Korfu

Insel Korfu

Korfu
Korfu - Alte Festung     Quelle: Ivan / pixelio.de

Korfu ist, wegen seiner üppigen Vegetation auch „die grüne Insel“ genannt, mit über 585 km² die siebtgrößte Insel von Griechenland und die zweitgrößte der ionischen Inseln. Korfu reicht nördlich, getrennt durch die Straße von Korfu, bis auf 2 km an die albanische Küste und liegt südöstlich von der Stiefelspitze Italiens. Einst war Korfu mit dem Festland verbunden, doch durch den Anstieg des Meeresspiegels vor etwa 9000 Jahren, wurde die Insel sozusagen abgeschnitten.

Die ersten Siedler lebten hier bereits im Neolithikum. Etwa 800 v. Chr. ließen sich hier Einwanderer aus Eretria nieder, die die Seewege zur Adria und in Richtung Westen unter Kontrolle hielten, aber 734 v. Chr. von Chersikrates, der aus Korinth stammte, wieder vertrieben wurden. Korfu wurde zur Seemacht und wurde 664 v. Chr. unabhängig. Die Unabhängigkeit ging jedoch durch die römischen Kriege gegen die Illyrische Königin Teuta verloren und Korfu wurde somit die erste römische Provinz in Griechenland. Ab dem Jahr 395 gehörte Korfu zum Römischen Reich und fiel im Mittelalter ans Königreich Neapel, das die Insel im 14. Jahrhundert an Venedig veräußerte. Danach geriet Korfu unter die Herrschaft der Briten und gehört seit 1864 zu Griechenland.

Die Haupteinnahmequelle der Korfioten, wie die ca. 115.000 Einwohner genannte werden, bezieht sich neben dem Tourismus auf den Oliven- und Gemüseanbau, wobei der Olivenölexport, der einen großen Teil ausmacht, dazugehört. Korfu zählt aus diesen Gründen zu den wohlhabendsten Regionen von Griechenland.

Auf der Insel herrscht mediterranes Klima, mit heißen Sommern, aber milden regenreichen Wintern, die viel zu der prachtvollen Vegetation beitragen und im Frühjahr die Insel in ein buntes Blütenmeer tauchen. Neben den blühenden Pflanzen prägen Zypressen, Kiefern, Pinien und vor allem die teilweise sehr alte Olivenbäume die Landschaft. Korfu zeigt sich hügelig, da sich Täler und Ebenen abwechseln. Jedoch im Norden der Insel wird es gebirgig, wo sich auch der 906 m hohe Pantokrator erhebt. Im südlich liegenden Hinterland ist noch alles unverändert, wie die verschwiegenen Dörfer mit den, von Bougainvillea überwuchernden, Häusern mitzuteilen scheinen.

Als Urlaubsinsel ist Korfu geradezu ideal, viele schöne Strände säumen die Küsten. Doch, wer nicht nur zum Baden und Sonnen die Insel besucht, sondern einen individuellen Urlaub machen möchte, kann sich voll der Kultur widmen. Denn für einen Bildungsreisenden bietet die lange Geschichte der Insel sehr viel Stoff, was sich in einigen der sehenswerten Gebäuden wiederspiegelt. Die Insel wird von den meisten Besuchern mit dem Flugzeug angesteuert, aber wer möchte, kann ebenso eine der Fährverbindungen vom Festland oder von Italien aus nutzen.

nach oben

Korfu-Stadt

An der Ostküste der Insel Korfu liegt die gleichnamige Hauptstadt, die bei einer Fläche von knapp 42 km² rund 40.000 Einwohner verzeichnet. Neben internationalen Fluglinien verbindet sich Korfu ebenso mit dem Rest der Welt über Fährverbindungen nach Italien, Brindisi und Venedig sowie mit dem griechischen Festland, Patras und Igoumenitsa. Die Stadt Korfu besticht durch sein venezianisch angehauchtes Stadtbild und seiner Altstadt, die seit 2007 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Am Rand des Hauptplatzes, der Esplanade, befindet sich die Alte Festung (Palaió Froúrio), die im 16. Jahrhundert von den Venezianern errichtet wurde. Für die Sicherheit der Festung sorgte ein gegrabener Kanal, der zwischen den Schutzmauern, zum angrenzenden Festland reichte.

Ebenfalls an diesem Platz liegt der alte Palast, der heute das Museum für Asiatische Kunst sowie die städtische Pinakothek beherbergt. Inmitten des alten Zentrums steht die Kirche Agios Spiridonas, die den Schutzheiligen der Insel geweiht ist. Sie wurde 1590 errichtet und ist das Wahrzeichen der Stadt Korfu. Nicht weit davon entfernt ist die Agios-Jason-Sossipatros-Kirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammt und den zwei Missionaren geweiht wurde, die einst das Christentum nach Korfu brachten. Etwa 5 km von der Stadt entfernt, gegenüber der Halbinsel Kanoni, befindet sich die Mäuseinsel Pondikonisi und das Vlacherna Kloster.

Schon in der antiken Stadt Kerkyra (Korfu) wurde um 590 v. Chr. ein Artemis-Tempel errichtet. Allerdings sind davon nur noch geringfügige Reste vorhanden. Die Stadt Korfu war die erste griechische Stadt, die sich 229 v. Chr. den Römern unterwarf. Ein Teil der Republik Venedig wurde Korfu im Jahr 1204. Eine Belagerung der Osmanen folgte 1716, die jedoch durch den, im Dienst der Venezianer stehenden, Johann Matthias von der Schulenburg, erfolgreich vereitelt wurde. Hauptstadt der unabhängigen Ionischen Inselrepublik wurde Korfu im Jahr 1815. Hier gründete sich auch 1824 die Älteste, der aus der Neuzeit stammende, griechische Universität bis letztendlich im Jahr 1864 die Insel an Griechenland angegliedert wurde.

nach oben

Kassiopi

Die kleine Hafenstadt Kassiopi liegt im nordöstlichen Teil der Insel am Fuße des Pantokrators, mit 906 m, der höchste der Berg der Insel, und ca. 35 km von der Inselhauptstadt entfernt. Seine Lage inmitten einer Bucht und die Nähe zum Festland lassen den Blick unweigerlich auf die albanischen und griechischen Berge schweifen. Da der Ort nicht an der Inselhauptstraße, sondern parallel dazu liegt, ist innerorts eine verkehrsberuhigte Zone. Jedoch sehr beliebt bei Besuchern, die gerne auf der 500 m langen Ortstraße flanieren. Wer mit dem Auto hierher kommt, sollte daher sein Auto am Ortsrand stehenlassen.

Während der römischen Besetzungszeit, die etwa 230 v. Chr. begann, war dieser kleine Ort ebenso bedeutend, wie Korfu-Stadt. Einige bekannte römische Persönlichkeiten waren in Kassiopi zu Gast. U. a. Cicero, einem römischen Schriftsteller, Anwalt, Politiker, Philosoph und berühmter Redner. Er galt als einer der facettenreichsten, jedoch unbeständigsten Personen der römischen Antike. Cicero erwähnte den Ort zum ersten Mal, nachdem er 48 v. Chr. für sieben Tage hier verweilte. Dokumentiert ist ebenso der Besuch von Kaiser Nero, der 67 n. Chr. zu Ehren des Göttervaters im Zeus-Heiligtum sang. Es wird vermutet, dass Kaiser Tiberius im Orte eine Residenz besaß.

Überreste des erwähnten Zeus-Heiligtums wurden erst 1970 südlich der Panagia-Kassopitra-Kirche entdeckt. Die Kirche war vor seiner Zerstörung durch die Türken 1537, eine Basilika mit drei Kirchenschiffen, die in der Nähe des Zeus-Tempels stand. In den Jahren 1590/91 errichteten die Venezianer das Gebäude erneut als römisch-katholische Kirche. Doch wurde sie bereits zu Anfang des 17. Jahrhunderts den griechisch-orthodoxen Christen ausgehändigt. Nachdem die, seit dem 11. Jahrhundert, in der Adria und dem Ionischen Meer herrschenden, Normannen 1084 von den Venezianern bei einer großen Seeschlacht geschlagen wurden, errichteten nach der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Anjou des Königreichs Neapel, die von nun an auf der Insel herrschten, das noch als Ruine existierende Kastell.

nach oben

Róda und Archaravi

Der Ort Roda, am nördlichsten Zipfel der Insel Korfu ist heute völlig auf den Tourismus eingestellt, denn der 10 km lange Strand, ist eine wahre Attraktion für die Urlauber, die sich hier gerne tummeln. Außerdem ist der Ort der nördliche Verkehrsknotenpunkt, an dem sich die Hauptstraßen in Richtung Korfu-Stadt oder Sidari befinden. In der Ortsmitte, nahe der Fußgängerzone, stehen die Überreste eines, aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. stammenden, Apollo-Tempel, der bei Ausgrabungen gefunden wurde. Es wird vermutet, dass eine Hafenstadt dazugehörte. Wobei die Ruinen unsachgemäß überbaut wurden. Weitere Ausgrabungen werden durch Archäologen auf halber Strecke nach Acharavi noch immer vorgenommen. Hier wurden u. a. römische Thermalanlagen freigelegt, die wohl zu einer prähistorischen, antiken Stadt mit großem Einfluss gehörten. Weil die Ausgrabungen noch andauern, werden oftmals die verschiedenen Abschnitte gesperrt, sodass nicht immer alles besichtigt werden kann.

Die Nachbargemeinde von Roda, Acharavi war einmal ein Fischerdorf, das etwa 36 km von Korfu-Stadt entfernt liegt. Als ausgesprochener Ferienort hat sich Acharavi entlang der Küste entwickelt. Es gibt kein sogenanntes Ortszentrum oder besondere Sehenswürdigkeiten, da vor allem Hotels, Ferienhäuser oder Appartementanlagen für die zahlreichen Touristen gebaut wurden. Der Ort ist trotz Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Diskotheken dennoch fern ab vom ausgesprochenen Trubel.

Die Attraktion ist der 7 km lange, flach ins Meer abfallende Sand-Kiesstrand, der mehrmals mit der europäischen Blauen Flagge ausgezeichnet wurde. Diese Flagge erhalten Strände, die sich durch besondere Sauberkeit hervortun. Allerdings darf niemand eine durchgehende Strandpromenade erwarten. Wer nach Roda laufen möchte, kann dies mit einer Wanderung entlang des Strandes tun. Von Acharavi aus bieten sich gute Möglichkeiten für einen Abstecher ins Hinterland. Dabei geht es über eine enge Bergstraße zu kleinen beschaulichen Bergdörfern in einem idyllischen Landschaftsbild und zum über 900 m hohen Gebirgsmassiv des Pantokrators. Übrigens ist dies ebenso eine alternative, doch sehr interessante Route zur Inselhauptstadt, wobei das Bergdorf Spirilia durchquert wird.

nach oben

Kanoni

Der Ausgangspunkt für die südlich liegende Halbinsel Kanoni mit dem gleichnamigen Ort, ist Korfu-Stadt, über die, nach Süden führende, Küstenstraße. Kanoni ist heute ein Teil von Korfu-Stadt. Es wird angenommen, dass hier die erste Siedlung auf Korfu gegründet wurde. Es soll der Hauptort mit Hafen auf Korfu gewesen sein. Der Name der Halbinsel ist eigentlich Analipsis, obwohl es sich dabei um die antike Stadt Korfu oder Paleopolis handelte. Die Briten haben angeblich hier eine Kanone zurückgelassen, als sie den Franzosen entflohen. Diese Kanone russischer Bauart steht noch immer auf der Aussichtsplattform. Aus diesem Grund wird die Halbinsel auch Kanoni genannt.

Von diesem Aussichtspunkt ergibt sich ein wunderbarer Blick auf die, im Hintergrund liegende, „Mäuseinsel“ Pontikonissi und auf das ehemalige Kloster Vlachherna, welches sich direkt am Fuß der Plattform befindet. Dieses einstige Nonnenkloster wurde im 17. Jahrhundert in der Zeit der Venezianer errichtet und ist vom Aussichtspunkt zu Fuß über einen Steg erreichbar. Eindrucksvolle Fresken in der Kirche und dem Kloster sind es wert, besichtigt zu werden. Gleich rechts auf der Straße zur Aussichtsplattform steht das Frauenkloster „Agii Theodori“. Dieses Kloster sowie die dazugehörende orthodoxe Kirche sind ebenfalls zur Besichtigung freigegeben.

In unmittelbarer Nähe neben dem Kloster „Agii Theodori“ kam bei Ausgrabungen ein antiker Artemis-Tempel zum Vorschein. Es gibt zwar nicht unbedingt viel davon zu sehen, denn nur wenig ist von diesem Tempel noch erhalten. Jedoch sind Ausgrabungen dieser Art eine echte Seltenheit auf der Insel Korfu. Den Gorgo-Medusa-Giebel des Tempels, der bei der Grabung gefunden wurde, wird im archäologischem Museum Korfu aufbewahrt. Ebenfalls in der Umgebung kann die Ruine der frühchristlichen Kirche von Paleopolis noch bestaunt werden. Gegenüber dieser Kirchenruine steht das Schloss „Mon Repos“ mit einer sehr schönen Parkanlage. Erbaut wurde das Schloss 1832 unter der Herrschaft der Briten. Die britischen Gouverneure der Insel Korfu nutzten das Schloss als ihre Sommerresidenz.

nach oben

Paleokastritsa

Der Ferienort und außerdem Geburtsort der griechisch-deutschen Sängerin Vicky Leandros an der Westküste Korfus, ist seit 2010 einer der 15 Bezirke der neu gebildeten Großgemeinde Korfu. Vom Bergdorf Lákones, dem Balkon des Ionischen Meeres, aus fällt der Blick auf eines der schönsten Panoramen der Insel, die beiden Halbinseln sowie die 5 Buchten, welche die nähere Umgebung von Paleokastritsa ausmachen. Da es kein Ortszentrum gibt, liegen Häuser und Hotels, meist versteckt zwischen Zypressen und Olivenbäumen, in der prachtvollen Landschaft verteilt. Eine Bootsfahrt, um einige der Grotten zu besichtigen, beginnt in der Bucht „Ágios Spyrídon“.

Das 1228 gegründete Kloster Panagia Theotókos tis Paleokastritsas befindet sich, oben auf einem Felsen gelegen, auf der nordöstlichen Halbinsel. Die Gebäude des Klosters stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind mit weiß leuchtenden Mauern umschlossen. Dem Klostergebäude schließen sich eine gepflegte Gartenanlage mit Blüten übersäten Laubengängen, eine alte Ölmühle sowie ein kleines Museum an. Im Inneren des Museums ist eine Ausstellung mit Ikonen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und einer korfiotische Bibel des 13. Jahrhunderts.

Paleokastritsa bedeutet übersetzt „Alter Burgplatz“. Die Burg Angelokastro (Engelsburg), die den Bezug zu dem Namen Paleokastritsa herstellt, war eine der bedeutenden Verteidigungsanlagen auf Korfu. Ihre Lage an der nordwestlichen Spitze der Insel, einem äußerst wertvollen strategischen Punkt, war mehr als gut gewählt. Denn hier war es kaum möglich, die Festung zu überwältigen. Jedoch beeinflusste sie für etliche Jahrhunderte den südlichen Teil der Adria und war damit sowohl für das Schicksal als auch für die Entwicklung der Insel Korfu verantwortlich. Eindeutigen Hinweisen zufolge befand sich bereits im 5. bis 7. Jahrhundert, der frühen byzantinischen Zeit, an diesem Platz eine Befestigung. Es lässt die Vermutung nahe, dass der eigentliche Ausbau der Anlage im 11. Bzw. 12. Jahrhundert stattfand. Zu dieser Zeit (1071) verlor Byzanz seine Gebiete in Süditalien, sodass Korfu zur Grenze zwischen dem Byzantinischen Reich und den in Sizilien weilenden Normannen wurde, die sich es sich zur Aufgabe machten Korfu ständig anzugreifen.

nach oben

Strände auf Korfu

Agios Stefanos

Der etwa 3 km lange Sandstrand Agios Stefanos ist 35 km von der Stadt Korfu entfernt. Leider können hier Autos, durch den festen Boden direkt am Strand parken. Am Rande des Strandes gibt es, obwohl es nicht erlaubt ist, Möglichkeiten für FKK.

Sidari

Die kleine Stadt verfügt über einen langen Sandstrand. Der Westrand der nördlichen Küste wird von steilen Klippen begrenzt und ist damit Anziehungspunkt von hauptsächlich englischen Gästen. Die Attraktion ist der sogenannte „Canal d ‘Amour“. Wobei es der Legende nach Single-Frauen gelingt, ihr Pendant zu finden, sobald sie den Kanal durchschwammen.

Kavos

Ein 5 km langer Sand-Kiesstrand, der durchweg von Touristen stark frequentiert wird. Wer also Ruhe sucht, sollte sowohl den Ort als auch den Strand meiden.

Marathias

In der südwestlichen Ecke von Korfu, in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft, befindet sich dieser mehrere Kilometer lange Sandstrand mit seinem kristallklaren Meer. Von den Einheimischen gerne besucht ist dieser Fleck noch ziemlich frei von den Massen.

Roda - Acharavi

Die Ferienorte Roda und Acharavi sind über den 8 km langen Sand-Kieselstrand miteinander verbunden. Entlang dieses Küstenstreifens reicht das flache Wasser bis weit ins Meer hinein. Daher ist es hier ideal für Familien mit Kindern. Doch sollten Badeschuhe mit von der Partie sein.

Almiros

Wer die Ruhe sucht, ist am kilometerlangen Sandstrand Almiros genau richtig. Denn der Strandabschnitt zwischen Acharavi und „Kap Agia Ekterini“ bietet einen überaus geeigneten Badeplatz. Nur etwas Aufmerksamkeit sollte den, im Wasser liegenden, Felsplatten geschenkt werden, der sandige Meeresgrund folgt.

Pelekas

An diesem schönen und breiten Sandstrand mit ruhiger See und einem flach abfallenden Einstieg in die Fluten sind Kinder im Badeurlaub auf der sicheren Seite und Eltern können in Ruhe die Sonne genießen.

Paleokastritsa

In den verschiedenen Buchten sind einige schöne Strandabschnitte, die teilweise nur mit einem Boot zu erreichen sind. Was für Ruhe und Erholungsuchende prädestiniert scheint. Der Strand direkt im Ort ist entsprechend mehr bevölkert.

Glifada

Dieser Sandstrand ist mit seinen 700 m äußerst beliebt und ist der nächstliegende zum Pelekas. Zwischen diesen beiden herrscht ein Bustransfer. Wasser fällt seicht ab und ist daher auch für Kinder bestens geeignet.

Ipsos

Für diejenigen, die Jubel-Trubel-Heiterkeit mögen, ist dieser Kiesstrand von Ipsos ideal, denn er befindet sich direkt an der Ostküste entlang führenden Hauptstraße. Dementsprechend ist ein gleichmäßiger Geräuschpegel nicht zu vermeiden.

Peroulades - Logas Beach

Unterhalb der steil aufragenden Klippen an der Nordwestküste von Korfu liegen die schmalen Sandstrände, die nur über einen Treppenweg nach unten zu erreichen sind. Wer Sonne haben möchte, muss sich bis etwa Mittag gedulden, denn am Morgen liegt alles im Schatten.

nach oben

Sehenswürdigkeiten auf Korfu

Achillion

Die österreichische Kaiserin Elisabeth, genannt „Sisi“, war wohl eine der ersten Touristen, die Korfu als Urlaubsparadies entdeckte. Für sie wurde nahe des Ortes Gastrouri, das 7 km von Korfu-Stadt entfernt ist, in der Zeit von 1889-1891 ein klassisches Schloss gebaut. Die Residenz ist wohl die berühmteste Sehenswürdigkeit auf Korfu, das der italienische Baumeister Raffaele Carito zu verantworten hat. Benannt wurde das Schloss nach Achilles, den die Kaiserin bewunderte. Im Schlosspark steht die Marmorskulptur „Sterbender Achill“, der von Ernst Herter erschaffen wurde. Die Faszination, die Kaiserin Sisi nicht nur für Achilles empfand, drückt sich ebenso in der pompejischen Bauart und in der Einrichtung aus, die an die griechische Mythologie angelehnt ist.

Geisterdorf Períthia

Unweit des Pantokrators in einem kleinen Tal verbirgt sich das Geisterdorf Períthia. Das Dorf Liegt auf einer Höhe von 650 m und diente ehemals byzantinischen Küstenbewohner als Zufluchtsort, um sich von den Raubzügen der Piraten zu verbergen. Die alten Gebäude stammen meist aus der Zeit zwischen dem 15. Und 17. Jahrhundert. Darunter befinden sich venezianische Bauernhäuser, die noch am besten erhalten sind, verfallene Hütten, Ruinen kleiner Bauernhöfe sowie einige Kirchen und Kapellen. Teilweise ist es möglich die Gebäude noch zu betreten, obwohl an so manchen Häusern die Wände umgestürzt und die Dächer eingebrochen sind.

Palast Ajion Michail ke Georgios

In Korfu-Stadt am nördlichen Ende der Esplanade, dem Hauptplatz, steht der Palast Ajion Michail ke Georgios, der im neoklassizistischen Stil Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Den Auftrag gab der Brite George Whitmore, um als britische Präfektur dem Lord High Commissioner als Residenz zu dienen. Außerdem war er Tagungsort für den ionischen Senat und die griechische Königsfamilie verbrachte hier ihre Sommermonate. Das Besondere an diesem Bauwerk, es ist das Einzige im gesamten Mittelmeerraum, das im Stil der Epoche von König George gebaut wurde. Sehenswert ist ebenso die, den Eingang zierende Statue von Sir Frederic Adam, dem die Insel Korfu die Wasserversorgung zu verdanken hat.

Honigtal

Die wohl schönste Bucht im bergigen Nordwesten der Insel ist Agios Georgios Pagon. Hier befindet sich das idyllische Honigtal, wo jeder auf seine Kosten kommt, ob nun die Liebhaber von Stränden, Erholungsbedürftige, Wanderer oder einfach Freunde der Natur. Sonnen und Baden an schönen weißen Stränden oder wandern entlang alter Eselpfaden zu abgelegenen alten Bergdörfern mit pittoreskem Baustil wie auch entlang der Küste. Wer sich bis zu 1000 m hinauf wagt, durchquert eine unveränderte Natur, in dem sich uralte Olivenhaine, Orangen- oder Feigenbäume und Zypressen abwechseln. Wer genauer hinschaut, findet ebenso wilde Kräuter und Heilpflanzen und vor allem eine Vielzahl an prachtvollen Aussichten auf die Küste.

Pantokrator

Der Berg mit seinem 906 m hohen Gipfel ist der Höchste der Insel Korfu, daher passt der übersetzte Name „Alleinherrscher“. Der Gipfel kann sowohl auf der hinaufführenden Asphaltstraße als auch zu Fuß gestürmt werden. Wobei die Wanderer eine äußerst steile und kurvenreiche Strecke zu bewältigen haben. Aber es lohnt sich die Spitze mit seiner mondähnlichen Umgebung zu erreichen, wo im 5. Jahrhundert ein blutiger Bürgerkrieg tobte. Außerdem sehenswert ist das, aus dem 17. Jahrhundert stammende, griechisch-orthodoxe Kloster. Das kleine Kloster wurde von Bewohnern, die aus umliegenden Ortschaften kamen, um auf den Grundmauern einer 1374 gebauten und im 16. Jahrhundert von den Türken zerstörten Kirche, zu gründen.

Aqua Land Korfu

In der Nähe des Flughafens in der Region Agios Ioannis befindet sich mit einer Fläche von 75.000 qm², einer der größten und modernsten Wasserparks in Europa. Seine Attraktionen sind die 20 unterschiedlichen Wasserrutschen, wie die Crazy-River-Rutsche oder das Family Rafting. Außerdem gibt es eine ausgesprochene Kinder-Badelandschaft und einen Wellenbadbereich. Ob auf Reifen oder in kleinen Schlauchbooten, hier finden sowohl Erwachsene als Kinder mehr als nur Spaß. Denn ein Aufenthalt verspricht Spannung und Abwechslung, die so schnell nicht wieder vergessen ist.

Korission-See

Der beschaulich daliegende Korission-See mit seinem flachen Wasser ist etwa 5 km lang und bis zu 1 km breit. Er befindet sich zwischen Agios Georgios Argiradon und Chalikunas. Obwohl seine Ufer mit einem fast unendlich scheinenden Sandstrand bestehen, ist es oft nicht möglich, dorthin zu gelangen. Doch dafür sind die begehbaren Uferplätze umso schöner und jeder findet noch einen ruhigen Winkel für sich alleine. Allerdings sind in den Sommermonaten die Moskitos nicht untätig und freuen sich über jeden Besucher. Ausdrucksvolle Dünen umschließen den See, der nur durch einen engen, natürlichen Kanal eine Verbindung zum Meer hat. Das sich durch Ebbe und Flut bemerkbar macht. Sein Wasser ist sehr sauber, sodass unzählige Fische und im Besonderen Aale sich hier sehr wohl fühlen.

Vidos

Die kleine Insel Vidos, die der Ostküste vorgelagert ist, liegt nur wenige Minuten mit dem Boot von Korfu-Stadt entfernt. Während eines Tagesausflugs ist es möglich die Sehenswürdigkeiten des Eilands zu erkunden oder an den idyllischen Stränden mit dem goldfarbenen Sand die Seele baumeln lassen. Zum Besichtigen ist das serbische Kriegsmausoleum, das nach dem 1. Weltkrieg angelegt wurde. Hier fanden mehr als 3000 Soldaten ihre letzte Ruhestätte. Es lohnt sich ebenso, eine Wanderung um die Insel zu machen. Dabei führen die meisten Wege entlang der Inselküste, die einen Ausblick auf die nicht weit entfernte albanische Küste gewähren.

Die Kirche Ipapánti

Nicht so bekannt, wie das Kloster Vlacherna, aber ebenso ansprechend ist die kleine, schneeweiß getünchte Kirche Ipapánti. Sie befindet sich auf einer kleinen Insel südlich von Dafnilas in der Bucht von Gouvia. Die kleine romantische Kirche entstand im Jahr 1713. Noch älter sind jedoch die drei Ikonen an den Türen der Ikonostase mit Abbildern von Christus, Maria und Johannes. Andere Ikonen, wie die 12 Apostel oder der Inselheilige Ágios Spirídonas entstanden erst in den letzten 10 Jahren. Die kleine Kirche wird von einem prachtvollen Garten mit bunten Blumen, Palmen und Kakteen umfasst, der zum Verweilen und Ausruhen einlädt. Über einen schmalen Damm ist die kleine Kirche zu erreichen.

Kloster Panagía Mirtiótissa

Das wohl schönste Kloster der Insel befindet sich an Korfus Westküste, ganz in der Nähe der FKK-Strände. Die Klosteranlage wurde vermutlich im 14. Jahrhundert von einem zum Christentum konvertierten Türken errichtet und gegründet. Die Klostergebäude, die heute besichtigt werden können und von Bananenstauden, bunten Blumen und Ölbäumen umringt ist, wurden jedoch erst im 19. Jahrhundert erbaut. Das Kloster ist nicht mehr bewohnt und wird nur im Sommer von einem alten Mann betreut, der sich sowohl um die Pflanzen als auch um die wenigen Gäste kümmert, die bei dreimaligen Klingeln an der Klostertür eintreten dürfen.

nach oben

Aktivitäten, Unterkünfte usw.

Nicht wie an anderen Orte Griechenlands verfügt die Insel Korfu viele Sehenswürdigkeiten, die dem klassischen Altertum entsprechen. Obwohl die Geschichte der Insel eine Menge zu erzählen hat, denn Korfu wurde, bedingt durch seine strategische Lage in der Adria, immer wieder von Fremden beherrscht. Dies macht sich hauptsächlich in der Architektur bemerkbar, besonders in der Inselhauptstadt Korfu-Stadt, wo sich die verschiedenen Stile der Baukunst von Venezianern, Franzosen oder Engländern sich noch heute zeigen. Zeitzeugen sind u. a. die kleinen verwinkelten Gassen oder die breiten Boulevards, die den Besucher geradezu zu einem Bummel durch die Stadt oder zum Niederlassen in einem der anmutigen Cafés einladen.

Korfu wird gerne für einen Urlaub besucht. Daher gibt es genügend Hotels und Ferienwohnungen sowie Restaurants mit internationaler wie auch griechischer Küche. Die meisten Feriengäste kommen aus Italien, Großbritannien und Deutschland, die sich entlang der Nordküste einquartieren. Denn hier haben sich die meisten Feriendomizile entwickelt, wie u. a. Acharavi oder Roda. Die Attraktion sind natürlich die vielen Strände aus Sand und Kies, die außer Sonne und Baden ebenso die Möglichkeiten für Wassersport wie Surfen, Segeln (Surfschulen), Tauchen (10 Tauchbasen mit Kursen), Wasser- und Jetski, Kanu oder als Trendsport Kitesurfen. Die an Land gebliebenen können Golfschläger schwingen, die schöne Landschaft durchwandern oder mit dem Mountainbike erforschen.

Obwohl Korfu jedes Jahr viele Feriengäste verzeichnet, ist die Insel dennoch noch weit entfernt vom üblichen Massentourismus. Dies zeigt sich besonders im westlichen wie südlichen Teil der Insel. Hier präsentiert sich die Landschaft noch völlig ursprünglich mit Olivenhainen und Zypressen, wo in Bauerndörfer noch echtes griechisches Flair vorzufinden ist und der Alltag seinen Gang geht. Zudem in dieser Inselregion die schönsten Strände nur auf die Besucher warten, die sich schlängelnden Küstenstraßen überwältigende Ausblicke auf das strahlende Blau des Meeres gewähren, sind die Ferienorte individuell, wo Ruhe und Erholung an erster Stelle stehen.

[ © Das Copyright liegt bei www.europe-sightseeing.com | Informationen und Sehenswürdigkeiten von Europa, Städte und Landschaften]


nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.europe-sightseeing.com