Die Bewohner der Stadt sprechen noch heute von Nugoro, wie schon zur Zeit der Ersterwähnung im 12./13. Jahrhundert. Die erste Siedlung wird jedoch schon auf eine prähistorische Zeit datiert. Belegt wird dies durch die Anordnung der Gassen, Winkel und der kleinen Granithäuser, die auf die ehemalige Bauern- bzw. Hirtensiedlung hinweisen. Den Stadtmittelpunkt bilden die beiden Hauptgeschäftsmeilen Corso Garibaldi und Via La Marmora. Die Piazza delle Grazie liegt direkt am westlichen Ende des Corso Garibaldi. Hier befinden sich die im 17. Jahrhundert von Nicolo Ruju Manca erbaute Kirche Nostra Signora delle Grazie mit ihrem Sanktuarium. Am östlichen Ende des Corsos befindet sich auf der Piazza Mazzini die im Klassikstil erbaute Kathedrale Santa Maria della Neve mit ihrem Domkapital von 1853.

Die Stadt Nuoro hat außerdem eine reichhaltige Museumslandschaft zu bieten. Wobei das „Museo della vita e delle tradizioni popolari sarde“ oder ebenso „Museo del Costume“ genannt, das attraktivste der Museen darstellt. Dieses Volkskundemuseum verfügt über 18 Ausstellungsräume, in denen ein typisches sardisches Dorf mit Gassen, Höfen und Treppen nachgebaut wurde. Der Architekt Antonio Simon Mossa ermöglichte dies mit seinem Entwurf in den 1960er Jahren. Die gesamte Sammlung vermittelt einen interessanten Eindruck über die Sarden, bzw. ihrer Traditionen und Kultur.

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Oristano

Oristano, die Hauptstadt der kleinsten Provinz Sardiniens, liegt an der Mündung des Tirso. Die Stadt nördlich der Lagune Stagno di Santa Giusta entwickelte sich nach der spanischen Besetzung zu einem Zentrum für Landwirtschaft, wo u. a. Zuckerrüben, Artischocken und Zitrusfrüchte sich prächtig entfalten. Historisch gesehen hat Oristano eine interessante, jedoch aufregende Vergangenheit.

Das ehemalige Oristano war einst Tharros, eine phönizisch-römische Hafenstadt, die ständigen Überfällen und Plünderungen durch Piraten ausgesetzt war. Die Bewohner waren es im Jahr 1070 müde immer in einer gefährlichen Zone zu leben und siedelten daher um. Die Gebäude in Tharros wurden dabei abgetragen und in der neuen Stadt Oristano, zuerst Aristanis, wieder neu errichtet. Dennoch ist die Nähe zum Wasser erhalten geblieben, denn nur wenige Kilometer entfernt liegt die Marina di Torre, dem Hausstrand mit ihrem imposanten Ufer, an denen Gäste sowohl ihren Spaß beim Baden haben als auch gemütlich bummeln können. Dennoch hat Oristano einiges an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten in der Stadt.

Heute ist die Piazza Eleonora d’Arborea der Mittelpunkt der Stadt. Auf der Piazza steht die Statue der gleichnamigen Richterin aus dem 19. Jahrhundert. Sie wird als Nationalheldin verehrt, da sie sich schon sehr früh emanzipierte und die „Carta de Loga“, ein Zivil- und Strafgesetzbuch, erließ. Die Piazza wird umringt von sehenswerten Palazzi, u. a. das Rathaus „Palazzo Comunale“, welches im 17. Jahrhundert zu einem Kloster gehörte. Nicht zu übersehen ist wohl das spektakulärste Gebäude der Stadt, der, mit einer breiten Freitreppe versehene, Dom Santa Maria. Der Bau der Kathedrale wurde im Jahr 1228 begonnen, jedoch ist durch die vielen Umbauten, vom ursprünglichen Gebäude kaum noch etwas übrig. Außer dem Unterteil des achteckigen, gotischen Glockenturms, die „Capella del Rimedio“.

Der obere Teil, die „Capella dell’Archivietto“ wurde im 16. Jahrhundert gestaltet. Der innere Dom stammt aus dem Barock im 18. und die Fassade aus dem Klassizismus im 19. Jahrhundert. Im Dom befinden sich eine Marienstatue aus dem 14. Jahrhundert sowie mittelalterliche Kunstwerke und Gesangsbücher aus dem 13. Bis 15. Jahrhundert.

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Sassari

Wie einige andere Städte auf Sardinien entstand auch Sassari aus der Not heraus, weil die Bewohner es satthatten, von Piraten immer wieder überfallen und geplündert zu werden. Dabei gründeten die Bürger der Hafenstadt Porto Torres im 7./8. Jahrhundert im Landesinneren den Ort Tatthari und zogen dorthin. Bald darauf entwickelte sich hier ein richtiges Handelszentrum. Die Stadt Sassari, die im 12. Jahrhundert erstmals in Urkunden erwähnt wurde, liegt im Nordwesten Sardiniens auf einem 230 m hohen Plateau. Die von Olivengärten umringte Stadt ist heute die zweitgrößte Gemeinde der Insel und Hauptstadt der Provinz Sassari. Sie hat als Zentrum für Handel und Verwaltung in Nordsardinien, eine etwa gleiche Bedeutung in Wirtschaft, Politik und Kultur, wie Cagliari selbst.

Auch hier machen sich die verschiedenen Herrschaften, u. a. die Genuesen oder die spanischen Besetzer der historischen Vergangenheit bemerkbar. Im Jahre 1438, als die Aragonesen von Sardinien Besitz ergriffen hatten, wurde 1438 der Bischofssitz nach Sassari gelegt. Die Universität gründete sich 1617 und damit stieg auch die Bedeutung der Stadt nochmals. Nach dem Erbfolgekrieg der Spanier von 1700 bis 1714 übernahmen Österreicher und 1720 Savoyer die Stadt. Nach der letzten Fremdherrschaft wurde Ende des 19. Jahrhunderts das aragonische Kastell abgerissen. Jedoch nicht alle alten Gebäude wurden von den Bewohner zerstört, sodass das alte geschichtsträchtige Zentrum erhalten blieb.

So verläuft die breite Geschäftsstraße „Corso Vittorio Emanuele II“, die bereits im 13. Jahrhundert als gepflasterte Straße „Platha de cotinas“ bestand, quer durch das Zentrum der Altstadt. Am 1829 erbauten Teatro Civico vorbei, führt der Corso direkt zum Piazza Azuni mit der Statue des gleichnamigen Historikers. Jedoch ist wohl der imposanteste Platz die Piazza d’Italia, einem 1872 angelegten Repräsentationsplatz, der eine Fläche von genau 1 km² aufweist und von der Marmorstatue des Königs Vittorio Emanuele II überragt wird. Ein Blickfang ist der Palazzo della Provincia, das Gebäude der Provinzverwaltung aus dem Neoklassizismus in dessen Ratsherrensaal Fresken zu sehen sind, die an besondere Ereignisse der Stadt erinnern. Der Hof des Palazzo wird heute für Konzert- und Theateraufführungen genutzt.

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Strände in Sardinien

Die Baja Sarinia befindet sich in der Gallura, umgeben von Granitfelsen, der kleine Inseln vorgelagert sind. Türkis leuchtet das Meer in einer weiten Bucht mit dem feinsten, weißen Sand. Kein Wunder, dass es so viele Urlauber und Badegäste nur so anzieht.

Das Gefühl in der Karibik zu sein, kommt in der Chia, mit bis zu 30 m hohen Sanddünen und klarem, türkisfarbenen Meer. Bis an den Rand des weißen Ufers wachsen schon seit Urzeiten Wacholderbüsche, die manchmal ein wenig Schatten spenden können.

Die Costa Smeralda ist wohl das bekannteste Ziel für Urlauber, deren 80 Buchten, wie u. a. Liscia di Vacca, sich über 55 km erstrecken. Wobei einige der einsamen weiß-rosa Strände fast nur mit dem Boot zu erreichen sind.

Kleine Felsvorsprünge, die in den 8 km langen Sandstrand hineinragen, säumen die Costa Rei, die sich im Südosten Sardiniens befindet. Heller Sand, türkisblaues Wasser und mehrere Binnenseen als Schutzgebiet für seltene Vogelarten sind die berühmtesten Eigenschaften.

Sozusagen der Geheimtipp ist Sant’Elmo am südlichen Ende der Costa Rei. Hier werden die lang gestreckten Sandstrände der wunderschönen Küste mit pittoresken Sand- bzw. Felsbuchten eingetauscht, die so richtig zum Seele-baumeln-lassen einladen.

Wer es lieber abwechslungsreich haben möchte, der lässt es sich in der Küstenregion bei Pula so richtig gut gehen. Neben den tollen Stränden, weißen Dünen und den reizvollen Buchten, kommt auch die Kultur nicht zu kurz. Denn für Hobby-Historiker sind römische Fundstätten ganz in der Nähe.

Für Erholungssuchende ist die optimale Küste Costa Verde. Diese Region ist nicht nur einsam, sondern verfügt zwischen Arbus und Piscinas Sanddünen, soweit das Auge reicht. Dazwischen reiht sich ein traumhafter Strand an den anderen, wo mal das Meer blassblau und mal leicht grünlich erstrahlt.

Die Halbinsel Stintino ist im Fokus von vielen Urlaubern, denn der Strand La Pelosa am Fuß des Capo Falcone hat an der Nord-Westseite einen außerordentlich feinen, weißen Sandstrand, der bis ins flache Wasser reicht. Daher sehr geeignet für Familien mit Kindern.

Der feinsandige Hausstrand von Cagliari ist der Poetto, der sich kilometerweit erstreckt. Hier tanzt der Bär hauptsächlich am Wochenende, wenn die Bewohner der Stadt ihren Badespaß haben wollen oder im kleinen Yachthafen Marina Piccola, ihre Boote zum Auslaufen klarmachen und dann am Abend noch ihren Absacker in einer der Strandbars nehmen.

Flaches Wasser, das 330 m ins Meer reicht, ideal für Kinder, und ein 16 km langer Sandstrand zeichnet den Lido di Orri aus. Dieser Strand gilt als einer der kultiviertesten auf Sardinien. Mit einer Vielzahl an Felsvorsprüngen und kleinen Buchten ein Strand zum richtig wohlfühlen.

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Sehenswürdigkeiten in Sardinien

San Saturno in Cagliari

Im Stadtteil Villanova auf der Piazza San Cosima steht noch der östliche Flügel, der im 5. Jahrhundert begonnene und im 10. Jahrhundert fertiggestellte Bau der Basilika San Saturno. Der ehemalige Kreuzkuppelbau gehört zu den ältesten Kirchenruinen im Mittelmeerraum und diente als Vorbild für die noch bestehenden Kirchen der byzantinischen Zeit auf Sardinien. Die Basilika San Saturno konnte lange nicht beendet werden, da die Vandalen in Sardinien einfielen, um die Insel 455 n. Chr. zu erobern. Als dann die Spanier die Herrschaft der Insel übernahmen, wurde die zerfallene Kirche im 17. Jahrhundert zerstört und die meisten Steine für eine neue Kathedrale verwendet. Die endgültige Zerstörung erfolgte 1943 durch einen Bombenangriff.

Die Kathedrale von Santa Giusta

Etwa 3 km südlich von Oristano auf einem kleinen Berg nördlich vom Ort Santa Giusta befindet sich eine der schönsten und größten Kirchen der Insel Sardinien, die im romanisch-pisanischen Stil erbaut wurde. Die, 1145 fertiggestellte, dreischiffige Kathedrale wurde unter Mitwirkung von pisanischen Architekten und arabischer Handwerker errichtet. Mit den fragilen, schlanken Formen, dem hellen Inneren und den gering verwendeten Farben, wurde die Kathedrale von Santa Giusta der Grundstein für den neuen Baustil auf Sardinien. Ganz in der Nähe, am heutige See Stagno di Santa Giusta, lag die phönizisch-punische Stadt Othoca, deren Säulen und Steine für den Bau der Kathedrale verwendet wurden.

Die „Grotta del Bue Marino“

Am Fuße des Supramonte im Golfo di Orosei befindet sich ein Höhlensystem, die „Grotta del Bue Marino“. Diese Höhle besteht aus zwei Teilen. Wobei ca. 900 m des südlichen Teiles besichtigt werden können. Dieser Teil ist ein großer, vom eindringenden Meerwasser, ausgehöhlter Tunnel mit einer Vielzahl kleiner Süßwasserseen, die ihr Wasser von unterirdischen Flüssen bekommen. Die Besonderheiten der Höhle sind die vielfältigen mineralischen Ablagerungen (Konkretionen) sowie die vielen Stalagmiten und Stalaktiten, die durch das einfallende Licht ihre Farbe wechseln. Erforscht sind etwa 5 km dieser Tropfsteinhöhle, dabei wurden in Felsen geritzte Darstellungen tanzender Menschen gefunden. Diese „Zeichnungen“ stammen vermutlich aus dem Neolithikum, als die Menschen die Höhle für Rituale nutzten.

Das Capo Testa

Der nördlichste Punkt der Insel Sardinien wird von einem sehenswerten Leuchtturm bewacht. Umgeben von Granitfelsen, die von Mittelmeerwinden verwittert und manchmal ungewöhnlich verformt wurden. Einige dieser bizarren Felsherausbildungen können ihre Ähnlichkeit mit Tieren nicht verhehlen und haben aus diesem Grund entsprechende Namen erhalten. Die Halbinsel Capo Testa verfügt über eine Vielzahl an winzigen Badebuchten, die in der Hauptsaison entsprechend von Wasser- und Sonnenhungrigen frequentiert werden. Das Valle die Luna auf der Halbinsel wurde schon in den 1968er Jahren für Hippies und Aussteiger ein Paradies. Heute jedoch lebt nur noch eine geringe Anzahl von ihnen in einigen Höhlen des Tals.

Die „Grotta di Nettuno“

Die Tropfsteinhöhle, auf Deutsch Neptungrotte, ist die schönste Höhle auf Sardinien. Sie befindet sich an der nordwestlichen Spitze der Insel in der Nähe des Capo Caccia bei Alghero, das zur Provinz Sassari gehört. Das etwa 4 km lange Höhlensystem liegt ca. 1 m über dem Meer, am Fuß einer 110 m hohen Steilwand und ist nur bei ruhigem Meer zu begehen. Die eindrucksvolle Grotte ist über die Treppe „Escala del Cabriol“ (Rehleiter), mit mehr als 650 Stufen oder mit einem Boot von Alghero aus zu erreichen. Auf der Besichtigungstour, die nur etwa 1200 m für Besucher zugänglich ist, geht die Führung vorbei an interessanten Tropfsteingebilden und einem, mit dem Meer verbundenen, kleinen ca. 120 m langen Salzwassersee.

Die Inselgruppe La Maddalena

Die, im Nordosten der Küste Sardiniens liegende, Inselgruppe „La Maddalena“ besteht aus mehr als 62 Inseln und Inselbergen, die zwar sehr felsig sind, jedoch über sehr schöne Strände verfügen. Davon gehören die 7 Hauptinseln, Maddalena, Caprera, S. Stefano, Spargi, Budelli, S. Maria und Razzoli und mehrere kleinere Inseln zur historischen Region Gallura. Die rund 11.900 Einwohner der Gemeinde sind der Provinz Olbia-Tempio zugeordnet. Durch die Straße von Bonifacio wird die Inselgruppe von Sardinien und Korsika getrennt und bildet insgesamt den La-Maddalena-Archipel, einem Nationalpark, der mit den Naturschutzgebieten auf Korsika zu einem grenzüberschreitenden Park zusammengefasst werden soll.

Der Elefantenfels „Roccia dell’elefante“

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten auf Sardinien ist der „Roccia dell’elefante“, der sich ca. 5 km südöstlich von Castelsardo (1102 von der genuesischen Familie Doria gegründet) in der Provinz Sassari befindet. Dieser verwitterte, ca. 5 m hohe Felsen, sieht einem Elefanten sehr ähnlich, wenn er aus dem richtigen Blickwinkel angesehen wird. Diese außergewöhnliche Fels wurde wohl schon in der Nuragherzeit, ca. 1800 bis 750 v. Chr., als eine Kultstätte verehrt. Denn die frühgeschichtlichen Sarden schlugen kleine Nischen in den Stein, um hier ihre Toten in Urnen der Ewigkeit zu übergeben.

Das „Oratorio delle Anime“

Diese vorromanische Kirche, deren deutsche Übersetzung Oratorium der Seelen lautet, befindet sich in Massama, einem Vorort von Oristano nahe der Pfarrkirche. Ihre Entstehung wird im 8. Jahrhundert vermutet, jedoch wurde sie erstmals im 14. Jahrhundert dokumentiert. Das „Oratorio delle Anime“ verfügt über eine Fassade aus der Romanik mit einer kleinen Kuppel über dem 8-eckigen Tambour. Eingebaute Nischen (Trompen) in den Winkeln des Achtecks, welche die Rundkuppel tragen, schließen den Kreis. Diese Art der Konstruktion gehört zu den Byzantinern. Aufgrund dessen liegt die Vermutung nahe, dass Westgoten, die aus Spanien vertrieben bzw. stammten, diese Bauweise nach Sardinien brachten. Ein weiterer Beweis dafür ist ebenso der Mix aus Kuppel- und Balkendecke sowie die Apsis in Form eines Hufeisens und ein dezenter Fries.

Der „Monti del Gennargentu“

Das sogenannte Dach und damit das höchste Gebirge von Sardinien ist das Gennargentu. Dessen Name eine Beziehung zu den reichen Silbererzvorkommen der Region herstellt (genna = Pass, argentu = Silber). Dieser im Halbkreis ungleichmäßig angeordnete Gebirgskamm kann einige Gipfel vorweisen, die fast 1.800 m Höhe erreichen. Dabei überragt die Punta La Marmora mit 1.834 m all die anderen. Außergewöhnlich ist das Schiefergestein, welches der Gebirgslandschaft seine wellenhafte Gestaltung verleiht, aus der sich zahlreiche purpurfarbene vulkanische Gesteine erheben. Das gesamte Gebiet teilen sich die Gemeinden Fonni, Desulo, Aritzo, Arzana und Villagrande. In der Nähe der Gemeinde Fonni, an der „Bruncu Spina“ gibt es den einzigen Skilift auf Sardinien.

Porto Cervo

Dieser Urlaubsort an der nordöstlichen Küste Sardiniens, ist nicht nur das touristische Zentrum der Costa Smeralda, sondern auch ein attraktives Ferienziel für die Reichen und Schönen der Welt. Anfang der 1960er Jahre wurde der Ort Porto Cervo/Porto Vecchio von Karim Aga Khan IV. für den Jetset gegründet und sehr schnell von den elitären Urlaubern annektiert. Der Ort gehört verwaltungstechnisch der Gemeinde Arzachena, in der Nähe des Capo Ferro und seinem Leuchtturm. Neben einigen exklusiven 4- bzw. 5-Sterne Hotels wurde außerdem in den letzten Jahren eine Marina mit einem Segel- und Yachtclub ausgebaut.

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Aktivitäten, Unterkünfte etc.

Die Unterkunftsmöglichkeiten sind auf Sardinien breit gefächert, denn es ist für jeden etwas dabei. Ob nun ein 5-Sterne-Hotel wie im Luxus-Ort Porto Cervo an der Costa Smeralda, eine Pension, Ferienwohnungen bzw. Ferienhäuser aller Kategorien, Jugendherbergen-/Hostels oder einfach auf einem Campingplatz, sogar mit Hund möglich. Hier bewahrheitet sich wieder einmal der Sinnspruch, wer die Wahl hat, hat die Qual.

Sardinien ist ein äußerst interessantes Ferienziel, das mit seiner über 6000 Jahre alten Geschichte und den Ausgrabungen, die aus der Zeit von vor 3000 Jahren stammen, eine Abwechslung bietet, die schon alleine einen Besuch auf der Insel lohnen. Die ältesten Funde sind u. a. die Menhire Cort’e Semmuccu oder die bekannteste, die Nuraghefestung Su Nuraxi in Barumini, die eine der bedeutendsten Nuragheanlagen weltweit ist und 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Jedoch werden die meisten Feriengäste nicht nur den Spuren der Nuragher, Römern oder Phöniziern folgen und sämtliche Kirchen bestaunen, sondern wollen sich an den zahlreichen Stränden in erster Linie der Sonne und dem Meer hingeben.

Denn so selbstverständlich die Sonne scheint, können sich die sportlich Aktiven jeglichen Sportarten widmen, die so in den südlichen Urlaubsgefilden üblich sind. Vor allem steht auf der Insel der Wassersport an erster Stelle, denn rund um Sardinien befinden sich eine Vielzahl der schönsten Segelgebiete am Mittelmeer. Wer zwar am Wasser, aber trocknen Fußes bleiben möchte, kann hier ohne Genehmigung nach Herzenslust Fische angeln, aber nicht mehr als 5 kg pro Tag. Doch nicht jeder ist nur auf Wasser fixiert und möchte lieber auf dem Rücken eines Pferdes, auf den eigenen Füßen oder auf zwei Rädern die Insel erkunden, auch dafür gibt es ungeahnte Möglichkeiten. Für ein wenig Bewegung kann ebenso beim Golf oder Tennis gesorgt werden. Abenteurer zieht es in Klettergebiete wie in die Buchten von Baunei und Dorgali oder ins einstige Bergbaugebiet Masua, um beim Klettern oder Freeclimbing sich den letzten Kick zu holen.

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