Kreta
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Kreta

Kreta Quelle: Gisela Peter / pixelio.de
Die Insel Kreta ist die größte von Griechenland und die zweitgrößte im Mittelmeer. Das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum ist Iraklio (Heraklion), das mit rund 140.000 Einwohner auch die größte Stadt auf Kreta bildet. Kreta ist etwas 160 km vom griechischen Festland entfernt und hat eine Fläche von rund 8261 km². Die Insel ist 260 km lang und 60 km breit, wobei die engste Stelle nur 12 km misst. Kreta hat eine Küstenlinie von 1066 km, wobei nördlich das Kretische Meer, südlich das Libysche Meer und östlich das Karpathische Meer angrenzt. Das kretische Landschaftsbild ist geprägt durch die sich von West nach Ost erstreckende Gebirgskette, die sich zur südlichen Küste hin steiler und zur nördlichen Küste flacher darstellt. Sie ist ein Teil eines Gebirgsmassivs, das über das Meer hinweg vom Peloponnes über Kreta und Rhodos bis zum Festland nach Anatolien reicht. Die vier höchsten Gipfel sind der Psiloritis (2456 m) im Ida-Gebirge und gleichzeitig der höchste Berg der Insel, Lefka Ori oder die Weißen Berge (2452 m), das Dikti-Gebirge (2148 m) und die Thripti-Berge (bis zu 1476 m) im östlichen Teil der Insel Kreta.
Bedingt durch diese Gebirge entwickelten sich fruchtbare Hochebenen, wie Lasithi, Omalos und Nida sowie tiefe Schluchten, u. a. die Samaria-Schlucht und eine Anzahl von Höhlen wie die Diktäische Höhle. Im Süden der Insel entstand die Messara-Ebene, die mit 140 km² auch die größte der Insel ist und hauptsächlich für die Landwirtschaft genutzt wird. Daneben ist der Tourismus jedoch die Haupteinnahmequelle der kretischen Bevölkerung.
Die erste Besiedelung von Kreta wird auf ca. 6000 v. Chr. datiert und somit gehört die kretische Menschheitsgeschichte zu den ältesten Kulturen Europas. Aus diesem Grund wird die Insel auch gern als „Wiege der Geschichte Europas“ bezeichnet. Mit der Minoischen Kultur ca. 3000 v. Chr. entwickelte sich die erste europäische Hochkultur, die um 1100 v. Chr. von den Mykenern, der ersten griechisch sprechenden Bevölkerung, abgelöst wurde. Es folgten weitere Griechenstämme, die Kreta besiedelten bis 67 v. Chr. die Römer die Herrschaft übernahmen. Nach der Eroberung von Konstantinopel und dem Kreuzzug gehörte Kreta der Republik Venedig. Trotz der Aufstände in der Bevölkerung eroberten die Türken im 1645 die Insel Kreta. Durch die Einmischung von Frankreich, Russland und England wurde 1898 eine beinahe totale Autonomie von Kreta beschlossen. Ab 1913 jedoch gehört Kreta zu Griechenland und mit dem 1923 geschlossenen Vertrag von London und Lausanne, mussten 50000 Türken die Insel verlassen. Im Gegenzug übersiedelten viele Griechen aus Kleinasien auf die Insel Kreta.
nach obenIráklion
Die Inselhauptstadt ist alles nur keine Idylle, jedoch spiegelt sich hier die Geschichte der Insel wieder, obwohl durch Erdbeben und deutsche Bomben im 2. Weltkrieg vieles in der Altstadt zerstört wurde. Schon die Sarazenen haben 824 die Siedlung Rabd-el-Kandak, was etwa „Burg mit dem Graben“ bedeutet, gegründet. Unter den Byzantinern wurde die Stadt dann „Chandax“ genannt. Erst nach der Autonomisierung Kretas 1898 bekam die Stadt wieder ihren ursprünglichen Namen Iráklion. Der Namensgeber war Herakles, als er an Land kam und den kretischen Stier überwältigte. Heute bestimmen größtenteils moderne Gebäude aus Beton das Stadtbild von Iráklion, doch ist einiges der historischen Bauten noch erhalten.
Für einen schönen Blick auf die Stadt und den Hafen lohnt es sich das Hafenkastell zu besichtigen, das an 3 Seiten mit dem venezianischen Markuslöwen verziert ist. Das Kastell, wie es heute noch ist, wurde in der Zeit von 1523 bis 1540 auf seinem byzantinischen Vorgänger, im Stil venezianischer Festungstechnik errichtet. Noch heute ragt innerhalb der Mauern ein Rest eines türkischen Minaretts heraus. Die dazugehörige Festungsmauer umfasste sieben Bastionen und vier Tore, die fast als Dreiecksform die Stadt auf 3,5 km umringte. An der Martinengo-Bastion, hier befindet sich auch das Grab von Nikos Kazantzakis, kann die Mauer noch heute bestiegen werden.
Die Loggia ist ein Gebäude, das zwischen 1626 und 1628 im Stil der venezianischen Renaissance, als Stelldichein für den Adel, gebaut wurde. Das Hauptaugenmerk sind die Arkaden, die unten in dorischen Säulen und ionischen Säulen im oberen Teil angeordnet sind. In der Vorhalle befinden sich Reliefs mit kretischen Berühmtheiten, u. a. der Maler El Greco oder der Schriftsteller Nikos Kazantzakis. Das Nebengebäude der Loggia diente zur Zeit der Venezianer als Waffenlager, doch heute ist es das Rathaus. Ein weiterer Zeitzeuge ist der Morosini-Brunnen, der 1628 vom Gouverneur Morosini gestiftet wurde. Die acht Becken des Brunnens wurden über eine 15 km lange Wasserleitung vom Berg Jouchtas gespeist, um die Stadt mit Wasser zu versorgen.
nach obenSitía
Der wohl am schönsten gelegene Ort ist Sitía im Osten von Kreta. Die Stadt ist eine typische Kleinstadt, die laut ist, doch ihren eigenen Reiz hat, aber dafür rundherum grün durch Olivenbäume, Obst- bzw. Gemüseplantagen und Weingärten. Daher ist der Ort auch wegen seines Olivenöls und des ausgezeichneten Weines berühmt. „Die weiße Stadt“, wie sich Sitía auch nennt, breitet sich vom Hafen aus, wo sich auch ganz in der Nähe der Hauptplatz und der Stadtpark befinden. Der Stadtpark trennt die Altstadt im oberen Teil mit seinen engen Gassen und Straßen, die sich ihre Idylle bewahrt hat. Der moderne Teil der Stadt bildet sozusagen, das „Geschäftsviertel“ mit Einkaufsmöglichkeiten und Banken.
Obwohl der Ort schon eine sehr viel ältere Siedlungsgeschichte hat, wurde er erst um 1870 wieder neu erbaut. Denn, aus welchem Grund auch immer, war Sitía für etwa 200 Jahre völlig unbewohnt. Die erste Besiedlung reicht bis 2000 v. Chr. zurück. Zumindest belegen dies Funde, die ganz in der Nähe des Ortes ausgegraben wurden. Das venezianische Kastell, das oberhalb des Hafens liegt und einst den gesamten Ort umschloss, bauten die Venezianer auf das Fundament einer byzantinischen Festungsanlage. Im Jahr 1503, nachdem es zu einem Erdbeben und einigen Überfällen von Piraten kam, trugen die Venezianer 1651 die Stadt und die Festung ab und siedelten die Bevölkerung um. Erhalten sind nur noch einige Mauern und ein großer runder Bau.
Sitía zählt zu einer der ältesten Siedlungen der Insel. Bereits in der Antike wurde der Stadt eine große Bedeutung als Hafenstadt im nordöstlichen Kreta zugewiesen. Begründet durch seine frühe Geschichte haben Archäologen sich bei den Ausgrabungen wie im Paradies gefühlt. Zahlreiche Funde werden heute in den Museen von Agios Nikólas und in Iráklion aufbewahrt. Aber auch Sitía selbst hat ein archäologisches Museum im neuen Teil der Stadt. Besichtigt werden können u. a. eine Elfenbeinfigur mit Goldverzierungen, aber auch viele Gebrauchsgegenstände aus der Antike wie Weinpressen, Münzen oder Mühlsteine.
nach obenMália
Der, an der Nordküste liegende und etwa 30 km von Iráklion entfernte Ort Mália ist sowohl als Touristenzentrum für Pauschaltouristen bekannt als auch durch die Palastanlage aus der minoischen Zeit auf Kreta. Obwohl in Mália die Urlauber Oberhand haben, die in den Hotelanalagen oder Pensionen wohnen und sich am Strand und im Stadtzentrum tummeln, blieb der ursprüngliche Charakter erhalten. Zumal der Touristenandrang auch dazu führte, dass alte Gebäude in der Altstadt renoviert wurden. Hier im Ortskern stehen auch die beiden Kirchen, die Agios Dimitrion aus dem Jahr 1910 und die Panagia Galatiani, die eine interessante Ikonensammlung aus dem Jahr 1891 beherbergt.
Die Palastanlage liegt ca. 3 km östlich des Ortes Mália nahe der Küste und ist neben Knossos und Phaistos, die wohl imposanteste Anlage dieser Kategorie auf Kreta. Der Palast, dessen antiker Name völlig unbekannt ist, erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 80 ha und hat einen Durchmesser von ca. 600 m. Die Anlage hatte zwei Häfen, wie auch Knossos. Wobei vom westlichen Hafen noch die, in den Felsen gehauene, Einfahrt erkennbar ist. Es wird angenommen, dass der erste Palast bereits in der Zeit um 1900 v. Chr. gebaut wurde, dessen Reste sich noch an der nordwestlichen Seite der Anlage befinden. Dennoch gibt es Funde, die auf eine noch ältere Bebauung hinweisen. Die erste Palastanlage fiel zwischen 1750 und 1700 v. Chr. einem Erdbeben zum Opfer. Doch schon einige Jahrzehnte später wurde an gleicher Stelle eine noch größere Palastanlage wieder errichtet.
Aus der älteren Palastzeit, etwa 500 m nördlich zur Küste hin, befindet sich ein Bauwerk mit einer Ausdehnung von 30 x 38 m, der minoischen Nekropole. U. a. für die alten Griechen waren diese Totenstädte außerhalb der eigentlichen Siedlungen als religiösen Gründen vorgeschrieben. In der Nekropole von Mália befinden sich Königsgräber aus dem 19. Bzw. 18. Jahrhundert v. Chr., die von oben mit einer Steinplatte abgedeckt wurden. Trotz der Gräberplünderung, die vor der Freilegung geschah, gab es noch Funde in den Grabkammern. Dazu gehören auch die „Bienen von Mália“, aus der Zeit stammende Schmuckstücke, die im archäologischen Museum in Iráklion zu sehen sind.
nach obenPsichró
Am Südrand der Lasithi-Hochebene, 48 km östlich von Iráklion und 52 km westlich von Agios Nikolaos befindet sich das kleine, sehr ruhige Städtchen Psichró. Der Ort lebt von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie Gemüse und Obst. Doch hat im Laufe der Zeit, als Psichró immer bekannter wurde, hielt ebenso der Tourismus Einzug. Denn viele der Touristen kommen hierher, um die Höhle „Diktéon Ándron“, dem angeblichen Kindheitsort von Zeus zu besuchen. Die Kreter sind sich bis heute noch immer nicht einig darüber, ob die Höhle auch der Geburtsort des griechischen Gottes ist.
Tatsächlich wurde durch etliche historische Funde bewiesen, die aus der frühminoischen Zeit um 2800 v. Chr. stammen, dass die Höhle eine bedeutende Kultstätte der Minoer darstellte. Die Verbindung, dass Zeus in dieser Höhle geboren war und von Amaltheia sowie den Kureten aufgezogen wurde, hängt wahrscheinlich mit diesem Kult und dem griechischen Mythos zusammen. Neben einer weiteren Geburtshöhle, die „idäische Grotte“ im Ida-Gebirge, wurde die Höhle von Psichró, genannt „Diktätische Höhle“, als eine mythische Kultstätte erkannt. Durch Zufall fand 1880 ein Jäger in der Höhle die Bronzestatue eines Stiers und sogleich begann eine regelrechte Schatzsuche durch die Menschen, die in der Umgebung lebten. Dabei fanden sich im oberen Teil der Höhle weitere Objekte aus Bronze sowie kleine Statuen aus Ton.
Dies veranlasste Joseph Hatzidakis und den Archäologen Federico Halbherr, 1886 die Höhle zu begutachten und kleine Grabungen vorzunehmen. Erst 1895 begann dann die eigentliche Erforschung der Höhle. So kam auch der britische Archäologe Evens, der auch Knossos ausgrub, hierher, um den Einheimischen Fundstücke abzukaufen. Danach fingen Evans und sein Kollege John Linton Myres an, die Höhle Stück für Stück zu durchkämmen. Während weiterer Grabungen 1896 wurde ein Teil eines Opfertisches aus Speckstein mit drei Aushöhlungen für Trankopfer gefunden. Noch ein zusätzliches Stück des Opfertisches sowie einen weiteren, ebenfalls aus Speckstein, Tongefäße und ein Goldband entdeckte 1897 der französische Archäologe Joseph Demargne.
nach obenRéthimnon
Die 24000 Einwohner zählende Stadt Réthimnon, ist die drittgrößte auf Kreta. Sie befindet sich ca. 80 km westlich von Iráklion an der Nordküste der Insel. Inzwischen wurde die Stadt zu einem der führenden Touristenorte auf Kreta. Der eigenartige Zauber, der über der Altstadt liegt, wird durch venezianisch geprägte, enge Gassen mit ihren alten Wappen und Inschriften in Latein, den osmanischen Vorbauten aus Holz und den Moscheen mit den Minaretten zu einer faszinierenden Attraktion. Denn die Herrschaft der Venezianer und der Türken, welche ihre architektonischen Werke über Jahrhunderte hinweg auf Kreta errichteten, sind in Réthimnon sozusagen in Reih' und Glied zu bewundern.
Eines dieser Wunderwerke ist die „Fortezza“, eine Verteidigungsbastion, die sich innerhalb der bereits befestigten Stadt befindet. Eine Besonderheit gegenüber Iráklion oder Chania, denn wurde die Stadt belagert, konnten sich die Bürger hier verbarrikadieren. Die Fortezza hat einen Umfang von 1300 m und wurde 1573 von den Venezianern als imposante Wehranlage an den felsigen Hügel gebaut und angepasst. Das einzige Monument der ehemaligen Stadtmauer ist die „Porta Guora“ an der Platia Martiron. Sie wurde als Haupttor der Stadt Mitte des 16. Jahrhunderts von Michele Sanmichele, einem berühmten venezianischen Architekten gebaut. Allerdings konnte die Mauer den Einfall der Türken 1571 nicht aufhalten, da die Pläne des Baumeisters nicht korrekt verwendet wurden.
Umso besser steht es um den kleinen venezianischen Hafen, der mit der Vielzahl von Fischerbooten, als einem der hübschesten anzusehen ist. Sämtliche Häuser um den Hafen herum sind denkmalgeschützt, was die meisten Besucher verzückt. Denn so manches aus der Zeit der Venezianer und der Türken, wie auch der kleine Leuchtturm, blieb für die Nachwelt bestehen. Dazu gehört auch der typische Hamam, einem osmanischen bzw. türkischen Bad, das durch eine Kuppel von oben Licht erhält. Dieses türkische Bad wurde bereits im 17. Jahrhundert erschaffen. Allerdings ist das Innere des Bades nicht mehr zugänglich.
nach obenStrände Kretas
Almyros Beach
Etwa 1 km südlich von Agios Nikolaos entfernt liegt die 350 m lange und ca. 20 m breite Badebucht. Der Strand ist mit Kieseln durchsetzt. Von der Stadt aus in 25 Min. zu Fuß zu erreichen.
Balos Beach
Dieser ursprüngliche Naturstrand befindet sich am Zipfel der Gramvousa-Halbinsel im Nordwesten von Kreta. Die Bucht ist ca. 700 m lang und 30 m breit und verfügt über feinen, hellen Sand. Die Lagune ist von schmalen Felsen umgeben, das Wasser ist klar und türkisfarben.
Elounda
Vor der Halbinsel Spinalongo befindet sich die Bucht von Elounda, die ca. 350 m lang und 25 m breit ist. Das Wasser ist relativ flach abfallend, daher ist dieser Strand speziell bei Familien mit Kindern beliebt.
Amnissos Beach
Dieser Strand ist einer von mehreren in Iráklion, der Inselhauptstadt. Dieser feine Sandstrand erstreckt auf eine Länge von 1500 m und ist etwa 35 m breit. Das Wasser ist hier strahlendblau und fällt relativ flach ab und ist somit auch für Kinder geeignet.
Boufos Beach
Etwa 40 km östlich von Iráklion liegt der Küstenort Sissi. Neben einigen anderen idyllischen Stränden ist Boufos Beach mit einer Länge von 50 m und einer Breite von 40 m sehr ruhig. Der Strand verfügt über sehr hellen mit Kiesel durchsetzten Sand.
Chión
Palekastro befindet sich am nordöstlichsten Punkt von Kreta. Der Strand von Chión ist ca. 260 m lang und bis zu 20 m breit. Der Strand ist familienfreundlich, denn das Wasser fällt sehr flach ab. Der Sand ist sehr hell, jedoch mit Kieseln durchsetzt.
Golden Beach
Der Ort Istro befindet sich südlich von Agios Akolaos und verfügt über drei Strände. Golden Beach, der Östlichste, hat eine Länge von 400 m und ist ca. 10 m breit. Der Sand ist hell, aber mit Steinen durchsetzt. Das Wasser ist klar und türkisfarben und fällt in Strandnähe recht flach ab.
Kolimbari Beach
Dieser Strand verfügt über helle Steine und daher sind Schuhe nötig. Dafür ist das Meer in der 2 km langen und ca. 25 m breiten Bucht sehr blau. Kolimbari Beach, wie auch alle anderen Strände in der nordwestlichen Region sind für ihre etwas steinigen Strände bekannt.
Plaka Beach
In der letzten Ecke der nordwestlichen Region, nahe bei Kissamos zieren vereinzelte Pinien den hellen Sand, der mit Kieseln durchsetzt und ca. 2 km lang und 25 m breit ist. Das Wasser ist flach abfallend und somit auch für Kinder nicht gefährlich.
Adelianos Kampos
Liegt im Norden von Kreta und ist einer der Vororte von Rethimnon. Der örtliche Strand, ein mit Steinen durchsetzter Sandstrand zieht sich über eine Länge von 2 km und 40 m Breite. Das Wasser fällt relativ flach ab.
nach obenSehenswürdigkeiten auf Kreta
Knossós
Der minoische Palast von Knossós befindet sich in der Nähe von Iráklion. Er stellte das herrschaftliche, kulturelle Verwaltungszentrum von Kreta in den Jahren 2000 bis 1450 v. Chr. Die Ruinen umfassten zu der Zeit etwa 1400 Räume und eine Vielzahl der Gebäude hatte bis zu 4 Stockwerken. Der über 50 m lange und fast 30 m breite Palasthof war das Zentrum des Palastes und diente als Schauplatz für kultische Spiele oder war das Ziel imposanter Prozessionen. Es wird vermutet, dass vor rund 3500 Jahren bis zu 10.000 Menschen in Knossós lebten. Auch nach dem Niedergang des minoischen Reiches in der Zeit um 1450 v. Chr. blieben die Bewohner noch lange in den Ruinen wohnen.
Festós
Etwa 60 km von Iráklion entfernt befindet sich der minoische Palast Festós, der wohl das Zentrum der fruchtbaren Messará-Ebene war. Die Palastanlage wurde auf einem flachen Hügel terrassenartig angelegt, dessen Mittelpunkt, wie auch in Knossós, ein zentraler Hof war. Die Süd- und Ostflügel des Palastes wurden jedoch bei einem Erdbeben im Jahr 1450 v. Chr. verschüttet. Heute sind nur noch Reste des Nord- und Westflügels vorhanden. Festós wurde nicht rekonstruiert, so wie es in Knossós geschah.
Kloster Arkádi
Dieses Kloster gilt als Nationalheiligtum der Insel Kreta. In unmittelbarer Nähe von Rethimnon auf einem Bergplateau in 500 m Höhe, befindet sich das Gebäude, einem Prachtbau der Renaissance, das einst ein Ort des Grauens und der Einsamkeit darstellte. Die kunstvoll restaurierte und beeindruckende Klosterkirche verfügt über eine schöne Fassade, die sowohl Barock als auch Renaissance in sich vereinigt. Ein Museum, das dem Kloster Arkádi angehört, präsentiert einiges an Erinnerungen, wie u. a. Bilder von den Rebellen.
Archánes
Etwa 15 km im Landesinneren von der Hauptstadt entfernt liegt das 3500 Bewohner zählende Weinbauerndorf Archánes, das schon zu Zeiten der Minoer bewohnt war. Gleich am Ortsanfang auf dem Hügel Fúrni wurde eine minoische Nekropole gefunden. Außerhalb des Ortes, etwa 5 km weiter, wurden Teile eines minoischen Tempels ausgegraben, der wahrscheinlich im 17. Jahrhundert v. Chr. dazu diente Menschopfer darzubieten, um die Gottheiten und die bebende Erde zu beschwichtigen, um die Paläste und Tempel zu schützen.
Samariá-Schlucht
Mit einer Länge von ca. 18 km ist die Samariá-Schlucht in den Weißen Bergen, wahrscheinlich die längste Schlucht des europäischen Kontinents. Ein Paradies für echte Wanderer, die in ca. 4 bis 5 Stunden von der Omalós-Hochebene auf 1200 m Höhe bis hinunter ans Libysche Meer marschieren. Vom Eingang des „White Mountain National Park“ geht es erst einmal, vor dem imponierenden Panorama des 2080 m hohen Gíngilos, runter in die Schlucht mit ihrem tosenden Fluss und passiert das Dorf Samariá, dass durch die Gebietserhebung als Nationalpark von seinen Bewohnern im Jahr 1962 verlassen wurde. Die Schlucht wird zu ihrem Ende hin immer enger und misst an der sogenannten „Eisernen Pforte“ nur noch 3 bis 4 m. Dafür ragen hier Felswände senkrecht 500 m in die Höhe.
Górtis
Rechts und links der Hauptstraße 97, die sich zwischen Iráklion und Festós erstreckt, liegen die Reste der dorischen Stadt Górtis, die zu Zeiten der Römer die Hauptstadt der Insel war und berühmt wurde, weil sie einst Hannibal Asyl bot. Reste der aus dem 6. Jahrhundert stammenden und dem „Heiligen Titus“ geweihten Basilika befinden sich im nördlichen Teil des Gebietes. Titus war der erste Bischof auf Kreta, der hier noch bis 1669 verehrt wurde. Ebenfalls nördlich der Straße gelegen ist das Odéon, einem römischen Theater für Musik und Poesie. Außerdem befinden sich noch 12 von wahrscheinlich 20 aus Stein gehauene Gesetzestafeln, die aus der Zeit von ca. 500 v. Chr. stammen. Das Straf- und Zivilrecht aus dieser Epoche wurde auf 42 antiken Steinblöcken hier verewigt.
Kato Zakros
Dieser kleinste und in der Reihe der Vierte, der minoischen Paläste, wurde in den 60er Jahren von griechischen Archäologen freigelegt. Kato Zakros wurde zwar, wie alle anderen, um 1450 v. Chr. zerstört, aber war nie geplündert worden. Daher wurden zahlreiche Gegenstände, u. a. Tontäfelchen in Linear-A-Schrift, Trinkgefäße aus Stein und ein besonderer Bergkristall in Form eines Stierkopfes aufgespürt, die heute im Archäologischen Museum in Iráklion zu besichtigen sind. Die Bauten von Kato Zakros unterscheiden sich, ähnlich wie Knossós oder Festós, durch mehrere Zeiträume der Errichtung und der Nutzung. Der größte Teil der noch vorhandenen Ruinen wurden in der jüngeren Palastzeit um 1600 v. Chr. gebaut. Die Anlage verfügte über mehr als 250 Räume, u. a. eine Küche, eine Schatzkammer mit Kultgegenständen, einen Raum für das Archiv und eine Anzahl von Gebäuden mit kleinen Werkstätten.
Profitis Ilias
Das Dorf liegt 19 km südlich von Iráklion in einer Region, die schon zu Zeiten der Antike besiedelt war. Es wird sogar vermutet, dass es sich bei Profitis Ilias um Lykastos handelt, welches schon bei Homer erwähnt wurde. Im Jahr 961 veranlasste der byzantinische Kaiser Nikephoros Phokas den Bau eines Kastells, das im 16. Jahrhundert verfiel. Unterhalb des Kastells befand sich der befestigte Ort, der 1897 in die Annalen einging, als sich 300 Bewohner erfolgreich gegen die Übermacht türkischer Soldaten wehrten.
Gournia
In der Nähe des Meeres zu Füßen eines Hügels befindet sich die, bisher einzige minoische Stadt, die fast vollständig freigelegt wurde. Es ist nachgewiesen, dass die Stadt zwar schon früher besiedelt war, dennoch entstammt der Hauptanteil der Stadt der Zeit der jüngeren Paläste zwischen dem 17. Bis 15. Jahrhundert v. Chr. Wie alle anderen Paläste um 1450 v. Chr. wurde die Anlage, die eine Fläche von ca. 25000 m² aufweist, zerstört. Vermutlich waren es kriegerische Auseinandersetzungen.
Moni Toplou
Dieses Kloster zählt heute noch zu den reichsten der Insel Kreta. 19 km südlich von Sitía erhebt sich „Moni Toplou“ auf einem hochgelegenen Plateau. Das genaue Gründungsjahr ist nicht bekannt. Doch es wird angenommen, dass es spätestens im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Forscher vermuten sogar, es sei auf einem vorchristlichen Tempel errichtet worden. Ein übliches Vorgehen als Triumpf über heidnische Kulte. Aus den geschichtlichen Aufzeichnungen geht hervor, dass das Kloster immer wieder von Piraten, Malteserrittern oder osmanischen Eroberern überfallen und geplündert wurde. Doch die Mönche wiedersetzten sich immer wieder und ließen dafür auch ihr Leben, z. B. auch im 2. Weltkrieg als Unterstützung im Widerstand gegen die Faschisten.
nach obenAktivitäten, Tipps usw.
Die Insel Kreta ist nicht nur die größte griechische Insel, sondern auch der südlichste Teil von Europa. Schon lange zieht es Touristen nach Kreta, sowohl um die Jahrtausende alten historischen Stätten selbst zu erleben, aber auch an den schönen Stränden oder den lauschigen Buchten Sonne zu tanken und zu baden. Überall wo Wasser und Land aufeinandertreffen, bietet sich ein breites Freizeit- und Sportangebot. In erster Linie natürlich Wassersport, der durch die milden klimatischen Bedingungen auch im Winter ausgeübt werden kann. Dazu zählt Surfen, Tauchen oder Wasser- bzw. Jet-Ski. Die Gebirgsketten mit ihren Gipfeln, Hochebenen und Schluchten ziehen Bergsteiger, Wanderer sowie Mountainbiker magisch an. Das besondere Abenteuer findet sich in noch nicht erschlossenen Höhlen oder Grotten.
Natürlich dürfen die Ausflüge in die Vergangenheit nicht fehlen, die in einer Vielfältigkeit, um nicht zu sagen alle paar Meter, direkt ins Auge springt. Ob nun die alten ausgegrabenen Paläste oder die Vielzahl der archäologischen Funde in den Museen z. B. in der Hauptstadt Iráklion. Auf jeden Fall ein Muss für jeden Besucher der Insel Kreta. Doch wird selbstverständlich auch für die Unterkunft gesorgt, die in zahlreichen Hotels, Pensionen, Appartements, Häusern oder auch in Privatzimmern in allen Kategorien zur Verfügung stehen. Die meisten Gäste buchen ihren Urlaub auf Kreta als Pauschalreise, um auch gleich verpflegt zu sein. Die kulinarischen Genüsse bestehen aus traditioneller griechischer Hausmannskost mit Gyros, Suvláki oder Fisch, aber auch italienisch mediterrane Küche.
Ein Besuch der Insel Kreta in ihrer Vielfalt, ob die Steilküste, Küstenstreifen oder die langen Sand- bzw. Kiesstrände, die Gebirgswelt und die Hochebenen oder die kleinen vorgelagerten Inseln, von denen Gávdos als Einzige noch ständig bewohnt wird. Es spielt keine Rolle, ein attraktives Ziel ist diese griechische Insel auf jeden Fall, wo die „Wiege der europäischen Geschichte“ steht und damit auch die verschiedenen Mythen, wie u. a. „Ikarus und Dädalus“, für die Nachwelt noch weiterleben.
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