Donau-Radweg: Fahrradtour an der Donau
Inhaltsverzeichnis
- Donau-Radweg: Fahrradtour an der Donau
- Von Beuron bis Sigmaringen
- Von Sigmaringen nach Ulm
- Von Ulm bis Donauwörth
- Von Donauwörth bis Ingolstadt
- Von Ingolstadt bis zur Weltenburg
- Über Regensburg nach Bogen
- Von Bogen bis Passau
- Übernachtungsmöglichkeiten in den jeweiligen Etappen-Zielen
- Abwechslung zum Fahrradfahren
- Geführte Fahrrad-Touren
Mit dem Fahrrad die Donau entlang
Von Beuron über Ulm nach Passau
Die Donau ist nach der Wolga der längste Fluss in Europa. Nachdem dieser Strom im Schwarzwald entspringt, durchquert er das Alpenvorland und das Rumänische Tiefland, bis er schließlich ins Schwarze Meer mündet – dies entspricht einer Gesamtlänge von über 2.800 Kilometern. In Deutschland gibt es nur zwei Flüsse, welche innerhalb der deutschen Grenzen eine längere Strecke als die Donau besitzen.
Da sich die Donau ideal für sehr schöne Fahrradtouren eignet, stellen wird auf dieser Seite sowie den folgenden Seiten eine Fahrradtour entlang der Donau von Beuron über Ulm bis nach Passau vor. Beuron befindet sich im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg, in der Nähe von Tübingen; die landschaftliche Umgebung der Gemeinde ist das obere Donautal. Durch Beuron führt der Donau-Radweg, über welchen die von uns vorgestellte Tour verlaufen wird. Der Abschnitt in und rund um Beuron zählt zu den schönsten Abschnitten des gesamten Radwegs überhaupt. Dieser Donau-Radweg verläuft zum größten Teil auf beiden Seiten der Donau; es folgen jedoch auch einige Teile, bei denen nur auf einer Seite ein Radweg zur Verfügung steht. Besonderen Anreiz erhält der Donau-Radweg durch die vielen Burgen, Klöster oder bekannten Städte mit schönen Bauwerken, an welchen der Weg vorbeiführt.
Die Stadt Ulm stellt einen wahren Höhepunkt bei der Tour dar. Die Universitätsstadt mit über 120.000 Einwohner verfügt über eine lange Tradition (urkundlich erstmals im Jahr 854 erwähnt) und kann mit dem 1879 geborenen Albert Einstein einen sehr berühmten Sohn vorweisen. Den Abschluss findet die von uns vorgestellte Tour in Passau, der kreisfreien Universitätsstadt in Ostbayern. Die an der Grenze zu Österreich liegende Stadt mit 50.000 Einwohnern trägt den Namen "Dreiflüssestadt", da hier die Donau mit dem Inn sowie der Ilz zusammenfließt. An diesem Zusammenfluss befindet sich eine Halbinsel, auf welcher die schöne Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten liegt.
Es muss nicht unbedingt der Donauradweg sein...

Radtouren in Deutschland zum Beispiel der Donauradweg
©: Norbert Waldhausen / Pixabay
Es gibt inzwischen sehr viele Möglichkeiten um Radreisen in Deutschland zu unternehmen. Zum Beispiel bietet sich der Ostseeküstenradweg von Lübeck nach Stralsund an für all diejenigen, denen große Höhenunterschiede zu viel sind. Genauso gibt es einen Nordseeküstenradweg, ausgewiesene Radwege entlang der Mosel und viele andere Strecken mehr. Es muss also nicht unbedingt der Donauradweg sein. Mittlerweile erfreuen sich auch geführte Radreisen mit Reiseführer, Gepäcktransport und allem was so dazu gehört großer Beliebtheit.
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Beuron bis Sigmaringen
Unsere Radtour entlang der in Deutschland verlaufenden Donau bis nach Passau begannen wir in der kleinen Gemeinde Beuron. Diese Gegend ist bereits seit der Mittelsteinzeit besiedelt und schien uns aufgrund der Geschichte und schönen Sehenswürdigkeiten als ein geeigneter Ort, um die Tour zu beginnen. Aufgrund der Anreise und da wir das reizvolle obere Donautal etwas ausführlicher besichtigen wollten, wählten wir als Ziel für die erste Tagesetappe das nur knapp 30 Kilometer entfernt liegende Sigmaringen.
Die Anreise gestaltete sich als wenig schwierig, da in Beuron der Regionalexpress der Deutschen Bahn hält – mit dem bekanntlich auch das Rad transportiert werden kann. Durch Beuron führt der Donau-Radweg, welcher an der gesamten Donau entlang verläuft und welchen wir für unsere Tour benutzten. Es kann bereits vorweggesagt werden, dass der dortige Abschnitt des Radwegs im Vergleich zu den bis Passau noch folgenden Abschnitten zu den schönsten überhaupt gehört. Kulturinteressierte finden in Beuron und Umgebung einige sehr ansprechende Sehenswürdigkeiten. Sehr bekannt ist die kleine Gemeinde unter anderem für die Erzabtei St. Martin zu Beuron, ein Kloster der Benediktiner. Darüber hinaus befinden sich in der Umgebung von Beuron einige nicht weniger sehenswerte Kirchen und Kapellen. Auch Schlösser und Burgen konnten wir bei unserer ersten Etappe immer wieder sehen. Wen auch die Geschichte der Entstehung der Oberen Donau interessiert – schließlich wird man sich die nächsten Tage an dieser aufhalten –, der findet im Haus der Natur eine entsprechende Ausstellung.
Doch nicht nur beim Beginn der ersten Etappe unserer Radtour stießen wir auf die ein oder andere Sehenswürdigkeit, sondern auch am späten Nachmittag – als wir das Ziel Sigmaringen erreicht hatten – war noch genug Zeit, um bekannten Plätzen einen Besuch abzustatten. Zu den berühmtesten Bauwerken Sigmaringens zählt zum Beispiel das Schloss Sigmaringen (auch bekannt als Hohenzollernschloss), welches zunächst nach seinem Bau im Jahr 1077 als Burg fungierte.
nach obenVon Sigmaringen nach Ulm
Nach einer doch recht gemütlichen ersten Etappe hatten wir am folgenden Tag eine fast viermal so große Strecke vor uns liegen: Bis zum Abend wollten wir die Stadt Ulm erreicht haben. Die Landschaft dieses Etappenteils ist weniger ansprechend als noch am Vortag, dafür hat diese Strecke einige kulturellen Höhepunkte zu bieten. Auch die Donau hat sich verändert, denn sie ist während dieses Abschnittes schon breiter und fließt durch ein großes Becken. Die Strecke an sich verläuft eher flach, anstrengende Steigungen gibt es nicht.
Wie bereits erwähnt, war dieser Abschnitt vom kulturellen Aspekt her gesehen sehr ansprechend. Alle Städte, welche auf dieser Strecke liegen, werden als die sogenannten "Vorderösterreichischen Donaustädte" bezeichnet. Bis zum Erreichen von Ulm passierten wir unter anderem Mengen, Zwiefalten, Ehingen an der Donau oder Erbach. In Zwiefalten besichtigten wir das "Münster Unserer Lieben Frau", welches zwischen 1739 und 1765 erbaut wurde. Diese Kirche gilt als ein Meisterwerk des Spätbarocks in Deutschland. Einige Kilometer weiter kommt die Gemeinde Obermarchtal. Das dortige Kloster Obermarchtal mit der ehemaligen Pr?monstratenser Abteikirche St. Peter und Paul ist ein barockes Schmuckst?ck, welches einen Besuch wert ist. Ab Ehingen an der Donau besteht die Möglichkeit, eine alternative Route zu wählen. Anstatt entlang der Donau kann auch durch das sogenannte Ur-Donautal gefahren werden. Vor Millionen von Jahren floss die Donau einmal durch diese Landschaft. Nach der Eiszeit wurde der damalige Verlauf allerdings von Geröll blockiert, was zu einer Verlegung des Flussbetts der Donau führte. Diese Alternativetappe führt über den Blautopf bei Blaubeuren und über Blaustein ebenfalls nach Ulm, wo man wieder auf die heutige Donau trifft. In Ulm kann eine Besichtigung des großen Ulmer Münsters empfohlen werden: Vom höchsten Kirchturm weltweit (161,53 Meter) hat man eine wunderbare Sicht über Ulm und Umgebung.
Insgesamt weist die zweite Etappe eine Distanz von ungefähr 110 Kilometern auf. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von etwas weniger als 20 km/h dürfte konnten wir diese Strecke ohne Probleme in einer reinen Fahrzeit von etwa sieben Stunden zurücklegen.
nach obenVon Ulm bis Donauwörth
Nach einer Besichtigung der Ulmer Altstadt (am Vortag kam dies leider etwas zu kurz) schwangen wir uns wieder auf den Sattel unserer Fahrräder, um die dritte Etappe der Donau-Radtour in Angriff zu nehmen. Das Ende dieser Strecke hatten wir in Donauwörth vorgesehen – dies entspricht einer Distanz von ungefähr 100 Kilometer, welches wir nach reiner Fahrzeit auch in gut sechs Stunden erreicht hatten. Auf diesem Abschnitt warteten ebenfalls nur sehr wenige Steigungen, so gesehen handelt es sich also um eine sehr leicht zu fahrende Strecke. Nachdem wir Ulm hinter uns gelassen hatten, erreichten wir über Elchingen und Leipheim die Stadt Günzburg. Hier befindet sich nicht nur das "Legoland", sondern die Günzburg besitzt auch eine wunderschöne Altstadt, die einen Besuch auf jeden Fall wert ist. Die Stadt mit heute knapp 20.000 Einwohnern wurde bereits um das Jahr 77 nach Christus von den Römern gegründet. Zu den Sehenswürdigkeiten von Günzburg zählen unter anderem die Frauenkirche sowie das einzige von den Habsburgern in Deutschland erbaute markgräfliche Schloss.
Über Offingen, Gundelfingen und Lauingen gelangten wir nach Dillingen. Ein kurzer Halt in dieser Stadt ist durchaus lohnenswert, denn sie hat kulturell einiges zu bieten. Die Königsstraße mit dem sehr gut erhaltenen historischen Stadtbild ist einer der Sehenswürdigkeiten von Dillingen. Das Dillinger Schloss, dessen älteste Bauteile aus der Stauferzeit stammen und welches verschiedene Baustile umfasst, lädt ebenfalls zu einer Besichtigung ein; hier war der Sitz der ehemaligen Augsburger Fürstbischöfe.
Als nächste führte uns diese Etappe nach Höchstädt, welches im Jahr 1704 Berühmtheit erlangt, als hier die entscheidende Schlacht im sogenannten Spanischen Erbfolgekrieg ausgetragen wurde. Einen schönen Abschluss fand unsere Etappe in Donauwörth. Dort befindet sich unter anderem das Deutschordenshaus, eine der ältesten Niederlassungen des Deutschen Ritterordens. Auch die Wallfahrtskirche "Kloster Heilig Kreuz" ist eine Besichtigung wert. Kernstück von Donauwörth ist die Reichsstraße, welche Bestandteil der Straße des ehemaligen Heiligen Römischen Reichs war.
nach obenDonauwörth bis Ingolstadt
Die vierte Etappe unserer Radtour entlang der Donau stand an. In Donauwörth, wo wir am vorigen Tag ankamen, konnten wir uns etwas Zeit lassen mit dem Aufbrechen, denn wir mussten bis zum Ende der heutigen Etappe "nur" 60 Kilometer bewältigen. Zu Beginn des Etappenteils war das Land zum größten Teil flach, die Donau ist hier dagegen schon sehr reich an Wasser. Oftmals sind hier Hochwasserdämme gebaut, um ein Überschwemmen nach starken Regenfällen – so fern möglich – zu verhindern.
Der Grund, warum wir für die vierten Teil unserer Radtour eine eher kürzere Strecke wählten, liegt am Ziel unserer fünften Etappe: Der Donaudurchbruch bei Kelheim, ein wahres Wunder der Natur. Für dessen ausführliche Besichtigung mitsamt Schifffahrt wollten wir am darauf folgenden Tag genug Zeit zur Verfügung haben. Doch bevor wir Kelheim und den Donaudurchbruch überhaupt erreichten, fuhren wir durch ebenfalls sehr interessante Städte wie Neuburg bis nach Ingolstadt. Ein durch die kurze Strecke längerer Aufenthalt im Ziel der vierten Etappe, Ingolstadt, hat auch seine positiven Seiten, denn die Stadt kann eine lange Geschichte und dementsprechend viele historische Bauwerke vorweisen – auf die im Folgenden noch eingegangen wird.
Eine der Sehenswürdigkeiten von Neuburg ist das dortige Schloss oder aber die Hofkirche. Bei genügend Zeit sollte darüber hinaus auch der Altstadt ein kurzer Besuch abgestattet werden; dort trifft man unter anderem auf die Hofkirche oder das Bürgertor. Und auch Ingolstadt ist nicht nur für seine Autoindustrie bekannt, sondern die Stadt mit mehr als 120.000 Einwohnern kann ebenfalls einige Bauwerke vorweisen, die eine Besichtigung auf jeden Fall wert sind. Hier besichtigen wir unter anderem den Scherbelberg, ein Trümmerberg aus den Napoleonischen Kriegen oder einen Wachturm aus dem 14. Jahrhundert, von dem aus man einen guten Überblick über die gesamte Altstadt hat. Auch zwei Klöster, das Gnadenthalkloster sowie das Franziskanerkloster mitsamt Franziskanerkirche kann Ingolstadt vorweisen.
nach obenVon Ingolstadt bis zur Weltenburg
Nach der ausführlichen Besichtigung der Neuburger und Ingolstädter Altstadt am vierten Tag der Donau-Radtour lagen bei der fünften Etappe – deren Ziel der Donaudurchbruch bei Kelheim war – eine im Vergleich zum Vortag noch kürzere Strecke von knapp 50 Kilometern vor uns.
Schlusspunkt der fünften Etappe war, wie bereits erwähnt, der Donaudurchbruch; dieser befindet sich in Niederbayern zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg. Die dortigen gewaltigen und beeindruckenden Kalkstein-Formationen entstanden vor ungefähr 150 Millionen Jahren; zu diesem Zeitpunkt war die dortige Umgebung noch ein flaches Meer. Das gesamte Gebiet ist 5,5 Kilometer lang bei einer Breite von 400 Metern. Bereits seit 1840 ist es als Naturdenkmal ausgewiesen. Von Kelheim nach Weltenburg verkehrt ein Schiff, mit welchem wir nach unserer Ankunft in Kelheim ebenfalls fuhren – diese Fahrt ist ein unvergessliches Erlebnis, folglich uneingeschränkt weiter zu empfehlen und auch eine willkommene Abwechslung zum Fahrradfahren. Dank des kurzen Streckenabschnitts der fünften Etappe und der damit verbundenen recht frühen Ankunft in Kelheim stand auch genug Zeit für diese Schifffahrt zur Verfügung.
Zwischen Ingolstadt und Kelheim liegen unter anderem Vohburg und Bad Gögging an der Donau. Da wir genügend Zeit hatten, besuchten wir in Vohburg die "Burg Vohburg". Von dieser hochmittelalterlichen Burg sind nur noch Reste erhalten, welche sich auf einem Felsstock über der Stadt befinden. Zu den Sehenswürdigkeiten von Vohburg zählen darüber hinaus auch das Rathaus sowie die Stadttore im Stadtkern, welche die Altstadt nach Norden, Westen und Süden begrenzen. Bad Gögging liegt zwei Kilometer entfernt von der Donau am Fluss Abens, welcher kurz darauf in die Donau mündet. Hier können unter anderem Relikte in einem Teil unter der Andreaskirche besichtigt werden. In der Nähe von Bad Gögging liegt zudem das Kastell Eining, welches Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Diese Ausgrabungsstätte wurde vollständig freigelegt.
nach obenÜber Regensburg nach Bogen
Die zwei letzten Etappen waren beide von der Strecke her eher etwas kürzer, dafür entschieden wir uns am sechsten Tag unserer Radtour wieder für eine etwas längere Distanz. Von Kelheim wollten wir über Bad Abbach, Regensburg und Straubing bis nach Bogen kommen. Dieses uns gesetzte Ziel konnten wir nach einer Fahrzeit von knapp sieben Stunden und fast 110 zurückgelegten Kilometern auch erreichen. Die Donau fließt auf diesem Abschnitt wieder in einem etwas breiteren Tal in großen Kehren durch eine hügelige Landschaft. Doch trotz des Verlaufs der Landschaft bleibt der Radweg die gesamte Zeit über eben. Nachdem Regensburg passiert wurde, kamen wir in eine sehr fruchtbare Ebene, in welcher die Landwirtschaft stark ausgeprägt ist und die nur dünn besiedelt ist. Der Radweg verläuft hier oftmals auf den Dämmen, welche zum Schutz vor Hochwasser angebracht wurden.
Ein Höhepunkt der sechsten Etappe ist das Durchfahren von Regensburg. Wir entschieden uns hier allerdings dafür, die Stadt mit mehr als 130.000 Einwohnern nicht nur vom Radweg aus zu betrachten, sondern dort auch einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Zu diesen Sehenswürdigkeiten Regensburgs zählt unter anderem die Steinerne Brücke mitsamt Brückturm, welche von 1135 bis 1146 erbaut. Diese Brücke gehört zu den bedeutendsten Bauwerken, die im Mittelalter errichtet wurden. Auch das größte bewohnte Schloss Deutschlands – das Schloss St. Emmeram mit 500 Zimmern – befindet sich in Regensburg. Darüber hinaus gibt es viele historische Kirchen dieser Stadt, beispielsweise die Minoritenkirche, welche bereits um das Jahr 875 erbaut wurde.
Etwas kleiner ist im Vergleich zu Regensburg die Stadt Straubing. Diese Stadt wurde zum ersten Mal im Jahr 897 urkundlich erwähnt, allerdings leben dort bereits seit der Jungsteinzeit ohne Unterbrechung Menschen. Im Verlauf der Geschichte Straubings wurden hier unter anderem das Herzogsschloss und ein gotisches Rathaus gebaut. Auch die romanische Kirche St. Peter zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Straubing. Im Schlusspunkt der sechsten Etappe, Bogen, besuchten wir zudem die Wallfahrtskirche, die das Ziel der ältesten Marienwallfahrt Bayerns war.
nach obenVon Bogen bis Passau
Am siebten Tag stand uns die letzte Etappe bevor: Von Bogen aus wollten wir bis nach Passau gelangen. Zum Schluss der Donau-Radtour hatten wir noch etwas mehr als 90 Kilometer vor uns liegen, welche allerdings innerhalb von sechs bis sieben Stunden bei angenehmer Fahrgeschwindigkeit leicht zu bewältigen waren. Der letzte Abschnitt unserer Radtour führte uns durch den sogenannten "barocken Teil" des Donau-Tal-Radwegs; Klöster und Kirchen waren hier früher sehr wichtig; dort regierten die Fürstbischöfe von Passau. Auf anstrengende Steigungen trafen wir auf dem Weg nach Passau nicht, denn die Streckenführung ist eben und stellt somit keine großen Ansprüche.
Die siebte Etappe führte unter anderem durch die Städte Deggendorf, Osterhofen und Vilshofen. Wie bereits erwähnt, sahen wir auf dem letzten Abschnitt unserer Radtour entlang der Donau bis nach Passau einige Kirchen und Klöster – beispielsweise in Deggendorf die Grabkirche sowie die katholische Stadtpfarrkirche. Osterhofen ist im Vergleich zu Deggendorf – ausgehend von den Einwohnern – etwas kleiner, doch die Stadt hat ebenfalls sehenswerte Kirchen zu bieten. Dazu gehört unter anderem die barocke Kirche St. Margaretha, der im Jahr 1982 durch Papst Johannes Paul II der Titel "Basilica minor" verliehen wurde.
Am Rand des Bayerischen Waldes liegt die größte Stadt im Landkreis Passau, Vilshofen an der Donau. Die Geschichte von Vilshofen lässt sich urkundlich bis ins Jahr 776 zurückverfolgen. Bei dieser Stadt ist als Sehenswürdigkeit vor allem die Stadtpfarrkirche "St. Johannes der Täufer" zu nennen, welche zum Teil noch aus dem Mittelalter stammt.
Selbstverständlich hatte auch die letzte Stadt, durch die unsere Tour uns führte, einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten: Der Stephansdom, das Lamberg-Palais und das Rathaus sind einen Besuch in Passau auf alle Fälle wert. Man nennt Passau auch die "Dreiflüssestadt", denn hier fließen die Ilz, der Inn und die Donau zusammen. Auffallend hierbei ist, dass das Wasser der Inn einen grünen Farbton besitzt, das der Donau dagegen einen bläulichen. Das Wasser der Ilz, welches aus einem Moorgebiet kommt, wirkt dagegen schwarz. Deshalb besitzt die Donau nach dem Zusammenfluss drei Farben.
nach obenÜbernachtungsmöglichkeiten in den jeweiligen Etappen-Zielen
Unsere erste Etappe der Donau-Radtour von Bogen bis Passau führte uns nach Sigmaringen. Dort kann beispielsweise für eine einmalige Übernachtung das "Gästehaus unterm Regenbogen" empfohlen werden. Möchte man etwas mehr Zeit in Sigmaringen verbringen, so stehen hier auch sehr schöne Ferienwohnungen zur Verfügung. Die nächste Stadt, in der wir übernachteten, war Ulm. Dort eine Pension oder eine andere Möglichkeit der Übernachtung zu finden, dürfte sich als nicht allzu schwer gestalten. Wir entschieden uns für eine Nacht aufgrund der zentralen Lage für das Hotel "ASTRA am Safranberg".
Etwa 100 Kilometer entfernt von Ulm befindet sich Donauwörth; die Stadt, in die uns die dritte Etappe führte. Hier stehen einige Pensionen zur Auswahl bereit, beispielsweise der Gasthof Mayer. Sehr preisgünstig ist auch die Pension Gerstmeier. Probleme beim Übernachten dürften in Ingolstadt – Ziel der vierten Etappe – nicht aufgrund der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aufkommen, sondern eher wegen vieler Monteure und Techniker, die in der Autoindustrie tätig sind und deshalb oftmals die günstigen Pensionen belegen; folglich sollte hier früh gebucht werden (zum Beispiel in der Pension "Hakenhof"). Tagesgäste sowie Gäste, die einen längeren Aufenthalt planen, sind in der "Pension zum Carlbauer" in Kelheim – in der Nähe des Donaudurchbruchs (Etappenziel am fünften Tag) – gern gesehen. Doch in Kelheim gibt es selbstverständlich noch eine Vielzahl weiterer Pensionen, welche zur Verfügung stehen.
Den sechsten Abschnitt unserer Radtour entlang der Donau beendeten wir in Bogen. In dieser Stadt kann für die Übernachtung unter anderem die Ferienpension "Standl" ausgewählt werden. Sollten in Bogen keine Pensionen mehr frei sein, so kann alternativ auch im nahe gelegenen Straubing die Nacht verbracht werden. Schließlich erreichten wir am siebten Tag Passau. Dort bietet sich für die Übernachtung der Gasthof "Kegelhalle-Passau" an, welcher nur rund einen Kilometer von der sogenannten "Dreiflüssestadt" entfernt und dabei direkt am Donau-Radweg liegt. Deutlich günstiger ist es natürlich, wenn anstatt in den Pensionen oder Hotels auf Campingplätzen übernachtet wird – auch diese sind entlang des Donau-Radwegs vorhanden.
nach obenKanutour auf der Donau - Abwechslung zum Fahrradfahren
Wer sich dafür entscheidet, mit dem Fahrrad eine längere Strecke zurückzulegen, muss selbstverständlich eine gewisse Begeisterung für das Fahren auf dem "Drahtesel" mitbringen. Doch bei sieben Tagen kann das Radfahren auch schnell etwas eintönig werden – und es wird Abwechslung gesucht.
Diese Abwechslung kann beispielsweise in der angesprochenen Schifffahrt durch den Donaudurchbruch (fünfte Etappe) erfolgen. Aber die Donau bietet noch viel mehr Freizeitmöglichkeiten; beispielsweise lädt sie geradezu ein zu einer Kanutour.
Bei unserer zweiten Etappe fuhren wir auf dem Weg nach Ulm auch durch die Orte Riedlingen und Zwiefaltendorf. Zwischen diesen beiden Orten bietet das Unternehmen "Kanutouren im Wilden Süden" eine ungefähr 2,5-stündige Tour an, bei der das Fahrrad durch Paddel ersetzt wird. Kanus zur Fahrt auf der Donau werden darüber hinaus auch in der Nähe von Beuron (in Thiergarten) vom "Erlebnisbereich BESI" verliehen.
nach obenGeführte Fahrrad-Touren
Möchte man nicht alleine die gesamte Planung einer größeren Fahrradtour entlang der Donau übernehmen, sondern stattdessen mit einer großen Gruppe entlang dem zweitgrößten Strom Europas "radeln", so stehen hier durchaus einige geführte Touren zur Verfügung, die gebucht werden können.
In den meisten Fällen haben diese Touren jedoch im Vergleich zu der Unsrigen einen anderen Start- oder Zielort gewählt und auch die Etappen sind in der Regel anders aufgeteilt. Eine dieser angebotenen Fahrradreisen führt beispielsweise innerhalb von zehn Tagen von Donaueschingen – der Quelle der Donau – über Ulm und Ingolstadt bis nach Passau, wo die Donau mit dem Inn zusammenfließt.
Diese Tour wird als eher "sportlich" beschrieben, doch auch Touren speziell für Familien können gebucht werden. So kann beispielsweise mit der gesamten Familie mit dem Fahrrad innerhalb von sieben Tagen von Donaueschingen über Sigmaringen und Ehningen bis nach Ulm gefahren werden. Diese Touren werden vom "Radweg-Service" angeboten (zu finden unter "donau-radweg-info").
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