Schweizer Panoramabahnen


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Panoramabahnen in der Schweiz

Einfach spektakulär: die Schweizer Panoramabahnen

Ein besonderes Erlebnis verspricht die Fahrt mit einer der Schweizer Panoramabahnen, dem Bernina Express, dem Glacier Express und der Jungfraubahn. Die Fahrgäste entdecken atemberaubende Landschaften, passieren geschichtsträchtige Orte und können an einigen Stationen ganz besondere kulinarische Spezialitäten entdecken.

Über die Alpen mit dem Bernina Express

Dem Bernina Express eilt der Ruf voraus, die schönste Bahnstrecke über die Alpen. Der Bernina Express verkehrt zwischen Chur in Graubünden und dem norditalienischen Tirano. Auf dieser Strecke überquert er 196 Brücken und fährt durch 55 Tunnel.

Das können die Gäste mit dem Bernina Express entdecken

Vor dem Beginn oder nach dem Ende der Fahrt lohnt sich für die Fahrgäste ein ausgiebiger Bummel durch Chur. Die älteste Stadt der Schweiz bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Alte Gebäu mit dem Fontanapark oder das Bischöfliche Schloss über der Altstadt.

Das Rätische Museum, das Kunstmuseum Bünden und das Bündner Naturmuseum sind die größten Museen der Schweiz und fußläufig vom Churer Postplatz zu erreichen. Ebenso die fünf Galerien der Stadt, die vor allem zeitgenössische Künstler präsentieren. Auch ein Besuch im Theater Chur oder beim Gartenfestival Haldenstein lohnt sich.

Spektakuläre Landschaften mit der Bernina Bahn entdecken

Landschaftliche Höhepunkte am Streckenverlauf der Bernina Bahn sind die enge Via Mala Schlucht bei Thusis und der Mortscheratsch-Gletscher. Dieser gilt mit einem Volumen von 1,2 Millionen Kubikkilometern als der größte Gletscher in den östlichen Alpen.

Kultur und Genuss

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Tirano ist die Wallfahrtskirche Madonna di Tirano, die nach einer Marienerscheinung errichtet wurde. Bekannt ist der Ort für die regionalen Spezialitäten Veltiner, Pizzoccheri und dem Bresaola-Schinken.

Der langsamste Schnellzug: der Glacier Express

Siebeneinhalb Stunden sind die Fahrgäste mit dem Glacier Express zwischen Zermatt und dem mondänen Kurort St. Moritz unterwegs. Deshalb gilt der Glacier Express als weltweit langsamster Schnellzug. Die Fahrgäste passieren auf der relativ kurzen Fahrstrecke 291 Brücken und 91 Tunnels.

Kirchen und Luxus entdecken mit dem Glacier Express

Sehenswert sind in Zermatt die fast 20 Kirchen und Kapellen der Umgebung sowie das Matterhorn Museum. Das Zermatt Festival präsentiert Kunst aus verschiedenen Sparten, während bei Zermatt Unplugged auch internationale Weltstars zu Gast sind.

Der Glacier Express passiert das Matterhorn, das mit 4.478 Metern einer der höchsten Alpengipfel ist und erreicht de n traditionellen Kurort Davos. Im 19. Jahrhundert kurierten hier Kurgäste Lungenleiden aus, seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts ist Davos ein Mekka für den Wintersport.

Die Endstation liegt in St. Moritz, das vor allem Kunstkennern ein Begriff ist. Herausragend sind The St. Moritz Design Gallery und das Segantini Museum.

Eine Reise auf das Dach der Alpen mit dem Jungfrau Express

Die spektakulärsten Natureindrücke bekommen die Fahrgäste der Jungfrauenbahn, einer elektrisch betriebenen Zahnradbahn. Sie startet an der Kleinen Scheidegg, einem beliebten Revier für Wanderer und Wintersportler. Während der Fahrt haben sie einen perfekten Ausblick auf den Eigergletscher und die Eigerwand. Den Höhepunkt der Reise erleben sie an der Endstation am Jungfraujoch. Die Gäste haben beim Sphinx-Observatorium einen weiten Ausblick bis nach Deutschland, Frankreich und Italien. Ein Besuch im Eispalast rundet die Erlebniswelt der Alpen perfekt ab.

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Glacier Express: ein langsamer Schnellzug

Siebeneinhalb Stunden dauert die Fahr mit dem Glacier Express von Zermatt, vorbei am Matterhorn, über Davos nach St. Moritz. Deshalb wird diese Panoramabahn oft als "langsamster Schnellzug der Welt" bezeichnet. Auf seiner Strecke überquert der Glacier Express 291 Brücken und durchquert 91 Tunnels. Die Fahrgäste haben in der Panoramabahn eine uneingeschränkte Sicht auf die schroffe Welt der Alpen mit ihren Bergseen und unberührten Wäldern.

Glacier-Express: ein Luxuszug als Vorbild

Bevor der erste Glacier Express mit 70 Geladenen Gästen von Zermatt nach St. Moritz fuhr, musste erst die Gleisverbindung zwischen Visp und Brig vollendet werden. Vorbild für den Glacier Express waren die Luxuszüge, die bis zum Ersten Weltkrieg verkehrten. Auch heute noch können sich die Gäste an Bord kulinarisch verwöhnen lassen.

Der Start des Glacier Express: Zermatt

Bevor die Gäste in den Glacier Express steigen, können sie das Matterhorn Museum in Zermatt besuchen. Hier wird die Entwicklung der Region von einer landwirtschaftlich geprägten Region zur Tourismus-Hochburg dargestellt. Auch ein Besuch auf den Festivals von Zermatt lohnt sich. Dazu gehören das Zermatt Festival, Zermatt Unplugged und das Folklore Festival.

Das Matterhorn

Unterwegs passieren die Fahrgäste im Glacier Express das Matterhorn, eines der Wahrzeichen der Schweiz. Das Matterhorn ist einer der bekanntesten Berge weltweit.

Der Kurort Davos

Eine Station des Glacier Express ist der traditionsreiche Kurort Davos. Lohnend für kulturell interessierte Gäste ist ein Besuch im Kirchner Museum Davos. Das Haus widmet sich voll und ganz dem Schaffen des expressionistischen Künstlers Ernst Ludwig Kirchner.

Die Endstation: St. Moritz

Der mondäne Kur- und Wintersportort St. Moritz ist die Endstation des Glacier Express. Architektonisch bildet St. Moritz mit seinen oft futuristischen Gebäuden einen faszinierenden Gegensatz zur Umgebung, die von Engadinerhäusern geprägt ist. Kunstfreunde dürften vor allem The St. Moritz Design Gallery, das Segantini-Museum und das Engadiner Museum interessieren.

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Zermatt: ein sehenswertes Mekka für Aktivurlauber

Dank seiner Lage am Matterhorn ist Zermatt ein wahres Paradies für Skifahrer und Wanderer, aber auch Kultururlauber kommen auf ihre Kosten. Die Gäste können vor ihrer Fahrt mit dem Glacier Express jede Menge entdecken.

Das Matterhorn Museum in Zermatt

Direkt neben der Dorfkirche unternehmen die Besucher im ehemaligen Casino eine Zeitreise in die Vergangenheit. Das Matterhorn Museum zeigt anschaulich die Entwicklung vom armen Bauerndorf zum Touristenzentrum.

Der Bergsteigerfriedhof in Zermatt

Zahlreiche Bergsteiger scheiterten in der Vergangenheit dabei, das Matterhorn zu erobern. Zahlreiche verunglückte Bergsteiger sind auf dem katholischen und dem anglikanischen Friedhof in Zermatt begraben. Auf dem katholischen Friedhof wurde ein Denkmal zum Andenken an die Zermatter Bergführer errichtet.

Die Kirchen von Zermatt

Fast 20 Kirchen und Kapellen gibt es in Zermatt und Umgebung. Der Grund: Bis ins 20. Jahrhundert hinein führten zahlreiche Familien ein Nomadendasein. Sie überwinterten in Zermatt und lebten in den Sommermonaten auf höher gelegenen Weilern. Auch dort wollten sie natürlich ihren Glauben pflegen.

Das Zermatt Festival

Ein Highlight im Zermatter Veranstaltungskalender ist das Zermatt Festival. Die Berliner Philharmoniker bieten klassische Musik auf höchstem Niveau, während sich Künstler aus verschiedenen Sparten präsentieren. Beispielsweise ist für die Besucher ein Film-Festival geboten, außerdem gibt es zeitgenössische Kunst zu bestaunen und zahlreiche Angebote laden zum Mitmachen ein.

Zermatt Unplugged

Eigentlich wollten die Verantwortlichen 2007 nur ein Festival für Singer und Songwriter veranstalten. Zermatt Unplugged hat sich in nur wenigen Jahren zu einem europaweit einzigartigen Festival für die Freunde unverfälschter Musik entwickelt. Auf der Bühne standen hier schon internationale Stars wie Alanis Morissette, Suzanne Vega oder Chris de Burgh.

Tradition beim Folklore Festival

Das zweite Augustwochenende steht in Zermatt ganz im Zeichen der Tradition. Der Höhepunkt des Folklore Festivals ist ein Umzug durch Zermatt, für den etwa 1.200 Teilnehmer aus der gesamten Schweiz anreisen.

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Matterhorn: die Königin der Alpen

Die Höhe von 4.478 Metern macht das Matterhorn zu einem der höchsten Alpengipfel, der das wohl bekannteste Wahrzeichen der Schweiz ist. Unter Bergsteigern gilt das Matterhorn, zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia gelegen, als gefährlichster Berg der Welt. Denn nirgendwo sonst haben so viele Bergsteiger ihr Leben gelassen.

Daher kommt der Name Matterhorn

Im Mittelalter nannte man das Matterhorn Mons Silvus. Im Laufe der Jahrhunderte wurden daraus das französische "Cervin" und das italienische "Cervino". Die deutsche Bezeichnung stammt wohl von der "Matte", einer Talweitung, die von Gras bewachsen ist und unter der Gronerschlucht liegt.

Die Erstbesteigung des Matterhorn

Ab 1857 versuchten mehrere Expeditionen, das Matterhorn zu besteigen. Die ersten Versuche scheiterten. Erst am 14. Juli 1865 gelang es einer siebenköpfigen Seilschaft unter der Führung von Edward Whymper, den Gipfel zu erklimmen. Vier Beteiligte bezahlten diesen Erfolg jedoch mit ihrem Leben.

Die Routen auf das Matterhorn

Am häufigsten wird das Matterhorn von Zermatt aus über den Hörnligrad bestiegen. Diese Route gilt als die leichteste, also als Normalweg. Die Bergsteiger folgen damit den Spuren des Erstbesteigers Edward Whymper. Im Nordosten gibt es auf einer Höhe von 4.003 Metern die Solvayhütte als Biwak für Notfälle. Hier stehen den Bergsteigern zehn Notlager zur Verfügung. Der Aufstieg dauert etwa sechs Stunden.

Von Zermatt aus führt außerdem der Nordwestgrat auf das Matterhorn. Der Ausgangspunkt für den etwa siebenstündigen Aufstieg ist die Hörnlihütte auf einer Höhe von 3260 Metern.

Der Furggengrat führt die Bergsteiger von Bivacco Bossi auf einer Höhe von 3345 Metern von Südosten her auf den Gipfel. Sie benötigen etwa sieben Stunden.

Nur rund fünf Stunden brauchen die Bergsteiger auf dem Liongrat. Sie starten auf einer Höhe von 3.829 Metern bei Rifugio Jan-Antoine Carrel.

Das Matterhorn kann auch über die Wände von allen vier Himmelsrichtungen her bestiegen werden. Allerdings liegt hier der Zeitaufwand wesentlich höher, nämlich zwischen 12 und 15 Stunden.

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Davos: ein Kurort mit Tradition

Davos im Kanton Graubünden ist heute vor allem als Wintersportort bekannt, doch der traditionsreiche Kurort hat seinen Gästen sehr viel mehr zu bieten. Als wahrer Gesundbrunnen für Patienten mit Lungenleiden wurde Davos 1853 entdeckt. Der prominenteste Kurgast der ersten Jahre war der Schriftsteller Hugo Richter. Es gelang ihm, in Davos seine Tuberkulose auszukurieren. International in die Schlagzeilen gerät Davos regelmäßig durch die Tagungen des Weltwirtschaftsforums.

Sehenswürdigkeiten in Davos

Eissport in Davos

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Davos die erste Eislauf-Weltmeisterschaft für Frauen in Davos ausgetragen. Eine erste Eisbahn wurde 1870 eingerichtet. Auf dem Gelände der Eisbahn gibt es seit 1996 ein Sportzentrum. Ab 1960 gab es außerdem ein überdachtes Eisstadion. Der heutige Bau wurde 1979 eröffnet.

Museen in Davos

Das Heimatmuseum in Davos ist in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert untergebracht. Das Haus wurde im Stil der Engadinerhäuser errichtet. 1992 wurde das Kirchner Museum Davos errichtet. Im Fokus der Sammlung stehen die Werke des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner, ein Großteil dieser Arbeiten ist in Davos entstanden.

Der Waldfriedhof Davos

Der Waldfriedhof gilt als Kulturgut von nationaler Bedeutung. Angelegt wurde er 1920 in Ellipsenform. Hier fanden Persönlichkeiten wie der Künstler Ernst Ludwig Kirchner ihre letzte Ruhestätte.

Die Kirche St. Theodul

Die Geschichte der Kirche St. Theodul im Ortsteil Davos Dorf reicht bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts zurück, als der Freskenraum und der Chorraum errichtet wurden. Das Kirchenschiff wurde 1514 erbaut und 1913 erweitert. Die Kirche St. Theodul steht unter Denkmalschutz und wurde zuletzt in den Jahren 1986 und 1987 saniert.

Alte Kirche Mondstein

Die Alte Kirche Mondstein wurde Ende der 1660er Jahre erbaut. Weil die 1670 eingebaute Glocke Risse in den Seitenwänden verursachte, musste die Kirche aufgegeben werden und stattdessen die neue reformierte Dorfkirche gebaut. Eine neue Glocke wurde 1885 eingebaut.

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St. Moritz: Treffpunkt der Reichen und Schönen

St. Moritz gilt als einer der bekanntesten Kur- und Wintersportorte im gesamten Alpenraum, auch Gäste, die mit dem Glacier Express anreisen, können jede Menge entdecken.

Einige Gebäude in St. Moritz sind nach dem charakteristischen Stil der Engadinerhäuser erbaut worden, der rund um St. Moritz typisch ist. Diese zeichnen sich aus durch dicke Mauern aus Stein, kleine Fenster und die typischen Graffiti an den Wänden. Dabei handelt es sich um fantasiereiche Dekorationen. Mit futuristischen Gebäuden wie der Chesa Futura oder dem The-Murrezan-Komplex präsentiert sich St. Moritz als urbaner Gegenpol.

The St. Moritz Design Gallery

Ein besonderes Highlight bietet das Parkhaus Serletta, das zwischen Palace Hotel, Bahnhof und See liegt: 31 Vitrinen säumen die Fußgängerpassage zwischen Hotel und See. Dort werden wertvolle Plakate gezeigt. Das gesamte Ensemble ist als "The St. Moritz Design Gallery" bekannt.

Der Schiefe Turm: das Wahrzeichen von St. Moritz

Als Wahrzeichen von St. Moritz-Dorf gilt der Schiefe Turm. Dabei handelt es sich um den Überrest der Mauritiuskirche. Diese wurde um 1500 errichtet und im 19. Jahrhundert abgebrochen.

Das Segantini Museum

Seit 1908 beherbergt St. Moritz das Segantini Museum. Architekt Nicolaus Hartmann hatte es in Form eines begehbaren Denkmals geplant. Das prägnanteste Bauelement ist die mächtige Kuppel, die sich am Vorbild des von Segantini geplanten Engadinerpanoramas für die Pariser Weltausstellung orientiert. Das Museum zeigt neben Fotos von Segantini und seiner Familien rund 50 Werke. Im Kuppelbau wird das Alpentriptychon präsentiert, das als sein bekanntestes Werk gilt.

Das Engadiner Museum

Als volkskundliches Heimatmuseum versteht sich das Engadiner Museum. Die Ausstellungen zeigen die Einrichtung eines typischen Engadinerhauses, aber auch die jüngere Geschichte von Graubünden. Dargestellt wird die Entwicklung von einer landwirtschaftlich geprägten Region zum Reiseziel für Touristen aus aller Welt.

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Glacier Express: seine Tunnel und Viadukte

Weltweit gibt es wohl kaum Bahnstrecken, auf welchen die Passagiere so zahlreiche Tunnel und Viadukte passieren wie auf dem Streckennetz der Schweizer Panoramabahnen. Sagenhafte 291 Brücken und 91 Tunnel passiert der Glacier Express auf der Strecke zwischen Zermatt und St. Moritz. In den Tunneln tauchen die Fahrgäste ins Herz der Alpenmassive ein, während sie auf den Viadukten teilweise spektakuläre Schluchten überwinden.

Der Wiesner Viadukt

Auf der Strecke zwischen Filisur und Davos überqueren die Fahrgäste den Fluss Langwasser. Der 210 Meter lange Viadukt erreicht eine Höhe von 88 Meter und kann über einen gesicherten Fußweg auch von Fußgängern überwunden werden. Der Wiesner Viadukt ist außerdem der Ausgangspunkt für die Wanderung auf dem Naturlehrpfad nach Filisur.

Bis heute ist der Wiesner Viadukt die höchste gemauerte Brücke der Rätischen Bahn. Errichtet wurde der Wiesner Viadukt von 1906 bis 1909.

Der Landwasserviadukt

Als Wahrzeichen der Rätischen Bahn und architektonisches Meisterwerk gilt der Landwasserviadukt zwischen St. Moritz und Thusis. Sechs Gewölbe überbrücken die Landwasser. Auf einer Strecke von 142 Metern weist der Landwasserviadukt eine Steigung von 20 Promille auf. Errichtet wurde die Bahntrasse aus dunklem Kalkstein ab 1901 in nur einem Jahr. 2009 wurde das Bauwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, saniert.

Der Furka-Basistunnel

Erst seit 1981 kann der Glacier Express ganzjährig verkehren. Denn bis der Furka-Basistunnel fertiggestellt war, verlief die Strecke über den Furka-Pass durch einen Scheiteltunnel, der nur während der Sommermonate genutzt werden kann - der höchste Punkt auf dieser Strecke lag bei einer Höhe von 2.160 Metern. Auf der Bergstrecke verkehrt heute eine Dampf-Museumsbahn.

Der Furka-Basistunnel wird übrigens auch geothermisch genutzt: Bei Oberwald strömen etwa 5.400 Liter Wasser pro Minute aus dem Tunnel. In Oberwald werden mit dem 16 Grad warmen Wasser durch Wärmepumpen mehr als 170 Wohnungen und eine Sporthalle beheizt.

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Die Schweiz entdecken mit dem Bernina Express

Bernina-Express
Bernina-Express     Quelle: Schwizer / pixelio.de

Der Bernina Express ist die wohl schönste Bahnstrecke quer durch die Alpen und steht teilweise im Status eines UNESCO-Weltkulturerbes. Seit 1973 führt die Linie von Graubündens Kantonshauptstadt Chur ins italienische Tirano. Der kleine, rote Expresszug der Rätischen Bahn passiert auf dem Weg in den sonnigen Süden 55 Tunnels, fährt über 196 Brücken und überwindet Steigungen von bis zu 70 Prozent. Eine vorherige Reservierung ist Pflicht.

Chur: Start des Bernina Express

Der Bernina Express startet in Chur, der geschichtsträchtigen Hauptstadt des Kantons Graubünden. Neben Zeugen der Vergangenheit wie dem historischen Rathaus oder dem Stadtpalast Altes Gebäu, bei dem sich der Fontanapark befindet, bietet die Stadt ihren Besuchern ein reiches kulturelles Leben. Die größten Museen des Kantons wie das Rätische Museum, das Kunstmuseum Bünden und das Bündner Naturmuseum befinden stehen hier.

Der Verlauf des Bernina Express

In Thusis tauchen die Fahrgäste in die faszinierende Landschaft der Schweizer Alpen ein. Faszinierend präsentiert sich die nur wenige Meter breite Via Mala Schlucht. Die Wände der Schlucht ragen bis zu 300 Meter auf. Wer auf Schusters Rappen nach Italien wandern möchte, kann auf der Via Spluga auf historischen Pfaden wandern. Dieser Weg war schon in der Bronzezeit ein wichtiger Weg über die Alpen.

Vom Volumen her ist der Morteratsch-Gletscher der größte Gletscher der Ostalpen, von der Ausdehnung her steht er lediglich an dritter Stelle. Der Morteratsch-Gletscher ist ein gern besuchtes Ziel für Kletterer, Bergsteiger und Alpinisten

Tirano: die Endstation des Bernina Express

Sehenswert ist in Tirano vor allem die imposante Wallfahrtskirche Madonna di Tirano. Sie wurde nach einer Marienerscheinung errichtet. Sehr viel bekannter ist Tirano unter Genießern aber für seine kulinarischen Spezialitäten. Dazu gehören neben dem Veltiner die Nudelsorte Pizzoccheri und den luftgetrockneten Bresaola-Schinken. Dieser ist vergleichbar mit dem Bündnerfleisch, gilt jedoch vom Geschmack her als milder und zarter.

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Chur - die älteste Stadt der Schweiz

Chur, die Hauptstadt des Schweizer Kantons Graubünden, bietet seinen Besuchern zahlreiche Sehenswürdigkeiten, eine reiche Landschaft an Museen und Theatern sowie zahlreiche Veranstaltungen. Die Wurzeln der 34.000-Einwohnerstadt reichen bis in die Zeit der Römer zurück. Die Besucher stoßen also auch auf zahlreiche Zeugen der Vergangenheit.

Chur: die Sehenswürdigkeiten

Rund um den Postplatz in Chur gruppieren sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Dazu gehören das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert sowie der Fontanapark. Dieser gehört zum Stadtpalast Altes Gebäu und ist nach dem Freiheitshelden Benedikt Fontana benannt, der 1499 im Schwabenkrieg fiel. Zum Gedenken an ihn wurde im Park eine Statue aufgestellt. Auf einem Hügel thront das Bischöfliche Schloss über der Altstadt. Der barocke Bau wurde in den 1730er Jahren errichtet. 1752 wurde das Graue Haus am Regierungsplatz am östlichen Rand der Altstadt errichtet. Hier sitzt bis heute die Regierung des Kantons.

Museen in Chur

Die drei größten Museen Graubündens liegen rund um den Churer Postplatz: Das Rätische Museum zeigt archäologische Funde sowie Objekte der Kulturgeschichte und Volkskunde von der Urgeschichte bis zum 20. Jahrhundert. Vom 18. bis zum 20. Jahrhundert reicht die Sammlung an Werken von Schweizer Künstlern des Kunstmuseums Bünden. Die Erdgeschichte sowie die Welt der Pflanzen und Tiere in Graubünden präsentiert das Bündner Naturmuseum. Weitere Häuser widmen sich der Römerzeit, Nähmaschinen und dem Weinbau.

Kultur in Chur

Fünf Galerien widmen sich in Chur der Kunst. Das sind neben der Stadtgalerie, deren Ausstellungen einen Bezug zur Stadt haben, die Galerie Maurus Cathomas, die Galleria Arrivada, die Galerie Luciano Fasciati und die Galleria Arrivada. Werke zeitgenössischer Künstler werden im Skulpturenpark Würth präsentiert.

Bühnen und Festivals in Chur

Das Theater Chur wagt mit seinen Aufführungen einen gelungenen Spagat zwischen internationalen Stars und regionalen Schauspielern. Eigenproduktionen, Gastspiele und besondere Veranstaltungen stehen im Klibühni auf dem Spielplan. Seit mehr als zehn Jahren existiert im "Bener Haus" ein Figurentheater. Seit 2009 hat ich das Gartenfestival Haldenstein am ersten Wochenende im Juni etabliert. Neues, aber professionelles Musiktheater will das Origen Festival Cultural fördern. Mitte August lockt das Churer Stadtfest alljährlich 80.000 Besucher in die Altstadt mit ihren 25 Festplätzen. Ein Highlight ist dabei seit einem Vierteljahrhundert das Alpenbarttreffen.

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Thusis: eine Perle der Natur

Spektakuläre Naturschönheiten wie die Via-Mala-Schlucht sind der größte Schatz von Thusis, dem Kernort der Viamala-Region. Doch auch der Ort mit knapp 2.900 Einwohnern bietet viel Sehenswertes.

Sehenswürdigkeiten in Thusis

Für die Besucher lohnt sich ein Bummel durch das Neudorf. Nach einem vernichtenden Brand wurde das Dorf 1845 entlang der Hauptstraße wiederaufgebaut. Die Häuser wurden in italienischem Stil errichtet.

Die evangelische Kirche in Neudorf wurde an der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert in neugotischem Stil errichtet. Der Turm wurde erst 1727 angebaut.

Den verheerenden Brand haben das Haus Rosenroll und das Schlössli überstanden. Am Anhang des Piz Beverin liegt die Ruine der Burg Obertagstein im Südwesten von Thusis.

Die Albulabahn: ein Weltkulturerbe

Auf einer Länge von 63 Kilometern verbindet die Albulabahn Thusis mit St. Moritz. 39 Tunnel und 55 Brücken machen eine Fahrt mit dieser Bahn zu einem spektakulären Ereignis. Seit Juli 2008 ist die Alubabahn ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die Via Mala Schlucht

Berüchtigt war einst der Streckenabschnitt durch die Via Mala Schlucht zwischen Thusis und Zillis-Reischen. Denn die Schlucht selbst ist nur wenige Meter breit, beidseitig ragen die mächtigen Felswände bis zu 300 Meter hoch auf. Wanderer können auf 321 steinernen Stufen in die Schlucht hinabsteigen und erleben ein besonderes Naturschauspiel. Entlang des Weges stoßen sie auf die berühmte Wildner Brücke, die 1739 erbaut wurde. Die Schweizer Armee hat direkt daneben zwei Kavernen in den Fels geschlagen, die heute als Inforama genutzt werden. Kids von sieben bis 12 Jahren dürfen die Schlucht im Rahmen einer Schatzsuche erkunden.

Der historische Wanderweg Via Spluga

Fernwanderer können über die Via Spluga, die schon während der Bronzezeit für den Alpentransit genutzt wurde, von Thusis aus nach Chiavenna wandern. Die Route wird üblicherweise in vier Tagesetappen aufgeteilt und führt über den Splügenpass.

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Morteratsch-Gletscher: der größte Gletscher in den Ostalpen

Eine Herausforderung für Aktivurlauber ist der Morteratsch-Gletscher, sie können Skifahren, Gletscherwandern und Klettern. Ein Volumen von imposanten 1,2 Millionen Kubikkilometern macht ihn zum Gletscher mit dem größten Volumen der Ostalpen. Mit einer Länge von etwa 6,4 Kilometern liegt er von der Ausdehnung her allerdings nur auf Platz drei.

Die Lage des Morteratsch-Gletschers

Der Morteratsch-Gletscher liegt im nördlichen Teil des Morteratschtals, eingebettet in die Berninagruppe. Der dominanteste Berg in dieser Gebirgsgruppe ist der Pitz Bernina, der eine Höhe von über 4.000 Metern erreicht. Der südliche Rand des Morteratsch-Gletschers liegt an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien.

Den Morteratsch-Gletscher erleben

Am einfachsten erreichen die Besucher den Morteratsch-Gletscher von Pontresia aus mit der Rätischen Bahn, wo sie an der Haltestelle Morteratsch aussteigen. Hier können sie sich auf dem Gletscherlehrpfad einen Eindruck vom Gletscher verschaffen. Sie starten beim Hotel Morteratsch und erfahren an 20 Haltepunkten Wissenswertes über die Geologie, Botanik und das Klima am Gletscher. Die reine Marschzeit beträgt etwa eineinhalb Stunden.

Im Frühling ist der Morteratsch-Gletscher ein beliebtes Ziel für Skifahrer. Eine präparierte Route führt von der Bergstation der Diavolezza-Bergbahn aus zunächst zum Persgletscher und dann weiter zum Gasthof Morteratsch. Die zehn Kilometer lange Abfahrt gilt als anspruchsvoll, die Skifahrer überwinden einen Höhenunterschied von 1.100 Metern. Eine weitere Möglichkeit stellen Skitouren auf dem Gletscher dar.

Verschiedene Touren stehen auf dem Morteratsch-Gletscher im Sommer Bergsteigern offen. Eine beliebte Route führt von Diavolezza aus über den Persergletscher. Direkt über den Morteratsch-Gletscher führt die Route auf den Piz Zupò.

Im Gebiet des Mortscheratsch-Gletschers gibt es außerdem zwei Klettergärten. Einer davon liegt bei der Bovalhütte. Der Zweite befindet sich am Eingang des Motscheratschtals und kann auch von Kindern erkundet werden. Die Schwierigkeitsgrade der Routen reichen von einfach bis zur Stufe VII.

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Tirano bietet Kultur und Genuss

Die Lombardische Stadt Tirano ist vor allem für die Wallfahrtskirche Madonna di Tirano, darüber hinaus bietet er zahlreiche Sehenswürdigkeiten und regionale Spezialitäten. Die Endstation des Bernina Express bietet sich als Aufenthaltsort für Kultur- und Genussurlauber förmlich an.

Die Sehenswürdigkeiten in Tirano

Tirano stieg nach seiner Gründung rasch zum Hauptort des oberen Veltins auf und galt als wichtiger Handelsplatz. Nachdem die Bündner die Stadt 1487 erobert und teilweise zerstört hatten, ließ Ludovico il Moro massive Befestigungsanlagen errichten. Reste davon sind ebenso wie Teile der Burg Sta. Maria und drei Stadttore bis heute erhalten.

Zwischen 1512 und 1620 stand Tirano komplett unter der Herrschaft der Bündner. Die mächtigen Familien demonstrierten ihren Reichtum mit dem Bau mehrerer Palazzi. Wer den Palazzo Salis besichtigen möchte, muss sich zuvor anmelden. Der Palazzo Pretorio ist der einstige Sitz des Podestà, also des Verwalters. Im Palazzo Marinoni ist heute das Rathaus untergebracht.

Die Madonna di Tirano

Nach einer Marienerscheinung wurde 1505 etwa einen Kilometer vor den Toren von Tirano zu Beginn des 16. Jahrhunderts die imposante Wallfahrtskirche errichtet. Vollendet war die Kirche mit dem Turm, der 1578 fertiggestellt wurde. Sehenswert sind vor allem die Ausstattung und die Malereien aus dem frühen Barock.

Tirano: bekannt für seine Spezialitäten

Unter Genießern ist Tirano für seine regionalen Spezialitäten bekannt. Dazu gehören neben dem Veltliner auch diverse Teigwaren wie Pizzoccheri, Käse und Trockenfleisch.

Bei Pizzoccheri handelt es sich um Nudeln, die aus Weizen- und Buchweizenmehl zubereitet werden. Serviert werden sie üblicherweise mit Kartoffeln, Wirsing und Käse.

Für den typischen, luftgetrockneten Rinderschinken aus Tirano, den Bresaola werden Fleischstücke aus der Keule genommen. Dieser italienische Schinken gilt geschmacklich als milder und zarter als das vergleichbare Bündnerfleisch aus der Schweiz. Üblicherweise wird der Schinken in hauchdünne Scheiben geschnitten, mit Zitronensaft, Olivenöl und Pfeffer beträufelt und garniert mit Hartkäse und Rucola garniert.

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Die Jungfraubahn: ein einmaliges Panorama

Von der Kleinen Scheidegg aus fährt die Jungfraubahn entlang des Eigergletschers und der Eigerwand zum Jungfraujoch, wo der höchste Bahnhof Europas steht. Bei der Jungfraubahn handelt es sich um eine elektrisch betriebene Zahnradbahn. Auf der neun Kilometer langen Strecke überwinden die Fahrgäste nahezu 1.400 Höhenmeter. Aus Gründen der Sicherheit verläuft die Strecke größtenteils durch Tunnel.

Die Geschichte der Jungfraubahn

Einst war die Jungfrau der berühmteste Berg der Schweiz. Doch der Berg in der imposanten Landschaft galt als unzugänglich. Während des 19. Jahrhunderts wollte man den Berg erschließen. Erfolgreich war jedoch erst das Projekt des Industriellen Adolf Guyer-Zeller. 16 Jahre lang dauerten die Bauarbeiten, bis die Jungfraubahn 1912 eröffnet werden konnte.

Kleine Scheidegg: Hier startet die Jungfraubahn

Die Jungfraubahn startet bei der Kleinen Scheidegg, einem bekannten Wintersport- und Wandergebiet im Herzen der Alpen. Ganz in der Nähe erleben die Besucher in Lauterbach die faszinierenden Wasserspiele des Staubbachfalls und der Trümmelbachfalls, den größten unterirdischen Wasserfällen in ganz Europa.

Eigergletscher und Eigerwand: spektakuläre Landschaften

Einen Eindruck von der spektakulären Welt des Eises bekommen die Fahrgäste der Jungfraubahn am Eigergletscher. In einem Guesthouse können bis zu 60 Personen, umgeben vom Eis, übernachten und zu ausgedehnten Wanderungen aufbrechen. Direkt am Bahnhof werden Grönlandhunde gezüchtet, die für Fahrten mit dem Hundeschlitten genutzt werden.

Die legendäre Eigerwand ist eine Herausforderung für Kletterer. Mit einer Höhe von circa 1.650 Metern zählt die Eigernordwand zu den Top drei in Europa.

Die Endstation am Jungfraujoch

Wie auf dem Dach der Welt dürfen sich die Besucher an der Endstation Jungfraujoch fühlen. Bei optimalem Wetter haben sie von der Aussichtsplattform am Sphinx-Observatorium einen Ausblick auf den Aletschgletscher und sogar bis in die Nachbarländer der Schweiz. Einen Ausflug in den Gletscher können die Besucher im Eispalast unternehmen, einem 1.000 Quadratmeter großen Höhlensystem.

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Die Kleine Scheidegg im Herzen der Alpen

Die Kleine Scheidegg, Startpunkt der Jungfrauenbahn, bietet spektakuläre Ausblicke über die Alpen, darunter die legendäre Eiger Nordwand. Die Kleine Scheidegg liegt auf einer Höhe von 2.061 Metern unterhalb der Gipfel von Jungfrau, Eiger und Mönch. Die Passhöhe im Berner Oberland ist im Winter Teil eines ausgedehnten Skigebiets und im Sommer Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen.

Der Bahnhof Kleine Scheidegg

Neben der Jungfraubahn fährt die Wengernalpbahn den Bahnhof Kleine Scheidegg an. Berühmt ist der Bahnhof für seine Gastronomie. Die Gäste bekommen lokale Spezialitäten wie die "Röstizza" oder den "Hörndlitopf". Im Winter lädt das Tipirama, eine indianische Barlandschaft im Freien, zum Apres Ski ein.

Die Umgebung der Kleinen Scheidegg

Grindelwald

Der 3.800-Einwohner-Ort Grindelwald bietet traumhafte Bedingungen für Wintersportler. Auf dem Gemeindegebiet liegen die Attraktionen Unterer und Oberer Grindelwaldgletscher. Kinogänger dürften die Grindelwalder Bergkulisse kennen. Hier wurden Szenen für James Bond und Star Wars - Episode III gedreht.

Lauterbrunnen und seine Wasserfälle

Faszinierende Naturerlebnisse bieten in Lauterbrunnen der Staubbachfall und der Trümmelbachfall. Mit einer Fallhöhe von 297 Metern ist der Staubbachfall der zweithöchste Wasserfall in der Schweiz. Seinen Namen verdankt er den warmen Winden, die das Wasser während des Sommers in Fontänen aus Wasserstaub zu Tal stürzen lässt.

Die Tümmelbachfälle sind die größten unterirdischen Wasserfälle in ganz Europa. Das Wasser - bis zu 20.000 Liter pro Sekunde - stürzt in einer schmalen Klamm in zehn Wasserfällen 140 Meter tief talwärts. Seit 1913 erschließen mehrere Wege, Tunnel und Galerien die Tümmelbachfälle.

Base Jumping in Lauterbach

Lauterbach zieht Base Jumper aus aller Welt an, die von den bis zu 600 Meter hohen Felswänden abspringen. Pro Jahr erfolgen etwa 20.000 Sprünge.

Sport an der Kleinen Scheidegg

Eines der bekanntesten Skirennen rund um die Kleine Scheidegg ist das Lauberhornrennen. Das Rennen gilt als Klassiker im alpinen Skiweltcup. Traditionell findet es eine Woche vor dem Kitzbüheler Hahnenkammrennen statt.

Der Zieleinlauf des Jungfrau-Marathons befindet sich bei der Kleinen Scheidegg. Der Marathon findet seit 1993 jeweils Anfang September statt und zählt weltweit zu den bekanntesten Bergmarathons.

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Der Eigergletscher: eine gefährdete Schönheit

Spektakuläre Eindrücke erleben die Besucher am Eigergletscher, einem beliebten Ziel für ausgedehnte Touren in die Welt der Berge. Der Eigergletscher erstreckt sich über den westlichen Hang des 3.970 Meter hohen Eiger. Der Eigergletscher beginnt auf einer Höhe von 3.700 Metern und erstreckt sich um den Kleinen Eiger in Richtung Station Eigergletscher.

Zum Eigergletscher gehört außerdem der Hängegletscher zwischen Eiger und Kleinem Eiger. Der Eigergletscher ist in den vergangenen 30 Jahren um 150 Meter geschrumpft. Seit 1990, nachdem ein großer Spalt im Gletscher entdeckt wurde, untersucht die Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie den Eigergletscher.

Wandern am Eigergletscher

Die Gäste haben vom Restaurant Eigergletscher und vom Bahnhof Eigergletscher aus zahlreiche Möglichkeiten, die Welt der Alpen zu erkunden. Eindrucksvoll ist beispielsweise der Panoramaweg Eigergletscher-Wengernalp. Dieser Höhenweg gilt als wenig anspruchsvoll aber landschaftlich reizvoll. Von der Station Eigergletscher aus führt er nach Westen auf die Moräne des Eigergletschers. Anschließend führt er zur 1825 Meter hoch gelegenen Wixi-Alp. Auf verschiedenen Routen führt der Weg durch Wiesen und kleine Wälder weiter auf die Wengernalp.

Der Bahnhof Eigergletscher

Während der 16jährigen Bauzeit der Jungfraubahn war der Bahnhof Eigergletscher das logistische Zentrum des Projekts. Der Bahnhof Eigergletscher liegt auf einer Höhe von 2.320 Meter direkt am Rand des Eigergletschers.

Die Jungfraubahn AG betreibt direkt am Bahnhof seit 1912 eine Zucht für Grönlandhunde. Circa 25 Hunde werden in 2.500 Quadratmeter großen Gehegen gehalten. Live in Aktion können die Besucher die Hunde bei Hundeschlittenfahrten, die beim Jungfraujoch angeboten werden, erleben. Am Bahnhof Eigergletscher befindet sich außerdem die höchstgelegene Betriebsküche aller europäischen Bahnen.

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Eigerwand: die berühmte Sehenswürdigkeit

Der 3.970 Meter hohe Eiger ist der heimliche König der Alpen, vor allem die spektakuläre Eigerwand hat den Berg bekannt gemacht. Die Eiger Nordwand ist mit einer Höhe von rund 1.650 Metern eine der drei größten Nordwände in den Alpen.

Die Erstbesteigung der Eigerwand

Nachdem zwei komplette Seilschaften in der Eiger Nordwand verunglückt waren, gelang einer Vierer-Seilschaft die Erstbesteigung 1938. Heute führen mehr als 30 Routen durch die Eigerwand. Diese sind bis zu vier Kilometer lang und gelten zu den anspruchsvollsten Kletterrouten in den Alpen.

Sehenswertes an der Eigerwand

Für die meisten Besucher sind die alpentypische Fauna und Flora am Fuße der Eigerwand die herausragenden Sehenswürdigkeiten. In der Eiger-Region gedeihen Glockenblumen ebenso wie Alpenrosen, das Edelweiß oder der Enzian.

In den Bergen haben elf Arten von Reptilien und Amphibien ihre Heimat gefunden, darunter Alpensalamander, Grasfrosch und Blindschleiche. Natürlich leben auch alpentypische Tiere wie Gämsen, Murmeltiere oder Alpensteinböcke in der Gegend um die Eigerwand.

Alpinismus

Heckmair-Route

Kletterer, welche die Eigerwand auf den Spuren der Erstbesteiger erklimmen wollen, müssen mindestens den V.-Schwierigkeitsgrad beherrschen. Wegen der zahlreichen Quergänge müssen die Bergsteiger für den Aufstieg bis zu drei Tage einkalkulieren. Zu den markanten Punkten an der Eigerwand gehört auf der halben Strecke das sogenannte Todesbiwak, wo das dritte Eisfeld beginnt.

Weitere Routen an der Eigerwand wurden erst ab den 1960er Jahren erschlossen. Die Suche nach neuen Routen an der Eigerwand dauert bis in die Gegenwart an.

Die Eigerwand in der Popkultur

Literaten, Filmemacher und sogar Comiczeichner begründeten den Mythos der Eigerwand. Neben zahlreichen dokumentarischen Werken haben auch etwa 50 fiktive Produktionen die Eigerwand zum Thema. Das erste Buch zum Thema erschien bereits 1936, wenige Wochen nach dem Tod der ersten Seilschaft.

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Das Jungfraujoch: der Höhepunkt der Reise

Die Endstation der Jungfraubahn am Jungfraujoch ist der höchste Bahnhof Europas und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Sphinx-Observatorium. Das Jungfraujoch liegt auf einer Höhe von 3.471 Metern und ist der tiefste Punkt auf dem Gebirgsgrat, der Jungfrau und Mönch miteinander verbindet.

Pro Jahr besuchen etwa 700.000 Urlaubsgäste das Jungfraujoch. Hier befindet sich übrigens auch das höchstgelegene Postbüro in Europa, das auch eine eigene Postleitzahl besitzt.

Sehenswürdigkeiten am Jungfraujoch

Das Sphinx-Observatorium

Adolf Guyer Zeller, Gründer der Jungfraubahn, hatte von Anfang an beabsichtigt, ein Observatorium und eine Forschungsstation zu errichten. 1937 wurde das Sphinx-Observatorium eröffnet. Die Besucher erreichen die Aussichtsplattform über einen etwa 111 Meter langen Lift. Bei guter Witterung reicht die Aussicht bis Deutschland, Italien und Frankreich.

Der Aletschgletscher

Vom Sphinx-Observatorium aus haben die Besucher eine perfekte Aussicht auf den Aletschgletscher. Der 22,75 Meter lange Gletscher hat eine Ausdehnung von 81,7 Quadratkilometer. Das macht ihn flächenmäßig zum größten Gletscher der Alpen. Seit 2001 ist der Aletschgletscher Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Mehrere Seilbahnen führen vor allem auf den Grat zwischen dem Eggishorn und dem Riederhorn.

Der Eispalast auf dem Jungfraujoch

Ein besonderer Spaß für die ganze Familie erwartet die Besucher mit dem Eispalast auf dem Jungfraujoch. In den 1930er Jahren hatten zwei Bergführer eine rund 1.000 Quadratmeter große Halle aus dem Gletschereis geschnitten. Sie wollten ein Labyrinth errichten.

Die Besucher gelangen durch eine Drehtür und über eine Treppe in das Innere des Gletschers. Dort erschließt sich ihnen ein riesiges Höhlensystem, in dem sich auch zahlreiche zerbrechliche Figuren aus Eis befinden.

Der Eispalast wird übrigens nie vollendet. Durch die Witterung und die Bewegungen des Gletschers müssen die Hallen und Gänge regelmäßig nachgearbeitet werden. Die Besucher erleben also im Eispalast jedes Mal eine völlig neue Welt im Eis.

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