Insel Fehmarn

Die Ostseeinsel Fehmarn

Bis zur deutsch-deutschen Vereinigung war Fehmarn die größte deutsche Insel. Diese liegt in der Ostsee zwischen der Kieler und der Mecklenburger Bucht. Insgesamt gibt es auf Fehmarn 42 Ortschaften, die größte davon ist die einst eigenständige Stadt Burg mit etwa 6.000 Einwohnern. Innerhalb von Schleswig-Holstein gilt Fehmarn als zweitgrößte Stadt des Bundeslandes, was die Fläche betrifft. Weitere wichtige Orte auf der Insel sind Petersdorf und Landskirchen. Seit 2003 sind alle Orte der Insel unter dem Dach einer Gemeinde zusammengefasst. Obwohl auf Fehmarn im Jahreslauf nur eine Temperatur von durchschnittlich 8,3 Grad gemessen wird, gilt die Insel als sonnenreichste Region in Deutschland.

Die Geschichte der Insel

Vermutlich siedelten sich vor etwa 5.000 Jahren erstmals Fischer auf Fehmarn an. Die ersten Ackerbauern folgten etwa 2.000 Jahre später. Die Slawen entdeckten Fehrman schließlich ab dem Jahr 400 und siedelten sich in den folgenden 500 Jahren hier an.

Ein Spielball der Großmächte

Obwohl Fehmarn ursprünglich ein schleswig-holsteinisches Gebiet war, geriet die Insel schon bald unter dänische Herrschaft. Erst während des Deutsch-Dänischen Krieges kam Fehmarn im März 1864 unter deutsche Herrschaft.

Ein Mekka für Naturliebhaber

Fehmarn präsentiert sich heute als Urlaubsinsel für die ganze Familie und als Paradies für Naturfreunde. So sind auf der 185 Quadratkilometer großen Insel beispielsweise drei Naturschutzgebiete ausgewiesen. Das sind neben dem Strandabschnitt Grüner Bink im Norden der Insel das Wasservogelreservat Wallnau und die Krummerstreert.

Nach dem Weltkrieg

Obwohl sich der sowjetische Diktator Josef Stalin widersetzte, wurde Fehmarn Teil der britischen Besatzungszone. Bei Musikfans gelangte die Insel zu Berühmtheit, weil hier Jimi Hendrix 1970 bei seinem letzten Konzert zu hören war.

Sehenswürdigkeiten auf Fehmarn

Aus der Vergangenheit

Die einzelnen Orte der Inseln bieten ihren Besuchern eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten, von welchen einige auch überregional bekannt sind. Dazu gehört etwa die Megalithanlage von Alversteen. Diese Anlage steht im Südosten von Fehmarn und diente einst den Schiffen auf der Ostsee als wichtige Landmarke.

Ein weiterer Zeuge der Vergangenheit ist der rund zehn Meter durchmessende Thingplatz in Gammendorf. Bei den Germanen hatten diese Plätze eine wichtige politische und juristische Funktion. Nachdem sich die Franken als deutsche Hegemonialmacht durchgesetzt hatten, verloren die Thingplätze aber rasch an Bedeutung und wurden oft von Kirchen überbaut.

Die Kirchen der Insel

Einige Kirchen gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Fehmarn. Dazu gehört die St. Jürgen-Kapelle, die auf einem Fundament aus Findlingen errichtet wurde, ebenso wie die Kirche St. Nikolai in Burg auf Fehmarn.

Fehmarns Leuchttürme

Eine wichtige Rolle für die Insel spielen auch ihre vier Leuchttürme. Der Leuchtturm Westermaklersdorf wurde beispielsweise von ursprünglich zehn auf heute 18 Meter erhöht.

Die Ortschaften auf Fehmarn

Das Herz der Insel ist die Ortschaft Burg auf Fehmarn mit ihren rund 6.000 Einwohnern. Im Zentrum der Stadt liegt die Kirche St. Nikolai mit dem alten Friedhof. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Hauptort der Stadt Fehmarn gehört das Rathaus am Marktplatz. Dieses wurde 1901 erbaut und ist mit seinem Backstein-Bauwerk und den Türmchen eines der Wahrzeichen der Stadt.

Die Vergangenheit entdecken in Katharinenhof

Das Freilichtmuseum Katharinenhof entführt den Besucher auf einer Ausstellungsfläche von rund 2.000 Quadratmetern in die Vergangenheit. Zu den Highlights im Veranstaltungskalender gehört alljährlich im Sommer ein großes Mittelalter-Spektakel.

Fehmarn erleben

Fehmarnsundbrücke
Quelle: pixelio.de      Fotograf: Rasmus

Rund um die 78 Kilometer lange Küstenlinie gibt es zahlreiche Badestrände für die ganze Familie. Aktivurlauber finden hier die besten Voraussetzungen für Wassersport. Wer die Insel lieber mit dem Rad oder auf Schusters Rappen entdecken möchte, hat zahlreiche Wander- und Radwege zur Auswahl. Besonders beliebt ist auf Fehmarn übrigens der Reitsport. Zahlreiche Urlauber reisen deshalb mit dem eigenen Pferd an. Entsprechende Angebote gibt es aber auch für Gäste, die das Reiten in ihrem Urlaub erst lernen wollen.

Um eine Ferienwohnung an der Ostsee zu finden - insbesondere auf Fehmarn - stehen diverse Plattformen wie www.ostsee24.de zur Verfügung.

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Sehenswürdigkeiten auf Fehmarn

Alversteen

Etwa 5.500 Jahre alt ist die Megalithanlage Alversteen im Südosten von Fehmarn. Erhalten blieben von dieser Grabanlage ein Deckstein sowie vier Tragsteine an den Längsseiten. Der Erdhügel, der die Steine bedeckte, wurde wie bei den anderen Megalithgräbern abgetragen. Der Alversteen steht fast direkt am Strand an einem leicht erhöhten Standort. Erhalten blieb der Alversteen, weil er einst den Schiffen bei ihrer Einfahrt in den Fehrmansund als Orientierungspunkt diente.

Burg Glambeck

Im Süden, auf der Halbinsel Burgtiefe, steht die mittelalterliche Burg Glambek. Der dänische König Waldemar II. ließ sie anno 1210 errichten. Bis Burg Glambek während des 30jährigen Krieges bis auf wenige Überreste zerstört wurde, war sie der wichtigste Schauplatz der Inselgeschichte. Der Grund dafür waren die ständigen Streitigkeiten zwischen den dänischen Königen und den Holsteiner Grafen. Das Ende der Burg kam 1628, als der Dänenkönig Christian IV. sie wieder aus den Händen des Deutschen Reiches reißen wollte. In den folgenden Jahren wurden die Backsteine der Burg anderweitig verbaut, während diese vom Flugsand begraben wurde. Erst 1872 legte ein Hochwasser Burg Glambek wieder frei, ab 1908 wurde sie professionell freigelegt.

Fehmarnsundbrücke
Quelle: pixelio.de      Fotograf: Rasmus

Die Fehmanrsundbrücke

Die Fehmarnsundbrücke trägt den Beinamen "größter Kleiderbügel der Welt" und verbindet die Insel mit dem Festland. Die 963 Meter lange Eisenbahn- und Straßenbrücke wurde 1963 vollendet. Die Fehmahrnsundbrücke führt nach Großenbode und überspannt den Fehmarnsund zwischen der Kieler und der Mecklenburger Bucht. Die ältesten Planungen für eine Brücke nach Fehmarn reichen bis ins Jahr 1912 zurück. Der erste Versuch eines Brückenbaus scheiterte aber am Zweiten Weltkrieg.

St.-Jürgen-Kapelle

Auf einem Fundament aus Findlingen wurde der gotische Backsteinbau der St.-Jürgen-Kapelle in Burg auf Fehmarn errichtet. Diese Kapelle gehörte ursprünglich zu einem Siechenhaus, in dem Aussätzige und Pestkranke behandelt wurden. Während des 17. Jahrhunderts wurden nahe der Burg auf einem Platz Hexen verbrannt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kapelle auch als Pferdestall und Waffenarsenal genutzt. Sehenswert ist das Sakramentshäuschen, das aus dem 13. Jahrhundert stammt, aber auch die Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert.

Die Kirche St. Nikolai

Neben der Petrikirche, die in Landkirchen steht, ist die Kirche St. Nikolai das älteste Gotteshaus auf der Insel Fehmarn. St. Nikolai wurde vermutlich ab 1230 errichtet, weshalb die Kirche in ihrem ältesten Teil Stilelemente aus Romantik und Gotik in sich vereint. Weitere Bauabschnitte erfolgten im 15. und frühen 26. Jahrhundert. Zu den sehenswerten Details in der Kirche St. Nikolai gehört die sogenannte Mondsichelmadonna, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts gefertigt wurde.

Leuchtturm Flügge

Im Südwesten der Insel Fehmarn steht der Leuchtturm Flügge, der baugleich mit dem Neulander Leuchtturm ist. Der Leuchtturm Flügge musste 2009 saniert werden und ist seit dem Herbst 2010 wieder in seinem ursprünglichen Zustand zu sehen.

Leuchtturm Marienleuchte

Der Leuchtturm Marienleuchte steht im Nordosten der Insel Fehmarn in der Nähe des Fährbahnhofs Puttgarden. Erbaut wurde der Leuchtturm Marienleuchte als Ersatz für den alten Turm, der zu Beginn der 1830er Jahre unter der Herrschaft der Dänen errichtet wurde. Weil der alte Leuchtturm wegen des höheren Verkehrsaufkommens nicht mehr ausreichte, wurde der Leuchtturm Marienleuchte in dessen Nähe erbaut.

Leuchtturm Strukkamphuk

Der Leuchtturm Strukkamphuk steht westlich der Fehmarnsundbrücke. Erreichbar ist er nur zu Fuß und Besucher können ihn nur von außen betrachten. Das erste Leuchtfeuer, das an dieser Stelle 1872 errichtet wurde, befand sich auf einem hölzernen Gerüst. Das Laternenhaus, 1896 errichtet, wurde schließlich 1935 durch den heutigen Turm aus Beton ersetzt.

Der Leuchtturm Westermarkelsdorf

Der Leuchtturm Westermarkelsdorf, er wird auch Leuchtturm am Hakenorth genannt, steht im Nordwesten von Fehmarnsdorf.

Der denkmalgeschützte Leuchtturm weist Schiffen den Weg in den Fehmarnbelt. Ursprünglich war der aus Backstein gebaute Turm etwa zehn Meter hoch, 1902 wurde er auf fast 18 Meter erhöht,

Die Petrikirche in Landkirchen

Vermutlich wurde die Petrikirche in Landkirchen um 1230 errichtet. Sie gilt neben der Buger St. Nikolai-Kirche als ältestes Gotteshaus der Insel. Zum Interieur der Kirche gehört der Landesblock. Dabei handelt es sich um eine Truhe, die im 13. Jahrhundert aus dem Holz einer Eiche gefertigt worden sein soll. Die Landschaft Fehmarn bewahrte hier bis 1867 Siegel und wichtige Urkunden auf. Sehenswert sind außerdem der Altar, die Kanzel und das achteckige Taufbecken, die aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammen.

Die St. Johanniskirche

Im 13. Jahrhundert wurde die St. Johanniskirche in Petersdorf auf Fehmarn erbaut. Weil der Kirchturn der St. Johanniskirche mit 60 Metern, diente er lange Zeit als Landmarke für Schiffe. Der Altaraufsatz der St, Johanniskirche stammt aus dem Ende des 14. Jahrhunderts. Das Sakramentshaus, das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet wurde, zeigt das Christuskind sitzend auf einem Kissen.

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Burg auf Fehmarn

Das Zentrum der deutschen Ostseeinsel Fehmarn ist die Stadt Burg mit ihren circa 6.000 Einwohnern. In ihrem Zentrum liegt die Kirche St. Nikolai mit dem alten, von Linden umsäumten Friedhof. Die Breite Straße ist die Hauptstraße der Stadt. In den Backsteinhäusern entlang der Straße gibt es bis heute zahlreiche Geschäfte.

Sehenswertes in Burg

Das Rathaus der Stadt wurde 1901 errichtet und steht auf dem Marktplatz. Dieses befindet sich westlich der Breiten Straße. Auf dem Marktplatz findet zu Füßen des Rathauses jeden Mittwoch ein Markt statt.

Die Inselbahn

Seit 1905 existiert die Inselbahn auf Fehmarn. Anders als auf den weiteren Inseln der Ostsee wurde sie in Normalspur angelegt und verband mehrere Ortschaften auf der Insel miteinander. Heute sind die Gleisanlagen zum größten Teil abgebaut. An das deutsche Schienennetz ist Burg via ICE und über die Regionalbahn aus Lübeck.

Der Hafen Burgstaaken

Der kleine Hafen Burgstaaken liegt im Süden der Insel und ist durch den Staakensweg , der mit Kopfstein gepflastert ist, mit Burg verbunden. Ein Hafenfest wird in zweijährigem Turnus in Burgstaaken gefeiert. Der Hafen der Stadt Burg war im Laufe der Zeit versandet und wurde 1886 wieder vollkommen freigelegt. Hier legen zahlreiche Jachten und Fischkutter an. Besonders beliebt bei den Besuchern ist der Direktverkauf von Fischen auf den Kuttern.

Museen auf Fehmarn

Der Verein zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer e.V. betreibt zwei Museen auf der Insel Fehmarn. Eines davon ist das Peter-Wiepert-Musum in Burg. Das Haus geht zurück auf das Jahr 1897, als der Sanitätsrat Dr. Reinicke und Lehrer Voß in der früheren Lateinschule eine Sammlung einrichteten. In den 1940er Jahren wurde das Museum auf etwa 20 Räume erweitert, als das Organistenhaus miteinbezogen wurde. Eine zweite Erweiterung folgte 1980, als das Predigerwitwenhaus, erbaut anno 1581, dem Museum zugeschlagen wurde. Die Sammlung widmet sich in 23 Räumen neben der Geologie der Insel auch der regionalen Geschichte, dem Handwerk, der Seefahrt und der Jagd.

Das Mühlenmuseum Jachen Flünk

Die Mühle Jachen Flünk wurde von Joachim Rahlff, seines Zeichens Kornhändler und Schiffsreeder, anno 1787 errichtet. Die Mühle wurde bis 1954 betrieben und wurde vier Jahre später von Schleswig Holstein übernommen und saniert. Für die Öffentlichkeit steht sie seit 1961 offen. 1964 wurde der Speicher neben dem Museum zu einem Museum für landwirtschaftliche Geräte, in dem auch Modelle von verschiedenen Bauernhöfen auf der Insel gezeigt werden. Einst wurden in der Mühle vor allem Weizen und Gerste für Skandinavien gemahlen. Wegen der hervorragenden Qualität konnten die Müller einen höheren als den marktüblichen Preis verlangen.

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Petersdorf auf Fehmarn

Im Westen der Insel Fehmarn liegt das malerische Dörfchen Petersdorf, das bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Im Lauf der Jahrhunderte dämmerte Petersdorf auf Fehmarn im Dornröschenschlaf. So wurden 1730 gerade einmal 125 Wohnhäuser im Ort gezählt. Dennoch haben die Verantwortlichen einen großen Wert auf Bildung gelegt. Bereits anno 1596 wird eine Schule in Petersdorf erwähnt.

Das Wahrzeichen von Petersdorf: die St.-Johannes-Kirche

Das Wahrzeichen des Dorfes ist die St.-Johannes-Kirche, die schon von weitem sichtbar ist. Sie wurde zur Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet und steht in der Mitte eines kreisförmigen Friedhofes, der von Linden gesäumt wird. Der von weitem sichtbare Kirchturm ist 64 Meter hoch und damit der höchste Kirchturm auf Fehmarn. Er wurde 1567 gebaut und mit Eisenankern verstärkt. Der Altar in der Kirche mit den vergoldeten Schnitzereien wurde um 1390 angefertigt. Direkt neben der Kirche befindet sich ein Sakramentshäuschen, das im 15. Jahrhundert errichtet wurde.

Die Siedermühle

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Petersdorf ist die Südermühle, die 1893 errichtet wurde. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Holländermühle, deren Haube drehbar ist. Ab dem 16. Jahrhundert setzte sich dieser Windmühlentyp gegen die vorher verbreiteten Bockwindmühlen durch.

Der Galgenberg in Petersdorf

Von zwei Steinreihen und Bäumen wird der Galgenberg gesäumt. Er liegt auf der Straße von Petersdorf nach Denschendorf. Beim Galgenberg handelt es sich um eine Hinrichtungsstätte aus dem Mittelalter. Allerdings wurden die Verurteilten hier nicht gehängt, sondern geköpft. Die letzte Hinrichtung fand 1854 statt.

Der Teich Ratssoll

Direkt neben dem Galgenberg liegt der fast kreisrunde Teich Ratssoll. Er wurde nicht künstlich angelegt, sondern entstand während der jüngsten Eiszeit. Weil es auf Fehmarn kaum Binnengewässer gibt, hat der Ratssoll seit jeher eine wichtige Bedeutung. Die ältesten Spuren der Besiedlung an seinen Ufern reichen bis in die Steinzeit zurück.

Das Wasservogelreservat Wallnau

Das Wasservogelreservat Wallnau in Petersdorf gilt als wichtigstes Schutzgebiet für Zugvögel in Deutschland sowie als größte Einrichtung des Naturschutzbundes Deutschland. Den Kern des Gebietes um das frühere Teichgut Wallnau umfasst ein etwa 300 Hektar großes Areal an Teichen, Schilf und Wiesen. Die Besucher können sich in einer Ausstellung über den Vogelzug informieren. Ursprünglich handelte es sich bei dem Gebiet um eine Bucht, aus der vor etwa vier Jahrhunderten ein Binnensee entstand. Der Ingenieur Gustav Kröhnke legte das Gebiet im 19. Jahrhundert trocken. In der Folge wurden auf einer Fläche von fast 600 Hektar Fischteiche angelegt. Der Naturschutzbund Deutschland erwarb das Areal 1976. Bereits ein Jahr später wurde die Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Wallnau ist eines von vier Naturschutzgebieten unter der Obhut des Naturschutzbundes Deutschland.

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Landkirchen auf Fehmarn

Gegründet wurde das Dorf im Herzen der Insel Fehmarn zwischen 1230 und 1335, als die Kirche St. Petri errichtet wurde. Landkirchen gilt als bedeutender Ort auf Fehmarn, weil sich hier die wichtigen Straßen zwischen dem Osten und dem Westen sowie zwischen dem Norden und dem Süden der Insel kreuzen. Als berühmtester Gast von Landkirchen gilt der Schriftsteller Klaus Groth, der hier zwischen 1847 und 1853 seine Gedichtsammlung "Quickborn" schrieb. Landkirchen war eine Station der Inselbahn, die 1905 in Betrieb genommen wurde und heute nur noch als Stichstrecke im Regionalverkehr zwischen Lübeck und Puttgarden betrieben wird. Anders als die meisten Bahnen auf den Inseln der Nord- und Ostsee wurde die Inselbahn Fehmarn auf Geleisen in Normalspur angelegt.

Die Kirche St. Petri

Die Kirche St. Petri in Landkirchen wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und ist in etwa so alt wie St. Nikolai in Burg. Das Kirchengebäude wurde aus Backsteinen erbaut, um einen Kirchturm aus Holz wurde sie anno 1638 erweitert. Im Lauf ihrer Geschichte war die Kirche St. Petri sowohl ein geistiges als auch weltliches Zentrum auf Fehmarn. Sie beherbergt den Landesblock, in dem bis 1867 Siegel und wichtige Urkunden aufbewahrt wurden. Der Altar der Kirche St. Petri stammt aus dem Jahr 1715, die Kanzel wurde 1727 hergestellt, das achteckige Taufbecken 1835. Der gotische Marienleuchter aus dem Jahr 1390 gilt als ältestes Kunstwerk der Kirche. Am Eingang der Kirche St. Petri werden etwa 60 Betschemel aus Holz aufbewahrt. Diese tragen Symbole einheimischer Familien.

Die Hausmarken

Die freien Bauern in Landkirchen besaßen einst Hausmarken. Damit kennzeichneten sie ihre Besitztümer. Bis ins 17. Jahrhundert hinein ersetzten sie Siegel und Unterschriften. Von den ursprünglich mehr als 200 Hausmarken sind nur noch wenige zu sehen.

Der Kriegssoll

Die Gedenkstätte Kriegssoll liegt im Nordosten von Landkirchen und erinnert an eine Schlacht, die während des 30jährigen Krieges auf Fehmarn stattfand. Die Gedenkstätte liegt in der Nähe der Landstraße, die von Landkirchen aus nach Burg führt. Sie ist ausgeschildert und lässt sich über einen Fußweg bequem erreichen. Der Kriegssoll besteht aus einem mit Bäumen umsäumten Teich. In einem Findling sind in Sütterlinschrift die Worte "Zum Gedenken an gefallene Fehmarner" angebracht.

Die Gedenkstätte erinnert an eine Schlacht am 29. Juni 1644. Damals waren schwedische Truppen in der Nähe von Puttgarden auf Fehmarn gelandet. Die Soldaten der Insel wurden von dänischen Truppen unterstützt. Zu den gefallenen 75 Inselbewohnern gehört auch die Fahnenträgerin Marens Tiedemann, die Jean d´Arc von Fehmarn genannt wurde.

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Gammendorf auf Fehmarn

Die ältesten Aufzeichnungen über Gammendorf stammen aus dem Jahr 1231. Damals wurden die Besitzungen des dänischen Königs auf der Ostseeinsel erfasst. Gammendorf, das wohl von den Slawen gegründet wurde, galt damals als großes Dorf. Woher der Name Gammendorf stammt, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Ein Erklärungsversuch besagt die Herkunft aus dem Dänischen.

Das Niobe-Denkmal

Direkt am Strand von Gammendorf steht das Niobe-Denkmal, das an den Untergang des Schulschiffes am 26. Juli 1932 erinnert. Bei diesem tragischen Ereignis starben 69 Menschen. Bei der Niobe handelte es sich um einen viermastigen Gaffelschoner, der 1913 im dänischen Frederikshaven erbaut wurde. Die deutsche Reichsmarine kam während des Ersten Weltkrieges in den Besitz des Schiffes. Während der 1920er Jahre wurde die Niobe als Schulschiff eingesetzt. Etwa 350 Männer absolvierten pro Jahr die Lehrgänge für die Unteroffiziers- und Offizierslaufbahn.

Der Thingplatz

Der Gammendorfer Thingplatz liegt im Ortsteil Tancken. Teilweise wurde er abgetragen, als das Dorf erweitert wurde. Der Thingplatz von Gammendorf hat einen Durchmesser von etwa zehn Metern, in seinem Zentrum steht ein Weißdornbaum. Thingplätze waren vor allem in der germanischen Kultur weit verbreitet. Hier fanden Volksversammlungen statt und es wurde Recht gesprochen. Die Thingplätze befanden sich grundsätzlich unter freiem Himmel. Teilnehmen durften an einem Thing lediglich die freien Männer eines Stammes. Frauen waren ebenso ausgeschlossen wie Kinder oder Sklaven.

Einen Bedeutungsverlust erlebten die Thingstätten im frühen Mittelalter unter der Herrschaft der Franken. Die Zeit der politischen Selbstbestimmung der Dörfer war nun vorbei, lediglich die Gerichtsbarkeit blieb meist noch vor Ort. Oft wurden an der Stelle der Thingplätze Kirchen errichtet, um die neue Ordnung zu untermauern. Deshalb sind Thingplätze wie in Gammendorf nicht mehr allzu häufig zu finden.

Urlaub in Gammendorf

Das idyllische Gammendorf bietet vor allem Naturfreunden ideale Bedingungen für einen gelungenen Urlaub. Rund um das strandnah gelegene Dorf führen zahlreiche Wander- und Radwege in die unberührte Natur der Umgebung. Zu den absoluten Highlights gehört der Gammendorfer Naturstrand.

Auf den Spuren der Fischer

Zu den Angeboten für Urlaubsgäste gehört in Gammendorf eine Kutterfahrt mit der MS Seepferdchen. Die Fahrgäste erleben an Bord, wie Netze ausgeworfen und der Fang eingeholt wird. Bei dieser Gelegenheit erfahren sie Vieles über die Seefahrt, die Fischerei und deren Geschichte und Bedeutung für die Orte an der Ostsee.

Das Naturschutzgebiet Grüner Brink

Schon seit 1938 steht die Gammendorfer Küste unter Naturschutz. Dieses Gebiet erstreckt sich ab dem Denkmal Niobe entlang der Küste.

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Katharinenhof

Das Dorf Katharinenhof liegt etwa fünf Kilometer von Burg auf Fehmarn entfernt. Gewachsen ist das heutige Dorf aus einem Gutshof, der etwa um 1760 errichtet wurde. Dieser bestand bis 1920, anschließend wurde das Gelände zur Besiedelung freigegeben. Das Dorf Katharinenhof liegt im Osten der Insel Fehmarn und ist für die Gäste über die Bundesstraße 207 ganz einfach zu erreichen.

Das Freilichtmuseum Katharinenhof

Die herausragende Sehenswürdigkeit im Fehmansdorfer Ortsteil Katharinenhof ist das Freilichtmuseum. Auf einer Ausstellungsfläche von circa 2.000 Quadratmetern wird hier die Geschichte der Insel lebendig. Empfangen werden die Besucher von Marionetten, mechanischen Geräten, die Musik abspielen können, und weiteren Spielsachen aus den vergangenen drei Jahrhunderten.

Die Werkstätten im Freilichtmuseum Katharinenhof

Einen Schwerpunkt in der Ausstellung des Freilichtmuseums Katharinenhof stellen verschiedene historische Werkstätten dar. Unter anderem sehen die Besucher eine alte Weberei mit einem Flachwebstuhl, eine historische Schmiede, eine Druckerei, die ein Jahrhundert alt ist, ein Backhaus und eine Rauchkate, die aus dem frühen 16. Jahrhundert stammt. Das Backhaus und die Rauchkate sind für die Besucher auch heute noch in Betrieb. Sie können sich bei ihrem Besuch im Freilichtmuseum Katharinenhof frisch gebackenes Steinofenbrot und geräucherte Wurst mit nach Hause nehmen. Sämtliche Werkstätten werden übrigens auf die althergebrachte Weise betrieben.

Eine Erinnerung an die DDR

In einer eigenen Abteilung des Freilichtmuseums Katharinenhof wird der Alltag im Sozialismus für die Besucher greifbar. Zu den Ausstellungsstücken aus dieser Epoche gehören alltägliche Gebrauchsgegenstände, aber auch ein Stück von der früheren Befestigung an der deutsch-deutschen Grenze inklusive Suchscheinwerfer. Ein alter Trabbi rundet diese Abteilung gelungen ab.

Geschichte erleben im Freilichtmuseum

Zu den Höhepunkten im alljährlichen Veranstaltungskalender gehört in Katharinenhof ein mittelalterliches Spektakel. Dann verwandelt sich das Museumsdorf in einen mittelalterlichen Markt. Einen Vorgeschmack auf das sommerliche Spektakel gibt es schon im März und im Mai. Das mittelalterliche Jahr klingt schließlich mit einem dreitägigen Markt im Oktober aus.

Das Mittelalter erleben

Im Juli und August verwandelt sich das Museumsdorf Katharinenhof in einen mittelalterlichen Markt. Die Besucher können hier nicht nur mit den zahlreichen Fieranten um den Preis ihrer Ware feilschen, sondern auch Handwerkern über die Schulter schauen. Im Rahmenprogramm bietet das Museumsdorf einen faszinierenden Mix der Kulturen. Denn präsentiert wird neben dem mittelalterlichen Lagerleben auch die Zeit der Wikinger. Vor allem für die kleinen Besucher ist diese Veranstaltungsreihe ein absoluter Höhepunkt. Denn sie dürfen sich in den verschiedenen Werkstätten selbst einmal als Handwerker versuchen. Die Stücke, die sie anfertigen, dürfen sie sich als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

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Strände auf Fehmarn

Die Küstenlinie der Insel Fehmarn ist insgesamt rund 78 Kilometer lang. Die Besucher erleben an den Stränden der Insel die ganze Vielfalt der Ostsee. Sie finden hier malerische Naturstrände ebenso wie feinsandige Strände, die den Familienurlaub mit Kindern zum Vergnügen machen.

Gollendorfer Strand

Der Gollendorfer Strand liegt zentral in der 12 Kilometer langen Küstenlinie der Orther Reede zwischen Orth und Lemkenhafen. Der Deich ist mit Gras bewachsen, während das flache Wasser bis zu einigen Hundert Metern in die Ostsee hinaus reicht. Wegen der geringen Tiefe erwärmt sich das Wasser hier außerdem schneller als andernorts.

Der Strand Golden

Im Südosten der Orther Reede liegt der gut frequentierte Strand Gold. Geschätzt wird er wegen des flachen Wassers vor allem von Familien mit Kindern.

Der Flügger Strand

Beim Flügger Strand, der nahe bei Gollendorf an der westlichen Küste von Fehmarn liegt, handelt es sich um einen lang gezogenen, flachen Naturstrand. Eine Gastronomie steht beim nahe gelegenen Campingplatz zur Verfügung. In der Nähe befindet sich außerdem ein Minigolfplatz.

Der Püttsee Strand

Ebenfalls im Westen der Insel Fehmarn befindet sich der Püttsee Strand. Dabei handelt es sich um einen weitläufigen Naturstrand, der zahlreiche ruhige Plätze bietet.

Bojendorfer Strand

Der Bojendorfer Naturstrand liegt ebenfalls im Westen der Insel Fehmarn. Während der Strand in der Nähe des Parkplatzes sehr belebt ist, gibt es in Richtung Norden auch einige ruhige Plätze. Die Besucher können hier Strandkörbe mieten und können sich hinter dem Deich an einem Kiosk versorgen.

Der Grüne Brink

Im Nordosten von Fehmarn liegt der Strandabschnitt Grüner Brink. Der belebte, flache Sandstrand wird vor allem von Familien mit Kindern gern besucht. Für die Bewirtung der Urlaubsgäste steht ein Kiosk offen.

Der Südstrand auf Fehmarn

Vor allem bei Familien ist der Südstrand in der Nähe von Burgtiefe beliebt. Tiere sind hier zwar nicht erlaubt, dafür haben die Badegäste eine Auswahl von verschiedenen Kiosken, Restaurants und Eisdielen.

Der Strand Pressen

An der Ostküste von Fehmarn gelegen ist der Strand Pressen völlig auf Selbstversorger ausgelegt. Es handelt sich hier um einen steinigen und flachen Naturstrand.

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Urlaubsaktivitäten auf Fehmarn

Die Insel Fehmarn gilt als Geheimtipp, wenn es um einen rundum gelungenen Urlaub für die ganze Familie geht. Wegen der Insellage spielt bei den Aktivitäten natürlich das Element Wasser eine wichtige Rolle.

Angeln auf Fehmarn

Den Freunden des Angelsports stehen auf Fehmarn alle Möglichkeiten offen. Sie können hier ebenso gut Fliegenfischen, wie mit einem Kutter zum Angeltrip aufbrechen. Grundsätzlich ist das Angeln auf Fehmarn während des ganzen Jahres möglich. Als beliebteste Zeit haben sich allerdings die Monate von Februar bis Mai und von September bis Dezember herauskristallisiert. Die besten Plätze finden Angler übrigens im Norden und im Osten der Insel.

Beachvolleyball

Optimale Bedingungen finden Beachvolleyballer vor allem am Südstrand der Insel. Entsprechende Anlagen gibt es auch an vielen weiteren Stränden.

Fehmarn für Radfahrer

Dank des flachen Geländes und der abwechslungsreichen Küstenlinie ist Fehmarn ein beliebtes Ziel für Radfahrer. Auf der Insel sind insgesamt acht bis zu 30 Kilometer lange Rundtouren ausgewiesen. Diese Touren sind im Heft "Fehmarn erfahren" gebündelt, das es im örtlichen Tourismusbüro gibt.

Golfen auf Fehmarn

Richtig abschalten können die Freunde des Golfspots auf der 72-Loch-Anlage des Golfparks Fehmarn. Anfänger können hier sogar spielen, wenn sie die normalerweise übliche Platzreife noch nicht erreicht haben.

Surfen und Kitesurfen

Sowohl Surfer als auch Kitesurfer an den Küsten von Fehmarn geradezu ideale Bedingungen für ihren Sport vor. Davon zeugen auch zahlreiche hochklassige Veranstaltungen. Dazu gehört der Deutsche Windsurf Cup im Juli ebenso wie die Deutschen Meisterschaften im Speedsurfen im September.

Fehmarn: ein Mekka für Reiter

Schon seit Jahren gilt die Insel Fehmarn als absolutes Mekka für Reiter. Deshalb reisen zahlreiche Gäste der Insel mit dem eigenen Pferd an, um die Schönheiten von Fehmarn zu entdecken. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Angebote für Anfänger. Ein Highlight für Pferdefreunde findet Ende Juni mit dem Fehmarnsdorfer Pferde-Festival statt. Hier stellen sich Deutschlands beste Springreiter in mehreren Turnieren der Herausforderung.

Segeln

Dank optimaler Windverhältnisse ist die Region rund um Fehmarn ein ideales Revier für Segler. Zudem haben sie hier das Revier der dänischen Südsee direkt vor der Haustür.

Tauchen

Die Welt der Ostsee können die Gäste auf der Insel auch unter Wasser entdecken. Wer den Tauchsport erlernen möchte, findet hier Anlaufstellen:

Tauchkurse bietet die Tauchstation Fehmarn im Katharinenhof 27, 23769 Fehmarn, an. Weitere Kurse finden im Ortsteil Wallnau, am Bönschlag 12 in 23769 Fehmarn und in der Ostsee- Tauchschule im Wulfener-Hals-Weg im Ortsteil Wulfen, statt.

Wandern auf Fehmarn

Auf Fehmarn führen mehrere ausgeschilderte Routen durch die Insel. Wanderer können unter anderem die Küste erkunden oder Land und Leute auf der Via Scandinavia erkunden. Dabei handelt es sich um einen Wanderweg, der die Pilger aus Nordeuropa nach Santiago de Compostella zum Grab von Jakobus dem Älteren geführt hat.

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