Mallorca

Mallorca

Mallorca
Mallorca     Quelle: Manfred Walker / pixelio.de

Die Insel Mallorca, die etwa 170 km von Barcelona auf dem spanischen Festland entfernt liegt, ist jedes Jahr für viele Deutsche und Engländer das Hauptreiseziel. Die Anfänge des Mallorca-Tourismus gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück, was die Aufenthalte des Komponisten Frédéric Chopin und der französischen Schriftstellerin George Sand in Valldemossa wohl mit initiierten. Mallorca ist nicht nur die größte Insel der Balearen, sondern hier befindet sich auch deren Hauptstadt Palma. Die amtlichen Sprachen sind Spanisch und Katalanisch. Das gemäßigte, subtropische Klima mit heißen Sommern und milden Wintern, trägt mit Sicherheit zur Beliebtheit der Insel bei. Mallorca wird von zwei Gebirgszügen eingerahmt. Östlich befindet sich die Serres de Llevant und nordöstlich die Serra de Tramuntana, die über große Flächen hinweg so gut wie unbesiedelt ist. Hier erheben sich elf Berge, die eine Höhe von über 1000 m erreichen, wie der 1445 m hohe Puig Major, der somit auch der höchste ist.

Aufgrund der klimatischen Bedingungen besitzt die Insel eine üppige Flora mit über 1500 verschiedenen Arten. Die Fauna ist nicht ganz so artenreich. Es gibt nur wenige Säugetiere, wie u. a. die verwilderten Hausziegen, die sich in den beiden Gebirgszügen verbreitet haben. Jedoch verfügt die Insel über eine große Anzahl an Vogelarten, wie u. a. der Balearen-Sturmtaucher, die Purpur- und Seidenreiher, Rosa-Flamingo oder Zwergrohrdommeln. Außerdem gibt es einige Reptilien und Amphibien zu verzeichnen. Um für den Erhalt der Arten zu sorgen, sind inzwischen viele geschützte Gebiete auf der Insel, wie z. B. das „Area Natural Torrent de Canymel“ oder das „Area Natural Sa Punta de Capdepera“. Hinzu kommt der Land- und Meeresnationalpark „Parc nacional maritim-terrestre de l’Arxipèlag de Cabrera“.

Die erste Besiedlung mit den ersten prähistorischen Spuren reicht bis ins Jahr 3500 v. Chr. zurück. Wie auf vielen Inseln des Mittelmeeres haben auch in Mallorca verschiedene Kulturen ihre Spuren hinterlassen, wie die Talaiot-Kultur um 1500 v. Chr., aus der die teilweise noch vorhandenen typischen Zyklopen-Bauten stammen. Die Menschen dieser Kultur haben nachweislich mit Phöniziern und Griechen Handel getrieben. 123 v. Chr., nach der römischen Invasion, wurden das heutige Alcúdia und Palma gegründet. Die Vandalen eroberten die Balearen im Jahr 465. Eine erneute Eroberung durch oströmische Truppen erfolgte im Jahr 534. Um 902 fielen die Mauren in Mallorca ein. Aragonische Truppen unter Jaume I. kamen im Jahr 1229 im Rahmen der Reconquista nach Mallorca und Jaume II. erklärte 1276 Mallorca zum Königreich. Nach der Vertreibung des Jaume III. 1349 durch Pere IV. von Aragón wurde Mallorca aragonische Provinz und wurde bis zu seiner Autonomie 1983 vom spanischen Festland aus regiert.

nach oben

Palma

Palma erstreckt sich entlang der gleichnamigen Bucht an der westlichen Küste. Mit einer Fläche von 208,7 km² und rund 405.318 Einwohnern ist Palma auch die größte Stadt der Insel. Die historische Altstadt, die eine Mischung aus spanisch-katalanischen und arabischen Stilen darstellt, bildet den Mittelpunkt von Palma. Hier befinden sich eine Menge enger Gassen, die zeitweilig durch Treppen miteinander verknüpft sind und daher sind auch keine Autos hier zu finden. Die Geschichte von Palma ist unweigerlich mit der Geschichte der Balearen verbunden, deren Zeugen teilweise noch vorhanden sind, wie die Hauptattraktion und sozusagen Wahrzeichen der Stadt, die gotische Kathedrale der Heiligen Maria.

Sie befindet sich im südlichen Teil der Altstadt nahe der Küste. Die Kathedrale, die im Volksmund La Seu (der Bischofssitz) genannt wird, entstand nach der Befreiung der Maurenherrschaft durch König Jaume I. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits im Jahr 1230 und ab 1306 unter Jaume II. begann der eigentliche Bau. Das Kirchenschiff folgte 1587, das Hauptportal 1601, 1852 die Arbeit an der Hauptfassade und erst Anfang des 20. Jahrhunderts war das Gebäude völlig fertiggestellt. Einmalig in Spanien ist das 112 m über Palma liegende Castell de Bellver, das der Baumeister Pere Salvà vom 1300 bis 1311 erbaute.

Ein Kleinod bürgerlich gotischer Bauweise ist das „Llotja dels Mercaders“ einem historischen Gebäude im Süden der Altstadt Palma nahe der Kathedrale. Der Architekt Guillem Sagrera aus Felanitx begann mit dem Bau des Gebäudes im Jahr 1426. Da er die vorgegebene Bauzeit von 12 Jahren nicht einhalten konnte, übernahm 1447 der Baumeister Vilasolar die Arbeit, um die letzten großen Fenster fertigzustellen. Bis etwa 1830 war es der Sitz der Seehandelsbörse. Doch als der Seehandel nichts mehr einbrachte, diente es als Warendepot und in der Zeit der Napoleonischen Kriege als Artillerie-Manufaktur. Später wurde es als Gerichtsgebäude sowie in der Zeit von 1886 bis 1962 als Museum genutzt. Heute finden hier Kunstausstellungen statt.

nach oben

Alcúdia

Alcúdia, dessen Name sich aus dem arabischen „Al-Qudya“ ableitet und „der Hügel“ bedeutet. Einem Hinweis auf die Lage des historischen Stadtzentrums auf dem Bergsattel zwischen der Bucht von Pollença und der Bucht von Alcúdia. Alcúdia liegt an der Nordostküste von Mallorca ca. 54 km von Palma entfernt. In der Gemeinde leben etwa 19.100 Einwohner auf einer Fläche von 59,89 km². Bereits 1523 wurde Alcúdia auf Betreiben von König Karl I., dem späteren Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Karl V., zur Stadt ernannt, als sie Jahrhunderte lang ein wichtiges Machtzentrum im nördlichen Teil der Insel darstellte.

Wie in vielen Gebieten der Insel bestätigen auch hier archäologische Funde, dass hier bereits um 2000 v. Chr. Menschen lebten. Aus dem Taloiotikum stammen künstlich angelegte Höhlen, u. a. die „Cova de la Murada“, die sich in der Nähe der Stadtmauer befindet. Aus dieser Zeit, die etwas von 1300 bis 123 v. Chr. datiert ist, stammen auch die noch teilweise erhaltenen Großsteinbauten von „Son Siurana de Dalt“ oder „sa Figuera Roja“. Die Eroberung der gesamten Balearen begann mit den römischen Truppen im Jahre 123 v. Chr. Es folgten die Vandalen im Jahr 465, die Byzantiner ab 534 und zwischen dem beginnenden 10. Jahrhundert bis etwa 1229 war die Insel einschließlich Alcúdia von Mauren und Arabern beherrscht, bis die Aragonesen die Balearen übernahmen.

In Alcúdia sind noch etliche Zeitzeugen, wie das historische Stadtzentrum samt Stadtmauer aus dem Mittelalter und der Renaissance vorhanden. Die neugotische Pfarrkirche Església de Sant Jaume, steht z. B. in einer Lücke der Stadtmauer am südwestlichen Rand der Altstadt. Die Errichtung erfolgte zwischen 1882 und 1893, aufgrund des Zusammenbruchs der, aus dem 14. Jahrhundert stammenden, Vorgängerkirche. Die Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Pollentia befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Alcúdia. Sie wurde ca. 50 Jahre nach der Eroberung der Römer 123 v. Chr. errichtet und war über Jahrhunderte eine bedeutende römische Siedlung.

nach oben

Inca

Auf etwa halber Strecke zwischen Palma und Alcúdia liegt die Stadt Inca auf einer Fläche von 58,65 km² und ca. 29.400 Einwohner. Sie ist die drittgrößte Stadt der Insel und somit, zumindest für mallorquinische Verhältnisse, eine Großstadt. Inca ist eine der 53 Gemeinden von Mallorca und hat sich besonders als Zentrum für Leder- und Schuhhandwerk einen Namen gemacht. Die Zunft der Schumacher ist die älteste der Insel und führt bis ins 13. Jahrhundert zurück, als die Katalanen die Insel eroberten. Inca verfügt über ein kleines Altstadtzentrum mit engen Gassen, das heute Fußgängerzone ist. Die gegenüber dem Bahnhof, mit der Eisenbahnlinie von und nach Palma, beginnt und in den älteren Teil von Inca führt.

An der „Placa Santa Maria Major“, dem Zentralplatz der Stadt, befindet sich auch die gleichnamige barocke Pfarrkirche, die als bedeutendstes Gebäude der Stadt gilt. Die erste, einfache Pfarrkirche wurde kurz nach der Eroberung Mallorcas bereits im Jahr 1248 errichtet. Die dritte und Heutige stammt aus dem 18. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich ein Gemälde von Joan Daurer, das im Jahr 1373 gemalt wurde. Sehenswert ist auch der 300 Jahre alte Weinkeller „Celler Can Amer“ in der Carrer Pau. In diesem original getreuen Weinkeller, Inca war ebenso bekannt als Weinstadt, gibt es noch hervorragende mallorquinische Gerichte, wie „Frito Mallorquin“, eine Gemüsepfanne oder gefüllter, gekochter Lammrücken.

Obwohl Inca touristisch nicht sehr viele Attraktionen zu bieten hat, zieht sie viele Besucher an, besonders wenn am Donnerstagvormittag die gesamte Altstadt, von der „Placa José Antoni“ bis zur „Carrer Bisbe Llompart“, mit Marktständen bevölkert ist. Ein buntes Treiben, wenn typische landwirtschaftliche oder fernöstliche elektronische Geräte, aber auch Obst und Gemüse feilgeboten werden. Darüber hinaus kommen viele Urlauber natürlich hierher, um gleichzeitig die in Inca gefertigten Lederwaren, wie Schuhe, Taschen, Mäntel und Jacken zu bestaunen und zu kaufen. Bis zu 200.000 Besucher finden sich traditionell am 3. Donnerstag im November in der Stadt ein, um den „Dijous Bo“, mit ca. 800 Ausstellern mit zu erleben.

nach oben

Artà

Im Nordosten von Mallorca, etwa 60 km von Palma entfernt befindet sich das romantische Städtchen Artà, das vom Touristenrummel noch verschont geblieben ist. Die 7553 Einwohner verteilen sich auf einer Fläche von rund 140 km², wobei die Hälfte der Gemeindefläche vom „Massis d’Artà“, dem höchsten Massiv der östlichen Bergkette der Serres de Llevant eingenommen wird. Gassen und Straßen sind an dem am Hügel gebauten Städtchen allesamt steil und zahlreich. So führt auch eine 180 Stufen zählende Treppe auf den Hügel von Artà, der mit einer Festungsmauer umgeben ist, zu der Wallfahrtskirche Sant Salvador.

Die Kalvarientreppe verbindet die, am Fuße des Hügels gelegene Pfarrkirche „Transfiguració des Senyor“, die 1573 in der Spätgotik entstand, mit der barocken Kirche Sant Salvador aus dem Jahr 1832. Eine Terrasse bietet einen herrlichen Ausblick auf die Küste, die Hügellandschaft, Mandelplantagen und Ölbaumhaine sowie auf den Torre de Canyamel. Berühmtheit erlangte der Ort jedoch hauptsächlich durch die größte und imposanteste Tropfsteinhöhle Mallorcas, die „Cuevas de Artà“. Deren Eingang sich an der südlichen Seite der Halbinsel Cap Vermell befindet und von einer kleinen Meeresbucht nördlich abgegrenzt wird, wo auch der Torrent de Canyamel ins Meer mündet. Noch auf dem Gemeindegebiet, etwa 9 km nordwestlich von Artá in einer Höhe von 280 m Höhe, steht die „Ermita de Betlem“, eine Einsiedelei. Sie diente nur wenigen Mönchen als Kloster, die zu der Glaubensgemeinschaft der Eremiten von San Pablo San Antonio gehörten.

Die wohl am besten erhaltene Fundstätte der balearischen Megalithkultur befindet sich am Ortsausgang von Artá, südöstlich in der Region Llevant. Hier, auf einer Höhe von rund 125 m über dem Meeresspiegel und von alten Steineichen umgeben sind die Reste der prähistorischen Siedlung „Talayot de Ses Paisses“, oder auch „Poblat Talaiótic des Ses Païsses“ ein talaiotisches Dorf. Diese Ausgrabungsstätte wird der der Talaiot-Kultur aus der Bronzezeit zugeordnet. Dennoch ist das genaue Alter der Siedlung nicht bekannt, aber sie wird der Zeit etwa 1000 bis 100 v. Chr. zugeordnet.

nach oben

Sóller

Etwa 30 km von Palma, an der nördlichen Küste Mallorcas, liegt das touristische Zentrum von Sóller, Port de Sóller in einer geschützten Bucht. Der Ort selbst befindet sich etwa 4 km von der Küste entfernt im Land. Umringt von Gipfeln der Serra de Tramuntana (seit 2011 UNESCO-Welterbe), wie der Puig Major (1145 m), Puig del'Ofre (1090 m), Sierra de Alfabia (ca. 1000 m) und der Teix (1050m) befindet sich Sóller in einem Tal. Dieses Tal ist eines der ertragreichsten der Insel, wo Zitrusfrüchte, Oliven und Mandeln in Hülle und Fülle wachsen. Das umliegende Gebirge mit seinem wilden Stück Natur, wo noch über weite Flächen ursprüngliche Pflanzen das Sagen und die Massen sich noch nicht eingefunden haben, bietet viel Muße zum Wandern und Radfahren.

Durch den Obstanbau war Sóller meist wohlhabend, doch kehrte sich dies 1860 ins Gegenteil, als Obstschädlinge die Ernten vernichteten. Die Obstbauern gingen nach Frankreich oder nach Lateinamerika ins Exil. Einige kehrten später wieder zurück und bauten prunkvolle Stadthäuser im Kolonialstil. Säulen und verzierte Fassaden sind noch heute in der Hauptstraße, der Gran Via, zu bewundern. Aber ebenso der katalanische Modernisme, dem spanischen Jugendstil sozusagen, war bei den Heimkehrern aus dem europäischen Ausland beliebt. Die kleine Stadt hat durchaus einiges Sehenswertes zu bieten. So auch die historische Pfarrkirche Sant Bartmeu im Stadtzentrum an der Plaça Constitució. Erstmals erbaut um 1236, jedoch während der Jahrhunderte mehre Male verändert, wie die Fassade aus dem 18. Jahrhundert.

Interessant ist der Besuch im „Jardi Botanic de Sóller“, einem botanischen Garten. Seit 1992 ist er für Besucher offen. Sein Schwerpunkt liegt darin vom Aussterben bedrohte Pflanzen zu bewahren, aber auch zum Erforschen und Zeigen der Flora der Balearen. Die Attraktion, um nach Sóller zu kommen, ist der sogenannte „Rote Blitz“. Eine Bahnfahrt mit der „Ferrocarril de Sóller“, beginnt in Palma und führt 27 km mit Blick auf das schöne Panorama bis nach Sóller. Dabei werden 13 Tunnel durchfahren und das 52 m lange Viadukt „Cinc Ponts“, auch Viaducte de Monreals, überquert.

nach oben

Strände Mallorcas

Es Trenc

Dieser Strand befindet sich an der Südküste Mallorcas inmitten eines Naturschutzgebietes. Daher keine Hotels und Menschenmassen. Der Strand ist feinsandig und hell, das Wasser klar und türkisblau. Dieser Strand hat einen FKK-Bereich und wird daher gerne von vielen Nacktbadenden besucht.

Cala Pi

Ebenfalls an der Südküste und ca. 17 km südlich von Llucmajor befindet sich dieser, nur 45 m lange, aber 145 m breite Strand. Feiner, weißer Sandstrand, der flach ins Meer abfällt, mit klarem, türkisfarbenen Wasser. Während der Saison sind Rettungsschwimmer im Einsatz.

Cala Millor

Der Strand von Cala Millor befindet sich an der Ostküste und ist einer der schönsten Strände Mallorcas. Der feine Sandstrand fällt relativ flach ins Meer ab und daher auch geeignet für Familien mit Kindern.

Calo des Moro

Im Südosten Mallorcas etwa 6 km von Santanyi liegt dieser traumhafte Strand. Feiner Sandstrand, mit einigen Felsen, da er direkt in einer Felsenformation liegt, die von Pinien umsäumt wird. Das Wasser mit seiner türkisblauen Farbe erinnert an einen Karibikstrand.

Playa Alcúdia

Der Ort befindet sich an der Nordküste der Insel und beherbergt wohl den schönsten Strand auf Mallorca. 11 km erstreckt sich der feine, helle Sand von Can Picafort bis Port d’Alcúdia. Es gibt viel Platz zum Toben und Spielen, der Strand neigt sich flach dem Meer zu. Ideal für Kinder.

Paguera

Im westlichen Teil der Insel liegt Paguera mit seinen drei Stränden, die alle drei flach ins Meer fallen und daher für Kinder geeignet sind. Während der Saison werden die Strände von Rettungsschwimmern überwacht. Hinter den Stränden befindet sich eine Promenade zum Spazierengehen.

Palma Nova

Ebenfalls an der westlichen Küste befindet sich Palma Nova mit seinen drei hellen, feinen Sandstränden, die mit einer blauen Flagge ausgezeichnet sind. Entlang der drei Strände erstreckt sich die „Passage de la Mar“, einer Promenade, wo es möglich ist beim Bummeln, den weiten Blick auf das Meer zu genießen.

Playa del Mago

Bei Portals Vells liegt diese kleine, Felsen eingerahmte Bucht mit seinem ruhigen, doch nur 20 m langen Strand. Der feine Sand schimmert goldgelb und fällt flach ins Meer ab. Die Badebucht ist ein offiziell anerkannter FKK-Strand und daher bei den FKK-Anhängern sehr beliebt.

Cala Major

4 km südwestlich von Palma liegt die ca. 200 m lange und ca. 80 m breite Badebucht mit klarem Wasser und feinem Sandstrand, der flach ins Wasser abfällt. Allerdings ist er gut besucht von Urlaubern und Einheimischen.

Platja Ca'n Pere Antoni

Dieser Strand, der nur 2 km vom Stadtzentrum Palmas entfernt ist, gilt als Hausstrand der Inselhauptstadt. Hinter dem feinen, weißen Sandstrand mit seinem klaren Wasser, verläuft eine breite Strandpromenade mit einem Fahrradweg.

nach oben

Sehenswürdigkeiten auf Mallorca

Valdemossa

Das höchst gelegene Dorf auf Mallorca befindet sich ca. 17 km von Palma entfernt im Gebiet der Serra Tramuntana. In den hübschen Ort mit den pittoresken Gassen zu erreichen, führt die Straße von Palma aus durch eine idyllische Landschaft mit vielen Olivenhainen. Im Ort selbst erzählen Wandkacheln vom Leben der Heiligen Katharina Thomas, die hier in Valdemossa geboren wurde und nun noch heute verehrt wird. Seinen Ruhm verdankt der kleine Ort vor allem seinem Kartäuserkloster aus dem 14. Jahrhundert, wo der polnische Komponist Frédéric Chopin mit der französischen Schriftstellerin George Sand einige Zeit lebte. Beide nutzten die Zeit für ihre Fähigkeiten. So verfasste George Sand hier ihren Reisebericht „Ein Winter auf Mallorca“ und Chopin komponierte die „Regentropfen-Prelude“.

Coves del Drac – Drachenhöhlen

Dieses wohl imposanteste Tropfsteinhöhlensystem auf Mallorca liegt südlich von Porto Cristo. Es umfasst neben 6 kleinen Seen, den größten unterirdischen See europaweit. Bereits vor 3000 Jahren wussten die Einheimischen von dem, 1700 m in den Berg führende, Höhlensystem. Wegen des angeblichen Drachen, der dort angeblich wohnte, wagte sich niemand hinein. Einige Forscher versuchten ihr Glück, doch erst der Franzose Martel drang im Jahr 1896 1300 m weit ein und konnte die Höhle erkunden. Nachdem der Mallorquiner Joan Servera Camps das Grundstück gekauft hatte, wurde 1935 das Höhlensystem für Besucher begehbar. Die heutige Attraktion ist das Auditorium mit 1100 Sitzplätzen am Llac Martel, wo Besucher den Klängen klassischer Musik lauschen können, die Musiker auf Booten spielen.

Glasbläserei Gordiola

Auf etwa halber Wegstrecke zwischen Palma und Manacor befindet sich die Glasbläserei Gordiola, die zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca zählt. Diese Glasbläserei gehört zu den ältesten Unternehmen der Insel, deren Anfänge bis ins Jahr 1719 zurückgehen. Seit dieser Zeit werden Gebrauchsgegenstände, Figuren und Vasen aus Glas in der ehemaligen Burg angefertigt. Neben dem Fertigungsbereich wurde außerdem 1975 ein kleines Museum eingerichtet, das vom Innenhof über eine Treppe erreichbar ist. Die Ausstellung der antiken Glaskunstwerke und der interessanten Glasmalereien entstammen ausschließlich der Privatsammlung der Familie Gordiola.

Klosteranlage Lluc

Die Klosteranlage befindet sich inmitten der Serra Tramuntana, die über eine Serpentinenstraße mit friedvoll gesäumten Eichenwäldern gut erreichbar ist. Das, Mitte des 13. Jahrhunderts, gegründete Kloster, liegt inmitten eines schönen Bergpanoramas. Das historische Klostergebäude wird heute teilweise als Museum genutzt. Hier können sich abwechselnde Ausstellungen sowie ein permanenter Bestand zeitgenössischer Kunstwerke in Augenschein genommen werden. Die meisten Besucher wollen jedoch die „Jungfrau von Lluc“ oder „Schwarze Madonna“ bestaunen, die in einem Schrein dargestellt ist. Sie ist die Schutzpatronin der Insel Mallorca, seit sie im Jahr 1884 vom damaligen Papst Leo XIII. ihren Segen erteilt bekam.

Gutshof und Museum La Granja

Das beliebte Ausflugsziel liegt ca. 1 ½ km westlich von Esporles. Der Gutshof besteht aus einem Museum und dem ursprünglichen Herrenhaus. Obwohl das Gebäude nicht mehr sehr gut erhalten ist, kann die interessante Einrichtung noch besichtigt werden, die teilweise aus Renaissance oder Barock stammen. Besonders der Keller zeigt ein Stück der Lebensweise der ehemaligen Gutsbesitzer. Neben einer Bauernküche, einem Kornlager und großen Knetwalzen, ist noch ebenso ein Gefängnis mit Folterkammer vorhanden. Das Museum umfasst verschiedene Werkstätten, u. a. eine Töpfermühle, eine Spinnerei oder ein Waschhaus. Außerdem kann auch ein Badehaus des 18. Jahrhunderts bestaunt werden. Der Gutshof umfasst außerdem einen schönen Felsengarten mit Springbrunnen und Sonnenuhr, wo nach der Reise in die Vergangenheit, frische Luft getankt werden kann.

Natura Parc Santa Eugenia

Ein echtes Erlebnis ist der Besuch in dem 30.000 m² großen „Natura Parc Santa Eugenia“, der sich nördlich von Palma befindet. Die Gehege der über 400 einheimischen wie exotischen Tiere wurden so gestaltet, dass sie fast in ihrem natürlichen Lebensraum gleichkommen. Neben Hirschen, Mufflons, Strauße, haben ebenso Pelikane und schwarze Geier hier eine neue Heimat gefunden und sind an Menschen gewöhnt. Ebenso interessant ist der sogenannte Schmetterlingsgarten, indem tropische Temperaturen vorherrschen. Der Natura Parc hat im Jahr 2001 den Umweltpreis erhalten, da die Parkanlage sehr gepflegt ist und den Bedürfnissen der unterschiedlichen Tiere individuell angepasst wurde.

Sa Dragonera - Die Dracheninsel

Die Insel mit einer Fläche von etwa 420 ha Größe liegt 1 km von der südwestlichen Spitze Mallorcas entfernt und ist von Sant Elma mit der Fähre zu erreichen. Die kleine Insel war einst Unterschlupf für Piraten, die durch die späteren Wachttürme ferngehalten wurden. 1995 wurde die Insel zum Naturschutzgebiet erklärt, um seltenen Vogelarten, u. a. Eleonoren Falken, Samtkopfgrasmücken oder Korallenmöwen sowie verschiedene Eidechsen eine Heimat zu bieten. Eine kleine Idylle für Naturliebhaber, die gerne zu Fuß die geschützten Lebensräume der vorhandenen Tiere bekommen möchten. Einen guten Überblick über das Eiland bietet der Inselleuchtturm Far Vell, an der höchsten Stelle auf Sa Dragonera.

Castell de Santueri

Über eine 7 km lange Serpentinenstraße, ausgehend vom südöstlich gelegenen Ort Felanitx, ist die Ruine auf einem 408 m hohen Gipfel zu erreichen. Die erste Festung entstand bereits zur Zeit der Römer ca. 123 n. Chr., eine weitere folgte etwa im Jahr 902 durch das Emirat von Córdoba. Nach der Eroberung der Insel durch Jakob I. von Aragon um 1229 fiel die Festung und wurde fast ganz abgetragen. Erneut wurde durch die spanische Krone im 14. Jahrhundert auf die Reste der alten Festung gebaut. Diesmal in erster Linie, um die Piraten abzuhalten. Seit dem 18. Jahrhundert jedoch verfiel die Burg zusehend. Teilweise erhalten geblieben sind, die aus weißem Kalkstein bestehenden, Türme und Umfassungsmauern.

Naturpark S'Albufera

Im nahen Umfeld der, im Norden Mallorcas liegenden, Bucht von Alcúdia breitet sich der 1700 ha große Naturpark „S‘ Albufera“ aus. Das wohl größte Feuchtbiotop der Balearen, das mit seinen breiten Dünen die natürliche Landschaft von einer alten Lagune abtrennt, wurde 1985 unter Naturschutz gestellt. Das Gebiet hat ein optimal angelegtes Netz von Wander- und Radwegen, sodass es Besuchern ermöglicht wird, den Artenreichtum von Flora und Fauna zu entdecken. An verschiedenen Stellen wurden außerdem gut getarnte Hütten errichtet, die es ermöglichen ohne zu stören den natürlichen Lebensraum der verschiedenen Vogelarten und anderen Tieren zu beobachten.

Aqua City - Freizeitpark Mallorca

Dieser 200.000 m² große Freizeitpark befindet sich im Zentrum von El Arenal. Etwa 25 % der Gesamtfläche des Parks besteht aus herrlichen Gärten und Grünanlagen. Die Attraktion für große und kleine Besucher sind die 16 verschiedenen Wasserbecken, die echten Badespaß verheißen. Hinzu kommen die längste Wasserrutsche der Insel und ein Wellenbad. Außerdem sorgen ein großer Spielplatz, Trampoline und ein Kartbahn für viel Vergnügen für diejenigen, die einmal nicht baden wollen. Restaurants und Cafés fehlen ebenso nicht, denn nach so viel Spaß sind Hunger und Durst obligatorisch.

nach oben

Aktivitäten, Unterkünfte usw.

Seit einigen Jahrzehnten ist die Insel Mallorca eines der beliebtesten Ziele vieler Urlauber aus allen möglichen europäischen Ländern. Dies ist nicht sehr verwunderlich, denn die Insel bietet für jeden, der dort seine Ferien verbringt, individuelle Möglichkeiten sich die freie Zeit zu vertreiben. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich an Land oder im Wasser vergnügt wird. Zahlreiche Badestrände rund um die Insel laden zum Sonnen, Baden und sportlichen Aktivitäten im und auf dem Wasser ein, wie u. a. Segeln, Surfen oder Wasserski. Tennis- und Golfplätze sind ebenso beliebt, wie in den Bergen und Naturparks zu wandern oder zu radeln.

Aber auch, bedingt durch die bewegte Vergangenheit, ob Talaiot-Kultur, Römer, Vandalen oder Mauren, finden sich überall auf der Insel noch die Zeitzeugen, die in den Jahrtausenden ihre Spuren hinterlassen haben. Hinzu kommt die abwechslungsreiche Landschaft mit Gebirgen und fruchtbaren Tälern mit Obstplantagen und üppigem Pflanzenbewuchs, wie auch idyllische Wälder und Orte, die von Besuchermassen bisher verschont blieben. Jedoch immer wieder trifft der Mallorca-Reisende auf das Meer mit seinem glasklaren, türkisblauen Wasser und seinen weißen, meist flach ins Wasser fallenden Stränden. Oftmals versteckt in kleinen, von Felsen umgebenen Buchten. Denn nicht jeder der vielen Ferienorte wird von den Massen heimgesucht.

Die Zahl der Urlauber ist sehr groß, die jedes Jahr Hotels, Pensionen, Ferienhäusern- oder Ferienwohnungen bewohnen. Ebenso stehen etliche lauschige Fincas für den Erholungssuchenden bereit. Der Ausgangspunkt für den Urlaub auf Mallorca ist die Hauptstadt Palma, die auch der Verkehrsknotenpunkt der Baleareninsel darstellt. Sowohl der Flughafen, der drittgrößte Spaniens, als auch die Fähren vom spanischen Festland bringen Tausende Touristen aus ganz Europa, die von hier aus über Autobahnen, mit Bussen oder der Eisenbahn in alle Orte der Insel gelangen. Die Insel Mallorca hat viele schöne Orte und Plätze, die den üblichen Aussagen über den „Ballermann“ nicht gerecht werden, sondern die den Massentourismus vergessen lassen.

[ © Das Copyright liegt bei www.europe-sightseeing.com | Informationen und Sehenswürdigkeiten von Europa, Städte und Landschaften]


nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.europe-sightseeing.com